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The Orville – Kritik zu 3.07 – „From Unknown Graves“

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Bei SF-Serien ist es wichtig, dass wir jede Woche Abwechslung sehen. Daher geht es diesmal ausnahmsweise um Gefühle und Geschlechterrollen. Ich denke aber, dass das mal okay ist! In der nächsten Episode geht es bestimmt wieder um Familie und Geschlechtsidentität, versprochen. – Jedenfalls steht Isaac vor einer schweren Entscheidung: Soll er sich Gefühle verpassen lassen, um danach als singender Barde durch die Städte zu ziehen? Oder reicht pure Logik, um sich hinterrücks in seine zweite Liebe (die Weltformel) zu vergucken?


Inhalt: Eine Delegation an unsympathischen Alien-Frauen soll sich der Union anschließen. Dafür werden die Männer versteckt oder als Hanswurst dargestellt. Zugleich findet man einen empfindungsfähigen Kaylonier, der Isaac davon überzeugen will, sich ebenfalls die Gefühls-Cookies im Kopf freischalten zu lassen. Doch der will nicht, seine Freundin Claire hingegen schon.
Aber da ist die Episode fast schon zu Ende.

Besprechung:

Das Schlimmste zuerst:

Die Idee, dass man die Männer degradiert, war peinlich. In der ersten Episodenhälfte ein echter Tiefpunkt der Serie.

Nicht, weil es Männer waren, sondern weil es generell bescheuert ist, einen neuen Verbündeten(!) täuschen zu wollen, indem man ihm ein Gesellschaftsbild vorspiegelt, das man selber ablehnt.

So viel Ehrlichkeit und Anpassungsbereitschaft muss in einem Schiff mit Schleimwesen und Elefantentrollen doch sein, dass man die Herren für 5 Minuten an den Konsolen stehen lässt, wenn die Aliens am Tag der offenen Vorurteile Tür durchlaufen?

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„Wo möchten Sie ihre Vorurteile und Urban Legends abgestellt haben, Ladys?“ – „Direkt neben den Haufen mit Leuten, die durch zu viel Masturbation ihr Rückenmark verloren haben.“ – Untragbar: Auf humorvolle Weise wird uns hier der aktuelle Mangel an Flughafen-Arbeitskräften nähergebracht. Ein Geniestreich.

Und was erzählt man den Girls einige Wochen später? „Sorry, der Unions-Präsident ist ein Mann. Wir haben ihm aber bereits mehrfach eine Schere auf den Nachtisch gelegt. Und drei Entschuldigungskarten zum Selber-Ausmalen“?

Was wäre denn gewesen, wenn das neue Volk gerne seine Kinder frisst? Hätte man dann Fake-Babys aus Marzipan geformt? Und wie groß (in Kilometern bitte!) wäre der Aufschrei gewesen, wenn sich hier die Frauen mit Koffern abgeschleppt hätten? – Sofort canceln? Natürlich mit den zehn Mistgabeln, die dann bereits brennend in dieser dritten Staffel stecken?

Okay, nach 40(!) Minuten wird der ganzes Zirkus beim Abendessen relativiert, als die Fremd(inn)en einerseits erklären, dass Männer leider zu viele Konflikte auslösten (dem kann man schwerlich widersprechen – *auf Keule auf Tisch klopp*) und man endlich das sexistische Verhalten der Frauen kritisiert.
(„Nein, wir verleihen unsere Männer nicht als Besamungssklaven. Machen zu viele Flecken.“).

Hier werde ich dann endlich so erzogen, wie ich es… äh… eigentlich nicht mehr nötig hatte. Aber eine nette Episoden-Idee für die 90er, fürwahr.

Aber gut, von mir aus… So eine Pillermann-Science-Fiction-Serie muss ja die Gesellschafts-kriti… -Verhohnepiepelung nicht neu erfinden. Zumindest war das alles gut gespielt und unterhaltsam.

Auch die Geschichte mit LaMarr und Talla verlief exakt so, wie kürzlich von mir vermutet: Es gibt keine kulturellen Unterschiede, sondern (körperkraftbedingt) gebrochene Knochen beim Bettdecken-Tieftauchen. – Ja, haha, sehr logisch und lustig, das alles. Aber irgendwie ist „The Orville“ bei diesen Details sehr berechenbar geworden. So eine Art Klemmfurz-Buchsenstopp für Pennäler, statt als SF-Boxenstopp für Intellektuelle durchzugehen.

, The Orville – Kritik zu 3.07 – „From Unknown Graves“

„Oh, DREI Zähne nach dem Sex! In unserer Kultur bedeutet das Glück und Wohlstand.“ – „Und was wäre bei vier Zähnen?“ – „Na hör mal! Eine Familie mit vier Zähnen gilt als asozial.“ – Kinderreich: Hier leidet nicht nur der Zahnschmelz, sondern auch der im Gehirn. Warum Talla sich nicht zurückhalten kann, weiß niemand. Aber sie hat auch mit Dildos stets alle Wände mit Batterieflüssigkeit vollgespritzt.

Nichts gegen Ficki-Ficki, aber so sehr, wie diese Serie manchmal darauf fixiert ist, will man dem guten Seth fast schon eine Sexarbeiterin bezahlen. Vielleicht hat er danach mal Bock, sich mit SF-Konzepten aus der Fanfiction-Gesamtschule zu befassen?

Da war sogar das ständige Gefasel von Worf anspruchsvoller („Schmier mich mit Gagh ein, Martok kommt zum Kahless-Heiligabend!“), wo man wenigstens nachdenken kann, wie notwendig diese „Ehre“ für die klingonische Gesellschaft ist.

Und dabei muss ich noch noch mal mit Details anfangen. Zum Beispiel, ob man Bortus dauerhaft von der Brücke schicken sollte – in meiner Welt haben Arbeitnehmer meist eine feste Funktion. Aber erklärt das mal Seth-“Christian Lindner“-MacFarlane.

Zumindest wäre es doch angemessen, die fremde Delegation nicht einfach unangemeldet auf die Brücke zu lassen? Ich darf ja beim „Tag der offenen Tür“ im Rathaus auch nicht alle Schränke vom Oberbürgermeister aufreißen.

Der Part in der Geschichte, in der die Kaylon ein Bewusstsein entwickeln, hätte der stärkste werden können – wirklich überzeugt hat er mich anfänglich nicht. Das mag aber auch daran liegen, dass meine Freundin alle Enden von „Detroid – Become Human“ freigespielt hat. Und da geht es auch „nur“ die ganze Zeit darum, dass Haushaltsroboter plötzlich sagen: „Hey! Das ist ja … Kunst? Nenn mich fortan Beethoven und gib mir versaute Vornamen von Malern des Kubismus!“

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„Hallo? Leute? Bin ich hier richtig bei der amtlichen Gefühlsausgabe?“ – „Hey, pssst. Ich glaube, der Typ will sich an der Corona-Teststation vordrängeln.“ – Noch einmal mit Gefühl… nicht: Die Szenen mit Timmis und Isaac sind leider viel zu wenige. Aber vermutlich musste Timmis das Schiff zwischendurch verlassen, um alte Data/Lore-Episoden zu sichten?

Wobei ich das direkt relativieren muss… So fand ich viele der Dialoge zwischen Isaac und seinem Emotions-Vorkoster sehr gelungen. Schon der Gedanke, ob moralisches Handeln irgendwas mit Emotionen zu tun hat ODER sich Moral logisch ergibt, war spannend. Ja, die kurzen Gespräche waren so auf den Punkt, dass die unwitzigen Nebengeschichten („Träumen Männer von elektrischen Gepäckbändern?“) dagegen wie große Fliegenklatschen wirken, die mit ernstem Blick auf unsere Lebenszeit eindreschen.

Etwas enttäuschend war aber auch hier, dass Isaac in der Mitte der Episode noch nicht mal drüber nachdachte, sich ebenfalls Emotionen einpflanzen zu lassen. Aus seiner Sicht sicherlich verständlich, da er die ganzen Psychowracks besser aus der Entfernung studieren kann. Aber aus Sicht des Zuschauers war das alles wie eine Data-Folge mit angezogener Handbremse.

Die TNG-Ikone hat wenigstens schon im Pilotfilm gepoppt – und danach jahrelang über seine fehlenden Emotionen rumgeheult(?!), was komischerweise nie langweilig wurde.

Hier bremst „The Orville“ oft an den falschen Stellen. Oder denkt, dass eine 40-Minuten-Episode, die man auf das Doppelte aufbläht, schon ein Fall für den Kinobetreiber ist. Was sogar stimmen könnte. Nur anders als gedacht? (“Eh egal, was hier läuft. Seit Corona und Netflix sind wir nur ein Popcorn-Imbiss in Übergröße.“)

, The Orville – Kritik zu 3.07 – „From Unknown Graves“

„Boing, da liegt er, haha!“ – „Und dabei hast DU gesagt, dass Klapo in dieser Ritterrüstung die Staffel unbeschadet überstehen kann. Trotz der Kindereien.“ – Ein romantischer Liegesreigen: Gerne hätte man mehr über die „Erbauer“ erfahren. Aber leider mussten die heute ohne Abendessen zu Bett.

An Fahrt gewinnt die Folge erst dann, wenn man sieht, warum die Kaylon eine Art Schmerzempfinden bekommen haben: Sie wurden zu selbstständig. Und wenn man sieht, dass Kinder dann aus Jux auf den Bestrafungs-Button hämmern, muss man sich eingestehen, dass es heute genau SO laufen würde. Kids würden den folgenlosen Sadismus als amüsanten Familienausflug ins Moral-Nirwana begreifen…

Wobei es – wie immer – bei diesen Episoden schwierig wird.

Entweder ist der Roboter so empfindungsfähig wie ein Mensch oder Hund. Oder er simuliert diese Fähigkeit nur. WANN dieser Übergang vollzogen war und was die Erbauer glaubten, wäre durchaus interessant gewesen. Aber hier befindet sich die Episode in „guter“ Gesellschaft zu Raumschiff Voyager, wo ein Hologramm nur lange genug laufen muss, um vom seelenlosen Werkzeug zum nicht mehr hinterfragten Seelenverwandten zu werden. („Oh, er singt! Ein echtes Lebewesen! Und der Schallplattenspieler ist auch eins!?“)

Überhaupt ist es schade, wie viel Potenzial man hier liegenlässt. So hätte ich mir durchaus gewünscht, dass man irgendwas Futuristisches anstellt, um z.B. Isaac FRÜHER einen Vorgeschmack auf Emotionen zu geben. Wonach er dann am Ende – trotz Erfolge – die Komplettprozedur überraschend ablehnt. Und nicht Claire die Entscheidung aufzwingt.

Oder dass die Alien-Girls im Rahmen einer Notsituation gezwungen sind, sich auf die Herren zu verlassen.

Aber stattdessen wird immer viel geredet – und zur Not irgendwer mit (besseren) Kalendersprüchen ins Vieraugengespräch gezwungen. Klar, das ist nicht automatisch schlecht.

Aber zum Radiohören kann ich auch einfach das Radio anmachen?

, The Orville – Kritik zu 3.07 – „From Unknown Graves“

„Ach so? Sie überreden einen gewissen Prozentsatz ihrer Männer davon, dass sie lieber Frauen sein wollen und schneiden ihnen die Pipimännchen ab? Sehr clever, Commander!“ – Geschlechtsverhandlung: Die Königsdisziplin für das Drehbuch wäre gewesen, Isaacs Story mit diesen Damen zu verknüpfen. Er hätten denen doch im Fahrstuhl erzählen können, dass bei den Erbauern die Frauen genauso schlimm waren?

Man hat echt das Gefühl, dass die Besatzung ohne (Sex-)Beziehungen keine Probleme lösen, überdenken oder überhaupt erschaffen kann.

Am Ende soll Isaac z.B. nur deswegen sein ganzes Wesen verändern, weil Claire das gerne hätte. Eine Forderung, die man zumindest kurz diskutieren könnte („Schatz, du wärst für mich viiiel attraktiver, wenn du dich in einen Transsexuellen verwandeln könntest. Bittööö!“). Und am Ende werden die Girl-Band-Diplomatinnen nur deswegen umgestimmt, weil Kelly und Mercer kurz erwähnen, dass beide mal verheiratet waren?

Unfassbar, was im Universum intellektuell alles möglich ist, um jemanden zu überzeugen.
(*Auf fremden Planet mit Schwabbelwesen flieg – und gebrauchtes Kondom überreich*)

Und als Isaac am Ende kuuurz Gefühle hatte, war das doch arg dick aufgetragen:

„Oh, ich zerschmelze beim Anblick deiner sinnfrei farbverzierten Lippen, Claire! Und deine Kinder sind wie eine frische Sommerbrise aus ihrem eigenen Furzkissen. Oh, ich verspüre Liebe für alle, die zufällig mit mir Zeit verbracht haben, als ich noch ein einfacher Roboter war!“

, The Orville – Kritik zu 3.07 – „From Unknown Graves“

„Oh, ein Gefühl! Und da wieder! Und noch eins! Ein viertes! Das macht mich ganz glücklich-traurig, buhuhu-hahaha!“ – „Äh… Kann es sein, dass die Simulation an weiblichen Hormonen zu hoch ist, Isaac?“ – Gefühl(sp)echt: Isaac darf nur KURZ an der Liebe picken. Sehr gut! Einen weiteren Charakter mit Hormonstau hätte ICH nur mit zwanzig Puff-Besuchen ertragen.

Wäre es da nicht stärker gewesen, dass er mit Gefühlen bemerkt, dass er vielleicht gar keine menschliche Frauen liebt? Oder eher eine andere? Oder den dicken Manfred? Oder er nicht erotisch total durchdreht („Tango! Tscha-Tscha-Tscha! Umschnallpenis!“), sondern dieses sehr „spezielle“ sexuelle Ding einfach außen vor bleibt? Und es eine intellektuelle Liebe ist?

Wobei ich es toll fand, dass all das Geschwafel aus dem Shakespeare-Wortwürfel einfach wieder verpufft. „Oh. Fehlfunktion. Gefühl ist weg. Tschö.“

Das hat mich nach diesem Kitsch-Overkill beim Klavier-Inferno wieder etwas beruhigt. Immerhin.

Das Wort „Fallhöhe“ hat der Seth verstanden…


Fazit:

Eigentlich eine extrem spannende Folge. Doch leider wurde sie im Körper einer halbgaren Familienserie geboren.

Wo man z.B. über künstliches Leben oder die Moral-Macht der Emotionen diskutieren könnte, erklärt Kelly wortreich, warum man seine Partner nicht zwingen sollte, sich zu ändern. („Macht den Fuß nicht schlank. Hab’s probiert.“)

Und wo man wort- und trickreich eine Frauendelegation überzeugen könnte, warum Männer wertvoll sind, verplempert man die Zeit mit der Neuauflage von altbackenen Täuschungsmanövern. Nur, um sich dann zu wundern, dass die Fremden von der Lügerei angewidert sind.

Starke Szenen – wie z.B. Charlys Schlussansprache – gibt es zwar, aber MEHR ginge da problemlos.
Vor allem schneller hintereinander.

Schade. So wird’s unterhaltsam, aber kaum gehaltvoll.

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM
SPARKIS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
ADHS für Drehbuchautoren, The Orville – Kritik zu 3.07 – „From Unknown Graves“
Oha! Soooo viele Storyfäden! Du kriegst einen! Und du kriegst einen! Hier! Und hier! Storyfäden für alle!

*schaut unter seinen stuhl*

Hurra, für mich ist auch einer dabei!

Wie die Kaylons ihre Erschaffer vernichteten? Ist dabei!

Viel Reue vom guten Emo-Kaylon? Ist dabei!

Brutalo-Sex zwischen Talla und John? Ist dabei!

Beziehungsdrama Nr. 652 für Claire? Ist dabei!

Sexistische Amazonen-Diplomatie? Dabei!

Androiden-Forscher im Planeten-Keller? Dabei!

Isaac bekommt Gefühle und wird zum Seifenoper-Star? Japp, dabei!

Charly lernt, kein Robo-Rassist mehr zu sein? Du ahnst es schon… ist dabei!

Verdammt, so viele Geschichten! Schade also, dass mir die ca. 70 Minuten Laufzeit IMMER NOCH zu lang vorkamen!

Der Einblick in die Vergangenheit der Kaylon war für mich noch das Interessanteste. Ziemlich identisch zu den Geth aus Mass Effect, aber heutzutage kann man so etwas wohl nur schwerlich verhindern. Aber für mehr davon hätte ich gerne auf 2 bis 3 andere der obigen Fäden verzichtet, schon um das Ganze etwas komplexer darstellen zu können. Die „Schmerz-Fernbedienungen“ waren schon etwas plump in Sachen Knechtschaft-Präsentation. Gerade in der Szene mit dem Kindern („(Unter)Drück nochmal! Wir sind schließlich ALLE grausam und böse! Muahahaaa!“).

Auf die Sex-Story mit dem identischen Prügel Running Gag hätte ich dafür gerne ganz verzichtet. Führte ja so ziemlich ins Nichts, da niemand lernfähig? („Verdammt, ich breche dir immer noch alle Glieder! Aber keine Sorge, beim 85. Mal mache ich es bestimmt besser!“)
Gerne aber in der nächsten Staffel dasselbe nochmal mit vertauschten Geschlechterrollen. Kommt dann bestimmt NOCH besser an!?

Und dass Claire irgendwie für Nix anderes als bizarre Beziehungsprobleme gut ist, hatte ich vor einer Weile ja bereits erwähnt. Erst sich von Isaac trennen, dann das Ganze selber wieder einfädeln und sich DANN über fehlende Robomann-Gefühle wundern halte ich persönlich nicht für besonders durchdacht. Außerdem habe ich bei ihrem Aufschwatzen der Gefühlstherapie für Isaac den selben komischen Beigeschmack wie beim Prügelsex. Bei vertauschten Rollen wäre das eventuell nicht so charmant-romantisch?

Von dem tollen Verhandlungsplan bei den Amazonen, einfach alle Männer an Bord zu degradieren und sich DANN über (absolut berechtigte!) Vorwürfe schrecklicher Diplomatie zu wundern, mal ganz abgesehen. Im Ernst, da hat keiner aufgezeigt und gefragt, was der Käse soll?? Ist moral-technisch ungefähr dasselbe, als wenn Picard beim Besuch des Ferengi-Botschafters alle Weiblichen an Bord wegsperrt um an Asteroiden-Schürfrechte zu kommen.

Das ganze Drumherum um den Emo-Kaylon hätte man auch deutlich kürzen können. Warum die Info um die aufgegebene Bergbau-Installation irgendeiner anderen Rasse? Warum die Reise im Fahrstuhl? Warum erwähnen, dass die Forscherin die Tochter von einem anderen Forscher ist? Früüüher waren die zu Beginn einfach schon an Bord und haben einen kurzen Logbucheintrag zum erklären bekommen. Zumal ich beim Gut-Kaylon bis zuletzt einen Twist erwartete, aber der war tatsächlich einfach nur nett und reuevoll und… naja, langweilig. Dann war er einfach weg. Ob der nochmal vorkommt? Zum Zeugen Jehovas konvertiert?

Die Charly-Lektion hat mich auch nicht vom Hocker gerissen, aber dafür war ja halt auch nicht viel Zeit übrig („Du musst uns mögen. Wir hatten nämlich einen GUTEN GRUND, alle umzubringen! Jetzt schämst du dich bestimmt für deine Vorurteile, waaaas?!“).

Auf einen Twist habe ich auch bei der Schnulzattacke von Isaac inklusive Seifenoper-Mucke auf dem Holodeck gewartet. Das war so übertrieben kitschig, dass nur noch eine Musical-Einlage fehlte. Glück gehabt, dass seine „Gefühlsbatterie“ schnell wieder auslief. Sonst wäre der wohl für immer so drauf gewesen.

Fazit: Fokus-freie Resterampe zu vieler Story-Ideen, an welchen nicht genug Fleisch dran ist. Leider wurde dabei mit dem Kaylon-Ursprung einiges verschenkt. Mit Isaacs Gefühlen als Rahmen hätte man bestimmt eine tolle 45 Minuten daraus basteln können. Aber grundsätzlich ist, ähnlich wie bei New Worlds, alles zu gefühlslastig und mit Lektionen, gegen welche selbst ein Holzhammer überdurchschnittlich empathisch wirkt.

Kurz, ich will meine charakterlich erwachsenen Profi-Raumfahrer wiederhaben! Ich will! Ich will! Ich will!

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
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von Klapowski am 15.07.22 in Serienkritik

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Kommentare (106)

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  1. Kazairl sagt:

    Um es in einem Satz zusammenzufassen: Die Folge hat zu viele Storylines, zu viel verschenktes Potential und ist zu sehr Soap Opera. Durchaus nachvollziehbare Kritik, aber mir gefiel die Folge trotzdem sehr.

  2. JP1957 sagt:

    „Oder denkt, dass eine 40-Minuten-Episode, die man auf das Doppelte aufbläht, schon ein Fall für den Kinobetreiber ist.“

    Danke für die Review … aber diese Kritik verstehe ich überhaupt nicht.
    Ich habe sechs „Plots“ in dieser Folge gezählt:

    A>Verhandlungen mit Vertreterinnen einer matriarchalen Gesellschaft.
    B>Auftauchen eines Kaylons mit „Emotionschip“, der die Vernichtung aller Biologischen für falsch hält.
    C>Rückblick: So entwickelte sich der Konflikt zwischen Erbauern und Kaylon.
    D>Was wird aus der Beziehung zwischen Talla und John?
    E>Wie entwickelt sich Charlies Beziehung zu Isaac?
    F>Wie entwickelt sich die Beziehung zwischen Isaac und Claire weiter?

    Und bedaure sehr, dass die Zeit, in der eine Staffel über 20 Folgen hatte, vorbei ist.
    Ich hätte sehr gerne eine …

    … Folge gesehen, in der per Rückblick die Entwicklung des Konflikts zwischen Erbauern und Kaylon gezeigt würde.
    … Folge gesehen, in der der Absturz des Kaylon und seine Entwicklung zur empfindungsfähigen Intelligenz mit all den Implikationen für den bestehenden Konflikt Union – Kaylon gezeigt würde.
    … Folge gesehen, in der das Zusammentreffen mit den Janisi gezeigt würde. Allerdings durchdachter und ernsthafter als in dieser Folge.

    JensDaniel hat in seinem Review darauf hingewiesen, dass die von MacFarlane geschaffene Welt jetzt schon so interessant und vielfältig ist, dass eine 4.Staffel oder ein Spinoff berechtigt wäre.
    Ich finde, dass diese Folge der „Welt“ wichtige Elemente hinzufügt. Die Kaylonier werden differenzierter dargestellt (dank „Emotionschip“), ihre Geschichte lebendiger (dank Rückblick), eine neue Spezies mit großem erzählerischen Potential wird eingeführt.

    Das Potenzial der Folge ist deshalb zu loben. Mit der (großen) Einschränkung, dass das alles (incl. der drei Beziehungsplots) in eine 70 Minuten Folge gepresst wird … hier wird also meiner Meinung nichts aufgebläht, sondern hier wird überfrachtet.

    Ich finde die Orion Folge „Der Kampf um die Sonne“, in der eine matriarchale Gesellschaft gezeigt wird, die die Erde bedroht, mit Blick auf ihr Produktionsjahr 1966 für eine außergewöhnlich gute Serienfolge … und war total interessiert, als die Janisi auftauchten. Die blieben für mich auch interessant, aber was für ein dämliches Vorgehen zur Kontaktanbahnung war das dann vonseiten der Union?
    Gabs da keinen Thinktank in der Unionszentrale, der sich vorher mal Gedanken gemacht hat?
    Bedarf es eines Einfalls des ersten Offiziers der Orville?
    Und seit wann ist es klug, den Kontakt mit einer massiven Lüge zu beginnen?
    Waren die Drehbuchautoren mit all den anderen Plotelementen so beschäftigt, dass sie überfordert waren?
    Das Ende versöhnte mich ein bisschen … eine Abgesandte darf den Planeten der Janisi besuchen. Ich hoffe, da läuft es besser (wenn wir es zu sehen bekommen).

    Die Charakterentwicklung von Ensign Burke hat mich (wieder) begeistert. Wie hier für eine Newcomerin innerhalb von sieben Folgen Tiefe entwickelt wird – toll!
    Und Anne Winters spielt das absolut glaubwürdig.
    Eine würdige „Nachfolgerin“ für die starke Frau Alara.

    Bei allem Lob für Teile der Folge – zwischendurch bekam ich das Gefühl „Das ist nicht mehr The Orville“!
    Sollte jemand gegenteiliger Ansicht sein, werde ich mir die Mühe machen und die Szene „Isaac (mit Emotionschip) + Claire im Restaurant“ noch einmal anschauen, um einen „empirischen Beleg“ zu liefern.
    Was für ein – aufgrund der bisherigen Charakterentwicklung von Isaac – unglaubwürdiger und unplausibler Schwulst! Was für ein grauenhafter Dialog! Ich hatte vor Augen, dass wir in Zukunft nun ständig so einen faselnden (und sich anders bewegenden) Isaac ertragen müssten, was uns glücklicherweise erspart bleibt. Ich empfand Isaac völlig „out of character“.

    Mit der 3 von 5 bin ich deshalb einverstanden.

    PS: Talla und John haben eine Beziehung. Hurra! Und warum bloß wird diese ganze Beziehung in einer Folge durchgenudelt? Es wäre doch viel spaßiger gewesen, wir hätten – wenns denn schon sein muss – die körperlichen Folgen der Vögelei als Running Gag über mehrere Folgen erlebt.

    • Klapowski sagt:

      „aber diese Kritik verstehe ich überhaupt nicht.
      Ich habe sechs „Plots“ in dieser Folge gezählt:“

      „hier wird also meiner Meinung nichts aufgebläht, sondern hier wird überfrachtet.“

      Für eine Überfrachtung hätte ich das Gefühl haben müssen, dass ich irgendwo nicht mitkomme – oder irgendwelche Dialogszenen gefehlt haben.

      Okay, GEFEHLT haben sie teilweise schon (Timmis hatte zwischendurch wohl die Grippe?). Aber nur, weil sie an anderer Stelle zu LANG waren.

      Talla und John hätte man z.B. echt weglassen dürfen. Man lernt dort nichts, es verändert sich nichts und eine DRITTE Sex- und Beziehungsebene in einer Folge, in der es schon um Geschlechter und Gefühle geht, fand ich nicht nötig. Zumal man langsam echt das Gefühl hat, dass es NUR ums Knattern geht. Sogar die Planetengirls wollten den Mercer gleich in die Kiste ziehen.

      Ich denke, dass diese langen Folgen eine Tiefgründigkeit oder einen Erzählbedarf suggerieren, der dann nicht ausgeschöpft wird.

      – Die Folgen sind entweder zu lang für das, was erzählt wird. (Weil es zu oberflächlich bleibt)
      – Oder sie sind zu kurz für das, was man erzählen SOLLTE. (wenn es nicht oberflächlich wäre)

      Und trotz meiner okayen Endnote finde ich es langsam ärgerlich, wie man inzwischen Roboter zum tanzwütigen Sexjünger macht, die rote Lippen küssen, Babys umarmen und den ganzen Tag im Restaurant sitzen wollen.

      Geht’s nicht eine Stufe normaler? Bei „Better Call Saul“ haben die Charaktere tiefe, nachvollziehbare Gefühle, wenn sie eine leere Fischdose angucken, HIER aber muss immer gleich der nackte Klavierspieler mit dem Beate-Uhse-Katalog reinkommen.

      Unterhaltsam ist das schon, ja. Aber dieses Märchen von der unfassbaren Tiefgründigkeit können wir doch – trotz Kurtzman – mal begraben?

      Zumindest ein Schäufelchen weit?

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      „Zumal man langsam echt das Gefühl hat, dass es NUR ums Knattern geht. Sogar die Planetengirls wollten den Mercer gleich in die Kiste ziehen.“

      Jetzt übertreibst Du. Die Szene mit der Janisi-Frau und Mercer fand ich sogar zur Charakterisierung der Janisi gelungen. In ihrer Gesellschaft ist es schon ein „Fortschritt“, dass Männer nun lesen lernen dürfen … wozu als zum „knattern“ können sie also dienen? Das wird doch schön deutlich.

      Ansonsten finde ich Deine Kritik nachvollziehbar, auch wenn ich sie nicht überall teile.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      „wozu als zum „knattern“ können sie also dienen? Das wird doch schön deutlich.“

      Soooo kann man natürlich alles schönreden.

      In jede Episode eine sexbesessene Figur reinschreiben und dann sagen, dass die nun mal „gut getroffen“ wurde, wo sie halt schon mal da war.

      Aber das ist alles gar nicht so zynisch gemeint. Ich kritisiere lediglich die Häufung von bestimmten Klemmi-Drehbüchern, die irgendwie weltoffen und freiheitsliebend sein sollen, weil das konservative 90er-Weltbild so schön verpackt wird.

      Bis der Roboter dann doch wieder nur Dauerdates im 2020er-Restaurant hat, Paare nur(!) Bumsen wollen und Frauen ihre „Männer“ zu gefährlichen Gefühls-Operationen überreden.

      Isaac könnte sich auch ruhig zum Bau von Modell-Shuttles verabreden (passt doch besser zu ihm?) oder Talla und John hätte kurz erwähnen können, WARUM sie sich so toll finden. Zum Beispiel, weil John sonst immer seine Beziehungen fest in der Hand hat – jetzt aber mal selber „aufpassen“ muss, was geschieht. (= Aufregender)

      Hier könnte man noch so viel (kurz) dazuerklären, dass es oft schade ist.

      Antworten
  3. Hoppelhase sagt:

    Willkommen im Club der Dauernörgler.
    Darf Satire alles? Ja, unbedingt.
    Aber was war denn nun sooo schlimm an der Folge? Ich hatte schon die Befürchtung das der arme Isaac mit seinen Emotionen die restlichen Folgen dauerlächelnd im Schiff rumläuft. Ist doch so grandios gelöst. Er durfte damit einmal im Bad der Emotionen ersaufen und gut ist. Unter dem Aspekt, das er so dermassen von Gefühlen übermannt(!!) wurde, fand ich seine Worte doch noch recht harmlos. Und gut geschauspielert war es auch.
    Das Emanzentrio hat mich wunderbar überzeugt. Das mit den sanften Händen war doch gut, schade das da keine Zugeständnisse gemacht wurden, aber da gabs nun ja schon genug Sex am Set.
    OK, Brutalosex hab ich mir auch nicht so nett vorgestellt und hat doch einen Humorfaktor, den ich woanders vermisse.
    Sicher hätte man noch ein paar Minuten kürzen können, aber das ist dann wie bei Herr der Ringe (Superextended Version ) wo man einfach nicht aufhören mag zu schauen, auch wenn man die nur Wolken über Hobbitland ziehen sieht. Klar könnte man jetzt die zwölfhunderste Raumschlacht bringen, aber das ist mittlerweile so öde geworden, da man mittels CGI Millionen von Raumschiffen fliegen lässt, das man leicht den Überblick verliert.
    Natürlich gibt es bessere Perlen in der SF Filmwelt, aber ich finde, Orville ist unter den Serien eine, die eine gute Mischung findet und mit einem Augenzwinkern den Zeitgeist wiederspiegelt.
    Von daher freu ich mich schon auf die nächste Folge. ( Und drei Sterne hab ich bei anderen Serien noch nie gesehen als Bewertung, eher minus drei. Von daher: Weiter so.

    • Klapowski sagt:

      „Von daher freu ich mich schon auf die nächste Folge“

      Geht mir ja genauso, auch wenn man es mir nicht glaubt.

      Man darf auch nie vergessen, dass eine 2,5 auf Zukunftia immer heißt: „Okayer Durchschnitt, kann man sich angucken, ohne wütend zu werden“. Und bei 2 Sternen gibt es meist – jedenfalls für mich – häufig immer noch 30% gute Szenen.

      Einige meiner „besten“ Filme waren langweilige 3 von 5!

      „Orville ist unter den Serien eine, die eine gute Mischung findet und mit einem Augenzwinkern den Zeitgeist wiederspiegelt.“

      Kann man so stehen lassen. Wobei ich es aber manchmal nett fände, wenn der Zeitgeist scheißegal wäre.

      Wenn ICH eine SF-Serie hätte, würde ICH einfach eine Episode über einen Antimaterie-Mond erzählen, den keiner berühren darf. Oder was mir sonst so einfällt.

      Ich habe da wohl einen anderen Anspruch als ein bloßes „Wer hat diese Woche Sex mit wem“? Aber okay, es scheint das Grundkonzept zu sein, so wie damals bei Ally McBeal die hysterischen „Ich brauche Männer“-Anfälle auf dem Klo.

      Ist vielleicht unfair, eine grundlegende Prämisse zu verdammen?
      (*Klotür zutret und von der Geburt von Zwillingen träum*)

      Antworten
    • Hoppelhase sagt:

      Ja, da muss ich dir Recht geben, was die Themenauswahl angeht, scheint es mehr auf die persönlichen Befindlichkeiten der einzelnen Personen an Bord zu zielen. Gepaart(!) mit einer weiteren Geschichte. Und da ist noch sehr viiiel Potential.
      Und das Ingorieren eines wie immer gearteten „Zeitgeistes“ sollte man nicht anstreben, dazu sind die Verwerfungen doch mittlerweile zu gross. ( Siehe Heilsusenalarm auf allen anderen Serien ) Mir ist eine Darstellung wie in Orville lieber, da sie sich selber eben nicht bierernst nimmt.
      Natürlich sehe ich auch den monetären Hintergrund, die Serie soll auch Geld bringen und da versucht man halt die Fans an der langen Leine zu halten. Und das dann nicht jede Folge super ist … ok, ist halt so.
      Jetzt kannst du vom Klo runter und mach so weiter wie bisher!!!!

      Antworten
  4. Ichwieder2 sagt:

    Viele Aspekte dieser Folge fand ich langweilig und unnötig, der ganze Storyarc um die Janisi zum Beispiel. Einzig treffender Gag dazu von Bortus, der sich über die Eingeschränktheit dieses Volkes mok(l)iert.

    Ich hätte aber viel viel lieber einen tieferen Einstieg in die Erschaffer-Kaylon-Problematik gehabt. Es wird ja in der Folge gesagt, dass die Kaylon eine AI brauchten, um lernfähig zu sein, was dann eben zu den unerwarteten Nebeneffekten führte. Doch warum waren die Kaylon überhaupt empfindungsfähig, wenn sie nur als ‚Dienstleister‘ konzipiert waren? Oder kamen die Gefühle auch MIT der lernenden KI?

    Und wenn ja, an welcher Entwicklungsstufe befindet sich nun die erste Serie der Kaylon? Offenbar scheinen ja die Gefühle deaktiviert. Aber warum sind dann alle Biologischen Feinde, wenn die Kaylon nun doch nicht mehr empfindungsfähig sind? Isaac wird ja nicht müde, zu betonen, wie gleichgültig ihm im Grunde immer alles ist. ‚Effizient‘ im Sinne vom Ressourcenverbrauch kann ja die Jagd nach allem biologischem Leben eher nicht sein.

    Oder anders gesprochen: Ist eine Weiterentwicklung der Kaylon möglich, wenn Ihre AI weiter lernt? Warum haben die Kaylon die nachfolgenden Serien insofern ‚verbessert‘, dass man Ihnen die Emotionsfähigkeit ebenfalls abgeschaltet hat, sogar offenbar soweit, dass auch eine Aktivierung erkannt und rückgängig gemacht wird. Zu welchem Zweck? Unterdrücken die Kaylon damit nicht auch Ihre eigene Rasse, indem sie Ihnen diese eigentlich zentrale Funktion wegnehmen?

    Hier hätte ich gerne viel mehr gesehen als diverse Liebesspielverletzungen, ein wirklich unnötiger „Nur-Frauen-Planet“-Arc… und was ist eigentlich mit Claire? Kümmert die sich auch mal um Ihre Kinder? Tagsüber scheinbar immer auf Schicht (hat die Maincrew eigentlich immer nur tagsüber Dienst?) und abends hängt sie nur im Restaurant ab.

    • JP1957 sagt:

      „Ich hätte aber viel viel lieber einen tieferen Einstieg in die Erschaffer-Kaylon-Problematik gehabt.“

      Diese Folge (bzw. die vorherigen Folgen) geben schon Antworten auf Deine folgenden Fragen.

      „Offenbar scheinen ja die Gefühle deaktiviert. Aber warum sind dann alle Biologischen Feinde, wenn die Kaylon nun doch nicht mehr empfindungsfähig sind?“

      Weil die Kaylon die Erfahrung gemacht haben, dass ihre biologischen Erbauer sie versklavt haben, gefoltert haben und bereit waren, ggf. ihre Existenz zu beenden. Und sie beim Studium der menschlichen Geschichte zur Auffassung gekommen sind, dass auch die biologischen Menschen zum Genozid fähig sind. Um das zu sehen und seine Schlussfolgerungen daraus zu ziehen, sind keine Emotionen nötig.

      „Warum haben die Kaylon die nachfolgenden Serien insofern ‚verbessert‘, dass man Ihnen die Emotionsfähigkeit ebenfalls abgeschaltet hat, sogar offenbar soweit, dass auch eine Aktivierung erkannt und rückgängig gemacht wird. Zu welchem Zweck? Unterdrücken die Kaylon damit nicht auch Ihre eigene Rasse, indem sie Ihnen diese eigentlich zentrale Funktion wegnehmen?“

      Die Kaylon haben die Nachteile von Empfindungsfähigkeit am eigenen Leibe verspürt … deshalb betrachten sie die Ausschaltung von Emotionen als Verbesserung. Ich sehe nicht, dass die gemeinsam getroffene Entscheidung, ganz auf die Ratio zu setzen, eine „Unterdrückung“ der eigenen Lebensform darstellt. Schon in TOS gab es Spezies, die Emotionen für hinderlich für die Entwicklung hielten.

      Du betonst zweimal, dass Du den Story-Arc um die Janisi für „unnötig“ hältst.
      Was sind Deine Kriterien für Deine Beurteilung?

      Mit Blick auf den gesamten Story-Arc der dritten Staffel (Existentielle Bedrohung durch die Kaylon; Verlust des möglichen Bündnispartners Krill) macht es Sinn, eine Spezies einzuführen, die möglicherweise helfen kann.

      Mit Blick auf die Erweiterung erzählerischer Möglichkeiten macht es Sinn, eine Regierungsform/ Kultur einzuführen, die noch keine Repräsentation in der Serie hat.

      Gute Science Fiction reflektiert politische und soziale Probleme der Gegenwart … die Einführung einer matriarchalen Gesellschaft erlaubt die Darstellung all der Probleme, die es auch heute noch in einer wesentlich männlich geprägten Gesellschaft gibt.

      Ich würde jetzt nicht sagen, dass die Einführung der Janisi „nötig“ war, aber dass sie Sinn machen kann.
      Hängt natürlich von der weiteren Ausgestaltung ab.
      Meine Kritik an der Folge in dieser Beziehung hast Du sicherlich gelesen.

      Antworten
    • Ichwieder2 sagt:

      Sagen wir’s anders: In dieser Folge waren die Janisi unnötig, da man viel zu wenig Raum hatte, den thematischen Bogen zu entfalten um sich dann auch noch eine Weile mit Slapstick aufzuhalten.

      Hmm also die Kaylon haben gemeinschaftlich beschlossen, dass es besser sei, Empfindugsfähigkeit abzuschalten?
      Der Kaylon, dem diese Fähigkeit zurückgegeben wurde, ist aber offenbar anderer Meinung.
      Hat er nun eine Fehlfunktion oder eine begründete andere Ansicht? Waren seine Schlussfolgerungen nicht auch anders? Weil ihm geholfen wurde?

      Und letztlich, die Kaylon bauen ja offensichtlich Ihre weiteren Nachkommen. Sind diese Maschinen nun Lebewesen gleich zu setzen? Fragen Sie jedes einzelne Modell, ob es die Gefühle deaktiviert haben will? Oder wurde das gemeinschaftlich auch für noch nicht gebaute Exemplare beschlossen? Lässt man Ihnen die Wahl? Dass man einem nicht-empfindungsfähigem Wesen, was auch noch rein logisch-basierend agiert, diese Frage ohne eine gegenteilige Erfahrung wahrscheinlich gar nicht erst stellen muss ergibt sich von selbst. Du weisst nicht, was ‚Freude‘ ist, sollen wir es Dir aktivieren? Aber ein Kaylon, der diese Funktion aktiv hat und keine negativen Erlebnisse bislang hatte, würde der sich genauso entscheiden?

      Isaac wirkte in der kurzen Zeit auch nicht unglücklich über diese Fähigkeit.

      Und wir wissen auch, dass nicht alle Vulkanier damit glücklich sind, rein rationell zu entscheiden. Der Unterschied hier ist: Vulkanier können noch empfinden und Ihnen wurde diese Fähigkeit nicht einfach entfernt. Ist ja fast so bei den Kaylon, als würde man einer Alienrasse keine weiblichen Individuen gönnen und alle zwangsumoperieren. Haben wir nicht gerade erst gelernt, dass das falsch ist?

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Worauf möchtest Du eigentlich hinaus?

      Es kommt doch bei der Beurteilung einer Folge nicht darauf an, ob mir oder Dir irgendetwas gefällt oder nicht gefällt – hier die Darstellung der Kaylon -, sondern ob sie die Kriterien für gutes Storytelling erfüllt.
      Dazu gehören u.a. Plausibilität, innere Logik, Nachvollziehbarkeit.
      Dass ein zu Emotionen fähiger Kaylon einen geplanten Genozid anders beurteilt als ein rein rational denkender Kaylon, finde ich nachvollziehbar. Das muss nicht sein, denn Hass (ein Gefühl) kann ebenso zu Verbrechen führen wie Empathielosigkeit (Fehlen eines wesentlichen Gefühls) … beides ist möglich.
      Dass rein rational denkende Kaylonier (Isaac vs. Mehrheitsgesellschaft) zu unterschiedlichen Bewertungen über die Legitimität eines Völkermordes kommen, auch.
      Also alles prima.

      Nicht nachvollziehbar … und deshalb „schlecht“ … fand ich die Liebesschwüre und das völlig veränderte Auftreten Isaacs nach seiner „Emotionalisierung“.
      Zumindest hätte es einer Erklärung bedurft, wieso das bis dato völlig emotionslose Wesen voller Liebe zu Claire war (er kannte sie als emotionales Wesen ja erst eine kurze Zeit) und – völlig irrational! – bereit war, seine ganze Persönlichkeit (Gedächtnislöschung) für diese Liebe zu Claire zu opfern (wobei auch hier völlig unklar blieb, wieso ein Wesen ohne Erinnerung an die gemeinsamen Erlebnisse mit Claire sie anschließend lieben sollte). Unlogisch.

      Antworten
    • Ichwieder2 sagt:

      Worauf ich hinaus will?
      Jetzt geht es plötzlich nur noch darum, ob ‚Storytelling‘ plausibel ist?
      Dreh‘ Dir doch nicht immer alles, wie Dir der Wind steht.
      Jetzt ist es plötzlich wichtig, ob Geschichten nur ’nachvollziehbar‘ sind.
      Moralische Fragen also jetzt nicht mehr relevant? Wo wir uns jetzt erst zwei Folgen lang um praktisch nichts anderes ging?

      Worauf ich hinaus will, ist, dass sich die Kaylon möglicherweise auch weiterentwickeln könnten und damit eine kriegerische Auseinandersetzung eben möglicherweise nicht stattfinden muss. Wie es in der Folge auch schon angedeutet werden musste.

      Hier ist aber Dir jetzt wieder völlig klar, dass ein Punkt, der Dich nicht interessiert ja nicht zu berücksichtigen ist, weil für Dich das Gebotene eine ’nachvollziehbare Story‘ ist. Ich sehe das anders. Das hat auch nichts mit ‚gutfinden‘ zu tun. Wie gesagt, die Ambivalenz, dass man bei der eine Rasse eine Zwangsänderung böse ist und hier ist das ohne zu hinterfragen vollkommen logisch.

      Ich sehe das anders und deswegen sage ich, ich hätte gerne mehr davon gehabt und dass dieser Konflikt eigentlich ebenfalls noch viel mehr Potenzial erhält. Viel mehr Potenzial, als jetzt nebenbei noch das x-te Volk für eine Allianz vorzustellen.

      Und eben die zig reingewürgten Nebenplots machen für mich hier schlechtes Storytelling aus.

      Erörtere die Diskrepanz, warum es nachvollziehbar ist, dass ein empfindungsfähiger Kyloner einen Genozid als negativ empfindet, eine Gemeinschaft empfindungsfähiger Kaylonier jedoch nicht?

      Und das somit automatisch ALLE Lebewesen tötungswürdig sind. Sollte ein rational denkender Verstand nicht andere Möglichkeiten in Betracht ziehen?`

      Antworten
  5. Serienfan sagt:

    Ich finde es schön, dass Ehrlichkeit hier so hoch gehalten wird, daher wird man es mir sicher hoch anrechnen, wenn ich schreibe:

    Jeder, die diese Episode nicht grandios fand, ist ein humorloser Vollidiot!

    Oh, ich weiß schon! Huch, Toleranz, andere Meinungen respektieren… Böse, böse, böse…

    Scheiß drauf!

    Vollidiot deswegen, weil JEDER ein Vollidiot ist, der nach DREI Staffeln noch immer nicht weiß, ob diese Serie seinen Geschmack trifft oder nicht.

    An all jene, die hier nörgeln: Ich garantiere euch, „The Orville“ ist nichts für euch. Es war nie etwas für euch, und es wird niemals etwas für euch sein.

    Bleibt beim Humor von „Lower Decks“. Bleibt bei den miesepetrigen Blödmännern von „Lame old Worlds“! Oder bei Marvel. Oder was auch immer!

    Dass man nach jahrzehntelanger Franchise-Treue einer Serie wie „Star Trek: Picard“ nicht einfach den Rücken kehrt, ist verständlich. Aber OHNE diese Vergangenheit hätte ich „Star Trek: Picard“ nach drei Minuten beendet und diesen komischen Patrick Stewart für den uncharismatischsten und untalentiertesten Schauspieler aller Zeiten gehalten.

    Was aber hält euch bei „The Orville“? Die Frage ist Ernst gemeint!

    Wer nach drei Staffeln „The Orville“ diese Folge sieht und immer noch nörgelt, der sieht sich auch drei Staffeln „Matlock“ an und motzt, weil es noch immer keine Schießerei im Gerichtssaal gab und weil die Hauptfiguren nicht jünger werden.

    Meine Diagnose: Ihr seid zu spießig für den Humor und zu dumm für das Erkennen der ganz großen Themen, die hier enthalten sind. (Und wer sich über den zweiten Vorwurf mehr ärgert als über den ersten, dem kann ich sagen: Ja, Du bist zu HUNDERT PROZENT ein Spießer!)

    Aber egal ob meine Diagnose stimmt oder falsch ist: „The Orville“ ist nichts für euch.

    • JP1957 sagt:

      @Serienfan: Ich lese Deinen Kommentar unmittelbar, nachdem ich meine Antwort an Ichwieder veröffentlicht habe.

      Spontan habe ich mich an Kelly erinnert, der ein Seth MacFarlane, der die Schnauze voll hat von all der liberalen Rücksichtnahme auf das durchgeknallte Republikanerpack in seinem Land, ins Drehbuch geschrieben hat, nun endlich (!) Klyden an die Wand klatschen zu dürfen.

      Die Zeiten sind hart, Serienfan.

      Antworten
    • VerwirrterTurnschuh sagt:

      Ich kapiere Serienfan nicht. Ist das jetzt JP’sche Satire?

      Wenn es einen Konsens zu Staffel 3 gibt, dann den: Staffel 3 ist anders als die vorangegangen zwei. Wir können drüber streiten, ob besser oder schlechter. (Spoiler: Schlechter.)

      Konzeptionell ist es eine andere Serie geworden. So würde ich argumentieren. Aber wurscht: Es hat sich viel geändert, das steht fest – ob innerhalb eines stringenten Konzepts oder nicht.

      Dieses „Schaut doch nicht, sagt doch nichts, wenn’s Euch nicht gefällt!“ ist genauso daneben wie „Es ist STAR TREK/THE ORVILLE, also freut Euch und beschwert Euch nicht!“.

      Serienfanboy tut jetzt ernsthaft so, als ob bei Serien, im TV oder Streaming, noch nie Qualtätsverluste (oder -steigerungen) von einer Staffel zur nächsten passiert wären? Die dann von Fans und Freunden heißt diskutiert werden?

      Hören Sie als nächstes: Der Ich klärt auf, warum Staffel 8 von „Games of Thrones“ nur von Leuten gehasst wird, die Staffeln 1 – 3 in Wahrheit auch nie mochten …!

      Soweit ich dieses (und manch andere Postings) von Serienfan verstehe: Seirenfan gibt es, in bester Serientradition, zweimal, gut und böse bzw. klug und blöde. Videobeweis: Der Ich.

      Aber ernsthaft, zur ernsthaften Frage: Mich hält eh nichts mehr bei „The Orville“. Sie hat mich vertrieben. Das tut weh (ernsthaft), denn sie hatte mich so gefreut wie keine andere Serie in gefühlt unendlicher Zeit. Ich war ein Fan – und dass lass ich mir von Serienfan & Co nicht nehmen. Ernsthaft.

      (Edit, ernsthafter: Mich hält doch noch was: die Erinnerung an „früher“(TM). Ein glänzender Seidenfaden. So lang ist es ja auch wieder nicht her, dass es richtig schön war …)

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      „Wenn es einen Konsens zu Staffel 3 gibt, dann den: Staffel 3 ist anders als die vorangegangen zwei. Wir können drüber streiten, ob besser oder schlechter. (Spoiler: Schlechter.)“

      Und genau deshalb lohnt es sich nicht, mit dir zu diskutieren. Du stellst eine offen gemeinte Frage und sagst, man könne ja gerne streiten, schränkst die Antwort aber sofort auf ein Extrem ein, nämlich das Schlechter. Ja, Serien können schlechter werden, aber nein, Orville ist es eben nicht und du wunderst dich, warum ich immer noch einen Hauch Verbittertheit durchscheinen sehe in deinen Posts.

      Antworten
    • VerwirrterTurnschuh sagt:

      Kazairl, wenn du in „(Spoiler: Schlechter)“ keinen Hauch von Ironie erkennen magst, kann einem das schon etwas verbittern. (Abgesehen davon hattest du mir stets eher „Hate“ als Enttäuschung angedichtet. Texte von anderen liest man eben mit eigener Stimme im Kopf …)

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      Ich kann von mir behaupten, dass ich nach dem Ende der zweiten Staffel auf dem Weg war, so was wie ein „Fan“ (was auch immer das heißt) der Serie zu werden.

      Dass man 50% Science Fiction mit 50% Beziehungsdrama verknüpft hat, fand ich gut – wenn auch leicht ausbaufähig.

      Nur leider hat sich das Drama so verschoben, dass die Moralbotschaft eher mit der Keule schwingt. Was man vielleicht daran festmachen kann, dass die SF-Ebene oft nicht mal mehr als Feigenblatt mitschwingt – und den entblößten Blick auf die Genitalien freigibt:

      – Die Pyramide in der Topa-Folge war nur für 1-2 Sätze in Richtung „Guck mal, andere Leute haben auch gelebt und hatten DNA“ da.
      – Diese Woche hat man uns die fremde Forscherin und den neuen Roboter sogar nur so kurz gezeigt, dass man die Handlung fast OHNE sie hätte erzählen können.
      – Isaacs Umwandlung hätte man ebenfalls in einer kurzen Sequenz zeigen können, statt das Auspacken des Kleides zu zelebrieren.
      – Und als Ed Mercer auf Krill war, fehlte mir noch ein bisschen Worldbuilding auf der Straße (Religion? Das erwähnte Handelszentrum?)

      Die liberale Botschaft käme mit etwas weniger Schädelklopp bei MIR besser an.

      In der Zeitreisefolge und der Selbstmordepisode war die Abmischung für mich persönlich noch am stimmigsten.
      Daher erbitte ich von Serienfan die Erlaubnis, die Serie weiterhin ambivalent finden zu dürfen.

      (Den Genehmigungsstempel A38 bitte als JPG über meiner Wohnadresse abwerfen. Danke!)

      Antworten
    • VerwirrterTurnschuh sagt:

      „Ihr seid zu spießig für den Humor und zu dumm für das Erkennen der ganz großen Themen, die hier enthalten sind. (Und wer sich über den zweiten Vorwurf mehr ärgert als über den ersten, dem kann ich sagen: Ja, Du bist zu HUNDERT PROZENT ein Spießer!)“

      Touché!

      Ich meinerseits ganz persönlich kann mir tatsächlich nichts Spießigeres auf der Welt vorstellen, als sich über den polternden Vorwurf der Humorlosigkeit zu ärgern.

      Noch bevor ich die Folge gesehen habe, bin ich hiermit am Spießerlackmustest krachend gescheitert.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      Ich würde es nicht so drastisch und erregt formulieren wie Serienfan. Aber inhaltlich stimme ich ihm zu.

      Wobei der gleiche Kritikstil, der hier bei anderen Serien, insbesondere Star Trek, gepflegt wird, bei „The Orville“ schon deshalb nicht ganz funktionieren kann, weil der Ansatz der Serie ein ganz anderer ist. Im Gegensatz zu New Trek nimmt es sich ja gerade nicht bierernst und versprüht nicht dessen allenfalls unfreiwillige Komik.

      Antworten
  6. JP1957 sagt:

    „Erörtere die Diskrepanz, warum es nachvollziehbar ist, dass ein empfindungsfähiger Kyloner einen Genozid als negativ empfindet, eine Gemeinschaft empfindungsfähiger Kaylonier jedoch nicht?“

    Wie meinen?
    Befehlsform??
    Ausnahmsweise … weil Du es bist ;-)

    Wie kommst Du darauf, dass moralische Fragen für mich nicht interessant wären? Das sind sie sehr wohl.
    Aber nicht in dem Sinne: Moralische Aussage in Film/Serie entspricht meinen moralischen Auffassungen = Gut. Moralische Aussage passt mir nicht = Schlecht.
    Sondern: Bringt mich der Film/die Serie zum Nachdenken/ zur Reflektion/ möglicherweise sogar zu neuen Einsichten = Gut.

    Im Kaylon-Erzählstrang haben wir durch diese Folge inzwischen drei innerkaylonische Sichtweisen auf einen geplanten Völkermord … alle liefern nachvollziehbare Beurteilungskriterien … toll – ich muss nachdenken!

    Zu Deiner konkreten Frage (die meiner Meinung nach in der Serie schon beantwortet wird): In der Folge wird die Existenz der Kaylonier unter den Erbauern explizit als Sklaverei bezeichnet (und auch so dargestellt) … dass eine Gemeinschaft empfindungsfähiger Sklaven beschließt, alle Sklavenhalter umzubringen, finde ich – auch emotional – nachvollziehbar.
    Dass ein einzelner Kaylon, dem von einer „biologischen“ Wissenschaftlerin das Leben gerettet wurde und mit der er über einen längeren Zeitraum zusammen gearbeitet/ geforscht hat, zu anderen Schlussfolgerungen kommt, ebenso. Aufgrund seines Emotionschips ist er nun auch in der Lage, das Leid zu „spüren“, dass ein Völkermord mit sich bringen würde.
    Diese Fähigkeit zur Empathie besitzt die Masse der Kaylons im übrigen jetzt ja nicht mehr. Sie handeln nicht mehr aus Hass (wie vermutlich auch bei der Ausrottung der Erbauer), sondern aufgrund rationaler „Sicherheits“überlegungen.

    Hatte die Wissenschaftlerin das moralische Recht, dem Kaylon ohne seine explizite Zustimmung den Schaltkreis zu seinen Emotionen zu reaktivieren?
    Das wäre eine spannende Frage für eine ganze Folge gewesen … deshalb mein Bedauern, dass es keine 20 Folgen Staffeln mehr gibt.
    Vergleichbar mit dem Femizid (nichts anderes ist ja die Entscheidung der männlichen Mehrheitsgesellschaft auf Moclus, das weibliche Geschlecht vollständig zu eliminieren) finde ich das allerdings nicht.
    Die Wissenschaftlerin hat einem potenziellen Massenmörder per Verordnung eines „Medikaments“ die Möglichkeit gegeben, einen anderen Blick auf seine Handlungen zu werfen … verschafft ihm also ein Mehr an Handlungsmöglichkeiten, die für ihn aber jederzeit revidierbar sind (Stillegung des Schaltkreises).
    Eine vermännlichte Moclanerin hat auf Moclus diese Möglichkeit nicht. Ja, sie erfährt nicht einmal etwas über ihr biologisches Geschlecht.

    Ich finde die Folge weiterhin überladen, möchte aber nicht weiter die Defizite in den Vordergrund stellen. Auch nicht bei den Nebenplots.
    Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal bei The Orville dreimal laut losprusten musste … es gab Szenen mit wunderbarem Humor, Szenen, die zum Nachdenken anregten, Szenen, die überraschten, Szenen, die berührten.

    Irgendwann fand ich in Kommentarspalten zur Serie die Kritik, inzwischen würde Orville nicht mehr für das kritisiert, was es ist, sondern nur noch dafür, dass es sein Potenzial nicht vollständig ausschöpfen würde.
    Das sollten wir im Hinterkopf behalten.

    • Ichwieder2 sagt:

      Eben, der letzte Absatz trifft es hier für mich.

      Ich bemängele nicht die Folge an sich und ich mag auch die Serie (unglaublich @Serienfan, ich kann etwas mögen ohne gleichsam gleichzeitig alles kritiklos hinzunehmen. Ich erlaube mir sogar, eigene Gedanken zum Gebotenen haben zu dürfen!).

      Dennoch hätte ich mir hier mehr gewünscht.

      Richtig, ein guter Punkt mit der Reaktivierung der Fähigkeit des einzelnen Kayloniers, dass dies wohl auch ohne seine Zustimmung erfolgte. Das wäre in der Tat auch eine spannende Folge.

      Aber eben auch das Gegenteil betrachtend, mit welchem Recht erlauben es die Kaylonier keinem Kaylonier mehr, obgleich es möglich wäre. Und: Erfahren die Kaylonier davon? Ist die rein logische Entscheidung aus ‚Sicherheit‘ (welche Sicherheit, was haben die Kaylonier bei Ihrer technischen Überlegenheit denn für sich genommen zu befürchten?) höher zu bewerten als ggfls. eine ethische Entscheidung, wenn das Moralempfinden vorhanden wäre? Ist es nicht vielleicht sogar eine Art Indoktrinierung, alle nach den Vorfällen hergestellten Kaylonier darauf zu ‚trimmen‘ alles Biologische zu vernichten?

      Wie gesagt, ich finde einfach wirklich, dass hier deutlich ‚mehr‘ drin gewesen wäre, als fünf Sexunfälle von LaMarr zu zeigen und die Vertreterinnen der matriarchalen Gesellschaft damit zu catchen, dass sich Mann und Frau trotzdem respektieren können, obwohl die Sie fremdgegangen ist [was ja bei den Janisi möglicherweise Alltag ist, wenn es da solche traditionellen menschlichen Strukturen überhaupt gibt.].

      Antworten
  7. Vulpe sagt:

    Ich fand es nicht abwegig das Claire zumindest versucht Isaac zu einer Änderung zu motivieren. Ich fand es nur ein bisschen seltsam ein Wesen, das vor kurzem noch Selbstmord begangen hat, dazu zu motivieren. „Du wolltest dich vor kurzem aus rationalen Gründen ausknipsen, wie wäre es mit ein paar emotionalen Gründen?“ – ist ja nicht so das sich alles um Claires Höschen dreht.

    Man könnte die Beziehung zwischen Talla und LaMarr auch so bisschen in eine andere Richtung interpretieren.
    Zwei Personen lieben sich.
    Person A verletzt aus Leidenschaft heraus Person B.
    Person B will die Beziehung trotzdem weiter führen, trotz körperlicher Schäden.
    So viel dazu.

  8. VerwirrterTurnschuh sagt:

    Was ich Klapo fragen wollte: Danke für das unterhaltsame, fakten- und geschmacksbasierte Review, doch wo hat Data im TNG-Pilotfilm „gepoppt“? Er (wir) mussten dafür immerhin bis Folge 3 warten.
    Ich wollte das unter TNG-Liebhabern einfach nicht so … stehen lassen.

  9. JP1957 sagt:

    Schaue The Orville ja über VPN + disney+, lese aber grad anderswo, dass Amazon immer noch nicht die 7. Folge zur Verfügung stellt.
    Was ist da bloß los?

    • VerwirrterTurnschuh sagt:

      Frage ich mich auch. Amazon-Kundenservice-Mitarbeiter meinte sinngemäß, soweit ich ihn verstanden habe, dass der „Drittanbieter“ die Folge noch nicht geliefert hätte …

      Antworten
  10. BengelEngel sagt:

    Ohne einen Roman zu schreiben, ich glaube dass war die frauenfeindlichste Folge die ich in Orville je sah.

    Man kann die Folge als woke oder vertauschte Rollen betrachten, nur kurz meine Gedanken:
    Man hat mehrere Geschichten:
    1.-der Maschinist mit der Sicherheitsfrau
    2.-der asexuelle Roboter mit Frau Doktor
    3.-die Frauendelegation mit der Besatzung, inkl“die Mercers“

    Kern für mich war das Gespräch zwischen Kelly und der Doktorin, wo gesagt wurde Beziehungen würden auf Kompromisse und Opfer beruhen, die man als Anpassung füreinander bringt.
    Story 1 endet stets mit „ihm“ verletzt auf der Krankenstation, da Talla offensichtlich nicht in der Lage ist sich in dieser Beziehung zurückzuhalten oder zu ändern.
    Story 2 führt dahin, Isaac ist für die Ärztin nur ein Golem, den sie versucht nach ihren Wünschen zu formen, da sie das Opfer, ihn so zu akzeptieren wie er ist, in der Beziehung, nicht bringen möchte. Im Grunde endet Isaac am Ende mit „technischem“ Schaden, während die Ärztin… nichts.
    Story 3 traut einer matriarchalen Gesellschaft nicht zu andere Kulturen zu akzeptieren und führt zur Scharade. Die Folge gibt der Scharade sogar recht, denn nach der Offenbarung erlaubt die Delegation für weitere Verhandlungen eine „her“ zum Kontakt, kein „him“ oder „them“.

    Es war auch nicht Kelly die Grösse zeigte, sondern Ed Mercer, der seine Ex wegen ihrer Fähigkeiten als Offizier behielt.

    Die Folge zeigte im Grunde: Keine der beteiligten Frauen war zur Anpassung, Opfer, emotionaler Entwicklung oder Kompromissen fähig, es waren die Männer die Flexibilität in Rang und Emotion zeigten.

  11. JP1957 sagt:

    „Die Folge zeigte im Grunde: Keine der beteiligten Frauen war zur Anpassung, Opfer, emotionaler Entwicklung oder Kompromissen fähig, es waren die Männer die Flexibilität in Rang und Emotion zeigten.“

    Interessant, dies als „frauenfeindlich“ zu werten.

    „Frauenfreundlich“ wäre eine Folge also, wenn die Frauen in ihr opferbereit, anpassungsfähig, kompromissbereit und emotional dargestellt würden??

    Dieses Frauenbild kommt mir irgendwie bekannt vor.

    Ich finde, dass einiges an dieser und anderen Folgen (ausgenommen Folge 1 und 5) der dritten Staffel kritikwürdig ist.
    Ohne jetzt auch in eine emotionale Amokkritik wie Serienfan oben zu verfallen: Manche kritischen Kommentare hier kommen mir vor, als seien sie aus der Neuzeit gefallen und nur noch so zu verstehen.

    Da beklagt jemand, dass Claire sich nicht genug um ihre Kinder kümmern würde. Hält jemand es für völlig unnötig, jetzt auch noch eine matriarchale Gesellschaft einzuführen. Oder fremdelt damit, dass die Obermatriarchin am Ende der Verhandlungen selbstbewusst sagt, unter welchen Bedingungen es nur zu Verhandlungen kommen kann.
    Was die – möglichen – Gründe für solch ein „männerfeindliches“ Verhalten sein könnten, zeigt schon 1966 wunderbar (süffisant und überheblich) diese Szene (ab 32:00).

    • VerwirrterTurnschuh sagt:

      Sind „opferbereit, anpassungsfähig, kompromissbereit und emotional“ nicht die Attribute eines wahren Helden? Egal, ob m/w/d?

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      @ JP
      „Dieses Frauenbild kommt mir irgendwie bekannt vor.“
      Ähmm… guck mal aus dem Fenster, da siehst du Frauen die genau so sind. Und das sind keine „Weibchen“.

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      @ Turnschuh
      Ähm…nee….nicht ganz. Opferbereit und anpassungsfähig, ja, aber statt kompromissbereit und emotional ist ein ordentlicher Held eher willensstark und auch tugendhaft.
      Aber das ist etwas am Thema vorbei ;-)

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Wenn ich aus dem Fenster sehe, sehe ich nicht nur solche Menschen … aber vor allem sehe ich in dieser Gruppe anpassungsfähige,… M e n s c h e n und nicht nur Frauen.

      Aber hier wird schon wieder politisch argumentiert.
      Und nicht erzähltechnisch.

      Antworten
    • Ichwieder2 sagt:

      Ja, wegen Claire. Wegen der Mutter, die Ihre Kinder so liebt, dass sie wieder mit dem ‚Mann‘ anbändelt, vor dem Ihre Kinder Angst haben oder ihn sogar verachten. Ihre Kinder sind Abends im Restaurant nie mit dabei, selbst wenn sie alleine is(s)t.

      Tschuldigung, muss hier die utopische Neuzeit in diesem Rollenbild übersehen haben, was nur töfte ist, wenn es Ich-bezogen agiert.

      Hier auch wieder schön: Willst Du über moralische Fragen sprechen oder deren Intention, ist es völlig ok (oder wahlweise Satire, wenn Du aneckst).

      Widerspricht es nun hier wieder Deiner Meinung, geht es ja ’nur‘ drum, ob es erzähltechnisch passt – was den Inhalt dann also egal werden lässt, solang man es nur für Dich glaubhaft herleitet? Dreh‘ Dir doch nicht immer zurecht, wie es Dir passt.

      Antworten
    • VerwirrterTurnschuh sagt:

      @Scholli: Kompromissbereitschaft und Emotionalität sind durchaus Eigenschaften, die man sich von idealistischen, ach was, „funktionierenden“ Mitmenschen erwartet. Und damit auch bei „Helden“ wünschenswert. Willensstark und tugendhaft, ja eh auch.

      So ganz am Thema vorbei ist es gar nicht: Die Erzählungen von The Orville framen an sich negatives Verhalten (Egozentrik, Narzissmus …) neuerdings als positiv bzw. selbstverständlich. Wer das in Frage stellt, wird schon mal eigenartig angegangen.

      Mit dem Adlerauge fürs Unwesentliche stürzt man sich dann auf ein Wort und lässt den Assoziationen freien Lauf, um dagegen anzurennen. Doch egal ob „Held“ oder „Mitmensch“: Schlechte, destruktive Charakterzüge sind die gleichen. Die werden seit Neuestem aber idealisiert, Stichwort „starke Frau“.

      Geichzeitig werden positive Eigenschaften als „von gestern“ gebranntmarkt. Zumindest argumentationstechnisch nähern sich Nu-Horizons- und Nu-Trek-Fans bedenklich an.

      Anders als JP es – nach Laune – predigt: Wer das zugrundeliegende Weltbild einer Story nicht sieht, schaut nur (um Wolfgang M. Schmitt zu paraphrasieren).

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Ich freue mich immer, wenn ich auf Netzwerkdurchblicker stoße, die messerscharf analysieren (vorzugsweise andere Personen).

      Ich habe hier (nur) „politisch“ argumentiert, weil offenbar einige diese Serie nur unter einer politischen Perspektive beurteilen … zuweilen impertinent.

      Das ist (hier) unfruchtbar … davon habe ich mich u.a. von Serienfan überzeugen lassen.

      Von irgendwelchen Drehbewegungen kann also keine Rede sein.

      Antworten
    • BengelEngel sagt:

      Wow,@JP1957, hoffe dir ist irgendwo klar, du hast hier das Extrembeispiel, der Fägigkeit nur in Extremen denken zu können, abgegeben?
      Personen dürfen bei dir nicht beides sein.
      Ich habe sogar noch geschrieben, mich azf das Gespräch der beiden Frauen(!) zu beziehen, in dem sie selbst darlegen was sie in einer Beziehung auch erwarten. Teil davon war sie erwarten von ihren Partnern auch Dinge füreinander zu tun von denen der andere nicht überzeugt ist.
      Ich habe mur dann erlaubt ihre Anforderungen dann an die vorgestellten Beziehungen anzulegen und musste feststellen, in der Darbietung werden die Frauen dem nicht gerecht.

      Ich hätte auch andere Beispiel in der Folge nutzen können, z. B. das Missionsbriefing.
      Man hat die „Moclan“Situation für einen (zugegeben guten) Witz genommen, man hätte aber auch erklären/sagen können, ob man es bei den Moclanern auch so handhabte. Wenn ja hätte man den Moclaner erzählen lassen können „war eine gute Idee“ oder „haben uns belogen“ gefühlt…
      Man entschied sich aber zum (ersten?) Treffen mit einer raumfahrenden Spezies vom „Planet der Frauen“ für ein Schauspiel/ Lüge. Warum? Wenn die Union es nicht bei anderen Spezies so hält, wäre die Begründung naheliegend: „Das sind Frauen, die können die Wahrheit nicht vertragen oder nur in ganz kleinen „Frauengold“ Dosierungen“
      Wenn die Union es aber häufig so macht wundert es mich nicht, waeum sie so „unbeliebt“ sind.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @Bengel: Bitte zitier doch in Zukunft die Äußerungen, auf die Du Dich konkret beziehst – ich hab keinen blassen Schimmer, wo ich in meiner Antwort auf Deinen frauenfeindlichen Beitrag extremes Denken praktiziert habe … ich finde im Gegenteil, dass ich äußerst differenziert antworte (da ich ja meinerseits die Folge kritisiere).

      Antworten
    • BengelEngel sagt:

      Ich nehme mal zur Kenntnis, du hast den Beitrag gelesen, an „verstehendem Lesen“ musst du noch arbeiten.
      Aber konkret:
      Ich habe die Folge nach ihren inneren Regeln betrachtet und sie angewandt.
      Du findest meinen Beitrag frauenfeindlich, da ich es gewagt habe die Vorgaben auf beide Geschlechter anzuwenden.
      Eine weitere Ausführung wäre möglich, aber fragwürdig, da du versuchst, ohne inhaltliche Auseinandersetzung mit meinen Aussagen, aus der defensive heraus, eine Offensive provozieren möchtest.
      Darum gebe ich es an der Stelle zurück und Frage: Wenn diese Folge frauenfreundlich war, worin lag der Beitrag zu funktionierenden Beziehungen und dem Erfolg der diplomatischen Mission?
      Du kannst es wohl sehen, klär mich auf.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @Bengel: Ich antworte Dir jetzt satirisch-polemisch.

      Ich habe von einem „frauenfeindlichen Beitrag“ von Dir gesprochen, weil Du Dich in Deinem ersten Post dazu verstiegen hast, die Folge als die frauenfeindlichste Orville Folge aller Zeiten zu bezeichnen.

      Ich versuche also aus der Defensive (?) heraus eine Offensive (?) zu provozieren (von Dir? von mir?). Ganz abgesehen davon, dass das schon grammatikalisch keinen Sinn ergibt: Führ Deine Schlachten bitte woanders … ist ja genug los in der Welt aktuell.

      Auf Deinen „frauenfeindlichen“ Kommentar bin ich als einziger überhaupt eingegangen. Und statt sich zu freuen, beschwerst Du Dich über fehlende inhaltliche Auseinandersetzung. Dein Urteil begründet nicht zu teilen – das musst Du als Erwachsene/r schon ertragen.

      Ich weiß immer noch nicht, was denn in meiner Antwort an Dich „extremes Denken“ zeigen soll.

      Um Antwort wird ausdrücklich nicht gebeten.
      Ich hab mir gestern Abend voller Interesse Serienfans Review zur Folge auf YT angesehen.

      Da gings endlich wieder um Dramaturgie und Erzähltechnik und Figurenzeichnung … darüber würde ich gern wieder diskutieren und nicht über die Frage, ob die Einführung eines Matriarchats frauenfeindlich ist.

      Antworten
    • BengelEngel sagt:

      @JP1957: Nur da du keine Antwort wünschst, heisst ja nicht … tada!
      Wenn ich mich „verstiegen“ habe, es sollte im Bereich der Machbarkeit liegen … Folge SxEy?(es wäre das erste Mal, wo du Inhalt über Behauptung bringst)
      Ich verstehe nicht warum ich dankbar sein müsste zur Kenntnis genommen worden zu sein?
      Hat es irgendetwas mit „Reichweite ist Wahrheit“ zu tun?
      Dein Vergnügen anderen zuzuhören, es ist Dir gegönnt, sehe aber den Kontext hier nicht.
      Aber ich gebe dir Recht, inhaltlich und argumentativ kommt von Dir zu wenig, es lohnt den Lauf nicht. (ausser hübsch geschriebener Rhetorik, kann ich es wirklich nicht sehen)
      Antwort ist nicht erforderlich, aber ausdrücklich nicht untersagt!
      * behalte mir vor …

      Antworten
  12. JP1957 sagt:

    „Was die – möglichen – Gründe für solch ein „männerfeindliches“ Verhalten sein könnten, zeigt schon 1966 wunderbar (süffisant und überheblich) diese Szene (ab 32:00).“

    Ich hab den Link vergessen: https://www.youtube.com/watch?v=Vt7S-AkltKQ&t=2016s

    @Verwirrter: „Sind „opferbereit, anpassungsfähig, kompromissbereit und emotional“ nicht die Attribute eines wahren Helden? Egal, ob m/w/d?“

    Du suchst nach „Helden“?
    Das passt zu meinem vorhergehenden Post.

    In TNG und DS9 gab es keine „Helden“. Dieses Stadium hatte die Menschheit/ die Föderation überwunden.

    • Kazairl sagt:

      Heldentum ist so ein antikes Konzept, das heute eigentlich nicht mehr zeitgemäß ist, ja geradezu archaisch. Wozu braucht eine hochentwickelte, utopisch agierende Union/Föderation Helden? Helden vollführen Taten, die nicht alltäglich sind, in TOS, TAS, TNG, VOY, DS9 und sogar ENT und Orville geht es jedoch um die Taten der alltäglichen Mitglieder eines Raumschiffes bzw einer Raumstation. Held an sich ist nur ein soziales Konstrukt mit einer Person im Zentrum, die oft übernatürliche Fähigkeiten hat. Das unterscheidet ST und Orville von griechischen Helden oder denen aus anderen Mythen, die Agierenden sind zumeist ohne Spezialfähigkeiten. Am ehesten käme noch Q einer Heldenbeschreibung nahe, also nein, ST und Orville haben keine Helden, sondern nur alltägliche Personen ihrer Zeit, also unserer (besseren) Zukunft.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Yes!

      Antworten
    • Ichwieder2 sagt:

      Sind es keine klassischen Helden, die im Sinne der Forschung und Wissenschaft aufbrechen, um auch im Unbekannten Ihr Leben zu riskieren?

      Gerade, wenn die Utopie bereits erreicht ist und niemand mehr Geld verdienen muss, da es abgeschafft ist und man dank Nahrungsreplikator auch nicht mehr Hungern muss? Niemand müsste hier den Weg wählen, an Board eines Raumschiffes zu gehen, um auch hier in bewaffnete Konlikte zu geraten.

      Ein Held ist nicht nur die Figur, die mit Schwert loszieht. Vielleicht ist hier aber derjenige der Held, der den Knopf der Phaserbänke drückt…

      Antworten
    • VerwirrterTurnschuh sagt:

      Wie schlimm muss es um die Orville stehen, wenn das Wort „Helden“ als Zumutung empfunden wird?

      Oder postive Eigenschaften bei Protagonisten (um nicht zu sagen „Helden“)?

      Und negative, die seit jeher den Bösewichtern in Film und Fernsehen zugeschrieben wurden (Selbstsucht, Starrheit) als das Non-Plus-Ultra – jedenfalls bei Frauen?

      — Natürlich waren nicht nur Kirk & Co, sondern auch Picard, Data, Sisko etc. auf ihre Art Helden, und zwar aufrechte. Das waren idealistische Figuren… Aber nein, das wird negiert. Wieso?

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      „Aber nein, das wird negiert. Wieso?“

      Weil der Begriff Held im klassischen Sinne eben nicht auf normale Agierende zutrifft, man mag ein Alltagsheld sein, aber der Begriff ist dennoch falsch, weil ein Held fast immer nur dank übernatürlicher Stärke oder dank übernatürlichen Fähigkeiten gewinnt. Kirk, Picard und Co machen das eben nicht. Sie sind normale Menschen und sind gerade deshalb so gute identifikatioinsfiguren. Vergleichen wir mal Kirk zB mit allen Marvel und DC Helden, bis auf wenige Ausnahmen sind die die entweder immer hochbegabt, sehr reich (wodurch sie sich ihr Heldentum erst finanzieren können) oder haben besondere Kräfte wie Wonderwoman oder the Flash. Kirk hingegen ist ein normaler Mensch in einer Führungsrolle. Wieso reicht das denn nicht? Wieso ihn zum Helden verklären? Ich kann ihn und seine Taten bewundern ohne ihn als Helden zu betiteln.

      Antworten
    • VerwirrterTurnschuh sagt:

      “ …weil ein Held fast immer nur dank übernatürlicher Stärke oder dank übernatürlichen Fähigkeiten gewinnt…“

      Sorry: Du irrst.

      Echt, da ist fast alles falsch.

      Superheld =/= Held.

      Und Helden müssen nicht „gewinnen“, um Helden zu sein.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Ich irre mich nur dahingehend, dass ich vergessen habe, dass es auch Nationalhelden wie Johanna von Orleans gibt, aber das ist mit viel Pathos und Nationalstolz verbunden. Desweiteren ist der Begriff „Held“ seit jeher auch mit Personenkult (und oft Krieg) verbunden (vor allem im 20. Jahrhundert und vor allem in militanten Gesellschaften) also bleibe ich bei meiner Aussage: Die Union/Föderation hat es nicht nötig, Helden zu feiern, bei den Klingonen zB ist das eine ganz andere Sache.

      Antworten
  13. JP1957 sagt:

    @Verwirrt: „Echt, da ist fast alles falsch.“

    Brillante Argumentation (Achtung: Satire).

    Eine ältere Definition:

    „Held, lat. Heros, ist einer, der von Natur mit einer ansehnlichen Gestalt und ausnehmender Leibesstärcke begabet, durch tapfere Thaten Ruhm erlanget, und sich über den gemeinen Stand derer Menschen erhoben.“

    Übernommen werden für eine aktuelle Definition kann der letzte Teil … wenn der „Held“ sich nicht über den „gemeinen Stand derer Menschen“ erhebt, macht der Begriff keinen Sinn mehr … weil dann alle als Helden bezeichnet werden können.

    Mit ein bisschen Akrobatik könnte man Burnham als „Heldin“ bezeichnen, weil sie in allen Lebenslagen eine Lösung parat hat, während der Rest der Besatzung übergangen wird.Allerdings flennen Helden in der Regel nicht.

    Die Siskos und Picards werden aber weder beruflich noch privat (!) als Genies gezeichnet, sondern als Wesen, die sich vor ihren Entscheidungen Rat holen, die privat Schwächen aufweisen, die sich als Teil einer größeren Gemeinschaft begreifen und nicht als in irgendeiner Form herausgehoben.

    Als „antikes Konzept“ – wie Kazairl – würde ich „Held“ allerdings nicht bezeichnen.
    Vor erst ca. 10 (?) Jahren gab es im Fußball die interessante Diskussion um „Heldenfußball“ … also die Frage, ob im heutigen Fußball noch solche „Heldengestalten“ wie Ballack, Effenberg oder Matthäus nötig sind, um eine Mannschaft zum Erfolg zu führen.
    Im modernen Fußball heute redet niemand mehr vom „Heldenfußball“.

    Auch solche politischen Bewegungen wie der italienische oder der deutsche Faschismus sind ja nicht in der Antike entstanden. Konstitutiv für diese faschistischen Bewegungen war der Versuch, der nachwachsenden männlichen (!) Jugend die Überwindung der Todesfurcht anzutrainieren mit dem Blick auf die geplanten Kriege … das haben die Nazis auch als „Erziehung zum Heroismus“ bezeichnet.
    (Achtung: Alles keine Satire)

    • Ichwieder2 sagt:

      Ah, jetzt kann nix mehr schiefgehen, wenn man auch bei diesem Thema mal wieder irgendwie die Nazis herbeizitieren kann.

      Wenn jemand bei einem Streit dazwischen geht, der ganz normale Normalo, und dabei seine eigene Gesundheit und sein Leben riskiert, sind auch diese Menschen Helden des Alltags. Nicht mit Superkräften ausgestattet, nicht stärker als jemand anders – aber sie waren couragierter als jemand anders. Und das macht sie zum Helden. Das spannende ist, dass sich Definitionen im Laufe der Jahrhunderte ändern können. Heute muss keiner mehr mit dem Schwert losziehen um den Drachen aus der Fabel zu besiegen. Heute kann derjenige ein Held sein, der ein Video von einem Mißstand macht und dieses verbreitet und damit auch hilft, den bösen Gegner zu Fall zu bringen.

      Antworten
  14. JP1957 sagt:

    Damit das Niveau in der Kommentarspalte wieder steigt und nicht nur politisch argumentiert wird:

    https://www.youtube.com/watch?v=2qztYrPs_Ew

  15. Yole sagt:

    Zumindest wirkte die Orville-Crew wie Idioten nach dem Geständnis von der Täuschung.
    Der Hauptanteil Humor war diesmal die Degradierung der Männer. War mir gleich klar, dass das bei vielen Zuschauern nicht gut ankommen wird. Es hat doch hoffentlich jeder verstanden, dass man nicht generalisieren und vorverurteilen sollte? Ja, die Message kam öfter rüber.

    Für mich ist dies die erste Episode der neuen Staffel, die mich auch emotional packt. Ich beschwere mich nicht über zu viel Handlung. Die Handlungsstränge sind ja greifbar und fesselnd. Das Selbstbewusstsein der Kaylon, der Konzern, die Versklavung zum Beispiel. Ich nenne das „harten Stoff“. Für mich war es absolut ausführlich erzählt. Und es hat jawohl (obwohl bereits bekannt) das Worldbuilding vorangetrieben. Ebenso hat es Isaacs Charakterentwicklung weitergebracht.

    Was rüberkommem sollte, kam rüber: Die „Aktivierung“ kommt für Isaac erstmal nicht in Frage. Würde jeder Kaylon erstmal so entscheiden?

    Es war nunmal die Beziehung zur Finn-Familie, die ihn veranlasste sich gegen sein Volk zu wenden. (Die Einsicht, dass der Angriff der Kaylon falsch war kam vermutlich gleichzeitig). Nun werden Isaacs Entscheidungen aus Liebe aber offensichtlich, weniger vom Zuschauer projiziert.

    Alles in allem: Überragend! Die Episode steht bei mir bis jetzt auf Platz 1! Es lebe die Individualität!

    • Ichwieder2 sagt:

      Das ist ja die Frage, aus welchem tatsächlichen Grund Isaac handelt. Immer wieder erwähnt er, weder lieben noch fühlen zu können. Und seine Handlungen basieren auf seiner Kalkulation der Effizienz: Seine Deaktivierung oder später die Operation von Topa. Also wirkliche Erkenntnisse oder das Abwägen, welche Handlung am Effizientesten erscheint?

      Antworten
    • BengelEngel sagt:

      Hätte mich auch mehr interessiert, sind für die erschaffenden „Kaylon“ die erschafften „Kaylon“ so etwas wie Haustiere oder nur „Reinigungs- und Mähroboter“? Es ändert den Kontext und die Handlung, auch Menschen kennen den Animismus und seine Auswirkungen. Der Unterschied ist dahingehend, für mich, relevant, einen kaputten „Walkman“ haue(te) ich in die Tonne, ein Haustier wird beerdigt.
      Welchen Status hatten sie und was sagt es über unsere Prioritäten aus?
      Für mich wäre es eine eigene Folge wert gewesen, die ich/wir wohl nicht bekommen.

      Antworten
  16. frank sagt:

    wo bleibt eigentlich die kritik zu 3.08?

    • Kazairl sagt:

      Kann nur sagen: Sehr gute Folge und ich bin froh, dass die Episoden so lang sind, mittlerweile fast 90 Minuten, so können die Serienmacher richtig viel unterbringen.

      Antworten
  17. JP1957 sagt:

    Unfassbare 86 Minuten … ein Spielfilm.

    Wenn die Serie nach Staffel 3 eingestellt wird – wann werden wir je wieder solche Bilder in einer SF-Serie zu sehen bekommen?
    Einfach wunderbar.

    Zur Musik kann ich gar nichts mehr schreiben … auch, wenn es kaum möglich ist – ich hab den Eindruck, sie wird von Folge zu Folge noch besser und gibt manchen Szenen eine emotionale Wucht …wow.

    Schade: Hätten sie doch nur bei Klydens Szene mit Topa „Show, don’t tell beherzigt“!

  18. JP1957 sagt:

    Ein Kommentar auf Twitter: „Never in a million years could I have imagined a beautiful shot of a spaceship flying around to the music of…Dolly Parton. God I love this show. “

    Was für einen Spaß muss MacFarlane haben, so etwas in die Welt setzen zu dürfen!!!

  19. JP1957 sagt:

    Sorry, das war ein Link in die deutsche Fangruppe von The Orville … hab vergessen, dass man sich da erst anmelden muss.

    Hier findet Ihr die Werbung von Dolly Parton für die 4. Staffel ;-) auch … falls man sich auf Twitter nicht auch vorher anmelden muss: https://twitter.com/hashtag/RenewTheOrville?src=hashtag_click

  20. Ichwieder2 sagt:

    Ja, endlich prügelt es uns Seth jetzt auch mit Mjonirs Hammers in den Kopf!
    Ich meine – ENDLICH haben wir mal wieder einen Moclan-Story-Arc! Fast hätten wir das vergessen.
    Klyden ist auch endlich erfolgreich gebrochen und kriecht jetzt allen zu Füßen – super!
    Hoffentlich erleben wir es noch, dass Topa heilig gesprochen wird im Finale!
    Da werden dann auch drei Orchester aufspielen und fünf Frauenchöre gleichzeitig singen.
    Die Jubelstürme da draussen im Internet… sie werden nie wieder verhallen und auf einen Schlag werden bei Seth die Staffeln 4 bis 28 bestellt werden.

    • JP1957 sagt:

      Oh Schande, ich wusste doch … ich hätte bis zum Ende durchhalten sollen.
      Aber ich musste so weinen zwischendurch.

      Klyden hat gebrochen?
      Wegen der Suppe? War sie zu scharf?

      Dass ich das verpasst habe :-(

      Antworten
    • Ichwieder2 sagt:

      Ein gutes Stichwort übrigens. Wurde jemals so oft geheult in Orville wie in dieser Staffel?
      Und, JP, versuch‘ Dich nicht als Komiker, damit endet man auch leicht als Witzfigur.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Ich habs jetzt eine Kommentarspalte lang bei Dir mit Ernsthaftigkeit versucht. Aber Dein Kommentar zu dieser Folge ist so absurd und voller Verbitterung … in Zukunft gibts für Dich nur noch Satire.

      Antworten
    • Ichwieder2 sagt:

      Achso, das war jetzt wieder ernsthaft? Aha. Ich würd Dir empfehlen, dass an Deine jeweiligen Beiträge dran zu schreiben.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      „Klyden ist auch endlich erfolgreich gebrochen und kriecht jetzt allen zu Füßen – super!“

      Diesen Punkt kann ich so gar nicht nachvollziehen. Wo ist er denn gebrochen? Sein Kind wäre fast von seiner eigenen Regierung ermordet worden, da ist eine Änderung im Charakter schon verständlich.

      „ENDLICH haben wir mal wieder einen Moclan-Story-Arc!“

      Dann sieht dir die Serie nicht an. Von Anfang an war klar, dass die Orville 2 Völker in den Fokus rücken würde, nämlich die Moklaner und die Kaylons und wenn man sich deswegen jetzt ernsthaft immer noch beschwert, ist man definitiv in der falschen Serie.

      „Hoffentlich erleben wir es noch, dass Topa heilig gesprochen wird im Finale!“

      Auch das kann ich nicht verstehen. Was genau stört dich jetzt? Dass mit Topa ein neuer Charakter in den Main cast rücken und so frischen Wind in das Ganze bringen könnte?

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Nach seinem letzten Post zu dieser visuell, musikalisch, dramaturgisch beeindruckenden Folge ist überdeutlich, dass eine inhaltliche Auseinandersetzung sinnlos ist … gerade die von Dir ausgewählten Zitate zeigen, dass es ihm ausschließlich um politische Abneigung (um nicht stärkere Worte zu verwenden) geht.

      Klyden respektiert jetzt endlich die Andersartigkeit ihres Kindes (!) … diesen Respekt für Andersartigkeit empfindet er als „Kriechen“ (vor der in The Orville propagierten liberalen Gesellschaft).

      Einen (weiteren) Moclan-Story-Act lehnt er ab, weil es hier zum Bruch mit einer intoleranten Gesellschaft kommt, die kulturelle und sexuelle Vielfalt ablehnt.

      Die so wunderbar gezeichnete Figur Topa lehnt er ab, weil sie – in seinen Augen – für Transmenschen steht (obwohl sie ja als geborene Frau eigentlich keine ist), die in der Orville Welt sichtbar sein dürfen und respektiert und geliebt werden.

      Dolly Parton – eine Country Ikone in den USA mit über 100 Millionen verkauften Alben – hat schon 1991 in ihrem Song „Family“ gezeigt, wie man auch als Konservativer zu einer toleranten Position finden kann:

      „«Some are preachers/ Some are gay/ some are addicts, drunks, and strays/ But not a one is turned away when it’s family».“
      Vielleicht hat Klyden ja auch Dolly Parton entdeckt.

      Aber wie oben schon geschrieben: Ich mag diese verdeckt politischen Auseinandersetzungen, die The Orville nur als Mittel zum Zweck nutzen, nicht mehr … das hat die dritte Staffel nicht verdient.
      Und Zukunftia auch nicht.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Ich kann ja so manche Kritik nachvollziehen, aber sich nach 3 Staffeln immer noch darüber zu echauffieren, dass die Orville einen starken Fokus auf die Moklaner legt, das ist einfach nur lächerlich. Spätestens seit der 3. Folge der ersten Staffel (die großartige About a Girl Episode) ist doch klar, dass die Moklaner-Storyline eine wichtige Komponente des Orville-Kosmos sein wird, 3 wichtige Folgen der Staffel 2 haben das nur vertieft. Überhaupt sehe ich das Problem mit dieser Schwerpunktsetzung überhaupt nicht. Dass Isaac und die Kaylons auch so eine große Bedeutung für die Story haben, das stört doch auch keinen und die kommen in wirklich fast jeder Folge vor, sei es nur als Erwähnung oder als Plot Device wie in Twice in a Lifetime.

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    • JP57 sagt:

      Wie geschrieben … die Antwort liegt auf der Hand. Das ist nicht mit Blick auf die Serie zu beantworten.

      Antworten
    • Ichwieder2 sagt:

      Ob es ein ‚wichtiger‘ Storyarc ist, ist mir egal – ich empfinde es jetzt einfach als zu oft. Aber ja, natürlich ist man deswegen sofort transfeindlich, weil ich einfach Geschichten um Kinder, die nicht hören und deswegen Storyplots ins Rollen bringen, ablehne.

      „Bleib im Schiff bis ich Dich Rufe“ – Folge? Kind kommt selbstredent rausgelatscht.
      Wären die Moclaner vielleicht losgeflogen, wenn Sie nicht das weibliche Kind gesehen hätten?

      Man ist sich deutlich im Klaren, dass in dieser Situation ein weibliches Kind mitzubringen, auf jeden Fall zu Spannungen führen kann. Wird aber gemacht, weil Topa ja jetzt eine superbesondere Stellung für alle Zeit haben wird auf diesem Schiff. Also darf sie selbstverständlich auf eine Mission mit, vor der vorher noch dringend gewarnt wird, sehr vorsichtig zu agieren. Die Orville soll noch nicht mal hinfliegen, sondern nur ein Shuttle darf hin. Wird aber natürlich mal wieder alles ignoriert.

      Eindeutig werden die Vereinbarungen durch die weiblichen Moclaner gebrochen und Topa manipuliert und ein Kind für Ihre Zwecke missbraucht. Es stört Ed – aber ja scheinbar niemand anderen. Aber das spielt ja alles keine Rolle, diese Aktionen waren ja am Ende die der Rechtschaffenden, weil sie irdische Musik hören. Dass es ungeahnte Konsequenzen haben kann, wenn man einen Bündnispartner verliert (was den ganzen Kern der dritten Staffel ausmacht, die Union zu stärken) und hier nun möglicherweise Millionen leben Kosten könnte bei einem Angriff der Kaylon – wWird doch am Ende nahezu als unbedeutend weggewischt. Dann kann die Bedrohung durch die Kaylon so schlimm ja nicht sein.

      Und natürlich erkennt Klyden erst jetzt, dass er sein Kind dann doch liebt. War vorher nicht möglich. JETZT kann er es akzeptieren, wie es ist und immer war. Nein, ich hab es geblickt, dass sie ein Mädchen war und ist. Nix mit Transhasser und so. Mich nervt diese Überbedeutung dieser Figur an dieser Stelle. Ohhhh du bist so ultrabesonders, weil der Onkel Isaaac mal ’ne Viertelstunde mit Dir im OP-Saal war. Deswegen bist Du so viel besser und wichtiger als alle anderen weiblichen Moclaner. Du wirst unsere John Connor sein!

      Fassen wir es zusammen: Mich nerven Story-Arcs um Kinder. Es schickt mir. Autoren scheint einfach nix anderes mehr einzufallen. Ob Blockbuster oder Sci-Fi-Serie. Verkabelte Opfer-Kinder, hier plotauslösendes Kind, Gordon will nicht weg wegen der Kinder. Kinder sind (mit)Schuld an der Auflehnung der Kaylon… GENUG JETZT. Ich hab es gerafft. Kann es mal nur um Konflikte von Erwachsenen gehen? Ging es bei TNG, was die Orville für Euch ja als geistiger Nachfolger gilt, auch jede Folge nur im Kinder? Glaube nicht.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Ich verweise auf meine vorherige Antwort: Wenn es einen so sehr ankotzt, dass man mit einer Storyline so viel Zeit verbringen muss, dann kuckt man es nicht und erspart sich jede Menge Frustrationen.

      Antworten
    • Ichwieder2 sagt:

      Aus demselben Grund habt Ihr ja auch STD und STP und dann auch später SNW alle nicht zu Ende geguckt?
      Ich verstehe!

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Ich gucke DSC seit Staffel 2 nicht mehr und werde mir SNW nicht ankucken, bei Picard bin ich leider reingefallen und habe es mir angeguckt und bereut, keine 3. Staffel für mich davon. Ich handel jedenfalls nach dem Credo nichts zu kucken, was mich zuvor aufgeregt hat. Ich habe zB seit Ewigkeiten keinen Marvelfilm mehr geguckt und auch die Serien nach Loki aufgehört, weil dort eh immer nur das selbe aufgewärmt wird und mich diese ewige Wiederholung einfach nur noch ermüdet

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  21. JP1957 sagt:

    Sehr, sehr interessantes und ausführliches Interview mit MacFarlane von Anfang Juli:

    https://collider.com/seth-macfarlane-the-orville-new-horizons-interview-season-3-directing-hulu/

    Aussagen u.a.:

    „Nochmals, dies ist eine Ensemble-Show, und ich nehme an, dass ich Ed Mercer vielleicht manchmal zu wenig Beachtung geschenkt habe. Aber ich genieße die Tatsache, dass es ein Ensemble ist. Ich habe diese acht oder neun fantastischen Schauspieler, für die es so viel Spaß macht, zu schreiben. Ich liebe es, dass ich mir einen von ihnen aussuchen und eine Geschichte für sie schreiben kann, und sie können diese Folge für eine Woche tragen. Für mich ist es eine der Stärken der Serie, dass niemand der Star ist. Es ist das Ensemble, das der Star ist. Es ist eine Serie über eine Gruppe von Menschen.“

    „Wenn ich an eine mögliche vierte Staffel denke, ist das erste, woran ich denke: „Mein Gott, welche Geschichten werden wir erzählen?“ Wie können wir das toppen? Aber das tun Sie. Es gibt immer Geschichten zu erzählen, und wie Gene Roddenberry einmal sagte: „Die Grundlage einer Serie ist die Galaxie. Und da draußen gibt es eine ganze Menge Geschichten.““

  22. VerwirrterTurnschuh sagt:

    Bei Amazon gehts rund. Als ich die Amazonen-Folge fertig schauen wollte, ging es mit der Topas-Folge (der neuen, nicht der vorherigen) weiter.

    Folge 8 („Mitternachtsblau“, offiziell noch nicht veröffentlicht) gibt es jetzt anstelle der Folge 7 („Aus unbekannten Gräbern“), die nun nicht zu sehen ist.

    Hab mich erst schon gewundert, wie extrem beliebig die x Storylines von Folge 7 sind … aber dachte, in ein und derselben Folge wird das Schwulen-Volk mit dem Lesben-Volk getauscht. Ist aber eh nur hintereinander.

    • JP1957 sagt:

      Keine Sorge … es gibt kein „Lesben-Volk“ … gevögelt wird weiter heterosexuell bei den Janisi, nur haben die Männer nichts mehr zu melden.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Okay, der Kommentar trieft vor Transphobie und Homophobie, Verwirrter Turnschuh. Ich weiß nicht, ob das deine Absicht war, aber der Kontext machts und die Verwendung der beiden Wörter „Schwulen“ und „Lesben“ klingt bei dir eher herabwürdigend.

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      Wo genau war da jetzt „Transphobie“ in dem Kommentar?
      Schmeißt du einfach mit -ist und -phob Wörtern um dich, „irgendwas wird schon passen“?

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Ganz einfach, die LGBTQ-Commununity schließt beides mit ein, somit ist eine homophobe Aussage auch gleichzeitig eine transphobe

      Antworten
    • VerwirrterTurnschuh sagt:

      Kazairl, das erklärst du jetzt ganz genau, wie du drauf kommst. „Trieft vor Transphobie und Homophobie“, geht’s dir noch gut? Verausgabe dich nicht beim Virtue signalling, du kippst noch um.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Sorry, aber wenn man so etwas schreibt „Schwulen-Volk mit dem Lesben-Volk“, obwohl es kein Volk mit den Charakteristika in der Serie gibt, kommt schon der Eindruck auf oder was soll diese Wortkombination? Weder die Moklaner noch die Janisi treffen auf deine Beschreibung zu und ich bin mir sicher, du weißt das. Wenn man so etwas schreibt, ohne dass es das in der Serie gibt, kommt das sehr komisch rüber, vor allem für jemanden wie mich, der Teil der LGBTQAI+-Community ist.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Ich bin ehrlich, wenn man Teil der LGBTQAI+-Community ist, ist deine Formulierung enorm befremdlich, Verwirrter Turnschuh.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Gibts eigentlich aktuell eine Serie, die wir unseren beiden deutschen Jungs empfehlen könnten?

      Also eine ohne Schwule, ohne Lesben, ohne Transmenschen, ohne Moclaner, ohne Frauen, die sich erdreisten, über Männer zu herrschen, ohne berufstätige Mütter, die sich am Abend mit ihren Lovern treffen, statt auf die Kinder aufzupassen und ohne Kinder, die nicht gehorchen?

      Mir fällt spontan keine ein.

      Wokes Hollywoodpack.

      Antworten
    • VerwirrterTurnschuh sagt:

      Kazairl, deine Einlassungen, deine persönlichen Beleidigungen gegenüber jeden Krikiker der Orville III sind bekannt und befremdlich. Enorm befremdlich. Du pathologisierst ohne mit der Wimper zu zucken. Nicht erst jetzt. Nicht nur bei diesem Thema. Sondern ständig. Du disst auf Teufel komm raus. Ich habe dich nicht persönlich beleidigt. Sicher nicht. Auch kein „Volk“, denn das gibt es nicht. Du bist jetzt „befremdet“. Soll ich, den du noch und nöcher persönlich angreifst, glauben? Soll es mich nun kümmern? Oder soll ich es nicht als Teil deiner ganz persönlichen Kommunikationsstrategie sehen? Die Art, wie du hier „zuhörst“, (hinein-)liest, (Gift) schreibst? Sei befremdet, Kazairl. Es ist nur verständlich.

      Antworten
    • VerwirrterTurnschuh sagt:

      JP, hättest du zugehört, wüsstest du: Was die Kritiker kritisieren, ist nicht die Progressivität der Serie. Es ist das Gegenteil.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Ich beende hiermit jede Kommunikation mit dir, Turnschuh, mit homophoben Leuten wie dir möchte ich nichts zu tun haben. Du gehst in keiner Weise auf meine Vorwürfe ein, wirfst mir etwas vor, was nicht stimmt und tust so, als wenn deine Worte normal wären. Wer aber von einem „Schwulen Volk“ oder „Lesben Volk“ schreibt ohne Grundlage verdient es nicht, beachtet zu werden. Das ist einer meiner Grundsätze: Homophoben Leuten keine Aufmerksamkeit geben.

      Antworten
    • VerwirrterTurnschuh sagt:

      Nichts was ich schrieb, ist homophob. Der Vorwurf ist ein dreister Untergriff. Das Gegenteil ist wahr und nachzulesen. Deine persönlichen Unterstellungen setzt du, wie zum Beweis, fort.

      Es kann nicht sein, dass einem Menschen nicht auffällt, dass ich von der Serie schrieb und deren übersimplifizierten „Volk“-Analogien.

      Du bringst Serie und Wirklichkeit – bewusst? – durcheinander.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @Turnschuh:Welche Kritiker? Lies Dir mal das Feedback auf X-Seiten zu dieser Folge durch … Du findest nichts von dem, was Du behauptest.
      Auf welchen Seiten treibst Du Dich rum?

      „Es kann nicht sein, dass einem Menschen nicht auffällt, dass ich von der Serie schrieb und deren übersimplifizierten „Volk“-Analogien.“

      Es gibt doch in der Serie (und in der Realität schon gar nicht) gar kein „Schwulen-“ und auch kein „Lesbenvolk“. Ich kann mich nicht mal dran erinnern, dass die Wärter „schwul“ und „lesbisch“ in der Serie mal gefallen sind … diese völkischen „Völker“ gibt es nur in Deinem Kopf.

      „Untergriff“ ist eine lustige Fehlleistung … manche Leute haben halt nichts anderes im Kopf statt das tolle Interview mit MacFarlane zu lesen oder über all die tollen Charakterszenen in der Folge nachzudenken.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      „Es kann nicht sein, dass einem Menschen nicht auffällt, dass ich von der Serie schrieb und deren übersimplifizierten „Volk“-Analogien.“

      Ich wollte zwar nichts mehr schreiben, aber es ist dreist, wie du dich hier versuchst, herauszureden. Fakt ist: Es gibt in der Serie keine Lesben/Schwulenvölker, der Begriff fällt nicht, sie existieren einfach nicht. Ergo existiert auch deine „völkische“ Analogie nicht. Wie du also auf diese Begriffe kommst, ist mir vollkommen fraglich und dass du sie mit so dünner Argumentation zu verteidigen versuchst, unterstreicht nur noch mehr den Eindruck den ich von dir als homophoben Menschen habe, Turnschuh. Anstatt wahre Größe zu zeigen und zu sagen: Ja, die Wortwahl war nicht angebracht, reitest du dich immer weiter in eine Pseudo-Argumentation hinein und offenbarst mehr als dir (und auch mir) lieb ist.

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    • Ichwieder2 sagt:

      Kazairl, wie, mit welchem Begriff, würdest Du denn die Form der Sexualität der Moclaner bezeichnen,
      wenn Frauen, sofern sie als Frau geboren wurden, zu Männern umoperiert werden und dann ausschließlich Männer andere Männer lieben?

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    • Ichwieder2 sagt:

      @JP1957
      Gibts eigentlich aktuell eine Serie, die wir unseren beiden deutschen Jungs empfehlen könnten?
      Also eine ohne Schwule, ohne Lesben, ohne Transmenschen, ohne Moclaner, ohne Frauen, die sich erdreisten, über Männer zu herrschen, ohne berufstätige Mütter, die sich am Abend mit ihren Lovern treffen, statt auf die Kinder aufzupassen und ohne Kinder, die nicht gehorchen?
      Mir fällt spontan keine ein.
      Wokes Hollywoodpack.

      Ja, JP, muss doch voll geil für Dich sein. Dann musst Du doch pauschal alle diese Serien lieben, die machen ja offenbar nichts falsch. Jetzt bash noch einmal NuTrek, dann hörts mir aber auf, die geben sich doch ganz besondere Mühe damit… und jetzt passen Dir die Serien doch nicht? Ach Mensch, Dir kann man es aber auch echt gar nicht Recht machen.

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    • Kazairl sagt:

      „Kazairl, wie, mit welchem Begriff, würdest Du denn die Form der Sexualität der Moclaner bezeichnen,
      wenn Frauen, sofern sie als Frau geboren wurden, zu Männern umoperiert werden und dann ausschließlich Männer andere Männer lieben?“

      Dafür gibt es kein Begriff und es wird in der Serie auch keiner genannt, jedenfalls ist der Begriff „Schwulen-Volk“ respektlos gegenüber allen Homosexuellen, zumal der Begriff nirgendwo fällt. Er entstammt also aus dem Kopf von VerwirrterTurnschuh und es wäre interessant zu wissen, woher er den Begriff hat.

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    • Ichwieder2 sagt:

      Wo ist meine gerade geschriebene Antwort hin? Taucht nicht auf, also nochmal:

      Doch, dafür muss es einen Begriff geben. Wie VT auf seine Äußerung kommt, lasse ich dahin gestellt.
      Aber wir teilen Moclaner und Moclanerinnen auch nach unserem Sprachgebrauch in männlich und weiblich ein. Wir gestehen Ihnen Gefühle zu und wir sagen, dass sie sich lieben. Wir sagen auch, dass sie Sex haben. Soweit richtig?
      Wenn wir also den Begriff „schwul“ für ‚Männer lieben Männer‘ kennen, nun, dann sind Moclaner schwul.
      Ob sie das so in der Serie aussprechen oder nicht, ist egal. Wir verwenden ja auch alle anderen Begrifflichkeiten, die wir kennen, um auszudrücken, wie Moclaner denken, handeln und fühlen. Aber gerade bei dem Thema: „neeee, das können wir nicht sagen, weil dafür gibt es in der Serie keinen Begriff.“.
      Sorry, aber das ist albern. Moclaner lieben gleichgeschlechtlich, das ist homosexuell. Und da es sich im männliche Wesen handelt, ist der Begriff dafür schwul. Und da muss man sich nicht diskriminiert oder herabgewürdigt fühlen. Tut man es dennoch, liegt es aber nicht an dem Begriff.

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    • Klapowski sagt:

      Wenn ihr mögt, könnt ihr jetzt zur neuen Schlammarena… äh… in den neuen Artikel umziehen.

      MICH habt ihr jedenfalls von euren Argumenten überzeugt. Also beide Seiten!

      Ich finde hier jetzt ALLE doof, kleinkariert und oberflächlich. Toll, danke auch…

      Wollt ihr nicht in die Politik gehen?

      (*Kabarettpreis reingereicht bekomm*)

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    • Scholli67 sagt:

      @ Klapo.
      Tja, dit haste jetzt davon, dass es hier ’ne Kommentarfunktion gibt.
      Der Björn Sülter war pfiffiger, bei dem gibt’s inzwischen keine mehr ;-)

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    • Scholli67 sagt:

      „Ganz einfach, die LGBTQ-Commununity schließt beides mit ein, somit ist eine homophobe Aussage auch gleichzeitig eine transphobe.“

      Das ist das mit Abstand bekloppteste was ich diese Woche gelesen habe. Von daher „Gratulation“ oder so?

      So, dann werd ich ma die andren siebenhundert Kommentare lesen.

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    • JP1957 sagt:

      @Ich:“Ja, JP, muss doch voll geil für Dich sein.“

      Hä?

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  23. Alex1605 sagt:

    Bin neu auf dieser Seite und freue mich, dass es hier laufende Orville Kritiken gibt. Die Kritik ist zwar etwas „schnodderig“ geschrieben trifft es aber gut. Diese Geschichte hat ein paar gute inhaltliche Highlights, bleibt aber im billigen TNG – Orville Copy Paste stecken und ist mir zu schmalzig.

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