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„Star Trek – Picard“, Kritik zu 2.03, „Assimilation“

, „Star Trek – Picard“, Kritik zu 2.03, „Assimilation“

Die zweite Picard-Staffel wirkt bislang tatsächlich fokussierter – und die Figuren gesetzter. Vielleicht liegt es daran, dass man im Angesicht eines diktatorischen Regimes plötzlich wieder zueinander findet? Ein cleverer Life-Hack, der gerade ja gerade auch im realen Leben probiert wird… Leider hilft all das unserem Freund Elnor nicht weiter. Der bleibt nämlich mit einem brötchengroßen Schussloch in der Schulter zurück – und träumt von der glorreichen Zeit, als romulanische Kampfnonnen vor allem in der Küche und Kindererziehung geschätzt wurden.


Inhalt: Im Jahr 2024 angekommen, muss die Crew erst mal Informationen sammeln. Während sie also ein paar Lockruf-Töne von sich gibt („Infoinfoinfo-Kommkomm!“), guckt Picard einer Dr. Jurati zu, die sich an die pennende Borgqueen ankoppelt. Ach ja, und Rios fällt vom Dach. – Kult?

Besprechung:

Alles beginnt mit einer dreifachen Erschießung. Nämlich von den Hanseln, die von der letzten Episode noch auf dem Schiff geblieben sind.

Tja, wie so oft führt die Serie interessante Figuren ein – und lässt sie dann verpuffen. Äh, diesmal sogar ganz real, im blutroten Phaserstrahl. So hätte ich es durchaus interessant gefunden, wie Sevens „Ehemann“ sich als Gefangener entwickelt hätte. Vielleicht so: „Ich weiß, dass du aus einer alternativen Realität kommst. Aber schon nach wenigen Stunden hatte ich mir Vertrauen zu dir als zu meiner echten Frau. Da kam ich ins Nachdenken – und habe erstmals 20€ ans Technische Hilfswerk gespendet.“

Aber klar, ein Tripple-Schuss mit anschließender Schulterzuck-Selbstmassage ist natürlich „spannender“…? – Zumal es den Cliffhanger der letzten Folge erneut als vernachlässigbares Gadget entlarvt. Erinnert euch bitte an Momente wie diese, wenn ihr wieder mal denkt/lest: „Mal gucken, wie gut sie die Dinge am ENDE auflösen.“

Denn in einer Story werden auch zu BEGINN ständig Dinge aufgelöst – und diesbezüglich sieht hier bisher gar nicht sooo toll aus?

, „Star Trek – Picard“, Kritik zu 2.03, „Assimilation“

„Ich werrrde euch jetzt in die Vergangenheit brrringen!“ – „Ne, lass mal bleiben. Ich lebe eh schon in einem Iglu aus Trek-DVDs aus den 90ern. Mehr muss echt nicht sein.“ – Die sadistische Alternative zum Kronleuchter: Die Borgqueen zieht noch mal all ihre Kräfte zusammen. Aber okay, dafür hat Picard ja auch all seine Vitaminpräparate rumliegen lassen.

Was mir aber gut gefallen hat, war die Regie. Der Zeitsprung nahe der Sonnenoberfläche war z.B. dynamisch genug, aber nicht zu effekthascherisch. Genau RICHTIG effekthascherisch war hingegen die Schiffsübernahme der Borg-Queen – sogar mit Soundtrack-Schnipseln aus dem achten Kinofilm. Dazu kommen die okayenen Farben wie GRÜN oder sogar WEISS, deren Erfindung ich langsam auch mal der blaublassen Discovery-Welt empfehlen möchte.

Und im Gegensatz zu Michaels Heulsusen-Serie hält man sich bislang auch zurück, alle paar Minuten angesichts eingebildeten Weltschmerzes in Tränen und/oder Fußschweißbächen auszubrechen.

Rios, Seven und – teilweise – auch Picard mögen zwar manchmal wie Abziehfiguren von Comicbuch-Chefs wirken, sind aber cool genug, um Nixraff-Elnor und Spruchklopf-Jurati wieder auszugleichen. All das macht die 2. Staffel bisher(!) besser als Season 1, wo man den allgemeinen Arschloch-Massenauflauf noch für modernes Fernsehen hielt. Klar, diese Pluspunkte werden nicht lange halten, aber für’s Protokoll sei es erwähnt… („Uuuh, er hat Protokoll gesagt. Bestimmt so ein grauhaariger Alt-Trekki?“)

Zu viel nachdenken sollte man aber über keine Szene…
So schossen die vier Verfolgerschiffe aus 500 Metern Abstand absurd häufig daneben. Damit man solche Momente NICHT hat, gibt es bei Star Trek ja normalerweise Schilde, die stets zwischen 2 und 60 Minuten lang halten – eben so, wie man’s gerade braucht.

Tja, auch wenn es mal GUT inszeniert ist, bleibt Kurtz-Trek eben das Faultier unter den Serienproduktionen. Und da sind meine Fragen wie „Hat die Borgqueen jetzt innerhalb von 2 Sekunden effektivere Torpedos repliziert?!“ noch gar nicht mal inkludiert.

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„Und wieder einer tot, piu, piu!“ – „Musste das denn wirklich sein? Wir hätte von ihm noch viel über die alternative Realität lernen können!“ – „Verdammt, stimmt! Ich wünschte, jemand würde mal eine Art SF-Serie erfinden, in der mittels klugen Dialogen eine Art Erkenntnisgewinn vorangetrieben wird.“

Weitere positive wie negative Punkte:

– Dass Rios die komatöse Borgqueen erst mal totschießen will, um sie vom Schiff zu trennen, ist im Eifer des genetischen Defekts sicherlich verständlich. Allerdings nicht nach Trek-Gesichtspunkten. Wenn die Serie ständig von „Zukunft besser machen“ faselt, sollte man auch mal 10 Sekunden nach den eigenen Regeln LEBEN, statt jedes Problem sofort mit der Brechstange nach Bargeld und Wertsachen zu durchsuchen?

– Der Tod von Elnor war seine stärkste Szene bisher. Diese Ausdruckslosigkeit in seinen Augen! Ganz starkes Anti-Schauspiel… Doch Scherz beiseite: Tot bleiben Hauptfiguren ja bei unseren neuen Lieblingsserien sowieso nie. Ich gehe daher davon aus, dass Q ihm demnächst eine belebende Fingerschnips-Behandlung zukommen lässt. Oder irgendwer ihm eine Pfanne mit Discovery-Pilzen in den Sarg schmeißt. Schade, wenn man so was schon vorher weiß…?

– Ganz schwaches Denksport-Kino: Raffi macht Picard Vorwürfe, dass Jean-Luc und Q zusammen(?!) seit Dekaden mit Menschenleben spielen – quasi als gemeinsamer Sport. Ein Vorwurf, der so an den Haaren herbeigezogen ist, dass ich entsetzt bin, wie sehr diese „Täter-Opfer-Umkehr“ in einem einst intellektuellen Franchise vorangeschritten ist. Bin ich dann auch schuldig, wenn ich meinen Straßenräuber zufällig persönlich kenne? Und habe ich ihn bedroht oder ermuntert, wenn ich in ein Pfefferspray in meiner Tasche habe? (Nein, Wladimir, Finger runter. Wir reden heute nicht von dir!)

, „Star Trek – Picard“, Kritik zu 2.03, „Assimilation“

„Picard, Sie haben wieder alles falsch gemacht!“ – „A-Aber ich stehe doch nur seit Minuten hier herum und ritze mir schuldbewusst die Handgelenke?!“ – „Ja, aber Sie müssen es doch quer über die Adern tun, nicht längs!“ – Schuld, die selbst Jesus nicht vergibt: Elnors Tod bringt die Truppe psychisch an ihre Grenzen. Ab jetzt wird bei den doofen One-Linern nicht mal mehr lustige Trompetenmusik eingespielt!

– Die Sprache ist wieder mal voll „für’n Arsch“, um es mal auf gehobenem Trek-Niveau auszudrücken. Seven bescheinigt z.B. Rios, dass er wie ein „Bastard“ aussieht, während Rios kaputte Technik weiterhin mit „for shit“ umschreibt. Weitere Beispiele könnte ich problemlos bringen, aber dann müsste ich meine Tastatur danach mit Seitenwasser ausspülen.

– Jetzt ist der Moment gekommen, wo die Prämisse rund um Q, die Borg und die alternative Zeitlinie fertig aufgebaut ist – und die Zeitstreckung eintreten wird. Prompt gibt es bereits so aufregende Sachen wie „Auf hohes Gebäude klettern und Stadt scannen“ oder „Borgqueen reparieren, indem man sich teilweise assimilieren lässt“. Was früher ein winziger Teil einer einzigen Episode war, wird nun wieder zum medialen Lebensabschnittsgefährten. Wie wäre es daher mit dem Slogan: „Scannen, Schießen, Scheiße labern – Eine Detektivgeschichte in 97 Akten“?

– Juratis Mini-Assimilation ging zu flott: Zigarrenstummel an die Haut und weg isse!? Da fragt man sich als pfiffiger Zuschauer natürlich sofort, ob daaa nicht doch was schiefgehen kann? Wobei… Es steht ja ein altersschwacher Picard ohne medizinische Ausbildung daneben, der mit ihr im Notfall über das „Unterbewusstsein“ oder „vermisste Katzen“ sprechen soll. Na, wenn DAS nicht wissenschaftlich abgesichert ist… – Wird übrigens auch mal wieder Zeit, dass die Katholische Kirche die Federführung bei der Astronomie übernimmt, oder?

, „Star Trek – Picard“, Kritik zu 2.03, „Assimilation“

„Ich sehe im Borgkollektiv einen Raum, in dem etwas an der Wand steht: Lo… Lok…“ – „Oh Gott! Locutus von Borg?“ – „Ach neee… Es ist nur der Lokus für Transgender.“ – Zwiegespräch mit Zwieback: Schön, dass Dr. Jurati so mutig dahin geht, wo noch nie jemand zuvor verblödet ist. Andererseits hat sie eine gewisse Vorgeschichte, was Alien-Gehirnwäsche in der Teeküche angeht?

– Witzig oder doof? Entscheidet es selbst mit eurem Alkoholpegel: Rios wird in die Großstadt gebeamt, nur leider NEBEN die Feuerleiter. Einerseits ein lang erwarteter Fehler, über den sich ganze Generationen an schülerhumoristischen Fanfiction-Autoren beömmelt haben, andererseits macht’s die typischen Star Trek-Ideen aber auch kaputt. Siehe dazu auch „Tasse in die Handfläche replizieren“ oder „Im Holodeck in der Wandtextur hängen bleiben“.

– Plump oder straight gezeigt? Raffi landet unvermittelt im Obdachlosenviertel, wird sofort überfallen und schlägt den Angreifer nieder – feschen Spruch inklusive. Für den hat der Bösewicht schließlich „bezahlt“, denn Sekunden später ist seine eigenen Brieftasche leer… Klar, hier kann man sich lachend auf die Schenkel kloppen („Muhaaa! Wie damals in Star Trek 4! Nur ohne Subtilität, Alter!“) oder halt drauf hinweisen, dass es auch nach gut 30 Minuten an Tiefsinn mangelt.

– Juratis Geist wird derweil von der Borgqueen besucht. Die Assimilation läuft nämlich neuerdings über „Türen, die im Geist aufgemacht werden“ („Haha, DAS war die Humor-Tür! Mit einer Klinke in Form einer alten Banane!“), oder auch mittels „Euphorie“.
Das ist einerseits mal was anderes, hat andererseits aber nicht mehr diesen technisch-brutalen Charakter von früher. Und seit Kurtzman bin ich vorsichtig, wenn plötzlich ALLES per Psychotherapie geregelt wird. Zumal man hier ja auch nix mehr ZEIGT. Also weder Nanobots-Schmiere am/im Kopp, noch die „Räume“, die man sich neuerdings selber vorstellen muss. („Hey, hier ist der Zu-wenig-als-Baby-gestillt-Raum. Faszinierend.“)

– Nett war die List, mit der Jurati und Seven den Wachmann überzeugten, sie auf das Gebäude zu lassen. Nett und sympathisch war auch Rios, der im Krankenhaus mit einer hübschen Ärztin flirtet. Die vielleicht sogar die einzige „starke Frau“ im neuen Star Trek war, die mir nicht nach 20 Sekunden tierisch auf die Nerven ging.

, „Star Trek – Picard“, Kritik zu 2.03, „Assimilation“

„Sie sind leider auf den Kopf gefallen und müssen mit mir nun 48 Stunden lang mexikanische Pornos gucken.“ – „Hm… Ich weiß gar nicht, was die bei Zukunftia immer haben? Dieses neue Trek ist doch gar nicht sooo übel?“ – Ein neuer Art(z)style: Wir wissen dank DS9 ja bereits, dass es 2024 gewisse Aufstände in Amerika gab. Aber… in der Hose?

– Doch bei all dem „Nett“ will ich trotzdem pampig mit dem Fuß aufstampfen und betonen, dass DAS nicht Star Trek ausmacht. Wenn ich amüsante Begegnungen im Fahrstuhl will (oder einen kessen Spruch auf dem Fischmarkt), kann ich andere Serien schauen. Gibt ja genug davon, die nach einer Staffel auf Netflix abgesetzt wurden… („The Fishmarket And Time To Love“ – Eine indische Selbstfindungsserie in Australien)

– Das Affentheater um Rios’ Kommunikator war auch wieder Halb-Halb: Einerseits menschlich, dass der kleine Junge ihn nur für Erdnussbutter rausrücken will, andererseits sind auch das NICHT die epischen Geschichten, für die ich früher Star Trek eingeschaltet habe. Oder erinnert sich jemand an Rikers Abenteuer im Jahr 1980, als er einem Kind eine Tüte Eis kaufen musste, damit es sich nicht seinen Phaser in den Mund steckt? – Seht ihr, ich auch nicht.

– Typisch für die Serie ist auch, dass ich bis eben vergessen hatte, dass man im Jahr 2024 eigentlich den „Watcher“ sucht, der von der Borgqueen erwähnt wurde. Hier darf man sich dann wieder zurechtreimen, wer das ist: Datas Kopf, der mal in einer alten TNG-Doppelfolge in einer Höhle lag? Guinan? Gar jemand aus DS9? Ein Schwippschwager von Q? – Mann, sind jetzt alle außer mir gespannt darauf!

, „Star Trek – Picard“, Kritik zu 2.03, „Assimilation“

„Fuck, die Einwanderungsbehörde steht vor der Tür. Operieren Sie im Nebenraum den Rollstuhlmann und geben Sie sich als Arzt aus!“ – „Und was werden Sie tun?“ – „Ich lese mein Buch ‚Subtilität in Drehbüchern‘ weiter, was sonst?“ – Illegales Einwandern von SF-Ideen verboten: In der DS9-Episode zum Jahr 2024 war’s noch etwas abstrakter…? Puh, bin aber trotzdem froh, dass Kurtzman am Set keine Trump-Gummimaske gefunden hat.

Ganz gut gelungen war das Zwiegespräch zwischen Queen und Picard. – All der Hass, die leeren Versprechungen und das Misstrauen!

Schade nur, dass ich solch schönen Szenen inzwischen die selben Gefühle entgegenbringe.


Fazit:

Zwischen all den hässlichen und kleinkarierten Storyelementen (= Raffi-Gemecker, Elnor-Verblutung) gesellt sich immer wieder mal eine schöne Szenen zum Träumen – und zum „First Contact“-BluRay-Streicheln.

Klare Sache: Bisher ist die 2. Staffel halbwegs fokussiert und schafft es auch bei doofen Gags und Wendungen immer wieder, ernstere Dialoge aufzumachen.

Auch wenn ich befürchte, dass ich nach zwei Folgen im 2024er-Einwanderungsbehörden-Land, wo ein Waldbrand(!) am Straßenrand die dystopischste Idee der Autoren ist, ein wenig die Lust verlieren werde.

Aber bis dahin gilt: Der Durchschnitt wird knapp erreicht.

Aber bitte nicht wieder die Wertung in der Mitte durchschneiden, okaaay, Kurtzi?

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Zurück in die Vergammelheit, „Star Trek – Picard“, Kritik zu 2.03, „Assimilation“
„Sie hätten sehen sollen, was der unserem Sicherheitsteam angetan hat“, sagte der Bösgatte zu Beginn über Elfor den Schlitzer. Guter Einwand, sage ich. Im Ernst, es ist wirklich schwierig, diesen spitzohrigen Kerl als Mitglied von „Team Picard“ zu rechtfertigen. Oder als Kadett der Sternenflotte („Elnor! Stop! Das war nur eine Simulation! Das ist kein echter Klingone! Oh, Gott, nicht die Augäpfel!?“).

Kein Wunder, dass Raffi plötzlich so besorgt um sein Wohlergehen ist. Psychopathen müssen schließlich zusammenspalten… äh… halten.

Trotzdem ein starker Wandel vom vapenden Muffel zur emotional empfindlichen Tränendrüse. Fast möchte man meinen, die Schreiberlinge können mit dieser Figur nichts anfangen.

Oder halt mit Elfor selbst, welcher wenig später und mit noch weniger Lebenszeichen sein neues Zuhause in einer Raumschiff-Schublade bezieht. Zuvor hat man sich auch noch kurz dem nervigen Konföderationsplot aus der vorherigen Episode entledigt. Und mit entledigt meine ich natürlich, alle zerstört oder weggephasert. Hier werden keine Brücken hinter sich abgebrochen, sondern in kleinste Teile pulverisiert. Waren die Story-Übergänge früher eleganter, oder bilde ich mir das nur ein?

Und was war an der Übernahme von Rioses.. eses Schiff durch die Queen eigentlich so beeindruckend? Ist der normale Computer etwa zu doof, um Torpedos abzufeuern und/oder die Deflektoren der Bösen anzuvisieren? Konnte den Staunfaktor von Rios & Co. nicht wirklich nachvollziehen („Wow! DAFÜR ist der Knopf also gut!?“). Kleines Lob, die dazugehörige Szene der Queen fand ich ganz cool, auch weil ihre Musik aus ST8 dazu düdelte.

Danach macht man sich jedenfalls auf in die Vergangenheit wie schon in Star Trek IV, woran man sich auch optisch orientierte. Wie üblich natürlich schlechter, als beim Original. Wirkte die Zeit-Übergangsszene dort noch visuell interessant und mysteriös, machte bei Picard jeder den Eindruck, als wenn man gerade ganz doll weichen Stuhlgang hat.

Überhaupt war man wohl ein Fan vom vierten Film. Für den ersten Schnitt zur Stadt verwendet man Popsongs, auch hier natürlich im Original mit mehr Charme. Es gibt einen Kommentar zu Armut und Umweltverschmutzung. Spock nutzt den Nackengriff an einem Punker, Raffi verkloppt einen Gangster. Ein Doktor hat eine größere Rolle und ist (später wohl) auch Teil einer Romanze. Ein Mitglied der Crew wird von der Armee/der Polizei erwischt und muss (später wohl) gerettet werden. Aber das sind ja alles nur coole Anspielungen, genau.

In Sachen Trek-Kontinuität interessant: Bis jetzt gab es leider keine Erwähnung der „Bell Aufstände“ aus Deep Space 9, welche im selben Jahr und in der selben Stadt stattfanden. Aber vielleicht ignoriert man diese auch. Das dortige Ereignis war damals schließlich die recht ferne Zukunft und heute mehr oder weniger die Gegenwart (?). Andererseits hätte man für Picard dann auch einfach ein anderes Jahr wählen können? Okay, Kurtzman halt.

Typisch Kurtz-Trek war auch wieder der Anschluss von Jurati via USB an die Borg-Königin, welche danach einen Ausflug durch die „Gefühlsräume“ im Kopp des Doktors machte. Auffällige Parallelen auch zu den „Eigenmuff-Gefühlen“ bei Discovery neulich. Wenn die Macher so sehr auf Feelings in allen Varianten stehen, warum empfinde ICH dann meist immer nur Wuuut beim Gucken?! *hirn-tür hinter sich zuschlag*

Fazit: Nachdem die ersten beiden Folgen absolute Höchstwertungen bekamen (2,5 von 5 Sterne!) und ich vergleichsweise gespannt auf die Fortsetzung war, sackte dieses farblose (gerade optisch, was sollen diese drögen Filter?) Star Trek IV Remake wieder deutlich auf meiner Skala des Wohlwollens ab. Raffis plötzliches Mitgefühl (hat sie jetzt erst den Schlüssel für den entsprechenden „Raum im Kopf“ gefunden?) wirkte übertrieben und Jurati ist jetzt wohl ganz offiziell geistesgestört.

Am Besten gefallen hat mir hier noch die Charakterentwicklung von Elfor und Soji.

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Artikel

von Klapowski am 18.03.22 in Star Trek: Picard

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Kommentare (51)

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  1. Harro Karner sagt:

    Ich bin mir jetzt zu 100% sicher, das Fr. Dr. Jurati die Borgqueen wird, ist, werden wird, usw…

  2. Kazairl sagt:

    interessant ist ja, wie sie eine Hauptfigur der ersten Staffel komplett auslassen, nämlich Soji. Wollte die Schauspielerin nicht mehr als die paar Szenen in Episode eins oder warum ist die Person, um die sich Staffel 1 drehte, so gar nicht mehr wichtig?

    • flyan sagt:

      Dass das weitestgehende Fernbleiben einer vermeintlichen Hauptfigur kaum jemandem auffällt, spricht an sich schon Bände.

      Aus kreativer Sicht macht es aber sogar Sinn, diese Figur nicht mitzunehmen. Es gibt schon so viel zu viele Charaktere. Die meisten haben nicht wirklich etwas zu tun. Durch die wenigen -und nicht eigenständigen- Episoden bekommen die vielen Figuren keine Möglichkeit, Tiefe zu entwickeln. Abgesehen davon, dass ich es Kurtzman auch nicht zutrauen würde… Nun wurde die Borg Queen mitgenommen, zudem ist Seven of Nine in den Hauptcast aufgenommen worden. Immer noch zu viel, aber immerhin ist Soji nicht mehr dabei.

      Mein Gefühl sagt mir, dass Picard+3+Borgqueen die richtige Menge an Figuren gewesen wäre. Wenigstens kommen wir mit dem vorübergehenden Ausscheiden von Elnor schon langsam in diese Richtung.

      Antworte
  3. JP1957 sagt:

    @Sparkiller: „Am Besten gefallen hat mir hier noch die Charakterentwicklung von Elfor und Soji.“

    Ich fand Soji in dieser Folge auch überragend. Hat man selten bei Kurtzman, dass aber auch gar nichts bei einer Figur zu kritisieren ist.

    Der Hund hat mir auch gut gefallen!

    Ansonsten: Das Gewäsch ist kaum zu ertragen.

  4. Yole sagt:

    Die ernsten Dialoge wirken wie eine Komödie. Wie kann man nur diesen Aufwand betreiben und stellt man etwa erst wenn die Kamera läuft fest, welche Geschichte erzählt wird? Der Bezug der Figuren untereinander kommt nicht gut rüber. Es fehlt der Background (trotz Staffel 1). Immer prägt die Planlosigkeit die Dynamik des Erzählens, mal befremdlich, dann selbstironisch. In der ersten Staffel war es das gleiche.

  5. Serienfan sagt:

    Raffi weiß plötzlich, was Picard und Q seit Jahrzehnten taten? Hat sie nicht in der letzten Folge gar nicht gewusst, wer Q ist?

    Ach ja, die Autoren sind ja nicht so masochistisch, dass sie vorherige Drehbücher lesen.

    Ansonsten gab es keine einzige Szene, die nicht vor Witzlosigkeit strotzte. Das größte Problem ist, dass wir hier Figuren haben, die ohnehin schon agieren und reden wie in unserer Gegenwart, und die deshalb natürlich nicht die amüsanten Anpassungsprobleme an unsere Zeit haben wie dereinst Spock & Co.

    Und deshalb war das hier eine unfassbar fade Aneinanderreihung einfallsloser Plot-Schablonen, angefangen bei der witzlosen Auflösung des Cliffhangers, bis hin zum fad-nervigen neuen Cliffhanger.

    • Kazairl sagt:

      Was ja nicht mal ein richtiger Cliffhanger war, ich meine wenn man die Serie im ganzen veröffentlicht hätte oder eine bessere Erzählstruktur vorhanden wäre, wären da keine Cliffhanger. Da die das aber so schreiben als wären es einzelne Episoden trotz der staffelübergreifenden Story, machen diese Cliffhanger so gar keinen Sinn.

      Antworte
    • Calvero sagt:

      Was deutlich klar wird, ist der moderne „Fluch“ des Handlungsbogen über 10 Folgen. Seien wir ehrlich, vermutlich wären selbst „In den Händen der Borg“ oder „Gestern, heute, morgen“ nicht besser geworden, wenn man sie soooo lang ausgewalzt hätte. Diese dem Streaming-Verkaufe-Zwang geschuldete Vorgabe kann wohl nur solch unzulängliche Drehbücher zustande bringen. In den oft getadelten „alten Zeiten“ hätte man aus einer schwachen Idee maximal eine von 26 Staffelfolgen gemacht oder sie erst mal in die Schublade getan. Heute wird aus der Grundidee „Q + Borg + brutale Spiegelwelt“ eine ganze Staffel angefangen ohne dass jemand prüft, ob die in sich irgendeinen Sinn ergibt.

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    • JP1957 sagt:

      Was für ein – Entschuldigung – Quatsch.

      Schau Dir Serien wie GoT oder Mad Men oder Breaking Bad an, und Du siehst, welche Möglichkeiten in dieser Art des Erzählens stecken.

      Du brauchst halt nur gute Drehbuchschreiber.

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    • Kazairl sagt:

      Es liegt nicht nur an guten Drehbuchschreibern. Nehmen wir Game of Thrones. Da ist ein Großteil der anfänglichen Genialität der Serie (bis Staffel 4 war sie großartig) dem geschuldet, dass es eine enorm starke Buchvorlage gibt. Danach ist leider GRR Martin ausgeschieden und ab Staffel 6 gab es dann keine Buchvorlage mehr sondern nur D und Ds Vision. War auch bei Jurassic Park so. Die ersten beiden Filme genial, da gab es auch Buchvorlagen, aber Film 3 geht das Franchise dann baden und wird richtig grottig. Es kann helfen, wenn man gute Drehbuchschreiber hat, aber wie wir bislang bei jeder Kurtzman-Trek-Serie gesehen haben (Lower Decks abgerechnet, die Serie ist ja episodisch angelegt und der staffelübergreifende Ark, wenn man ihn denn so bezeichnen will, da es eigentlich nur Character Developing ist, wird nur bröckchenweise serviert) klappen Kurtzman und episodische Staffeln mit Cliffhangern nach jeder Folge, die nach richtig langgezogener Story zu einer meist schwachsinnigen Konklusion kommen, nicht wirklich. Das war in bislang jeder DSC-Staffel so, in PIC Season 1 war das auch ein Problem und jetzt macht Pic Season 2 es schon wieder und eröffnet einen folgenlangen Plot und behandelt diesen als wäre es eine episodisch angelegte Geschichte.

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    • JP1957 sagt:

      „…klappen Kurtzman und episodische Staffeln mit Cliffhangern nach jeder Folge, die nach richtig langgezogener Story zu einer meist schwachsinnigen Konklusion kommen, nicht wirklich.“

      Wer wollte das bestreiten?

      Du hast aber eine grundsätzliche Aussage zu seriellem Erzählen gemacht.
      Da gibt es – auch jenseits von GoT, wenn man Dein Argument anerkennt, was ich nicht tue – genug Beispiele, dass es nicht nur möglich ist, sondern auch zu hervorragenden Serien führt.

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    • Calvero sagt:

      Dass eine solche „epische“ Erzählweise viele tolle Möglichkeiten bietet, bestreite ich nicht. Aber deine „Gegen-Beispiele“ überzeugen mich nicht richtig, denn das waren keine Fortsetzungen mit Kanon-Rucksack. Würdest man aber sagen, bei den Gilmore Girls war der Streaming-Nachklapp gelungen? Was ist mit Veronica Mars? Was ist mit Lost in Space?

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    • Kazairl sagt:

      Jenseits der Beispiele, die du genannt hast, gibt es Serien, die funktioneren und episodisch und staffelübergreifend sind? Mir fallen da nur die vielen CW Serien ein und von denen funktioniert nicht eine. Animeserien zählen übrigens nicht, da diese einen anderen kulturellen Hintergrund haben. Da funktioniert die Kombination relativ oft, sei es Death Parade, Death Note, Naruto, One Piece, da ist sowohl episodische als auch staffelübergreifende Erzählung zu finden. Ich denke an Serien unseres Kulturkreises, die ich liebe, und da funktioniert der Versuch so gut wie nie. Selbst Battlestar Galactica hat einen eher episodischen Aufbau, ebenso wie Warehouse 13. Die einzige Serie, die mir einfällt und die eine eher epische Erzählweise hat und bei der beides gut funktionierte, war Heroes.

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  6. Kazairl sagt:

    Jurati, Picards Mutter oder eine noch unsinnigere dritte Option, was denkt ihr wer die Borg-Königin in Episode 1 ist und was am besten ins Kurtzman-Schema von unsinnigen Twists passt?

  7. Jürgen sagt:

    Warum holen die eigentlich nicht Datas Kopf aus der Höhle

    • Kazairl sagt:

      Guinan wäre auch eine logische Wahl. Sie könnte auch zu dieser Zeit auf der Erde leben.

      Obwohl, das würde voraussetzen, dass die Autoren a) Ahnung von der Materie haben, also auch Folgen geguckt haben und b) sich für Kontinuität interessieren bzw. logische Zusammenhänge ziehen können.

      Antworte
    • Ichwieder sagt:

      Spock war sicherlich auch für Vulkanier noch ein außergewöhnlich kluger Kopf – er konnte, wie man es ja auch in der Folge erwähnt, die benötigten Berechnungen, für die man nun die Borgqueen hernimmt, selbst durchführen. Hätte Data dies auch gekonnt, mit seinem positronischen Hirn? Sollte seine weiterentwickelte Tochter dies nicht auch können [bzw. die nach ihm konstruierten Androiden…]? Oder einer der anderen Androiden?… Hat Picard durch den Golem-Körper und seinem Bewusstseins-Upgrade keinerlei Benefits hinsichtlich des positronischen Hirns bekommen? Oder ist das so ausgelastet damit, den Menschen darum zu „emulieren“…?

      Aber mal so grundsätzlich bin ich gar nicht mal gegen die Idee dieser Storyline bis jetzt. Macht mir Spaß. Klar, es passen wieder so einige der angesprochenen Dinge nicht… Bis jetzt gefallen mir aber die Figuren, ja, ….. sogar Jurati! Gut, Raffi war diese Runde over-the-top und der Vorwurf, Picard könne was daran ändern, was Q so hin- und herschnippst… Und weiterhin geht wohl wirklich der Preis für die sinnloseste Figur an Waschmittelor. So unnütz, dass man ihn jetzt sogar aus der Serie schreiben muss.

      Und jetzt kommt noch eine seltsame Aussage: Mir hat das Discovery Staffelfinale gefallen. Sogar Tilly… genaugenommen diesmal sogar richtig gut. Keine Ahnung, was da grad mit mir falsch ist… Immerhin: Natürlich ist auch die Präsidentin der Erde selbstredend auch mal wieder eine Frau. Und schwarz. Bestimmt auch vegan und lesbisch. Gabs die Figur davor schonmal zu sehen? Und, Reno. Hat die in der Folge nicht auch gedropped, dass sie lesbisch ist? War das auch vorher schonmal Thema? Star Trek Divcovery würd wirklich besser passen…

      Antworte
    • Scholli67 sagt:

      Oh das mit der schwarzen Präsidentin ist sogar noch viel besser: das ist die gute Frau Stacey Abrams, ihres Zeichens Politikerin für die Demokraten in einem beschissenen kleines Drecksbundesstaat mit sagen wir mal „diskussionswürdigen“ Ansichten.

      Das ist so als würde man Ute Koczy Vorständ:in der Grünen in Ostwestfalen-Lippe in der Lindenstrasse als Führerin der Europäische Union durch Bild taumeln lassen, weil da demnächst wieder Wahlen anstehen und jeder mitkriegen soll, dass Team Lindenstrasse die total super findet.

      Sowas muss man erstmal bringen – selbst als Kurtzman.
      Aber er hat ja damals schon rumgetönt, er benutzt Star Trek um politischen Bewegungen eine Plattform zu geben.

      Antworte
  8. flyan sagt:

    Die Serie bleibt weiterhin schwer zu ertragen.
    Ja, es gibt einige Szenen und Dialoge, die etwas besser landen. Aber wirklich gut ist immer noch nichts.

    Der Raumkampf zu Beginn war eine große Enttäuschung. Es gab keine Spannung und vor allem nie das Gefühl einer Gefahr. Jedes Verfolgerschiff bekommt ein Torpedo und ist erledigt. Die Effekte passen nicht einmal zum Gesprochenen.

    Raffis Gefühlsausbruch war irrational und die Szene hat sich viel zu lange gezogen, ohne dass es die Handlung voran gebracht hätte. Ist es nur mein Gefühl oder kann keiner der Schauspieler solche emotionalen Momente tragen?

    • Serienfan sagt:

      Und in Los Angeles reißt Raffi auch schon wieder coole Sprüche.

      Antworte
    • Kazairl sagt:

      Von Trauer um Elnor null Spur, der gefühlsrausbruch vorher scheint komplett vergessen.

      Antworte
    • Daniel sagt:

      Da hast du Recht. Das ist extrem unpassend.

      Antworte
    • Scholli67 sagt:

      Wollen wir evtl. Wetten abschließen in welcher Folge der kleine Massenmörder wiederbelebt wird?

      Antworte
    • Agentbauer sagt:

      Ich tippe auf die letzte Folge durch einen Schnipser von Q oder etwas früher durch Assimilation durch die Jurati-Borgqueen für Arme wird der Romulaner-Schlitzer wieder zum Leben erweckt. Der muss doch auch in Staffel 3 wieder sinnlos morden.
      Mir kam die ganze Folge übrigens vor wie eine schlechte Kopie der Voyager Doppelfolge „Vor dem Ende der Zeit“.
      Im Vergleich zu Disco ist das hier aber noch immer Premiumware. Disco Folge 13 war ja wieder unfassbar schlecht.

      Antworte
  9. Serienfan sagt:

    Raffi stellt eine interessante Frage: Lebt Elnor, wenn man die alte Zeitlinie wieder herstellt?

    Lasst uns mal scharf nachdenken: eigentlich haben in der alten Zeitlinie ja ALLE ins Gras gebissen, aufgrund der von Picard aktivierten Selbstzerstörung. Es sterben also alle, wenn die alte Zeitlinie wieder gilt.

    Aber auf die Idee, das mal kurz anzusprechen, kommt keiner. Denn dafür bräuchten diese Charaktere ein paar Autoren, die auch mal mitdenken.

    • Calvero sagt:

      Elnor und Raffi sind aber auf der Excelsior, die keine Selbstzerstörung aktiviert hat.:-)

      Antworte
    • Serienfan sagt:

      Stimmt. Und dass Picard & Co dann aber tot wären, interessiert Raffi, plötzlich Ersatz-Mama für Elnor geworden, freilich nicht. Und Picard & Co interessiert es auch nicht.

      Antworte
  10. Jens sagt:

    ***** Aggressive Werbung *****

    Die Episodenkritik mit der Sexy Mamacita: https://www.youtube.com/watch?v=p71Ik5NeNxQ&t

    **** Aggressive Werbung Ende ****

  11. Calvero sagt:

    Also der Herr Magistrat beamt sich allein auf ein Schiff, auf dem er seine abtrünnige Gattin und den Schlitzer seiner besten Wachen vermutet. Nachdem er kurz die Lage gecheckt hat, beamen seine besten zwei Phaserschützen hinzu, die sich in wenigen Sekunden überrumpeln lassen und da die Phaser leider nicht auf Betäubung gestellt werden können, in rote Krümel pulverisiert werden.

    Kann es sein, dass Patrick Stewart nicht mehr lange stehen kann und will? Anders kann ich mir diesen Jurati-Picard-Part der Folge nicht erklären.

    Zu dem Quatsch auf der Erde fällt mir echt nichts mehr ein. Wo hat die Picard gelandet? Warum beamen die Drei an verschiedenen Stellen? Der Typ überfällt Raffi am helllichten Tag mit gezogener Pistole? Rios wird zufällig in eine Klinik für „Leute ohne Ausweis“ mit spanisch-sprechender Ärztin gebracht?

    Eine Chance hat man allerdings verpasst: Es wird vor dem Beamen ja erwähnt, dass man nicht in Krankenhäuser gehen soll, da dort „Impfchips“ entdeckt werden könnten. Wie cool wäre es gewesen, wenn man die Drei erst mal gegen Corona impfen lässt, bevor sie runterbeamen, da Corona 2024 immer noch sein Unwesen treibt.:-)

    PS: Bin sehr traurig, was aus der Figur Raffi Musiker gemacht wurde.

    Ach so: Noch Glückwunsch an den Übersetzer, der Seven Rios als „wie ein Fascho“ aussehend beleidigen lässt.

  12. G.G.Hoffmann sagt:

    Fühlte sich an wie der Mittelteil eines Films, von dem man Anfang und Ende verpasst hat und das nicht einmal bedauert.

    Diese Form des künstlich in die Länge gestreckten Erzählens ergibt für Star Trek einfach keinen Sinn. Wir sind hier doch nicht bei „Desperate Housewives im Weltall“, obwohl der Titel im Hinblick auf die weiblichen Protagonisten ganz gut passen würde.

    Einziger Lichtblick waren die Szenen mit Rios und der Ärztin.

    Wer ist eigentlich diese Blonde? Erinnert mich rein äußerlich an Seven of Nine.

    Picard wirkt (wieder) wie ein unentschlossener Tattergreis. Keine Spur mehr von alter Führungsstärke und Durchblick. „Nein“, heißt für ihn nur noch: „Vielleicht in drei Minuten, wenn Du mich weiter volllaberst.“

  13. JP1957 sagt:

    Ich mache mir inzwischen nicht nur Sorgen wg. des Niedergangs von Star Trek, sondern auch um den Qualitätsverlust von Zukunftia.

    Klapos 2,5 sind besorgniserregend … entweder hat der jahrelange Konsum von New Trek seine Qualitätsansprüche inzwischen derart verrutschen lassen oder er hat einfach keinen Bock mehr, sich den Scheiß für uns ansehen zu müssen und schaut nicht mehr in der angemessenen analytisch-satirischen Schärfe hin.

    Wie es noch schlimmer geht, sieht man übrigens aktuell auf dem Kanal von Jens, der hier weiterhin unzensiert für sich werben darf!

    Erneut fordere ich: Für Werbung soll gezahlt werden!!! (so wie auf jeder anständigen Seite im Internet)

    • Scholli67 sagt:

      Und dass dieser Daniel sich nach seiner Bewertung hier überhaupt noch hertraut. Skandalös! ;-)

      Antworte
    • Calvero sagt:

      Das mit Zukunftia wundert mich auch leicht. Wir schauen gerade Doctor Who nach und ich lese dann hier parallel die Rezensionen. In denen teilweise sehr kleinlich genörgelt wird. Wenn ich aber überlege, dass selbst der Schallschraubenzieher des Doctors plausibler ist, als sämtlicher Inhalt in dieser Picard-Folge 2.3, dann grübele ich schon. Dass die Ärztin von einer netten Schauspielerin gemimt wird, soll schon ein Pluspunkt sein? Ich muss heulen, wenn ich als einziges positiv die Special Effects der beinlosen Borgqueen aufführen könnte, nachdem das Verschieben des Käfigs in der letzten Folge extrem schlecht getrickst war. Also: haut wieder mehr drauf!

      Antworte
  14. Donald D. sagt:

    Daß Raffi Picard wegen Elnors Tod angreift, ist zwar Kutzman anzulasten – weil er einfach zu blöd ist, sinnvolles Drama zu kreieren – aber nicht neu. Sisko griff Picard im DS9-Pilotfilm ebenfalls grundlos an und machte ihn direkt für den Tod seiner Frau verantwortlich. Völlig unangemessenes Verhalten, aber Picards Reaktion war mehr als gut. Diese Art von Schauspiel hat Steward m. E. irgendwie verlernt. Er ist auch in meinen Augen ein mehr als senil-konfuser Tattergreis, der besonders in der ersten Staffel von einer bekloppten Szene zur nächsten humpelt. Ansonsten war die Folge halbwegs okay. Man sah ein paar Steamrunner (Warum haben die Schiffe neuerdings fast immer einen roten Navigationsdeflektor? Sieht doof aus!) als Fanservice (gefreut habe ich mich dennoch) und ein paar Szenen waren schon gelungen, ehe sie wieder kurz danach durch irgendwelchen Kurtz-Stuß vermasselt wurden. Aber wie der Kurtzman darauf kommt, daß man die Kontinuität nicht wahren kann!? Der ist nur zu faul und zu blöd es zu tun, will stattdessen sein elendes Star Trek als das einzig Wahre etablieren. Immerhin, bei den Typen von Serienjunkies scheint es zu funktionieren. Über die Bewertungen dieser Seite könnte man ein Comedy-Programm machen.

    • Scholli67 sagt:

      Sisko griff Picard grundlos an? Watt? Jetzt schlägts aber gleich Dreizehn.

      Picard hat sich dank seines an Inkompetenz grenzenden Vorgehens von den Borg gefangen nehmen lassen und statt sich der Assimilation mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln (und sei es im Extremfall Selbstmord) zu widersetzen hat er „dem Feind“ einen Haufen Informationen überlassen, die zur Vernichtung zahlloser Schiffe und tausenden von Menschen/Alienleben geführt haben.
      Sisko hatte jedes Recht auf den Deppen Picard sauer zu sein und „angemessenes Verhalten“ wäre gewesen ihm wortlos in die Fresse zu hauen.

      Antworte
    • Thomas sagt:

      Hat man nicht auch ein paar Novas gesehen? Ansonsten fällt 2.03 niveautechnisch ab. Wird von Folge zu Folge schlechter. Wie Staffel 1.

      Antworte
    • Donald D. sagt:

      Tja, Picard ist halt ein schwacher Mensch, er ist ja Franzose und die kapitulieren doch immer fast sofort, siehe Alesia, Deutsch-Französischer Krieg, Zweiter Weltkrieg, Dien Bien Phu (nur wenige Ausnahmen, wie z.B. 100-jähriger Krieg und Napoleon). Picard hat sich mit Sicherheit gegen die Borg-Assimilierung gewehrt, aber verloren. Doch er hatte wohl viel vom Innenleben der Borg mitbekommen, weshalb es ihm möglich war, die Borg in „Der Erste Kontakt“ ordentlich zu vermöbeln. Ich würde ihn für die Niederlage bei Wolf 359 nicht verantwortlich machen, er hat selbst genug daran zu knaupeln. Ich verstehe aber auch Siskos Reaktion, auch wenn sie m. E. nicht angemessen war.

      Antworte
  15. BergH sagt:

    tach auch !

    Mein lieber Scholli ! Du hast Recht.

    Ansonsten war di Folg irgendwie nicht stimmig.
    U.a. aus den o.a. Gründen und vor allem der fehlenden Kontinuität,
    was Charakter, Motivationen , Gefühel etc. angeht.

    Die Scenen in der Armen-Krankenstation ware das Beste an dieser Folge.
    Und wenn das zu sagen ist, ist der Rest eher nicht so gut.

    Gruß BergH

  16. JP1957 sagt:

    ***** Aggressivste Werbung *****

    BITTE SCHAUT EUCH DAS AN: https://www.youtube.com/watch?v=WQynVFsPwt0

    Danach ist ALLES, aber auch wirklich ALLES zu „Picard“ gesagt.
    Eine wundervolle Kritik … Klapo und Sparki sollten daraus die einzig mögliche Konsequenz ziehen und die Kommentierung weiterer Folgen einstellen.

    • Serienfan sagt:

      Vielen Dank! :-)

      Aber einstellen sollten Klapo und Sparki die Kommentierung weiterer Folgen auf keinen Fall!

      Sehr zu empfehlen auch wieder das neueste Video von Red Letter Media: https://youtu.be/aQ2TQ_GRO4g

      Red Letter Media ist mir zwar fast zu zurückhaltend, sehr gut aber sind die Verweise auf das frühere „Star Trek“, bei dem man eben nicht nur auf die Qualitäten, sondern auch auf die (jetzt ebenfalls verschwundene) Verspieltheit eingeht.

      Antworte
  17. frank sagt:

    wo bleibt eigentlich die kritik zu 2.04?

  18. JP1957 sagt:

    Das kann nur einer fragen, der die letzte Kritik auf YT von Serienfan noch nicht gesehen hat.

    Ich zumindest habe daraufhin beschlossen, mir Picard nicht mehr anzutun.

    Möge der Juni und das wahre Star Trek bald kommen.

    • Kazairl sagt:

      Naja, Folge 4 war erstaunlich generisch, geradezu langweilig, es hat ewig gedauert, bis was passiert ist und die Guinan-Passagen haben mich eher ratlos zurückgelassen. Dafür war der Cliffhanger dieses Mal doch tatsächlich gut. Warum verliert Q seine Kraft und was hat Laris da zu tun, die uns als Wächterin präsentiert wird?

      Antworte
    • Serienfan sagt:

      „Erstaunlich generisch.“

      Was hat Dich daran noch mal „erstaunt“? :-)

      Antworte
    • Kazairl sagt:

      Ich bin von Kurtzman mehr Mist gewöhnt um es mal krass auszudrücken, nicht dieser (Unter-)Durchschnitt. PIC ist wie du schon sagtest sogar ansehbar, anders als DSC. Heißt nicht, dass es eine gute Serie ist.

      Antworte
    • Serienfan sagt:

      Verstehe! „Generisch“ ist bei Kurtzman quasi ein Lob, weil das Meiste noch nicht einmal das ist!

      Antworte
    • Kazairl sagt:

      Ist leider so, generisch heißt bei Kurtzman, dass es nicht komplett scheiße ist.

      Antworte
    • Serienfan sagt:

      Kein Widerspruch von mir! :-)

      Antworte
  19. Serienfan sagt:

    Marc Scott Zicree, Autor von Sachbüchern (ein brillantes Buch zu „Twilight Zone“ ist von ihm) und Drehbuchautor (er schrieb die DS9-Folge „Far Beyond the Stars“) hielt sich in seinem Youtube-Kanal bislang sehr zurück. Er ist mit dem Saru-Darsteller Doug Jones befreundet und will offenbar nicht an der Arbeit von Autorenkollegen rumnörgeln.

    Im seinem jüngsten Youtube-Video fand er allerdings doch deutliche Worte, die mich verblüfft haben. „Discovery“ könne er keine Minute durchhalten, ohne es ausschalten zu müssen.

    Er erklärt, wie damals bei „Star Trek“ stets nach neuen Ideen gesucht wurde, die man dann auf eine Star-Trek-Art umsetzte. Jetzt nimmt man bekannte und zuvor erfolgreiche Elemente wie die Borgqueen oder Zeitreisen in die Gegenwart, die einfach nur in einen Mixer geworfen werden.

    Obwohl er überzeugter „Liberaler“ ist, findet er die Art, wie in „Picard“ Obdachlosigkeit angeprangert wird, indem man über das Problem motzt, den Obdachlosen aber keine Funktion in der Story in Form von Charakteren gibt, „elitäres Aufsprühen“ von Liberalismus.

    Die Charaktere haben alle irgendeine Exzentrität (wie Rios, der als Crew unterschiedliche Hologramme von sich hat, ohne dass daraus irgendwas gemacht wird), die eine klar definierte Charaktereigenschaft ersetzen soll.

    Ihm fiel auch auf, wie müde Stewart in den Szenen wirkt. Anstatt Picard als weisen, alten Mann zu zeigen, bei dem die Leute um Rat suchen und der auf eine eindrucksvolle Lebensleistung zurückblickt, zeigt man ihn im Alter von über 80 Jahren als jemanden, der mit seiner angeblichen Beziehungsunfähigkeit hadert und der von Guinan den Plattitüden-Rat bekommt, sich seinen Ängsten zu stellen.

    https://youtu.be/R9pYdt7sNk0

  20. Kazairl sagt:

    Die Sache mit Guinan in Episode 4 triggert mich so sehr. Sie macht keinen Sinn. Wir wissen, dass Guinan und Picard sich schon einmal im 19. Jahrhundert getroffen haben. Im Jahr 2024 scheint es so als wenn sie sich niemals getroffen hätten. Irgendwie kann man das nicht mal mit dem Ändern der Zeitlinie erklären. Sie wurde ja im Jahr 2024 noch nicht geändert. Ergo müsste Guinan Picard kennen oder entgeht mir da irgendwas?

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