Film- und Serienkritiken

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Die 25 besten SF-Filme aller Zeiten – Plätze 9 bis 6

Die 25 besten SF-Filme aller Zeiten – Plätze 9 bis 6

Große Dinge kommen auf uns zu… „Discovery“ wird uns bald zeigen, dass die Elemente „Fantasy“, „Irrenhaus“ und „sinnlose Gewalt“ keine Widersprüche sein müssen – oder gar ein Quotenbringer. Zeitgleich arbeitet Denis Villeneuve am zweiten „Dune“-Teil, der als Arbeitstitel bereits „Bangen wegen Teil III“ heißt. Somit bleibt uns nur wenig Zeit, weitere Klassiker aus ihrem Versteck zu prügeln und sie mit „Shame!“-Rufen über den Marktplatz zu führen. – Unverschämt, wie abgeschlossenen und selbstbewusst früher doch Filme waren!


Platz 9.) Star Wars – Das Imperium schlägt zurück

So musste es ja kommen…
Mit meiner Ankündigung, zu jedem Franchise höchstens zwei Kandidaten zuzulassen, war ein weiterer SW-Film die logische Folge.

So logisch wie das Guckvergnügen, wenn man ALLE positiven Merkmale des Vorgängers noch mal steigert. Und Dinge hinzufügt:

– Kultige AT-ATs stapfen wie Schildkröten durchs weiße Wonderland. Doch sie habe eine Schwäche… Die Füße!
– Der kurze Fall aller Helden: Harrison Ford wird in einem Betonmischer „tiefgefroren“ und Luke sagt in einem Cliffhanger seinem Arm „Macht’s gut!“ (wegen „der Macht“. Lustig?)
– Wir sehen eine Wolkenstadt. Was definitiv cooler als Wasserwelten ist.
– Die Basis für jahrzehntelange Parodien à la „Ich bin dein Vater.“ wird endlich gelegt!

Darüber hinaus erfreut der zweite Teil mit einer düsteren Stimmung. Schon beim Beginn, in dem Luke ein Wesen mit dem Lichtschwert zerteilt, wird klar, dass diesmal nicht nur umfallende Fußsoldaten geben wird. Nein, diesmal geht es an die Innereien. Auch psychologisch betrachtet.

„Klar kann ich dich trainieren, Luke. Aber mir ist meine Lieblingskatze ans untere Ende des Sumpfes gefallen. Sammle bitte 15 Salbeipflanzen, um sie zu retten.“ – Questma(r)ker: Wie in Videospielen muss der Held sich über verschiedene Stationen aufleveln. Hier sucht er gerade nach den „Giftstulpen der Nekrophilie“ (Plus 3).

Trotzdem vergisst man aber nie die Diversität(!), die lockeren Sprüche und farbenfrohen Designs. Alles ist eine Symphonie der Ausgeglichenheit, die wir bis heute – erfolglos – mit CGI-Keulen aus Filmen herauszukitzeln versuchen.

Frauen sind stark, Helden dürfen verzweifeln und die Bösen sogar (in Maßen) Folter ausüben. Und trotz der Tatsache, dass das Imperium sich am Ende vom letzten Film „besiegt“ anfühlte, wirkt es niemals so, als hätte man eine billige Fortsetzung nachgeschoben.

Ein Film, den man nicht oft genug sehen kann.

Nach 15 Jahren Pause könnte ich ihn direkt mal wieder gucken…?
 


Platz 8.) Terminator 2

Ab jetzt wird es schwer.

Jeder dieser Filme ist super. Jeder ist kultig. Jeden MUSS man gut finden, sonst lauern mir demnächst Fanboys mit Gummi-Lichtschwertern und Plastik-Phasern auf. Und wenn da nicht deren typischen Sprachfehler wären, könnte ich ihren Anweisungen sogar Folge leisten…?

Terminator 2 ist jedenfalls genial. – Das liegt weniger an seiner Story (= zwei Killer-Roboter; eine Zeitreise; eine böse KI im Hintergrund; ein offenes Lavabecken bei Thyssen-Krupp), als an der Ausführung derselben.

Denn bei Werken wie diesen wird einem erst bewusst, was Trash von Kunst unterscheidet.

In den Händen eines weniger begabten Regisseurs hätte jede Szene zur absoluten Lachnummer werden können. Das beginnt schon mit den Verflüssigungseffekten des Gegenspielers, die damals brandneu waren – und noch Jahre später in anderen Filmen schlechter wirkten.

Stichwort in Anlehnung an DS9: „Der Odo-Effekt“

„Was, ich habe eine Nachricht aus der Zukunft bekommen? Und darin steht, dass wir in zerstörten Städten, bei schlechter Gesundheit und bitterarm leben werden? A-Aber … wie ist der Inhalt dieser Botschaft nur zu uns gelangt?“ – „Sagte ich doch: Dein vorläufiger Bescheid von der Rentenkasse war im Briefkasten…“

Doch die Umsetzung von James Cameron punktete in allen Bereichen. Mit seinen Farbschemata, perfekten Schnittfolgen, ruhigen Momenten und futuristischen Gefahren schreibt dieser Film bis heute Geschichte. Und „Geschichte“ ist meistens mehr als nur Action:

Zum Beispiel „Hasta la Vista“, die Atombomben-Vision, die Hetzjagd in der Nervenheilanstalt (warum haben wir in der Zukunftia-Redaktion eigentlich so wenig Platz dafür?), und, und, und… – Das alles sind ikonischere Ikonen als die Schlafzimmerdekoration des Papstes.

Doch auch die Darsteller setzte man so in Szene, dass jeder Moment in Erinnerung der Erinnerung bleibt – wie zwei alte Kaugummis, die man mit Pattex zusammengeführt hat. Sei es der verloren-verzweifelte Blick von Sarah Connor, die stoischen Non-Minenspiele von Schwarzenegger, oder auch Robert Patrick, der die 90er-Jahre-Coolness gleichzeitig erfunden UND durchgespielt hat.

Und wollen wir alle in der Zukunftia-Disco mal 6 Stunden lang den toll-minimalistischen Soundtrack abspielen?


Platz 7.) Aliens

Und noch mal James Cameron.

Erneut muss man zugeben, dass die Story auf dem Papier nicht sooo erwähnenswert wäre – wie schon bei Teil Eins. Doch Filme in der SF-Top-10 leben nicht von ständigen Twists und Plot-Kniffen, sondern von der Stimmung. Oder von der erwünschten Ver-stimmung, die eine dystopische Welt uns beschert.

Diese Art der Gradlinigkeit ging leider in späteren Jahren verloren… Doch hier haut sie noch rein wie ein Facehugger als Gesichtsmaske im Kosmetiksalon!

Noch heute geht dieser Film als Lehrvideo für Filmschaffende durch:

– Die Alien-Puppen und -Extremitäten sehen so extrem gut aus, dass ich mich frage: Sind eigentlich heute alle Bastelstuben in Hollywood geschlossen?
– Die kaputte, vermüllte und nasse Umgebung strahlt eine derartig rottige Schönheit aus, bei der Kollege Sparkiller unbewusst nach „Gelsenkirchen“-Ortsschildern zu suchen beginnt.
– Das Design der Alien-Queen am Ende ist phantastisch. Ganz zu schweigen von dem befriedigenden „Platsch“, wenn die Granaten in den Eiersack einschlagen – und der Beutel ein Aquarium ausläuft. (bitte genau so bei Tante Friedas Kaffeerunde erzählen!)
– Fahrstühle, Fahrzeuge, Exoskelette: Alles besitzt ein reduziertes Design, das wunderbar funktioniert. Gerade beim Exoskelett-Kampf frage ich mich heute noch, wie sie das so glaubwürdig hinbekommen haben.
– Ikonische Momente: Aliens, die aus dem Wasser auftauchen, der Facehugger im Labor, das Erwachen von Ripley zu Beginn… Darf ich mich in diesen Film reinlegen, ohne danach in eine peinliche Talkshow zu müssen?

„Keine Angst, ich werde dich hier rausholen, mein Kind. Ich muss nur dieses Ding zerstören!“ – „Was… was ist diese missgestaltete Monstrosität, Ripley?“ – „Wir Monsterjäger nennen es ‚Alien – Covenant‘!“ – Tragfähig: Ganze 30 Jahre, bevor endlich starke Frauenfiguren erfunden wurden, wurde diese starke Frauenfigur erfunden. Die 793 starken Frauenfiguren dazwischen allerdings außen vor gelassen.

Klar, etwas weniger Action und mehr Schummerstimmung hätten ebenfalls funktioniert, aber dafür bekommt man hier eine Sigourney Weaver in Topform, eine brauchbare Zusatzmotivation in Form eines (kaum nervenden) Kindes und einen Hauch Kapitalismuskritik.

Kurzum: Ein Film, der einen wirklich gruselt.

Vor allem, wenn man nach Schwachpunkten suchen will… Brrr.


Platz 6.) Zurück in die Zukunft

Zugegeben, so wiiirklich Science Fiction ist dieser Film nicht. Denn die SF-Elemente sind nicht der Rede wert und treiben Trekkies auf dem Holodeck höchstens in eine Sanatorium-Simulation. Im Ernst: Plutonium aus Libyen, Blitzschlag nach Terminvereinbarung und eine Fluxkompensator-Erfindung nach dem Sturz vom Toilettendeckel…? Das ist schon harter Stoff.

Aber ein extrem guter! (*Snief*)

Egal, wie oft ich den ersten Film sehe: Er wird einfach nie langweilig. Ob in halber Geschwindigkeit, auf Russisch oder in Falschfarben: Jede Szene ist perfekt gespielt, unterhaltsam und durchgetaktet. Hier finden wir noch 100%iges Biofleisch am Knochen. Kein Speck. Keine Knorpel.

Und das liegt vor allem an den Hauptcharakteren, die einerseits echte Menschen sind, andererseits aber wie Comicfiguren wirken. Christopher Lloyds Grimassen würde mich auch zum Schmunzeln bringen, wenn sie auf einem positiven HIV-Test aufblitzen würden. Und Michael J. Fox verkörpert den linkischen Jugendhelden so charmant, dass er in der Popkultur-Bibel zu recht die ersten 50 Seiten in Beschlag nimmt.

„Marty, Marty! Die Karre ist so verstrahlt durch das ganze Plutonium, dass man nicht normal aussteigen kann.“ – „Hat das mit den Flügeltüren zu tun?“ – „Nein. Wir brauchen zum Rausklettern einen sogenannten … Atomausstieg. Gnaha!“ – Spruchreif: Einige Dialoge sind so gut, dass in der Vergangenheit zwei Clowns verkuppelt werden mussten, um sie zu zeugen.

Ohne „Zurück in die Zukunft“ hätte eine Generation an Zuschauern niemals begriffen, wie alle nachfolgenden Zeitreisefilme funktionieren. Oder eben auch nicht.

Besonders wichtig war hier auch die MUSIK. Das Helden- und Zeitreisethema schallert einem stets so einprägsam in die Ohren, dass man hier schon die Berge und Täler der vierten Dimension zu SEHEN glaubt.

Leichte Kritik könnte man vielleicht an der Darstellung von Martys Eltern üben. Die sind beide sooo begriffsstutzig und oberflächlich, dass ihre „Liebe“ am Ende wie eine Strafe wirkt. Man kennt das ja aus der eigenen Verwandtschaft: „Ich musste mit Onkel Ernst zusammenbleiben, damit wir das Haus im Jahr 2048 abbezahlen können.“
Klar, am Ende ändert sich ihr Leben, aber das ist eher Zufall und EINER willkürlichen Aktion (= Biff an’s Glaskinn hauen) geschuldet.

Trotzdem gilt: Wer diesen Film nicht in seiner persönlichen Top-Liste hat, ist gegenüber seinem Filmgeschmack einfach…

eine – feige – Sau?


Das war es erneut. Wenn euer Lieblingsfilm diesmal nicht dabei war: Tröstet euch! Vielleicht ist er ja bereits weeeit abgeschlagen (als sogenannter „Movie-Abschaum“) auf Platz 24 oder 25 erwähnt worden? Das wäre doch mal was…

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von Klapowski am 05.11.21 in Filmkritik

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Kommentare (43)

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  1. JP1957 sagt:

    Hier die Liste für alle, die sich Klapos Fehleinschätzungen (Der Marsianer an Platz 25 und diesmal sogar noch als „Movie-Abschaum“ bezeichnet) ersparen wollen.
    Kritisch sei noch angemerkt, dass bei Zurück in die Zukunft die Ergänzung 1 fehlt. Bekanntlich gab es drei Zurück in die Zukunfts! Zurück in die Zukünfte? Zukunftias?

    25 Der Marsianer
    24 Moon
    23 Equilibrium
    22 Event Horizon
    21 Die Fliege
    20 Arrival
    19 Independence Day
    18 Star Trek – First Contact
    17 Blade Runner
    16 Das Ding aus einer anderen Welt
    15 Contact
    14 Brazil
    13 Inception
    12 Die Körperfresser kommen
    11 Star Wars – Eine neue Hoffnung
    10 Starship Troopers
    9 Star Wars – Das Imperium schlägt zurück
    8 Terminator 2
    7 Aliens
    6 Zurück in die Zukunft

  2. JP1957 sagt:

    Andernorts habe ich mit Brett Hand und Zuse gefachsimpelt.
    Ersterer lobt die Liste sehr, da dort keine französischen Filme auftauchen.
    Zuse klagt, dass unser Volk zu wenig berücksichtigt wird.

    Aber noch besteht ja Hoffnung … Klapo wurde neulich in Metropolis gesichtet.

    • Klapowski sagt:

      Ich muss gestehen, dass mich diese neue Diskussionkultur fasziniert. In Zukunft wollte ich da auch häufiger einsteigen. Bin mir aber nicht ganz sicher, ob ich die Regeln richtig verstanden habe?

      – Muss ich vorher auswürfeln, ob die Polen, die Franzosen, die Römer oder Koreaner jetzt für toll oder kacke halte? Bei mehreren tausend Jahren Geschichtsschreibung ist das ja gar nicht so einfach. Oder darf ich mich nur auf die letzten 100 Jahre fokussieren?

      – Darf ich nur mein 10%-Halbwissen zu jedem Thema anführen? Oder darf ich – wenn mir ein Argument fehlt – noch schnell was googeln? Zum Beispiel finde ich die Leute auf den Bahamas eigentlich ganz knorke. Aber um hier teilzunehmen, habe ich z.B. rasch „Bahamas doof“ eingegeben und das hier gefunden:

      „Gerade innerhalb der Linken wird die Bahamas aufgrund ihrer oft sehr scharfen Ablehnung bestimmter Formen von Kapitalismuskritik (unter anderem: Fragen der Verteilungsgerechtigkeit, moralischer Protest gegen ausbeuterisches Verhalten, Streben nach solidarischen Wertegemeinschaften) sehr häufig nicht als Teil der politischen Linken betrachtet.“

      Oder ist das mogeln?

      – Und nachdem ich bereits kritisiert wurde, weil ich einen chinesischen Film nicht kritisierte (weil China böse ist), würde ich gerne wissen, ob ich jetzt deutsche Filme toll finden darf? „Wir“ haben ja auch viel falsch gemacht. Und damit meine ich nicht irgendwelche gesichtslosen (teils tote) Menschen aus der Vergangenheit, sondern ausschließlich Leute, die HIER mitlesen. Die am besten persönlich beleidigt sind, wenn ich sie als Nörgelossis, Ekelnazis oder Pennerfressen aus Stuttgart bezeichne.

      Schließlich kann man jedes Thema auf fünf Sätze Geschichtswissen runterbrechen…?

      Und mit „brechen“ meine ich tatsächlich das, was ich – ganz unironisch – bei solchen Gesprächen tun möchte.

      Antworten
    • Zuse sagt:

      Ganz langsam JP1957,

      mir geht es um’s Wissen um sein Volk.

      Meine Herkunft, soweit ich das weiß:

      Flüchtlingsmischling geboren in Schleswig-Holstein, 21 Jahre nach WK II:

      Vater aus Königsberg, mein Großvater auch, die Großmutter dieser Linie aus Massuren. Vater hat Leute singen hören mitten auf der Ostsee, als die Gustloff versenkt wurde. Er war zum Glück mit seinen Eltern auf einem anderem Schiff – aber schon die „alten“ Titanic-Filme im TV hatten ihm immer sehr berührt – Den 1997-Kitsch hat er wohl nicht mitbekommen – gestorben März 1999.

      Muttern ist hier aus der Gegend, aber einer ihrer Großväter ist rechtzeitig vor Tschernobyl aus Minsk geflüchet, um am Kaiser-Wilhelm-Kanal mitzubuddeln.

      Die Samariten (die Echten, nicht der jetzt gezeichtnete woke Schrott) können über 2 Ecken in meinen Genen dabei sein. Da fühle ich mich doch gleich fitter als einer aus einem Schwarzwalddorf, wo jeder die Vorfahren bis zum Ende des 30-jährigen Kriegs aufsagen kann, aber Schnappatmung beim Wort „Volk“ bekommt.

      „Samariten“ hatte ich jetzt hier gelernt und die Bedeutung dann im Wiki, was ich bei Politik etc. meide.

      Darum geht es doch insgesamt in Mitteleuropa.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Lieber Zuse,

      das geht jetzt aber wirklich zu weit und trifft mich … besonders, da meine Ahnen (auch) von den Masuren aus aufbrachen in die rheinischen Gefilde.
      Ich darf Dich deshalb bitten, ebendiese nicht mit SS zu verunstalten!

      Gruß – dein JP

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @Klapo: „Die Leute aus den Bahamas“ ist ein bisschen faul.

      Wenn Du schon Google bemühst, dann hättest Du auch recherchieren können, wie man diese „Leute“ nennt.

      Zukunftia hat doch schließlich einen Bildungsauftrag für unser Volk.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Klapo, ich merke schon, Du brauchst Anleitung!

      Zur bislang unbeantworteten Frage, ob man deutsche Filme toll finden darf, möchte ich nur kurz anmerken: Wir können den aktuellen deutschen Filmemachern zutiefst dankbar sein, dass sie uns nur extrem selten (wenn überhaupt) diesem Dilemma aussetzen!

      Das zumindest wäre gelöst.

      Ansonsten ist die Frage „was darf man gut finden?“ ganz einfach zu beantworten: Es gilt das heilige Gebot der Selbstzerfleischung.

      Jeder muss einfach immer nur sich selbst nieder machen. Das aber ist heilige Pflicht!

      Natürlich sind chinesische Filme nur dann gut, wenn sie den Kommunismus kritisieren, während US-Filme natürlich in jedem Fall aufzeigen müssen, wie verdammenswert der Kapitalismus ist. Alles andere wäre unerträgliche Propaganda.

      Der Kritiker von heute will nicht in das Denkschema eines Amerikaners, eines Südkoreaners oder eines Chinesen eintauchen. Er will groß zur Schau gelegte Selbstkritik, die uns erklärt, wie ausnahmslos unerträglich das Leben für Jedermann (und noch wichtiger für Jederfrau) in diesen Ländern ist.

      Ansonsten ist alles im Fluss, und es sind Dinge möglich, die wir gestern noch für undenkbar hielten! Überglücklich sind wir Woke-Fans, dass mit „Eternals“ nun erstmals in der über 130jährigen Filmgeschichte ein Film in die Kinos kam, der es wagte, einen diversen Cast einschließlich schwuler Hauptfigur zu zeigen.

      Dass ich sowas in meinem vergreisenden Boomer-Leben noch boykottieren durfte. Es geschehen halt doch noch Zeichen und Wunder.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      Ich wäre ja tatsächlich sehr an einer Gastkritk zu „The Eternals“ interessiert.

      Das Konzept finde ich ja extrem mutig!

      – Langweilige Weltverbesserer, die nicht mal mehr den kaputten Charme mancher Avengers aufweisen?
      – Zig neu vorgestellte Figuren in unterschiedlichen Zeitaltern?
      – So wenig Werbebudget/Werbebock, dass ich vor wenigen Tagen nicht mal wusste, dass da ein Marvel-Film kommt?
      – Ein anscheinend eher dröger, furztrockener „Ich film dir in die Augen, Kleines“-Ansatz, damit man jeder Figur auch ansieht, dass sie an sich selbst leidet?
      – Nicht eine Kampf/Effekt in dem Trailer, den ich nach 48 Stunden noch im Kopf hätte?

      Kann das sein, dass die Marvel-Autoren uns einen Hilferuf aus ihrem Gefängnis schicken?

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Gerade bei „Eternals“ (ohne „the“) wäre mir aber ein „echter Klapo“ lieber, verbunden mit der Antwort auf zwei Fragen:

      1. Wieso will Hollywood eigentlich dauernd, dass ich großes Mitleid mit Superhelden habe? So nach dem Motto: Schön, unsterblich und voller Superkräfte ist ein grausames Schicksal. In Zeiten, in denen die „kritische Rassentheorie“ dem osteuropäischen LKW-Fahrer einzureden versucht, er möge doch mal seine weißen Hetero-Privilegien checken, erscheint mir das forcierte Mitleid mit den Superprivilegierten doch ein wenig eigenwillig. Kann mir hierfür jemand eine rationale Erklärung geben, die nicht nach Verschwörungstheorie klingt?

      2. Des weiteren: Man erkläre mir bitte die aktuelle Markenlogik. Ich erkenne nämlich keine. Disney kauft für vier Milliarden Dollar irgendwelche Rechte an 8000 Marvel-Figuren, pickt sich die unbekanntesten Charaktere raus und verändert sie auch noch so massiv, dass sie kaum noch an die Vorlage erinnern. Einen Film wie „Eternals“ hätte Disney doch auch machen können, ohne einen einzigen Cent für irgendwelche Markenrechte auszugeben.

      Das gleiche Phänomen sehe ich auch bei „Star Trek“ und dem jüngsten „Prodigy“-Erguss. Jetzt ganz abgesehen von der Frage, ob das noch was mit Roddenberrys Idee zu tun hat: Es widerspricht doch jeglicher Markenlogik. Der Wert einer Marke bestimmt sich nach der Bekanntheit und dem Wiedererkennungseffekt.

      Marken aufzukaufen und dann zur Unkenntlichkeit zu verändern… auch hier bitte ich um nicht nach Verschwörungstheorie klingende rationale Erklärungen!

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      „Ich wäre ja tatsächlich sehr an einer Gastkritk zu „The Eternals“ interessiert.“

      In der Rheinischen Post von heute (auf rp-online leider hinter der Bezahlschranke) gab es heute eine – mich überraschende – vorsichtig positive Besprechung des Films, ansonsten ignoriert oder kritisiert die RP Marvel.

      Habe neulich gelesen, dass die Marvel Liebhaber den Film als schlechtesten aller Marvelfilme eingestuft haben.

      Beides zusammen könnte mich als Marvel Ignorant (hab nur Black Widow gesehen) möglicherweise motivieren, mir den Film doch anzusehen.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @Serienfan: „Wieso will Hollywood eigentlich dauernd, dass ich großes Mitleid mit Superhelden habe?“

      Wann startet endlich die dritte Staffel von „The Boys“?
      Die setzen nämlich nicht auf die Mitleidsmasche.

      Antworten
    • Einheitskanzler sagt:

      Aber nur, weil die Superhelden die Arschlöcher in der Serie sind. Die menschlichen Helden haben ihre Frau verloren (buhuhu!) oder sind unglücklich verliebt (buhuhuhu!) oder werfen sich den Tod der Kinder der Ex-Chefin vor (buhuhuhuhu!).

      Merke: Ohne jammervolles Mitleid geht heute gar nichts mehr.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Was ist denn per se gegen „Mitleid“ im Film einzuwenden … seltsame Aussage!

      Bei „Spartacus“ hatte ich auch Mitleid mit dem Held … und bei Winnetou 3 habe ich sogar geheult (obwohl es ein Franzose war, der gemeuchelt wurde^^).

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      @JP1957:

      Ehrlich? Von ALLEN Marvel-Filmen hast Du NUR „Black Widow“ gesehen?

      Öha!

      Warum verfällst Du ausgerechnet JETZT noch Marvel?

      Das ist ja … ja, irgendwie, als würde man mit 50 Jahren erstmals mit dem Rauchen anfangen.

      Was das Mitleid angeht: Ja, so verbringe ich meine Tage. Ich zerfließe vor Mitleid mit Lotto-Millionären, mit Blitz-Karrieren-machenden 19jährigen Heinrichs, mit vom Rassismus schwer gebeutelten Königskindern namens Harry und Meghan, und natürlich mit bildschönen, unsterblichen Superhelden.

      Sorry, aber in Zeiten, in denen die soziale Frage immer drängender wird und in den USA zu Zigtausenden Menschen obdachlos werden, die gestern tatsächlich noch Mittelschicht waren, ist das vielleicht nicht GANZ angebracht. Da muss ich mir mein Mitleid schon einteilen, und unsterbliche Superhelden mit göttlichen Kräften fallen da halt mal brutal durchs Raster.

      Früher fand ich übrigens schon die Figuren von „Beverly Hill 90210“ deswegen so lachhaft, weil die nur gejammert haben. Mit dem Porsche zur Highschool fahrende Schönlinge lamentierten, dass ihr Leben so kompliziert sei, weil die fünfte Ex-Freundin Marke Bikini-Modell in eine Parallelklasse geht.

      Jetzt hat diese Luxusjammerei auch Bond und andere Superhelden erwischt.

      Furchtbar!

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      „Ehrlich? Von ALLEN Marvel-Filmen hast Du NUR „Black Widow“ gesehen?

      Öha!“

      Hab gerade nochmal nach der Liste aller MCU Filme gesucht … möglicherweise habe ich auch Iron Man gesehen, bin mir nicht sicher. In Endgame wär ich fast gelandet, aber meine Schüler haben mir glaubhaft versichert, ich müsse vorher Infinity War sehen. Der Film ödete mich nach 30 Minuten so an, dass ich dann auf beide verzichtet habe ;-). DC hat ein bisschen besser abgeschnitten … Wonder Woman und Aquaman (wegen Khal Drogo). Mitleid mit unsterblichen Superhelden als Verkaufe finde ich wie Du unverständlich und unangebracht. Ansonsten möchte ich auf Tragik und bittere Süße im Film natürlich nicht verzichten.

      Ob die soziale Frage heute drängender als vor 50 oder gar 100 Jahren ist … Hmmmmm.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      „Jetzt hat diese Luxusjammerei auch Bond und andere Superhelden erwischt.“

      Ich wollte dir zuerst recht geben. Das kann ich aber nur zum Teil. Ich habe mir nämlich gerade vorgestellt, wie sehr ein Film leiden würde, wenn sein (starker, mächtiger) Held nicht mehr „jammern“ dürfte.

      Wem die Marvel-Filme zu unsympathisch sind, kann sich dafür ja auch „Superman“ (1978) denken. ich habe nicht mehr alle Szenen im Kopf, aber ich glaube, dass Mister Kent ebenfalls oft gezweifelt hat. An der Geheimhaltung, seiner Verantwortung, seiner mysteriösen Herkunft. Gut, er hat’s vielleicht nicht so offensiv gesagt (und darum geht es in dieser Diskussion hier?), aber die inneren und äußeren Konflikte waren schon DA.

      Ich drücke es mal anders aus:

      Wenn du WIRKLICH 200 Jahre alt bist – und bei euch beiden glaube ich sogar FEST daran -, jammerst du halt ab und zu darüber, dich nicht mehr an deine ersten Jahre erinnern zu können. Oder trotz Reichsein und Schönheit keine Liebe fürs restliche Leben zu bekommen. Ja, das mag angesichts wie-viel-auch-immer Obdachloser zynisch klingen.

      Aber noch zynischer und seltsamer wäre es, wenn der (subjektiv) leidende Held gerade total down ist („Shit. Ich kann nie wieder ein spannendes Fußballspiel gucken, ohne zum HULK zu werden.“), sich dann aber seines weißen Privilegs bewusst wird. Wäre doch panne, wenn der in jeder dieser Szenen nach einem Stirnklatscher sagen würde: „Aaach! Ich bin ja unsterblich. Juchuu-Mööp-Mööp! Na DANN ist’s mir egal!“

      Das kommt so ein bisschen – meist älteren – Verwandten nahe, die bei einer Depression im Familienkreis sagen: „Dann geh mal eine Runde spazieren, guck einen lustigen Film und stell dich nicht so luschig an. Außerdem hast du doch genug Geld?“

      Etwas anderes ist diese Diskussion natürlich, wenn man ein gewisses „Comic-Schutzschild“ bei z.B. James Bond erwartet. Wo man eh auf jeden Realismus pfeift und der Held nach jeder traumatischen Erfahrung einfach seinen Penis rausholt, um ein fesches Girl zu beglücken.

      So was findet man heute aber nicht mehr oft. Selbst John Wick könnte man vorwerfen, doch nicht wegen einem blöden toten Hund emotional sooo durchzudrehen.

      Will sagen: Wenn der Grund des Jammerns für mich nachvollziehbar ist – und er NICHT nur drin ist, damit er drin ist – darf jeder Superheld, Milliardär oder Superagent in meinen starken Armen ganz doll weinen.

      Dass man da von der Stimmung her manchmal keinen Bock drauf hat, ist eine andere Sache. Das nennt sich dann „Eigenfürsorge“ und verhindert, dass ICH auch depressiv werde.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      „Juchuu-Mööp-Mööp!“

      Rätsele gerade, wann ich das zuletzt gehört habe.
      Ist es 150 oder 200 Jahre her?

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Ich fürchte, ich habe mich wohl extrem missverständlich ausgedrückt.

      Der Verdacht kam mir schon, als ich von jammernden Superprivilegierten schrieb, und mir der verehrte JP als Gegenthese einen unterdrückten Sklaven (Spartacus) und Winnetou (!!!) präsentierte.

      Winnetou!!!

      Der würde selbst nach zehn Stunden Marterpfahl nicht jammern.

      Es geht mir auch nicht ums Jammern generell, sondern ums Jammern worüber. Diese Superhelden jammern über ihre Privilegien.

      Ich hatte mal einen Schulfreund, der 150.000 Euro erbte. Er jammerte mir vor, wie schwer es sei, herauszufinden, wie man dieses Geld vernünftig anlegen soll. Das sei alles nicht einfach und zeitraubend.

      Man mag es mir glauben oder nicht: Mein Mitleid hielt sich schwer in Grenzen! :-)

      Aber bei anderen mag das funktionieren. Ich habe mich schon immer über Hausfrauen gewundert, die – von Illustrierten-Schlagzeilen angefeuert – dauernd irgendwelche verwöhnten Monarchinnen bedauerten, die in ihren Palästen vom Hafer gestochen wurden.

      Vielleicht „funktionieren“ ja moderne Superheldenfilme nach ähnlichem Mechanismus.

      „Superman“ von 1978 ist ja ein hoch intelligenter Umgang mit dem Superman-Mythos. Da genießt Superman noch seine Superkräfte, und er hat auch großen Spaß an seiner Geheimidentität, mit der er ja die arme Lois ganz schön fies verarscht.

      Und dann gibt es die Szene, in der er die Grenzen seiner Macht erkennt, weil er seinen Vater nicht vor dem Tod retten kann.

      Er „jammert“ also gerade nicht über seine Superkräfte, sondern über deren Begrenzung.

      Und am Ende des Films sprengt er auch diese Grenze. Weil das zu einer positiv besetzten Allmachtsphantasie gehört.

      Und jetzt fange mal ich an zu jammern: Die heutigen Superhelden-Filme sind deutlich dümmer als das, was Richard Donner damals machte. Und dann sind sie auch noch so miesepetrig.

      Natürlich will auch ich keinen Bond, den alles achselzuckend kalt lässt. Dann wäre er ein Psychopath. Aber ich will auch keinen Jammerlappen, der an etwas scheitert, was Milliarden Menschen auf dieser Erde bewältigen: Nämlich irgendwann über den Tod eines geliebten Menschen hinwegzukommen.

      Was hier in welchem Umfang „realistisch“ ist, ist dann nämlich die Frage. Denn mir erscheint dieses Gejammer sogar eher „unrealistisch“.

      Aber selbst wenn man es für „realistisch“ hält: Was ist dadurch gewonnen?

      Für mich ging es mit Mulder und Scully rauschend bergab, als die nur noch über ihre Sinnkrisen lamentierten.

      Waren diese Sinnkrisen nachvollziehbar?

      Wahrscheinlich!

      Genauso könnte John Sinclair jammern, dass er nach weit über 1000 Romanen keinen Bock mehr auf Vampire hat. Und Perry Rhodan hat spätestens nach seinem tausendsten Geburtstag die Nase voll von kosmischen Katastrophen.

      Aber dafür sollen die Helden doch „bigger than life“ sein. Denn wenn selbst die Superhelden keinen Bock mehr auf nix haben, dann können wir wirklich einpacken.

      Und John Wick?

      Der hat nicht gejammert.

      Der hat geschossen!

      Und das tut er hoffentlich auch in künftigen John-Wick-Filmen.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      „Was ist denn per se gegen „Mitleid“ im Film einzuwenden … seltsame Aussage!

      Bei „Spartacus“ hatte ich auch Mitleid mit dem Held … und bei Winnetou 3 habe ich sogar geheult (obwohl es ein Franzose war, der gemeuchelt wurde^^).“

      Jetzt zitier ich mich schon selber … Ächz.

      Obige Aussage richtete sich ausnahmsweise nicht an Serienfan, sondern an den Einheitskanzler, der kurz zuvor gepostet hatte
      „Aber nur, weil die Superhelden (in The Boys) die Arschlöcher in der Serie sind. Die menschlichen Helden haben ihre Frau verloren (buhuhu!) oder sind unglücklich verliebt (buhuhuhu!) oder werfen sich den Tod der Kinder der Ex-Chefin vor (buhuhuhuhu!).

      Merke: Ohne jammervolles Mitleid geht heute gar nichts mehr.“.

      Und natürlich gabs die Sterbeszene in Winnetou 3 (und die Kreuzigung von Spartacus) mit der Intention, „Mitleid“ beim Zuschauer zu erzeugen.

      Und das war gut so!

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Nix gegen Mitleid. Das funktionert bei Jesus genauso wie bei Harry Potter.

      Aber die einzigen, die aktuell Mitleid verdient haben, sind die Zuschauer im Kino.

      Aber vielleicht verdienen auch sie kein Mitleid. Klapo vermutete bei den „Eternals“-Autoren ja schon einen „Hilferuf aus ihrem Gefängnis“.

      Vielleicht ist das alles gar kein Hilferuf, sondern ein Akt der Rache! Rache am Zuschauer, der seit Jahren wie Lemminge in die Marvel-Filme rennt, weshalb Hollywood nur noch Filme macht, die den Machern selbst keinen Spaß machen.

      Craig hat keinen Bock mehr auf Bond, und der Craig-Bond selbst hatte irgendwie auch nie so recht Bock, Bond zu sein. Doch man ist erst zufrieden, wenn auch der Zuschauer keinen Bock mehr auf Bond hat.

      Spaß ist viel zu sehr gestriges 1990er!

      Eigentlich wäre das hier das Stichwort für G.G.Hoffmann, mir zu erklären, dass die 1990er Jahre eben nicht zurückkehren.

      Doch dazu kann ich nur sagen: Wer weiß? Das Zeitkontinuum erhält bereits Risse!

      Letzte Woche kaufte ich die ABBA-CD und boykottierte nach vielen Jahren endlich mal wieder „Wetter das…?“, wie früher anscheinend als einziger in ganz Deutschland.

      Ein Anfang ist gemacht.

      Jetzt aber bitte weiter im Text. Alberne One-Liner in abgefahrenen Kinofilmen, bergeweise Star Trek für denkende Lebewesen und Animationsfilme von Disney, an die man sich noch nach vielen Jahrzehnten erinnert, und die nicht bereits nach einem Monat völlig vergessen sind.

      Das waren die 1990er!

      Her damit!

      Abba und „Wetten dass…?“ sind ein Anfang, reichen aber nicht!

      Antworten
  3. Serienfan sagt:

    Wie ich erleichtert sehe ist der einzig wahre und weltweit beste Science-Fiction-Klassiker, nämlich „Die Katze aus dem Weltraum“, noch immer im Rennen und wird hoffentlich unter den ersten drei Plätzen enden.

    Anderenfalls wäre ich derart entsetzt, dass ich auf Zukunftia nie wieder einen Kommentar unter fünf Manuskriptseiten abzugeben gedenke!

  4. Zuse sagt:

    Alle 4 top.

    Für die Top 5 fallen mit jetzt erstmal nur 4 eigentlich Gesetzte ein. Wer weiß, vll. ist mein 2. schon Angedeuteter Nr.5.

  5. Bergh sagt:

    tach auch ! Wehe Matrix (1) kommt nicht, oder ST4, oder ST8, oder ……
    Man darf gespannt sein.

    Gruss BergH

    • Einheitskanzler sagt:

      ST 4 kommt nicht, dafür war schon ZIDZ drin. ST 8 ist schon drin (IMHO zu Unrecht; nicht wahr, Jean-Luc Schwarzenegger?). Fehlt nur noch ST 2.

      Antworten
  6. Yole sagt:

    Ich hoffe noch auf eine Überraschung wie „Enemy mine – Geliebter Feind“!

    (oder „Die unendliche Geschichte“;-)

  7. Klapowski sagt:

    Lustige Geschichte: Ich plane sogar noch zwei weitere Bestenlisten:

    – Die unterschätztesten SF-Filme
    – Die überschätztesten SF-Filme

    Und da das so großen Spaß macht, kann ich das bis in alle Ewigkeiten weiterführen.
    („Die Filme, in denen am allerbesten blaue Scheinwerfer verwendet wurden“)

    Große Überraschungen wird es zumindest für die demnächst anstehenden Plätze 5 bis 1 aber nicht geben. Wer hier ein tschechisches Umweltdrama mit Mainstream-Anstrich erwartet (und „Star Trek 4“ zähle ich eindeutig dazu), wird eh enttäuscht sein.

    • jako sagt:

      Shit happens

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Ich bin sehr gespannt auf die Listen der „überschätzten“ und „unterschätzten“ Filme.

      Das ist nämlich ein sehr komplexes Thema. Wer unterschätzt wen und vor allem wann? Was Filme taugen, zeigt sich oft erst Jahrzehnte später. Viele Oscar-Filme sind heute vergessen, einflussreiche Filmklassiker wie „Vertigo“ erhielten keinen Oscar.

      Spannend wird es, wenn der Mainstream das SF-Genre für sich entdeckt. Da werden oft banale Ideen hochgejubelt. Anders kann ich mir zum Beispiel die positiven Kritiken zum Film „Prometheus“ nicht erklären. (Umso skeptischer war ich angesichts der Jubel-Chöre zum Roman „Die Anomalie“. Zu Unrecht. Der Roman ist brillant.)

      Daher hier eine kurze Liste, weshalb meiner Überzeugung nach viele Science-Fiction-Filme gerne über- oder unterschätzt werden.

      ÜBERSCHÄTZT

      1. Die gute Botschaft

      Der Film ist fad und hat miese Effekte, aber die Botschaft ist doch so toll und so „wichtig“. Deshalb wird „Enemy Mine“ gelobt. Dass der Film in jeder Sekunde vorhersehbar und zäh ist und keinerlei Dramaturgie oder gar Spannung entwickelt, scheint kaum zu stören, solange die Botschaft doch so wunderbar pazifistisch ist.

      2. Der Kult

      Die Welt hat offenbar mehr Kulte als Bewohner. Jeder Furz wird zum Kult erklärt, nur weil irgendeine Generation einen Film in einem bestimmten, beeinflussbaren Alter gesehen hat. Daher wundere ich mich, dass in nahezu jeder SF-Besten-Liste aus mir völlig schleierhaften Gründen der Film „Event Horizon“ auftaucht. Ich stehe vor einem Rätsel: Der Film befriedigt weder mein Horror-Fan-Ich noch mein SF-Fan-Ich. Und die meisten werden mir jetzt sagen: „Stimmt. Aber er ist halt trotzdem Kult.“

      3. Stil über Substanz

      Science-Fiction lebt von Bildern. Insofern ist es richtig, wenn diese gelobt werden. Mir wird dabei aber zu oft zu leichtfertig über dramaturgische Schwächen hinweggesehen. „Blade Runner“ ist einfach kein guter Film, und auch die gelungene Fortsetzung wird mir oft zu unkritisch gelobt. Wenn die Dramaturgie fehlt, nützt mir irgendwann die schöne Optik auch nichts mehr.

      UNTERSCHÄTZT

      1. Zu kindgerecht

      Die Einführung von Altersfreigaben bei Filmen hat zu einer merkwürdigen Kategorisierung geführt, die in die Filmkritik hineinwirkt. Kindgerechte Filme haben dann schon mal bei der Anti-Gucky-Fraktion der Rhodan-Leser einen schweren Stand. Das „Kindgerechte“ wurde auch gerne abfällig gegen Star Trek verwendet. (Wie gut, dass Star Trek inzwischen „erwachsen“ geworden ist.) Dabei hat ein Film wie „Die Katze aus dem Weltraum“ tatsächlich in vielem mehr Substanz als manche angeblich „erwachsene“ Science Fiction.

      2. Zu brutal

      Absurderweise wird auch die Abweichung ins andere Extrem gerne negativ gesehen. Obwohl Filme wie „Robocop“ oder „Total Recall“ voll origineller Ideen stecken, haben sie einen schweren Stand, weil viele auf die Gewaltszenen fixiert sind.

      3. Zu erfolgreich

      So sehr Fans oft beklagen, dass der Mainstream mit Genre-Unterhaltung wenig anfangen kann: Noch schlimmer wird es, wenn Science Fiction dann doch die große Masse erreicht. Das kann ja gar kein gutes Zeichen sein. Aber hat nicht vielleicht ein Film wie „Guardians of the Galaxy“ mehr gelungene Science-Fiction-Ideen als mancher gehypte Kult? Manchmal habe ich den Eindruck, dass enorm erfolgreiche SF-Filme für Fans unsichtbar werden. Oder hat man jemals den Film „Wall-E“ in einer Best-of-Liste zu SF-Filmen gesehen?

      Antworten
  8. Donald D. sagt:

    @ Klapo: Klapo, bevor Du Dich an die Plätze 5 bis 1 machst, empfehle ich Dir, Dir nochmal den Film „20.000 Meilen unter dem Meer“ von 1954 anzuschauen. Gut, z. Zt. der Dreharbeiten war das keine Science Fiction mehr, das Buch (1869) aber schon. Mußt aber Du entscheiden, ob der Film in Deine Liste paßt.

  9. bergh60 sagt:

    tach auch !

    Na dann auch :
    The Land That Time Forgot (1974 film)

    Praktisch Jurrasic Park 1974

  10. jako sagt:

    25 scifi Filme in zufälliger Reihenfolge?

    Bis keine echten Überraschungen…

    Aber da sind ja noch ein paar Plätze offen.

  11. Zuse sagt:

    Gestern RoboCop im TV gesehen.

    Höre jetzt gerade Conan!

    ATM 2001 und Green bzw. 2022 in der Wertung dazu ATM.

    Die werden das außer 2022.

    • bergh60 sagt:

      Dunkle mein Herr,
      ist Euer Rede Sinn.

      Du weißt, dass das mein Job ist, oder ?

      Gruß BergH

      Antworten
    • Zuse sagt:

      Bin so frei: Ich schätze in den Top5:

      Alien, Terminator, Matrix, 2001 und Soylent Green (2022, die die überleben wollen) – Mal wieder ein „Top-Titel“ aus Deutschland für einen Ami- oder Inselaffenfim, ok bei den Froschfressern etc. waren meistens die deutschen Titel genau so ein Schrott).

      Shit – Clockwork Orange anstatt SG – könnte auch sein. – Ist aber eher Gesellschaftsstudie.

      Ich habe irgendeinen Topfilm vergessen.

      Geile Klampfe für wenig Geld: https://www.thomann.de/de/fender_sq_contemp_strat_hh_fr_mnspp.htm

      Antworten
  12. JP1957 sagt:

    @bergh60: Dunkel ist halt nichts für alte weiße Männer.

    Verständlicher?

    emliF 5 netseb eid retnu tröheg renaisraM reD

  13. JP1957 sagt:

    Wo bleiben eigentlich die Plätze 1 bis 5?

  14. Zuse sagt:

    Genau – WANN ???

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