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Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 2.01- „The Broken Circle“

, Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 2.01- „The Broken Circle“

„Strange New Worlds“ muss in dieser Staffel beweisen, dass die Lobpreisungen der Fans verdient waren. Denn wer würde es über das Herz bringen, diesen jungen, dynamischen Trekkie (*auf zitternden 50-Jährigen zeig*) abermals plötzlich mit oberflächlichen Drehbüchern und Füllmittel abzuspeisen? Höchstens doch nur Staffel 1 von SNW, oooder? – Ich jedenfalls war gespannt, wie sich die erste Episode von Season 2 schlägt. Würde sie mich etwas, sehr oder voll erfreuen, bevor Folge 2 rauskommt? (Bei New-Trek auch stets „Antichrist“ genannt)


Inhalt: La’An ist schon seit Monaten weg, meldet sich aber mit einem geheimen Notruf bei der Enterprise. Da Pike gerade Urlaub macht, muss Spock die Enterprise alleine stehlen, um eine klingonische Verschwörung auf- und gemütlich wieder zuzudecken.


Besprechung:

Beginnen wir gleich mal mit den ersten Szenen, da deren Doofie-Dichte noch am höchsten ist – trotz wenig Auswirkungen auf den Rest der Handlung:

– Die Verhaftung von „Number One“, weil sie einer anderen (genmodifizierten) Spezies angehört, finde ich weiterhin furchtbar blöde! Zumal man im Videocall mit Pike auch nicht drüber spricht, was jetzt das eigentliche Problem war/ist (habe ich damals schon nicht verstanden). Genetisch veränderte Körper sind anscheinend viel mächtiger als bei Spezies, die nix „haben machen lassen“?

Immerhin gibt es bestimmt genetisch unveränderte Wesen, die vielleicht TROTZDEM im Fitnessstudio MEHR Eindruck schinden – weil sie das GANZE Studio hochstemmen können… ?

, Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 2.01- „The Broken Circle“

„Ja, ich werde wohl angeklagt. Aber es gibt einen seriösen Ausweg für mich, nicht verurteilt zu werden.“ – „Welchen denn?“ – „Wenn ich dem Richter verspreche, nie wieder meine DNA zu besitzen, die ich derzeit habe, muss ich im Darwin-Museum nur 40 Stunden den Boden schrubben.“ – Vor diesem Plot für moralgedankliche Geringverdiener graut es mir jetzt schon…

Kein Wunder, dass man es beim Gespräch darüber bei „Pfadfinder“-Parabeln, „geschlossenen Türen“ oder „Kämpfe, die man selbst nicht begonnen hat“ belässt.
Ist MIR aber auch tatsächlich lieber als die üblichen „Die Rassen-Polizei hat uns schon wieder einen drohenden Pferdekopf ins Bett gebeamt“-Gespräche in Staffel 1.

– Besser gefallen hat mir das Thema „Spock unterdrückt seine Gefühle und wird dadurch gestresst“. Klar, das ist ein üblicher Gassenhauer im Star Trek-Portfolio, wird aber nicht gleich mit dem üblichen Fickel-Heftpflaster beantwortet („Kein Wunder, Sie haben heute noch nicht gebumst, wie wir Menschen das immer tun!“ – *auf nackte Assistentin zwischen den Beinen zeig*).

Nein, diesmal gibt es beim Doc einfach die Klampfe in die Hand. Dass man diese in ein paar Folgen wieder gegen eine weibliche Brust tauschen wird, kann ich ja jetzt noch ignorieren. Auch wenn die wehmütig wegschmachtende… äh… wegstapfende Chapel es mir nicht sooo leicht macht.

, Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 2.01- „The Broken Circle“

„Ich bin so voller Gefühle, Doktor… Wo sollen sie nur hin?“ – „Na, in das Musikinstrument rein, Spock!“ – „Echt jetzt? Und wer gießt das Ejakulat danach wieder raus?“ – Klampfen statt krampfen: Spocks Rücken ist total verspannt. Gut, dass er auch in dieser Staffel seine menschliche Seite kennenlernen wird. Denn diese hat eine AOK-Karte, einen Kur-Antrag und bezahlte Feiertage auf ihrer Seite!

– Schön auch Uhura, die sich gegen das System-Update der Kommunikationskonsole wehrt, weil ja ein Funkspruch mit der aktuellen Episodenhandlung eingehen könnte.
Ein Szenario, das wir alle kennen und daher realistisch ist. („Windows runterfahren, während der Arbeit?! Aber dann läuft doch wieder unser U-Boot voll, Menno.“)

– La’Ans Notsignal vom klingonischen Minenplaneten wird dann auch gleich mit einem Stehlen(!) der Enterprise beantwortet, weil Starfleet sich nicht kümmern will. Na, da hat Spock aber schon lange vor den schiffskleptomanischen Trek-Filmen ganz schön drastisch überreagiert.

Oder im Vergleich zu DISCO unter-reagiert, da er immerhin nicht rumgeschrien und irgendwas angezündet hat?

Nichts gegen das Klau-Konzept, aber wenn Picard bei einem Wald- und Wiesen-Funkspruch damals die Stargazer „entführt“ hätte, wäre das immerhin die eine oder andere Erwähnung (VOR und NACH der Degradierung) wert gewesen. Zumal die 45 Minuten danach auch OHNE die Mopserei möglich gewesen wären!

Aber natürlich nicht so funky und edgy. Aber 10 Minuten Professionalität waren vorher vielleicht zu lang? Man langweilt sich ja als Zuschauer vermutlich heute so fix, wenn Regeln nicht hübsch gebogen werden. Mit Schleife drum herum.

, Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 2.01- „The Broken Circle“

„Sie haben `nen Warpkernbruch? Wenn Sie DAS schon aufregt, sollten Sie mal ein Röntgenbild meiner Hüfte sehen.“ – Knackis unter sich: Die Crew stiehlt der Wartungscrew das Schiff unter Nase weg. Was witzig ist, weil … die restlichen 99% des Jahres, wo das Schiff NICHT auf der Station gewartet wird, kann man einfach NORMAL irgendwo hinfliegen und keinem was sagen!? Oder, wie man es bei Kurtzman auch nennt: „Standard-Protokoll“

– Eher witzig kam die obige Inspektionsdame rüber, die sich vom simulierten Warpfeldbruch nicht blenden ließ – und den Charme einer Vorzimmerdame mit übersteigertem Selbstvertrauen ausstrahlte. Was ja echt mal was anderes ist als die Starfleet-Bubis, die man sonst bei Kurtzman am Nasenring durch die Warparena zieht.

Deren langsame Sprechweise und ihre kryptischen Andeutungen („100 Jahre her, dass ich Schiffe gestohlen habe“), waren natürlich wieder ein franchise-internes Easter Egg. Habe bisher nur nicht gegoogelt, welches. Eine von Mudds Frauen? Die persönliche Klangschalenbetreuerin von Gene Roddenberry?

Bis ich drauf komme, kann man bei SNW ja z.B. darüber diskutieren, ob Spock beim Warp irgendeine Phrase aufsagen sollte. – Oh, das HABEN sie ja kurz danach in dieser Folge, was für ein Nicht-Zufall…
Weil so was ja ständig Thema ist.
Finde ich langsam affig.

Einfach mal was als Spruch abliefern – und nicht groß drüber reden.

, Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 2.01- „The Broken Circle“

„Trink schneller, sonst ist dein Adamsapfel ohne Ehre!“ – Ein Trink mit dem Zaunpfahl: Blutwein heißt es nur deshalb, weil sich das Zeug im Bauch mit der abgelösten Magenwand vermischt. Und natürlich säuft unsere junge Heldin im Zweifel mindestens ZWEI Klingonen unter den Tisch. In einer modernen, diversen Welt gelten eben andere Regeln. Biologie gehört nicht dazu.

Die eigentliche Story (Danke, Episodenminute 22, diese gnädige Enthüllung werde ich dir niemals vergessen!) war dann einerseits angenehm klassisch, andererseits ein bisschen zu „faserig“, um mich komplett abzuholen: In der Mine ist was explodiert, was giftig ist und/oder strahlt.

Die Menschen werden dadurch krank, während die Klingonen Landärzte suchen, die wissen, wie man ein Raumschiff 2 Lichtjahre weiter betritt… und auf dem Planeten wieder verlässt. Und irgendwie läuft das alles ruhig nebenher im Untergrund ab, ohne Gerüchte auf dem Wochenmarkt oder andere Notrufe der zahlreichen versammelten Personen. – Also ein ganz normaler Montag im Industriegebiet von Zentralchina?

Überhaupt wirkt die die Episode auf eine seltsame Art transusig. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob ich das gut finde („Hey, hektische Schnitte nur noch beim Kartoffelschälen? Cool!“), oder ich doch traurig bin, dass man das Material irgendwie strecken musste – weil die Geschichte nicht sooo viel hergab? Am Ende war es halt „nur“ der klingonische Plan, ein selbstgebautes(!) Föderationsschiff losfliegen zu lassen, damit es die Zentralregierung zum Krieg „überredet“.

Was als Idee immerhin frisch ist, denn vorher gab es das bei Star Trek noch nicht?

, Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 2.01- „The Broken Circle“

„Hier sind alle krank. Die Klingonen wollten ALLES auf ihrem künstlichen Föderationsschiff simulieren. Auch die 196 Transporter-, Subraum- und Weltraumanomalie-Unfälle bei Starfleet pro Jahr! Leiterstürze beim Gardinenaufhängen nicht eingeschlossen.“ – „Schade, gegen letzteres hätte ich eine Spritze.“ – Dank der Alufolie haben die Aasfliegen auf dem Heimweg noch einen praktisch eingepackten Snack.

Trotzdem war ich sehr überrascht, wie stilsicher es in der zweiten Hälfte weiterging: Vor allem die Musik wirkt mit ihren langen, minimalistischen Tönen deutlich selbstbewusster als das Trommelfell-Trommelfeuer von Discovery. Besonders fällt auf, wie cool und selbstverständlich M’Benga und Chapel sich nach dem Genuss der „Prügeldroge“ durch die Klingonen kloppen – ohne dass es ZU cool und ZU selbstverständlich erscheint. Michael Burnham hat jedenfalls ein „Dislike“ gegeben – was ein gutes Zeichen ist.

Nebenbei muss La’An zur Aufklärung des Falles noch Föderationswaffen an die Klingonen verkaufen (im Gegensatz zu „Picard“ ist auf dem Schwarzmarkt sogar etwas Licht – umbenennen?), M’Benga über seine Kriegstraumata nachgrübeln (schade, dass man die mit Kuscheltier- und Kirschkuchen-Alegorien im Laufe der Staffel wieder vor die Wand fahren wird?) und alle anderen sich Gedanken machen, wo die ganzen Hauptpersonen eigentlich gerade abhängen – und was sie rausgefunden haben.

Detailfragen wie „Verfolgt/ruft die Föderation eigentlich das ausgebüchste Schiff?!“ oder „Sind ALLE Crewmitglieder an Bord eigentlich total happy mit dem Schiffsraub?“ darf man wie üblich nicht stellen.

, Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 2.01- „The Broken Circle“

„Wir müssen sie alle minutenlang verhauen, Doktor! Sonst schießen sie noch spontan auf uns!“ – Lieber den Fluchtweg abschneiden als die Haare wie Erica Ortegas: Ob man diese Dresch-Droge noch mal sehen wird, sei dahingestellt. Andererseits geht das Gerücht um, dass Kirk als Kind in den Kessel gefallen ist, in dem sie gebraut wurde.

So toll die Schlägerei auch inszeniert war: Als man dann im Untergrund weiterkämpfte und noch mal zehn(?) Klingonen in Zeitlupe das Fressbrett neu marmorierte, da war’s dann auch irgendwann gut. Wir haben schließlich schon das „Matrix“- und „Bud Spencer“-Franchise. Eine neue Mischung davon macht eigentlich nur Sinn, wenn wir demnächst Picard sehen, der im langen Ledermantel Schüssen ausweicht – äh… und dabei in Zeitlupe Bohneneintopf isst?

Natürlich startet das Fake-Schiff der klingonischen Extremisten tatsächlich, um einen Föderationsangriff vorzugaukeln und einen Krieg auszulösen. Was auch beim… wiederholten… Nachdenken… von vorne bis hinten Sinn ergibt?! Schon toll, was die Autoren mit ein bisschen Fachliteratur zustande bringen!

Mühe hat mich sich dann auch noch gegeben, nämlich bei der Banküberweisung an das SFX-Team? Die rote Eis- und Felsbrocken sahen jedenfalls ungewohnt schick aus und erinnerte fast an bessere „The Orville“-Zeiten. Rein optisch. Inhaltlich ist diese Episode hier eh besser als die 3. Orville-Staffel („Ein Ketzer! Tretet gegen seinen Enterprise-Schulranzen!“), da man uns hier nicht vorgaukelt, dass das „Böse“ mit Familienwerten, heimlichen OPs und herbeigeschwurbelten Robotergefühlen besiegt werden kann.

Dies hier ist ein Antiterror-Einsatz im besten und schlechtesten Sinne – und gehört häufiger dazu, als uns Star Trek bisher zeigen konnte oder wollte. (*nebulös auf islamische Flugzeuge zeig, die auf der Golden Gate Bridge einschlagen*)

, Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 2.01- „The Broken Circle“

„Wenn wir das fremde Schiff nicht kriegen, werden wir uns einem endlosen Strom aus Zerstörung, Krieg und Grenzkonflikten gegenübersehen.“ – „Hey, dann wird die Lage also BESSER als damals bei Discovery?!“ – Alles auf den roten Sch(l)ießmuskel: Die Weltraumszenen machen Spaß und sind trekkig genug inszeniert. Nur die (Schuss-)Soundeffekte verstören teilweise etwas. („Mist, schon wieder mit der Laubsäge in die Herde mit Trompetenhühnern abgerutscht.“)

Somit bleibt eine – Achtung, Widerspruch! – nette Klingonen-Geschichte, die schön inszeniert ist (Planet! Marktplatz! Mine! Krankenlager!), die aber irgendwiiie als Staffelstart zu erwarten war. Wo andere Zuschauer (wieder mal) das „beste Star Trek seit Jahren“ wittern, verwittert etwas meine Begeisterungsfähigkeit. Denn ich finde, dass dies heutzutage die Untergrenze beim Qualitätslimbo sein sollte – mit noch viel Luft nach oben, was Dialoge, langfristige Zusammenhänge und Figurenmotivation angeht.

Ja, dies eine brauchbare Folge, die als Einsteiger einer gelungenen Staffel taugen könnte. Wie so oft bereits geschehen. Doch ich vermute nach den bisherigen Erfahrungen, dass sie eher ein „Rausschmeißer“ ist, der nach einem teuren, qualitativen und regietechnisch soliden Beginn wieder an die Teenie-Autoren übergibt.

Zu sehr hat mich die erste Staffel mit miesen Auflösungen (Kind vom Doktor), komischem Ideenklau („Alien“-Story), wilden Wendungen (Pike kocht für Piraten und bringt sie gegeneinander auf) und sinnfreiem Füllmaterial (die Mittelalter-Episode mit dem Doktor!) verärgert.
So wirklich mitfiebern konnte ich daher mit keiner der Figuren, so geerdet und seriös sie auch teilweise wirken.

Bereits jetzt blitzt bei den Dialogen wieder der alte „Wieso sind WIR eigentlich nicht die Neuferfilmung von Buffy?“-Charme durch, durchsetzt von Disziplinlosigkeit und Fixierung auf Spocks diverse Seiten: Menschlich, Vulkanisch, Genital.

Blöd ist ebenso, dass man auf den letzten Metern wieder nicht alles liefert, was möglich gewesen wäre: So wirkte Spocks „Rettung“ von Chapel (= einfache Herzmassage, nachdem sie im All schwebte) samt Krokodilstränen und „Ich habe auf dich gewartet!“-Spruch (= Photonentorpedos aufs feindliche Schiff daher langsamer abgeschossen?) schon wieder eeetwas zu viel. Ebenso verbaute man sich einen coolen Moment wie der zwischen Picard und Tomalak, als Spock den Klingonen erklären musste, warum scheinbar zwei Föderationsschiffe auf klingonischem Gebiet rumschossen.

Gerade als der Dialog GUT wurde, ging man direkt zum beidhändigem Blutwein-Gurgeln über. Weil: „Da kann man sehen, ob ein Mann lügt.“

An den Augen.
Und am tanzenden Gaumenzäpfchen, wenn er rülpst?

, Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 2.01- „The Broken Circle“

„Das menschliche und klingonische Konzept des Komasaufens ist erstaunlich logisch. Aus der Sicht des bayrischen Ministerpräsidenten.“ – Lieber Tassen hoch statt Schilde: Wer diese Episode ganz gut fand, sollte bei dieser Szene lieber ausmachen. Denn Kenner für Neuronen mit Bratapfel-Aroma wissen: Die 5-10 Minuten NACH der Haupthandlung werden mit seltsamen Fanservice und/oder Geflenne gefüllt. Wobei das eine das andere bedingt…?

Wartet. Ich gucke mal schnell das Ende. Muss ja.

Okay, passt zu meiner Vermutung: Die ältere (sehr langlebige) Dame hilft Spock mit Lebensweisheiten, damit der sich nicht „langweilt“ und ein „offenes Herz“ behält. Tja, die sind eben auch ALLE Spock-Fans!

So, wie man mir bereits im Jahr 2000 zujubelte, lange BEVOR ich Labernischen-Weltmeister als „Daniel Klapowski“ wurde. Tja, der hatte halt Geschmack, dieser Obdachlose, der mir damals anerkennend die Worte „Blalk’sklall’aasch“ hinterrief.

Danach werden Kinder umarmt (immerhin vorher 5 Sekunden mitgespielt), Admiräle beruhigt („Tja, haben wieder mal recht gehabt. Nimm DAS, Dienstaufsichtsbeschwerden-Damoklesschwert!“), Klampfe geklampft und noch mehr Tränen rausgedrückt am Bett von Chapel.

PLUS ein schneller Cliffhanger in Sachen zukünftiger Gorn-Gefahr. Die wissen halt, wie man moderndes Fernsehen inszeniert. Äh… modernes meinte ich.


Fazit: Ja, es ist eine gelungene Episode, aber ich spüre, dass mein Herz (ich meine damit nicht Sparkiller!) nicht dabei ist.

Ja, es steht „Star Trek“ drauf – und es wirkt auch etwas mehr wie Star Trek (was NORMALE Klingonenmasken von geistig NORMALEN Künstlern doch ausrichten können?), aber eine teurere „Stargate“-/“Babylon 5″-Episode mit bekannten Franchise-Aliens hätte wohl ebenso diesen Effekt gehabt.

Viel zu meckern habe ich nicht, zumindest nichts Großes. Wirklich toll find‘ ich’s aber nicht, dass man uns mit heißen Tränen („Buhuuu! Fast wäre mein Lieblings-Offizier gestorrrrben! Wie jeeede Woche, buhuu!“) und einem diplomatisch irgendwie gehuschtem Ende abspeist.

Gute Abschlüsse kann New-Trek irgendwie auch bei den überdurchschnittlichen Folgen nicht…

Aber gut, für eine solide statistische Datenbasis müssten wir mal mindestens ZEHN davon bekommen?

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM
SPARKIS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
Auf der Suche nach dem unentdeckten Land, Star Trek – Strange New Worlds“, Kritik zu 2.01- „The Broken Circle“
Okay, das war schon ganz nett. Die prominente Musik sorgte für ein angenehmes Kino-Gefühl, was die aufwändigen (CGI-)Kulissen mit dem entsprechenden Statisten-Aufgebot noch verstärken konnten.

Wobei die Computereffekte weiterhin irgendwie altmodisch wirken. Ist man woanders schon nicht mehr sicher ob jetzt ein Modell verwendet oder doch nur rumgerendert wurde, erkennt man die Bits bei SNW auf den ersten Byte… äh.. Blick. Weiß von eeeuch jemand, woran dies genau liegt? Texturen zu matschig? Oder muss man am TV die eh schon schwache Beleuchtung NOCH weiter runter drehen??

Bei der diesmaligen Hauptfigur Spock bin ich mir weiterhin uneins. Diese Version ist ja eher das Spiegelbild zum stoischen Nimoy-Vulkanier, mit wenig Spitzohr und dafür viel Mensch in der Mischung. Wobei sein gesichtsverzerrter „Darf… Schwester Schnuckel… nicht in die… Luft sprengen! Gnnnrrraaa!“ Moment doch schon etwas übertrieben wirkte.

Da fand ich „die Neue“ schon interessanter. Chef-Ingenieurin Pille-Palle (oder so) zündet sich wohl am Warpkern ihre Marlboros an und wirkt wie die Alkoholiker-Version von Dr. Pulaski. Nach all den Schönlingen auf dem Schiff auf jeden Fall mal etwas anderes.

Die Handlung war dagegen absolutes Mittel zum Zweck. Geldgeile Kapitalisten-Klingonen bauen ein Föderationsschiff in ihrer Hobby-Garage und wollen damit einen Krieg anzetteln um damit die Wirtschaft in der eigenen Brieftasche anzukurbeln. Laut Dialog sogar mit Hilfe von Mitgliedern der Föderation, aber zu sehen gab es dann keinen davon? DARAUF hätte man jedenfalls deutlicher eingehen, wenn es nicht sogar zum Mittelpunkt der Handlung machen müssen. Die bessere Vorlage „Das unentdeckte Land“ hatte wenigstens andere Gründe für die Kriegstreiberei als schnöder Mammon für Leute in einer geldlosen Gesellschaft (?). Und dazu noch einen Bösewicht statt nur einen Haufen knorpelstirniger Gesichtsloser.

Der Diebstahl der Enterprise aus dem Raumdock hat mir dagegen besser gefallen, da die zukünftige Chef-Ingenieurin dies sehr unterhaltsam rübergebracht hat („Endlich passiert hier mal was!“). Andererseits würde ich als Admiral spätestens hiernach dieser Crew kein Raumschiff mehr anvertrauen, wenn man bei jedem unbequemen Befehl bereits die Biege macht („Waaaaas?! KEINE diplomatischen Zwischenfälle riskieren?? Laaaaangweilig! Tschööö!“). Sowas darf halt nur ein Kult-Kirk.

Fazit: Als Kurz-Kinofilm durchaus gelungen, aber den Trek muss man hier schon mit der Lupe suchen. Das Tempo war aber gut, die Charaktere okay und die Story war zumindest nicht bekloppt auf Disco-Niveau. UND die Klingonen sehen mittlerweile ganz vernünftig aus, ohne dabei das seltsame Design von zu Beginn völlig aufzugeben.

Nicht schlecht, darauf einen Blutwein!

*schluck aus trinkpäckchen mit zuckerfreiem traubensaft nehm*

Ui! Das fetzt!

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Artikel

von Klapowski am 16.06.23 in Star Trek: Strange New Worlds

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Kommentare (23)

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  1. VerwirrterTurnschuh sagt:

    „Inhaltlich ist diese Episode hier eh besser als die 3. Orville-Staffel“
    Ich sende Liebe. Sei’s auch nur, um hier bisschen Leben in die Kommentarspalte zu kriegen …

    Eure Besprechungen kann man euphorisch nennen. Hab trotzdem keinen Bock. Zu Spock-Lamm/Bock wurde auch schon alles gesagt.

    „Die bessere Vorlage „Das unentdeckte Land“ hatte wenigstens andere Gründe für die Kriegstreiberei als schnöder Mammon für Leute in einer geldlosen Gesellschaft“ – DAS hört sich für mich allerdings plausibler an als die „bessere“ Vorlage („Bin zu faul, mich umzugewöhnen, also befreunde ich mich mit den Feinden, um einen überkomplizierten Plan durchzuführen …“). Auch der Plan, Krieg herbeizuführen, scheint hier, äh, effizenter als die Rubin-Goldberg-Maschinerie, die STVI dafür in Gang setzte.

    Aber tschuldigung, ich schweife manipulativ ab zu Star Trek, das mich interessiert.

    • Sparkiller sagt:

      „um einen überkomplizierten Plan durchzuführen“

      Der wurde doch erst komplizierter, bzw. flott improvisiert, weil Kirk unerwarteterweise das „Wir ergeben uns!“ Kommando gegeben hat.

      Was ja ein Nebeneffekt davon war, dass man sich vorher beim Ale-Saufen besser kennengelernt hat („Dieser Kanzler ist ja gar kein Seelenloser!?“)

      Der Normalo-Plan der Verschwörer zum Krieganzetteln war doch nur „Angreifendes Klingonenschiff wird von Föderationskreuzer zerbröselt, weil diese vom Klingonen-Hasser Kirk befehligt wird“. Also so ziemlich dasselbe wie in SNW, nur andersrum.

      PS: Wie sollte der funktionierende Plan eigentlich in dieser Folge ausgehen? Das nachgebaute Schiff wird doch zerstört? Mit den geldgeilen Klingonen an Bord? Sind die damit einverstanden?

      Antworten
    • VerwirrterTurnschuh sagt:

      DAS wiederum dachte ich schon geklärt zu haben. Aber sehr gern nochmal:

      War es der Masterplan von Chang, sich selbst zu töten (er würde ja mit dem Klingonenschiff zerbröselt)?

      Für den Plan, wie du ihn beschreibst, reichte ein Schuß von der Enterprise, meinetwegen zwei. Angriff – Verteidigung. Diese Schüsse hätten dank toller Verschwörer an Bord der Enterprise auch direkt von dieser kommen können.

      Aber neeeiiin: Schüsse kommen vom getarnten BoP (der neuerdings, praktischerweise, getarnt schießen kann – plot cloaking statt plot armor, mal was anderes!). Von der Enterprise beamen aber zwei Leute auf das Klingonenschiff, um ganz gezielt den Kanzler blutig zu schießen (auch neu, das Blut durch Phaser – „pink hering“ statt red hering, zur Ablenkung, weil es keinen Sinn ergibt). Dafür musste ganz gezielt das Gravitationssystem ausgeschossen werden durch den Tarn-BoP, der leise mitflog — und der Notknopf erst zum spätmöglichsten Zeitpunkt gedrückt werden (weshalb Wächtern schon mal die Arme abgeschossen wurden …).

      Diesen ganzen Part hattest du bei der Aufzählung grad ausgelassen – ich denke, aus guten, wohlweislichen Gründen (Nonsense).

      Was war also der Plan? Warum alles so kompliziert? Chekov/Drehbuch sagte übrigens auch selbst: „Wenn ein Schiff unter uns gewesen ist, dann wären die Attentäter doch von dort rübergebeamt.“ Ja, eh. Aber wozu überhaupt Attentäter beamen, wenn Raumschlacht mit Changs (Selbst-)Zerbröselung mitsamt aller hohen Tiere das Ziel ist? Und wie kompliziert und fehleranfällig ist es, dafür eigens Crewmitglieder zu rekrutieren. (Wann machte das Valeris eigentlich? Vor der Fahrt oder erst, nachdem sie die rassistischsten Arbeiter an Bord ausfinding machte?)

      Detail am Rande, für alle, die noch drangeblieben sind und miträtseln: Warum reicht es nicht als Kriegsgrund, dass die Enterprise einfach durchs klingonische Imperium düst, um die eigenen Leute zu befreien? Azetbur: „Wir würden jeden Versuch ihrer Befreiung als Kriegsakt auffassen.“ Chang hätte, ganz ohne Tarnschiff und Heimlichkeit, zum Feldzug ausrücken können … und es vor allen Dingen Azetbur flüstern, die die Konferenz sofort abbräche.

      (Und kommt mir nicht, dass Kirk etwas wusste, was Chang gefährlich werden konnte, wie vom Drehbuch angedeutet. Kirk wusste nix und konnte gar nix wissen – nur das, was im Drehbuch stand.)

      Antworten
    • Sparkiller sagt:

      „der neuerdings, praktischerweise, getarnt schießen kann“

      Naja, das IST halt praktisch, was man auch erwähnt („Wunderwaffen? In MEINER Science-Fiction?!“).

      Heimlich das Torpedo-Logbuch hacken ist wohl auch einfacher, als die Teile in die Röhre zu laden („Hi, wollte nur mal gucken, wie das geht. Nee, nee, schaff ich schon alleine…“).

      „wenn Raumschlacht mit Changs (Selbst-)Zerbröselung mitsamt aller hohen Tiere das Ziel ist?“

      Zu 100% konnten die Verschwörer ja auch nicht wissen, was passiert wäre. Wenn die Enterprise z.B. abhaut oder die D7 nur ausser Gefecht setzt, hat man immer einen toten Kanzler als Kriegsgrund statt ein vergleichsweise langweiliges „Enterprise hat auf uns geschossen, aber ansonsten alles okay“. Nur mit einer bedingungslosen Kapitulation hat man wohl nicht gerechnet, was man auch dem Zuschauer mit Kirks vorherigem Logbuch-Eintrag („Ich kann und will den Klingonen nicht verzeihen!“) ja verklickert hat.

      Und die Attentäter mussten ja von der Enterprise kommen, damit es halt nach einem Plan der Föderation aussieht. Vielleicht hätte Valeris die beiden zudem auch so oder so umgebracht, um dies noch zu untermauern.

      Klar, kann man alles auseinandernehmen, aber dann würde auch keine Tom Clancy Filme geben. Sooo schlau waren die Russen in „Roter Oktober“ ja z.B. auch nicht.

      Antworten
    • VerwirrterTurnschuh sagt:

      „Zu 100% konnten die Verschwörer ja auch nicht wissen, was passiert wäre.“

      Haben sie nun ihre eigene Vernichtung geplant oder nicht? Plan A: Selbstvernichtung. Plan B: Friedenskanzler töten (als Backup).

      Und bitte, ein Knöpfchen zu drücken oder vom System drücken zu lassen, ist doch ganz einfach. Nimm halt Phaser, wenn du der eigenartigen Gesetzmäßigkeit von STII folgen willst, wonach Torpedos händisch geladen werden. (Was lt. Fantheorie eh nur nötig war in II, weil Enterprise teils kaputt.)

      Dass nicht mit einer „bedingungslosen Kapitulation“ (Danke!) gerechnet wurde, wurde vor allem durch Chang selbst verklickert: Er sah und spornte in Kirk ja ständig den gleichgesinnten Krieger an.

      Hast du dich auch nie gefragt („Man kann alles auseinandernehmen, also tue man es tunlichst niemals! Selig sind die Ahnungslosen, Amen!“), was aus dieser bedingungslosen Kapitulation wurde? Also, warum NIX draus wurde? Die Enterprise in den Händen der Klingonen. Wäre wohl nicht im Sinne der Verschwörer gewesen, oder? Darum übernimmt Spock in der nächsten Szene einfach das Kommando über die eben vollständig ausgelieferte Enterprise. Ohne Kommentar von irgendwem. Die Klingonen haben ja Kirk und Pille gefangen genommen – aus ganz anderen Gründen. Man vergisst in Warpgeschwindigkeit – echte Sci-Fi!

      Angeblich sucht man nach einem Kriegsgrund. Und lässt ein Dutzend schreiende Kriegsgründe links liegen – im Minutentakt. Clever. Ich fiebere mit.

      „Wunderwaffen? In meiner Science-Fiction?“ – Ja, das ärgert mich. In der Fantasy darf nicht alles passieren („Ist doch Fantasy!“), und auch die Sci-Fi-Welt braucht ihre selbstetablierten Regeln. Sonst sind wir bei „Natürlich ist Spock kein Logiker, sondern ein liebesbedürftiger, daueraggressiver Emoboy – er ist ja nur fiktiv! Und sie haben eh gesagt, so war er zwei Tage VOR der ersten TOS-Folge!“

      Dieses „Man kann alles auseinandernehmen …“ ist so müßig. Kann man, aber nicht überall findet man so viel Unsinn und Widersinn. Also nein, man kann nicht alles soo auseinandernehmen.

      PS: Als ich vor ein paar Jahren auf den simplen Umstand hinwies, dass ja Chang sich doch sicher nicht selbst töten wollte, hattest du das sofort verstanden gehabt. Wenn ich mich recht erinnere. Schade, vorbei. (Länger her; vielleicht auch noch unter anderem Namen gepostet)

      PPS: Schreibt doch mal ein STVI-Review. Den Film mögen ja alle ganz dolle, und nicht nur du refernzierst ihn fett. Ich bin ja wahnsinnig ungern offtopic.

      Antworten
    • ChingChang sagt:

      So schnell und einfach wäre die D7 nun auch wieder nicht untergegangen, VerwirrterTurnschuh. Zumal es da ja noch einen getarnten BoP gab, der heimlich ins Gefecht hätte eingreifen und das Blatt zugunsten der D7 wenden können. In einem Gefecht wäre die Enterprise also vermutlich eher unterlegen und vernichtet worden (ich bezweifle, dass man Valeris und ihre zwei Deppen in DIESEN Teil des Plans eingeweiht hat). Die Beweislast mit dem Videomaterial der Attentäter wäre dann auf jeden Fall erdrückend gewesen und die Klingonen hätten Mord Rufen können.
      Warum Chang die Enterprise hat laufen lassen? Der Mann ist eine Drama-Königin, das macht der Film mit seiner Liebe zu Shakespear doch explizit klar. Die Enterprise war wurscht – Kirk der Klingonenfeind war wichtig für das Drama.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Ich hab keinen Bock mehr auf diesen ganzen Kurtzman-Realserien-Trek. Da guck ich mir lieber zum xten Mal Star Trek V an. Der Film mag seine Fehler haben, aber er macht wenigstens Spaß. Bei Kurtzman fehlt mir in großen Teilen der Spaß.

      Antworten
    • VerwirrterTurnschuh sagt:

      @ChingChang (schöner Name!)
      Es war also Plan der gefinkelten Verschwörer, wild aufeinander loszuballern, koste es auch das eigene Leben. Falls dieser delikate Plan, der jedem Obelix zur Ehre gereichen würden, nicht aufginge (so ein BUMM-BUMM! ist ja sehr diffizil; kann leicht für ein Fest-Feuerwerk gehalten werden und alle feiern statt feuern), ließ man in der gemütlichen Phase zwischen erstem Angriff und erstem Gegenschlag den friedensbringenden Klingonenkanzler per Handfeuerwaffe (fast) umbringen, und zwar von zwei random(?) gepflückten Workingclass-Primitivlingen des gegegnerischen Schiffes, die zum exakt richtigen Zeitpunkt von eben jenem Schiff in voller Montur (mit Helm und Gravitationsstiefel durch die Schiffskorridore wandern = weniger auffällig als Torpedos im Torpedoschacht) hin- und zurückbeamen, ohne dass es jemand merkt.

      Nehm ich unerlaubterweise zu viel „auseinander“, wenn ich dazu einfach sage: „Hä?“?

      Ich weiß, ihr seid bös, weil ich schlicht nicht folgen kann. Aber es ist noch schlimmer mit mir (Selbsterkenntnis, auch heute im Dutzend billiger!):

      „Chang ist eine Drama-Königin“: Sowohl Chang als auch Drama-Queens sehe ich völlig anders. 1. Chang ist kein Trottel, auch wenn er Shakespeare zitiert (oder wie war das gemeint von dir?). Er führt auch keine blinde Vendetta gegen Kirk (nicht wie Khan – und auch der war weder blind noch Depp). Er konkurriert mit ihm („Von Krieger zu Krieger…“). Die f*cking Enterprise als Kriegsbeute unerwähnt liegen lassen? Ich bin mit Shakespeare zwar vertraut, aber nicht ganz umfassend sattelfest: Hast du ein Shakespeare-Zitat parat, dass diese (Nicht-)Handlung des Generals irgendwie erklären könnte? „Geh in ein Kloster“, fiele mir ein, bin aber unzufrieden.

      Und damit zu 2. „Drama-Queen“: Auch die müssen nicht dumm sein. Und sollten wenigstens Drama beherrschen. Als wäre es nicht antiklimaktisch genug, einfach auf die riesige Beute zu „vergessen“, ist es doch noch fader, sie ohne große Geste ziehen zu lassen. Rein dramaqueentechnisch.

      Und: Enterprise(!) total wurscht(!!), weil KÖÖÖÖÖRRK!!! – aber Pille wichtig?

      Nein. Es ist weit naheliegender, dass hier das Drehbuch die Drama-Queen ist. Man hat sich höchst dramatisch in eine Sackgasse geschrieben. Also mal schnell ein neues Drama aufmachen, neue Story etablieren, und die Lösung zum alten Problem einfach … „vergessen“.

      Videobeweis? Du meinst den „erdrückenden Videobeweis“ der beiden Attentäter an Bord der Kronos I? Der ist völlig wurscht. „Vielleicht trugen sie nur Sternenflotten-Uniformen.“ (Was ich übrigens auch empfohlen hätte; das Ergebnis wäre dasselbe, mit weit weniger Aufwand, weit weniger Folgeproblemen – ich kann gar nicht sagen, wie viel weniger, du würdest mir nicht glauben.)

      Apropos Videobeweis: Auch auf der Enterprise müssten sie eigentlich erkannt haben: Mit dem Schußwinkel stimmt was nicht. (DIE „Analyse-Szene“ ist ja auch ein Clusterfuck für sich. Darum: Mitdenken für wahre Trekkies verboten.) Und wenn der getarnte BoP erst mit von der Partie wäre bei der (gewollten? echt jetzt?) Weltraumschlacht, na, dann zeigten die Bilder aber wirklich eigenartiges … Mit jedem Erklärungsversuch schwurbelt man sich weiter in den Irrsinn. Ist Meyer beim schnellen Schreiben ja offenbar auch passiert. („Wenn man alles Unmögliche ausgeschlossen hat, muss das, was übrigbleibt, die Wahrheit sein – so unwahrscheinlich es auch sein mag.“)

      @Miles: Sorry not sorry – gibt ja noch immer kein STVI Review hier, auf das wir alle seit 30 Jahren warten …!

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    • Miles sagt:

      Ach, weißt Du … jeder schleppt so seine Obsessionen mit sich rum.

      Antworten
  2. Miles sagt:

    „Aber tschuldigung, ich schweife manipulativ ab zu Star Trek, das mich interessiert.“

    Schön, dass Du es zumindest erkennst.
    Jetzt musst Du nur noch damit aufhören, denn Deine Meinung über Star Trek VI ist inzwischen hinlänglich bekannt.

    @Klapo: All das schlechte Star Trek der letzten Jahre hat inzwischen dazu geführt, dass da gar kein Interesse mehr an weiteren Serien/ Staffeln da ist … es reicht einfach.

    • VerwirrterTurnschuh sagt:

      „Jetzt musst Du nur noch damit aufhören, denn Deine Meinung über Star Trek VI ist inzwischen hinlänglich bekannt.“

      Stimmt gar nicht! Ich wusste ja selbst bis zum Verfassen des Kommentars gar nicht, dass der Verschwörer-Plan in VI meiner Meinung nach einer Rube-Goldberg-Maschine gleichkommt. Sonst hätte ich es sicher nicht falsch geschrieben („Rubin“).

      „All das schlechte Star Trek der letzten Jahre hat inzwischen dazu geführt, dass da gar kein Interesse mehr an weiteren Serien/ Staffeln da ist … es reicht einfach.“

      Diese Meinung scheint mir auch „inzwischen hinlänglich bekannt“.

      Wenn sogar die Kommentare, die auf Redundanzen in Kommentaren hinweisen, nur redundant sind, bekommt man echt Lust, sich zum 7. Mal alle 7 Staffeln TNG reinzuziehen. (Nur um manipulativ auf das Star Trek hinzuweisen, das mich interessiert.)

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  3. Trekritiker sagt:

    Hmmm… also ich muss eigentlich sagen, dass ich den Kernplot schon interessant bzw. als eine gute Idee empfand. Denn durch eine solche „List“ einen Krieg zu provozieren… ist ja leider auch in der aktuellen Weltlage nicht unbedingt von der Hand zu weisen, wer hier möglicherweise mit schmutzigen Tricks arbeitet.

    Aber alle anderen Elemente der Folge haben mir nicht gefallen. Naja, das kurzzeitige überleben im All mit der „simplen“ Wiederbelebung. Lassen wir mal fünf grade sein, solche Szenen hat es ja auch nun schon immer gegeben – nicht nur hier. Man ist ja auch nun nicht stehts „wissenschaftlich korrekt“ bei Star Trek und auch nie gewesen.

    Aber Handlungsstränge wie sich mal kurz mit einer Droge aufzupushen um halt eine ganze Klingonen-Crew zusammenzuschlagen? Nee, das isses irgendwie nicht. Die Story hätte auch funktioniert, wenn man mit List zwei Wachen übertölpelt hätte. Wäre sogar imho „trekkiger“ gewesen.
    Von Dämlichkeiten wie der Kommando-Phrase schweige ich lieber mal ganz still. Oder dem Wettsaufen mit dem Klingonen… Neee… Und wo ist Pike? War der zu teuer für die Folge oder hatte der andere Drehverpflichtungen? Und warum muss wieder die Enterprise gestohlen werden? Ja, wir haben es mittlerweile begriffen, dass man nur ein guter Captain ist, wenn man die Weisungen der obersten Befehlshaber missachtet. Da scheinen ja auch immernur Volltrottel nach oben befördert zu werden.
    Aber vielleicht auch nur ein Spiegel unserer realen politischen Welt und damit doch gar nicht so falsch?

    60% ist mir so eine Folge aber nicht Wert. 40, mit Wohlwollen – wegen einer paar schöner CGI-Shots und der Grundidee mit dem angeblichen Föderationsschiff.

    • Klapowski sagt:

      Das mit der Bewertung fand ich diesmal auch schwierig. Einerseits wird diese Idee in meinem KOPF zu einer total straff erzählten Handlung (und damit meine ich: Ohne Bügelfalten und keinem Satz zu viel/zu wenig), andererseits kann ich ja nicht nur deswegen tolle Wertungen ausgeben, weil in der Birne irgendwann ein Autokorrekturprogramm mitläuft…

      („Okay, wir TUN so, als wenn Spock nicht mit den Patschefötchen auf den tiefgefrorenen Leib eingedroschen hätte, sondern mit einem Trikorder. Und er hat dann nicht ‚Stirb nicht, mein Wonneflöckchen‘ gerufen, sondern ‚Bitte halten Sie durch, hochverehrte Nurse; die Hilfe naht bereits unablässig‘!“)

      Das Gequatsche von wegen „Ist wieder wie altes Star Trek“ kann man sich generell sparen.

      Solange irgendwelche kultigen(?) Nebenfiguren wie die ältere Dame einfach mal entscheiden können, ihren NORMALEN Posten bei einer Wartungscrew aufzugeben (die hat doch da Kollegen, ein Büro, einen Chef und Dienstpläne, die bereits für ein Jahr den Urlaub der kinderhabenden Kollegen berücksichtigen?), ist das für mich alles nicht ernstzunehmen.

      Bei TNG hätte man nach der Ansprache der Dame erst mal jemanden hinterhergeschickt, um zu klären, wer die ist und wo sie hin soll. Vermutlich den Sicherheitsdienst.
      HIER macht es den Eindruck, dass sie sich einfach in das nächstbeste Quartier gesetzt hat. Und nebenbei irgendeinen Menschen weggedrängelt, der regulär auf dem Schiff arbeitet?

      Oder wann habt ihr in EURER Firma das letzte Mal die Servicemitarbeiter für die Kopierer gesehen – und seid einfach mitgegangen? („Viel spannender bei euch. Und du da! Du siehst irgendwie besonders aus! Lass mich dir ungefragt Tipps für dein sicherlich langes Leben geben!“)

      So was passiert halt seit Jahren im 30-Sekunden-Takt und so lange das nicht aufhört, sind 3 von 5 Punkten echt schon eine Nettigkeit eines jeden kritischen Reviewers.

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    • G.G.Hoffmann sagt:

      Dass man ernsthaft so etwas wie funktionierende Kommandostrukturen, Disziplin, einen verbindlichen Dienstplan und eine erwachsene Arbeitswelt dargestellt hat, war zuletzt wahrscheinlich in VOY der Fall. Janeway beharrte trotz der besonderen Situation und der Abwesenheit jeglicher Kontrollinstanz auf die drögen Sternenflottenprotokolle. Selbst auf der eher chaotischen DS9, die im Vergleich zu Picards Enterprise wirkte wie „Die Ludolfs – Vier Brüder auf’m Schrottplatz“, regierte Sisko noch mit eiserner Disziplin, zumindest gegenüber Sternenflottenpersonal.

      Insofern wirkt der sehr lockere Umgang mit allen Konventionen auf Pikes Enterprise doch eher befremdlich. In Kurtzman-Trek hat man sich den Spruch aus „Fluch der Karibik“, wonach es sich bei dem Kodex eher um Richtlinien handelt, gänzlich zu eigen gemacht. Die Befehlsverweigerungen, die seit 2017 ohne Konsequenzen blieben, kann man kaum zählen.

      Auf der Habenseite eine durchaus kinofilmmäßige Atmosphäre, besonders auf dem Klingonenplaneten. Das sah weder nach Studio nach nach Greenscreen aus, hätte auch direkt aus einer „Star Wars“-Produktion sein können. Eher schwach weiterhin, wie Sparki bereits bemerkte, die CGI. Die Auftaktsequenz als das Shuttle sich der Enterprise im Hangar näherte und einmal um sie herumflog, wirkte völlig unrealistisch, wie aus einem besseren Videospiel, matschig und ohne Tiefe, überfrachtet mit Details und dennoch nicht überzeugend. Ich finde sowohl die früheren Holz-Modelle als auch die CGI-Modelle aus DS9/VOY realistischer als alles, was man uns in DSC/PIC/SNW bislang so zeigt. Weshalb müssen heute Raumschiffe von allen Seiten beleuchtet sein, obwohl Sonnen als einzige natürliche Lichtquellen im Weltall (die meist auch sehr weit weg sind) nun einmal nur eine Seite bescheinen und daher der typische gleißend-helle, kontrastreiche Look entsteht, wie wir ihn aus Space-Dokus und frühereren SF-Filmen kennen?

      Warum muss heute der Hintergrund immer möglichst bunt sein (vorzugsweise pastellfarbene Nebel im Weltraum, die im Zweifelsfalle tausende Lichtjahre entfernt sind und kaum zu sehen wären)? Statt dass man sich, wie früher, darauf konzentriert, möglichst EIN Schiff möglichst packend und realistisch in Szene zu setzen, geilt man sich heute daran auf, ALLES zu können und überfrachtet das Bild mit tausend quitschbunten Details. Wie schon Martin Scorcese über Marvel-Filme sagte: „Das ist kein Kino, sondern erinnert mich an Themen-Parks“. So etwas wie „Avengers: Endgame“ kann man einfach nicht anschauen, da es ich nicht um ein Kamera-Bild mit CGI-Unterstützung handelt, sondern um ein CGI-Bild, in das hier und da Gesichter von Schauspielern eingefügt werden.

      Ich will keine Enterprise sehen, die wild im Asteroidenfeld rotiert. Als in „Star Trek – Das unentdeckte Land“ ein einzelner Torpedo die Hülle der Enterprise durchschlug, war und ist das bis heute allemal spannender als dieses CGI-Gewitter, bei dem man ohnehin weiß, dass es nicht nur keine Konsequenzen hat, sondern auch kein einziger realer Gegenstand durch die Kulissen geflogen ist.

      Abgesehen davon: ganz nette Geschichte, wird man aber bestimmt nicht nochmal schauen.

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  4. Bergh60 sagt:

    tach auch !

    Ich fand es O.K.
    Und die neue Nurse Chappel ist immer ein Augenschmaus.

    Gruss BergH

  5. frank sagt:

    wo bleibt eigentlich die kritik zu 2.02?

  6. Sakul sagt:

    Soweit so gut- Aber The Orville Staffel 3 ist absolut großartig! Genau wie die vorherigen.

    • Kazairl sagt:

      Ich hab neulich nochmal die Folge „From Unknown Graves“ geguckt und diese hat mich so sehr geflasht dahingehend wie gut sie war und wie gut die Folge so viele Handlungsstränge handhaben kann

      Antworten
  7. BergH60 sagt:

    tach auch !

    Das mit den Gen-Manipulationen und der Abneigung der Sternenflotte dagegen wird in dieser Folge 2 ausführlich beleuchtet.
    Das sollte selbst Klapowski begreifen. ;-)

    Gruß BergH

  8. BergH60 sagt:

    tach auch dann nochmal!
    Um Franks Neugier zufriendenzustellen.(zu befriedigen wollte ich nicht schreiben):
    – Anklage
    – Gerichtsverhandlung
    – Warum mag die Sterneflotte Gentechnik nicht mag
    – Khaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaan
    – Verschwörung
    – Katharsis
    – Aufklärung
    – Wer war es?
    – Befreiung
    – Kompromis
    – Umarmung
    – Vorhang

    Ente gut Chinese froh !

    Gruß BergH

    • frank sagt:

      ach, ich werde eigentlich ganz gerne befriedigt, so ist das ja auch wieder nicht… :D

      gute zusammenfassung! ich werde sie beizeiten überprüfen… bin mal gespannt wie es ist, zuerst die kritken zu lesen, und danach dann die folge zu schauen…

      Antworten

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