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„Star Trek – Picard“, Kritik zu 2.01, „Stargazer“

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Dass die erste Staffelfolge von „Picard“ teilweise solide daherkommt, ist keine Überraschung. Wie bei Season 1 scheint man Himmel und Doofe in Bewegung gesetzt zu haben, um auf dem Kurtz-Trek ein paar leckere Goodies zu drapieren. Ja, ich sehe fast einen riesigen Hebel vor mir, der einmal im Jahr gezogen werden darf, sodass aus einer Luke zwei ECHTE Trek-Fans ins Autorenzimmer purzeln. Die sich kurz die Augen reiben und 24 Stunden lang alte Episoden nachrecherchieren… Und zusätzlich den Serienstandard von heute. („Drei Sekunden ein Schiff zeigen, das nicht verwaschen ist? Faszinierend!“)


Inhalt: Picard ist glücklich auf seinem Weingut. Doch irgendetwas in ihm (schlechte Leberwerte?) sorgen dafür, dass er an sich und seinem Weg zweifelt. Als seine langjährige Haushälterin ihn küssen möchte, erkennt er außerdem, dass er nun eine neue, todbringende Krankheit hat: Er ist Socially Akward – und er kann nicht mehr so lange im Bett. Doch am Ende der Episode kommt ein alter Gegner wieder, damit er sich endlich… selbst… findet?

Besprechung:

Der Beginn ist gelungen: Die Waffen, die Raumschiffgänge, dazu das Phaserfeuer, das wir uns (noch) nicht erklären können. Alles ist allererste Kulissen-Sahne aus dem Sperrholzkatalog! Schade nur, dass die Kamera den Anschein macht, den Aufenthalt von roten Socken (oder sind es Fähnriche?) in einer eingeschalteten Waschmaschine zu verfolgen. Weniger Epilepsie wäre hier definitiv mehr … äh… Nicht-Epilepsie gewesen.

Der neue Vorspann wirkt zudem epischer, abwechslungsreicher und musikalisch ausgereifter. Vielleicht sind das sogar die besten 80 Trek-Sekunden, die wir seit Jahren gesehen haben. Auch wenn man natürlich anmerken kann, dass das Heranzoomen auf mikroskopischen Krimskrams (Pixelwolken, Phantasiepartikel und Picards Hautschuppen?) zu Retro wirkt. Und mit den Weiten des Weltalls wenig zu schaffen hat?

Positiv geht es auch zuerst weiter: Wir sehen Picard, der zu passender Jazz-Popmucke durch seinen Weinberg schreitet – begleitet von Arbeitern und einigen Maschinen. Ja, hier blitzt plötzlich Liebe zum Detail auf, Liebe zum Filmschnitt, Liebe zur Franchise(selbst)liebe. Tja, und wie der alte Mann da steht, wirkte er nicht mehr so tüddelig und gebrechlich, wie man ihn noch in der ersten Staffel zeichnete.

Hier steht ein gereifter Android Mann, der sich gerne Hektoliter an Rotwein reinschüttet, das Leben genießt und die Photoshop-Etiketten seines Edlen Tropfens inspiziert.

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„Nein, ich kann dich nicht küssen. Da läuft mir immer der Servo-Sabber aus dem Androidenkiefer.“ – Zusammen ist man mehr alleine: Jean-Luc will aus irgendeinem Grund einsam bleiben. Immerhin ein Aspekt der Figur, der an TNG erinnert… Aaaber vielleicht liegt es daran, dass er als Kind mal in das Weinfass mit der programmierbaren Aroma-Materie gefallen ist?

Ebenso gefallen hat mir der Dialog mit seiner romulanischen „Mitarbeiterin“ beziehungsweise „Love Interest“.

Dass Romulaner trotz ihres Gefühlskälte „anders lieben“ als die Menschen („even more deeply still“), war eine interessante Einsicht. – Klar, das wirkte fast unpassend, wenn man an die ollen 1990er-Romulaner denkt, aber ein wenig Kitsch tut einem ganz gut. Schon um mit dieser schleimigen Schicht die abgehackten Köppe und rausgequetschten Augen aus Staffel 1 zu überdecken.

Wir sehen danach einen jungen (und einen alten) Picard, der in die Sterne schaut – und man nimmt der Figur ab, was die „Magie“ der endlosen Weiten für sie bedeutet! Wobei der nette Weltraum-Kamerazoom durch eine aufreißende Anomalie gestört wird…

Aber alles gut gefilmt, mit einem Verständnis von Dramaturgie, Übergängen und (positiven!) Überlängen. Schmalzig zwar, aber dafür auch schön schwielig. So als wenn die alten Trek-Bauarbeiter-Hände hier noch mal rrrichtig zupacken wollten.

Ein paar der Picard-Zitate (z.B. bei der Rede im Starfleet-Hauptquartier) hätten in einem weniger kurtzman-verhafteten Franchise sogar das Zeug für Evergreens, die man sich auf Trek-Cons in die gummiohrenverklebten Lauscher wispern könnte:

„The true final frontier is time!“

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„Und nach dieser Ansprache zu den Themen ‚Hoffnung und neue Horizonte‘ eröffne ich den Tagesordnungspunkt 1: Die neue Deckeloberfläche für genormte Gurkeneimer!“ – Spielt gern an sich rum: Patrick Stewart spielt plötzlich MEHR wie Picard als in Staffel 1. Von dem ollen Cosplay-Mix aus „Starfleet-Legende“ und „Entschuldigungs-Heulboje“ ist bisher wenig zu sehen.

Seven of Nines Faustkampf auf Captain Rios’ altem Schiff sorgt dann plötzlich für die notwendige(?) Düsternis. Aber okay: Man wollte nach den warmen Worten natürlich auf die… äh… piratenpolitsche Gefahrenlage im Weltraum überleiten? Und hier möchte ich erstmals vorsichtig kritisieren und anmerken, dass man uns die neue Anomalie auch hätte zeigen können, OHNE vorher angepisste Söldner zu erledigen.

Oder zumindest ohne das hämische Grinsen dabei? Wäre ja auch mal schön, wenn man die vorher angepriesenen Werte nicht gleich wieder (er)bricht?

Und warum musste Dr. Jurati auf einer Party nervös werden, nur weil ein sympathischer Android sie anspricht? („Hey, machen das hübsche Leute etwaaa? Hupsala, bin zu betrunken zum Heiraten. Sorryyyy.“)

Und die nichtssagende Ansprache von Soji auf dem Androiden-Maskenball(?) über’m Swimmingpool war auch nicht mehr so perfekt wie die ersten 20 Minuten mit Picard („Ich habe Vertrauen gelernt, nachdem wir Synthetischen wieder erlaubt waren. Vertrauen, aufgebaut durch diiiesen Mund uuund durch diiiese Ohren uuund durch diesen weggeschnippten Popel!“)

Zumal man uns hier WIEDER bahnbrechende Gesellschaftsveränderung nur damit erklärt, dass irgendwer mal das Wort „Trust“ zehnmal in die Echoschlucht gerufen hat.

, „Star Trek – Picard“, Kritik zu 2.01, „Stargazer“

„Hey Leute! Wie nennt man zwei Synthetische, die in einen Pool fallen? Na klar… Schwimm-thetische, gnahahaa!“ – Eine Ansprache für die Rechenschieber unter den Androiden: Was grundlogische Wesen an diesem FDP-Neujahrsempfang so toll finden, weiß ich nicht. An tiefsinnigen Dialogen („Guck maaal! Münder sind zum Labern da!“) kann es jedenfalls nicht liegen…

Und dass der echte Captain Rios plötzlich in einem seriösen(!) Starfleet-Schiff rumlümmelt, war doch etwas schwer zu schlucken. Aber okay, Fachkräftemangel und die neue Soldauszahlung (in goldgepressten Latinum-Zigarren?) machten es vielleicht möglich.

Was auch möglich war, ist diese ranschmeißerisch-jugendliche Sprache, die in der zweiten Episodenhälfte immer mehr zurückkehrt. Eben dieses abgehackte Discovery-Sprech, das jede Minute darauf wartet, für witzig und selbstreferentiell gehalten zu werden. Eben jene anerkennungsheischende Hollywood-Schreibe, die mit den uralten Star-Trek-Dialogen so viel zu tun hat wie ein Hauswand-Graffiti mit einer Doktorarbeit:

Rios: „I need your brain.“
Jurati: „That’s kind of … kind.“
Rios: „Make it so!“

Aber all das wird den Fans nichts aufgefallen sein, denn nebenbei zeigt man in einer langen Einstellung die neue „USS Stargazer“. – Ja, ihr hört richtig! Also Sabberluken auf 8 Uhr, dazu photonentorpedomäßiges Lob auf Achtern!

Allerdings fällt schon auf, dass bei so nahen Einstellungen weiterhin die Textursuppe von Innen beschlägt (mal wieder auslüften?) und die Kamera sooo nah am Schiff vorbeikreiselt, dass irgendwie mein Ästhetik-Senor nicht getriggert wurde. Was natürlich auch am Schiff selber liegen könnte?

, „Star Trek – Picard“, Kritik zu 2.01, „Stargazer“

„Was?! Die Deppen von der Konstruktionsbasis haben die fünfte und sechste Warpgondel nicht an die Schiffstoiletten montiert? Aber wie sollen wir dann im Kreisverkehr rechts abbiegen?!“ – Hier wird (dran)geklatscht, aber nicht Applaus: Irgendwie mochte ich dieses Design noch nie. Denn das geht deutlich schlichter! Wobei… Dafür gab es ja schon die Brückendialoge?

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„Schön, dass Sie da sind, Jurati. In letzter Zeit wieder irgendwelche alten Freunde getötet?“ – „Nö. Aber ich habe meine alten Verbrechen ironisch bei der Poolparty erwähnt. War eine Auflage des Staatsanwalts, damit ich die 5€ Bußgeld nicht zahlen muss.“ – Demokratie und Beinfreiheit: Nichts verkörpert ein Sternenflottenschiff mehr als das.

Weitere Baustellen, die sich schlau stellen:

– Picard gibt einem wahnsinnig schlecht schauspielernden Elnor-Schauspieler ein Buch. Natürlich von Spock geschrieben. Man weiß ja, was den Fans die Hose eng macht. („Da steht drin, dass du richtig leben und auf Partys gehen sollst – also seeehr frei übersetzt.“)

– Überhaupt wird Picard von Raffi beinahe wieder herablassend behandelt. Im Ernst, ich sage meinem ehemaligen Chef auch nicht immer, dass er nicht genug aus seinem Rentnerdasein gemacht hat („Was?! Nur drei Gartenzwerge aufgestellt? Check mal dein Leben, Alter!“)

– Als die Stargazer auf Seven mit Rios’ altem Schiff (diese Zufälle auch immer?!) an der Anomalie eintreffen, wird erst mal diskutiert, wie gut oder schlecht man dubiose Schmuggelkähne (oder WAS war Rios’ Höllensarg damals doch gleich?) behandeln sollte. – Ich würde ja näher darauf eingehen, warum das komisch ist, aber eben haben sich ein Mafiosi mit Polizeiuniform und ein geläuterter Straßenräuber in meinem Garten getroffen. Es ging wohl um Mercedes- und Dacia-Tuning an Bundeswehr-Autos?

– Die Anomalie ruft mündlich nach Picard… Okay, damit kann man leben. Trotzdem sind diese Zufälle und „gewollten“ Drehbücher ein stetiges Ärgernis. („Und die Anomalie hat auch gesagt, dass Picard seinen verschwundenen Mops mitbringen soll!“)

– Guinans Auftritt hat mich kälter gelassen als ich dachte. Hätte es da nicht auch ein Papagei getan? „Saurianischer Brandy, Earl Grey, Old Days! KRAH!“
Zumal auch das wieder nur die Wiedersehensfreude des Zuschauers triggern soll. Es wunderte mich schon fast, dass SIE nicht aus Spocks Buch vorgelesen hat – während sie zuuufällig eine Data-Maske auf dem Kopf hat.

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„Hey, wir haben uns ja ewig nicht gesehen. Woran lag’s?“ – „Die Autoren haben ihre Liste erst heute auf den Kopf gedreht. Vorher standen Jake Sisko und der uneheliche Sohn von Tom Paris weiter oben!“ – Tag der offenen Drehtür im Franchise-Knast: So schön die ganzen alten Gesichter auch sind… Sie nerven! Und ich habe eh nur wegen Q eingeschaltet, so!

– Schade: Picard sagt Guinan nicht, dass er jetzt ein Androide ist („What happend there?“). Das wäre ein extrem gutes Thema gewesen! „Hey, mein richtiger Körper ist eigentlich tot, lass uns drüber flennen!“ – Verschenktes Potenzial! Zumal ich als Zuschauer das Thema auch ständig vergesse. Und wofür war das Gespräch mit der alten Lady jetzt da? Für ihren letzten Satz, dass man ja noch einen Schnaps wegzischen könne?

– Ruckzuck wird Picard zur Anomalie geschickt, die nonstop den Aufnahmeantrag in die Föderation runterbetet (Artikel 15). Eigentlich eine interessante Idee… Aber bevor bei mir keine Gehirnoperation stattfindet, die mich die letzten 50 Kurtzman-Episoden vergessen lässt, bleibe ich eisern bei meiner Körperhaltung (*Arme ganz doll verschränk, bis Hände blau werden*). Und weise lieber darauf hin, dass Sevens Nebenbei-Bemerkung („Viele haben Angst vor mir, weil ich Borg war!“) Jahrzehnte zu spät kommt, um glaubwürdig zu sein.

– Und wegen der Verweigerungshaltung der Zuschauer ist die Überraschung auch nicht sooo groß, als sich die grüne Anomalie als Borg-Schiff entpuppt, das der Föderation beitreten(!) will. Und hier wird es langsam unrealistisch, dass man einer Großmacht, die mehrere Völker unterjocht hat, überhaupt so offen zuhört. (*Aktuelle TV-Nachrichten verdräng und Fernseher laaangsam in Aquarium schieb*) Zumal mir Picard langsam auf den Wecker geht. Watt denn nu? Die Borg hassen oder knuddeln? Ewiges Trauma oder freudvoller Dackelblick?

, „Star Trek – Picard“, Kritik zu 2.01, „Stargazer“

„Sie wollen also bei der Föderation mitspielen? Kein Problem. Dann halten Sie sich aber bitte an die Erste Direktive, Abschnitt B! Sie dürfen z.B. nur Völker assimilieren, die nicht unmittelbar ein Patent auf den Warp-Antrieb haben.“ – Mein Freund, die Mörderbande: Hier hätte ich mir mehr Abstimmungen mit z.B. Präsidenten gewünscht. Oder darf Picard das neuerdings alleine entscheiden? …. – Okay. Ist Kurtzman-Trek. Ich ziehe die Frage zurück.

Wie bitte? Ob die Idee von Picard langfristig eine schlechte war? Nun, gucken wir doch mal, wie die Verhandlungen eine Minute später so ablaufen? Ah, kein Grund zur Sorge:

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„Guten Tag, liebe Föderation. Haben Sie was dagegen, dass ich mich im Kostüm einer motorradfahrenden Riesenmotte an Ihren Computer hänge? Ich habe gestern nämlich eine Banküberweisung vergessen.“ – „Kein Problem, die Dame. Wir wollten sowieso frühstens in 30 Sekunden auf Sie schießen.“ – Im Tentakelarm großer Regierungen: Die Verhandlungen laufen gut. Wer genau hinsieht, kann vielleicht sogar erkennen, für wen?

Während der Zerstörung der Flotte – und des Borgschiffes – landet Picard zurück daheim. Bei seinem Roboter-Butler und einem frechen Q.
Ende.

Wir treffen uns dann in 10 Wochen für die Story-Auflösung wieder, ja?


Fazit:

Wie bereits bei der Pilotfolge (1.01) strampelt sich das Kurtzman-Trek hier mächtig einen ab, um (wie von den Fans gewünscht) freundlich, wohlgenorm… wohlgeformt und moralisch gut genährt zu wirken.

Den ersten 20 Minuten könnte man daher locker 3 von 5 Sternen geben.

Doch hinter dem Ächzen der Franchise-Maschinerie erkennt man schnell erste Risse: Lugt neben den tollen Moralreden wieder ein übercooler Handkantenschlag von Seven ins Bild? Macht der neue „Test“ von Q überhaupt Sinn – und hat diese Prüfung überhaupt etwas mit Picards Vertrauensproblemen und seiner verständlichen Altersstarrheit zu tun?

Im Grunde kann man diese Folge also vernachlässigen, da sie erst am Ende ihr wahres Gesicht zeigt. Und egal, wie nett und hell hier zu Beginn alles ist: Die übliche Saat aus „schlimme Anomalie“, „Kaffeetrinken mit den Borg“ und „kaum interessante Crew“ liegt bereits auf dem Acker. Und begann mich am Ende dieser 55 Minuten schon so anzuöden, dass der gute erste Eindruck weg war!

Immerhin ist die Regiearbeit diesmal besser.

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SPARKIS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
Ist Robo-Picard eigentlich sein eigener Rollator?, „Star Trek – Picard“, Kritik zu 2.01, „Stargazer“
Mit der Eindosung von Picards Seele in einen gewollt vergammelten Androidenkörper haben sich die Autoren schon ein derbes Ei gelegt. Was war der Sinn? Ein kurzes Erzeugen von Spannung am Ende der ersten Staffel? Dabei hätte man ihm das Abnippeln nach all dem Schwachsinn damals doch sogar gegönnt!

Dafür muss man sich jetzt für den Rest von Picards Dasein ständig Bemerkungen wie „Ob Mensch oder Maschine…“, „Auch als Synth…“ oder „Selbst ein Android muss mal furzen…“ anhören, wenn es auch nur im Ansatz um seine Person geht. Und jedes Mal wird man dabei erinnert, dass das irgendwie doch nicht der ECHTE Jean-Luc ist.

An der Story ändert dies jedenfalls nichts. Plötzlich reißt der Galaxis eine Naht in der Strumpfhose und ein an Picard gerichteter Hilferuf ertönt daraus. Und da das Universum sehr, sehr klein ist, stolpern auch die anderen Charaktere wie Piratenschreck Seven, Captain Stoppelbart Cabrera und Dr. Mörder mehr oder weniger zufällig über die Anomalie.

Als dann auch noch Jean-Luc auf Cabreras Stargazer eintrifft wird es merkwürdig. Ein neuartiges Schiff der Borg kommt aus dem Riss, welche zuletzt den Ratgeber „Diplomatie für Vollidioten“ assimiliert haben. Man will der Föderation beitreten (Gut!) und nutzt dafür das bedrohlichste Schiff im Arsenal (Schlecht!). An Bord befindet sich eine Abgesandte im frischen Latexlook (Gut!), welche mit Picard reden will, ob man dies erlaubt, oder nicht (Schlecht!). Im Sinne des Friedens toleriert man die ruppige Art der Borg-Botschafterin (Gut!), aber diese zapft dann erst einmal die Energie der Stargazer an (Schlecht!). Schon etwas ineffektiv, was Angriffe und/oder Friedensmissionen angeht.

Da die Queen aber alle Anwesenden nur betäubte vermute ich einfach mal, dass keine böse Absicht dahinter steckt. Ist die flotte Leder-Borg etwa Seven of Nine, welche am Ende dieser Staffel den Mantel der alten Königin übernommen hat? Und durch die Zeit gereist ist, da man auch etwas von Tachyonen faselte? Was meint ihr, was da passiert? Und wie weit daneben wird Klapos mit seiner Theorie liegen? Macht euren Einsatz, wir werden ja noch ein paar Wochen hier sein. Seufz.

Am Ende landet Picard jedenfalls in einer alternativen Zack Snyder Zeitlinie. Will sagen, alles ist düster und beklemmend. Toll, da hätte man auch bei Discovery bleiben können. Und um die Liste der „Hey, das kenne ich doch!“-Momente abzuschließen taucht dann auch noch sein Kumpel Q auf.

Hier auch noch einige zufällige Gedanken:

Pros:

– Ganz schön (sternen)flott. Das Design der Raumschiffe (Innen und Außen), Uniformen und der grundsätzliche Look machte nicht mehr den Eindruck, als könnte man sich die eigene Star Trek Lizenz nicht mehr leisten. Könnte alles etwas heller sein, aber man nimmt, was man kriegen kann.

– Picards Rede an der Akademie erinnerte an alte Zeiten, da optimistisch und entspannt. Hatte eigentlich damit gerechnet, dass jeden Moment sein Podium explodiert.

Neutral:

– Seven of NEIN!? Dass unser unterkühlter Spock-Ersatz mit Brust-Bonus aus Voyager mal zur lesbischen Piraten-Verklopperin mit spanisch (?)-sprechenden Holo-Sidekick wird stand jedenfalls nicht auf meiner Bingo-Karte. Nicht unbedingt eine schlechte Entwicklung, aber vor zwanzig Jahren hätte uns das wohl keiner geglaubt.

Negativ:

– Gedisste Harmonie. Die Titelmelodie ist sehr anstrengend, als hätte man mehrere Songs übereinander gelegt. Durch gleichzeitig eingespielte Soundeffekte wird es nicht besser.

– Sooo alt mit Hut. Whoopi Goldberg hatte für mich Probleme, wieder in ihre alte Guinan-Rolle zu schlüpfen. Strahlte sie in TNG noch Weisheit und ein gewisses Mysterium aus, wirkte sie hier wie ein angetrunkener Barkeeper mit kratziger Whiskey-Stimme.

– Gestörter Flirt. Nix gegen ein Liebesleben bei Senioren, aber das Anbändeln zwischen Robo-Picard und seiner romulanischen Haushälterin wirkte schon etwas fremdschämig und aus dem Nichts gegriffen. Wer war dafür das Vorbild? Arnold Schwarzenegger?

Fazit: Allein in der ersten Folge werden viele Zutaten in den Plot-Topf geworfen: Q, die Borg, Zeitreisen, Parallele Universen, irgendein Geheimnis um Mama Picard und das Thema Alleinsein im Rentenalter.

Kein gutes Zeichen, wenn man bereits Kurtzman belastet ist.
*auf gehirn-narben zeig*

Aber ich kann es nachvollziehen, wenn sorgenfreie Standard-Zuschauer dem Anfang einen größeren Unterhaltungswert zugestehen. Es gab keine Tiefpunkte, die Welt erinnerte wieder mehr an den klassischen Trek (wenn auch im dunklen Kino-Look á la ST8) und die Figuren waren zumindest erträglich.

Kurz, es war… äh… nicht scheisse? Ist das schon ein Lob beim New-Trek?

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von Klapowski am 04.03.22 in Star Trek: Picard

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Kommentare (159)

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  1. Kazairl sagt:

    Nicht scheiße, das passt zur Folge, mal sehen, was sie aus all dem machen, was sie da angefangen haben. Vielleicht kriegen wir ja mal wenigstens halb gutes Kurtzman-Trek, man wird ja wohl noch träumen dürfen.

  2. Mario D. sagt:

    Picard 2.01 schafft es für gut 5 Minuten, optimistisches Föderations-/Forscher-Flair zu erzeugen (wenn die ganzen Kadetten ihren Schiffen zugewiesen werden) – an der Stelle hätte eine schöne „Planet der Woche“-Serie beginnen können.

    Und reißt es danach gnadenlos ein (wenn lächerliche Borg-Tentakel Picard dazu bringen, die Selbstzerstörung des Schiffes zu befehlen und Q Picard danach in eine alternative düstere Realität zieht).

  3. JP1957 sagt:

    „Wir sehen Picard, der zu passender Jazz-Popmucke durch seinen Weinberg schreitet – begleitet von Arbeitern und einigen Maschinen.“

    Und?

    UND??

    U N D ???

    Er wird begleitet von seinem Hund! HUND!! H U N D!!! Ein ganzes Jahr lang frage ich mich, wo er geblieben ist. Jetzt ist der treue Kerl endlich wieder an der Seite seines Herrchens und Klapo erwähnt das nicht einmal!???

    Der Höhepunkt der Folge (neben dem coolen Auftritt von de Lancie)!

    Ansonsten kann man Sparkiller nur zustimmen.

  4. Jens sagt:

    ***** Aggressive Werbung *****

    Die Episodenkritik mit Rechtsberatung https://www.youtube.com/watch?v=t4hPq_58KOM&t

    ***** Aggressive Werbung Ende *****

    ALARME DE ROTER French Facing bei Scifinews.DE – Darf man als deutscher überhaupt Baguette essen? Wir beantworten alle Fragen in unserer Review zu „The Star Gazer“.

  5. Thomas sagt:

    Die ersten 20 Minuten, die Sternenflottenschiffe und am Ende Q, die haben tatsächlich etwas wie Star-Trek Gänsehautfeeling erzeugt. Gestört hat mich der rauchende Rios und auch die pseudowitzig wirkend wollende Jurati.

    Der Wunsch, Folge 2 zu sehen, ist tatsächlich da. Endlich einmal Sternenflottenschiffe – keine Copy-Paste Vierfachvarianten der Inquiry-Klasse. Ich meine sogar eine Akira-Klasse erkannt zu haben und die neue „Excelsior“ sieht wirklich top aus.

    Ich gebe der Episode wirklich 4 von 5 Sternen – schlagt mich nicht – aber ich befürchte, Kurzman und Co. versauen es wieder.

    Ach ja, Qs Synchronstimme – ist die vom Star-Wars Obersten Anführer Snoke – gefällt.

    • Kazairl sagt:

      Bin wirklich gespannt, wie sie diese Staffel wieder versauen werden. Genug Grundlagen für eine gute Story haben sie zwar gelegt, aber Kurtzman hat es immer geschafft, das zu vernichten

      Antworten
    • Mario D. sagt:

      Spielt der Rest der Staffel nicht eh in einem anderen Zeitstrang, sodass sie geschickt drumrum kommen, mehr von der „guten“ Sternenflotte zu zeigen?

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      So könnten sie sich in der Tat die Darstellung einer optimistischen Sternenflotte sparen. Kombiniert man das jetzt noch mit einer Zeitreise, sparen sie es sich sogar ganz darüber nachzudenken, was in der Zukunft passiert und sparen wahrscheinlich auch noch Geld für Effekte. Ich rechne eh damit, dass wir den Großteil der Staffel in unserer Zeit (bzw der sehr nahen Zukunft) verbringen werden und erst in der letzten Folge wird es eine (wahrscheinlich typisch für Kurtzman beschissene und unlogische) Konklusion geben.

      Antworten
    • HAL9000 sagt:

      Leider weilt der bisherige Synchronsprecher von Q nicht mehr unter uns. Aber der neue macht seine Sache gut und kommt der uns bekannten Stimme recht nahe

      Antworten
  6. BergH sagt:

    tach auch !

    Also den Hund zu vergessen, auch wenn er nur ein 1 Sekunden Cameo gehabt hat , ist sträflich.

    Danach gab es viele Fragen :
    Z.B. Wie kann einen Kameraden-Mörderin eine Season später einfach wieder so lässig auf Sternenschiffe beamen und keine r fragt sich warum?

    Können Androiden dicker werden ? Fräulein Briones schien bei all der Diplomatie nicht gerade vom Fleisch gefallen zu sein. (Oder sind das Corona Kilos? Die habe ich auch .

    Wenn Jonathan Frakes für Warp 13 drei Warpgondeln braucht, wie schnell ist dann die Stargazer und warum?

    Fragen über Fragen an das Kurtze- Trek.
    Der Q Auftritt war fast so colol , wie der von Sky DuMont in Der Schuh des Manitou aber dann ?

    Ich bin leicht unbeeindruckt.

    Gruß BergH

    • Calvero sagt:

      Cool? Wusste nicht schon JEDER im Quadranten, dass Q mitmachen wird? Selbst in Star Trek Timelines wurde schon verraten, aus welchem Jahrhundert er kommen wird. Daher ist das doch nun als „Highlight“ des Staffel-Piloten wirklich gähn. Sohnemann hat zuletzt Voyager geschaut und ich dann mal wieder mit, und da waren ja auch einige Q Auftritte, die ich schon halb verdrängt hatte. Ja, alles ganz witzig und schön retro, aber gebraucht hätte es das nicht mehr. Das jetzt die Prüfung aus „Mission Farpoint“ weitergeht, ist doch platter als lahm.

      Antworten
    • jako sagt:

      Jurati hat den Mord halt unter Alieneinfluss begangen…

      Antworten
  7. Daniel sagt:

    „Eben dieses abgehackte Discovery-Sprech, das jede Minute darauf wartet, für witzig und selbstreferentiell gehalten zu werden.“
    Hab Dank für diesen schönen Satz. Das gesprochene Wort ist leider schon sehr lange weit von dem entfernt was da einst wahr. Und in der Mischung aus Heiterkeit und Ernsthaftigkeit niemals wieder weiter in Firefly. Oh, wie ich die vergangenen Herrlichkeiten vermisse. Hoffentlich holt Q mich bald da raus.

  8. G.G.Hoffmann sagt:

    Einige schöne, lose zusammengeklöppelte Momente, die sich irgendwie nicht zu einem Ganzen fügen wollen. Gut fand ich den Rückblick auf Picards Kindheit und Elternhaus, er hat dem Charakter eine glaubwürdige neue Facette hinzugefügt. Im Übrigen wieder zuviel Holterdiepolter, gleichzeitig langweilig und zu überstürzt. Das muss man erst einmal hinbekommen. Es fehlt der richtige Flow, das richtige Tempo, nichts ist aus einem Guss.

    Überflüssig und unangenehm der Besuch bei Guinan, nur um sie in Liebesdingen um Rat zu fragen. Zumal Goldberg erkennbar nicht mehr in ihre alte Rolle zurückfand, ganz im Gegensatz zu John de Lancie, der ganz der Alte war.

    Einzig das Produktionsdesign wirkt stimmiger und wertiger als in der 1. Staffel, die in Sachen Sternenflotte nur eine DSC-Resterampe war, wenngleich ich mich nie an die schrecklichen, bunten CGI-Schiffe der neuen Ära gewöhnen werde. Da war DS9 vor über 20 Jahren überzeugender und näher an dem realen Modellen.

    How come, dass auch eine in 1:2,39 gefilmte Serienfolge nie annähernd wie ein Kinofilm wirkt, sondern immer noch irgendwie billig und tv-mäßig rüberkommt, trotz knackscharfem Bild, hochwertigen Kostümen und Kulissen?

    • Scholli67 sagt:

      Wieso sind Jung-Picards Klamotten näher an Oliver Twist als an einer Rotzgöre des 24.Jahrhunderts?

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      „Gut fand ich den Rückblick auf Picards Kindheit und Elternhaus, er hat dem Charakter eine glaubwürdige neue Facette hinzugefügt.“

      Ich hab das ganz anders empfunden … als überflüssig. Ebenso wie die nun konstruierte „Liebesunfähigkeit“ Picards.
      Wir haben das mal im Zusammenhang mit einer Orville Folge hier diskutiert … warum bloß soll auch hunderte von Jahren in der Zukunft einzig eine Ehe oder eine langjährige Zweierbeziehung das Maß aller Dinge sein?

      Mir fallen spontan zwei Kurzzeitbeziehungen und eine längere Beziehung von Picard ein. Gabs mehr?

      Antworten
    • Calvero sagt:

      John de Lancie hatte doch nur drei Sätze? Zum Glück lebt die Synchronsprecherin von Whoopy Goldberg noch. Sonst wäre ihre Szene noch peinlicher gewesen.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      Wobei Regina Lemnitz genauso wenig in die Rolle zurückfand wie Goldberg und mehr nach Berta aus „Two and a half men“ klang als nach Guinan. Folgerichtiger wäre im Zusammenspiel mit Ernst Meincke ohnehin Marianne Groß gewesen, Guinans zweite Stimme.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Die Synchro fand ich wieder einmal erstaunlich gelungen, Punktabzug gibt es allerdings für „roter Alarm“ (es heißt „Alarmstufe rot“, Sacklzement Halleluja), und ein bisschen weniger Siezen wäre mir auch lieber gewesen.

      Mit der deutschen Q-Stimme kann/muss man leben.

      Regina Lemnitz ist eine der ganz großen, und es war mir immer ein Rätsel, warum man sie bei der „Next Generation“ auswechselte, zumal sie ja bei DS9 dann Louise Fletcher sprach.

      Whoopi Goldbergs langgezogenes Prediger-Sprech, das sie sich wohl irgendwann bei „The View“ angewöhnt hat, bereitete Lemnitz tatsächlich ein wenig Probleme, dennoch wäre ohne sie wohl noch weniger Guinan-Feeling aufgekommen.

      Marianne Groß ist eine Synchro-Legende, aber sie passt für mich auf Whoopi Goldberg (und ja, ich weiß dass sie Whoopi in „Ghost“ gesprochen hat) so wenig wie Arnold Marquis auf Bud Spencer.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      Martin Umbach auf Q finde ich als Nachfolger von Hans-Werner Bussinger suboptimal. Meines Erachtens hätte Engelbert von Nordhausen den Charakter von Bussingers Q-Interpretation besser getroffen. Wie kommt man immer auf Umbach als Nachfolger für charismatische Stimmen (z.B. auch für Jeff Goldblum oder Dennis Quaid)?

      Marianne Groß wäre nicht unbedingt besser, aber folgerichtiger als Lemnitz gewesen, da sie, wie Meincke, die „Zweitbesetzung“ in TNG war und es diese „Kombination“ schon einmal gab. Lemnitz Stimme ist aber leider auch nicht mehr so sanft und tief wie vor 30 Jahren. Eine Synchronsprecherin kann sich heutzutage zudem nicht mehr gänzlich vom Vorbild lösen (wir sind ja nicht mehr in den 70ern/80ern). Wenn Goldberg Guinan nicht mehr so spielt wie früher, kann das durch die Synchro kaum kompensiert werden. Aber Stewart spielt Picard ja auch nicht mehr wie damals. Da passen sich El-Aurianer nach ein paar hundert Jahren Jugend plötzlich eben äußerlich – und offenbar auch charakterlich – ihrer menschlichen Umgebung an, wie wir lernen durften.

      Antworten
    • bergh60 sagt:

      tach auch !
      @SF
      ich muss Dir da widersprechen:
      Richtig heisst es Reed-Alarm.
      Das mit roter Alarm ist ein Jhrzehnte alter Übersetzungsfehler.

      @Den Rest
      Hier mal eine wunderschöner verriss :
      https://www.heise.de/meinung/Star-Trek-Picard-die-Zweite-C-est-de-la-merde-6540341.html

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Ja, auf den Heise-Artikel hat ja JP schon verwiesen.

      Dazu gäbe es viel zu sagen. Ich möchte nur kurz auf einen Satz eingehen:

      „Als seichte Unterhaltung mit Explosionen und mehr oder weniger sinnfreiem Geplapper wird die Serie wohl funktionieren.“

      Das genau möchte ich anzweifeln, und ich finde auch, dass man damit der Serie mehr zugesteht als sie liefert. Ich bin ohnehin überzeugt, dass gerade seichte Unterhaltung (wie auch immer man sie definieren will) ein hohes Erzähltempo und klar definierte Figuren braucht.

      Gerade „Star Trek: Picard“ leistet sich aber unentwegt den erzählerischen Stillstand. Szenen, in denen wir (wie Klapo so treffend sagte) dem Guinan-Papagei beim Runterbeten von Memberberries zusehen.

      Es mag „seichte“ Unterhaltung geben, die den Zuschauer so sehr mit Action zuballert, dass sich Actionfans davon „unterhalten“ fühlen. Aber mal ehrlich: Welche Serie hat dafür schon das Budget? „Star Trek: Picard“ jedenfalls garantiert nicht.

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    • G.G.Hoffmann sagt:

      Ich widerspreche dem Befund, Picards Charakterentwicklung sei im Hinblick auf TNG nicht folgerichtig und die Autoren wüssten nicht, wie sich „alte Menschen“ am Lebensabend fühlten. Einmal abgesehen davon, dass wir von Individuen sprechen und jeder Mensch sich anders fühlt, ist es durchaus plausibel, dass ein Mensch am Ende seines Weges sein Leben infrage stellt und verpassten Chancen nachtrauert, vielleicht auch der Jugend und vergebenen Liebeschancen, erst recht dann, wenn die bisherige Erfüllung, nämlich der Beruf und die Anerkennung, wegfällt, man sich nur noch unnütz vorkommt.

      Ich denke an zwei starke Sätze, aus ST:5 und ST:6. Kirk sagt in ST:5, er wisse, dass er sich oft falsch entschieden habe, nach links gegangen sei, statt nach rechts, doch er brauche seinen Schmerz, um zu wissen wer er sei. Und Spock fragt sich in ST:6 selbstzweifelnd, ob er und Kirk infolge ihres Alters unflexibel und unbrauchbar geworden seien.

      Solche Zweifel sind mit zunehmendem Alter völlig normal, weshalb auch Picards Charakterentwicklung plausibel wäre. Das Problem, das die Autoren nicht kapieren, ist nur: das will keiner sehen, der TNG liebt. Gelegentliche Selbstzweifel sind o.k., aber für den „Helden“ einer Geschichte doch nur als kleines Zwischentief auf dem Weg zu neuen Taten nach altem Vorbild und nicht als charakterverändernder Dauerzustand.

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    • Serienfan sagt:

      Nicht nur Picard wird demontiert. Immerhin wandelte sich Laris innerhalb einer Staffel von einer coolen Ex-Spionin zur zickigen Möchtegern-Ehefrau.

      „Nörgeln ist cool“ steht wahrscheinlich auf den T-Shirts der „Writer“, passend zur „Männer können nichts richtig machen“-Kultur. Sie sind entweder zu agressiv, zu passiv-agressiv, oder zu große Sofies. Und wahrscheinlich sind sie seit Neuestem frigide, wenn sie keinen Bock auf eine Beziehung haben, ein Recht, das offenbar nur Frauen zusteht.

      Dazu passt, dass Raffi dem guten Picard in Staffel 1 vorwarf, sein Verlassen der Sternenflotte sei eine feige Flucht vor der Realität gewesen. Nun soll Picard sich hinterfragen, ob nicht sein Gang zur Sternenflotte eine solche Flucht war.

      Ob das ganze im wahren Leben „plausibel“ ist, ist die denkbar uninteressanteste Frage. Auch wenn es oft behauptet wird: Nein, ein Leben ist nicht ein Roman. Storys und Geschichten brauchen eine andere Art von Plausibilität, Schlüssigkeit und Kontinuität als die Realität, die mehr als uns lieb ist von Zufällen und unfertigen Geschichten geprägt ist.

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  9. Agentbauer sagt:

    Meiner Meinung nach das Beste, was NuTrek bislang zustande bekommen hat, auch wenn die Latte sehr niedrig liegt…
    Ein relativ ordentlicher Teaser, der auch nicht, wie bei Disco, gefühlt 3/4 der lahmen Folge geht.
    Das ist handwerklich viel besser, und ich fand die Kameraführung wirklich gut.
    Endlich wieder normale Sternenflottenschiffe kein Copy&Paste, nur die Beleuchtung ist genauso bescheiden wie bei Disco(ist der Strom doch so teuer?)
    Und warum sind die Brücken der Schiffe mittlerweile alle so mies eingerichtet? Die Brücke der Ent-D oder der Voyager waren viel heimeliger…
    Dass Rios jetzt Captain ist, stört mich relativ wenig, aber diese Robo-Tante und Killerjurati könnten sie sich schenken…
    Charmant fand ich auch den Auftritt von Q, mit einer netten, kurzen Erklärung, warum er auch alt ist.. „Ich hole mal auf…“
    John De Lancie hat nix von Q verlernt, schade ist nur, dass Hans-Werner Bussinger nicht mehr unter uns weilt, und Q sprechen konnte, ich fand die Stimme so passend. Der Ersatz ist OK.

    Guinen hätte es auch nicht gebraucht, zumindest nicht so unnötig reigepresst, das geht charmanter.

    Übel fand ich eigentlich nur diesen Möchtegernborg inkl. Tentakeln, die wurden sicher von Disco recycled, und das wirklich niemand direkt auf die Idee kommt, dass das die Borg sein könnten.
    Hallo, Borggrün, komische Stimme. Hey, ne das sind nie die Borg. Facepalm.

    Ich bin auf Folge 2 gespannt und hoffe sehr, das sich Terry Matalas gegen den Kurzen durchsetzen konnte, seine Qualitäten hat er bei 12 Monkeys bereits bewiesen, dort ging es auch um Zeitreisen.

    Insgesamt kommt es mir so vor, als ob die Staffel 2 schon ein Reboot der ganzen Serie ist. Alle haben irgendwie was mit der Sternenflotte zu tun, die Sternenflotte ist wieder was positives und aktuell keine künstlich gebastelten Verschwörungen und Verschwurbelungen die keiner nachvollziehen kann (Kann noch kommen, aber ich hoffe mal, dass es gut wird)

    Der Episode würde ich 3-4 Sterne geben.

    • Scholli67 sagt:

      Ist bisher nicht JEDE Staffel von Kurtztrek ein Reboot?
      Warum der Alex so von Tentakeln besessen ist, müsste man auch mal ergründen.
      Hat ihm als Kind am Strand ein Tintenfisch ans Bein gepinkelt?

      Warum hier einige immernoch „Hoffnung“ haben, will sich mir auch nicht erschließen.
      Fünf mal in die Hose gegangen aber das sechste mal wird bestimmt gut. Ich bin da voller Hoffung.
      Das ist ja wie immer wieder CDU wählen.

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    • JP1957 sagt:

      An der Kritik ist was dran.
      Ich bin auch so einer, der immer noch Hoffnung hatte … dass der Hund noch einmal auftaucht.

      Jetzt ist er wieder da, aber ich befürchte, dass ich ihn im Rest der Staffel nicht mehr sehen werde.
      So kann man auch Kosten sparen.

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  10. Calvero sagt:

    Unser Anspruch muss schon ziemlich im Keller sein, wenn hier der neue Vorspann positiv erwähnt werden muss.

    Anomalie, Q, Guinan und Sternenflottenakademie – das ist nun das, was den Autoren in zig Monaten für die 2. Staffel eingefallen ist?

    Achso, natürlich noch Darth Vader/Schwarzer Engel-Borg und Vorab-Untertitel. Dazu die Serien-Seuche: kurzer Ausschnitt und dann ein „XX Stunden früher“-Rücksprung. Haha, der Spoiler, dem man nicht entgehen kann.

    Ok, an dem Überstürzt-Ende der 1. Staffel gab es vermutlich keinen vernünftigen Ansetzungspunkt, aber nun ist alles wieder Freude Eierkuchen? Picard ist Admiral? Rios ist Sternenflotten-Captain, Elnor geht auf die Akademie? Guinan betreibt auf der Erde eine Bar „10 hinten“?

    Der hässliche Kampfhund lebt noch, aber Zhaban ist tot, damit Laris Picard anbaggern kann? Ok, fünf Minuten vor dem Fastkuss siezen sie sich noch, aber das ist ja ein Star Trek-Synchroklassiker.

    Wo wir gerade ab und zu über Putin und seinen Atomkoffer reden, finde ich es etwas merkwürdig, dass eine Selbstzerstörungssequenz hier allein von einem Admiral a.D. zu Gast ausgelöst werden kann.

    Keine Ahnung, wo er jetzt mit Q ist, aber der auftauchende Mars-Android macht etwas Hoffnung, dass die Androiden-Storylinie doch nochmal aufgegriffen wird. Falls nicht, wünsche ich mir lieber Star Trek Nepenthe, als „Unsere kleine Farm“-Version mit Riker, Troi und Töchtling. Jede Episode schaut ein anderer Gast vorbei und plaudert am See über die Dinge des Lebens.

  11. Calvero sagt:

    Nochmal zu Putin: Dieses Schreibgenie würde vermutlich auch einen wunderbaren, flockig lesbaren Text verfassen können, warum der Wladimir alles richtig gemacht hat und man ihm nur unendlich dankbar sein kann. https://www.trekzone.de/2022/03/04/kurzrezension-picard-2×01-the-star-gazer/. Wir dagegen sind nur würdelose Nörgler.

    • Daniel sagt:

      „Stringenz des staffel- und serienübergreifenden Handlungsstrangs“ 5/5
      Weil das ja klar ist.
      Der serienfan hier hat ja schon mehrfach kritisiert, dass man sich hier nicht so sehr dem Wunsch dessen hingeben sollte, was man gerne sehen würde und das einfach irgendwo rein interpretiert. Aber gerade in diesem Punkt verstehe ich echt niemanden.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Humor 3/5 Sternen, war der Schreiber vielleicht leicht angetrunken weil er das, was hier passiert, lustig gefunden hat?

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    • Daniel sagt:

      Jurati torkelt ja lustig in der Gegend RUM. Fanden auch einige internationale Rezensenten lustig. Mich ekelt es an.

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  12. Donald D. sagt:

    Nanu, was war denn das? Eine Kurtzmännel Star Trek-Folge, mit der ich größtenteils zufrieden bin!? Ich hätte nicht gedacht, daß ich so etwas noch erleben darf. Ich bin immer noch konsterniert. Nein, an dieser Episode habe ich fast nichts auszusetzen. Die Charaktere wirken jetzt endlich sympathisch, es gibt keine klugscheißerischen dümmlich-dämlichen Dialoge und die Handlung kommt auch voran. Wie es aussieht, hat man ein paar neue Schreiberlinge eingestellt. Sollte das stimmen, dann hat CBS wohl mal auf die Fans gehört, denn solch einen Blödsinn, wie in Staffel 1 findet man hier nicht. Guinans und Qs Auftritt fand ich auch recht gut. Für mich bis jetzt das beste Star Trek seit Abrams und Konsorten das Franchise übernommen haben. Dennoch: Vermasseln können sie es immer noch! Aber ich habe längst nicht so ein mieses Gefühl, wie damals nach der ersten Picard-Folge. Ich bin mal vorsichtig optimistisch. Ach ja, mein Kritikpunkt: die Raumschiffe sind mir immer noch zu verwaschen und zu häßlich. Die neue Stargazer sieht genauso doof aus, wie die alte. Aber habe ich da in der Flotte eine unveränderte Nebula-Klasse gesehen? Schon das läßt mich auf gutes neues Star Trek hoffen.

    • Thomas sagt:

      War eine. Hab ich mal direkt vergrößert. Ebenso hab ich eine Akira erkannt.
      Das ist schon mal meilenweit entfernt von der Copy&Paste Inquiry, aus der es 4 Varianten gibt: runde Warpgondeln rot, runde Warpgondeln orange, eckige Warpgondeln rot und eckige Warpgondeln orange.

      Leider wird der Zeitreisenquatsch uns erst mal keine Schiffe aus der Zeitepoche zeigen…

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    • Donald D. sagt:

      @ Thomas: Sehr schön, das freut mich. Die Akira habe ich jetzt auch auf Klapos Bild oben gesehen. Jetzt fehlt nur noch die Enterprise E. Die ist ja hier auch erst ca. 40 Jahre im Dienst und könnte durchaus noch herumsegeln. Diesen Gefallen könnte Kurtzmännel mir erweisen und auch den, in der letzten Episode eine gigantische Raumschlacht, wie man sie seit DS9 nicht mehr gesehen hat, zu prräsentieren. Aber wenn diese Staffel nicht so ein Schrott wird, wie Staffel 1 und Disco, wäre ich auch schon zufrieden.

      @ Klapo und Spark: Euer Urteil ist zu hart. Ich denke, drei volle Gummiohren hat diese Folge verdient: einen für den Inhalt, einen für die Präsentation und einen für den im Großen und Ganzen erfolgreichen Versuch, endlich mal wieder vernünftiges Star Trek zu präsentieren.

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    • Thomas sagt:

      https://youtu.be/Vd8nLW6mjEQ

      Da wird es nochmal gezeigt. Waren wohl zwei Sovereigns dabei. Endlich. Meine Lieblingsschiffsklasse in einer Serie gezeigt. Und nicht nur in den Filmen.

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    • Donald D. sagt:

      @ Thomas: Danke! Schade, die neue Nebula, haben sie ein wenig vermasselt. Das rote Glühen an den Triebwerken ist kleinen Schlitzen gewichen. Ist dem Weltraum der Wasserstoff ausgegangen?
      Die neue Miranda sieht ganz gut aus. Schade, daß die Defiant-Klasse nicht zu sehen war. Ist doch auch zu diesem Zeitpunkt gerade mal knapp 30 Jahre im Dienst. Aber immerhin: die Copy & Paste-Flotte ist wohl Geschichte. Da sahen ja sämtliche Schiffe zum Kotzen aus.
      Wann genau spielt denn jetzt die zweite Staffel „PIC“ eigentlich?

      Antworten
    • Thomas sagt:

      Ein Jahr nach der Staffel 1. Müsste 2399 oder 2400 sein. Ich warte ja immer noch auf die Enterprise F -> die Odyssey Klasse. Aber eine Sovereign, welche es ja schließlich auch schon seit 2372 gibt, endlich mal in einer TV Serie zu sehen.

      Also, Kurtzman und Co.
      Picard vom Anfang so wie Staffel 2 Folge 1, Probleme und Szenen der Alpha- und Betaquadrant Föderation Ende 24. und Anfang 25. Jahrhundert. Wie hat sich Bajor entwickelt, wie haben sich die Klingonen und die Romulaner vom Dominionkrieg erholt, was machen die Cardassianer etc.

      Soviel Stoff, soviele Möglichkeiten. Keine neue Zeitlinie, keine Zeitreisen und kein Reboot vom Reboot.

      Ist das zuviel verlangt?

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    • Scholli67 sagt:

      Ja!

      Antworten
    • Donald D. sagt:

      Wäre ich auch dafür, werden sie aber nicht machen. Ich glaube kaum, daß wir von Cardassia und Bajor jemals wieder etwas hören. Mir reicht es auch schon, wenn die zweite Staffel „PIC“ irgendwie gut wird. Nicht, daß ich nach zehn Folgen wieder dasitze und um meine verschwendete Lebenszeit jammere. Bei „Disco“ habe ich ja nach Folge Vier, Staffel Vier die Reißleine gezogen.

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    • Kazairl sagt:

      Wow, bis Staffel 4 ausgehalten, echt tapfer und abegebrüht, ich habe nach Staffel 2 die Notbremse gezogen.

      Antworten
    • Donald D. sagt:

      Ja, nicht wahr? Aber Klapo und Sparki, die armen Schweine, halten noch viel tapferer durch. Ich bewundere sie sehr, daß sie bei „Disco“ noch nicht kapituliert haben, nur um uns Woche für Woche die Schlechtigkeit dieser Show präsentieren zu können. Alle anderen Seiten finden die Serie ja mehr als gut, aber „Zukunftia“-Leser wissen es besser. Bei Serienjunkies wird ja sowieso fast jede Folge in den Himmel gelobt, mit ein paar Alibi- Minuspunkten. Da fragt man sich schon, wie manche vermuten, ob Serienjunkies nicht von CBS bezahlt wird.

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  13. verwirrter Gast sagt:

    Mal so am Rande – ich dachte ja Zukunftia bringt dazu noch einen kleinen Beitrag – aber vielleicht wurde die Meldung auch einfach nur übersehen, bisher:

    Star Trek 4 kommt.
    https://www.syfy.com/syfy-wire/star-trek-4-cast-sequel-news

    Also kommt – äh – vermutlich, zumindest laut JJ Abrams. Man hat wohl bisher nur noch nicht den Darstellern bescheid gesagt…

    • Scholli67 sagt:

      Das hatten wir hier glaube ich mal kurz durchgehechelt und dann als einen von J.J.s Publicity Stunts abgetan.

      Antworten
    • verwirrter Gast sagt:

      Aye, dann ist das wohl einfach an mir vorbei gegangen.
      Seltsam ist’s natürlich trotzdem. Aber ja, vielleicht wollte er tatsächlich nur die Investoren beeindrucken und hat sich schnell irgendwelchen Unsinn aus den Fingern gesaugt.

      Antworten
  14. Ichwieder sagt:

    Picard liebesunfähig? Hatte er nicht da was mit Beverly am Laufen? Und im neunten Film war doch auch was? *verdrängt*

    Aber wie lief das denn so ab?
    Hey, Androiden-Jay-El hat die Galaxis gerettet? Dann will er doch bestimmt wieder bei der Föderation mitspielen?
    Picard: Make it so!
    Computer: Ja, nice bruda, dann brauch ich aber jetzt ’nen neuen Selbstzerstörungscode!
    Picard: Passwort1234
    Computer: Das ist zu lang! Ausserdem biste doch langsam tüddelig, nicht, dass Du das dann mal vergisst!
    Picard: Ja, richtig, dann nehm ich 000×0.
    Computer: Jau, coole Idee. Mit dem x in der Mitte ist das voll unknackbar! Hinterleg ich!

    • Sparkiller sagt:

      Gut, der kurze Code hat seine Wurzeln halt in TOS:

      https://youtu.be/kOvuzrpHqwo?t=184

      https://youtu.be/Wk0f43GOtSk?t=53

      Aber in der Szene bei Picard hat man das schon in Sachen Spannung arg eingestampft, da hätte wenigstens der Zigarren-Captain noch seinen eigenen Code haben können.

      Der komplette Clip aus Star Trek III oben zeigt ja, wie es stimmungstechnisch richtig geht. Schon durch die Musik.

      Antworten
    • Ichwieder sagt:

      Verrückt, da hat Picard denselben Code wie Kirk? Da wäre ich jetzt echt nicht drauf gekommen, dass man hier in dem Moment Fan-Service einstreut. Tatsächlich muss ich hier die rosa Brille aufhaben und hab das so bei Kirk nie wirklich zur Kenntnis genommen, welchen verzwickten Code er da verwendet…

      Antworten
    • jako sagt:

      Ne nicht verdrängt… er sagt ja, dass er schon geliebt hat. Aber es war halt alles nichts, was eine aussicht auf etwas langfristiges hatte.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Ich finde das auch total unvorsichtig, dass die Föderation in Zeiten von Picard Codes aus alten Fernsehserien übernimmt.

      Da hätten doch die Borg (oder sonstwer) einfach nur die Mediatheken des Föderationsfernsehens anzapfen brauchen!

      So was unglaubwürdiges!!!

      Antworten
  15. jako sagt:

    Irgendwas fehlt da… vielleicht liegt es daran, dass es keine abgeschlossene Folge ist und ja klar ist, dass es jetzt 10 Folgen weiter geht. Keine Ahnung.

    Aber das wichtigste ist doch: Egal wie gut oder schlecht das ist… es ist eine Wohltat im Vergleich zu Discovery.

    Keine Flüster Burnham, keine permanent schlecht gespielten Figuren, kein übertrieben langezogenes permanentes Gefühlsdrama.

    In dem Sinne, bin ich voll und ganz zufrieden… (was schon irgendwie traurig ist, aber das verdränge ich mal)

  16. JP1957 sagt:

    Oh wow … was für eine Kritik auf heise.de!!!

    Sie fängt ganz vorsichtig hiermit an und wird dann zu einer Fundamentalkritik, die nichts vom New Trek übrig lässt. Ich war beeindruckt.

    Der Link: https://www.heise.de/meinung/Star-Trek-Picard-die-Zweite-C-est-de-la-merde-6540341.html

    Die Kritik zum Weingut: „Gleich der Anfang der Folge enthält eine Einstellung, die in einem Sekundenbruchteil das Problem mit der ganzen Serie verdeutlicht. Wir sehen das Etikett auf einer Flasche Rotwein von Picards Weingut. Dort steht: Château Picard, Grand Vin de Bordeaux. Dazu muss man wissen, dass wir in einer Folge der vierten Staffel von Star Trek Next Generation aus dem Jahre 1990 sehen, wie Captain Picard auf sein heimatliches Weingut zurückkehrt, während die Enterprise im Weltraumdock im Orbit repariert wird. Picards Heimatort ist das Dorf La Barre in Frankreich. In Frankreich gibt es zwei Dörfer mit diesem Namen, beide liegen im Burgund im Osten des Landes. Demnach hatten die Macher der aktuellen Serie in der ersten Staffel den Wein auch korrekt mit Bourgogne-Franche-Comté beschriftet, dem modernen Namen des Burgunds. Warum ist Picards Weingut dann jetzt auf einmal in Bordeaux, auf der anderen Seite des Landes an der westlichen Atlantikküste?

    Das liegt einfach daran, dass es seit mehr als einem halben Jahrhundert ein echtes Château Picard gibt und die Serienmacher nun in Zusammenarbeit mit diesem Weingut einen Wein auf den Markt gebracht haben, der das Etikett aus der Serie trägt. Dieser Wein wird jetzt in den USA an Trekkies verkauft; mit einem Preisaufschlag von knapp 300 Prozent. Und weil Franzosen nun mal strenge Gesetze für die Herkunftsbezeichnung von Lebensmitteln haben, konnte man auf diesen Wein nicht einfach wie in der ersten Staffel der Serie Bourgogne-Franche-Comté schreiben. Picards Heimatweingut wurde also nach mehr als dreißig Jahren etablierter Hintergrundgeschichte kurzerhand nach Bordeaux verlegt. Weil die Story weniger wichtig ist, als das Geld, das man damit verdienen kann. Wie der Franzose sagen würde: C’est de la merde! (Das ist ein ganz schöner Mist!)“

    • Scholli67 sagt:

      Ich kopiere hier mal einen Kommentar von Serienjunkies rein:
      „Ganz ehrlich, was zum Teufel interessiert mich, wo ein fiktives Weingut aus der Zukunft liegt? Das ist schon mehr als Nitpicking“
      Irgendwie hat er nicht ganz unrecht.

      Antworten
    • Calvero sagt:

      Gibt es solche Leute wirklich oder sind das Kommentar-Androidenbots?:
      „Ich habe alle Star Trek Serienfolgen und Filme gesehen – mehrfach. Dazu habe ich diverse der Star Trek Novels gelesen. Ich würde mit Fug und Recht behaupten, dass ich ein Trekkie bin. Keinen einzigen der absurden Kritikpunkte im Texte kann ich auch nur im Ansatz teilen.“

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    • Scholli67 sagt:

      Oh die sind echt!
      „Es war so schön Riker zu sehen wie er eine Pizza anbrennen lässt.“
      Das reicht scheinbar vielen.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Wenn Du den ganzen Artikel liest, kannst Du da nicht zustimmen. Der Fehler beim Weingut ist eben typisch für die gesamte Entwicklung von New Trek.

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      Ich stimme dir da absolut zu.
      Aber das Etikett auf der Pulle war vielleicht der falsche Aufhänger. Sowas läd ja geradezu dazu ein das mit einer lässigen Handbewegung wegzuwedeln. Und wenn das Etikett das einzige Problem wäre, würde ich sogar mitwedeln.

      Antworten
    • Calvero sagt:

      Ich wurde übrigens drüben bei digitv vom Moderator „Odo“ (sic!) abgemahnt und zensiert, weil ich das Statement der „Institution“ Valdoran „Die Folge war einfach nur genial und beinahe episch. So muss Star Trek sein. Philosophisch, zum Nachdenken anregend. So wie es Gene Roddenberry es sich wünscht.“ nicht völlig ernsthaft kommentiert habe.

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    • Scholli67 sagt:

      @ Calvero
      Hab mir die Diskussion mal durchgelesen. Das sind die wahren deutschen Trekkies.
      Hier bei Zukunftia trifft sich eben nur eine kleine nörgelnde Minderheit.
      Wie kann man da noch zweifeln, dass NeuTrek ein rauschender Erfolg ist.
      Ich hab viel zu lange mein Vorurteil gehätschelt, dass Star Trek-Fans im Durchschnitt recht pfiffig sind.
      Üble Fehleinschätzung meinerseits! Der gemeine Trekker ist genauso verblödet wie Leute die sich blaugelbe Fähnchen ins Twitterprofil pappen.
      Ich glaube gutes Star Trek würde eine spektakuläre Bruchlandung hinlegen.
      Ich versteh den Alex jetzt besser, wozu Mühe geben wenn Teletubbies in Space auch reicht.

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  17. JP1957 sagt:

    @Scholli: „Und wenn das Etikett das einzige Problem wäre, würde ich sogar mitwedeln.“

    Mir wäre es auch gar nicht aufgefallen. Auch zwei andere Dinge sind mir erst durch Kritiken auf anderen Seiten bewusst geworden:

    > Der Hund (der mir, wie Du weißt, besonders am Herzen liegt) von Picard hat kupierte Ohren. Diese Praxis ist in Frankreich schon seit 2004 verboten … und sollte in der Föderation erst recht verboten sein (was sagt der Kanon eigentlich in Bezug auf Tierschutz in der Föderation?).

    > In der Anfangsszene auf dem Weingut sind die Mitarbeiter Picards zu sehen … sie sind alle (oder fast alle) People of Colour. Eine erstaunliche Fehlleistung!

    Mal ganz abgesehen von der Frage, warum sich jemand eine solche Arbeit in der geldlosen Zukunftsökonomie antun sollte. Werden die Flaschen nachher unter den Mitarbeitern aufgeteilt? Und was geschieht mit dem Rest? Werden die Flaschen verschenkt? Oder auf Planeten exportiert, in denen es noch Geldwirtschaft gibt?

    • Scholli67 sagt:

      Die Büchse mit dem Wirtschaftssystem bei Star Trek lassen wir mal schön zu, das gibt nur Ärger ;-)

      Picard als Peitsche schwingender Sklaven … ähhhh meinte People of Color-Treiber passt doch super ins Kurzmann-Universum und zu seinem „Der Mann von Delmonte“-Auftritt im Tropenanzug damals. Ein ordentlicher Südwester auf der Platte wäre natürlich noch passender.
      Ich persönlich halte das nicht für eine Fehlleistung, für mich spiegelt das die wahre Einstellung von Hollywood wieder – Lippenbekenntnisse, Ignoranz und wild gallopierender Rassismus hinter der netten Fassade.

      Die offensichtlichste und für mich auch wahrscheinlichste Erklärungen für die verstümmelten Ohren ist, dass Picard in Wirklichkeit schon immer ein Arschloch und Tierquäler war. Das wurde nur von der Mannschaft als Exzentrizität eines ansonsten „makellosen Käpt’ns, der uns allen als Beispiel dienen sollte“ unter den Teppich gekehrt um seinen Ruf nicht zu gefährden.
      Zitat Geordi La Forge: „Die Szenen die sich da im Holodeck abgespielt haben waren schon erschütternd aber was will man denn machen, er ist nun mal der Käpt’n und man muss ja auch ans eigene Weiterkommen in der Flotte denken.“

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    • JP1957 sagt:

      Nein, sag bloß, das ist ja erschütternd … die Äußerung von Geordi habe ich damals gar nicht mitgekriegt!!!

      Wahrscheinlich sind die kupierten Ohren nur der Auftakt für den Story Arc um Picards Liebesunfähigkeit … und wir werden bald über all die Sauereien auf dem Holodeck aufgeklärt.

      Er stand auf Pferde, nicht? Schleppte doch immer seinen L e d e rsattel mit aufs Schiff.

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    • Scholli67 sagt:

      Ich dachte immer der Sattel war nur ein Vorwand um die Reitpeitsche in der Kajüte erklären zu können.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Abgründe …

      Antworten
    • Ichwieder sagt:

      Was haben die denn da gearbeitet? Trauben pflücken kanns jedenfalls nicht sein, denn die wurden von den Drohnen von den Reben weggebeamt…

      … und wenn da jetzt nur Weisse gearbeitet hätten, wäre von Euch gekommen: „Klar, der weisse CIS-Mann taugt eben nur noch für niedere arbeiten!“.

      Vielleicht auch nicht in jedem Detail irgendeinen Fehler suchen – oder dann konsequent dies in allen ST-Ablegern tun.

      Und das schreibe ich jetzt weiss Gott als Anti-Fan des New Trek. Aber man sollte nicht jeden Kram [wie das mit den Hundeohren] da überdenken. Sie haben halt einen Hund genommen für die Dreharbeiten… Da wird keiner vorher dran gedacht haben: Ohh! Den dürfen wir jetzt aber nicht nehmen, weil…

      Und bezüglich des Weins… Ist es so unrealistisch, dass es noch ein WEITERES Picard-Weingut gibt und er sich deswegen eine Flasche von der Sorte reindremelt, die nun gerade nicht bei ihm vor der Haustür wächst…?

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      Nein, da wäre von uns gekommen „Aha!! Der Franzose taugt also auch in der Zukunft nur für niedere Arbeiten.“
      Btw. was ist eigentlich aus Brett Hand geworden? Der könnte hier mal reingrätschen.

      Natürlich wird in jedem Detail nach Fehlern gesucht, das machen Fans oder andere Menschen mit Zwangstörungen nun mal so!

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @IchWieder

      Hast Du die Folge überhaupt gesehen?

      Die mussten die schweren Kisten schleppen, während Plantagenbesitzer Picard seinen misshandelten Hund (das verzeihe ich Stewart nicht!) spazieren führt.

      Ansonsten stimme ich Dir zu … man sollte nicht so pingelig sein. Das Weingut verlegen, weil man dafür Schotter kriegt – das ist doch normal. Den Charakter von Picard zerstören … he, nennt man das nicht Charakterentwicklung?
      Eine besoffene Mörderin auf der Brücke eines Sternenflottenschiffes … das ist die Modernisierung von Star Trek, schließlich führen besoffene Massenmörder heute ganze Staaten (oder ist Wladi Antialkoholiker wie unser letzter Massenmörder?).

      Hast Du damals den Missbrauch von Will Wheaton auch so kommentiert(„Sie haben halt ein Kind genommen für die Dreharbeiten“).

      Also wirklich … die Menschheit lernt nicht dazu!

      Und wag es nicht, mich noch einmal „Euch“ zu nennen.

      Das ist hier eine Seite für individuelle Individualisten.

      Wo ist eigentlich Serienfan?

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      Zu Jäy Äl’s Verteidigung: ich hab mal nach der Picard-Töle gegoogelt, das ist nicht Stewarts Schnuffi, der stammt aus dem Tierheim und arbeitet jetzt eben in Hollywood.

      Antworten
    • Ichwieder sagt:

      Ich wage, was ich wage.
      Schwere Kisten schleppen? Mag sein. Mit Luft drin? Weil die Trauben wurden wohl kaum in die Kisten gebeamt. Hast Du die Folge geguckt?

      Und ja, man kann auch mal aufhören, an jedem Mückenfurz zu riechen, nur weil man zwanghaft Fehler finden will. Ich bemängele ja auch Dinge, aber einen Fehler zu finden, der möglicherweise einfach nur auf mangelnden Informationen basiert [mag hier ums Geld verdienen gehen, aber nochmal: Warum sollte ein erfolgreicher Winzer nur einen Standort bekleiden, nur als Beispiel…]
      Oder hat die Nerdpedia auch fiktive Geodaten, wo genau nun Picards Anwesen liegt und es sichergestellt ist, dass er nur dieses eine besitzt…

      Und ich nenne Euch Euch, weil ich Euch nunmal so nenne. Da müsst Ihr Euch mit abfinden…

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @Euchwieder: „Oder hat die Nerdpedia auch fiktive Geodaten, wo genau nun Picards Anwesen liegt…“

      Du hast also weder die Folge gesehen, noch den Heise-Artikel gelesen.
      Im Heise-Artikel kannst Du nachlesen, warum auf den Weinflaschen nun – im Gegensatz zu der entsprechenden TNG-Folge – ein anderes Etikett zu sehen ist. Die haben einen Sponsorvertrag mit einem tatsächlich existierenden Weingut Picard in Frankreich gemacht, das aber in einer anderen Gegend liegt.

      Die Bemerkung mit den Kisten versteh ich nicht. Kisten voller Flaschen … Flaschen schwer … deshalb schwere Kisten schleppen. Was ist daran unklar?

      Ich muss mich mit gar nichts abfinden.

      Zur Strafe euche ich Euch jetzt auch.

      Antworten
    • Ichwieder sagt:

      Achso. Die Weinflaschen werden direkt auf dem Weinstock gebraucht.
      Schon klar.
      Habe den Heise Artikel gelesen. Na und?
      Nochmal: Kann es deswegen kein zweites Picard Weingut in der fiktiven Welt geben, wo das Etikett dann passt?

      Wenn wir irgendwann die Enterprise 1701-G sehen, hat es dann eine 1701-F nie gegeben, nur weil wir sie nicht einmal gesehen haben?

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @Euchwieder:“Kann es deswegen kein zweites Picard Weingut in der fiktiven Welt geben, wo das Etikett dann passt?“

      Natürlich. Jean Luc hat nach seinem Ausscheiden aus der Sternenflotte also nicht das Weingut seines verstorbenen Bruders weitergeführt, sondern sich ein eigenes Weingut zugelegt (obwohl er mit der Winzerei bis dahin ja nie was am Hut hatte).

      Passenderweise am anderen Ende von Frankreich.

      Na klar, alles möglich.

      Was ist eigentlich aus Marie, seiner Schwägerin geworden?

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    • Calvero sagt:

      Kann es sein, dass die Weinflaschen Schraubverschlüsse haben? (duck) Und was wird da eigentlich im Weinstock gebeamt? Die Trauben direkt vom Strauch?

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    • Calvero sagt:

      Die sind doch alle in dem großen Brand umgekommen. Das erfährt er auf dem Segelschiff nach Worfs Beförderung.

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    • Kazairl sagt:

      Ich finde es auch seltsam, dass Serienfan noch nichts zur PIC Folge gesagt hat? Vielleicht Überwältigung darüber, wie gut oder scheiße die Folge war?

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    • Serienfan sagt:

      Keine falschen Hoffnungen! Serienfan-Senf bleibt euch nicht erspart! :-)

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    • Scholli67 sagt:

      Ich mach schon mal Popcorn.

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    • jako sagt:

      Der misshandelte Hund? Hä? Wie kommst du darauf, so’n rein durch telepathische Ferndiagnose?

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    • JP1957 sagt:

      @jako: Augen … ich sage nur AUGEN!!!

      Wenn Du genau hinschaust (AUGEN!!!), dann siehst Du, dass der Hund kupierte Ohren hat.

      Das ist heute in vielen Ländern, u.a. Frankreich, schon verboten … aus Tierschutzgründen.

      Alles klar?

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    • CaptainTomahawk sagt:

      Immerhin steht ja neben der besoffenen Mörderin ja auch eine Ex Borgdrohne und ein Ex Borg Anführer, der jetzt sogar Admiral ist, auf der Brücke. Da hat sich auch im alten TNG keiner drüber aufgeregt, dass die beiden einfach so wieder in der Sternenflotte dienen. Wie wäre das wohl heute? Wie würde man sich darüber das Maul zerreissen, wenn Burnham als Ex Borg wieder Ihr Kommando bekäme?…

      Antworten
  18. Calvero sagt:

    In Staffel 1 kannte der Typ am Empfang des Sternenflotten-Hauptquartiers Picard nicht mal mehr. Jetzt bleiben auf dem Gang der Stargazer alle wie angewurzelt stehen und bilden Spalier, bis der Admiral-Golem vorbeispaziert ist. Bin gespannt, ob wir den Grund für dieses Anhimmeln noch erfahren in den nächsten Folgen. Wahrscheinlich wird nun stattdessen Admiral Clancy nicht mal mehr in Guinans Bar reingelassen.

    • Ichwieder sagt:

      Nunja, sie dienen auf der Stargazer, dem Schiff, auf dem Picard einst das Kommando hatte…

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    • G.G.Hoffmann sagt:

      Auf der Stargazer wird schon irgendeine Ahnengalerie der ehemaligen Kapitäne hängen. Im Übrigen wird Picard auch nicht unangekündigt gekommen sein, sondern die Besatzung zuvor entsprechende Anweisungen erhalten haben, strammzustehen, auch wenn – wie üblich in Star Trek – Picards Reise von der Erde bis zur Anomalie wieder mal nur ein paar Stunden gedauert haben kann.

      Antworten
    • Ichwieder sagt:

      Was im Kontext ja auch nicht doof ist. Wenn die Borg Picard besuchen wollen, werden sie nicht am anderen Ende der Galaxis Ihr Rufsignal absetzen…

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  19. accolon sagt:

    Ein bisschen wie Staffel 1, wo ich die erste Folge auch ganz okay fand. Bin mal gespannt, wie schnell es hier bergab geht…

    Völlig irritiert hat mich die Szene auf der Stargazer am Ende, wo Admiral (!) Picard wie ein seniler alter Mann verängstigt auf dem Boden liegt, während alle anderen machen, was sie wollen. Ist Picard nicht der ranghöchste Offizier und sollte eine Ansage machen? Stattdessen entscheiden Captain Zigarre und Kampflesbe Seven, wie man die Borg korrekt behandeln sollte (schießen!).

    Und als es dann um die Selbstzerstörung der Stargazer geht, ist der Admiral plötzlich wieder an der Reihe?

  20. Yole sagt:

    Beim Fortschreiten der Handlung und den Dialogen habe ich mich unbehaglich gefühlt. Beim Auftritt der Borgqueen kam tatsächlich Spannung auf. Mal sehen ob es Sinn machen wird, dass sie „Frieden“ aber zuerst „Energie“ will. Die kurze Einführung von Q und der alternativen Realität macht mich neugierig. Ab jetzt wird die Serie bestimmt perfekt. Und die Einführung wo die Nebencharaktere im echten Universum stehen, war nur notwendig um mit Staffel 1 abzuschließen (drum waren die Dialoge auch so komisch).

    • Calvero sagt:

      Uhhh, spannend. Da sollten wir noch abwarten. Dass das eine „Borgqueen“ ist, wissen wir doch noch gar nicht genau. Wenn ich an den Roten Engel denke, könnte es auch sein, dass sich Picards Mutter dahinter verbirgt. Immerhin ist der ja irgendwas schlimmes in der Ehe passiert, was wohl der Grund sein soll, dass JL sich gegen die lebenslange Zweisamkeit entschieden hat.

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      Ich kann kaum erwarten, was sich die Schreiberlinge zu dem Thema einfallen lassen.

      Antworten
  21. Calvero sagt:

    Picard wird doch von dieser schwarzen Admiral-Frau auf dem Weingut per Shuttle abgeholt. Wo ist sie eigentlich abgeblieben? Das Shuttle geht 100 Meter vor der Stargazer unter Warp und fliegt dann sofort in die Shuttlerampe. Dann sind zwei Admiral an Bord? Wer ist ranghöher?

    • Donald D. sagt:

      Der dienstältere Admiral ist ranghöher. Das dürfte dann zweifellos Picard sein.

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    • jako sagt:

      Wo wurde da irgendwie darauf hingewiesen, dass die admiralin Picard abgeholt hat?

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    • Calvero sagt:

      Die Admiralin kommt per Shuttle aufs Weingut und brieft Picard. Dann sieht man noch Laris, die das Haus leer vorfindet und nur noch die Abfluggeräusche hört. Also ist die Admiralin nicht auf dem Weingut geblieben. Nächste Einstellung fliegt das Shuttle in die Stargazer. Klar, die Admiralin kann zwischendurch noch abgesetzt worden sein (48 Stunden sind ja eine sehr lange Zeitdauer) oder beamt sich auf ein anderes Schiff der Armada. Sie kann auch mit dem Shuttle wieder zurück ins Sternenflotten-HQ geflogen sein.

      Wohl nicht so wichtig alles. Aber warum wechselt Picard eigentlich die Kopfbedeckung, während er die Weinernte überwacht.:-)

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    • Kazairl sagt:

      Das ist zuviel Nachdenken über eine Kurtzman-Serie und würde voraussetzen, dass das Autorenteam einen Funken auf innere Logik gibt.

      Antworten
  22. Calvero sagt:

    Gibt es eigentlich schon eine Antwort auf die Frage, was zum Teufel Jurati auf der Stargazer macht? Ist sie Expertin für Anomalien und alles andere? Der Counselor von Rios? Warum ruft er sie von dieser Androidenparty weg? Und warum ist Raffi nicht Captain der Excelsior? Sie war ja auch bereits Nr.1 wie Rios und hat ebenfalls an vorderster Front die große Blüten-Bedrohung mitverhindert.

    • Kazairl sagt:

      Das ist eine gute Frage. Ich hab mich auch gefragt, warum ausgerechnet eine versoffene Person wie Jurati die Expertin für Alien-Sprech sein soll. Ich meine die gesamte Föderation ist riesig in ihren Ressourcen und da braucht es eine Jurati um zu erkennen, was die Borg da gesendet haben?

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      Jeder ist Experte für was auch immer das Drehbuch gerade verlangt.
      Seid ihr neu bei NeuTrek?

      So langsam sollte doch jeder gerafft haben, dass wenn eine „gute Frage“ auftaucht die Antwort immer „Kurtzmurx“ lautet.

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      Falls sich nicht doch in der nächsten Episode herrausstellt, dass Raffi ’n Käpt’n ist, dann wäre das der einige Lichtblick in diesem Jammertal der geistigen Umnachtung.
      Immerhin ist klein Raffi eine drogenabhängige Lügnerin.
      Möglicherweise hat ja selbst eine Sternenflotte unter Führung von Kurtzman da Vertrauensdefizite und möchte nicht hunderte mühselig ausgebildeter Mitarbeiter und Raumschiffe die auch nicht an Bäumen wachsen den Launen eines mental instabilen Junkies überlassen.
      Das Gejaule der Hinterbliebenen nervt ja auch.

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    • accolon sagt:

      Raffi meldet sich als „Commander“ von der Excelsior und bietet Unterstützung an, als die ganzen Schiffe gegen Ende bei der Anomalie eintreffen. Das muss nix heißen, aber Captain ist sie offenbar ja nicht.

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  23. Simon Wright sagt:

    Na toll. Jetzt kamen hier genug positive Krümel um es sich doch anzusehen. Und tatsächlich, das neue Raumschiff sieht gut aus. Zumindest von außen. Drinnen aber die neue Dunkelheit plus spiegelnde Fußböden, war wohl zu aufwendig immer den Teppich zu reinigen. Insgesamt ist mir Patrick Stewart schon zu tatterig, die Mörderdoktorin geht mir auf allen Ebenen auf den Keks und das permanente über Gefühle und Beziehungen sprechen brauche ich wirklich nicht. Eben so wenig die Aktivitäten der Fanserviceabteilung. Hätte Guinan in alten Zeiten in einer Folge ihre Bar 10 genannt und die Straße hieße Ten Forward würde alles in mir schreien: Holodeck, Traumsequenz, nichts ist echt.
    Und statt immer durch einen Zufallsgenerator durch Memory-Alpha zu jagen, weil sie glauben, jeder StarTrekFan holt sich beim Erwähnen des Kobayashi-Maru-Tests einen runter, hätte auch etwas mehr Liebe zu den Charakteren und StarTrek allgemein gereicht. Gut, jetzt wissen wir, dass Seven ganz böse gemobbt wurde wegen dieser Borgzeit in ihrem Lebenslauf und daher die Sternenflotte verließ. Aber nicht nur, dass sie das genau dem Typen erzählt, der als Borg die halbe Sternenflotte bei Wolf 359 platt gemacht hat und immer noch von allen geliebt wird (sehen wir von diesem Sisko ab, aber der ist ja ein religiöser Spinner, zählt also nicht), es konterkariert eigentlich fast jede StarTrekGeschichte, in der es um zweite Chancen, um den Wert des Handelns, die richtigen Entscheidungen geht. Und dabei geht bei Seven schon verloren, dass sie bei der Rückkehr schon ein Haufen Freunde hatte. Und einen Liebhaber. Aber klar, sie wird auf irgendein intolerantes Sternenflottenschiff geschickt, Chakotay und Janeway kümmern sich einen Scheiß um sie, also wird sie lieber rachsüchtige lesbische Piratin. Und natürlich kann sie problemlos einen Haufen Borgdinge in den Deltaflyer einbauen ohne dass der ständig von den Borg übernommen wird. Aber plötzlich können die Sternenflotteningenieure einfach nichts und bauen blind irgendwelchen Alienkram ein und ändern dafür nicht mal deren Passwörter. Hauptsache es kommt damit Drama in die Geschichte.
    Und wie üblich beim neuen Trek hält sich die Professionalität an Bord eines Sternenflottenschiffs in Grenzen Da kann der Kapitän zweimal auffordern das Schießen einzustellen und keinen interessiert es. Und natürlich kann irgendeine besoffene Tussi der jahrelang als Kommunikationsoffizierin ausgebildeten Expertin zeigen wo der Hammer hängt. Klar kann Wiederadmiral Picard auch die Selbstzerstörung aktivieren, aber statt sich dafür etwas zu überlegen oder wenigstens eine zweite Bestätigung einzubauen, geht es nur darum, dass jemand eben Hauptdarsteller ist und deswegen alles regelt. Finde ich nervig. Kapitän könnte ja verletzt sein oder weigert sich oder wassonstnochmöglich ist. Aber es geht nie darum, es halbwegs logisch zu gestalten.

  24. Serienfan sagt:

    Tja, ich hatte den „Senf“ ja schon angedroht!,

    Jetzt kommt sie, die überfällige Geisterfahrer-Kritik: https://youtu.be/FeYtqsG1W6Q

    • Scholli67 sagt:

      Danke!
      Besonders dafür dass du die Schnuffi/Roboterherrchen Problematik angesprochen hast.

      Ich warte auch händeringend auf meinen Orville-Boostershot.

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    • Kazairl sagt:

      Ich muss mir auch einen Orville-Booster geben, damit ich endlich die Hoffnung rauskriege, dass diese Kurtzman-Serie mal was Gutes haben könnte abseits von Folge 1.

      Antworten
    • Calvero sagt:

      Was an der 08/15-Stargazer-Brückenszene positiv erwähnenswert sein soll, erschließt sich mir leider nicht. Ansonsten eine unterhaltsame Analyse. Und der Dalek hinten im Regal, da bin ich neidisch. Was mir erst jetzt aufgefallen ist beim Ausschnitt: Dieser „Stunt“ von Seven mit der Plünderin erinnert frappierend an eine Kloppe bei WWE auf der Rampe, wo dann die Wrestler ganz gefährlich in die Tiefe der Kulisse fliegen und auf einer unten platzierten Matte landen. Aber sie hat ja auch schon mal gegen The Rock gekämpft, das waren noch echte Highlights:-)

      Antworten
    • Calvero sagt:

      „Schnuffi/Roboterherrchen Problematik“. Vorsicht! Man darf das nicht so linear sehen. In der letzten Szene der finalen Staffelfolge, nachdem Q Picard wieder echt menschlich gemacht hat, springen wir wieder in den Weinhang und Picard macht Laris einen Antrag. Dann stimmt auch wieder alles mit dem Köter:-) Der mir bei Brad Pitt übrigens viel besser gefallen hat, als er die Manson-Bande zerlegt hat.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      „Jetzt kommt sie, die überfällige Geisterfahrer-Kritik: https://youtu.be/FeYtqsG1W6Q

      Also langsam muss hier aber mal Schluss sein.

      Das ist schon die zweite Seite, für die hier schamlos Werbung betrieben wird!!!

      Ohne zu zahlen.

      Und auf ihren eigenen Kanälen sahnen Sie dann die Euros ab.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Welche Euros denn? :-)

      Antworten
  25. Calvero sagt:

    Falls sich die Folge nochmal jemand ansieht: Wie hört ihr den Namen des Schiffes, auf das der erste Kadett kommandiert wird? Sulu ist klar, aber „Hikaru Sulu“? Ich dächte, beim Vornamen etwas anderes vernommen zu haben. Kenne aber die Sulu-Familie auch nicht in Gänze, nur noch Demora.

  26. Ferox21 sagt:

    Als Einstieg in die zweite Staffel fand ich die Episode nicht schlecht. Allerdings bleibt die Befürchtung, dass diese positiven Punkte sich bald wieder verziehen werden, denn die weitere Staffel soll ja wohl primär auf der Erde und in der Vergangenheit spielen. Daher sollten wir uns wohl nicht so sehr an die positive neue Starnenflotte gewöhnen, die in der Folge gezeigt wurde.

    Nur zwei kleine Anmerkungen zu dem, was Klapo in seiner Review geschrieben hat:

    Soji ist wohl auf Delta Vega unterwegs. Die Deltaner sind ja allesamt Glatzköppe – siehe Lt. Iliya aus Star Trek – Der Film. Am Ende aber auch nur Fan-Service (und ich denke, dass wir Soji in der weiteren Staffel auch nicht so viel zu sehen bekommen werden – immerhin war sie in keinem Trailer zu sehen).

    Jurati erwähnt ja, dass sie vom Mordvorwurf freigesprochen wurde, da sie offenbar unter dem geistigen Einfluss der vulkanisch-romulanischen Tante da gestanden hat. Etwas fadenscheinig, aber damit wird das wohl wegerklärt. Und erst einmal abwarten, in welcher Form sie in der weiteren Staffel überhaupt involviert sein wird.

    • Serienfan sagt:

      Den Freispruch wegen vorübergehender Unzurechnungsfähigkeit kann ich durchaus nachvollziehen. Ich fand es nur furchtbar unelegant, wie das in ihren Stammel-Dialog eingebaut wurde.

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      @ Serienfan
      Bin gerade auf einen interessanten Punkt gestoßen worden …
      was ist denn mit den ganzen anderen Vögeln inklusive Obervogel Jäy Äl die geholfen haben Juratis Mord unter den Teppich zu kehren?
      Sind Föderationsstaatsanwälte so doof ein „wir wussten von Anfang an, dass die kleine Jurati vom Teufel besessen war und daher war das ok“ als Ausrede gelten zu lassen?

      Antworten
  27. bergh60 sagt:

    tach auch !

    Hier mal jemand der Pic S2e01 richtig scheisse fand :
    https://www.heise.de/meinung/Star-Trek-Picard-die-Zweite-C-est-de-la-merde-6540341.html

    (Fans !!! bloss nichzt gucken !!!)

    Gruß BergH

    • JP1957 sagt:

      Kaum geht es hier mal über lumpige 100 Kommentare hinaus, wird die Aufnahmefähigkeit von einigen Altfans hier völlig überfordert.

      Der heise Artikel ist doch weiter oben schon längst verlinkt und kommentiert!

      Antworten
    • BergH sagt:

      Ja und, das kann man gar nicht zu oft verlinken ;-)
      (Muss ich übersehen haben……)

      Gruß BergH

      P.S. Trotzdem heisst es Reed Alert ! So !

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      „Ja und, das kann man gar nicht zu oft verlinken ;-)“

      Stimmt auch wieder … hatte die analytische Schärfe eines Serienfanbeitrages.
      Als der noch hier geschrieben hat.

      Jetzt verlinkt der nur noch auf seinen Kanal!!!

      Antworten
  28. Scholli67 sagt:

    Mal ’n anderes Thema …
    Wurde eigentlich erklärt WARUM Legolas jetzt auf der Akademie ist?

  29. Stoffel sagt:

    Konnte es nicht lassen, jetzt die Quittung in weiteren grauen Haaren und abgestorbenen Hirnzellen. Erstmal gähnend langweilig, hach was für eine philosophische Erkenntnis, dass Zeit der größte Endboss ever ist. So Null, nichts mit AH! das war ja ein krass schlauer Gedanke.
    Dieser Elfenmönchromulaner ist nun Kadett?! Köpfe abhacken ist wohl auch eine Art Zugangsqualifikation zur Sternenflottte?!
    Nee, da bauen die Pötte für das Jahr 2021 mit altbekannter schlechter CGI und keiner denkt daran: Ey, yo, wenn wir Borgkram für unsere Weltraumkutter nutzen, dann sollten wir doch sicher gehen, dass uns das später nicht um die Ohren fliegt, denn die Wege des Kollektivs sind krass, oder so. Wie doof ist das, sich selbst ein trojanisches Pferd in die Architektur zu wurschteln.
    Und wieder Redesignscheiße. Was war denn das als Queen??!!
    Wäre das nicht schon peinlich genug, da taumelt der Rios Piratenkapitän mit ner Zigarre auf der Brücke rum. Was zur Hölle?!
    Das Auftauchen von Q hat mich auch so ziemlich kalt gelassen, oh ja der Prozess endet nie, Gänsehaut gleich Null, nix, nada.
    Mh Alter, der entropische Zerfall, der uns alle heimsucht, könnte hier passen, TOS der unbeschwerte, naive Teenie. TNG, DS9 der Erwachsene in voller Blüte, Voyager der Anfang 50igjährige, der grau und schwach wird, Enterprise das letzte Aufbäumen gegen das Alter mit ner 20järigen und Discovery, Picard das senille Ende.

    • Calvero sagt:

      Du bist doch völlig abgestumpft.:-) Ich lese in anderen Foren ständig nur episch, superspannend, zum Nachdenken anregend und als Q kam, wäre mir einer abgegangen, wenn ich nicht noch von Guinans Auftritt und der Erwähnung diverser Star Trek-Buzzwords dauergeil war. Und die Meckerer sollen doch endlich mal einsehen, dass die 80er vorbei sind und Serien nun genau so sein müssen – alternativlos!
      Wurde eigentlich schon erwähnt, wie dämlich diese Bildstörungen auf den Displays sind, als die „Borg“ angreifen? Will nicht glauben, dass das Michael Okuda durchgewunken hat.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Wir sind aber auch störrisch, wir Fans.

      Da wirft man uns immer vor, wir wollten die alten „Star Trek“-Zeiten zurück, und dann kommen wir nicht in uferlose Verzückung, wenn man uns mit Figuren wie Guinan oder Q bombardiert.

      Die Möchtegern-Hype-Erzeuger der einschlägigen Rezi-Seiten sind allerdings auch nicht mehr das, was sie einst waren. Ich hätte ja schon damit gerechnet, mindestens zehn Mal auf Serienjunkies den Satz „als ich xy sah, bekam ich Gänsehaut“ zu lesen. xy kann man wahlweise mit Guinan, Q, Okudagrammen, ein Schiff der Nebula-Klasse usw. ersetzen.

      Dummerweise tickten die Fans noch nie so. Was hatte denn die erste TNG-Staffel für Bezüge zur Classic-Serie? Es gab nahezu keine Aliens aus den Classic-Zeiten, abgesehen von den neu definierten Klingonen. Nur im Finale tauchten die Romulaner auf. Und es musste auch nicht der Ururur-Enkel von Kirk an irgendeiner Konsole sitzen.

      Niemand geriet ins Schwärmen, als bei „Star Trek: Voyager“ die Borgqueen oder Q auftauchten. Niemand hatte „Gänsehaut“, als im Finale von „Star Trek: Enterprise“ Riker und Troi dabei waren.

      Der Vergleich von Stoffel mit „Star Trek“, das zum Greis geworden ist, passt durchaus. „Star Trek“ lebt nur noch in senilen Erinnerungen, die auf der Stelle tretend wiedergekäut werden. Was allerdings ganz sicher nicht an den Fans liegt.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      @Serienfan. Das ist so nicht richtig. Gleich im TNG-Pilotfilm ist Dr. McCoy als Staffelstabüberbringer erschienen und schon in der zweiten (bzw. dritten) Folge („Gedankengift“), die eine Anlehnung an die TOS-Episode „Implosion in der Spirale“ war (TOS: The naked time; TNG: The naked now), wurde Bezug auf die Enterprise unter Captain Kirk genommen. Also ziemlich viel Fanservice gleich in den ersten zwei bzw. drei TNG-Folgen. Spock erschien nicht nur in einer TNG-Folge mit (die letzten Sekunden von „Wiedervereinigung, Teil 1“ zähle ich mal nicht mit), sondern wurde auch in drei TNG-Episoden und drei VOY-Folgen erwähnt, Kirk in drei TNG-Folgen, einer DS9-Folge und drei VOY-Episoden, McCoy in drei VOY-Folgen. Insgesamt hatten mit McCoy, Spock, Scotty und Sulu zudem vier TOS-Figuren Auftritte in TNG/VOY. Jonathan Frakes war bislang in jeder Serie – außer naturgemäß TOS und DSC – dabei.

      Da geriet niemand ins Schwärmen? O.K. Für Q’s überflüssigen Auftritt in DS9, die gutgemeinte, aber eher maue VOY-Folge „Flashback“ (mit Sulu) sowie Riker und Troi im ENT-Finale will ich das gelten lassen. Aber im Übrigen waren Crossovers schon immer ein beliebtes Mittel, um die aktuellen Serien zu befeuern und Fans (vermeintlich) glücklich zu machen, z.B. auch mit Geordi LaForge in VOY.

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      Also hier kann ich dem Serienfan auch nicht folgen.
      Wohin man auch guckt, wenn der Kommentar oder Rezension positiv ist, dann ist man auch entzückt, wenn Riker auf einer Parkbank sitzt, Guinan ’ne Kneipe in der Vorwärtsstrasse 10 hat (hihihi das ist clever!), Q in die Kamera grinst oder ein paar Pixel im Hintergrund aufs Bild geklatscht wurden (die Titanic-Klasse war schon immer mein Lieblingsraumschiff in STO, total geil, dass die jetzt Kanon ist).
      Diese Fans von denen Serienfan faselt, existieren wohl zumeist nur in der Phantasie.
      Ich sehe da eher die Selbstüberschätzung und Selbstbeweihräucherung der gemeinen Fans, die die Eigenschaften ihrer Helden auch für sich selbst beanspruchen – also intelligenter, weiser, prinzipientreuer zu sein als der Durchschnitt, quasi ein Bessermensch.
      Wenn ich mir die ganzen Lobgesänge so ansehe, mit wie wenig man Leute schon glücklich machen kann, dann sind wir wohl auch nicht besser als die Transformer-Fans dieser Welt.
      Alta haste das gesehen? Gerade war es noch ein Auto und jetzt ist es ein Roboter, voll geil ej.

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  30. ted_simple sagt:

    Hallo miteinander,

    erstmal vorweg: 120 Kommentare? Klapo, willst du das nicht machen wie die Banken und in Zukunft „Verwahrungsgeld“ nehmen?

    „Nur 10 Cent pro Forumsbeitrag! Schließlich kostet der Platz auf unseren Servern auch gaaaanz schön viel Geld! Und überhaupt: Ich kann das Benzin für den Stromgenerator, an dem unser Server hängt, kaum noch bezahlen! Ja, eben DER Generator im Zukunftia-Bombenschutzkeller, den wir in den 1980er Jahren auf Empfehlung G.G.Hoffmanns angeschafft haben! Die Presse muss krisenfest und abhängig bleiben!“

    Zur Sache. Die Pilotfolge von Star Trek Picard war eine positive Überraschung. Die erste Staffel habe ich offenbar inzwischen so erfolgreich verdrängt, dass ich selbst einem folternden Romulaner entgegenrufen würde: ES GIBT NUR EINE STAFFEL! UND SIE FÄNGT GERADE AN!

    Ich bin verhalten positiv, denn die Folge fühlt sich an wie eine Zäsur mit der Plörre aus Staffel 1. Waren das wirklich die gleichen Autoren wie der vorherigen Staffel? Bin ich der einzige, bei dem sich das Gefühl eingestellt hat, dass hier etwas fundamental anders war?

    Bei all den Details, die Klapowski kritisiert, finde ich doch, dass sich am Grundton etwas geändert hat. Auf den Punkt gebracht: Die Autoren scheinen Star Trek nicht mehr zu hassen! Hat man bei Kurtz-Trek doch sonst das Gefühl, dass die Autoren ALLES ANDERE lieber machen würden als Star Trek – z.B. Star Wars, Fantasy, sinnfreie Action-Blockbuster, Mystery-Box-Nonsense … – so spürt man hier so etwas wie eine Liebe zum Genre …? Wo kommt die plötzlich her, habe ich was verpasst?

    Zugegeben, ich habe mich nach Staffel 1 aus Discovery ausgeklinkt und daher von der „Kurskorrektur“ der Serie nur aus zweiter Hand gehört. Soll ja etwas besser geworden sein, aber klingt irgendwie immer noch nach Mist.

    Vielleicht bin ich einfach nur naiv und Klapo hat recht; dies könnte wieder eine zurechtgefeilte Pilotfolge sein und danach geht es dann steil abwärts. Aber ich wage ein bisschen Hoffnung zu haben … die Serie scheint mir jetzt das Herz am rechten Fleck zu haben.

    Vielleicht erleben wir gerade den „Manny Coto“-Moment der Picard-Serie. Picard Season 2 = Enterprise Season 3. Und die finale Season ist dann der Hammer. ***Oh, da kommen schon die netten Herren mit der Zwangsjacke. Ich soll den Menschen keine falschen Hoffnungen machen, haben sie mir das letzte Mal gesagt. Ich soll keine Pyramiden-Schemata bewerben, haben sie mir gesagt (= viele leiden und einer kassiert die Kohle). Aber ist Kurtz-Trek das wirklich!? Ist es das wiiiirklich!?!?***

    Hilfe! Alle meine Überzeugungen stehen zur Disposition!

    • ted_simple sagt:

      Äh ich meine stehen in Frage. disponibel = verfügbar, passt hier nicht.

      Ihr seht, wie verwirrt ich bin! Ich kann mich nicht mal mehr richtig artikulizieren!

      Antworten
    • ted_simple sagt:

      Wobei Guinans Fähigkeit, sich für ihr Altern entscheiden zu können (??? Wer macht sowas?? Mal ausprobieren, wie sich alt und tattrig sein anfühlt?), ja nun wieder geistiger Dünnpfiff allererster Güteklasse war. Gab es da keinen Praktikanten im Autorenteam, der sich mal in 30 Sekunden was Besseres ausdenken konnte und auch traute, den Mund aufzumachen?

      Das hier wäre beispielsweise gleich besser:

      GUINAN – „Wir El Aureaner bleiben über Jahrhunderte jung, aber dann setzt plötzlich ein rapider Alterungsprozess ein. Manche von uns haben sich schon fast daran gewöhnt, unsterblich zu sein, und dann holt die Zeit sie doch wieder ein.“

      Das wäre nicht nur biologisch nachvollziehbarer gewesen, sondern hätte auch prima zu einem der hintergründigen Themen der Folge gepasst („Time is the final frontier!“) und wäre zudem mit Sorin aus ST 7 kompatibel gewesen. Es hätte eine psychologische Erklärung dafür geliefert, warum dieser alternde El Aureaner sich mit seinem baldigen Tod nicht abfinden wollte. Womöglich hat er die Zeit bis zum nächsten Auftauchen des Nexus gar in einer Stasis-Kammer verbracht, um noch einigermaßen „frisch“ in den Nexus eintreten zu können.

      Die Erklärung aus der Folge passt jedoch rein gar nicht mit Sorin zusammen … der hätte ja dann einfach seine biologische Uhr wieder kraft seines Willens anhalten und noch ein paar hundert Jährchen leben können … und hätte nichts von „Zeit ist das Feuer in dem wir verbrennen“ gelabert.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Da man auch nie erklärt hat, warum Spock zwischen der Classic-Serie bis zu den Classic-Filmen sichtbar alterte, dann aber 100 Jahre lang bis zu seinem Auftritt bei TNG nicht mehr, hätte ich jetzt auch keine Erklärung für Guinans Altern gebraucht.

      Ich bin mir aber nicht sicher, ob nicht viele derer, die sich über die alberne Erklärung echauffieren, nicht die gleichen gewesen wären, die darüber lautstark genitpickt hätten, wenn man einfach darüber weggegangen wäre. Und genau davor hatte man wohl Angst.

      (Das ändert nichts daran, dass ein simples „Ich dachte, Ihre Spezies altert nicht.“ – „Irgendwann altert alles in diesem Universum, wenn es aus Fleisch und Blut ist“ völlig gereicht hätte.)

      Eines ist sicher: Kurtzman fürchtet die Fans. Wahrscheinlich gibt es deswegen einen eigens engagierten Member-Berrie-Beauftragten. Inzwischen würde ich daher noch nicht einmal einen Multiverse-Auftritt von Shatner ausschließen.

      Ob die Angst auf Dauer für die Kreativität gut ist? Gut, bei Kurtzman ist es wohl egal, da gibt es keine Kreativität. Die Idee „geheimnisvolles Borgwesen, das in Wahrheit nur gutes will, ist die Mutter“ kommt mir jedenfalls irgendwie bekannt vor.

      Ach ja: Gab es nicht mal so ein „geheimnisvoller roter Engel, der in Wahrheit nur gutes will, ist die Mutter“?

      Antworten
    • ted_simple sagt:

      Narrativ betrachtet war es clever, die mysteriöse Borg Queen mit der Stimme der Mutter sprechen zu lassen und v.a. ihr die Worte „look up“ in den Mund zu legen. Denn der alte Mann ist gerade in eine Sinnkrise geraten und denkt über die „Road not taken“ nach, nämlich darüber, was passiert wäre, wenn er damals nicht zu den Sternen geschaut und zur Sternenflotte gegangen wäre.

      Wenn Kurtzman schlau wäre (hahahahaha ….), würde er uns am Ende NICHT die offensichtliche Auflösung vorsetzen, dass Picards echte Mutter unter der Borg-Maske war, sondern es die Borg-Queen sein lassen, die lediglich telepathisch auf Picards Kurzzeitgedächtnis zugreift, sobald sie sich auf der Brücke befindet (darum liegt er auch sichtbar angestrengt auf dem Boden rum, dank ihres „Mental Probing“) und dann die Stimme der Mutter einsetzt, um ihn zu verwirren. Bzw. um sich lustig über ihn zu machen – denn tatsächlich scheint er auch in der alternativen Zeitlinie dem Ratschlag „look up“ gefolgt zu sein und der Sternenflotte beigetreten zu sein, allerdings als brutaler Feldherr in einem totalitären Regime, wie man aus dem selbstherrlichen Porträt an der Wand und dem Reveal-Trailer, in dem von einem totalitären Regime gesprochen wird, schließen kann.

      Picard, look up and conquer. Borg Queen-Humor.

      Will damit sagen, bisher ist das Setup absolut schlüssig und könnte von einem guten Autor zu einer passablen Staffel ausgebaut werden. Viel Negatives kann ich über die erste Folge nicht sagen – bis auf ein paar ärgerliche, aber letztlich unwichtige Nitpicks wie das Aging von Guinan.

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    • ted_simple sagt:

      Für einen telepathischen Scan/Einfluss spricht auch, dass Picard, als er die Selbstzerstörung starten soll, zuerst für ein paar Sekunden verwirrt auf der Brücke herumsteht und das Lied „Non, je ne regrette rien“ (Nein, ich bereue nichts) hört. Hier macht sich die Borg-Queen auch wieder lustig über ihn.

      Ein Tiefenscan muss es auch gar nicht sein, denn die Borg kennen Picards Lebensgeschichte ja schon, seit sie ihn ins Kollektiv assimiliert hatten. Es reicht also ein Scan des Kurzzeitgedächtnisses.

      Bitte, lass es nicht die Mutter sein. Ernsthaft. Das wäre einfach zu platt.

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    • Agentbauer sagt:

      Das müsste die Borq-Queen gar nicht, da Picard schließlich mal Locutus of Borg war. D.h. sie weiß alles von ihm, zumindest bis zu dem Zeitpunkt seiner Entborgifizierung, oder wie man das nennt.
      Aber auch das ist nitpicking… grundsätzlich ist das Setting wie die Vorredner schon sagten, wirklich gut für NuTrek, und ich bin gespannt, wie sie es mit Folge zwei richtig in den Sand setzen.
      Die erste Folge sieht wohl auch deswegen wieder mehr wie „unser“ Star Trek aus, wenn auch im lichtstromsparmodus, weil die beiden Okudas wieder dabei sind.

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    • Ichwieder sagt:

      Also mir hat die zweite Episode richtig gut gefallen! Tolles schauspiel, Picard wirkte endlich nicht mehr tatterig! Sogar Jurati hat mir gefallen. Nur der, der heisst, wie ein Waschmittel, war wie immer ein Totalausfall.

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    • Mario D. sagt:

      „und ich bin gespannt, wie sie es mit Folge zwei richtig in den Sand setzen.“

      Hehe. Ich konnte die zweite Folge noch nicht gucken (ist ja noch nicht auf Amazon Prime bis jetzt), aber die Nacherzählung auf TrekMovie lässt Schlimmes vermuten.

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    • Serienfan sagt:

      Ich sah bislang nur den kurzen Ausschnitt, wie nennt man das, Pre-Dings… Preview?

      https://youtu.be/CS6K6GQGU94

      Soll wohl irgendwie wie „Hamlet“ sein oder so, weil Stewart ja begnadeter Shakespeare-Darsteller und so.

      Und welcher brutale Diktator des dritten Jahrtausend verwahrt nicht irgendwelche Totenschädel im kleinen Salon?

      Das gehört einfach dazu.

      Wie der Androide für den schwulen Sex zum Fünf-Uhr-Tee, den sich Evil-Picard wohl ebenfalls zugelegt hat.

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    • Kazairl sagt:

      Also ich finde diese düstere Zeitlinie durchaus interessant, untypisch Kurtzman wirkt sie doch tatsächlich durchdacht.

      Antworten
    • Thomas sagt:

      Die zweite Folge hatte ihre Schwächen (Jurati und ihre pseudowitzigen Kommentare sind unpassend), eine Konföderation, ein paar Bonbons (Sisko, Dukat, Martok…), ein paar flache Witze, eine für mich gute, dunkle Zeitlinie und eine Frage, wie das Q am Ende auflösen will…

      Gab nur 2 Sterne, max 2,5 Sterne …

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Die Sache mit Q finde ich leider etwas misslungen. Seine Motivation, warum er das überhaupt tut, ist mir so gar nciht klar. Der TNG-Q wollte Picard immer irgendwie testen, der VOY-Q war immer etwas verspielter und anhänglicher, aber dieser Q wirkt so wie Picard in Staffel 1, alt und trattrig und nicht wissend, was er da tut. Klar, Q hat es wieder als Test abgetan, aber so ganz Sinn macht das nicht.

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  31. Torim2010 sagt:

    Jean-Luc will aus irgendeinem Grund einsam bleiben. Immerhin ein Aspekt der Figur, der an TNG erinnert…
    Frage ist das ernst gemeint?
    Was ist mit dem zweiten Leben, dem Feuersturm oder Gestern, Heute, Morgen?
    Er geht keine Beziehung ein? Ja aber die halten doch nicht.? Bei wem halten die schon ewig.

    Ach noch ein Spoiler die Borg Tante ist Picards Mutter.
    In der Rückblick Szene mit Picards Mutter wird sie von den Borg entführt und es überhaupt keine Gewalt-Szene des Vaters.

  32. ted_simple sagt:

    Folge 2 hat mich an die beiden Zweiteiler „Stormfront“ und „In a Mirror Darkly“ aus der 4. ENT-Staffel erinnert. Wie ich schon sagte: Die kopieren hier das Serien-Rettungsmanöver von Manny Coto …

    … und bisher scheint’s zu klappen.

    Witzig auch, wie jetzt schon in einem Review zu lesen ist, die Writer würden mit dem Titel „Penance“ (Buße) wohl darauf ansprechen, was sie jetzt selbst zu leisten hätten …

  33. frank sagt:

    wo bleibt eigentlich die kritik zu 2.02?

  34. Serienfan sagt:

    „Bonanza – The Next Generation“ kommt nun auch zu Paramount Blues.

    https://youtu.be/AL1td9sIGvs

    Tja, die guten alten Zeiten, als die Transporter noch mit Windenergie angetrieben wurden.

    • Agentbauer sagt:

      Anson Mount ist ein relativ guter Schauspieler und er war der einzige Lichtblick in Disco.
      Mann, weiß, Hetero, geht ja gar nicht, mal sehen, welche komischen Eigenschaften sie ihm an die Backe nähen.
      Meine Erwartungen sind nicht wirklich hoch

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Mein erster Tipp: Pike ist der uneheliche Sohn von Ben Cartwright und wurde von Paiute-Borg-Drohnen aufgezogen, die in Wahrheit Hoss auf dem Gewissen haben.

      Diese Borg steckten auch hinter der Ufo-Entführung von Fallon Colby.

      Antworten
  35. Mario D. sagt:

    Puh. 2.02 ist wieder sowas, was man halt einfach nicht sehen will. Wenn die echte Welt eh schon so scheiße ist, wie sie ist.

    Ich will ganz banal ein friedliches Sternenflottenschiff, am Anfang der Folge „Computerlogbuch der USS XYZ, wir sind zum Planeten ABC gereist, um an den diplomatischen Verhandlungen / der Rettungsmission / den Forschungen zur … / … teilnzunehmen“, dann eine halbwegs logische A- und meinetwegen schlechtere B-Handlung, und am Ende ein paar Witzchen auf der Brücke / bei der Pokerrunde / auf dem Holodeck / … und nächste Woche geht es von vorne los. Das kann doch echt nicht so schwer sein.

    • Agentbauer sagt:

      Wo muss ich unterschreiben?
      Genau das will ich auch, von mir aus auch mit einer losen Rahmenhandlung a la TNG.

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      Tja Jungs, da müsst ihr wohl noch bis zum 2. Juni warten :(

      Antworten
    • Torim2010 sagt:

      Tja Jungs, das wird es unter den Autoren nicht geben.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Aber das Set-up für die Zeitreise ist schon gelungen. Alles wird ordentlich aufgebaut, das Setting prima beleuchtet, diese dunkle Zeitlinie wird doch tatsächlich gut etabliert und das in langsamen Tempo und auch noch mit Cliffhanger

      Antworten
    • Thomas sagt:

      Hätte ich auch gerne. Mir wäre es schon recht, wenn diese pseudowitzigen Kommentare a la Jurati, Rios und Musiker wegfallen. Ich brauche kein American Pie im Umfang von Picard.

      Aber ich stimme Dir zu, einfach eine „wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist“ Staffel. Aber ich gebe der Folge 3 eine Chance, wobei die Qualitätseinbuße zur ersten Folge nichts Gutes zu vermuten hat.

      Antworten
    • ted_simple sagt:

      Mir gefiel Patrick Stewarts Performance sehr gut hier. Shatner, Brooks, Mulgrew und Bakula hatten öfter mal die Gelegenheit, eine „Evil Version“ ihrer selbst zu spielen, meistens im Kontext des Mirror Universe, aber nicht nur (bei Voyager etwa in „Living Witness“). Bei TNG fällt mir bestenfalls Picards Performance als Galen in „Gambit“ (Staffel 7) ein, der aber auch nicht richtig „böse“ oder verrückt war.

      Für den selbstdisziplinierten Stewart waren verrückte Charaktere á la MacBeth lange Zeit ein No-Go, eben weil er sich an die Gewaltausbrüche seines Vaters (wenn dieser betrunken war) erinnert hat und ihn das abgeschreckt hat. Dass er jetzt auch mal die Chance bekommt, einen richtig bösartigen Charakter zu mimen, finde ich gut.

      Mit dem fast 100 Jahre alten Picard (in-universe) kann man nun wirklich schlecht das alte Format (normaler Sternenflottenalltag auf einem Forschungsschiff, Missionen durchführen, am Schluss der Folge ein paar Witze machen oder eine moralische Lehre ziehen) verwenden. Man braucht schon einen besonderen Grund, um den alten Mann nochmal in den Weltraum zu schicken, daher sind die Missionen alter Machart dann wohl wirklich besser bei der Pike-Serie aufgehoben.

      Antworten
  36. JP1957 sagt:

    @Kazairl: Nichts ist „ordentlich aufgebaut“. Viel schlimmer aber: Nach fünf Minuten begann ich mich zu langweilen!

    Und die schlimmen, schlimmen Verhältnisse in dieser „Konföderation“ (wie geschickt) gingen mir am Po vorbei, weil sie einfach nicht mehr d e n Kontrast zur Föderation der ersten Staffel Picard darstellte.
    Als TNG Folge hätte mich das möglicherweise betroffen gemacht.

    Immerhin: Elnor ist tot. Vorher durfte er noch einem Gegner die Kehle durchschneiden (im Ernst!) und wurde von Sternenflottenoffizierin Raffi dafür belobigt!!

    • Kazairl sagt:

      Meine Ansprüche an Kurtzman-Trek sind in den letzten Jahren so weit runter gegangen, dass das, was hier in Episode 2 aufgebaut wurde, schon als guter Aufbau gelten kann. Es wird sich Zeit genommen, die Welt zu etablieren und das ist etwas, was ich in den vergangenen Jahren bei Kurtzman-Trek noch nicht wirklich gesehen habe.

      Antworten
    • Torim2010 sagt:

      Ich finde es ist genau das selbe wie in Discovery.
      Man bekommt immer nur Bruchstücke der Story serviert.
      Außerdem fragt man sich ständig womit man es zu tun haben könnte um am Ende dann einen Kelpianer vorgesetzt zu bekommen der durch einen Tobsuchtsanfall mal die ganze Galaxis in die Luft jagt.
      Nein danke das brauch ich nicht mehr.
      Genug ist genug.

      Antworten
    • ted_simple sagt:

      @JP1957: Wie ich schon zuvor schrieb – die erste Staffel muss man verdrängen. Ich betrachte hier nur die positive Föderation aus Folge 1 und im Kontrast dazu jetzt die böse Konföderation. Das ist vollkommen stimmig.

      Wenn man ständig Staffel 1 im Hinterkopf hat, kann man keinen Spaß mehr an der Serie haben.

      Antworten
  37. JP1957 sagt:

    @Kazairl: Aber es wird doch gar nichts „etabliert“. Diese Folge ist doch nur als Durchgangsfolge von der Föderation der Gegenwart ins 21. Jahrhundert konstruiert.

    • ted_simple sagt:

      Ich denke, was er meint, ist der stimmige Aufbau eines Handlungsbogens. Man kann klar erkennen, wie es weitergehen wird – ähnlich wie in First Contact spätestens nach 30 min klar etabliert ist, dass die Enterprise in der Vergangenheit dafür sorgen muss, dass der erste Warpflug stattfindet, wissen wir jetzt schon nach der zweiten Folge, dass es um ein Event im Jahr 2024 geht, das verhindert werden muss. Und um erstmal in diese Zeit zu kommen, muss die alte Gravitations-Slingshot-Nummer von Kirk und Spock wiederholt werden. Im Vergleich dazu fehlte in Staffel 1 jede kohärente Struktur, man hätte dort einzelne Folgen komplett weglassen können und niemand hätte es bemerkt.

      Und nein, „wir müssen noch ein weiteres Besatzungsmitglied einführen/an Board holen, welches im Finale aber nix zu vermelden haben wird“ war keine ausreichende Rechtfertigung für die Existenz diverser Folgen in Staffel 1.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Der Vergleich zu First Contact passt. Beides, First Contact und PIC Staffel 2, haben bislang einen ähnlichen Aufbau und bislang wirkt Picard nicht so seltsam wie in Staffel 1, sondern eher wie ein Picard aus den Kinofilmen. Das heißt jetzt nicht, dass es gutes Star Trek ist, je nach Auslegung ist entweder keiner der Next Gen Filme gutes Trek oder die Filme haben Trek in sich, aber Stewards Darstellung von Picard wirkt nicht wie Serien-Picard. Beides trifft auf Staffel 2 von PIC zu, weshalb ich vorsichtig optimistisch bin, dass wir nicht wieder einen Picard bekommen, der wie ein alter Tatterkreis wirkt.

      Antworten
  38. Kazairl sagt:

    Der Aufbau hin zu einem wirklich klaren Storybogen ist dieses Mal tatsächlich vorhanden. Wir haben die Ausgangslage (eine positive Föderation, natürlich nur, wenn man mal die erste grottige Staffel vernachlässigt), den Kontrast dazu bildet die Konföderation (die aus Sicht jeder Figur aufgebaut wird, was ich schon immer interessant fand, wenn man Dinge aus der Sicht mehrerer Parteien oder Personen sieht, etwas was DSC und Kurtzman-Trek generell vernachlässigt, da gibt es meist nur eine Position) und dann tatsächlich ein klares Ziel: Die Verhinderung dieser dunklen Zeitlinie. Mir gefällt es auch generell dunkle Versionen von Mainverses zu sehen, wenn eben das Mainverse nicht auch schon dark and gritty ist. Dass nichts etabliert ist, ist grob falsch, das Setting ist dieses mal sogar so klar etabliert wie kaum zuvor in Kurtzman-Trek. Das heißt nicht, dass es wirklich gutes Star Trek ist, aber als Scifi-Serie wirkt diese Staffel für mich bislang recht gut.

  39. FordPrefect sagt:

    Wow, dieses verwackelte Intro mit dem auf „Spannung“ gemachten roten Alarm hat bei mir dazu geführt wieder auszuschalten als der Vorspann begann.
    Ein vollkommen verängstigter Vulkanischer Sicherheitsoffizier der dann doch nur zum Kanonenfutter dient.
    Ein tattriger, verwirrter Picard, der die Selbstzerstörung auslöst.
    Der Captain und die Mörderin aus Staffel 1, die einfach da sind. Alle auf der Brücke eines Föderationsschiffes?
    Das alles erzeugt bei mir kein Star Trek Feeling und noch nicht mal Spannung. Dieser „Trick“ irgendwas zu zeigen, was im besetzen fall am Ende der Folge, im schlimmsten Fall am Ende der Staffel passieren wird, um eine Spannung aufzubauen, erzeugt bei mir nur ein Schulterzucken.
    Ich habe 0,000 Interesse an irgendeiner dieser Figuren die da durchs Bild gewackelt werden.

    Vielleicht halte ich es auch wie der Critical Drinker und schaue es garnicht. Also meine Motivation ist gerade wieder bei ZERO gelandet.

    Sorry habe die 158 Kommentare über mir nicht gelesen.

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