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Zukunft wird neu geschrieben: „Kondome schützen… – nicht!“

kondome-klein.jpgIch weiß, eigentlich hat das nicht viel mit unserer thematischen Grundausrichtung zu tun. Aber es gibt halt Newsmeldungen, die MUSS man einfach kommentieren, wenn man nicht alternativ zur nächsten katholischen Kirche rennen möchte, um denen mal komplett den Klingelbeutel vollzukotzen! Denn der Papst sagte nun, anlässlich seiner Afrikareise: „Every sperm is sacred.“, ähm, nein… – Er sagte: „Kondome schützen. Aber nur vor Kälte an den Genitalien.“

Wenn 9Live leichtgläubigen Menschen vormacht, dass sie mit einer Wahlwiederholungs-Flatrate zum Trilliardär werden können, ist das schon schlimm genug. – Aber wenn ein religiöses Oberhaupt (noch dazu mit allgemein bestauntem lila Käppi!) den Menschen medizinische Tipps gibt, die auf der Doofenskala ungefähr gleichauf mit „Öfter mal den Kopf in einen Propeller stecken“ oder „Leichte Steinigung auf den Hinterkopf erhöht das Denkvermögen“ liegen, ist das einfach zu viel!

Wer ernsthaft behauptet, dass AIDS nicht wirksam durch Kondome gestoppt werden kann, gehört nicht in den Vatikan, sondern als Zellenkumpane in Fritzls Gefängnistrakt! Denn der hat wenigstens keinen umgebracht, zumindest nicht so perfide und bösartig, wie es der Heilige Stiefvater plant. Woraus sich die Frage – zugegebenermaßen nur rethorisch – ergibt: Ist Papst Benedikt der Sechzehnte (Die Bezifferung im Beinamen scheint das Ergebnis des letzten IQ-Tests zu beinhalten) gar ein Satanist? Schließlich weiß man seit der Filmreihe „Der Exzorzist“, dass man in besessenen Kreisen gerne mal übelriechende Substanzen von sich gibt, auch wenn bislang kein ekelerregender Wortschwall wie dieser dabei war…

Oder handelt es sich gar um ein Alien, das mit menschlicher Anatomie nix am Hut hat? Ist „XVI“ etwa gar nicht sein nummerologischer Nachname, sondern muss schlicht wie „Xvi“ ausgesprochen werden?

Und von wegen „Der neue Papst ist modern“! Bei dieser einstigen Aussage handelte es sich vermutlich um ein bedauernswerten Rechtschreibfehler; Es musste vielmehr „modernd“ heißen… Alles also wie gehabt! Wer die Hoffnung hegte, dass mit dem Deutschen alles besser werden könnte, kann diese gleich wieder begraben. Vielleicht nur nicht auf afrikanischen Friedhöfen, denn da könnte es demnächst wieder eng werden.

Was schlägt Benedikt in seiner unendlichen Greisheit also vor, um der Seuche Herr zu werden, welchem unheiligen Herrn er auch immer dienen mag? – „Enthaltsamkeit“ lautet hier die Party-Parole! Schon drängen sich mir unheimliche Bilder von bevormundenden Missionaren auf, die rügend auf die Lendenschürze ihre Schützlinge weisen und ständig den Satz „Du krank, nix Fickificki mit Ehefrau!“ intonieren. Irgendwie schon doof, wenn man alles besser weiß, oder? Dauernd muss man dann als Kirche diesen Halbwilden erklären, dass man sich sexuell einfach mal ein bisschen zurückhalten muss. Geht ja in katholischen Kirche schließlich auch, wenn gerade die Messdiener nach Hause gegangen sind!

Echt, ey: Hätte ich jemals Kirchensteuer bezahlt, würde ich zu gerne prüfen lassen, ob eine offensichtlich verfassungsfeindliche Organisation nicht zur sofortigen Rückzahlung verpflichtet wäre. Auszuteilen wären die Münzen und Scheine von einem Kardinal, und zwar in AIDS-Hospitzen in ganz Deutschland…

kondome

„Wissen Sie eigentlich, wie viele alte Trauben man essen muss, um nur einen HALB so vergorenen… äh, halbgaren Bullshit zu erzählen? Hipps?“ – Meine Oma hatte auch so ein Kleid: Wir wissen nicht, wie zum Geier dieses Bild zustande kam, aber wenn man ein zukünftiges Betätigungsfeld für den Papst suchen müsste, bekäme man HIER sicherlich wertvolle Anregungen…

„Ihre Benutzung [die der Kondome] verschlimmert vielmehr das Problem“ hatte Benedikt auf dem Weg nach Afrika verlauten lassen. Gut, vielleicht wurde er unglücklich zitiert oder er meinte nur die abschwellende Schwellbereitschaft seines eigenen Unterbaus, kann ja sein. Trotzdem dürfen solche Sätze heute einfach nicht mehr vorkommen! Bibel, Jesu Blut und Trallala hin oder her: Auch eine Institution, die sich in der Vergangenheit mit zahlreichen Verdiensten hervorgetan hat (oder wurdet ihr in letzter Zeit etwa von einer Hexe belästigt? Na also.), hat auch eine gesellschaflliche Verantwortung, die über das Einhalten des Mindesthaltbarkeitsdatums auf Hostien hinausgeht!

Dabei ist es mir auch egal, wie viele überhaupt auf diesen Rat hören werden, wie und wo es ihm rausgerutscht ist oder ob es überhaupt einen Kontinent mit dem Namen Afrika gibt: So was macht mich einfach wütend! Und wer würde so etwas schon ernsthaft wollen, der noch alle Ziegel am Kirchturm hat?

Aber was schlägt der Papst denn nun abschließend vor, um den Betroffenen zu helfen? Kann er den üblen Eindruck auf letzter Satzzeichen-Strecke vielleicht doch noch revidieren?

„spirituelles und menschliches Erwachen“ und “Freundschaft für die Leidenden“. Das soll helfen.

Ja, da freut sich der Sterbende gar sehr, wenn ihm ein paar Tausend Kilometer weiter nördlich eine weißgekleidete Faschistenmumie das Freundschaftsbändchen als Schlinge um den Hals zieht!

Über die Demontage teurer „Kondome schützen“-Kampagnen in Afrika will ich an dieser Stelle gar nicht mehr sprechen. – Wenn der Papst schon unbedingt (Gesundheits-)Politik auf Analphabetenniveau torpedieren will, soll er halt – wie gehabt – den geistig sonderlichen Samenbankverwalter spielen und uns höchstens mit harmlosen Liedchen erfreuen.

Denn zumindest als Songtexter ist der Heilige Vater schon jetzt eine ganz große Nummer (= XVI)!

Äh.

Der Song ist doch von ihm, oooder?


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von Klapowski am 17.03.09 in All-Gemeines

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Kommentare (17)

  1. Darkk sagt:

    Kondome würde einfach weniger neue Gläubige bedeuten. Ich denke hierbei gehts der Kirche um eine quantitative Maximierung ihrer Anhänger ( und das um jeden Preis).

  2. Crysis sagt:

    @Darkk: Schön, wenn es so simpel wär. Denn solche Motive könnt man der lieben Kirche früher oder später nachweisen wie dem Steinmeier seine War-on-Terror-Sympathie. Hier geht es um die verquere Interpretation ürsprünglich (= vor 2000 Jahren) aktuellen und manchmal sogar sinnvollen Gedankengutes und um das sture Durchziehen einer einmal gefassten Meinung. Einfach „nur“ verquehr, reaktionär und Machtbedacht.

    P.S: Humor und Ironie sind noch nicht im Post enhalten, die editier ich aber morgen gleich nach dem Aufstehen rein…äh, wie jetzt, „(4 Minuten und 50 Sekunden)“?

  3. G.G. Hoffmann sagt:

    Wieder mal ein schöner Aufreger-Satz, der bei Licht betrachtet vielleicht aber gar nicht einmal so falsch ist. Der „gern schnackselnde Schwarze“ (Gloria von Thurn und Taxis) sieht in dem schlecht sitzenden Kondom, das er aus dem Bahnhofsautomaten im 50 km entfernt liegenden Nachbardorf gezogen hat („Mindestens haltbar bis: Juni 1987“), die beste Vorbeugung gegen AIDS und benutzt aus Sparsamkeitsgründen – und weil man sich mit Verhütung in Deutsch-Süd-West-Afrika genauso gut auskennt wie in Deutsch-Süd-West-Württemberg – das Verhüterli gleich viermal hintereinander (Wendegummi – beidseitig benutzbar), ohne zu wissen, daß AIDS auch durch alle anderen Körperflüssigkeiten übertragen werden kann.

    Zwar war dem Papst sicher das Rumgepoppe an sich ein Dorn im Auge. Wenn man den Satz aber so interpretiert, daß ein Kondom einer doch eher unaufgeklärten Gesellschaft, die sich bildungsmäßig in etwa auf dem Niveau deutscher Gesamtschulen bewegt, eine trügerische Sicherheit vorgaukelt, ist er sicher nicht ganz unrichtig.

  4. Dr.Best (der mit dem Schwingkopf) sagt:

    @G.G.Hoffmann

    Man muss sich aber schon sehr winden um den Satz „Kondome können kein AIDS verhindern“ irgendwie noch, als logisch richtig, auszulegen. Quasi so, als wolle man alle Star Trek – Folgen canon-mässig unter einen Hut bringen. (Nur um mal wieder den SciFi – Bezug herzustellen)

    Außerdem: Selbst wenn die Aufklärung im Umgang mit den Gummihütchen nicht so toll sein sollte (kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, gehört doch zum Standartprogramm jeder Hilfsorgnisation) gibt’s ja immer noch die lustgen kleinen Bildchen auf der Packungsbeilage.

    Aber selbst wenn. Besser als die sonstigen „Heilmittel“ wie: „Einfach mal wieder waschen“ (Südafrika) oder „Mit ganz vielen Jungfrauen schlafen, am besten noch bevor sie in die Pupertät kommen“ (will garnicht wissen wo), sind sie alle Mal.

    Gruß Dr. Best

  5. Vanquish sagt:

    Puuuh, bis sich die Macher des Videos am Ende zu erkennen gaben, war ich doch etwas verstört.

  6. Dr.Best (der mit dem Schwingkopf) sagt:

    Zum Foto „Ratzi im Weinberg“

    Ist das tatsächlich echt oder eine Montage? Gut, der Heilige Stuhl war ja nie dafür bekannt, Sinnbild Testosteron-triefender Männlichkeit zu sein. Aber meine Oma hat genau den selben Arbeitskittel und ich kenne keinen Mann, auch keinen über 80 der sowas freiwillig anziehen würde, schon garnicht wenn Fotografen in der Nähe sind. Also doch ein Fake?

    Gruß Dr.Best

  7. Klapowski sagt:

    @G.G. Hoffmann:

    „Wieder mal ein Aufreger-Satz“? Nein, wieder mal ein typischer „Hoffmann“!

    Nur, weil sich 99% der gefühlten Internetbevölkerung über das Papst-Zitat lustig macht, muss man sich ja nicht gleich als Anwalt der Gegenseite berufen fühlen. Das hat der Heilige Vater nämlich gar nicht nötig, denn dessen Boss kann immerhin jederzeit Schwefel und Blut vom Himmel regnen lassen. – Das sollte an Vorab-Verteidigung also vorerst genügen…

    Dass die bekannten Gummihüte bei falscher Anwendung wenig bringen (oder bestimmte Gesellschaftsschichten sogar in trügerischer Sicherheit wiegen könnten), dürfte jedem klar sein, der schon mal eine Nachmittags-Talkshow zum Thema „Ich bin garantiert nicht der Vater, denn ich habe mir vor dem Sex die Bedienungsanleitung in der Verpackung um den Penis gewickelt!“ verfolgt hat.

    Was die Fehlerquote angeht, dürften weniger gebildete afrikanische Kreise locker mit dem nächtlichen Parkplatz der Dorfdisco mithalten können. – Aber würden wir deshalb unseren 14-jährigen Kids raten, ruhig „unbehütet“ zu einer Cum-Shot-Party zu gehen?

    Würden wir unserem Nachwuchs erschrocken die Latexteile aus den Fingern (oder von was auch immer) reißen und stattdessen hoffnungsvoll eine Kerze anzünden, während er im gemischten Pfadfinderlager nächtigt?

    Nein, denn wer seine Kinder liebt, der schützt sie. Und selbst, wenn bereits 90% von ihnen vom Laster überfahren werden, würden wir es niemals wagen, den Rest von ihnen auf den Schienen des Hauptbahnhofs spielen zu lassen. Jegliches Schönfärben der Papst-Äußerungen ist somit so menschenverachtend, dass sogar das achtjährige Bestandsjubiläum dieser Seite dagegen verblasst.

    Und nun erwarte ich nicht weniger als eine öffentliche Entschuldigung von Ihnen, Herr Hoffmann!

  8. LeSmurf sagt:

    Ein Kommentar auf Spiegel Online zu diesem Papstzitat ist überschrieben mit „PR für Dummies“ und weist auf mehrere grundsätzliche Fehler in der Kommunikation des Papstes und der Kirche hin.

    http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,614117,00.html

    Insgesamt ist das Zitat aus folgendem Zusammenhang gerissen:

    – Benedikt XVI. hat im Flugzeug auf dem Flug von Rom nach Kamerun den Gebrauch von Kondomen nicht explizit verboten oder als moralisch verwerflich bezeichnet. Nein, er hat nur bezweifelt, dass sie das Allheilmittel gegen die Aids-Seuche seien – eine Selbstverständlichkeit. Hier ist das Zitat, wie es die Mitreisenden notiert haben: „Man kann das Problem mit Geld allein nicht besiegen. Das ist natürlich notwendig, aber wenn die Seele nicht dabei ist, wenn die Leute nicht wissen, wie sie es verwenden sollen, dann hilft es nicht. Und man kann Aids nicht mit der Verteilung von Präservativen überwinden. Im Gegenteil vergrößern sie das Problem.“

    Ach ja Klapowski, die Formulierungen deines letzten Kommentars sind großartig, da gibts keine Möglichkeit der Fehlinterpretation ^^

  9. Marvin sagt:

    Obig zitierter Artikel ist gar nicht mal schlecht. Unterstützt ein bisschen G.G.H.s Aussage und zeigt (wie auch bei ebendieser), wieviel Ärger durch ungünstige Wortwahl erzeugt werden kann, gerade bei einem solch delikaten Thema. Professionelle Kommunikation scheint die heutige Katholikenführen tatsächlich nicht sonderlich draufzuhaben. Ist vielleicht auch besser so, sonst hätten wir vielleicht schon den nächsten Kreuzzug.
    Des weiteren möchte ich den Vatikanern unterstellen, dass es ihnen weniger um die Bekämpfung des HIV-Problems geht, als vielmehr das ständige Rumgeschnacksel südlich des Wendekreises. Und da hilft die Verteilung von Verhüterlis nun wirklich nicht.

  10. G.G. Hoffmann sagt:

    @Klapowski

    Formatier‘ Du ersma Deinen Artikel ordentlich, bevor Du hier die Klappe aufreißt! Das sieht ja aus wie eine benutzte Lümmeltüte in der Gosse von Johannesburg!

    Die Aussage des Papstes ist doch nur deshalb ein Aufreger weil sie aus dem Zusammenhang gerissen wurde und aus dem Mund des Papstes kommt. In der Sache wäre sie nur dann grundlegend falsch, wenn umgekehrt die Verteilung von Kondomen die Ausbreitung von AIDS verhindern könnte. Daß dies der Fall ist wird immer einfach nur pauschal behauptet, ist aber nicht belegt. In manchen Regionen sind bereits mehr als 50% der Bevölkerung infiziert. Was nutzen da noch Kondome? Aus Sicht des Papstes ist es doch folgerichtig, mehr Treue und weniger Querbeet-Design, äh, -Gepoppe zu fordern. Kondome werden – und das wollte der Papst doch offenbar kritisieren – als alleiniges Allheilmittel angepriesen und könnten deshalb als Freifahrtsschein angesehen werden, erst recht wild durch die Gegend zu schnackseln. Dieses reflexartige antikatholische Papst-Bashing kann ich als agnostischer Protestant nicht gutheißen!

    Außerdem, man stelle sich vor: Milliarden von gebrauchten Kondomen, die überall in Afrika rumfliegen, in denen sich kleine Elefanten- und Löwenbabies verfangen und grausam verenden. Ein ökologisches Desaster! Das kannst Du nicht ernsthaft wollen, Klapo!

    Abgesehen davon: wenn der Papst ohnehin nur noch eine nicht ernstzunehmende Lachnummer ist, warum regt sich immer alle Welt über seine Ansichten auf? Im übrigen sind nicht einmal die Hälfte der afrikanischen Bevölkerung Christen, davon wiederum nur ein Teil Katholiken. Was der Papst sagt, betrifft und interessiert 80% der afrikanischen Bevölkerung nicht. Die dürfen, wenn es ihr Glaube erlaubt, soviele Lümmeltüten benutzen, wie sie wollen. Wer meint, die Ansichten des Papstes seien unverantwortlich und würden die Ausbreitung von AIDS fördern, überschätzt maßlos den Einfluß der katholischen Kirche in Afrika.

    Ich fordere eine öffentliche Entschuldigung Klapowskis wegen diskriminierender Äußerungen über bayerische Senioren!

  11. Seeric sagt:

    Erst wollte ich ausrasten als ich Herrn Hoffmanns Komentare gelesen habe, doch nach kurzem Nachdenken hat der eigentlich gar nicht so unrecht… Ich meine wer auf den hört ist ja selber Schuld. Und wenn das noch irgendwas werden soll mit Menschheit dann wäre es sicherlich nicht das Falscheste wenn alle Katholiken an AIDS zugrunde gehen.

  12. Klapowski sagt:

    Dass Opa Ratzinger nach dem entstandenen Aufschrei seine Aussage nachträglich relativiert (bzw. die Presse das Zitat aus einem längeren Gespräch rausgeknibbelt hat), war ja eigentlich schon vorher klar. Insofern ändert die spätere Berichterstattung nichts an der Tatsache, dass der Papst nicht einen einzigen AIDS-Fall wird verindern können. Eher ganz massiv das Gegenteil.

    In Afrika ist ein Großteil der Bevölkerung nun mal nicht so aufgeklärt wie bei uns (Bitte Nachmittags-Talkshows kurz ausblenden. Danke!), weswegen Kondom-Bashing im wahrsten Sinne des Wortes auf „fruchtbaren“ Boden fallen wird. Und ich persönlich halte es auch langfristig für wahrscheinlicher, dass ein Afrikaner Verhüterlis benutzt, als auf sein Sexleben der Marke „Ich halte mir 5 (Jung)Frauen, 7 Ziegen und 9 gepolsterte Astlöcher“ zu verzichten, von dem hier so oft aus Insiderkreisen berichtet wird…

    Mit westlicher (oder gar katholischer) Sexualmoral braucht man den Jungs und Mädels gar nicht erst zu kommen, wenn sie denn unbedingt „kommen“ wollen. Mit Sprüchen wie „Die sind da unten ja selber Schuld“ spricht man nur nachträglich die unseligen Sprüche des unheiligen Vaters heilig. – Oder so ähnlich…

    Einen katholischen Anteil von 20% an der afrikanischen Bevölkerung (Tendenz steigend – Quelle: SPIEGEL Online) halte ich im übrigen auch nicht für sehr niedrig. Und selbst, wenn es weniger wären:

    „Wie viele Menschen sind nötig, damit aus Recht Unrecht wird? WIE VIELE?“

    (Jean-Luc Picard, Star Trek 9)

    Ich erwarte daher von G.G. Hoffmann zum Abschluss unseres Disputs eine Teilnahme an einer gemeinsamen und öffentlich gesendeten Gang-Bang-Party in Gelsenkirchen, wobei dann ein besonderer Wert auf die öffentlichkeitswirksame Benutzung von Kondomen gelegt werden wird.

  13. Michael sagt:

    Es ist schon Klasse, wie hier wieder einmal alle Experten genau wissen, was Sache ist. Nur zu dumm, dass ihr alle daneben liegt und der Papst recht hat. Das sagt zumindest ein liberaler AIDS Forscher, der seit 25 Jahren das Thema AIDS auf wissenschaftlichem Gebiet bearbeitet und dem selbst nicht mehr stinkt, als dem Papst recht geben zu müssen, aber es muss: „as a liberal, I say the Pope is right“.
    Also lest mal den Text: http://www.ilsussidiario.net/articolo.aspx?articolo=14614

    Und vielleicht lernt ihr ja etwas fürs Leben daraus. Nämlich, die Dinge sind oft nicht so einfach, wie sie auf den ersten Blick aussehen und von daher ist es gut – bseonders als Laie – seine Klappe vielleicht nicht ganz so weit aufzureißen, wie ihr es tut.

    Wenn ihr Euch näher mit dem Thema Kondom beschäftigen wollt, dann geht mal auf meine Seite http://www.zeitgeist-aktuell.de
    Da könnt ihr auch noch einiges lernen. Vielleicht rettet es ja dem ein oder anderem seine Gesundheit, wenn er merkt, dass er von gib-aids-keine-chance.de mächtig verarscht wird.

    • Sparkiller sagt:

      Diese Logik hat mich vollständig überzeugt, weswegen ich nun zudem die Abschaffung von Airbags fordere! Diese motivieren die Autofahrer schliesslich nur zu rücksichtslosem Fahren. Und die Überlebensquote ist bestimmt auch um bis zu 5-10% (!) niedriger, als es die Werbung der Hersteller verspricht!

      Stellen wir uns nur folgendes Experiment vor: Auf eine einsame Insel werden 100 Autofahrer geschickt und aufgefordert, 20 Jahre lang mit durchschnittlicher Geschwindigkeit im Kreis zu fahren. Das wahrscheinliche Ergebnis nach Ablauf der Testzeit: Trotz dieser aaaangeblich tollen Schutzfunktion eine Insel voller Autowracks und somit der beste Beweis meiner Theorie!

      Lesen Sie beim nächsten Mal meine wasserdichte Erklärung, warum Treppengeländer vom Teufel geschaffen wurden. Denn offensichtlich praktische Erfindungen sind dies oft gar nicht, aber erlauben es immerhin klugscheissrig-aggressiven Statistik-Rumpoplern einen auf pseudo-intellektuell zu machen.

    • Klapowski sagt:

      Hallo Michael,

      da Du mir diese Zeilen (damals noch in etwas unsympathischerer Form) SCHON EINMAL hast zukommen lassen, bin ich etwas verwundert, dass hier schon wieder geklugscheißert wird. Natürlich immer noch unter Angabe der selben, etwas miefig aussehenden Quelle EINES(!) Forschers. Aber so ein Internetkreuzzug würde durch jährliche Aktualisierungen auch nur allzu neumodische Züge annehmen, oder…?

      Im übrigen gebe ich Kollege Sparkiller Recht und verweise auf meine damalige Antwort auf dieser Seite:

      http://www.zukunftia.de/2847/leserbriefe-18-versuchst-du-deinen-hass-zu-verbreiten-neue-leserbriefe/

      Mit freundlichen Grüßen

      Daniel „Würde immer Gummis in afrikanische Sexclubs mitnehmen“ Klapowski

    • KojiroAK sagt:

      Aus sophistischer Sicht ist dieses Interview Top.

      Wenn man aber genauer hinsieht, wird man etwas feststellen. Das mehr an Aids und das mehr an Kondomusanz kann auf einen gemeinsamen Grund zurück zu führen sind (und nicht eins der Grund des anderen ist). Die Leute in der Region knattern einfach mehr.
      Da steht nirgends, dass die Leute die Kondome nutzen häufiger HIV haben. Da steht nur, dass in Regionen mit mehr Kondombenutzung mehr HIV auftritt.

      Wenn man Mengele heissen würde, wäre es sicher mal nett den Leuten komplett die Kondome weg zu nehmen und zu schauen wie sich die HIV-Zahlen dann entwickeln.

      Nach dem Papst müssten die ja dann zurück gehen.

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