Film- und Serienkritiken

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„Star Trek – Picard“, Kritik zu 2.07, “Monster”

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Endlich mal wieder eine Episode, die von Visionen und Träumen handelt. Schade nur, dass man dafür nicht MEINE Phantasien verfilmt hat („Ein Picard-Autor, der schon mal in der Schule war – herrliche Vorstellung!“). Stattdessen sehen wir Young-Picard auf seiner Rundreise durch den 200-qm-Waschküche seines Elternhauses. Aber immerhin ist dort mal was Schlimmes passiert! Nämlich das, was wir seit Wochen in Rückblicken sehen. Nur dass es halt gar nicht passiert ist. – Spannender Twist?


Inhalt: Krankenpfleger kennen das Problem… Unfallopfer wachen nicht mehr auf, weil sie als Kind nicht in jeder einzelnen Minute überglücklich waren. Daher geht die Zeitagentin nun in Picards Kopf, um beim Gedankensortieren kurz zu helfen („Geh weiter, Kleiner! Die Gravitation und Muskelkraft halten dich aufrecht!“).

Besprechung:

Ohne ein einziges Review im Netz gesehen zu haben, weiß ich jetzt schon, dass viele Zuschauer zu Beginn begeistert waren:

„Picard und ein Psychologe unterhalten sich in einem Raum! Phantastisch! So muss altes, neues und mittelaltes Star Trek (und guter Gouda!) schmecken! Ich gebe 10 von 10 CBS-Review-Bots!“

Und ja, ich kann es sogar verstehen… Denn manchmal reicht es schon, sich in eine bestimmte Situation zu begeben, um zufrieden zu sein. So nehme ich z.B. manchmal mein Handy in die Hand, ohne es einzuschalten. Und schon fühle ich mich am Puls der Welt! All diese unterhaltsamen Möglichkeiten in diesem kleinen schwarzen Kasten – herrlich! Wetter, News, die tägliche Trek-Meldung auf „PC Games.de“ („DIESE Anspielung auf Raumschiff Voyager habt ihr garantiert nicht übersehen!“). Eben ein tolles Gefühl.

, „Star Trek – Picard“, Kritik zu 2.07, “Monster”

„Captain, erzählen Sie mir von Ihrem größten Verhandlungserfolg!“ – „Als 12-Jähriger habe ich mal in die Hose gemacht und meine irre Mutter überredet, sie weiter tragen zu dürfen.“ – Therapie und Tretminen: Aus dieser Idee hätte man viel rausholen können. Doch statt Borg, Dominion und Klingonen waren die größten Gegner die Monster unter’m Bett. Und das Holz in Mamis Kopf.

So ähnlich funktioniert auch der Start dieser Episode: Die Worte „Kammerspiel“ kommen in mir auf, „Dialoggetrieben“ und „Wem gehört Data“. All das, was wir uns gerne aufschreiben, um zu beweisen, dass wir intellektuelle Trüffelschweine sind. Die sofort den Diercke Weltatlas rausholen, wenn wir 5 Minuten lang den selben Raum sehen…

Was eigentlich nur beweist, wie oft uns die Schrankwand mit den alten TNG-DVDs auf den Kopp gefallen ist. Denn wenn man mal kritisch zuhört, weiß man nicht mal, was die grundlegenden Voraussetzungen des ersten 10-Minuten-Dialogs sind:

– Will der Psychologe überhaupt etwas herausfinden?
– Oder ist er genervt, weil das Gespräch noch 15 Minuten geht?
– Wenn er etwas rausfinden will (muss?), warum lenkt er das Gespräch in keine Richtung? Stattdessen: „Erzählen Sie mir von irgendwas, damit ihr Kehllappen sich so hübsch bewegt.“

Klar, das ist nur eine Vision.

Und am Ende möchte man auf ganz andere Themen hinaus (was bei Kurtzman-Trek eh ständig nervt), aber selbst hier wäre ein kurzes, konsistentes Worldbuilding nicht gerade das World’s End gewesen. Und auch von Stewarts Schauspiel war ich nicht angetan. Innerhalb von drei Minuten ist Jean-Luc genervt, verspielt, überfordert, verkniffen, aggressiv, überheblich, locker und manipulativ. – Besonders „schönes“ Detail für Subtilitäts-Abstinenzler: Das kurze Rupfen am Hemdskragen („Puh, schwierige Frage, heeeiß! Fenster zum Weltraum aufmachen?“).

Und manchmal sogar alles auf einmal. Nein, das ist kein facettenreicher Charakter, sondern eine Wundertüte, die zu lange unter der Dampfwalze ausgeharrt hat. Um dann von dem Blindenstock eines „Passt schon“-Regisseur hervorgestochert zu werden.

, „Star Trek – Picard“, Kritik zu 2.07, “Monster”

„Guck, das Wandgemälde wird lebendig!“ – „Hey, da bilden sich Worte! Da steht: “Platzhalter, hier bitte fertiges Drehbuch einfügen‘?“ – Trauma ist, wenn man trotzdem lacht: Ohne Angststörung wäre ein Mann wie Jean-Luc nie so erfolgreich geworden. Daher schubst die Sternenflotte auch immer massenhaft Kleinkinder in den Gartenteich, um die neue Elite zu züchten.

Ziemlich beknackt wird es dann, als Picard in der Vision von seiner Mutter erzählt: Sie war „eine rothaarige Königin“ und er wollte sein wie sie! – Warum eigentlich? Keine Ahnung. Muss damals irgendeine Preissteigerung von Eierstöcken auf dem Weltmarkt gegeben haben. Oder so.

Nichts gegen eine ungesunde, psychologisch therapierwürdige Verehrung der eigenen Mutter (Die letzten drei „Ödipus-Pornos“ habe ich sogar auf VHS!), aber was hier an Küchenpsychologie hochgewürgt sind, das schlägt dem Siegmund jegliche Freud aus dem Gesicht… Schon alleine ihre Aussage, dass Jean-Luc mal die Leute „mittels der Sprache inspirieren“ müsse, war so plump, dass ich als „Memory Alpha“-Autor mal prüfen würde, ob die aktuellen Drehbuchschreiber nicht mal Kohle an mich abdrücken müssten.

Anders gesagt: Schlimmer wäre es nur gegangen, wenn Kirk im Traum seinen Vater treffen würde, der völlig unvermittelt von den Freuden des „oberkörperfreien Zeitlupen-Wrestlings“ schwärmen wollte.

Natürlich entpuppt sich der Psychologe am Ende als jemand ganz anderes. Kleiner Tipp: Diese Person hat einen Penis, teilweise die selbe DNA wie man selber uuund verkloppt gerne Mutti. – Erraten? Genau!

Nightmare-Freddy (und dann später Nightmare-Daddy).

Wusste gar nicht, dass Picard so einer exklusiven Familie entstammt. Und ihr geheimes Rotwein-Rezept lautet: Immer mit dem Hockeyschläger auf die Trauben druff!

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„Argh! Ich verstehe es jetzt! Die Hörner stehen für mein zweitliebstes Daunenkissen, auf dem ich immer schlafen musste!“ – Früher wurde man von Ort zu Ort gegrabscht, nicht gebeamt: Als CBS nach „IT-Experten“ gefragt hat, meinten sie gar keine IT-ler, sondern Kenner von IT, dem Clown von Steven King. Blöd nur, dass buchlesenden Hausfrauen dann trotzdem die digitalen Effekte erstellen mussten?

Aber wenn wir ehrlich sind, haben die Autoren versucht, den Film „Pan’s Labyrinth“ (den ich sehr mag!) in der Variante für geistig Glattbeklatschte zu verfilmen. Ja, allein die Figuren auf der Glaskuppel sehen erstaunlich nach der Ikonographie des Filmes aus! Dazu kommt das alte Herrenhaus, die Vater- oder Führerfigur als überirdisches Monster, die kindliche Anpassung des Gesehenen in eine Fantasywelt…

Aber dass das bei Kurtzman aber tiefenpsychologisch so rüberkommt wie Lastenrad-Massenunfall, dürfte jedem klar sein.

Spätestens bei dem Gespräch zwischen Raffi und Seven wird das (erneut) deutlich. Hier streitet man sich ironisch darüber, wer die tragischere Vergangenheit hat. – Tjaha! Eine unfreiwillige Borg und eine Frau, die… äh… alkohol- und anklagungsabhängig geworden ist. Krasser Shit für Leute, die gern Kot essen?

Das geht sogar so weit, dass man alle anderen Charaktere als „Nebenfiguren“ betitelt, da sie nicht sooo liebenswert defekt und muschileckend sind.

So müssen wir auch die Geschichte um Picard sehen. Als eine Art Wettlauf für therapierte Autoren mit Waschlappenfetisch. Statt sich mit interessanten (Weltraum-)Gefahren zu beschäftigen, rennt der kleine Jean-Luc durch den Folterkeller des Weinguts (Die Reben durrrften keine Information zurrrückhalten!) und muss von einer weiblichen Figur geleitet werden. Natürlich verbal tiefgründig angeleitet. (= „Watt machste hier? Wo gehste hin? Watt kiekste?“)

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„Komm in meine Arme, lieber Jean-Luc!“ – „Igitt, ich hasse Arme! Ich glaube, ich werde distanzierter Diplomat!“ – Vom Spinnenschacht in den Werdegang: Plötzlich befinden wir uns in einer mittelalterlichen Welt. Zu erkennen an rumirrenden Rittern und daran, dass die Kamera oft in einem Schlagloch steht. Nachdem die Linse schööön mit Schweinefett eingetalgt wurde.

Aber jetzt weiß ich endlich, wieso es im Vorspann so viele Vulvas (das sich öffnende Borgschiff) und Spermien (Der Q-Tunnel, dann das eindringende weiße Schiffchen, die anschließende Verschmelzung) gibt. Ich vermute, dass der Akt der Existenz den Autoren Angst macht? Ja, MIR macht es ja auch Angst, dass sie jetzt DA sind.

Wobei mich die handfesteren Dinge sogar nicht MEHR ärgern. So halte ich den eigenen Vater als Therapeuten für verfehlt… Entweder ist der ein Arschloch und jemand anders hilft einem, das zu sehen – oder er ist in einer wichtigen Machtposition, die sich eben nicht mit Selbsterkenntnis und Reflexion beschäftigt.

Erzählerisch ist das hier gewählte Spannungsfeld wie ein ausgeleierter Penisring: Gut gemeint, aber macht mich nicht heiß… Was man übrigens auch mal der eigenen Mutter sagen sollte, wenn sie wieder mal laziv hauchend den Erlöser-Engel mit dem Märchenbuch spielt.
Ich tippe auf… das Kamasutra?

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„Reden Sie weiter! Dieser eingebildete Keller mit den eingebildeten Personen, zusammen mit den realen Personen aus der Zukunft – innerhalb einer Zeitreise in die Vergangenheit nebst vorgeschalteter Psychotherapie. Welche Farbe hatten da die Wände?“ – Kurtzman-Trek weiß eben, worauf es ankommt. Nämlich auf eine große DVD-Sammlung, auf die man beim Pitch zeigen kann. („So wie ‚Jason‘, aber mit dem Typen aus ‚Battlestar Galactica‘!“)

Auch nach 20 Minuten ist der „Therapeut“ nicht weiter gekommen. Zwar fügt man brav immer mehr Wörter hintereinander („Warum sie Sie unehrlich? Was sind sie denn NOCH, außer ein Diplomat, Captain, Kunstkenner, Redenschwinger, einsamer Held, Mister-Glatze-of-Year-2365, Rabattmarkensammler und Franchise-Lockmittel?“), aber man kommt zu keinem spannenden Kern. Alles was wir in der Vision in der Vision sehen, ist „Keller mit Monster“. Das reicht nicht.

All das Geschwafel von einer „dunkleren Version“ und einer „geheimen Schande“ kann das nicht ändern. Zumal ich es für fragwürdig halte, eine Trek-Ikone nach Jahrzehnten an weltrettenden Abenteuern daran verzweifeln zu lassen, dass seine Mutter irre war. Der Mann ist in der Serie immerhin 100 Jahre alt!

Henry Kissinger und Helmut Schmidt wurden auch nicht deswegen gerne in Talkshows eingeladen, weil sie von ihrem übergriffigen Onkel Karlheinz erzählen sollten.

Übrigens: Rios’ Abenteuer in der Klinik, die nur erneut daran erinnern, dass man Picard auf das verdammte Schiff hätte beamen müssen, können wir außen vor lassen. Diese Szene war nur dazu da, damit die verwirrte 2024er-Ärztin innerhalb von 2 Sekunden lernt, wie sie ein „Neural-Hufeisen“ an Jean-Lucs Schädel benutzen muss. – Machen die so was eigentlich öfter, wenn die Kamera aus ist? Das würde Picards Zustand erklären… („Hier, ein Tricorder, Mister Straßenpenner. Bitte scannen Sie, was wir mit unserem Captain machen müssen!“ – „Öh… Meeehr Sch-Sch-Schnaaaps?!“)

, „Star Trek – Picard“, Kritik zu 2.07, “Monster”

„Es wirkt nicht, Rios!“ – „Sie halten den Replikator verkehrt herum. Sie haben gerade eine Flasche Bier in Ihrem eigenen Darm erzeugt.“ – Frauenbauer -power: Ein Mann aus der fernen Zukunft kann leider nicht damit umgehen. Nur diese Lady schafft es, dass Picard in Zukunft durch einen Strohhalm (in seinem Ohr) essen muss.

Der mittelgute Kinderdarsteller des kleinen Jean-Luc hilft auch nicht weiter, die Story spannender zu machen. Denn Angsthaben heißt noch lange nicht, im Memmenland den größten Pipistrahl auf die eigenen Schuhe zu sprühen. Und dass die Zeitagentin in der Vision quasi alles alleine regelt (Tür eintreten, Trösten, etc.), macht die Geschichte sogar völlig nebensächlich. Sollen wir nun den Kampf gegen die inneren Dämonen sehen oder nicht?

Ich rufe ja auch nicht die – fast unbekannte – Nachbarin rein, wenn ich damit hadere, dass ich als Kind immer verschimmelte Steine essen musste („Hey, Klapo. Du kannst HEUTE damit aufhören, weißt du?“).

Das „Monster“, um das es hier geht, ist kein „Monster“ (das Wort wird in der Episode zu oft benutzt), sondern „nur“ die psychisch kranke Mutter, die mit Little Jean-Luc aufgrund eines Hirnfurzes in die Katakomben geflüchtet ist. Wo er für ein paar Stunden mit dem Fuß in einem Holzbrett stecken blieb. Und nur deshalb wurde Mutti von Vati in den dunklen Schrank gesperrt… – Oder, wie man es im 24. Jahrhundert nennt: „Fortschrittliche Psychiatrische Behandlung“

Das ist an sich schon nicht superspannend. Es sei denn, man steht auf Weltraum-Drama à la „Bin als Kind mal von der Leiter gefallen“ oder „Eine Silvesterrakete hat mich getroffen“. Wenn man es so sieht, müssten wir eigentlich alle dauerhaft auf die Psycho-Couch? – Natürlich erst als Greis, weil wir erst DANN eine irrationale Angst vor Leitern oder russischen Atomraketen entwickeln.

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„Zugegeben, ICH habe deine Mutter in den Schrank gesperrt. Aber SIE wollte das Ding unbedingt haben, um ihre doofe Kleidung irgendwo unterzubringen.“ – „Ich hatte ja keine Ahnung! Ich fand sie nackt eh immer am attraktivsten.“ – Schrankteile statt verschränkte Teilchen: Der SF-Faktor der Storys war schon mal größer. Aaaber vielleicht hatte Mama ja einen Tricorder dabei, um drinnen Licht zu machen?

Total Banane wird es aber, wenn dies von Vati aufgeklärt wird. Denn Picard scheint aus allen Wolken zu fallen und meint sogar: „Perhaps I never knew you.“

War ihm nicht klar, dass Mutti krank ist? Dachte Picard wirklich, dass sie lediglich einen Subraum-Kanal zu weißen Mäusen offen halten würde? Und dachte er wirklich, dass seine Mutter von einem finsteren Wesen in die Dunkelheit(!) gezogen wurde, statt mal kurz im Schrank zu wohnen? Wurde das danach nicht mehr thematisiert? Und wieso ist Papi plötzlich wieder ein „guter“ Mann, nachdem er seine professionellen Beweggründe dargelegt hat?

Muss man einfach nur auf einen psychisch kranke Verwandten zeigen und sagen: „Hey, Mutti musste damals auf dem Dachboden angenagelt werden, weil sie dich wegen ihres Wahns nicht von der Schule abgeholt hat. Da hätte wer weiß was passieren können.“ – Gab es sonst keine Vorkommnisse? Und ist damit alles schon geklärt?

Natürlich nicht, denn die Folge ist ja noch nicht vorbei. Und so zieht man am Ende noch eine Wendung aus dem Schrank (haha): Die Zeitagentin sieht der Haushälter-Romulanerin so ähnlich, weil sie vermutlich verwandt sind. Im Ernst, dass man diese „Familienmitglieder sehen immer gleich aus“-Erklärung erneut aus dem Hut zieht, hat schon was Verzweifeltes. Was kommt als nächstes? Patrick Stewart spielt sich selbst als Kind?

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„Ach, du warst die ganze Zeit eine … Dings!“ – „Genau. Eine durchgewunkene Krampf-Erklärung, die durch das Drehbuch-Qualitätsmanagement gerutscht ist.“ – Bei Twists wie diesen muss ich leider aufpassen, dass keine schlimmen Erinnerungen getriggert werden. Meine Mutter wollte immer, dass ich mir einmal jährlich die Ohren wasche. Und ich dachte dann immer, dass mein Gehirn ertrinkt!

Und dann war da noch Jurati, die als neue Borg-Queen im roten Kleid durch Los Angeles läuft… – und in der örtlichen Kneipe die Fenster von innen(?) einschlägt. Was auch immer das für ein K(n)iff sein sollte.

Gähn, macht eine 40-Minuten-Folge draus (bitte aber mit 20 Minuten Rückblick zum Wegspulen) und ich schalte wieder ein, oookay? Wobei all diese Bilder langsam zu komischen Flashbacks bei mir führen. Nur dass ICH die mit einem einzigen Bild wegtherapieren kann.

Zuletzt muss man noch erwähnen, dass sich die Geschichte gar nicht für Jean-Lucs kranke Mutter interessiert. So wie auch bei Renèe Picard („Total depressiv – bis zu diesem schööönen Abend mit dem Autounfall.“) latscht man einfach mal in eine psychiatrische Erkrankung rein, um nach wenigen Minuten wieder die Lust daran zu verlieren.

, „Star Trek – Picard“, Kritik zu 2.07, “Monster”

„Sagen Sie, mein Herr. Wofür standen SIE eigentlich in dieser Geschichte?“ – „Och, ich bin der Postbote, der damals an der Haustür so unfreundlich war. Um ihm zu entkommen, wollte Jean-Luc doch immer die Galaxie verlassen.“ – Halt’s Maul an Hals/Maul: Wir haben nichts gegen Monster! Die Dramaturgie der Serie ist schließlich selber eines.

Somit wurde eigentlich nicht Picards Mudder in den Schrank gestellt, sondern die Autorenmotivation, aus dem Psycho-Thema etwas zu machen. Wobei ich es ein interessantes Detail finde, dass man die Mutter tatsächlich nicht mehr sieht oder hört, nachdem der Vadder sich gerechtfertigt hat. („Ich bin ein guter Mann. Habe alle paar Stunden einen pürierten Truthahn durch das Schlüsselloch gedrückt.“)

Tja. So weit, so Kopf-Aua…

Wollen wir noch kurz über Guinan sprechen, die Q beschwören kann? – Nein, ich will das auch nicht, aber seht es mal so: Sollte ich jemals alle Xena-Folgen besprechen wollen, darf ich mit Verweis auf diese letzten 5 Minuten bestimmt 20 Reviews abziehen?

Nur kurz: Guinan besitzt magische Schnapspullen, in denen Momente, Vibrationen und alte Geisterfilme gefangen sind. Und wenn man daraus trinkt, laut schreit und sich von einem Erdbeben(?!) die halbe Kneipe zerdeppern lässt, kommt Q normalerweise angeschissen. Diesmal aber nicht.

, „Star Trek – Picard“, Kritik zu 2.07, “Monster”

„Und was GENAU kann man mit der Deko-Pulle vom Weihnachtsmarkt beschwören?“ – „Ein fremdartiges Ding, das schon lange nicht mehr gesehen wurde!“ – „Oh? Etwa einen Science-Fiction-Plot?“ – Saufen für den Frieden Deus Ex Machina: Nur durch magische Artefakte kommt die Story noch voran. Wobei ich mit „Voran“ einen sehr dynamischen Rückwärtsgang meine.

Am Ende zaubert man plötzlich noch das FBI zur Tür herein – und schoooon können wir eine weitere Episode füllen.

Um es kurz zu machen… Wie auch bei Discovery will man das Lob für bestimmte Themen einheimsen („Wir fühlen mit allen kranken Transen, die Angst vor ihrem Schatten haben.“), doch am Ende ist man von diesem Minderheiten auch nur angeödet und schwenkt die Kamera auf die „Helden“ zurück.

Nein, so gibt man Opfern und Erkrankten keine „Stimme“. Man erzeugt höchstens neue Depressionen.


Fazit:

Einen gewissen Unterhaltungswert kann man dem Blödsinn nicht absprechen.

Denn selten kann man Hollywood-Autoren dabei zusehen, wie sie ihre eigenen „Traumata“ und Psychotherapien für den Zuschauer aufarbeiten. Dass es dabei auf dem Level „Ich glaube, ich bin als Kind mal in den Gartenteich gefallen“ oder „Tante Helge war mal ein Jahr depressiv“ bleibt, ist fast witzig.

Allerdings ist das kein Grund, dafür irgendeine Topwertung springen zu lassen, da die Grundgeschichte langsam so lückenhaft und egal wird (ging es nicht mal um Q und Diktaturen?), dass man demnächst viel CGI-Getöse auffahren muss/wird, um den Zuschauer von dieser Schlafwagen-Dramaturgie abzulenken.

Aus Hate-Watch-Perspektive ist das alles durchschnittlich, aber als echte Trek-Geschichte…

Nun ja, ihr kennt diese Grafik ja inzwischen:

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM
SPARKIS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
Picard's Brain, „Star Trek – Picard“, Kritik zu 2.07, “Monster”
Ich öffnete meine Augen. Die Sicht war verschwommen.

Ein Gefühl von Übelkeit erinnerte mich an die letzten Momente, bevor ich das Bewusstsein verlor. Seltsame Bilder flackerten für einen Moment vor meinem inneren Auge…

Ein Mann ohne Haare im Anzug.

Eine Krone mit einem nervig aussehendem Kind darunter.

Horror-Harlekins ohne Gesicht.

Muffige Sex-Dungeons.

Ich schüttelte meinen Kopf in der Hoffnung diese Verwirrung zu lösen. Es half nicht. Ein frisches Trauma schien meinen Verstand zu blockieren. Aus Selbstschutz, wie ich vermutete.

Aber dieser Ort kam mir bekannt vor. Die schlichten Wände waren dekoriert mit Erinnerungsstücken. Ein großes Fenster und die dahinter liegenden Sterne machten deutlich, dass ich mich auf einem Raumschiff befand. Eine riesige Sonne dominierte die Aussicht, während ihr kleineres Gegenstück langsam auf einem Podest rotierte.

Es erklang ein ungeduldiges Räuspern aus einer Ecke des Raumes.

„Ah, sind wir endlich aufgewacht?“, sagte eine Stimme. Meine Sicht wurde klarer und enthüllte einen Mann, welcher direkt vor mir saß.

Er war älter, etwa Anfang 50. Er trug eine Uniform der Sternenflotte aus der Zeit von Star Trek Nemesis. Nachdenklich strich er durch seinen mit grauen Stellen durchsetzten Bart.

Funken von Erinnerungen blitzten auf. All dies kam mir sehr bekannt vor. Wellen von Schmerzen hielten mich davon ab, weiter in meinem Verstand zu graben. Aus der Entfernung hörte ich Schreie.

„Ich kann nachvollziehen, wie du dich fühlst“
Der Mann stand auf und ging zu dem großen Fenster. Er nahm die kleine Sonne von ihrem Podest und warf sie mir spielerisch zu. Ich schneuzte mir damit die Nase.
„Niemand möchte erleben, was du erst vor wenigen Minuten erfahren hast“

Der Anblick der Sterne im Fenster verschwand und eine Frau in einem roten Kleid erschien. Sie ging in eine Kneipe und hielt ihre Hände an eine Scheibe. Diese zersplitterte daraufhin in tausend Stücke. Bis auf mäßig überraschte Rufe der Gäste passierte nichts und die Frau verließ den Ort danach wieder.

Die Schmerzen in meinem Kopf explodierten. Ich hatte diese Szene bereits gesehen. Aber mein Körper wehrte sich. Er wollte sich nicht erinnern.

„Raaah! So… so doof! Die Zerstörung einer einzelnen Fensterscheibe sorgte also für Aufregung? Welche sie benötigte, um sich vollständig in die Borg-Königin zu verwandeln?! Wer zum Henker denkt sich so etwas aus??“

Lächelnd legte der fremde Mann eine Hand auf meine Schulter.
„Gut, dass du dir solche Fragen stellst. Dass dir solche Momente noch Schmerzen bereiten. Es bedeutet, dass noch Hoffnung besteht.“

„Wer bist du?“

„Ein Freund. Und ein Opfer, wie du es bist.“

„Du kommst mir bekannt vor. Habe ich dich schon einmal gesehen? Warst du nicht… ein… ein Präsident? Ein Wissenschaftler?“

Der Mann lachte humorlos in sich hinein.
„Könnte man so sagen. Ich war kein guter Mensch. Aber im Vergleich hierzu… ?“ Mit einer Hand macht er eine allumfassende Geste.
„Nenn mich Gaius. Doch um mich geht es hier nicht. Sag mir, woran erinnerst du dich noch?“

Die Frau im roten Kleid verschwand. Gläserne Elemente erschienen am Fenster, verziert mit den groben Malereien eines Kindes. Weitere Erinnerungen kamen in mir hoch, die dazugehörigen Schmerzen nun weniger ausgeprägt.

„Das ist… Picard, richtig? Als Kind? Er erinnert sich an seine Mutter in Form eines Märchens.“

„Korrekt. Es ist nur logisch, dass sich ein erfahrener, nein, legendärer Captain der Sternenflotte auf eine solche Art und Weise an tragische Erlebnisse erinnert. Auch ich denke an meine Zeit mit den Cylonen als kitschige Disney-Fantasie zurück.“ Unnötigerweise rollte er mit seinen Augen.

Erneut erklangen Schreie.

„Was ist das?“

„Andere Opfer der Loyalität. Gefangen zwischen der Treue dem Franchise gegenüber und der grausamen Herrschaft seines gegenwärtigen Meisters.“

„Meinst du den Kurtz—„

„Still! Diesen Namen nennen wir hier nicht! Es gibt ihm Macht.“
Wie aufs Stichwort wurden die gequälten Schreie lauter.
„Ignoriere es. Wir können für diese armen Seelen nichts tun. Sie müssen sich selber helfen. Durch Kommentare. Vernichtende Video-Reviews, welche auf qualitativ überlegenen Seiten aggressiv beworben werden. Alles, was dem eigenen Verstand eine Erleichterung bietet.“

„Und die anderen?“

„Verloren. Verloren in blindem Lob. In Höchstwertungen, welche nicht mehr auf Realität und Verstand basieren.“

„Was für eine traurige Existenz.“

„Ja. Aber dies bedeutet umso mehr, dass wir deine retten müssen. Du musst diesen Ort verlassen und dich dazu deinem Trauma stellen. Die ersten Schritte haben wir bereits getan.“
Selbstbewusst stellte sich Gaius vor das altertümliche Fensterbild. Finstere Gestalten bewegten sich darin.
„Erinnerst du dich, was danach passierte?“

Ich konzentrierte mich. Schweiß bildete sich vor Anstrengung auf meiner Stirn.
„Die Kindheitserinnerungen eines der bekanntesten Figuren der Sternenflotte manifestieren sich in Form eines Monsters. Ein Monster in einem dunklen Verließ. Entstellte Figuren. Einem Harlekin?“
Ich schüttelte meinen Kopf.
„Nein! Das muss falsch sein! Es ist zu bekloppt, selbst für diese Serie! Farscape hat sich über so etwas schon vor zwanzig Jahren lustig gemacht! Und wieso habe ich plötzlich einen Smoking an?!“
Panisch versuchte ich aufzustehen, doch eine unsichtbare Macht stieß mich wieder in den Stuhl.

Gaius packte meine Schultern und schüttelte mich.
„Kämpfe dagegen an! Was passierte noch?!“

„Ein FBI-Agent in Guinans Bar! Eine Q-Beschwörung wie bei einem Flaschengeist! Holo-Spitzohren?! Aaah! Aaaaah!!!“

„Konzentriere dich auf meine Stimme! Die Folge ist vorbei! Sie kann dir nichts mehr tun!“

„Aber… aber die Serie geht doch noch weiter! Es geht immer weiter! Neue Staffeln! Neue Folgen! NEEEEEIN!!“

Seine Ohrfeige brachte mich zurück. Ich saß nassgeschwitzt an meinem Schreibtisch in der Redaktion. Der Abspann der Folge rollte noch an meinem Bildschirm herunter, ich hatte nicht lange geschlafen.
Erleichtert stand ich auf, um Klapo von meinem Erlebnis zu erzählen. Als ich sein Büro betrat, schien auch er an seinem Schreibtisch zu schlafen. Die aus seinem Mundwinkel laufenden Speichelfäden belegten dies. Dazu liefen auch ihm Schweißtropfen die Stirn herunter, während sein leises Murmeln den Raum erfüllte.
„So… so doof!“, hörte ich ihn sagen. „Wer… wer bist du?“

Die plötzliche Erkenntnis übermannte mich. Ein schrilles Lachen erklang.

„Du hast Recht. Es ist noch nicht vorbei“, rief die körperlose Stimme von Gaius.

Ich glättete meinen Smoking und rannte ihr entgegen.

Es gab noch Arbeit.

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Artikel

von Klapowski am 15.04.22 in Star Trek: Picard

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Kommentare (66)

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  1. JP1957 sagt:

    Danke für die beiden Reviews.

    Glänzend geschrieben!!!

  2. Stoffel sagt:

    ÄH?!
    Was habe ich da geguckt?
    Star Trek ist echt weit gekommen und meine Fresse wie es sich entwicklet hat, da fängt man glatt an Evolution zu hassen.
    Guinans Esoterikshow, WOW, was für Science Fiction, BRAVO, man dieses Gefühl von Science Fiction, genau wie auf der Kirmes wenn eine olle Tante aus der Glaskugel die Zukunft ließt.
    Peekard ist der Sohnemann von Q?! Nee die Idee ist schlimm, dass es wohl noch schlimmer kommt.

    Diese Beschäftigungstherapie die sich Handlung schimpft, hinterlässt echt einen übeln Nachgeschmack.
    Kann es sein, dass die Macher Besondere, Begabte Menschen nicht ertragen können und sie deswegen solche Menschen demontieren müssen, damit sie ihre eigene (Unter)Durchschnittlichkeit schön reden können.
    Was sollte mir der Quatsch mit Pcards BDSM-Keller im Kopf sagen?! Was zur Hölle.
    Das 23. und 24. Jahrhundert und sie können Psychosen (was auch immer) nicht kurieren, ähm jo, bei allen was man so an „ärztlicher Kunst“ in diesen Serien so sah, kiregt man geistige Krankheiten nicht in den Griff.
    Was war eigenmtlich mit Picards Bruder? Ach egal.

    Diese Vollpfosten an Bande (Crew wäre dem nicht gerecht) haben echt Kommunikationsprobleme, warum erzählt man nicht den anderen, dass Jurati, ach egal…

    Interessant, wie Vitaman B funktioniert, Matalas hat zwei Typen von 12 Mokeys auftreten lasse, Gaius und den FBI Typen, der lustigerweiße in 12 Monkeys einen FBI Typen spielte, mal schauen vielleicht kommt die Jennifer Goines zurück. Naja egal.

    Eine belanglose Folge, die sich in eine Reihe belangloser Folgen einreiht.
    Q will das Picard, ach egal, hatten wir das nicht schon in der tollen Folge, als Picard durch Q niemals Captain wurde.

    Bei Matalas frage ich mich echt, ob er mehrere Schlaganfälle hatte, um so einen Scheiß zu fabrizieren oder sich daran zu beteiligen. Jaja Geld, ist Geld echt nur noch die Triebfeder.
    12 Monkeys ist eine saustrake Serie, mega Charaktere, ne geile Story, tolle Bösewichter und starke Settings, von Folge zu Folge hat 12 Monkeys sich gesteigert und das Schauen war ein wilder Ritt und jetzt so ein Rotz. Nichtmal Rotz, der hat ja wenigsten noch Nährstoffe…

  3. Nummer 6 sagt:

    Die Folge mußte ich nach zehn Minuten abbrechen, sonst wäre ICH beim Psychologen gelandet – womöglich dem Gefängnispsychologen…

  4. Kazairl sagt:

    Also was könnte man jetzt Positives über die Folge sagen? Nun, sie war für die Story (falls denn eine existiert) nicht nötig und hätte komplett rausgeschnitten werden können. Das liste ich jetzt als Pluspunkt auf weil Kurtzman-Trek sehr viel schlimmer sein kann und immerhin wurden aufgeworfene Ideen wenigstens mal zuende gedacht. Ich meine, beamen in aller Öffentlichkeit, das ohne Folgen zu lassen wäre unglaubwürdig gewesen.

  5. Cronos sagt:

    Ich weiß gar nicht, was ihr alle habt. Endlich mal ein Spukschloss und am Ende noch Hokuspokus mit dem Flaschengeist. Ich fand das nicht schlecht. So richtig schön gaga. Noch ein bisschen und ST ist zur Trash-Show verkommen. Das muss man auch erstmal schaffen!

  6. Donald D. sagt:

    Das war er ! Der absolute Beweis, daß dort, wo die meisten Menschen ein Gehirn haben, bei Kurtzman und Co. ein gewaltiges Schwarzes Loch ist. (Meine Hoffnung ist ja, daß dieses Loch sie irgendwann auffrißt.) Solch ein Mist und für mich der absolute Tiefpunkt dieser Staffel. Allerdings befürchte ich, daß der nochmal unterschritten wird und in die mieseste Trek-Folge aller Zeiten mündet, denn ich glaube nicht, daß die „Autoren“ noch die Kurve kriegen. Schlimm, was aus „Star Trek“ geworden ist. Da regen sich Trekkies auf und ätzen gegen DS9, daß die Serie keine Vision Roddenberrys sei und übersehen dabei die bisher furchtbarsten Inkarnationen, die jemals „Star Trek“ genannt wurden. Nur weil „Picard“ auf der Flasche steht, muß es nicht gut sein. Ich hoffe, daß nach der dritten Staffel wirklich Schluß ist. Heute ist Karfreitag. Jesus starb durch die Hand der Juden und Römer am Kreuz. „Star Trek“ stirbt durch die Hand Kurtzmans.

  7. Thomas sagt:

    Das war sie. Der wohl übelste Tiefpunkt. Der Tiefpunkt vom Tiefpunkt- frei nach Rudi Völler 2003.
    Was war das für ein Schrott? Folge 7 und man ist in der Handlung null voran gekommen.

    46 Minuten Scheißdreck, mehr nicht.

    Wer denkt sich so einen Schwachsinn aus?

  8. JP1957 sagt:

    Ich muss zu meiner Schande eingestehen, dass ich – auch wenn ich die letzten beiden Folgen tatsächlich nicht gesehen habe – mir diese wieder angeschaut habe. Aus der Vorankündigung hatte ich das Gefühl, dass sie besonders lehrreich werden könnte.

    In der Tat.

    Im Gegensatz zu den beiden (satirisch großartigen) Reviews und den bisherigen Kommentaren bin ich nicht der Meinung, dass wir hier lauter Unsinn und Gewäsch präsentiert bekommen.
    Für große Teile trifft dies sicherlich zu (zu Beginn musste ich erheblich mit der Langeweile kämpfen). Aber dann kam eine enorm aufschlussreiche, tiefgründige (!) Szene, die zeigt, wie sehr die Autoren Star Trek begriffen haben.

    Er beginnt bei 19:36 min:

    Psychologe (Psy): „Ich bin ein Erforscher des menschlichen Daseins. Und sie sind Captain … moralisch, diplomatisch, kultiviert. Mit einer Affinität für die Künste, intellektuell und doch so unbewandert, wenn es um das Herz geht.“

    Picard (Pic): „Unbewandert? Was tut das zur Sache?“

    Psy: „Wieso fällt es ihnen so schwer, jemand an sich heranzulassen? Sich zu öffnen? Ganz egal wem. Sie halten wirklich jeden auf Abstand. Nur …ja warum … vielleicht um eine Version ihrer selbst zu verbergen? Eine Version, die andere nicht sehen sollen. Eine dunklere Version möglicherweise. Eine heimliche Schande. Eine Schuld … das ist es.
    WODURCH DEFINIEREN SIE SICH, PICARD?“

    Hämmern an der Tür

    Pic (erschrocken): „WAS IST DAS? DIESES POLTERN?“

    Psy:“Wir wissen beide, woher es kommt.
    Der rechtschaffene Jean-Luc. ES GEFÄLLT IHNEN; WENN MAN SIE SO NENNT. SIE BRAUCHEN DIESE BESTÄTIGUNG VON ANDEREN, WEIL SIE IHNEN ERMÖGLICHT, DIE WAHRHEIT AUCH WEITERHIN ZU VERDRÄNGEN. SIE SIND SO BESESSEN VON TUGEND, JEAN-LUC …“

    Hier wird genau der Picard gezeigt, den wir über sieben Jahre lang in TNG kennengelernt haben.
    Und all das, der ganze Charakter, die Rechtschaffenheit, die Kultiviertheit, die Diplomatie, die intellektuelle Aufgeklärtheit … all dies wird hier als bloße Fassade eines Menschen entlarvt, der zu schwach ist, sich der/ einer Wahrheit, seinen dunklen Seiten zu stellen.

    Das ist also die Agenda der Produzenten – Picard zu dekonstruieren.

    Aus der Perspektive von Leuten, die all diesen aufgeklärten Schmu der letzten 200 Jahre für den falschen Weg halten, kann ich diese Intention sogar „verstehen“ (im Sinne von nachvollziehen, auch wenn ich es zum Kotzen finde).

    Aber wie kann der Schauspieler, der diesen Picard sieben Jahre verkörpert hat, bei diesem Scheiss mitmachen?
    Das ist so, als ob ein russischer Oligarch den SC Freiburg kaufen würde und Christian Streich würde mit strahlenden Augen auf der Pressekonferenz verkünden, dass er einen 10 Jahresvertrag unterschrieben hat.

  9. Kazairl sagt:

    Die beiden treffen es auch diese Woche wieder auf den Punkt. Mit jeder Woche kriegen wir ein neues Tief und mittlerweile ist Star Trek Picard Season 2 schlechter als Staffel 1 je war: https://www.youtube.com/watch?v=j3YIvH9LS9I&t=2416s

  10. Jens sagt:

    ***** Aggressive Werbung *****

    Die Episodenkritik mit der Wunderlampe https://www.youtube.com/watch?v=j3YIvH9LS9I

    **** Aggressive Werbung Ende ****

    • Kazairl sagt:

      Ich frag mich ja, wie tief Picard noch sinken kann, die Staffel liegt doch schon am Boden

      Antworte
    • JP1957 sagt:

      Ich hab ja oben den zentralen – tiefgründig niederschmetternden – Dialog zwischen dem Psychologen und Picard gepostet.

      Was reviewen unsere aggressiven Werber, die sich als Verteidiger der Star Trek Ideen verstehen und darstellen dazu heute:

      „Inhaltlich muss ich sagen, dieser Dialog zwischen Callis (der Psychologe) und Stewart, das fand ich ganz gut.“

      Dazu fällt mir nichts mehr Satirisches ein. 0 von 5 möglichen Wertungspunkten.

      Antworte
    • Serienfan sagt:

      Die Pathologisierung von Picards Tugenden geht leider tiefer. Es richtet sich gegen die Tugenden von „Star Trek“.

      Das war schon klar, als Picard gegenüber Guinan von der besseren Zukunft sprach, und Guinan erwiderte, er als „Weißer“ habe leicht reden. (Gilt das eigentlich auch für die obdachlosen „Weißen“, die zuvor so hochempört erwähnt wurden? Haben die auch alle „leicht reden“?)

      Damit soll die Idee von „Star Trek“ als eine bessere und ethischere Zukunft zu einer krankhaften Realitätsflucht von hauptsächlich weißen Männern diskreditiert werden. Das ist die perfide Idee dahinter.

      Und ich glaube, dass auch Patrick Stewart das immer so sah, denn für integere, anständige Charaktere gibt es halt mal keine Emmys.

      Hier wird keineswegs nur die Figur Picard demontiert. Es geht um die Demontage von „Star Trek“.

      Antworte
    • JP1957 sagt:

      @Serienfan: „Und ich glaube, dass auch Patrick Stewart das immer so sah, denn für integere, anständige Charaktere gibt es halt mal keine Emmys.“

      Uff … das bewegt sich ja fast schon auf dem Niveau von Fakenews.
      Habe nur eine ganz kurze Stichprobe gemacht (und nur nach Darstellern in Dramaserien gesucht).

      „Anständige“ Emmy Preisträger:

      Anthony Edwards (Emergency Room) – 1998
      Jerry Orbach (Law and Order) – 1999
      Martin Sheen (The West Wing) – 2000
      Sam Waterstone (Law and Order) – 2000
      Rob Lowe (The West Wing) – 2001
      Allison Janney (The West Wing) – 2002
      Peter Falk (Columbo) – 1991

      Antworte
    • Serienfan sagt:

      „Fake-News“. Ernsthaft?

      Ich hoffe, Dein Humorverlust ist nur vorübergehend.

      Doch abgesehen davon: Natürlich gibt es für zwiespältige Figuren, in denen Darsteller angeblich mehr „brillieren“ können, eher Auszeichnungen.

      1951: Oscar für Humphrey Bogart, er spielte einen alkoholkranken Seefahrer.
      1953: Oscar für Frank Sinatra, er spielte einen betrunkenen Soldaten.
      1965: Oscar für Lee Marvin, er spielte einen Alkoholiker, der früher Revolverheld war.
      1966: Oscar für Elizabeth Taylor, sie spielte eine alkoholsüchtige Ehefrau.
      1969: Oscar für John Wayne, er spielte einen alkoholsüchtigen Marshal.
      1978: Oscar für Maggie Smith, sie spielte eine betrunkene Schauspielerin.
      1994: Oscar für Jessica Lange, sie spielte eine alkoholsüchtige Schauspielerin.
      1995: Oscar für Nicolas Cage, er spielte einen alkoholkranken Autor.
      1998: Oscar für James Coburn, er spielt einen alkoholsüchtigen Vater.
      2009: Oscar für Jeff Bridges, er spielte einen alkoholkranken Country-Musiker.

      Ich weiß leider nicht mehr, welche Schauspielerin mal sagte: Ich spiele gerne Säuferinnen, dafür gibt’s Oscars.

      Ach ja: Kristen Stewart wurde zuletzt für den Oscar nominiert, weil sie eine alkoholsüchtige Prinzessin spielte.

      Das allerdings halte ICH für Fake-News. Ich glaube nämlich nicht, dass diese Frau überhaupt etwas spielen kann.

      Antworte
    • JP1957 sagt:

      Ich liebe deine Fähigkeit zur Selbstkritik!

      Wie Du Deine Aussage „denn für integere, anständige Charaktere gibt es halt mal k e i n e Emmys.“ mit Blick auf die Fakten kommentierst … das ist wirklich lobenswert!

      Hatte schon Sorge, ich müsste über die Bedeutung des Wortes k e i n e nachdenken.

      Antworte
  11. Stoffel sagt:

    “ SIE BRAUCHEN DIESE BESTÄTIGUNG VON ANDEREN, WEIL SIE IHNEN ERMÖGLICHT, DIE WAHRHEIT AUCH WEITERHIN ZU VERDRÄNGEN. SIE SIND SO BESESSEN VON TUGEND,“

    Bin mir nicht sicher, ob damit Picard gemeint ist oder irgendwelche „Aktivisten“, die Sittenpolizei oder was derart spielen.
    Das man die Figur Picard zerstört, war mit Staffel 1 klar, als jämmerlicher, schwacher Depp, der im Stil eines Kolonialherren eine romulanische Enklave besucht, unter anderen.
    Jetzt kriegen wir die Steigerung davon, alles was wir an den Charakter mochten und nicht mochten, wird nun als Fassade eines schwachen alten weißen cis Mannes dargestellt.
    Kann man sich drüber ärgern, ich freue mich, weil diese Zerstörung der Figur, eigentlich die Zerstörer entlarvt, finde es gut zu wissen, woran man ist.
    Die Zerstörung von Picard ist eine Projektion, denke ich, die des modernen Hollywoods und alles was Ringelpitz mit Hollywood macht.
    Erbärmliche Menschen, die nicht ertragen können, das es Leute gibt, fiktiv oder nicht, einerlei, die gut sind, Prinzipientreue besitzen, starken Willen, Ideale tragen, auch wenn es schwer ist, dass es einfach Menschen, Geschichten gibt, die Dinge tun oder beschreiben, die erstrebenswert sind. Solche Menschen, Geschichten, selbst fiktive Menschen, an denen sich Generationen ein Vorbild nahmen, sind ein hässlicher Spiegel für neidische, kleinliche, gierige, zerfressene, arrogante Säcke, deren einziger Lebensinn Geltungsbedürfnis ist. Es kann nichts geben, was besser als sie ist, deshalb wirds zerstört, auf die untere Ebene gezogen, um dann zu sagen, NICHT BESSER ALS WIR und implizit auszusagen, dass Rechtschaffenheit, die Kultiviertheit, die Diplomatie, die intellektuelle Aufgeklärtheit für den Arsch ist, weil niemand sich wirklich drum schert, weils nur Fassade ist, weil sie nur Fassaden sind.

  12. Serienfan sagt:

    Ich würde ja gerne mal von diesen woken Tempelrittern, die „Picard“ verzapfen, die eigenen Regeln für Akzeptanz und Toleranz erfahren.

    Würde Picard fünfmal am Tag sein Geschlecht wechseln und erwarten, wahlweise mit „sie“, „er“ oder „they“ angesprochen zu werden, jeder müsste dies ohne mit der Wimper zu zucken akzeptieren, anderenfalls wäre er irgendwas mit den Silben „phob“ ist „sist“ am Ende des Wortes.

    Aber wenn Picard lieber zurückgezogen lebt, so wird ihm dies ohne jegliche Akzeptanz zum Vorwurf gemacht.

    Einige Personen dieser Gesellschaft, die sich im Rahmen gewaltiger Selbsttäuschung für besonders progressiv halten, scheinen die Toleranz irgendwie nicht zu ertragen. Denn die Toleranz, die sie (erfreulicherweise) bestimmten Minderheitengruppen gewähren, entziehen sie umso leidenschaftlicher der Allgemeinheit, indem sie individuelle Charaktereigenschaften dämonisieren.

    Daher verstehe ich auch die aktuelle Unfähigkeit, Serien- und Filmfiguren zu charakterisieren. Alle müssen normiert sein. Gleichermaßen beziehungsfreudig und mitteilungsbedürftig. Alles andere wird als krank eingestuft oder als toxisch beschimpft.

    In so einer Welt ist für Individualität kein Platz.

    Daher haben moderne Serienfiguren keine Charaktereigenschaften mehr – und nichts anderes war Picards Zurückgezogenheit. Sie haben stattdessen Komplexe und werden über ihre sexuellen Vorlieben definiert. Denn nur das darf der moderne Mensch noch haben, während er ansonsten angepasster denn je zu sein hat.

    • Klapowski sagt:

      Finde es mal gut, das so zu lesen.

      In mir schwelte es auch bereits, warum man Picard seine „selbstgewählte Einsamkeit“ ständig vorwarf.

      Ich kenne das ja selber auch: „Wieeee, auch am Wochenende niiiicht auf die Party?! Oder seid ihr noch müde vom Tanz in den Mai?!“

      Alle um Picard haben diebische Freude daran, ihm etwas vorzuwerfen, wofür er nichts kann – was aber auch die Autoren nach „SIE haben die Romulaner nicht gerettet!“ und „SIE haben immer Q ermuntert!“ langsam merken?

      Da unser Held ja faktisch eher einsam lebte, ist das wohl der einzige Hebel, wo man ihn noch belehren kann. Was natürlich nicht heißt, dass man nicht doch bald wieder was aus dem Hut zieht:

      „Sie haben nur deswegen alle Ihre Abenteuer überlebt, weil Sie der Sohn von Q sind. Schämen Sie sich jetzt, wie viele um Sie herum gestorben sind auf Ihren Missionen?“

      Und bis dahin wird halt weiterhin Strichliste geführt, ob der alte Mann auch noch genug poppt, die Telefonseelsorge anruft, um sein Weingut wandert oder sich genug in Onlineforen beteiligt.

      Antworte
    • G.G.Hoffmann sagt:

      Aah, jetzt, ja… Eine gesellschaftspolitisch motivierte Autorenverschwörung zum Zwecke der Demontage einer einer drittklassigen TV-Reihe zu Gunsten einer „woken“ Agenda mit Stewart als willigen Helfershelfer, der Roddenberrys/Bermans Picard schon immer kacke fand? Geht’s auch einer Nummer kleiner?

      War doch nur eine Fortsetzung des Weihnachtsszene in ST:7 oder der früherer Mama/Papa/Bruder-Szenen in TNG.

      Antworte
    • Sparkiller sagt:

      Stimmt, Weihnachten in Picards Kopp. Hatte ich schon fast verdrängt. Danke.

      Scheinbar ist der Mann wirklich ein Opfer seiner erzkonservativen Amisch-Familie („Warum beamen, wenn man stattdessen den Eselskarren nehmen kann?!“), was auch seinen Rüschen-Fetisch und einen ähnlichen Einrichtungsgeschmack wie Putin oder Trump erklärt:

      https://www.youtube.com/watch?v=57W_zJq6r0o

      Brrrr!

      Antworte
    • JP1957 sagt:

      @GGH: Stop, Stop, Stop … ich habe nirgendwo eine „woke Agenda“ beschworen, weil ich dem Rumgeheule einiger hier über die angebliche Wokeness von Kurtzman + Co. (seltsamerweise incl. Gewaltverherrlichung) absolut nichts abgewinnen kann.

      Viel schlimmer!

      Es ist die Demontage der Ideen der Aufklärung.

      Antworte
    • Serienfan sagt:

      Es geht mir nicht um eine „Verschwörung“ der Autoren oder das Anprangern einer Woke-Agenda“, sondern um das Aufzeigen einer gesellschaftliche Fehlentwicklung, die sich in „Star Trek: Picard“ widerspiegelt.

      Das fiel mir schon auf, als Deanna Troi in der ersten Staffel irgendwas davon faselte, dass wegen des Androiden-Banns ihr Kind nicht gerettet werden konnte, weil nur Androiden irgendein Element besitzen, das ihr Kind hätte retten können, und das ja dann unter den „Bann“ fiel.

      Das ist aus SF-Sicht natürlich Schwachsinn, weshalb sich viele darauf konzentrierten.

      Es ist aber auch aus einer ethischen Argumentation heraus höchst fragwürdig. Trumps „Moslem-Bann“, auf den ja der Androiden-Bann aus „Star Trek: Picard“ plump anspielte, war ja nicht deshalb falsch, weil vielleicht irgendein Moslem einem Amerikaner eine Niere hätte spenden können. Eine solche Argumentation ist nicht „woke“ oder „progressiv“ oder was auch immer, sie ist durch und durch egozentrisch. Sie ist das Gegenteil von dem, was sie zu sein vorgibt. Sie definiert die Ethik über eine persönliche Nützlichkeit.

      Denn im Grunde heißt es: Der Moslem-Bann ist ethisch falsch, weil wir dabei auf Ausbeutungspotenzial verzichten.

      Und das erscheint mir ein gesellschaftliches Phänomen zu sein. Die Intoleranz nimmt unabhängig von den Freiheitsrechten für Randgruppen zu. Nur weil man Transsexuellen mehr Rechte einräumt, heißt das eben nicht, dass unsere Gesellschaft toleranter wurde. Im Gegenteil. Selten habe ich die Gesellschaft so intolerant erlebt, wobei sich rechte Fanatiker und linke Moralapostel gegenseitig in ihrer Intoleranz eifrigst überbieten.

      Und insofern hat Kurtzman eines wirklich geschafft: Ja, dieses „Star Trek“ ist im Zeitgeist angekommen. Wehe dem, der in Uni-Arbeiten nicht gendert, oder der Schutzräume für Frauen nicht von Männern bedroht sehen will, die sich einfach mal zur Frau erklären.

      Das Anprangern von Picards Lebensweise, die schlichtweg als „krank“ und „falsch“ definiert wird, weil sie nicht zur modernen Selbstentblößungs-Instagram-Kultur passt, erinnert an den Umgang mit Homosexuellen in vergangenen Jahrzehnten, die auch einfach als krank und therapiebedürftig definiert wurden.

      Leider ist „Star Trek“, das dem Zeitgeist nacheifert, hochgradig rückständig. Roddenberrys „Star Trek“ war (zumindest teilweise) seiner Zeit voraus. Das ist wohl der größte Unterschied.

      Antworte
    • JP1957 sagt:

      Jep.

      Antworte
    • Klapowski sagt:

      @GG Hoffmann:

      „War doch nur eine Fortsetzung des Weihnachtsszene in ST:7 oder der früherer Mama/Papa/Bruder-Szenen in TNG.“

      Finde ich nicht. Wenn man schon etwas vergleicht, dann ruhig auch RICHTIG.

      Zumindest sollte man die Lauflänge berücksichtigen (30-40 statt 5 Minuten Kitsch am Stück), die Qualität und Darreichung der Dialoge (Hier: Ständiges Wiederholen, Visualisieren und Andeuten über viele Episoden hinweg) und – ganz wichtig – die Intention der Autoren.

      Damals: Picard hat eine schräge Familie und hätte gerne eine weihnachtliche. Mehr war da nicht. Und das Verhältnis zum Bruder war sogar nach der Aussprache „repariert“?

      Heute: Picard ist dauerhaft gebrochen, genervt, traumatisiert, vielleicht deswegen ein Raumfahrer, träumt von Märchen, falschen Erinnerungen und kann sich keinen Reim auf die „Schrank-Szene“ machen.
      Wobei hier ja sogar noch MEHR angeteasert wird.

      Das hat schon eine andere Qualität. Mehr sollte von den Kommentatoren hier doch gar nicht ausgesagt werden? Plus diese ständige Nerv-Logik in Bezug auf
      „Geh doch mal unter Leute. Sonst mögen dich die Leute nicht, unter die du nicht gehen willst“.

      Antworte
    • Klapowski sagt:

      @ Serienfan:

      „Das Anprangern von Picards Lebensweise, die schlichtweg als „krank“ und „falsch“ definiert wird, weil sie nicht zur modernen Selbstentblößungs-Instagram-Kultur passt, erinnert an den Umgang mit Homosexuellen in vergangenen Jahrzehnten, die auch einfach als krank und therapiebedürftig definiert wurden.“

      So weit würde ich allerdings nicht gehen.

      Diesen (sehr starken und vorbelasteten) Vergleich finde ich total … schwul.

      Antworte
    • Serienfan sagt:

      Da ich schon immer zumindest latent heterophob war, will ich doch schwer hoffen, dass der Vergleich schwul ist! :-)

      Antworte
    • G.G.Hoffmann sagt:

      @Klapo

      Ich meinte das thematisch. Dass in Serien-Episoden immer viel intensiver auf einzelne Aspekte einer Persönlichkeit eingegangen wird als in den Kinofilmen, liegt doch auf der Hand. Weshalb sonst hätten wir ernsthaft 45-minütige „Charakterfolgen“ mit Jake Sisko, Fähnrich Kim oder Ensign Mayweather ertragen müssen? Und dieses Rumgeheule im Weinberg in TNG „Familienbegegnungen“ fand ich auch damals recht unerträglich. Dass Picards Papa ein Ar… war und seine Mutter eine ganz eine Herzige, die allerdings modetechnisch im 19. Jh. lebte, haben wir bereits in „Willkommen im Leben nach dem Tode“ bzw. „Der Reisende“ gesehen.

      Für meinen Geschmack hätte man diese fragwürdige Familiengeschichte nicht vertiefen müssen, schon gar nicht über gefühlt 8 Episoden. Aber thematisch ist es nicht unbedingt neu, dass Picard ein Kindheitstrauma hat und heimlich von der Spießerwelt träumt, in der er offenbar aufgewachsen ist, sein Eintritt in die Sternenflotte vielleicht auch eine Flucht aus alldem war. Locker war der Typ ja nie, obwohl er mir in TNG gut gefallen hat, trotzdem er in der erste Staffel als sehr arrogant charakterisiert wurde.

      Musste man das wieder aufgreifen und zu Tode reiten? Auf keinen Fall. Wer will das sehen? Wer wollte das damals wissen? Aber gänzlich charakterfremd ist es im Hinblick auf TNG nicht.

      Antworte
  13. O.o.t. sagt:

    Ich habe es einerseits zwar befürchtet, andererseits aber kaum für möglich gehalten, doch man hat es tatsächlich geschafft, unter dem Niveau der letzten Folge noch ein weitverzweigtes Kellergewölbe zu finden. Selbst die schlimmsten Vogonen-Gedichte sind erträglicher als diese Drehbücher.

  14. Kazairl sagt:

    Ich denke mal, die Metapher von Star Trek als Haus passt gut, im obersten Stock wohnt – und das unangefochten – das späte TNG, eine Etage darunter teilen sich TOS, VOY und DS9, da ich alle Serien gleichgut finde, wieder darunter ist die erste Staffel von TNG alleine untergebracht, weil (und da können wir denke ich übereinstimmen) diese Staffel eher mau war, weiter unten ist dann Season 1 von PIC im Erdgeschoss zu verorten, darunter, im 1. UG ist DSC und im Keller, in einer ganz dunklen Ecke, haust PIC Season 2.

    • MisterC sagt:

      Und in welcher Etage befindet sich ENT? So aus Neugier?

      Antworte
    • Kazairl sagt:

      ENT würde ich im Zwischenboden zwischen TOS/VOY/DS9 und TNG Staffel 1 einordnen, kein Totalreinfall, aber auch nicht wirklich gut.

      Antworte
    • Agentbauer sagt:

      Ich finde, dass NuTrek ENT gewaltig aufwertet.
      Und jeder, der sich nochmal über Berman und oder Braga beschwert wird mit allen Folgen Disco bestraft.
      Zu Picard, ich finde schon wieder die Grundidee der Folge gut, wenn sie denn z.B.das nachvollziehbare Trauma bzgl.der Assimilation gezeigt hätten, Schlacht von Wolf359 usw.. aber neee, wieder so etwas gestückeltes ohne Hand und Fuß. Ich bleibe dabei, als durchschnittlicher Zweiteiler von TNG oder VOY wäre das ganz ok, aber so auf 10 Folgen gestreckt ist es einfach nix.

      Antworte
    • Kazairl sagt:

      Natürlich wertet Kurtzman-Trek ENT sehr auf. Vorher war das die meiner Meinung nach schwächste Serie, jetzt steht sie sehr viel besser da weil wir jetzt sehr gute Negativ-Beispiele haben wie Star Trek eben nicht sein sollte.

      Antworte
    • Serienfan sagt:

      Ich glaube, wir müssen uns hier zu der Erkenntnis durchringen, dass es nicht mehr nur um Vergleiche mit früherem „Star Trek“ geht.

      Das, was uns hier vorgesetzt, ist nicht nur eine Frechheit für jeden Trekker, er ist eine Ohrfeige für alle, die sich auch nur unterdurchschnittliche Unterhaltung erhoffen.

      Nicht einmal Jason Dark hätte auch nur ansatzweise derart infantile Dialoge wie die zwischen Raffi und Seven verzapfen können.

      Antworte
    • Scholli67 sagt:

      Jup, das ist die eigentliche Tragödie.
      Dass es kein Star Trek ist, könnte ich eher verschmerzen, wenn es denn wenigstens gutes Fernsehen wäre.
      Aber da es sogar CW Serien gibt, die bessere Drehbücher haben …

      Antworte
  15. Grinch1969 sagt:

    Wie haltet ihr das blos aus?

    • Kazairl sagt:

      Es schwingt immer die Hoffnung mit, dass es nicht tiefer gehen kann, ich meine, wir sind schon im Keller-Niveau, wie weit runter kann es noch gehen?

      Antworte
    • Joerschi sagt:

      Wenn man z. B. in New York wohnt, gäbe es da eine U-Bahn und das teils mehrere Etagen tief.
      Man sollte sich als Zuschauer nie zu sehr in Sicherheit wähnen ;-)

      Antworte
  16. el_cheffe sagt:

    1/4 Horrorfantasy / Doctor Who nur in schlecht
    1/4 „new“ Battlestar Galactica / per Definition schlecht
    1/4 Greys anatomy ( zumindest stelle ich mir das so vor / noch nie gesehen)
    1/4 New Trek / per Definition grausam unlogisch

    Jeder Teil für sich ist (fast) stimmig. Hätten wir hier 4 Serien mit 4 Handlungen könnte man auch versuchen das zu bewerten, aber so fehlt jegliche Grundlage.. .

    Achso es geht um Star Trek ? … Error 404.

    PS : Am schlimmsten fand ich 7of9, „ich kenne diesen Algoríthmus von früher.. fertig“.
    Ähm woot.. es genügt also inzwischen das Verschlüsselungsverfahren zu kennen um instant das Passwort zu erraten.. grosses Kino..

  17. Scholli67 sagt:

    Serienjunkies wird diesmal schon beinahe kritisch. Popelige zwei Sterne.

  18. flyan sagt:

    Ich konnte diese Folge wirklich gut ertragen und sehe dafür zwei Gründe:
    1. Am Nullpunkt liegende Erwartungshaltung.
    2. James Callis. Es war sehr erfreulich, ihn wieder zu sehen und auch, dass er die Rolle Ernst genommen hat. Mindestens genauso wichtig jedoch, dass er durch seine Anwesenheit möglichst viel Laufzeit in Anspruch genommen hat, die der Rest des Cast dann eben nicht abbekommen konnte. Der gesamte Hauptcast, Patrick Stewart inbegriffen, hängt mir zum Halse raus.

    Discount-Guinan hatte in dieser Episode irgendwie auch besser gespielt und ich hatte das Gefühl, dass die Schauspielerin endlich einmal ein paar alte Aufnahmen von Whoopi Goldberg durchgeschaut hatte. Überhaupt war die abschließende Szene in der Bar der erste kurze Augenblick, der einen Hauch Spannung erzeugen konnte. Auch hier wieder ganz großes Dankeschön an die Verantwortlichen, einen Schauspieler außerhalb des abgegriffenen Ensembles zu engagieren.

  19. Serienfan sagt:

    Als Crest auf Perrry Rhodan traf, sagte er über die Menschheit: „Sie stehen im Begriff, ein ungeheures Vergehen gegen die Gesetze des Geistes zu begehen.“

    Rhodan dachte freilich, Crest meine den Atomkrieg.

    Ich bin mir allerdings nicht mehr so sicher, ob nicht doch eher die aktuelle „Picard“-Episode gemeint war.

    Seit den Anfängen des Kurtzman-Treks höre ich immer wieder das gleiche: Das Budget sei so hoch, dass man früher davon nur hätte träumen können. Von 12 Millionen pro Folge ist die Rede.

    Langsam sollte mal jemand das FBI informieren. Ich meinte das echte FBI, das sich um Kapitalverbrechen und nicht um unerlaubtes Beamen kümmert. Denn wenn im Vergleich dazu die „Lindenstraße“ wie „Lawrence von Arabien“ und „Red Dwarf“ wie „Star Wars“ wirken, dann liegt der Betrug, der hier begangen wird, doch ziemlich auf der Hand.

    Vielleicht ist das ganze auch nur ein sehr durchschaubares Geldwäsche-Projekt.

    Oder haben die zwei Dutzend Producer alle täglich im Koks gebadet? Angesichts der „nur eine Ärztin kann ein Vollautomatik-Gerät aus der ihr unbekannten Zukunft für zwei Sekunden an eine Schläfe halten“-Dialoge gar keine so abwegige Erklärung.

    Wenn wenigsten Q aus der „Bezaubernde Jeannie“-Flasche gekommen wäre, als Guinan in ihrer schwarzen Petergasse 10vorwärts den Zauberspruch „Hokus, pokus, hie und hu, allmächtiges Geistwesen Q erscheine im Nu!“ von sich gab. Dann wäre ich sogar für ein paar Sekunden gnädig gestimmt gewesen.

    Bevor ich mir aber zusammen mit irgendwelchen Möchtegern-Influencern, die glauben, das Kurtzman-Trek schönreden zu müssen, im zehnten Höllenkreis von Dante für alle Ewigkeiten „Star Trek: Picard“-Folgen ansehen muss, bereue ich hiermit offiziell alles, was ich jemals an Negativem zur Ante-Kurtzman-Phase über „Star Trek“ von mir gab.

    Selbst „Der Fight“ aus „Star Trek: Voyager“ war besser!

    • JP1957 sagt:

      „Oder haben die zwei Dutzend Producer alle täglich im Koks gebadet?“

      Ich habe mir diesmal – weil ich irgendwo ein Loblied auf das Intro gelesen habe – sogar das Intro angeschaut, dabei ist mir auch die Anzahl der Producer aufgefallen, die da genannt wurden.

      Ich bin jetzt zu faul die nochmal nachzuzählen … aber wozu braucht man denn gefühlt zehn Producer für eine Serie?

      Als alter Mann hatte ich natürlich auch sofort „Bezaubernde Jeannie“ im Kopf, als ich die Flasche sah. Hätte da nicht mal einer der Producer drauf hinweisen zu können, dass das die Szene vollends lächerlich machte?

      Schon erheiternd (lächerlich wäre ja verletzend), dass flyan Guinan in dieser Szene näher an Goldberg fand als zuvor. Die Guinan in TNG hätte nie so rumgekreischt … absurd.

      Antworte
    • Serienfan sagt:

      Loblied auf das Intro? Ernsthaft?

      Auf dieser Welt gibt es wirklich nichts, was es nicht gibt.

      Es sind meinen Infos nach 20 Producer, dabei könnte es sich aber auch um Fake-News handeln. :-)

      Wer sich übrigens fragt, wie eine Rasse, die es mit dem Q-Kontinuum aufnehmen konnte, später zu Borg-Flüchtlingen werden konnte… Die el-aurianische Schrumpeldei-Hexerei dauerte einfach zu lange.

      „Potz Hokus Pokus, hie und hu,
      ups, jetzt bin ich assimiliert im nu!“

      Antworte
    • flyan sagt:

      Das Gekreische war natürlich absurder Unsinn. Gar keine Frage. Was ich meinte war die Dialog-Szene vor dem Gekreische, in der ich etwas mehr Guinan gesehen hatte als beim letzten Auftritt vor 2 oder 3 Folgen.

      Eigentlich jedoch wurde diese Szene für mich von dem FBI Agenten dominiert. Wobei das wohl vor allem daran liegt, dass dieser Figur keine auffällig merkwürdigen Dialogzeilen in dem Mund gelegt wurden und der Schauspieler normal schauspielern konnte. Man nimmt was man kriegen kann.

      Antworte
    • Serienfan sagt:

      Wobei die FBI-Szene ja auch so unfassbar albern war.

      Der FBI-Beamte, der erst einmal einen Wein bestellt, Smalltalk macht, dann auch noch in aller Gemütsruhe alle Beweise vorlegt, die seiner Behörde vorliegen, bis dann endlich die Leute, die bislang sinnlos vor den Eingängen rumstanden, die Festnahme vornehmen dürfen.

      Es gibt wirklich kein Klischee, das dumm genug ist, um nicht in den Köpfen dieser Autoren herumzugeistern. Von lachhafter Küchenpsychologie über sadistische ICE-Mitarbeiter bis hin zum „will nur den Tochter-Klon retten“-Mad Scientist. Und jetzt auch noch ein FBI-Beamter, der zu viele Humphrey Bogart-FIlme gesehen hat, und der eher ins Dixon-Hill-Holodeck als in unsere Gegenwart passen würde.

      Antworte
    • JP1957 sagt:

      „Loblied auf das Intro? Ernsthaft?“

      Ich weiß leider nicht mehr, wo ich den Kommentar dazu gelesen habe. Der Kommentator stufte es unter seine Top Ten aller Serienintros ein.

      Antworte
    • Serienfan sagt:

      Vielleicht kannte er ja nur neun Serien!

      Antworte
    • Kosh Naranek sagt:

      Hmm, warum hat niemand erklärt, warum es im Jahr 2024 gegen das US-Gesetz verstößt, wenn man sich beamen lässt. Aber muss es ja wohl, sonst würde ja nicht das FBI so zahlreich einschreiten.
      Schade eigentlich. Die Szene am Ende hätte wirklich das Beste an der Episode werden können, wenn sich der Typ am Tresen nicht als FBI-Agent, sondern als jemand Interessantes herausstellt hätte. Vielleicht ein Q, der kurz erklärt, wieso ihr Verein grad Betriebsferien macht.

      Jetzt verplempern sie die nächste Episode mit ’nem weiteren völlig sinnlosen Plot um die Schwierigkeiten unserer galaktischen Abenteurer mit der irdischen Justiz der fernen Vergangenheit eines Paralleluniversums…

      Dann noch zwei Folgen im gleichen Stil und nichts irgendwie Relevantes ist in der Staffel passiert, was den Kanon beschädigen könnte. Ist ja auch ein Erfolg. Also verglichen mit DISCO. Und Picard heult noch weniger, schreit weniger, guckt weniger wie ein Zombiekaninchen.

      Wobei … wie sollte es den Kanon beschädigen, wenn der Plot in einem alternativen Universum spielt … und dann in dessen Vergangenheit … und in der dann in einem Traum. Da konnten sich die Autoren wohl nicht einigen, welches der nicht realitätsbeeinflussenden Elemente sie verwenden wollen, um völlig abgesichert ihre Geschichte schreiben zu können. Also haben sie einfach alle Varianten genommen.

      Antworte
    • G.G.Hoffmann sagt:

      Woher kommt denn die Zahl 12 Millionen pro Folge? Die letzten beiden PIC-Episoden hätte das ZDF optisch nicht schlechter für schlanke 300.000 produzieren lassen (zusammen). Oder entfallen 90% des Budgets auf die Personalkosten?

      Antworte
    • Sparkiller sagt:

      „Woher kommt denn die Zahl 12 Millionen pro Folge?“

      Patrick Stewart wird bestimmt schon einen ordentlichen Anteil haben.

      Und die Buchhaltung ist ja auch immer so eine Sache. Staffel 2 hat anscheinend rund 20 Millionen allein an Fördermitteln von Kalifornien bekommen. Und wer weiss, was man alles noch so abschreiben kann („5000 Liter Glatzenpolitur als Werbungskosten?!“)…

      https://www.pcgameshardware.de/Star-Trek-Picard-Serie-274642/News/Mehr-Foerdermittel-fuer-Staffel-2-1341111/

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  20. BergH sagt:

    tach auch !

    Picard schläft, Picard ist wach.
    Tallin hat runde Ohren, Tallin hat spitze Ohren
    Rios ist Rios,
    der Rest bleibt sich auch treu.
    Gaius psychartert

    Jurati ist eratisch.

    Hab‘ ich was wichtiges vergessen.

    Gruß BergH

  21. frank sagt:

    wo bleibt eigentlich die kritik zu 2.08?

    • BergH sagt:

      tach auch !

      Warum ?
      Es geht genauso belanglos weiter , wie in Folge 7.
      Raffi, EyhJuraty und der Rest manipulieren sich durch die kaum vorhandene Handlung .
      Und am Schluß ist die Folge 8 zu/am Ende.

      Tschüss Guinan !

      Gruß BergH

      Antworte
  22. O.o.t sagt:

    Zitat JP1957:
    (https://www.zukunftia.de/9890/star-trek-picard-kritik-zu-2-07-monster/#comment-35404)
    „Aber wie kann der Schauspieler, der diesen Picard sieben Jahre verkörpert hat, bei diesem Scheiss mitmachen?“

    Eine der Bedingungen, zu Star Trek zurückzukehren war für Stewart, Einfluss auf die Stories zu haben. Stewart ist einer der 20+ Produzenten, er hat Mitspracherecht.
    Patrick Stewart ist Teil des Problems! Er findet „diesen Scheiss“ gut.

    Zitat: „Jean-Luc Picard is Patrick Stewart, and I am him. There is no separation anymore. I used my life continually when we were shooting Season Two and Three of Picard, and I’m no longer afraid of doing that, which at one time in my career I would have been.
    I feel I have something to say…“
    Quelle: https://deadline.com/2022/04/star-trek-picard-patrick-stewart-interview-contenders-tv-1234999334/

    Stewart spielt nicht mehr länger Picard, er spielt sich selbst.
    In der Folge ging’s nicht um Picards Vater, sondern um seinen eigenen, von dem bekannt ist, dass er infolge eines Kriegstraumas gewalttätig war.

    • JP1957 sagt:

      Danke.

      Antworte
    • Serienfan sagt:

      Stewart mag da schon von Lobeshymnen und Auszeichnungen für die famose „Vertiefung“ der Picard-Figur geträumt haben.

      Mit guten Autoren hätte das sogar was werden können, diese Stümper aber lieferten nur einen weiteren Schuss in den Ofen. Was „vertieft“ werden sollte, wurde zu purer Jämmerlichkeit dekonstruiert.

      Was ich aber beachtlich finde: Wenn Schauspieler jetzt auch noch anfangen, von ihnen verkörperte fiktive Figuren an die eigene Biografie anzupassen, ist hoffentlich der Gipfel des Selbstüberschätzungs-Wahns erreicht.

      Offenbar reicht es den selbstverliebten Hollywood-Darstellern nicht mehr, irgendwelche völlig überflüssige Biografien von Ghostwritern schreiben zu lassen. Jetzt muss sich ihre Biografie am besten auch in den verkörperten Charakteren wiederfinden.

      Es passt natürlich zur egozentrischen Pseudo-Authentizität, die in der aktuellen Instagram-Kultur völlig entfesselt ist.

      Aber Schauspieler, die sich nicht mehr über die Gestaltung einer fiktiven Figur Gedanken machen, sondern die krampfhaft versuchen, diese Figur auf ihre eigenes Leben zurechtzuschrumpfen, haben eindeutig den Beruf verfehlt.

      Antworte
    • JP1957 sagt:

      @Serienfan: Stattdessen Sophie Marceau in einem aktuellen Interview: „Jeder neue Film ist eine intensive Erfahrung. Ich steige da sehr tief in die Palette der menschlichen Emotionen ein, was ich sehr interessant finde. Ich lebe gerne für eine Zeit das Leben anderer Menschen; mein eigenes wäre mir auf Dauer vielleicht zu langweilig.“

      Das ganze Interview: https://www.faz.net/aktuell/stil/trends-nischen/sophie-marceau-ueber-ihr-leben-und-den-neuen-film-alles-ist-gut-gegangen-17958991-p2.html

      Antworte
    • BergH sagt:

      tach auch !

      Patrik Steward ist halt keine Sophie Marceau.
      (Ich wollte gerade von der Szene erzählen, wo sie nackt auf dem Bauernhof……,
      aber das war Isabelle Adjani.)

      Auf jeden Fall ist Patrik vielleicht eine bischen zu alt, um noch soviel neues in jeder Rolle zu spüren.

      Gruß BergH

      Antworte
  23. BergH sagt:

    tach auch !

    @Serienfan
    Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

    Gruß BergH

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