Film- und Serienkritiken

Das ernsthafte Magazin für Kritiken zu Film und Serie.

„Annihilation“ / „Auslöschung“ – Die Kritik, die glänzen kann

Die Welt ist schon verrückt geworden: Da läuft dieser Film in den USA noch (erfolglos) im Kino, ist aber bei der deutschen Volksvideothek „Netflix“ bereits kostenlos zu haben. Für 40 Millionen Dollar durfte Alex Garlandt („Ex Machina“) hier nämlich noch mal zeigen, warum er größte Wissenschaftsautor unserer Zeit ist. Nämlich, weil er weiß, dass sich Zellen – genau wie das ursprünglich erwartete Einspielergebnis – teilen können. Oder dass Mutationen gar nichts mit „Mut“ zu tun haben. Ein Genie, dieser Kerl!

„Dark“ – Die Kritik zum deutschen Netflix-Hammer

Ich möchte mich bereits jetzt entschuldigen. Für meine unglaubliche Klischeehaftigkeit, für mein ungeheures Versagen, auf ein geschichtliches Großereignis mit dem angemessenen Abstand und der korrekten Coolness zu reagieren. Denn statt mich knietief in die Storyanalyse dieser Serie zu begeben, werdet ihr gleich vor allem diesen Satz lesen: „Für eine DEUTSCHE Serie ist’s ganz gut.“ Aber ihr dürfte dann ja gerne mit MEINER Deutschstämmigkeit kontern, wenn es an die Bewertung meines Reviews geht, okay?

„Mute“ – Das Review zum Leiserstellen

Duncan Jones war schon ein toller Hecht: Sein Film „Moon“ war ein grandioses Kammer- und Kraterspiel, sein Streifen „Source Code“ immerhin solide SF mit Schönlingsnasen und „World of Warcraft“ kam in China so gut an, dass es mich nicht wundern würde, wenn es zu dem Film demnächst mal ein Videospiel gäbe. Umso höher (im Mittelklasse-Segment) waren die Erwartung vor „Mute“, den er für Netflix drehen durfte. Der übrigens im Jahre 2050 in Berlin spielt. Und damit will ich die wertneutrale Inhaltsangabe auch schon beenden.

„Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“ – Das Review

Abgesehen davon, dass dieses Werk eher in die Kategorie von „Rotze – der Film“ gehört, haben die Macher bei der Vermarktung dieses französischen Werks irgendwas falsch gemacht. So hörte man im Vorfeld nur jahrelang „Wird teuer und ist irgendwann fertig“, bevor dieser Satz dann nahtlos in „War teuer und bis letzte Woche im Kino“ überging. Aber nachdem man bereits 180 Millionen Dollar in dieses Projekt gepumpt hatte, waren die üblichen WEITEREN 180 Millionen für das Marketing vermutlich zu sehr geeignet, die zuständige Kreditabteilung in den kollektiven Burnout zu treiben.

„Skull Island“ – Ein Review für den Schädel

Netflix und Amazon sind schon eine tolle Sache: Für den überschaubaren Obolus von wenigen (bengalischen) Cent pro Film darf man sich hier Blockbuster in die Rübe schrauben, für die man an der Kinokasse höchstens einen trockenen Knatterpups übrig hatte. Da ich den letzten Godzilla-Film gar nicht für sooo übel erachtete (zumindest fand ich in meiner fehlenden Erinnerung nichts Negatives – außer Amnesieärzten halt), wollte ich auch diesem Monsterfilm jene Chance geben, die ihm niemals zustand.

„Star Trek Discovery“ – Staffel 1 in der Rückschau

Discovery hatte seine Nicht-Chance – und diese voll genutzt. Darauf können sich inzwischen sogar fast alle einigen, die in der Staffelmitte noch erfreut gerätselt haben, welch tiefgründiges Geheimnis sich wohl um Tyler und Lorca verbergen mag. Ich tippte ja schon früh (= Episode 1.01, Minute 1,01) darauf, dass die Produzenten Alex Kurtzman und Gretchen Berg in einer Art von dem Franchise überfordert sein könnten, die nur ein Reh kennt, das nachts in aufflammende Lichter glotzt. Nur, dass das Beispiel-Reh dann noch ständig „Das werden die grööößten Lichter überhaupt!“ rufen müsste.

„Star Trek Discovery“ – 1.15 – „Nimm meine Hand“ – Kritik

Prima! Es ist Doofen… Rosenmontag und „Discovery“ packt die großen Kamelle aus. Heute liegen auf dem Festtagswagen: Eine Selbst- und Fremdmordmission in fremden Planetenkernen, Dispute mit der Flottenführung („Massenmord ist falsch!“ – „Gaaar nicht!“) und die bekannten Integrationsprobleme anerkannter Spiegeluniversums-Flüchtlinge. Letzteren wurde ja schon als Kind eingebläut, niemals artig zu sein. Ansonsten durften sie nämlich nicht den Spinat foltern.

SpaceX Falcon Heavy Live-Stream & Countdown

Ein Milliardär, der seinen eigenen Elektrowagen, inklusive Schaufensterpuppe am Steuer, in den Weltraum schießt? Selbstlandende Raketen? Wer hat sich denn diese doofe SciFi-Story ausgedacht? Die Discovery-Autoren!?

„Star Trek Discovery“ – 1.14 – „Flucht nach vorn“ – Kritik

Eine Folge noch, dann ist Jahresende – zumindest, was die Discovery-Reviews hier angeht. Und zu unserer großen Überraschung sehen wir diesmal KEINE sofortige Zeitreise in den Nordwest-Bereich der Politfolge. Stattdessen will man erst mal unverbömblich… äh, unverbindlich GUCKEN, was die Klingonen so für einen Planeten haben. So von innen betrachtet halt. Bis es aber so weit ist, müssen alle möglichen Leute erst mal miteinander sprechen. Was gar nicht mal so schlecht ist, weil mein Therapeut nichts mehr über Actionsequenzen in Paralleluniversen hören kann. Und SEIN Therapeut auch nicht.

„Das Philadelphia-Experiment“ (1984) – Eine einst verschollene Kritik

Kindheits-Klassiker haben zwei Probleme: Erstens fand man die meist nur deswegen gut, weil wir sonst nix hatten, oder weil man ein eher minderbemitteltes Kind war – was erklären würde, warum es mir nie gelang, bei meinen Eltern erfolgreich auf die Anschaffung von Pro7 und Tele 5 zu drängen. Dieser Film bietet jedoch auch einen guten Grund an, ihn faszinierend zu finden: So glaubte man damals in gewissen Kreisen, das Philadelphia-Experiment hätte wirklich stattgefunden! Und das nur wegen eines einzelnen „Zeugen“, der ein verschwundenes Schiff gesehen haben will (= Widerspruch?).

„Star Trek Discovery“ – 1.13 – „Auftakt zur Vergangenheit“ – Kritik

Diese langen Kamerafahrten durch das halbe Schiff! Diese detaillierten und logisch aussehenden Monitoreinblendungen! Diese realistischen biologischen und physikalischen Erläuterungen! Diese trotz aller unterschiedlichen Talente völlig normal wirkende Besatzung! – Wie? Ja, ich habe tatsächlich noch mal in die Netflix-Serie „The Expanse“ reingeschaut, bevor ich mir die neue Folge von „Auf der Clownsschule, da gibt’s koa Sünd“ angesehen habe.

„Star Trek Discovery“ – 1.12 – „Blindes Verlangen“ – Kritik

Endlich gibt es Antworten auf Fragen, die man auf jeder Fanfiction-Webseite schon vor 15 Jahren gestellt hat. Nein, nicht nur „Kann ich meine komplette Geschichte auch in eurem Gästebuch hinterlassen?“, sondern auch den knallharten Stuff! So klärt die Serie endlich, ob es schlechte Dialoge nach dem Tode gibt (ja), wie man sich bei den Terranern Vertrauen erarbeitet (man nennt die Leichen seiner Vorgänger liebevoll „Reinigungsbeschaffungsmaßnahme“) und ob Lorca möglicherweise nicht das ist, was das Fandom bereits zu wissen vorgibt (hä?)…

„Star Wars VIII – Die letzten Jedi“ – Das hinterletzte Review

Ich weiß, der neue SW-Film ist schon lange in den Licht- und Helle-Seite-Spielhäusern. Und eigentlich erwartet ihr von Zukunftia, dass wir zur Premiere eingeladen werden, um dann rasch ein Review zu schreiben. Leider erhalten wir jedoch keine Karten mehr, seitdem Kollege Sparkiller auf dem letzten Roten Teppich betrunken eine Gruppe geknickter Trekkies beschimpft hat. Die Worte „WIR Warsler sind die Lieblingskinder von J.J. Abrams, ihr Versager!“ fielen genauso wie zahlreiche Verdauungssäfte aus seiner Kauluke. Also sah ich den Film dann in einer vernagelten Holzkiste in Bielefeld… Auch nett.

„Star Trek Discovery“ – 1.11 – „Der Wolf im Inneren“ – Kritik

Immer diese 7-Tage-Woche! Dabei würde ich doch liebend gerne 9 oder gar 19 Tage arbeiten, nur damit die blöden „Discovery“-Montage wieder eeetwas weiter auseinander rücken. Aber ich habe versprochen, jede Episode zu reviewen, und daran halte ich mich. Übrigens tut das auch Spiegel-Klapowski, der zwar ein taubstummer Afghane von der Venus ist, zufällig aber nur ein Haus weiter wohnt. Und damit haben wir die Grundstimmung dieser Episode auch schon komplett zusammengefasst.

„Star Trek Discovery“ – 1.10 – „Despite Yourself“ – Kritik

Da hat sich Kollege Sparkiller aber mächtig erschreckt: Ein Blick auf seine kleine „Star Wars“-Uhr sagte ihm spontan (nebst dem eingebauten „Ichse michse musse Trek guckse!“-Weckton), dass es heute schon weitergeht mit der total durchdacht(schadet)en Crew vom größten Fliegenpilz des Universums. Und somit herrscht auch wieder Review-Pflicht auf Zukunftia! Doch man kann sich seinen Job nicht immer aussuchen. Und es ginge schlimmer: Man könnte z.B. in der stinkenden Kanalisation arbeiten. WÄHREND zusätzlich „Discovery“ auf dem Handy läuft…

The Orville – 1.12 – „Mad Idolatry“ – Die Kritik

Ich dachte, bei Verabschiedungen gibt man sich die Hand? Von einem feierlichen Tritt in den Allerwertesten hat nie einer gesprochen? Die vorerst letzte Orville-Episode tut aber genau das: Mit Anlauf und Popo-Pain präsentiert sie uns eine recht abgeschmackte Standard-Story, die eine perfekte Mischung aus Voyager, Episode 6.12 („Es geschah in einem Augenblick“) und TNG, 3.04 („Der Gott der Mintakaner“) darstellt. Nur, dass beide Aspekte (= Planet entwickelt sich rasant / Picard wird für eine Gottheit gehalten) hier zu einem recht fitzeligen Rest in der Wiederholungspfanne zusammenschnurren.

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