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Star Trek 9: Der Aufstand – Das Review

Star Trek 9: Der Aufstand – Das Review

Ich wollte schon ein „Star Trek 9“-Review schreiben, da gab es noch nicht mal diese Webseite, sondern nur ein Forum, voll mit zauber… äh… labertrankschluckenden Verrückten. Dass es nun endlich geklappt hat, liegt vor allem an einem: Dass wir bald unseren 10. Geburtstag feiern und somit auch das 10-jährige Jubiläum der Frage: „Klapo, kannst du mal ‚Der Aufstand‘ reviewen?“ Natürlich KONNTE ich es, schon immer. Doch ich wollte nicht. Denn wer reviewt schon gerne mittelmäßige Filme, solange man zwei Dutzend Texte zu „Star Trek 10“ (Buäks) und dem 11. Teil (immer noch kein zweites Mal gesehen) verfassen kann?

INFORMATIONEN:

Regie: Jonathan Frakes
Jahr: 1998
Budget: ca. 58 Mio.

Poster
Eine Crew auf der Suche nach lebenserhaltenden Maßnahmen
Inhalt: Auf dem Ba’ku-Planeten sorgt eine heilbringende Strahlung für faltenfreie Gesundheit bis zum Jüngsten Gericht. Dieses bricht dann auch schnell über die 600 Personen starke Gesellschaft herein, als Picard herausbekommt, dass seine Vorgesetzten – zusammen mit den fiesen Son’a – die Bewohner heimlich evakuieren wollen.

Wertung:

Mal ehrlich: Die Aufteilung auf „Junge Schönlinge beim Schönwetterfreuen“ und „Faltige Fieslinge, deren Moral in der Klimaanlage übernachtet hat“ funktioniert nur in Klischeetopia.

Und auch da nur als Parodie. Will man uns weismachen, dass die Ackerfurchenzieher (auch im eigenen Schmierscheitel) auf jegliche Technologie verzichten, obwohl sie irgendwo noch einen Vorrat an „Let’s begin on the new planet“-Ausstattung haben dürften? Schon mal bei 10 Grad in der Lehmhütte gesessen und sich gefragt: „Hmm… Jetzt so einen Heizlüfter NICHT anschließen. Das wär’s!“? – Ist es wirklich immer bejubelungswürdig und anstrebenswert, holzhackend im Regen zu stehen, statt sich ein Stück Kohle zu replizieren und in der gewonnenen Zeit Fernzusehen? Also so aus dem Fenster raus, in die Ferne? Um sich über den axtschwingenden Nachbarn zu amüsieren?

Anders gesagt: Hätte man das Dorf an einem nebligen N’ov’em’bertag gefilmt, nachdem der Schmied sich gerade mit dem Hammer einen Fingernagel auf die Sense gematscht hat („Wächst ja nach, Kosmo-Strahlung sei Dank.“), wäre das alles weniger romantisch gewesen. Und dann die Bösen: Hässlich wie die Nacht, weil die ach-so-geniale Technologie es nicht schafft, ein geliftetes Gesicht nicht wie eine Mischung aus Pizzateig und Facehugger aus „Alien“ erscheinen zu lassen?! Gerade im medizinischen Bereich schien mir die Föderation doch stets der aktuellen Entwicklung 300 Jahre voraus zu sein. Und ich meine damit die Entwicklung vom LIEBEN GOTT.

„Okay, das mit plakativ-ekligen Flüssigkeit haben wir erledigt. Darf ich ihnen für die Kamera jetzt die Riesenpickel anbring… äh… entfernen?“ – haut(e) couture: Ein Bösewicht ohne Hautprobleme (siehe Shinzon und die Borg) ist wie ein Lokus ohne Stuhlgangreste: Sehr wünschenswert, macht aber einfach zu viel Arbeit.

Aber schon klar: Die wabbelgesichtigen Wutbürger müssen laut, männlich und abstoßend wirken, damit auch der hinterletzte Seppelnator kapiert, dass diese gleich in den Jungbrunnen pullern werden, um ihre eklige Vorhautentzündung zu kurieren. Überhaupt ist hier alles sehr… „einfach“ gelöst: Geordie findet sein Augenlicht wieder (und verliert mit einem ekligen „Plopp“ seine Implantate?) und Riker und Deanna schafften es ohne Begattungsstrahlung nicht, endlich mal wieder das kleine „Introveriert-Extrovertiert“-Spielchen durchzuziehen. Und wollten wir wirklich etwas über Beverlys straffere Brüste, Worfs Pickel (beim Lesen seiner Dialogzeilen?) und den härteren Pickeln auf Beverlys Brüsten erfahren?

Nichts gegen Humor ohne Humor, aber dass dieser sich ausschließlich auf Charaktere bezieht, die in den Filmen eh schon immer mit einem Bein im Zirkuszelt standen, ist etwas traurig. Wobei ich manche Szenen aber mochte. Zum Beispiel Picards behämmerten Gesichtsausdruck beim Anlegen der rituellen Kopfkette, das schräge Singen beim Einfangen von Data oder die absichtlich(?) blöde Erklärung, warum Worf eigentlich auf der Enterprise ist: „Also, das war so: …“ (*Kamera wegschwenk*)

Die kleinen Dinge sind es eben, die diesen Film erträglich machen. Zum Beispiel die schönsten Landschaftsaufnahmen OHNE PAPPE in einem ST-Movie. Oft gewünscht, vorher und nachher aber nie wieder gesehen. Auch ist das Tempo angenehm hoch, da jede Weiterführung der Geschichte nur durch Aktionismus erreicht wird: So gibt es Laufen, Springen, Schießen und hektische Einsatzbesprechungen, bevor man auch nur im Ansatz weiß, worum es hier überhaupt gehen soll (= Die Paralympics der Dramaturgiegeschädigten?). Und somit sind die Positivpunkte auch schon genannt: Der Film ist hell wie ein gebleichter Zitronenfalter, bemüht sich um humanistisches Philosophen-Dingsbums und reiht kleine Gags aneinander. Praktisch „Mister Bean“ meets „Parteitag der Grünen“.

„Für was stehen wir hier an, Data?“ – „Für die 2-minütige Höhlensequenz, nach der wir uns wieder im Freien abknallen lassen.“ – „Okay, ruft Kirk dazu! Das wird sicher (wieder) ein Spaß!“ – Fluchtimpuls vs. Impulsgewehr: In der TV-Serie hätte Picard schon beim Luftangriff auf das Dorf darauf gedrängt, sich zu ergeben, um diese Leute zu schonen. Aber vielleicht ahnte er, dass die bösen Shuttles sich zwischendurch für ein paar Stunden zurückziehen würden, um… sich die Sensoren liften zu lassen…?!

Krampfig auch die Versuche, die eigentlich recht einfache Geschichte (nicht unbedingt negativ gemeint) zu verkomplexisieren. So muss das getarnte Holoschiff gefunden werden, indem Wasser aus dem See abgelassen wird, das unter dem Steg aber später gar nicht fehlt. Damals dachte ich daher immer, das der gezeigte Wasserdampf ÜBER den See geblasen wurde und sich das Schiff unsinnigerweise durch die niedergeschlagenen Tropfen zeigte. Doch erst jetzt habe ich die RICHTIGE unlogische Stelle bemerkt. Vielen Dank dafür, neunter Film…

Überhaupt funktioniert die ganze Holohacke nur dann, wenn man von idealen Voraussetzungen ausgeht: Beim Rausbeamen aus dem Dorf schlafen wirklich ALLE, die Simulation muss auch kleinste Kleinigkeiten nachbilden („Äh. Bösewichtanwärter No. 39? Schau doch noch mal nach, welche Farbe der Eimer in Hütte Nummer 17 hat. Und bei der Gelegenheit bitte auch schauen, ob sich die Frau in Hütte 29 endlich das Strickzeug beschafft hat, von dem sie schon so lange spricht.“) und überhaupt: Wo sollten die Ba’ku denn dann hin? Auf ewig in dem Schiff bleiben? Oder gleich ab in die Müllverbrennungsanlage? Und kann man überhaupt ein Holoschiff bauen, das keinem anderen vernünftigem Zweck dient, ohne in der Sternenflottenwerft blöde Fragen zu ernten? („Äh ja. Noch nie was von dem Projekt ‚Orgienschiff Enterprise‘ gehört?“)

Überhaupt finde ich die hier gebotene Auflösung (Die Gegenspieler werden auf eine Kopie ihrer eigenen Brücke gebeamt, um sie zu täuschen) nur für eine drittklassige Serienepisode gelungen. Wer außer einem orientierungslosen Sektenmitglied soll DAS denn glauben? Wird neuerdings ohne Ent- und Dematerialisierung gebeamt, wenn ein „Dramaturgie-Eilantrag“ vorliegt? Und auch hier: Wie kann man quasi im Vorbeigehen eine perfekte Kopie der Feindbrücke erstellen und anscheinend nebenbei auch noch die Betriebssoftware der Konsole abgreifen? Oder, wie Verteidiger von Raubkopien vielleicht fragen würden: Wer hindert die Privatsphären-Content-Mafia daran, ihre Wohnzimmereinrichtung für sich behalten zu wollen?

„Die Föderationsfutzis haben uns soeben in eine andere Dimension versetzt, in der wir nur Filmfiguren sind und mit plakativen Effekten bearbeitet werden! Was sollen wir tun?“ – „Die WÖLTHÖRRSCHAFT anstreben, natürlich, muhahaahaarr!“ – Wäscht porentief weiß: Gebeamt werden sieht neuerdings SO aus. Aber wer weiß schon, wie ein Gebeamter seine Umwelt wahrnimmt? Na, Reginald Barcley in der Folge „Todesangst beim Beamen“ selbstverständlich!

Okay: Wäre das alles sooo megaspannend gewesen, dass sich ein So’na seine Gesichtshaut beim erschrockenen Einatmen komplett in den Mund gesaugt hätte, hätte ich nix gesagt. Aber inszenatorisch wirkte das doch sehr wie eine Voyagerdoppelfolge beim Nachsitzen bis in den späten Nachmitt… äh… Zweiteiler hinein. Eben nichts kinomäßiges; die Feindbrücke hätte set- und beleuchtungstechnisch auch Rick Bermans Wohnküche oder Waschsalon sein können. Das finale Schiff war innerlich sogar so Scheiße designt (blaue Wandfarbe, Sperrholzstangen, fertig), dass es peinlich wirkte.

Auch war mir der ganze Grunz… Grundkonflikt etwas zu primitiv und radikal: Zwar wird IRGENDWIE schon logisch erklärt, warum der güldene Nachtfalter über dem Planeten selbigen kaputtmacht (Rechtsdrehender Partikeljoghurt über den Polen? Dadurch ranziger Neuschnee? Realitätskollaps durch schlechte Filmeffekte?), aber irgendwie hat man ständig das Gefühl, dass sich die Fiesbolde einfach auf einen leeren Kontinent setzen sollten, um zu genesen. Sie sind ja sowieso gerade da. Stattdessen quälen sie sich – und uns – mit „Maskeneffekte neu ankleben“-Szenen.

Oder vielleicht hätten sie nur einen Teil der heilsamen Planetenringe ernten und sich in „Bestrahlungs-Cineplexen“ daheim zu Hunderten gesundlasern lassen sollen? Oder vielleicht hätte es sogar gereicht, ab und zu mit einem Schiff zwischen Ring und Planet entlang zu düsen? Oma Platuschke fährt für ihre Haut doch auch regelmäßig ans Tote Meer, statt sich normales Speisesalz in die Falten zu reiben?

„Erinnert mich bitte daran, dass ich am Fuß dieser Konstruktion ein paar Töpfe mit Efeu aufstelle.“ – Behindertenfeindlich: Bei dem Bau des Kollektors achtete man nicht darauf, dass die Konsolen auch von Rollstuhlfahrern erreicht werden müssen. Oder von Leuten ohne Flügel. Wirklich durchdacht wirkt das alles nicht, aber wenn Picard am Ende seiner Filme nicht irgendwo draufkraxeln kann, fühlt sich der Setdesigner so unglaublich alt…

Und bei allem Verständnis für die peinliche Selbstvergewisserung der TNG’schen Philosophie: Man stelle sich einmal vor, 600 Menschen (die da auch erst seit Kurzem wohnen) würden die Alpen besetzen, obwohl deren Gestein Krebs heilen kann? Würde man diese nicht auch freundlich mit dem Enteignungsformular zuwinken und freundlich auf seine Gaspistole zeigen? Muss denn jeder naturverrückte Space-Indianer geschützt werden, solange das Dorf nur bei Sonnenschein gefilmt wird und die Kinder blond genug sind? Ist das nicht umgekehrter Rassismus? „Sorry, ihr Krebskranken. Wir können die Jungs nicht zwangsumsiedeln, weil sie echt NETT sind.“

So gaaaanz nahm ich Picard daher auch seinen waffenwedelnden „Kick-Asses-Aufstand“ nicht ab, auch wenn seine „Ab wie vielen Menschen wird aus Recht Unrecht?“-Rede extrem gut kommt. Man muss ja nicht gleich bei jedem Mini-Unrecht zum Moral-Amokläufer mutieren, dem dann ausnahmslos JEDER aus der Crew folgt, oder? Habe schließlich auch noch nicht gesehen, dass Polizisten plötzlich entscheiden: „So, wir vertreiben keine Nutten mehr vom Sperrgebiet! Schnappt euch eure Knarren und verprügelt die Leute vom Ordnungsamt!“ – Okay, überspitzt formuliert, aber sooo ist ja auch der ganze Film.

Picard MUSS sich natürlich mal kurz verlieben (wir erinnern uns an die vielen Episoden, in denen Crewmiglieder für 45 Minuten ihren ewigen Seelenverwandten gefunden hatten) und Data – durch die gelungene Ausreizung des Gefühlschips in „Star Trek 8“ thematisch etwas ausgenudelt – will also neuerdings für 2 Minuten ein Kind sein. Ein Wunsch, der durch den albernen „Ich bin auch als Rettungsboot konstruiert“-Gag übermäßig in Erfüllung geht, zumindest von der Grundstimmung her.

„Wirklich sehr schön, diese Idee mit dem Schwimmflügel in ihrem Rektum, Data.“ – Wasser bitte lassen: Kleine Einsprengsel vor den großen Sprengungen sorgen für gute Stimmung zwischen den Szenen. Also von denen in dem 8. und 10. Trek-Film, meine ich jetzt. Hier sind alle gerade aus dem Holoschiff gefallen, dessen Einstiegsbereich nur von Freeclimbern mit Saugnäpfen an den Fingern erklommen werden kann…

Etwas schief wirkt auch Datas Amoklauf zu Beginn. Zu viele Killerspiele im Sternenflotten-Training oder watt? Okay, er wehrte sich „logisch“ gegen die Pläne des selbsternannten „Herrn der (Planeten-)Ringe“, zudem wurde seine Festplatte durch eine So’nawaffe beschädigt. Aber war das NÖTIG? Für mich lenkt die erste halbe Stunde dadurch extrem vom eigentlichen Filmthema ab, das… äh… noch mal welches war? Aber ich sehe natürlich schon ein, dass es nicht gereicht hätte, dass Data das Funkloch verlässt und SUBRAUM-SPIEGEL-ONLINE.de einen kleinen Hinweis zusendet, dass das Verfassungsgericht schon mal die Anklagebänke freiräumen sollte. Trotzdem wirkt es verkrampft und auf Brent Spiner zugeschnitten. Sonst hätte alternativ ja auch Beverly auf der Beobachtungsmission einen hysterischen Anfall bekommen können, oder?

Aber all diese Kritikpunkte sind nicht so schlimm, sie sind eben nur… so viele. Und es wäre unhöflich gewesen, sie nicht alle beim Namen zu nennen, wo sie uns doch so nett besuchen kommen. Mies ist das Glitzerfilmchen aber dadurch trotzdem nicht: Sein Herz sitzt am rechten Fleck, nämlich direkt im Produzentenkalkül, ein heuballenleichtes Gegengewicht zum düsteren 8. Film zu schaffen. Dass man die ernste Geschichte nicht allzu ernst nimmt, liegt „nur“ an den behämmerten Actionsequenzen und fehlendem Charisma der Bösewichte (Niemand würde Ru’afo in Top-10-Listen als Vorzeigebösewicht nennen, nicht mal INNERHALB der Trek-Filme).

„Verdammt, ausweichen! Mister Worfs Pickel hat’s zerlegt!“ – Grundschulwissen, erste Klasse: Woraus besteht der Weltraum? Natürlich aus einer gigantischen Explosion! Die Effekte in ST9 sind teilweise nicht gut. Bluescreenränder schimmern wie Blauschimmel auf allen Charakteren, fliegende Drohnen haben wir auf dem Super Nintendo schon glaubwürdiger gesehen und der Rest glänzt durch replizierten „Schöne Voyagerfolge“-Einheitsbrei…

In der zweiten Hälfte zieht die Handlung dann auch angenehm an, schafft den eierquetschenden Spagat zwischen Action, Anspruch und Onelinern. Leider kann dann der Schluss wieder nicht mithalten, ist dieser doch so formelhaft wie ein Mathebuch für Actionfilmer. Da gefiel mir das vielschichtige Ende in „Star Trek 8“ doch besser als dieses „Stirb Langsam“ für Tratschweiber: „So geht das aber nicht, Frau Platuschke! Nehmen sie sofort ihre Hände von meiner Waschmaschinenkonsole, sonst werde ich jemanden rufen lassen, der auf sie schießen lässt!“

Viel zu viel Gerede, zu wenig Zielwasser, zu viel Klischee. Und inszeniert wie eine Schultheateraufführung für Gummi-Gymnasiasten.


Fazit: Ein schöner Farbfilm mit einem zudem wirklich tollen Soundtrack. Wer seine Ansprüche auf das Level „Guck maaaal, ein Worf!“ zurückstutzen kann, wird mit diesem Streifen sicherlich viel Freude haben. Man sollte allerdings Germanistikstudent sein und gerne einen über den Durst trinken. Ein bleibendes, auch nach Jahrzehnten zitierungswürdiges Kunstwerk ist das hier aber nicht. Dies hier ist vielmehr eine geöffnete Registrierkasse, und zwar mit dem Schriftzug:

„TNG-Fans, bitte Kinoeintritt hier hinterlegen. 0,1% des Umsatzes werden in indianische Spielcasinos investiert, um die Not der Ureinwohner zu lindern. Und nun ein paar Bilder von explodierenden Shuttles und missglückten Faceliftings.“

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM

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Artikel

von Klapowski am 10.07.11 in Star Trek - Filme

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Kommentare (23)

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  1. Z3R0B4NG sagt:

    Warum gibt es in diesem Kollektor Raumschiff eigentlich Schwerkraft und Luft?
    Das Ding ist ja offensichtlich nicht gebaut worden um Crew durch den Weltraum zu schippern, …sondern als Tank für …ööh *Ringstrahlungs*-Gedöns?
    Gabs die Schwerkraft Generatoren gerade im Sonderangebot?
    Oder wär es zu blöd gekommen Picard nochmal in den EVA-Suit aus First Contact zu stecken? ODER wurde der schon Richtung Voyager Studio zum Recylcling geschickt?

    Die blauen Wände sind übrigens echte Bluescreens wo man aus technischen/zeitlichen/finanziellen gründen mal eben darauf verzichtet hat Effekte einzusetzen. Vielleicht war Picard’s Shirt auch einfach zu blau.

    Macht nix, wenn George Lucas in 20 Jahren auf die Idee kommt die Star Trek Filme digital aufzumotzen wird das sicher Nachgeliefert.

    Die Budweiser Brauerei aus Star Trek XI können wir leider erst in 50 Jahren digital entfernen wenn der Reboot vom Reboot läuft.

    Aber Blau ist ja auch ne schöne Farbe, hätte auch schlimmer kommen können, sie hätten einen Green-Screen verwenden können!

  2. DerBeimNamenNennt sagt:

    Was vielleicht in diesen Zusammenhang erwähnt werden sollte: Der Film war meines Wissens ursprünglich anders geplant.

    Ich weiß nicht mehr genau, wo ich das gelesen habe, aber mir scheint das eine plausible Erklärung dafür, warum der Film an manchen Stellen so wenig durchdacht wirkt.

  3. paranoid android sagt:

    Meine Fresse, dieser Film ist so langweilig, dass ich nicht mal eine unterhaltsam geschriebene Kritik darüber lesen kann, ohne zwischendurch einzuschlafen.

  4. G.G.Hoffmann sagt:

    Das wurde ja auch ‚mal Zeit. Trotz aller Abschweifungen in die Niederungen aktueller Serien und Filme, am Ende kehren sie alle zurück zu Mama. Mir persönlich hat der Film seinerzeit ausgesprochen gut gefallen. Eine hervorragende TNG-Doppelfolge, die sich nahtlos in die damaligen Dauerwiederholungen der Serie eingereihte. Nur so gesehen ist der Film erträglich. Als Kinoproduktion funktioniert er allerdings gar nicht. Die grottigen CGI-Effekte haben auf der großen Leinwand vollständig versagt und wirken auf heutigen 50-Zoll-Fernsehern kaum überzeugender.

    Damals, anno ’98, war allerdings Party angesagt. Ich lebte noch in der seinerzeitigen StarTrek-Hochburg Marburg/Lahn, wo man ohne Sternenflottenuniform praktisch in kein Lokal gelassen wurde und die Leute vor Videotheken Schlange standen, um die neusten TNG/DS9/VOY-Folgen noch vor der deutschen Erstausstrahlung auf Kassette zu sehen (das Internetstreaming hat damals mit 2,8 KByte/s noch nicht so richtig funktioniert). Pflicht war es, sich vor jedem neuen Star Trek Film 14 Stunden lang alle bisherigen Star Trek Filme im Kino anzuschauen – und am nächsten Tag noch einmal auf Englisch. Da sind uns ob der humorigen TNGlichkeit des 9. Films die Lachtränen waagerecht aus den Augen geschossen („Ihr Klingonen macht keine halben Sachen, was?“ – NIEDERKNIE!).

    Heute sehe ich den Film etwas nüchterner, will sagen: gar nicht mehr. Ich weiß nicht, ob ich ihn in den letzten 10 Jahren überhaupt einmal vollständig gesehen habe. Man bleibt beim Zappen mal an Worfs Pickel hängen oder schüttelt den Kopf über schlechte Special Effects. Aber zwei Stunden volle Aufmerksamkeit möchte ich dem Werk eigentlich nicht mehr widmen.

    • FrakesJoe sagt:

      Marburg, hä?

      Aber es geht mir ähnlich. ST IX gehört bei mir zu den am seltensten geschauten ST-Filmen. Immerhin hab ich ihn schon so zweimal komplett gesehen, während die Aussicht ST X nochmal zu sehen bei mir Ganzkörperspastiken auslösen. Der Reboot war ja wenigstens unterhaltsam…

      Antworten
  5. Nachdenker sagt:

    Ich fand den Film damals durchwachsen. Aus heutiger Sicht würde ich Ihn als gut bezeichnen, da es in meinen Augen der letzte halbwegs echte Star Trek Film war.

    Über die Nemesis „Nemesis“ reden wir mal lieber nicht und der neue Star Trek Streifen ist eigentlich meiner Meinung nach kein Star Trek Film, sondern ein ganz durchschnittlicher effektlastiger, dafür storyarmer und logiklückenreicher Sommerblockbuster. Popcorn-Kino halt… 90-120min Gehirn abschalten und sich vom visuellen Goldregen berieseln lassen.

  6. Tobi van Helsinki sagt:

    Ach Leute, im Vergleich zum 11. Film, sollte alles andere heilig gesprochen werden.

    Frage an Klapo:
    Kannst du mal eine Statistik machen, in der aufgeführt ist, wie viele Dinge du schon bewertestest, so nach dem Motte:
    1050 Bewertungen von Serien und Filmen, 3 Gute 1060 Schlechte?

    • Klapowski sagt:

      „1050 Bewertungen von Serien und Filmen, 3 Gute 1060 Schlechte?“

      Tut mir leid, aber dergleichen kann ich schon deswegen nicht machen, weil meine Achtung vor der Mathematik mir derlei wilde Äußerungen untersagt.

      Außerdem ist es ja eh klar, dass im Zweifel hier Kritiken zu Filmen geschrieben werden, die mir eher suborbital gefallen haben. Niemand liest gerne Lobhudeleien. Dass ich manchmal dennoch eine einflechte („Fight Club“, „Star Trek 8“, „Gattaca“, ect.) liegt daran, dass ich auch einen Erziehungsauftrag habe, Kids!

      Wofür zahlt Ihr denn schließlich die ganzen „GEZ“-Gebühren über unseren Trojaner, der hier automatisch bei jedem Besucher installiert wird und dann Eure Bankdaten ausspäht?

      Antworten
  7. Exverlobter sagt:

    Der Film ist gerade im Vergleich zu TNG-Episode „Journeys End“ ein absolutes Ärgernis. Hatte sich Picard in dem Film ohne zu zögern bereit erklärt, die Indianer umzusiedeln und Wesley Crusher dafür kritisiert, dass er interveniert hat, macht er in „Der Aufstand“ genau das Gegenteil!
    Diese Charaktersprünge sind ja fast schon schlimmer als bei Janeway.

    • G.G.Hoffmann sagt:

      @Exverlobter.
      Das sehe ich nicht so. Picard hatte ja bereits damals Skrupel, die Indianer umzusiedeln. Letztlich mußte er eine Zwangsumsiedlung nicht durchführen, weil sich das Problem auf andere Weise erledigt hatte. Vielleicht hat er gerade im Hinblick auf dieses Ereignis umgedacht und sich bei der nächsten Gelegenheit verweigert.

      Was Charaktersprünge betrifft: fast alle Charaktere haben im Verlauf von sieben Staffeln erhebliche Veränderungen erfahren, beeinflußt manchmal von entsprechenden Erlebnissen, manchmal von der Willkür der Autoren. Während einer Serie stellt sich das als mehr oder weniger konsequente Entwicklung eines Charakters dar. In einer Filmreihe sieht man die Charaktere jedoch nur noch alle zwei bis vier Jahre. Was in der Zwischenzeit passiert ist, erfährt man nicht. Charaktersprünge sind für den Zuschauer deshalb zwar nicht nachvollziehbar, aber auch nicht unplausibel. Vielleicht hatte Picard ja zwischen Sternzeit 47751 und 52… entsprechende Schlüsselerlebnisse.

      Antworten
    • Sparkiller sagt:

      „Hatte sich Picard in dem Film ohne zu zögern bereit erklärt“

      Die Situation war dezent anders, handelte in der Serienfolge der Admiral als absolut trockener EU-Bürokrat: „Gemäß §54, Absatz 9, des Abkommens zwischen der Föderation und Cardassia, hat eine Umsiedlung der Bürger von erstgenannter Partei spätestens bis zum in Anlage 3b genannten Zeitpunkt zu erfolgen. Eine Zuwiderhandlung wird mit einem Bußgeld in Höhe von 50.000 Dukaten und fünf Punkten in der Kartei von Flensburg IV geahnt.“

      Will sagen, bei dem Indianerstamm (von gefühlten 20 Leuten?) handelte es sich immerhin noch um die eigenen Leute. Während Admiral Facelift mehr oder weniger eigenmächtig (was mir ebenfalls zu kurz kommt) eine fremde Rasse wegschaffen wollte, weil diese ein effizientes Abschöpfen des Planetenring-Jungbrunnens verhinderte.

      Mir persönlich fehlt dafür eigentlich nur eine nachvollziehbare Motivation. Man hätte ja zum Beispiel kurz ansprechen können, daß die Frau vom Admiral kurz vor’m Abnippeln ist. Die geplante Eröffnung einer galaktischen Straffungs-Klinik finde ich da eher doooof.

      Antworten
    • FrakesJoe sagt:

      Och, das fand ich jetzt nicht so sprunghaft. Interessanter find ich da doch, dass der gute Captain zu ST VIII zum Actionheld mutiert ist (Ja, es gab vorherige Folgen in der Richtung, wie die, wo diese Typen Zeug während der Strahlenreinigung des Schiffs klauen wollten und Picard zufällig allein aufs Schiff zurückkam… da war er trotzdem VIEL ruhiger als in ST VIII). Ich verstehe ja, dass es drehbuchtechnisch nötig war, weil keiner ins Kino geht, um 2 Stunden diplomatische Verhandlungen zu sehen. Ich verstehe auch, dass man sagen könnte, der Captain ist sehr angespannt, weil sein schlimmster Albtraum wahr geworden ist und er wieder den Borg gegenüber steht… trotzdem, seine Gewaltbereitschaft ist enorm gestiegen gegenüber der Serie.

      Antworten
  8. Ishbane sagt:

    Was, Klapo bist nicht auf die „manuelle Steuerung“ eingegangen?

    Ist doch der Klassiker schlechthin, gilt in unseren Kreisen immernoch als beliebter Running Gag.

  9. Piet sagt:

    Klapp, wie wäre es dann mal mit einem SiW Review?

    Ich bin da immer noch am hadern, welches denn die beste Episode ist.
    Versuchskaninchen oder doch Planet der Klone?

  10. bergh sagt:

    tach auch !
    Ich fand St 9 nur mäßig witzig und mäßig logisch, da war ST 8 um Klassen besser.

    Nebenbei dachte ich schon Daniel alzheimert, weil wir schon ein ST 9 Review hatten, das war aber von Crisis.
    Wer es lesen will gebe Insurrection in die Siteneigene Suchmaschine.

    Gruss BergH

  11. Piet sagt:

    viele hier, so bin ich mir sicher, haben sich vorher schon dieses review angeguckt: http://www.youtube.com/watch?v=qlV3bsafkq0

    • Exverlobter sagt:

      Der von mir angesprochene Punkt war doch unter den Trekkies schon lange bekannt und nicht erst seit 2009, als die Plinkett-Review erschienen ist.

      Antworten
  12. Speedomon sagt:

    Dürfen wir uns in diesem Jahrzehnt vielleicht noch über ein Generations-Review freuen? Ungeachtet der Qualität, doch ein ziemlich wichtiger Film damals, vor allem wegen der Enterprise D- und Kirk-Entsorgung…

  13. vendetta sagt:

    Tja, der Film ist von Logiklöchern durchsetzt, die Handlung macht kaum einen Sinn, wegen der schmalen Bevölkerung so ein Aufstand…

    Warum ist das getarnte Holoschiff überhaupt im See versenkt, hätte man doch genauso in den Orbit stellen können wie den Rest auch, die würden sich die Containerbewohner doch eh per Transporter pflücken.

    Was man dem Film aber zugute halten muss, er fühlt sich um längen mehr wie Star Trek an als sein Vorgänger (der war grundsätzlich der bessere Film) oder sein Nachfolger (der Sargnagel oder wie war der Titel noch).

    Ach und noch was, Videoreview gabs jüngst auch hier:
    http://sfdebris.com/startrek/film9.asp

    • Olli sagt:

      Nur? Wie viele wären denn genug? 1.000? 10.000? Wie viele müssen es sein damit aus Recht Unrecht wird?

      Es mögen ja wenige sein aber es ist ihr Planet.

      Antworten

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