Das ernsthafte Medienmagazin

„Pandorum Outfarmer“ (3 Reviews)

„Was sie schon immer mal über aktuelle Filme wissen wollten, sich aber nicht zu fragen wagten!“ – Mit diesem Dreierreview hole ich heute ein Viertel Dutzend Filme nach, die in den letzten beiden Jahren in die Kategorie TgdavvokZzAdBzt fielen (= “Trailer gesehen, dann aber vergessen, verdrängt oder keine Zeit zum Anschauen gehabt, da Besseres zu tun“). Von diesen drei Filmen hörte man in den Medien eher wenig (und der Verleih wohl auch keine bare Münze klimpern), obwohl jeder einzelne eine interessante Grundidee verfolgte. Es folgt also nun: „Astronaut Farmer“, „Outlander“ und „Pandorum“. Plus ein Sparkiller-Kurzreview als Bonus für diejenigen, die bereits das Livetime-Abo für „Startrek Online“ abgeschlossen haben!

Astronaut Farmer

Eine phantastische Geschichte mit charmantem Humor. Ein faszinierender Film! Berührend und amüsant. Großartig besetzt!

Mal ehrlich: Würdet IHR Euch einen Film ansehen, bei dem genau DAS auf der Rückseite der Blu-Ray-Verpackung steht? Die obige Zitate sind nämlich von der „Abendzeitung“, der „BILD“ und der/die/das(?) „biograph“. Angesichts dieser Vorankündigung könnte man seine Freundin genau so gut fragen, ob sie einem nicht einen angespitzten Sissi-Film oder gleich eine Zuckerstange ins Herz rammen möchte!

Die Geschichte: Ein Farmer namens „Farmer“ (Begriff aus der griechischen Mythologie? Ja, wir zeigen uns heute von der tiefgründigen Namensgebungsseite!) hat einen feuchten Traum aus Flüssigtreibstoff: Er möchte mit einer selbstgelöteten Rakete in den Weltraum und wieder zurück fliegen. Damit er aber endlich das Dach von seiner Scheune fegen kann, ist vorher noch einiges zu erledigen: Die Bank, die Medien, die Regierung, seine Frau und ein überraschend vorbeischauender Bruce Willis müssen vorher betüddelt werden. Und natürlich hält die Welt dort draußen den Baueronauten größtenteils für einen kompletten Spinner, was nur noch von dem Urteil geringschätziger Rezensions-Satiriker überflügelt wird…

„Hauptsache, eine berührende Geschichte!“ (ein stadtbekannter Grabscher) „Es muss ja nicht immer Action sein.“ (Oma Platuschke, inzwischen erblindet) „Ich habe minutenlang geweint!“ (Daniel Klapowski)

Der allgemeine Filmstil ist weder Fisch noch Flei… toter Fisch, sondern irgendwas dazwischen: Die Geschichte will trotz der irren Grundidee nämlich nicht witzig sein, sondern charmant-familiär. Die drei Kinder vom Mistgabel-Mastermind sind nämlich soooo süß, dass sie – aufgrund der verärgerten Stimmung des Zuschauers – fast süß-sauer zu nennen und beim Chinesen zu servieren wären. Über die Hälfte des Filmes macht es seine Frau mit, dass ihr Mann sich vor aller (Kleinstadt-)Welt zum Weltraumaffen macht und mal gerade 600.000 Dollar Schulden auflaufen lässt. Plus die Anzahlung für die wohl überfällige Gehirn-Operation ihres epileptischen Ehegattens.

Okay, als sie dann später erfährt, was ihr grauhaariger Schwiegermutter-Frauenschwarm (gespielt von Billy Bob Thornton) monetär so alles aus der Luftschleuse des gemeinsamen Kontos hat fallen lassen, gab es dann doch gehörigen Ärger. Da wurden dann auch mal NICHT Frühstücksflocken nach Sternschnuppenformen sortiert, wie zu Beginn des Films geschehen, sondern klassisch mit Tellern geworfen. – Der Frau kann man ihre Unwissenheit vielleicht noch verzeihen, aber dass Mister Farmer sein Farmenleben heimlich aufgeben wollte, um als Kunde der Farm… Pharmakonzerne (Bereich Neurologie) groß rauszukommen, verzeiht man dem Mann als Zuschauer nicht wirklich.

Eigentlich schaut man sich den rührseligen Südstaaten-Süßstoff auch nur deswegen bis zum Schluss an, weil man wissen will, wann dem egoistischen Blödmann endlich mal einer eine brennende Zigarette in den Treibstofftank wirft, um dem Elend für seine Familie ein Ende zu machen. Und um zu erfahren, ob der phallische Blecheimer, in dem so viel Liebe und Herzblut steckt, welches im Zuschauerherzen später fehlte, dann doch die Umlaufbahn des spießigen Inzestlandlebens würde verlassen können… – Und würde die US-Regierung den Raketenrowdy tatsächlich eiskalt abknallen, wie es Farmer Farmer nach der offiziellen Anhörung auf dem Männerklo angedroht wurde?

Bis all diese Fragen endlich beantwortet werden können, muss auf der Farm erst noch viel Arbeit liegen gelassen werden. So kommt Bruce Willis als ECHTER Astronaut kurz vorbei (war für mich immerhin überraschend), schüttelt kurz den Kopf und geht wieder. Danach kommt es zur Ehekrise („Kein Essen mehr da!“ – „Keine Sorge, ich habe hier doch noch irgendwo Astronautennahrung…?!“) und der Großvater verabschiedet sich nach dem Ansehen eines Autorennens mal gerade ins Jenseits („Opa wacht nicht mehr auf…“), was ich für einen durchaus legitimen Trick halte, um das lahme „Mann, was ist unser Film charmant!“-Drama auf schnellstem Astralwege hinter sich zu lassen…

„Seid ihr gekommen, um Euren lieben Lieblingspapi zu verabschieden?“ – „Ja! Mama sagt, wir sollen darauf achten, dass Du das durchtrennte Sauerstoffventil nicht bemerkst oder womöglich die Unterlagen für Deine Lebensversicherung mit auf den Flug nimmst!“ – Countdown für den Geduldsfaden: Endlich ist Mister Farmer eingefallen, wofür die alten Metalltröge gut sein könnten, aus denen früher seine Schweine gefressen haben. Und auch seine pupsenden Kühe (schlecht fürs Klima, da Methan!) konnten sinnvoll wiederverwertet werden. 38 Stück von ihnen befinden sich in diesem Moment in der Antriebssektion…

Auch gibt es natürlich einen Fehlstart, der die Rakete samt dem landwirtschaftenden Blindgänger in den nächsten Rübenacker pflanzt. Auch hier ist die Familie erst unglücklich (Scheiß Krankenhausbesuche!), doch schon bald sind alle wieder infiziert vom Wahn des Kartoffelkopfes. Man fühlte sich direkt an die Disney-Serie „Die Dinos“ erinnert, wo das Baby auch stets „Nochmaaaaal, muhaahaa!“ rief. Schon rein optisch können die pausbäckigen Bratzen da durchaus mithalten. Und warum hatte der männliche Teenager nichts besseres zu tun als nicht zu rebellieren? Wurde der an seiner Schule nicht verwemmst, bei deeem Vater?

Fazit: Natürlich schafft es der astronautische Bauerntölpel am Ende doch, die Erde zu umrunden und landet wieder (oh Wunder!) ein paar Kilometer von der Farm entfernt, damit man den Sieg gleich mit alkoholisierten Frühstücksflocken begießen kann. – Wobei ich ein etwas ungewöhnlicheres Ende, bei dem weiße Jäckchen und Krankenliegen mit Lederriemchen eine größere Rolle hätten spielen können, durchaus begrüßt hätte.

Zwei Ohren gibt es nur noch für die schauspielerische Leistung (der Rakete) und die recht nette Grundidee. Völlig hirntot wirkt Thornton natürlich trotzdem in der Rolle des zuversichtlichen Träumers und alptraumhaften Familienvaters, der lieber seinen Bauernhof in Stücke sprengt, als unsere Wertungsskala nach oben… In seiner Rolle als fickender und saufender Weihnachtsmann („Bad Santa“) hat er mir bei weitem besser gefallen!


Outlander

Obwohl das Setting für mich als Bielefelder Durchschnittsbürger eher ungewöhnlich ist (Zeitreisender aus Zukunft mit Raumschiff landet bei Wikingern, zusammen bekämpfen sie Aliens, Juchu!), hatte ich doch das unbestimmte Gefühl, den Film schon mal gesehen zu haben. Vielleicht lag es daran, dass ich die ganze Zeit ein brandneues und erfolgversprechendes Filmfranchise vor Augen hatte: „Beowulf vs. Predator“. Denn eigentlich ist der Film „nur“ eine Mischung aus bärtigen Barbaren und außerirdischen Außermoralischen mit ein bisschen Bummfallara und ein wenig guten Effekten.

Der Zeitreisende ist der Typ männlicher Dreitagebart, der uns irgendwie aus anderen Filmen bekannt vorkommt (sieht aus wie eine zusammengeklebte Gesichtsmischung aus dem Jack-Darsteller von LOST und Christian Bale), gerne seine Nackenmuskeln Gassi führt und aus dem Retortenaquarium für geklonte Actionhelden hervorgegangen ist, eventuell mit ein paar übrig gebliebenen Algen im Kopp. Eben der Typ Mann, der stets alles im (Würge)Griff hat und auch mit einem plötzlichen Schwertkampf nicht überfordert ist. Aber das lernt man ja heutzutage sicherlich beim Raumschifffahrlehrer, falls man mal im Mittelalter einen Platten hat?

Über eine Stunde bleibt der Mann ein unbeschriebenes Blatt – mit ein paar achtlosen Tintenflecken drauf, die aber dank Schweiß und Dreck „verwegen“ zu nennen sind. Erst bei einem späteren Rückblick, nur echt komplett mit Kitschfamilie und Schicksalsschlag, erfahren wir, dass er… öh… eine Kitschfamilie und einen Schicksalsschlag hatte. Der Arme. – Ja, und zwei Arme hat er auch noch!

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Der Film ist gar nicht mal sooo übel. Er funktioniert als das, was er sein will und gibt nur wenige Angriffspunkte für beißende Kritik und zärtliche Bisse in den Nacken preis. Und immerhin gab er mir ein gutes, überlegendes Gefühl, da man sich hier in der eigenen (Fehl?)Annahme bestätigt sah, dass eigentlich jeder Depp ein Hollywooddrehbuch schreiben kann: Natürlich wird der leicht bematschte Zeitreisende erst mal eingesammelt, gefesselt und für einen unhaltbaren Unhold gehalten. Das ändert sich dann ganz schnell, nachdem das mitgebrachte Alien (komische Mischung aus rotem Drachen, Tentakelmonster und Animationsauffahrunfall) das Wikingerdorf in handliche Einzel- und Vielzel-Teile zerhackt hat.

Schnell bemerken die rustikalen Hau-Draufs, dass jetzt der Mittelteil des Films angebrochen ist und damit eine Ära der überschwänglichen Protagonistenvergötterung. Nachdem der Dreitagebärtige dann noch einen Bären erledigt hatte, waren die Inzestuösen i-Männchen nicht mehr im eigenen Nebel ihres beschränkten Denkens zu halten und riefen so etwas wie „Change we can believe in!“ und „Yes we can!“. Sogar eine viel zu lange Feier wird für den Mann from outer Time abgehalten. Klar: Das war nur das Kontrastmittel vor dem abschließenden Schlachtfest. Man will ja schließlich wissen, wer abschließend im Alienmagen versauert („Ach, das war doch der, der auf der Fete 27 Fässer Met gesoffen hat?“)…

„Duuhuu? Müssen wir jetzt alle sterbeeen?“ – „Neeeein, Junge! Nur alle anderen außer mir und meiner Liebsten. Und jetzt geh doch einfach noch ein bisschen spielen, ja? Einen Kindersarg schnitzen oder so was…“ – Der Held, was er verspricht: Arno Anusmuskel ist ein guter Liebhaber (sagt der Chef seines Fitnessstudios), charmant für zwei und kann eigentlich ALLES, außer ein sympathischer Filmheld mit menschlichen Schwächen zu sein. Aber wenn er DAS erst mal gelernt hat, rult er auch in diesem Fachgebiet alle anderen weg, yeah!

Einige Splattereffekte sorgen für ein freundliches Nicken unter Blutplasmaspendern und der allgemeine Look ist gelungen, eignet sich aber auch nicht als visuelles Äquivalent zum bekannten „Ohrwurm“-Effekt. Am Ende wird dann stilecht an einem Abhang herumgebaumelt (nachdem die 17 anderen Actionfilm-Crews vertrieben wurden) und mit der Hand stilecht in der schon etwas angegrabbelten Griffleiste im Fels herumgepopelt. Und ein Heldentod darf ebenso wenig fehlen wie das pathetische Abschiedsgestöhne vorher:

„Uuurgh… Ich möchte, dass du dieses Amulett… urrg…“

„Was denn? Was?! – Isst? – es auf meinen Schrank lege? – Im Klo herunterspüle? Nun sag schon, Mann!“

„Nein, dass Du es trägst… Urrrgh! Und ich möchte, dass wir Freunde sind!“

„Okay, lohnt sich zwar nicht mehr, aber: Wir sind Freunde. Okay, zufrieden?“

„Ugh…“

„Okay, er ist tot. Klara? Lasst ihn uns verbrennen, den Ghettoblaster mit der pathetischen Musik starten und uns dann im Mondschein Liebe machen!“

Man(n) muss schon in einer ganz bestimmten Stimmung sein, um Hollywood diese Klischeeparade abzunehmen. Doch diese hervorzurufen, ist nicht ganz die Stärke des Filmes, wäre hier doch mit etwas mehr Humor und einem weniger perfekten Hauptdarsteller einiges mehr drin gewesen. Gelacht wird hier nur über schale Wikingerscherze; der Rest des Filmes nimmt sich so ernst wie Uwe Boll seinen Kontoauszug.

Wo ist die verzweifelte Selbstironie der späten Arnold-Schwarzenegger-Filme geblieben? Und wo der hühnerbrüstige und -gesichtige Actionheld à la Keanu Reeves, Peter Parker und Angelina Jolie (zuletzt oscarverdächtig magersüchtig in „Wanted“)? Und wo sind die Actionsszenen, mit denen man NICHT automatisch und parallel zur CGI-Workstation rechnet? Ich dachte, in Computeranimationen ist fast alles möglich? Wieso frisst das Alien seine Gegner letztendlich auch nur leer wie ein Bullterrier einen umgekippten Kinderwagen?

Fazit: Ein netter und retortiger Film für das mittelmäßige Zwischendurch zwischen zwei höhenwertigeren Zwischendurchs. Leider hielt der Streifen sich für seine „Wikinger treffen Aliens“-Idee schon für so innovativ, dass er das Publikum für den künstlerischen Rest wohl nicht mehr mit herausragenden Elementen verstören wollte.

Mit einem etwas weniger männlichen Darsteller („Grunz… Muss 5 Minuten im See rumtauchen, ohne Luft zu holen.“) hätte durchaus mehr draus werden können. Somit reicht es leider nur für Platz 127 in der 293-stelligen Liste der „Schönsten „Computergrafikaliens auf Killertour“.

Aber das ist ja auch schon was…


Pandorum

Ein Raumschiff von der Größe dreier Raumschiffe, irgendwo 4,7 Jahre jenseits einer ferner Zukunft: Zwei Männer erwachen aus ihrem Kälteschlaf, können sich aber nur bruchstückhaft an ihre Mission erinnern. Einer von beiden geht los, um sich selbst und Informationen zu sammeln, während der andere (Dennis Quaid) alle paar Minuten per Funk fragt, ob denn alles in Ordnung ist. Das Japsen, Rennen und die Zombiegeräusche seien schließlich so laut? – Nach und nach tauchen immer mehr aufgetaute Kollegen auf, die nicht nur der Erfolgsgeschichte des Tiefkühlessens neue Nahrung bieten, denn auch die mutierten Menschen an Bord haben ausgezählte Nebendarsteller zum Fressen gern…

Damit der Zuschauer gar nicht erst von tiefgründigen Gesprächsversuchen heimgesucht wird, spricht der Indianer(?) kein Word Englisch (außer „Reactor“!) und die weibliche Hauptdarstellerin kommt erst spät im Film auf den Gedanken, dass ein NICHT-Zombie eventuell nicht bei jeder Begegnung verkloppt werden sollte. – Auch wenn das eine gewisse Struktur in den Tag bringen mag.

Dann gibt es da noch den ängstlichen Hosenscheißer, der zu Beginn des Filmes gefressen wird, um die Gefahr der Situation zu verdeutlichen („Gern geschehen!“ – *aus Zombiemaul wink*) und dann noch den verrückten Kannibalen, der halbwegs wirres Zeug labert und der Mission eigentlich nicht viel beizutragen hat, außer die Protagonisten rechtzeitig wieder gehen zu lassen (*traurig an Pfeffermühle herumschraub*). Kurz: Mit keinem aus der Beklopptencombo möchte man allzu viel zu tun haben oder gar ihre Vergangenheit erzählt bekommen, weswegen der Film glücklicherweise auch nur das Nötigste verlauten lässt: „Bin zuständig für die Toilettenreinigung. Zumindest sind zwei gekreuzte Lokusstopfer auf meinem Arm eintätowiert. Gehen wir weiter?“

Die Charaktere kann man also getrost knicken oder ähnliche Falzversuche getrost den Zombies überlassen. Gerade mal der eigenschaftslose Pilot (der mal eine Freundin hatte) kann da als Identifikationsfigur herhalten, auch wenn es für uns SF-Nerds schon wieder genug Gründe gibt, diesen Charakter rundweg abzulehnen (=der hatte mal ’ne Freundin, igitt!).

Ähnlich abzuhaken sind da auch die Storyteile: Die Zombies entstanden – mal wieder – durch ein versemmeltes Experiment, bei dem man sich unglücklicherweise nicht auf Spinat Intravenös beschränkt hat, um die Siedler während des Fluges aufzupäppeln. Dass zusätzlich irgendetwas in der Geschichte nur der Einbildung einer Hauptfigur entspringt, war spätestens dann klar, als der Filmtitel erklärt wurde („Pandorum ist eine schlimme Halluzinationskrankheit im Weltraum, weitersagen!“) und die Action ist routiniert und mit 3 oder 4 schönen Igitt-Momenten verfilmt, aber auch nicht zuuu spannend.

Aber allzu actionreich will „Pandorum“ wohl auch gar nicht sein, weswegen der abschließende Showdown – trotz ein paar Alibistubsern in die Fresse – auch eher psychischer Natur ist…

Was mich jedoch überzeugt hat, waren die Kulissen und die ganze Atmosphäre: Hier hätte sich das „Alien“ aus der gleichnamigen Filmreihe pudel- bis schäferhundwohl gefühlt und uns ein paar Runden um seinen Schneidezahn drehen lassen. Alles ist irgendwie viel zu groß, viel zu schmierig und viel zu rostig. Das ganze Schiff ist so „ergonomisch“ (Der Reaktorkern hat natürlich wieder nur eine Winzbrücke ohne Geländer als Zugang) wie ein deutsches U-Boot und hat wohl nicht weniger Leichen im Keller. Nur, dass man sie HIER auch faul(end) in der Kläranlage herumdümpeln sieht…

„Ich verabscheue diese Erinnerungslücken nach dem Cryoschlaf. Kann mir einer der Anwesenden vielleicht einen klitzekleinen Tipp geben, was an Bord meine Funktion ist? Hey, ist das mein Arm, den ihr da durch den Gegend werft? Verdammt, ich hasse pantomimische Ratespielchen!“ – Willkommen im Musikantenstadl: Immerhin ist es für den Herrn in der Mitte nicht wirklich eine „Mission ohne Wiederkehr“. Der Stuhlgang der Zombies ist nämlich durchaus dem mit dem eines normalen Menschen zu vergleichen.

Wenn man bedenkt, dass unter anderem die deutsche Filmfirma „Constantin“ für den Streifen verantwortlich zeichnet (hat auch die trashigen „Resident Evil“-Teile verfilmt), ist das alles sogar erstaunlich gut gelungen! “Die Lümmel von der letzten Bank“ waren ja eher als das letzte Highlight des Unternehmens anzusehen und war in Punkto Zombie-Atmosphäre wohl durchaus ein brauchbares Vorbild für „Pandorum“. Denn wer hätte je gedacht, dass ich mal einem Film eine dichte Atmosphäre bescheinigen würde, der im Abspann die Brandmarkung „Wurde finanziert von den Filmförderungen …“ trägt und dann gleich drei deutsche Töpfe auflistet? – Na, immerhin ist es auch MEIN Geld.

Nun, ist das Ding jetzt Kacke oder Kult, Trash oder toll, Super oder Puper? Ganz ehrlich: Ich habe keine Ahnung, fragt doch den Kollegen Sparkiller weiter unten, der kann schließlich auch mal was tun für mein Geld! Ebenso wie die Kritiken zum Filmstart schwanke ich zwischen zwei Exkrement… äh… Extremen hin und her, was in der Regel bedeutet, dass andere Leute diesen Streifen zum Kult erheben und mich jahrelang mit Mails à la „Musst Du unbedingt mal reviewen!“ zutexten. Sogar Vergleiche mit „Event Horizon“ wurden schon fallen gelassen, welche ebenso wie die Verweise auf „Alien“ und „Resident Evil“ voll berechtigt sind und nur noch mit dem attestierten Flair von „Lenßen und Partner“ komplettiert werden müssten.

„Pandorum“ hat durchaus seine Längen (dafür aber eine düstere Atmo), ist von den Figuren her eher trashig (aber trotzdem mit atemberaubenden Highlights) und sieht in seinen Actionszenen etwas gewöhnlich aus (hat aber trotzdem einen seltsamen, rustikalen Charme). Ach ja: Und die (schnellen!!) Zombies sehen durchweg gut und gruselig aus und scheinen sogar eine eigene Kultur, Sprache und Kleidungsstil entwickelt zu haben. Weiß geschminkte „Bööööh“-Rufer mit falsch gebundener Krawatte scheinen inzwischen wohl out zu sein.

Fazit: Selten fand ich es schwerer, einen Film abschließend zu bewerten. Vielleicht werde ich in einem Jahr erneut einen Drang nach den hübsch-hässlichen Raumschiffgängen und den gruseligeren Szenen verspüren, vielleicht aber auch die etwas ausgelutschten Grundelemente verteufeln und die blassen Charaktere gedanklich erneut in den Schredder werfen. Ich schwankte beim Ansehen ständig zwischen 2 und 4 Ohren und vergebe daher – nach Adam Durchschnittsriese – derer 3…

Auch Du, oh Sparko?

SPARKS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
Raumschiff der Kaputten
Jeder von uns, der schon einmal aus Versehen auf „Bauer sucht Frau“ gezappt hat, kann sicherlich die Verwirrung nachvollziehen, welche nach einem erzwungenen Langzeit-Koma eintreten kann. Und erst recht die Folgen der namengebenden Raumfahrer-Krankheit „Pandorum“ (Nervöses Zittern, Wahnsinn, Tendenzen zum Massenmord).

Aus diesem Grund hat mir gerade der Beginn der Films sehr gefallen, welcher mich, nach „Moon“, erneut an die eher gemächlichen Science-Fiction-Filme der 70er- und 80er-Jahre erinnerte. Aber mit dem patentierten „Verdammt, was ist hier looos? Und wo sind denn alle!?“-Rezept eines abgedunkelten Raumschiffes kann man aber auch nur schwer etwas falsch machen. Es wird zudem kein Zufall sein, dass Paul „Event Horizon“ Anderson hier seine Griffel mit im Spiel hatte.

Leider verläuft sich der Film kurz danach etwas in das Videospiel-Prinzip. Mission: Finde den qualmenden Reaktor. Gegner: Mutierte eindimensionale Panneköppe (Merke: Am Reaktor ist es zwar schön warm, aber schlecht für die Haut!). Verbündete: Nicht-mutierte eindimensionale Panneköppe („Dir traue ich nicht. Warte noch zwei Minuten, DANN aber!“), welche die Klopper-Szenen wohl nur ein wenig aufpeppen sollten um ansonsten als Wegweiser zu dienen.

Weitere Anweisungen („Wo bist Du? Was machst Du?“) und tolle Tipps („Böse Feinde? Muttu weglaufen!“) kriegt unser Held derweil von Dennis Quaid, welcher ganz nebenbei ebenfalls immer weiter am Rad dreht, weswegen dieser Streifen theoretisch auch einfach in der Geschlossenen hätte spielen können. Dennis sorgt am Ende zumindestens für einen netten Twist und ein wenig Komplexität in der Story.

Fast alle anderen Crew-Kumpels dienen dafür nur dem Prinzip der „10 kleinen Negerlein“. Da ist man als Zuschauer natürlich total am Boden, wenn einer dieser detailliert ausgearbeiteten Charaktere („Tach! Ich bin der Willi und habe hier jahrelang überleAAAARRRGH!!“) sein Leben lässt. Wenigstens die Hauptfigur kriegt da noch ein paar Rückblenden ab, von welchen ich besonders die Entdeckung eines erd-ähnlichen Planeten via Nachrichten-Sendung besonders mochte. Überhaupt waren diese oft interessanter, so dass ich mich über eine Rückkehr zum Hauptteil der Geschichte sogar schon fast geärgert habe.

Fazit: Stimmungsvoller kleiner SciFi-Psycho-Mutanten-Streifen, gerade für eine deutsche Co-Produktion, aus welchem mit einer ausführlicheren Story und besseren Figuren noch mehr hätte werden können. Aber Dank effektiver Bewerbung, deren PR-Abteilung hat sich nichtmal bei UNS gemeldet, konnte der Film immerhin knapp 13 Millionen von seinen 40 Millionen Dollar Produktionskosten einspielen, höhö.

Note: 3-


Weitersagen!

Artikel

von Klapowski am 31.01.10 in Film-Review

Stichworte

, , , ,

Ähnliche Artikel


Kommentare (12)

  1. Exverlobter sagt:

    Hallo Klappo
    Du kannst es einfach nicht lassen.
    Zitat: “ auch wenn es für uns SF-Nerds schon wieder genug Gründe gibt, diesen Charakter rundweg abzulehnen (=der hatte mal ‘ne Freundin, igitt!).“

    Ja, ich weiß, ich hab mich letzte Woche ähnlich geäußert (Thematik: fette Nerds).
    Jetzt wird das nächste Nerd-Klischee von dir durch den Kakao gezogen. Und du wirst dich wiederum verteidigen, dass das alles nur satirisch gemeint ist.
    Doch warum sich selbst fertig machen? Wie ich bereits letzte Woche sagte, hinter Satire steckt oft ein Fünkchen Wahrheit. Und womöglich sterben tatsächlich 15 Prozent aller Nerds als Jungfrauen. Das Problem ist, dass solche Witze die Situation verschlimmern könnten und womöglich bald 30 Prozent aller Nerds als Jungfrauen sterben.
    Du möchtest den Nerds den Spiegel vorhalten, und sie zum Lachen bringen, demotivierst sie dadurch aber noch mehr. Habe erst gestern ein Video von einem weiblichen Trekkie auf YOutube gesehen, die Avancen eines männlichen Trekkies abgelehnt hat, da sie keine Beziehung mit einem Nerd eingehen will. Nerdigkeit (ich weiß das Wort gibt es nicht) würde sich dadurch nämlich nur potenzieren. Ein Mainstream-Typ soll ihre Nerdigkeit im Zaun halten. Geht’s noch? Das ist eindeutig ein Zeichen von mangelndem Selbstvertrauen. Nerds müssen endlich wieder stolz auf sich sein! Macht Sport. Reißt öfters wieder mal ein Mädchen auf. Es funktioniert. Tu etwas dafür, Klappo. Wir sind keine Loser, die anderen sind es. Mach wieder mehr Witze über die anderen und stärke uns (und dir selbst) den Rücken.

    Mach mehr Witze über Rednecks und Jocks. Oder Prolls und Ossis.
    Noch besser.. über Franzosen
    He kennst du den schon?
    Was ist der nützlichste Gegenstand in der französchen Armee??
    Der Rückspiegel… damit man den Krieg sehen kann.
    HAHAHA.

    Beste Grüße
    Exverlobter

  2. Exverlobter sagt:

    Oder der hier:
    Wie sieht die französische Nationalflagge aus??
    Ein weißes Kreuz auf einem weißen Hintergrund!
    HAHAHA

    OK, danach halte ich aber meinen Mund.

    Wie bezeichnet man 100.000 Franzosen mit erhobenen Händen?
    Die Armee!
    HAHAHA

    Genug Inspirationen Klappo?

    Noch einer.
    Was bedeutet “Maginot” auf Deutsch?
    Willkommen!
    HAHAHA

  3. Exverlobter sagt:

    Nein?
    Immer noch nicht genug, Klappo?
    Ok, das ist aber mein letzter.

    Was ist ein Oxymoron?
    Ein französischer Kriegsheld!
    HAHAHA.

    Du siehst das Witze nie ausgehen. Man muss aus Mangel also nicht seine eigene Fanbase durch den Kakao ziehen.
    Nerds sind cool!!! Du auch!
    Franzosen nicht!HAHAHA
    OK langsam wirds langweilig. Ich geb es ja zu.

  4. Klapowski sagt:

    „Habe erst gestern ein Video von einem weiblichen Trekkie auf YOutube gesehen, die Avancen eines männlichen Trekkies abgelehnt hat, da sie keine Beziehung mit einem Nerd eingehen will.“

    Köst-lich! DEN muss ich mir gleich aufschreiben. Siehst Du? Du kannst es doch auch!

    Im Übrigen fand ich Witze über Nerds zwischendurch wirklich auch nicht mehr sehr FETT. Ich meine: Man fühlt sich als Satirker mit solchen Sprüchen DICK im Geschäft, solange alles irgendwie RUND läuft. Aber irgendwann SCHWABBELT man dann doch verneinend mit dem Kopf und sagt zu sich: „ISST das etwa schon alles, was mir das Leben zu bieten hat? Habe nicht auch ich einen HUNGER nach Ernsthaftigkeit und konstruktivem Schreiben?“

    Doch dann fällt mir ein, dass das alles doch Quatsch mit (leckerer!) SOßE ist und man sich gerade beim Fachbereich Humor keine KLÖßE… ähm… Blöße geben sollte! Warum auch zurück rudern (körperlich viel zu anstrengend, Ächz!), wenn man doch etwas ge-PFUND-en hat, mit dem mühelos und BUTTERweich provozieren kann, ohne sích kreativ verausgeben zu müssen?

    Daher: KAUE nicht zu lange an obigen Texten herum und SCHLUCK’S einfach runter.

    Denn wenn da unten (*sich auf Bauch trommel*) bei irgendjemanden viel Platz (Plätzchen!?) ist, dann doch bei uns, oooder?

  5. The Artist formerly known as Armleuchter sagt:

    Habe wegen eurem Nicht-Ganz-Total-Verriss Pandorum angeschaut und muss sagen: Der Film hat was. Ich weiß nur noch nicht, was…Ach ja: Er ist nicht in 3D gedreht. Sowas sieht man ja heute selten. Etwas altbacken, aber eigentümlich charmant dieses 2D. Davon muss ich mir mehr angucken.

    *Hoffentlich wird dieser Kommentar nicht gelöscht. Ich hab mich sogar auf den Artikel bezogen. Ausnahmsweise.*

    P.S.:Ich verstehe die Witze vom Exverlobten nicht. Keinen einzigen.
    Ist er wegen seiner miesen Witze zum Exverlobten geworden oder weil er ein beleibter Trek-Fan ist?

    Ich hab auch einen Witz: Was ist der Unterschied zwischen der 69er-Stellung beim Sex und ner Weihnachtsfeier mit Arbeitskollegen? – Bei der 69er-Stellung sieht man nur ein A****loch.

    *Oh je, der Kommentar wird bestimmt wieder gelöscht. Ich kann es nicht lassen. Es ist nicht meine Schuld, dass ich immer soviel Mist in Foren schreibe. Es sind die Stimmen in meinem Kopf die mich dazu zwingen.*

  6. Exverlobter sagt:

    @The Artist formerly known as Armleuchter
    Nicht verstanden? Och, deswegen habe ich die Witze doch so häufig wiederholt, damit man das Muster erkennt. Die Pointe werde ich nicht verraten, aber ich gebe einen Tipp. Befasse dich etwas mit französischer Militärgeschichte. Da gibt es wenige Lichtblicke, von Napoleon mal abgesehen.
    Nein und ich bin nicht fett und bin tatsächlich auch nie verlobt gewesen. (so alt bin ich dann hoffentlich auch nicht)
    Der Name Exverlobter ist einfach eine Homage an einen der schlechtesten Filme, den ich je in meinem Leben gesehen habe.

    @ Klappo
    Das mit dem weiblichen Trekkie war kein Witz (Das ist ja gerade das traurige). Das mit den Franzosen aber schon.

    So und damit ich endlich auch mal was zum Inhalt des Artikels sage.
    Habe Pandorum gesehen. Mir hat er ganz gut gefallen. Einer der kleineren Filme den mal wieder keiner gesehen hat, der mich aber weniger geärgert hat als der ganze Blockbuster-Shit im letzten Jahr. (gell Trek 11!)
    Wer eine genauere Kritik von mir lesen will, hier ein Link!

    http://www.vodafonelive.de/cp/portal/magazin/movie/article/article.php?cn=&article=264297

    Der Artikel ist tatsächlich von mir. War zu diesem Zeitpunkt Praktikant in einer Online-Redaktion. Er kann natürlich nicht mit der satirischen Brillanz von Klappo mithalten.

  7. G.G.Hoffmann sagt:

    Ich nehme ja alles auf, was zwischen 23.00 Uhr und 2.00 Uhr auf den dritten Programmen läuft. Also vorzugsweise Spielfilmklassiker aus den Jahren 1920 bis 1980. Selten in Farbe, manchmal aber schon mit Ton. Da ist so mancher kranke Streifen bei. Aber wo man Filme wie die hier besprochenen findet, übersteigt meine kühnsten Vorstellungen. Grabbeltisch der Videothek? Weird-Torrents.org? Dany, nimm‘ doch endlich professionelle Hilfe in Anspruch!

  8. Darth Sol sagt:

    Ich fand Pandorum eigentlich ziemlich gut!
    Diesen Film habe ich damals in den USA eher zufällig gesehen, und er hat mich echt positiv überrascht.
    Ich muss aber dazu sagen, dass ich Szenarien wie in „Pandorum“ sehr reizen.

    Mich hat der Film sehr an „Event Horizon“ erinnert und kann ihn eigentlich nur empfehlen.

  9. Klapowski sagt:

    @ G.G.Hoffmann:

    Ich glaube, ich weiß, bei wem der Fehler liegt: Bei Dir! Wer sich als gerade einmal 77-jähriger schon wie ein 93-Jähriger verhält und damit kokettiert, jede Sendung mit Götz Alsmann, Harald Juhnke und Peter Hahne rückwärts mitsprechen zu können, ist eher ein Fall für „Wetten dass…?“ (Wette: uralte Kirk-Zitate am Geruch erkennen) als für eine hippe Seite wie diese hier.

    Wer mit offenen Augen, nicht minder offener Nerdhose und einer gehörigen Portion „Open Mind“ durch die Welt des modernen Films stapft, findet obige Filme nicht nur bei „Weird-Torrents.org“ (wenn dort auch bevorzugt), sondern auch in der Videothek, bei Amazon oder gar im DVD-Regal des besten Freundes, dessen Lebensalter noch nicht dreistellig geworden ist. Manche Menschen sollen die obigen Werke sogar im Kino gesehen haben, aber da warst Du sicherlich gerade im Saal nebenan, um Dir den neuesten Greta-Garbo-Streifen reinzuzwirbeln, Du crazy Jungspund, Du!

    Eigentlich ist der Unterschied zwischen obigen Werken und „Transformers“, „Star Trek 11“, „Piraten der Karibik 3“ & Co. auch nur, dass diese hier etwas weniger gekostet und eingespielt haben.

    Grundlegende Verbesserungen in Inhalt, Form und Qualität sind in den für Dich bekannteren Filmen definitiv auch nicht auszumachen…

  10. Klapowski sagt:

    Ich plane auch, meinen Filmrezensionen in Zukunft wenigstens die DVD-Verpackung oder ein Kinoplakat voranzustellen. Mit dem lieblos unterstrichenen Schriftzug („Astronaut Farmer“) zu Beginn wirkt das ja wirklich so, als hätte ich die Streifen auf einer kanadischen Kunstfilmsession gesehen.

    So weiß man dann in Zukunft wenigstens auf den ersten Blick, um welche Schnäppchen man am „Media Markt“-Regal getrost vorüber gehen kann…

  11. G.G.Hoffmann sagt:

    Eine bodenlose Frechheit und unerträgliche jugendliche Arroganz, die filmischen Perlen vergangener Jahrhun…zehnte pauschal niederzumachen. Beispielhaft für die außerordentliche cineastische Kompetenz der dritten Programme seien nur die folgenden Beispiele aus den letzten Tagen genannt, die ich alle liebevoll auf DVD gebrannt, küssend in DVD-Hüllen verpackt und liebkosend mit Covern (www.cover-paradies.to) versehen habe:

    King Kong und die weiße Frau (1933: BR 31.01.2010)
    Under Fire (Gene Hackman, Nick Nolte – 1982: RBB 30.01.2010)
    Der Dialog (Gene Hackman, Harrison Ford (!) – 1973: BR 26.01.2010)
    Die Reifeprüfung (Dustin Hoffman – 1968: NDR 01.02.2010)
    Und morgen: Tagebuch eines Skandals (Judi Dench, Cate Blanchett – 2006 (!Hallo?): SWR 03.02.2010).

    Warum werden diese wirklich WICHTIGEN Filme hier nicht mal reviewt? Nur weil Du die Dritten auf die Programmplätze 98 bis 114 verbannt hast? Weil ich unfähig bin, einen lustigen Dampfhammer über Filme zu schreiben, die liebevoll aufbereitet und ungesehen in der hintersten Ecke meines DVD-Regals verschwinden (Kategorie: besonders wertvoll – unbedingt an einem verregneten Buß- und Bettag anschauen, falls dieser auf einen Sonntag fällt).

    Wobei ich mich frage, weshalb die Öff-Rechtlichen oftmals auch brandneue Filme in Erstausstrahlung Mittwochs um 23:55 Uhr zeigen. Allerdings sind Filme nur noch auf den Öff-Rechtlichen zu ertragen, wenn man sie nicht ohnehin auf DVD/Blue-Ray anschaut. Abgesehen von der Werbung, die man ja noch herausschneiden kann, unterschlagen die Privaten grundsätzlich Vor- und Abspann. Schlimmer ist aber, daß bei den Privaten 90% aller Filme zwischenzeitlich auf das 16:9-Format gequetscht werden, so daß am linken und rechten Rand immer die Hälfte der Szene fehlt. Gerne unterhalten sich bei Nahaufnahmen nur zwei Nasen miteinander. Oder das entscheidende Detail der Szene findet sich rechts oder links im Off.

  12. Suppenbrot sagt:

    Mal ehrlich, wenn du auf einer Satiereseite die im wesentlichen Scifi und Startrek behandelt, dich beschwerst das die guten alten Filme fehlen,… na dann weiss ich auch nicht!

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Brandneues
Gemischtes
Newsletter
Arschiv
Zum Archiv unserer gesammelten (Mach-)Werke.
Büchers
Jenseits der Goetter

Jenseits der Macht