Film- und Serienkritiken

Der Latinum-Standard des Star Trek Universums

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„Star Trek – Picard“, Kritik zu 2.09, “Das Versteckspiel”

„Star Trek – Picard“, Kritik zu 2.09, “Das Versteckspiel”

Endlich gehts weiter mit dem Rätsel um Q! Und zwar ist es so, dass Q in dieser Folge gaaar keine Zeit hatte. Dafür hat Dr. Soong aber das Kalenderblatt gewechselt und statt „Tag des Vaters“ den „Tyrannentag“ enthüllt. Tja, aber das war bestimmt wieder die Schuld von Picard, der bereits seit 8 Episoden die Welt (und seine Lungenflügel) in Atem hält. Und auch diesmal sehen wir ihn durch dunkle Räume in Röntgenbild-Farbtönen huschen. Während er ständig so Dinge ruft, die man sonst aus „Elden Ring“ als Hinweise von Onlinespielern kennt… („Finger probieren, aber Loch!“)


Inhalt: Im Rausch des Bewegungsdrangs rennen alle Hauptfiguren wild in der Gegend rum, obwohl man sich teilweise hätte beamen können. Aber nur so kann man die Privat(borg)armee von Dr. Soong dazu bewegen, sich sämtliche Implantate abzutrainieren und ebenfalls durch das Weingut zu schleichen – immer mit 0,1 bis 35 km/h! Denn nur wenn Picard richtig rumgehetzt wird, kann die Borg-Queen einen Kilometer weiter das Schiff von Rios übernehmen.

Besprechung:

Die Borgqueen braucht die La Sirena, um das Schiff der Europa-Mission aus dem Orbit zu beschießen. Sabotage am BODEN geht vermutlich nicht, denn da sind schließlich sogenannte „Alarmanlagen“ und „Vorhängeschlösser“?

Richtig gehört. Die Borgarmee der gesichtslahmen Metal-Sänger will Rios’ Schiff einnehmen. Was sie sogar innerhalb von Sekunden schafft, da alle sich plötzlich BEAMEN können.

Eine Fähigkeit, die anscheinend mittels Nanosonden-Achselschweiß von Drohne zu Drohne übertragen wird? Oder hatte Doktor Soong in seinem Daniel-Düsentrieb-Werkkeller bereits einen Transporter-Prototypen rumstehen? Bestimmt schon mit Android-Version 14 oder so.

„Ja, mehr Truppen, meeeehr! Ja, beamt noch einen auf den Kartoffelacker gegenüber. Die TV-Saison geht weiter uuund die Chips müssen assimiliert werden!“ – Truppenstärke für Kopfweiche: Ich war so frei, das schönste Bild der Borgarmee für euch rauszusuchen. Aber okay, „Präzisionsschläge“ beim Gegner sind viel einfacher, wenn man vorher ein menschliches Fadenkreuz von einem Kilometer Länge bildet?

Empört über die (Fast-)Übernahme der La Sirena ziehen sich Picard & Co. auf das Weingut zurück (Warum auch nicht?), in das sich die Borg freundlicherweise nicht reinbeamen (Dem Schild „Vorsicht vor dem Hunde und bissigen Logiklöchern“ sei dank).

Hier beschießt man sich gegenseitig mit SF-Lasergewehren, gemischt mit Kalaschnikows(?), damit die manchmal durchblitzende Trek-Reststimmung heute schon vor dem Frühstück Feierabend machen kann.

Wo all die Borg-Drohnen so schnell herkommen und wie es nach der Szene in der letzten Folge weiterging, als man nur EINEN Soldaten umwandelte (die restlichen fanden das so knorke wie Obelix bei der Zaubertrankausgabe?), das wird uns nicht erklärt. Was generell nicht schlimm ist, da diese Folge von einem Spatz mit Morbus-Crohn-Erkrankung in den Vorgarten geschissen wurde – und dann von einer alten Indianerin in ein fertiges Drehbuch übersetzt.

Nach dem sinnfreien gegenseitigen Beschießen ohne Durchschlagskraft („Schnell, dieses schimmelige Weinfass wird uns schützen!“) fällt auch Picards Truppe ein, dass man dank Laris’ Technologie „beamen“ kann. Äh… Na, diese Nebeltore halt, die immer exakt GLEICH aussehen, auch wenn drei nebeneinander rumwabern. Der gebrechliche Picard bleibt jedoch zurück, um ausreichend in Gefahr zu bleiben und tiefgründige Dialoge mit Dr. Soong zu führen. So in der Art von: „Sie werden niemals damit durchkommen!“ – „Muhahaha! Selbaaa!“

„Mister Bond, ich werde Sie graaausam töten!“ – „Und danach?“ – „Keine Ahnung. Zusammen ein Nanobot-Eis essen oder so?“ – Fast wie im Film „Enemy Mimimi Mine“: Widersacher, die erst in der Zukunft erfahren werden, dass sie mal den selben Pulli tragen, entdecken plötzlich die Hassliebe des Liebeshasses füreinander. Also, wer DA nicht schwul wird, dem wurde vermutlich bereits in den Kopf geschossen?

Der Grund für die mittelgute Weingut-Belagerung ist übrigens, dass man Picard aufhalten will, das Schiff zurück zu erobern. Was angesichts von hunderten Drohnen ein realistisches Ziel sein dürfte…?

Außerdem wollte man unbedingt die besten Szenen aus „Star Trek 8“ durchspielen, wo Data ebenfalls nicht die Codes für das Schiff (damals die Selbstzerstörung) rausgeben wollte und auch hier ein kleines Erdenschiffchen abgeschossen werden sollte. Ja, wenn die Kurtzman’sche Recyclinganlage erst mal in Gang ist, werden die alten Drehbücher sogar noch um Logiklöcher ERWEITERT, damit der Mehrwert nicht nur dadurch entsteht, weil man bei CBS-Aktien auf „Short“ geht.

Auch Visionen aus der Kindheit müssen wieder sein. Diesmal träumt Picard davon, dass sein Vater nicht gleeeich (mit)spielen wollte, so dass sich ein äußert natürlich-menschlicher Dialog ergibt. Hier mal sehr frei übersetzt:

Mutter: „Du bist ein Griesgram.“
Vater: „Bitte was? In Wissenschaft und Forschung wird auch nicht mit LEGO gespielt! Hummhumm. Wo ist meine Pfeife und mein Monokel?“
Klein Picard: „Hihi, Griesgram, Griesgram! Wort luuustig!“
Mutter: „Pöh. Dann spiele ich eben alleine mit meinen Psychopillen auf dem Monopoly-Brett.“
Vater: „Apropos Psycho… Du bist ja schon seit Tagen relativ gut drauf. Schön!“
Mutter: „Knurr… Blödguck.“ (Warum erwähnst du das?)
Klein Picard: „Will jetzt `pielen!“
Mutter: „Na gut, Augen zu. Verstecken. Du suchst jetzt ein neues Trauma, oookay? Und wenn wir es gefunden haben, hauen wir alle den fiesen Papa mit einer Lutherbibel auf den Kopf!“

„Papa, Mama hat mir heiße Bohnensuppe in das Hemd geschüttet und Kekse aus zerstampften Schlaftabletten gebacken.“ – „Nicht schlimm. Wir leben in einer Utopie, in der es keine psychischen Erkrankungen gibt. Man darf sie nur nicht erwähnen, sonst bringt sie der Ghul erst vorbei!“ – Das Thema der verschlossenen Türen ist sehr präsent. Tja… Die Autoren für diesen Schmarrn sollten sich ebenfalls dran gewöhnen?

Im ernst, das war so mies geschrieben und gespielt, dass ich ahne, warum sich Jean-Luc mit 17,5 Lebensjahren alle Haare vom Kopp gerissen hat. – Aufbau, Problemstellung und Dialogübergänge: Note 6.
Die Autoren scheinen selbst im Keller gehalten zu werden und als einzige Liebkosung einen Pistolenschuss in den Fuß zu kennen? („Oh, danke, Sir! Das tut mir gut. Solange Sie nicht ohne Ankündigung das Licht anmachen und meine Joghurtsorte auswechseln, ist alles okay.“)

Aber gut, die Vision beschert Picard in der Jetztzeit einen tollen Einfall: „Haa! Verstecken! DAS ist die Lösung!“ Und schon knattern die Maschinengewehre und der alte Mann hechtet mitsamt seiner Knalleridee im Flur herum. Sogar im Kreis, wenn ich es richtig gesehen habe? „Verstecken“… Tzzz. Wie die nur immer auf diese Ideen kommen?

Und Soong verhält sich jetzt bereits wie ein Comic-Bösewicht, der zu viel Zeit in Kinderbüchern des Jahres 1970 verbracht hat. Ich wollte fast schreiben, dass nur noch so Dialoge fehlten, wie „Ganz wie Sie wünschen, gnahaha!“, aber es könnte sein, dass der sogar DRIN war?

Generell muss man der Episode aber Respekt zollen, wie man hier auf alle Kleinigkeiten geachtet hat! Kein Detail wurde ausgelassen, keine Szene überhastet gedreht. Man muss wirklich auf jede Nuance achten, um nichts zu verpassen:

– Seven und Raffi sehen den grünen Laserpointer der Borg am Fenster – und schleichen sich dann GENAU dran vorbei, worauf natürlich der Stuntman-Nahkämpfer mit geschickten Torkel-Skills durch die Scheibe fällt. Unterstützt von einem Kameraman, der mit der freien Hand noch das Licht an- und ausschaltet.

„Sag mal, hast du eigentlich das letzte Resident Evil durchgespielt?“ – „Ne. Ich komme immer nicht an der Stelle vorbei, an der offensichtlich zwei Zombies stehen, ich aber genau drauf zugehe, als wären sie nicht da.“ – „Puh. Wie unfair.“ – Früher hätte ich gesagt, dass alle Charaktere zu Schießbudenfiguren werden. Hier allerdings muss ich erstmals den Begriff „Schließmuskelfigur“ verwenden.

– Picard denkt weiterhin über seine Kindheit nach, wo sich seine Mutter beim Versteckenspiel einfach mitten in den Raum stellt. Äh, und selber rausgesprungen kommt?! So wie damals, als Kurtzman auf dem Parkplatz die Lizenz für Star Trek bekommen hat? („Gehen Sie weg! Hier haben Sie alles, was Sie wollen!“)

– Moooment? Picards irre Mutter fühlt sich in dunklen Gruselkellern am sichersten? Das Prinzip der „Umgekehrten Psychologie“ habe ich mir immer anders vorgestellt…

– Und kann es sein, dass die Autoren selber verwirrt sind, was Picards Weingut und zeitliche Abläufe angeht? Wenn z.B. das Geheimgang-Bücherregal im Jahr 2024 total zerstört war, warum hat man es Jahrhunderte später einfach genau SO wieder da hingebaut?! Nur die „tausend tödlichen Gefahren im Keller“ hat man über all die Zeit nicht behoben. Wobei ich mir schon vorstellen könnte, dass man 23. Jahrhundert ein paar morsche Planken hätte flicken können. Aber ich bin kein Experte für Betonmischer mit Nanobot-Pampe drin…

– Und die scharfe Ärztin soll tatsächlich mit einem „Trikorder“ eine Kugel rausoperieren?! Okay, vielleicht haben die Medizinischen Trikorder einige Funktionen dazubekommen, aber es klingt echt so, als würde ich sagen: „Natürlich kann man mein Auto reparieren! Dafür gibt es schließlich Windows-PCs (mit denen mein Werkstattmeister die Ersatzteile bestellen kann)!“

„Ja, einfach ganz fest draufdrücken und dann mit kreisenden Bewegungen reindrücken, bis ich schreie.“ – „Soll das etwa dein Ernst sein?“ – „Natürlich nicht. In Wirklichkeit musst du das Ding über einen alten Voodoo-Schrein reiben, bis die Farbe abgeht.“ – Technik, die entkleistert: Früher hat die Technologie in Star Trek Spaß gemacht. Heute macht der Spaß nur, dass er wegkommt.

Alle paar Sekunden geschieht etwas, bei dem mental anhält und sich fragt, ob man das wirklich gehört/gesehen hat. Das ist bei New-Trek nicht neu, tritt aber so geballt auf, dass man zwischendurch zweifelt, ob Episoden überhaupt in der richtigen Reihenfolge ausgestrahlt werden.

Besonders starkes Beispiel:

Laris und Picard streifen also erneut durch das Gewölbe. Und lustigerweise fragt sie Picard, was damals hier passiert sei, obwohl wir (und sie!) GENAU das vor zwei Folgen gesehen haben? Aber okay, im Folterkeller, den man ungern kindersicher umbauen möchte, fällt einem gerne mal ein alter Weltkriegs-Panzer auf den Kopf. Und somit die Erinnerung an alte Folgen flach…?

Derweil rennen Raffi und Seven mit einem Messer und einem Korkenzieher(!) auf ein Rübenfeld mit feindlichen Borg zu. Natürlich erst nach der traurigen (aber Selbstmord-erklärenden) Geschichte, dass Seven nie bei der Sternenflotte arbeiten durfte, weil sie eine Borg war. Ja, so kennt man die Flotte: Androiden, alte Glatzenträger und kybernetische Lebensformen sind nur solange willkommen, bis Alex Kurtzman stumpf das Gegenteil behauptet. – Demnächst fehlt echt nur noch Deanna Troi, die erzählt, dass sie ihren Job an den Nagel hängen musste, weil sie im Betazoiden-Trainingslager immer mit kaltem Wasser abgespritzt wurde.

Vergessen wir bei all dem aber nicht Holo-Elnor, der als mordendes Kampfhologramm durch das Schiff springt, am Ende aber mittelmäßig viel erreicht. Übrigens komisch, dass die 50% an Frauen im Mordkommando, die man damals noch sah, plötzlich zu 100% Männern wurden, als es ums Abschlachten ging?

Wobei ich auch finde, dass das Borg-Make-Up zu oft vergessen wurde. Oder muss ich mich im finsteren Filmstudio konzentriert nach Augenringen und schwarzen Fingernägeln umsehen, um die Drohnen identifizieren zu können?

„Elnor, du kannst aufhören, ihn zu töten. Er ist bereits roter Brei. Und wird vom CBS-Marketing als Werbebild für unsere Serie angefragt.“ – „Deine Lippen sagen ‚aufhören‘, aber meine Subroutinen sagen ‚Psychopath werden und als Super-KI die Welt erobern.‘ “ – Mach alles ab: ich finde es unfair, dass man den neuen Trek-Serien immer die angeblichen Abschlachtszenen vorwirft. Wenn man vom Rituellen Schächten spräche, klänge es doch alles gleich viel freundlicher?

Und wäre vielleicht die Erwähnung, dass das dies „nur“ gequälte Menschen sind, mal nett gewesen? Ich finde – dank mehreren Jahren Kurtzman: Nö! Immer feste drauf!

Und wieso genau sehen die Borg, die man halb in die Wände beamt, plötzlich selber wie Stein aus? Klar, so wirkte es weniger blutig, aber in meinem Kopf blieb dadurch nur hängen, dass der Transporter irgendwie Materialien wild vermischt. Und dass er macht, dass komische Photoshop-Stillleben entstehen, bei denen Kollege Sparkiller schon den roten Kulli klacken lässt? („Liste mit Verbesserungsvorschlägen kommt sofooort!“)

Generell machen mir die Borg in der Variante namens „Überstunden im Dritten Weltkrieg“ keinen Bock mehr. Wo ist das ikonische Aussehen? – Ist ja schön, dass man Jurati neuerdings einen Computerchip aufs Dekolleté pinselt und die Buben eher wie Neonazi-Autisten mit Waffenschrank-Fetisch rüberkommen, aaaber die staksigen Bewegungen und die langsame, aber unaufhaltsame Gefahr war doch spannender als Schusswechsel im (dämmerungsbedingten) Schwarzwald.

Entweder sind die anrückenden Massen gerade unter CGI-Rhododendron verborgen („Pilze und Ameisen müssen assimiliert werden!“) oder man sieht grüne Laserstrahlen durch die Dunkelheit zucken (Irgendwie nicht die cleverste Entscheidung, potenzielle Opfer stundenlang anzuleuchten, bis man dort ist?) oder man lässt die Armee stundenlang um das Haus patrouillieren, als wenn man auf irgendwas warten müsste. („Scholz sagt, die schweren Waffen kommen bei Morgendämmerung – aber nicht, an welchem Morgen.“)

„Hey, was machen unsere Verfolger denn plötzlich in den Wänden? Genau da, wo wir langgehen?“ – „Na, haben Sie denn nicht die hässlichen Risse gesehen?“ – „Im Mörtel?“ – „Nö, in der Logik.“ – Neu: Das tätowierte Wandtattoo… Dank Späßen wie diesen vergisst man schnell, dass sich Picard und Laris minutenlang gemütlich über Kindheitserinnerungen unterhalten konnten. („Und wie war das genau, als sie hier mit den Nazis wohnten?“)

Wobei ich trotz der sinnfreien Verfolgungsjagten, die am Ende doch nur auf die andere Seite des Weinguts führen (äh… Gab es noch ein ZWEITES Weingut, das näher an der La Sirena lag?!), einige Teile der Folge unterhaltsam fand. Allein das sinnfreie Flüchten vor Soong, der nach wenigen Sekunden(!) den Geheimgang findet, wird in meinem „Großen Staffelstreckungs-Almanach“ mehrere dutzend hundert beschriebene Seiten ausmachen. In Schriftgröße 78.

Unironisch gelungen fand ich sogar das Gespräch zwischen Jurati und der Borgqueen. Zwar wieder mit dem Holzhammer in die Großhirnrinde gestampft, aber durchaus nett: „Hast du schon mal überlegt, dass dich noch mehr Assimilationen nicht glücklicher machen?“

Wobei der Vorschlag, sich doch bitte mittels „sterbenden Raumfahrern“ fortzupflanzen, vieles wieder kaputt gemacht hat. Was würde DAS dann werden?!

Leute wie Seven, nur halt wiederbelebt und somit trotzdem versklavt? Oder wollte man die Borgqueen dazu auffordern, ein paar „seltsame Unfälle“ im Weltraum zu inszenieren? Sooo viele willige Frischfleisch-Leichen ohne Moralkompass (also von wegen Beisetzung, Ritualen, Totenruhe und so) dürfte es doch auch nicht geben?

„Jurati, sind wir uns einig?“ – „Okay. ICH werde in der nächsten Staffel nur meinen Opa in Säure auflösen und DU dafür auf die Assimilierung von Vulcan verzichten.“ – Nanobots für Giga-Blabla: Gewalt wird viel zu oft schlecht gemacht. Sie ist sogar beruhigend und wohltuend, wenn man einen Feind häutet. Oder noch schlimmer: ihn sinnlos in die Freundschaftsfalle labert.

Das Ende war so wirr, dass ich mir mit dem Bürotacker ein paar Borgimplantate in die Augenbrauen heften wollte:

– Seven wird erst durch die Borgqueen zermatscht und dann gerettet, wobei ihr dann gleich wieder die altbekannten Implantate aus den Körperöffnungen ploppen. Schon komisch bei all dem sonstigen Nano-Gedöns? Oder bekommt jeder bei der Geburt einen universellen „Borg-Code“ mit Lageplan für eventuelle (und individuelle) Kronkorken am Körper?

– Picard hat also Mama rausgelassen, die sich dann in der verglasten Schrebergarten-Kirche erhängt hat. Einerseits natürlich ein tragisches Schicksal, aber andererseits traue ich dem 100-jährigen Picard nicht zu, dass er das all die Zeit verdrängt und niemals nachgefragt/aufgearbeitet hat. („Papa hat immer gesagt, sie sei nach ‚Strickhausen‘ verzogen.“)

– Was war jetzt noch mal der Grund, dass man sich quasi freut, dass Jurati als Borgqueen das Schiff klaut? Da waren so viele Wendungen durch Spontangefasel, dass ich nicht mehr mitkam. So muss es sich wohl anfühlen, wenn ich am Bahnhof überfallen werde, aber niemals Anzeige erstatte – weil der Räuber mir eine traurige Geschichte vom Bürgerkrieg erzählt. Woraufhin wir beide Mönche werden. (Nur, dass er halt meine Rolex behält)

– Warum nochmal EXPLODIERT ein Phaser direkt, wenn jemand ihn abfeuern will, aber nicht die richtige DNA aufweist? Und seit wann ist das so? In dieser Episode, von 11:30 bis 11:45 Uhr? Und wäre das auch eine Idee, um Autos vor Dieben zu schützen? Türgriff länger als 5 Sekunden erfolglos angefasst und es gleiten kleine Sägeblätter über die Finger? Wenn Frost herrscht und was klemmen sollte, könnte man ja auf 10 Sekunden hochgehen…

„Was, Selbstzerstörung auf diesem Wege?! Dafür habe ich nicht mit dem Rauchen und Trinken aufgehört.“ – Erst TNT, dann auf NTV: Der berühmte Doktor Soong ist so wandelhaft wie ein Opossum mit eigenem Maskenbilder. Mal ist er der liebende Vater, der die Moral verachtet, dann wieder der Terrorfürst, der im Kindergarten Geschichten von der „Zwangsamputierten Raupe Nimmersatt“ vorliest.

– Wieso wird Sevens Implantat-Rückkehr überhaupt so groß beachtet? Okay, sie war in ihrem Leben „zu wenig Annika“ (dafür aber in zu vielen schlechteren Trek-Serien?). Doch erstens kann man das wohl kaum von einem Silikonpopel an der Stirn abhängig machen und zweitens: Wenn man sich als kämpfender Fantasy-Ranger einem Baller-Fetisch hingibt, liegt der Verlust der Menschlichkeit vielleicht doch … woanders?

– Und wieso weiß Picard eigentlich immer am Ende, worum es geht? Dagegen ist Doctor Who ja ein Waisenknabe mit chronischem Informationsdefizit… („Ich hab’s! / Kommt mit! / Heureka! / Scheiß die Wand an, JETZT wird es mir klar! / Folgt mir, ich weiß, wo man am besten über die eigenen Schlappen stolpern kann!“)

– War die Borgqueen jetzt wieder moralisch gut? Oder hatte sie einfach keinen Bock mehr auf die ewigen Diskussionen im Krampf-Gedankenland? Und wollten die Heldinnen unsere Jurati jetzt GAR nicht mehr wiederhaben? (Wobei, diese Antwort fällt wohl bei jedem Lebewesen gleich aus?) Und was sollte das Geschwafel von „Freundschaft“, wo man sich eben noch töten wollte? Oder ist das so ein typisches Lesben-Ding?

„Und da hing sie, die Mudda. Nie wieder ist sie danach mit mir durch die Katakomben gelaufen. Aber manchmal hat Papa sie aus dem alten Teppich gewickelt und rumgetragen, bis es komisch gerochen hat.“ – Der Tod ist nur ein neuer, sehr kurzer Nano-Anfang: Auf diesem Bild sehen wir die ersten die Rückmeldungen der Testzuschauer zu „Picard – Staffel 3“.

Alles in allem also ein besonders wilder Ritt, bei dem nach viel Gerenne und Geschwafel immer noch nicht klar ist, wer WAS genau will. Ob Renée Picard nun mit ihrer Rakete explodieren, Bakterien entdecken oder eine eigene Zwillingsschwester klonen muss (so was wurde ja bereits angedeutet), interessiert einen fast schon so wenig wie das Schicksal von diesem Dings.

Wie hieß der doch?

Anfangsbuchstabe war ein „Q“, glaube ich…


Fazit: Das hat man auch selten, dass einem ein „Tag der offenen Tür“ im Irrenhaus angeboten wird – aber am Ende muss die halbe Stadt wegen grassierender Idiotie abgeriegelt werden…

Der Grad der Sinnlosigkeit und Widersprüchlichkeit wäre nur noch zu steigern, wenn die „Europa-Mission“ am Ende nur bedeutete, dass man ein paar Bakterien in einem Tümpel in Mitteleuropa sammeln wollte.

Eigentlich wäre das sogar ein halber Stern, aber das alles ist in seiner hemmungslosen Egal-heit so seltsam, dass man Unterhaltswerte finden kann.

Allerdings darf man vorher nicht eine TNG-Folge gesehen haben.

Nicht mal eine schlechte.

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM
SPARKIS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
Jean Buh, das Schlossgespenst
„Was macht denn die Mutter noch, ist die immer noch tot?“

„Ja, Gott sei Dank!“

Verdammt, die Jungs von Sinnlos im Weltraum sind schon Propheten!

Denn eigentlich wollte ich beim Gucken dieser Folge erst vorwurfsvoll mit dem Zeigefinger wedeln und auf die TNG-Folge „Where No One Has Gone Before“ verweisen, wo Picards alte Mutti im Nachthemd als Illusion im Enterprise-Korridor hockte. Aber wie sich in „Hide and Seek“ herausstellt, hat sich der noch ältere Picard ihr Aussehen vor lauter Trauer nur komplett ausgedacht. Trotzdem eine Frage an die Psychiater unter uns: Stellen sich eure Patienten jung verstorbene Elternteile später öfters als Rentner vor? Oder hätte man bei der Aufnahme von Picard in die Sternenflotte vielleicht doch genauer hinsehen sollen („Waaah! Ich sehe mich als Kind auf der Brücke herumlaufen! Alarmstufe Rot! Selbstzerstörung aktivieren!“).

Überhaupt wird hier wieder kitschiges Möchtegern-Drama der Realität vorgezogen. So schiebt man also selbst noch im 24. Jahrhundert seine Gaga-Mudder einfach in die Besenkammer und hofft das Beste? Ist man gerade in der utopischen Föderation nicht nur einen Kommunikator-Klick von einem hurtig hereinbeamenden Counselor und futuristischen Antidepressiva entfernt? Weiß Gott, dass ich zu solchen nach dem Schauen dieser Folge nicht Nein sagen würde.

Denn die Zersetzung der Autoren-Gehirne scheint sich nach den ersten okayen Episoden dieser Staffel konsequent fortgesetzt zu haben:

– Warum wurden die Soldaten eigentlich assimiliert? Bis auf dröges Gehorchen, was sie wohl auch so getan hätten, wirkten die Typen nicht sehr borgig auf mich. Stop, man hatte ja diesen flotten Laser vor an den Gewehren wie bei Star Trek 8. Hach, so nostalgisch, ich nehme alles zurück.

– Bei denen wurde auch der Respekt der Macher vor dem klassischen Trek wieder einmal deutlich. In den Kopf geschossen. Mit dem Messer zerschlitzt. Mit dem Phaser zermatscht. In die Kellerwand gebeamt. Danach nie wieder erwähnt oder gar betrauert. Als stummer Handlanger hat man es nicht leicht beim Alex.

– Putzig waren aber wieder Seven und Raffi. Wie die zusammen den Borg-Ersatz abgestochen haben! So romantisch, hach!

– Sehr spannend war die Verteidigung des Weinberges vor den gefühlt 500 Borg-Soldaten. Rücksichtsvoll von denen, dass man nur von einer Seite angreift, trotz Beamen einen halben Kilometer Abstand hält und selbst mit 50.000 Watt Laserpointer am Gewehr schlechter trifft als ein besoffener Sturmtruppler.

– Warum war ausgerechnet Elmo das Kampf-Hologramm? Klar, sinnloses Rummorden ist sein Fachgebiet, aber habe ich dafür eine Erklärung verpasst? Und wieso muss er seine Waffen erst aus dem Schrank holen? Funktionieren Holo-Schwerter nicht?

– Die Nutzlosigkeit von Rios setzte sich fort. Erst zeigt er seiner Flamme sinnloserweise das Schiff, dann muss er dieses hurtig wieder verlassen und wird von Picard am Zurückkehren gehindert. Wegen Aua am Arm, worum sich die Frau Gegenwarts-Doktor aber kümmert. Mit einem Tricorder, welchen sie sofort und problemlos bedienen kann. In Romulanisch (!).

– Soong ist wirklich nicht sehr anspruchsvoll, was die Gründe für sein Handeln angeht. Ein einfaches „Du dann viel berühmt!“ reicht da anscheinen schon aus. Für Bedenken gibt es dann noch ein „In deiner Zukunft viel Freude und Eierkuchen!“ oben drauf. Wer die bösen Männer mit den Gesichtsfurunkeln sind ignoriert man dann auch schonmal.

– Ist es nicht ein bisschen einfach, dass für das moralische Umschwenken der Borg nur fünf Minuten an platten Sprüchen („Zusammen statt Alleine! Teamwork statt Team Borg! Flaschenpfand ist sinnvoll!“) nötig war? Bin trotzdem gespannt, wie diese neuen Jurati-Borg (Jorg? Klingt finnisch.) im Finale so drauf sind. So ein Mix aus Massenmörderin und… öh… Standard-Mörderin klingt schließlich dufte.

Fazit: Immerhin scheinen wir uns 65 von 344 Plot-Elementen entledigt zu haben. Das große Picard-Geheimnis ist enthüllt (*finger an muttis schläfe kreisen lass*) und die Jorg sind wohl das Paradoxon, welche die Picard-Crew zu Beginn auf die Reise schicken. Der böse Soong wird wohl den Löffel abgeben (und als Rache von seiner Tochter geklont) und die Fingerschnipp-Fehlfunktion von Q kann man wohl auch noch lösen.

Meine Fresse, hört sich das bescheuert an.

Für PIC-Verhältnisse also guter Durchschnitt?

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
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Artikel

von Klapowski am 29.04.22 in Star Trek: Picard

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Kommentare (123)

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  1. JP1957 sagt:

    Danke.

    Unfassbarer Blödsinn.

    Selbst so „Kleinigkeiten“! Rios, Ärztin (!) und Sohn beamen in Sicherheit und Rios (!) kommandiert: „Leg ihn aufs Bett und deck ihn zu, er steht unter Schock.“

    Uff.

  2. DataundLoreseinBruder sagt:

    Hätte mir vor fünf Jahren jemand gesagt dass im neuen Star Trek die Borgkönigin in einen Schwertkampf mit einem Weltraumelf verwickelt wird wäre ich noch leicht skeptisch gewesen…aber hier sind wir.

    Rios Charakter habe ich eigentlich gemocht, finde den Darsteller auch sympathisch. Aber das war natürlich völlig Banane was er die Folge veranstaltet hat.

    Die Picard-Actionszene wie er die Pistole abfeuert – lächerlich. Aber die komplette Action war ja lächerlich. Ein Witz. Da waren die Actionszenen vom A-Team überzeugender.

    Alles sieht so trashig aus. So billig produziert, warum…

    Denke da der Tiefpunkt erreicht ist können sie auch gleich All-In gehen. Tarantino-Star Trek umsetzen: warum denn nicht? Wäre das jetzt wirklich schlimmer?

    Mein Traum wäre jetzt auch ein Film/Serie/Folge mit Nicolas Cage als Sternenflottenkapitän. Mit seiner Art der Schauspielerei könnte er aus solchen Gaga-Plots noch etwas rausholen.

    • O.o.t sagt:

      Dass der Tiefpunkt erreicht sei glaube ich nun schon seit 5 Folgen immer wieder. Diesmal falle ich nicht mehr drauf rein. Die finden schon noch ein weiteres Level. Tun sie immer.

      Antworten
  3. O.o.t sagt:

    Das ist mittlerweile alles so dermassen lächerlich blöd, dass es Absicht sein muss. Geht gar nicht anders. Soviel Dämlichkeit kriegt kein normal funktionierendes Hirn in eine Folge rein.

    Ahhh, ich vergass. Für Krutzman gibt’s ja gar keine normal funktionierenden Menschen. Noch nicht mal normal funktionierende Borg. Jeder hat seine Issues. Jetzt macht alles Sinn. Oder so.

  4. schoenerAndi sagt:

    Also ich denke wirklich gerne an die schöne Szene zurück, als ein Messer mit schön-schmatzigem Geräusch in einen der Söldner gebohrt wird!
    So mag ich mein Star Trek! That‘s the spirit!

    • Rick-Berman-Apologet sagt:

      Früher meinte Picard mal, dass ein Feind nur ein gegenwärtiger Feind sei. Immer in Erwartung, dass man ihn vielleicht einmal zum Freund machen könne.

      Heute: Rein mit der Klinge, bevor der Onkel aufstehen kann! Und warum nicht mal ein paar von den Möchtegern-Borg einfach in die Steinwand beamen?

      Immerhin wurden diesmal keine Augen herausgerissen, wie in der ersten Staffel …

      Antworten
  5. CHS sagt:

    Hehehe :D Direkt durchgescrollt zu den Kommentaren, den Inhalt der Folge später lesen ;) Jungs, ihr seid geil. Ihr beweist, dass noch Hoffnung für die Menschheit besteht. Wenn hier stehen würde „DAS WAR EIN FEST!“ oder sowas, ne. NEIN.

    • DataundLoreseinBruder sagt:

      Das scheint mir eine gute Strategie zu sein. Frage mich ob es eine Community gibt wo Picard derbe abgefeiert wird. Auf Reddit finden sich ab und an Threads mit Themen wie „Das muss gesagt werden: wie Jurati singt war einfach wundervoll“ oder „wer Picard nicht liebt checkt nicht dass es keine Actionserie ist sondern Picards Reise“, aber das ist glücklicherweise die Ausnahme.

      Antworten
    • CHS sagt:

      Sorry Data&Lore, jetzt erst gesehen. Ich guck mir den Shice mal an. Ou, das werden Bauchschmerzen. Vor Lachen, klaro. Danke dir für den „Tip“ :D

      Ich muss jetzt schon lachen und weiss nicht warum, oh mann.

      Antworten
  6. CHS sagt:

    Sorry für das Zitat jetzt.

    „Soviel Dämlichkeit kriegt kein normal funktionierendes Hirn in eine Folge rein.“

    Mega, Alter. echt, selten so gut gelacht :D Danke!

  7. CHS sagt:

    So macht das Picard-Ding wenigstens etwas Sinn. Du kannst darüber lachen. Letzter Comment von mir für heute, bin besoffen (Sehe aber gut aus!). Übrigens, die geilste Scheibe aus Cyberpunk 2077 is HEAVE HO (double Money).

    Schlaft fein, gleichgesinntes Pack.

  8. Freejack sagt:

    > Bitte melden Sie die Art des medizinischen Notfalls…

    > Die Autoren haben den Verstand verloren!

    > Hm, vielleicht möchten Sie eine hallozinogene Salbe?

  9. Rick-Berman-Apologet sagt:

    Eigentlich gibt es ja Wichtigeres zu kritisieren, aber die Sache geht mir nicht aus dem Kopf: Haben die Autoren von PIC etwa komplett übersehen, dass Jean-Luc einen Bruder hat? Wo ist Robert in den Flashbacks?

  10. Jens sagt:

    ***** Aggressive Werbung *****

    Die Episodenkritik ohne Hoffnung https://www.youtube.com/watch?v=YZuR_vq2XZg&t

    **** Aggressive Werbung Ende ****

    Noch ein tieferer Tiefpunkt UND der nächste Gegner lautet Island..

  11. Kazairl sagt:

    Ich bin ehrlich: Ich bin bei der Folge nicht bis zum Ende gekommen. Es wurde selbst mir zu dämlich und ich liebe eigentlich Trash und die Storyline mit der Borgqueen. Aber selbst die war nicht wirklich mehr unterhaltsam.

    • Rick-Berman-Apologet sagt:

      Dass die lockere, trashige Storyline mit der Borg Queen aus der Mitte der Staffel nicht weitergeführt wurde, ist eine Schande. Da hat man mal aus Versehen Gold gehoben und macht dann nicht genug draus.

      Fürs Protokoll:
      Es war dumm, die Queen wieder böse zu machen, wo Q als Hauptbösewicht der Staffel völlig gereicht hätte.

      Es war noch dümmer, die Queen dann über weite Strecken nicht mehr von der netten, neuen Darstellerin (Annie Wersching) spielen zu lassen, sondern stattdessen Jurati ins Latexkostüm zu zwängen.

      Antworten
  12. accolon sagt:

    Dass man Elfo als Hologramm wiederbelebt hat, das ganz selbstverständlich die Erinnerungen seines Originals im Moment des Todes („viel Liebe“) einkopiert bekommen hat, ist ganz großes Geschichtenerzählen. Picard und seine Crew aus Alkoholkranken, Gewalttätern und Wiedergängern, ich freue mich auf S03.

  13. el_cheffe sagt:

    Woher kennt die Borg Queen 7of9 aus dem Borg Kollektiv?
    Sie kommt immer noch aus der Konförderationszeitlinie und da gabs keine 7of9.

    Die aufgepoppten Borg Implantate waren also reines „magic“ .. denn die 7of9-Präsdentin hatte ja gar nie welche..

    Kommt nächste Woche die erste minus-Wertung ?

    • Scholli67 sagt:

      Nun hört doch mal auf an solchen Kleinigkeiten rum zu mäkeln, man muss die Serie mit dem Herzen sehen ;-)

      Antworten
    • O.o.t sagt:

      Es ist naturgemäss schwierig, bei Zeitreisen logisch zu argumentieren, und wenn da dann auch noch Q-Magie mit rein spielt macht’s eh keinen Sinn mehr, aber soweit ich es verstanden habe ist die Queen genauso wie alle anderen Hauptfiguren auch mitsamt ihren alten Erinnerungen in die Konföderationszeitlinie gezaubert worden…

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    • Casika sagt:

      Mit dem Herzen sehen??? Da Pack ich doch lieber das Gesicht auf die laufende Tischkreissäge…
      Aber dummerweise hoffe ich dennoch, daß vor staffel 3 der Kurtzi n TNG Marathon durchsucht (und evtl bisschen was hilfreiches aufn Spickzettel schreibt), damit etwas Sternenflottenspirit in, bin jetz hoffnungsvoll realistisch, Folge 1,3,5,7 und 10 widerspiegeln…
      Handlungsstrang muss nich sein, schafft er doch wieder nich, also wofür erst die Mühe machen!

      Naja, bin „weiß auch nicht was“… Gespannt wäre zuviel des Guten…

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  14. BergH sagt:

    tach auch !

    @Klapo und Sparki
    Ich wollte Euch schon immer sagen, dass Ih in jeder Form Klasse seid.

    Der Rest ist gesagt was für ein Schrott:
    Hier jetzt eine Liste mit Gelaber und Adjektiv / Adverb denken.

    ..
    ..
    ..
    ..

    Gruß Bergh

    P.S. Das war die vorletzte Folge PIC, die ich mir antue,
    denn so langsam fürchte ich um meine geistige Gesundheit.

    Mit [evil laugh] in de Sonnenuntergang reitend.

  15. Vulpe sagt:

    Bin ich der einzige Mensch, der als Papa-Picard schreiend durch den Tunnel rennt erstmal „Charlotte“ statt „Jean-Luc“ verstanden hat? Ich musste echt kurz nachdenken, ob Mama-Picard so heißt oder nach wem er jetzt eigentlich sucht…

  16. Martinbuehlmeier sagt:

    Naja,die Folge ist ja gut geworden, wenn mann besoffen vom Wein ist. Wenn auf Droge ist,dann findet man jeden Dreck toll.Star trek wird in Dreck gezogen,dies macht mir größere Sorgen, als ob die Serie wie Stargate univers,nach 2 Staffeln eingestellt wurde. Es gibt Fehler,aber diese kann übersehen, da die Folge so hirnlos ist,daß überlegt sich selbst im Gartenhäuschen, aufhängt.

    • Casika sagt:

      Selbst mit ner Familienpackung LSD würd die folge noch nicht mal mit hübschen bunten farbverwirrungen im Kopf funktionieren!!! Denn auch mit LSD in der Rübe ist schwarze Nacht eben genau das, SCHWARZ…

      Nach Staffel 1(außer das riesenblumen und schiffsklonfinale) war ich halbwegs überzeugt von Picard, überzeugter auf jeden Fall als von der DISCO-PILZ-GONDEL… Sah zwar auch stark nach low Budget aus, aber das man an den Kosten noch mehr sparen kann hat staffel 2 ja nun eindrucksvoll bewiesen!!!

      Ich zweifle mittlerweile ganz stark dran, das staffel 2 auch nur irgendeine Art von Drehbuch, Script, Flipchart mit wortfetzen oder Schmierzettel zur Verfügung standen…

      Antworten
  17. CHS sagt:

    „Disco-Pilz-Gondel“ Alter, ich komme aus’m lachen nicht mehr raus, im Ernst :D

  18. Donald D. sagt:

    Gott sei Dank, ist der Mist in weniger als einer Woche vorbei. Dafür geht es noch am gleichen Tag mit „Fremde neue Welten“ weiter. Das wird dann wohl bei mir so eine Art masochistische Doppelbetrafung. Bin gespannt, ob ich die überlebe.

    • Scholli67 sagt:

      Oh, keine Sorge.
      Die erste Folge von SNW wird total nett, ein paar spritzige Sprüche, ein optimistisches „wir schaffen es durch den Ionensturm, Käpt’n“ und am Ende der Episode wird man die ersten kleinen Stolpersteine der Galaxie gekonnt umschifft haben und dann auf zu neuen Abenteuern.

      Daraufhin werden alle wieder begeistert und hoffnungsfroh sein und die Nörgler und Schwarzseher selbstbewusst auslachen.
      „Also wenn DAS jetzt kein richtiges Star Trek ist, dann weiß ich aber auch nicht.“

      Interessant wird es ab Episode drei. Das stell ich jetzt mal keck so in den Raum.

      Antworten
  19. Kazairl sagt:

    Interessant wie sich Picard in Staffel 2 bezüglich Seven widerspricht, die ja angeblich nicht in der Sternenflotte sein konnte wegen Borgvergangenheit, aber Icheb war doch in der ersten Staffel nachweislich in der Sternenflotte und der war auch Borg.

    • Scholli67 sagt:

      Irgendwo gab’s ’nen Kommentar von wegen Icheb war ja nur kurz assimiliert und bei Sieben wars länger oder schwieriger sich zu lösen oder sowas. Das wäre der … ähem … Grund.
      Nicht zu vergessen Sieben ist eine Frau und Star Fleet ist ja bekannt sexistisch.

      Antworten
  20. Kosh Naranek sagt:

    Chance vertan … Man hätte Staffel 2 von PIC direkt als SchleFaZ schauen sollen.
    Bei jeder unlogischen Szene: Drink.
    Bei jeder nicht-Trek-konformen Szene: Drink.
    Immer wenn JL „mooomoooo“ ruft: Drink.

  21. x3n0 sagt:

    Die systematische Demontage aller klassischen Charaktere, Bösewichte und „den Guten“ geht weiter.

    Es fehlt nicht viel um den Autoren hier nicht nur eine „woke“ Agenda zu unterstellen, das allein wäre ja schon streitbar. Nein, viel mehr nehmen die Autoren offenbar systematisch, Stück für Stück die Kernkomponenten und Figuren der klassischen Serien (hier TNG) auseinander und verkehren sie z.T. in’s Gegenteil.

    Die Hauptantagonisten bei TNG waren
    – die Borg
    – Q
    – die Romulaner

    Kein Stein blieb auf dem anderen. Q ist nur noch eine lächerliche Randfigur ohne Macht aber viel Bitterkeit. Keine Spur mehr von des undurchsichtigen, vielschichtigen Charakters dessen angebliche „Boshaftigkeit“ sich immer als eine Form von paternalem Kümmern für Picard und die Menschheit herausgestellt hat.
    Alles Schnee von gestern.

    Die Borg, waren sie in TNG noch diese undefinierbare, fast unbesiegbare Macht ohne Personen, Individualität und mit der Suche nach Perfektion sind zwar schon in First Contact und Voyager abgeschwächt worden, hier ist Kritik schon berechtigt.
    Aber ST:Picard schafft es auch hier so tief zu sinken, dass man einfach nichts davon mehr ernst nehmen kann.
    Nun brauchen die Borg zum assimilieren Endorphine, die Königin assimiliert und tötet Millionen von Welten (New Trek Gigantomanie) weil sie…einsam ist. Obwohl sie „das Kollektiv“ ist und mit einer Unzahl an Wesen gedanklich verbunden.
    Da reicht dann auch mal eine zwei-minütige Küchenpsychologische Diskussion von Jurati und die Königin lässt mal das assimilieren sein.

    Romulaner sind jetzt Hausangestellte Flüchtlinge, die ja alle nicht so böse sind wie man das früher (im Classic Trek) dachte. Dank Abrams‘ ST 2009 gibt es diesen undurchsichtigen Gegner nun nicht mehr. Auch werden sie in dieser Staffel als Watcher eingestellt um über ausewerwählte auf der Erde zu wachen.

    Und das betrifft ja nicht nur die „Bösewichte“.
    Offenbar ist die Föderation im 25. Jahrhundert eine Xenophobe („Rassistische“) Vereinigung geworden, die nicht nur erst alle „Synths“ nach einem Terroranschlag unterdrückt und verbietet; und ich denke, da weiß JEDER zu was das eine Analogie in unserer Realität sein soll; sondern auch Hauptcharaktere wie Seven durch ihre Ablehnung wieder zu Opfern macht.

    Picard als einer der- wenn nicht sogar die Hauptfigur in TNG, wird als alter, verschlossener, von Kindheitstramata geplagter Greis dargestellt, der sich für alles, also auch für Dinge, die er garnicht getan hat, entschuldigt und geistesabewesend von einer Situation in die nächste stolpert.
    Keine Spur mehr von dem großem, besonnenen Anführer der zugleich auch Denker, Philosoph und Introvert ist.

    Data? Demontiert in Staffel 1. Die angedeutete „Liebe“ zu Picard schlägt dann noch völlig absurde, völlig aus der Luft gegriffene Brücken.

    Es wird auch in der aktuellen Folge wieder sichtbar, und da reicht die Bildsprache völlig aus, was uns die Autoren sagen wollen.
    In der letzten Folge noch (teil)assimiliert die Königin/Jurati, als mächtige Figur noch die Special Forces und es werden harte Frauen in Uniform gezeigt. Als es aber um den Angriff auf das Chateau und Schiff geht, also um das Töten und getötet werden, sieht man nur noch Männer.
    Das könnte man jetzt spitzfindig nennen, es zieht sich aber überall durch, nicht zuletzt auch in Discovery.

    Mal eine kleine Aufstellung einiger Charaktere aus S01 und S02:

    Männer
    – Picard – Vom mächtigen und angesehen Starfleet Admiral, der mehrfach die Föderation und unzählige Leben gerettet hat, zum alten Tattergreis der von Situation zu Situation stolpert, sich für alles entschuldigt und Opfer seiner Kindheitstraumata ist
    – Altan Soong – „Verrückter Wisschenschaftler“, der über Leichen geht nur um seines „Familiensinns“ willen
    – Rios – Opfer „Loner“ seiner Erlebnisse mit Starfleet in S01, später netter, sanfter Latino, Familienmensch
    – Maddox – „Verrückter Wisschenschaftler“, der über Leichen geht nur um seines Ehrgeiz willen
    – Adam Soong – „Verrückter Wisschenschaftler“, der über Leichen geht nur um seines Narzissmuss willen
    – Q – Vom vielschichtigen, Allmächtigen Wesen dass Zeit und Raum nach seinem Willen formen kann zu einem verbitterten Opfer, das im Sterben liegt
    – Icheb – Opfer, als „Junge unter Obhut von Seven“, Flüchtling (aus dem Kollektiv)
    – Elnor – Opfer als „Junge unter Obhut von Raffi“, Flüchtling (von Romulus‘ Zerstörung)

    Frauen
    – Renée Picard – Opfer ihrer Depression, Starke Frau als Überflieger in Karriere und Astronautin
    – Seven of Nine – Opfer ihrer Assimilation und späterer Ausgrenzung durch die Sternenflotte
    – Jurati – Opfer ihrer Einsamkeit, die sie dazu verleitet hat, zu töten und sich auszugrenzen
    – Raffi – Opfer ihrer Sucht und des Verlusts von Elnor, aber starke Frau
    – Laris – Opfer als Romulanischer Flüchtling, Starke Frau als Picards Stütze
    – Tallinn – Starke Watcherin (hier wurde wohl die Opferstory vergessen oder weggelassen)
    – Borg Queen – Opfer ihrer Einsamkeit, die sie dazu verleitet hat, zu assimilieren
    – Yvette Picard – Opfer ihrer Geisteskrankheit, die weder behandelt wird, noch erfährt sie Unterstützung
    – Kore Soong – Opfer der Experimente ihres „Vaters“
    – Guinan (jung) – Opfer der Unterdrückung von Schwarzen in den USA und von Strafverfolgungsbehörden, – Starke Frau als (super)potentes Wesen

    Ich denke, die Muster sind gut sichtbar.

    Weiße Männer, die im Classic Trek irgendeine Machtposition hatten, werden systematisch demontiert.
    Man dichtet ihnen Traumata und Schwächen an. Sie werden „schlecht“.

    Mitleid hat man mit weißen Männern nur, wenn sie jung und Flüchtlinge sind, oder wenn sie nicht klassisch „Weiß“ sondern z.B. Latinos sind.
    Da lässt man auch mal Nebenfiguren ohne Kommentar einfach erschießen oder sterben, wenn sie nur weiße Männer sind.

    Bösewichte sind sowieso vornehmlich alte, weiße Männer und an allem Schuld, und als nur deswegen solche böse, weil sie „böse“ oder narzisstisch und selbstsüchtig sind.

    Weibliche Bösewichte sind getriebene irgendwelcher Umstände oder werden zum Ende doch noch „gut“.

    Sowieso sind praktisch alle weiblichen Charaktere in irgendeiner Art Opfer (der weißen Männer), schaffen es aber doch, am Ende alle stark und/oder gut zu werden und sind sowieso „besser“ als alle.
    Da können es Seven und Raffi auch mal alleine mit einem ganzen Zug assimilierter Special Forces aufnehmen, Jurati im Alleingang die Borg Queen besänftigen, Renée Picard die Menschheit voranbringen und Guinan Q herbeirufen.

    Ich habe schon viel zu viel geschrieben. Eine Häufung von Zufällen ist ein Muster. Den Autoren hier einfach Nachlässigkeit oder Dilettantismus vorzuwerfen ist zu kurz gegriffen.
    Das hat einer derartige Systematik, dass man sich fragen könnte, ob die Showrunner sich am Anfang der Serie/Staffel mit den Autoren in einen Raum gesetzt haben, die Rahmenbedingungen vorgegeben haben (Weße Männer Schlecht, Frauen offer aber stark und gut, „Weiße“ Organisationen unterdrücken alle und grenzen aus, männliche classic Trek Charaktere müssen zerstört werden), und die Autoren um diese Guidelinesherum die Story gesponnen haben.

    Wer auch nur eine Sekunde denkt, dass das Auftauchen des praktisch gesamten Casts von TNG in Picard Staffel 03 eine gute Nachricht ist, hat nicht aufgepasst.

    Ich persönlich gehe davon aus, dass das so weiter geht und der letzte Rest noch demontiert wird.
    Obwohl uns die diversity der angeblich so schlimmen 80er hier vllt. zur Hilfe kommt; da nur Jonathan Frakes (Riker) der einzige, weiße Mann in der Riege ist. Der Rest ist Schwarz oder weiblich.

    Und mit Strange New Worlds wird es so wohl auch weiter gehen.

    Star Trek wurde pervertiert und ins Gegenteil verkehrt.

    • JP1957 sagt:

      Vielen Dank für den Versuch gewissermaßen mit empirischen Methoden den Motiven von K-Trek auf die Spur zu kommen.
      Ich bin nicht überzeugt, werde aber weiter nachdenken.

      Antworten
    • frank sagt:

      @x3n0

      du hast in deinem post mehrfach ‚jehova‘ gesagt! huete dich vor den hier umtriebigen sjw…

      @JP1957

      > Ich bin nicht überzeugt, werde aber weiter nachdenken.

      letzteres bezweifle ich stark… sjw und (nach)denken sind meines erachtens extrem inkompatibel…

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      In dem Film „Der Tod auf dem Nil“ von Kenneth Branagh erfahren wir, warum Hercule Poirot einen Bart trägt: Er will damit Narben, die er sich im ersten Weltkrieg zuzog, verbergen. Am Ende des Films rasiert er sich den Bart ab, weil: der Mann von Welt steht zu seinen Narben.

      Oder geht es in der heutigen Instragramm-Kultur vielleicht eher darum, seine Narben wie Orden vor sich herzutragen? Wer keine Komplexe hat, hat keine Seele. Nur wer auf ein irgendein Trauma verweisen kann, verdient Sympathie, jeder andere ist „privilegiert“.

      Mich interessiert inzwischen nicht mehr, ob dahinter fehlgeleitete politische Überzeugungen oder einfach nur kreativer Narzissmus stecken, bei denen irgendwelche egomanischen Dummköpfe versuchen, berühmten Kultfiguren, die sie nicht erschaffen haben und von denen sie auch nie Vergleichbares erschaffen werden, ihren Stempel aufzudrücken.

      Ich weiß nur: Ein Hercule Poirot, der aus modischer Überzeugung heraus einen kuriosen Bart trägt und der als stolzer Belgier immer wieder gegen die Fehlinformation, Franzose zu sein, ankämpft, ist bei Weitem reizvoller, origineller und stimmiger.

      Und ein Picard, für den sich mit der Erforschung des Alls ein Kindheitstraum erfüllte, ist auch eindrucksvoller als einer, der offenbar nur vor einer traumatischen Erinnerung floh, sodass er sich sogar seine Mutter als alte Frau vorstellte. (Und in Staffel 3 wird er dann in Frauenkleidern Beverly Crusher unter der Dusche ermorden.)

      Und sogar eine Seven, die ihren eigenen Weg ging und sich aus freien Stücken gegen die Sternenflotte entschied, wäre besser gewesen als eine, die das nur deshalb tat, weil sie von der borgophoben Sternenflotte nicht aufgenommen wurde.

      Tatsächlich ist im Kurtzman-Trek nicht eine einzige Figur das, was man unter „emanzipiert“ versteht, also „selbstbestimmend“. Sogar die Borgkönigin assimilierte nur, weil sie ansonsten so einsam gewesen wäre.

      Was aber besonders tief blicken lässt: Echte Künstler sollten wissen, was es heißt, eine Leidenschaft zu haben, für die man auch so manches Opfer in Kauf nimmt. Dass diesen Autoren eine solche Vorstellungen derart fremd ist und sie sich eine Leidenschaft nur mit einer Traum-Flucht erklären können, ist allerdings wahrlich nicht verwunderlich.

      Antworten
  22. Casika sagt:

    ALSO OHNE MICH ZU WEIT AUS DEM FENSTER ZU LEHNEN, SEHE ICH JETZT SCHON SCHWARZ FÜR

    „Strange New Worlds“

    Es heißt ja Episodengeschichten sollens werden, aber das hätte man mit den 9 Folgen Picard auch geschafft.. Nur das unwichtige vom wirklich inhaltlich weniger als nix sagenden unwichtigen trennen, auf irgendwas was so ähnlich wie n handlungsstrang klingt zurechtgeschnitten und schwups, 1 Folge!!!!

    Besteht aus n bisschen aus der ersten folge, versch Schiffe u Uniformen auf Schiffe transportiert, kurz Q Einblenden wie er „Picard“ sagt, und JL antwortet mit „Q“, den Borgtopuss schnüffeln wir noch mit rein, kleine cutscenes von 7 ohne implantate, gefolgt von Cutscene wieder mit Borgschmatze im Gesicht.. Fertig…

    Ups wurd doch nur ne halbe Stunde, Bildmaterial, aber im wesentlichen warens doch die „besten“ Momennte der aktuellen Staffel!!!

    Und „SNW“, wird er 10 folgen wahrscheinlich so hektisch zusammenschneiden das sich jede folge so abrupt anfühlt wie das was wir nächsten freitag widerfahren dürfen…
    Hab n bisschen Angst, oder es wächst mir n magengeschwür, auf jedenfall fühlt es sich ungut an

  23. Stoffel sagt:

    Einfach nur traurig.
    Das einzig interessante an dieser Serie war ein dickes Mops-Paar.

    Demontage: Ich denke nicht, dass diese Demontage geleitet ist, die Leute sind so drauf.
    Stell mir das im Autorenbüro wie an der Uni, Politik vor, da gibts ein paar die wollen gute Geschichten erzählen und ein paar Aktivisten die alles niederschreien. Will man den Job behalten, macht man den Käse mit. Echokammern und Gruppendynamik macht nur den Weg der Dummheit auf.

    Peekarts Trauma: Seelische Gewalt und die Narben die wir aus ihr ein lebenlang tragen, haben wir wohl alle. Dahingehend hätte ich nichts dagegen, dass Innere von Picard zu beleuchten, was ihn antreibt, seine Motivation, ja sein Schmerz etc. zu erforschen, eine Charakterstudie, wer doch was gewesen. Er ist ein Greis und sicher nicht der selbe wie in TNG, ist ja klar, wir verändern uns alle.
    Doch was haben wir hier geboten bekommen, dass verdient ja nicht mal die Abwertung Küchenpsychologie, so dämlich war der Scheiß.
    Vor allem, traumatisches Erlebnis gleich negativ, kommt ja auch drauf an, was man aus dem Schmerz macht.

    Zufriedene, aufrechte und ehrliche Menschen kann es bei denen nicht geben. Würde ja bedeuten, dass es wen gibt, der besser ist, als sie selbst. Aber das kann nicht sein, denn das würde bedeuten, sie selbst sind das Problem, also machen sie das, was jeder neidische, egozentrische Kotzsack macht, den der besser ist, auf ihre Ebene ziehen.
    Wie jetzt? Wie kannst Du Zufrieden sein, wenn es doch Krieg und Grabscher und schießwütige Polizisten gibt. Nein du bist nicht im Reinen mit dir selbst, du bist einfach krank.

    Kam es mir nur so vor, oder war Seven zusammengezuckt, als Peekart ihr die Hand Richtung Gesicht streckte? Zerfleischung und politischer Krieg hinter den Kulissen?

    Naja Voyager hat die Borg schon versaut, ihnen die Bedrohlichkeit genommen und da ist vielleicht auch First Contact schuld, indem man den Borg eine individuelle Komponente gab und das fremdartige, dann nicht mehr so fremd war. Heißt aber nicht, dass ich die Idee der Borg Queen kacke finde.
    Nun haben sie die Borg mal so richtig absurd geführt.
    Die Borg Millionen über Millionen assimiliert, Denker, politische Führer, Künstler etc und trotz dieses ganzen Wissens, halten die Borg an Assimilation fest und nun kommt so ne Tusse und labert paar Minuten Zeug, welches für die Borg irrelevant ist, irrelevant gegen den riesigen Berg an Wissen und Einsichten, die die Borg durch Assimilation gewonnen haben. Aber ja, Versklavung zig Völker, weil man sich einsam fühlt.
    Was für eine Verarschung.

    Persönlichkeitsrechte und Ethik kennen diese Honks auch nicht, ach Scheiß drauf, wozu Ethik, wenn ich in der Lage bin, dieses und jenes zu tun.
    Meine da wurde der Schwertelf entsorgt, was länst überfällig war, unnützer brutaler Charakter und dann holt man ihn zurück und das mit fraglichen Methoden, da ist er tot und wird einfach mal so „digitalisiert“, keine Fragen was sein letzter Wille war, ob er das überhaupt wollte, etc..
    Ja lustig das Soong da als Bösewicht stilisiert wird, diese Vollidioten sind kein deut besser.
    Denke da hat ein Schüler in der 5. Klasse mehr Ahnung von ethischen Handeln, als diese Schreiber.
    Nee mal ohne Witz, dass ist so dumm, was die da schreiben, da sind Aufsätze von Schülern dagegen Gold.

    Zudem scheint mir, dass man an jeder Ecke gespart hat, am Make Up, an den Kostümen, eigentlich an allen.
    Alles so billig, wie die inhaltsleeren Stories.
    Die erste Staffel war ja schon reudig, Staffel 2 ist aber einige Kellergeschosse unter der ersten.
    Btw, habe nun Another Life Staffel 2 gesehen und sie haben sich enorm gesteigert, wobei auch nicht wirklich gut, doch New Trek liegt weit unter Another Life.

    Keine Ahnung irgendwie fühl ich mich wie ein Mensch der Antike, der zuschauen muss, wie fanatische Christen die Bibliothek von Alexandria abfackeln.
    Das einzig interessante an dieser Serie sind die dicken Möpse, die von einen roten Kleid verpackt sind.

  24. Thomas sagt:

    Was für ein Unsinn. Was für ein Murks.
    Das waren 46 Minuten, die ich nicht wieder bekomme.

  25. BergH sagt:

    tach auch !

    @Die Phülosophfen weiter oben.

    Ich glaube Ihr interpretiert, etwas zu viel in die Motivation der Macher und Schreiberlinge hinein.
    Das sind einfach ein paar BilligSchreiber, die keine Ahnung von ST haben und es auch nicht haben wollen. Eine hatte 2 Semester Psycho und versucht es damit, der Rest ist einfach schlecht, aber billig.

    Wie erklärt man sonst die unzähligen Fehler, die jedem 5 jährigen auffallen müssten.
    Ich vermute statt einer Agenda einfach Unwissenheit, Unerfahrenheit, Unfähigkeit und ein nicht erfülltes Sexualtlleben.

    Gruß BergH

    • Stoffel sagt:

      @BergH

      „interpretiert, etwas zu viel in die Motivation der Macher und Schreiberlinge“

      jo, nur der wahnsinnige Versuch im Wahnsinn irgendwo eine Erklärung oder Ordnung zu finden, die diesen Wahnsinn erklären könnte, wobei Wahnsinn ist das ja auch…
      Haha, da schließt sich der Kreis von New Trek zu den Alt Fans, über den Wahnsin.

      Antworten
  26. Kazairl sagt:

    Je weiter Picard fortschreitet, desto mehr kristalisiert sich für mich heraus, dass die Macher TNG entweder nicht kennen oder nicht mögen. Das beweist alleine schon die ganze Sache mit der Mutter. Wenn ich es jetzt richtig verstanden habe, hat sie in dieser Serie hier Selbstmord begangen wegen ihrer Depressionen? Wenn wir jetzt in TNG nachschauen, widerspricht das dem, was wir dort mitgeteilt bekommem. Dort sehen wir in Picards Erinnerungen eine alte, lebensfrohe Frau. Ja, es war nur eine Art Vision, aber jetzt versucht man nachträglich ein Familiendrama reinzuquetschen. Ich zitiere da mal Memory Alpha, das versucht, das alles zu erklären: „Later in his own life, Jean-Luc would often imagine what Yvette would’ve been like had she survived to an older age. He would later tell Tallinn that he often pictured her as an old woman, inviting him to have some tea with her, and telling him that they would have a „nice, long talk.“ (PIC: „Hide and Seek“) While in a distant section of the universe where thoughts become reality in 2364, Jean-Luc Picard experienced a brief vision of his mother where that exact scenario played out. (TNG: „Where No One Has Gone Before“)“ Das macht doch alles keinen Sinn.

    • Serienfan sagt:

      Keine Sorge. Dieser scheinbare Widerspruch wurde perfekt und lückenlos aufgelöst!

      https://youtu.be/DxVPbjqWf90

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      Bei Memory Alpha verlieren sie vermutlich langsam den Verstand.
      So viel Gehirnakrobatik kann man gar nicht betreiben, um das in einen sinnvollen Rahmen zu setzen.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Seit dem Ambramsverse Filmen füllt sich der Star Trek Canon immer weiter mit Bestandteilen, die dem zuvor etablierten widersprechen. Die Editoren sind echt zu bemitleiden weil sie das irgendwie in einen Canon zwängen müssen, der dann auch noch halbwegs Sinn macht. Hätten das ganze gleich nicht-kanon machen sollen

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      *Nicke bekümmert*

      Habe als Geschichtslehrer auch ständig Schwierigkeiten all die neuen Ereignisse in den Kanon zu integrieren.

      Na, immerhin werde ich ja bezahlt dafür.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Als jemand, der selbst Geschichte studiert hat, muss ich dem widersprechen. Historische Ereignisse verändern sich nicht, sie sind feste Fixpunkte in der menschlichen Entwicklung. Was sich ändern kann, ist unser Verständnis dafür durch zB neue Funde. Was Kurtzman-Trek macht ist anders, hier wird etabliertes Wissen, fixierte Daten, rückwirkend für null und nichtig erklärt. Das kann man mit geschichtlichen Ereignissen nicht machen. Die sind nun mal passiert.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Genau … danke für die Klarstellung.

      Gerade heute erst wieder hat Kollege Lawrow herausgefunden, dass Hitler jüdisches Blut hatte.
      Da ändert sich doch unser Verständnis über die Motive des Führers!

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Da steht nicht nur die Geschichtswissenschaft Kopf.

      Zumindest müsste mir mal ein Biologe erklären, was bitte „jüdisches Blut“ sein soll.

      Aber reden wir über den Strick im Hause der Picards: Kanonverstöße und Figurenerweiterungen, dagegen hätte ich noch nicht einmal was.

      Es gibt ein großartiges, von Bastian Pastewka inszeniertes „Der Hund von Baskerville“-Hörspiel, in dem sich herausstellt, dass Sherlock irrte und dass wir all die Jahre über den Falschen für den Mörder hielten. Das ist so clever und originell, dass es eine echte Bereicherung ist.

      Beim „Cheers“-Spin-Off „Frasier“ (man hatte erst spät entschieden, „Frasier“ zum Spin-Off von „Cheers“ zu machen) hat man sogar sehr witzig die Widersprüche zu „Cheers“ aufgelöst, die bis dahin niemanden gestört hatten.

      https://youtu.be/PzKqvUIc-Ms?t=19

      Das eigentliche Problem ist, dass die Story um Picards Mutter unfassbar hanebüchen und klischeetriefend ist. Ich sehe beim besten Willen keine Verbindung zur Story zum sterbenden Q, zur depressiven Astronautin, zur amoklaufende Jurati-Borgqueen, zum davonlaufenden Tochter-Klon oder zur restlichen Ansammlung an zusammenhanglosem Schwachsinn, der uns hier vorgesetzt wird.

      Und selbst wenn tatsächlich noch so eine Verknüpfung kommen sollte, so ändert das nichts an dieser witzlosen Aneinanderreihung von irgendwelchen Ereignissen, die ohne den geringsten Hauch von erzählerischer Dramaturgie dem Zuschauer häppchenweise vor die Füße geworfen werden, was nichts mit dem Erzählen einer Geschichte zu tun hat.

      Antworten
    • Stoffel sagt:

      „kristalisiert sich für mich heraus, dass die Macher TNG entweder nicht kennen oder nicht mögen.“

      Zumindest Kurtzi hat doch selbst gesagt, dass die old ST und sowieso TNG als angestaubt, verkopft und hölzern finden.
      Haben wir doch mitgekriegt, dass das New Trek von Star Trek Hassern für Star Trek Hasser ist.

      Antworten
  27. sirrosso sagt:

    Ich verstehe – nicht…
    ..ganz klar kein Cyber Action scifi, also alles was Hirn aus hat und auf Nolan, Emmerich oder sogar Star Wars steht: muss bashen.
    Aber: ich versuche null zu vermitteln was ich seit TNG fühle und liebe: aber Leute, Steward allein ist ein Stern wie Z.b. House – leute es ist Perlen vor die Säue: 2.9. war für mich ein beam in ein grandioses Theaterstück, jede einzelne Person (ruffi vielleicht nicht ganz) hat die Picard Serie in 0 zeit mit Tiefe, Glaubwürdigkeit und m.e.strikt mit der alles unfassenden „doctrin“ des star trek univ: achten, achten, achten, jedes auch noch so unscheinbare sein oder Nemesis die nie eine ist – quasi mit selbstaufgabe über sich zu stellen. Ich freue mich uber Q seit es die Serie mit einem Wesen hab, das wg. Auslöschung von Welten nur dafür existierte die letzte Person (Dame) auf einem zerstörten Planeten mit allen diesen Kräften: ein real Leben ermöglichte: Q ist fur mich auch wie Odo..z.B. , allein und mer auf der Suche, Menschen sind mglw seine Faszination- und Mann, der zu kurze Dialog mit der doctorin war mein lang ersehnter brain..fk und genau allein die Beschreibung der Assimilation m.H. von endorphinen ist die eierlegendewollmilchsau der Ethik und Philosophie: wie in matrix: WER fragt mich als Teil im Traum, meine Realität wenn er mich ‚rettette‘ ob ich es wollte: NEIN mit a.S.g.W. kann er mich ja erst nachdem ich aus meiner Realität gerissen wurde fragen! Nicht vorher, nicht in meinem sein, meinem Wesen – erklärt einem Wesen ohne Sensoren für wellen w.Art.auch immer was bunt oder laut bedeutet: am Ende ist der benefit durch das Belohnungssystem in jedem Individuum, jede seiner naja Handlungen (lol Amöben, empathetic irgenwas Verbindung en…lol) streben nach ich sag mal „Glück“ (ich weiß wie unlogisch allein meine Zeilen dies beschreiben auch nur können sollen). I.P bin ich und ich viel low über andere urteilen zu dürfen: allein das hier widerspricht m.E.dem.Dogma/Direktive von Star trek. Sogar Humanismus ist natürlich klar Diskriminierung und devastation allem anderen: auch einem Stein (danke Goethe – gott in nein ist die Natur – ich sage – im Mikrokosmos sind wir eben die Borg, alles ist verbunden in Relation und damit IST alles in an allem Wir, Gott, ein Quarks, ein Wurmloch..ein Gedanke

    • Scholli67 sagt:

      Ich hab gerade ganz dolle „Gast“ Flashbacks.

      Antworten
    • O.o.t sagt:

      Hat das ’ne schlechte AI geschrieben?
      Oder bist du einer der PIC-Autoren? Die schreiben auch so wirres Zeugs.

      Tipp: Möglichst viele Doppelpunkte ersetzen nicht die normalen Punkte als Satzzeichen.
      Das Ding ist unleserlich.

      Antworten
    • Gast sagt:

      Das verbitte ich mir..So einen geistigen dünnpfiff hätte ich nie geschrieben..Dafür fehlte es mir schlichtweg am Vokabular..Dreiste Unterstellung

      Antworten
  28. JP1957 sagt:

    @sirrosso: Ich freue mich total, dass inzwischen auch Aliens sich auf diese deutschsprachige Seite verirrt haben.
    Aber bitte, nutze doch in Zukunft statt google translate DeepL zur Übersetzung … bis Klapo endlich den Universalübersetzer hier installiert hat.

  29. Donald D. sagt:

    Wenn ich daran denke, wofür und von wem man heutzutage alles verklagt werden kann, würde ich am liebsten eine Petition einreichen, die erreichen soll, daß Kurtzman wegen Verbrechen gegen „Star Trek“ zur Verantwortung gezogen wird. Ich habe keine Hoffnung mehr für diesen neuen Scheiß-Trek.

  30. Serienfan sagt:

    Ich bin beeindruckt. Die Autoren haben offenbar das Motto: Wenn schon Schwachsinn, dann aber richtig.

    Picard ein „Selbstmord der Mutter“-Trauma anzudichten, das versteckt in ihm schlummerte und das in seinen Androidenkörper mit hinein kopiert wurde, hat ihnen offenbar nicht gereicht. Und was jetzt eigentlich die Erinnerung wach gerufen hat, ist mir auch nicht klar.

    Ich fasse zusammen: Die selbstmordgefährdete Mutter wurde allein in ein dunkles Zimmer gesperrt (offenbar der einzige Raum des Anwesens ohne Stricke), von wo aus sie den ebenfalls allein im „Château“ herumgeisternden Jean Luc herbeirufen und das Öffnen der Tür erbetteln konnte.

    Das sind einfach die klassischen Geschichten, wie sie das 24. Jahrhundert so schreibt.

    Erinnert mich allerdings an alte Vampirfilme. Die junge Lady wird offenbar nächtens von einem Vampir heimgesucht. Einzige Lösung: Sie nachts allein in ein Gemach mit Knoblauch vor dem Fenster unterzubringen. Dann fleht die verehrte Lady meist eine Kammerzofe an, doch bitte das Fenster zu öffnen (die ladyhaften Noch-nicht-Vampirinnen können das komischerweise nie selbst), und am nächsten Tag kann ein stirnrunzelnder Van Helsing mit Lesebrille nur noch den Tod der Lady feststellen, besorgt auf die Vampirbisse am Hals deuten und der verwirrten Kammerzofe Vorwürfe machen.

    Die sich grämenden Kammerzofen haben danach ihr Schuld-Trauma natürlich damit verarbeitet, dass sie eine steile Karriere bei der Sternenflotte hinlegten.

  31. JP1957 sagt:

    @Nivoh: Irgendwann ist genug. Freund frank klaut der deutschen Sprache das ü, BergH weiß nicht, wie man Viehlosof schreibt, ein Alien nutzt einen Urzeittranslator und Serienfan erfindet ein neues soziales Netzwerk.

    Wir wollen doch hier nicht enden wie Serienjunkies.

  32. Raketenwurm sagt:

    Also ich muss zugeben, dass ich beim Schauen an vielleicht ein oder zwei Stellen ganz kurz das Gefühl hatte, dass sich da das Logik- und Kanon-Fehlerteufelchen in die sonst über alles erhabene Handlung eingeschlichen hat. Aber ich kann mich auch irren.

  33. schoenerAndi sagt:

    Soeben Episode 5 von Moon Knight gesehen und da stecken ja doch manche Parallelen in der Geschichte, bzw den Motiven der Episode.
    Aber alles 1000fach besser ausgedacht, gespielt und in den Handlungsbogen umgesetzt! Und bis dato hatte Moon Knight wie jede Marvel Serien mehr Schatten als Licht geboten. Aber so kann man sich das Scheitern von Picard nur umso deutlicher vor Augen führen!
    Diese Folge taugt nur als Trinkspiel, wenn man bei jedem „Mamoooo“ einen trinkt! Und dafür einen ganzen Punkt/ Stern zu vergeben lässt sich dann auch nicht mehr rechtfertigen! Aber hier geht es eher um die Texte vor der Bewertung! Die hat so viel Relevanz wie das Weltall für Picard…

  34. Freejack sagt:

    Das ganze erinnert mich an eine Geschichte, die ich mal auf Reddit gelesen habe…

    Eine Pen & Paper Rollenspielgruppe wollte eine Star Trek Abenteuerkampagne spielen, nur deren Spielleiter wollte nicht. Der wollte die ganze Zeit seine selbst geschriebene Neandertalergeschichte spielen lassen. Aber die Spieler haben ihn überstimmt. Also haben sie angefangen und beim ersten Treffen hat der Spielleiter die Spieler auf einen Planeten beamen lassen und dann ihr Schiff gesprengt. Zusätzlich wurden sie ihrer technischen Ausrüstung beraubt. So das sie im Endeffekt doch seine bescheuerte Höhlenmenschen Story spielen mussten.

    Diese ganze Serie wirkt so… un-SciFi mäßig. Als hätte man dem Writersroom gesagt: Hier, macht mal Star Trek. Und die hätten geantwortet: Ne, kein Bock. Wir machen jetzt Greys Anatomy mit ein bisschen Mystery/Action. Sowas wie Lost, nur mit mehr Drama und Trauma. Und außerdem unsere eigene Psychotherapie, dass ist auch billiger als alle immer zum Arzt zu karren.

    Die einzige unendliche Weiten die diese Serien zu bieten hat, ist die Stirn von Patrick Steward…

  35. Serienfan sagt:

    Pike hat den absolut passenden Gesichtsausdruck.

    So guck ich auch immer aus der Wäsche, wenn ich mich auf eine neue Folge aus dem Kurtzman-Trek einlasse.

    https://youtu.be/F5coXUMFUc0

    • Hayos sagt:

      Er hat diesen genervten Blick, den man Picard in „Sinnlos im Weltraum“ so schön angedichtet hat.

      Oder der missgelaunt Drogendealer-Remulaner:

      „Dem verticke ich auch noch was, wart mal ab…der braucht kein Fenster mehr um Sterne zu sehen…“

      Antworten
  36. Serienfan sagt:

    Vielleicht ist das so eine Yin-Yang-Sache, aber umso grauenvoller die Episoden, umso witziger die Texte von Klapo und Sparki. Es ist fast eine Medizin, die Texte mehrfach zu lesen und sich den Wahnsinn von der Seele zu lachen.

    Da die Figuren jetzt nur noch selbst erzeugte Probleme lösen müssen, während die für die Menschheitsgeschichte so wichtige Depressiv-Astronautin wohlbehütet in ihrer Quarantäne hockt, stellt sich die Frage, ob das hier misslungenes „Star Trek“ oder doch eher ein humorloses Marx-Brother-Reboot ist.

    Um all den „Star Trek war doch schon immer so“-Einwänden zuvorzukommen: Ich weiß, ich weiß! Auch im vierten „Star Trek“-Film bekämpften Kirk und seine Mannschaft ja in erster Linie Spock, der nach einem Mindmeld mit dem Schiffsantrieb zu einem Klingonen-Zombie wurde und der danach in San Francisco Amok lief.

    Klapos Hinweis auf „Elden Ring“ hat mich allerdings auf eine Idee gebracht!

    „Star Trek: Picard“ könnte tatsächlich von der kryptischen From-Software-Erzählweise massiv profitieren. Die Erzählfragmente würde dann jeder für große Kunst halten, und der Youtuber VaatiVidya könnte durch noch unverständlichere Erklärvideos die Ehrfurcht vor der „Lore“ des Kurtzman-Treks weiter erhöhen.

    Als Bossgegner würden sich die TNG-Charaktere eignen, die sich stets in monströse Entitäten verwandeln, und die vom Spieler bekämpft, das heißt natürlich „erlöst“ werden müssen. Kurtzman als optionaler Boss würde dann auch den unzähligen Online-Hinweisen anderer Spieler mit den rätselhaften Worten „Lügner voraus“ endlich einen Sinn verleihen.

    In unterschiedlichen Enden könnte dann der Spieler entscheiden, ob er die „alte Ordnung“ wiederherstellt (dafür wird lediglich die Rune der vollkommenen Ordnung und die beendete Questreihe „Soong und die goldene Tochter“ benötigt), oder ob er einfach selbst Herrscher des Franchises wird, wofür man allerdings mit entledigter Rüstung durch die Tür der „Rasenden Trekker“ schreiten muss.

    Auch was die Internet-Community angeht, so würde plötzlich vieles Sinn ergeben. Denn wie ich staunend lese, hat der „Elden Ring“-Patch 1.04 die Gegnerin Malenia angeblich noch unlösbarer gemacht, während seit dem Patch 1.07 die Gute nun wieder weniger unlösbar sein soll. Ich wiederum erkenne nicht den geringsten Unterschied, spätestens in der zweiten Phase ist das Feuer da, bei mir aber der Ofen aus.

    Auch das erinnert mich an „Star Trek: Picard“.

    Denn offenbar verfügen viele Internet-Experten über eigene Mess-Systeme und erkennen Unterschiede, wo für mich gleichermaßen der Exitus winkt. Daher frage ich mich: Sind jene, die einen unterschiedlichen Schweregrad zwischen Patch 1.04 und Patch 1.07 ermitteln, die gleichen wie jene, die in der Lage sind, Schwankungen bei „Star Trek: Picard“ zu erkennen?

    Für mich befindet sich „Star Trek: Picard“ spätestens seit der zweiten Folge auf der Nulllinie des definitiven Gehirntods (die Nerven-Zuckungen davor muss man inzwischen auch neu deuten, Gehirnaktivitäten – wie zunächst erhofft – steckten wohl doch nicht dahinter), dennoch schaffen es Rezensenten immer wieder, den einzelnen Picard-Folgen unterschiedliche Bewertungspunkte zuzuordnen.

    Nützen tut es mir freilich nichts, „Star Trek: Picard“ bleibt so grauenhaft wie Malenia unbesiegbar.

  37. Soaghjhj sagt:

    Hat was von Pina Bausch Tanztheater ohne Anspruch.

  38. JP1957 sagt:

    Oh Mann … ich bin gerade im Netz auf einen Reviewer gestoßen, dem vorab die ersten fünf Folgen von Strange New Worlds zur Verfügung gestellt wurden.

    Aus dem Review: „Dem Rezensenten wurden fünf Episoden zur Vorschau gegeben, und es ist leicht zu erkennen, warum. Erst in der fünften Folge wird die richtige Mischung aus Optimismus, Science-Fiction, Humor und charakterbasiertem Abenteuer gefunden, die eine gute Trek-Serie braucht. Die vorherigen Episoden haben einige dieser Dinge – nur nicht in den richtigen Proportionen…“

    „Die erste Episode, bei der Akiva Goldsman Regie führte, wirkt so plump, wie man es erwarten könnte. Sowohl Pike als auch Spock werden mit fremden neuen Frauen in ihren Betten vorgestellt, die sie aus Pflichtgefühl verlassen haben…“

    „Anstatt jedes Mal das Logbuch des Kapitäns zu verwenden, beginnt jede Episode mit dem Logbuch eines anderen Crewmitglieds. Anders als in der Originalserie will diese Serie schon früh tief in jeden Charakter eintauchen. Überraschung – fast jeder hat irgendein verstecktes Trauma, über das er nicht sprechen will. Am Anfang. Bis sie nicht mehr aufhören, darüber zu sprechen.“

    Wer alles lesen möchte: https://www.superherohype.com/tv/513804-star-trek-strange-new-worlds-review-learning-to-lighten-up

    • Scholli67 sagt:

      Können wir bitte Lorca wiederhaben?
      Der hatte keinerlei Traumata, der wollte nur die Galaxy beherrschen. Das war noch der trekkigste Charakter in NeuTrek. Ich vermisse ihn :-(

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      War das schön, als es noch kein Internet gab und man in der HÖRZU las: „Die vor zwei Jahren in den USA gestartete neue Star Trek (‚Raumschiff Enterprise‘) Serie kommt endlich auch in das deutsche Fernsehen. Weitere brandheiße Details entnehmen sie bitte künftig den Zweizeilern im Programmteil (‚In der heutigen Folge: Janeway hat ein Problem mit Außerirdischen. Fähnrich Kim ist traurig.‘).“

      * schmeißt FritzBox in die Mülltonne und fragt in der Bahnhofsvideothek nach den neuesten Star Trek Kassetten *

      Antworten
    • Grinch1969 sagt:

      Heilige Schei……………….

      Antworten
  39. Serienfan sagt:

    Spricht mir aus der Seele:

    https://youtu.be/U3RBuVpwsFQ?t=2574

    • Serienfan sagt:

      Sorry, ich meinte diese Stelle: https://youtu.be/U3RBuVpwsFQ?t=2633

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Tja … „Der Tod eines alten Freundes.“ Schön formuliert.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Jeder durchschreitet auf seine Art und zu seinem Zeitpunkt die Phasen der Trauer. Nun war Mike Stoklasa von Red Letter Media dran.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      Finde nicht, dass PIC sogar TNG zerstört bzw. das TNG-Sehvergnügen schmälert, es sei denn, man hätte die ganze Zeit im Hinterkopf, was aus Picard 30 Jahre später wird. Schade nur, dass Kurtzman-Trek die Fangemeinde so sehr gespalten hat, dass es auf der einen Seite nur noch bedingungslose Star Trek Fanatiker und auf der anderen Seite – in deren Augen – „Hater“ gibt. Wobei beide Seiten in Sachen Maßlosigkeit und Emotionalität des Beifalls bzw. der Kritik einander wenig nehmen.

      Antworten
    • VerwirrterTurnschuh sagt:

      RLM haben das doch gut beschrieben: Wenn es Leute und Fans gibt, die das schauen, lieben, verteidigen, schlucken, soll es so sein. Es kümmert nicht mehr. So empfinden viele. Also nix mit „Fanatiker“ auf der einen, und „feindliche Fanatiker“ auf der anderen Seite.

      Und sie haben gut dieses Gefühl beschrieben, dass diese innere Wand bröckelt: Man schaut auf TNG-Picard und empfindet eigenartigen Ekel. Über das, was nun ist, was er wurde. Es ist ja sogar derselbe, einst so bewunderte Mime. Ja, man ist kein Ignorant, ja, man kann nicht aus dem Hinterkopf löschen, wie es endet, wohin es wuchs oder wachsen wird.

      Wem es nicht so geht: Gut. Freut euch des Lebens und an alten wie neuen Serien. Und vielleicht, so die Hoffnung, wird Kurtztrek in 10 Jahren oder so vergessen und aus jeder Timeline verschwunden sein. Wie der Alptraum von vor einer Woche.

      Doch bis dahin bin ich offenbar nicht der einzige, der die tollen Blu-rays der perfekt restaurierten TNG-Episoden, über die ich mich anfangs so freute, lieber höflich unberührt im Regal stehen lasse anstatt inspiriert im Player die Runden drehen zu lassen. Es ist eine stille, innere Abkehr. Keine fanatische. PIC 03 wird wohl jeden letzten Funken versenken. Sollen sie halt machen.

      Die Freude an TOS scheint mir weniger stark beeinträchtigt. SNW wird zwar sein Bestes geben, jede Glut auszustampfen. Aber es sind eben doch andere Darsteller, mehr oder weniger peinliche Epigonen. Die Integrität des Orginals, das in sich schon genug umstritten war (schlechte Folgen und Filme), wird – hoffenlich – eher bestätigt durch die Nachahmer als ruiniert. Wie Gary von „Nerdrotic“ richtig meinte: William Shatners Kirk hat sich als der bessere, der beste Star-Trek-Captain erwiesen, Patrick Stewart hat seinen Picard völlig versenkt.

      Was ich jetzt schaue, immer wieder, ist THE ORVILLE. Wie früher Star Trek. Es ist wirklich faszinierend, denn für mich der Beweis: „Star Trek“ ist keine Serie, kein Franchise. Es ist ein Genre.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Wenn man sich die Stelle ansieht, erklärt Mike ja sehr genau, was in ihm vorgeht. Man glaubt, sich abschirmen zu können. Und wenn man merkt, dass man es doch nicht konnte, ist es zu spät.

      „Du wirst wahrscheinlich sagen, ich könne eine distanzierende Mauer aufbauen, so tun, als sei diese Serie nicht real, dass sie nicht existiert und nie passiert ist, und ich kann noch immer zurückgehen und TNG genießen. Ich beginne, mich zu verändern, weil sich diese Klinge tragischerweise zu tief in mein Herz gebohrt hat. Ich sehe Bilder von Captain Picard aus TNG, und ich verkrampfe ein wenig. Und das war es jetzt für mich.“

      Er vergleicht sich mit den Kindern aus „Stand By Me“, die ihre Unschuld verloren haben, nachdem sie den Toten gesehen haben. „Was einst für mich magisch war, existiert nicht mehr. (…) Es ist einfach widerlich, und ich glaube nicht, dass ich jemals wieder Star Trek schauen kann. (…) Es wirkt wie eine plumpe CBS-Sendung, es hat jegliche Verbindung zu Star Trek verloren. (…) Ich bin nicht naiv, ich weiß, was es ist, aber darüber zu reden ist wie über irgendeine beliebige Sendung zu reden, auf die der Star-Trek-Name geklebt wurde, es ist bizarr.“

      Antworten
    • Stoffel sagt:

      ach das hat nichts mit Unschuld zu tun, wenn wir ehrlich sind, hat man uns das leckere Eis weggenommen und als Ersatz einen nach Chemie schmeckenden Saure Drops Lutscher in die Hand gedrückt.
      Und wie Kinder nunmal sind, was Erwachsene sind, wird gebockt, geweint, gezettert und geschimpft und mit Kacke rumgeworfen und es ist absolut berechtigt.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Ich bin für jeden Zynismus zu haben! Kein Problem damit. Im Gegenteil.

      In Zeiten, in denen jeder in so eine selbstverliebte Weinerlichkeit verfällt, brauchen wir mehr und nicht weniger Zynismus.

      Nur: Dein Vergleich ist schlichtweg Quatsch.

      Man hat uns ja gerade nichts weggenommen. All die vielen Pre-Abrams-Folgen sind ja noch da! Und das ist es ja auch, was Leute wie Hoffmann und andere Kurtzman-Beschwichtiger unermüdlich betonen: Nämlich, dass man uns ja gerade unser Eis NICHT weggenommen hat.

      Und es ist ja auch nicht so, dass wir alle jeden Tag „gebockt, geweint, gezettert und geschimpft und mit Kacke rumgeworfen“ haben, als nach dem Ende von „Star Trek: Enterprise“ jahrelang gar kein „Star Trek“ produziert wurde.

      Ich empfehle Dir den Film „Uhrwerk Orange“ von Stanley Kubrik. Aufgrund einer brutalen Abversionstherapie verliert der Jugendliche Alex seine Begeisterung für die Musik von Beethoven.

      Und DAS ist die Gefahr, von der Mike Stoklasa spricht. Dass er jetzt auch nicht mehr unbeschwert TNG sehen kann. Dass er gedacht hat, er könne sich diesen Schund ansehen und ablästern und cool bleiben, und es würde nichts mit ihm machen.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      Und das ist der Punkt, den ich bei einem erwachsenen Menschen, der (noch) mit beiden Beinen im echten Leben stehen sollte, nicht nachvollziehen kann. Abgesehen davon, dass der Charakter Picard nicht beschädigt, sondern nur fortentwickelt wurde, was allein deshalb Scheiße wirkt, weil sich diese Charakterentwicklung innerhalb einer in jeder Hinsicht schlechten Umsetzung vollzieht, denke ich beim Anschauen einer TNG-Episode keine Sekunde darüber nach, was aus Picard in 30 Jahren wird bzw. wie schlecht diese nicht unplausible Entwicklung Jahrzehnte später umgesetzt wurde. Ebensowenig kommt mir beim Anschauen einer TOS-Folge oder eines TOS-Films in den Sinn, dass Spock eine Adoptivschwester namens Michael gehabt haben soll, der er im Prinzip alles verdankt, weil sie die Perfektion in Menschengestalt war/ist.

      Die bekloppten Ereignisse in ENT, die ebenfalls schon Lichtjahre entfernt von Roddenberrys Trek waren, haben mir auch nicht die Freude an TOS verdorben.

      Picard und seine Monolog-/Dialogzeilen sind für sich genommen gar nicht so weit weg vom TNG-Picard (mal nach Picard-Quotes aus PIC googlen) und könnten auch aus TNG-Folgen stammen. Es sind seine Mitspieler, die ihn wie einen alten Tattergreis im Kreise von „toughen/coolen“ Frauen des frühen 21. Jh. wirken lassen, allen voran Raffi und Jurati. Er hat, obgleich wieder Admiral und eine Sternenflotten-Legende, nur noch wenig Autorität, wird kaum ernst genommen, zumal in der Umgebung einer alternativen Zeitlinie des frühen 21. Jahrhunderts. Das ist durchaus das, was viele ältere Menschen objektiv und subjektiv erleben. Obgleich geistig noch fit, wenn vielleicht auch nicht mehr so rege, werden sie oftmals von ihrer jüngeren Umgebung nicht mehr so ernst genommen wie früher, allein aufgrund ihres alten Erscheinungsbildes und der körperlichen und geistigen Langsamkeit. Egal, was der alte Picard sagt, es wird erst einmal von den jüngeren Frauen plappernd in Frage gestellt. Darauf reagiert Picard nicht mit seiner früheren Autorität und Strenge, sondern mit einer irritierenden Altersmilde.

      Hätte ich jetzt so nicht sehen müssen. Mir wäre der alte Picard ebenfalls lieber gewesen. Aber für mich bricht jetzt auch keine (TNG-) Welt zusammen, weil PIC irgendwie nur so mittelschönes Fernsehen ist.

      Antworten
    • VerwirrterTurnschuh sagt:

      So sehr ich mich für GGH freue, dass seine (naive?) Freude an ST durch nichts zu erschüttern ist, so sehr halte ich es für fragwürdig, wenn er dies mit seiner Reife und Abgeklärtheit erklärt, die anderen Fans wohl fehle.

      Es stimmt schon, dass die Identität, geschweige denn Qualität von ST stets eine fragile und schwer zu definieren war. Die Aushöhlung, Umkehrung, Negierung durch JJ-Kurtz-Trek fassbar zu machen, für sich selbst und andere, scheint eine unlösbare Aufgabe zu sein. Als Nerd und Liebhaber, ob reif oder naiv, drängt es einen dazu, die Aufgabe zu lösen. Red Letter Media, also Rich und Mike, sind da besonders geschätze Sprachrohre (dabei hatte Mike ST 2009 noch gelobt – die Wurzel des neuen Übels).

      Über einen alten, tattrigen Picard, den keiner ernst nimmt, beschwert sich übrigens niemand. „All Good Things“ zeigt genau so einen. Der Unterschied könnte u.a. darin liegen, dass eine „schwache“ Figur nur schlecht von einem schwachen Schauspieler verkörpert werden kann. Und eine sinnlose, brutale Welt lässt sich schlecht durch hirnlose, destruktive Autoren beschreiben. Mittelschön, -schwach und -destruktiv sind in Bezug auf Star Trek seit 2009 Euphemismen und (naive) Wunschvorstellungen. Wenns doch nur so mittel wäre!

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      „Picard und seine Monolog-/Dialogzeilen sind für sich genommen gar nicht so weit weg vom TNG-Picard.“

      Gut, ab einem gewissen Alter hört und sieht man nicht mehr so gut, aber auf diese Art von „erwachsener Reife“ verzichte ich dann doch gerne. :-)

      Ich bin da mehr auf der Seite von Mike Stoklasa, der sagt: „Ich komme mir vor wie ein Kunstkenner, den man zwingt, ein Kindergekritzel zu bewerten, das an einer Kühlschranktür klebt.“

      „Star Trek: Picard“ schwankt zwischen unfassbarer Dummheit und peinlichster Geschmacklosigkeit (der wie in einer Roger-Corman-Parodie inszenierte Kitsch-Selbstmord von Picards Mutter zum Beispiel).

      Und was die Monologe angeht:

      https://youtu.be/U3RBuVpwsFQ?t=2127

      Und hier mal ein Technobabble-Vergleich zwischen TNG und Kurtzman-Trek:

      https://youtu.be/42fTmFaeyzU?t=348

      Antworten
    • Stoffel sagt:

      @Serienfan

      „In Zeiten, in denen jeder in so eine selbstverliebte Weinerlichkeit verfällt, brauchen wir mehr und nicht weniger Zynismus.“

      Das werde ich mir auf ein T-Shirt drucken lassen.

      „Ich empfehle Dir den Film „Uhrwerk Orange“ von Stanley Kubrik. Aufgrund einer brutalen Abversionstherapie verliert der Jugendliche Alex seine Begeisterung für die Musik von Beethoven.“

      Den Punkt finde ich interessant, ja in diesen Kontext, kapiere ich, dass mein Vergleich hinkt.

      Antworten
    • Stoffel sagt:

      @G.G.Hoffmann
      „Die bekloppten Ereignisse in ENT, die ebenfalls schon Lichtjahre entfernt von Roddenberrys Trek waren, haben mir auch nicht die Freude an TOS verdorben.“

      Abgesehen davon, dass ENT jetzt in den ersten zwei Staffeln seicht war, muss ich fragen:
      Haben wir die selbe Serie gesehen? Also ich erinnere mich, dass man auf Verständigung aus war, dass man sich mit anderen Völkern austauschen wollte, an ethische Fragen, an Moralphilosophe, an Aufarbeitung von Vorurteilen verkörpert durch Archer, an Ulitarismus den Archer da mal vollkommen konsequent und brachial durchführte, als man für das höhere Wohl dem einen Alienschiff die Warpspulen stahl. Und so weiter.
      Ja das höhere Wohl ist arschig, da haben wir Spocks Platitüden mal in letzter Konsequenz gesehen.
      „entfernt von Roddenberrys Trek“ sehe ich anders, der Unterschied war nur der, dass statt Aliens der Woche, die Crew der Enterprise das moralische Dilemma verkörperte, wer will man sein und werden und was ist dafür vertretbar und nicht? Eine Frage die sich durchzieht bei Enterprise und wie ich finde eine wichtige und aktuelle.
      Nicht mit Roddenberrys Vision übereinstimmend?
      Ich meine mich zu erinnern, dass sich über die Freizügigkeit was Körper betraf, mh T’Pol, mh, aufgeregt wurde, während das ja Vision Roddenberrys war, diese sexuelle Verklemmtheit zu überwinden, jeder mit jeden. Vision ja, aber bitte nur bieder und prüde behandelt, häh?!

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      @Serienfan

      Soll das ein Originalmonolog aus einer PIC-Folge sein? Ich bin über Episode 6 noch nicht hinausgekommen.

      Im Übrigen sehe ich nicht, was die schlechten Drehbücher von Kurtzman-Trek insgesamt mit der für sich betrachteten Charakterentwicklung und den Monologen/Dialogen Picards sowie dem TNG-Sehvergnügen zu tun haben.

      Ist die StarWars-Original-Trilogie etwa durch das beschädigt worden, was seit 1999 produziert wurde? Hat „Prometheus“ Auswirkungen auf die Qualität von Alien 1+2? Muss ich mir wegen ENT die Pulsadern ritzen, wenn ich TOS schaue? Und waren nicht gerade in der 6. und 7. Staffel von VOY viele Drehbücher komplett bescheuert (bitte die Reviews im Zukunftia-Archiv nachschlagen)? Hält man die unendliche Gul-Dukat/Kai-Winn-Pah-Geister-Geschichte heute noch aus, ohne sich Steine gegen die Stirn zu kloppen und die Haare auszureißen? Und kann ich großartige Momente aus den mittleren DS9-/VOY-Staffeln nicht trotzdem genießen?

      Ich finde diese dogmatische Verknüpfung zwischen TNG und PIC einfach nicht hilfreich.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Langsam wirds langweilig … habe ich diese Antwort nicht schon dreimal als Antwort auf ähnliche Posts gelesen?

      Die Argumentation wird durch die Wiederholungen nicht stringenter.

      Auf der anderen Seite gehen mir inzwischen auch die Poster auf die Nerven, die again and again and again ihren nunmehrigen Abschied von ihrer Trek-Leidenschaft verkünden. Mit ständig gleicher Bierernsthaftigkeit.

      Wir dürfen weiter schauen und kommentieren … aber das ist doch nur noch in satirischer Form möglich!
      Alles andere ist gesagt zu K-Trek.

      Gott, war das ernst jetzt.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Ist Dein bierernstes, humor- und satirefreies Jammern darüber, dass andere zu bierernst, humor- und satirefrei jammern, irgendeine „Woke“-Sache, die ich wieder mal nicht verstehe?

      Ich glaube, wir könnten alle dringend einen „Orville“-Trailer gebrauchen. Dann geht es uns sicher allen wieder besser. In vier Wochen ist es ja (hoffentlich) so weit.

      Antworten
  40. Ferox21 sagt:

    So, Mama Picard hatte sich also erhängt, was Old Picard bis jetzt verdrängt hatte. War das die Buße, die Picard nach Q leisten sollte? Oder erinnert sich daran außer mir schon keiner mehr? Und natürlich gab es damals im frühen 24. Jahrhundert – was eher wie das frühe 19. Jahrhundert inszeniert wird – leider keine modernen Behandlungsmöglichkeiten für die gute Ivette Picard, so dass man sie in ihren depressiven Phasen nur in eine kleine Kammer sperren konnte…

    An anderer Stelle werden die Borg innerhalb von 5 Minuten von der ultimativen Bedrohung zu einer besseren Hippie Kommune, die ab jetzt nur noch Menschen assimilieren will, die sich freiwillig anbieten. „Resistance is optional“, also.

    Wie der ganze Käse nächste Woche zu Ende gebracht wird (an eine befriedigende Auflösung glaube ich eh nicht mehr), ist für mich nur noch Nebensache. Wahrscheinlich stellt Q als letzte Aktion vor seinem Tod alles noch richtig und aus die Maus.

  41. bergh60 sagt:

    Tja … „Der Tod eines alten Freundes.“ Schön formuliert.

    hört , hört !
    Genao so fühlt es sich an !
    Möge er in Frieden ruhen.

    Gruß BergH

  42. Hayos sagt:

    Und zu „Star Trek: Strange New Worlds“ 1.01 ?

  43. frank sagt:

    @Hayos: … ;)

  44. Hayos sagt:

    @frank: :D

  45. Kazairl sagt:

    Ich zitiere mal einen Filmkritiker, den ich sehr schätze: Star Trek Picard ist eine perfide Misshandlung des Franchises und Patrick Steward ist bei dieser Misshandlung auch noch involviert. Die Respektlosigkeit vor dem Etablierten erreicht neue Werte.

    • Serienfan sagt:

      Und ich zitiere mal den bayerischen Schauspieler Walter Sedlmayr, der in seinem Buch „Alles nicht so wichtig“ (wunderbares Motto) schreibt: „Wichtig ist, dass man nicht eitel ist, nicht sich gern herzeigt, sondern den Menschen, den man spielt.“

      Genau dieses Motto hat Patrick Stewart verletzt. Anstatt Picard zu einer großen, schillernden Figur zu machen, hat er ihn auf seine eigenen Komplexe und politischen Ansichten reduziert. Selbst „ich bin zu dumm für Science Fiction“ hat er ihn in den Mund gelegt (legen lassen), was ich bei Patrick Stewart jederzeit glaube, bei Picard aber bezweifle.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      Wenn ich es recht in Erinnerung habe, hat Picard gesagt: „Ich habe mich nie richtig für Science-Fiction
      interessiert. Irgendwie finde ich keinen Bezug dazu.“ Das hat aus meiner Sicht nichts mit Dummheit zu tun. Auch in TNG gab es keine Hinweise darauf, dass Picard sich für dieses Genre interessiert. Er schien in erster Linie Fan der klassischen Literatur, vor allem von Shakespeare zu sein – wie auch Stewart.

      Ein großer Schauspieler im Sinne von Wandlungsfähigkeit war Stewart nur selten, eher mal in unerwartet komischen Rollen, auf die er selten besetzt wurde. Im Übrigen macht es wenig Unterschied, ob er beispielsweise Picard oder Prof. Xavier oder eine andere dramatische Rolle spielt. Man sieht immer den Glatzkopf mit ausgeprägten britischen Akzent, der nie besonders böse, besonders verrückt, besonders lächerlich, besonders verzweifelt, etc., ist und selten markante äußerliche Veränderungen zulässt. Eigentlich ist er meist Picard. Oder eben Stewart.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      „I never really cared for science fiction. I guess I just didn’t get it.“ (Picard in Picard)

      „Anyone can be trained in the mechanics of piloting a starship. It takes more. Open your mind to the past. Art, history, philosophy. And all this may mean something.“ (Picard zu Wesley in „Samaritan Snare“)

      Antworten
    • VerwirrterTurnschuh sagt:

      Das ist konsequent. Wer dem originalen Star Trek Qualitäten und Charakter abspricht, um Nu Trek zu verteidigen, der muss auch sagen, das Patrick Stewart eh nie ein guter Schauspieler war, sondern nur ein britischer Glatzkopf. Well played.

      Antworten
    • Grinch1969 sagt:

      Seine schönste Rolle hatte er natürlich in „Der Kleine Lord“

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      @Verwirrter Turnschuh

      Dank seiner ausgezeichneten darstellerischen Qualitäten und seiner Wandlungsfähigkeit hat er in den ganz großen Hollywoodklassikern der letzten drei Jahrzehnte mitgewirkt und wird in einem Atemzug mit Meryl Streep genannt.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Ich halte es für einen hartnäckigen, aber falschen Mythos, dass die Qualität eines Schauspielers durch seine „Wandlungsfähigkeit“ bestimmt wird.

      Sieht man sich die ganz großen Stars an, haben die sich gar nicht so sehr „gewandelt“. Und selbst ein Robert De Niro wird in dieser Hinsicht überschätzt.

      Aber Schauspieler wie Woody Allen, Tom Hanks, Jack Nicholson, Cary Grant, Marilyn Monroe, Audrey Hepburn, Clint Eastwood, Sean Connery… die haben sich gar nicht so sehr „gewandelt“, und sie haben auch gar nicht so sehr „geschauspielert“, sondern etwas verkörpert.

      Daher gefällt mir der Begriff „Darsteller“ sowieso besser. Patrick Stewart hat Picard brillant verkörpert. Er ist für mich das, was Nimoy für Spock, David Janssen für Dr. Kimble und Lorne Greene für Ben Cartwright war.

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    • frank sagt:

      @Serienfan

      also bei robert de niro muss ich dir insofern widersprechen, als dass er in seinen fruehen werken, allen voran ‚1900‘ und ‚taxi driver‘, noch grandios war (und immer noch ist)!

      aber spaetestens ab ‚cape fear‘ habe ich aufgehoert, alle seine filme sehen zu ‚muessen’…

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    • Stoffel sagt:

      „Das hat aus meiner Sicht nichts mit Dummheit zu tun. Auch in TNG gab es keine Hinweise darauf, dass Picard sich für dieses Genre interessiert.“

      Da kann man 1 und 1 zusammen zählen.
      Was ist Picard in TNG, ein höriger stumpfer Befehlsempfänger oder ein Forscher?
      Denke eher ein Forscher, der von Entdeckungen träumt, der die Grenzen der gegenwärtigen Realität erweitern und sprengen will. Das bedingt träume an eine Zukunft. Und um eine mögliche Zukunft zu erreichen, die von Frieden und Verständnis unter den Völkern geprägt ist, muss man sich ständig entwickeln, sich neu erfinden, um die Herausforderungen bis dahin zu meistern und durch Vorhersage und Projektion, aufbauend auf dem was man gegenwärtig hat, auszuloten was die Taten Heute in Zukunft ermöglichen.
      Und dazu gehört auch das festhalten an Idealen, dass man sich eine Zukunft vorstellen kann, was nunmal Science Fiction tut, eine Zukunft vorstellen, in der auch z.B. die Ideale, Träume usw., die man so hat, umgesetzt sind. Wer forscht betreibt Sciene Fiction. Und sicher ließt Picard Science Fiction, schon alleine um die Reflexion zu haben, weil dieses Genre so viele Möglichkeiten bietet, den Mensch, der Gesellschaft anhand von Entwicklungen einen Spiegel vorzuhalten, zudem Science Fiction Forschung inspiriert und Forschung Science Fiction inspiriert.
      Gerade SF die Möglichkeit bietet, über das Bestehend, momentane Grenzen hinaus zu denken.
      Doch Picard kein Interesse an Sciene Fiction in den Worten zu legen, ist Dummheit.

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    • Serienfan sagt:

      Jesses!

      1. Selbstverständlich war und ist De Niro ein großartiger Schauspieler. Nur eben nicht unbedingt wegen der ihm oft unterstellten Wandlungsfähigkeit.

      2. Ich möchte kurz erwähnen, dass Agnes ein Buch von Asimov in der Hand hält. Picard sagt: „Sie interessieren sich für Klassiker?“ Gefolgt von dem zitierten „Ich habe mich nie wirklich für Science Fiction interessiert. Ich schätze, ich habe sie nicht kapiert.“

      Inwieweit es Sinn ergibt, „Klassiker“ als „Science Fiction“ zu bezeichnen, lasse ich mal offen. Wenn jemand kein Jules Verne lesen mag, wäre das heutzutage kaum mit einem generellen Desinteresse an Science Fiction zu erklären. Aber von mir aus.

      Doch mal ganz abgesehen davon, dass ich in meinem Leben schon viele Naturwissenschaftler kennengelernt habe, aber keinen einzigen mit einem pauschalen Desinteresse an Science Fiction, passt es auch nicht zum aufgeschlossenen, philosophischen, immer an einem Blick über den Tellerrand interessierten und Riker über die alte SF-Idee einer Dyson-Sphäre aufklärenden Picard.

      Dass Patrick Stewart zu blöd ist, um Science Fiction zu „kapieren“, glaube ich gern. Bei Picard glaube ich das nie im Leben.

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  46. Ichwieder2 sagt:

    Über das Ende von Picard Staffel 2 reden wir lieber nicht so viel.
    Wenns auch nicht so schlimm kaputt gemacht wurde, die ich befürchtet hatte.

    Aber, ja, ich Falle wohl auch wieder auf die „erste Folge toll“-Sache rein.
    Mir hat SNW S01E01 wirklich richtig gut gefallen…
    Mal abwarten, was sie sich wieder einfallen lassen, um das auch kaputt zu machen…

  47. Serienfan sagt:

    „Obi Wan“ gibt’s auch noch.

    Oder interessiert sich niemand mehr für „Star Wars“?

  48. Casika sagt:

    So, Finale 10. Folge grad am Wickel…
    Tatsächlich muss ich gestehen, finde die finale Folge doch recht stark, unabhängig davon stehen immernoch die „Ultra-sowas-von-total-nebensächlichen-5-oder6-anderen-staffel2-folgen“ mitten im leeren Raum…

    Nunja, es hätte auch schlimmer kommen können…

  49. flyan sagt:

    Jetzt habe ich ihn mir doch noch angeschaut, den Rest der 2. Staffel Picard. Es ist inzwischen ja fast alles gesagt.
    Ein weiteres Detail hat mich dann aber doch noch gestört, welches das Desinteresse der Autoren an der Serie und dem Konzept der Wirklichkeit zeigt. Hauptsache man kann Schlagworte einbringen:
    (Sinngemäß) „im zweiten Weltkrieg nutze die Resistance den Keller des Chateau zum Lagern von Waffen und als Operationszentrale. Und dann kam die Invasion der Nazis“.
    Warte, was?
    Vor der Invasion der Nazis hatte Frankreich eine zahlenmäßig starke, hierarchisch organisierte und gut ausgerüstete Armee. Es macht keinen Sinn davon auszugehen, dass sie sich zu dieser Zeit in den Keller eines einzeln freistehenden Gebäudes zurückgezogen hätten. Und sie haben sich bestimmt nicht Resistance genannt. Die Resistance entstand erst im Laufe der Besatzung.

    Es zeigt mal wieder wie wenig Sorgfalt in diese Serie geflossen ist. Aber wenigstens konnte man einen Satz mit der Invasion von Nazis beenden. Juhu.

    • JP1957 sagt:

      Erstaunlich, dass ich das überhört hab.
      Ich kann mich erinnern, dass ich an dieser Stelle nachgedacht habe – Hey, wie wahrscheinlich ist es, dass jemand sich 450 Jahre später noch an diesen Zweiten Weltkrieg erinnert? Bzw. an ein winziges Detail aus diesem Krieg.
      Mir zumindest fällt grad nicht ein, was in meiner Stadt (geschweige denn in meinem Haus/ meiner Wohnung) im Jahr 1572 los war.

      Da hab ich beim Grübeln die eigentliche Fehlleistung gar nicht bemerkt.

      Gut beobachtet.

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      Hah, da verbreitet einer Fakenews und die werden auch noch ohne Zögern geschluckt.
      Kein Wunder, dass das Vaterland vor die Hunde geht.
      Ich hab mir mal die Untertitel geholt und siehe da … im engl. Original und der deutschen Übersetzung wird „während des zweiten Weltkrieges“ gesagt.
      Sooo bekloppt sind die Schreiberlinge denn doch nicht.
      Und jetzt kippt euch mal ordentlich Asche aufs Haupt.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Selbst in der deutschen Fassung heißt es „Während des Zweiten Weltkriegs“.

      Erwischt, Asche auf mein Haupt.

      Antworten
  50. flyan sagt:

    So, jetzt musste ich mir die Stelle noch einmal anschauen um sicher zu gehen. Der Dialogteil beginnt bei 19:48 der Folge und hier wird eindeutig davon davon gesprochen, dass „die Résistance“ dieses Haus als Munitionslager verwendet hatte und verschlossen wurde, als die Offensive der Nazis begann.
    Das ist eine falsche Reihenfolge! Die Invasion begann am 10. Mai 1940 und wurde von der französischen Armee bekämpft. Natürlich geschah dies „während“ des zweiten Weltkrieges, welcher bekanntermaßen am 1. September 1939 begonnen hatte. Am 22. Juni 1940 wurde der Waffenstillstand unterzeichnet, dieser Tag gilt als das frühestmögliche Datum für die Gründung der Résistance.
    Man kann nicht gleichzeitig von der Invasion, der Frontlinie und der Résistance sprechen. Das passt nicht zusammen. Genau diese Art von Nachlässigkeit zieht sich durch die gesamte Serie, durch praktischen jeden Dialog. Es ist nur ein weiteres Beispiel, ein weiteres unnötiges Detail, das versemmelt wurde.

    PS: Ich hatte kurz gedacht, dass Chateau Picard vielleicht in Vichy Frankreich gelegen sein könnte, womit dieser Dialog gerade so hätte ein bisschen Sinn ergeben können. Jedoch ist Chateau Picard in La Barre gelegen, also im bereits im Juni 1940 besetzten Gebiet und nicht in Vichy Frankreich. Somit bleibt es dabei.

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