Film- und Serienkritiken

Der Latinum-Standard des Star Trek Universums

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„Star Trek – Picard“, Kritik zu 2.08, “Gnade”

„Star Trek – Picard“, Kritik zu 2.08, “Gnade”

Immer diese Kult-Stories! Man weiß gar nicht, welche Fan-Conventions man nach Geschichten wie dieser als erstes besuchen soll. – Erlebt auch ihr die grenzenlose Spannung, wenn Picard im Verhörzimmer vor sich hinglotzt, bis Ghost-Guinan die Psychotherapie einläutet. Seid dabei, wenn Raffi und Seven erkennen, dass man manchmal „unhöflich und eigennützig“ ist, dann aber 20 Folgen lang nicht. Lasst euch von der neuen Borg-Queen fesseln, die ihre Bekanntschaften wie eine ganz normale Triebtäterin auf den Müll wirft… – Ja, Star Trek lebt! Nur hat es halt ein SEHR realistisches Zombie-Kostüm an.


Inhalt: Jurati entdeckt beim Batterie-Auslutschen die Martial-Arts-Talente des Kameramannes. Rios entdeckt, dass er hübsche Frauen erstaunlich hübsch findet. Ein FBI-Agent glaubt, dass Picard ein Alien ist, vergisst aber leider, einen bestätigenden Arzt mitzubringen. Und Q entdeckt, dass er bald sterben muss, da das auf einem Bierdeckel im Autorenbüro stand.

Besprechung:

Wieder eine Episode, in der wenig passiert, dafür aber viel in die Länge gezogen wird. So sind SF-Konzepte wie „Unsterbliche Wesen“ oder „Wesen mit Nanobots“ nur noch dazu da, uns möglichst viel Alltag in einer schlechten Thriller-Serie schmackhaft zu machen.

Getreu dem Motto: Wenn die Ampel grün wird, ist das quasi der bewohnte Planet des kleinen Mannes…

– Guinan channelt erneut ihren inneren Trunkenbold-Detektor: „Ich kenne Ihre Sorte, für Sie ist es was Persönliches!“ Und gleichzeitig soll Seven ihren „Inneren Borg“ befragen, wo sich neue Borgqueens üblicherweise in Großstädten des Jahres 2024 rumtreiben. – So langsam ist es auch mal genug mit diesen Erklärungen, die sich nur durch angebliche „Erfahrungen“ ergeben? Das ist ja fast schon Klassenlehre-Rassismus! Ich gehe ja auch nicht zum Einwohnermeldeamt und sage: „Sie sind im Öffentlichen Dienst; ich kenne Ihre Sorte! Sie essen gerne Briefmarken und trinken von Olaf Scholz gesegnetes Regenwasser.“

„Ich weiß genau, wie Sie ticken: kleiner Penis, große Eier! Und Sie bringen Ihrer Frau künstliche Blumen mit und denken, dass das Liebe ist.“ – „A-Aber ich bin doch schwul!“ – „Das denken Sie nur. Nicht mal für diese Art von Ehrenamt hat es bei Ihnen gereicht!“ – Schimpf & Scha(n)de: Warum Guinan so unsympathisch rüberkommt, verstehe ich nicht. Hilft das vielleicht, wenn man sehr alt, weise und psychologisch bewandert ist?

– Sprachlich und humortechnisch habe ich auch schon mal weniger geweint… Man kommt sich ja schon fast vor wie bei einem Zukunftia-Review? Ständig hagelt es Witze über Drehtüren, „verborgte Schiffe“ und andere Knallerschoten von der Fitz-Asmussen-Beerdigung. Okay, ein paar sind sooogar gelungen, aber wenn man bedenkt, dass das hier Star Trek sein sollte, keine Bewerbung für eine neue Sitcom (= 3 Frauen aus der Zukunft gründen eine WG – und alle sind schwul?), bekomme ich schon wieder meinen wöchentlichen Schlechte-Laune-Cringe.

– Irgendwie finde ich es seltsam, dass man drauf pocht, dass der FBI-Agent ja nur ein kleines Licht ist. Und diese Alienjagd nur was Persönliches sei. Ja, nicht mal die Kamera im Verhörraum ist angeschlossen! – Aber immerhin hat der Mann ja ein komplettes Sondereinsatzteam in die Kneipe geholt? Ist das bei solchen Behörden so üblich? „Ja, Herr Müller. Die drei mutmaßlichen islamistischen Terroristen gehören ganz Ihnen. Und dem blinden Archiv-Hausmeister, der sich so gerne die Ohren zuhält.“

– Okay, jetzt müssen wir uns alle kurz konzentrieren: New-Soji will mittels einer VR-Brille das Labor ihres Vaters durchsuchen(?!), weil das Programm aus 2D-Bildern schöne 3D-Umgebungen machen kann. ICH würde ja einfach den gewünschten Bildausschnitt vergrößern, wenn ich das Bild da habe. Aber vermutlich wollte sie in den alten JPGs die Schranktüren aufmachen, oder so was? („Hey, eine weiße Photoshop-Platzhalter-Textur ist dahinter?! Papa verbirgt also wirklich was!“)

– Aber klar, nur auf diesem Wege konnte die Simulation von Q mit ihr sprechen. Und ihr sein Paket ankündigen. Anrufen, Briefe einwerfen oder zum Fenster reinrufen ist schließlich sooo was von 2022, ey! Witzig finde ich aber die Vorstellung, wie Q in einem Gebüsch vor dem Haus liegt und darauf wartet, dass die dumme Plunze endlich den VR-Helm aufsetzt. Vorher „darf“ er ja auch nicht das Paket in die Luftschleuse legen? („Oh, eine mysteriöse Substanz von einem unbekannten, verstörenden Hacker? Uuui, das habe ich mir immer schon mal in den Arm spritzen wollen!“)

„Kuckuck! Ich bin ein alter Freund deines Vat… Franchises und wollte dir nur kurz sagen: Ich muss immer noch brechen, wenn ich an die Playstation4-VR-Brille denke.“ – Das Doom-Level für Leute mit Wohnzimmer-Phobie: Dies ist Technologie des Jahres 2024 für Menschen, die SF-Filme aus dem Jahr 1990 schon falsch verstanden haben.

– Wieso denkt Picard, dass die Weltraum-Mission abgesagt wird? Schießt man da nicht mit Kanonen auf Spatzenhirne? Man hat doch schließlich nur mehrere Spinner auf einer Party gesehen, die wahlweise rumgeträllert oder wehmütig den Schnaps angelächelt haben? Oder stand das Triebwerk als „Special Guest“ hinter der Bühne? Und Renée Picard vielleicht mal zu diesem Abend befragen, das ging nicht? – Man sagt doch auch nicht alle Mars-Missionen ab, weil Elon Musk auf einer Party wieder durchgeknallt ist? („Ich habs!! Bitcoins, die in einer Erdumlaufbahn neue Tesla-Batterien erzeugen!?“)

– Jurati tötet jetzt ihre Kneipenbekanntschaften, weil sie sie nicht assimilieren kann? Normalerweise würde ich das als „gestört“ bezeichnen, aber wenn man sich hier Seven und Raffi so anschaut, kommt es mir irgendwie ganz … normal vor. („Raffi, du hast zum zweiten Mal erwähnt, dass ich mal eine Borg war. Das macht mich wüüütend! Denn Borg sind immer wüüütend!“)

– Zumal ich Raffis Verfehlung nicht gecheckt habe. Da müsste Kollege Sparkiller auch durchdrehen, wenn ich ihm bescheinige, dass er gut Grafiken erstellen kann. („Waaas, Klapo?! Du manipulierst mich und willst doch nur, dass ich mich nackt ausziehe und mit dem nackten Hintern deinen Küchenboden poliere. Buhuhuu, du bist immer so gemein!“)

– Jurati muss nun Handy-Akkus fressen, damit sie genug Nanosonden produziert.
Punkt.
Äh, irgendwie ging das früher bei den Borg einfacher, oder? Da musste man nicht erst stundenlang vor alten Bud-Spencer-Filmen abhängen (Wegen der nötigen Mischung aus Endorphinen und Gewalt) und sich giftige Stoffe und Abflussreiniger hinter die Binde kippen. So wie der durchschnittliche „Picard“-Zuschauer es heute oft machen möchte. – Aber okay, dafür gab in den 90ern keine coolen Matrix-Kampfsequenzen auf dem Schrottplatz…

„So, euch habe ich es gegeben. Nie wieder werdet ihr behaupten, dass Alex Kurtzman WENIGER als zehn SF-Franchises kopiert hat!“ – Rocker mit Rock: Jurati muss nur noch wenige Schritte gehen, um weitere Borg erstellen zu können! Dazu gehört ein Auslandssemester in Argentinien und fünf Strahlenbehandlungen von einem transsexuellen Marsmenschen.

– Ich fand die Romanze um Rios und die Ärztin zu Beginn ja mal nett. Zumindest ist die Dame die sympathischste Figur, seitdem 2017 das Franchise neu gestartet ist (nämlich ins Trashjahr 2007). Doch langsam nervt’s, wie man uns mit jedem Halbsatz eine reale oder eingebildete Vertrautheit ins Gehirn drücken will: „Ich tue mal so, als wenn ich eine heiße, verheiratete Milf bin, aber duuu bist aber nur so mittelmäßig interessiert und steckst ihn nur so halb rein!“ – Was ist das denn für eine Art des Storytellings? Fanfiction am eigenen Körper? Freigang im Erklär-Bär-Irrenhaus? Rollenspiel mit Unterlevelelung bei „Intelligenz“?

– Q hat also keine Kräfte mehr, kann aber als allseits bekannter(?) FBI(!)-Agent bei irgendwelchen geheimen(!) Verhören auftauchen?! Ich frage mich bei so was ja immer, wie man das als Autor vor sich selber rechtfertigen kann. – MIR müsste man ja 500€ für jeden diesen Logikfehler geben, damit ich sie mir durchwinke. (Ist das etwa das neue Geschäftsmodell von CBS/Paramount? Geld- und Gehirnwäsche-Experimente in einem?)

– Der Dialog an sich war teilweise stark. Was man angesichts der dauer-aggressiv dreinblickenden Guinan erst mal schaffen muss! So erfahren wir, dass Q halt jetzt sterblich ist und darüber erzürnt. Stark gespielt!

– Blöd nur, dass das alles langsam keinen Sinn mehr macht, da Q es zu Beginn der Staffel nicht gewusst haben kann. Und die Autoren vermutlich bei Episode 7 noch munter rätselten, was das alles soll? – Egal, wie der ganzes Schmonzes endet: Es wäre schön doof, sich selbst in der Vergangenheit einzusperren, nur um über Picard pseudotiefgründige Dinge aus einem mental kranken Glückskeks zu behaupten. (“Er ist hier, weil sein Kopf das Gefängnis seiner Vergangenheit ist. Roger-Roger. Sein Hutmacher ist das Feuer der Sterne, doch er weiß es noch nicht!“)

„Ich werde sterben, das ist sicher!“ – „Aber warum?“ – „Haben sie schon mal in SO einer Serie mitgespielt und danach versucht, beim Rasieren konzentriert in den Spiegel zu schauen?“ – Tod durch Autorenkoks: Dass Q langfristig umkippen wird, müssen wir nicht befürchten. Seit Discovery erscheint jede Hauptfigur wieder an der Tür, die nicht schnell genug vor dem Mycel-Netzwerk wegverwesen konnte.

– Doktor Franken-Soong ist wieder unterwegs. Mit wohldurchdachten Sprüchen wie „Ich habe dich erschaffen, weil ich es wollte, muhaha!“ zeigt er endlich auf, dass man moralisch flexible Wissenschaftler auch clever darstellen kann. – Er muss dafür lediglich ein Dimensionsportal erfinden, hinter dem dieses Geschwafel als Qualitätsdialog gilt.

– Was wollte er jetzt eigentlich mit/von seiner Tochter? Drei Gene umstöpseln, um zu beweisen, dass man auch mit Schamhaaren auf den Fingernägeln ein gutes Leben führen kann? Im Ernst, so langsam sollte mal jemand enthüllen, was jetzt der SINN hinter den ganzen Klonen war, die vorher schon im Klo runtergespült wurden. Wollen irre Psychopathen jetzt eine Master-Rasse oooder reicht heutzutage eine „Mister-Rasse“?

– Der dümmste Moment der Epsiode war wohl, als Guinan als Grusel-Hologramm mit Bildschluckauf im Raum erschienen ist, um dem FBI-Agent zu sagen, dass irgendwie … manchmal … was mit der … Vergangenheit … abgeht…? Was von Picard dann dankbar aufgegriffen wurde: „Ach, da meine nicht anwesende Geister-Kollegin es gerade erwähnt hat… Sagen Sie, ging bei IHNEN mal was in der Vergangenheit ab?“

– Erst durch diese Doofheits-Spezialbehandlung konnte der Rückblick freigeschaltet werden. Und so sehen wir den Agenten als Jungen, der angesichts von zwei Vulkaniern am See (okay, es war nachts und deren Ikea-Lampen standen so gruselig im Wasser) total durchdreht. Gut, dass es auch hier wieder tolle Klischees gab (Personen schleichen sich direkt vor einem an, weil die Taschenlampe für eine Sekunde aus war?), sonst hätte ich mich vor lauter Lachen totgegruselt.

„Äh, s-s-sind S-Sie Aliens?!“ – „Nein, wir sind Wissenschaftler und erforschen nachts Teiche.“ – „Verstehe. Ist ja auch wahrscheinlicher. Ich geh’ nach Hause.“ – Aliens für Spießer: Eigentlich war nichts hieran dramatisch. Hätte man die Gedankenverschmelzung nicht verkackt, so hätte der Junge die Begegnung GANZ anders abspeichern können. („Diese Braut war richtig hot, Lechz!“)

– Die gezeigte Gedankenverschmelzung darf auch nicht fehlen… Inzwischen kann die ja alles: In Sekundenschnelle Gedächtnisse löschen, Bierflaschen aufmachen, das Mobilfunknetz verbessern.

– Es ist wieder Trauma-Zeit im Mimosen-Hilfswerk: Der arme Agent hat sich seit ganzes Leben lang gefragt, warum er diese Griffel im Gesicht hatte. Sie waren so quetschend, so groß, so griffelig! Seine größte Angst war seitdem: „Wenn sie einmal da waren, kommen sie auch wieder.“ Ja, das sind Trek-Geschichten mit Gehalt und Spannung! Und das nächste Mal an dieser Stelle: „Vom Bajoraner als Kind am Ohr gezogen – Therapierfähig oder für immer für die Gesellschaft verloren?“

– Picard kann die kleine Geste zum Glück aufklären, was wohl der versöhnliche Höhepunkt der Folge sein sollte? Mein Gott, dieses Star Trek. Wie machen sie das nur immer, die großen Fragen zu behandeln? Und das nächste Mal: „Mit einem vereinigten Trill gesprochen – Ist Schizophrenie dadurch übertragbar?“

„Sehen Sie? Dieser Druckpunkt hilft übrigens sehr gut gegen Haarausfall. Ich selbst habe ihn nämlich NIE gedrückt!“ – „Meine Güte! Sie haben mich erleuchtet. Dann muss ich Sie ja doch nicht dem Präsidenten der Vereinigten Staaten übergeben.“ – Friede, Freude, Leierkuchen: Und wieder ist ein Problem gelöst worden, wegen dem man jahrelang den nächtlichen Toilettengang in die eigene Matratze umgeleitet hat.

– Preisverdächtig: Guinan überzeugt sich selbst im Laberflash davon, dass die Menschheit toll ist. („Hey, ich verstehe! Ihr seid nur deshalb so kacke, weil ihr die Scheißigkeit selbst weiterentwickeln wollt. Ihr kleinen Tüftler, ihr!“)

– Kreischverdächtig: Rios frisst Kuchen mit seinem Ziehsohn und repariert das Schiff. Das ist nicht spannend, aber dafür… äh… mehr heile als vorher?

– Kannste dir nicht ausdenken: Der FBI-Agent geht geläutert aus dem Zimmer und kommt mit Umzugskiste wieder rein. „Gekündigt, weil der Kommunikator nicht außerirdisch genug war.“ (Warum eigentlich nicht?) Immerhin, er freut sich fast drüber. Denken so auch die Autoren auch über IHRE Jobs?

– Zeit für Zeitgeschwafel: Guinan erklärt, dass man die Zeit nicht verstehen könne. Das beruhigt den geschassten Agenten. Er wird unter der Brücke viel… ZEIT haben, um darüber nachzudenken?

– Die Drehtür für Dadaisten: Soong wird nach Q auch von der Borgqueen besucht. Jetzt soll er der „Vater der Menschheit“ werden und erneut den Raumflug verhindern. Das nächste Mal kommt dann Khan persönlich vorbei? („Mit der Dampfwalze über ihre Tochter drüber. Das würde helfen!“)

„Sie werden große Dinge erfinden, Dr. Soong!“ – „Wie groß genau, Lechz?!“ – „Das längste Baguette der Welt. Für das Guinness-Buch der Rekorde.“ – „Oooh. Das enttäuscht mich.“ – „Es ist aber ein GEKLONTES Baguette.“ – „Okay, Lady. Bin dabei!“ – Würde man das hier mit Fanfiction vergleichen, wäre das eine große Beleidigung. Für die Fanfiction.

So langsam würde ich auch gerne wissen, was das alles SOLL. Bisher habe ich das hier verstanden:

– Q will Picard etwas wichtiges zeigen. Oder beibringen.
– Später stellt sich heraus, dass Picard lernen sollte, wie es man bequem unter Autoreifen abhängen kann.
– Parallel wird eine düstere Zukunft gezeigt, die Picard verhindern soll. Doch damit diese Zukunft überhaupt eintritt, muss Q erst mal Renèe Picard davon abhalten, einen Raumflug zu unternehmen…?
– Wobei Picard schuld an allem ist, weil er zufällig im Rampenlicht der Autoren steht?
– Wobei Q vermutlich noch tagelang Zeit hat, Renèes Raumflug zu sabotieren. („Mein falscher Hausarzt hat angerufen. Mein Ausschlag ist zu schlimm für den Weltraum!“)
– Q stirbt und verliert seine Kräfte, hat aber alle mentalen Kräfte der Welt („Superhacker und FBI-Agent, zu Ihren Diensten.“)
– Weil all das noch nicht genug ist, setzt die tote(!) Borgqueen ihre 14 Tage andauernde Assimilation durch, wofür sie in Kneipen randaliert und einsamen Frauen was vom Pferd erzählt.
– Und dann ist da noch Dr. Soong, der irgendwie aus einem Ethikrat geflogen ist (stand in allen Zeitungen), aber immer noch total wichtige Festivitäten zu bevorstehenden Raumflügen besuchen darf.

Wenn DAS dieses „neue Star Trek“ ist, will ich mehr davon! Ab irgendeiner Dosis MUSS man doch psychedelische Farben sehen, oder?


Fazit:

Totaler Schwachsinn, der inzwischen so krude daherkommt, dass es mich nicht mehr ärgert.

Es gibt langsam nichts mehr, was die Autoren noch schlimmer machen könnten – oder was ich für unmöglich halten würde.

Borgqueens, die an Autobatterien nuckeln? Warum dann nicht auch Klingonen, die feministische Fetischclubs gründen? Und wenn jedes Trauma durch eine kurze Erwähnung geheilt werden kann, warum reist man nicht mal zu V’Ger und sagt der Sonde, dass Papa und Mama immer sehr stolz auf seine dicke Wolke waren?

Als man früher oft sagte, dass bei „Star Trek alles möglich“ sei, hat man halt noch längst nicht so weit wie Alex Kurtzman gedacht.

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM
SPARKIS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
Und was ist mit Gnade für UNS?!
Was, eine Figur mit einer traumatischen Vergangenheit? Bei Star Trek Picaaaaard?! Bitte alle Charaktere aufzeigen, die einfach nur ein schönes Leben geführt haben. Hallo? Ein paar wenigstens? Einer?!

Tja, da muss sich unser Discount Fox Mulder wohl im Trauma-Zentrum ganz hinten anstellen.

Oder sind wir als Zuschauer nur etwas zu pingelig? Auch Klein-Worf hat schließlich schon seinem Fußball-Kumpel das Genick gebrochen und selbst Deannas Schwester ist als Kind im Teich ertrunken. Nog hat dafür sogar gleich mehrere Folgen bekommen (für das Trauma, nicht für’s Ertrinken).

Das Problem ist daher wohl auch nicht, DASS den STP-Figuren irgendwas Schlimmes passiert. Früher hatten wir nur 170+ Folgen, um solche kleinen Details mit Taktgefühl in die Charakter-Biographie einzustreuen. Hier dagegen hatten wir bis jetzt 18 Folgen. Gemischt mit Autoren, welche die neuen Star Wars Filme für das Nonplusultra in Sachen cleverer Erzählweise halten.

Neue Charaktere werden bereits kaputt auf die Bühne geschoben und klischeehafte Macken und/oder Sünden der Vergangenheit bestimmen deren gesamtes weiteres Verhalten. Quasi „Einer flog über das Kuckucksnest“ in nicht gekonnt.

Und Fox Mulder von allen Menschen auf der Erde hatte halt gaaaanz zufällig eine verstörende Begegnung mit Vulkaniern. Welche Freund Spitzohr, ohne weitere Erklärung, nicht aus seinem Kopf verschmelzen konnte („Faszinierend, der findet Discovery anscheinend voll supi?“). Wobei es vielleicht geholfen hätte, wenn der Typ nicht MITTENDRIN weggebeamt wäre („Hey, vielleicht seid ihr Aliens ja gar nicht bös— blblbllglglfrrrzz!?“)?

Das Verhör habe ich sowieso nicht verstanden. Wussten seine Vorgesetzten nun davon? Oder doch nicht? Warum fand es dann in der Besenkammer statt? Worüber hat Mulder am Schluss gelogen? Und wird man beim FBI wirklich so schnell gefeuert und kann danach noch mit seinem Karton an Habseligkeiten in den Verhörraum?

Spannend war auch die Suche von Seven/Raffi nach unserer Jurati-Queen. War die Erklärung für die kaputten Fensterscheiben wirklich, dass dies ihre Borgifizierung beschleunigt? Fehlte eigentlich nur eine Szene mit Klingelmännchen bei alten Omas oder wo sie Müll direkt NEBEN die Tonne wirft („Muaaah! Was für ein Rush!!“). Unser Lesben-Duo findet die Königin aber beim Aussaugen von Auto-Batterien, was zu einer kurzen Klopperei führt. Dabei erinnerte mich ihr Look übrigens sehr an eine gewisse andere Dame mit mentaler Zweigeteiltheit.

Überhaupt, alles in dieser Staffel wirkt wie ein Eintopf aus geklauten Ideen. Star Trek 4 scheint die Haupt-Inspiration zu sein, danach pflückte man sich hemmungslos durch den Rest des Star Trek-Franchises. Selbst den Grundplot (Sabotage eines Raketenstarts verhindern, damit die Erde eine Zukunft hat) hatten wir bereits in Star Trek 8, inklusive Borg-Queen. Ist ja irgendwo nicht doooof, so bedient man ordentlich den Nostalgie-Faktor und kann als Autor sogar früher in die Mittagspause.

Was der Soong-Story nicht zu Gute kommt. Fassen wir (versuchsweise) zusammen: Q kontaktiert Soong, dessen „Tochter“ als Zwangs-Stubenhocker nicht glücklich ist. IHM bietet Q ein Heilmittel an, welches aber, wieso auch immer, nicht funktioniert. Dafür soll Soong dann Picard überfahren, was aber auch nicht klappt. Danach gibt Q der Tochter ein funktionierendes Heilmittel, welche daraufhin das Weite sucht. Dies macht Soong soooo wütend, dass er Borg-Jurati ein paar Soldaten zum assimilieren zur Verfügung stellt.

Erneut meine Frage: Habe ich etwas falsch verstanden oder ist das wirklich so verworren & doof? Fast möchte man meinen, dass hier verschiedene Schreiberlinge mit den Bruchstücken ihrer Vorgänger arbeiten mussten… *hust*

Dazwischen gequetscht wird noch die harmlose, da nicht das Zuschauer-Hirn schmelzende, Flirterei zwischen der Ärztin und Rios, mit dem wohl keiner der Autoren noch etwas anfangen kann. Das Ganze wird wohl auf einen „Ich habe mich entschieden. Ich bleibe hier und werde Flüchtlingshelfer!“ Moment hinauslaufen. Oder er nimmt beide im Handgepäck mit. Mal sehen, der Blödheit sind hier ja keine Grenzen gesetzt.

Fazit: Wie ich mich fühle? Alt. Verbraucht. Kunststück, wenn man schon VOR dem Einschalten weiß, was einem bei Star Trek Picard erwarten wird. Und diese Vorstellung wird dann oft sogar noch über— untertroffen! Immerhin nur noch eine Folge und dann das, bestimmt grandiose, Finale.

Das wird bestimmt ein Spaß.

*schrotflinte lad*

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Artikel

von Klapowski am 22.04.22 in Star Trek: Picard

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Kommentare (118)

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  1. Kazairl sagt:

    Diese Serie ist so zäh wie ein Kaugummi. Sie fühlt sich an wie eine 6 Episoden-Staffel gedehnt auf 10 Folgen, die letzen vier Folgen hätte man entweder komplett streichen oder stark zusammenstauchen können.

  2. Ein Riesenbovist sagt:

    Wieso heissen die Folgen 2.06 und 2.08 beide „Gnade“ ? Weiss das jemand ?

    • Jens sagt:

      Amazon hat Titel und Beschreibung von 2×06 und 2×08 vertauscht. Die Inhaltsangabe wurde mittlerweile korrigiert, der Episodentitel nicht.

      Antworten
    • O.o.t sagt:

      2×06 heisst eigentlich „Die Gala“. Amazon (de) hat irgendwie die Titel vermasselt (und es immer noch nicht bemerkt) und fast alle Seiten haben es einfach übernommen. In der Synchrotafel am Ende der Folge steht der richtige Titel.
      Zuvor war bei Amazon sogar die falsche Beschreibung (die für 2×08) drin. Das haben sie mittlerweile bemerkt, dass nun 2 Folgen denselben Titel haben jedoch nicht.

      Antworten
    • Ein Riesenbovist sagt:

      Danke Euch, das passt ja alles irgendwie zusammen. Eigentlich könnte man alle 10 Folgen „Gnade“ nennen. Oder Nudelauflauf. Spielt ja keine Rolle.

      Antworten
  3. JP1957 sagt:

    Gerade erst entdeckt: Long time ago: https://www.youtube.com/watch?v=zNu1cdISsvY

  4. DataundLoreseinBruder sagt:

    Die ersten beiden Folgen fand ich nicht schlecht. Ich dachte die Showrunner hätten dazugelernt. Zeigen mehr Raumschiffklassen (Folge 1 die Flotte die die Borg trifft – Kritik an Staffel 1 wird angenommen). Raffi nennt Picard nicht mehr JL. Dachte das wird was.

    Über den Hirnriss der Handlung habt ihr ja schon genug geschrieben, ich wollte hinzufügen: wie billig ist diese SciFi(!!!) Serie denn produziert? Diese Folge hatten wir einen Kellerraum, ein Waldstück und einen Hinterhof?
    Die „Ex-Special Forces“ Typen am Ende…in anderen Serien sehen die mehr nach Special Forces aus. Der Typ der assimiliert wurde machte mir nicht gerade den Eindruck als wäre das ein DeltaForceNavySealwasweissich Veteran…
    Letzte Folge die Sängerin in der Bar – das war ja Patrick Stewarts Frau. Musste auch ihren Auftritt bekommen nach seinem Hund. Mir kommt es so vor als ob Patrick Stewart für SciFi das ist was Adam Sandler für Comedy ist, ein Schauspieler der seine Acts nur danach aussucht wieviele seiner Kumpel er bei der Produktion unterbringen kann.

    Welche Funktion hatte Fox Mulder für Arme? Wenn Fox Mulder nicht aufgetaucht wäre – wie hätte sich die Handlung geändert? Das war doch völlig sinnlos? Warum hat Guinan ihm aber gesagt es hat seinen Grund dass alles so gekommen ist? Die Ausgangssituation ist doch unverändert?

    Ich checke jetzt auch nicht warum Rios die beiden auf das Schiff genommen hat.

    Was hat jetzt die Aufarbeitung von Picards Kindheitstrauma gebracht?

    Und was will Q? Die Europa-Mission soll abgebrochen werden, aber jetzt klappt das nicht und er befreit Soongs Experiment?

    Es sind nur noch 2 Folgen übrig um das alles aufzulösen.

    Dieser blöde Mystery Box Schwachsinn beim Drehbuchschreiben, kann mir einer ein Beispiel nennen wo das gut umgesetzt wurde? Wieso ist das in Hollywood in manchen Kreisen so beliebt? Macht ja nicht jeder so, andere bekommen ja auch normale Serien produziert.

  5. Stoffel sagt:

    Mir fehlen die Worte, als Guinan ein auf Poltergeist machte, habe ich ausgemacht und dann von Supergirl paar Folgen geguckt und hatte Spaß daran, wie weit es gekommen ist…

  6. Serienfan sagt:

    Der Aufenthaltsraum des Paramount-Hausmeisters als Kulisse fürs FBI… Unklar bleibt nur noch, ob das jetzt eine Hommage oder eine Parodie auf Ed Woods sein soll.

    Die Borg-Queen, die in den Klamotten einer Drag-Queen so tut, als würde sie Autobatterien trinken, ist auch nicht übel. Wie dumm mögen sich da so manche Fan-Film-Produzenten vorkommen, die einst glaubten, „Star Trek“ erfordere sowas wie Alien-Masken oder futuristische Kulissen.

    Schön ist auch, wie vergnügt Raffi beim blitzschnellen Leichenfund ist. Immerhin ist es ja nicht Elnor, sondern nur ein weißer Mann, bei dem der Tod keine Rolle spielt.

    Am Ende wurden wir natürlich mittels „Spruch der Woche“ belehrt: wir Menschen sind in der Vergangenheit gefangen. Ich vermute, das war als Seitenhieb gegen Trekker gedacht, die noch immer der früheren TNG-Qualität hinterher trauern.

    Insofern darf man Entwarnung geben: Niemand, wirklich niemand auf diesem Erdball wird nach dieser Episode weiterhin hoffen, dass die einstige Qualität von „Star Trek“ irgendwann zurückkehren wird.

    Niemand!

    Denn jetzt dürfte auch der Letzte die Gegenwart begriffen haben.

  7. Jens sagt:

    ***** Aggressive Werbung *****

    Die Episodenkritik ohne Gnade https://www.youtube.com/watch?v=JhIx6IEOKrk&t

    **** Aggressive Werbung Ende ****

    Diesmal mit extra viel Alkohol…

  8. Ichwieder2 sagt:

    Kurioserweise fand ich mich in dieser Folge insoweit gut unterhalten, dass ich den kurze Moment von Q sehr mochte – früher ging mir die Art des „Q“ eher auf die Nerven, aber hier trägt John de Lancie mit seinen paar Minuten Screentime die ganze Folge, in der er vorkommt.

    Auch den stereotypen FBI-Agent fand ich symphatisch, auch Rios/Ärztin sind gefällige Charaktere.
    Nur, ja, das ist halt alles kein Star Trek. Einfach nur, als hätte ein Cutter im Rausch ein Bilderrätsel zusammenkopiert.

    Und, bzgl. Butterfly-Effekt und so… Welche Aussage hat Rios da beim FBI zu Protokoll gegeben?
    Neben den ganzen anderen Sachen wie: Nicht in den Wald pinkeln, die tote Ameise könnte die Zukunft verändern.

    Ochjoah und dann… hat ja auch Cochranes Warpflug offenbar nicht stattgefunden?
    Denn der First Contact mit den Vulkaniern ist ja jetzt nicht mehr 2063 gewesen…
    Hat es wohl einen Grund, den wir je erfahren werden, warum die Vulkanier nun doch ohne Warpflugfähigkeit Interesse an den Menschen hatten?

    Neinnein, schon gut, rhetorische Frage. Rhetorisch.

    • Dataundloreseinbruder sagt:

      First Contact ist der „offizielle“ Kontakt.

      Davor kannten die Vulkanier die Menschen schon – waren halt zu primitiv.

      Die Sache macht sogar Sinn. War nur überflüssig.

      Antworten
  9. Thomas sagt:

    Schwacher Handlungsstrang, erstellt von Lustlosen Autorenschreibern und man unterbietet mit völlig sinnlosen Nebenplots noch Staffel 1. Halten die uns für so hirnentkernt? Ein paar Bonbons Nostalgie a la „Gefangen in der Vergangenheit“ und die Versuche, den Borgplot noch in 2 1/2 Folgen zu quetschen (Akkus lutschen, Assimilation per Hand). Trek ist tot. Picard ist tot. NuTrek hat alles gesammelt und durchs Klo gespült. Wenn das stimmt, das in Season 3 bis auf Michael Dorn der komplette TNG Cast noch mal dabei ist – werden die wie Stewart, Spiner, Sirtis und Frakes sowie Goldberg und DeLancie auch noch abgewertet.

    Mein bestes Trek – TNG – wird dann auch noch bei der neuen Fangeneration lächerlich gemacht.

    Mission accomplished.

    • Kazairl sagt:

      Neue Fan-Gemeinde? Ich bin mir nicht sicher, ob Kurtzman-Trek eine Fan-Gemeinde generieren konnte. Ich konnte bislang nur jene sich begeistert mit der Serie auseinandersetzen, die sie zerreißen. Von echten Fans, also Verteidigern, war bislang kaum eine Spur zu finden.

      Antworten
    • O.o.t sagt:

      Michael Dorn ist auch dabei. Wenn schon zerstören, dann gleich alles.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Nur Wil Wheaton fehlt, wenn ich mich nicht irre. Bringt halt nichts, sich einzuschleimen bei Kurtzman und Co.

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      „Ich konnte bislang nur jene sich begeistert mit der Serie auseinandersetzen, die sie zerreißen. Von echten Fans, also Verteidigern, war bislang kaum eine Spur zu finden.“

      Dann wirds Zeit, das der feine Herr Kazairl mal aus seiner Blase herauskommt.
      Diese Fans gibt es, ganze Heerscharen von denen. Denen reicht, was da geliefert wird. Also warum sich anstrengen, wenns auch so geht.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Verstehe nicht, was das mit einer Blase zu tun hat. Ich habe ja nachgefragt, weil ich keine echte Fan-Gemeinde gesehen habe und selbst Seiten wie Serienjunkies mittlerweile Probleme haben, das Ganze schönzureden, sie versuchen es, aber es gelingt nicht immer. So ja, was für eine Fan-Gemeinde. Eine Aufklärung darüber, wo sich diese Heerscharen von echten! Fans (nicht den Jubelchören von Seiten wie Serienjunkies) befinden, wäre daher sehr willkommen um meine Wahrnehmung der nicht vorhanden neuen fanbase zu ändern. Jemand, der in einer Blase gefangen wäre, würde nicht um Aufklärung bitten.

      Antworten
    • O.o.t sagt:

      Unter YT-Videos, insbesondere unkritischen, findest du viele davon. Oder auch in IMDb Rezensionen. Und im offiziellen Star Trek Reddit werden allzu kritische User offenbar schnell mal gesperrt, hab ich gehört. Ähnlich in manchen FB-Gruppen (auch hier nur vom hörensagen).

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Dann bin ich definitiv in den richtigen Teilen des Internets unterwegs weil mir noch nie Fans des Kurtzman-Treks untergekommen sind. Ich bin ehrlich: Leute, die diese Serien vergöttern, sind mir suspekt, weil sie ja schon so offensichtliche Fehler in der Konzeption haben.

      Antworten
    • Sparkiller sagt:

      „weil mir noch nie Fans des Kurtzman-Treks untergekommen sind“

      Hier mal ein Beispiel bei YouTube, welches wohl als ideale Zielgruppe direkt in den Kurtzman-Laboratorien gezüchtet wurde:

      https://www.youtube.com/watch?v=5XYLCE8McxY

      https://www.youtube.com/watch?v=vu5j7huumk4

      Antworten
    • O.o.t sagt:

      Mit Jessie Gender hast du dir da ja ein Musterbeispiel rausgesucht.
      Ich hab glaubs noch keines ihrer Videos länger als 2 min ausgehalten… :D

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      „Wir“ stecken halt in der Vergangenheit fest, wie die Folge mit viel Weinerlichkeit als große menschliche Schwäche benennt. Gemeint sind wohl die Alt-Fans, die der früheren „Star Trek“-Qualität nachtrauern und nicht im neuen „Star Trek“ ankommen wollen.

      Immerhin: die „Vergangenheit“ juckt diese Serie wenig. Soong musste vor ein paar Folgen noch selbst Tötungsaufträge mit dem Auto ausführen. Jetzt hat er eine private Söldnertruppe.

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    • Scholli67 sagt:

      Imma uff die arme Jessie :-)
      Aber selbst die nörgelt inzwischen schon ziemlich rum. Die Luft wird dünner.

      Das mit der Blase war nicht böse gemeint, aber wie Oot schon schrieb, es kommt darauf an in welcher Ecke man sich rum treibt. Es schon genug neue und alte Fans, die das echt akzeptabel finden und das sind wahrscheinlich gar nicht so wenige. Aber hey, Djungelcamp hat auch Zuschauer.
      Jedem Tierchen ….

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    • Kazairl sagt:

      Wir sind aber auch schon sehr weit unten angekommen mit dem Niveau, noch weiter runter und selbst der größte Hardcore-Fan kann das nicht mehr schönreden.

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    • flyan sagt:

      Aber sind das wirklich Fans? Ich kenne persönlich Mitmenschen, die STP mehr so konsumieren und jetzt nicht schlimm finden. Das sind selbsterklärte Zuschauer möglichst seichter Unterhaltung.

      Als Fan würde sich niemand von denen bezeichnen. Das sind Leute, die noch nette Erinnerungen an ihre Kindheit hatten, wo manchmal Voyager lief, und die nun auch andere Sachen mit dem Titel Star Trek laufen lassen während sie eigentlich was anderes machen.

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    • Scholli67 sagt:

      Ja, ich denke, dass viele von denen tatsächlich in die Kategorie „Fan“ und nicht „Konsument“ fallen.
      Und ein für mich erschreckend hoher Anteil von denen sich auch als AltTrek-Fans sehen.

      Das wirft dann natürlich die Frage auf, was denn ein „richtiger Fan“ ist.
      Ist das nur jemand, der sich in Roddenberrys Vision suhlt, der die „Botschaft“ auf die offiziell zulässige Art versteht und genau weiss wo die Herrentoiletten auf der Enterprise D sind und mindestens einen Star Trek Schlafanzug hat?
      Darf man als richtiger Fan die ersten beiden Staffeln Enterprise gut finden?
      Geht man als Lorca-Fanboy automatisch seiner Mitgliedskarte verlustig?
      Oder reicht es, jede Trekfolge mindestens zweimal gesehen zu haben, weil hübsche Raumschiffe, krasse Aliens, gelegentliche Scharmützel mit ordentlich Pew Pew und dass Damen in knappen Höschen Joga machen, stört auch nicht unbedingt?

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  10. Serienfan sagt:

    Ein Glück, dass die Autoren den „show, don‘t tell“-Grundsatz so eisern missachten, ich hätte sonst gar nichts begriffen.

    So sagt mir diese „ich hasse alle Hautfarben, Alien-Spezies und weiße, männliche Achtzigjährige“-Guinan, dass sie „emphatisch“ ist.

    Gut dass sie das ausdrücklich sagt, ich war bislang vom Gegenteil ausgegangen.

    Und weil irgendwer in einem Keller was sagt, erkennt diese sich Guinan nennende Person erstmals (!!!) nach fast 200 Jahren live verfolgter Menschheitsgeschichte, dass Menschen (anders als das andere Gesocks im All, wie ausdrücklich betont wird) tatsächlich fähig sind, eine Verbesserung anzustreben.

    Ich hoffe, die Autoren holen nächste Woche den versäumten „Tell“ nach, dass Guinan weise ist. Und dass „Zuhören“ heißt, dem anderen zu sagen, welche Vorurteile man ihm gegenüber hegt.

    • Kazairl sagt:

      Ich habe jünst wieder Avatar – Herr der Elemente angefangen und das ist das krasse Gegenbeispiel. Hier wird wirklich fast alles gezeigt, show don’t tell wird voll ausgenutzt und das in unter 25 Minuten je Folge. Wenn ich mir da jetzt PIC ansehe, wo gar nichts gezeigt wird in 40 minütigen Episoden, so ist das schon sehr traurig.

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  11. O.o.t sagt:

    „Mercy is a Jurati quality.“

    (Bruce Maddox left the chat)

  12. Stoffel sagt:

    Diese Staffel strotzt nur so von Lächerlichkeit.
    Wir bekamen Glückskekssprüche, wie Zeit ist der Endgegner oder Menschen sind alle in der Vergangenheit gefangen. Ja das sind schon Thesen, aber nichts Wert, wenn eine Begründung fehlt.
    Aber veerstehe, Philosophie hat ja auch was mit Aussagenlogik zu tun, kann man nicht erwarten, Logik ist bei New Trek das fremdartigste Alien was man sich vorstellen kann.

    Folge 1:
    Eine Anomalie taucht auf, die Borg und der Wunsch Föderationsmitlgied zu werden.
    Sternenflotten Schiffe mit trojanischen Pferd (Borg-Technik) werden von den Borg gekapert.
    Selbstzerstörung und alle tot, nein, sind in ein böses Paralleluniversum katapultiert worden.

    Folge 2:
    Die Bande findet sich im bösen Paralleluniversum wieder. Findet die Borg Queen, die aufeinmal andere Zeitlinien spüren kann und den Tip gibt, den Watcher zu suchen.
    Anstatt die Zeitreisenunsinn in ST, mal stringent in plausible Bahnen zu bringen, wird weitergemacht, damit, wie es gerade beliebt.
    Hätte es witzig gefunden, wenn die meisten Zeitreisen, in TOS, TNG, DS9, VOY, eine Verarschung der Qs gewesen wären.
    Ein böses Paralleluniversum, dass so lächerlich dargestellt ist, dass die Grausamkeit totalitärer Regime zum Witz gemacht wird.
    Wieder Gewalt der Gewalt willen, Kehlen aufschlitzen und in Anbetracht ausgebluteter Fußsoldaten lockere Sprüche machen. Naja die Aufgeschlitzten sind ja nur Nazi-Verschnitte.
    Keine kritische Auseinandersetzung mit Gewalt.
    Q taucht auf, weil es Picards schuld ist und labert soviel ohne etwas zu sagen.

    Folge 3: Mithilfe der Borg Queen die Flucht nach 2024, weil nur ein Alien in der Lage ist komplizzierte Berechnungen durchzuführen, die sollten mal anfangen zu lernen mit Computern umzugehen und zu programmieren.
    Mit Gewalt gehts gleich weiter, Phaser haben keinen Betäubungsmodus, nur höchste Stufe, damit man alles vaporisiert, damit man nicht putzen muss, jedenfalls humaner als ausbluten. Morden ohne Schweinerei. Daneben haben wir die USB Borg Queen, die man wie ein plug and play Joystick benutzen kann.
    Benutzen, eine Dame…

    Folge 4: Die Suche nach dem Watcher. Neben einen zynischen Guinan Verschnitt fällt die lächerliche Darstellung der Borg Queen ungemein auf, gepaart mit den dummen Charakter Jurati, wird das zur Folter.
    Die Suche nach dem Watcher führt auf einen Verwirrungs-Cliffhanger. Laris? nein, doch, doch, doch, nein.

    Folge 5: Auftritt von Soong und Mordanschlag auf die Peekarts.
    Die Folge ist ein brutaler Autounfall. Dargeboten wurde ein Klischee an Mad Scientist, Retortenkind alles schon gesehen und dies weit aus besser, daneben Thema Depression, die es nicht Wert ist, darüber eine richtige Geschichte zu erzählen. Der Rest war so banal, dass ich mich an nichts erinnere.

    Folge 6: Eine Party die so dermaßen abgesichert ist, dass jeder G20 Gipfel neidisch wäre.
    Es gilt Peekarts Vorfahrin zu finden und wir kriegen ein Bullshit-Stakkato: Borg Quenn macht nen EMP per Gedankenkraft?! Den Rest habe ich verdrängt, ah ja die Queen braucht Endorphine um Wirt zu übernehmen….
    Schon lustig dass die Borg, von denen ich felsenfest überzeugt bin, dass sie sagen würden: Spaß ist irrelevant, dann mehr Verständnis davon haben, als dieser Idiot Jurati.
    Die Folge beginnt mit einen aus Mund bluteten liegenden Picard und endet damit. Eine Analogie auf die Serie Peekart, die sie am besten beschreibt.

    Folge 7: Peekart liegt im Koma und muss sich seiner Vergangenheit stellen. Bekommen haben wir die pathologisierung eines zurückhaltenden Mannes, mit der infantilsten Küchenpsychologie, die ich bis dato gehört oder gesehen habe. Fazit aus der Folge, wenn man anders ist, dann nur wegen einen Trauma.
    Daneben, wäre es nicht genug, serviert man uns die Beschwäörung eines Qs, wie die eines Flaschengeists.

    Folge 8: Nee ich habe keine Worte, eine Borg Queen die Batterien lutscht, ein Guinan Verschnitt der auf Poltergeist macht, ein Typ der mal wieder ein Trauma hat.
    Q labert mal wieder viel, aber im Grunde sagt er nichts aus.

    Banal bis Vollkatastrophe, ich dachte die schlimmste Serie die ich je gesehen habe, wäre Another Life gewesen, vergiss es, Picard unterbietet den Scheiß.

    • el_cheffe sagt:

      .. ohoh ich traue mich kaum das zu sagen aber….es ist wahr.

      „Another Life“ Staffel 2 hat fast eine 180 Grad Kurve geflogen und ist anschaubar.
      Auch wenn ich immer noch Starbuck-Traumas bei der Tussi durchlebe.. .

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      Genau daran hab ich auch schon ein paar mal gedacht.
      Wenn Another Life nach so einem grauenhaften Verkehrsunfall wie Staffel eins, das Ruder so dermaßen rumreißen konnte, dass die zweite schon beinahe gut war, dann hätte Picard das auch gekonnt.
      Wenn man denn gewollt hätte….

      Oh, nebenbei, neues Gerücht: das ganze TNG-Gesindel soll jetzt schon in der letzten Folge der jetzigen Staffel auftauchen.
      Na? Seita schon gehyped?

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    • Stoffel sagt:

      Lass mich raten, Peekart ist zurück, macht Laris klar und dann gibts Turbohochzeit und das TNG-Gesindel sind Hochzeitsgäste, Abblende, 9 Monate später, dank Stehaufmännchen-Hypospray und Kampfschwimmerstimulanz sieht man nen Androiden-Romulaner Hybrid in einer Wiege, im Licht einer untergehenden Abendsonne herumquäcken: Pi….Pic….Pic….ard. Abblende, Schwarzer Schirm, der von Q aufgerissen wird und wir mit einen neckischen Spruch von ihm verabschiedet werden.
      Naja, wird wohl schlimmer kommen…

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  13. Prof-Dr.Spuck sagt:

    Keine »Gnade« für die Zuschauer.

  14. JJtrekhater sagt:

    Mir ist aufgefallen, dass Serienjunkies jetzt im Hauptmenü den Menüpunkt Star Trek Discovery gegen Halo ausgetauscht hat. Ich finde das sehr bedenklich. Wieder eine Paramount+ Serie. Würde mich nicht wundern, wenn dort die nächsten Positivrezensionen zu lesen sind. Interessant ist auch, dass neben dem Menüpunkt nicht das Wort Anzeige steht. Redaktioneller Inhalt muss ja klar von Werbeinhalten getrennt sein.

  15. Hayos sagt:

    Falls jemand nach der Folge noch mehr „Unterhaltung“ braucht, unter dem Serienjunkies-Review fetzt sich der Rezensent mit den Lesern. Achtung, Fremdscham möglich.

    • Ichwieder2 sagt:

      Meine Güte ist das peinlich, was sich dieser angebliche Rezensent da erlaubt. Erstes mal auf SJ gewesen – und auch das letzte Mal… Erbärmlicher Stil.

      Antworten
    • Stoffel sagt:

      Warum lese ich so nen Scheiß?
      Der beste Kommentar der Letzte:
      – Da komm ich doch gleich mal mit der Nazikeule
      – Und die Bewertungen sind natürlich angemessen (weil wissenschaftlich fundiert)

      herrlich und treffend

      Antworten
    • O.o.t sagt:

      Meine Fresse ist das peinlich!
      Und habe ich das richtig verstanden, man beschäftigt sich nach Ansicht des Rezensenten nur dann ernsthaft mit der Serie, wenn man keine Mängel aufzeigt?? Was hat der Mensch eingeworfen? Oder hat er da aus seinem Sponsoringvertrag zitiert?

      Nach nur 2 Kommentaren ist schon von „Kotzerei“ die Rede, danach folgen niveauvolle Höhenflüge wie „Trekkies, die Woche für Woche durch Erbrochenes schwimmen“ oder „Kotze, Kotze, Kotze“, und schlussendlich beginnt er damit, seine Leser persönlich zu beleidigen. Wow.

      Unfassbar…

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      Nee, nee, so kannst du das dem Rezensenten nicht unterstellen.
      Er möchte sich halt lieber mit Leuten unterhalten, die auch gutes in der Folge finden.
      Quasi: „Wieder mal eine unterhaltsame Folge, die alle Charaktere neu in Position bringt. A und B waren nicht ganz so pralle, das wurde aber durch das tolle X und Y mehr als wieder wettgemacht.“
      Das wäre dann ein „konstruktiver Beitrag“ oder so …

      Antworten
  16. Rick-Berman-Apologet sagt:

    Das Problem dieser Serie ist, dass sich die Drehbücher und deren Autoren immer noch viel zu ernst nehmen. Weniger Küchenpsychologie und ein offenes Bekenntnis zur eigenen Trashigkeit würden gut tun.

    Anstatt nur anzudeuten, dass die Borg Queen Autobatterien leernuckelt, will ich genau das gezeigt bekommen. Gerne auch mit Strohhalm. Ich hatte ja schon lange darauf gewartet, dass sich Star Trek endlich Ideen abkuckt von „Meine Stiefmutter ist ein Alien“.

    Ein anderes Problem ist der akute Latexmangel der letzten Episoden. Eine Jurati in rotem Kleid ist einfach kein Ersatz für eine echte Borg Queen. Gleichzeitig fürchte ich mich, dass uns dann im Finale die Jurati im Latexkorsett präsentiert wird … (würg)

    • Stoffel sagt:

      Ich denke nicht, dass das Problem Ernst ist.
      Das Problem ist, dass es total überfrachtet ist, alles wird angeschnitten und gleich wieder fallen gelassen, es gibt keinen thematischen Schwerpunkt.
      Diese Serie schwitzt förmlich Überforderung und Inkomeptenz aus jeder Pore.
      Ich mache nicht einmal den Schauspielern und Regisseuren einen Vorwurf, außer den vielleicht, dass man sein künstlerisches Talent für Fast Food verkauft. Wenn die Vorlage Scheiße ist, nützt auch der beste Schauspieler, Kameramann etc. nicht.
      Ohne Potential ist es nicht: Zeit, Sterben, Tod, Existenz werden mit Glückskekssprüchen angerissen, während man hier eigentlich, starke Stories entwickeln kann.
      Diese New Trek Serien haben keine eigene Identität, sie sind nur Versatzstücke von Dingen, die waren und besser waren.
      Daneben der ganze Quatsch, die ganzen Logiklöscher machen das wenige was da ist, noch kaputt.
      Ich könnte sogar mit den Logiklöschern leben, wäre das Gesamtpaket stimmig, aber hier ist nichts stimmig.
      Eine gute Geschichte ist, wenn sie einen in den Bann zieht, sie einen förmlich hinein zieht, sie einen aufsaugt, sodass man vergisst, dass man eigentlich nur ein Außenstehender Beobachter ist.
      Das konnte unter anderen auch TNG, eine Annekdote: Als ich so 14 war, kam ich nach Hause, musste pinkeln, aber es war zeitlich so knapp, dass ich wählen musste, neue TNG Folge auf SAT1 oder Pinkeln, die Wahl viel auf TNG und zwar eine Hammerfolge, die täglich grüßt das Murmeltier Enterprise Zerstörungszeitschleifenfolge, 10 Minuten das Pinkeln verkniffen, Gott dieser Druck auf dem Rohr und alles nur, um bloß keine Sekunde zu verpassen. 90iger Jahre, nun 2022 geh ich entspannt pinkeln, in der Zeit wie ich mich entleere, passiert eh nichts relevantes.
      Diese Faszinatiion, dieses in den Bann ziehen, hatte ich bei TOS, TNG, bei DS9, ja sogar zu teilen bei Voyager und Enterprise und einigen anderen Serien, aber hier bei Dummcovery und Peekard, da ist nichts, selbst mit Pizza fett gefressenen, wie ne Made passiv auf der Couch liegend, sich einfach berieseln lassen, reist dieser Scheiß in seiner Absurdität aus dem Dämmerzustand der Berieselung.

      Ich frage mich die ganze Zeit, warum man nicht einige alte Hasen ins Boot holte, von den Designern bis Autoren und Showrunnern. Warum hat man nicht paar Umfragen an Fans gemacht, paar Konszepte zur Kritik und Diskussion gestellt? Und zudem wissenschaftliche Berater zu Rate zieht, die auch verstehen, von was sie reden.

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    • O.o.t sagt:

      Nun, diese Autoren sind bekannt für Meisterwerke mit Titeln wie „Young & Hungry“, „Superior Donuts“, oder „Desperate Housewives“. Die kennen nicht mal den Unterschied zwischen einem wissenschaftlichen Berater und einem Automechaniker. Wobei ihnen letzterer zumindest erklären könnte, dass in den gezeigten Autobatterien kein Lithium sondern Blei drin steckt.

      „Wie, was? Das ist ein Unterschied? Sind doch alles Batterien! Ist doch egal was für Metall, Hauptsache essbar!“

      Diese Drehbücher kommen einem vor, als hätte man ein Dutzend Grundschüler wegen Covid in je ein eigenes Kämmerchen gesperrt, jeder musste eine Szene schreiben, und am Ende hat ein Zufallsgenerator alles zusammengemischt. Nur so ist es halbwegs erklärbar, warum Nicht-Soji sagen kann, dass sie schwimmen lernen möchte nur um eine Szene später in den Pool zu hüpfen, oder Seven 2 min nachdem sie sich vor den Augen der Polizei aus einem Wagen hat beamen lassen verkündet, man dürfe Rios nicht aus dem Bus beamen wegen Schmetterlingseffekten, und dafür dann zwei Dutzend Gefangene freilässt, oder man einen verletzten Gendarmen ohne Gedächtnis und Milz vor ein ungetarntes Raumschiff setzt und für immer vergisst, oder, oder, oder…

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      By the way: „Logiklöscher“ ist eine geniale Wortschöpfung.

      Antworten
    • Rick-Berman-Apologet sagt:

      Ihr habt ja recht, aber es bringt nichts, an New Trek die gleichen Ansprüche, wie an das alte Star Trek zu stellen.

      Wir halten fest: Früher wurden die Autoren, Produzenten, Regisseure, Darsteller, etc. primär nach Kompetenz und Erfahrung ausgewählt. Wer gut im Job war, durfte bleiben, wer schlecht war, flog raus. Das aktuelle Personal wurde offensichtlich mehr nach ideologischen Kriterien ausgewählt: Man wollte eine hohe Frauenquote, viele migrantisch angehauchte Leute, einen bestimmten Mix an Hautfarben. Kompetenz und Erfahrung waren anscheinend sekundär.

      Auch haben offensichtlich selbst die Produzenten nur oberflächliches Wissen über den Kanon von Star Trek und sind weder fähig noch willens, die planlosen Drehbücher der unerfahrenen Autoren auf einen gewissen Standard hin aufzupolieren und auf einen übergreifenden Plot hin auszurichten. Einen Michael Piller von früher gibt es im heutigen Team nicht.

      Das erwartbare Ergebnis dieses Vorgehens ist genau die inkompetente Planlosigkeit, die New Trek mit jeder Folge abliefert. Einen zielstrebigen Plot kann und wird es unter den Voraussetzungen nicht geben.

      Wie ich aber in dieser Staffel von STP gelernt habe, funktioniert New Trek stellenweise wenigstens als trashiger Klamauk. Wenn die Autoren gar erst nicht versuchen, eine intelligente Story zu liefern, sondern einfach mal etwas Oceans Eleven mit der Borg Queen nachspielen (Episode „Die Gala“), kann dabei eine moderat unterhaltsame Blödelei herauskommen.

      Wie von selbst verschwinden da auch die selbstgefälligen Belehrungen politischer Natur (etwa zu Klima & Migration) vom Bildschirm. Aktuell haben sich die Autoren leider wieder im eigenen Sendungsbewusstsein verbissen und versuchen uns küchenpsychologische Lektionen zu erteilen. Das geht natürlich schief, weil die Autoren ihr eigenes intellektuelles Niveau völlig über- und das der Zielgruppe von Star Trek völlig unterschätzen.

      Daher meine Forderung: Mehr Trash, weniger Ernst. Denn gute, ernsthafte Geschichten kriegen diese Autoren eh nicht hin.

      Antworten
    • Stoffel sagt:

      „By the way: „Logiklöscher“ ist eine geniale Wortschöpfung.“
      mh jo, trotzdem verdammt, keine Ahnung was los ist, ja Loch, Löcher, weiß ich.

      Antworten
    • frank sagt:

      @Rick-Berman-Apologet:

      „Wir halten fest: Früher wurden die Autoren, Produzenten, Regisseure, Darsteller, etc. primär nach Kompetenz und Erfahrung ausgewählt. Wer gut im Job war, durfte bleiben, wer schlecht war, flog raus. Das aktuelle Personal wurde offensichtlich mehr nach ideologischen Kriterien ausgewählt: Man wollte eine hohe Frauenquote, viele migrantisch angehauchte Leute, einen bestimmten Mix an Hautfarben. Kompetenz und Erfahrung waren anscheinend sekundär.“

      full ack! das ist, alt haettest du ‚Jehova‘ gesagt… aber das war ein anders franchise… um nicht zu sagen: ein anderes zeitalter…

      „[…] funktioniert New Trek stellenweise wenigstens als trashiger Klamauk.“

      aber nur, unter drogen! unter jeder menge drogen! sonst beleidigt es meinen intellekt auf’s schaerfste…

      „[…] weil die Autoren ihr eigenes intellektuelles Niveau völlig über- und das der Zielgruppe von Star Trek völlig unterschätzen.“

      full ack! aber niveau ist eben relativ… ;)

      Antworten
    • Thomas sagt:

      Das kommt davon, wenn „quality is a myth“ zur Ideologie verkommt.

      Antworten
  17. Serienfan sagt:

    Klapo hat es ja schon so pointiert zusammengefasst:

    Vulkanier, die nachts auf der Pre-Warp-Erde Teiche erforschen.

    Ein FBI-Beamter mit großem Stab, aber ohne angeschlossene Kamera, in einer Filler-Handlung, die nicht für einen hohlen Zahn reichen würde.

    Das FBI, das haufenweise Beweise sammelt (ihr ward unerlaubt mit illegalem Mexikaner auf der Oscarfeier-Astronauten-Party, wir haben unzählige Fotos), dann aber den Mitarbeiter feuern und alle freilassen, weil irgendein Blechteil nicht außerirdisch ist, und wir ja aus „Akte X“ wissen, dass sich das FBI ausnahmslos um Außerirdische kümmert.

    Guinan, die gefangen im FBI-Keller plötzlich die Erkenntnis trifft, dass die Menschen doch gut sind.

    Q, der ohne Kräfte dennoch überall herumgeistert wie Hui Buh, und der von der Hokus-Pokus-Guinan mit FBI-Jacke herbeigehext wird.

    Eine Öko-Borgqueen, die sich beim Assimilieren auf das Recyceln von Autobatterien und Handy-Teile spezialisiert hat.

    Ab wann darf man unfassbaren Schwachsinn auch mal so benennen?

    • Kazairl sagt:

      Schwachsinn muss ja nichts Schlimmes sein und kann auch richtig Spaß machen. Ich zum Beispiel weiß, dass viele alte Godzillafilme eher Schwachsinn sind (zB der Film mit Hedorah), aber sie machen mir dennoch Spaß, weil sie als Trash richtig Laune machen. Das Traurige an Kurtzman-Trek ist ja, dass es nicht mal als Trash Spaß macht. Da produzieren sie schon schlechte Serien, machen sie aber zu ernst als dass man bei den Machern erkennen könnte, dass sie selbst Spaß am Produzieren der Serien hatten und sich deren Schlechtigkeit bewusst waren, sie aber vollkommen umarmt haben.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Ich denke, dass die „Godzilla“-Filme im westlichen Kulturkreis unterschätzt werden. Es sind visuell engagierte und ideenreiche Filme, für damalige Verhältnisse mit großem Aufwand (Widescreen und Technicolor) und viel Engagement gedreht.

      Anderenfalls hätten sie niemals Erfolg gehabt.

      In dem aktuellen Film „The Lost City – Das Geheimnis der verlorenen Stadt“ mit Sandra Bullock geht es um eine Autorin, die gezielt schmalzigen Abenteuer-Trash schreibt, den sie selbst verachtet. Aber man sieht im Trailer eine Szene, wie sie an einem Abschnitt im Roman arbeitet und all den Blödsinn herauslöscht, der aus ihrer Sicht keinen Sinn ergibt.

      Obwohl sie also sehr wohl Trash schreibt, erkennt sie doch, was sie den Lesern „schuldig“ ist. Es gibt eine stillschweigende Abmachung zwischen Autor und Leser, dass man Dinge erfinden darf, auch „phantastische“ Dinge, dass aber nicht unsinnige Willkür herrschen darf. Es gibt ein Regelwerk, woran sich die Fiktion halten muss, und deren Einhaltung der Leser verlangen darf.

      Bei „Akte X“ wurde einst zwischen „Filler“-Episoden und Mythologie-Folgen unterschieden. Aber auch die „Filler“ erzählten eine in sich schlüssige Geschichte. Bei einem Krimi muss auch der „Red Herring“ zu irgendeiner Auflösung, zu irgendeiner in sich stimmigen Story führen.

      Wenn ein Autor in einer Geschichte etwas einführt, gibt er damit die Zusicherung, dass das, was er in seiner Geschichte darstellt, in irgendeiner Weise relevant sein wird.

      Die Autoren von „Star Trek: Picard“ haben diesen Respekt vor den Zuschauern nicht. Sie haben nur Verachtung für ihre Zuschauer, indem sie ihnen zusammengefaselte Willkür garniert mit substanzlosen Memberberries servieren.

      Jeder japanische Godzilla-Autor oder Regisseur hätte eher Harakiri begangen, als so etwas unter seinem Namen zu veröffentlichen.

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    • Chewie sagt:

      „Guten“ Trash schaut man gerne öfters, weil man einfach Spaß an dem Blödsinn hat, das A-Team würde ich z.B. dazurechnen. Den Kurtzmurx-Nu Trek-Trashmist ertrage zumindest ich jedoch nur genau 1x – und danach vergesse ich das schnell!
      Aber keine Regel ohne Ausnahme: Erstaunlicherweise finde ich „Lower Decks“ und „Star Trek: Prodigy“ sehr unterhaltsam. Beide Serien sind auch wesentlich näher an Star Trek dran als STD und PIC (auf ihre besondere Art). Ich würde beides allerdings nicht zum Kanon rechnen, vor allem LW nicht aufgrund des Gewaltgrads, aber ich betrachte es als Parodie, dann funktioniert es für mich.
      Jedenfalls habe ich bei beiden Serien bei jeder Folge weit mehr Spaß gehabt als bei den Realserien.

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    • Serienfan sagt:

      Ich bin mir sehr sicher, dass auch das „A-Team“ Qualitäten hinsichtlich Charakterisierung und Inszenierung hat, und dass es auch sowas wie einen stimmigen Erzählstil gab.

      Mein Trash, von dem ich mich unterhalten fühlte, wäre eine Serie wie „Die Colbys“. Es war der „Denver-Clan“-Ableger, den Barbara Stanwyck nach einer Staffel verließ, wobei sie unverhohlen sagte, dies sei das Schlechteste gewesen, das sie je gemacht habe. (Sowas würde ich mir mal von denen wünschen, die durch „Star Trek“ reich wurden, und die dann auch noch vertragsgemäß diesen Murks belobhudeln.)

      „Die Colbys“ hatte aber ein tatsächlich hohes Budget, einen gigantischen Soundtrack, großartige Schauspieler wie Ricardo Montalbán, visuelle Ambitionen, und am Ende landete sogar ein Ufo, um Fallon Colby ins All mitzunehmen. Mit anderen Worten: es war im Vergleich zu „Star Trek: Picard“ die bessere Science-Fiction-Serie.

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    • Kazairl sagt:

      @Chewie: Bei Lower Decks stimme ich dir zu. Das ist guter Trash und lässt sich mehrfach gucken. Liegt vor allem daran, dass wir hier endlich Charaktere haben, die keine blassen Arschlöcher oder Heulsusen sind.

      Antworten
  18. G.G.Hoffmann sagt:

    Ihr beurteilt das aus meiner Sicht zu negativ. Ich sehe hier sehr viel Kult- und Parodiepotential. TNG hat sich selbst zu ernst genommen. In der Rückschau eher ein ARTE-Themenabend über Leben im All.

    Bin sehr froh, dass sich PIC von diesen Fesseln befreit hat. Es ist auch keine Mogelpackung: bei Vorstellung des Serienkonzepts hat Stewart keinen Zweifel daran gelassen, dass es nicht TNG 2.0, sondern etwas ganz anderes werden würde. Er hat nicht zu wenig versprochen.

    Ist doch nur ein Angebot. Kann man schauen, muss man aber nicht. Kein Grund, sich in eine Hyperventilation-Endlosschleife zu begeben.

    So, wie selbst viele, die sich als „Altfans“ bezeichnen und mit der TNG-Ära aufgewachsen sind, mit TOS überhaupt nichts anfangen können, nie vollständig gesehen haben und als Schwachsinn ansehen, ist niemand gehalten, sich DSC, PIC und – demnächst – SNW zu geben.

    Die Geschmäcker sind nun einmal verschieden. Wenn in Foren nach den subjektiv besten Star Trek Serien gefragt wird, sollte man doch annehmen, dass die überwältigende Mehrheit TNG auf Platz 1 wählt und TOS zumindest als Kult- und Gründungsserie weit vorne erscheint. Tatsächlich haben die Fans völlig unterschiedliche Vorlieben. Oftmals erscheinen VOY und DS9, mitunter sogar ENT vor TNG und TOS.

    Eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt der Erstkontakt. Wir alten Säcke mögen Star Trek chronologisch geschaut haben. Wer unter 30 ist, hat sich jedoch ST auf eigene Art erschlossen und andere Sehgewohnheiten und Präferenzen. Den Typ „habe seit den 70ern chronologisch alles in der Erstausstrahlung gesehen“, gibt es immer seltener.

    • frank sagt:

      es tut mir fuerchterlich leid, dass ich dir widerspreche (aber gleichzeitig auch bestaetige)!

      ja, die sehgewohnheiten haben sich geaendert! radikal sogar! und von mir aus… geschenkt! eigentlich finde ich das auch gut so… ich bin kein feind des fortschritts, im gegenteil!

      irgendwann hat @Serienfan auch mal was intelligentes dazu geschrieben, was der unterschied zwischen einer trashserie per se, und einer trashserie unter dem label ’star trek‘ ausmacht. und wir befinden uns eben bei (trommelwirbel) ’star trek’… ;)

      das (haupt)problem ist naemlich, dass sich das ’niveau‘ (!!!) so dermassen senkt. und das ist (aus meiner sicht) absolut nicht hinzunehmen! wenn in den 1960ern sich logikloecher auftun, die ganze galaxien verschwinden lassen koennen, und die einen heute (!) die haare raufen lassen, dann ist das kein vergleich mit dem schwachsinn, der einem heute aufgetischt wird.

      damals in den 1960ern herrschte ein komplett anderes weltbild. man wusste wenig, und (vielleicht deshalb:) alles war moeglich!

      wer serien der 1960ern (und von mir aus auch der 1980ern und 1990ern) mit den heute gueltigen parametern bewertet ist meiner unbescheidenen meinung nach schlicht nicht in der lage, dinge in ihrem jeweiligen kontext zu bewerten… und wie wir ja inzwischen dank STD wissen: ‚context is for kings‘!

      und koenige gibt es halt nur wenige… ;)

      nichts fuer ungut…

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Mein lieber Hoffmann!

      Ich weiß ja! Ceterum censeo Carthaginem esse delendam!

      Wenn man nur oft genug wiederholt, dass Karthago zerstört werden soll, dann glaubt es irgendwann jeder.

      So versuchst Du hier unermüdlich, einen offensichtlichen Qualitätsverfall in eine rosarote Vergangenheitsbrille, in eine völlig normale Geschmacksfrage, gar in eine typische Generationenfrage umzudeuten.

      Nur funktioniert es nicht.

      Es wird die Erde nicht irgendwann zur Scheibe, nur weil man es hundertmal in ein Forum postet. Und vier Lichter bleiben vier Lichter.

      Fakten bleiben Fakten, und nicht alle Geschmacksfragen sind relativ.

      Wer keinen qualitativen Unterschied zwischen Asterix unter René Goscinny und den jetzigen Asterix-Ergüssen sieht, tja, der hat eben nicht einfach nur einen „anderen“ oder „moderneren“ Geschmack, er hat schlichtweg keinen Geschmack.

      Und dass die Comics von Carl Barks und Don Rosa wieder und wieder und wieder aufgelegt und nachgedruckt werden, liegt nicht nur an störrischen Alt-Fans, sondern daran, dass hier eine Qualität vorliegt, die man in der ansonsten produzierten Massenware nicht vorfindet. Und das hat auch nichts mit dem „Erstkontakt“ zu tun.

      Auch bin ich überzeugt, dass der von Dir wiederholt genannte TNG-Fan, der mit Classic überhaupt nichts anfangen kann und für „Schwachsinn“ hält, ein theoretisches Konstrukt ist, das man in der Realität allenfalls als eine die Regel bestätigende Ausnahme findet. Mir ist so jemand jedenfalls noch nie untergekommen.

      Ich glaube auch nicht an die These, dass „moderneren Geschmäckern“ irgendwie der Weg zu den Klassikern versperrt ist. Ich habe die Hitchcock-Filme auch nicht gerade bei der Uraufführung im Kino gesehen. Und mich für die „modernen“ Hammerfilme und gleichzeitig für die alten Universal-Klassiker zu begeistern, hat mich in jungen Jahren auch nicht überfordert.

      Ich möchte doch sehr bezweifeln, dass jüngere Generationen zu dieser intellektuellen Leistung so gar nicht fähig sein sollen.

      Das, was wir ab „Star Trek: Enterprise“ erlebten, waren misslungene Versuche, „Star Trek“ zu modernisieren.

      Jetzt aber erleben wir Ergüsse von Autoren, die nicht nur ohne Talent, sondern auch ohne jegliches Handwerk fabuliert wurden. Das geht so weit, dass ich ihnen noch nicht einmal eine Daily Soap anvertrauen würde.

      Die Idee, dass hier eine neue Generation von Kurtzman-Trekkern entsteht, ein neuer „Kult“, halte ich für undenkbar. Anders als TNG ist das Kurtzman-Trek ein reiner Parasit, der allein nicht lebensfähig ist. Wie eine Zecke saugt das Kurtzman-Trek am Blut von „Star Trek“. Es fehlt jegliche Eigenständigkeit. Das zombiehafte Interesse, das man als Zuschauer Figuren wie Guinan, Q oder Picard entgegenbringen kann, beruht allein auf der Franchise-Vergangenheit. Jemand, der diese Vergangenheit nicht erlebte, wird also nichts mit einer Serie wie „Star Trek: Picard“ anfangen können.

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    • G.G.Hoffmann sagt:

      @Serienfan

      Ja, ja. Auch meine Selbstwahrnehmung sagt mir, dass ich Kurtzman-Trek seit Jahren unbelehrbar schönrede und verteidige, was ebenso sinnvoll ist, wie seit vier Jahren Woche für Woche langatmige Ergüsse über die mangelnde Qualität angeblich nicht auszuhaltender Serien von sich zu geben. Mit dem winzigen Unterschied, dass ich das fantastische TV-Erlebnis DSC seit Mitte der dritten Staffel überhaupt nicht mehr schaue, die letzte PIC-Episode noch gar nicht und die vorletzte nur halb gesehen habe, sowie von LD und den Short Treks jeweils genau zwei Folgen. Mich zieht das einfach derart in den Bann, dass ich mir das alles für ein Binge Watching im Jahr 2025 aufzuheben beabsichtige, um anschließend vor dem Kurtzman-Schrein zu beten und den lobpreisenden Choral „Hab‘ ich Euch doch gleich gesagt“ anzustimmen.

      Nun, Geschmack und Objektivität hin oder her: aus irgendwelchen mir nicht verständlichen Marktmechanismen heraus wurden offenbar in den letzten vier Jahren viele hundert Millionen Dollar in mehreren Star-Trek-Serien versenkt, die niemanden gefallen (dürfen), obschon eine kleine Schar unbelehrbarer Vollhorste sie offenbar total knorke findet, so dass man immer mehr dieser höchst unerwünschten Serien produziert. Ein Mirakel, das sich mir, der nach 30 Jahren noch immer über der Frage brütet, weshalb Baywatch höhere Einschaltquoten hatte als die absolute obergeile, hochintelligente Kultserie TNG, niemals erschließen wird. Wäre Riker doch öfter in Badehosen durch die Flure gejoggt!

      Wenn ich die Hüter der Wahrheit richtig verstanden habe, handelt es sich um den grotesken und seit Jahren finanziell zum Scheitern verurteilten Versuch, das Erbe von Roddenberry und Berman absichtlich zu demontieren, durch eine neue politische Agenda zu ersetzen und damit so wenige Zuschauer wie möglich anzusprechen (außer die zuverlässigen Stammzuschauer: nörgelnde Altfans), um das Geld der Investoren sinnlos zu verbrennen und sich selbst die Taschen zu füllen. Ein ebenso genialer wie bösartiger Plan, der seit Jahren erstaunlich gut aufgeht.

      Habe ich etwa deshalb regalmeterweise VHS-Kassetten, DVDs (mit DVD-Fäule), Blu-rays und UHD-Blu-rays des „echten“ Star Trek im Schrank, um mich derart veräppeln zu lassen? Nein. Aber zum Glück zwingt mich auch nichts und niemand dazu, jeden Fitzel Kurtzman-Trek dennoch jeden Freitag pünktlich zu schauen und mich abermals in 27 Beiträgen in irgendwelchen Foren darüber aufzuregen, dass man aus zweitklassigem Fernsehen drittklassiges Fernsehen gemacht hat.

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    • Scholli67 sagt:

      Jawoll Gigi, nicht kleinbeigeben!

      „… aus irgendwelchen mir nicht verständlichen Marktmechanismen heraus …“
      Wohl wahr. Ich denke, da liegt der Hase im Tandorimix.
      Keiner von uns schnöden sterblichen hat die leiseste Ahnung wieviele Leute NeuTrek schauen, wie erfolgreich es ist.
      Wir wissen nicht mal was für Paramount im Kontext ihres Streamingservices „erfolgreich“ bedeutet.
      Sind es nackte Zuschauerzahlen, neue Abos, verlängerte Abos, Auslandsverkäufe, Buchhaltertricks, Prestige???

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    • Serienfan sagt:

      Ich versuche ja immer, nicht nur zu motzen, sondern aufzuzeigen, woran es eigentlich hapert. Ich will aufzeigen, was die Kriterien für gutes oder schlechtes Erzählen sind. Was der Unterschied ist zwischen einer misslungenen Episode, wie es sie natürlich in jeder Serie gibt, und dem postmodernen Erzählen, das wie bei „Star Trek: Picard“ nur noch aus kombinierten Fragmenten besteht.

      Das mag manche interessieren, manche nicht. Es zu lesen, kann genauso jeder für sich entscheiden wie das Ansehen von „Star Trek: Picard“.

      Aber natürlich kannst Du über meine Einlassung so regelmäßig „motzen“ wie andere über „Star Trek: Picard“. Inwieweit das sinnvoller ist, lasse ich offen, erfolgreicher ist es sicher nicht.

      Deine sonstigen Strohmann-Argumente ignorierend nur kurz und klar: Nein: die Macher wollen kein erfolgloses „Star Trek“, und nein, sie sind offensichtlich nicht zufrieden mit dem, was bislang läuft. Aber als jemand, der in der Verlagsbranche arbeitet, kann ich sagen: Manchmal kann man halt nur das veröffentlichen, was man kriegt.

      Das gilt auch für Streaming-Dienste.

      Hier nur ein paar Indizien über den finanziellen wie künstlerischen Erfolg:

      – Man hat bereits in der zweiten Discovery-Staffel vermeintlich „Orville“-artigen „ich nies dir Rotz ins Gesicht“-Gags eingebaut.
      – Man ist bei „Disco“ in Staffel 3 vor dem Kanon in eine weit entfernte Zukunft geflüchtet.
      – Man hat für die zweite „Star Trek“-Serie Patrick Stewart zurückgeholt, der daran offenbar egozentrische Bedingungen knüpfte.
      – Als „Star Trek: Picard“ auf einer Con angekündigt wurde, machte Kurtzman vor den Fans fast einen Kniefall mit den Worten: „please, please, give it a chance!“
      – Netflix verlor das Interesse an „Discovery“. Die Serie wurde stattdessen über iTunes und sogar kostenlos über eine Internet-Seite angeboten (und eben keineswegs für Paramount+ zurückgehalten)
      – Noch mitten in der zweiten „Picard“-Staffel wird mit der Rückkehr aller TNG-Darsteller für Season 3 geworben.
      – „Strange New Worlds“ soll nun „abgeschlossene“ Geschichten haben.
      – Selbst ein Youtube-Kanal wie „Trekyards“, dem ich vor Kurzem noch Bestechung unterstellt hätte, weil die Youtuber jeden Strohhalm ergriffen, um sich das Kurtzman-Trek schönzureden (Folge 2.1 bekam 95 von 100 Punkten), ist inzwischen völlig desillusioniert und macht daraus auch keinen Hehl mehr.
      – Die Budgetkürzungen von „Star Trek: Picard“ sind mehr als offensichtlich.
      – Klickt man bei Amazon.de auf „mehr zu Amazon Prime erfahren“, steht in der Kategorie „Amazon Originals und Exclusives“ (immerhin, das Wort „und“ ist auf deutsch) „Star Trek: Picard“ an zehnter Stelle.
      – In der Kategorie „Amazon Top Serien“ wird „Star Trek: Picard“ aktuell bei mir auf Platz 24 (!!!) angezeigt.
      – Die einzige Erfolgsmeldung, die ich je zum Kurtzman-Trek las, war ein „Anmelde-Rekord“ bei CBS All Access zum Start von „Star Trek: Discovery“. Das war zu Beginn eines Streaming-Dienstes, der bis dahin kaum Content hatte.

      All das zeigt: Die Kurtzman-Serien stoßen überwiegend auf Desinteresse und Ablehnung. Und Paramount ist darüber weder glücklich noch gleichgültig. Sonst hätten sie nicht „Red Letter Media“ geblockt, um deren (völlig harmlose) Kommentare zu verhindern.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      Mag sein, aber irgendwie wird sich das schon langfristig rechnen. Glaubt man den Unkenrufen der Pessimisten, ist Star Trek seit 25 Jahren ein Verlustgeschäft. VOY stand seit Staffel 5 auf der Kippe und hat noch gnadenhalber eine 6. und 7. Staffel erhalten, die Kritiken und Einschaltquoten waren damals nicht berühmt. Auch die Einnahmen bei den Filmen gingen trotz des Zugpferdes TNG bei ST:9 und ST:10 deutlich zurück, letzterer galt sogar als Kassenflop. ENT war von der 1. Staffel an von der Absetzung bedroht. Die große Star Trek Zeit der 90er war einfach vorbei. Ich habe mich Anfang der 2. ENT-Staffel ebenfalls als wöchentlich regelmäßiger Zuschauer verabschiedet.

      Der Neuanfang mit ST:11 im Jahr 2009 war erfrischend und ein Erfolg, „Into Darkness“ und „Beyond“ fischten inhaltlich und finanziell trotz hoher Budgets wieder im Trüben. Dennoch wurden ähnliche Summen seit 2017 noch einmal in Kurtzman-Trek gepumpt.

      Das alles wäre im gewinnorientierten Hollywood, wo ein einziger Flop schon einen Karriereknick für alle Beteiligten bedeuten kann, langfristig schlecht möglich, wenn nicht irgendwie Geld hereinkäme. Auch „Nemesis“ wird in den vergangenen 20 Jahren über TV-Rechte, Streams und DVD/BD-Verkäufe Gewinn eingefahren haben.

      Niemand bezahlt über 3, 4 Staffeln dutzende Millionen Dollar für 10/13-teilige Serien, die weder bei Kritik noch Publikum ankommen. Irgendwie muss sich die Investition aus Sicht der Geldgeber lohnen, zumal ja mit SNW eine weitere Serie am Start ist und weitere Produkte aus dem Hause Kurtzman zu befürchten sind.

      Den Erfolg von Star Trek seit 25 Jahren über die finanzielle Schiene kleinzureden, hat bislang nicht geklappt. Dass die letzten 25 Jahre inhaltlich nur so mittelgut waren, ist ein anderes Problem. Man muss einem Produkt ja nicht den Erfolg absprechen, nur weil es inhaltlich schlecht ist. Wie könnte RTL sonst seit fast 40 Jahren überleben?

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Den Grundkurs „Investitionen zum Erhalt einer einst supererfolgreichen Marke“ halte ich ein anderes mal.

      Jetzt gibt es erst einmal einen Grund zur Freude:

      https://www.buffed.de/The-Walt-Disney-Company-Firma-18300/News/The-Orville-Release-Staffel-3-1393753/

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    • Gumril sagt:

      Wenn selbst bei Amazon bis jetzt nur 3 Sterne für Staffel 2 vergeben wird scheinen mir selbst die neuen „Kunden“ wohl nicht mehr so überzeugt zu sein.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Meine Wertung, die ich noch gar nicht abgegeben habe, wird den Schnitt nicht heben! :-)

      Und nach der „Buffed“-Meldung, die ich oben verlinkt habe, steht als erster Kommentar (nicht von mir!): „Endlich, nach dem Picard Schwachsinn brauch ich wieder richtiges Star Trek.“

      Antworten
  19. Casika sagt:

    Also, da „PS“, oder wie normale Menschen ihn nennen, Patrick Stewart, ja schon bereits sagte das nach staffel3 Schluss ist, wird er wohl vorab n 3 Staffel Vertrag unterschrieben haben und mittlerweile muss auch ihm klar geworden sein, daß Kurtzi das Ruder eh schon lange weggeworfen hat und es keinen Sinn macht den Zirkus länger als nötig mitzumachen…

    Das die Produktionskosten gering gehalten werden müssen, kann ich ja verstehen, aber da kriegt man besseres mitm Smartphone und gefilmt an ähnlich stupiden schauplätzen…

    Und es wird wahrlich wieder auf ein plötzlich eintretendes Finale hinhauen, ähnlich plötzlich wie jährlich der 24.12….
    Da wird sich wieder dermaßen überschlagen das es gar nicht anders als schlecht werden kann!

    Naja, gucken tu ichs trotzdem… Is wohl sowas wie Hoffnung, oder anstand „Was du anfängst guck auch zu ende“ oder sowas…

    • Ichwieder2 sagt:

      Oder aber wir bekommen ein komplettes Cliffhanger-Ende und die alte Crew muss das Gedöhns in Staffel 3 retten.

      Zumindest würde das dann insoweit ins Bild passen, dass ja Staffel 2 und 3 dann wohl sicherlich bereits feststanden (denke ich mal), dass man dann das Skript für 2 + 3 auch gleichzeitig erstellt hat.

      Und in diesem Kontext würde auch das anteasern der alten TNG-Crew mitten in Staffel 2 Sinn ergeben.

      Zumindest habe ich diese Hoffnung in meinen nächtlichen Fieberträumen.

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      Vielleicht wollten/mussten sie bugetmäßig in Staffel zwei auf die Bremse treten um mehr Kohle für Staffel drei zu haben, weil man es da nochmal „so richtig krachen“ lassen will.

      Antworten
  20. Donald D. sagt:

    Die Frage, die mir im Gebeiß schwelt wurde oben schon gestellt, aber nochmal: Wo könnte man denn halbwegs verläßliche Informationen darüber finden, wie sehr die Amis Disco und PIC mögen? Hierzulande wächst ja die Kritik und selbst Serienjunkies sieht sich gezwungen, immer weniger Sterne zu verteilen. (Die letzte Folge haben sie merkwürdigerweise wieder ziemlich hoch bewertet.) Auf Rottentomatoes, imdb usw. gibt es ja fast nur Lobeshymnen, obwohl auch bei imdb mittlerweile einige kritische Stimmen laut werden. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß ein Großteil der Amis den Mist gut findet. Falls doch, hat sich die Frage ja erledigt. Falls nicht, sind CBS und Kurtzman wohl ziemlich beratungsresistent.
    Zur Folge: es war mal etwas mehr Handlung da. Warum „Q“ plötzlich sterben soll, wird Kurtzman wohl nicht mehr erklären. Normalerweise kann ihn nur das Kontinuum zu einem Sterblichen machen, aber Picard trägt wohl eine Mitschuld. Nichtsdestotrotz, hätte man die letzten fünf Episoden bequem in eine 45-Minuten Folge packen können. Ich irre mich gern, aber ich glaube nicht, daß sie das Finale noch retten können.

    • Scholli67 sagt:

      Verlässliche Zuschauerzahlen für die Amis wirst du kaum finden.

      Möglicherweise sind die Zuschauerzahlen aber gar nicht so wichtig?
      Paramount wird früher oder später geschluckt werden, die sind einfach zu klein und da die Leute, die Paramount kaufen werden, keine Ahnung von den Serien haben und vielleicht nur das blinkende Star Trek Schild sehen und dass man satte FÜNF Serien des Fränscheisses produziert hat, könnte vorgaukeln, dass das ganze höchst erfolgreich war und daher unglaublich viel Geld wert ist.
      Reine Spekulation meinerseits.

      Antworten
    • O.o.t sagt:

      @Donald „Auf Rottentomatoes, imdb usw. gibt es ja fast nur Lobeshymnen“

      Kann ich so nicht bestätigen.
      Auf IMDb sind die Bewertungen für diese Staffel von 8.1 für die 1. Episode kontinuierlich gesunken auf gerade noch 5.3 für 2×07 (2×08 wieder leicht höher mit 6.4). Die User-Reviews sind zu einem beachtlichen wenn nicht sogar zum überwiegenden Teil negativ bis vernichtend.

      Auf Rotten Tomatoes ist der Audience-Score für die 2. Staffel mittlerweile auf 34% gefallen (54% für Season 1). Von „fast nur Lobeshymnen“ kann auch dort nicht die Rede sein.

      Auf Metacritic steht der User-Score auf 2.9/10 (5.9/10 für S1).

      Bin übrigens gerade über die Inhaltshinweise bei Amazon gestolpert:
      „Rauchen, Drogenkonsum, Alkoholkonsum, Schimpfwörter, sexuelle Inhalte, Gewalt“
      Also alles, wofür Star Trek schon immer bekannt war… :p

      Antworten
  21. MakeStarTrekStarTrekAgain sagt:

    Man stelle sich vor, dass ein erfahrener Scifi Autor einen 3-Staffeln langen Arc für Picard hätte entwickeln dürfen… stattdessen bekommen wir diesen Müll…

    Aus 2 Staffeln Picard ist bisland keine einzige Folge, geschweige den Szene übrig, die man in irgendein Star Trek Best Off packen könnte…

    • G.G.Hoffmann sagt:

      Im Gegenteil: PIC enthält eine Menge super Szenen. Leider nur hier und da, ohne dass sie sich zu einem Ganzen fügen. Viele geile Ideen in einem Meer von Langeweile und Unentschlossenheit.

      Antworten
  22. Hayos sagt:

    Leute, jetzt ist es raus. Vor ein paar Tagen hat Alex Kurtzmann über den „Biggest Failure“ seiner Karriere gesprochen! Und es ist…. *Trommewirbel* ….richtig, „Die Mumie“!

    Aber keine Sorge, er hat gaaaanz viel daraus gelernt:

    „Ich neige dazu, der Ansicht zuzustimmen, dass man aus seinen Erfolgen nichts lernt und aus seinen Misserfolgen alles. Und das war wahrscheinlich der größte Misserfolg meines Lebens, sowohl persönlich als auch beruflich. Es gibt ungefähr eine Million Dinge, die ich bereue, aber es hat mir auch so viele Geschenke gemacht, die unerklärlich schön sind.

    und:

    „Und so brutal es in vielerlei Hinsicht auch war und so viele Köche in der Küche waren, ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit, diese Fehler zu machen, denn sie haben mich zu einem härteren Menschen und auch zu einem klareren Filmemacher gemacht. Und das war ein echtes Geschenk, und ich spüre diese Geschenke die ganze Zeit, weil ich jetzt sehr klar bin, wenn ich ein Gefühl habe, das sich nicht richtig anfühlt – ich schweige nicht mehr darüber. Ich werde buchstäblich nicht weitermachen, wenn ich dieses Gefühl habe. Das ist es für mich nicht wert. Und man kann erst dann dankbar sein, wenn man eine solche Erfahrung gemacht hat.“

    https://collider.com/alex-kurtzman-the-mummy-dark-universe-comments/

    Eine weitere Kommentierung spare ich mir, nur noch der Hinweis, dass „Die Mumie“ die gleiche Wertung bei der IMDB hat, wie vorletzte Picard-Folge: 5,4

    • Serienfan sagt:

      Dass Kurtzman aus seinen Erfolgen nichts gelernt hat, glaube ich wohl, er hatte nämlich bislang keine.

      Im Gegenteil.

      Fast immer setzte er sich in gemachte Franchise-Nester, wo er dann meist hanebüchenen Mist ausbrütete.

      Können wir nicht eine Petition starten, dass Kurtzman das Marvel-Franchise übernehmen soll? Dann wäre es mit dieser geschmacksvernichtenden Geißel des Kinos wenigstens bald vorbei.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      Kann man so nicht sagen. Die Filme und Serien, an denen er als Regisseur, Drehbuchautor und Produzent beteiligt war, gehören zwar qualitativ nicht zu den Highlights der TV- und Filmgeschichte. Aber dass er keine Erfolge gehabt habe, sondern das „Gegenteil“ der Fall sei, ist schlichtweg falsch.

      Allein „The Amazing Spiderman 2“ (Drehbuch) hat schon an den Kinokassen 709 Mio. USD eingespielt, bei einem Budget von 255 Mio. USD und war damit, auch unter Berücksichtigung der Marketingkosten, deutlich im Plus. Es nicht als Erfolg zu verbuchen, wenn ein Film mindestens 100 Mio. Dollar Gewinn an der Kinokasse einfährt, ist schon gewagt.

      Auch Star Trek (2009) und Star Trek Into Darkness waren keine finanziellen Flops (wenn auch nicht die großen Abräumer), ebenso wenig die schrottige „Mumie“ 2017 (Regie, Produzent), Mission Impossible III (Drehbuch), etc. Schaut selbst nach.

      Natürlich kann man sagen: alles inhaltlich nur zweitklassig, finanziell nicht immer die großen Abräumer, vom Bekanntheitsgrad nicht in der obersten Liga, aber es genügte, um sich fest zu etablieren. Unter Armut dürfte er ebenfalls nicht leiden.

      Wenn man als „Erfolg“ stets nur die größten Namen und Abräumer verbucht, ist Kurtzman vielleicht erfolglos. Aber die meisten Akteure in Hollywood, gleich ob Schauspieler, Regisseure, Drehbuchautoren oder Produzenten, bewegen sich qualitativ und finanziell nicht auf absolutem Top-Niveau, sondern bedienen solide die Mittelklasse. An Kurtzmans angeblichen „Flops“ waren viele großen Namen beteiligt.

      Einen 160-Mio-Vertrag macht man schließlich nicht mit einem Herrn Irgendwer, auch wenn andere mehr erhalten.

      Zu TNG-Zeiten haben alle Beteiligten im Vergleich „’nen Appel und ’n Ei“ bekommen.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Wenn man sich diesen Kommentar von Alan Moore (Autor von „Watchmen“) ansieht, dann sieht man, dass zwischen jemanden wie Moore und und jemanden wie Kurtzman doch Galaxien liegen.

      https://youtu.be/rCOmkrwQdFc

      Bei Kurtzmans Antwort merkt man überhaupt nicht, dass es um die Kunst des Geschichtenerzählens geht. Die Antwort hätte auch auf eine politische Karriere oder ein Start-up-Unternehmen gepasst. Schuld sind für Kurtzman ohnehin die anderen, aber es ist ja härter geworden und wird künftig im Writer’s Room nicht mehr schweigen.

      Wäre ja zu komisch gewesen, wenn Kurtzman aus seinen Misserfolgen gelernt hätte, warum manche Geschichten funktionieren und andere nicht.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      Man kann auch nur qualitativen Schrott ohne erzählerischen Wert schreiben und produzieren und dennoch finanziell erfolgreich sein. Die einen definieren für sich Erfolg an der Kinokasse, die anderen, ob sie Kritikern gefallen und Preise abräumen. Bei den Filmpreisen gewinnen selten die Blockbuster die Preise für Darsteller, Regie, Drehbuch, sondern oft Dramen, die finanziell ein Zuschussgeschäft für die Studios waren.

      Ich verstehe, was Du meinst, aber Kurtzman ist der Erfolg doch nicht deshalb abzusprechen, weil er nicht Martin Scorcese ist, stattdessen irgendwelche mittelmäßigen Popcorn-Filme/-serien produziert. Er ist damit nur der falsche Mann für Star Trek, wenn man Roddenberrys/Bermans Version mag.

      Antworten
    • Sparkiller sagt:

      „Er ist damit nur der falsche Mann für Star Trek, wenn man Roddenberrys/Bermans Version mag.“

      War die Rolle des Advocatus Diaboli für ALEX KURTZMAN eigentlich eine zufällig gefundene Berufung oder hat das einen komplexeren Hintergrund?

      Wo hat der böse Mann dich (mental) berührt? Waren es die Transformers-Filme??

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Nüchtern betrachtet hatte Kurtzman den Auftrag, modernes „Star Trek“ zu machen.

      Heraus kam etwas, das weder den Qualitätskriterien von „Star Trek“ noch denen moderner Serien entspricht.

      Insofern herrscht ja zumindest Einigkeit.

      Ansonsten, mein lieber Hoffmann, bist Du wahrscheinlich die einzige Person auf diesem gesamten Erdball, die immer noch glaubt, dass das aktuelle „Star Trek“ ein finanziell großer Erfolg ist.

      Mit dieser einen Person kann ich leben! :-)

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      Hach, der Serienfan wieder mit seinem Wuschdenken …
      Tummel dich mal in diversen Kommentarspalten „Ach ja? Wenns nicht erfolgreich wäre, dann würden sie ja nicht immer mehr davon produzieren. Ätsch, bätsch!“ ist da Standardargument und nicht so ohne weiteres zu widerlegen.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      :-)

      Ist ja nicht schlimm, wenn solche Einwände kommen. Es gibt natürlich auch für mich den Punkt, an dem es sich nicht mehr lohnt, gegen eine, sagen wir es mal so, „Tante Emma Laden“-Weltsicht anzuschreiben. Wenn man erklären muss, warum ein winziger Streaming-Dienst im Besitz einer der größten Popkultur-Marken nicht nach wenigen Jahren die Produktion einstellt, bloß weil der erhoffte Erfolg ausbleibt, dann geht bei mir schon ein wenig die Diskussionslust verloren.

      Viel spannender finde ich aber die Frage: Was ist mit einem sehr erfolgreichen Unternehmen, das bereits sehr wertvolle Popkultur-Marken hat, und das vermutlich viel mehr daran interessiert ist, die Energie in den Erhalt dieser Marken zu investieren.

      Ich meine natürlich Disney.

      Hat Disney überhaupt ein Interesse daran, „The Orville“ zu einer großen Marke zu machen? Hat man Angst vor Kanibalisierungs-Effekten? Befürchtet jemand im Konzern, dass „The Orville“ zum Beispiel die Aufmerksamkeit von der „Obi Wan“-Serie abzieht, die ja fast gleichzeitig mit „The Orville“ startet?

      Wir reden hier von Popkultur-Marken, die Milliarden wert sind und die mit enormen Investitionen erworben und entwickelt wurden. Hat Disney ein Interesse daran, diesen Marken mit etwas Konkurrenz zu machen, bei dem der Erfolg viel weniger kalkulierbar ist?

      Mir wäre viel wohler, wenn „The Orville“ auf Apple plus liefe. Dann würden wir wahrscheinlich so viele Staffeln wie bei „Supernatural“ kriegen.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      @Sparki

      Mental berührt? An Kurtzman-Produktionen? Gar nichts. „Mission Impossible III“ war als Film o.k., ebenso „Ender’s Game“, „Die Insel“ und „Cowboys & Aliens“ waren leidlich unterhaltsam, die Transformers-Filme kenne ich nicht, Star Trek (2009) hat mich damals mit einem zufriedenen Gefühl aus dem Kino entlassen.

      Von DSC und PIC hat mich noch nichts emotional berührt. Ein paar einzelne Szenen hier und da waren nett, eher bei PIC als bei DSC. Von DSC kenne ich auch nur 2 1/2 Staffeln.

      Aber mal ehrlich: hat Euch jemals etwas bei Star Trek wirklich emotional berührt? Ist da irgendeine Episode oder ein Film aus 58 Jahren, den Ihr in Eure Top 10 der TV- und Kinomomemente wählen würdet? Davor sind aber etliche TV-Serien-Episoden und Kinofilme, die mich weit mehr oder besser: überhaupt emotional/mental berührt haben, nämlich Geschichten aus dem echten Leben und keine Strampelanzüge in Pappkulissen, so sehr ich Star Trek auch mag und so viele Folgen mir auch einfallen, die ich wirklich gut finde. Zurecht haben die Filme und Serien bei Film- und TV-Preisen aber fast immer schlecht abgeschnitten (außer irgendwelche unbekannten SciFi-Awards).

      Insofern finde ich die Frage „mental berührt“ im Hinblick auf Kurtzman falsch. Nix von Star Trek hat mich bislang wirklich „mental“ bzw. emotional wirklich berührt. Da kann ich nur mit Picard selbst sprechen: „Ich habe mich nie richtig für Science-Fiction interessiert. Irgendwie finde ich keinen Bezug dazu.“ (PIC: Karten und Legenden). Das ist aus meiner Sicht für emotionale Tiefe einfach das falsche Genre. Da heule ich doch lieber zum zehnten Mal, wenn Charlie Chaplin oder Ryan Gosling oder sonstwer sich unglücklich in ein Mädchen verlieben (fiktive Beispiele) oder jemand in einem Kriegsdrama stirbt, etc. Jede Episode der Netflix-Serie „The Kominsky Method“ hat mich emotional mehr berührt als 800 Star Trek Episoden zusammen, ohne dass Michael Douglas jemals einen Warpkern aus der Nähe gesehen hätte.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      @Serienfan

      Bin immer dankbar für faktenbasierte Erläuterungen aus dem inneren Zirkel von CBS/Paramount, Netflix, Amazon Prime, etc., weshalb Kurtzman-Trek bislang und perspektivisch nur Verluste eingefahren hat/einfahren wird. Aber bitte nicht irgendwelche halbgaren Indizien, die von Wunschdenken getragen sind, weil einem die Serien nicht gefallen (mir auch nicht) und sie deshalb einfach ein Misserfolg sein müssen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      @GGHoffmann: In der Tat gab es eine Szene des neuen Star Trek seit Abrams, die mich sehr berührt hat. Der Anflug der Enterprise auf die Yorktown in Star Trek Beyond und die ersten Szenen auf der Yorktown. Zusammen mit dem wundervollen musikalischen Thema ging mir das wirklich nahe, kam es doch Roddenberrys Vision einer vereinten Galaxis, in der alle Völker friedlich zusammenleben, am nächsten. Außerdem zeigt es, zu was eine vereinte Föderation fähig ist, die Erbauung einer Basis für alle Spezies, wo man sich unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung oder Spezies treffen kann.

      Antworten
    • Stoffel sagt:

      „Aber mal ehrlich: hat Euch jemals etwas bei Star Trek wirklich emotional berührt? Ist da irgendeine Episode oder ein Film aus 58 Jahren, den Ihr in Eure Top 10 der TV- und Kinomomemente wählen würdet?“

      Ich habe noch nie viel davon gehalten, sich Dinge in sowas wie eine Top Ten Schubladen zu stecken, natürlich verbinde ich mit Star Trek einen emotionalen Gehalt, warum sonst hat man jede Serie TOS bis Enterprise so das 20igste Mal geschaut?

      XD, keine emotionale und mentale Berührung? Haha
      Wir sind halt alle unterschiedlich. Mental berührt hat es mich alle Male und auch wenn das ein abgedroschenes Klischee ist, Star Trek war ein Grund von vielen, warum ich Physik studierte.
      Warum sollte man etwas genießen, wenn es weder mental, noch emotional involviert?
      Häh?!

      Ich muss nicht unbedingt ein Kriegsdrama haben, um mitzufühlen.
      Finde diese durchemotionalisierung von Serien und Film grauenhaft. Mal pointiert wenn es passt, sage ich nicht nein, wie bei der Folge Cogenitor oder Der undurchschaubare Maritzza unter anderen.
      Und bei Maritzza kriege ich immer noch Pipi in die Augen, wenn er ausrastet und alles offenlegt.
      Emotional nicht berührt?

      Naja egal, wir sind halt alle unterschiedlich, der eine hat weniger, der andere mehr Zugang zu Gefühlen.

      PS: Nicht das dies zu treffen muss. Denke das kennt jeder, aus einer gewissen Verbitterung heraus, im Rückblick auf das Leben Selbstdemontage betreiben, naiv, schrecklich, dümmlich Dinge verurteilen, um das Hier und Jetzt zu rechtfertigen, aber ist es das Wert, dass innere Kind deswegen zu ermorden?

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      @Hoffmann

      „nur Verluste eingefahren“

      Bitte nicht irgendwelche halbgaren Zitate, die von Wunschdenken getragen sind, weil einem die Argumente nicht gefallen.

      Ich hatte vom „erhofften Erfolg“ gesprochen, nicht von Verlusten. Die Erwartung ist bei einer Serie wie „Star Trek“ nun einmal eine andere als bei Serien wie „The Good Fight“.

      Dass unzählige Filme vom Einspielergebnis des „Star Wars“-Films „Solo“ nur träumen können, ändert nichts daran, dass Disney mit dem Erfolg des Films garantiert unzufrieden war.

      Die große Welt der Mega-Konzerne funktioniert nicht wie ein Tante-Emma-Laden.

      Und hör doch bitte mit dem albernen Getue auf, mir und anderen dauernd irgendwelche „Motive“ zu unterstellen. Das ist dümmliches Argumentieren, weil niemand unterstellte Motive („das sagst du doch nur, weil…“) widerlegen kann. Ich unterstelle Dir ja auch nicht, dass Du Dich heimlich über das Kurtzman-Trek freust, weil Dich offenbar vor vielen Jahren mal jemand mit dem Ralph-Sander-Handbuch verprügelt hat.

      Es fällt mir auch nicht schwer, nüchtern festzustellen, dass auch die dritte „Twin Peaks“-Staffel garantiert nicht der erhoffte Streaming-Erfolg war, obwohl ich in den letzten Jahren kaum etwas so Fesselndes sah und natürlich gerne eine vierte Staffel gehabt hätte.

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    • G.G.Hoffmann sagt:

      Ach so, Verzeihung, dann war das ein Missverständnis. Ich hatte es so aufgefasst, dass Formulierungen wie „Misserfolg“, „nicht erhoffter Erfolg“ oder „stoßen überwiegend auf Desinteresse und Ablehnung“ darauf hindeuten sollen, Du gingest von einem Verlustgeschäft aus.

      Dass sich Auftraggeber, Produzenten, Abnehmer, etc., oft mehr erhoffen, als am Ende eingefahren wird, erscheint naheliegend. Noch mehr Erfolg wünscht man sich vermutlich immer. Ich verstehe nur nicht die Relevanz dieser Spekulation und Indizienauswertung.

      Fakt ist, dass seit 2017 innerhalb von fünf Jahren mindestens fünf neue Star Trek Serien produziert worden sind (DSC, PIC, LD, Prodigy, SNW) mit zur Zeit 12 (?) Staffeln, die bereits fertiggestellt wurden. Weiterungen sind zu befürchten. Das ist vom Angebot her gesehen mehr, als jemals in so kurzer Zeit an Star Trek produziert wurde, wenngleich die jeweils 52 Episoden jährlich, die parallel von TNG/DS9 bzw. DS9/VOY gesendet worden sind, quantitativ vielleicht noch mehr waren als der derzeitige Output (habe nicht mitgezählt, wieviele Folgen in dieser Saison gesendet wurden/werden). Wesentlich teurer sollen jedoch angeblich, auch inflationsbereinigt, DSC, PIC und SNW sein.

      Vor diesem Hintergrund ist mir eigentlich ziemlich gleichgültig, ob und nach welchen Maßstäben das alles ein Erfolg ist oder hinter den Erwartungen zurückbleibt, ob irgendwo in Hollywood jemand in seine Kontoauszüge weint oder sich nur mehr gewünscht hätte. Das Zeug ist jedenfalls massenhaft in der Welt und trägt Schmutz in die Memory Alpha, während ein Ende nicht abzusehen ist.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      Ach so, Verzeihung, dann war das ein Missverständnis. Ich hatte es so aufgefasst, dass Formulierungen wie „Misserfolg“, „nicht erhoffter Erfolg“ oder „stoßen überwiegend auf Desinteresse und Ablehnung“ darauf hindeuten sollen, Du gingest von einem Verlustgeschäft aus.

      Dass sich Auftraggeber, Produzenten, Abnehmer, etc., oft mehr erhoffen, als am Ende eingefahren wird, erscheint naheliegend. Noch mehr Erfolg wünscht man sich vermutlich immer. Ich verstehe nur nicht die Relevanz dieser Spekulation und Indizienauswertung.

      Fakt ist, dass seit 2017 innerhalb von fünf Jahren mindestens fünf neue Star Trek Serien produziert worden sind (DSC, PIC, LD, Prodigy, SNW) mit zur Zeit 12 (?) Staffeln, die bereits fertiggestellt wurden. Weiterungen sind zu befürchten. Das ist vom Angebot her gesehen mehr, als jemals in so kurzer Zeit an Star Trek produziert wurde, wenngleich die jeweils 52 Episoden jährlich, die parallel von TNG/DS9 bzw. DS9/VOY produziert worden sind, quantitativ vielleicht noch mehr waren als der derzeitige Output (habe nicht mitgezählt, wieviele Folgen in dieser Saison gesendet wurden/werden). Wesentlich teurer sollen jedoch angeblich, auch inflationsbereinigt, DSC, PIC und SNW sein.

      Vor diesem Hintergrund ist mir eigentlich ziemlich gleichgültig, ob und nach welchen Maßstäben das alles ein Erfolg ist oder hinter den Erwartungen zurückbleibt, ob irgendwo in Hollywood jemand in seine Kontoauszüge weint oder sich nur mehr gewünscht hätte. Das Zeug ist jedenfalls in der Welt und trägt Schmutz in die Memory Alpha.

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    • Serienfan sagt:

      Dafür, dass es Dir gleichgültig ist, widersprichst Du aber häufig den Misserfolgs-Analysen. :-)

      Aber zur Frage, warum einen das überhaupt interessieren sollte.

      Ich kann nur für mich sprechen. Ich gebe zu: ich lebe gerne in einer rationalen Welt, weil ich glaube, eine solche wäre eine bessere Welt. Und wie wir gerade an Putin erleben: Die Welt wäre eine bessere, würden sich (auch dumme und boshafte) Menschen zumindest einer „wirtschaftlichen Vernunft“ unterordnen.

      Ich erkenne aber noch nicht einmal eine solche wirtschaftliche Vernunft beim Kurtzman-„Star Trek“.

      Was nur hat sich Kurtzman dabei gedacht, als er sich von Patrick Stewart die Bedingungen für diesen „Picard“-Quatsch diktieren ließ? Eine klassische „Star Trek“-Serie mit Harry Kim als Captain wäre wahrscheinlich erfolgreicher als dieser Mumpitz. Das hätte Kurtzman doch klar sein müssen, nachdem sich in den letzten Jahren wiederholt gezeigt hat, dass sich eine „Star Trek“-Schachtel, in der kein „Star Trek“ drin ist, nicht verkauft.

      (Und sooo ein zugkräftiger Star ist Patrick Stewart auch wieder nicht.)

      Ich wäre tatsächlich gnädiger gestimmt, hätte das neue „Star Trek“ zumindest einen wirtschaftlichen Erfolg. Das wäre zwar auch „tragisch“, in bestimmter Hinsicht sogar tragischer, aber zumindest würde ich dann Kurtzman für einen guten Geschäftsmann halten.

      Ich finde zum Beispiel die Serie „Sherlock“ von Moffat noch viel ärgerlicher als die Picard-Serie. Was hier aus der wundervollen Figur von Conan Doyle gemacht wurde, ist eine geradezu abstoßende Perversion. Und was man hier den Zuschauern an erzählerischer Willkür vorsetzte, erfüllte für mich schon den Tatbestand der Beleidigung.

      Aber es gibt keinen Zweifel daran, dass „Sherlock“ für die BBC ein riesiger Erfolg war. Also kann ich Moffat nicht einmal verübeln, dass er die aktuelle Schiene auch bei den neuen Folgen, die angeblich geplant sind, beibehält.

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    • Kazairl sagt:

      @Serienfan: Sherlock ist leider – rückblickend betrachtet – keine gute Umsetzung der Buchvorlage und das hat nichts mit dem modernen Setting zu tun, das kann wirken, siehe Elementary. Eher liegt es an den Charakteren. Wirklich kein Charakter wirkt buchgetreu, viele sind sogar fast hassenswert, Watson wird zum Trottel (dabei ist er in den Büchern Helfer und oft essentieller Bestandteil der Falllösung). Sherlock Holmes ist ein hassenwertes Arschloch (so wird er in der Buchreihe auch nicht porträtiert), was sie aus Irene Adler gemacht haben, ist auch eine Frechheit, eine starke, selbstbestimmte Frau wird eher abhängig porträtiert und alle Bösewichte sind comichafte Oberbösewichte. Wenn ich an Moriaty denke, der war deshalb so bedrohlich in den Büchern, weil er so intelligent und spärlich eingesetzt wurde. In der Serie hat er was von Marvel-Bad Guy. Außerdem kommt noch hinzu, dass wir bei der Falllösung ausgeschlossen werden als Zuschauer. Der allwissende Sherlock Holmes hat alle Hinweise sofort parat und dem Zuschauer bleibt nichts anderes übrig als den oftmals hanebüchenen Schlussfolgerungen von Sherlock zu vertrauen. Damals bei der Erstausstrahlung mochte ich die Serie, heute kann ich ihr kaum noch etwas abgewinnen. Lediglich das Special (die Braut des Grauens) hat für mich dieses Sherlock Holmes Feeling der Bücher, was aber auch daran liegt, dass große Teile in der Zeit spielen, wo sie im Buch verortet sind.

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    • Scholli67 sagt:

      Wohin man guckt …. Fässer, überall Fässer …. und frisch aufgemacht.
      So denn man Butter bei die Fische:
      Erstens:Putin ist weder dumm noch böse, er ist Romulaner.
      Du suchst dumm, dann guck dir den Pinocchio an, der gerade im weißen Haus sitzt oder das Salz der Erde, das unsere Geschicke lenkt.

      Wirtschaftliche Vernunft findest du definitiv bei Kurtzman, besonders im Zusammenhang mit Sir Paddy.
      „Hey Alta, Bock noch mal Jay Äl zu spielen?“
      „Aber nur wenn der jetzt völlig anders ist und ich mein Teletubbypolitikverständnis mit reinbringen darf.“
      „Ok, kein Ding. Wir finden Star Trek sowieso doof und Jay Äl ganz besonders. Das passt schon.“
      Trommelwirbel und Megaphon:
      „Der große Jean Lück Pickhart kehrt zurück!“

      *Hier Bild von hysterisch kreischenden Beatlesfans einfügen.*

      Die haben mehr Abos verkauft als deutsche Bäcker Pfannkuchen an Sylvester.

      Um die Massen in Hysterie zu versetzen hat Kurtzi dem Deppen alles gegeben was er haben wollte.
      Das hat er sich dabei gedacht und das ist wirtschaftliche Vernunft.
      Außerdem interessiert sich Kutzman wahrscheinlich einen Dreck für Paramout und deren Zukunft, er interessiert sich nur für seine eigene Firma und die macht (dank Paramounts Blödheit) Kohle ohne Ende. Die stattlichen Bugets spiegeln sich ja nicht unbedingt in den Serien wider. Das Geld wird schon irgendwo bei Secret Hideout versickern.
      Wirtschaftliche Vernunft!

      Und am Ende kann er sagen „Ich habe das Fränscheiß wiederbelebt, ein halbes Dutzend Trekserien produziert, nebenbei noch ettliche andere Projekte durchgezogen, ICH BIN GROSSARTIG!“
      „Dass Paramount geschluckt wurde war ja nun nicht mein Fehler, ich sitz ja nicht im Vorstand.“
      *Geht rüber zum Waschbecken um seine Hände in Unschuld zu waschen*
      Dass seine Serien alle Scheiße waren, weiß niemand, da die Hollywoodianer die die Entscheidungen treffen viel zu versnobt sind um „Fernsehen zu gucken“ „Das ist was für den Pöbel“.
      Erzähl mir doch nochmal, der Mann wäre dämlich.

      Antworten
  23. JP1957 sagt:

    Das ist der G.G.Hoffmann aus dem Spiegeluniversum.

    Keine Ahnung, was aus dem Original geworden ist.

  24. Scholli67 sagt:

    Scheint so als ob Episode 9 ein richtiges Fest wird.

  25. JP1957 sagt:

    Sag bloß. Der Hund? Ist es der Hund? Er kommt zurück???

  26. Agentbauer sagt:

    Auf jeden Fall ein Schützenfest mit halb assimilierten Special Forces.. ganz typisch Star Trek

  27. Scholli67 sagt:

    Möglicherweise wirst du heulen wie ein geprügelter Hund.

  28. Serienfan sagt:

    Immerhin KANN das Niveau hier noch sinken. Wo gibt es noch Foren, in denen das überhaupt noch möglich ist? :-)

    Auch beim Kurtzman-Trek dürfte das inzwischen schwierig sein. Wobei ich Folge 9 noch nicht gesehen habe!

  29. frank sagt:

    @Scholli67: ich habe es tatsächlich erst im dritten anlauf geschafft, die folge fertig zu schauen!

    beim ersten mal habe ich nach ein paar minuten abgeschaltet, als queen agnes sich elnor herbeizaubert…

    der zweite versuch scheiterte an picards x-tem emo-flashback…

    hach ja…

  30. frank sagt:

    @Scholli67: ich habe es tatsächlich erst im dritten anlauf geschafft, die folge fertig zu schauen!

    beim ersten mal habe ich nach ein paar minuten abgeschaltet, als queen agnes sich elnor herbeizaubert…

    der zweite versuch scheiterte an picards x-tem emo-flashback…

    hach ja…

    • frank sagt:

      oh, ein ‚glitch‘ in der matrix…

      oder ein sprung in der schuessel??? ;)

      Antworten
    • CHS sagt:

      Hey, Frank. Danke dir für die wöchentliche Erinnerung an das nächste Rewiev. Kein Scheiss. Ich finde das geil. Lass die anderen ruhig lachen.

      Antworten
    • Stoffel sagt:

      Ich habe vorgespult, wenn es unerträglich wurde, was so 80% der Folge war.
      Was für ein Bullshit.
      Borg Milliarden über Milliarden assimiliert und da kommt die Agnes und labert mal ein bissel und …, scheiß auf die Scheiße. Was zur Hölle

      Antworten
  31. BergH sagt:

    das Niveau sinGt eher !

  32. CHS sagt:

    Ich bleibe dabei, ihr seid pervers. Wer sich den Shice antut. Aber immerhin seid ihr intellektelle Perverse!

    Edit:
    +u irgendwo da in dem Wort, verdammt.

  33. CHS sagt:

    Re-Wie-V. KurtZ. Star-Trek- Re-view – SYS 64738 –

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