Film- und Serienkritiken

Ernsthafte News & Kritiken zu Film und Serie.

„Ringe der Macht“ – 1.04+1.05 – Ein Ring, sie zu schinden

, „Ringe der Macht“ – 1.04+1.05 – Ein Ring, sie zu schinden

Diese Serie ist eine wahre Wundertüte: Ständig ist neues Spielzeug drin, es riecht unangenehm nach Plastik und wenn man Glück hat, kann man sie sich die Tüte über den Kopf ziehen – und durch Sauerstoffmangel euphorisch werden. Der Inhalt selbst sorgt auch für Verzückung: Manchmal ist es ein altes Hühnerbein, dann wieder ein Brocken Mäusekot. Ja, „Amazon Studios“ beweist gerade vorbildlich, dass es keiner künstlerischen Vision oder erzählerischen Könnens bedarf, um ein Produkt so lange auf den Markt zu drücken, bis der Markt auf der anderen Seite über die Klippe stürzt.


Status der Story: Sehr vorhanden – und das auch noch lange?

Alle verstecken sich weiterhin und werden nicht gefunden. Ob Infos, geheime Waffen, Helden und Widersacher; sämtliche Personen rufen nach 30 Minuten erneut: „Huhu! Ich kann auch beidhändig winken!!“ und tauchen wieder unter.

Selten wurden 70 Minuten Episodenzeit besser genutzt.

Es sei denn, ihr sitzt gerne „nur“ 60 Minuten mit dem Handy auf dem Klo…?

, „Ringe der Macht“ – 1.04+1.05 – Ein Ring, sie zu schinden

Vadder Abraham und Freund Wirbelfrisur schauen hier nach, ob sie jemand belauscht. Doch Glück gehabt: Der nächste Passant sitzt ganze 90 Zentimeter weit weg (oben links an der Wand). Uuund die Erfindung des Hörgeräts ist noch ganze 19 Zeitalter hin!

Status der Effekte: Glitzervampire wären stolz

Dachte man noch, dass der leicht künstliche, saubere Look nur daran liegt, dass die Elben und die Welt noch „rein“ sind, so muss man jetzt konstatieren, dass es glattgebügelt bleibt.

Mal abgesehen von den Zahnfleischproblemen der Orks wirken selbst Geflüchtete und Ausgehungerte wie frisch aus dem Amazon-Paketlager zusammen gecastet. Klarlack drüber, dann eine epische Landschaft in den Hintergrund gestellt. Fertig ist die visuelle Kulisse für den… äh… Soundtrack?

Der murmelt übrigens die ganze Zeit vor sich hin. Und zwar in den Geschmacksrichtungen „Etwas-Episch“, „Mittel-Episch“ und „Mittel-Episch für Mono-Lautsprecher“.
(wegen der fehlenden Tonvarianz)

, „Ringe der Macht“ – 1.04+1.05 – Ein Ring, sie zu schinden

„Hey, jemand hat unser Schiff gesprengt.“ – „Chef, da steigen zwei Jungs aus dem Wasser! Was ist passiert, Leute?!“ – „Er saß in einem Fischerboot. Ein Fass muss explodiert sein.“ – Der letzte Satz ist kein Witz meinerseits, sondern wirklich so gefallen. Und das nächste Mal: „Die Zwillingstürme sind einfach so eingestürzt. Ein Araber hat es aus einem explodierenden Passagierflugzeug aus beobachtet.“

Apropos Zerstörung: Mal eine langsame Kamerafahrt über Schmeißfliegen und Kackhaufen brauche ich mir nicht mehr zu „erhoffen“. Denn raue Dinge sieht man selten – oder sie wirken so perfekt rau, dass man sie ins genormte Genre-Bilderbuch tackern könnte.

Status der Dialoge: Sagenhaft & mit Sagen drin!

Ich muss anerkennend sagen, dass sich die Münder tatsächlich bewegen. Und es dringen Laute hervor. Das Minimalziel (= Rülpswettbewerb in Mittelerde) wurde daher bereits übertroffen. Leider habe ich aber Probleme, den Leuten zuzuhören, wie sie zwischen schlecht begründeten Ehrbekundungen, Pseudoregeln und Ausreden („Ich kann dir nur helfen, wenn der Mond im vierten Quartal das Rehkitz küsst!“) mal was von Substanz sagen.

, „Ringe der Macht“ – 1.04+1.05 – Ein Ring, sie zu schinden

„Ich bin der neue Bösewicht.“ – „Und wie heißt Ihr?“ – „Mein Name ist… iiiist… dunkel, düster, unaussprechlich. Man findet ihn nur auf bezahlten Internetplattformen, die drei Wochen über ihn diskutieren müssen.“ – Wer dieser Herr ist, wird natürlich auch nicht verraten. Man möchte irrelevanten Pseudoinhalt nicht ohne Not vorwegnehmen.

Qualitätskämpfe für die tapferen Recken der Stuntmen-Volks

Ich will mich ja EIGENTLICH nicht über mangelnden Realismus beschweren. Magische Ringe gibt es schließlich im realen Leben nur, wenn mein Vater sie in einem holländischen Werbeprospekt gefunden hat („Die zaubern Vitamin C in meine Adern. Und neues Erdgas in die Leitung!“).

Aber während man bei „House Of The Dragon“ ein zusätzliches Spannungselement mitbringt, weil auch das TRAINING mit Holzschwertern unangenehm ernst werden kann, verzichtet man hier auf ALLE Grautöne. Und das ist schade, da „Spannung“ hier anscheinend nur mit dynamischem Rumgehechte verbunden wird – und nicht mit den Charakteren oder der Situation dahinter.

, „Ringe der Macht“ – 1.04+1.05 – Ein Ring, sie zu schinden

„Haha, welch spaßiges Training das war. Und jetzt bitte ich die Rekruten mit NULL Fehlern, sich links aufzustellen.“ – „Was ist mit denen mit EINEM Fehler?“ – „Tja… Habt ihr Schakale und Aasgeier in eurer Stadt?“

Da wird selbst z.B. in einem lockeren Sparring mit vollem Anlauf(!) auf den Kopf gezielt und aufeinander eingedroschen. In Folge 5 hat mich das extrem rausgebracht – und die gesamte Serie von einem epischen Düsterspektakel auf mittleres Cartoon-Level abgewertet.

Genereller Sinn der Szenen: Ein episches Lied von Eis und Teuer?

Toll, wie man hier Spannung aufbaut: Galadriel legt episch lange von einem Steg ab, weil sie abhauen will – ist dann aber wieder im Thronsaal, weil irgendwer es sich anders überlegt. (Wetterbericht mit Sturmwarnung vielleicht wenigstens kurz ZEIGEN?) Und ein Junge versteckt sich in einem Brunnen, wird trotz lautem Plätschern und Prusten nicht gefunden (Orks riechen so gut, weil sie sich dabei immer die Ohren zuhalten?!). Und er entkommt nur, weil er zufällig genau wieder rausklettert, als auch Tuvok in der Nähe ist.

Solche Szenen gibt es ständig, bei denen man sich fragt: Ist das noch Dramaturgie, oder will man den Zuschauer nur mit einem Bildschirmschoner erfreuen, während man auf das Amazon-Paket wartet?

Dazu gehören dann auch so Sachen wie: „Im Knast eingesperrt werden, um sich DANN zu befreien, woraufhin man DANN plötzlich normal mit allen reden kann“. Oder auch: „Eine Folge lang aus der Kiesgrube entkommen wollen, nur damit man in der nächsten laufengelassen wird.“

, „Ringe der Macht“ – 1.04+1.05 – Ein Ring, sie zu schinden

„Dieser Steintisch ist für uns rituell wertvoll!“ – „Warum?“ – „Sagt euch der Zwergenbegriff der ‚Geparkten Käsemauken‘ was?“ – Kulturelle Verzwergung: Eigentlich war die Szene, in der die Liebe der Zwerge zu bestimmten Steinen hervorkommt, die BESTE dieser Episode. Blöd nur, dass am Ende rauskommt, dass Meister Bartpflege alle nur verarscht hat.

Genial macht es die Serie aber schon, dass sie zwischen den kargen Storyschnipseln („Sauron wurde in einer Teetasse gesehen. Wir müssen daher nach Norden!“) so viel langweiliges Füllmaterial einfügt, dass man sich als Fan alles schönreden und schönerklären kann. Irgendwas gibt die Lore ja immer her:

„Na klaaar. Die Menschen hatten ja nur deswegen was gegen die Elben, weil die denen damals nur EINE Insel und KEINE Unsterblichkeit geschenkt haben. Die wollten das nämlich eher umgekehrt. Das kann man in der Silmarillion-Offenbarung ganz klar nachlesen! Nachdem man es selber reingekritzelt hat, versteht sich.“

Eine klassische HS? Eine … Hinhalte-Serie?

Ja, diese rieche ich seit „LOST“ inzwischen 10 Meilen gegen den Wind. Statt uns mit Charakterwendungen zu erfreuen, wartet man nur darauf, dass man endlich weiß, wer der Meteormann ist, oder wie Sauron endlich in Erscheinung treten wird. Und wenn ja, mit welchem „Twist“. („WAS?! Er war die ganze Zeit die Schiffsplanke?!“)

Und im Gegensatz zu anderen langsamen Serien à la „Better Call Saul“ mag man sich die Dialoge dazwischen auch nicht angucken, weil sie genial gespielt sind – sondern man nimmt sie nur hin, weil sie halt die rote Fußgängerampel auf dem Irrgartenweg zur ersehnten Enthüllung sind.

, „Ringe der Macht“ – 1.04+1.05 – Ein Ring, sie zu schinden

„Was… Was ist das für eine Kälte, die von deinem Körper ausgeht?!“ – „Toll, oder? Und dabei habe ich noch nicht mal die von Episode 6 aufgesaugt!“

Dass Figuren allesamt total unsympathisch wirken (Die Haarfüßer lassen Verletzte zurück, Galadriel ist dauerbesessen, Tuvok rennt schweigsam mit dem Bogen umher, Zwerge sind grundlos beleidigt, etc.), ist fast noch schlimmer.

Zumal es so lächerlich einfach zu reparieren wäre, dass man sich fragt, ob das ABSICHT ist?

Aber auf irgendwelche epischen Regeln und Traditionen zu verweisen ist vermutlich leichter, als eine rührende Sequenz zu zeigen, wo sich zwei Leute beim Suppekochen ineinander verlieben. Solche Szenen gibt es nämlich praktisch nicht. Bevorzugt ergibt sich irgendwas Neues immer daraus, dass es sich angeblich… ergibt.

So eine Art Kausal-Kreislauf der Marke:

„Ich habe lange drüber nachgedacht! ICH habe recht!“
„Hey, ICH aber auch!“
„So ein Mist, wie einigen wir uns dann?“
„Ist doch egal. Wir lassen uns beim gemeinsamen Fortreiten filmen.“

Logische Abläufe? Klar, beim Satteln des Pferds bestimmt!

Es mag ja sein, dass die beiden Showrunner-Trittbrettschwimmer sämtliche Tolkin-Details mit der Kuttermilch aufgesogen haben. Schön und gut… Aber das heißt NICHT, dass sie innerhalb eine Szene irgendwas Logisches passiert.

Teilweise sitze ich verdattert vor der Glotze und stecke mir verwirrt Chipsstücke ins Ohr, weil ich null kapiere. Denn es geschehen tatsächlich so Dialoge wie diese hier (teilweise wochenlang vorbereitet):

„Hey Paps, ich will jetzt doch nach Westen reisen.“
„Aber warum denn nur, mein Sohn? Ich habe dich doch nur fünfzig Mal grundlos ermahnt und gepiesakt. Und außerdem wird unser Essen und deine Ehre kalt, wenn du jetzt gehst!“
„Ja, aber… Ich muss doch mal irgendwie was anderes irgendwo erleben tun. Und dann mache ich das halt im (*auf Spickzettel schau*) östlichen Westen.“

, „Ringe der Macht“ – 1.04+1.05 – Ein Ring, sie zu schinden

„Und so lasst uns segeln. In ein episches Abenteuer voller Gefahren und…“ – „Äh, was wollen wir noch mal GENAU erreichen?“ – „Na: Den Drehort, der steuerlich vom Bundesland gefördert wird!“ – Ablegen, jetzt auch für die Augenlider: So ganz spüre ich das Abenteuer noch nicht. Aber es liegt bestimmt wieder an MIR. Es ist schließlich MEINE Aufgabe, einen noch größeren Fernseher bei Amazon zu bestellen.

Die Motivation kann man bei dem epischen Kulissen-Krampf eh mit der Lupe Mystery Box suchen. Ja, und ich meine die, die J.J.Abrams erfunden hat! Klar, alles wirkt stets episch, starr und von Ehre getrieben. Aber nur bis zu dem Zeitpunkt, bis man sich in einem epischen Starrheits-Gespräch dazu entscheidet, dass es WOANDERS mehr Laber-Lametta gibt. Oder Ehre.

Oder jemanden, den man mal gerne fragen möchte. („Sach mal. Das mit dem Ur-Bösen… Der Zwerg Olafo Scholzo weiß da doch mehr?“)

Auch die Haarfüßer haben eine seltsame Art des Reisens und Organisierens. Zwei Folgen vorher (was in normalen Serien „20 Minuten vorher“ bedeutet hätte) wurde der tumbe Riese noch ohne lange Diskussion mitgenommen. Der einen gefährlichen Hintergrund haben könnte… Was eher wahrscheinlich ist, wenn man die per Meteor in einem frischen Krater eintrifft – und mit seiner bloßen Stimme in der Gegend rumzaubert.

Doch erst wenn die ersten Wölfe auftauchen, kommt plötzlich der (L)Aberglaube ins Spiel: „Das ist nur wegen des Fremden. Weil wegen der Fremdheit und so.“

Was denn nun? Mitnehmen? Zurücklassen? Noch mal absprechen? Ohne Sinn und Verstand irgendwas machen? Und dann den Chef-Opa schelten, weil der bei der amtlichen Anarchie den Okay-Stempel draufgesetzt hat?

Oder genereller gefragt: Warum wandern die Hobbits GEMEINSAM, aber dann so weit auseinander, dass am Ende doch nur Einzelpersonen im Wald stehen? Generell gilt: Das Feingefühl für normale Abläufe, Psychologie und Latscherei (vielleicht mal dreckig werden? Oder hungrig?!) ist hier nur so ausgeprägt wie in einer Parfüm-Werbung.

, „Ringe der Macht“ – 1.04+1.05 – Ein Ring, sie zu schinden

„Was? Ist Baumi etwa schon wieder krank? Was sollen wir nur tun?“ – „Keine Ahnung. Aber unsere Vorfahren haben in den alten Schriften getwittert, dass die Phasen von ‚Herbst‘ und ‚Winter‘ durchaus natürlich seien.“ – Blattgold für Jeff Bezos: Das Böse streckt immer noch seine Pranke nach Mittelerde aus. Im Moment lässt es aber noch ein Referendum um östlichsten Osten abhalten.

Generelle Stimmung: Sorgt für Verstimmung

Nach 5 Episoden muss man leider feststellen: Die Serie ist ein aalglattes Schwafelfest. Alle Geschehnissen passieren nur, damit man in dieser Zeit nicht auf die Sicherheitskamera vom Amazon-Flachdach schalten muss – was wohl spannender wäre.

Mit schwülstigen Kostümen und zugeknöpfter Sprache faseln sich zwar alle Pro- und Contergan-isten die Frisur wellig, ABER: Wenn man danach zusammenfassen möchte, was da eigentlich besprochen wurde, steht man schulterzuckend da. Mit Gummistiefeln in der eigenen aufgelösten Gehirnmasse.

Man fühlt sich wie auf dem Gelsenkirchener Einwohnermeldeamt. Aber in einer schrecklichen Alptraum-Version, in der verzerrte Heldenfratzen einen immer wieder fragen, warum man nun weg-, weiter- oder zurückziehen möchte. Die Schwerter verwandeln sich im Augenwinkel in eingerollte Formulare („Auszufüllen nur vom Königssohn!“), während zehnmal der selbe Sicherheitsmann vorbeigeht.

Immer etwas Kryptisches sagend, wie: „Das ist unsere Chance!“ oder „Wenn sie wegschaut, wirst du es verstehen!“

Ja, selbst beim zwei-, dreifachen Schauen der Seriendialoge schalte ich nach Sekunden mental ab – und gucke mir die 4K-Knöppe am Rockzipfel an. Was bleibt mir auch anderes übrig, wenn z.B. Protagonisten bei einer wichtigen (Schiffs-)Prüfung einen Schusseligkeitsfehler machen?
Und der Chef ausflippt, weil sie das angeblich „absichtlich“ gemacht haben sollen?

Merke: Nicht alles, was hingeschludert ist, geschieht mit Absicht.

Nicht mal bei „Ringe der Macht“?

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM

Weitersagen!

Artikel

von Klapowski am 01.10.22 in Serienkritik

Ähnliche Artikel


Kommentare (14)

nach unten springen
  1. Kazairl sagt:

    Wow, das muss man euch echt hoch anrechnen, ihr seht euch noch die Serie an und quält euch selbst damit, ich bin nach Folge 2 raus und habe es offenbar richtig gemacht.

  2. JP1957 sagt:

    Gewonnen! Ich hab schon nach 40 Minuten aufgehört!

    Was für ein unglaublicher Unsinn.

  3. Klapowski sagt:

    Ich muss aber anmerken, dass ich die 6. Folge gestern durchaus GUT fand.

    Ob das alles inhaltlich Sinn ergeben hat, kann ich nicht beurteilen (weiterhin schalte ich bei den Schwülsti-Dialogen nach Sekunden ab), aber die Inszenierung hatte eine sehr gesunde Härte, erstaunlich wenig Schnitte bei den Kämpfen, eine fast schon schockierende Episodenmitte (abgemurxte Dörfler in der Hütte) und einen Vulkanausbruch, der sogar den seltsamen Handlungsstrang mit den gebuddelten Gräben erklärt. Und toll aussieht.

    Fragt mich nicht, ob all das nötig war, um EINEN Stein in einem Damm zu entfernen, aber sooo doof war das jetzt alles nicht. Und das Beste: Man kann sich das sogar ohne die anderen Episoden anschauen, ohne ständig auf was zu „warten“.

    3,5 Sterne, mit Tendenz zu 4.

  4. epikur sagt:

    Die Dialoge sind eine absolute Katastrophe. Das ist Dünnschiss auf GZSZ-Niveau. Plotholes. Plotarmor. Deus-Ex-Machina-Momente. Galadriels unterirdische Schauspielerei. Und jede Menge völlig unlogische Handlungsstränge.

    Die Flotte von Numenor soll ja die gewaltigste Streitmacht der Geschichte sein. Wir sehen drei Schiffe. In diesen sind nicht nur Jugendliche -die in einer Nebenstraße kaum ein Schwert halten können- sondern überdies auch noch Hunderte Streitrösser versteckt. Beeindruckend!

    Der beste Charakter ist Adar. Er zeigt die Tragik und den Zorn der Orks in seinem Mimikspiel. Und er labert nicht ununterbrochen irgendeinen Schwachfug daher.

    Interessant ist überdies, dass bei serienjunkies.de, gamestar.de und vielen anderen Film-, Serien- und Gaming-Portalen die Kommentarfunktion zur Serie abgeschaltet wurde. Niemand will es sich mit Amazon verscherzen. Die „Kritiker“ loben überall die Serie. Die Zuschauer können den Rotz kaum ertragen. Diese Dualität der Wahrnehmung erleben wir gerade bei vielen Themen.

    • Kazairl sagt:

      Überhaupt dachte ich mir bei Numenor: Diese leere, seelenlose Stadt soll eines der großen Reiche Mittelerdes gewesen sein? Numenor wirkt kalt und leblos. Wenn ich das jetzt mit Königsmund oder Braavos vergleiche, dann verliert diese Serie einfach nur, weil sich Numenor nicht wie eine belebte Stadt anfühlt und auch nicht danach aussieht.

      Antworten
  5. DasNarf sagt:

    Die Serie krankt vor allem an der ganzen Inszenierung. Dauernd wird irgendwas behauptet, ohne dass der Zuschauer mitgenommen wird. Es wird nichts gezeigt, die Identifikation mit der Story und den Charakteren findet nicht statt. Kein Gespür für erzählerischen Aufbau. Die Story besteht zu 90% aus irrwitzigen Zufällen, die Figuren handeln selbst kaum. Deus Ex-Momente in Dauerschleife. Schwülstiges Gelaber. Sterile Sets. Dazu komplett idiotische Ideen: Mobbende Elbenkinder. Orks, die ein Dorf nachts mit Fackeln angreifen. Haarfüße, die einen unbekannten, gefährlichen Zottelmagier ohne Diskussion mitnehmen, aber die Ihrigen zurücklassen, wenn sich einer den Fuß verstaucht. Halbrand klaut unter den Augen der versammelten Gesellschaft als Gefangener dem Kapitän einen Dolch. Übungskämpfe, bei denen man meint, da gibt es gleich Tote, und hernach eine selbstzufrieden grinsende Elbenkommandantin. Das ist durch und durch Trash. Sehr teurer Trash. Der sich selbst auch noch bierernst nimmt.

    Habe ich das endlose Geschwafel schon erwähnt? Am Ende wird alles noch unter pompösem Schmalzorchester begraben, man wünscht sich, die Musik würde sich nicht dauernd so in den Vordergrund drängen.

    Für mich die teuerste Billigproduktion aller Zeiten. Man hätte das auch einfach „Xena Reloaded“ nennen können, dann wäre der Aufschrei unter Fans immerhin nicht so groß gewesen.

  6. Neuer Fan sagt:

    Wenn ich schon die Screenshots sehe: es ist entweder alles gelb oder alles blau, so eine „Produktion“ kannste eh knicken. Das Traurige ist nur, dass die Filme damals auch schon durch den Farbfilterwolf gedreht wurden. Ich will die 90er und schöne Farben wiederhaben!

  7. Kazairl sagt:

    Also Folge 7 ist sowas von bescheuert, es gibt Dialoge, die die Handlung nicht weiterbringen (selten eine Serienfolge gesehen, wo so viel gesprochen wurde und nichts vermittelt wurde bzw die Serie nicht weitergebracht wurde) und dann dieser Vulkanausbruch in unmittelbarer Nähe, den keiner überleben dürfte, siehe Pompeji, Herculaneum, die kilometerweit entfernt waren und trotzdem ist alles Leben ausgelöscht worden. So bescheuert, diese unlogische Handlung-.-

  8. Thomas sagt:

    Ich habe bei dem Rotz nach Folge 3 aufgegeben. Mehr als 10 Minuten am Stück hab ich mich nicht drauf konzentrieren können.

    1h pro Folge ist zu lange um:

    nebenher auf dem Klo zu stuhlen
    nebenbei zu saugen
    putzen oder kochen.

    Was für ein Dreck, was für ein Unsinn. Discovery auf Fantasy, „herr der ringisch“.

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Brandneues
Gemischtes
Büchers
Jenseits Zyklus
Arschiv
Zum Archiv unserer gesammelten (Mach-)Werke.