Das ernsthafte Medienmagazin

Kurzkritik: „Symbol“ (2013)

Handlung: Ein Asiate im clownesken Schlafanzug erwacht in einem weißen Raum, in dem es vor allem eines gibt: Penissymbole an den Wänden. Drückt er diese, tauchen Alltagsgegenstände, Nahrung oder gar ein afrikanischer Stammeskrieger(!) auf. Um diesen Alptraum verlassen zu können, befleißigt er sich, mit der versammelten Flohmarktauslage einen Weg nach draußen zu finden. In einer Parallelhandlung sehen wir dann noch einen Wrestler namens „Die Schnecke“.

Der Einfall an sich: Irgendwie ist das ‚Cube‘, irgendwo ‚Slapstick‘, irgendwann dann nur noch ‚Wirrer Blödsinn‘. Eine derartig abgefahrene Geschichte muss man auch als krampfhaft Suchender erst mal finden. Mann, hatte ich ein Glück!
Übernatürlich geht immer: Allein die Frage, was wohl noch auftauchen mag, rechtfertigt 85 Minuten dieses 90-Minüters. Vom Kackhaufen bis hin zum Flugzeugflügel traut man den Machern irgendwann ALLES zu.
Albernheit kennt Grenzen: Leider ist die ganze Geschichte streckenweise so albern, dass man sich fragt, wie der Typ es schaffte, mit zwei Armen in ein Nachthemd zu finden. Die Slapstick-Szenen erforderten einfach zu viel Doofigkeit. So schafft er es nicht mal, unendlich(!) viel nachlaufendes Wasser in eine Vase zu füllen.
Nicht so richtig konsequent: Die Zeit für die (De-)Aktivierung gewisser Effekte schwankt zwischen ‚2 Sekunden‘ und ‚Ruhig noch mal nen Kaffee brühen‘. Das ist zwar vorteilhaft für die Macher, wäre mit mehr Timing-Logik aber cleverer gewesen. Dafür hätte ich gerne auf die zig ‚Siegesgewiss in Kamera grinsen‘-Cuts verzichtet!
Warum denn nur? Was das alles sollte, das erklärt sich nur dem, der gerne manisch Pillermänner an die Wand malt. An der Handlung herumzudeuten macht nicht wirklich Spaß, da selbst das krasse Ende wie ein weiterer japanischer Bildwichs… äh, Bildwitz wirkt.

Fazit: Kann man mal so weggucken – sollte man dann aber mit der Gewissheit tun, dass man es eher als Test für das eigene Kunstverständnis tut. Außer ‚Gott mag Penisse?‘ fällt mir hier nachträglich nämlich keine andere Botschaft ein.

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM


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Artikel

von Klapowski am 07.06.16 in Film-Review

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