Film- und Serienkritiken

Das ernsthafte Magazin für Kritiken zu Film und Serie.

Von Influencern, Paid Content und Reviewseiten – Alles nur gekauft?

Heutzutage ist es extrem wichtig, als Medienproduzent möglichst viele „Influencer“ im Web vorzuweisen. Denn ob es nun um Filme, Serien, Games oder Bücher geht: Jeder Anbieter tut gut daran, sich möglichst viele Webseiten, Twitterer, Facebooker oder Instagrammer zu „halten“ – oder einfach möglichst bekannte Webseiten dazu zu bringen, positiv über die neuesten Produktionen zu berichten. Daher versuchen wir uns heute einmal daran, einen winzigen Einblick in diese Thematik zu geben.

„The Terror“ – Das Review zur Serie

Dan Simmons, das Urgestein neuerer SF-Klassiker, ist für mich ein extrem interessanter Autor. Er recherchiert gut und hat eine wahnsinnige Phantasie. Die Nachteile dabei sind allerdings: Er recherchiert gut. Und er hat eine wahnsinnige Phantasie. – Somit konnte ich leider seinen Historien-Brocken „The Terror“ (aka „¼ Wald pro Buch“) niemals zu Ende lesen. Was schade war, da die beißende Kälte und die Verzweiflung der Männer gut rüberkamen. Aber JETZT gibt es ja die offizielle Serie zum Mitfrieren.

„Lost In Space“ – 1.01- Kritik zur ersten Folge

Und schon wieder ein neues SF-Event auf Netflix. Nach den eher durchwachsenen „Da lagen noch 20 Millionen in der Kaffeekasse“-Produktionen der letzten Monate durfte noch eine weitere Überraschung heranreifen. Nämlich eine Neuinterpration der uralten „Lost in Space“-Serie. Und schon jetzt kann man festhalten: Diese Produktion wirkt visuell weitaus besser als „Star Trek – Discovery“. Gerade als lockeres Runterkomm-Schmankerl bei dem Zubettgehen. Was natürlich nicht viel heißen muss. Sogar meine Oma ist besser im Bett als Discovery…

„Spiderman – Homecoming“ – Die Kritik

Ich habe es also endlich mal wieder getan! Nein, ich spreche nicht von meinem Beitrag zur „Metoo“-Debatte (= Kollege Sparkiller hat mich verführt, um KEINE Artikel bei Zukunftia mehr schreiben zu müssen), sondern von meinem monatlichen Trashfilm. Was für den einen ein C-Horror-Film ist, das ist für mich „Irgendwas mit Superhelden“. Und diesmal fiel die Wahl eben auf den aktuellen Arachno-nauten. Und ihr werdet nicht glauben, was passierte, als dieser Mann diesen Film sah!

„Black Mirror“ – Kritiken zu den Folgen 4.02 bis 4.06

Vor einigen Wochen diskutierten wir hier noch, ob die „Star Trek“-inspirierte Folge 4.01 das Roddenberry-Universum mit Füßen tritt – oder ihm vielmehr eine sanfte Fußmassage verabreicht. Mit den damaligen harschen Worten (“Es ist reziprok, nicht doktrinär, Sie Unhold!“) möchten wir unsere Kritik zur 4. „Black Mirror“-Staffel jedoch nicht enden lassen. Denn es gibt ja noch fünf weitere Episoden, die sich ebenfalls zur wüsten Diskussion eignen („Es ist elaboriert, nicht konvergent, Sie Narr!“)…

„Annihilation“ / „Auslöschung“ – Die Kritik, die glänzen kann

Die Welt ist schon verrückt geworden: Da läuft dieser Film in den USA noch (erfolglos) im Kino, ist aber bei der deutschen Volksvideothek „Netflix“ bereits kostenlos zu haben. Für 40 Millionen Dollar durfte Alex Garlandt („Ex Machina“) hier nämlich noch mal zeigen, warum er größte Wissenschaftsautor unserer Zeit ist. Nämlich, weil er weiß, dass sich Zellen – genau wie das ursprünglich erwartete Einspielergebnis – teilen können. Oder dass Mutationen gar nichts mit „Mut“ zu tun haben. Ein Genie, dieser Kerl!

„Dark“ – Die Kritik zum deutschen Netflix-Hammer

Ich möchte mich bereits jetzt entschuldigen. Für meine unglaubliche Klischeehaftigkeit, für mein ungeheures Versagen, auf ein geschichtliches Großereignis mit dem angemessenen Abstand und der korrekten Coolness zu reagieren. Denn statt mich knietief in die Storyanalyse dieser Serie zu begeben, werdet ihr gleich vor allem diesen Satz lesen: „Für eine DEUTSCHE Serie ist’s ganz gut.“ Aber ihr dürfte dann ja gerne mit MEINER Deutschstämmigkeit kontern, wenn es an die Bewertung meines Reviews geht, okay?

„Mute“ – Das Review zum Leiserstellen

Duncan Jones war schon ein toller Hecht: Sein Film „Moon“ war ein grandioses Kammer- und Kraterspiel, sein Streifen „Source Code“ immerhin solide SF mit Schönlingsnasen und „World of Warcraft“ kam in China so gut an, dass es mich nicht wundern würde, wenn es zu dem Film demnächst mal ein Videospiel gäbe. Umso höher (im Mittelklasse-Segment) waren die Erwartung vor „Mute“, den er für Netflix drehen durfte. Der übrigens im Jahre 2050 in Berlin spielt. Und damit will ich die wertneutrale Inhaltsangabe auch schon beenden.

„Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“ – Das Review

Abgesehen davon, dass dieses Werk eher in die Kategorie von „Rotze – der Film“ gehört, haben die Macher bei der Vermarktung dieses französischen Werks irgendwas falsch gemacht. So hörte man im Vorfeld nur jahrelang „Wird teuer und ist irgendwann fertig“, bevor dieser Satz dann nahtlos in „War teuer und bis letzte Woche im Kino“ überging. Aber nachdem man bereits 180 Millionen Dollar in dieses Projekt gepumpt hatte, waren die üblichen WEITEREN 180 Millionen für das Marketing vermutlich zu sehr geeignet, die zuständige Kreditabteilung in den kollektiven Burnout zu treiben.

„Skull Island“ – Ein Review für den Schädel

Netflix und Amazon sind schon eine tolle Sache: Für den überschaubaren Obolus von wenigen (bengalischen) Cent pro Film darf man sich hier Blockbuster in die Rübe schrauben, für die man an der Kinokasse höchstens einen trockenen Knatterpups übrig hatte. Da ich den letzten Godzilla-Film gar nicht für sooo übel erachtete (zumindest fand ich in meiner fehlenden Erinnerung nichts Negatives – außer Amnesieärzten halt), wollte ich auch diesem Monsterfilm jene Chance geben, die ihm niemals zustand.

„Star Trek Discovery“ – Staffel 1 in der Rückschau

Discovery hatte seine Nicht-Chance – und diese voll genutzt. Darauf können sich inzwischen sogar fast alle einigen, die in der Staffelmitte noch erfreut gerätselt haben, welch tiefgründiges Geheimnis sich wohl um Tyler und Lorca verbergen mag. Ich tippte ja schon früh (= Episode 1.01, Minute 1,01) darauf, dass die Produzenten Alex Kurtzman und Gretchen Berg in einer Art von dem Franchise überfordert sein könnten, die nur ein Reh kennt, das nachts in aufflammende Lichter glotzt. Nur, dass das Beispiel-Reh dann noch ständig „Das werden die grööößten Lichter überhaupt!“ rufen müsste.

„Star Trek Discovery“ – 1.15 – „Nimm meine Hand“ – Kritik

Prima! Es ist Doofen… Rosenmontag und „Discovery“ packt die großen Kamelle aus. Heute liegen auf dem Festtagswagen: Eine Selbst- und Fremdmordmission in fremden Planetenkernen, Dispute mit der Flottenführung („Massenmord ist falsch!“ – „Gaaar nicht!“) und die bekannten Integrationsprobleme anerkannter Spiegeluniversums-Flüchtlinge. Letzteren wurde ja schon als Kind eingebläut, niemals artig zu sein. Ansonsten durften sie nämlich nicht den Spinat foltern.

SpaceX Falcon Heavy Live-Stream & Countdown

Ein Milliardär, der seinen eigenen Elektrowagen, inklusive Schaufensterpuppe am Steuer, in den Weltraum schießt? Selbstlandende Raketen? Wer hat sich denn diese doofe SciFi-Story ausgedacht? Die Discovery-Autoren!?

„Star Trek Discovery“ – 1.14 – „Flucht nach vorn“ – Kritik

Eine Folge noch, dann ist Jahresende – zumindest, was die Discovery-Reviews hier angeht. Und zu unserer großen Überraschung sehen wir diesmal KEINE sofortige Zeitreise in den Nordwest-Bereich der Politfolge. Stattdessen will man erst mal unverbömblich… äh, unverbindlich GUCKEN, was die Klingonen so für einen Planeten haben. So von innen betrachtet halt. Bis es aber so weit ist, müssen alle möglichen Leute erst mal miteinander sprechen. Was gar nicht mal so schlecht ist, weil mein Therapeut nichts mehr über Actionsequenzen in Paralleluniversen hören kann. Und SEIN Therapeut auch nicht.

„Das Philadelphia-Experiment“ (1984) – Eine einst verschollene Kritik

Kindheits-Klassiker haben zwei Probleme: Erstens fand man die meist nur deswegen gut, weil wir sonst nix hatten, oder weil man ein eher minderbemitteltes Kind war – was erklären würde, warum es mir nie gelang, bei meinen Eltern erfolgreich auf die Anschaffung von Pro7 und Tele 5 zu drängen. Dieser Film bietet jedoch auch einen guten Grund an, ihn faszinierend zu finden: So glaubte man damals in gewissen Kreisen, das Philadelphia-Experiment hätte wirklich stattgefunden! Und das nur wegen eines einzelnen „Zeugen“, der ein verschwundenes Schiff gesehen haben will (= Widerspruch?).

„Star Trek Discovery“ – 1.13 – „Auftakt zur Vergangenheit“ – Kritik

Diese langen Kamerafahrten durch das halbe Schiff! Diese detaillierten und logisch aussehenden Monitoreinblendungen! Diese realistischen biologischen und physikalischen Erläuterungen! Diese trotz aller unterschiedlichen Talente völlig normal wirkende Besatzung! – Wie? Ja, ich habe tatsächlich noch mal in die Netflix-Serie „The Expanse“ reingeschaut, bevor ich mir die neue Folge von „Auf der Clownsschule, da gibt’s koa Sünd“ angesehen habe.

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