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Die Discovery-Pressestimmen zum Finale von Staffel 3

, Die Discovery-Pressestimmen zum Finale von Staffel 3

Zukunftia ist eine meinungsstarke Seite. Eine, die auch die leisen Stimmen von Menschen am Wegesrand hörbar macht (nein, nicht weil wir ihnen in die Rippen treten)… Wir lieben den Disco Diskurs und gutes Star Trek mit Wo-Inhalt-drin. Daher ist es notwendig, auch mal andere Meinungen zu hören, was z.B. das Staffelfinale von „Discovery“ angeht. Ja, wir brauchen mehr positive Stimmen. Und wenn alle Stricke reißen, sogar die von Menschen, deren Meinung uns oft am egalsten ist – jene der Fachpresse. Denn wir sind dankbar für alle Texte, die uns beweisen, dass es nicht so schlecht ist, wie es scheint. Hier kommen sie.


Werden wir vielleicht doch noch etwas Positives an dem Durcheinander finden, das Team Kurtz & Paradise uns auch in Season 3 wieder kredenzt hat?

Schauen wir doch mal, welche Zitate Kollege Sparkiller in den Tiefen des Netzes finden konnte:


Björn Sülter (SyFy):

„Dennoch macht die Hommage an Filme wie ‚Stirb langsam‘ auch hier noch Spaß. Und dieser Spaß dominierte letztlich auch alles: Spaß an Action, Spaß an coolen Gadgets, Sprüchen, Stunts und Effektgewitter.“

„Blendet man alles aus, was vor diesen finalen sechzig Minuten passiert ist und fokussiert sich auf das, was uns hier geboten wird, ergibt das Ganze auch erstaunlich viel Sinn.“

(Kommentar von Klapo: Also wenn man ALLES ausblendet, was auf die pure Action hinarbeitet, ergibt die sinnfreie Action dann selbst Sinn? Und auch noch „erstaunlich viel“?)

Zu Tilly und Michael als Captain: „Außerdem erkennt sie richtigerweise den viel höheren Rang und die Erfahrung der Freundin und Kollegin an. Michael für die Rückreise und den Rest der Mission den Job abzutreten ist sinnvoll und nachvollziehbar.“

(Klapo: Na, war doch ein leichtes Spiel für Tillys Toleranz? Sie hätte JEDEN „freundlicherweise“ anerkennen müssen, da quasi JEDER rang- und eignungsmäßig über ihr steht. Okay, vielleicht außer Burnham. Wegen der kürzlichen Degradierung.)

Auch: „Er [Saru] weiß, dass Michael es im Kern könnte und sieht vermutlich für sie, die Sternenflotte und die Crew mehr Chance als Risiko darin.“

„[Wer die Plotholes ignorieren kann] erhält eine actionreiche Stunde voller Drama, Emotionen und coolen Sprüchen, die schnell vorbeirauscht und die vorhandenen Schwächen effektiv kaschiert.“

(Klapo: Stimmt. Im Kaschieren sind die ganz gut geworden. Liest sich bestimmt gut auf jedem Arbeitszeugnis in jeder Branche?)

„Versucht man einen Mix beider Betrachtungsweisen, schließt die letzte Episode die bisher beste Staffel der Serie angemessen ab […]“


Hm. Ich bin leeeicht positiver gestimmt. Man muss den „Mix“ einfach mal „versuchen“.

Warum nicht mal Nutella mit Hackfleisch essen? Kommt ja immer auf die abenteuerliche Bisstechnik an, ob man das irgendwie wieder trennen kann?

Aber… nur wo? – Im Mund? Im Kopf? Im Restmüll?

Schauen wir weiter:


Robots & Dragons:

Nach fast ausschließlich Kritik heißt es:

“Ein Zeichen der Hoffnung, Teil 2” ist in sich stimmig mit sowohl unterhaltsamer Action als auch Charaktermomenten, wenn man gezielt nach diesen sucht.“

Hier auch wieder der Satz aus dem Review weiter oben: „Insgesamt spannt die Episode mit dem Staffelauftakt einen Rahmen um eine überwiegend solide Staffel und liefert das bisher beste Staffelfinale von Star Trek: Discovery.“

„Ich habe die Folge mit überraschend viel Spaß und Emotionen gesehen, das möchte ich durchaus positiv erwähnen.“


Nun… „Überraschend“ ist schon mal gut.

Man erwartet etwas ganz Grausames – oder Mittelmäßiges – und ist dann positiv erschrocken („Huch! Ei-der-dauz! Da war ich ja doch kurz unterhalten. Sapperlot!“). Da gehe ich durchaus mit.

Nur jetzt NICHT versehentlich an die anderen 80% der Episode denken…


Serienjunkies.de (Abschlussnote: 4,5 von 5)

„Mit Michelle Paradise an der Feder und Olatunde Osunsanmi auf dem Regiestuhl ließ sich bereits ein großartiges Finale erwarten.“

(Klapo: Warum genau? Weil diese beiden Namen hier eingesetzt wurden? Weil die Showrunnerin bisher so tolle Werke abgeliefert hat? Lesen wir hier gar einen Menschen, der sich dafür rühmt, vom „Herrn Professor persönlich an der Prostata behandelt worden zu sein“? Obwohl man eigentlich wegen des gebrochenen Beins im Krankenhaus war?)

„Ich bin sehr gespannt auf die vierte Staffel, die sich vermutlich wieder wie ein Neuanfang anfühlen wird.“

(Klapo: Jau, das kriegen die schon hin. Teilweise sogar mehrfach INNERHALB einer Episode.)

Zu Saru: „Die menschliche, emotionale Komponente dominiert diesen Handlungsstrang, ist wundervoll umgesetzt und balanciert gleichzeitig den actionreicheren Teil an Bord der Discovery aus.“

Zur Story: „Ich konnte jederzeit mitfiebern, habe mich prächtig unterhalten gefühlt und war am Ende froh, dass unserer Crew keine weiteren (Todes-)Opfer abverlangt wurden.“

(Klapo: Zumindest keine sichtbaren Opfer? Und wie viele Bonuspunkte gibt das eigentlich, wenn uns ein Künstler in seinem Werk mit Opfern verschont, wenn es um einen beginnenden Krieg geht? ALLE?)

Fazit: „Ein großartiges Staffelfinale, bei dem für jeden etwas dabei ist und welches das übergreifende Abenteuer zu einem guten Abschluss bringt.“


Okay.

Ich würde zwar eher „übergriffiges Abenteuer“ dazu sagen (auch mentale und moralische Übergriffe sollte man erwähnen!), aber in Sachen „krampfig-gutfinden“ gibt es hier auf jeden Fall Bonuspunkte. ICH hätte mich das nicht getraut. Mutig.


Trekzone (Review 1 von 2)

„Übrig bleibt nach wie vor eine Genre-Serie, der es an harter Science-Fiction mangelt, aber nicht an Herz, starken Figuren, brillanten Schauspielern und einer fantastischen Inszenierung.“

Trekzone (Review 2 von 2)

„Wenn man sich einfach nur berieseln lassen will, ist die Episode optisch sicherlich ein Leckerbissen.“


Also TROTZ den „starken“ Figuren, dem ganzen „Herz“ und den genialen Darstellern soll ich mich nur „berieseln“ lassen?! Das wäre aber doch eine sträfliche Verschwendung des tollen Inhalts!


Trekmovie.com

„The third time is the charm with a mix of fast-paced action and emotional character beats to balance the best season finale of the series so far.“

„For some viewers, they can hit a critical mass where you spend too much time nitpicking, leaving you to miss the moments and the message the episode has to offer.“

„Director Olatunde Osunsanmi did an excellent job of balancing different tones and pacing that each of the stories required, helped along by the excellent Discovery editing team that does not get enough credit.“

„The way the final scene with Captain Burnham was handled just right, giving it some majesty but not overdoing it.“

(Klapo: Jetzt mal Butter by the Fishe…. WENN man denn „overdoing“ hätte betreiben wollen, was hätte man noch MEHR liefern müssen? Mir fällt spontan wenig ein. Musik länger einspielen? Burnhams Gesicht noch länger zeigen?)

„Visually the episode was stunning, saving up some of that impressive budget for an array of exciting VFX; even if the ‘turbo-space’ is ludicrous, it looks pretty amazing, and kudos for them for leaning into it and using it for a story reason and not just eye candy shots. „

(Klapo: Ja, dass die ganzen Effekte für ernsthafte, moralische, tiefgründige Botschaften eingebaut wurden, ist mir auch aufgefallen. Nur war es bei mir ein nächtlicher TRAUM! Was ist deine Ausrede, oh Reviewer?)

„In a time-honored tradition of the franchise, Discovery is improving each season, with many areas left for improvement.“


So, das waren sie, unsere Zitate der letzten Tage.

Man muss allerdings bemerken, dass sich auch die großen Medienseiten langsam schwer tun, die geballten Oberflächlichkeiten der Ära Kurtzman toll zu finden. So ist bei vielen die Bestnote erst unter einigen substanziellen Kritikpunkten zu finden, die normalerweise eine derart hohe Bewertung ausschließen würden.

Einig ist man sich im Subtext, dass man ganz froh ist, alles abgeschlossen zu haben – und man nun geeeerne andere Sachen zeigen darf.

Klar, es ist alles supertoll, aber wenn die Serie sich vielleicht noch ein klitzekleines Bisschen verbessern könnte…? Also nur so weit, dass man sich NICHT mehr einen berieselnden, ablenkenden Action-Plot für die letzte Episode wünschen muss…?

Das wäre doch bei aller Kaum-Kritik eine tolle Sache…?


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von Klapowski am 17.01.21 in Star Trek: Discovery

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Kommentare (61)

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  1. Serienfan sagt:

    „Blendet man alles aus, was vor diesen finalen sechzig Minuten passiert ist und fokussiert sich auf das, was uns hier geboten wird, ergibt das Ganze auch erstaunlich viel Sinn.“

    Ich weiß nicht, was Sülter mit „alles“ meint, ich vermute, er meint damit über 50 Jahre Star Trek, aber DAS Zitat ist so komisch, dass sich dafür fast schon die Existenz von Disco rechtfertigt.

    Blendet man also alles aus, was vorher über Disco geschrieben wurde, denn ergibt dieses Review erstaunlich viel Sinn.

  2. Halbnerd sagt:

    Ich denke, wenn man die ganze Serie ausblendet (=Netflix schließen), dann kann man mit Disco wohl sehr gut leben. Nein, Spaß beiseite. Die neuen Star Wars-Ergüsse kamen bei Kritikern ja auch recht gut an. Da war die Meinung, sie wären „erfrischend“ oder „gewagt“. Im Grunde waren es sinnfreie Nacherzählungen. Discovery ist recht ähnlich. Das hat man in den 90ern alles schon mal gesehen und dort auch weit besser. Vermutlich werde ich diese Serie wirklich irgendwann ausblenden und mich Jahre später fragen, was das denn war. Dann beginnt womöglich ein Rewatch und eine neue Ausblendung – ein wahrer Teufelskreis.

  3. Enheitskanzler sagt:

    Die üblichen Jubelperser-Artikel. Aber was sollen sie sonst auch schreiben? Schreiben sie was Negatives, hauen die Fans ab und damit die Klickzahlen und damit die Werbeeinnahmen.
    Kritikerreviews von Websites, die sich auf Reviews spezialisiert haben, sind aus diesem Grund schon seit Jahren nicht mehr ernst zu nehmen. Das einzige, was halbwegs realistisch ist, ist die Schwarmintelligenz der User-Reviews, aber auch da muss man mittlerweile aufpassen, weil zu viele bezahlte Lobhudeleien dabei sind. Am besten die 10 letzten oder die zehn hochbewertetsten User-Reviews durchlesen, dann hat man ein einigermaßen brauchbares Bild, das nicht selten von der durchschnittlichen Sterne(oder was auch immer)-Anzahl abweicht.
    Schönes Beispiel: Disco bei Moviepilot. Durchschnittliche Bewertung 6,8 von 10; letzte 20 User-Bewertungen 0 bis 5 von 10.

    • frank sagt:

      ich finde es auch sehr aufschlußreich, was in kommentaren so geschrieben wird.

      gerade, aber nicht nur bei so jubelperserseiten wie robots & dragons meine ich über die dauer der dritten staffel eine verschiebung des tenors weg vom einstimmen in die jubelarien, und hin zu teils wirklich harscher kritik festgestellt zu haben, daß ich mich wundere, daß die kommentare dort nicht umgehend gelöscht wurden.

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  4. JackInTheBox sagt:

    Ich stelle jetzt einfach mal die Theorie auf, dass wir auf dieser Seite hier im Mirror-Review Universum leben. Anders kann ich mir das alles nicht mehr erklären!

    WAS bitte schön, muss denn jemand abliefern, damit diese menschlichen Markow-Ketten Generatoren irgendwas nicht total Supi finden?

  5. Kazairl sagt:

    Wie kann man eigentlich trotz der offensichtlichen Fehler in der dritten Staffel immer noch solche Höchstwerte vergeben? Sind die alle gekauft? Und wieso muss es eine eher kleine Seite wie zukunftia sein, die eigentlich Satire macht, die einer objektiven und gehaltvollen Kritik am nächsten kommt?

  6. G.G.Hoffmann sagt:

    Mal zum Vergleich, wo die anderen Serien um Folge 42 standen:

    TNG: Die Zukunft schweigt, Rikers Vater, Brieffreunde

    DS9: Der Maquis – Teil 2, Das Implantat, Die andere Seite

    VOY: Entscheidungen, Der Kampf ums Dasein 1+2

    ENT: Waffenstillstand, Die Zukunft, Canamar

    Da war überall noch sehr viel Luft nach oben. Allerdings saß man auch nicht ganz so tief im Keller wie DSC. Ich denke, wenn DSC sich wirklich Mühe gibt, könnte die vierte Staffel vielleicht so gut ankommen wie die zweite von ENT.

    • Kazairl sagt:

      Sie haben ja auch gute Grundlagen gelegt. Jetzt könnte DSC in Staffel 4 endlich klassisches ST werden, wenn Kurtzman es denn will.

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    • Nestroy sagt:

      Will er nicht.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      G.G.Hoffmann ist offenbar scharf auf Sülters Posten.

      Blöd ist nur, dass die „Discovery“-Macher nicht einfach nur vier Episoden pro Staffel produzierten. Dann könnten sie sich selbst im sechsten Produktionsjahr noch immer mit der ersten TNG-Staffel vergleichen lassen.

      Dass „Disco“ in viel langsamerem Tempo produziert wird, die Macher also viel mehr Zeit für Sorgfalt und Ideen (und das Verarbeiten von Feedback) haben, macht derlei „Vergleiche“ sogar noch absurder als das, was Sülter in seinen hilflosen Verteidigungs-Schablonen absondert. Das nur „mal als Vergleich“, in beiden Fällen ist aber, was Argumente angeht, noch deutlich Luft nach oben.

      Alle vorherigen „Star Trek“-Serien konnten bei Folge 42 auf zahlreiche Highlights zurückblicken. Bei „Discovery“ muss man das Zurückzublickende offenbar ausblenden, um überhaupt die Episode 42 genießen zu können. Auch das nur mal zum Vergleich und zur Überlegung, wo die jeweiligen Serien „um Folge 42 standen“.

      TNG beendete seine dritte Staffel nach drei Jahren Dauerproduktion mit einem Highlight wie „Best of Both Worlds“. „Disco“ verzapft im gleichen Produktionszeitraum bei deutlich geringerem Ausstoß (dafür fünfmal so vielen Producern) noch immer zusammenhangslosen Stuss.

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    • Agentbauer sagt:

      Serienfan, das kann ich exakt so unterschreiben.
      Disco produziert scheinbar so langsam, dass sie nach 10 Minuten Drehzeit schon wieder die komplette Handlung vergessen haben…

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      @Serienfan

      Wie willst Du das beurteilen, wenn Du die dritte Staffel bislang nicht gesehen hast (Willkommen im Club!)?

      Und was die Zahl der Producer angeht: bei TNG & Co. waren es nicht weniger. Die wurden nur nicht alle in der Titelsequenz eingeblendet, wie bei DSC, sondern in die bereits laufende Handlung. Einfach mal aufmerksam schauen, wer da alles als Producer, Co-Producer und Executive-Producer genannt wurde.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      25 Producer habe ich schon mal im Vorspann bei „Discovery“ gezählt. Ich kenne keine einzige „Next Gen“-Folge, die auch nur in die Nähe dieser Zahl gekommen wäre, aber Du kannst Deine „bei TNG & Co. waren es nicht weniger“-Behauptung sicher anhand zahlreicher Beispiele mühelos belegen.

      Amüsant aber Dein „wenn du nicht alles gesehen hast, kannst du es nicht beurteilen“-Einwand.

      Ich glaube, ich habe dieses „Argument“ seit der Sandkastenzeit nicht mehr gehört.

      Da ich auf irgendeine „ich muss ja auch nicht alles von Attila Hildmann gehört haben“-Erwiderung gar keinen Bock habe, möchte ich auf etwas anderes hinaus:

      Es gibt diese „Münze der Naivität“ in der Debatte.

      Auf der einen Seite der Münze steht: „Wenn du nicht alles gesehen hast, kannst du es nicht beurteilen.“ Auf der anderen Seite der Münze steht: „Wenn es dir nicht gefällt, warum guckst du dir dann alle Folgen an?“

      Meist wird diese „Münze“ von leidenschaftlichen Fans in die Debatte geworfen, denen selbst ein wenig die intellektuellen Voraussetzungen dafür fehlen, ihre Begeisterung für eine Serie begründen zu können. Sie glauben aber, damit die perfekte Zwickmühle für Gegner ihrer Serie entdeckt zu haben.

      Du wirfst mit großer Begeisterung diese Münze. Und ich frage mich amüsiert: Warum?

      Wer verteidigt mit hilflosen Floskeln eine Serie, ohne selbst Fan dieser Serie zu sein?

      Was ist Dein Beweggrund?

      Eine heimliche Liebe zu „Disco“, die Du hier nicht outen willst?

      In dem Fall kann ich Dich nur sehr zu einem „Disco“-Outing ermuntern! Die Diskussion mit einem Fan von „Disco“ wäre mir allemal lieber als die mit einem Querulanten, der das Trollen als Freizeitbeschäftigung entdeckt hat.

      Antworten
    • Kritikkritiker sagt:

      Lass dir die Zustimmung einiger eh schon angefressener Fans mal lieber nicht zu Kopf steigen, Serienfan. Du gleitest in Pöbelei und Beleidigung ab. Eine zu erwartende, aber dennoch keine schöne Entwicklung.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Ups! Ich konnte ja nicht ahnen, dass Attila Hildmann hier auch mitliest und jetzt beleidigt ist …

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      @Serienfan

      Ich habe DSC nicht verteidigt. Ich finde nur Leute so lustig, die sich für die intellektuelle Speerspitze von was auch immer halten, weil sie sich in ihrer Freizeit mit drittklassigen Fernsehserien beschäftigen.

      Vor diesem Hintergrund finde ich Jean-Luc Picards Umgang mit den Überlebenden aus dem 20. Jh. in der Folge „Die neutrale Zone“ (1.26) fast schon wieder nachvollziehbar und sympathisch.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Dein Verhalten ist leider weniger „lustig“, sondern eher ein wenig … tja, irritierend.

      Als ich schrieb, „Disco“ habe im Vergleich zu TNG ein Vielfaches an Producern, hast Du widersprochen, ohne ein Beispiel nennen zu können.

      Als ich sagte, „Disco“ könne bei Folge 42 (anders als die TNG-Serien) nicht auf Highlights zurückblicken, hast Du widersprochen, ich „könne das nicht beurteilen“, ohne ein solches Highlight benennen zu können.

      Was auch immer Deine Motive für ein solches Verhalten sein mögen (ich habe einen Verdacht, aber sei es drum): Jemanden, der permanent grund- und faktenlos widerspricht, bezeichnet man allgemein als Querulanten. Im Internet nennt man ihn weniger hochtrabend „Troll“.

      Aber gerne kannst Du mich jetzt bloßstellen und widerlegen. Nenne mir die TNG-Folgen mit zwei Dutzend Producern, und nenne mir die Highlights, auf die „Disco“ nach 42 Folgen mit TNG vergleichbar zurückblicken kann.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      @Serienfan:

      Leider hast Du auch kein Beispiel dafür genannt, sondern nur behauptet, Du hättest in einem Vorspann einer DSC-Folge 25 Producer gezählt. Aber ich glaube Dir das, da die Höchstzahl der 2017 und 2019 in einem Produktionsjahr genannten Producer 29 war, 2020 waren es „nur noch“ 20.

      Schon dein geliebtes Bonanza hatte 5 Producer, „Hell on Wheels“ gut 50 Jahre später deutlich über 20. Bei TOS waren es im Schnitt bereits 8, bei TNG ingesamt 27 und im Zeitraum 1998-1992 immer 12, DS9 im Schnitt 11, VOY 12, ENT 16.

      „The Expanse“, bekanntlich viel besser als DSC, hatte im Produktionsjahr 2017 übrigens 31 Producer. Es werden offenbar immer mehr. Ich bin sicher, wenn wir andere moderne Serien mit hohem Produktionsaufwand suchen, käme man auf ähnliche Zahlen. „The Kid“ von 1921 hatte nur eine Producer (Charly Chaplin), ist aber auch 100 Jahre her.

      Also bitte nicht immer Äpfel mit Birnen vergleichen. Die ständige Zunahme an Leuten, die in irgendeiner Producer-Funktion gerne in den Credits genannt werden möchten, nimmt offenbar ständig zu. Das sagt nichts darüber aus, ob eine Serie gut oder schlecht ist. Wir haben heutzutage gute und schlechte Serien mit vielen Producern. Und DSC wäre mit nur 10 Producern sicher auch nicht besser. Du machst Deine Kritik an ungeeigneten Beispielen fest.

      Antworten
    • Sparkiller sagt:

      @G.G.Hoffmann: Als offizieller Co- UND TV-Produzent von Kalkofes Mattscheibe finde ich das hasserfüllte Schlechtmachen meiner Position empörend! Da spricht der pure Neid, unter anderem weil man wohl selbst nicht über die nötigen 25 Ocken (oder so) dafür verfügte.

      https://i.imgur.com/cPivFNu.jpg

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      @Sparki

      Entschuldigung?? Ich habe sogar 50 Euro an Ira Behr gespendet, um in den Credits von „What we left behind“ zu erscheinen. Zu meiner Überraschung hatten sie meinen Namen aber vergessen und Ira ließ mir durch die Praktikantin seiner Sekretärin per E-Mail ausrichten, er könne wegen dieses „kleinen“ Fehlers nicht ein paar tausend Blurays neu pressen lassen. Kussi, live long and so on.

      Aber wenn Kurtzman mir anböte, für 1000 Dollar als Co-Executive-Vice-Supervising-Producer 0,3 Sekunden im Abspann von DSC zu stehen, wäre ich natürlich wieder dabei.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      G.G.Hoffmann am 18.2.: „Und was die Zahl der Producer angeht: bei TNG & Co. waren es nicht weniger.“

      G.G.Hoffmann am 25.2.: „Die ständige Zunahme an Leuten, die in irgendeiner Producer-Funktion gerne in den Credits genannt werden möchten, nimmt offenbar ständig zu.“

      Erst bleibt es gleich, dann nimmt sogar die Zunahme zu!

      Lieber G.G.Hoffmann, wenn es mit der Nachfolge von Sülters nichts wird, klappt’s ja vielleicht in der Politik. Diese „was schert mich mein Geschwätz von gestern“-Mentalität soll dort ja sehr gefragt sein.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      @Serienfan

      Es waren doch auch nicht weniger, gemessen an Alter und Komplexität der Produktion. In absoluten Zahlen waren es weniger. Aber wenn heute zwischen 16 und 30 „Producer“ (was auch immer für Funktionen und Entscheidungsbefugnisse sich hinter den ganzen …-Producern verbergen) normal sind, waren 12 Producer bei TNG ebenfalls viel, genauso wie 8 bei TOS oder 5 bei Bonanza.

      Es erschließt sich leider nicht, was die Zahl der Produzenten mit der Qualität einer Serie zu tun haben soll. Ist jetzt Bonanza doppelt so schlecht wie eine Serie, die nur 2 Producer hatte, TNG doppelt so schlecht wie Bonanza, DSC wiederum doppelt so schlecht wie TNG und „The Expanse“ 1,2 Mal schlechter als DSC? Und sind „Game of Thrones“ und „The Crown“ mit durchschnittlich 16 Producern dreimal schlechter als Bonanza und mindestens so schlecht wie ENT?

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      Jawoll, gib’s ihm Gigi.

      *macht noch einen Eimer Popcorn bereit, nur für alle Fälle…

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      Beachten Sie bitte auch die neue Crowdfunding-Kampagne zugunsten der VOY-Dokumentation.

      https://www.indiegogo.com/projects/the-star-trek-voyager-documentary/coming_soon

      Wenn das genauso schnell produziert wird wie „What we left behind“, bin ich zuversichtlich, bereits 2025 ganze 19 Minuten VOY in HD bewundern zu dürfen.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      Interessantes Projekt, nur leider falsche Serie.

      Da kommt mir die Idee für einen „Life-Hack“: Könnten wir – zum Schein – das Geld nicht für Voyager sammeln, es dann aber in DS9 stecken? Ich hätte dort gerne 40 statt 20 Minuten HD-Material.
      Zur Not greifen wir vorher auch noch die senilen TOS-Fans an der Haustür ab („Ja, für nur 1000 € rechne ich Ihnen alle ihre DVDs in 8K um! Ehrenwort.“).

      Hier übrigens noch ein kleiner Tipp von mir: Die beste Star-Trek-Episode der letzten 20 Jahre. Garantiert stimmungsvoll:

      https://www.youtube.com/watch?v=BZlRt05RY9Y&t=1127s

      Antworten
  7. phip sagt:

    Vielen Dank für die Presseschau. Es ist interessant die Blase zu verlassen oder andere Meinungen zu Gesicht zu bekommen, welche das Gegenteil eigener Erfahrungen repräsentieren. Auch ist interessant, wie viele relativierende Aussagen sich in den Kritiken befinden.

    Ich bin leider nicht dazu gekommen die letzte Folge in Gänze und ohne einzuschlafen zu sehen. Ich habe es bis jetzt noch zwei Mal versucht.

    Ich glaube in den DIS-Bildern befindet sich eine subliminale Botschaft, auf die ich anders reagiere, als die Fachpresse. Ich weiß nicht, woran das liegt; möglicherweise am frühen Konsum des Canons und dem kritischen Umgang damit oder an der Ernährung oder meiner Lebensweise, die sich komplett von der des Fachpublikums unterscheiden.

    • Serienfan sagt:

      „… wie viele relativierende Aussagen sich in den Kritiken befinden.“

      Das ist aber höflich formuliert.

      Mit erinnern die Reviews ja an ratlose Strafverteidiger, die angesichts einer erdrückenden Beweislage von der Schuld ihres Mandanten selbst zu hundert Prozent überzeugt sind, die aber doch irgendwas zu Gunsten des Angeklagten vorbringen müssen.

      Antworten
  8. dnjhzgf sagt:

    Ja nu, die hatten wahrscheinlich denselben Presseverteiler mit Formulierungshilfen. Ich sage nur: „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“

    So funktioniert Content Marketing. Man will es sich mit den Hauptwerbekunden Netflix und Amazon oder Disney+ nicht verscherzen.

    Die nutzen ja auch dieselben mitgelieferten Bilder für ihre Reviews. Warum Mühe machen?

    Ein Problem an nicht gekennzeichnetem Content Marketing ist es, dass es schwer zu beweisen ist. Wenn man es beweisen kann, wird es teuer für die Beteiligten. Es ist nämlich ein Fall von Wettberbsrecht. Es bräuchte eine Art Wallraff, der sich mal in eine der verdächtigen Redaktionen einschleust und danach auspackt. Man muss es nur schaffen, die Verschwiegenheitserklärung nicht zu unterschreiben. Wenn man Glück hat, vergessen das manche Firmen am Anfang. Habe mal in einer Werbeagentur gearbeitet und der Chef hat dann gesagt, morgen müssen Sie noch die Verschwiegenheitserklärung unterschreiben. Habe ich nicht gemacht, er nicht dran gedacht. Ich hätte voll vom Leder ziehen können. Hab ich nicht gemacht. Aber man müsste das irgendwie verzögern und dann bei einem gescheiten Blatt veröffentlichen. Was man auch machen kann, bei eindeutigen Artikeln mal die zuständige Landesmedienanstalt anschreiben.

    Und schaut Euch mal das Hauptmenü von Serienjunkies an. Da uist ein gelber Menüpunkt. Die Seite richtet sich an Serienjunkies. Aber komischerweise haben wir einen direkten Link im Hauptmenü auf Star Trek Discovery. Klickt da mal drauf!

  9. Knut sagt:

    Auf Golem und Heise las sich das Fazit nicht so pralle wie bei den üblichen Verdächtigen.

    Ob die anderen Reviews, wie in den Kommentaren spekuliert, wirklich alle gekauft sind? Bei Trekmovie mag das so sein, auch wenn man anderes behauptet. Ich kann mich noch gut an deren Anfangszeit erinnern. Wurden im Vorfeld des ersten Reboot-Films gegründet, daher auch der Name. Obwohl bis dahin ein kleines Lichtlein, bot man Exklusiv-Content mit Kurtzman und Orci. Die haben da sogar eine Zeit kommentiert. Orci reagierte auf mein blutjunges Ich mal pikiert, als es mit gebrochenem Englisch meinte, dass Transformers keine Handlung hätte. Mit Sicherheit wird Trekmovie diese Nähe zu Kurtzman und Co. nie aufgegeben haben.

    Sülter ist mMn ein Sonderfall. Hat ein Allerweltsfach studiert, aus dem er seit Jahren raus ist, und versucht sich jetzt als Einthemenjournalist, erfolgreich, wie es scheint. Der kann natürlich nicht austeilen, weil er dann diverse Aufträge nicht mehr bekäme – und komplett weg vom Fenster wäre. Find’s sowieso bemerkenswert, wie der es schafft, seit fünf Jahren dieselben Texte wieder und wieder irgendwo unterzubringen. Seine Reviews werden ja auch nicht von ihm geschrieben, sondern „präsentiert“. Ja nicht zu tief stapeln. Jedem seiner Texte folgt ein mehrzeiliger Absatz, der erklärt, was für ein toller Typ er sei: Mit Kind, Pferd und Frau auf einem Bauenhof lebend. Bücher, mit den bereits bekannten Texten, bitte bei Amazon bestellen … Früher hatten solche Experten mal einen Draht zu Hollywood, heute übernehmen sie Memory Alpha und wissen sich zu präsentieren.

    Bei den meisten Seiten vermute ich aber einen anderen Hintergrund. Die wissen schlicht nicht, wie man sich mit Inhalten auseinandersetzt. Zwischen allen Stühlen schwebend, schmeißen die daher unbeholfen mit abgeschauten Floskeln um sich. Das soll kein Vorwurf sein. Hätte es früher schon ein dermaßen nach Inhalten lechzendes Internet gegeben, hätte diesen Bedarf auch irgendjemand stillen müssen. Feuilleton-Schreiber wuchsen halt noch nie an Bäumen. Da kann das Heer an „Irgendwas-mit-Medien“-Bachelors noch so groß sein.

    • Hayos sagt:

      Der Mensch liebt Geschichten (deswegen finden wir uns auch auf Zukunftia zusammen) und Verschwörungsmythen wie gekaufte Reviews sind eine spannende Geschichte. Und auch ich neige zu solchen Geschichten – ich bin eben ein Mensch. Aber man sollte – und da bin ich ganz bei dir – nie die schlichte Inkompetenz der Menschen unterschätzen. Mit schnöder Inkompetenz lassen sich am Ende fast alle Verschwörungsmythen erklären. Das ist zwar nicht spannend (geradezu enttäuschend), aber so ist der Mensch, ein höchst fehlerhaftes Wesen.

      Genau wie bei Kurtzman: Er will uns nicht auf größtmögliche (fast schon fantasievolle) Art ärgern. Er ist schlicht inkompetent.

      Ja, das ist eine langweilige Auflösung, aber that’s life.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Was heißt denn „gekauft“. „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.“

      Natürlich wird man es sich nicht mit potenziellen Werbekunden verderben wollen. Was das mit „Verschwörungsmythen“ zu tun haben soll, ist mir nicht klar.

      Ich fände es übrigens sehr legitim, wenn solche Review-Rubriken auch wirklich von Fans der Serie geschrieben werden, und nicht von Leuten, die etwas offensichtlich schönreden wollen, von dem sie selbst aber genau wissen, dass es dummer Quatsch und eine Schande für Star Trek ist.

      Vielleicht ist aber echten, wirklich überzeugten Disco-Fans gerade mal ein „Boa, Alter, war echt geil, ey!“ zu entlocken. Also müssen sich die armen Sülters-Auftragsschreiber irgendein Lob aus den Fingern saugen, was ihnen sicher ähnlich schwer fällt wie der typische „Mein schönstes Ferienerlebnis“-Aufsatz in der Schule.

      Antworten
    • totschlagargument sagt:

      Jetzt kann ich mal aus dem Nähkästchen plaudern. Ich selbst habe im Computerspielesektor vor etwa 15 Jahren im Content Marketing gearbeitet. Das ist keine Verschwörungstheorie, sondern Realität. Du bekommst so und so viel für eine Anzahl an Artikeln. Eventuell schalten sie auch Werbung. Dann kommst Du natürlich in einen Verteiler. Dort sind lizentechnisch kostenfrei nutzbare Bildmaterialien oder Videos nebst Formulierungshilfen und Vorschlägen für die Gestaltung der News. Natürlich zwingen Sie Dich nicht, diese zu verwenden. Das wäre nämlich illegal. Allerdings gibt es stillschweigend Druck. Wenn Du zu ehrlich bist, verlierst Du den Werbekouden. Problem, davon lebst Du. So hatte ich Vorgesetze, die dann mal gesagt haben. Schreib es nicht zu negativ, wenn Dir etwas nicht gefällt oder man musste ins Gespräch. Natürlich gab es auch Bauernopfer. Spiele von Spielefirmen, die mit uns nichts zutun hatten. Kleine Entwickler. Da werden dann ganz objektiv bewertet und auch von den Werbekunden darf man mal ein schlechtes Spiel nur durchschnittlich bewerten. Sonst fällt es auf. So war das schon vor 15 Jahren.

      Und es gibt diese schönen Dokus, z.B. bei Arte, über systematische Fakebewertungen und Verkäufer solcher Bewertungen. Etwa 60% der Bewertungen im Internet sind gekauft. Auch keine Verschwörungstheorie, sondern seriös recherchiert.

      Aber mit dem Framing Verschwörungstheoretiker kann man ja son schön Diskussionen totschlagen.

      Oder denkst Du die Beschwerdestelle der Landesmedienanstalt zum Thema Schlechwerbung ist zum Spaß da? Weil es das nicht gibt. Übrigens reicht schon die Tatsache, dass Du nennenswert Werbung für etwas geschaltet hast und auffälig oft positive Review für den Werbenden schreibst, um Ärger nmit denen zu bekommen. Die schauen nämlich auch auf den Kontext.

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      @ Serienfan
      Man darf es sich ja nicht nur nicht mit den Werbetreibenden zu sehr verscherzen sondern auch vor allem nicht mit der Leser-/Zuhörerschaft.
      Also wird man so schreiben, dass möglichst viele Leser dem zustimmen oder zumindest damit leben können. Man muss nur aufpassen, dass man nicht zwischen allen Stühlen landet und es keinem recht macht.
      Wenn man sich auf eine Seite schlägt dann bitte auf die Seite die die Mehrheit der Leser repräsentiert und dann muss man auch auf biegen und brechen da bleiben.
      „Wir stehen auf seiten des Lesers!“ Es wird geschrieben was der Leser lesen will.

      Dieser Ketwolski (Discogutfinder) musste letztens auch zurückrudern, nachdem ihm bei der Auflösung des Burns der Kragen geplatzt ist. „Nee, nee, Disco ist immernoch toll, es war ja nur dieses eine Detail, seid nicht böse auf mich, beste Staffel ever, Burnham for President.“
      Die Profischreiberlinge sind stellenweise schon in einer beschissenen Situation.

      Aber geht es vielleicht nicht nur um Inkompetenz/Gleichgültigkeit oder darum vor den Werbern/Lesern zu Kreuze zu kriechen sondern auch um eine andere tatsächlich andere Beurteilung des gezeigten?

      Bei Sülters Podcast z.B. klingt das sowieso etwas anders als in seinen Siffi-Reviews und seine Gäste reichen von Meckerköppen bis zu Disco-Fans, die Unzulänglichkeiten zwar wahrnehmen aber dann auch wieder beiseite schieben weil ihnen das Gesamtpaket gefällt.
      Das klingt wie deren ehrliche Meinung.
      Die kann ich kann zwar nicht nachvollziehen aber es gibt auch Leute die mir mit toternstem Gesicht erzählen wollen Deep Space 9 wurde ja erst in der 5. Staffel richtig gut.
      Da frage ich mich auch, was die geraucht haben.

      Wenn „wir“ uns also schon bei traditionellem Star Trek nicht darauf einigen können was gut oder schlecht ist, warum sollte das denn bei NeuTrek anders sein.

      Also warum soll eine Nele von den Robotern und Drachen (die ja auch genug meckert) oder ein Schäfer bei Serienjunkies Disco nicht im Kern tatsächlich für brauchbar halten?
      Nach dem Motto: Ausführung hat Macken, aber das Herz ist auf dem rechten Fleck, interessanter Eintrag ins Trek Universum, mal was anderes ect. bla bla.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      Danke für die interessanten Einblicke, lieber Herr Totschlagargument.

      So was lese ich tatsächlich immer sehr „gerne“, da uns dieses Thema weit außerhalb von Schrott-SF beschäftigen sollte. Seien es „Reviews“ zu Kinofilmen, Gesundheitsartikeln, Unterwäsche, Sexspielzeug oder Dienstleistungen.

      Auch Finanzprodukte, Politik, Wirtschaft und die anerkannte Form der Erde (Scheibe?!) könnte man über so etwas stark beeinflussen.

      Wir selber haben uns das hier ja schon vor Jahren zusammengereimt:

      https://www.zukunftia.de/7408/von-influencern-paid-content-und-reviewseiten-alles-nur-gekauft/

      Immer noch ein sehr ausgewogener Artikel, wie ich finde.

      Man muss sich halt klar machen, dass ALLES in irgendeiner Form tendenziös ist. Wobei ich uns selbst tatsächlich rausnehmen muss, denn wir werben ja NIE für irgendjemanden, der nicht wir selber sind.

      Und guckt mal, bei diesem KAUFTIPP hier ist nicht mal ein Affiliate-Link im Hintergrund:

      https://www.amazon.de/Picket-Fences-Tatort-Gartenzaun-Komplettbox/dp/B075MBFR5M/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&dchild=1&keywords=picket+fences&qid=1610980795&sr=8-1

      Daher hätte ich echt gerne wieder mehr FAN-Seiten zu Serien/Filmen im Internet. Gerne im Scheiß-Design und mit zugemülltem Forum. Das würde ein mittelgroßes Medienunternehmen nämlich nicht betreiben oder unterstützen.

      Antworten
    • Torim2010 sagt:

      „Also warum soll eine Nele von den Robotern und Drachen (die ja auch genug meckert) oder ein Schäfer bei Serienjunkies Disco nicht im Kern tatsächlich für brauchbar halten?
      Nach dem Motto: Ausführung hat Macken, aber das Herz ist auf dem rechten Fleck, interessanter Eintrag ins Trek Universum, mal was anderes ect. bla bla.“
      Also wenn man einen Podcast über nur meckert und in einer Folge insgesamt nur einen Punkt als gut ansieht dann ist es schon seltsam wenn man die Folge als alles in allem eine überdurchschnittliche Folge bezeichnet.

      Antworten
    • MirFälltKeinNameEin sagt:

      Hallo, ich finde es interessant, wie schnell etwas als Verschwörungsmythen abgetan wird, diese Erfahrung habe ich aber persönlich gemacht mit Menschen, die sich nicht wirklich mit dem Thema auseinandersetzen wollen (Ist nicht persönlich gemeint oder böse als Angriff), wie z.B gekaufte Rezensionen dafür muss man, wie ich es eben mal gemacht habe, einfach mal 30 Sek. Googeln und dann findet man schnell folgende wie ich finde auch interessante Artikel dazu.

      https://www.zdf.de/politik/frontal-21/fake-mit-5-sternen-vom-15-dezember-2020-100.html

      https://www.br.de/nachrichten/netzwelt/gekaufte-bewertungen-im-internet-wie-sie-gefaelscht-werden,SJLLO8w

      https://www.swrfernsehen.de/marktcheck/fake-gekaufte-bewertungen-bei-amazon-marketplace-100.html

      https://www.businessinsider.de/tech/fake-bewertungen-bei-amazon-r/

      Das ist nur natürlich die spitze des Eisberges und natürlich findet so was auch bei Filmen, Serien und Spiele statt.

      Wie auch in dem Forum noch aus dem Jahr 2010 zu lesen ist, als ein großer Spielehersteller verbieten wollte, Bild und ton aus ihren Produkten zu nehmen für Rezensionen, die nicht direkt von ihnen erlaubt waren. (Damals auch nur durch GameOne erfahren)

      https://www.zeldachronicles.de/forum/index.php?thread/4768-square-enix-s-hammer-und-pressefreiheit/&s=6a6e45767f697a92a3ab4e39426885549c5c84d3

      Ich persönlich finde die Kritiken von Zukunftia sehr gut geschrieben, sie spiegeln oft das wieder, was ich als Zuschauer empfinde, wenn ich mansche Filme,/Serien ansehe, Beispiel Discovery. Ich persönlich werde keine Weiteren folgen mehr ab Staffel 4 von Discovery ansehen. (Dies tut mir im Herzen weh, weil ich Star Trek liebe, aber nicht das, was Discovery draus gemacht hat.)

      Als ich Black Panther vor Kurzem angesehen habe, dacht ich, nur (schreib ich nicht) und habe die Kritik von Zukunftia hier gelesen und muss sagen, diese Kritik stimmt wirklich.

      Und jetzt verstehe ich auch eric cartman haha nach all den Jahren was er damit meinte bei Token.

      Antworten
    • totschlagargument sagt:

      Die meisten Seiten beginnen als Fanseiten. Doch ab einer bestimmten Größe wird man öfter mal eingeladen, sich die Premiere der Präsentation X in Dubai anzuschauen oder man bekommt mal ein Fresskörbchen von einem Verleih mit Blu Rays oder Games. So fängt das an. Natürlich bekommt man dann auch Zugang zu Screenern, die man schon vor Veröffentlichung sehen kann, für die Reviews.
      Das sind alles Annehmlichkeiten, die schnell wegfallen, wenn man zu unbequem wird.

      Und ja, der Tod der Fanseite ist schließlich, wenn man in ein großes Netzwerk aufgekauft wird.
      Über eines davon habt Ihr ja schonmal berichtet.

      z.B. Filmstarts war mal eine richtig gute Seite, auf der Filme hochwertig besprochen wurden. Man muss sich nur mal anschauen, was daraus geworden ist. Ähnelt heute einem Promiflash für Filme.

      Antworten
  10. totschlagargument sagt:

    P.S. Es müssten nur aufmerksamje Leser häufiger mal das Meldeformular der jeweils zuständigen Landesmedienanstalt verwenden. Die handeln nur auf Antrag. Also, man schaut in das Impressum des Verdächtigen, sucht die zuständige Landesmedienanstalt und sendet da die vorher gut recherchierten Indizien hin.

    P.S. P.S.

    https://www.die-medienanstalten.de/themen/werbeaufsicht

    Auch beim Presserat gibt es die Möglichkeit (Die sanktionieren auch)

    https://www.presserat.de/presserat-schleichwerbung.html

  11. Nummer 6 sagt:

    @ Klapo & Sparkiller

    Ich würde gerne mal versuchen, Eure Kritiken in die Review-Auflistung bei der IMDb einzupflegen, wenn Ihr nichts dagegen habt?

    https://www.imdb.com/title/tt12047918/externalreviews?ref_=tt_ov_rt

  12. Tom Kyle sagt:

    Tja und ohne neue Star Trek Folgen wäre diese komische Seite schon lange tot. Also hoffen wir mal darauf das wir noch viele neue Star Trek Serien sehen damit ihr euch weiter auskotzen könnt.

    • Zuse sagt:

      ???

      Nö!

      Man redet hier auch viel über andere Serien/Filme.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      Danke für den Hinweis, Tom.

      Er verdeutlicht ganz gut, was das heutige „Problem“ ist: Dass man kritischen, experimentelleren Webseiten unterstellt, dass sie „tot gehen“, wenn sie nicht mit dem Strom schwimmen. Dabei ist es für ein Hobbyprojekt tatsächlich egal, ob täglich 50 oder 5.000 Leute reinsehen.

      Und ich muss gestehen: Ich habe keine Ahnung, wie viele es hier gerade sind. Müsste mal wieder Sparkiller fragen oder im System rumsuchen.

      Außerdem brauchen „wir“ kein (echtes, populäres) Star Trek zum „Überleben“. Das beweist die Zeit ab 2005 bis heute.

      Die ganz bösen Auskotzer zählen die Jahre 2001-2005 gerne noch dazu.

      Antworten
    • Sparkiller sagt:

      „Ich habe keine Ahnung, wie viele es hier gerade sind.“

      Wir haben die größten Besucherzahlen der Geschichte, Punkt. Die Fake-News-Medien behaupten, es wären viel weniger. Aber ich bin dort… äh… hier gewesen. Ich sehe Besucher bis zum digitalen Horizont, so viele Aufrufe hatte vor uns noch keine Webseite. Fakt!

      Auf der Straße kommen wildfremde Menschen auf mich zu und sagen: „Hey, so viele Besucher habe ich noch nie auf einer einzelnen Seite gesehen!“, was natürlich eine völlige Untertreibung darstellt. Fakt!

      Der Moment, wo manchmal deine Internet-Verbindung schlechter wird? Das liegt an uns, weil wir so viele Besucher haben. FAKT!

      Daher werden wir ab nächste Woche auch exklusive „FAKT ZUKUNFTIA“-Mützen in unserem Shop anbieten.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Yeah … ZUKUNFTIA FIRST!!!

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      @Tom

      Mir ist es auch schleierhaft, wie Sparki und Klapo die 12 Jahre zwischen dem Ende von ENT und dem Anfang von DSC überbrückt haben. War die Seite in der Zeit überhaupt online?

      Antworten
    • JackInTheBox sagt:

      Falls Sparki und Klapo mal Langweile haben, könnten sie sich auch der neuen „Batwoman“ DC-Serie annehmen. Nur so als Tipp…

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      @Jack: Ehrlich? Die Serie soll eine der miesesten sein der letzten Jahre, noch schlimmer als Kurtzman-Trek. Zählt das nicht schon als Folter?

      Antworten
    • Grinch1969 sagt:

      Grauenhaft, nach Episode 1 der ersten Staffel gar nicht mehr eingeschaltet. Das Teil ist noch grütziger als STD und Pic. Aus „diversen“ Gründen….

      Antworten
    • Bolleraner sagt:

      Früher gab es auf jeder Seite einen Besucherzähler. Wann und wieso ist der eigentlich außer Mode gekommen?

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Mich qürde trotzdem interessieren, ob Spark und Klapo die Serie gesehen haben und was sie von ihr halten.

      Antworten
    • JackInTheBox sagt:

      @Kazairl: Danach betteln sie jedenfalls nach Disco Staffel 4 ;-)

      Antworten
    • Sparkiller sagt:

      @Kazairl: Von Arrow und Flash hatte ich zumindest die Pilotfolgen gesehen und von Legends of Tomorrow sogar 3/4 von Staffel 1. Provozierend schlecht fand ich das alles nicht, eher etwas langsam, laberig und low-budget.. ig.

      Halt passend zu dem, was dieser CW-Sender sonst so produziert.

      Hatte aber das komische Foto der verschiedenen Batwomansse gesehen, welche schon sehr… äh… „anders“ designt waren und jetzt nicht gerade zum Reinschauen motivierten:

      https://www.google.de/search?q=cw+batwoman&source=lnms&tbm=isch

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Zur Frage: Was machen die Zukunftia-Autoren, wenn es mal kein Star Trek mehr gibt? Klar, sie schließen die Zukunftia-Seite und erfinden vor lauter Langeweile ein Heilmittel gegen Krebs.

      Eines ist allerdings wahr. Star Trek ist erst dann tot, wenn sich niemand mehr über den Schund, der im Namen von Star Trek produziert wird, aufregt.

      Bei „Doctor Who“ kann man das aktuell beobachten, zumindest in Deutschland. Da scheint es nicht einmal mehr „Hater“ zu geben.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      ²Serienfan: Kann man nicht schon sagen, dass Doctor Who quasi schon mit einem Bein im Grab steckt? In Deutschland kräht wirklich kein Hahn mehr danach (lief die jüngste Reinkarnation überhaupt im Fernsehen oder ist zum Streamen erhältlich?), aber selbst im Mutterland hat der neueste Doktor Who BBC nicht gut getan und die Einschaltquoten sins so mies wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

      Antworten
    • Ben3000 sagt:

      Die Doktreuse läuft gerade auf One in FreeTV. Die hatten die Lizenz wahrscheinlich noch unter Smith gekauft für die kommenden x Staffeln und müssen das jetzt aussitzen. :D

      Dass man eine eingekaufte Serie ungesendet absetzt, kann man sich wahrscheinlich im öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht erlauben…

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      „Tot“ ist so eine Sache.

      Das „Doctor Who“-Franchise wird es wohl noch so lange geben wie Nivea Creme oder Jägermeister. Das gilt ja auch für Star Trek oder Star Wars, die ich längst als „too big to fail“ einstufen würde.

      Es hat ja nun in den letzten 20 Jahren nicht wenige Flops gegeben. Aber die Totgesagten wandeln immer noch.

      Ich kaufe mir ja immer noch regelmäßig die Mediabooks mit den Classic-Folgen, die mit großem technischen Aufwand geradezu perfekt eingedeutscht werden. Offenbar gibt es also doch noch genug Liebhaber, sodass sich diese Veröffentlichungen rechnen. (Wäre übrigens witzig, wenn sich Klapo da mal das ein oder andere Classic-Who vornehmen würde, denn unter den alten Folgen waren schon auch nicht wenige Gurken dabei.)

      Die Frau Doctorin kriegt ja jetzt noch ihre dritte, stark verkürzte Gesichts-Wahrungs-Staffel, von der man sich wohl leider auch nicht viel versprechen kann. Ich bin übrigens immer noch der Meinung, die beste „Doctor Who“-Serie seit Tennant war das wunderbare „Sarah Jane Adventures“. Ein Jammer, dass sich Chiball nicht daran orientierte, sondern … tja, ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, woran er sich orientiert hat!

      Da aber das „Re-Setten“ bei „Doctor Who“ in der DNA liegt, könnte die Reihe mit neuem Showrunner und neuem Cast durchaus wieder populär werden.

      Übrigens: Nachdem ich einst erlebte, wie das ZDF die Serie „Veronica Mars“ einfach mal so um 3:00 Uhr morgens zeigte, kann man den „öffentlich-rechtlichen“ locker alles zutrauen.

      Antworten
  13. The Doctor sagt:

    Beängstigender Weise gibt es Gerüchte, demnach Chris Chibnall auch nach dem Ausstieg von Jodie Whitaker als Showrunner bleibt. Da kann man nur hoffen, dass die BBC auf seinen „Quotenerfolg“ reagiert und ihn endlich zum Chefschaufler in der Latrinenabteilung befördert.

    Die eingedeutschten Classic-Folgen hole ich mir auch sehr gerne. Blöd nur, dass die seit Jodie das neue Logo draufklatschen. Aufgrund der willkürlichen Erscheinungsreihenfolge stehen da nun die DVD’s mit verschiedenen Logos gemischt im Regal. Ärgerlich.

  14. Kazairl sagt:

    Das hier ist gut: https://www.youtube.com/watch?v=CFx1RTlog3E

    bei „beautiful vision of the future“ konnte ich nicht anders als verächtlich lachen. Wo ist die DSC-Zukunft bitteschön wunderschön (außer vielleicht visuell)?

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