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The Orville – Kritik zu 3.02 – „Shadow Realms“

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Diese Serie ist so wandelbar wie ein kleines Steak: Mal ist sie roh und saftig, dann wieder dunkel und hart. Auf jeden Fall eine Wundertüte, die auch Wunden verursachen kann. In dieser Woche versucht man sich an einer Horror-Episode, bei der es nicht viel zu lachen gibt. Es sei denn, man zählt dieses irre Kichern dazu, das bei irrsinnigen Erlebnissen auftreten kann. Zugleich erleben wir gleich zwei verflossene Liebhaber. – Werden diese durch die seltsamen Alien-Sekrete vielleicht sogar zu verflüssigten Liebhabern…?


Inhalt: Die Krill werden überredet, unsere Crew in einen bisher unbekannten Bereich des Weltraums zu lassen. Leider sollen dort aber „Dämonen“ wohnen. Außerdem kommt der Ex-Ehemann von Dr. Finn an Bord, der nie ganz über die Beziehung hinweggekommen ist. Vielleicht hilft es ja, auf einer unbekannten Raumstation an krankmachenden Sporen zu schnüffeln?

, The Orville – Kritik zu 3.02 – „Shadow Realms“

„Tut mir leid, dass unsere Beziehung in die Brüche gegangen ist. Ich hoffe, du hast keine psychischen Schäden deswegen davongetragen?“ – „Nö, gar nicht. Ich date jetzt emotionslose Wesen aus Metall, dessen Verwandte einen galaxieweiten Ausrottungskrieg anzetteln.“ – The putin way of Life: Claire steht zum wiederholten Male im Zentrum einer Folge. Ist aber nicht schlimm, denn brutale Wesen können sie jederzeit aus der Mitte rauszerren.

Respekt! Das war eine der besten Space-Horror-Geschichten im TV, die ich je gesehen habe! Dafür sorgen vor allem vier Dinge, die echt typisch für „The Orville“ werden:

Musik, bei denen nicht nur der Geigenspieler ordentlich sein Instrument durchschrubbt, sondern auch der Klassik-affine Zuschauer wollüstig an sich zu reiben beginnt… Ja, jeder Szenenübergang wird perfekt und teilweise genial unterschwellig begleitet. Teilweise wird bei jedem Kameraschwenk oder neuem Szenenbild die Musik leeeicht neu beklimpert und betrommelt. Filmreif!

Kulissen, bei denen man sich fragt, ob die Macher vielleicht wirklich die städtische Kanalisation mit LEDs und bunten Farbbeuteln beworfen haben. Da gehen Fasern, Ei-artige Objekte, Lichter und Stalaktiten flüssig ineinander über! Und „flüssig“ meine ich hier teilweise wortwörtlich… Hier wurden die Kulissen garantiert per Computer erweitert, doch kann ich beim besten Willen nicht ausmachen, an welchen Stellen des Bildes dies geschieht.

Masken, bei denen man ehrfürchtig den Hut hebt – auch wenn der nur aus eigenen Hautfetzen bestehen sollte. Im Ernst: Bei manchen Szenenbild wollte ich fast das FBI anrufen. Weil die Orville-Macher offensichtlich mit echten Aliens drehen!

Farb- und Lichtstimmungstimmung, die einem das Schaudern auf die Netzhaut treibt. Sei es die „Expanse“ (Hey… Momeeent mal?), die einfach nur schwarz ist, oder die rot glühende Raumstation, bei denen Satan bereits als Wunschmieter vorstellig geworden ist. Drinnen glüht es dann auch gerne mal giftgrün, während man auf der Orville auch deutlich sieht, wenn die Energieversorgung nur teilweise wiederhergestellt wurde.

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„Sollten wir da wirklich reinfliegen, Captain?“ – „Wieso nicht? Das Shuttle ist so schmutzig, da kann es ruhig mal durch die Blut-Waschanlage fahren.“ – Rotes Licht für Sicherheitsbedenken: Man kann darüber diskutieren, ob man einfach in unbekannte Schlunde fliegen sollte, die sich auch noch verschließen. Aber dann müssten wir auch darüber diskutieren, ob man sich nachts am Hauptbahnhof mit einem „Wer besoffen ist, darf mich treten“-Schild hinstellen sollte.

Man könnte noch weiter loben, aber ich rutschte irgendwann in einen Modus, wo die Folge nicht mehr besser werden konnte – und mich sogar in Teilen sogar leicht … enttäuschte.

Denn die schönsten Momente befinden sich „leider“ in der ersten Hälfte der Folge. Denn nachdem der Admiral entfleucht ist, kann man die weitere Handlung problemlos anhand des Handbuchs „Space-Horror für bunt Gekleidete“ vorhersagen. Und all die schönen Dinge, die ich oben aufführte, SIEHT man dann im Dunklen auch nicht mehr. Bis auf die Musik natürlich. Deren schillernden Mantel würde ich überall wiedererkennen.

Es knarrt dann in den ungeölten Klischee-Ecken, Personen sagen so Sachen wie „Hallo? Ist da jemand?“, um dann selber dieser gruselige Jemand zu werden. Lichter gehen aus und können nur durch viel zu popelige Taschenlampen ersetzt werden, die wirklich nur Licht für einen Tascheninhalt bereitstellen.

Zudem fokussiert man sich auf Kinder, die sich hinter Tischen und Theken ducken, bis Erwachsene dazukommen – denen man als Zuschauer schon fast mit dem Pfefferstreuer über das Haupthaar rieseln möchte, weil sie natürlich die nächsten Opfer werden.

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„Ich bin kein organisches Wesen und somit uninteressant für Sie.“ – „Seltene Erden, die sprechen können? Prima, ich brauche 182 Smartphones für meine Kinder!“ – Die Borg im Gegenteil-Land: Wo man bei TNG noch Lebewesen zu Elektro-Zombies umwandelte, gibt es hier ein „Zurück zur Natur“. Daran sind bestimmt diese schwulen Veganer mit ihren Elektrokarren schuld?

Die fremden Wesen laufen an Decken und Wänden, weil man das in Horrorfilmen so macht (natürlich ohne Schleim- und Widerhaken-Spur), während deren Kiefer schnarrende Geräusche machen. Außerdem wird viel vorbeigehuscht, wann immer die Kamera auf Charaktere zeigt – aber gleichzeitig genug Platz für querende 40-km/h-Monstren lässt.

Das ist alles so Standard, dass ich mein liebevoll herbeigetragenes H.P.-Lovecraft-Buch wieder aufs Samtkissen zurückgebettet habe. Schade. Denn die chaotischere ersten Mutationsschritt (Auge auf der Stirn, einzelnes Hörnchen am Kinn) wirkte weniger greifbar, beunruhigender und unvorhersehbarer.

Wahrer Horror entsteht ja eher dadurch, dass man nicht alles kapiert. Und das ist spätestens dann vorbei, als weitere Aliens mit einem Raumschiff auf dem Weg waren. – Was ungefähr so gruselig wirkt wie Geister, die weitere Geister mittels 9-Euro-Ticket herbeirufen.

Von mir aus hätte es bis zum Ende mysteriös (aber nicht esoterisch!) weitergehen können. Was wäre z.B. gewesen, wenn die Hälfte der umgewandelten Crewmitglieder nur wie ein Transporterunfall in „Die Fliege“ ausgesehen hätte? Nicht zielführend für die Story, viel zu eklig für eine (halbe) Comedy-Serie und irgendwie am Thema vorbei, meint ihr?

Genau! Und DAS wäre das SCHÖNE daran gewesen! (*mit drittem Bein in Ohr herumpopel*)

, The Orville – Kritik zu 3.02 – „Shadow Realms“

„Ich glaube, ich habe da was im Auge, Claire.“ – „Ich habe dir doch gesagt, du sollst dir die supertollen neuen Orville-Effekte nur mit Sonnenbrille ansehen.“ – Muh-Tanten sprechen mit Mutaten: Diese Szenen waren sehr geheimnisvoll und mitreißend. Vor allem für US-Amerikaner muss das aufregend sein? („Oh Gott, der liegt da schon seit 5 Minunten und hat sicher keine Krankenversicherung!“)

Klar, das wäre eine andere Geschichte gewesen, wenn keine symmetrischen Lebensformen rausgekommen wären. Aber da hätte man sich mit einem „Inkompatible DNA“ ja behelfen können.

Wenn man ganz stark nitpicken würde, könnte man sogar noch mehr Dinge wünschen:

– Ich verstehe ja, dass man die Figuren nicht sofort mit Raumanzügen losschicken wollte, aber HIER macht das noch weniger Sinn als bei Star Trek mit seinen Transporter-Biofiltern. Zur Not kann Gordon das ja mit einem kecken „Ich mag’s halt oben ohne!“-Spruch erklären?

– Der Admiral war eine interessante Figur, deren Vermittlungs-Skills ich gerne mehr gesehen hätte. Ihm einen Ring an den Finger zu setzen („Wegen des ersten Kaugummiautomats, den wir zusammen aufgebrochen haben, Claire!“), auf dass er danach als instinktgesteuertes Wesen im Dunkelkammer-Schattenreich verschwindet, ist zwar konsequent, war trotzdem aber schade.

– Hätte das grippeähnliche Virus wirklich etwas gebracht? Und wenn ja, dann womöglich erst nach 3 Tagen?! Selbst bei einer Stunde Einwirkzeit wäre ich bereits skeptisch gewesen. So eine Biowaffe erhöht ja durchaus die Schnetzel-Lust beim siechenden Gegner?

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„Ich nehme an, die Aliens erweitern ihre Technik mit organischen Speicherzellen.“ – „Quatsch, Captain. In der neuen Landlust stand drin, dass man sich in Blockhütten ruhig Quallen an die Wand nageln soll.“ – Besser blauer Schwabbel als keine Lichtschalter: Diese Hommage an Ridley Scott hätte ich nicht erwartet. Da hätte ich es besser gefunden, wenn der Admiral sich die Raumanzug-Hose bei einem Furzwitz kaputt knattert – und sich deswegen infiziert.

– Ein paar Szenen waren mir – ich schäme mich – zu lang. Ich ertappte mich, wie ich im Geiste die Geigenstriche zählte (Ha! Geigenzähler?), bis der nächste Schockmoment anstand. Selbst bei dem cool(!) inszenierten Kampf zwischen Talla und zwei Wesen begann ich mich langsam nach langen, öden Schiffsfluren zu sehnen. Aber okay, vielleicht liegt das nur an meiner melancholischen Seite? (*auf Lilien in Sparkillers Kaffeemaschine zeig*)

– Ein bisschen mehr Mitgefühl und Trauer hätte ich angesichts der umgewandelten Crewmitglieder erwartet. Zugegeben, Trauerarbeit findet ja oft außerhalb der gezeigten Szenen statt, aber dass man am Ende Claire, Isaac und tiefenentspannte Kantinengäste zeigte, wirkte fast zu positiv angesichts des gerade startenden Borg-Look-Alike-Langzeitplots.

Trotz all dieser Punkte gefielen mir aber viele Momente richtig gut.

Eben die, wo man noch rätselt und sich ebenfalls in eine Homer-artige Odyssee versetzt fühlt. Wo die Gefahr noch nicht zum totreplizierten Horror-Plot wird, sondern eine offene Weite der eigenen Phantasie auf Purzelbaum-Pfaden darstellte.

, The Orville – Kritik zu 3.02 – „Shadow Realms“

„Zu hülf, die Viecher haben mich eingesperrt. Was haben sie vor?!“ – „Gnarf… Eine vierstündige Vorlesung über die Verlorenheit des Individuums auf den Grundlagen des Existenzialismus gefällig, Meeensch?“ – Besser weniger tief graben als tief fallen: Anspruchsvolle Gedanken gibt es nicht zu gewinnen. Nett war aber, dass man die Schusswechsel einstellte und redete. Und Claire NICHT weinend an die fleddrigen DNA-Reste ihres Exmanns appellierte.


Fazit:

Eine schöne Horror-Episode, die megastark beginnt, am Ende aber arg auf einfachen Schleichpfaden („Hey, ich kann in Sekundenschnelle ein künstliches Virus herstellen!“) in Richtung Abspann stolpert.

Hier hätte man tatsächlich von 65 auf 50 Minuten kürzen können. Die Schattenspiele an der Wand interessierten mich z.B. irgendwann nicht mehr, während ich die wenigen gesprochenen Worte mit den Wesen wie ein Schwamm aufgesogen habe. („Wir… werden… uns… wiedersehen!“ – „Hey, wir sehen uns doch JETZT schon! Erzähl doch was über dich, Freund Schleimauge!“)

Somit komme ich zu Beginn auf 4 Sterne, am Ende auf „nur“ noch auf 3.

Aber naaa gut. Muss ich mir den Horror eben selber schaffen, indem mich die Orville-Fans für diesen Frevel mit Mistgabeln jagen..?

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM
SPARKIS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
I was working in the lab, late one night..., The Orville – Kritik zu 3.02 – „Shadow Realms“
Eigentlich versuche ich The Orville nicht pausenlos mit Star Trek zu vergleichen. Aber wenn man sich in Sachen Look & Feel derartig ausgiebig dort bedient… warum eigentlich nicht?

Bei Voyager beispielsweise hätte man wohl direkt mit der Ankunft im „bösen Nichts“ begonnen und die knapp 20 Minuten bestehend aus „Ankündigung der Verhandlungen“, „Empfang vor den Verhandlungen“ und die eigentlichen Verhandlungen einfach weggelassen.

20 Minuten, welche so ziemlich genau die Überlange dieser Folge umfassen und wofür ein flotter Logbuch-Eintrag eigentlich ausgereicht hätte: „Nach längeren Verhandlungen wurde uns das Durchflugsrecht durch den Raum der Krill gewährt, was uns erstmals eine Erforschung des Naklav-Sektors ermöglicht.“. Zack, feddich. Weiter geeeht’s!

Dazu kommt noch der Romantik-Plot mit Doktor Finn, welchen es in dieser Form wohl auch nicht beim Trek gegeben hätte. Andererseits, nach Star Trek Picard würde es mich auch nicht mehr darüber wundern, wenn Jean-Luc wöchentliche Affären mit jungen Mitgliedern der Crew („Fähnrich Schnucki zur ‘Leistungsbesprechung’! Machen Sie es mir… äh… so!“) gehabt hätte. Überhaupt beschränken sich die Autoren bei ihr arg viel auf ungewöhnliche Beziehungen wie mit Isaac oder Yaphit. Und nun halt Admiral Geronto. Hatte schon drauf erwartet, dass sie seiner Monster-Version erst einen Zungenkuss gibt und ihn danach in ihre Kabine schleift. (Lechz!)

Top wie immer die Musik, welche sehr zur unheimlichen Stimmung beim Erreichen der Alien-Raumstation beigetragen hat. Deren Innenleben fiel dann leider etwas ab und erinnerte mich an Aufnahmen von meinem letzten Besuch beim Proktologen. Schade auch, dass Infizierte gleich zum klischeehaften Grunzmonster werden, gerade wenn diese über Station und Raumschiffe verfügen. Ist schon eine komische Mischung („Graaargh! Handelsblatt heute nicht im Briefkasten!?“ – „Waaaakkk!!! Nix schlimm, drohender Konjunkturabschwung machen nur schlechte Laune! Ziiisch!!“).

Und dafür, dass die Orville knapp 300 Besatzungsmitglieder haben soll, waren die dunklen Korridore aber sehr verlassen. Albern wirkte dies vor allem bei der Krankenstation, wo nur ein einzelner (!) Praktikant auf den mutierenden Admiral aufpassen musste. Welcher von Claire übrigens ausgiebig angegrabbelt wurde, nachdem sie Kelly auf der Alien-Station noch genau davor gewarnt hatte. Aber auf der Krankenstation stand dann nicht einmal ein einzelner Typ vom Sicherheitspersonal rum. Keine Statisten im Hintergrund, gar nix. Ich muss es tatsächlich sagen: Das wirkt bei New Worlds besser!

Etwas Feinfühligkeit vermisste ich auch am Schluss. Man hat mehrere Crewmitglieder verloren (mehr von deren Transformationen hätte man ruhig zeigen können), nutzt dies aber nur für einen kurzen Spruch von Malloy und befindet sich in der letzten Szene schon wieder beim stimmungsvollen Abendbrot. Nach „Best Of Both Worlds“ gab es doch auch keine Überblende zum Schokoladen-Wettessen mit Troi??

Fazit: Ich brauche eigentlich nur meinen vorherigen Orville-Kasten kopieren: „Toll gemacht, klassisch erzählt und sehr schöne Musik. Mein einziger größerer Kritikpunkt ist […] Die Story. Diese wirkte hier noch einen Tacken zu dünn und schon durch die unnötige Überlänge der Folge gestreckt.“.

Nur war die Geschichte hier NOCH dünner und die Auflösung („Mit dem Monster dort hatte ich Sex! Das geht bestimmt weg, wenn ich es sage!“ – „Wer? Ich?“ – „Nein, Yaphit, das hinter dir!“) kriegt von mir auch keinen Daumen nach Oben. Höchstens in den Hintern, aber dann wird Claire bestimmt wieder ganz wuschig.

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von Klapowski am 11.06.22 in Serienkritik

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Kommentare (113)

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  1. Grimm sagt:

    Achtung Achtung eine gefährliches „Kurtzmann-Virus“ hat den Writers-Room von der Orville befallen.
    Bitte sofort Quarantäne-Maßnahmen einleiten!

  2. Serienfan sagt:

    Harmlose Werbung für ambivalentes Video einer unterschätzten Orville-Folge: https://youtu.be/NYfna5Qehco

    • O.o.t sagt:

      Hab ich schon gesehen.
      Bist du das, und wenn ja wieviele?

      Ich stimme mit „Ich“ überein. Mit hat die Folge auch trotzdem gefallen. :)

      Antworten
  3. JP1957 sagt:

    So sehr ich die letzte Folge gelobt habe, so sehr ist diese hier zu kritisieren.
    Und eine dringende Warnung möchte ich hier auch an Klapo (der sich hier in der Kommentarspalte seit Wochen nicht sehen lässt) richten. Einen Satz wie

    „Trotz all dieser Punkte gefielen mir aber viele Momente richtig gut.“

    kenne ich eigentlich nur in Reviews zu Kurtzman Machwerken, wenn auch da meist „einige Momente“ zu finden sind.

    Nein – genau wie Sparkiller schreibt: Das war eine äußerst dünne Story und ab dem Beginn der zweiten Mutationsphase des Admirals bewegte die sich auf Kurtzman Niveau.
    Einige der Dinge, die haarsträubend (wenn schon sonst nichts) waren:

    >Äh … um das unerforschte Gebiet zu erkunden, braucht man eine Durchfluggenehmigung durch Krillgebiet?
    Ist das Gebiet völlig umschlossen von Krillgebiet? Denn wenn nicht, kann ich doch einfach drumrum flie-
    gen.
    >Die riesige Raumstation hat den einzigen erkennbaren Zweck, fremde Raumfahrer anzulocken. Warum ist sie
    dann so riesig? Und warum liegt sie in einem Raumgebiet, das annähernd sternenlos ist? Ich stationiere
    meine Ameisenfalle doch nicht möglichst weit weg vom Ameisenhügel.
    >So, so … das alles diente dann zur Fortpflanzung der fremden Spezies. Absurd.
    >Gordon, der so eine tolle Charakterentwicklung in Staffel 2 genommen hat, steht jetzt kurz vor der
    Gründung der AfO Ortsgruppe? „Wir oder die? ich bin dann für uns.“ Gehts noch?
    >Isaac und Monster stehen Aug in Aug gegenüber. Und Isaac lässt Monster kommentarlos weiter durchs
    Schiff stromern und nach Fortpflanzungsobjekten suchen?

    Ne, das war eine Riesenenttäuschung diesmal.

    Selbst zwei Punkte wären zuviel dafür.

    • Klapowski sagt:

      „Und eine dringende Warnung möchte ich hier auch an Klapo (der sich hier in der Kommentarspalte seit Wochen nicht sehen lässt) richten.“

      Vielen Dank, ich weiß die Warnung zu schätzen. Da hätte ja wer weiß was passieren können!

      Fand es in den letzten Wochen ganz „lustig“, euch alleine diskutieren zu lassen. Zumal ich langsam auch nicht mehr weiß, was ich zuerst rezensieren soll. Strange New Picard? The Orville Of Worlds? The Legend Of Burnham?

      Sooo viele Logikfehler, so wenig Traubenzucker für meinen Kopp!

      „Das war eine äußerst dünne Story und ab dem Beginn der zweiten Mutationsphase des Admirals bewegte die sich auf Kurtzman Niveau.“

      Mit diesem Satz hattest du mich rausgelockt aus der Expanse meiner eigenen Embryonalhaltung.

      Das war zwar nicht Premium-Unterhaltung, aber garantiert NICHT Kurtzman-Niveau!

      Abgesehen davon, dass die Gänge etwas leer waren und die Prämisse platt (= Alienrasse mit Säbelzahntiger-Verhalten besitzt Raumschiffe), musste ich mir nicht jede Minute den Schädel halten, weil die Dialoge so doof waren. Fehlende oder abgekürzte Dialoge sind nämlich nicht so schlimm wie ein Kurtzman’sches „Heyho Ladys, die gute Föderation serviert heute wieder Babys zum Abendessen!“

      Man kann ja von diesen Grusel-Plattheiten halten, was man will, aber all das war sehr „aus einem Guss“. Während man bei Kurtzman stets das Gefühl hat, dass 3 Drehbuchautoren, 7 Produzenten und 2 Hausmeister am Script rumgeschrieben haben.

      Ich gebe dir und Sparkiller aber recht: So wie die zweite Hälfte der Episode darf es nicht weitergehen. Ein solches Klischeefest mit NULL(!) neuen Ideen wäre auf Dauer eher schädlich – und bei über 60 Minuten sogar ärgerlich.

      Antworten
    • O.o.t sagt:

      Mir hat die Folge gefallen. Ja, da waren jede Menge Logiklöcher, aber kaum welche, die man nicht auch aus jeder zweiten Trek Folge (nicht nuTrek, da wären’s noch viel mehr) oder sonstigen ähnlichen Serien kennen würde (alle Offiziere gehen auf Aussenmission, keine Schutzanzüge, u.ä.).
      Das war auch in keinster Weise auch nur in der Nähe von Kurtzman-Niveau. Vielleicht solltest du dir wieder mal was aus der Ecke anschauen um dich zu erinnern, wie schlecht Drehbücher + Dialoge geschrieben werden können.
      Man wollte eine Horror-Geschichte machen, und da passen dann halt volle Gänge nicht so gut, oder eine Region mitten im galaktischen Hauptsiedlungsgebiet, und was spielt die Grösse der Raumstation für eine Rolle?

      Das einzige, was mich wirklich gestört hat, war das zu schnelle Ende. Wie haben die Aliens das Schiff verlassen. Wieviele waren das überhaupt? Gab es für die wenigstens ’ne Trauerfeier? Da sass man für mich zu schnell wieder gemütlich im Restaurant.

      Ich glaube allerdings, dass die Geschichte mit diesen Kerlen noch nicht wirklich vorbei ist. „We go. Not forever.“

      3.5/5 triffts hier imho jedenfalls ziemlich gut. Ich habe der Folge auf IMDb 7/10 gegeben.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Diese Episode hatte nicht nur kein Kurtzman-Niveau. Sie war nach wie vor: Ein klares Anti-Kurtzman.

      Selbst wenn die Folge banal ist (mir kommen daran immer mehr Zweifel), so muss eines klar sein: Gerade DAS wäre Anti-Kurtzman.

      Kurtzman hat vor nichts so sehr Angst wie vor scheinbarer „Banalität“. Uhura hält er für banal, also macht er aus ihr ein Sprachen-Wunderkind.

      Kurtzman würde niemals eine klassische Geschichte so konzentriert und fokussiert erzählen. Er würde sie mit hundert anderen Dingen vollkleistern.

      Kurtzman würde niemals eine Claire einfach von einer gescheiterten Ehe aus ihrer Uni-Zeit erzählen lassen. Er würde es klingen lassen, als wäre noch nie einem Menschen ein schlimmerer Schicksalsschlag widerfahren, und er würde natürlich betonen, dass alle Beteiligten die größten Koryphäen aller Zeiten waren. Es darf nur nie und nimmer eine simple, gescheiterte Ehe sein.

      Es ist wie bei dem „Jurassic-World“-Film. Alles ist übertrieben, jeder ist in irgendwas der größte, reichste, böseste, wichtigste, mutigste… Es reicht nicht, ein entführtes Mädchen zu befreien, nein, sie muss die wichtigste Person der Menschheit sein, so wie ihre Mutter, die auch die größte Wissenschaftlerin aller Zeiten war, was im Film wieder und wieder betont wird.

      Es ist überdrehtes Erzählen für die Twitter-Generation. Im Sekundentakt wechseln zwischen Katzen-Video, Ukraine-Horrormeldung und Empörungs-Tweet. Sinn muss nichts ergeben. So wie man die Aufmerksamkeit von Babys mit rasselnden Schlüsselbunden erzielt, behandeln Filmemacher wie Kurtzman ihre Zuschauer.

      Bei Kurtzman lesen sich Inhaltsangaben wie folgt: „Bei einem fröhlichen Zusammensein erzählt Uhura vom Tod ihrer Familie.“ Jemand wie Kurtzman merkt gar nicht, dass er sich null Gedanken über Stimmung, Dramaturgie, Spannung oder seine Figuren macht.

      Und das macht auch aus einer vermeintlich banalen Episode wie dieser Orville-Folge reinstes Anti-Kurtzman.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      @Serienfan: Du preist die Folge so an, jetzt muss ich doch tatsächlich nochmal gucken und revaluieren ob ich sie falsch und zu vorschnell verurteilt habe als schlecht.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      Ihr lasst euch aber schnell umstimmen?

      Ich bin da ja teilweise bei Serienfan (gerade die nicht-weinerlichen Szenen NACH der Umwandlung des Admirals fielen mir positiv auf), aber wenn ihr die zweite Hälfte der Folge öde fandet, wird das, was Kurtzman hier NICHT gemacht hat, gar nicht so viel helfen?

      Ich tappe ja selber oft in die Falle, etwas besser zu bewerten, weil was ANDERES mir nicht gefallen hat. Andererseits muss man sich da auch zurückreißen?

      Sonst guckt man irgendwann „Transformers 2“ und denkt: „Gegenüber dem Finale der zweiten Discovery-Staffel wirkt das irgendwie ganz schön Premium!“

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Man muss immer offen sein, vielleicht hat man sich ja geirrt. Und ja, im Vergleich zu DSC ist selbst der 2. grottige Transformersfilm gut.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      Okay, hast mich umgestimmt.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Genau mein Humor, Klapo, hast mich grad richtig zum Lachen gebracht^^

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      :-)

      Klapo, Du hast mit Deinem Verdacht völlig recht. Wenn man viel Schund sieht, gewinnt das Banale.

      Ich musste an Kalkofe denken, der mal sagte: „Und dann ist das Neue so mies, dass man alles bereut, was man mal jemals Schlechtes über Peter Steiner gesagt hat.“

      Aber „objektiv“ kann man sowieso nichts betrachten, das ist ohnehin die größte Selbsttäuschung von allen.

      Banal oder nicht banal. Das soll hier gar nicht mal die Frage sein, sondern einfach mal zugestanden sein. Die Frage ist: Darf man das „Banale“ loben?

      Ich kannte mal jemanden, der bei jeder neuen Eisdiele zuerst nur Vanille-Eis kaufte. Er sagte: „Wenn die das nicht können, können sie nichts.“

      Die heutigen Filmemacher können kein Vanille-Eis mehr. Vielleicht hat mir deshalb diese Orville-Folge so geschmeckt.

      Was ist mit dieser Obi-Wan-Serie? Ich kenne sie nicht. Sie besteht gerade mal aus sechs Folgen, und schon Folge 4 soll ein trister, langweilig erzählter Filler sein, weil der ganze tolle Arc nicht reicht, um eine durchgehend spannende Geschichte zu erzählen.

      Die heutigen Filmemacher haben das Banale verlernt. Sie sind wie Köche, die nicht mehr wissen, wie man einen Kartoffeleintopf oder ein Rindergulasch kocht. Man könnte locker ein Drittel der 461 „Bonanza“-Folgen in eine Obi-Wan-Episode umschreiben. Mos Eisley wäre dann Virginia City. Und es wäre spannend und unterhaltsam. Oder ein Drittel aller „Auf der Flucht“-Folgen, mit Obi Wan als Dr. Kimble, der anderen hilft, dabei aber nicht auffallen darf.

      Daher: Ja, es stimmt! Ich mag heute klassischen Eintopf vielleicht mehr als früher. Früher aber habe ich ihn halt auch hundert Mal im Jahr serviert bekommen!

      Und ist das nicht die Idee von „The Orville“? Alte Qualitäten neu zu beleben?

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @SerienfanKlapoKazairl: „Bei Kurtzman lesen sich Inhaltsangaben wie folgt: „Bei einem fröhlichen Zusammensein erzählt Uhura vom Tod ihrer Familie.“ “

      Oder so: „Nachdem sich die zwei Liebhaber Claires über die geeignetsten Stellungen beim GV mit ihr ausgetauscht haben, besichtigt die Crew der Orville eine riesige Raumstation, in der sich fremde Wesen – wenn grad mal jemand vorbeikommt – per Virenschleuder und Ankotzen fortpflanzen.Nach Abschluss der Fortpflanzungen trifft man sich zu einem Plausch im Bordrestaurant.“

      Ich bin echt dankbar für Folge 2. Nach der ersten Folge (DREI JAHRE WARTEN!!!) war ich so euphorisch, dass ich sie noch zweimal geschaut habe, angefangen habe, bunte Bilder in der Orville Fangruppe (Ächz!) zu posten. Täglich (Ächz!!). Und Aggressionen entwickelte gegenüber Menschen, die der Folge weniger als 4 von 5 Punkten zubilligten. Ich spielte sogar mit dem Gedanken, in Zukunft Sparkillers Meinungskasten nicht mehr zu lesen.

      Jetzt bin ich geheilt und wieder fähig, satirisch auf die Serie zu blicken.

      Sind das Eier, die in der Vorschau auf die dritte Folge zu sehen sind? EIER????

      NEINNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNN!

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Wie meine Mama immer zu sagen pflegte (schlechtes Synchro-Deutsch für „used to say“): „The Orville ist wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie, was man kriegt.“

      Antworten
  4. JP1957 sagt:

    „Abgesehen davon, dass die Gänge etwas leer waren und die Prämisse platt (= Alienrasse mit Säbelzahntiger-Verhalten besitzt Raumschiffe)“

    Ne, ne … die Prämisse lautet: Alienrasse mit Säbelzahntiger-Verhalten baut Riesenraumstation im Nichts, um sich fortzupflanzen … und das ist so bescheuert, dass es von Kurtzman sein könnte.

    Aber okay, auch Serienfan scheut in seinem Video die Fundamentalkritik und plädiert dafür, großzügiger zu sein – also sollte ich viieeeleicht ein bisschen zurückhaltender sein.

    Ich stimm Dir übrigens zu, dass es nach der ersten Mutationsphase noch eine interessante Folge hätte werden können. Aber anstatt etwas Neues zu kreieren, hat man dann einfach Alien und Jurassic Park nachgespielt.

    • Scholli67 sagt:

      „ein bisschen zurückhaltender “ ?

      Nee, nee, nee, mit sowas fangen wir gar nicht erst an. Gleiche Nörgelmaßstäbe für alles.
      Wir sind doch hier nicht bei Serienjunkies.

      Antworten
    • Grimm sagt:

      So siehts aus. Die Folge war ab der Transformation des Admirals einfach objektiv schlecht.
      Ein wenig „die Figuren stellen sich sau blöd an“ ist ja im Sinne der Unterhaltung ok.
      Aber das war ja wirklich über jegliches erträgliches Maß hinaus.

      In jeder Szene gab es mindestens 2-3 Punkte, bei denen die Figuren sich einfach intelligenter hätten verhalten müssen.
      Das war wirklich die 1. Orville-Folge, wo ich beim gucken überpfrüfen wollte, ob ich versehentlich etwas vom Kurtzi angstellt habe.

      Hand aufs Herz: Wenn das eine DSC-Folge gewesen wäre, wäre hier keine Zurückhaltung im Kommentarbereich angesagt;)

      Hoffen wir einfach, dass es bei diesem einen Ausrutscher bleibt…

      Antworten
    • Ichwieder2 sagt:

      Wir sehen eine Momentaufnahme. Für was die Station ggfls. ursprünglich mal gedient hat, weiß man nicht. Ist genau so als würdest Du sagen: Absurd, wer baut denn extra ein verlassenes Riesenrad in die Fallout-Zone.

      Und sonst? Alien spuckt Alien an und das wird zum Alien. Warum beschwert sich jetzt niemand, bei welchem ursprünglichen Autor sich man hier bedient hat. Gabs sonst noch Story. Eine Moral? Irgendwas? Oh, Crew wird zu Aliens, Aliens geht oder wir töten Euch. Und klappt natürlich alles, weil das Universum winzig ist und Claires alter Knatterknabe vorbei kommt. Hat man sich grad erst in einem anderen Franchise drüber echauffiert über solch eine Schreibe.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @Scholli: Oder bei Trekzone: https://www.trekzone.de/2022/06/11/rezension-the-orville-3×02-schattenreiche-shadow-realms/

      Jetzt fehlt nur noch, dass die T-Shirt Verkäufer die Folge auch noch gut finden.

      Antworten
  5. JP1957 sagt:

    https://www.instagram.com/p/CepM_TtDB6q/

    Ein erster Ausschnitt aus der nächsten Folge.

    Das sieht schon wieder gruslig aus :-(

    • Agentbauer sagt:

      Selbst dieser kurze Trailer strahlt wieder mehr Star Trek Atmosphäre aus als alles von Kurzman-Trek.
      Gibt es eigentlich schon was bzgl.der Veröffentlichung in D?

      Antworten
    • O.o.t sagt:

      „Das sieht schon wieder gruslig aus :-( “

      Vielleicht ist die Serie einfach nichts für dich?
      *duckundweg*

      Bessere Qualität des Clips auf Twitter:
      https://twitter.com/SethMacFarlane/status/1535409759204962305
      Zitat Seth: „Next week… The Orville: New Horizons gets wild, trippy, and reeeeally fun.“

      Antworten
    • O.o.t sagt:

      „Gibt es eigentlich schon was bzgl.der Veröffentlichung in D?“

      Ist doch längst in D erhältlich? Halt nur in OmU. Offenbar hält ProSieben noch Rechte an der deutschsprachigen Version. Aber The Orville sollte man sich eh mit Originalton anschauen.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Oh doch … ich freu mich so auf MacFarlaneHorrorPictureShow und eine Spezies, die sich durch Ankotzen vermehrt.

      Das hat schon was von The Boys.

      Antworten
    • Agentbauer sagt:

      Wenn ich schreibe Veröffentlichung in D, dann geht es um die synchronisierte Fassung. In welcher Sprache man das lieber schaut, ist und bleibt Geschmackssache. Ich schaue gerne beides.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Gleichzeitig?

      Alle Achtung.

      Antworten
    • Agentbauer sagt:

      Ja, kann ich nur empfehlen;)
      Man muss nur Multitasking fähig sein.

      Antworten
    • O.o.t sagt:

      „Wenn ich schreibe Veröffentlichung in D, dann geht es um die synchronisierte Fassung.“

      Das geht aus der Aussage so nicht hervor, das musst du schon präzisieren.
      Veröffentlichung in D bedeutet erst mal nur, in D veröffentlicht ergo für jeden legal käuflich erwerbbar. „Veröffentlichung in D“ lässt keinerlei Rückschlüsse auf die gewünschte Sprache zu.

      Antworten
  6. Vulpe sagt:

    Ich fand das Gespräch zwischen Claire und Kelly fand ich total angenehm und authentisch.
    Klar, das die wichtigsten Personen ohne Schutzanzüge im Riesen-Darm rumrennen ist dämlich, aber nichts neues. Da Lob ich mir The Expanse, da gibts sowas nicht.
    Es hätte ja schon gereicht, einfach seine Nase NICHT direkt überall dranzuhalten. Ich geh ja auch zum Frankfurter Hauptbahnhof und schnüffel an iwelchen Alufolien die rumliegen.

    Ansonsten hab ich mich total gelangweilt und hab es erst nach mehreren Anläufen geschafft das Ende aktiv anzuschauen. Mich interessieren aber solche Horrorstorys allgemein nicht liegt also an mir – finds einfach eklig. Da hilft es auch nicht das man sich über Blumen-Schnüffeln UND/ODER ins Gesicht spucken anstecken kann.

    Was mich irgendwie generell so ein bisschen nervt ist allerdings etwas anderes, das im Meinungskasten bereits angesprochen wurde.
    Irgendwie sind Claire oder/und ihre Gören entweder im Fokus oder tragende Storyelemente.
    Ja, I get it, sie ist ne emanzipierte schwarze Frau die sich um ihre Kinder kümmert und keine Angst vor ungewöhnlichen Lovestorys hat. Burnham hat auch mit nem umgebauten Klingonen gevögelt und nebenher alle Probleme gelöst UND sich ständig für alles und jeden eingesetzt. Kennen wir alles schon, wird langweilig.

    Ich fände mal wieder eine Folge cool, in der andere Crewmitglieder mehr Tiefe bekommen – „Sendezeit“ würde man im Trash-TV sagen.
    Zum Beispiel ein bisschen mehr Gordon, LaMarr oder von mir aus Yaphit. Letzterer wird immer nur als flüssiger Schraubenzieher benutzt. Wie wäre es mal damit, zu erklären WARUM er auf der Orville ist? Er ist in Gegensatz zu den „normalen“ Aliens auf dem Schiff nicht ansatzweise humanoid. Warum steht ein Wesen das sich durch Zellteilung fortpflanzt eigentlich auf Menschen? Ich kenn keinen Menschen der von einer gigantischen Zelle sexuell erregt wird. Warum hat er überhaupt sowas wie Lust auf Sex, Zellteilung geht auch ohne?

    The Orville will ernster werden – was ja auch in Ordnung ist. Ich persönlich finde es allerdings Schade, dass das scheinbar nicht nur zu weniger Humor führt sondern auch zu schwachen Storys.

    + In den letzten Staffeln war die Orville irgendwie… größer. Da gab es noch andere Kinder, eine Schule, usw.

    Zur Verteidigung der Folge muss man allerdings eine Sache erwähnen:
    Wir wissen nicht, ob die Aliens auf dem fremden Schiff und der Station die Gleichen sind, bzw. in dem gleichen Entwicklungsstadium sind.
    Also vielleicht ist die Station so eine Art Brutkasten und durch den „Input“ in Menschenform der Orville wurde das Schiff mit den ausgewachsenen Aliens gerufen um die Kinder (also die frisch transformierten Menschen) abzuholen.
    Irgendwie sowas. Wie auf ner Swingerparty – alles kann nichts muss.

    Ich schaue gerade nochmal die ersten beiden Staffeln Orville. Durch den direkten Vergleich wird man doch etwas Anfällig für Rumgenörgel.

    • JP1957 sagt:

      „Irgendwie sowas“ … so haben die auf Serienjunkies auch immer versucht Kurtzmanstories zu retten.
      Lass uns das bei The Orville bloß nicht anfangen.

      Die Autoren sind verantwortlich dafür, dass alles „stimmt“.

      Antworten
    • O.o.t sagt:

      „Irgendwie sind Claire oder/und ihre Gören entweder im Fokus oder tragende Storyelemente.“

      äh, wir hatten jetzt gerade mal 2 Folgen, eine Isaac-Folge und eine Claire-Folge. Ist es da nicht etwas zu früh zum jammern? Dass sie und ihre Kinder in der Isaac-Folge auch eine tragende Rolle spielten ergibt sich nun mal aus deren Vorgeschichte. Das tat aber LaMarr genauso, oder Charly. Aber nach Aussagen der Macher soll jeder der Crew mal im Fokus stehen, falls dich das beruhigt.

      „Zum Beispiel ein bisschen mehr Gordon, LaMarr oder von mir aus Yaphit.“

      Gordon wird definitiv noch mehr im Fokus stehen (und singen). LaMarr hatte in beiden bisherigen Folgen eine ähnlich wichtige Rolle wie Claire in der ersten.

      „Ich kenn keinen Menschen der von einer gigantischen Zelle sexuell erregt wird. Warum hat er überhaupt sowas wie Lust auf Sex?“

      Und ich kenne keine gigantischen Zellen, von daher ist das schwer zu sagen. Aber wer sagt denn, dass er Lust auf Sex hat? Vielleicht hat er einfach nur Lust auf Zuneigung und Gesellschaft?

      „In den letzten Staffeln war die Orville irgendwie… größer. Da gab es noch andere Kinder, eine Schule, usw“

      Again, nach 2 Folgen kann man dazu wirklich noch nichts sagen.

      „Ich persönlich finde es allerdings Schade, dass das scheinbar nicht nur zu weniger Humor führt sondern auch zu schwachen Storys.“

      Betreffend der schwachen Stroys bin ich anderer Meinung und den Humor der 2. Folge fand ich in Ordnung. Es muss nicht jede Folge von einem Schenkelklopfer zum nächsten hüpfen, ich ziehe da den dezenten Humor und die Situationskomik wie in dieser Folge oder grundsätzlich der 2. Staffel den Pipi-Kaka-Witzen der ersten Staffel definitiv vor.

      „Da Lob ich mir The Expanse, da gibts sowas nicht.“

      Das ist irgendwie schlecht vergleichbar. In The Expanse gibts nicht an jeder 2. Ecke einen Planeten oder Mond mit Atmosphäre. Auf Ilus tragen sie auch von Anfang an keine Anzüge (ok, da waren schon andere Menschen).

      Antworten
    • Stoffel sagt:

      „Was mich irgendwie generell so ein bisschen nervt ist allerdings etwas anderes, das im Meinungskasten bereits angesprochen wurde.
      Irgendwie sind Claire oder/und ihre Gören entweder im Fokus oder tragende Storyelemente.
      Ja, I get it, sie ist ne emanzipierte schwarze Frau die sich um ihre Kinder kümmert und keine Angst vor ungewöhnlichen Lovestorys hat. Burnham hat auch mit nem umgebauten Klingonen gevögelt und nebenher alle Probleme gelöst UND sich ständig für alles und jeden eingesetzt. Kennen wir alles schon, wird langweilig.“

      Fande das nicht schlimm, keinen solchen Gedanken gehabt. Weil ich Claire und ihre Ausgeburten einfach authentisch finde. Anders dieses Aufgesetzte was an New Trek und anderen einfach eklig ist: Hier schaut wie krass geil ich bin, ah ups habe Narzissmus mit Skill verwechselt, aber egal bin Frau oder was auch immer.
      Kann es sein, dass Sparkillers und Dein Gedanke ein Nebeneffekt der Anwiderung durch New Trek usw. ist?
      Abgesehen davon, dass ich mir tatsächlich eine Liebesschnulze über Claire und Isaac anschauen würde, kann ich das von Brennschinken und Nogone Ashley nicht behaupten, igitt, äh, allein der Gedanke, Ende ich muss aufs Klo.

      Antworten
    • Vulpe sagt:

      Ich habe diese Aussage nicht auf Basis der letzten beiden Episoden getroffen, sonder während ich die erste und zweite Staffel nochmal angesehen habe. Dort ist es nunmal so, das manche Charaktere in einer Folge thematisiert werden weil diese Fehler machen – und andere werden generell häufiger als Opfer/Retter in den Fokus genommen. Sei’s drum, ist evtl. nur das Burnham PTBS.

      > Und ich kenne keine gigantischen Zellen, von daher ist das schwer zu sagen. Aber wer sagt denn, dass er Lust auf Sex hat? Vielleicht hat er einfach nur Lust auf Zuneigung und Gesellschaft?

      Was das angeht, hast du völlig Recht. So habe ich das einfach nicht betrachtet. :)

      Antworten
  7. Serienfan sagt:

    Ich sah heute den neuen „Jurassic World“-Film und musste mich im Nachspann versichern, ob nicht Kurtzman diesen unfassbaren Stuss verbrochen hat.

    Zweieinhalb Stunden, sie kamen mir vor wie fünf.

    Ich möchte jetzt nie wieder in meinem Leben einen Saurierfilm sehen.

    Morgen gebe ich mir zum dritten Mal die aktuelle Orville-Folge, um meinen Geist zu reinigen. :-)

  8. Jens sagt:

    ***** Aggressive Werbung *****

    https://youtu.be/CynZc4Tk-Lg

    **** Aggressive Werbung Ende ****

  9. VerwirrterTurnschuh sagt:

    Wisst ihr, als ich die erste Staffel schaute, auch zum wiederholten Male, da wollte ich kaum glauben, dass nach den jeweiligen Folgen 45 Minuten vergangen sind. Ich hätte 35 geschätzt.

    Das passiert mir nun nicht mehr. Die 65 – 70 Minuten, mit riesigem Budget hingeklotzt, fühlen sich an wie 90. MacFarlane hatte wohl anderes im Sinn, als er von Filmqualität sprach.

    Alte, vertraute Ideen aus der Star-Trek-Welt (und anderen) aufzugreifen und zu variieren darf man gerne machen. Aber wenn der Twist, die Konzepte mit gelungener Charakterkomik aufzumischen und aufzufrischen, eliminiert wird, was bleibt dann noch von „The Orville“? Ordentlich gemachte Konvention, im besten Falle. Mittlerweile habe ich jede durchschnittliche TOS und TNG-Episode als humorvoller in Erinnerung …

    Star-Trek-Fans hungern verständlicherweise nach solidem Handwerk. Mich schmerzt es zu sehen, wie MacFarlane, der dem oftmals steifen Trek den Stock aus dem Hintern gezogen hat, diesen sich nun diamantenbesetzt Woche für Woche selbst einführt. Das Budget wurde erhöht, der Wert hat sich verringert.

    Ich hatte mich wirklich darauf gefreut gehabt. Jetzt schau ich aus Pflicht (was ich bei Nu Trek längst nicht mehr tue). Hab ja – erstmals – für eine Streamingserie bezahlt. Ach, was wäre das für eine schöne Folge geworden, mit mehr Selbstironie und weniger Zeit. 45 Minuten hätten gereicht. Ein paar allzumenschliche Beobachtungen hätten sich doch auch mit links einweben lassen.

    Die Dialogszenen rund um Dr. Finn erinnern noch an die alte Orville und deren Stärken. Faszinierend, dass sie schon wieder im Mittelpunkt stand; bislang scheint sie die Hauptfigur (war auch immer eine Favoritin von mir; tolle Schauspielerin), da herrschte bislang auch mehr Ausgewogenheit. Die anderen konnten ihre Persönlichkeiten noch immer nicht einbringen.

    Noch immer zeigt MacFarlane allerdings, dass er aufgeklärte Gesellschaftsbilder zeichnen kann, ganz ohne „Woke-Wichtigtuerei“, sondern in bester Star-Trek-Tradition. Das hat Stil. Erzählt aber noch keine Geschichten.

    Ich prophezeie, dass jeder bisherige Staffel-III-Enthusiast hier bis zum Ende „gebrochen“ sein wird. Ab irgendeiner Folge wird sich die Langeweile nicht mehr als gediegen Handwerk sehen und mit Erinnerungen an die glorreiche Vergangenheit übertünchen lassen. Irgendwann wird es nicht mehr reichen, dass Kurtztrek im Vergleich alles wie Gold glänzen lässt. – Ok, wenn man ausgewiesener echter Serienjunkie oder -fan ist, reicht vielleicht auch dieser im wahrsten Sinne gestreckte Stoff.

    Oh, wie freue ich mich, wenn ich mich irre und ich wieder mitgerissen statt eingeschläfert werde!

    • O.o.t sagt:

      „Charakterkomik eliminiert wird“

      Irgendwie hab ich den Eindruck, viele haben den Humor in dieser Episode übersehen? Oder wollen ihn nicht sehen? Oder können ihn nicht erkennen?
      Bemerkt ihr den nur, wenn er in Form abgetrennter Beine oder roter Nasen über die Brücke marschiert oder das Wort Penis enthält?
      Der Humor war in dieser Folge doch zurück. Da war jetzt noch keine reine Komik-Episode, aber das muss ja auch nicht immer sein, waren ja erst 2 Folgen. Wer nur Klamauk will, wäre vielleicht bei Avenue 5 besser aufgehoben. Da folgt ein Schenkelklopfer dem nächsten Toilettenwitz. Mir ist jedenfalls die subtile Situationskomik, die auch in dieser Folge vorhanden war, um Welten lieber als der übersteuerte Fäkalhumor der 1. Staffel.

      „Mittlerweile […] Woche für Woche […] schon wieder […] da herrschte bislang auch mehr Ausgewogenheit […] jeder bisherige Staffel-III-Enthusiast“

      Sag mal, wieviele Folgen hast du schon gesehen? Bei mir waren es bloss 2, bei dir tönt es, als wäre schon mehr als die halbe Staffel durch. „Woche für Woche“… Hallo? Wahrnehmungsstörungen?

      „Ich prophezeie, dass jeder bisherige Staffel-III-Enthusiast hier bis zum Ende „gebrochen“ sein wird.“

      Also wer nach nur 2 (zwei!!) Folgen, die man nun wirklich nicht als grundlegend schlecht bezeichnen kann nur weil die eine mal etwas ernster war und die andere ein paar Logiklöcher hatte, mit so einer Einstellung an den weiteren Verlauf der Staffel herangeht, sollte es vielleicht besser gleich ganz sein lassen.

      Aber was rede ich auch mit Verwirrten…

      Antworten
    • VerwirrterTurnschuh sagt:

      Ich schreibe bewusst von Charakterkomik, nicht von Klamauk oder Schenkelklopfer. Das hat MacFarlane besonders in der ersten Staffel bewundernswert gut hinbekommen. „The Orville“ empfand ich nie als platten Klamauk, und keiner, der den mangelnden Humor beklagt, schreit danach.

      Die konzeptionelle Ausrichtung, die Seth Trek nimmt, ist sonnenklar. Die Änderung weg von Witz zu „Seriosität“ begann schon in der zweiten Staffel. Jetzt kommt die Überlänge dazu. MacFarlane meint es ernst. Sollte sich das ändern innerhalb dieser Staffel (plötzlich wieder nur 45 Minuten, plötzlich wieder Humor im Mittelpunkt), wäre das eine Kehrtwende, die nicht zu erwarten ist.

      Mit großem Budget kommt große Verantwortung, daher vielleicht auch dieser besondere heilige Ernst, mit dem nun produziert wird. Schade, die Zeiten, als man in (gute!) Komödien mehr Geld investiert hat als in Dramen, sind längst vorbei. Komik wird – wie von dir – offenbar mit minderer Unterhaltung gleichgesetzt. Mach mir das amputierte Bein nicht schlecht! Oder den brütenden Bortus! Die Ernsthaftigkeit, mit der die Absurdität zelebriert und erzählt wurde, war meisterhaft. Herrje, ein Peniswitz an der richtigen Stelle hätte das Niveau dieser Episode deutlich gehoben.

      Antworten
    • Yole sagt:

      Es geht doch nicht ums Recht haben oder sich festzulegen, ob „The Orville“ gut oder uncool ist. Oder vielleicht doch? Nicht hier im Forum, aber allgemein gibt es viele Leute die mit „The Orville“ überhaupt nichts anfangen können.

      „The Orville“ hat es in vielerlei Hinsicht leichter als Star Trek: beim „Realismus“, beim Auflösen von Problemen. Zum Beispiel die neuen Viecher passen (rein optisch?) besser zu „The Orville“ als sie es zu ST würden. Orville-typisch erfährt man nur das Nötigste… Ich finds jedenfalls immernoch lustig, dass dieser Seth MacFarlane der Serienschöpfer ist. Der Qualitätsstandard ist allgemein unglaublich.

      Bin schon gespannt auf die nächsten Charakterfolgen. Und irgendetwas Großes wird in dieser Staffel bestimmt auch passieren.

      Antworten
  10. Yole sagt:

    Immer locker bleiben. Das war bestimmt die „billige“ Folge. Die Empfangsszene wurde bestimmt am Ende der Dreharbeiten gedreht und die Folge sollte halt die zweite der Staffel werden;)
    Ich fand viele Szenen sehr gut umgesetzt. Zum Ende sind sie auch mit Dr.Finn-Issac vorangekommen. Ganz harmonisch

  11. Stoffel sagt:

    Mir hat die Folge echt gefallen, auch wenn es zu leicht aufgelöst war.
    Am Anfang Friede, Freude Eierkuchen und Menschelei, ein treffen mit den Krill bei dem sich ein Oh oh abzeichnet. Ab den Punkt, wo sie das Nullfeld (ich nenne es mal so) entdeckten, war die Stimmung der Leute beklemmend, fande ich mega. Als sie dann die die Station entdeckten, bekam die Beklemmung ein Gesicht.
    Das ging dann weiter, wie eine dunkle Wolke legte sie sich über alles, als sie diese Station erkundeten und dann Bom schließlich die Eskalation angefangen mit Body-Horror bishin zu einer Horde Imps, die anfängt das Schiff zu überrennen.
    Ich hatte echt Dead Space Vibes, leider war Folge und ihr Ende so, wie ein Ballon, der mit Stimmung aufgepumpt wurde und gegen Ende platzte.
    Die Imps erinnerten mich daran, was die ursprüngliche Idee der Borg war und ich würde sagen, diese Viecher sind bzw werden die Orville Borg.

  12. JP1957 sagt:

    @O.o.t: So geht das natürlich nicht! Entweder erinnert man sich daran, dass das hier (eigentlich) eine Satireseite ist, dann darf man die negativen Kommentatoren gerne durch den Kakao oder von mir auch durch die Fortpflanzungskotze ziehen oder man betreibt ernsthafte Serienkritik.

    Das bedeutet dann aber argumentative Auseinandersetzung (und Widerlegung) der kritischen Einwände.

    Hier aber lese ich nur ein (beleidigtes) A fand es hervorragend, B gut, C auch, D gab 8,26 von 11 Punkten, E fand es nur ein bisschen schlecht u.s.w. ohne eine Spur von Begründung.
    Das ist langweilig (!) und führt nicht weiter.

    Anders machen es die beiden Ichs auf ihrem YT-Kanal und die Review auf Trekzone … da zwingt einen die Argumentation zum Überprüfen des eigenen Urteils.
    Aber wie Scholli schon schrieb: Bloß nicht zu nachsichtig werden … wir wollen hier schließlich nicht zu Serienjunkies 2.0 werden.

    Ich schreibe die Serie nach einer schlechten Folge natürlich nicht ab … das wäre dämlich nach einer schwachen Folge, aber ich bleibe bei der Kritik und verstehe an einigen Punkten auch die Nachsicht nicht.

    Noch einmal kurz (mit einer Ergänzung):
    > Szene Verhandlung mit den Krill – verschenkt.
    > Plot (Alienrasse pflanzt sich fort durch den Bau einer riesigen Raumstation mit Virenschleuder im Leer-
    raum) ist absurd.
    > Kampfszenen mit den Monstern sind langweilig.
    > Auflösung der Situation gelingt zu schnell und „unwissenschaftlich“.
    > Während in herausragender Weise in Folge 1 „Empathie“ zum Thema gemacht wird, endet die Folge diesmal völlig unempathisch mit der vollständigen (!) Ignoranz gegenüber der Tatsache, dass zahlreiche Besatzungsmitglieder umgekommen sind. Antiorvellisk!

    Berechtigterweise wurde bisher immer gelobt, dass „alles“ in den Orvillefolgen einen Sinn hat, einen Bezug zueinander aufweist. Das ist hier (nicht mehr) der Fall.

    • Ichwieder2 sagt:

      > Szene Verhandlung mit den Krill – verschenkt.
      > Plot (Alienrasse pflanzt sich fort durch den Bau einer riesigen Raumstation mit Virenschleuder im Leer-
      raum) ist absurd.
      > Kampfszenen mit den Monstern sind langweilig.
      > Auflösung der Situation gelingt zu schnell und „unwissenschaftlich“.
      > Während in herausragender Weise in Folge 1 „Empathie“ zum Thema gemacht wird, endet die Folge diesmal völlig unempathisch mit der vollständigen (!) Ignoranz gegenüber der Tatsache, dass zahlreiche Besatzungsmitglieder umgekommen sind. Antiorvellisk!

      Politisches Geplänkel zeigen. Hat man früher mal gelobt. Show, don’t tell. War da nicht was?
      Wofür die Raumstation ursprünglich mal gedient haben mag, erfährt man nicht. Wie ich schonmal sagte: Ist ein verlassenes Riesenrad in der Fallout-Zone Unsinn? Nein, beim Bau hatte man sich da was gedacht.
      Kampfszenen sind sogar recht schwaches CGI, da gehe ich überein.
      Unemphatisch, ja. Tod? Naja, nicht richtig. Umgewandelt. Gefällt den Kreaturen ja vielleicht sogar besser? Aber die Aufarbeitung hätte besser ausfallen können als wieder schick Abendessen gehen.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Also JP!

      Bislang hat hier NIEMAND die Worte „guilty pleasure“ verwendet. So schlecht ist das Diskussionsniveau also nicht! :-)

      „The Orville“ scheint das nicht nötig zu haben. So wie die Episode keinen verrückt werdenden Admiral braucht, um in ein gefährliches Raumgebiet zu reisen.

      Das übergeordnete Thema dieser Staffel soll ja die Koexistenz sein.

      Mir gefällt die Rationalität der Figuren. Claire spricht rational über ihre gescheiterte Ehe. Nach ihrem Studium hatte sie sich verändert, stellte ein Ultimatum, und das führte zur Trennung. Interessanter Weise wiederholt sich das später: Diesmal verändert sich der Admiral, erneut stellt ihm Claire ein Ultimatum, erneut kommt es zur Trennung.

      Interessant ist, dass Claire ihm vorher versprochen hat, bei ihm zu bleiben und ihn zu heilen. Dieses „Versprechen“ hat sie genauso nicht einhalten können wie einst ihr Eheversprechen.

      Die Episode zeigt, dass es keine Frage von „Schuld“ ist, wenn sich jemand so verändert, dass ein Zusammenleben nicht mehr möglich ist. Das wird ja hier gezeigt durch die Crewmitglieder, die ja völlig ohne „Schuld“ zu anderen Wesen werden.

      Damals hatte Claire sich verändert. Von der Studentin, die ihren Professor anhimmelt, zu einer erwachsenen Frau.

      Ist es besser, abserviert zu werden als andere abzuservieren? Am Ende muss Claire genau das tun. Sie muss die Wesen zwingen, die Orville zu verlassen.

      Die Episode stellt aber auch die Frage, inwieweit sich jemand wirklich vollständig verändern kann. Claire sagt, sie sei heute ein völlig anderer Mensch, wenn sie an ihre Jugend denkt, glaubt sie, einer Tochter zuzusehen. Doch ein kleiner Kern der früheren Zeit steckt in ihr, und sie wird diese auch nie loswerden, sie hat doch noch etwas empfunden. Und am Ende kann sie das auch eingestehen, sie ist froh, ihren Exmann noch einmal gesehen zu haben.

      Wir können uns die Gegenwart nicht von der Vergangenheit diktieren lassen. Wir können aber auch nicht so tun, als habe es die Vergangenheit nicht gegeben.

      Beim Admiral (großer Verrat von „The Orville“ an Star Trek, ein Admiral UND Ex-Mann, der nicht geistesgestört oder widerlich ist, sondern sympathisch und rational, selbst sein Gespräch mit Isaac fand ich höchst gelungen) gilt das gleiche: Trotz radikalster Veränderung ist ein Kern des früheren in ihm geblieben.

      Antworten
    • O.o.t sagt:

      „lese ich nur [A,B,C,…] ohne eine Spur von Begründung.“

      Mooooment!

      Ich habe lediglich eine Übersicht von Reviews und Bewertungen gepostet, die ich entweder gesehen oder auf die Schnelle gefunden habe. Für alle, die es gerne ausführlicher und begründet möchten, hat es unter j e d e m (!) Punkt einen Link.
      Und die sind ja auch nicht alle nur positiv, aber eben auch nicht so negativ wie die Folge hier von einigen dargestellt wurde („Kurtzman-Niveau“, „selbst 2 Punkte wären zuviel“, etc.). Was jeder aus dieser Liste zieht ist jedem selbst überlassen. Ich stimme da auch nicht allem zu.

      Nun ja, und diese Satire-Keule im Sinne von „ist doch alles gar nicht ernst hier“ – dann können wir das Diskutieren hier auch gleich ganz lassen…

      „Ich schreibe die Serie nach einer schlechten Folge natürlich nicht ab“

      Das klingt bei einigen aber so. Und auch in dem Beitrag, auf den ich geantwortet hatte. Aber gut, das war dann wohl Satire…
      Andere schrieben „Ich prophezeie, dass jeder bisherige Staffel-III-Enthusiast hier bis zum Ende „gebrochen“ sein wird.“ Auch nur Satire, nehme ich an? Vielleicht war ja auch mein Betrag nur Satire, wer weiss das dann noch…

      „> Szene Verhandlung mit den Krill – verschenkt.“

      Finde ich nicht. Was war da verschenkt?

      „> Plot (Alienrasse pflanzt sich fort durch den Bau einer riesigen Raumstation mit Virenschleuder im Leerraum) ist absurd.“

      Wieso soll das absurd sein? Wir wissen doch gar nicht, ob diese Raumstation noch einem anderen Zweck dient. Oder früher mal diente. Wir haben gerade mal einen (1) Raum gesehen, in den man offensichtlich bewusst geführt wurde. Und vielleicht gibt es anderswo noch mehr von diesen Dingern? Wäre eigentlich sogar zu erwarten.

      „> Kampfszenen mit den Monstern sind langweilig.“

      Das ist deine Meinung. Ich fand die nicht langweilig.

      „> Auflösung der Situation gelingt zu schnell und „unwissenschaftlich“.“

      „zu schnell“ stimme ich zu, das ist mein grösster Kritikpunkt an der Folge, aber wieso „unwissenschaftlich“?

      „endet völlig unempathisch mit der vollständigen Ignoranz gegenüber der Tatsache, dass zahlreiche Besatzungsmitglieder umgekommen sind.“

      Dem stimme ich zu, wobei das durchaus noch aufgegriffen werden könnte.
      Allerdings ist niemand wirklich umgekommen. Dass man sie aber nicht tötet sondern gehen lässt, eröffnete einige interessante ethische Fragen. Wieviel von ihrem alten Ich haben diese umgewandelten Kreaturen noch in sich? Wäre töten da evt. sogar „humaner“ gewesen? Wie ich bereits früher schrieb, ich glaube nicht, dass diese Story schon zu Ende ist.

      „Berechtigterweise wurde bisher immer gelobt, dass „alles“ in den Orvillefolgen einen Sinn hat“

      Hmm, daran kann ich mich nicht erinnern, und wenn doch, würde ich es bestreiten.

      Antworten
    • Yole sagt:

      Hier, ich würde behaupten, dass „alles“ (gezeigte und erzählte;) einen Sinn hat, auch in dieser Folge.

      Ich möchte keinesfalls für JP sprechen, nur berichtigen, denn er hat nur einen satirischen Blick auf die Serie angekündigt. Noch ist die Auseinandersetzung eine andere.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Der Plot mit der Raumstation macht sogar sehr viel Sinn. Das ist die Art der Vermehrung dieser Wesen, es werden Stationen dieser Art in vielen Teilen des Weltraums sein, vielleicht aber hat diese Station auch noch einen anderen Zweck, es könnte eine Art Grenzboje sein, die andere Spezies auch fernhalten soll, siehe Krill, die den Raum meiden. Dann würde die Positionierung in einem nahezu sternleeren Raum Sinn machen.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Einen Kritikpunkt möchte ich hier noch kurz aufgreifen, weil ich ihn doch schon mehrfach gelesen habe: Das Ende, das über die Toten hinweggeht.

      Ich gebe zu: Ich habe mich auch gefragt, wie viele Crewmitglieder da jetzt eigentlich assimiliert wurden. Ich habe elf gezählt, davon hat Talla drei ausgeschaltet, drei weitere wurden erschossen. Die restlichen fünf haben dann wohl das Schiff verlassen. (Angesichts dessen, wie schnell und stark diese Wesen waren und angesichts des Versäumnisses von Ed Mercer, spätestens dann eine schiffsweite Warnung auszusprechen, als die Kommunikation wieder funktionierte, dürften er deutlich mehr arglose Crewmitglieder sein, die den Fremden zum Opfer fielen.)

      Aber wenn man hier eine große Trauerfeier fordert, hätte ja jede zweite „Star Trek“-Folge mit einer Beerdigung enden müssen. Insofern wundert mich dieser Einwand ein wenig.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @Kazairl: Erst diese Folge … und jetzt auch noch diese Kommentare hier … ich werde immer verwirrter … ich brauche dringend eine Therapiestunde bei Dr. Claire.

      Die Raumstation ist eine Boje? Die andere Spezies fernhalten soll? Und deshalb strahlt sie ein Notsignal aus?? Ich dachte, sie soll eine Venusfalle zum Zwecke der Vermehrung sein und Spezies anlocken???

      Und GRENZboje? EINE Grenzboje im WELTALL? Wenn das die selige DDR-Führung gewusst hätte, dann hätte sie viel Geld sparen können.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      @JP: Natürlich macht es Sinn. Überleg mal wie die Krill von diesen Wesen erfahren haben müssen. Sie müssen ihnen begegnet und entkommen sein. Dieses Signal kann ja zweierlei bedeuten: Es lockt quasi andere Spezies an um sie zu verwandeln und dient (im Falle des Entkommens) als Warnung so nach dem Motto „hier beginnt unser Raum, wenn ihr hier durchfliegt, werdet ihr nicht mehr wieder zurückkommen.“

      Und zum Thema Grenzen im Weltall: Diesen Punkt müssen wir mal ganz ignorieren, sonst zerfällt jegliche Scifi-Story mit Weltraumreichen wie das klingonische Imperium.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @Serienfan: „Aber wenn man hier eine große Trauerfeier fordert, hätte ja jede zweite „Star Trek“-Folge mit einer Beerdigung enden müssen. Insofern wundert mich dieser Einwand ein wenig.“

      GGH wird sich freuen. So hat er immer gegenüber Dir argumentiert. Früher war es auch nicht besser … da sind wir jetzt angekommen.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @Kazairl: „Und zum Thema Grenzen im Weltall: Diesen Punkt müssen wir mal ganz ignorieren“

      Okay, so machen wir es.
      Alles, was der eigenen Argumentation widerspricht, wird ignoriert :-) .

      Und jetzt auf zu Episode 3 … Eier im Weltall.

      Die Orville entdeckt auf dem Rückflug durch die Leere eine weitere riesenhafte Raumstation, in der 1000nde von Moclanern gezwungen werden, ein Ei nach dem anderen zu legen.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Das hat nix mit Ignorieren des Punktes zu tun, der meiner Argumentation widerspricht. Wenn wir anfangen, Grenzen im Weltall zu hinterfragen, macht jegliche Scifi keinen Sinn, dann müsste man auch fragen, wie es sein kann, dass ein klingonisches Impererium seine Grenzen halten kann. Der Weltraum ist dreidimensional, nicht zweidimensional, rein theoretisch sind festgesetzte Grenzen von Raumimperien im Weltraum nicht möglich es sei denn man schafft es, diese riesigen Bereiche komplett zu überwachen oder abzuschotten.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      „So hat er immer gegenüber Dir argumentiert.“

      Jesses!

      Dich scheint die Episode ja ganz schön verwirrt zu haben, Deine Argumente werden jetzt doch ein wenig absurd. :-)

      Es gibt merkwürdige Film-Konventionen. Figuren gucken nie nach rechts und links, wenn sie über die Straße gehen, und sie verabschieden sich nie, bevor sie einen Telefonhörer auflegen. Wer seinen Verriss dann mit sowas begründet, greift nach Strohhalmen. Und das hat ganz sicher nichts mit igendeinem „war doch schon immer schlecht“-Argument zu tun.

      Es hilft nun einmal alles nichts: In wahrscheinlich allen Serien und Filmen, aber besonders bei „Star Trek“, sah man Beerdigungen immer nur nur dann, wenn Hauptfiguren gestorben sind. Oder glaubst Du, wir hätten am Ende von „Der Zorn der Khan“ eine Trauerfeier gehabt, wenn Spock nicht gestorben wäre?

      Und das gilt auch für alle bisherigen „The Orville“-Folgen.

      Wenn man jetzt plötzlich die große Trauerfeier fordert, dann hätten die Figuren nach dem Ende von „Infinity Part 2“ ein ganzes Jahr lang schwarz tragen müssen.

      Antworten
    • Ichwieder2 sagt:

      Ehm, warum machen „Grenzen“ im Weltall keinen Sinn? Wenn ich hier an der Stelle den Fuß über die Straße setze, wo es von Hessen nach NRW geht, sieht fühlt und riecht man auch keine Grenze. Irgendwann ist die aber mal an dieser Stelle festgelegt worden. Und das, obwohl uns Menschen die Erde gar nicht gehört. Nein, Euer Kaufvertrag vom Mond ist auch nicht echt, muss ich enttäuschen.
      Also wie funktioniert das bei uns? Da haben sich mal welche auf die Köppe gehauen (andere tun es leider gerade wieder), damit jemand sagen kann: Dass da is aber unseres.
      Und nur, weil etwas dreidimensional und viel größer ist, soll das nicht mehr funktionieren?
      Seltsame Einstellung.

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    • Kazairl sagt:

      Wieso seltsame Einstellung? Auf einem Planeten wie der Erde kann man klare Linien ziehen und sagen: Da geht mein Staatgebiet los, im Weltall ist das sehr schwierig, da eine Grenzlinie nur einen bestimmten Bereich, eine Linie eben, abdeckt, was aber ist mit dem Rest, der oberhalb, unterhalb und abseits der Linie liegt? Wie das bewachen? Man kann eine Grenze auf der Erde schon kaum effektiv halten (zB gesehen während der Flüchtlingskrise 2015 oder im alten China oder antiken Rom) wie will man dann eine gigantische Grenze im Weltall absichern? Sorry, aber das, was du hier schreibst, geht im Weltall nicht so ohne weiteres.

      Antworten
    • Ichwieder2 sagt:

      Ich kann auch den Inhalt eines Würfels räumlich aufteilen? Warum soll das nur zweidimensional gehen?
      Dafür hat man Koordinaten erfunden, die Punkte eindeutig festlegen können.
      Wie man das überwachen will? Bojen, Langstreckensensoren, die über Millionen Kilometer funktionieren, wie man uns das immer ja erklärt in den Serien. Ob es SINN macht, solche Grenzen zu haben, ist eine andere Sache. Aber warum die reine Idee davon nicht auch im großen Maßstab etablierbar ist, bzw. hier hinterfragt wird, wie kann das sein? Ich könnte auch keine tausende Küken versorgen in meinem Garten – dennoch gibt’s gigantische Zuchtbetriebe. Da ist auch das „geht bei mir nicht und kann ich mir nicht vorstellen“ woanders völlig „normal“ (wiederum muss man ja sagen leider).

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      Wie, was? Grenzen funktionieren seit zwei Millionen Jahren hervorragend ohne antiklingonischen Schutzwall.
      https://s.w-x.co/de-GettyImages-GrenteOsterreich.jpg
      Man muss nur überzeugend damit drohen, allen aufs Maul zu hauen, die sie ignorieren.

      Da hat der JP aber ein Ei gelegt (haha!).

      Antworten
    • O.o.t sagt:

      Serienfan: „Das Ende, das über die Toten hinweggeht.“

      Mich hat weniger die fehlende Trauerfeier gestört sondern der (zu) schnelle Wechsel. Die Kreaturen rennen davon — Schnitt — gemütlich dinieren im Schiffsbistro. Das war schon ein etwas heftiger Übergang. Ausserdem hätte ich wirklich gerne erfahren, WIE die Kerle das Schiff verlassen haben.

      „drei weitere wurden erschossen“

      Ich dachte ja, die wurden nur betäubt.

      Antworten
    • VerwirrterTurnschuh sagt:

      Auch nach meinem Eindruck geht es weniger um eine „Trauerfeier“, sondern – wie schon bei Folge 3.01 – um den Erzählrhythmus, der unausgewogen ist. Verhältnismäßig lange, ruhige Einführung, laaanger Schreeeecken (*gähn*), und zack-bumm-fertig-aus. Als wärs nie um was Wichtiges gegangen. Ein Abschied aus der Story hat mehr gefehlt als einer von den offscreen verhunzten Crewmitgliedern.

      Um meine Leier zu spielen: Wäre nicht so schlimm, wär’s mehr witzig und weniger auf wichtig gemacht. Und in knackige 45 Minuten untergebracht.

      Bei der ansonsten ausgewogenen Charakterzeichnung des Admirals, Claire und ein bisschen Kelly kann ich Serienfan gerne beipflichten. Ansonsten seinen ganzen Kritikpunkten, die sein Ich im Video hübsch und klug aufzählt…

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Höhepunkt und Problemlösung am Ende von Akt 4, dann versöhnlicher Epilog zum Ausklingen, am besten noch mit einem Scherz. Ganz egal, wie haarsträubend die Dinge waren, die vorher passiert sind.

      Das ist der klassische Episoden-Aufbau von Einzelfolgen, wie wir ihn von „Bonanza“ bis „Star Trek: Voyager“ hatten, und dem hier Braga und Bormanis knallhart folgen.

      Ob das jetzt an der Länge der Episode liegt, die einen solchen Epilog merkwürdiger macht, weiß ich. Mich kann man mit klassischen Dingen immer ködern. Mein Motto: Lieber eine alte Unsitte als eine neue.

      Faszinierend ist, dass wir ja gerade eine Episode vorher, geschrieben von MacFarlane, die Abkehr von diesem Muster erlebten. Im Staffelauftakt wurden wir quasi um den Epilog gebracht. Marcus geht nur kopfschüttelnd weg, als wollte er sagen: Es braucht doch gar keinen Epilog.

      Antworten
    • Ichwieder2 sagt:

      Für die Elemente, die ja über die Staffel weiter entwickelt werden, Bedarf es auch keines Epiloges, imho. Isaac ist weiterhin da, die Situation um ihm bleibt bestehen. Da braucht es keinen „Abschlusskommentar“ in der Folge, da der Arc ja weiter geht. Anders ist es, wenn die sonstigen Rahmenhandlungen der Folgen abgeschlossen werden und praktisch keine Auswirkungen mehr auf das „nächste Alien der Woche“ haben.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Es „bedarf“ fast nie eines Epilogs. Die allermeisten Filme haben gar keinen Epilog.

      Aber bei Serien glaubte man eben, der Zuschauer braucht einen harmonischen Ausklang. Der Serien-Konsument soll ja nicht gestresst aus der Folge in die Werbepause gehen. Er soll glauben, dass seine Serienwelt wieder in Ordnung ist.

      Kann man als klassisch loben. Kann man als banal beschimpfen. Fakt ist: Mehr „by the book“ als bei dieser „Orville“-Folge geht nicht mehr. Das will ich gar nicht abstreiten.

      Das passt natürlich nicht in die moderne Serienlandschaft.

      Nur komme ich mir halt bei den modernen Serien ein wenig vor wie Mona aus „Kir Royal“, wenn sie sagt: „Es wundert mich nur, dass er dir nicht allmählich auf die Nerven geht dieser einfallslose Nouvelle-Cuisine-Scheißdreck, dieser prätentiöse. Ist doch immer und überall der gleiche Fraß.“

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @O.o.t.: Siehst Du, so macht es Sinn … lauter Argumente, die Dein Urteil (scheinbar ;-) ) stützen.

      Ich geh da jetzt nicht mehr drauf ein, ich hab Deine Zeilen aber aufmerksam gelesen.

      Den Verweis auf Links als Argumentation akzeptier ich nur in Ausnahmefällen. Das wird für eine Diskussion in einem sozialen Netzwerk einfach zu aufwändig.
      Irgendwann verweisen wir dann auf Bücher … als ob die jemand lesen würde/ könnte.

      Antworten
  13. BergH sagt:

    tach auch !

    Also mich haben auch ein paar Sachen gestört, der mangelnde Humor nicht:
    – Wenn es nicht rausflutsch machts Du was falsch.
    – Wenn es nicht rausflutscht machst Du was falsch.
    Todesblick von Kelly !
    – Also Ihre bevorzugten Sexualpraktiken…..!
    – Ich fühle mich wie in Vegas.

    usw.

    Mehr wäre zu klamaukig gewesen.

    Ansonsten war es nicht die beste Folger, aber schlecht war sie auch nicht.
    Man kann also schwarz, Frau und gut sein ohne gleich eine Peggy Sue (Ohura, Brennschinken etc.) zu sein. Q.E.D

    Ich mag die Ärztin wirklich. Authentisch, Empathisch, Mutter und überhaupt eine tolle Schauspielerin.

    Kann noch besser werden, aber bast schoo.

    Gruß BergH

    • Serienfan sagt:

      „ohne gleich eine Peggy Sue zu sein“

      Interessant ist: Die fremden Wesen werden nur von Frauen bekämpft (Tala, dann auf medizinische Weise von Claire), während die Männer ohne Phaserwaffen hilflos sind, nur fliehen können (wie John) oder die Opfer sind.

      Und? Es fiel niemanden auf. Bei niemanden ging deswegen der Woke-Alarm los. Auch hier im Kommentarbereich nicht. Trotz über 70 Kommentare.

      Was ist wohl der Grund dafür?

      Vielleicht gilt bei manchem woken Appell doch der Einwand: „Die Botschaft hör ich wohl, gleichwohl missfällt der Tonfall“?

      Vielleicht macht „The Orville“ doch etwas richtig, was andere falsch machen? Vielleicht ist die Frauenpower bei „The Orville“ so organisch, so selbstverständlich, so nachvollziehbar, dass wir gar nicht darüber nachdenken? Vielleicht hilft es, dass es keinen erhobenen Zeigefinger gibt. Und vielleicht ist es auch von Vorteil, dass die Serie nicht glaubt, die einen dämonisieren zu müssen, damit andere gut dastehen?

      Antworten
  14. JP1957 sagt:

    Die Episodentitel sind zum Teil verändert worden … hier erfahrt ihr die nun endgültigen Titel.
    Und es gibt ein paar Infos zu den Abrufzahlen in Kanada und Australien und Spekulationen zur 4. Staffel:

    https://www.youtube.com/watch?v=T0VwQz2HV2c

  15. frank sagt:

    wo bleibt eigentlich die kritik zu 3.03?

  16. JP1957 sagt:

    @3.03: Da rechnet man die ganze Zeit mit Eiern. Und was kriegt man? Q.

    Wunderwunderbare Abschlussszene.

  17. JP1957 sagt:

    hab jetzt zwei amerikanische reviews gesehen … die eine sehr positiv, die andere kritisch. die kommentare unter der kritischen schreiben, dass es „boring“ war.

    mich würde wirklich interessieren, wie sehr veränderte sehgewohnheiten in den letzten 10, 15 jahren dazu führen (können), dass man 61 minuten serienlänge mit auch ruhigeren phasen nicht mehr aushält.

    • Kazairl sagt:

      Zumal es besser gemacht ist als vieles, was im Serienbereich zu finden ist, selbst viele Kinofilme haben nicht das Produktionsniveau von Orville.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Da wären doch mal Links willkommen, ich habe nämlich noch gar keine Review zur Folge gefunden! :-)

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Hier kann man zB kucken, das Main Review scheint noch zu fehlen

      https://www.jammersreviews.com/orville/s3/mortality-paradox.php

      Antworten
    • Antworten
    • Serienfan sagt:

      Apropos Kritiken: Auf der deutschen Amazon-Seite hagelt es Ein-Stern-Bewertungen zur dritten „The Orville“-Staffel.

      46 Prozent aller Bewertungen vergeben nur einen Stern!

      Und das nur, weil die Serie nicht deutsch synchronisiert ist.

      Viele bemängeln auch falsche Produktangaben, weil sie zu blöd sind, die Produktbeschreibung zu lesen. Da steht ganz klar, dass die Serie „nur“ auf englisch, aber mit einblendbaren deutschen Untertiteln angeboten wird.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Das mit den Ein-Stern-Kritiken ist mir schon vor Tagen aufgefallen, so dumm. Das ist ähnlich dumm wie einen guten Film mit einen Stern abzustrafen weil die 3DFassung fehlt-.-

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      irgendwo müssen sie ihren frust ablassen. ganz zu beginn gab es tatsächlich eine falsche bezeichnung bei amazon.

      eigentlich sollten wir uns freuen über die leute … die sind sauer, weil sie endlich i h r e serie sehen wollen.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Wenn ich daran denke, dass ich in meiner Studenten- und Referendariatszeit englische TNG-Videos zu einem Preis von fünfzig Mark für zwei Episoden gekauft habe, und mir auf diese Weise die KOMPLETTE TNG-, DS9 und Voy-Serie zulegte…

      Anstatt froh zu sein, dass wir die Serie fast am gleichen Tag wie die US-Ausstrahlung für einen Spottpreis und in HD zu sehen kriegen… Und dann auch noch mit optionalen Untertiteln, über die ich damals ab und zu durchaus froh gewesen wäre.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Früher war eben alles besser.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Ich hatte zwar gerade das exakte Gegenteil behauptet, aber wenn Du meinst… :-)

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Hattest Du nicht!

      Früher – so Du – zeigten die Menschen Wertschätzung gegenüber ihren geliebten Serien, indem sie 50 DM investierten.

      Heute …

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Herr Lehrer, bitte erst gründlich den Text lesen, und erst dann analysieren.

      Erhältlich waren früher die Episoden

      – zeitverzögert
      – nicht in HD
      – super teuer (50 Mark für zwei Folgen)
      – ohne einblendbare Untertitel

      Erhältlich sind heute die Episoden

      – fast zeitgleich zur US-Ausstrahlung
      – in HD
      – erhältlich zu einem Spottpreis
      – mit (manchmal) hilfreichen deutschen Untertiteln

      Das und nichts anderes hatte ich geschrieben.

      Daraus im Wege der Interpretation ein „früher war alles besser“ zu konstruieren und meinen höchst individuellen Kauf-Fanatismus in eine Aussage über „die Menschen“ umzudeuten, ist leider eine ungenügende Wiedergabe der geschilderten Fakten.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      „Daraus im Wege der Interpretation ein „früher war alles besser“ zu konstruieren und meinen höchst individuellen Kauf-Fanatismus in eine Aussage über „die Menschen“ umzudeuten, ist leider eine ungenügende Wiedergabe der geschilderten Fakten.“

      Tsssss … den Unterschied zwischen Interpretation (hab ich gemacht) und Wiedergabe solltest Du aber schon kennen.

      Aber Schluss damit – nimm dies: https://www.tvfanatic.com/2022/06/the-orville-new-horizons-season-3-episode-3-review-mortality-par/

      Antworten
    • Ichwieder2 sagt:

      Schlusszene der Folge war ganz gut, technisch auch schickes geboten.
      Die Story selbst fand ich äußerst schwach.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Tztz.. Fakten ignorierenende Interpretationen überlassen wir doch in diesen „Zeiten“ lieber anderen, sonst wird nie irgendwas wieder so gut oder gar „besser“ als „früher“.

      Die Orville-Folge scheint erneut zu polarisieren.

      Meine Meinung ist eindeutig, Rohfassung vom Video ist fertig, es wird aber dennoch erst Mitte nächster Woche fertig. So viel kann ich aber „teasern“: diesmal gehe ich auch kurz auf die aktuelle Folge der strangen „Star Trek“-Serie ein.

      Antworten
  18. JP1957 sagt:

    https://www.instagram.com/p/CevAOgWDvph/

    Jetzt macht er schon wieder Musik, statt an der 4. Staffel zu arbeiten!

    Tauchte Liz Gillies in der Folge auf?

  19. JP1957 sagt:

    https://www.youtube.com/watch?v=shLji4MjsyM

    Ganz am Ende gibt es Szenen aus 3.04 … faszinierende Bilder.

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