Film- und Serienkritiken

Ernsthafte Kritiken zu Film und Serie.

Filmkritik - Wir werfen mehrere Blicke auf aktuelle und vergangene Kinofilme. Abfilmen verboten.


Tatort, Folge 1084 – „Murot und das Murmeltier“ – Die Kritik

Ich solle also den letzten „Tatort“ reviewen, hieß es gestern. Weil der so frisch, edgy und zeitreisig sei, hieß es gestern. Unser Leser Dario Cueto würde sogar noch mal die gesamte erste Discovery-Staffel schauen, wenn ich es schlechter als 2,5 Sterne fände, hieß es gestern. – Wie gut für meinen Freund Dario, dass ich keinen Wert auf Sadismus lege. Denn auch dieser Tatort hat mich nur bestätigt, dass ich der Reihe noch mindestens 20 Jahre Zeit geben muss, um bei meinem Filmgeschmack des Jahres 2010 anzukommen…

Russland-SF an der Spitze – 3 Filmreviews (Gastbeitrag)

Mütterchen Zukunfzki.de hat großes Glück: Unser Gastautor Tobias H. ist wieder aus dem Orbit der mehrmonatigen Recherchearbeit eingetrudelt und präsentiert uns heute drei russische Filme, die kein Menschen kennt – es aber sollte. Denn während wir im Westen oft noch aus dem Maxi-Cosi der medialen Weltraumunterhaltung blickten, taten es die Russen bereits aus dem viel erfolgreicheren Marxi-Cosi. – Wie? Ja, die ersten beiden Sätze waren nur als Einleitung für dieses Wortspiel da.

„Ready Player One“ – Das Review aus den 80ern.

Oh, dieses Ready Player One! Sooo viele popkulturelle Anspielungen, die einem den Film versüßen, wenn man schon nicht den schmackhaften Nektar einer tiefgründigen Geschichte naschen darf! Und wisst ihr was? Das ist für mich auch vollkommen okay, denn wenn ich einen inhaltlich guten Steven-Spielberg-Film sehen möchte, baue ich mir eine verdammte Zeitmaschine, statt im Jahr 2XXX ins Kino (oder auf die 99-Cent-Aktion bei Amazon Prime) zu gehen.

„Downsizing“ – Die Kritik für große Meckerköppe

Der Beginn dieses „Menschen werden klein“-Movies ist verheißungsvoll. Statt crazy Ami-Nerds zeigt man uns ein ganz normale Forscher aus Nordeuropa – nur echt mit Halbglatze, Watschelgang und lustig klingender Trottelsprache. Und auch die erste Enthüllungskonferenz, die Hintergrundinfos und die gezeigte Verkleinerungsprozedur (inklusive Entnahme aller Implantate) atmeten vor allem einen Gedanken: Die Prämisse derartig logisch darzustellen, dass man als Zuschauer fast den realen Wikipedia-Artikel verfassen möchte: „Die erste erfolgreiche Verkleinerung erfolgte im Jahre…“

„Solo: A Star Wars Story“ – Kritik zum Film

What a mess! („Was für eine Messe?“) – Dieser Film hat so viel hinter sich, dass er sich vor dem Umdrehen immer erst ein Antidepressiva einwerfen muss. Aber gut, dennoch wollen wir dieses dringend notwendige Prequel nicht vorverurteilen. Auch andere Kultwerke mussten schließlich unter falschen Regisseuren leiden, wurden komplett neu gedreht und umgeschnitten. Und somit gehen wir mal mit unbedarftem Geist an „Solo“ heran. Disneys Brieftasche hat das ja auch getan…

„Black Panther“ – Die Kritik für alle Hautfarben

Dass dieser Film recht viel Aufsehen erfuhr, ist vollkommen verständlich: Viele fanden den Gedanken reizvoll, einen fiktiven, „schwarzen“ Staat zu sehen, der technologisch und militärisch mal den „Weißen“ zeigt, wo die Stammestrommel die Locken hat. Ja, hier sind die Stämme sogar so weit fortgeschritten, dass man sich sogar vor dem Rest der Welt verstecken muss, weil die sonst… Weiße-Leute-Sachen mit denen machen würden. Also ihre querverzinslichen Schuldzertifikate, Massen-Diabetes und Uncoolness über den ganzen Planeten ausweiten. Oder so.

„Tau“ – Die Minikritik zum Netflix-Filmchen

Netflix hat sich bereits viele Sporen für seine SF-Filme verdient! Und zwar jene Sporen, die man einatmet und davon allergiebedingt tüchtig husten muss – plus die Sporen, die an Cowboystiefeln die Zutret-Fläche am Zuschauer-Hintern vergrößern. Doch obwohl mir noch kein exklusiver SF-Film gefiel, gebe ich nicht auf, diese Dinge zu schauen. Zu groß ist mein Bedürfnis, bei der nächsten Netflix-Aktionärsversammlung etwas weniger ausfallend brüllen zu müssen.

„Avengers: Infinity War“ – Die Kritik für Tausend Helden

Und weiter geht es im beliebtesten Genre aller indischen Spezialeffekte-Studios. Eigentlich wollte ich ja ab jetzt nur die Hälfte aller Marvel-Filme reviewen, was jedoch – nach einer kurzen Release-Zählung der letzten beiden Jahre – trotzdem drauf hinauslief, dass ich mehrere Filme im RÜCKSTAND war. Aber okay, immerhin geht es hier ja um einen Schurken, der das Schicksal des Universums bedroht… Wann hat man das zuletzt gehört, frage ich die Taubstummen unter euch?

„Geostorm“ – Die Kritik im Wasserglas

Wenn der Kumpel von Roland Emmerich einen Katastrophenfilm macht, der sich mit dem Kampf der Urbanisierung gegen die Kräfte der Natur beschäftigt, so horche ich erst mal auf – schon wegen der zu erwartenden Bässe. Immerhin halte ich „Independence Day“ für ein Standardwerk des dadaistischen Destruktivismus. Und wenn der Film dann auch noch „Geostorm“ heißt, so erwarte ich nicht weniger als einen Wirbelsturm, der mindestens 50 Geologen in die Stratosphäre bläst.

„Justice League“ – Die Justizkritik

Okay, meine letzten drei Superheldenfilme („Thor 3“, „Spiderman Homecoming“, „Wonder Woman“) fand ich alle überdurchschnittlich. Dabei könnte man es belassen und sich damit abfinden, dass man nun offiziell zum hirnlosen Plastik-Fan des modernen Kinos geworden ist. Doch wie in einem verrückten Experiment im Keller eines Wissenschaftlers musste ich die Dosis jetzt noch etwas erhöhen, um endgültig zu „Superheldenfan-Man“ zu mutieren. Hierfür wählte ich diesen Film aus. Die Gründe waren einfach: Ein Film namens „Die Justiz-Legende“ klingt für mich als alten BGB-Fuchs äuuußerst interessant.

„Extinction“ – Die Kritik zum Netflix-Film

Verdammt, dieses Netflix sei … verdammt! Jetzt hauen die schon wieder neue SciFi-Eigenproduktionen raus! Oder halt die eingekauften Eigenproduktionen von aufstrebenden Kunstpupsern, die es schaffen, mit 10 Millionen Dollar einen Film zu drehen, der locker nach 10,5 Millionen aussieht (= beide Zahlen geraten). Doch schafft es der Streamingdienst nach den letzten Totalausfällen aus dem „Museum of modern (f)art“, uns endlich mal einen GUTEN Film zu präsentieren? So richtig mit Story, einem Anfang, Ende und lange wirkendem Fremdschäm-Blocker?

„Planet der Affen – Survival“ – Die Kritik, die den Affen laust

„Planet der Affen“… Welch tolle Filmserie der Neuzeit! Ich erinnere mich gut an den ersten Teil, wo ein rührseliger Affe in einer rührseligen Story einem rührhirnigen Demenzkranken die Unterbuchse bügelte. Oder so ähnlich. Okay, vielleicht erinnere ich mich doch nicht mehr so gut daran… Aber es gibt ja noch den zweiten Teil! Den… Ja deeeen… muss ich irgendwann mal nachholen. Daran könnt IHR mich dann ja erinnern. Aber an den DRITTEN, an den kann ich mich noch ganz passabel entsinnen. Also schreibe ich jetzt schnell dieses Review, bevor der Minutenzeiger wieder auf der Zwöl… – Oh, Mist!

„Blade Runner 2049“ – Die Kritik, die sich (und dir) Zeit nimmt.

Kult oder nur was für Knut? – Selten war sich das Publikum uneiniger als bei dieser Fortsetzung des 80er-Jahre-Originals. Lustigerweise war schon Ridley Scotts damaliger Skill-Beweis zuerst kein Erfolg. Das Publikum wusste mit dem Film erst mal weniger anzufangen als ein denkender Mensch mit „Alien Covenant“. Ich selbst mag übrigens das 1982er-Original, weiß aber nicht mehr, warum. Eine gute Basis für einen Kultfilm, wie ich finde. („Ich verteidige ihn gegen alle Angriffe, indem ich die Kritiker… äh… vor die Nase boxe?“)

„Thor – Tag der Entscheidung“ – Die Kritik für Marvelfreunde

Immer wieder bietet Amazon seinen Primerianern semi-aktuelle Blockbuster für magere 99 Cent an. Was ungefähr die ersten 800 Meter meiner reinen FAHRT zum Kino wäre, rein kostenmäßig. Für mich ist EIN Euro exakt das richtige Preis/Leistungs-Verhältnis für diese neumodischen Filme, in denen bekannte Hollywoodstars Dauerwerbung für ihren präferierten Kostümverleih machen. – Aber gut, eigentlich soll das hier ein ernstes Review werden. Denn dieser Film ist ganz doll schlecht.

„Ghost In The Shell“ – Die flotte Kritik für die ganz Shellen.

Komisch, Scarlett Johansson verwechsele ich immer mit Jennifer Lawrence. Beide werden als tolle Schauspielerinnen bezeichnet, besetzen aber zu 90% jene Rollen, in denen sie ausdruckslos dreinschauen und Arnold-Schwarzenegger-Zitate bringen könnten. Da sie aber aus irgendeinem Grund den neuen Typ Frau verkörpern (= Zähne auskloppen wie die männlichen Dentisten aus den 90ern), zeigen sie uns in jedem SF-Film erneut, auf welcher Seite des Greenscreens eine weibliche Figur zu stehen hat. So auch hier.

„The Circle“ – Eine Kritik von dystopischen Ausmaßen

In dieser Romanverfilmung von 2017 bekommt es Emma Watson mit einer Tech-Firma zu tun, die kein Problem mit der totalen Überwachung der Menschheit hat. Die Regierung oder restliche Menschheit übrigens auch nicht. Okay, bis auf einige besorgte Eltern und einem leicht überdrehten jungen Mann vielleicht. Aber es sollte ja mit dem Teufel zugehen, wenn die globale Dramatik nur anhand von billigen Family-Soap-Elementen aufgezeigt werden würde, oder? – Oh. Hallo, Teufel. Du schon hier? Ich habe dich doch erst für das „Fazit“ dieses Reviews bestellt?

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