Cronenberg TV – 3 Reviews zum Meister der „Häää?!“-SF

David Cronenberg hat mehr für die Science Fiction getan als J.J.Abrams mit dem flohmarktmäßigen Ausverkauf von Star Trek und (demnächst) Star Wars. Der David hat unzählige Filmchen verwirklicht, von denen die eine Hälfte total krank ist und die andere Hälfte total krank MACHT. Kein Wunder, so ungeschützt, wie er in seinen Streifen stets Körperöffnungen benutzt (Ansteckungsgefahr!) und alternative Realitäten erschafft, in denen man sich spontan unwohl, aber beim Gucken auch irgendwie „unhohl“ fühlt. Lest hier nun die Reviews zu „eXistenZ“, „Die Fliege“ und „Videodrome“…
Star Trek Continues E01 „Pilgrim of Eternity“ – Fanfilm-Review

„Der beste Fanfilm, wo gibt, Klapo!“, „Sogar meine Schwester ist jetzt dadurch Trekkie geworden, sie zeigt auf dem Ultraschallbild nämlich schon einen vulkanischen Gruß!“, „Wehm das nich gefählt, der is doch dotal schwuuul!“ – Diese und ähnliche Kommentare haben mich überzeugt, trotz Skepsis doch mal bei „Star Trek Continues“ reinzuschalten, der neuen Reihe mit den roten Wänden und den Handlungen, die NUR auf einem Raumschiff spielen. Krass, was die Rentenkasse sich heutzutage zutraut!
„Eh Brei!“ – Videospiele(zer)presse für alle!

Da! Die E3 ist wieder gestartet! Und schon zeigen die ersten Pressekonferenzen der großen Firmen uns wieder, dass Gaming endlich da angekommen ist, wo Kino-Blockbuster und (Privat-)Fernsehen schon lange sind: Am Bodensatz der Gesellschaft. Ein ekliges Gemisch aus „Ey Alder!“-Rufern und Menschen, die für ein paar neue Lichteffekte ihre Omma töten würden. – Wenn diese nicht rechtzeitig zur Ablenkung ein paar Papp-Lens-Flares an ihre alte Küchenlampe geklebt hat. Ich wage nach der Microsoft-Pressekonferenz eine spontane Analität… Analyse.
5 Dinge, die die SF-Welt nicht (oder anscheinend doch?) braucht

Jetzt mosere ich schon seit 12 Jahren auf dieser Webseite und noch immer gibt es in der Welt der SF und des TVs (und BDSM, aber das gehört nicht hierher) Dinge, die mich fast täglich – wenn nicht sogar WÖCHENTLICH – ärgern und beschäftigen. Dazu gehören Franchiseverbrechen, Marketingausfälle und dramaturgisch-televisionäre Fehdehandschuhe, die mir abschätzig ins Gesicht geschlagen werden. Hier sind 5 der Gröbsten. Eine zukünftige Wiederholung und stundenlanges, mantrahaftes Rezitieren dieser Punkte meinerseits ist trotzdem nicht ausgeschlossen…
„Game of Thrones“ – Das Review zur Serie (bis zur 3. Staffel)

Ich muss dieser Serie schon aus meiner Kritikersicht heraus sehr dankbar sein: Wenn ich wieder mal unzufrieden mit einem beliebigen Film/einer Serie bin, so muss ich mir demnächst nicht mehr das Gehirn zermartern, was ich als positiveres Gegenbeispiel anführen kann. Bis jetzt musste ich mir immer noch alles mühsam zusammenloben: „Wenn die Kulissen von Film XYZ ein bisschen mehr wie die von ‚Firefly’ wären, die Effekte ein bisschen wie bei ‚Doctor Who’ und das Gesicht des Bösewichts ein wenig mehr wie ‚Doctor House’, DANN hätte hieraus etwas werden können!“ – Vorbei, vorbei, die schwammige Lobhudelei!
Doctor Who – 7.14 – “The Name Of The Doctor” Review

Huch, das Staffelfinale! Darauf war ich noch gar nicht eingestellt, nachdem Clara durch einige mittelprächtige Episoden gerade noch bei der persönlichen Frage sein dürfte, ob sie nun weiter mitreist oder sich doch wieder ihrem Fertigpizza-Kochstudium widmet. Aber gut, alles Gute hat einmal ein Ende, womit weniger diese Staffel, als der Tod des Doctors gemeint ist. Denn dieser besucht hier mal eben sein eigenes Grab. Sogar mit Stiefmütterchen (= River Song) drauf!
Doctor Who – 7.13 – “Nightmare In Silver” Review

Ein Schnupfen ist nichts dagegen: Kaum gibt der Doctor einem abgeschalteten Cyberman im Kuriosenkabinett von Kreuzkirchen die Pranke, schon ist wieder das halbe Universum in Gefahr. Und das auch nur, weil die andere Hälfte vermutlich schon wieder durch Daleks bedroht wird. Dabei hatte ich WIRKLICH geglaubt, dass die Cybermen jetzt ausgestorben sind! – Wie? Nein, ich will keine Zeitschriftenabos oder Handyverträge! Das war eben ein Witz, ich bin nicht leichtgläubig, wirklich! – Hilfäää!!
„Star Trek – Into Darkness“ – Das Spoilerreview

Endlich: J.J.Abrams hat seinen ersten Star-Wars-Film abgeliefert, wenn auch leider unter dem falschen Titel. – Nein, im Ernst: Die Zeit bis zum Start des 12. ST-Films ging für mich jetzt schnell vorbei. Da hat sich das aufgestaute Desinteresse ja echt mal gelohnt! Weiterhin bin ich der Meinung, dass das Franchise (für mich!) eher eine kultige Serie braucht und 190 Millionen Dollar für 2 Stunden Unterhaltung mindestens 185 zu viel sind. Wenn man bedenkt, dass ich in 2 TV-Stunden wohl genau so gut unterhalten worden wäre – UND dafür durchaus 4,99 Euro ausgegeben hätte (Blu Ray). Aber es hilft ja nichts. Wir müssen’s ja reviewen…
Doctor Who – 7.12 – “The Crimson Horror” Review

Wie, kein Doctor zu Beginn? Ganz wenig Clara? Stattdessen die Sidekicks aus den Folgen Sieben-Dings und Elf-Bummens? Und rote Wandfarbe im (Sender)familienpack? – Seriöser zusammengefasst: Die neueste Episode beschäftigt sich mit Religion, Verdammnis und Raketen. Eben alles, was wir in diesem Zusammenhang auch ständig aus dem Nahen Osten hören. Nur, dass hier die Körperfarbe künstlich gerötet wurde und es sich nicht nur um den Bluthochdruck echauffierter Gotteskrieger handelt…
„In Time“ – Das Review zur Zeitverschwendung

„Intim? Endlich mal mehr Fickelthemen bei Zukunftia, lechz!?“ – Im Ernst: Wann gab es zuletzt einen großen Hollywood-Film, der mit anspruchsvollen SF-Ideen à la „Big Brother“ (nein, nicht das mit den Assis im Container) die Massen begeistert und die Masken fallen lässt? „InTime“ hatte das Zeug dazu, dem durchwachsenen „Surrogates“ den Rang des Kurzstrecken-Tiefgründigen abzulaufen. Aber reicht es schon, eine Trailer-taugliche Idee zu haben, und danach beim Runrennen ständig auf die ArmHANDuhr (haha) zu sehen?
Doctor Who – 7.11 – “Journey to the Centre of the TARDIS” Review

Erinnert Ihr Euch noch an die letzte Woche, wo ich so etwas wie „Weiter so!“ im Who-Review gesagt habe? Nun, ich wurde erhört! Leider aber nur von dem übermotivierten Sadisten im Produktionsteam… Doch bevor es ans Eingemachte (= Dramaturgie aus der Dose!) geht, zuvor noch eine Warnung: Die Monster in dieser Folge mussten auf Grund des Jugendschutzes leider zensiert werden. Mehrere Sechsjährige im Testpublikum sollen sich nämlich beim Anblick derselben schwer KRANK gelacht haben. Nieren- und Hirnspenden werden noch entgegen genommen.
Das Böse in Serie – oder: Antihelden im TV

Liebe Zukunftia-Fans, lasst uns kurz über das BÖSE reden. Nein, nicht über den Typen, der die Ortographie auch für Internet-Kommentarfelder erfunden hat, sondern über zwielichtige Gestalten in modernen Serien. Ist Euch schon mal aufgefallen, dass Menschen mit Liebe zum Strafgesetzbuch keine Chance mehr in „anspruchsvoller“ TV-Unterhaltung haben? Wer will, kann seine Mattscheibe ausschließlich von fragwürdigen Gestalten bevölkern lassen, ihnen sozusagen ein „Homeland“ (harhar) bieten. Zeit, das kurz mal auseinander zu dröseln…
Doctor Who – 7.10 – “Hide” Review

„Blöder Episodentitel… Hide-Park Soltau oder watt?“ – Im Ernst, eine Geistergeschichte? In den mäßig wilden 70ern? Das verhieß eigentlich nichts Gutes, waren die ähnlichen Storys um pseudo-metaphysische Blässlinge doch früher eher ein Garant für Tempo 30 auf der Geister(auto)bahn. Doch statt uns einfach mit durchsichtigen Kohlköpfen zu nerven, die gerne schon immer mal ein Dalek/Cybermen sein wollten, zeigt uns diese Episode eine etwas andere Interpretation. Apropos Interpretation: Hefte raus, tiefgründige Folgenbesprechung!
Doctor Who – 7.09 – „Cold War“ Review

Der Weltraum… Unendliche Abenteuer auf der Erde zwischen den Jahren 1200 und 4200. Dies sind die (in Ermangelung eines schöneren Wortes für „Klischee“) Abenteuer des Traumteams „Who-Surprise“, das mit seinen 4,01 Ideen unterwegs ist, um alte Einfälle auszuwärmen, allzu bekannte Lebensformen im Blecheimer und für den Einmalgebrauch erfundene Zivilisationen. – Oder, ganz anders ausgedrückt: „Schon wieder ein Einleitungstext für eine Who-Folge schreiben…? Böh, dann wandele ich halt irgendwas von Star Trek ab, kommt immer gut!“
Doctor Who – 7.08 – „The Rings Of Akhaten“ Review

Schon wieder über eine Woche rum seit der letzten Who-Episode? Meine Güte, diese 7-Tage-Woche ist ja die schnellste In-die-Zukunft-Zeitmaschine seit der Erfindung der TARDIS in Form eines Jahresurlaubs! – Jedenfalls bekommen wir auch dieses Mal wieder einiges für unsere BBC-Haushaltsabgabe geboten: Einen Asteroidengürtel für alle, die den Orbit gerne enger schnallen, ein Monster, das frenetisch auf eine Glasscheibe einprügelt (Wie die Samstag-Nacht-Besoffenen in der Straßenbahn, nur halt in weniger) und einen einköpfigen Kinderchor, der einem Himmelskörper den magnetische Pol faltig jodelt.
„Dredd“ – Das Review zur Blutspur

Ist Judge Dredd jetzt die Vorlage für „Robocop“? Und auf welchem Comic basiert eigentlich Arnold Schwarzenegger – als Privatperson? Da ich derartiges Unwissen bequem als Satire auf das menschliche Konzept namens „Desinteresse“ schieben kann, habe ich das alles gar nicht nachrecherchiert, sondern mir den allgemein gut bewerteten Film „Dredd“ einfach reingezogen. Und die wichtigste Info zum Streifen kann ich sogar jetzt schon raushauen: Mit heiligem Ernst bescheinigte mir Schildhilde (die meine Stirn massieren musste), dass Karl Urban genau die richtigen „aristokratischen Nasenlöcher“ für die Rolle habe.
