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Review zum „Doctor Who“-Special: „The End Of Time“ (Teil 2)

Natürlich hat auch diese Episode wieder gute Seiten: Sie ist in Farbe, ist (zumindest bis kurz vor Schluss) relativ flott erzählt und hat diesen natürlichen Grundunterhaltenswert, der den Machern des Musikantenstadls so unerreichbar wie die Weltformel erscheinen muss. Daher halte ich mich mit den positiven Aspekten gar nicht lange auf, da die bei dieser Serie sowieso immer die gleichen sind. Stattdessen gibt es hier nun die volle Packung Kritik zu einer halben Portion, die sich „Kultige Abschiedsfolge“ zu nennen versucht…

Der Messie-Messias

Einerseits spielt sich der Doctor erneut wie der omnipotente Grimassen-Messias auf, auf der anderen Seite ist er hingegen so niedergeschlagen, dass man gerne noch mal nachtreten möchte. Mal ehrlich: Irgendwann ist es auch mal gut mit „Ich hasse den Master nur deswegen, weil er meinen heimlichen Wunschnamen trägt“! – Diese Erretterscheiße zu pathologisch-pathetischer Musik kommt inzwischen in fast jeder Who-Folge vor und nervt inzwischen noch mehr als ein Sonic Srewdriver, der im Weinflaschenkorken stecken geblieben ist.

„Ach Doctor, müssen Sie denn immer so furchtbar hektisch sein?“ – „Kein A-A-Ahnung! Muss jemanden fragen-fragen-fragen! Schnell!“ – Hans Dampf(t) in allen Gassen: Wenn die Hauptfigur so heiß läuft, dass bereits Rauch aufsteigt und die ersten sprechenden Kakteen sprießen, ist es definitiv an der Zeit, den Doktor des Doktors nach der genauen Dosierungsanweisung dieses experimentellen Blutdruckmittels zu fragen…

Donnas Kopp kaputt?

Was war denn jetzt der tiefere Sinn von Donna Nobles Auftreten? Mussten wir in der letzten Folge noch befürchten, dass ihr Kopf explodiert („Wah! Flashbacks von schlechten Szenen der 4. Staffel! Waaah!“), rennt sie hier nur ein paar Sekunden auf der Straße herum, bevor ihr ein Lichtblitz aus der Stirn schießt und die Master-Klone umwirft. Ein „Verteidigungsmechanismus“ vom Doctor war das also. Hätte der Strahlenphysiker(-Backslash-)Gehirnchirurg nicht gleich ein dickes Kanonenrohr aus Donnas Schädel fahren lassen können? – Ich fand’s etwas affig. Danach lag sie sich ja in der Gasse ausgiebig den Hintern breit (hat die Schauspielerin zugenommen?), bevor sie pünktlich zum Schluss wieder aufstehen durfte.

„Ich, der Master, bin dein Untertan, oh Master!“

Ist bei der Umwandlung der Erdbevölkerung in Master-Klone etwa die Herrschsucht des Originals im Äther stecken geblieben? Die vielen Masters waren mir dann doch etwas zu diensteifrig darin, den Befehlen des Originals zu folgen und als kleines Hierarchielicht hinterm Schreibtisch zu verrotten. – Okay, wenn sich 6 Milliarden Übermenschen erst mal den Schädel eingehauen hätten („Ich habe hier das Sagen!“ – „Sagt WER?!“), hätte die Geschichte nicht wirklich funktioniert. Okay, das tut sie so zwar auch nicht, aber hier geht es jetzt mal nur um den rhetorisch cleveren Abschluss dieses Absatzes…

Schießbefehl für Schisser

Diese ewig lange Diskutieren darüber, ob der Doctor denn nun mit Opa Motts Pistölchen auf die Erde zurückkehrt, um den Master zu töten, war lächerlich bis zur Sch(m)erzgrenze. Gut und schön, dass der Doc pazifistischer als der Pazifik ist, aber wenn 6 Milliarden Erdenbewohner, er selbst, Gassenhauer-Donna, Opa Mott und die grünen Stachelaliens in Gefahr sind, wird man ja wohl mal in Notwehr(!) die Bleispritze leeren dürfen. Man muss ja nicht gleich töten. Ein erzwungener Kniescheibenaustausch hätte für den Beginn ja gereicht.

Aber nachdem er wusste, dass die Timelords zurückkehrten, war der Doctor hirnschlagartig ja doch davon überzeugt, dass jetzt auch die Bullet-Time angebrochen sein könnte: „Oh, mein Heimatvolk kehrt wieder! Schnell alle totschießen, bevor ich mich womöglich noch drüber freue!“

Mott for Mottenkugeln

Die zentrale Aufgabe von Opa Mott war es anscheinend nur, die Knarre in der Jackentasche spazierenzutragen, bis auch der Doc den Reservisten in sich wiederentdeckt hat. Und DAFÜR wurde Opalein drei Mal von irgendeiner zeitreisenden Omafigur instruiert?! – „Wenn deine Zeit gekommen ist, dann ist sie nicht nur hier, sondern auch da, wo Du jetzt stehst. Äh, oder so… Jedenfalls musst Du dann etwas ganz doll Wichtiges tun. Und vergiss die Hustenbonbons nicht, falls der Doc eine Erkältung bekommen sollte!“

Da hatte ich mir für den sympathischen Früh… ähm… Spätrentner aber eine kultigere Aufgabe als diese vorgestellt. Immerhin fand ich seine Beteiligung an der Auflösung der „Wenn’s 4 mal klopft, stirbt der Doctor“-Prophezeiung fast so etwas wie ein klein wenig originell. Und das Ende, bei dem der Doctor erst ausflippt („Verdammt, immer muss ICH für andere sterben!“) und Mott dann doch – gegen seinen Willen – rettet, war sogar richtig KLASSE umgesetzt.

Kalter Krieg und warme Gedanken

Dass der Doc ganze 2 Minuten lang abwechselnd den Master und den Obertimelord mit der Pistole bedrohte, war so glaubwürdig wie ein „Heil Luzifer“ beim Weihnachtsgottesdienst. Da lassen sich also ein gefährlicher Strahlenspacko und ein Nachwuchstalent aus dem Q-Kontinuum eine halbe Ewigkeit von einem hyperventilierenden Sturzbachausschwitzer in Schach(& Matt) halten?! – Forget it, aber bitte alzheimerverdächtig!

„Und, Doctor? Wie sind die öffentlichen Toiletten hier so?“ – „Ein wenig ZU öffentlich, würde ich sagen. Aber das bunte Dimensionsportal, das sich jedes Mal auftut, wenn man in die Maschine pillert, reißt es wieder raus!“ – Angepisst: Obwohl er gerade die Menschheit gerettet hat, ist der Doctor schlecht drauf. Dass er gerade radioaktiv verstrahlt wurde, könnte natürlich ein Grund dafür sein. – Aber wie soll man die Leute auch sonst dazu bringen, sich nach dem Toilettengang die Hände zu waschen, hä?

Gerade noch den Absprung geschafft?

Habe ich irgendwelche Neuigkeiten in der Knochenforschung verpasst? War es wirklich nötig, dass der Doktor aus mindestens 20 Metern Höhe aus einem dahinrasenden Raumschiff springt, ein Glasdach durchschlägt, noch mal 20 Meter fällt und sich dabei nicht viel mehr zerrt als den Geldbeutel, um die 5 nun benötigten Pflaster für sein Gesicht zu bezahlen? An welcher Stelle der letzten Staffel ist die Hauptfigur zum unbesiegbaren Freestyle-Bungeejumper mutiert? Episodennummer und Folgentitel bitte, aber Zackzack!

Die Rückkehr von Michael Mustermann und Otto Normalverbraucher

Wenn man sich am Ende von Teil 1 etwas gefragt hatte, dann wohl das: „Wie wird der Doctor die Erdlinge wieder zurückverwandeln?“ – Nun, für solche gewichtigen Fragen hat das „All what you can need“-Drehbuch aus dem Hause RTD natürlich eine Cheap Answer parat: Wenn der Master stirbt, sind alle wieder so, wie sie mal waren. Macht wahrscheinlich keinen Sinn (Wenn ich meinen Computer ausschalte, sind dann auch alle meine Texte auf Zukunftia weg?), ist für Denkfaule und andere Hirnverweste aber gehörig praktisch. Aber alternativ kann der Timelord-Diktator ja auch einmal mit dem Handschuh wedeln, um die Erde mal wieder gehörig zu erden. – Ganz ernsthaft: Das war definitiv der widerlichste und popelverschmierteste Resetknopf in der Geschichte der ganzen Serie.

„Oh Gott, was ist das?“ – „Schluck! Da es direkt über unserem Haus ist, befürchte ich beinahe, dass ich wieder mal das Bügeleisen angelassen habe.“ – Suck my balls: Wer im Whoniversum auf der Erde lebt, muss tatsächlich ein schlechtes Gewissen haben, wenn er die stündlichen Nachrichtensendungen verpasst hat. Vielleicht ist das hier aber auch nur der Pickel, der das Who-Franchise inzwischen befallen hat und vom neuen Showrunner (Steven Moffat) im nächsten Jahr schleunigst ausgedrückt gehört…

Dann lieber Blutdiamanten

Ein winziger Diamant zieht als gigantische Sternschnuppe über den Nachthimmel, schlägt einen riesigen Krater (an der richtigen Stelle des Planeten), bleibt aber freundlicherweise an dessen Oberfläche liegen, damit er gleich gefunden werden kann. – Okay, das ist bei einer Trashserie wie dieser natürlich wirklich vermeidbares Nitpicking, von daher halte ich mich ab hier einfach etwas zurück…

(*zurückhalt*)

Gn…

Gnaaa…

(*Mit Gewalt rausbrech:*)

Diamanten verkokeln in Sauerstoff ab 720 °C zu CO2!

Puh, jetzt ist es doch raus. Fühle mich jetzt irgendwie befreit. Danke für Deinen späten Segen, oh Gott aller Nitpicker!

Die Timelords kommen zurück… uuuund wieder zurück

Irgendwie hatte ich mir die Timelords anders vorgestellt als nur als hirnlose Mitläufer eines Diktators auf… äh… „Zeit“. Das war ja schon fast mehr Darth-Vader-Style, als der Liebhaber überdimensionierter Krägen da eine seiner Beraterinnen verdampfen ließ, weil sie geistig nicht 100%ig auf der Parteilinie fuhr.

Ziemlich arm war auch die Rückkehr der Uhrenmacher from Outer Space in ihre eigene Zeitlinie: Eigentlich waren sie ja schon da, hatten den Planeten neben der Erde bereits ordentlich eingeparkt und waren ready for… was auch immer sie als nächstes getan hätten. Aber da der Doc nach etlichen Minuten des Abchillens mal probeweise auf die Konsole geballert hat, flutschte der Planet wieder in Raum, Zeit und konstruierte Drehbuchwelten zurück. Bei der Timelord-Delegation musste der Master mittels Blitzen etwas nachhelfen, dabei aber so weit in die Maschine rennen (10 Meter lange Blitze aus den Händen muss man nämlich aus 2 Metern Entfernung verschießen, laut Bedienungsanleitung), dass er im Zeitloch gleich mit entsorgt wurde. Praktisch für den Drehbuchautor, unpraktisch für meine Gesamtnote am Schluss…

„Okay, wir gehen ja schon wieder. Dabei hatten wir Timelords uns für diesen Überraschungsbesuch doch extra eine 100.000 Watt-Birne in unser neues Dimensionsloch geschraubt!“ – Wurde wegen überhöhter Geschwindigkeit auf der Zeitlinie geblitzt: Der Herr in der Mitte, welcher eine Art römischen Superman imitiert. Vielleicht hätte der Oberzeitliche doch nicht mit dem geklauten Blitzableiter vom Fernsehturm in den Händen vorbeikommen sollen? Im Hintergrund übrigens sehen wir etwas, das typisch für Diktaturen ist: Krampfhaftes Weggucken. Widerlich!

Alles neu macht der Doc!

Dieser minutenlange „epische“ Abschied des sterbenden Doctors wirkte eher wie eine Kaffeefahrt für allmächtige Kamelhaardeckenliebhaber denn wie ernstzunehmende Dramatik. Ich fand’s zu lang, zu kitschig und noch ganz viel mehr, was man „zu“ finden kann. Aber schön, dass es Martha Jones, dem schwuuulen Jack (fast schon eine Kunst, das innerhalb von 30 Sekunden wieder mal klar zu machen), Donna und Rose aktuell ganz gut geht. Letztere besuchte er zwar nur in der fernen Vergangenheit, aber ihr neues Gebiss vom Pferdefledderer ihres Vertrauens (erstmals gesehen in 4×12 „The Stolen Earth“) enthüllt dann doch recht deutlich, dass es sich hier um die aktuelle Blondie-Version handelt.

Punktgenau nach der letzten Verabschiedung kann der Doctor plötzlich nicht mehr laufen (Strahlenhexenschüsse können schnell und hart zuschlagen – Fragt mal Mitarbeiter in Atomkraftwerken!) und schleppt sich zur eher undramatischen Wiedergeburt in der Tardis zurück.

Tja. Der „Neue“ steht dann auch schon bereit, aber brabbelt und spendiert die Hektik schon ganz so großzügig wie der Alte. Hoffentlich hat sich das Zappelphillipp-Syndrom nicht zu sehr in dem Wiedergeborenen eingebrannt. Der nächste Doc könnte nämlich gerne mal wieder etwas düsterer sein und nicht nur regelmäßig das Licht in seinem Kopf ausknipsen…


Fazit: Mittelprächtiger Abschluss der Ära Russell T. Davies/David Tennant. Im Andeuten epischer Geschichten war das Duo Infernale ja stets ganz groß, doch wenn es wirklich hart auf hart (oder zur Auflösung eines Cliffhangers) kam, wurde stets ganz schnell klar, wofür der Regieassistent eigentlich die ganze heiße Luft bestellen musste.

„The End of Time (II)“ hält nicht annähernd, was uns die Voreiligen unter den Fans nach dem ersten Teil versprochen haben. Gerne hätte man mehr von den Timelords gesehen oder dem Master beim Abschlussgespräch noch mal (mit dem Baseballschläger) auf die Schulter gehauen. Stattdessen gibt’s industriell hergestellten Wehmut und zerschnetzeltes Potenzial.

Wäre das Tempo nicht so hoch und die Machart nicht immer so hochwertig, es hätte notentechnisch sogar noch weitaus schlimmer ausgehen können als auf diesem blaue Bewertungsriegel hier:

2 Ohren1 Ohren0 Ohren3
SPARKS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
Folge ohne Folgen
Mit viel Rumms, Bumms und einem aufbauschenden Soundtrack werden hier erst epische Ereignisse angeleiert und präsentiert, um danach gegen Ende mit höchstens einem leisen Furz wieder den Weg des „Star Trek Voyager“-Cliffhangers zu gehen. Ein Geradebiegen mittels doch recht primitiven Drehbuch-Handgriffen („Oh, der Dimensionsgenerator…“ PENG!) macht es schließlich möglich.

Denn auch wenn in diesem Moment gerade so einiges passiert, scheint selbst das Rumwurschteln am Erd-Orbit durch eine zweite Trabanten-Murmel kein nennenswertes Thema für die Herren Zeitlords darzustellen und letztendlich nur für eine steife Brise in England zu sorgen. Und selbst das prahlerisch-dramatische Aufgezähle der vielen Zeitlord-Feinde, welche erst große Erwartungen wecken aber am Ende doch nirgends zu sehen sind, wurde durch diesen kleinen Pistolenschuß schnell aus dem Story-Gefüge gelöscht. („Die Daleks, Schmaleks und die Schlimmste von allen, meine SCHWIEGERMUTTER…“ – „Ja, jaaaa?!?“ *finger in sessel press* – „… können Heute leider nicht mehr kommen.“ – „Ooooh…“)

Apropos Story. Kann es sein, dass der sich nun vom Acker machende Schreiberling Russel T. Davies noch einmal seine geschlechtliche Ausrichtung groß raushängen lassen wollte? Also so, wie er es wohl sonst heimlich in der BBC-Männerumkleide mit seinem Pippimann macht? Wirkte Oppa Willi dem Doctor gegenüber doch NOCH zugeneigter (*kuss in die luft schmeiss*), als wie sonst. Vom duften Verkuppelungsversuch in der Alien-Gay-Bar (Sci-Fi TV-Premiere?) ganz zu schweigen. Wobei ich den Zaubertrick hinter seinem Namen-auf-Zettel-Anbaggermanöver auch nicht wirklich verstanden habe. Funktioniert das denn auch in eeeeecht? *die häufigsten frauennamen auf stapel post-its übertrag*

Und auch wenn ich den Doktor-Wechsel zu einem NOCH jüngeren Darsteller (immerhin ein Geburtsjahrsprung von 71 auf 82) persönlich schon wie ein Nachgeben zum Trend empfinde, ist es auf der anderen Seite durchaus interessant, dass man sich mit Matt Smith immerhin kein wirkliches Model aus dem Katalog geschnappt hat. Interessant schon aus medizinischer Sicht. Denn wie kann ein einzelner Kopf bloß aus SOVIEL KINN bestehen?!

Trotzdem, in den paar Demo-Sekunden machte Doktor Kinn durchaus einen symphatischen Eindruck. Und wibbeln und zappeln kann er schon wie ein Großer! Eine kleine Vorschau auf seine noch folgenden Eskappa… Esskabaden… Ezka… seine folgenden Abenteuer gibt es übrigens hier: http://www.youtube.com/watch?v=esqeAqrKKA4

Fazit: Schöner, wenn auch leicht wirrer, Abschluß der Tennant-Ära mit viel Bumm, viel Schnief, ein bisschen Schwul und einem leicht gezwungen und überflüssig wirkenden Abklappern seiner Begleiter-Kumpels von früher. Zusammen mit dem Bin-gerührt-nicht-geschüttelt-Abschieds-Bonus gibt es dafür von mir eine glatte 2.


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Artikel

von Klapowski am 02.01.10 in TV-Review

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Kommentare (18)

  1. JJ sagt:

    Das war doch kein normaler Diamant, da war irgendwie die Rede von irgendeinem Star irgendwas den es nur auf Galifree gibt oder wie man das schreibt. ;)

    ich war aber auch enttäuscht von der Folge. Die kleineren Ungereimtheiten, blende ich bei der Serie inzwischen schon gekonnt aus und das ein Timelord anscheinend auch ein kleiner Superman ist und so den Selbstmordsprung überlebt, damit muss ich wohl leben, aber die Szene mit der Pistole war echt an Hirnrissigkeit nicht zu ertragen, selbst als der Doctor dem Präsidenten den Rücken zu dreht, setzt der seinen Todeshandschuh nicht ein! Warum??? Der Doctor ist für ihn in jedem Fall eine Bedrohung egal ob er den Präsidenten direkt erschiesst oder den Master als seinen Link. Diese Szene kann ich der Episode dann beim besten Willen nicht verzeihen.

    Zumal die Rückkehr der Timelords wohl das beste wäre, was der Serie passieren könnte. Allein wie der Doctor davon erzählt hat, War, Hell, Enemies of the Timelords come back, Nightmare Child… usw. DAS wäre Stoff für interessante Folgen, vllt. mit einem StoryArc über eine ganze Staffel. Aber nein, dann so ein lächerlicher Abgang.

    Die Raumschiffszene die von der Milleniumfalkenszene geklaut war, war auch total überflüssig und unglaubwürdig umgesetzt. Aber auch die Abschiedszenen am Schluss waren ziemlich klischeehaft und enttäuschend. Wer war eigentlich die Frau mit dem Buchautogramm? Hab ich die Folge irgendwie verpasst gehabt?

    3–

  2. TOMNT sagt:

    also Jack ist ja eigentlich „bi“, zumindest sagt er das, nur irgendwie knutscht er in Torchwood und Doctor Who nur mit Männern rum, mit Frauen flirtet er nur.
    Der Typ „Alonso“ war übrigens der Steuermann der Titanic aus „Voyage of the Dammed“

  3. Hiramas sagt:

    Ich glaube das die Frau mit dem Buch die Enkelin oder Tochter der Frau war, die der Doc in der Doppelfolge wo er sich als Mensch und Martha sich als Putze verkleidet hatten und die er fast geheiratet hätte, hätte er seine Erinnerungen nicht zurückbekommen…

    Mochte die Folge eigentlich…

  4. bergh sagt:

    tach auch !

    Jupp !
    Da haben wir schon besseres und logischeres gesehen nicht wahr?
    Ich kann mich da der gesammelten Kritik anschließen.
    Trotzdem schade, dass Tennant aufhört, ich fand er war ein echter Doctor.
    Mit Ecclestone konnte ich nicht so ganz warm werden und der neue muß sich erst beweisen.
    Ein junger Doctor ?
    Ganaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa, aber warten wir ab.
    Tennant mochte ich auch nicht von Anfang an.

    Gruss BergH

  5. bergh sagt:

    tach auch !

    Und was werden wir als Companion bekommen?

    Faruen mit
    a.) zuviel Hintern und zuwenig Busen
    b.) Frauen mit zuviel von beidem

    Männer
    a.) Jenseits der 70
    b.) Unter 18 ? Blagen? Gnaaaaade !!!1111

    Aliens
    a.) Mit Tentakel
    b.) Ohne Tentakel

    Man darf gespannt sein.

    Gruss BergH

  6. Hiramas sagt:

    der neue companion ist doch schon bekannt.
    das ist das hübsche Mädchen:
    http://photos.thefirstpost.co.uk/assets/library/karen-gillan–124360567370729000.jpg
    http://en.wikipedia.org/wiki/Karen_Gillan

    laut wikipedia ist sie 22. schönes alter.
    und zumindest sie hat rote haare ;) da wird der doc wieder neidisch.

  7. bergh sagt:

    tach auch !

    @hiramas
    Danke
    Das ist völlig an mir vorbei gegangen.
    Hübsch, rothaaring, schottisch?
    Na mal sehen. Muß ich doch glatt die Episode wieder hervorkramen und sie mir mal ansehen.
    Könnte vom Typ her an Hermine Granger erinnern.

    Noch 3-4 Monate dann wissen wir mehr.

    Gruss BergH

  8. DJ Doena sagt:

    Also ich muss umunwunden zugeben, dass mir ein ganz klein wenig die Tränen gelaufen sind, als die absolut pathetische und dennoch herzzerreißende Abschiedszene begann, wo er all seine Companions noch einmal besuchte und dann regenerierte.

    Aber in der Beziehung bin ich eh ein echter Kerl und nah am Wasser gebaut, ich überstehe auch die letzte Folge von „Babylon 5“ („Sleeping in Light“) nicht ohne.

    Ich hab mir jetzt mal für 10 Pfund die „Beginning“-Box vom Doctor bestellt, mal sehen, wie das 1963 so alles angefangen hat.

  9. ted_simple sagt:

    Ein kleiner Nachgedanke: als der Doktor letztes Jahr starb (von einem Dalek erschossen), hat er einfach beschlossen das gleiche Gesicht zu behalten und sich als David Tennant regenerieren zu lassen. Dieses Jahr war das wohl keine Option… (?)

    Das bedeutet doch eigentlich, dass wir jetzt in der 12. Regeneration sind (und nicht beim 11. Doktor, da er zweimal David Tennant war). Es hieß mal, Time Lords haben 12 Leben, aber nicht mehr. Dann wären wir jetzt beim letzten. Aber da lassen sich die Autoren auch wieder irgendwas einfallen… ;) Ooooder glaubt ihr an diese Schlagzeile:

    „Die BBC kann Doctor Who trotz anhaltend guter Quoten leider im nächsten Jahr und sowieso überhaupt nicht mehr fortsetzen, da die maximale Zahl an Schauspielern für einen Timelord durchlaufen wurde…“

  10. JJ sagt:

    @ted
    Das war doch keine vollständige Regeneration. Der Doctor hat die doch gestoppt, nachdem sein Körper geheilt war und die Restenergie in die abgeschlagene Hand transferiert, woraus dann sein Klon entstand. Vllt. ging das diesmal nicht, weil keine helfende Hand da war. ;)

  11. DJ Doena sagt:

    @ted_simple: Wie JJ schon sagte, da wurde die vollständige Regeneration durch dramaturgische Umstände verhindert und „gilt“ damit nicht. Und der Master hat sein Limit an Regens auch schon überschritten, da finden sie für den Doktor auch einen Weg. Wenn ich mich recht erinnere, sagte er auch, er kann zwölfmal regenerieren, was bedeutet, dass es 13 Doktoren geben kann.

    BTW: Der erste und der sechste Doktor wurden übrigens von unterschiedlichen Schauspielern gespielt – quasi ohne Regeneration.

  12. Raketenwuam sagt:

    Hä ? Ähm…Jeder Doctor wurde von einem unterschiedlichen Schauspieler gespielt; die einzige Regeneration, die nie zu sehen war, ist von 8 auf 9. Dazu gibt es noch die Besonderheit, daß weil Colin Baker (6.Doctor) nach seinem Rausschmiss nicht nochmal zum Filmen der Regenerationsszene am Anfang der nächsten Staffel ins Studio kommen wollte, Silvester McCoy (7.Doctor) sich als Colin Baker verkleiden mußte, damit man die Verwandlung drehen konnte.

    >Es hieß mal, Time Lords haben 12 Leben, aber nicht mehr.
    Falsch ! 13 Leben – 12 Regenerationen. Und da dem Master schon mal von den Time Lords ein neuer Regenerationszyklus geschenkt wurde, sollte es schreiberisch kein riesiges Problem sein, daß es nach Nummer 13 weitergeht.

    >Ich hab mir jetzt mal für 10 Pfund die “Beginning”-Box vom Doctor bestellt, mal sehen, wie das 1963 so alles angefangen hat.
    Oha, gerade diese ersten Folgen sind noch nicht so richtig das gelbe vom Ei und auch relativ zäh. Meine Empfehlung wäre eher, sich erstmal von jedem Doctor die beste(n) Folge(n) anzuschauen. Da hat man dann schon einen guten Überblick und kann bei Interesse nach und nach weiterschauen.
    Meine Empfehlungen wären: 1.Doctor – The Time Medler, 2.Doctor – The Tomb of the Cybermen, 3.Doctor – The Seadevils, 4. Doctor – Genesis of the Daleks, 5.Doctor – The Caves of Androzani, 6. Doctor – Vengeance on Varos, 7.Doctor – Ghostlight

    Am beliebstens unter den Fans ist der 4.Doctor (Tom Baker) und da „Genesis of the Daleks“ mit zum besten gehört, was die klassische Serie zu bieten hat, sollte man das vielleicht sogar zuerst ansteuern. Da gibt es dann auch ein Wiedersehen mit Sarah Jane Smith, die man aus der neuen Serie kennt. Und man erfährt, wie Davros die Daleks erschaffen hat. Im Grunde also ein MUST-SEE für jeder Who-Fan.

  13. DJ Doena sagt:

    > Ähm…Jeder Doctor wurde von einem unterschiedlichen Schauspieler gespielt;

    http://en.wikipedia.org/wiki/First_Doctor

    Werde über „Genesis of the Daleks“ mal nachdenken, aber ich hab mir die Beginning-Box geholt, weil es der Anfang ist. Ich bin nicht übermäßig an der alten Serie interessiert, ich hab Anfang der 90er ein paar Folgen auf RTL gesehen.

  14. FrakesJoe sagt:

    Ich bin mir nicht sicher, glaube aber, dass in den 4 Staffeln seit dem Ende des Timewars NIE die Rede davon war, dass die Timelords böse geworden sind. Der Doctor hat es doch immer beweint, sie im Timelock eingesperrt zu haben. Es war auch immer erstaunlich, dass einige Daleks dem Timelock entkamen, aber außer dem Doctor (wie auch immer er es gemacht hat) und dem dabei nicht anwesenden Master kein anderer.

    Wie dem auch sei, dass der Doctor den Spock macht, war schon klar, als ich gesehn hab, dass man nur raus kann, wenn ein anderer reingeht.

    Übrigens fand ich den Ekelstein besser als Tennant. Was er z.B. in der Folge Dalek geziegt hat, konnte Tennant leider nicht leisten…

  15. Raketenwuam sagt:

    (Euer Spamfilter stinkt !)

    Er hat leider auch selten die Chance dazu bekommen. Gerade in „Dalek“ war der Doctor ja sehr feindseelig und düster. Da gab es dann wohl auch Kritik, sodaß die BBC sicherlich RTD gebeten hat, den nächsten Doctor etwas lustiger zu gestalten. So konnte Tennant eigentlich nur in „Human Nature/Family of Blood“ zeigen, was er drauf hat, als er eben mal einen richtigen Menschen spielen durfte, und keinen spaßigen Time Lord.

    @DJDoena
    Achso. Deine Erwähnung „quasi ohne Regeneration“ klang danach, daß Du meinstest, daß das trotzdem inhatliche Folgen für die Serie gehabt hätte. Aber was Hartnell angeht, wurde der ja nur gedoubelt. In der Beziehung ist es natürlich richtig, daß jetzt schon mehr als 13 Schauspieler die Figur des Doctors verkörpert haben. Übrigens auch schon von Rowan Atkinson und Hugh Grant im non-kanon-Special „Curse of the Fatal Death“ – http://www.youtube.com/watch?v=Do-wDPoC6GM – vor Jahren vom neuen Showrunner Steven Moffat geschrieben.

    Ja, auf RTL liefen Folgen mit dem 6. und 7. Doctor. Da war auch viel Mittelmäßiges dabei. Die Hochzeit der Serie lag wohl eher in der Zeit des 4.Doctors, in der sogenannten Goth-Phase, als gezielt solche klassischen Grusel-Themen wie Frankenstein oder Phantom der Oper verwurstet wurden. Und es macht auch heute noch sehr viel Laune dabei zuzuschauen, wie der Doctor z.B. im Sherlock Holmes Kostüm durch ein düsteres London stapft und von Killerchinesen, Riesenratten und einer Mörderpuppe angegriffen wird (Talons of Weng-Chiang). Diesen Spirit hat die Serie in den 80ern leider verloren.

  16. FrakesJoe sagt:

    Naja, ich hätte Tennant auch die Ernsthaftigkeit, die Ekelstein in „Dalek“ an den Tag gelegt hat, nicht abgenommen…

    Und grad da wurde ja vom Timewar geredet… ich erinnere mich nicht, etwas wie „Die Timelords wurden böse“ oder ähnlich gehört zu haben…

  17. DJ Doena sagt:

    Scheint ein typischer Fall von „Jedi Truth“ zu sein.

    http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/JediTruth

  18. Raphael sagt:

    Na dieses Review ist eindeutig WHOCASTAPPROVED :)

    Danke, war sehr spaßig zu lesen :)

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