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„Star Trek – Strange New Worlds“ – 4.09 – „Once La’An A Time“

„Star Trek – Strange New Worlds“ – 4.09 – „Once La’An A Time“

In dieser Folge von „Wenn das Gehirn sichtbar raucht, sind einfach schon zu viele Löcher drin“ landet die Crew auf einem dubiosen Fantasy-Brocken. Hier blitzen bunte Lichter und das wahnsinnige Flimmern in den Augen der Crew. Gefolgt von deren Doppelgängern, die nicht minder wahnsinnig blinzeln. Der Plot: Irgendwas mit Prinzessinnen und Drachen muss ausgehandelt werden, damit La’An am Ende ihre 3-Tage-Depression überwindet und wieder ein konstruktives Mitglied ihrer Hooligan-Bewegung werden kann. Puuuh… (*Mikrofon fallen lass und drei Schnapsgläser umwerf*)


– Die Story beginnt schon für Hintlerhirnler: La’An ist aufmüpfig und komisch. Aber nicht „dramatisch-komisch“, sondern „Sitcom-für-Dreijährige-komisch“. Sie hat halt eine Hochzeitstorte angezündet und die Braut gefressen – oder so ähnlich. Keine Ahnung, das Klischee mit dem wütenden Einhauen auf einen Boxsack hat meine pochende Halsschlagader zu sehr abgelenkt.

– Der eigentliche Grund ist natürlich seit gefühlt 20 Jahren, dass sie einst bei der DNA-Lotterie durch die Ziehungsmaschine gefallen ist (Khan und so) und man La’An gerne dazu benutzt, bei Horror-Episoden auf’s Maul zu geben/zu bekommen. Oder die Maulgeber zu kennen und/oder deren Auftreten zu verwalten (Gorn, Gruselschiffe, Einzelkämpfe). – Ob es da die richtige Entscheidung ist, diese Pechsträhnen-Prägung mit albernen Fantasy-Settings zu verheiraten, könnt ihr selbst entscheiden…

– Noch blöder als der Umgang des Doktors mit La’Ans Problemen („Sie ist nur grumpy, Captain. Ich verordne dumme Grimassen und unwissenschaftliche Schnelldiagnosen.“), kommt dann das plötzliche Auftauchen des Fantasy-Planeten rüber. Oder sollten wir es lieber „Fantasy-Flacherde“ nennen? Ja, zugegeben, in der TOS-Folge „Landeurlaub“ passiert etwas ähnliches, aber DA quatschte wenigstens keine Pelia irgendwas von „Huuui, Drogenrausch?!“ und „Sie wissen nicht, was ein Van ist?!“

– Die ganze Geschichte baut darauf auf, dass sich alle einig(!) sind, dass diese Welt wohl extra erschaffen wurde, um La’An zu helfen. Wieso man das nach einer Minute schon wusste(!) und wieso das AUSREICHT, um die Crew in Gefahr zu bringen, versteht wohl nur, wer regelmäßig Öltanker auf Grund laufen lässt, weil es dem dreijährigen Sohn des Steuermanns so gefällt. („Juchuu. Nochmaaal!“)

„Ich soll das Kleid anziehen, Pelia? Aber wie hilft mir das meiner Persönlichkeit weiter?“ – „Das verlieht dir diese emanzipatorische Kraft, von der die Zauberer in Hollywood immer reden. Und manche von denen macht es tierisch an!“ – Tausche Feminismus gegen Flaschenpfand: Diese „Drehbücher“, von denen immer alle reden… haben die irgendwas mit dem Spiel „Flaschendrehen“ zu tun?

– Ganz zu schweigen davon, dass die Anlehnung an die „Scheiß-Episode“ (= professioneller Kritikerausdruck; bitte wertschätzen!) namens „The Elysian Kingdom“ sogar posttraumatische Störungen bei MIR verursacht. Wir erinnern uns an Staffel 1: Ein Boltzmann-Gehirn hat ein Fantasy-Königreich auf dem Schiff erschaffen, damit der Doktor seine kranke Tochter aus der Handlung schreiben kann. Oder so ähnlich. Schon krass, selbst nachträglich betrachtet. Bei Sisko und Jake war’s am Ende fast schon umgekehrt?

Ist aber auch egal, da man solche Wahnwitz-Tricks inzwischen in fast JEDER Episode bringt…
(„Was? Wir sind in einem 60er-Jahre-Zeichentrick gelandet? Kein Wunder, die Warpblase formte sich in dem Moment, als Pike das Klavier auf den Kopf gefallen ist.“)

– Es fällt auf, dass man viel popkulturelles oder wissenschaftliches Zeugs anhäuft, um der „Handlung“ irgendwie Bedeutung zu verleihen. Pelia erwähnt z.B. Arthur C. Clarke und Stanley Kubrick („Habe ihm damals viele Tipps gegeben. Deshalb so früh gestorben?“). Dazu Carl Jung. Für den psychologischen Anstrich. („Ja, du musst viel Buu-huu-huu machen als Prinzessin. Trauma schon besser?“)

„Wir müssen den Eisernen Enterprise-Drachen besiegen. Das haben die Leute gesagt, die mir dieses Heftchen unter der Tür durchgeschoben haben. Durch die ausgelaufene Hirnmasse flutschte das richtig gut.“ – Zeugen Jehovas für Leute, die RICHTIG einen an der Kanne haben: Diese Plot-Erklärung ist sicherlich gut gemeint. Akustisch besser wäre es aber, wenn der Zuschauer sie nicht aus dem Inneren einer Gummizelle verfolgen müsste?

– Ich hatte ständig das Gefühl, dass ich dauernd 5 Minuten der Handlung verpasse. Was irgendwie auch schön war („Nicht noch länger! Waaah!“). WIESO stehen Pike und Spock quasi SOFORT mit billiger Maskerade in der Pampa? Schnell runtergebeamt? Fortschrittlichen Schiffs-Replikator schnell erfunden? Wieso war Pelia so weit vorne, all den Stumpfsinn zu (v)erklären? Enterprise gerade nichts bessere zu tun, als Alien-Kasperletheater für ein Crewmitglied zu spielen, wo man ja nicht weiß, ob’s am Ende nicht RICHTIG schlimm ausgeht? So rein therapeutisch?

(„Dein Onkel hat dich wooo angefasst?“)

Und die richtigen Schiffpsychologinnen gibt es NUR in Seifenopern-Episoden? Weil das Konzept von realer psychologischer Hilfe so witzig ist?

– Die Fake-Story war dann doch etwas zu … Fake? Kirk als Edelmann will La’An retten? Oder entführen? Oder zurückbringen? Er hat von einem Schlüssel gehört? Gelesen? Oder es erfunden? Wie und wann sind Pike und Spock jetzt in den Knast geworfen worden? Einfach nur, indem man die Kamera … (*dramatisch dreinschau*) zu La’An hin schwenkte?!

– Wann wurde (von Carl „The Boltzmann“ Jung?) entschieden, dass Pikes und Spocks böse Doppelgänger die Klamotten der Originale finden – und deswegen hochgebeamt werden? Wieso sind es überhaupt die selben Klamotten wie jene der bereits verkleideten Originale? Und warum hat Spock reale Zauberkräfte? Warum ist Fake-Pike so schreckhaft und inkompetent? Warum hat Fake-Uhura als böse (oder gute? Okay-seiende?) Königin eine Broschüre(!) ihres Königreiches auf dem Schoß? Warum wird ihr Schloss auf der Seite liegend gefilmt? Rückgriff auf schlimmste DISCO-Kamera-Stilverbrechen oder einfach die Erfindung von ganz neuen?!

– Wieso wundert sich keiner über den plötzlich bärtigen, langhaarigen Spock – also: schon WIEDER?! Was genau wurde mit der Schiffscrew besprochen in Bezug auf La’Ans spontan aufgetauchten Psychotherapie-Planeten aus einem verschwurbelten TikTok-Märchenbuch für Franchise-Sadisten?

„Wah! Welch böse Zauberkraft hat die Innenseite meiner Unterhose solcherart benetzt, dass gelbe Flüssigkeit an meinen Beinen herunterläuft?“ – Ein Trek, uns zu knechten: Pseudo-Pike und Merlin-Spock albern sich mit Zauberkräften(!) durch Deck 1 bis 99 unserer inneren Logik-Ebenen. Aber okay, für irgendwas sollen diese Szenen vermutlich gut sein. Auch ein Schimpanse wirft ja nicht grundlos mit seiner Kacke?

– Wieso muss Fake-M’Benga (und Pike. Und Spock) sofort in einen Spiegel verbannt werden? Wieso spielt Chapel eine wahnsinnige Zigeunerin mit ausgestrecktem Zeigefinger? Warum hält Fake-Kirk eine dramatische Ansprache darüber, dass er das „reale Ich“ von La’An gesehen hat – und umgekehrt? Und was soll das auf intellektueller Ebene heißen? Was quatscht die plötzlich auftauchende Fake-Erica im Märchenwald – und warum ist es 2 Sekunden später stockdunkel?! (Zusammenhang?)

– Warum tut mein Kopf nach der Hälfte der Episode so weh – und wieso sind die seitlichen Blutfontainen aus meinem Ohren so sprudelig? Wieso muss Kirk ein Werwolf sein? Damit er mit La’An darüber reden kann, seine „dunkle Seite anzunehmen“? Heißt das, dass man mit Gewalt- und Totschlag-Tendenzen einfach nur ein wenig Selbstliebe aufbringen muss, anstatt das Universum zu einem besseren Ort zu machen? Vermutlich.

– Was will Pelia genau machen, während sie Plätzchen-fressend den „Eisernen Drachen“ (= die viiiiel zu große, viel zu nahe Enterprise über dem Schloss) bezwingen will?! Wieso kann ich den Dialogen überhaupt nicht zuhören – und ist unlustiges Silben-Rausgewürge per Definition überhaupt ein Dialog?

– Wieso kommen Popel aus meiner Nase, wenn ich doch nur ein paar kleeeeine Stücke Gehirn rausangeln will… ? Gnaaaa… Wieso ist in der Fake-Welt eine Fake-Hintergrundgeschichte um eine Shadow-Welt von Bedeutung?? Wegen all dem… Fakeeee? Was soll das Gerede um eine Prophezeiung, die in einer derart künstlichen Welt gar keine Rolle spielen KANN? Wieso sehen die Bildchen in dem Märchenbuch unserer La’An gar nicht ähnlich? Praktischerweise auch mit zwei verschiedenen Art Styles? (Bildgenerator falsch eingestellt?)

„HAHA! Kombiniere, kombiniere! Der Schatten, der die Nacht durchflattert, ist Quarkwing Duck. Man sieht es an der Telekom-Werbung auf der nächsten Buchseite.“ – Schwarz-Weiß-Denken reicht nicht mehr, um das Gehirn ausreichend runter zu regeln: Die Charaktere schwafeln 46 Minuten lang derart wahnsinniges Zeug, dass man sich die Feenkappe als Trichter in den Anus stecken möchte. (Durchfall spritzt oft so)

Auf eine Meta-Ebene mag ich hier gar nicht gehen… Ob La’An jetzt einfach mal richtig „durchgekitscht“ werden muss, um wieder ihre zarte Seite zu entdecken, kann ich nicht beurteilen. Mich erinnert das jedenfalls entfernt an die alte Macho-Nummer, dass man mürrische Frauen nur mal genital-männlich beglücken müsse.

Die ganzen Bilder, Figuren und Metaphern führend jedenfalls nur um ein zwei (Denk-)Ecken – um dann auf den Klempner zu warten, der sie aus dem Rohrsystem wieder herausspülen muss. Für was soll denn Königin Uhura bitteschön stehen, wenn es um La’An geht? Um ihre innere Großbusigkeit? Die Widerstände des Matriarchats gegen die allgemeinen Macht-Männer, repräsentiert von Grimassen-Pike und Zauberspruch-Fuchtel-Spock?

Und KANN das alles überhaupt für irgendwas stehen, nachdem wir in „The Elysian Kingdom“ all diese grenzdebilen Grunzfiguren bereits als Boltzmann-Blähungen erlebt haben, die nur etwas mit M’Benga und seiner Tochter zu tun hatten? Und muss La’An echt erst mal ihren Busen im Ballkleid hochdrücken, um wieder zu ihrem Selbst zu finden? Und wie würde man das bewerten, wenn das Pike wäre, der über hautenge Klamotten und Bizeps-Training wieder zu sich findet? („Ah, Ein richtiger Mann! *Pump* Komisch, jetzt vermisse ich meine tote Frau gar nicht mehr.“)

Die Antwort auf all diese Fragen kann nur lauten: „Guck mal, jetzt kommt sogar Blut aus meinen Augen!“

„Ich spüre, dass dieses Böse in mir sich lange aufgewölbt hat. Es wogte, bebte und schob sich immer weiter nach oben…“ – Bei Bildern wie diesen schreiben sich die User-Kommentare schon fast von allein. Aber schön, dass wir die „Weiterentwicklung der Menschheit“ inzwischen ad acta gelegt haben und uns anderen Dingen widmen können – vermutlich ist das Ziel schon erreicht?

Das eigentliche Problem ist aber, dass diese Geschichte beinahe NOCH überdrehter als die Hangover- und Puppenfolge daherkommt. Klar, ein wenig beeindruckend ist es ja, wenn Uhura sich in einen Drachen verwandelt oder die Ballsääle und Kostüme richtig gut(!) aussehen – aber ich hatte echt Probleme, mich bei all dieser überbudgetierten Selbstparodie länger als zwei Sekunden zu konzentrieren.

Spannender finde ich es inzwischen, mir die Gespräche hinter den Kulissen vorzustellen, wenn es (z.B.) heißt: „Anson Mount? Haben Sie zur Abwechslung mal Lust, eine schwache oder alberne Version ihres Captains zu spielen?“ – Geht man dann höflich nickend an die nächste Hotelbar? Freut man sich über die willkommene Abwechslung (also nach der Serie „Hell On Wheels“ von 2016) oder greift man einfach die Kohle ab und freut sich, mit Overacting und Randauftritten ganz gut durch’s Jahr zu kommen?

Und wie verkauft man das INTERN noch als SF, nachdem die fehlenden(!) SF-Abenteuer in dieser auslaufenden(!) Serie nicht erst seit gestern ein kritisches Thema sind?

Potzblitz, da hat man fast den Markenwert verbrannt? – Am Ende wird der böse Drache besiegt, weil die beiden La’Ans (die mies gelaunte und die künstliche) sich gegenseitig akzeptieren – so mit blauen Strahlen und so – neben den Magiestrahlen von Spock. Also wenn DAS nicht mit der DS9-Episode „Im fahlen Mondlicht“ mithalten kann, weiß ich auch nicht, was ihr noch wollt.

Natürlich sollte man am Ende noch den süüüßen Hund erwähnen, der uns noch erhalten bleibt, gefolgt vom beidhändigen Halsketten-Knuddeln UND einer tränendrückerischen Story über ihren Vater (übrigens tot), der wohl auch Halsketten mochte?

Aber ihr habt vermutlich schon eine Ahnung, wie meine Wertungstendenz aussieht…


Fazit:

Viele Menschen haben ja Schwierigkeiten, sich psychische Erkrankungen vorzustellen…

Wie überwältigend sind die Visionen eines Schizophrenie-Patienten? Wie verzweifelt ist jemand, der in Depressionen versinkt? Was macht Burnout mit einem Menschen, wenn ihm alles zu viel wird? Oder wie treten wohl Personen auf, die manische Züge entwickeln? Die glauben, dass alles, was sie von sich geben, pures inhaltliches Gold ist?

SNW versucht mit dieser Episode, den Verstimmten, den Fragenden und Stummen eine Stimme zu geben. Das Unsagbare wird plötzlich schwafelbar, alternative Neuronen-Zustände plötzlich denkbar – oder zumindest die Abwesenheit von Denken vorstellbar.

Visuell und inhaltlich leistet diese Episode ganze Arbeit, diesbezüglich Aufklärung zu leisten! Ja, jede Minute schallert sie uns die eigenen Intelligenzpunkte als wegspratzende Substanz um die Ohren.

Irre Doppelgänger und noch irrere Originale, virtuelle Fantasy-Therapeutik und bunte Bilder umtosen uns hierfür in einem Tanz des Wahnsinns. Vergesst LSD, Magic Mushrooms oder den großen Carl-Jung-Gedächtnis-Bildband mit den nackten Weibern drauf! Oder sind es DS9-Staffelboxen? Mir doch egal, ihr seid eh alle lila Zwerge mit Bananen auf dem Kopf, jajaja!

Nur hier wird das Gehirn so flüssig, dass man quasi jede Form darin sehen kann.

Schade nur, dass man dafür stundenlang schreiend am Boden liegen muss. Aber keiner hat jemals behauptet, dass Psychotherapie ein wissenschaftliches Konzept ist. Muhaaa?

(*vier Märchenbücher anstatt von Reifen an Kleinwagen montier – und damit zum Mond fahr*)

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM
SPARKIS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
Drei Backpfeifen für Aschenbrödel
Kurtzman: Okay, mein lieber Schreiberling, in der vorherigen Folge habe ich euch ja endlich mal erlaubt ein bisschen von diesem komischen… *prüft notizen* … äh… Star Trek zu machen. Aber mehr einmal pro Staffel wäre übertrieben. Also, was habt ihr für mich?

Autorenheinz: Oh, Sir, Sie werden begeistert sein! Ich sage nur: Flacher Planet!

Kurtzman: Aha, wie diese Verschwörungstheorie! Woran die meisten unserer begeisterten Zuschauer wahrscheinlich unironisch glauben?

Autorenheinz: Genau, aber nein. Wir wollten mal was Frisches machen, etwas Unverbrauchtes!

Kurtzman: Beeindruckend! Also so ein kreativer Story-Twist auf einer wissenschaftlichen Basis? Welcher von einer kompetenten Besatzung clever gelöst wird? Um unsere ganzen davongelaufenen Alt-Fans zurückzuholen?

Autorenheinz: Ha-ha-ha, guter Witz, Sir! Aber nein. Dieses Mal erzählen wir eine Märchengeschichte!

Kurtzman: Nicht, was ich erwartet hatte. Aber warum nicht, meine 150 Millionen Dollar wurden ja bereits von Paramount überwiesen. Ich vermute mal, ihr versucht mit den ganzen „speziellen“ Episoden in dieser Staffel euren Lebenslauf für spätere Jobs auszupolstern?

Autorenheinz: Was? Niemals! Ähm… also… zu Beginn kehrt die Stammcrew jedenfalls gerade von einer Hochzeitsfeier zurück, auf welcher sich La’an derbe daneben benommen hat. Aber jeder ist okay damit, da es sich um ihre… *prüft notizen*… „dunkle Seite“ handelt.

Kurtzman: Sehr tolerant vom Captain! Wenn ICH besoffen ins Büro wanke kriege ich ja immer nur nervige Mails von der Personalabteilung.

Autorenheinz: Nicht hier, Sir. Pike fragt eigentlich nur sehr vorsichtig ob alles in Ordnung ist, um sie nicht zu sehr zu stören. Sehr lockere Atmosphäre auf diesem Schiff, die Hierarchie ist quasi nicht existent. Aber all dies ist nur eine kurze Erinnerung für den Zuschauer, dass La’an von ihrer dunklen Vergangenheit verfolgt wird.

Kurtzman: Hat sie nicht einfach nur ständig schlechte Laune? Wie Millionen andere, die täglich zur Arbeit pendeln müssen?

Autorenheinz: Vielleicht. Nein. Egal. Einen abrupten Schnitt später redet man eh schon über den flachen Planeten, deren Existenz total mysteriös ist.

Kurtzman: Spannend! Da hat bestimmt wieder Trelane seine Finger im Spiel, richtig?

Autorenheinz: Nein, dies ist eine Fortsetzung einer früheren Episode, mit welcher unsere vielen, VIELEN Zuschauer bestimmt bestens vertraut sind.

Kurtzman: *prüft notizen* Gut, vielleicht nicht sooo viele. Aber erzähl weiter.

Autorenheinz: Die Enterprise ist rein zufällig das Schiff, welches diesen Planeten untersuchen soll. Wie Sie wissen ist der Weltraum extrem klein und die Sternenflotte hat maximal nur fünf Raumschiffe.

Kurtzman: Sicher? Das hört sich irgendwie falsch an.

Autorenheinz: Klappe. Sir. Als nächstes beamt man natürlich auf den Planeten, welcher von den Sensoren nicht zu durchdringen ist.

Kurtzman: Aha, jetzt kommt Fahrt auf. Sicherlich schickt man erst eine Probe um herauszufinden, ob die Atmosphäre nicht giftig ist!

Autorenheinz: Nein, man beamt einfach runter.

Kurtzman: Oh.

Autorenheinz: Und dort trifft man sofort auf einen Doppelgänger des Schiffsdoktors und später auch dem Rest der Stammcrew, genau wie in dieser älteren Episode.

Kurtzman: Toll! Dann muss Pike ja sofort verstanden haben, was dort vor sich geht.

Autorenheinz: Nein, außer dem Doktor konnte sich damals niemand daran erinnern und er hat auch keinen Bericht dazu gemacht.

Kurtzman: Das wäre schon irgendwie praktisch gewesen.

Autorenheinz: Ja, Sir. Pike will dann jedenfalls herausfinden, warum der Planet und die Doppelgänger existieren.

Kurtzman: Jetzt kommt mal etwas Bewegung rein. Bestimmt analysiert man alles mit den Schiffssensoren oder auch mit den Tricordern vor Ort?

Autorenheinz: Fast, man steckt La’an in ein Prinzessinnen-Kleid und steht doof in der Gegend rum bis die Wachen der bösen Königin zufällig auf Pike und Co. stoßen.

Kurtzman: Unerwartet, aber warum nicht. Wie kommt La’an aus dieser Situation wieder raus? Und steht ihr das Kleid?

Autorenheinz: Oh, sie steht im Wald zehn Meter weiter entfernt und kriegt von allem nichts mit.

Kurtzman: Genial, irgendwoher müssen wir ja unseren zweiten Handlungsstrang bekommen. Dann muss man aber aufpassen, dass es nicht zu verwirrend wird.

Autorenheinz: Korrekt. Und in unserem DRITTEN Handlungsstrang—

Kurtzman: Dritten?

Autorenheinz: Im dritten Handlungsstrang taumeln die Doppelgänger von Pike und Spock absolut zufällig durch das selbe Waldstück und finden die zurückgelassene Ausrüstung der Crew.

Kurtzman: Schon sehr klein, dieser Planet. Aber die beiden sind bestimmt ein wichtiger Teil der Handlung.

Autorenheinz: Kein bisschen, aber später ist es total lustig, wenn die beiden mit ihrem extrem auffälligen Verhalten durch die Enterprise stampfen.

Kurtzman: Ha-ha! Die werden bestimmt sofort von der Besatzung durchschaut!

Autorenheinz: Überhaupt nicht. Die beiden gehen erst einmal in der Lounge der Enterprise ein Bier trinken, wo „Pike“ auch laut rülpst unter dem Jubel der Besatzung.

Kurtzman: Ja, das ist wesentlich zugänglicher als ein Fake-Picard, der klassische Seemannslieder singt.

Autorenheinz: Mein Reden. Danach gibt es auch noch „Kirk“ als Werwolf. Und „Uhura“ als Drachen im Weltraum, nachdem sie die Stärke der beiden La’ans über einen Zauberkessel in sich aufgesogen hat.

Kurtzman: Ah, DAS macht ihr also Abends im Autorenbüro, wenn dort immer dieser würzige Dampf unter der Tür rausquillt…

Autorenheinz: Reine Gerüche… äh… Gerüchte, Sir. Am Ende können beide La’ans durch den Zaubertrank ihre Energien kombinieren und Drachen-Uhura wieder zurückverwandeln.

Kurtzman: Etwas kurzsichtig eventuell, die beiden unbewacht zu lassen? Zumal wir bereits gesehen haben, dass Wachen existieren?

Autorenheinz: Unnötige Details, Sir. Die große Lektion ist jedenfalls, dass La’an jetzt ein Stück der Märchen-La’an in sich trägt und sich dadurch wieder menschlicher fühlt. Oh, und einen Hund hat sie jetzt auch!

Kurtzman: Beeindruckend… *prüft notizen* Die nächste Staffel wird übrigens die letzte.

Autorenheinz: Alles andere würde mich auch überraschen, Sir.

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM

(Inklusive gönnerhaftem Bonus für nette Echt-Waldaufnahmen und Sets. Meine Fresse, wofür man mittlerweile dankbar ist…)

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BS

Artikel

von Klapowski am 18.09.26 in Star Trek: Strange New Worlds

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