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„Iron Sky“ – Ein Review am Eisenhimmel

Nazis liegen nicht nur im Trend, sondern neuerdings auch die Mondkrater platt. Die finnischen Macher von „Star Wreck“, die 2005 einen Achtungserfolg unter Trekkies und anderen Bekloppten ernteten, haben nun dank Crowdfunding (das ist so was wie der Typ in der Fußgängerzone, der euch immer alte Kaffee-Pappbecher entgegenhält) und Filmfördermolochs ein epochales Werk geschaffen. Was noch keine positive Bewertung ist, sondern nur ausdrückt, dass der Film – natürlich – in einer Epoche aufgeführt wird. Puh, diese professionelle Zurückhaltung im Teasertext verlangt mir immer echt alles ab… (*Erdbeerwein entkork*)

INFORMATIONEN:

Regie: Timo Vuorensola
Jahr: 2012
Budget: 7,5 Mio. Dollar

Poster
Trailer gekannt – Gag gebannt
Inhalt: Die Landung eines US-„Negers“ schreckt die Nazis auf dem Mond auf, die schon lange auf eine Gelegenheit warten, um Nazi-Stuff mit der Erde zu veranstalten. Ein paar von ihnen kehren daraufhin zur Erde zurück, um Mobiltelefone wegen ihrer Rechenleistung einzusammeln.

Wertung:

Wenn eines gewiss ist, dann das: Nazis gehen immer! Nein, ich meine jetzt nicht zu Fuß durch Sachsen-Anhalt, sondern im medialen Antagonisten-Fachbetrieb. Nazis waren und sind einfach cool, und das nicht nur, weil ihre Lederjacken so schön knirschen wie sich verkeilende Eisschollen bei der Begattung. Nationale Sozialisten schnarren schaurig-schön mit dem Kehlkopf, hassen alles, was nicht bei Drei auf dem Affenbrotbaum ist (Neger/Juden/sonstige Rassenrestbestände) und sind davon überzeugt, dass die ganze Welt ihnen gehört. Vielleicht bis auf das Atommüllendlager in Asse, aber das ist ein anderes, nicht minder politisches Thema… – Kurzum: Die Hitlerfanboys mittels Wiederkehr vom Mond in die heutige Welt zu werfen, ist sooo ein einfaches und gleichzeitig geniales Stilmittel, dass man sich fragt, warum nur hirnvergaste Verschwörungstheoretiker („Sie sind uff’n Mars, glasklar!“) jahrzehntelang an der Idee von Outer-Earth-Nazis partizipieren durften.

Der Film hält hierbei erst mal, was der Trailer vollmundig und scheitelhaarig verspricht: Die Absurdität trägt schon alleine die Hälfte des Werkes, wenn weltfremde Raumfahr-Rassisten versuchen, in unserer Welt klarzukommen… BEVOR sie sie von fremden Einflüssen reinigen und das Klarkommen-Müssen zu Ungunsten der restlichen Bevölkerung umkehrt.

„So, liebe Kinder! Heute wählen wir für diesen Raum einen neuen Rassensprecher. Wer möchte die Stimmkarten vorbereiten, auf denen bereits ‚posthum Adolf Hitler‘ steht, hmm?“ – Hier ist die Kreide braun: Natürlich wird auch jahrelang der jüdische Talmud analysiert. So wie ICH gefühlte 3 Nazireiche damit verbracht habe, meinem Deutsch- und Geschichtslehrer schriftlich zu erklären, was ich an den Hitler alles auszusetzen habe. Ich hoffe, er hat es dann endlich kapiert und ist keiner geworden…

Und endlich, eeeendlich ist es an der Zeit, den Originalsprache-Fundamentalisten („Ich gucke nur auf Englisch, weil gar keine andere Sprache mehr KANN! Hey, was sind das für Worte, die gerade meinen Mund verlassen?“) einen reinzuwürgen. Denn auch hier gibt es eine schlechte Übersetzung, nur halt umgekehrt: Auf Deutsch sagt der Mikrophon-Nazi: „Es handelt sich um einen männlichen Neger, möglicherweise bissig!“, die englischen Untertitel sagen hingegen weniger lustig: „possibly angry“. Okay, das ist nicht der Rede wert und nur eine übliche Review-Anekdote (meine Eltern liiieben es, wenn ihr begabter Junge so etwas macht!), bedeutet aber auch, dass die Deutschen sprachlich sehr respektvoll behandelt werden. Denn generell wird seeehr viel Deutsch gesprochen, das noch dazu hochwertig klingt und nicht nach einem US-Studenten, der für eine Nebenrolle das alte deutschsprachige Lernbilderbuch seines germanischen Großvaters rausgekramt hat.

Der Vergleich hinkt, da hier wohl nichts nachvertont wurde, aber man denke nur an Diane Krügers Versuche, sich in „Troja“ und anderen US-Filmen nachträglich auf Deutsch SELBST zu synchronisieren. Man wollte ihr unweigerlich die Zähne aus dem Maul prügeln, um den sterbenden Silben Platz zum Atmen zu verschaffen. Bei „Iron Sky“ hätte man also in der (Un)Tat viel falsch machen können. Aber da deutsche Filmförderfonds mit von der Partie waren, konnte das Weltjudentum hier vermutlich nicht schädigend eingreifen. Und man wird sogar das blonde und blauäugige Gefühl nicht los, dass das permanente Deutschgequatschte (welches die Amis sehr nerven dürfte) sogar der eigentliche Schlüssel für den Tresor mit den germanischen Fördergeldern war. ICH hätte es ja lieber unseren griechischen Freunden gegeben! Die sind schließlich auch Nazis und internieren böswillig ihre Produktivität.

Noch überraschender ist jedoch, dass der Film gaaar nicht so trashig und/oder nationalsatirisch ist, wie es der geneigte Wagnerhörer und Feierabendhumoriker vermuten lässt. Viele kleine Gags ergeben sich eher organisch und nebenbei aus der Grundprämisse (zum Beispiel, dass vor dem Sex das genetische Zusammenpassen gecheckt wird) und entsprechen in etwa dem, was auch jedem von uns bei einem Brainstorming eingefallen wäre. – Sofern in diesem Storm ein ausreichender Bierdosenhagel vorherrschend gewesen wäre. So ist es nicht sehr einfallsreich, wenn die Mondbasis die Form eines Hakenkreuzes hat (es sei denn, man rechnet NICHT damit, da es ZU offensichtlich ist), dafür entzückt aber die Tatsache, dass die Nazis nur die berühmte Weltkugel-Szene aus Chaplin’s „Der große Diktator“ aufführen und den Kindern einreden, dies sei eine er(n)ste Verbeugung vor dem Führer gewesen.

„Hey, da sagte ich vorhin noch, unser Volk brauche Raum und hier ist er auch schon! Verdammt, wir hätten damals doch nicht die Juden vom Katasteramt verjagen sollen.“ – Land(ungs)liebe: Dieser Reichs-Irgendwas-Offizier begutachtet seine erste Hanffarm. Eigentlich wollten sich die Nazis schon 1933 nur ein bisschen Weed anzünden, fanden dann aber nur Bücherstapel. Die Auswirkungen des Rauches dieser psychedelischen Droge ist ja nun weltweit bekannt…

Vergleicht man den Streifen jedoch mit kurzatmigen Extremstparodien wie „Die nackte Kanone“ (auch dieser Vergleich ist extrem unfair, aber so sind Nazis nun mal), so bleibt wenig Idee/Minute übrig, selbst, wenn man die Filmminuten in temporalen Ausmerrrrzlagern auf knapp 90 heruntermordet. Okay, die Nationalnasen können mit einem Mobiltelefon die 1000-fache Rechnerleistung Ihrer Klumpatsch-Computer erreichen und müssen daher mehr dieser Geräte auftreiben. Haha, darüber dreimal kurz gelacht und auf die Schenkel des gesunden Volkskörpers geschlagen. Nicht, dass es die Schuld der Filmemacher wäre, aber für einen anarchischen Schwachsinnsfilm werden viele Szenen etwas zu trocken und „Wir nehmen Ironie ernst“-mäßig präsentiert. Teilweise fühlt man sich in eine Standpauke des Kabarettisten Volker Pispers versetzt, nicht in einen Film, der einem das Glucksen und Ächzen zu lehren vorgibt.

Lässt man „Gags“ wie den Namen „Götterdämmerung“ für das Kampfschiff weg oder jene, die quasi untrennbar mit der Prämisse des Filmes zusammenhängen, bleibt doch eeeetwas wenig, um eine Art Langzeitkult zu schaffen. Zum ersten Mal überhaupt würde ich mir hier sogar ein paar Fäkalgags wünschen („Unser Kanalisationsoffizier heißt Freiherr von BRAUN.“), einen nervigen Sidekick (einen deutschen Papageien namens Ja-Ja-Bringt’s?) oder gar einen kleinen Jungen mit Skateboard und umgedrehter Schirmmütze. Nur schwer kann man sich des Eindrucks erwehren, der Film hätte auch als eine Art Humor-Blitzkrieg auf 60 Minuten funktioniert. Ja, in manchen Sequenzen wirkt er glatt etwas langsam und bräsig, so als würde die Nazis uns nur endlich das zurückbringen, was Computerkritiker uns auf Twitter, Facebook und Digitaltapete stets predigen: Entschleunigung.

Ich würde sogar so weit gehen und sagen: Die erste, richtig interessante Wendung geschieht nach 40 Minuten, wenn (SPOILER!) die Nazis der US-Präsidentin mit ihren Parolen bei der Wiederwahl helfen. Hier wird die altbackene Naziverballhornung (und das sage ICH, obwohl ich mich nachts mit ausgedruckten Nazi-Verballhornungen zudecke!) endlich zur relevanten Gegenwartskritik. Für 2 Minuten. Was in Nazijahren umgerechnet… 2 Minuten entspricht. – Aber mit dem aktuellen Gedankengut von 1933.

„Wie, ich soll mich für meine Rolle bewegen? Ist das mit meiner Managerin abgesprochen? – Muttiiii!!!“ – An Ort und Ställe: Udo Kier sehe ich nur in bekloppten Billigfilmen, in denen er mit wenig Motivation schlechte Bösewichte spielt und sein mangelndes Talent als Ironie vor der Rolle zu verkaufen versucht. Okay, daaaafür spielt er aber stets einen tollen Hamlet im Theater Bielefeld-Brackwede.

Wirklich sympathisch ist eigentlich keine der Figuren, es sei denn, man steht auf Scherenschnitte. Der schwarze Astronaut wird vom Naziarzt weiß gemacht, letztendlich aber nur für ein-zwei gelungene Gags und wenig Screentime, oder eben „Scheibenzeit“, wie es die kotfarbenen Gedankengütler ausdrücken würden. Das blonde Germanen-Mausi mausert sich zwar zur Überläuferin, aber das ist so vorhersehbar wie ein Russenpanzer hinter dem Laternenpfahl. Die deutsche Führerriege – allen voran der unvermeidliche Trashfilmauffüller Udo Kier – stakst eindimensional oder einfach nur sesselpupsend durch die mäandernde Handlung, bei der einem mit jeder Minute die fehlenden Actionsequenzen etwas mehr auffallen. Die Effekte sind zwar gut, wirken aber von der Kameraführung und der Greenscreenvertuschung her doch etwas undynamisch. Und gerade bei Explosionen fällt auf, dass diese doch etwas nach einem Freeware-Programm aussehen, bei denen man zusätzliche Flammenpixel kostenpflichtig runterladen muss. – Aber da von dem geringen Budget auch das Sauerkraut-Catering bezahlt werden musste, wollen wir hier mal Gnade vor Rechthaberei ergehen lassen. Und uns selber (trotzdem) in aufkommender Langeweile.

Dramaturgisch irrt der Film daher auch etwas zu sehr herum. Er bietet wenig Satire und coole Sprüche, denkt weder den Action- noch den Wahlkampfaspekt bis zum Ende und verirrt sich in etwas Dialogen und einem mäßig leckeren Figurenauflauf mit extra viel Käse. Irgendwie spürt man den Fanfilmhintergrund noch immer, mangelt es doch irgendwie an Timing, Tempo, Tiefsinn und Truthähnen (wobei eines dieser Wörter nur auftaucht, weil ich ein weiteres Wort mit „T“ suchte). Aber bevor ich hier mehr meckere, als es der Film verdient, hier noch eine meiner Lieblingsstellen: Als jede Nation plötzlich mit Kampfraumschiffen im Weltraum auftaucht, weil sie deren Entwicklung vor den jeweils anderen geheim gehalten haben ist das schon wieder fast so etwas wie Aufrüstungssatire. Für Viertklässler, aber immerhin. Der Aufrüstungssatirezähler macht da keine Unterschiede, wenn er von 0 auf die 1 umspringt.

Vielleicht liegt die Rüstungs… äh… Richtungslosigkeit auch daran, dass jeder Fan und geldgebende Seppel Ideen für den Film beisteuern konnte. Da kommt dann natürlich auch kein Werk mit durchgängiger Anusaussage dabei heraus, sondern nur etwas, bei dem man wie Nelson bei den Simpsons auf den Film zeigen möchte, dabei „Ha-Ha“ rufend. – Angeblich gibt es hier etliche Filmzitate (das Wort „und“, das auch in anderen Streifen auftaucht?) und der Gigantismus der Naziuntertassen karikiert – laut Internetrezesionen – subhorizontal und kulturklumpologisch den Größenwahn im Dritten Reich. Ich sage dazu: Geschenkt für alle, die mal ein paar bessere „South Park“-Episoden gesehen haben. Die eigentliche Aussage des Filmes ist: „Wir konnten einen machen“ und „Guck maaaal, die Grundidee!“

„Da, die Götterdämmerung!“ – „Okay, den Gag müsst ihr mir erklären. Wer ist der Gott, der hier wegdämmert?“ – „Ey, halt die Klappe! Demnächst müssen wir Dir womöglich noch erklären, warum die havarierten Raumschiffe in jedem zweiten SF-Film Phönix oder Prometheus heißen!“ – Startsch(l)uss: Als der Film etwas in Schwung kommt, ist er auch schon wieder vorbei. Also nach genau 75 Minuten, zu multiplizieren mit den Todesopfern des zweiten Weltkrieg, um die GEFÜHLTE Länge auszuknobeln.


Fazit: Beim Barte des Führers und seiner beglatzten Propheten, ICH hatte mir viel mehr erhofft. Vielleicht liegt es an den vielen Deutschen, die eine Art „Made in Germany“-Markenqualität suggerieren, wer weiß das schon? Jedenfalls fehlt mir Tempo, Spannung, Humor und diese kultverdächtige Mischung aus all dem, die einem Skinhead anerkennend den Baseballschläger auf einen Asylbewerber tippen lassen. Irgendwie hatte ich nach dem Sehen des Trailers bessere Laune, und wer mich kennt, der weiß: „Bessere Laune“ suchen in meiner Seele sonst nur umgeschulte Trüffelschweine. Fazit-Fazit: Ein Fanfilm mit höherem Budget. Muss man nicht sehen, hat man aber schon. Verdammt.

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM

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Artikel

von Klapowski am 29.07.12 in Film-Review

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Kommentare (15)

  1. Exverlobter sagt:

    „Nazis waren und sind einfach cool“

    Oh, das aus dem Zusammenhang gerissen, und der nächste Skandal im Sinne eines Lars van Trier ist perfekt.

    • Doughnut sagt:

      Ich glaub kaum, dass irgendwer außer von Trier so verblödet oder masochistisch ist, sich nach so einer Bemerkung mit das Ganze weiter verschlimmernden „klärenden Anmerkungen“ immer und immer tiefer reinzureiten.
      Eigentlich wirkte dieser Trier-Auftritt bei der Pressekonferenz ziemlich amüsant. Wenn ich die Gelegenheit gehabt hätte, ihm das Mikro zuzudrehen, ich hätte es nicht getan. Das war, als würde man Inspektor Clouseau bei der Arbeit zusehen. XD

      meine Theorie zu von Trier:
      Er möchte gerne tiefsinnige, kontroverse Dinge von sich geben, statt bei Themen wie den Nazis belanglose, alle langweilende Political Correctness runterzubeten. Leider ist er nicht intelligent genug dazu, solche Gedanken während des Redens zu entwickeln, und seine Sätze kommen plumper und missverständlicher raus als beabsichtigt. Ist ja bei mir auch oft so, dass ich bei bestimmten Themen weiß, dass ich irgendwann mal drüber nachgedacht und mir irgendwas mMn Originelles zurechtgelegt hatte, es aber nicht unbedingt exakt reproduzieren kann, wenn die Sprache wieder auf das Thema kommt…
      Nur im Gegensatz zu von Trier halte ich dann einfach meine Klappe. ^^

      Allerdings hat die Feststellung, dass Nazis cool sind, nicht das Geringste mit von Trier zu tun. Der Kontext macht’s wieder mal. Nazis sind natürlich cool, als Filmbösewichter. Drum ja auch der ganze Rummel um diesen überteuerten Amateurfilm Iron Sky.

    • Sparkiller sagt:

      Ich freu mich sowieso schon auf die ganzen neuen Kommentar-Schreiberlinge, welche unsere Seite nun über Google-Anfragen wie „Nazis sind cool“, „Rassenrestbestände“ und „Germanen-Mausi“ finden werden.

      Hauptsache Quote… nicht wahr, Klapo?!

    • Raketenwurm sagt:

      Trier leidet ja an schweren Depressionen, weshalb ich diese Pressekonferenz als eine Selbstverletzung interpretiert habe. Er sitzt in Cannes, hat zwei bekannte Hollywood-Schauspieler an seiner Seite, einen Preis hätte es für den Film wahrscheinlich auch noch gegeben…da hat er sich eben spontan mal selbst demontiert, bevor es ihm am Ende sonst tatsächlich mal richtig gut gehen könnte.

    • Klapowski sagt:

      > “Nazis waren und sind einfach cool”

      > Oh, das aus dem Zusammenhang gerissen, und der nächste Skandal
      > im Sinne eines Lars van Trier ist perfekt.

      ——-

      Für eine weitere Zuspitzung bin ich dann doch nicht masochistisch genug. Oder SADISTISCH in Bezug auf meine jüdischen Freunde, die ich garantiert habe, ohne es zu wissen. Die sollen ja alle viel Kohle haben und daher würde ich diese ungern verärgern. (Bekomme ich bei einer späten Beschneidung von ihnen Geschenke, wenn diese medizinisch sowieso angezeigt wäre?)

      Ich finde auch langsam echt, dass UNSERE Generation, die sich mehrheitlich nur noch mit der Überwachung von Brandschutzmaßnahmen in Asylantenheimen auseinandersetzt, ruhig mal einen Naziwitz machen darf, ohne dafür angeklagt zu werden. Ich habe mein Nazi-Missfallen schon damit bekundet, indem ich meinem Opa keine frische Blumenerde aufs Grab gekrümelt habe. Da habe ich mir das Recht, vor der Synagoge mit 5 Erdbeerweinen intus mal aus purer Lebensfreude „Heil Hitler“ zu rufen, doch redlich verdient.

  2. Exverlobter sagt:

    „Nazis sind natürlich cool,“

    Sogar der Spiegel hat sowas in der Art mal gesagt. Es ging um einen Artikel, dass vor allem in England keiner was über deutsche Geschichte weiß, außer über Nazis natürlich.

  3. bergh sagt:

    tach auch !

    Auch wenn ich Nazis nicht cool finde,
    auch nicht als Filmbösewichte, fand ich diesen Film besser als 4 von 10.
    Also mindestens 5 v 10 und einen Extrapunkt für das rassige Blondchen.
    (Wortwitz nicht beabsichtigt, ist mir aber aufgefallen)

    Die Tricks waren wie bei StarWreck üblich ziemlich Spitzem,
    die Handlung eher mau und unwichtig.

    Aber alleine die Eröffnung mit „Husten wir haben mächtig viele Probleme“ war doch
    ober coool, oder ?

    Also bitte :
    Normale Bewerztung 4 von 10
    Fanfilmbewertung 6-7 von 10

    Gruss BergH

  4. Bolleraner sagt:

    Du sprichst mir aus der Seele, Klapo.
    Auch ich habe mir viel mehr von dem Film erwartet. Und der Vergleich mit „Die nackte Kanone“ muss sich der Film gefallen lassen. Auch ich dachte mir im Kino, dass die Zucker/Abrahams/Zucker Filme eine wesentlich höhere Gagdichte bieten, bei ähnlich seichten Gags. 4 von 10 finde ich absolut angemessen, hätte aber gerne auch einen besseren Film gesehen.

  5. bergh sagt:

    @Bolleraner und Klapo.
    Ihr könnt doch nicht ernsthaft eine multimillionen Dollar Hollywood Prduktion wie The naked Gun mit Iron Sky vergleichen.
    Da liegen doch viele Millionen Dollar dazwischen.

    Und dafür hat Iron Sky es nicht schlecht gemacht;
    finde ich.

    Gruss BergH

    • Sparkiller sagt:

      „Da liegen doch viele Millionen Dollar dazwischen.“

      Sehr richtig! Ein guter Gag kostet schließlich MINDESTENS 250.000 Dollar, wenn ich mir die Kurse der IKB (Internationale Kalauer Börse) so ansehe.

      Was ganz nebenbei auch die Witze in Klapos Artikeln erklären dürfte…

  6. Vieselveis sagt:

    Der Film war einfach schlechter als Star Wreck in the pirkening. Da braucht man keine anderen Hollywoodfilme zum Vergleich heranziehen. Und der Film war billiger.

    Deswegen war ich auch maßlos enttäuscht, besonders da ich so blöd war, Geld für den Mist auszugeben.

    Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass man da unbedingt gezwungen einen Mainstreamfilm machen wollte und deswegen auch auf subversivere Witze verzichtet hat. Außerdem hat wohl auch einfach die deutsche Beteiligung die Qualität in den Keller gezogen.

  7. bergh sagt:

    tach auch !

    Dieser Kritik kann ich weit folgen,
    der Vergleich mit einem „echten“ Mainsteram-Film hinkt
    allerdings wie ein Einbeiniges Dreibein.

    Gruss BergH

    P.S. @Sparki
    Ahhhh jetzt ja, Du hast die Erklärung für Klapos Witzqualität gefunden(?)
    Spass beiseite :
    mach doch noch einen ZuckCast mit JGB zu diesem Fillm,
    dann wissen wir auch was die weiliche Seite so dazu denkt. :-)

  8. BergH sagt:

    tach auch nochmal !

    Da fehlt eindeutig ein „b“ in weibliche.
    Gruss nochmal BergH

  9. flyan sagt:

    Ich bin ja schockiert, wie schlecht der Film hier angenommen wurde. Ich selbst war im Kino und hatte mich (ohne Alkohol o.ä.) sehr amüsiert und war offenbar nicht der einzige.

    Natürlich ist es kein Slapstick-Film und man kann nicht erwarten, dass die ganze Zeit Gags abgefeuert werden. Ganz im Gegenteil, viel von dem Humor kam eben besonders gut rüber, weil es grundlegend nicht unbedingt ein alberner Film ist, auch wenn man bei „Nazis vom Mond“ erstmal davon ausgehen möchte.

    Da dieser Film mir sehr gefallen hat, wüsste ich ganz gerne, welche Filme aus dem „Mainstream“ noch besser sind. Am besten in Listen-Form.

  10. Kalauer sagt:

    Also Vorab ist es schonmal toll dass das Review überhaupt durchgeführt wurde. Dss nenn ich doch mal Kundenservice.
    Über ein 4/10 bin ich etwas überrascht. Inhaltlich geh ich ja mit deinen Meinungen mit(ich bin grundsätzlich der Meinung anderer), aber die Würdigung dieses „Kraut-Funding-Experimentes“ kam wohl etwas kurz.
    Zudem war doch dieser Sarah Palin Verschnitt ein Klasse Tritt in den Allerwertesten. Schon allein dafür gibts von mir nen Punkt extra.
    Daher meine eigene Fanwertung 6/10 und ein Ohr extra für den Bereich Tiefsinn.

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