Film- und Serienkritiken

Ernsthafte News & Kritiken zu Film und Serie.

Lower Decks 2.06 – „Der große, braune Spion“ – Review

Lower Decks 2.06 – „Der große, braune Spion“ – Review

Dieses „Lower Decks“ ist schon ein Schlingel: Ständig wird man mit Trek-Elementen angelockt (z.B. den motivierenden Ansprachen von Captains), über die man sich SELBER hundertfach lustig gemacht hat. – Nur, damit man sich jetzt auf einer Satireseite auf satirische Weise über ebendiese satirischen Drehbücher lustig machen soll. Im Ernst, die Gefahr, sich mit einem doppelläufigen Phaser selbst ins Knie zu schießen, war nie höher. Aber wir tun es gern für euch. (Komm her, Sparkiller!)

Lower Decks 2.05 – „Die Doopler-Verwirrung“ – Review

Lower Decks 2.05 – „Die Doopler-Verwirrung“ – Review

Wenn sich etwas unkontrolliert vervielfacht, müssen es nicht immer neue Trek-Serien sein: Diesmal gerät die Crew an einen Diplomaten, dessen nervöses Nervenkostüm für spontane Zellteilungen sorgt. Eine pfiffige Idee, für die sicherlich nur zehn alte Rick&Morty- und Futurama-Folgen in den Mixer wandern mussten…? Derweil machen es sich Boimler und Mariner auf einer Raumstation gemütlich, bevor die sekundenlange Ruhephase von dreizehn Haupt-, Neben- und Null-Storys abgelöst wird. Aber okay, modernes Star Trek ist schließlich nicht zur Entspannung gedacht.

Die 25 besten SF-Filme aller Zeiten – Plätze 19 bis 15

Die 25 besten SF-Filme aller Zeiten – Plätze 19 bis 15

Heute folgt Teil 2 unserer großen Reihe: „Warum ist Film XY eigentlich nicht auf der Liste?!“ – Und langsam wird es eng für einige Publikumslieblinge. Wird es „Star Wars – Episode 9“ überhaupt noch in die TOP 20 schaffen? Und was ist mit dem Geheimtipp, den ihr mir vor drei Jahren in einer Mail (mit drei korrekt geschriebenen Wörtern) zugeschickt habt? Und wieso verspüre ich einen immer größer werdenden Rechtfertigungsdruck, je weiter wir nach oben klettern? Wir liefern die Antworten!

Masochisten aufgepasst: Der Picard-Trailer der 2. Staffel ist da

Der neue Picard-Trailer ist da. Und er macht klar: Echte Picard-Fans (also die aus den 90ern) sollten sich vielleicht ein anderes Rollenmodell suchen.

Wobei der neue Picard eh nicht mehr viel mit dem alten gemein hat. Somit könnte die Serie auch „Star Trek – Günther“ heißen…

Erste Gedanken:

– Q testet jetzt nicht mehr, ob die Menschheit schlauer geworden ist (siehe „Mission Farpoint“), sondern installiert jetzt selber (= mehr oder weniger) ein autoritäres Regime. Tja, an gute Test-Bedingungen kommt man eben nur noch, wenn man selber Hand anlegt. („Lasst uns mal testen, wie gut eine Fensterscheibe den Regen abhält, wenn ich vorher mit der Abrissbirne dagegen knalle!“)

– Die Vergangenheit mit den heute üblichen Autos und Wolkenkratzern ist eine „tolle“ Idee, um die Produktionskosten noch mal runterzudampfen. Und ich hoffe, ein paar wichtige Hinweise findet die Crew in einem Tweet oder auf Facebook?

– Clever: Picard streichelt ein Ölgemälde von sich selbst. Ist sein böser Zwilling jetzt der Weltherrscher? Oder hat Shinzon sich zum 18. Geburtstag eine Weltrevolution gegönnt? Egal, was wir uns vorstellen, den Autoren wird wie immer was NOCH Bekloppteres einfallen…

– Gut, dass wir die Borg-Queen sehen. Ich hatte schon Angst, dass wir ein NEUES SF-Element bekommen.

Wie so oft bei Kurtzman-Trek bleibt der Eindruck, dass man eigentlich keine Trek-Serie drehen will, sondern lieber eine Agentenserie möchte. Natürlich mit zeitgemäßen Kommentaren zur Weltpolitik („Haut kräftig druff, wenn alle ungerecht sind. Aber liebt euch dabei wie die Irren!“), ein paar wirren Multiversums-Ideen (Der Kanon ist das eigentliche Unrechtsregime in Kurtzmans Augen?) und alten Ex-Helden, die schon jetzt wieder wie stammelnde Verlierer wirken („Tut mir leid, dass ich in 200 Jahren nie meinen Sonntagspudding aufgegessen habe, Leute!“).

Auch das plumpe Gestammel von wegen „Das Licht der Zukunft ist in euch, wenn ihr vorher an einer Taschenlampe gesaugt habt!“ ist wieder mit dabei. Eben diese Sprüche, die zeigen sollen, wie toll und zusammenhaltend die neue Crew doch ist.

Lower Decks 2.04 – „Mugato, Gumato“ – Review

Lower Decks 2.04 – „Mugato, Gumato“ – Review

Die Grundidee ist gar nicht blöd, wenn man seine Trickserie mal hinterfragen – und ändern? – wollte: Diesmal rätseln zwei Hauptfiguren, warum Mariner eigentlich ALLES kann, jeden Kampfstil beherrscht und zur reinen Entspannung (der Phantasie des Showrunners Mike McMahan?) ihre besten Freunde verdrischt. Ist sie einfach nur begabt oooder eine geheim ausgebildete Supersadistin -agentin? Oder ist sie, hier mal meine Vermutung, doch nur die entgleiste Wichsvorlage eines nicht näher genannten Showrunners, dessen Name sich auf „Schnurzmann“ reimt?

Zeit für den Sternentrip? – Intro von „Star Trek Prodigy“ veröffentlicht

Meine Dudes, ist ja alles so schön bunt hier!
Wabernde Pastellfarben gleiten an meinen tränenden Augen vorüber, ein Raumschiff pupst sich auf Warp und gleitet aus der Achselhöhle eines Riesenroboters. Und das Auge! Das riesige Auge! Es beobachtet mich! Raah!

Hey, mein Kurtzmännchen, hast du von dem Zeug noch ein bisschen mehr für später?

Lower Decks 2.03 – „Begegnung mit der Befangenheit“- Review

Lower Decks 2.03 – „Begegnung mit der Befangenheit“- Review

Räusper… Vielen Dank für diesen 20-minütigen Pitch für die dritte Staffel „Lower Decks“, liebe Autoren. Ich fasse ihre einzelnen Episoden noch mal zusammen, ja? Man will ja nicht plötzlich mit einer Episode weniger dastehen. Ist ja dem Kurtzman schon oft genug passiert, weswegen grandiose Auflösungen weggeschnitten werden mussten. – Ich zähle mal (das Niveau) runter und starte in 3 … 2 … 1:

Die 25 besten SF-Filme aller Zeiten – Plätze 25 bis 20

Die 25 besten SF-Filme aller Zeiten – Plätze 25 bis 20

Top-Listen haben eine ganz spezielle Faszination: Die eigene ist immer etwas anders als die des Vorstellenden. Und nur selten liegen empörte Zwischenrufe („Wieso ist mein verklärter Retro-Film nicht drin?!“) und dankbar aufgerissene Äuglein („Deine Geheimtipps sind Bitcoin-Gold wert, Klapo. Ich danke dir!“) so nahe beeinander. – Bitte seht diese Vorstellungsreihe als versöhnlichen Ausgleich dafür an, dass wir oft nur Zeit für den Schrott haben, die Perlen aber vergessen – oder sogar die Austern schamhaft wegschließen.

Lower Decks 2.02 – „Kayshon, seine Augen offen“- Review

Lower Decks 2.02 – „Kayshon, seine Augen offen“- Review

Was bekommt man, wenn man eine Tüte Konfetti, etwas Kurtzman-Lazyness und zehn alte TNG-Folgen in einen Mixer wirft? – Ganz klar: Diese Episode hier… Und einen Mixer, der von Zeiten träumt, in denen frühere Star-Trek-Parodien nicht diesen anbiedernden Schmierfilm in seinem Inneren hinterlassen haben. – Haltet ihr Baldrian, Kamillentee und Salztabletten aus der Folge „Das Letzte seiner Art“ bereit? Dann folgt nun das Review zur letzten Star-Trek-Koffein-Tablette.

Lower Decks 2.01 – „Seltsame Energien“- Review

Lower Decks 2.01 – „Seltsame Energien“- Review

Endlich wieder Comedy-Trek, das halb so lustig wie „The Orville“ ist, aber dafür das nervöse Teenie-Kichern der „Discovery“-Crew weglässt… In den letzten Monaten hatte ich viel Zeit zum Nachdenken, so dass ich diesem wilden Parodie-Mix dezent offener gegenüber stehe. Schließlich werden wir demnächst nichts bekommen, das cleverer ist – wobei ich noch große Hoffnungen auf die bisher unangekündigte Handpuppen-Serie für Dreijährige lege („Die Tele-Trekkies“ – Lalaaa. Puuuh!).

Klapo fordert: Mehr Langsamkeit in der Science Fiction – aber zackig!

Klapo fordert: Mehr Langsamkeit in der Science Fiction – aber zackig!

Hier mal eine ziemlich öde Frage: Woher kommt die Angst vor „langweiligen“ Filmen? Ich meine nicht die „schlechten“ langweiligen Filme, die nichts zu sagen/fragen haben – und nicht mal eine Halbantwort höflich wegnuscheln. Sondern die „guten“ langweiligen Filme, bei denen wir 15 Minuten lang brauchen, um danach 45 Minuten lang eine Figur vorgestellt bekommen, bevor die Komplexität exponentiell ansteigt. – Äh… Oder vielleicht schon der Abspann läuft und man sich fragt: „Stand der Typ nicht nur die ganze Zeit in der Wüste und hat sich an den Zehen rumgepopelt?“

„Sputnik“ – Das Review (Ein Gastartikel)

„Sputnik“ – Das Review (Ein Gastartikel)

Nicht nur Armin Laschet steht gerne mit breitem Lachen vor Trümmerhaufen: Auch ich betrachte gerade mein chaotisches Mail-Postfach und versuche die wichtigen Mails der letzten 4 Monate herauszufiltern. – Dieser Gastbeitrag ist jedenfalls von Tobias H. und behandelt einen Film, auf den ich schon länger interessiert schiele. Da Tobias aber leider nie Abschlusswertungen verwendet, bin ich überfordert und freue mich stattdessen auf den „Monster Hunter“-Streifen. Schließlich gehe ich schon seit drei Tagen mit meiner Rathalos-Rüstung (mit Resistenz gegen Giftschaden) ins Büro.

Zwei Fäuste für Qualitäts-TV: Kurtzman kündigt neue Serie an

Eins muss man Alex Kurtzman lassen: Er verheizt nicht sinnlos sein Talent, sondern startet seine Spin-Offs stets mit Weitsicht, Weltmännischkeit und Waidmannsheil. – Nun wurde vor wenigen Stunden angekündigt, dass der beliebte Kult-Zusammenkehrer ein weiteres Erfolgsformat plant: Laut seinem bereits am 1. August veröffentlichten Gespräch mit der New York Times möchte er für den Streamingdienst Paramount+ endlich eine Serie entwickeln, die an der Starfleet Academy spielt.

Zwar stehe dieses Projekt noch in den Startlöchern, so dass wir nicht mal wissen, ob es (re)animiert oder live-geactet daherkommen wird. Doch solle sich die neue Serie an ein jüngeres Publikum wenden. Unsere Vermutung ist, dass man mit diesen Ableger die klaffende Zuschauerlücke zwischen „Prodigy“ (3-bis-6-Jährige) und „Lower Decks“ (sieben 40-Jährige zwischen 39 und 41) füllen möchte.

Zitat des Masterminds: „I think we’re just getting started. There’s just so much more to be had.”

Wir wünschen ihm gutes Gelingen, Weisheit und etwas Feingefühl, damit er sich bei all den noch wartenden Premium-Formaten („Sektion 31“) nicht doch mal verzettelt.

Qualität setzt sich eben durch: Kurtzmans Vertrag bis 2026 verlängert.

Qualität setzt sich eben durch: Kurtzmans Vertrag bis 2026 verlängert.

Endlich haben wir es geschafft: Nach etlichen Hammerschlägen auf den Hinterkopf vom Lieben Gott ist das Universum endlich putt gegangen. Logik spielt ab jetzt keine Rolle mehr und wirtschaftliche Erwägungen haben einem sozialistisch-utopischen Grundgedanken Platz gemacht, bei dem wir eben NICHT mehr nach Geld und Gewinn streben. Endlich ist die Vision von Star Trek also Realität geworden und Gestalten wie Küchenchef Neelix, die DS9-Servierkraft Rom und der Showrunner Alex Kurtzman können schalten und walten, bis der Warpkern zur gigantischen Pfeffermühle mutiert.

Übernatürlich gut oder geistiger Tiefflieger? Der neue Ghostbusters-Trailer ist da!

Grundsätzlich: Gruseliger (also so rein qualitativ) als Ghostbusters 2016 wird der offizielle dritte Teil der Geisterjäger-Saga wohl nicht werden:

Aber trotzdem werden bei mir ein paar Sorgen heraufbeschworen: Haben wir tatsächlich alle auf eine Gruppe Kinder als Hauptfiguren gewartet? Ist das sakrilegische Verlassen von New York und der Wechsel in eine öde Farmlandschaft eine gute Idee?
Und schafft man es wieder, diese ganz besondere Stimmung hinzubekommen? Diese kultige Mischung aus trockenem Witz und übernatürlicher Bedrohung? Traut man sich jemanden als „Schwanzloser“ zu bezeichnen oder muss Mutti Spengler ihren Kindern vorher die Ohren zuhalten, während im Hintergrund die putzigen Pixar-Marschmelonen-Männer ihre Show abziehen?

Andererseits habe ich gar nichts gegen eine kleine sentimentale Reise zu einem verstaubten Ecto-1 und okulten Buchhandlungen.
Wenn man es denn richtig macht und man nicht nur von einer vollen Breitseite an Nostalgie vollgeschleimt wird.

Star Trek: Proctology – Der erste Trailer lässt die Hosen runter

Star Trek: Proctology – Der erste Trailer lässt die Hosen runter

Das jährliche PR-Prospekt „ComicCon“ ist endlich erschienen und auch in Sachen Star Trek wurde dabei ordentlich blankgezogen.
Zeit also für uns, den Finger tief in sämtliche Detail-Öffnungen der neuen Serie „Star Wars: Prodigy“ zu stecken und das Gute wie auch das Schlechte des neuen Trailers in beiden Händen abzuwägen.

Doch reicht es für eine erste Diagnose? Denn für mehr als einen kurzen Blick in den schmalen Schacht der Informationen reicht es wahrlich nicht.
Besteht die gesamte Teenager-Crew des Föderationsschiffes aus geflohenen Sklaven? Minenarbeitern? Wie auserwählt auf einer Skala von 1 bis Rey ist unser Held? Ist der blaue Schleim-Delfin nur ein flacher Nebencharakter für den Putzigkeitsfaktor oder ein korbianischer Massenmörder, welcher auf den Schädeln seiner bezwungenen Feinde schläft? Wurde Kate Mulgrew ein Angebot gemacht, welches sie nicht ausschlagen konnte?
Und was für Geschichten werden wir erleben? Geht es um grobschlächtige Lektionen über Freundschaft und Teamwork oder detaillierte Charakterentwicklungen mit ansprechend ausgearbeiteten Stories inklusive überraschenden Wendungen?

Man darf verspannt sein!

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