Film- und Serienkritiken

Der Latinum-Standard des Star Trek Universums

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Star Trek: Strange New Worlds -

Seltsam im Weltenraum.


Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 2.06 – „Lost In Translation“

Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 2.06 – „Lost In Translation“

Weltraumnebel strotzen nur so vor unsichtbaren Lebensformen. Das weiß eigentlich jeder, der bei Star Trek mal kurz den Facepalm weglegt. – Doch nur Uhura ist in der Lage, die verstörenden Soundeffekte der Fremden wahrzunehmen, die wie ein rohes Schaben und Scheppern klingen. Fast wie das Scheuern eines Taschentuchs, das 10.000 Mal über die selben wunden Rotznasen gezogen wurde. Ich schreibe das, weil hier natürlich längst vergessene frisch erfundene Traumata wieder aufsteigen. Die sind halt leichter als das Vakuum drum herum?

Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 2.05 – „Charades“

Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 2.05 – „Charades“

Spock ist ein Mann, der trotz all seiner Fehler (Lese- und Rechtschreibschwäche, Naivität, Unkenntnis der Befehlsregeln, ständiges Aufbrausen, Unverständnis der Menschen, Unsicherheit gegenüber Untergebenen…) total liebenswert ist. Zumindest haben das die 1960er mal so festgelegt, weswegen wir uns alle sklavisch daran halten. Auch wenn ein Gen-Unfall alles noch komplizierter macht. – Apropos sklavisch: Sein Volk darf als logisches und aufgeklärtes Vorbild in Sachen „Zwangsheirat“ auch in dieser Folge glänzen. Und zwar schwarz. Wie frische Hasenköttel.

Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 2.04 – „Among the Lotus Eaters“

Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 2.04 – „Among the Lotus Eaters“

Eine Episode, in der es darum geht, sein geistiges Erbe und seine allerbesten Momente zu vergessen, um in einem kleinkarierten Kastensystem zu leben? Klingt nach Kurtzmans Leben in a Nutshell… – Doch im Ernst: Diese Episode bietet einige erinnerungswürdige(!) Dinge, die trotz des kulissenarmen CGI-Planeten (Dank Sparplänen und Heizungsumbau demnächst auch ein Modell für Deutschland?) für einige interessante Handlungsfäden sorgen. Und Sabberfäden.

Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 2.03- „Tomorrow and Tomorrow and Tomorrow“

Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 2.03- „Tomorrow and Tomorrow and Tomorrow“

Man kennt das bei der Sternenflotte: Man landet in einem Paralleluniversum, einer alternativen Zeitlinie oder einem simplen Missverständnis im Writer’s Room („Ach, Romulaner sind gar keine Klingonen?!“) und muss sich aus dieser super-alternativen Anderswelt wieder herauskämpfen. Und das, obwohl diese fremde Welt zuuufällig die selben Kulissen wie daheim hat & man sich eigentlich ganz wohl fühlt, Memberberrys sei dank (“Hallo, mittelguter Kirk-Darsteller. Hallo, alte Drehbuchideen“). Diesmal passiert dies La’An…

Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 2.02- „Ad Astra Per Aspera“

Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 2.02- „Ad Astra Per Aspera“

Gerichtsfolgen machen oft großen Spaß: Wahrheiten werden aus Worten destilliert und gequetscht, dass es eine wahren Wonne ist. – HIER ist es jedoch leider eher „Tonne“… In einem wilden Mix aus Naziverbrechen, persönlichen Charaktereigenschaften („Hat immer alle unsere Blumen gegossen, sogar im Regen!“) und verwaschenen Klemmbruder-Regeln („Was?! Du besitzt DNA von ZWEI Personen, die sich VERMISCHT haben?!) versucht man diesmal, eine Hauptfigur hinter Schloss und Riegel zu bringen. Doch: Da hat der Staatsanwalt die Rechnung ohne das finale Tröten ins Taschentuch gemacht!

Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 2.01- „The Broken Circle“

Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 2.01- „The Broken Circle“

„Strange New Worlds“ muss in dieser Staffel beweisen, dass die Lobpreisungen der Fans verdient waren. Denn wer würde es über das Herz bringen, diesen jungen, dynamischen Trekkie (*auf zitternden 50-Jährigen zeig*) abermals plötzlich mit oberflächlichen Drehbüchern und Füllmittel abzuspeisen? Höchstens doch nur Staffel 1 von SNW, oooder? – Ich jedenfalls war gespannt, wie sich die erste Episode von Season 2 schlägt. Würde sie mich etwas, sehr oder voll erfreuen, bevor Folge 2 rauskommt? (Bei New-Trek auch stets „Antichrist“ genannt)

Strange New Worlds – Season 2, Trailer 2, Oberflächlichkeit 2.0

Zugebeben, Zukunftia hat ein paar Tage „geschlafen“, doch Paramount+ schläft nie! Wie Saurons doppeltes Hühnerauge blickt es stets auf sein allerbestes Lieblingsfranchise.
Und ab und zu sogar auf Star Trek. In diesem Falle auf Strange New Worlds.

Vorhang auf und Facepalm runter für den neuesten Trailer:

Und wieder ist alles dabei, was auf der Großhirnrinde Rang und Narben hat:

– Unprofessionelle Flugeinlagen von „starken“ Frauen (so ein Joystick ist nur was für GANZ dicke Muckis?) CHECK!
– Lustig verdrehte Augen von Captain-„Darf ich mich auch selber ‚Boomer‘ nennen?“-Pike? Check!
– Intellektuell untermotorisierte Dialogsprüche für SF-Freunde, die Marvelfilme für SF halten? Check!
– Kernige Ankündigen von wegen „Machmal muss man in der Galaxy einfach was machen, damit die Luft komisch riecht“… CHECK!
– Typische Trailer-Mucke der letzten 10 Jahre mit dauernd auf- und abschwellendem Höhepunkt – CHECKICHECK!
– Bunte Welten mit schönen Effekten, die für 90% der Handlung womöglich wieder mal keine Rolle spielen? – Vielleicht-Check!

Ja, ich will den Trailer gar nicht so sehr runtermachen – ABER wenn man uns stolz fliegende Flipstüten und Roboter-Lindwürmer vorwirft, NUR um uns dann (erneut) stundenlang zu erzählen, dass Spock zu wenig pimpert („Herr Party-Flottenkommandant, bitten sagen Sie es ihm! Aber durch diese Partytröte hindurch!“), werde ich erneut wenig gute Sackhaare an diesem Teenie-Gewäsch lassen.

Dass man anscheinend auch „Lower Decks“-Charaktere einarbeitet, hilft mir da auch nicht weiter:

Ich finde es komisch, wenn die eigenen Parodie plötzlich im Stammuniversum rumläuft. Wie hättet IHR es denn damals gefunden, wenn bei TNG… äh… – Na toll, die neuen Herangehensweisen sind sooo abwegig, dass man sich kein passendes BEISPIEL mehr ausdenken kann, um seinen Punkt klarzumachen?!

Alles nehmen sie uns!

Star Trek: Strange New Worlds – Erinnerung an die deutsche Fassung

Star Trek: Strange New Worlds – Erinnerung an die deutsche Fassung

Endlich wieder ein Retro-Feeling wie in den 90ern. Denn nur etwas über sechs Monate nach der Premiere in Englisch konnte man auf Premiere Plus (oder so ähnlich) endlich die deutsche Fassung der neuesten Star Trek Serie „Strange New Worlds“ enjoyen. Grund genug, unsere Leser und vor allem den hochgeschätzten Suchmaschinen-Bot höflichst an unser damaliges Review zu erinnen.

Vielleicht kriegen wir so ja auch mal alle anglophoben Besucher zu uns („Was habt ihr gegen ‚Rechenknecht‘?!“). Schliesslich mache ich, der Spark, mir nur für EUCH vor jeder Folge die Mühe, meinem Kollegen etwas komplexeres Englisch zu erklären („Nein, Klapo, BEAMEN! Wie der Transporterstrahl. Mit Jim Beam hat das nichts zu tun!“ – „Hmpf! Mag ja sein, aber eine gute Idee ist es beim Gucken einer Kurtz-Serie allemal!? Und einen ‚Strahl‘ gibt es danach bei mir auch, hör-hör-höörrrr!“ *fump*).

Mit einem Klick auf „Weiter“ landet ihr jedenfalls direkt in der Rezension zu Folge 1.01 „Fremde neue Welten“.

Und, lieber Google Bot, inkludiere bitte noch Schlüsselwörter wie Star Trek, Strange New Worlds, Review, Kritik, Raumschiff Enterprise, Deutsch, Deutsche Version, Föderationsdukaten, „Ich habe keinen Bock, Jim“ und „Dann fresse ich ’nen Besen, der zehn Jahre in Sirup gestanden hat.“.

So, jetzt aber her mit den Aufrufzahlen! *hand aufhalt*

Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 1.10- „A Quality Of Mercy“

Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 1.10- „A Quality Of Mercy“

Dass sich die Serie stärker an alten TOS-Episoden orientieren will, ist eine feig… feine Sache. Zu diesem Zweck musste man nur ein paar Zeitkristalle in die Gulaschkanone werfen, die üblichen Zukunfts-Ängste von Pike dazumischen („Die Bums-Betten im Erdgeschoss sind ja gar nicht behindertengerecht, buhuuu!“) und ein komplettes Drehbuch von 1966 drüberlegen. Schon haben wir ein Staffel-Finale, bei dem man sich die Augen ausreibt. Äh… Braucht irgendeiner von euch vielleicht 300 Gramm von dieser braunen Schlafkruste?

Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 1.09- „All Those Who Wander“

Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 1.09- „All Those Who Wander“

Zuerst muss ich euch sagen, dass Kollege Sparkiller sich für dieses Wochenende entschuldigt. Es gibt diesmal keinen Meinungskasten von ihm. Er meint, dass er keinen Bock auf „oberflächliche, emotional manipulative Science Fiction“ habe. Das habe ich ihm dann durchgehen lassen, aber gefragt, ob er wenigstens „Strange New Worlds“ reviewen wolle. Aber er meinte, dass das fast „genauso schlimm wie Orville“ sei. Kann man nix machen. Da muss ich mir eben alleine den Facehugger-Facepalm verpassen.

Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 1.08- „The Elysiam Kingdom“

Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 1.08- „The Elysiam Kingdom“

So eine neue Serie, die inzwischen als „total super“ gilt, hat es nicht leicht: Die ersten, aus Roddenberry-Restbeständen abkopierten Drehbücher gehen langsam zur Neige (oder man hat keinen Bock, sich 2 Zentimeter tiefer in die Holztruhe zu bücken), weswegen man nun mit schrägen Mittelalter-Storys im Strahlemann-Outfit glänzen will. Doch ist dieses Experiment wirklich anarchistisch, oder hatte Spock für seine zukünftigen Sex-Abenteuer einfach zu viele Fetischklamotten bestellt?

Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 1.07, „The Serine Squall“

Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 1.07, „The Serine Squall“

Endlich besinnt man sich wieder der alten Trek-Tugenden! Doch leider sind es jene von 2017 bis 2021… – Statt uns mysteriöse Welten zu zeigen, zaubert man hier eine kortikal entkorkte Truppe aus dem Hut, die die Enterprise übernehmen (nicht mal an der Börse!) und an die Klingonen verkaufen will. Aber okay, immerhin ist diese Entscheidung „Strange“, für Uralt-Fans immer noch „New“ und sorgt für „Worlds“ an Diskussionen…?

Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 1.06, „Lift Us Where Suffering Cannot Reach“

Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 1.06, „Lift Us Where Suffering Cannot Reach“

Um kleine Kinder zu retten, macht Pike das Unmögliche möglich: 40 Minuten lang nicht über das Ziel der Reise sprechen – dafür aber 30 Berichte an das Sternenflotten-Jugendamt schreiben, welche Entführer noch frei herumlaufen. Ja, diese langsamere Episode lässt mich tatsächlich zwiegespalten zurück… Die eine Hälfte ist total genervt, dass die Pointe sooo lange zurückgehalten wird, während die andere denkt: „Wenn man die Episode von hinten schaut, ist man 5 Minuten wenigstens unterhaltsam mit Ärgern beschäftigt.“

Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 1.05, „Spock Amok“

Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 1.05, „Spock Amok“

In einem anderen Körper kann man viele Dinge tun: Ein Netflix-Abo einsparen, auf ZWEI Wartelisten für eine PS5 stehen oder sich davon überzeugen, dass Sex auch in anderen Leibern viel Dreck verursacht. („Wozu zum Geier braucht man so viel Schleim?!“) Doch wenn Vulkanier über ihre Beziehung streiten, ist ein Körperwechsel als Lösung ungeeignet… Surak bleibt immer noch der wichtigste Philosoph und überhaupt: „Es ist unlogisch, sich in einem anderen Körper geistig anders zu verhalten.“ Schade. Aber vielleicht lernen wir ja irgendwas aus dieser Folge? Also Mario Barth bestimmt!

Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 1.04, „Memento Mori“

Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 1.04, „Memento Mori“

Zugegeben: Als moderne TV-Story nehme ich den dieswöchigen Platt-Plot nur ungern an. Aaaber als vorsichtiges Versöhnungsangebot hat diese Ansammlung an Grunz… Grundstimmungen durchaus was zu bieten… Diesmal geht es um die Gorn, die neuerdings in düsteren Umgebungen Kolonisten einsammeln, um diese an ihre Facehugger Babys zu verfüttern. Und nur Pike kann dagegen etwas machen! – Da er aber viel zu tun hat, delegiert er das an seine jungen Frauen und kann dafür die nächsten 2 Jahre länger ausschlafen. (*Sänfte für Hoden in Rollstuhl installier*)

Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 1.03, „Ghost Of Illyria“

Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 1.03, „Ghost Of Illyria“

Puh, endlich gibt es mal eine Episode, die den Zuschauer spielerisch an Rassentheorien heranbringt. Denn obwohl man vorgibt, gegen beschränktes Denken zu sein, geht es in der zweiten Folgenhälfte um Ge- und Verbote der blutleeren … Blutlehre. Gemischt mit der seltsam esoterischen „Lichtkrankheit“ ergibt das ein Gedankengebräu, das mir von hinten arg gegen die Schneidezähne schwappte. Börps. – Aber immerhin: Vielleicht kommt die Episode dadurch wenigstens in den Sächsischen Landtag?

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