Film- und Serienkritiken

Das ernsthafte Magazin für Kritiken zu Film und Serie.

Filmkritik - Wir werfen mehrere Blicke auf aktuelle und vergangene Kinofilme. Abfilmen verboten.


„Downsizing“ – Die Kritik für große Meckerköppe

Der Beginn dieses „Menschen werden klein“-Movies ist verheißungsvoll. Statt crazy Ami-Nerds zeigt man uns ein ganz normale Forscher aus Nordeuropa – nur echt mit Halbglatze, Watschelgang und lustig klingender Trottelsprache. Und auch die erste Enthüllungskonferenz, die Hintergrundinfos und die gezeigte Verkleinerungsprozedur (inklusive Entnahme aller Implantate) atmeten vor allem einen Gedanken: Die Prämisse derartig logisch darzustellen, dass man als Zuschauer fast den realen Wikipedia-Artikel verfassen möchte: „Die erste erfolgreiche Verkleinerung erfolgte im Jahre…“

„Solo: A Star Wars Story“ – Kritik zum Film

What a mess! („Was für eine Messe?“) – Dieser Film hat so viel hinter sich, dass er sich vor dem Umdrehen immer erst ein Antidepressiva einwerfen muss. Aber gut, dennoch wollen wir dieses dringend notwendige Prequel nicht vorverurteilen. Auch andere Kultwerke mussten schließlich unter falschen Regisseuren leiden, wurden komplett neu gedreht und umgeschnitten. Und somit gehen wir mal mit unbedarftem Geist an „Solo“ heran. Disneys Brieftasche hat das ja auch getan…

„Avengers: Infinity War“ – Die Kritik für Tausend Helden

Und weiter geht es im beliebtesten Genre aller indischen Spezialeffekte-Studios. Eigentlich wollte ich ja ab jetzt nur die Hälfte aller Marvel-Filme reviewen, was jedoch – nach einer kurzen Release-Zählung der letzten beiden Jahre – trotzdem drauf hinauslief, dass ich mehrere Filme im RÜCKSTAND war. Aber okay, immerhin geht es hier ja um einen Schurken, der das Schicksal des Universums bedroht… Wann hat man das zuletzt gehört, frage ich die Taubstummen unter euch?

„Geostorm“ – Die Kritik im Wasserglas

Wenn der Kumpel von Roland Emmerich einen Katastrophenfilm macht, der sich mit dem Kampf der Urbanisierung gegen die Kräfte der Natur beschäftigt, so horche ich erst mal auf – schon wegen der zu erwartenden Bässe. Immerhin halte ich „Independence Day“ für ein Standardwerk des dadaistischen Destruktivismus. Und wenn der Film dann auch noch „Geostorm“ heißt, so erwarte ich nicht weniger als einen Wirbelsturm, der mindestens 50 Geologen in die Stratosphäre bläst.

„Justice League“ – Die Justizkritik

Okay, meine letzten drei Superheldenfilme („Thor 3“, „Spiderman Homecoming“, „Wonder Woman“) fand ich alle überdurchschnittlich. Dabei könnte man es belassen und sich damit abfinden, dass man nun offiziell zum hirnlosen Plastik-Fan des modernen Kinos geworden ist. Doch wie in einem verrückten Experiment im Keller eines Wissenschaftlers musste ich die Dosis jetzt noch etwas erhöhen, um endgültig zu „Superheldenfan-Man“ zu mutieren. Hierfür wählte ich diesen Film aus. Die Gründe waren einfach: Ein Film namens „Die Justiz-Legende“ klingt für mich als alten BGB-Fuchs äuuußerst interessant.

„Planet der Affen – Survival“ – Die Kritik, die den Affen laust

„Planet der Affen“… Welch tolle Filmserie der Neuzeit! Ich erinnere mich gut an den ersten Teil, wo ein rührseliger Affe in einer rührseligen Story einem rührhirnigen Demenzkranken die Unterbuchse bügelte. Oder so ähnlich. Okay, vielleicht erinnere ich mich doch nicht mehr so gut daran… Aber es gibt ja noch den zweiten Teil! Den… Ja deeeen… muss ich irgendwann mal nachholen. Daran könnt IHR mich dann ja erinnern. Aber an den DRITTEN, an den kann ich mich noch ganz passabel entsinnen. Also schreibe ich jetzt schnell dieses Review, bevor der Minutenzeiger wieder auf der Zwöl… – Oh, Mist!

„Blade Runner 2049“ – Die Kritik, die sich (und dir) Zeit nimmt.

Kult oder nur was für Knut? – Selten war sich das Publikum uneiniger als bei dieser Fortsetzung des 80er-Jahre-Originals. Lustigerweise war schon Ridley Scotts damaliger Skill-Beweis zuerst kein Erfolg. Das Publikum wusste mit dem Film erst mal weniger anzufangen als ein denkender Mensch mit „Alien Covenant“. Ich selbst mag übrigens das 1982er-Original, weiß aber nicht mehr, warum. Eine gute Basis für einen Kultfilm, wie ich finde. („Ich verteidige ihn gegen alle Angriffe, indem ich die Kritiker… äh… vor die Nase boxe?“)

„Thor – Tag der Entscheidung“ – Die Kritik für Marvelfreunde

Immer wieder bietet Amazon seinen Primerianern semi-aktuelle Blockbuster für magere 99 Cent an. Was ungefähr die ersten 800 Meter meiner reinen FAHRT zum Kino wäre, rein kostenmäßig. Für mich ist EIN Euro exakt das richtige Preis/Leistungs-Verhältnis für diese neumodischen Filme, in denen bekannte Hollywoodstars Dauerwerbung für ihren präferierten Kostümverleih machen. – Aber gut, eigentlich soll das hier ein ernstes Review werden. Denn dieser Film ist ganz doll schlecht.

„Ghost In The Shell“ – Die flotte Kritik für die ganz Shellen.

Komisch, Scarlett Johansson verwechsele ich immer mit Jennifer Lawrence. Beide werden als tolle Schauspielerinnen bezeichnet, besetzen aber zu 90% jene Rollen, in denen sie ausdruckslos dreinschauen und Arnold-Schwarzenegger-Zitate bringen könnten. Da sie aber aus irgendeinem Grund den neuen Typ Frau verkörpern (= Zähne auskloppen wie die männlichen Dentisten aus den 90ern), zeigen sie uns in jedem SF-Film erneut, auf welcher Seite des Greenscreens eine weibliche Figur zu stehen hat. So auch hier.

„The Circle“ – Eine Kritik von dystopischen Ausmaßen

In dieser Romanverfilmung von 2017 bekommt es Emma Watson mit einer Tech-Firma zu tun, die kein Problem mit der totalen Überwachung der Menschheit hat. Die Regierung oder restliche Menschheit übrigens auch nicht. Okay, bis auf einige besorgte Eltern und einem leicht überdrehten jungen Mann vielleicht. Aber es sollte ja mit dem Teufel zugehen, wenn die globale Dramatik nur anhand von billigen Family-Soap-Elementen aufgezeigt werden würde, oder? – Oh. Hallo, Teufel. Du schon hier? Ich habe dich doch erst für das „Fazit“ dieses Reviews bestellt?

„The Cloverfield Paradox“ – Kritik zum Etikettenschwindel

Die „Cloverfield“-Reihe ist eine sehr interessante. Nach drei Filmen kann man feststellen, dass das Franchise eine Art Sammelbecken für C-Movie-Ideen geworden ist. Denn solange irgendwelche Monster, Aliens oder ein Fakir vom Jahrmarkt mitspielen, sind alle Voraussetzungen gegeben, um in diese Reihe aufgenommen zu werden. Dann fügt J.J.Abrams (bzw. sein Schwager) noch seinen üblichen Hütchenspiel-Zauber aus lahm aufgelösten Retro-Ideen hinzu, schon ist er fertig, der neue Halb-Hit.

„Spiderman – Homecoming“ – Die Kritik

Ich habe es also endlich mal wieder getan! Nein, ich spreche nicht von meinem Beitrag zur „Metoo“-Debatte (= Kollege Sparkiller hat mich verführt, um KEINE Artikel bei Zukunftia mehr schreiben zu müssen), sondern von meinem monatlichen Trashfilm. Was für den einen ein C-Horror-Film ist, das ist für mich „Irgendwas mit Superhelden“. Und diesmal fiel die Wahl eben auf den aktuellen Arachno-nauten. Und ihr werdet nicht glauben, was passierte, als dieser Mann diesen Film sah!

„Annihilation“ / „Auslöschung“ – Die Kritik, die glänzen kann

Die Welt ist schon verrückt geworden: Da läuft dieser Film in den USA noch (erfolglos) im Kino, ist aber bei der deutschen Volksvideothek „Netflix“ bereits kostenlos zu haben. Für 40 Millionen Dollar durfte Alex Garlandt („Ex Machina“) hier nämlich noch mal zeigen, warum er größte Wissenschaftsautor unserer Zeit ist. Nämlich, weil er weiß, dass sich Zellen – genau wie das ursprünglich erwartete Einspielergebnis – teilen können. Oder dass Mutationen gar nichts mit „Mut“ zu tun haben. Ein Genie, dieser Kerl!

„Mute“ – Das Review zum Leiserstellen

Duncan Jones war schon ein toller Hecht: Sein Film „Moon“ war ein grandioses Kammer- und Kraterspiel, sein Streifen „Source Code“ immerhin solide SF mit Schönlingsnasen und „World of Warcraft“ kam in China so gut an, dass es mich nicht wundern würde, wenn es zu dem Film demnächst mal ein Videospiel gäbe. Umso höher (im Mittelklasse-Segment) waren die Erwartung vor „Mute“, den er für Netflix drehen durfte. Der übrigens im Jahre 2050 in Berlin spielt. Und damit will ich die wertneutrale Inhaltsangabe auch schon beenden.

„Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“ – Das Review

Abgesehen davon, dass dieses Werk eher in die Kategorie von „Rotze – der Film“ gehört, haben die Macher bei der Vermarktung dieses französischen Werks irgendwas falsch gemacht. So hörte man im Vorfeld nur jahrelang „Wird teuer und ist irgendwann fertig“, bevor dieser Satz dann nahtlos in „War teuer und bis letzte Woche im Kino“ überging. Aber nachdem man bereits 180 Millionen Dollar in dieses Projekt gepumpt hatte, waren die üblichen WEITEREN 180 Millionen für das Marketing vermutlich zu sehr geeignet, die zuständige Kreditabteilung in den kollektiven Burnout zu treiben.

„Skull Island“ – Ein Review für den Schädel

Netflix und Amazon sind schon eine tolle Sache: Für den überschaubaren Obolus von wenigen (bengalischen) Cent pro Film darf man sich hier Blockbuster in die Rübe schrauben, für die man an der Kinokasse höchstens einen trockenen Knatterpups übrig hatte. Da ich den letzten Godzilla-Film gar nicht für sooo übel erachtete (zumindest fand ich in meiner fehlenden Erinnerung nichts Negatives – außer Amnesieärzten halt), wollte ich auch diesem Monsterfilm jene Chance geben, die ihm niemals zustand.

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