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„Star Trek – Strange New Worlds“ – 4.08 – „Orders of Magnitude“

„Star Trek – Strange New Worlds“ – 4.08 – „Orders of Magnitude“

Admiral Reeger ist an Bord! Schnell, versteckt die dreckigen Kochtöpfe von Pike und holt die Lach-Emojis raus, um sie der Kriegslegende aufs Handy zu schicken! Denn der Klingonenschlächter ist auf einer spontanen Mission, um ein mysteriöses Schiff zu fangen. Doch geht der übergriffige Kernige vielleicht zu weit? Sollte man wirklich ganze Planeten zerballern, um einen unbekannten Feind zu erschrecken? – Nur gut, dass Kirk zufällig an Bord ist, um über eine abgegriffene Version des Polizei- und Ordnungsrechts zu stolpern… („Was?! Eine behördliche Maßnahme muss angemessen und geeignet sein?!“)


Die Ränkespiele im Einzelnen:

– Sorry, aber das ist wirklich albern: Weil Pike und Kollegen in eine Höhle(!) gehen, sind sie außerhalb der Reichweite der Enterprise. (WLAN-Extender am Eingang zu teuer?) Und nur deswegen entscheidet sich Kriegsgott Admiral Reeger, dass man SOFORT mit Kirk als Captain weiterfliegen müsse. Man kennt sie ja, diese fremden Kriegsschiffe, die alle 30 Minuten den halben Quadranten kaputt ballern.

Klar, das alles erscheint später logischer, da Pike in der Höhle länger aufgehalten wird – und weil Reeger absichtlich Zeitdruck aufbaut. Trotzdem wirkt’s arg albern. Da fand ich das gute alte „Führungskräfte-Konferenz-auf-Planet-Powerpoint-VII“ als Abwesenheitsgrund besser.

– Auch die Anwesenheit von Kirk ließ mich neural ra(s)tlos zurück… Klar, irgendwas findet sich beim großen Zufallsereignis-Wettrüsten immer als Begründung (hier: Corona-Impfbooster und Bock auf La’An), aber nachdem Pike eh schon zur nassforschen Nulpe abgerüstet wurde, schmerzte die Verpflichtung vom „Kanon-Boy“ mich. Schon alleine, weil man das früher niemals so plump umgesetzt hätte.

(„Ach guck, die Frau Ro Laren! Schon wieder auf DS9, um Kira Nerys beim bajoranischen Gebetsmarathon zu unterstützen? Und wer weiß, vielleicht rutscht sie mal auf einer Stufe aus und wir brauchen eine Nachfolgerin?“)

– Kirks Anziehung zu La’An könnte man sich auch sparen. Diese ständige Schulausflug-Romantik mit wissenden „Hihi, Bumsi-Bumsi?“-Blicken der Restbesatzung nervt mich ja öfter. Noch schlimmer finde ich aber den Schlafzimm… Schlafmützen-Blick vom Kirk-Darsteller.

Eine NOCH schnarchigere Casting-Entscheidung hätte man nur als aktiver Saboteur treffen können?

Wobei der Mann später aber richtig glänzen darf. Gegen Ende der Episode habe ich ihn sogar für seine Coolness richtig lieb gewonnen. Ein guter Kirk ist er aber weiterhin nicht…

„Ich komme immer gerne bei Ihnen rein, Doctor!“ – „Ich wusste schon lange, dass man die Bonusprogramme der Krankenkassen mit den Vielfliegerboni der Fluggesellschaften kombinieren sollte!“ – Wir spielen „Schiffe verschränken“: Kirk lässt seine Crew erneut im Stich. Das ist aber nicht schlimm; die kennen ihn eh nur von der Weihnachtsfeier. Er ist der mit dem angeklebten Bart und dem roten Anzug.

– Unnötig auch der Zaunpfahl-Großangriff beim Treffen mit Spock: „Heeeey. Eines Tages könnten SIE ja der Wunschkandidat eines aufstrebenden Captains sein, ho-ho-hoo?!“ – Wenn das mit der Verdummung der Welt so weitergeht, wird in 10 Jahren ein blickender Pfeil eingeblendet, auf dem die Connection der beiden erklärt wird?

– Besser gefiel mir dann Admiral Reeger, der James T. tüchtig manipulierte, weil Kirks Vater angeblich nicht gut genug gekämpft habe. Klar, man sieht kommen, dass Reeger eigene Interessen verfolgt, aber die Figur hatte Gravitas und eine unerschütterliche Meinung. Und die behält sie sogar bis zum Ende. Das kenne ich sonst nur von… mir?

– Auch die Diskussion um unsichtbare Schiffe, geheime Basen und ein Frachtschiff, das man nur leeeicht anschießen will, war recht spannend. Man weiß zwar auch hier, dass der Admiral die Crew gegeneinander ausspielt („Haben Sie Zweifel an den Fähigkeiten Ihrer Offiziere, Kirk? Übrigens: Toll geradeaus geflogen, Ortegas!“), aber das Spielchen machte durch die Extraschlenker doppelt Freude.

– Leider ging man aber nicht noch einen Schritt weiter. Oder manchmal auch einen nötigen Schritt zurück… So zeigte man NICHT, wie der Torpedo das Frachtschiff ankratzte, was eigentlich ein aufregender Moment war. Und die Suche nach dem „unsichtbaren Schiff“ war eh arg schwammig, was wohl daran lag, dass es ein romulanisches sein sollte?

Was man dann aber schon wieder positiv anrechnen könnte. Fanservice, den nur Fans bemerken und einem nicht mit langen Stäben ins Großhirn gerammt wird, ist mir eh am liebsten!

„Ich übernehme ausnahmsweise das Kommando. Ansonsten winde ich mich um diese Jahreszeit ja aus meiner Steuernachzahlung heraus.“ – Das Wort Admiral kommt schließlich von „Aal“: Dass dieser flexible Typ zufällig gerade in der Nähe war – und ein fremdes Schiff verfolgt hat -, ist nicht der schlimmste Zufall bei Nu-Trek. Wenn man in dieses charismatische Gesicht schaut, muss man aber zugeben: Es ist der schönste?

– Zu flott kam leider die Drohung mit der „General Order 24“, mit der Admiral Brutalinski mal gerade die ganze Planetenoberfläche unbewohnbar(!) machen wollte.

Damals, bei Sisko, hat man die „Planetenabschaffung“ in der Folge „Für die Uniform“ wenigstens noch mit einem Psychospielchen aufgebaut – über mehrere Folgen. Das galt damals in Fankreisen bereits als unerhört, könnte jetzt aber als subtil durchgehen. Aber bei SNW sehe ich ein, dass man schnell eine Fallhöhe etablieren wollte.

Und da diesmal alle(!) ausgezeichnet schauspielern, gelingt das sogar.

– Überhaupt lebt die Episode davon, dass man gewisse Strukturen der „alten“ Serien einhält: der Doctor plaudert NICHT alles aus, was er über Reeger weiß (Kriegsheld oder Wegbeförderter?), Kirk behält meistens sein Pokerface – sogar gegenüber Scotty -, so dass man mimisch schon GENAU hinschauen musste (Hashtag „Handy weg beim Fernsehgucken“) – und sämtliche Militärregeln und deren Ausnahmen werden SEHR genau beachtet.

Etwas, was seit DISCO oft schlabberig gehandhabt wurde. So konnte jeder Konflikt oft mit einem „Mir doch egal“ samt nachfolgendem Achselhöhlefurz gelöst werden. Nicht so hier!

– Auch die Sprache ist deutlich besser geworden. Die Figuren sprechen so, wie man in einer militärischen Organisation sprechen muss. Man tariert stets neu aus, was gesagt werden kann, was ich von Leuten mit Mündern in einer Star-Trek-Serie auch erwarte! Vermeintlich professionelle Hinweise können z.B. Kritik, Schleimerei oder Verrat sein. Ein Schweigen kann zustimmend oder nachdenklich sein. Und in der Höhle mit Pike kann „Verrat“ am Captain auch nur ein Mittel sein, um den Gegenspieler auszutricksen.

Hier fühlte ich mich als Zuschauer erstmals(!) in dieser Staffel abgeholt – auch wenn ich oben bereits einige Ausnahmen nennen musste.

„Okay, ich wollte das Hauptquartier heimlich vor dem Admiral warnen. Aber ich hatte gute Gründe!“ – „Hat sich etwa Ihr Gewissen gemeldet?“ – „Nein, meine Screentime-Stempeluhr. Ich habe bisher nur 10% mehr Screentime als Pike in dieser Staffel.“ – Willkommen in Zelle: Kirk wird vom Admiral weggesperrt. Aber das passierte ja bereits den Allerbesten! Man denke nur an Michael Burnham.

– Nach einigem Hin und Her (durchaus spannend inszeniert!) landet Kirk verletzt beim Admiral. Und er hat die Phaser manipuliert, damit das Schiff bei deren Benutzung explodiert. Der nachfolgende Dialog war sehr intensiv, auch wenn ich den Admiral bereits zu überzeichnet fand. Musste der wirklich bereits mit Sabber am Kinn dastehen (und das denke ich mir nicht mal aus), den Betrug an Kirks Vater aufdecken UND auf Jim einschlagen, bis Spock und Co. endlich mal höflich „Öh, hömma?!“ rufen?

Nicht falsch verstehen, diese Szene war die Beste seit Ewigkeiten, aber gerade deswegen wirken die Details etwas schief.

– Der Grund für den Komplettausraster von Reeger lag dann auch an einer Droge(!), die der Doctor ihm verabreicht hat. Einerseits eine nette Idee, um ihn sein reales Gesicht zeigen zu lassen, andererseits aber schade, dass man jemanden schon mit Crack und Koks im Kaffee zuballern muss, damit alle Offiziere merken, dass sie gerade unmoralische Befehle befolgen.

M’Benga sieht bei solchen Geschichten auch langsam nicht mehr gut aus? Vielleicht mal zum Psychodoc (aka Bundesrichter?) stiefeln und nicht in jeder zweiten Folge von Kriegsgräueln schwafeln, Klingonen murksen und sich die eigenen Handlungen schönreden?

Wird ja auch nicht besser, wenn alle kopfschüttelnd weitergehen – und in der nächsten Folge doch wieder seine maskuline Spritzensammlung loben?

„Ich werde doch nicht auf mein tägliches Blutbad verzichten, solange Habeck mir mein warmes Duschwasser wegnehmen will, muahahaa!“ – Hier beißt der Zahnstein noch persönlich zurück: Darstellerisch ist das hier ein Fan-Festival mit anschließendem Massenbesäufnis und optionaler Orgie. Ein bisschen hätte ich es aber gerne gesehen, dass man den Admiral BESSER versteht – das fällt am Ende leider flach. („Sie werden schon sehen, was Sie davon haben, dass Sie nicht wie ICH hassen können!“)

– Die Höhlengeschichte überraschte mich ebenfalls. Was als windelweiches Nebendrama mit Schmugglern dahindümpeln hätte können, die „nur“ ein paar Kommunikationsdaten der Föderation abgreifen wollen, ist ein nettes Drama geworden. Blöd nur, dass Pike neben der handelnden/täuschenden Uhura erneut extrem schwach aussieht.

Aber gut, man kann ja nicht jeden Dulli zum korrupten Admiral hochbefördern, sonst spricht sich dieser Trick in der Sternenflotte noch herum?

– Auch schön war der Moment, in dem Uhura mit dem Andorianer über „Ushaan“ sprach, dem Wort für Ehre. Dank Hemmer (Staffel 1) war das eine glaubwürdige Entwicklung.
Und dass der Schmuggler nicht ganz so ausgeflippt böse daherkam, half der Episode sowieso; oft fand man hier ja Cosplayer mit psychotischem Dachschaden vor.

– Wie Uhura sich im Alleingang freikämpfte, fand ich ebenfalls stark! Wo Burnham sich wie eine Superheldin anfühlte, spürt man hier beinahe John McClane durch den Dreck kriechen. Uhura muss richtig einstecken, wird permanent getroffen und frisst mehr Staub als eine Kalabrianische Sandschabe. Das war brutal, aber auf eine gute Art.

“Ich sehe schon, ich muss diese Nackenschelle noch auf Klingonisch übersetzen, Brudi!” – Keiner schlägt wie Don Uhura: fremde Kulturen erfordern oft eine genaue Übersetzung des gewünschten Inhalts – bei vollem Körpereinsatz. Manchmal sogar mittels einer kompletten Entkörperung.

Am Ende bleibt eine Episode, bei der starke Kräfte sich beinahe aufheben.
Aber der mit dem Pokergesicht gewinnt halt knapp…

Für die Nürnberger Prozesse ist es etwas zu uncool und reißerisch, aber als kleiner Versöhnungshappen zwischendurch sind Knallhart-Kirk und Unbarmherzigkeits-Uhura voll geeignet.

Ups, das war ja schon fast das Fazit?


Fazit:

Man mag bei GUTEN Folgen ja gar nicht mehr groß meckern.

Trotz der Tatsache, dass ich fast jede(!) Szene gut fand, bleibt ein fades Gefühl in der Maden… Magengrube. Ist das jetzt gewollt, dass man nach 8 Experimental-Episoden ausgerechnet einen sabbernden Psycho zeigt, der mit Atombomben auf Spatzen schießt? So als letzter Arschtritt für die Fans?

Oder sollte man dankbar sein, dass Regiearbeit und Raumschiffcrew sich mal drauf einigen, dass labernde Psychopathen am Ende doch mal abgesetzt gehören?

In jedem Fall war die Episode stark gespielt – auch wenn ich die arg soapige Neben-Nebenhandlung um den damals „reingelegten“ Vadder von Kirk (damit der Admiral im Krieg NOCH mehr glänzen konnte) nicht gebraucht hätte.

Egal… Viel besser wird’s nicht mehr?

Vielleicht erst, wenn der Böse sich am Ende nicht deswegen verrät, weil ihm einer KO-Tropfen gegeben hat? War bei Gul Dukat ja auch nie nötig.

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM
SPARKIS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
Sein Kaffee, Junge! Sein schöner, schwarzer Kaffee!
Sagt mal, mag den James eigentlich niemand auf der Farragut oder warum hängt er ständig und ohne trifftigen Grund auf der Enterprise ab? Wirkt schon unplausibel, wenn man mal die Größe der Föderation berücksichtigt („Hallöle! War gerade in der Gegend! Und was ist schon ein Umweg von 500 Lichtjahren unter Freunden?!“).

Auch der Nebenplot mit Pike und seinem Harem stellte nur eine reine Beschäftigungstherapie dar, da der A-Plot mit seiner autoritären Anwesenheit sonst ganz anders abgelaufen wäre. Etwas schade, dass die Enterprise-Crew ohne Space-Elvis nur noch hirnlos die illegalsten Befehle befolgt („Was sagen Sie, Admiral? Planet Dickus III hat Ihre Mudda beleidigt!? Klar, können wir wegbomben, wieso nicht?!“). Aber selbst dafür war Pikes Schmuggler-Storyfaden extrem dünn und wurde ebenso via plumper Ballerei von Nyota McClane aufgelöst. Waren das überhaupt Schmuggler? Piraten? Welche davon ausgingen, dass die Sternenflotte nur 3-4 Crewmitglieder absetzt und diese dann alleine lässt. Gut, ist hier passiert, aber trotzdem…

Der Andorianer-Boss selbst war ja irgendwo ganz okay, da er auch als Bösewicht mal etwas normaleren Dialog und sogar einen (belanglosen) Hintergrund in der Sternenflotte hatte. Aber letztendlich hat er als Charakterbogen auch nur einen Stalaktiten auf die Birne bekommen, was mir die emotionale Bindung etwas erschwert.

Was auch für Uhuras etwas eingebildet wirkende Bindung zu Kadett Spitzohr gilt („Fast draufgehen ist total unlogisch, kein Bock mehr auf Sternenflotte. Tschöööö!“ – „Aber, aber, ich war doch dein Mentor! Dein großes Vorbild!? Also keine Statue von mir?!?“).

Recht schnell wird auch klar, dass uns wieder das bewährte „Böser Admiral“-Motiv des Trek präsentiert wird, wie z.B. bereits bei Admiral Pressman in TNG oder Admiral Dougherty in ST9. Aber das letzte Vorkommnis ist, glaube ich, bereits eine Weile her, also warum auch nicht.

Überladen wirkten auf mich trotzdem die vielen Gründe für den dunklen Absichten vom Bösmiral Reega:

– er war anscheinend neidisch auf George Kirk und machte ihm auch nach der Klingonen-Schlacht die Karriere schwer
– sein Ego war so groß, dass er die Leistungen von George für sich beanspruchte (inklusive Buch- und Filmdeal??)
– seine Famile starb beim Angriff des unsichtbaren Schiffes für den klassischen Rache-Plot
– den tatsächlichen Captain der Enterprise kann er auf einer gefährlichen Mission zurücklassen, was die Crew verstörend leicht akzeptiert (Wieso dann eigentlich die erst wichtig erscheinende Anzeige des Countdowns von einer Stunde?)
– Uralte Frachter werden einfach mal außer Gefecht gesetzt und danach (vom Autoren) komplett vergessen
– Als Admiral darf man anscheinend komplette Planeten im Alleingang plattmachen, obwohl sich eine nicht näher beschriebene Bevölkerung darauf befindet (mit Kinder und so??)
– die Tasse mit frischem Cordrazin-Kaffee sorgte bei vielen erst für Misstrauen („Der schwitzt ganz stark! Ob sein geplanter Massenmord etwa dooooch nicht gerechtfertigt ist??“)

Letzterer Punkte wurde mir auch erst klar, als es laut ausgesprochen wurde. Vielleicht hab ich auch einen Hinweis übersehen, aber dass Reega gegen Ende NOCH etwas irrer drauf war hielt ich einfach für einen Hinweis auf seinen schwindenden Verstand und nicht als Anzeichen für eine Vergiftung. Und dazu kam noch das Hin- und Her, wer den Mann überhaupt vergiftet hat. Warum so ein Geheimnis daraus machen und uns nicht einfach zeigen wie Kirk am Kaffeepott rumhantiert? Und war dies überhaupt nötig, wenn der Admiral bereits soooo viele Gründe (siehe oben) zum Durchdrehen hatte??

Welche am Ende auch alle wieder vergessen wurden? So steht der Herr Admiral doch plötzlich wieder stolz und selbstsicher vor Pike und droht M’Benga und Kirk mit seiner Rache. Hätte er nicht trotzdem haushoch rausfliegen müssen, schon wegen seinem Planeten-Plattmach-Plan? Ganz ehrlich, wenn ein Admiral mit einer so niedrigen Zustimmungsrate keinerlei Anzeichen gibt, an seiner Kommunikation, seiner Politik, seinem Führungsstil etwas zu ändern, dann lässt er die Crew allein mit allen Problemen. Das ist einfach respektlos.

Etwas Lob: Wieder sehr schön fand ich dieses Mal die Musik von Nami Melumad, besonders am Anfang auf der Brücke. Schon sehr cinematisch, die Dame scheint sehr talentiert und ihr Soundtrack ist oft leider zu leise. Ich mag meine Filmmusik ja eher bombastisch und so. Auch die Kamera ist mittlerweile sehr tauglich, gerade im Vergleich zu den schiefen und wackligen Anfängen bei Discovery. Dies zusammen mit einer geschäftig und sogar recht professionell wirkenden (!) Besatzung sorgte jedenfalls für eine nette Stimmung.

Fazit: „Orders of Magnitude“ war wieder so eine Folge, welche ich direkt nach dem Ansehen wesentlich höher bewertet hätte. Aber all das oben erwähnte hat mir dann doch wieder die Laune verdorben. Und doch kann ich verstehen, dass diese Folge eine der besten dieser Staffel ist. Die Musik und Stimmung fand ich wieder sehr kinofilmig und wenn man halt nicht zu sehr darüber nachdenkt, hat die Story um einen durchgeknallten Admiral schon etwas. Was mich auch etwas an „Star Trek Into Darkness“ erinnert: Irgendwie unterhaltsam, aber die Logik beim Plotverlauf raffe ich weiterhin nicht (Waaaarum war die Khan-Crew nochmal in den Torpedos?!). Und wer hat DORT nochmal am Drehbuch mitgeschrieben, hmmm?!

Dieses Mal musste ich jedenfalls etwas mehr über die Folge nachdenken als üblich, was sich in einem endlosen Wandern durch meine Wohnung (10.000 Schritte, juhuu!) und manischem Rumgefuchtel beim Aufregen äußerte…

*schnüff*

Hey, mein Kaffee riecht aber komisch. Junge.

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM

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BS

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von Klapowski am 11.09.26 in Star Trek: Strange New Worlds

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Kommentare (2)

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  1. Stimme mit der Kritik überein. Was mich aber am meisten wundert, ist, dass die Crew weder Interesse hat, ihren Captain wiederzuholen, noch den verrückten Admiral daran zu hindern, einen ganzen Planeten zu zerstören. So etwas sollte ein Admiral auch gar nicht alleine entscheiden können…wir sind hier schließlich nicht bei Star Wars?

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