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Rick Berman: The Last Contact

Mr. Berman hat uns lange begleitet. Wir haben wegen ihm geweint und wir haben über ihn gelacht. Wir teilten viele Jahre seine Sicht auf Star Trek, ja, viele haben sie sogar gewaltsam ZERteilt. Nun, da seine Ära beendet ist, reiste ich für ein letztes Gespräch mit ihm in die USA, um ihm zum Abschied eine goldene Uhr zu überreichen. Auch sprachen wir über Dinge, die nichts mit ST zu tun haben. Wie z.B. NEMESIS…

Klapowski: Hallo, Mr. Berman! Wie stehts, wie stehts? Ich meine natürlich Ihre weitere Karriere, ha-ha-ha! Scherzchen. – Hübsch haben Sie es hier!

Rick Berman: Danke. Allerdings hat sich Brannon um die Einrichtung gekümmert… Er ist übrigens gerade einkaufen.

Klapowski: Ah so. Oh! Sehr stilvoll, diese janusköpfige Janeway-Büste! Wie Mr. Braga den guten und den grausamen Wesenszug gleichermaßen eingebaut hat, ist schon phänomenal! Diese charismatisch zerfurchte Stirn hier vorn…

Berman: (*etwas verlegen*): Nun ja, da habe ich ein bisschen geholfen… Beim Durchmischen der Drehbuchseiten für NEMESIS habe ich mit dem Ellenbogen etwas zu sehr ausgeholt…

Klapowski: Gut, kommen wir zur ersten investigativen Fangfrage. Als erstes möchte ich von ihnen wissen, wie man sich nach so vielen Jahren bei Star Trek nun auf der Reservebank fühlt! Ist das Spiel – und Star Trek allgemein – damit für Sie gelaufen? Oder hoffen sie noch auf ein verspätetes Elfmeterschießen? – Verzeihung, derlei fußballerische Abschweifungen sind in meinem Gewerbe im Moment so üblich…

Berman: Nun ja, zur ersten Frage: Es ist schon etwas merkwürdig, plötzlich hier nur zu sitzen und nicht mehr kreativ sein zu können. Es fühlt sich also ein bisschen so an wie bei meiner Zeit bei den ersten beiden ENT-Staffeln. Vermutlich empfinde ich so, wie in ihrem Land die Menschen, die dieses… (*überlegt die richtige Aussprache*) äääh… Hoortz Four beziehen. Aber ich will mich wirklich nicht beschweren! Das tue ich erst in 2 Stunden, wenn mich der Interviewer vom „TV Guide“ besucht…

“Wäre es Okay, wenn ich während des Interviews in meinen Spiegel schaue? Ich kann freier reden, wenn ich in ein vertrauenswürdiges Gesicht sehe!“ – Zuhause ist, wo Pudding ist: Rick Berman führt mich durch sein Anwesen, das er scherzhaft mit „Küche, Bad, 5 Kinderzimmer“ beschreibt. In jedem einzelnen stehen Work-Arts allerlei ST-Folgen. Das Erstaunliche: Es sind auch hier nur die aller-allerschlechtesten!

Klapowski: Fühlen Sie sich schlecht behandelt? Vielleicht auch von Ihren Neurologen? Immerhin haben Sie lange Zeit gesagt, der Misserfolg von NEMESIS und ENTERPRISE läge nicht an den Geschichten oder dem Konzept, sondern an dem Umfeld. – Darf ich „Umfeld“ mit „Fans“ übersetzen?

Berman: Ich bitte sogar darum! Auch wenn ich „Unfeld“ bevorzuge. Oder gleich „Unfall“. Nicht falsch verstehen: Ich liebe alle Fans von Star Trek von ganzen Herzen, aber in den letzten 10 Jahren hätte ich jeden einzeln eigenhändig erwürgen können. Aber das gehört dazu und die meisten Fans verstehen das… Das Problem mit den Geschichten war einfach, dass wir den Anspruch einfach zu weit hochgeschraubt haben, in der Hoffnung, dadurch die Zuschauerzahlen – und den Zuschauer selber – zu verbessern. Aber diese Deppen sind sich ja zu schade dafür, für den vollen Trekgenuss ein paar Bücher zu lesen und ein oder zwei Filmhochschulen zu besuchen.

Ich glaube, viele Drehbücher wurden einfach nicht richtig verstanden. Das ist natürlich zum Teil auch unsere Schuld! Zum Beispiel hätten wir für viele deutlicher herausarbeiten müssen, dass Shinzon ein Klon von Picard ist! Ein Schatten, ein Echo, ein Zwilling, ein…

Klapowski: Schon gut. Ich hätte es nicht ansprechen sollen. War Ihr Fehler. – Was halten Sie denn von den kürzlich aufgekommenen Gerüchten um eine Story um Kirk und Spock an der Sternenflotten-Akademie bei ST 11? Quatsch mit Soße oder ganz großes Länderspiel?

Berman: Ich finde die Idee großartig! Überhaupt haben viele Figuren bei Star Trek so viel Potenzial, so viel Leidenschaft, so viel Vergangenheit, so viel Rick-Berman-Herzblut! Vermutlich könnte man mit jedem von ihnen einen Film in der Vergangenheit drehen. Nein, ich muss mich korrigieren: Nicht könnte, sondern sollte! Überlegen sie nur, was ein durchschnittlicher Fähnrich auf einem Flaggschiff der Sternenflotte in nur einem Jahr erlebt! Sulu, Chekov, LaForge: Ich bin mir sicher, dass wir auch dies eines Tages beleuchten werden! Vor einigen Jahren spielten wir auch bereits mit dem Gedanken, Wesleys Vergangenheit VOR der Enterprise D zu enthüllen! Wie ist er zu dem geworden, was er ist? Wir würden sehen, was ihm sein Vater bedeutete und warum dieser sterben musste. Empfand er Hass auf Picard? – Ich denke klar und eindeutig: Jein!

In solchen Fällen hilft mir übrigens meine Frau, mich in solch komplexe Charakterzüge hineinzuversetzen. Sie brachte mich auf die Idee, dass der Tod von Data am Ende von NEMESIS die Crew erschüttern könnte. Daher auch die wehmütigen Blicke am Ende! Auf diese Sequenz bin ich übrigens sehr stolz! Wir arbeiteten mit allen technischen Hilfsmitteln: Zeitlupe, Schauspielunterricht, Besenstil und Gleitmittel, Wachsfiguren… Man sieht kaum, dass Troi eine animatronische Puppe von Jim Henson ist!

“Ein Interview für das Voyager-Center.de? Ich mache mich doch nicht unseriös! Da gehe ich lieber zu dem gutaussehenden Herrn dort drüben!“ – Wird demnächst als Prequel verfilmt: Dies sind Archivaufnahmen des Jahres 2001, als Klapowski und Rick Berman sich kennen lernten. Damals stellte er sich mir noch als Joss Whedon vor…

Klapowski: Sie reden immer noch so, als wären Sie nur kurzzeitig aus Star Trek ausgeschieden… Dabei muss es doch ein riesiger Schock gewesen sein, quasi nur Tage nach Ihren eigenen öffentlichen Überlegungen für den nächsten Film zu erfahren, dass jemand ganz anderes antreten würde. Man munkelt, Sie hätten am Tag der Bekanntgabe sogar schon vollbusige Darstellerinnen für die Rollen in dem Vulkanisch-Romulanischen Kriegsepos gecastet? Wurden Sie wirklich erst sehr spät informiert?

Berman: Spät würde ich nicht sagen. Es war erst so gegen 9 Uhr, als ich in der Kantine saß und mein Chef sich zu mir gesellte. Er sagte: „Vor einer Stunde wurde Dein Nachfolger bestimmt.“ – Aber er sagte es nett und ohne Groll. Er hat mir sogar scherzhaft meine beiden Brötchen vom Teller genommen, der Schelm, der! – Ich warte jetzt allerdings schon seit vielen Tagen, dass ich sie zurückbekomme…

Klapowski: Fiel es ihnen am Ende schwerer, neue und frische Drehbücher zu verfassen?

Berman: Nein, ganz im Gegentum! Am Ende ging es sogar sehr schnell! Wir hatten einen verdammt guten Fotokopierer und viele der alten TNG-Drehbücher befanden sich Dank eines Museumsrestaurators, der sonst ägyptische Pergamente bearbeitet, noch in einem sehr guten Zustand! Oft brauchte ich für 3 Storylines nicht mehr als eine Stunde! Dies ist aber auch einem neuen Programm zu verdanken, das ich mir haben schreiben lassen. Es bewertet Drehbuchelemente nach Punkten: Borg = 2, Attraktive weibliche Darstellerin = 3, Bedrohung der Erde = 4, Todesszene eines beliebten Charakters = 5, um nur einige zu nennen. Erhielt das Drehbuch einen Gesamtwert von 15 Punkten, ging es per Intranet gleich runter in die Produktion und wurde innerhalb von 24 Stunden abgedreht. Die Musikuntermalung habe ich dann oft parallel selber gemacht. Alte TNG-WAV-Files habe ich nun wirklich genug auf dem Rechner…

Klapowski: Die meisten Fans brauchten für’s Abdrehen dann weit weniger Zeit… Würden Sie Trip und Data erneut so sterben lassen, wie Sie sie sterben ließen? Viele Fans fanden, dass die beiden etwas lieblos von uns gegangen sind. Kirk, Spock, ja sogar Tasha Yar und Jadzia Dax hatten schönere – oder überhaupt – Abschiedsszenen!

Berman: Ich würde es nicht unbedingt genau so wie Sie ausdrücken. Vor allem nicht, weil ich diesen lustigen deutschen Akzent nicht hinbekommen würde… Aber Scherz beiseite, Ernst kommt (Im englischen Original war das Wortspiel noch um einiges platter – Anm. v. Klapowski): Manchmal stehen unsere Darsteller eben einfach vor der Entscheidung: „Okay, ich habe viele Jahre lang jeder Gefahr getrotzt und gekämpft bis zum Ende, aber jetzt ist meine Zeit gekommen und ich sprenge mich selber. Mein letztes Wort möge sein: Urkss! – Haltet mich nicht auf!“ Das Leben im Allgemeinen und Drehbücher im Speziellen sind nun mal nicht so, wie wir es uns wünschen! Da gibt es Konzen-trationsschwächen durch Eisenmangel – wovon ich ein Lied singen kann – und Sekundenschlaf. Und ZACK: Man steht plötzlich vor 500 Kilotonnen und sagt „Shit Happens“!

Klapowski: Was macht ein Mann, der so lange dabei war, plötzlich mit seiner freien Zeit? Wendet er sich neuen Dingen zu? Wenn jemand wie Sie plötzlich sehr, sehr viel Zeit hat, bekomme ich es immer mit der Angst zu tun.

Berman: Denken Sie nicht, dass ich nicht beschäftigt wäre! Ich habe viele Engagements! Im Moment überwache ich als freiberuflicher Berater das Balancing der Figuren bei einem ST-Rollenspiel, welches nächstes Jahr rauskommt. Zum Beispiel habe ich dafür gesorgt, dass das stolze Kriegervolk der Ferengie entsprechend stärkere Attribute als die kapitalistischen Klingonen bekommen. Sie kennen ja den alten Spruch: Wenn man nicht alles selber macht… tanzen die Mäuse auf dem Tisch!

Klapowski: Womit wir beim nächsten Thema wären: Viele glauben, Sie wären am Ende von dem vielschichtigen ST-Universum überfordert gewesen.

Berman: Quatsch! Ich kenne alle Folgen wie meine Westentasche! (*krempelt zur Demonstration seine Westentasche heraus*) Oh! Ich wusste gar nicht, dass die ein Loch hat… So kam also das alte, klebrige Bonbon in meinem Bauchnabel…

Klapowski: Stimmen Sie den Fans zu, dass Sie am Ende zu buchhalterisch mit den ST-Ideen umgegangen sind? Einstmals beliebte Elemente werden kopiert, wenn nicht sogar Figuren geklont, und wenn der Zuschauer sich nicht an die von Ihnen zitierten Erfolgsstatistiken hält, wie: „Bedrohung der Erde kommt immer gut“, ist der Geschäftsmann in Ihnen entsetzt…

Berman: Mal ganz ehrlich: Ich verstehe die Aufregung nicht. Im Sinne von: Ich habe überhaupt keine Peilung, wovon die Leute reden. Aber ich habe ja damals schon nicht verstanden, warum sich die Leute über den netten und intelligenten jungen Mann in „Forrest Gump“ so lustig gemacht haben. Jedenfalls ist Star Trek natürlich auch Buchhaltung, Statistik und Geldverdienen! Zuerst einmal machen wir unsere Serien und Filme, um damit bei der Ausstrahlung ein wenig Geld zu verdienen. Dann kommt erst mal eine ganze Zeit lang gar nichts und dann kommen erst die Einnahmen für den DVD-Verkauf. So. Erst, nachdem diese grundlegenden Dinge geklärt sind, geht es endlich um den kreativen Aspekt der Produktion: Wie vermarkte ich das Produkt clever? Wie lang soll der Trailer sein? Was ist mit den Buch- und sonstigen Weiterverwertungsrechten? Wie verbuche ich 10.000 $ für eine etwas zu teuer geratene SFX-Explosion so, dass mein Chef denkt, dass die Kosten bei den Zwiebelbrötchen im Catering entstanden sind?

Klapowski: Was wünschen Sie ihrem Nachfolger? Eine neue Excel-Version?

Berman: Wenn Sie ein medizinisches Nachschlagewerk aller Krankheiten dabeihaben, könnte die Aufzählung etwas dauern…

Klapowski: Huuui! Sie sind wohl doch saurer, als Sie vorhin zugegeben haben?! So offen habe ich Sie zuletzt nur bei diesem Interview gesehen!

Berman: Ach, was soll’s! Das Wesley ist ja bei diesem sehr offenen Gespräch eh schon in den Brunnen gefallen: Ich verstehe es einfach nicht! Ich habe mich abgerackert, Konzepte erarbeitet, gute Heftkritiken meiner Arbeiten gesucht, ausgeschnitten und zufällig in der Kantine fallen lassen, Brannon die ganzen Flausen von Abwechslung, Kontinuität, Spannung, Charakterentwicklung und heterosexueller Liebe ausgetrieben! Ich habe Stuart Baird – hinter dem ich nach wie vor stehe – stundenlang den Unterschied zwischen einer orangefarbenen und einer goldgelben Explosion bei Star Trek erklärt, habe für das Drehbuch der letzten ENT-Folge wochenlang nicht geschlafen, um dann am letzten Abgabetag übermüdet mit dem Schreiben zu beginnen (ich bin der Meinung, dass nur psychischer Druck gute Resultate erzeugt) und ich habe Manny Coto erklärt, warum er ruhig seinen Namen unter MEINE Drehbücher der vierten Staffel schreiben durfte. Er war so bescheiden und wollte sich anfangs gar nicht mit fremden Federn schmücken, der arme picklige Berufsanfänger mit seinen 40 Lenzen!

Klapowski: Wie würden Sie denn Ihr Verhältnis zu ihm beschreiben? Sie hatten in Interviews ja mehrfach betont, dass seine Rolle in der 4. Staffel viel zu überbewertet wurde und Sie weiterhin alle Fäden in der Hand hatten! Hatten sie? Oder waren es nur die Fusseln von der alten Pferdedecke, auf der Sie mich hier haben Platz nehmen lassen?

Berman: Ach, der Manny… Ja, der war einer unserer besserer Schülerpraktikanten, gegen den kann man gar nichts Böses sagen! Selten so guten Kaffee getrunken wie von ihm! Gut, er hat ein bisschen aufgepasst, wenn die Autoren alleine im Sprechzimmer waren. Aber nur, damit keiner irgendwas kaputtmacht oder außerhalb der Pausen ständig auf dem Klo sitzt. Gerade unser Hausmeister und Gärtner, Herr Boothby, hatte darum gebeten, dass da noch jemand zusätzlich den Schlüsseldienst macht. Er war es ja gewohnt, dass er sonst um 15 Uhr gehen konnte, weil ich ja immer etwas eher nach Hause gegangen bin. Dafür habe ich ja auch extrem früh angefangen. Manchmal schon morgens um halb 9…

Klapowski: Und nun zu etwas völlig anderem: Einem Assoziationstest! An was denken Sie bei dem Ausspruch… – „The Sense of Wonder“?

Berman: (*schließt die Augen*) Unglaublich fremdartige Lebensformen… Ein paar davon explodieren oder führen Krieg! Oh! Oh! Das ist ja unglaublich, was ich da sehe! Rummssss! Smash! Wie machen sie das nur, Mr. Klapowski?! Ich muss das sofort notieren! Einen Stift! Einen Stift! Mein Königreich und das ganze verdammte Franchise für einen Stift!!

Klapowski: (*beruhigt sanft*) Nun beruhigen Sie sich doch! Ich bleibe ja bei Ihnen, es besteht keine Gefahr. Mein Baseballschläger ist nämlich in der Gepäckabfertigung verloren gegangen… Nächstes Wort: Innovation!

Berman: Heiß! Heiß! Brandheiß, das Teil!

Klapowski: Das hätte ich ja jetzt nicht erwartet…

Berman: Aber es ist so: Diese Wüste ist verdammt heiß und trocken! Nichts da! Nur Fels und Sand und Staub und endlose Weite und… ein Kerl namens… – Ach, Du bist es, Brannon.

Klapowski: Gut. Aufhören! Machen sie die Augen bitte wieder auf.

Berman: Waaaah!

Klapowski: Ich bin’s doch nur, Sie Depp!

Berman: Ich dachte, es wäre dieser LOST-Typ. Der verfolgt mich, wissen Sie? Wieso hat er nur meinen Job gestohlen!? Waren im Supermarkt gerade die Zigaretten und Rasierklingen aus oder was?!

Klapowski: Eine letzte Frage: Wer ist Ihre Lieblingsfigur bei Star Trek? Bitte mit sinnfreier Begründung, versteht sich.

Berman: Kann ich mich selber nennen? – Okay, Okay… hmmm… Ehrlich gesagt liebe ich sie alle wie meine Kinder. Unter uns: Ich konnte Kinder noch nie leiden! – Tja, wen mag ich ein bisschen mehr? Naomi Wildman! Aber vermutlich nur deshalb, weil ich für die Firma Activision ein Naomi-Action-Adventure für den Game Boy Advance beaufsichtige. Was mir aber noch Probleme bereitet, ist die Charakterisierung der Hauptfigur!

Klapowski: Da wird ihnen bestimmt auch noch… nichts einfallen. Bisher ist Ihnen das doch immer gelungen. Ich danke Ihnen zum Ende dieses Gespräches, dass Sie unserer Internetseite so lange die Treue gehalten haben.

Berman: Keine Ursache! Sie war für mich immer die Nummer 1! Diese schönen Photoshop-Manipulationen mit mir! Habe mir damals am selben Tag auch so eine Schweinenase aus Pappe geholt! Ich trage sie noch heute beinahe täglich! Und die Idee, mich bereits 2001 zum absoluten Feindbild hochzustilisieren, war grandios! Visionär! Jede große ST-Seite zog erst Monate oder Jahre später nach! Dank ihrem damaligem Startschuss bin ich heute auf einen Level, auf dem ich mir keine Seife mehr zu kaufen brauche! Ich habe genug tote Katzen vor der Haustür, um sie mir selber zu machen… Es ist ein etwas muffiges, derbes Aroma der Vergänglichkeit. Ich nenne es „Der Odem des Franchise“ – A Fragrance by Rick B.! Danke für alles!

Klapowski: Ihr Vertrag mit Paramount läuft laut deren Internetseite endgültig Ende 2006 ab. Besteht die Chance auf eine Verlängerung?

Berman: Hey! Ist Spock in „Der Zahn des Gorn“ – oder wie der Quatsch hieß, in dem die Erde nicht mal annähernd bedroht war – endgültig gestorben? (…) – Das ist übrigens keine rhetorische Frage! Ich weiß solche Sachen wirklich nicht so genau!

Klapowski: Ich danke Ihnen für dieses aller-allerletzte Gespräch. Ich bin hoffnungsfroh, dass wir das mal wiederholen können. Aber bitte erst, wenn meine Augen nicht mehr rollen.

Berman: Ja. Vielleicht. Weiß nicht. – Eine Frage habe ich jetzt übrigens auch noch an Sie. Ich meine, auf Ihrer Seite können Sie manche Dinge ja nicht so offen sagen… Wie fanden SIE eigentlich WIRKLICH den 10. ST-Film?

Sonore Abspannstimme: Rick Berman wird seit diesem Tage vermisst. Die Spuren in seinem Haus beschränken sich auf eine aufgeplatzte Einkaufstüte im Eingangsbereich. Auch Brannon Braga ist verschwunden. Daniel Klapowski wurde nach seiner Rückkehr nach Deutschland in Untersuchungshaft genommen, konnte jedoch glaubhaft versichern („Officer? Wenn Sie einen DVD-Player hier haben, würde ich Ihnen gerne etwas zeigen. Es nennt sich NEMESIS!“), dass man sich um die beiden US-Drehbuchautoren nun wirklich keine Sorgen machen sollte. William Shatner gestand zwar 48 Stunden später überraschend, dass er beide gegessen habe, doch Neurologen bezweifeln dies, da ähnliche Wahnzustände in der Vergangenheit für ihn typisch waren. Manny Coto geht es gut.

“In meiner Kindheit habe ich ihre ST-Geschichten wirklich sehr geliebt, Herr Berman. Schade nur, dass sie den Alterungsprozess und die Graufärbung der Haare irgendwann so sehr stimulierten!“ – Rick Berman (links) im Gespräch mit Daniel Klapowski (rechts) und Webmaster Sparkiller (Mitte) bei der Verleihung der goldenen Stachelbeere für ENTERPRISE im Jahre 2003.


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Artikel

von Klapowski am 05.05.06 in Star Trek

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Kommentare (9)

  1. Auswurf sagt:

    erster!
    Auf TELE5 läuft übrigens gerade der Kultfilm 'The Big Lebowski'.

  2. Auswurf sagt:

    So, Film vorbei.

    Wie hast du die beiden eigenlich umgebracht, wenn sie dir beim Zoll alle Waffen (ich nehme an, du hattest viele dabei) abgenommen haben.
    Oder hast du die beiden mit der Janeway Büste bearbeitet?

    P.S. (immernoch erster!!!)

  3. Flutschfinger sagt:

    Köstlich. Toll geschrieben, habe mich schon lange nicht mehr bei einem Artikel so amüsiert.

    Allerdings muss langsam neuer Meckerstoff her, allmählich nehmen die Nemesis-Gags überhand

  4. Auswurf sagt:

    Genau,
    sooo schlimm war Nemesis gar nicht AUA (wer war das?).

    Eine bedrohung der Erde ist doch ein super Plot AUTSCH (lasst dass!), dass nächste mal hätte ich gerne eine bedrohung des ganzen Universums AUTSCH (Mein Bein!).

    Und Shinzon hat man den Picard-Klon doch sofort abgekauft AHHH (packt den verdammten Stock weg!).

    Mal ehrlich, die CGI Effekte sahen doch spitze aus, vor allem die Scimitar, nächstes mal bitte mehr davon ARGGGG (passt auf meine Brille auf!).

    Und Data's Tod…
    HEY Klapowski, was hast du mit der rostigen Kuchengabel vor??????

    WAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHHH!!!!!!

    Gruß
    Auswurf sein Mörder ;)

  5. DerGraf sagt:

    Also ich mein… Unser lieber Ricky is doch auch nur ein Mensch..glaub ich….naja…öhm… na gut, anderes Thema:
    Kann man nicht Nemesis irgendwie aus unserem Universum verbannen? per Dimensionsverschiebeung oder so?
    Auf der anderen Seite hätte Klapo dann keine Gags mehr…
    Also lassen wir am besten alles wie es ist.
    Ach ja: Schön das wir von Berman endgültig erlöst sind.
    mfg
    graf

  6. Vanquish sagt:

    Was glaubst du, würde der Klapowski auf der anderen Seite dir antun, wenn du ihm eine zweite (vielleicht alternierende) NEMESIS-Version schickst? Das Risiko würde ich nicht eingehen.

  7. crysis sagt:

    Wie lange habe ich darauf gewartet dass Rick Berman mal vor aller Welt sein inneres nach aussen kehrt. Und nun endlich ist es geschehen! Das vermute ich zumindest, auch wenn seine Leiche bisher noch nicht gefunden wurde…

    Kann aber nich verstehn warum ihr alle auf Nemesis herumhackt. Gut, der Film zeigt am Rand zwar ein paar kleine Mängel (Charaktere, Kulisse, Musik, Story), aber der TITEL glüht doch nur so vor Selbstironie:

    Wikipedia: "Nemesis bestraft vor allem die menschliche Selbstüberschätzung und die Missachtung von Themis, der griechischen Göttin des Rechts und der Sittlichkeit"

    Grüss BergH

  8. Auswurf sagt:

    Ich würde hier auch gerne noch mal was schreiben, aber 50% der Kommentare zu diesem Artikel sind sowieso schon von mir.
    ;-)

    Gruß
    Auswurf

    PS. Es wird zeit für einen neuen Artikel, Herr Klapowski.

  9. frakesjoe sagt:

    Ja, ich mal wieder…

    Ich glaube ja mittlerweile, dass Berman selbst ein Alien ist, mit dem Auftrag, uns den ernsten Glauben an Außerirdische zu nehmen. Durch den unglaublichen Schund, den er abischtlich bei der (damals) populärsten Sci-Fi-Show verbrochen hat, wäre es ihm auch fast gelungen. Lieder hat er nicht damit gerechnet, dass noch andere SciFi-Shows populär werden ("Wer wird denn eine SciFi-Serie drehen, wenn die populärste aller SciFi-Serien den Bach runter geht?"). Aber auch bei diesen ist sein (heimlicher) Einfluss zu spüren.

    Leider hat er auch übersehen, dass Paramount ganz gern Geld verdienen würde….

    Wer macht das jetzt? Der 'Lost'-Typ? Ist der nicht mit 'Lost' beschäftigt, grade wp man 'bis zu 8 Staffeln' angekündigt hat?

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