Das letzte Land (2019) – Das Gastreview

Unser Gastautor – Tobias H. – wagt sich erneut an einen SF-Film aus dem hiesigen Anbau. Das merkt man auch daran, dass das Budget nicht vorhanden ist. Beziehungsweise noch auf einem Tagesgeldkonto in der Lindenstraße wartet? Hut ab, dass Tobias weiterhin solche Werke antesten mag. Ich selber habe damit ja aufgehört, nachdem ALLE German-SF daraus besteht, traurig in die Kameras zu gucken. Und dabei zu murmeln: „Die Schraube da… Die hat es auch schon bei ‚Alien‘ gegeben.“ Aber nun zum Review:
Kunst für Leute, die sich nicht für Kunst interessieren? – Wenn die KI Bilder träumt…

All das Gerede darüber, wie „schlau“ Künstliche Intelligenz eines Tages sein wird, hat nun neue Berechtigung erfahren. – Wo man sich vor ein paar Jahren noch wunderte, warum man plötzlich „Damenwindeln“ als Werbung bekam, nur weil man zu oft „Bud Spencer prügelt windelweich“ gegoogelt hat, kann nun aufatmen… Denn endlich ist der Computer zu einer Bedrohung(?) geworden, die zu den jahrzehntelangen Verschwörungstheorien passt. Ja, bildgenerierende KIs sind heute so gut, dass uns vor Schreck das Malbuch aus der Hand fällt.
„Star Trek – Lower Decks“ – 3.08. -„Paradoxus“

Erneut verirren sich unsere Helden auf dem Holodeck, um dort endlich auf 8 TfpM (= „Trekfilmanspielungen pro Minute“) zu kommen. Doch Boimler scheint irgendwie überfordert von seinem eigenen Werk – und nervt Nebenfiguren mit Fragen nach dem Sinn des Lebens. Etwas, was ICH sonst nur bei „Alien“ und „Blade Runner“ gemacht habe („Seien Sie genauer, blutspuckender Darsteller! Soll ich etwa auf Arbeit alle töööten?!“). Oder steckt beim Boiler eine emotionale Krise dahinter?
Scheintod eines Franchise? – Die Datenanalyse zum Star Trek-Niedergang

Bei Silvesterfeiern ist dies ein beliebtes Gesprächsthema: Wie erfolgreich ist eigentlich das neue Star Trek?
Nun, PC-Games.de und Bezahl-mich-fuer-Werbung-und-gib-mir-Tiernamen.com sind sich hier (un)erstaunlich einig: Noch nie sei Star Trek so erfolgreich, so teuer, so beliebt, mit so vielen Ablegern (wie eine Sumpfpflanze?), mit so viel Botschaft, begeisterten Fans und Halligalli auf dem Hexenberg ausgestattet. Wir wollen mit unseren bescheiden Mitteln herauszufinden versuchen, ob das stimmt.
„Star Trek – Picard“ – Der Trailer zur dritten Staffel (gefühlt: die fünfte)
„We must run.“
„From what?“
Ganz klar: Weg von der Standard-Trailer-Dröhnmusik.
Gemischt mit dem Geigenzupfen aus dem Horrorhaus von Höxter.
Und fort von den 3-Wort-Sätzen aus dem Sprachunterricht der Gelsenkirchener Gedächtnis-Kita.
Interessant ist hier vor allem, dass man nach der damaligen 2019er-Bühnenankündigung von Patrick Stewart („Schnief. Picard MUSS zurückkehren! Wer sonst soll die Welt erleuchten? So wie mein toxischer Papa damals meinen Hosenboden mit knallroten Striemen?“) nun erst JETZT so richtig die Utopie-Keule auspackt:
– Die Omma von Shinzon ist endlich da. Und sie hat Hunger auf … Menschenfleisch?
– Moriaty ist wieder zurück. Und genau so drauf wie damals? („Sie müssen sterrrben, Mister Bond!“)
– Das Licht ist alle. Und die maximale Temperatur im Studio bei 19 Grad. Putin hasst diesen Trick?
– Lore guckt durch das Fenster. Wodurch auch sonst? Transparentes Aluminium?
Somit schließt sich endlich der Kreisch… äh… Kreis der Serie. Brent Spiner erfreut sich an seiner 17. Rolle als „Irgendwas-von/mit-Doktor-Soong“, Worf ist nun vermutlich Klimaaktivist und nach mehreren Staffeln zum Thema RACHE haben wir nun eine weitere Person, denen Picard vor 94 Jahren mal bei der Einschulung auf den Fuß getreten ist.
Äh… Legt ihr WIRKLICH Wert darauf, dass wir das reviewen? Ich frage für einen befreundeten Webdesigner.
„Star Trek – Lower Decks“ – 3.07. -„A Mathematically Perfect Redemption“

Zum ersten Mal wechselt die Serie seine Hauptfiguren komplett aus. Statt Hans-Joachim Boimler und seiner dunkelhaarigen Domina erleben wir diesmal einen Exocomp namens „Peanut Hamper“. Dieser landet auf einem unterentwickelten Planeten voller sprechender Vögel. Doch werden Erdnussbutter und sein neuer Freund eine sexuelle Beziehung führen können, die rein auf Vertrauen und billigem Klamauk beruht? Staunt mit, wie (schnell) diese Episode dieses Problem löst!
„Star Trek – Lower Decks“ – 3.06. – „Hear All, Trust Nothing“- Kritik

Mit alten Franchise-Elementen kann man sich heute viel MEHR zusammenstricken als eine veritable Hater-Karriere: In dem seeehr fein umrissenen Segment des Anarcho-Zeichentricks (im Rick/Morty-Stil) für 40- bis 50-Jährige (im Alter von 16 Jahren) profitiert eine Episode besonders von Verweisen auf Früher! Und gerade das ist hier gut gelungen. Und ich bin mir sicher, dass man im Hintergrund bereits an weiteren Modellen rendert (Voyager schon fertig?), um diese Erfolgsgeschichte bei 44-jährigen Hobbykritikern in deutschen Mietwohnungen weiter voranzutreiben!
„Ringe der Macht“ – 1.04+1.05 – Ein Ring, sie zu schinden

Diese Serie ist eine wahre Wundertüte: Ständig ist neues Spielzeug drin, es riecht unangenehm nach Plastik und wenn man Glück hat, kann man sie sich die Tüte über den Kopf ziehen – und durch Sauerstoffmangel euphorisch werden. Der Inhalt selbst sorgt auch für Verzückung: Manchmal ist es ein altes Hühnerbein, dann wieder ein Brocken Mäusekot. Ja, „Amazon Studios“ beweist gerade vorbildlich, dass es keiner künstlerischen Vision oder erzählerischen Könnens bedarf, um ein Produkt so lange auf den Markt zu drücken, bis der Markt auf der anderen Seite über die Klippe stürzt.
„Star Trek – Lower Decks“ – 3.05. – „Reflections“- Kritik

Diese Serie ist ein bisschen wie Wassertrinken: Man kann es ständig machen, irgendwann hat alles mit „Toilette“ zu tun – und einen Tag später weiß man nicht mehr, dass man es getan hat. Diesmal sehen wir Sam Rutherford, der eine alte Kopie von sich „findet“. (Überraschenderweise haut die gerne druff und ist ein „cooler Typ“, so wie alle Offiziere in der Serie) Währenddessen müssen Boimler und Mariner auf einem Werbestand die Vorzüge der Sternenflotte anpreisen. Lustiges Lustigmachen über Forscher und Entdecker in 3… 2… 1…
„Star Trek – Lower Decks“ – 3.04: „Room For Growth“ – Kritik

Da das Interesse an Lower Decks nicht mehr sooo ausgeprägt zu sein scheint (*auf streunende Katzen im Comedy-Club zeig*), könnten wir es uns jetzt einfacher machen. Zum Beispiel einfach aufschreiben, wie viele von 10 Gags zünden. Und diese Zahl dann als Bewertung benetzen, äh, benutzen. („6 von 10! Adam Riese hat’s auch gefallen!“). Doch wir haben natürlich einen höheren Anspruch an alles, auf das notdürftig das Trek-Logo getackert wurde. Und somit würgen wir uns natürlich erneut eine A4-Seite raus.
„Ringe der Macht“ – 1.03 – Ausführliche Kritik

In Zukunft werde ich wohl KEINE Reviews zu dieser Serie mehr schreiben können. Denn die gebotene Handlung ist einfach zu vielfältig und innovativ, um sie in das Konzept kleinlicher Textbetrachtungen zu pressen. Dennoch werden wir es noch einmal versuchen. – Und leider müssen wir diesmal (erneut) auf einen Meinungskasten verzichten, da Kollege Sparkiller sich in der Fußgängerzone aufhält. Er hat Wind davon bekommen, dass aus diese Folge wertvolles Szenenmaterial weggeschnitten wurde – und sammelt nun Unterschriften für deren Veröffentlichung. (Bild rechts: Mehrere Pilze aus der Serie)
„Star Trek – Lower Decks“ – 3.03: „Mining The Mind’s Mine“ – Kritik

Meine Lebenszeit-Uhr hat eine Sirenwarnung ausgegeben: Wegen der vielen Trek-Serien vergeht kaum ein Wochenende, an dem ich nicht irgendeine Episode reviewen „muss“. Doch bei „Lower Decks“ kann man das wenigstens flott erledigen. Und bei Kollege Sparkiller reicht sogar ein netter Hinweis für die Meinungskasten-Abgabe, statt ihn mit alten Polaroid-Aufnahmen zu erpressen (Nur ein Wort: „Jar-Jar-Binks-Cosplay“). Seht nun also das Review, das ich komplett in zurückgelehnter Haltung geschrieben habe. *mit abgebrochener Stuhllehne wink*
„Ringe der Macht“ – Folge 1.01+1.02 – Kritik

Meine Erwartungen waren zuerst mittelgroß. Danach kamen die ersten Trailer in bunt UND in Farbe. Gemischt mit zähneziehender Popmusik und unepischen Schnitten zwischen Actionszenen für Bonbonliebhaber. Tja, danach waren meine Erwartungen in etwa so groß wie an Gollum – und zwar als neue Davidhoff-Werbefigur. Und nachdem ich nun eine Woche darüber gebrütet habe, wie ich die Episoden 1+2 fand, ignoriere ich die 3. Folge. Für die brauche ich noch ein Entscheidungsfindungsseminar?
„Picard“, Staffel 3 – Der Teaser für Stromsparer
Der „Star Trek Day“ enthüllte uns vor einigen Stunden dieses neue Glanzstück der Serie „Picard“.
Äh… Aber nur, wenn man mit dem Wort „Glanz“ so eine Art tiefschwarze, lichtlose Masse verbindet?
Besonders auffällig ist neben den üblichen Plattitüden („Wir werden immer hinter dir sein, sobald du dir einen Rückspiegel an den Schädel montierst.“) die besonders finstere Stimmung.
Hiergegen wirkt „Nemesis“ fast wie eine Tageslichttherapie?
Das billige Abfeiern von unterdurchschnittlichen Schiffsdesigns überlassen wir übrigens gerne anderen Webseiten. Hätte man das hier in „Discovery“ oder „Strange New Worlds“ als neues Set verwendet, so hätte ich es wohl nicht mal bemerkt.
So richtig ikonisch wird es wohl erst, wenn Doctor Crusher mit einem Drehkick die bösen Aliens zerbröselt und Troi so was sagt, wie: „Oh. Ich spüre deinen tiefen Schmerz – wenn ich dir das Bein verdrehe.“
Und ja, die (ernsthafte) Wahrscheinlichkeit hierfür liegt deutlich bei über 50%.
„Star Trek – Lower Decks“ – 3.02: „The Least Dangerous Game“ – Kritik

Amazon Prime weiß genau, was die Leute wollen! Nämlich eine exklusive Serie, über die sich eingefleischte Fans schon vor jeder Episode den Kopf heißreden können. Sei es wegen der unfreiwilligen Komik, den schlechten Trailern oder den billigen Sprüchen. – Aber genug von „Die Ringe der Macht“, denn darüber reden wir ein anderes Mal… Bis dahin können wir uns aber die Zeit mit Kollege Zappelphillipp und seinem geistigen Zappenduster-Zirkus vertreiben. Naaa, ist das neue Streaming-Zeitalter nicht wunderdröhn?
„House of the Dragon“ – Kurzreview von Folge 1.01+1.02

„Das Haus des Drachens“ hat es nicht leicht: Nachdem das Vorgängerwerk GoT damals Seriengeschichte geschrieben hat, wurde es in Staffel 8 zu Fangirl-Fantasy zwischen „Supernatural“ und „Guckt mal, welche Charaktere sich dringend küssen müssen“. So eine Art Mixtape für Leute, die auf Mystery-Boxen und deren halbgare Auflösung stehen… („Och, der Knight King wollte die ganze Zeit nur Arya für ihre Superkräfte gratulieren? Schön.“) – Doch ist die Ablegerserie vielleicht total toll? Kleiner Kritikspoiler von meiner Seite: Ihr werdet überrascht sein.
