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„Star Trek – Strange New Worlds“ – 4.06 – „Off-Hour“

„Star Trek – Strange New Worlds“ – 4.06 – „Off-Hour“

Als Schiff hat man es nicht leicht… Nachdem es in den letzten Episoden ständig mit alten Filmhandlungen kollidiert ist, knallt es diesmal in Werke wie „The Poseidon Adventure“ (1972). Nach einer Art Strudel-Auffahrunfall treibt die Enterprise dahin, vollkommen antriebslos. Wie gut, dass es auf jedem Deck eine Hauptfigur gibt, die gute Ideen hat, den Kahn wieder flott zu kriegen. Aber genügen gute Regiearbeit, ein intensive Atmosphäre und runtergedimmte Doofmannskommentare der Crew schon für eine Kultepisode? Oder ist diese Folge einfach nur ernstes Füllmaterial vor dem nächsten lustigen Füllmaterial? Und wäre nach dieser Logik nicht unser ganzes Leben nur Füllm… – ich höre auf damit.


Doch bevor das Weltraum-Unwetter auf allen Decks losbricht, muss man natürlich erst mal den Ton setzen.

– Was zu Beginn hervorsticht: M’Benga und Chapel haben einen ruhigen Diskurs über Verantwortung und den baldigen Nachfolger vom Doktor; im Pilotfilm „The Cage“ von 1965 sieht man den ja. Schauspielerisch und inhaltlich wird diese Sequenz sehr schön rübergebracht. Das ist wohl dieses „Subtil“, was die alten Griechen (die aus den 1990ern?) damals eingeführt hatten…

– Schade nur, dass das nur bis zur übernächsten Szene hält. Unprofessionelle Vorwürfe und feuchte Wut-Äuglein geben sich hier die Klinke in die Hand:
„Warum laufen Sie nur immer weg?!“
„Dasselbe wollte ich gerade SIE fragen!?“
„Dazu könnte ich viel sagen. Sehr viel. Äußerst viel.“ (*Roter Alarm rettet aus der Ansprache*)

Ernsthaft, Leute? So lernt man heute Dialoge zu schreiben? Zehnmal was andeuten, was nicht aufgelöst wird? Ich weiß, ich weiß: „Später werden die Andeutungen noch ein Thema!“ – Mag sein, aber das hätte es früher als Episodeneinstieg nicht gegeben! („Odo, Sie haben eine ganz besondere Art, um mit Menschen umzugehen. Aber ich sage nicht, welche. Müssen wir halt alle zusammen diese Folge gucken, harrharr.“)

Aber gut, als kleine Strafe knallt dem Doc beim Weltraumzwischenfall der Tisch/Schrank vor den Latz.

„Doctor, ich habe Sie gefunden. Sie können jetzt da rauskommen. Hey, Moment maaaal. In diesem Hohlraum würde sich meine 40-Kilo-Ming-Vase gut machen!“ – Brandschutzmäßig wäre dagegen nichts auszusetzen: Die nächsten Stunden wird M’Benga einfach mal so dastehen, die Organe mit dem Tisch verschmolzen. Exakt so fühlt sich oft eine Nu-Trek-Folge an. Sobald sie in meinem Kopf steckt.

– Anfangs hat mir Scotty gut gefallen. Er und sein Kollege entdecken eine Unregelmäßigkeit in den Maschinen, später dann neutrinogefüllte Wurmlöcher. Eben derselbe Grund, warum Sparkiller seit Jahren keine vollwertigen Reviews mehr schreiben will. („Klapo, sie sind im Schreibtisch drin. Ich schwör!“)
Man kann direkt spüren, dass wir uns in einem Niemandsland (oder Vielmandsland?) einer interplanetaren Reise befinden: Stets kann was Schlimmes passieren. Oder halt wochenlang gar nichts. Hübsches Detail, dieser Dualismus.

– Ein bisschen nervte mich aber, dass man auch in dieser Folge nicht vom Status eines Windelhocker-Schiffes wegkommt. Im Ernst: Die brandneue Kommunikationstante ist vielleicht 25 Jahre alt? Eventuell auch 5 bis 10 Jahre jünger, das weiß man heutzutage ja nie so genau… Raucht doch mal eine Stange Zigaretten, Leute!
Wobei das „wesleywürdige“ Alter bei 1-2 Leuten kaum schlimm wäre, aaaber wenn man sich danach die Szene an der Alkoholiker-Lounge… im proppevollen Aufenthaltsraum ansieht, muss man erneut feststellen, dass das ideale Verheiz-Alter der Sternenflotte hier jünger als bei der „Starfleet Academy“ daherkommt?!

Ich vermisse ja die steinalten Säcke. Halt die mit 45 Lebensjahren oder sogar noch ein paar biblischen Lenzen mehr. Wäre doch ein tolles Konzept für Alt-Trekkies. Die Tattergreise Una und Pike machen ja selten – gichtbedingt? – was Handfestes…

ABER immerhin: Hier kommt später aber immerhin ein Charakter dazu, der in der Schultüten-Parade richtig heraussticht: Doctor Boyce, den wir ebenfalls als alten Arzt aus „The Cage“ kennen. Und diese Figur ist ebenfalls ein Glücksfall für die Story, da sie unbarmherzig sagt, dass M’Benga zu schwer verletzt ist, um ihn zu helfen. Leider war es das dann aber bis zum Rest der Folge.

Kurzum, verplempertes Potential. Aber ist schon klar… Chapel ist hier die Brot-und-Butter-Marmelade, wenn es um die „neuen Fans“ geht. (*Fernglas raushol und Horizont betracht*)

„Es macht keinen Sinn, bei M’Benga zu bleiben. Kommen Sie her und helfen Sie denen, die Schürfwunden und Kopfweh haben!“ – „Weiß nicht… Dieses Triage-Dingsbums haben die uns anders beigebracht.“ – Altersweitsichtigkeit: Es ist toll, mal eine ruhige, harte, erfahrene Figur zu sehen. Kurtzman-Nachfolger, bitte Notizen machen!

– Generell machte mir die Katastrophenfilm-Stimmung schon Laune. Die TNG-Episode „Katastrophe auf der Enterprise“ mochte ich damals gerne, da die Supertechnologie einfach mal an steckenbleibenden Aufzügen scheiterte.
Auch auf der Defiant-Episode „Das Wagnis“ blieben Dax und Doctor stecken, Sisko wurde schwer verwundet und Quark musste einen Torpedo entschärfen. Die DS9-Geschichte schätzte ich sogar noch mehr, da sie vielfältig war. Unter anderem, weil Kira plötzlich das Beten begann und erkannte, was der Unterschied zwischen Freund-Sisko, Abgesandter-Sisko und Captain-Sisko ist.

– Doch zurück zum „Geistiges Eigentum ist was für Loser!“-Trek: Auch diese SNW-Folge atmet den sauerstoffarmen – aber dramatisch ansprechenden – Odem dieser alten Erfolgsrezepte. Und eine eingeblendete, piepende „24“-Digitaluhr (nebst Splitscreen!) für die Erhöhung des Zeitdrucks gibt es sogar noch gratis dazu!

Gut kopiert ist immer besser als schlecht selbst erfunden; um mal eine Floskel zu vermeiden.

– Was mir wenige Freude bringt, ist die Sprache… Wie immer. Die jungen Zuschauer-Zielgruppen entführen sich schließlich nicht von selbst im weißen Lieferwagen und werden vorm Fernseher ausgespuckt.
Alles muss runtergedummt, vereinfacht, verglichen werden:
-> Die ca. 16-jährige Vulkanierin erklärt Scotty, dass man den Transporter „nicht treten muss“, wie zuvor die Fahrstuhltüren.
-> Ortegas kapiert dank Spock, dass man sich in einer radioaktiven Wolke befindet. Also so „Staubsauger“-mäßig.
-> Auch fällt ihr während der Katastrophe ein, dass Scotty selbst in „weirden Momenten“ nachts zurückruft.

„Natürlich kann ich Ihnen helfen, Scotty. Welche Art der Antwort benötigen Sie? Eine kulinarische Zusammenfassung eines Technikthemas, das sie schon kennen? Dass wir z.B. wie Kartoffelchips zerbröseln werden, wenn Sie nichts tun? Oder soll ich erwähnen, dass wir wie ein Knorpel aus der Anomalie gespuckt werden müssen?“

Hiermit wird die Stimmung zwischen den guten Momenten ständig auf Null gesetzt. Klar, das kann man seit nunmehr 9 Jahren natürlich machen.
MAN. KANN. ES. ABER. AUCH. EINFACH. MAL. LASSEN. RAAAH! (*rausgeh und kirk-artige Verrenkungen vorm Briefträger mach*)

– Eine der „besten“ Szenen war jene, in der M’Benga von einem 1-Tonnen-Tischlein(?) förmlich zerquetscht wurde. Ja, so etwas steht auf Raumschiffen halt gerne mal frei herum, falls man angegriffen wird. Aber ernsthaft: Die langsame Kameraführung, die uns – zusammen mit Chapel – zeigt, wie schlimm es schmettertechnisch um den Arzt steht, war wirklich toll. Nur ein kurzer, sehr ruhiger Moment, aber echt spannend.

Generell gefällt mir die Regie auch in den folgenden Minuten hier gut – für die oft platten Texte kann ja keiner(?) was…

– Spocks Gang auf der Hülle war sicherlich nett gemeint. Es funkte, man nahm sich Zeit, die Magnethanteln sind schwerfällig, die Musik schwillt an – alles korrekt aus dem CGI-Testlabor geschüttelt. Aber so richtig nahm ich dem verstrahlten Vulkanier seine Reparaturversuche nicht ab. Das war mir zu viel Geblitze und zu wenig Charakterdarstellung.

– Dasselbe wiederholt man Minuten später einfach noch mal mit La’An. Diesmal etwas intensiver, weil der blutende Spock da schon halbtot rumliegt. Ich persönlich hätte ja nichts dagegen, dass man den übermenschlich starken Vulkanier auch manchmal so ZEIGT. Aber gut, wir haben halt mehrere Powerfrauen an Bord, die im selben Solarium wie Bruce Banner „aufgelevelt“ haben. Ist halt der (H)Ulk bei modernen Serien…

„Spock, ich werde dich retten. Und wenn es die letzten dreißig Heldentaten sind, die ich vollbringe!“ – Hülle in Hülle und Fülle: Normalerweise mag ich es total, wenn man außen an Sternenschiffen herumklettert. Andererseits mochte ich es NOCH lieber, wenn man diese seltenen Momente (z.B. bei „First Contact“) auch wirklich fühlen konnte. Wenn man quasi SELBST zum Modellbau-Männchen auf der Eisenbahnplatte wird. Und nicht nur eine Shader-Bitch für drei Mittelklasse-Grafikkarten.

– Immer wieder schön ist es auch, wenn man mal die künstliche Schwerkraft an Bord thematisiert. Die ist hier kaputt, so dass im Alkoholiker-Zimmer alles richtig schwer wird. Neben der Zunge.
Una muss sich hier sogar einen Knochen(!) im Fuß brechen, was mal ziemlich konsequent war. Allerdings hätte ich das gerne noch etwas besser aufgebaut gesehen. Wurden z.B. echt nur ZWEI Tasten vom Klavier runtergezogen? Und grafisch hätte ich gerne mehr um sie herum erlebt. Barhocker, die sich verformen, oder so.

Genauso geht es dann weiter: Man wechselt Orte und Personen, beschäftigt sich mit Kälte, Ressourcenverteilung, Kurzschlüssen, Computerproblemen und kleinerem Kompetenzgeruckel. Alles wird erst schlimmer, bevor es besser wird. Man schwitzt und berät sich über Splitscreens und Rumgerate. Pelia darf dann noch durch ihr erstaunlich ordentliches Quartier schreiten – nichts runtergefallen? Nicht mal der alte Zigarettenautomat an der Wand? – und dann im Schlafanzug ihr Technik-Okay geben:
„Schön aufpassen, sonst reicht die Sonnenmilch nicht und wir werden alle zu Weizenmehl verbrutzelt. Haha! Mehl! Bin ich nicht kultig?!“

Man kann diese Klarheit loben – oder festhalten, dass das eigentlich der Minimalstandard für so eine Episode sein sollte…

Zumindest kann man vor dem Fazit kann man festhalten, dass sie es KÖNNEN, wenn sie es WOLLEN.

Die Schauspieler werden hier gut genug geführt, um Stress, Trauer und Ratlosigkeit rüber zu bringen. Oder neuen Mut, wann immer eine frische Technik-Idee den gemarterten Geist durchdringt.

Die Regie lässt zudem auch das Schiff „atmen“. Es knarzt, raucht und britzelt an den richtigen Stellen, ohne dass die berühmt-berüchtigten Discovery-Decken-Flammenwerfer zum Einsatz kommen müssen.

„Dieser Britzel-Beat geht einem voll in die Beine. Groovy.“ – Herumgestromert: Pike fliegt gleich dank Elektroschock durch die Gegend. Und auch hier ist ein Lob fällig. Denn selten hat man elektrifizierte Konsolen bei Star Trek so gefährlich präsentiert! Also ICH habe es jetzt verstanden… (*Gabel langsam aus Steckdose zieh*)

Ein bisschen ratlos macht mich die Episode aber in ihrem Staffel-Umfeld. Nach all den wilden Experimenten der letzten Wochen (beziehungsweise Film-Hommagen) ist das hier halt AUCH wieder eine. Statt eines außerirdischen Volkes mit einem klar umrissenen Problem beschäftigt man sich halt wieder mit sich selbst. Geht ja nicht anders.

Als notwendige Erdung nach all der Pillepalle-Palettenware in Sachen „Hangover“ und „Puppenspaß“ tut es natürlich gut, die Crew mal unter Sauerstoffmangel und Zerquetschungsangst zu erleben. ABER wo sind sie mittelfristig, die spannenden Planeten, die neuen Horizonte und SF-Ideen für Fortgeschrittene?

Okay, hier versucht man es mit Neutrinos, die gerade um das Schiff herum wabern. Laut Chapel – und jetzt wird es richtig wild – können die kleinen Racker „organische Materie reparieren“. Warum, wieso, wie genau? Keine Ahnung. Weil es gerade praktisch ist und eine normale Not-OP irgendwie nicht trekkig genug erscheint?

Auch für patentierte Pseudowissenschaft ein ziemlich starker Klo… Tobak.

Nebenbei können sie (laut Scotty) auch noch einen „Energie-Smoothie“ herstellen, was die Folge selbst mit „klingt zu gut, um wahr zu sein“ kommentiert.

„Die Enterprise wird halten. Hand drauf!“ – Magie für Magerquarkesser: Einerseits ist es eine schöne Szene, in der Scotty das Schiff quasi „spürt“, was in TOS ja noch öfter Thema wird. Andererseits ist’s intellektuell auch keine Ausnahmeleistung der Autoren. („Ich spüüüre… Unser technischer Berater ist auch weiterhin krankgeschrieben. Schon blöd, seit 9 Jahre so selten fit zu sein?“)

Bleibt am Ende nur noch, Doctor M’Benga wieder aufzutauen, der zwischenzeitlich zum steifgefrorenen Fischstäbchen gemacht wurde. Aber klar, mit patentierter Neutrinobestrahlung ist das alles kein Problem.

Heilt auch den zerquetschtesten Wanst und Spreizfüße – sogar die Eiszapfen daran glänzen noch eeetwas magischer?

Gerade wenn man die sehr ernsten Momente bei DS9s „Das Wagnis“ daneben legt, fällt auf, dass die Episode in der zweiten Hälfte nichts Spannendes mehr zu bieten hat. Die Charaktere sind halt weiterhin „da“ – und die Gefahren sind die dramaturgischen Krücken, damit die Hanseln nicht umfallen.

Einen wirklichen Unterbau(ch) besitzen sie da aber kaum:

„Stillhalten, Doctor! Das ist eine äußerst präzise wissenschaftliche Operation. Ach ja: Ich BLEIBE hiernach übrigens dauerhaft auf dem Schiff! So ein makelloser TOS-Anschluss schlafwandelt sich ja schließlich nicht von allein.“


Fazit:

Nach den letzten Trauma-Folgen (also für mich!) ist das hier ein schönes Geschenk für Freunde althergebrachter Filmstimmung. So echt mit „Abwarten“, „Aufbau“ und „Acting“.

Das Kaputte am Schiff und den Charakteren kommt wunderbar rüber. Das Kleckern (mit Blut und Hautausschlägen) gefällt mir sogar hervorragend, weil es nie ein Selbstzweck ist.

Trotzdem bin ich nicht voll überzeugt. Die Neutrino-Spinnerei ist zwar Trek-typisch, fällt angesichts des realistischen Umfelds aber deutlich aus dem Rahmen. Fehlte nur noch, dass sie Blutfettwerte verbessern und Prozessoren schneller rechnen lassen?

Auch wird’s langsam schwierig, mich als Zuschauer mit „nur“ okayen Folgen zu begeistern. Zu sehr hat man die Charaktere bereits zerlegt, seziert und entblößt, so dass die miserablen Episoden bei jedem neuen Dialog mitschwingen.

Oder gar dafür sorgen, dass man den Figuren ihre Ernsthaftigkeit gar nicht mehr abnimmt. („HÄ? Passt doch nicht! Das ist doch der Doofe?!“)

Hier unten standen sogar kurzzeitig DREI volle Sterne. Aber ich hab’s runtergepegelt.

Mit der abschließenden, viel zu einfachen Neutrino-Heilung für Total-Zermanschte haben sie sich halt MÄCHTIG selbst ins Rettungsboot geschissen…

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM
SPARKIS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
Strohhalm des Schreckens
Hmm. Gnnn. Was ist das für ein seltsames Gefühl? Wurde ich von dieser Folge tatsächlich ein wenig… unterhalten*?!

(*Disclaimer: Jegliche in der folgenden Kritik erwähnte Unterhaltung ist ausschließlich in Relation zum Zeitraum ab 2017 zu bewerten. Pre-Kurtz-Serien sind ausgeschlossen.)

Aber Katastrophen-Episoden haben sowieso immer einen besonderen Bonus. Alles ist dringlicher, gefährlicher und der Einsatz ist höher. Und sogar hier bei New Worlds wirken alle Beteiligten fast schon kompetent.

Beeindruckend. Auch wenn die Zwischenfälle bei TNG, besonders für Picard, natürlich NOCH furchtbarer waren. *schauder*

Durch das hohe Tempo und schief hingestellte Kameras kommt aber auch bei New Worlds soviel Fahrt auf, dass man den üblichen Kurtz-Gaga oft übersehen oder gar verzeihen kann:

– Die Verfügbarkeit von Sprach-Kommandos scheint nach den Wünschen der Autoren zu variieren. Wäre jedenfalls praktisch gewesen, wenn Pike zum Aktivieren der Schilde nicht auf die elekrifizierten Buttons hätte hauen müssen.

– Und was machte man eigentlich mit Pike nach seinem Blitzschlag? Er wurde danach gar nicht mehr gezeigt, so dass es irgendwie witzig wirkte als er plötzlich von links wieder putzmunter ins Bild lief. Hat man ihn solange in die Besenkammer gesteckt?

– Erst etwa nach der Hälfte der Folge werden wir aufgeklärt, was uns der prominent eingeblendete Countdown eigentlich sagen möchte. So dachte ich viel zu lange, dass damit das erwähnte Schichtende gemeint ist, was während des großen Notfalls aber wohl irgendwie unwichtig ist.

– Nicht das erste Mal ist die Krankenstation extrem leer und verlassen. Also nicht nur was andere Kranke angeht, sondern auch das Personal. Kann doch nicht sein, dass nur der Chef und seine Workaholic-Nurse dort pausenlos abhängen.

– Die Temperatur der gekühlten Krankenstation war sehr wischi-waschi was die Konstanz angeht. Zum einen kann Chapel mit freiem Gesicht und ollem Mantel rumlaufen, andererseits bricht ihr schon eine Minute später der geforene Finger ab (!). ICH würde mir dann ja eher Sorgen um meine Augäpfel und so machen. Fand den ganzen Wunderheilprozess mit den Mega-Neutrinos eh überkompliziert mit einem unspektakulären „Zeigen wir nicht“-Ende. Eigentlich sollte Technobabble ja als Erklärhilfe dienen und nicht anders herum.

– Zu meiner Zeit hat man für eine Gedankenverschmelzung noch die Handschuhe ausgezogen. Gehört sich so.

– Moment mal! Die Enterprise fliegt jenseits der Warp-Schwelle? Dürfen wir uns etwa in der nächsten Folge auf jede Menge sexsüchtige Lurche freuen??

Fazit: Gefallen hat mir, dass man den Weltraum selbst endlich mal als arschgefährlich zeigt. Plötzliches Reinrutschen in Strohhalm-Wurmlöcher©, Verstrahlung und Erfrieren sind ja nur ein Bruchteil des Möglichen. Selbst treffe ich ja bereits auf dem Arbeitsweg täglich auf seltsame Lebensformen mit ihren Frachtschiffen der Netto- oder Aldi-Klasse (warpfähig??).

Die Enterprise wirkte (bis auf die Krankenstation!) auch mal wieder belebter, was in solchen Situationen der Stimmung ordentlich hilft. Alle unsere Hauptfiguren waren soweit überraschend kompetent oder haben zumindest weitgehend die Backen gehalten. Ja, ich meine DICH, Erika!

Nur ist hier wieder alles fauler geschrieben, als beim Alt-Trek. Wenn sich niemand austauschen soll ist gerade das Kom-System ausgefallen und wenn man wichtige Daten benötigt, dann kann man diese NATÜRLICH nur per Krabbel über die Außenhülle via USB-Speicherstick bekommen. Was in diesem „Moderner als TOS“-Setting mit seinen Hologrammen und „Ich schick dir alles auf dein Tablett“-Momenten besonders krampfig wirkt.

Nein, nein, zum Hochfahren der Schilde MUSS man diesen einen vor sich hin brutzelnden Knopf drücken. Geht nicht anders, sorry!

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM

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BS

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von am 28.08.26 in Star Trek: Strange New Worlds

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Kommentare (1)

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  1. Hallo, klar jüngere können es vielleicht nicht wissen, aber bei mir kamen direkt erinnerungen an die Tng Folge Katastrophe auf der Enterprise in Erinnerung. Hie gab es eine ähnliche aufteilung. Worf in Zehnvorne, Riker und Data kletterten zum Machinenraum, Troi, Obrien und Rolaren auf der Brücke. Troi hatte das Comando nachdem die eigentlich Comandierende Offizieren getötet wurde, beim betätigen des einen stabiliesierenden Knopfes bevor ihre Konsole explodierte. Picard saß im Turbolift fest und hatte ein gebrochenes Bein. Das die Enterprise plötzlich durch Raumanomalien beschleunigte gab es schon in unzähligen male in Tos Episoden. Daher fand ich die Episode eher klassich erzählt.

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