Film- und Serienkritiken

Ernsthafte News & Kritiken zu Film und Serie.

6 Wochen bis zum Kopp-Kochen: Discoverys Staffel-4-Trailer

Wenn es doch nur schon vobei wäre: Die 4. Staffel klopft bereits mit einer zaghaften Atomexplosion gegen unsere Tür.

Trailer zur 4. Staffel
(Danke an Sparkiller, der das altbackene „In Deutschland bitte noch keine Trailer“-Prinzip aktiv aufweichte)

Zu meiner mittelgroßen Überraschung gibt es diesmal eine universums-umspannende Gefahr in Form eines Nebels, der wie ein schläfriges Auge mit Hängelid aussieht…?

Nach den durchdachten SF-Konzepten namens „Rote Lichter durch Burnham(s Mutter)“ und „Warp kaputt durch Holo-Lümmel“ gibt es nun also wieder eine Anomalie, die vermutlich durch einen alten Bekannten ausgelöst wurde. Ich tippe auf: V’Gers Mutter, Lore, Chakotays Waldgeister oder Siskos Wurmlochwesen. Im Ernst, da hier schon was von „Zeit“ gefaselt wurde, ist das nicht so unrealistisch.

Positiv erwähnen kann ich immerhin, dass die Crew ordentlich durchgeschüttelt wird und man eine so große Dynamik selbst in den Kinofilmen selten gesehen hat.

Der Rest ist (wie immer) manipulatives Emotions-Rauskitzeln aus dem Setzkasten für Marketing-Futzis: Aufgerissene Augen, Burnham spricht von „Heartbeat“, Burnham streichelt Hände, Burnham erwacht freudestrahlend. Dazu Sprüche wie „Wir sind zusammen“ oder „Wir schaffen das“.

Andere Charaktere schreien, fassen sich ans Herz, umarmen sich, weinen, geben Motivationssprüche ab.

Wer auf diese Art von aufgesetzter Emotionalität steht (und das dürften sogar einige sein?), wird erneut glücklich werden. Doch alle, denen nur bei unterkühltem Hard-SF-Inhalt die Hose warm(?) wird, müssen erneut mit großen Verlusten im eigenen Kopf-Universum rechnen.

Lower Decks 2.09 – „Wej Duj“ – Review

Lower Decks 2.09 – „Wej Duj“ – Review

Nicht nur auf der Cerritos gibt es untere Ränge, die Hilfsarbeiten leisten müssen, bis der Schiffsflur knarzt. Auch die Klingonen hängen gerne Hängematten (äh… oder Hängesteine?) für ihre Praktikanten auf, wohingegen man bei den Vulkaniern gerne das alte Multiplayer-Spiel „Wer ist logischer?“ in der Endlosschleife zockt. Um es kurz zu machen: In dieser Episode gibt es Ein- und Tiefblicke, wie es sie selten in Star Trek gab. Und erstaunlicherweise enden diese diesmal nicht am Niveau-Bodensatz…

Lower Decks 2.08 – „Ich, Excretus“ – Review

Lower Decks 2.08 – „Ich, Excretus“ – Review

Da die Crew noch immer Schwächen darin aufweist, alle alten Trek-Folgen in Sekundenbruchteilen nachzuspielen, muss sie sich einem Testprogramm unterziehen. In diese Holodeck-Einheiten (die teilweise sogar „Episodennamen“ haben, die an uralte Folgen erinnern) müssen dann Borg, Virusse und ethische Fragen aufgedröselt werden. Doch: Dröselt sich Star Trek hier nur selber weiter auf? Oder ist dieses Gag-Feuerwerk ausnahmsweise gelungen? Klickt auf den Warp-Link dieses Artikels und lest die Antwort im Zukunftia-Subraum, huuui!

„Das Reboot ist ein dreischneidiges Schwert“ – Neue Version von Babylon 5 in Arbeit

„Das Reboot ist ein dreischneidiges Schwert“ – Neue Version von Babylon 5 in Arbeit

Nun ist es also passiert. Jahrelang brodelte es vergeblich in der Gerüchteküche und meinen Innereien, doch der Hollywood Reporter verkündete endlich: Babylon 5 wird als von Grund auf renovierte Neuzeit-Serie zurückkehren und sogar JMS steht dafür als Schreiberling und Showmaster auf der Gehaltsliste. Ein Knackpunkt, die Remastered-Edition von Babylon 5 soll auf dem Sender „The CW“ erscheinen. Ist dieser doch eine echte Hit-Plattform für Granaten wie „Batwoman“ und „World’s Funniest Animals“.

Ob sich dies tatsächlich auf die Qualität ausschlägt muss man abwarten, immerhin wird das Ganze von Warner Bros. TV zusammen mit „Studio JMS“ produziert, welches z.B. für das woke Sense8 verantwortlich war.

JMS dazu: „This is a reboot from the ground up rather than a continuation.“
Zu Deutsch: „Dies ist ein Rückstiefel vom oberen Boden, Raser dann eine Fortsetzung.“

Sehr kryptisch, wie wir es vom Meister gewohnt sind. (Danke auch an Kollege Klapowski für die Übersetzung!)

Deutlich machte er aber, dass die Serie bereits mit Sherdian beginnen wird, statt mit Commander Sinclair, dessen Darsteller nach der ersten Staffel keinen Bock Nerv mehr hatte.

Auf jeden Fall wird es spannend. Nicht nur, weil es (wenn man z.B. die „Lost Tales“ in Betracht zieht) qualitativ in jede Richtung gehen kann. Sondern auch, weil mich ein neu erdachtes B5 mit den aktuellen Möglichkeiten und mehr Kohlen (statt dem 9,50 € Kulissen-Budget für Sperrholz-Reste von Hornbach) ganz ernsthaft SEHR neugierig macht.

Und wie sagte ein weiser Mann doch: „Alles Leben kann in 2 Hauptphasen eingeteilt werden. In die Phase des Übergangs, und in die Phase der Erleuchtung.“

Ob das auch für’s Fernsehen giiiiilt??
*vorwurfsvoll auf kurtzi schiel*

„Foundation“ – Review der Pilotfolge

„Foundation“ – Review der Pilotfolge

Die Foundation-Buchreihe von Isaac Asimov galt lange Zeit als unverfilmbar: Zu viele theoretische Gedanken, zu viele Zeitalter, zu viele Personen, zu wenig Kurtzman-Logik. Doch dank unseren Freunden von „Apple TV“ haben all diese Nachteile nun ein Ende! Endlich erstrahlt diese klassische Geschichte in einem Glanz, bei dem auch ich mich als Auserwählter fühlen darf. Ja, auch ich spüre bei all diesen Themen und Sternenreichen die Last von Jahrtausenden auf meinen Schultern. Und das, obwohl die Pilotfolge doch nur eine Stunde lang geht…?

„The Orville“ geht weiter. Staffel 3 startet im März 2022.

Na, endlich gibt es mal News, die nicht nur Verschiebungsmeldungen sind… Wobei sich der Start in 6(!) Monaten fast wie eine weitere Verschiebung anfühlt.

Aber: Dieser Teaser hier wird sicherlich nicht der letzte sein. Und wenn wir unseren Kurtzman-Brei immer brav aufessen, bekommen wir vielleicht sogar bald Bewegtbilder, die nicht nach Möbelhaus (mit drübergelegten Dialogen) aussehen?

Toll finde ich tatsächlich das neue Design der Brücke! Gerade der Raum hinter dem Captain’s Chair wird endlich besser genutzt.

Während ich da früher immer überlegt habe, wie viele Pinnwände und Kühlschrankmagnete ich dort platzieren könnte, sieht dies nun endlich nach Science Fiction aus. Sooo viele kleine Bildschirme, Lampen und anschrägte Designelemente gab es zuletzt in SF-Videospielen aus den 2010er-Jahren!

Und, wenn wir ganz ehrlich sind: Das wirkt noch mehr wie eine moderne Version von TNG, was nichts Schlechtes sein muss.

Irgendwo müssen wir ja mental anfangen, „The Orville“ statt „Star Trek – Picard“ in den Star Trek-Kanon einzufügen.

Lower Decks 2.07 – „Wo die lust’gen Quellen liegen“ – Review

Lower Decks 2.07 – „Wo die lust’gen Quellen liegen“ – Review

Äh… Ist der deutsche Titel etwa eine Art Selbstmotivation der überforderten Trickfilmautoren? Egal… Denn heute bauen wir uns das Review mal etwas anders auf! Statt die negativen Seiten zu überbetonen, gehen wir mit dem futuristischen Grabewerkzeug mal gaaaanz tief und fördern das Spice alle Positivaspekte zutage, die wir finden können. Das wird nicht leicht, aber: das knüppelharte Training der Autoren von „Serienjunkies“ (*Auf Mann mit Partytröte und wirren Haaren zeig*) wird uns helfen.

Lower Decks 2.06 – „Der große, braune Spion“ – Review

Lower Decks 2.06 – „Der große, braune Spion“ – Review

Dieses „Lower Decks“ ist schon ein Schlingel: Ständig wird man mit Trek-Elementen angelockt (z.B. den motivierenden Ansprachen von Captains), über die man sich SELBER hundertfach lustig gemacht hat. – Nur, damit man sich jetzt auf einer Satireseite auf satirische Weise über ebendiese satirischen Drehbücher lustig machen soll. Im Ernst, die Gefahr, sich mit einem doppelläufigen Phaser selbst ins Knie zu schießen, war nie höher. Aber wir tun es gern für euch. (Komm her, Sparkiller!)

Lower Decks 2.05 – „Die Doopler-Verwirrung“ – Review

Lower Decks 2.05 – „Die Doopler-Verwirrung“ – Review

Wenn sich etwas unkontrolliert vervielfacht, müssen es nicht immer neue Trek-Serien sein: Diesmal gerät die Crew an einen Diplomaten, dessen nervöses Nervenkostüm für spontane Zellteilungen sorgt. Eine pfiffige Idee, für die sicherlich nur zehn alte Rick&Morty- und Futurama-Folgen in den Mixer wandern mussten…? Derweil machen es sich Boimler und Mariner auf einer Raumstation gemütlich, bevor die sekundenlange Ruhephase von dreizehn Haupt-, Neben- und Null-Storys abgelöst wird. Aber okay, modernes Star Trek ist schließlich nicht zur Entspannung gedacht.

Die 25 besten SF-Filme aller Zeiten – Plätze 19 bis 15

Die 25 besten SF-Filme aller Zeiten – Plätze 19 bis 15

Heute folgt Teil 2 unserer großen Reihe: „Warum ist Film XY eigentlich nicht auf der Liste?!“ – Und langsam wird es eng für einige Publikumslieblinge. Wird es „Star Wars – Episode 9“ überhaupt noch in die TOP 20 schaffen? Und was ist mit dem Geheimtipp, den ihr mir vor drei Jahren in einer Mail (mit drei korrekt geschriebenen Wörtern) zugeschickt habt? Und wieso verspüre ich einen immer größer werdenden Rechtfertigungsdruck, je weiter wir nach oben klettern? Wir liefern die Antworten!

Masochisten aufgepasst: Der Picard-Trailer der 2. Staffel ist da

Der neue Picard-Trailer ist da. Und er macht klar: Echte Picard-Fans (also die aus den 90ern) sollten sich vielleicht ein anderes Rollenmodell suchen.

Wobei der neue Picard eh nicht mehr viel mit dem alten gemein hat. Somit könnte die Serie auch „Star Trek – Günther“ heißen…

Erste Gedanken:

– Q testet jetzt nicht mehr, ob die Menschheit schlauer geworden ist (siehe „Mission Farpoint“), sondern installiert jetzt selber (= mehr oder weniger) ein autoritäres Regime. Tja, an gute Test-Bedingungen kommt man eben nur noch, wenn man selber Hand anlegt. („Lasst uns mal testen, wie gut eine Fensterscheibe den Regen abhält, wenn ich vorher mit der Abrissbirne dagegen knalle!“)

– Die Vergangenheit mit den heute üblichen Autos und Wolkenkratzern ist eine „tolle“ Idee, um die Produktionskosten noch mal runterzudampfen. Und ich hoffe, ein paar wichtige Hinweise findet die Crew in einem Tweet oder auf Facebook?

– Clever: Picard streichelt ein Ölgemälde von sich selbst. Ist sein böser Zwilling jetzt der Weltherrscher? Oder hat Shinzon sich zum 18. Geburtstag eine Weltrevolution gegönnt? Egal, was wir uns vorstellen, den Autoren wird wie immer was NOCH Bekloppteres einfallen…

– Gut, dass wir die Borg-Queen sehen. Ich hatte schon Angst, dass wir ein NEUES SF-Element bekommen.

Wie so oft bei Kurtzman-Trek bleibt der Eindruck, dass man eigentlich keine Trek-Serie drehen will, sondern lieber eine Agentenserie möchte. Natürlich mit zeitgemäßen Kommentaren zur Weltpolitik („Haut kräftig druff, wenn alle ungerecht sind. Aber liebt euch dabei wie die Irren!“), ein paar wirren Multiversums-Ideen (Der Kanon ist das eigentliche Unrechtsregime in Kurtzmans Augen?) und alten Ex-Helden, die schon jetzt wieder wie stammelnde Verlierer wirken („Tut mir leid, dass ich in 200 Jahren nie meinen Sonntagspudding aufgegessen habe, Leute!“).

Auch das plumpe Gestammel von wegen „Das Licht der Zukunft ist in euch, wenn ihr vorher an einer Taschenlampe gesaugt habt!“ ist wieder mit dabei. Eben diese Sprüche, die zeigen sollen, wie toll und zusammenhaltend die neue Crew doch ist.

Lower Decks 2.04 – „Mugato, Gumato“ – Review

Lower Decks 2.04 – „Mugato, Gumato“ – Review

Die Grundidee ist gar nicht blöd, wenn man seine Trickserie mal hinterfragen – und ändern? – wollte: Diesmal rätseln zwei Hauptfiguren, warum Mariner eigentlich ALLES kann, jeden Kampfstil beherrscht und zur reinen Entspannung (der Phantasie des Showrunners Mike McMahan?) ihre besten Freunde verdrischt. Ist sie einfach nur begabt oooder eine geheim ausgebildete Supersadistin -agentin? Oder ist sie, hier mal meine Vermutung, doch nur die entgleiste Wichsvorlage eines nicht näher genannten Showrunners, dessen Name sich auf „Schnurzmann“ reimt?

Zeit für den Sternentrip? – Intro von „Star Trek Prodigy“ veröffentlicht

Meine Dudes, ist ja alles so schön bunt hier!
Wabernde Pastellfarben gleiten an meinen tränenden Augen vorüber, ein Raumschiff pupst sich auf Warp und gleitet aus der Achselhöhle eines Riesenroboters. Und das Auge! Das riesige Auge! Es beobachtet mich! Raah!

Hey, mein Kurtzmännchen, hast du von dem Zeug noch ein bisschen mehr für später?

Lower Decks 2.03 – „Begegnung mit der Befangenheit“- Review

Lower Decks 2.03 – „Begegnung mit der Befangenheit“- Review

Räusper… Vielen Dank für diesen 20-minütigen Pitch für die dritte Staffel „Lower Decks“, liebe Autoren. Ich fasse ihre einzelnen Episoden noch mal zusammen, ja? Man will ja nicht plötzlich mit einer Episode weniger dastehen. Ist ja dem Kurtzman schon oft genug passiert, weswegen grandiose Auflösungen weggeschnitten werden mussten. – Ich zähle mal (das Niveau) runter und starte in 3 … 2 … 1:

Die 25 besten SF-Filme aller Zeiten – Plätze 25 bis 20

Die 25 besten SF-Filme aller Zeiten – Plätze 25 bis 20

Top-Listen haben eine ganz spezielle Faszination: Die eigene ist immer etwas anders als die des Vorstellenden. Und nur selten liegen empörte Zwischenrufe („Wieso ist mein verklärter Retro-Film nicht drin?!“) und dankbar aufgerissene Äuglein („Deine Geheimtipps sind Bitcoin-Gold wert, Klapo. Ich danke dir!“) so nahe beeinander. – Bitte seht diese Vorstellungsreihe als versöhnlichen Ausgleich dafür an, dass wir oft nur Zeit für den Schrott haben, die Perlen aber vergessen – oder sogar die Austern schamhaft wegschließen.

Lower Decks 2.02 – „Kayshon, seine Augen offen“- Review

Lower Decks 2.02 – „Kayshon, seine Augen offen“- Review

Was bekommt man, wenn man eine Tüte Konfetti, etwas Kurtzman-Lazyness und zehn alte TNG-Folgen in einen Mixer wirft? – Ganz klar: Diese Episode hier… Und einen Mixer, der von Zeiten träumt, in denen frühere Star-Trek-Parodien nicht diesen anbiedernden Schmierfilm in seinem Inneren hinterlassen haben. – Haltet ihr Baldrian, Kamillentee und Salztabletten aus der Folge „Das Letzte seiner Art“ bereit? Dann folgt nun das Review zur letzten Star-Trek-Koffein-Tablette.

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