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„Star Trek – Strange New Worlds“ – 4.03 – „Human Best Friend“

„Star Trek – Strange New Worlds“ – 4.03 – „Human Best Friend“

Verrückte Episode sind bei SNW inzwischen mehr die Regel als die Ausnahme: In treudoofer, regelverletzender Regelmäßigkeit wird dem Trek-Universum ordentlich auf den Hut geschissen. Irgendwas wird schon hängen bleiben, wenn es schon keine neuen Völker sind. Diesmal muss sich die Crew auf einem Ferienplaneten zusammenreißen, nachdem man einen mächtigen Filmriss hatte. Das ist nämlich lustig, humorig und soll sogar teilweise witzig sein. Und das sind ja quasi drei Shots auf einmal? Darauf ein Fass Strohrum, Qapla’!


In dieser Episode gelangt man – weil es die selbstverordnete Stimmungs-Diversität dieser Serie verlangt – in eine Art „Hangover“-Filmhandlung. Wobei ich hier schon sagen muss, dass ich den ersten Teil dieser 2009 gestarteten Reihe bereits nach 20 Minuten abgebrochen habe. Nicht gegen Albernheiten, aber mittelmäßige Comedy wird mit Alkoholverherrlichung nur unwitziger.

Doch zurück dieser Episode hier, in der die besonderen Gase eines Planeten zu einer toxikologischen Wirkung führen… Was ich an sich schon für eine unsinnige Idee halte. Wie gut, dass man danach häufig von „normalem“ Alk spricht, was die Handlung… äh… „besser“ macht?

„Liebe Kinder, wenn ihr diese Episode gesehen habt, so denkt immer daran: Drogen sind erst dann okay, wenn euch ein hektischer Mann mit Stehhaaren gesagt hat, dass euch gefallen wird. Natürlich solltet ihr trotzdem vorsichtig sein. Überprüft also NACH dem Erlebnis, ob die Dosis eventuell zu groß war. Fragt dazu gerne die Mitarbeiter im Krankenhaus – oder im Bestattungsinstitut – , ob sie euch helfen können.“

[Kleiner Vergleich, nur mal zum Reinfühlen:
„Captain Picard? Wir werden alle Führungsoffiziere unseres mächtigen Schlachtschiffes auf den Planeten runterbeamen, damit sie das gasförmige LSD einatmen, das bei jedem völlig anders wirkt. Wie finden Sie das?“ – „HA! Da joint man doch gerne! Verstehst du? Einen JOINT! Ich lach mich tooot.“]

Wobei ich zugeben muss: Die erste Vorstellung des Gaga-Urlaubs gefiel mir dabei gar nicht mal so übel. So richtig mit Werbevideo und so.

Oft kennt man das ja von Star Trek, dass die „Vergnügungsplaneten“ eher Parklandschaften mit angeschlossenen „Wahnsinnszonen“ sind (1.15, TOS, „Landurlaub“), an denen die Aliens noch mal etwas pappiger und die Visionen etwas erdiger sind. (= Löwen, Hasenkostüme, Ritter, holde Maiden…)

Bei TNG und DS9 durfte Risa dann etwas mehr raisen… äh, reißen: Hier gibt es immerhin eine Wetterkontrollstation mit benachbarten Bums- und Massageecken. Also der typische Unterschichten-Straßenzug eher ärmerer Großstädte.

Doch in DIESER Episode hier kommt zumindest mehr Malle-Stimmung auf. Landschaftlich zwar nicht, dafür tanzen die Statisten aber Ringelpitz mit Auskotzen – spürbar gut gelaunt.
Das gezeigte Werbevideo sieht zwar arg nach unserem Jahrhundert aus (und irritiert kurz mit Animationssequenzen wie aus „The Animated Series“), aber es gibt ja auch Fanservice, dem ich etwas abgewinnen kann.

„Was sagst du? Wasser ist die Flüssigkeit, auf dem fast alle Lebensformen basieren? Hipps, das sehe ich andersch!“ – Für die Torfköpfe unter den Zuschauern: Später verschmilzt Spock mit einer Zimmerpflanze. Bitte geben Sie vor dem Lachen acht, dass sie nicht innerhalb einer gesetzlichen Ruhezeit ihre Nachbarn und/oder Wohnungsgenossen stören – oder Sie sich an Nahrungsmitteln verschlucken könnten.

Etwas weniger kultig fand ich da eher die SNW-Art, mit der man uns zu Beginn verklickert, dass die Crew total gestresst ist. Statt uns in den ersten 5 Minuten eine Minimission zu zeigen, bei der alle kleine Fehler machen – oder sich zumindest nicht die Haare gekämmt haben -, ist alles wieder auf eine sehr albernen, persönlichen Gefühlsebene. Sprich: Beim üblichen Alkoholiker-Abend an der Bar nervt man sich gegenseitig mit genervten Blicken und Beziehungsproblemchen. Was uns aber zusätzlich von Pike und Una ERZÄHLT werden muss, damit der Drehbuchautor danach nicht selbst wegen Stress in die Ferien muss…

Der Kleinkrieg zwischen Scotty und Ortega hat da zwar mehr zu bieten (= er nervt sie mit technischen Warnmeldungen auf ihrer Konsole), aber der frühere „Kompetenz-Porn“ aus den 90ern muss dadurch halt einem harmlosen „Stets-bemüht-Rubbelfilmchen“ weichen.

Generell ist es dramaturgisch eine wilde Idee, eine Crew drogenmäßig „aufzulockern“, die bisher nicht durch Professionalität aufgefallen ist. Einerseits passt es ganz gut (ich sage nur: „Musical-Folge“), andererseits könnte man ja auch mal auf einem Planeten gehen, der Ernsthaftigkeit und Wissenschaftlichkeit anregt. So als wahres Kontrastprogramm?

„Hallöchen, Jungs und Mädchen. Ich kann die Worte ‚Geilen Arsch hast du‘ in 26 intergalaktischen Sprachen sagen!“ – Für’s Draufklatschen haben wir ja schon unsere Stirn: Star Trek zeigt uns eine wahnsinnig weiterentwickelte Menschheit. Im Hintergrund wird z.B. gerade erforscht, ob in die Rauchpartikel in der Bong ihren Quantenzustand auch in der Lunge behalten.

Und so muss man halt früh entscheiden, ob man den nachfolgenden Absurditäten eine Chance geben will. Die „Stärke“ der Episode ist natürlich: Langweile ist ausgeschlossen. Das ist schon klar, als Erica mit Andorianischen Party-Plastikantennen(!) auf dem Kopf aufwacht – und Scotty in einem TOS-Alienkostüm verprügelt.

Trotzdem ist die Episode bereits jetzt verschenkt, wenn man bedenkt, dass solche Storys früher oft ein Vehikel waren, um die inneren Erlebniswelten der Crew rauszukitzeln. Oder gar die Persönlichkeit dauerhaft zu erweitern.

(Die „Drogen“ konnten da auch ein Virus, eine DNA-Veränderung, Gift im Essen oder ein telepathischer Einfluss sein. Alles, was die innere Dämme niederriss, war früher oft spannend. Spock weinte dann, Picard sowieso, manche wurden misstrauisch oder rattig – wie halt Data und Tasha)

Gehen wir die Mini-Storys doch mal durch:

– Spock sieht in seinem Zimmer eine Halluzination von Kirk, weil er sich wünscht, ihn zu drücken. Und logische Brettspiele zu spielen. Kein Chaos, kein größerer Wahnsinn. => Schöne Idee, weil sie auf den ersten Blick harmlos und spockig erscheint. Andererseits ist der Fanservice hier so durchschaubar wie das Luft zwischen den Ohren des anvisierten Publikums. Und der Schulterdrücker ist etwas zuuu sehr Bromance-Getrieben. Was in TOS eine Szene für die Ewigkeit gewesen wäre, ist hier halt ein weiterer „Paul-Pascal, schreibt bitte noch drei Drehbuchzeilen!“-Moment.

– Später verschmilzt Spock mit einer Zimmerpflanze, um das Shuttle zu finden. Warum das SOFORT funktioniert? Keinen Plan. Der Gag ist stark genug, um das Ergebnis zu rechtfertigen?

Habt ihr auch manchmal die Fantasie, die hier aufgeführten Produzenten zu einem Bier einzuladen? Die Flasche müsste auch nur ein gaaaanz klein wenig abgebrochen sein.

– Uhura rennt in sexy Kleidung rum, hört in zugequalmten Räumen substanzlose Stampfmucke und hat (laut Erica) „weiche Hände“? => Passt soweit zu ihr, da sie bisher das größte Hohlbrot der Besatzung ist – auch wenn das Rennen knapp war.

– Una singt klingonische Popsongs auf einer Bühne, die aber eigentlich Popsongs unserer Zeit sind?! => Hier hat man erstmals das Gefühl, selbst etwas zu tief ins Glas geschaut zu haben. Oder in die Heroinspritze.

– Der Doctor jongliert Drinks an der Bar und macht den alten „Es ist grün“-Gag. => Harmlos, doof, ohne Charakteraussage. Wobei das schon fast positiv ist, wenn man bedenkt, wie sehr man die Figur bereits zerstört hat. Als Whiskeyschwenker kann man wenigstens keine Klingonen abstechen?

– Pike lässt sich als irre lachender Psychopath den Körper tätowieren. => Fand ich vom Verhalten fast schon am „schlimmsten“. Natürlich kann man das später aufgrund seiner Drogen-Beeinflussung wieder wegrelativieren, aber wenn man viele seiner Episoden zusammennimmt (Kochen, Labern, Hadern, sich als Halluzination die Finger abschneiden…), so entsteht das Bild einer Vorbildfigur, die man als Chef wohl nur in unseriösen Start-Ups findet.

(„Heeey, ich biiin’s, der Stromberg der Generation Alpha! Dieses Jahr findet unser Betriebsausflug in einer Online-Lobby statt. Da zeigt euch der Papa mal, wie ich vor 5 Jahren bei Fortnite rasiert habe!“)

„Und deshalb ist Diplomatie der Schlüssel zum Schnapsladen des Universums. Oder so.“ – Neue Abenteuer auf Tatooin: Dies kann man bei deeem Gesicht schon fast „Arschgeweih“ nennen? Und ja, manchmal findet man positive Aspekte an ungewohnten Orten. ICH zum Beispiel fand an dieser Episode total super, dass man aussagekräftige Screenshots in Massen bekam. Fast schon nervig, zu diesem Käse ein ausreichend langes Review zu schreiben?

– Scotty kann das Shuttle nicht finden, weil die Kleine an der Rezeption ihm einen Chip(!) gab, den er verbummelt hat?! Und Anfunken geht nicht, weil Scotty den einzigen Tricorder den Balkon runterwirft?! Was kommt als nächstes? Die abnehmbaren Warpgondeln bei „Starfleet Academy“ gehen in der klingonischen Waschstraße verloren?

– La’an verkloppt Wegelagerer, um eine Spur des Shuttles zu finden? => Total „lustig“, da man den Verkloppten als Nicht-Wesen darstellt. Weil in der Ferne gezeigt, düster gekleidet, mit lustig-begleitenden Gesichtsausdrücken von Erica und so. – Positiv: Dieses Mindset brauchen wir für einen eventuellen Drohnenkrieg?

– Dendru, der Fun-Verwalter, lässt Erica und Scotty entführen, weil sie das wegen ihrer inneren Wut „brauchten“ und man ihnen auf dem Planeten gibt, was sie „sich wirklich wünschen“. => Eigentlich eine nette Idee. Psychologisch wird das aber abermals unterfüttert von irgendwelchem Blabla über tiefsitzende „Verunsicherung“ – und zwar Richtung Erica geraunt.

Weil alle Girls in der Serie mit 30 Jahren erst eine 20-jährige Berufserfahrung haben? Und trotzdem nur auf dem Stand einer 15-Jährigen sind?

– Chapel hat ja schon seit mehreren Episoden nichts mehr zu tun. Hier darf sie Bingo spielen (nicht mal eine kreative Alien-Variante davon!), was in eine Schlägerei mit irdisch gekleideten Ghul-Ommas mündet?!

„Pullover-Power, vereine dich! Ab jetzt spielen wir nach Klapowskis Bingoregeln!“ – „Genau, jede SNW-Folge über Durchschnitt ergibt ein Kreuz. Das wird euch eeeewig hier festhalten!“ – Inzwischen gehen die Macher so weit, ihre irremachenden Gase in MEIN Wohnzimmer einzuleiten. Oder seht ihr diesen Screenshot etwas auch?

Die ganze Episode fällt für mich persönlich schon deswegen auseinander, weil ich ständig mein alternatives Drehbuch im Kopf mitschreibe. So in der Art:

Erica: „Im derzeitigen Zustand ist die Crew eine Gefahr für sich und andere. Wir müssen Kontakt zum Schiff aufnehmen und die verbleibenden Wissenschaftsoffiziere bitten, ein Gegenmittel herzustellen. Natürlich müssen wir die Ergebnisse eines Bluttests mitschicken. Hier wird es ja Krankenhäuser und medizinische Scanner geben.“

Scotty: „Hm… Aber da der Planet absichtlich technologisch eingeschränkt ist, wird das schwieriger? Wobei, der hiesige Verwalter hat uns ja kontaktiert. Alles, was wir tun müssen, ist, den hiesigen Sicherheitsdienst aufzusuchen, die Politik oder gesellschaftlich relevante Personen.“

Im Ernst, DAS fände ich weitaus spannender, als dem Discjockey den perfekte Goove zu bescheinigen. Aber wer bin ICH schon? Ich würde ja lieber mit Karl Lauterbach abhängen als mit Dieter Bohlen.

„Ich hatte gleich das Gefühl, dass das eine blöde Idee war.“ – „Wisst ihr, was die blödeste Idee ist? Die Episode geht ab jetzt immer noch 15 Minuten!“ – Abflug-B(e)reit: Nach dieser Szene geht es mit Katerstimmung zu einem errrnsten diplomatischen Empfang und einer Erica/Scotty-Story um eine versteckte Bombe. Da bleibt kein Auge trocken und kein Schenkel unbeklatscht. Aber klar, derart tiefgründige Abenteuer erfordern einen epischen Nachklapp.

Dass die Episode einen Teil ihres „Wir wagen das einfach mal“-Selbstbewusstseins wieder verliert, weil man gleich bei ZWEI Filmen klaut („Hangover“ und „Dude, Where’s My Car?“), kommt da noch erschwerend hinzu.

Von der weiterentwickelten Menschheit, die auf Alkohol und profane Vergnügungen eher pfeift (auch bei DS9 hat man das noch gut angedeutet), bleibt hier eh nichts mehr übrig. Ob man damit neue Zielgruppen gewinnt, indem man jungen Menschen das zeigt, was sie auch ohne Cringe-Opa-Serien im realen Leben haben könnten, wage ich bezweifeln.

Erneut zeigt sich, dass man hier einfach wild rumprobiert, bis irgendeine (Fremd-)Idee der letzten 20 Jahre greift. Man spürt quasi die verzweifelten Stifteschwinger, die im Netz danach schauen, welche Hirnschiss-Episoden bei den paar SNW-Fans am besten ankommen.
Immer auf der Suche nach dem sagenumwobenden „Einhorn“. Dem Erfolgsrezept, dass die Zielgruppe „Yiiihaaaa“-brüllend über den Hügel – und ins Franchise – reiten lässt.

„Na, hat euch das Gesamtbild dieser Episode gefallen? Es gab alle Starfleet-Tugenden auf einmal: Gewalt. Drogenkonsum. Nebencharaktere, die nur innerhalb einer bestimmten Szene funktionieren. Menschliche Klischees von Hotelzimmern und Boomer-Partys. Spock als Trottel. – WENN es euch gefallen hat, dann schreibt JETZT einen langen Entschuldigungsbrief an Neelix, Rom und Wesley. Für alles, was ihr je an ihnen kritisiert habt.“


Fazit: Dies wäre eine „gute“ Episode für „Starfleet Academy“ gewesen. Und dort sogar passender.

HIER muss man sich ständig fragen, warum sexualisierte Outfits, sexualisierte Bemerkungen, Popmusik, Alkohol, Kostümierungen und Doofie-Fanservice (Tribble rollt rum, klingonische Klinge steckt in der Wand) unbedingt gezeigt werden müssen.

Lässt man die ggf. gnädigen Bewertungen für einzelne Szenen außen vor, bleibt außerdem die Frage, warum man ERNEUT (nach TOS, TNG, DS9, VOY, ENT) in piefige Partykeller und/oder Gartenanlagen reisen muss, um doch nur in Bars, Bumsbetten, Pools und Lounges abzugrooven.

Eine neue, trekkige Entdeckung der Konzepte „Entspannung“, „Gehirnstimulation“, „Geheime Wünsche“ oder „Schöne Landschaft“ wäre mal an der Zeit gewesen. Zumal ich das Gefühl habe, dass „Lower Decks“ mindestens drei Folgen zu dem Thema hatte und zweieinhalb bessere Gags geliefert hat?

Zugegeben, irgendwie unterhaltsam ist das natürlich. Die wichtigere Frage ist aber:

WANN HÖREN DIE ENDLICH MIT DEM SCHEISS AUF?

Bewertung als schräge Doofie-Folge, die sich am Ende zieht:

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM

Bewertung als reine Trek-Episode:

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM
SPARKIS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
Ey Mann, wo is’ mein Shuttle?
Du magst Marvel-Filme? Du bist zudem ein Fan der „Hangover“-Reihe?

Dann hast du „Glück“! Denn mit der neuen Folge „Human Best Friend“ bekommst du BEIDES auf einmal im unpraktischen Doppelpack! Sorry, aber irgendwas wirst du schon angerichtet haben, um SO ETWAS zu verdienen.

Dabei habe ich eigentlich gar nichts gegen gelegentliche Spaß-Episoden, sowas hatten die anderen Serien ja auch. Nur befinden wir uns hier bereits auf einem derart bizarren Niveau, dass man die Grundideen auch problemlos für „Lower Decks“ hätte verwenden können: Pike im Tattto-Shop, klingonisches Karaoke, Spock sieht andere Personen als Kaktus, Chapel beim Rentner-Bingo. Gut, EIN oder ZWEI solcher Gags, etwas subtiler im Hintergrund, wären vielleeeeicht sogar ganz humorig gewesen? Wenn man beide Tränendrüsen zudrückt?

Aber dieses durchgeknallte Hangover im SciFi-Gewand lässt einen nur (negativ) verblüfft zurück. Ich würde wirklich gerne mal eine Aufnahme im Autorenraum sehen, wo sich alle Beteiligten besoffen-amüsiert plus laut gackernd die beklopptesten Ideen zuwerfen und sich dabei noch gegenseitig auf die Schulter klopfen („Bwahaaa! Köstlich, Kathryn, deine Szene wo Pike mit dem Biker-Tattoo im Gesicht rumläuft! Hohooo, wie originell!“).

Erklärt wird das spaßige Verhalten der Crew mit der „besonderen“ Atmosphäre des Urlaubsplaneten Cesnar in lustloser Videospiel-Optik. Denn kaum geht die Shuttle-Tür auf gibt es einen albernen CGI-Drogeneffekt, welcher alle unsere Helden in wandelnde Klischee-Stoner verwendelt. Dann lieber die angesäuselten Spießer in „The Naked Now“ von TNG („Captain, die Trainingsabteilung befiehlt allen Offizieren die Teilnahme an einem Metaphysik-Vortrag!“ – „Diese perversen Schweine!“).

Fazit: Puuuh, selbst für Kurtz-Trek-Verhältnisse war es dieses Mal hart. Ich meine, WENN wir noch lange Staffeln mit bis zu 26 Folgen hätten UND der Rest davon eher normal wäre, DANN könnte man diese Folge wohl als kleines Gag-Experiment akzeptieren, welches man mit einem einmaligen „amüsiert durch die Nase ausatmen“ loben könnte. Gereicht hat es bei mir aber nur für ein verwirrtes Stirnrunzeln und in Verachtung gefletschte Zähne. Alles wie immer also.

Nach fünf Staffeln Balla-Balla mit (SEHR) wenig Lichtblicken habe ich dafür schlicht keine Toleranz oder Geduld mehr. Eine ganze Episode als Stoner-Komöde im Stil der 2000er in weniger gut musste wirklich nicht sein, zumal der Humor zu 100% nur aus „Haha, guck mal wie sich unsere sonst so ernsten Figuren verhalten“ besteht. Was bei Kurtz-Trek nicht funktioniert, weil die ja sonst AUCH nicht besonders ernst sind. Bei TNG kann man das halt mal machen, weil Picard und Co. im Standardmodus angenehm nüchtern rüberkommen. Wie ECHTE Menschen halt!

Dazu kommt noch, dass wir nur eine Folge zuvor etwas recht ähnliches hatten, wo sich z.B. Pike in der Kochschürze die Finger abgesäbelt hat. Dass ich so etwas niederschreiben kann stellt sowieso ein trauriges Testament für den aktuellen Stand der Dinge dar.

Brrrrrr!

*genervt seine gequälten augäpfel in scheiben schneid*

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM

Weitersagen!

BS

Artikel

von am 08.08.26 in Star Trek: Strange New Worlds

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Kommentare (1)

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  1. Woof sagt:

    Junge,Deine Rezensionen klingen regelmäßig als wärst Du auf nem Drogentrip und wenn man dafür Bewertungen abgeben könnte, bräuchte man negative Sterne.

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