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„Asterix und der Greif“ – Kritik zu Band 39

, „Asterix und der Greif“ – Kritik zu Band 39

Alle Jaaahre wiedeeer… kommt das Enttäuschungskind. – Wir auf Zukunftia waren früher große Asterix-Fans. Jeder Comic wurde so oft gelesen, bis die Klebebindung selber zu einer Art Zaubertrank wurde und die Seitenränder leichte Petersilienformen annahmen. Diesmal verschlägt es unsere Helden in den Norden, wo es darum geht, ein mystisches Wesen zu finden, das dem Römischen Reich neuen Ruhm einbringen soll. Vielleicht ist ja die Seele von René Goscinny dabei?


Mein Verhältnis zu den „neuen“ Asterix-Comics ist kompliziert.

Gab es beim „Pikten“-Band noch Anerkennung („Juchuuu! Asterix reist wieder rum!“), so wirkte der „Papyrus“-Band schon arg krampfig („Haha. Twitter-Anspielungen. Facebook-Scherze. Verstanden. Das muss ich auf Instagram posten.“).

Bei „Italien“ hat mich die Geschichte dann bereits nach zwei Seiten verlassen – und ist bis heute nicht in mein Langzeitgedächtnis zurückgekehrt. Ganz übel dann die „Vercingetorix“-Geschichte, bei der man den Fokus auf pubertierende Nichtswisser, Piraten-Kalauer und eine nervige Hauptdarstellerin legte.

Doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Somit war ich erneut gespannt auf den neuen Band. Immerhin wird hier wieder weeeit gereist („Da! Schnee! Kult?“) und ein mythologisches Element angerissen („Da! Greif! Kult?“). Besonders freute mich aber, dass alle vorab veröffentlichten Bilder viel besser gezeichnet wirkten als in den letzten vier Alben. – Gerade die schiefen Schlaganfall-Schläfen hatten mich zuletzt sehr gestört.

Schon DAFÜR hätte ich alleine einen halben Wertungs-Stern mehr gezückt. Getreu dem Motto: „Da! Details! Kult!“


, „Asterix und der Greif“ – Kritik zu Band 39

Inhalt: Cäsar will einen echten Greifen besitzen, weshalb seine Männer bei dem Nordvolk der „Sarmaten“ herumirrt. Zufällig sind auch Asterix, Obelix und Miraculix gerade dort, um einem alten Druiden-Freund zu helfen.

Neben dem Greifensuche geht es noch um eine entführte Amazone (die nicht befreit werden kann, da Römer um sie herumstehen?), einen verschwundenen Idefix, einen erkälteten Miraculix und um sehr viel Frauenpower.

Um SEHR viel Frauenpower…


Besprechung:

Bevor wir an die Inhalt gehen, hier erst mal ein paar allgemeine Bemerkungen:

– Die umgedrehten „E“ in den Sprechblasen der Einheimischen erschweren das Lesen extrem. Klar, der „Gag“ ist gut – aber nur in den ersten zwei Minuten, bis die Augenschmerzen kommen. („Hey, vielleicht hilft ein klitzekleiner Schluck Zaubertrank gegen Augenschmerzen?“ – „Nicht jetzt, Klapobelix!“)

– Den Autoren war es EXTREM wichtig, die Frauen der Sarmaten als kriegerisch und selbstbewusst darzustellen. Wogegen nichts einzuwenden wäre, wenn es nicht so platt wirkte. So hüten die Männer hier die Kinder und tragen (laut Obelix) „Frauennamen“, was den Gallier zum Kichern bringt. Mit umgekehrten Geschlechtern hätte man sich diesen Satz nicht getraut, oder?

Zugegeben, laut Wikipedia zogen bei den Sarmaten „auch die Frauen in den Krieg“, aber von einer reinen Östrogen-Streitmacht ist nicht die Rede. Somit wirkt’s erneut wie eine Vorgabe vom Marketing.
Hashtag: #FrauenLesenAsterixDotCom?

, „Asterix und der Greif“ – Kritik zu Band 39

Die Männer heißen hier z.B. „Terrine“ und übernehmen das Kochen nebst Haushalt. Kein Wunder, dass der alte Mann da ausrastet… Er ist nämlich homosexuell und hatte sich einen ECHTEN Kerl gewünscht.

– Die Zeichnungen der Nebenfiguren ist erneut schäbig. Gerade die dicke Walküre (= Body-Positivity?) sieht zu Beginn sehr schief aus. Als hätte man auf einen halb aufgeblasenen Luftballon getreten. Aber auch einige Römer und Dorfbewohner lassen Details vermissen… Ja, selbst Bartstoppeln wirkten früher irgendwie stoppeliger.
Hashtag: #AmRechtenBildrandSchautNiemandHin?

– Auch sind mir wieder seltsame „Sprünge“ in den Bildern aufgefallen. Zum Beispiel wirkte es doch arg plötzlich, wie Obelix einen der (eigentlich netten!) Skyther mit einem Baumstamm platt machte. Außerdem gerät unser Dicker Semi-Schlanker nachts mit bebender Nase in Trance(!), was nur für zwei Bilder gezeigt wird.

Wichtiger wäre eh der trommelnde Schamane selbst gewesen, der sich alleine zum Geiselaustausch begibt – was wir nicht sehen durften.

– Auch abseits dieser Beispiele wirkt ALLES zusammengedrechselt. So als wenn Zeit & Raum als Kind im Zaubertrankkessel ertrunken wären. Muss irgendein unterbewusstes Ding sein, denn komplett kann ich mir meine widerstrebenden Gefühle nicht erklären. Vielleicht spüre ich den Burnout des Zeichners? Hilft dem etwa keine … Frau?!

– Auch der Grund des Aufbruchs der Gallier wird einfach nur erzählt: Miraculix habe halt einen „magischen Traum“ gehabt, dass er im Norden gebraucht werde. Das wirkt schräg, da früher immer irgendein Abgesandter ins Gallierdorf kommen durfte. Gerne mit wärmendem Bärenfell oder anderen Utensilien seines Stammes. Ja, da mag man sich schon fast selber eine alternative Story ausdenken! (= “Warum schwitzt der Kleine so?“ – „Der Bärenkopf muss sehr schwer sein!“)

, „Asterix und der Greif“ – Kritik zu Band 39

Trommelfeuer an Themen: Angeblich geht es diesmal auch um Corona. Meint jedenfalls die Presse. Klar, das liegt nahe, denn den Greifen gibt es ja ebenso wenig wie das… Virus…? – Doch Spaß beiseite. Noch mystischer wäre natürlich die Suche nach einem GUTEN Asterix-Band seit den 90er-Jahren.

– Cäsar war zwar schon früher selbstüberschätzend, wirkte aber meist wie ein ebenbürtiger Gegenspieler. Und dann diese toll gezeichnete Naaase! Tja, heute erscheint er einen halben Meter kleiner – und vor allem: dümmer. Diesmal will er also einen Greifen fangen lassen, nachdem die Jagd nach dem Zyklopen (was ein Running Gag wird) schon schiefging. Tja. Wenn er meeeint…?

So weit zum allgemeinen Part.

Die Geschichte selbst ist erneut ziemlich fragmentierter Ziegenkäse. Sogar ein fremdes Dorf am Arsch der Heide, viel Schnee und „nur“ eine römische Siedlung schaffen es nicht, die Erzählung in ruhige Bahnen zu zwingen.

Ständig springt irgendwer auf, weil er was gehört, geahnt oder getrommelt hat. Nebenfiguren streiten sich gerne mit hochrotem Kopf (was wohl irgendwie als Markenzeichen aus den alten Bänden hängengeblieben ist?). Und die Geschichte selbst zerfasert schon nach wenigen Seiten wie ein Pipistrahl in weißem Schnee.

Dauernd muss der/die Leser:in aufpassen, mit dem wilden Rumgerenne mitzukommen: Wo ist Idefix noch mal zuletzt gewesen? Was wollte der Chef-Schamane ursprünglich von Miraculix? Wieso kann sich Asterix nicht nachts ins Lager schleichen, um die Geisel zu befreien? – Ständig saß ich verwirrt vor den Bildchen und fragte mich, warum das alles so hektisch sein muss. Liegt es daran, dass dem Franchise in Wirklichkeit bereits der (Achtung) Schimmel auf den Kopf gefallen ist?

Dabei wären fünf Bildchen rund um die dunkelhäutigen Skyther interessanter gewesen als z.B. Obelix, der mit seinem Pony im dicken Schnee stecken bleibt. („Was? Mein Schnee ist nicht dick!“)

Doch die Autorenangst, dass man zu wenig „liefert“, sorgt für eine ständige Unwucht – und für ein Zukleistern mit Nebensträngen. Oder, um es mit Hilfe der Asterix-Lore zu erklären: Natürlich sind fünf Hinkelsteine besser als einer, aber … wo-zum-Geier-soll-ich-die-alle-hinstellen?! (Mit mit Dampf aus den Ohren vorstellen, wo dann auch gleich die Petersilie rausfällt)

, „Asterix und der Greif“ – Kritik zu Band 39

„Da! Ein roter Faden! Macht den weg!“ – „Gut, dass man den im Schnee besser fangen kann, hihi!“ – Zusammen sind wir stramm: Diese Damen kann man charakterlich kaum unterscheiden. Aber warum soll es UNS besser ergehen als ihren Ehegatten?

Etwas Spaß hatte ich tatsächlich mit den RÖMERN.

Deren Genervtheit, Gereiztheit und die zynischen Kommentare konnte ich sehr gut nachvollziehen. Warum soll man auch wegen eines Gerüchts in der Pampa herumwandern, wenn selbst die Helden es nicht kapieren? – Da hätte ich mir ebenfalls haltlose Gerüchte, gehaltvolle Mythen und halbgare Verschwörungstheorien ausgedacht. Und im Gegensatz zu Asterix und Obelix war das wenigstens eine konsequente Charakterzeichnung.

Oder, um es mit den hier wieder üblichen Wortspielen auszudrücken: „Die Römer waren Greif-barer.“ Wegen Greif. Versteht ihr?

Ans Herz gewachsen ist mir vor allem der Römer Fakenius (versteht ihr? „Fakenews“, haha), der allerhand Blödsinn verzapfte. Schön auch dessen grüne Gesichtsfarbe, woher auch immer die kommt. Long Covid oder so?

Niedlich auch deren Begeisterung für die dralle Walküren-Blondine. Getreu dem Motto: „Reißt euch zusammen, sonst kommt ihr in die Zelle!“ – „Mit IHR? Lechz.“ – Tja, manchmal sind es die einfachen, kleinen Dinge, die einem am meisten Freude bringen. Wie z.B. mein süßer Idefix, hihi.

, „Asterix und der Greif“ – Kritik zu Band 39

Solche Panaroma-Panels gibt es leider selten. Und von weitem sehen die Gesichter hier auch gar nicht sooo schlimm aus. Das links ist doch Julius Cäsar, der ins Bild läuft, oder?

Ein Thema muss ich dann leider ansprechen…

Ich WILL es eigentlich nicht, da dann in den Kommentaren wieder unser Freund „Wokewienix“ zum Hauptgesprächsthema wird. Aber: Dass die eigenschaftslosen Kriegerfrauen dem Asterix erst mal bescheinigten, dass er kein besonderer Krieger sei (haben die Autoren deshalb seinen Zaubertrank tiefgefroren?), war doch … frech. Immerhin haben die Helden ja maßgeblich mitgeholfen. Eine Feststellung in dieser Form hat man das in den 38 Bänden davor auch nicht gehabt.

Aber das kommt wohl davon, wenn uns die Autoren von „Die Tochter des Vercingetorix“ (erneut) zeigen wollen, wo die Burnham den Most holt. Wobei mich wirklich am meisten ärgerte, dass die Ach-so-starken Frauen keinerlei Eigenschaften hatten. Die meiste Zeit standen sie zusammen auf einer Stelle – und blockierten die Hintergrundzeichnungen.

Apropos Hintergrund: Die Enthüllung, was der Greif eigentlich wirklich ist, war gelungen. Wobei ich nicht ganz kapiert habe, warum das Eis auf(!) dem See nur ein paar Zentimeter(!) dick war. Aber schon klar: So eine Tom&Jerry-Sequenz mit zerbrechenden Eisschollen muss ja irgendwo herkommen. So was kann man sich ja nicht einfach aus dem Hintern ziehen.

He, Moment mal?! Wieso hat Jean-Yves Ferri so braune Hände…?

, „Asterix und der Greif“ – Kritik zu Band 39

Gerade Fell, Bärte und Haare wirken weniger borstig als damals. Das sieht immer alles sehr brav aus… Ich mochte ja die alten Uderzo-Zeichnungen, wo man dachte: „Hat der das mit einem angespitzten Kamm gezeichnet?“


Fazit: Nach viel wirrem Hin & Her („Ist Idefix immer noch nicht wieder da?“ – „Nein, Obelix. Der bereitet seit 20 Seiten den Schlussgag vor.“) legt die Geschichte im letzten Drittel endlich an Fokus zu.

Oder wie auch immer man es nennt, wenn den Leser was deeezent interessiert.

Da ist es allerdings schon zu spät. Drei Tage nach dem Lesen kann ich mich nur noch an wildes Herumreiten erinnern, bei dem man es witzig fand, Obelix das allerkleinste Pferd unterzujubeln. Vielleicht sollten wir mal über Tierschutz sprechen, statt in jeder Geschichte haufenweise Kriegerbräute einzubauen?

Doch trotz aller Kritik ist dies das stärkste Werk seit den Ausgaben 37 und 38.

Die Bände „Italien“ und „Tochter“ wirkten NOCH unruhiger. Diesmal gab es immerhin weiße (Schnee-)Flächen, um den Geist zu entspannen…

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM

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Artikel

von Klapowski am 25.10.21 in All-Gemeines

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Kommentare (33)

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  1. Tafi sagt:

    Vielen Dank für die gut zusammen gefasste Rezession!!! Ich war schon nach den ersten Seiten mega enttäuscht und mir fällt das Lesen mit den umgedrehten E auch extrem schwer. Meine Lieblingsstories sind „Die goldene Sichel“ und „Asterix in Spanien“. Das waren noch Megastorys und Zeichnungen.
    Lese seit meiner Kindheit die Asterix Bände und habe zwei Sammlungen von allen Bänden. Auch ich bin die letzten Jahre nur noch enttäuscht von den neuen Bänden. Wie schade….

  2. Serienfan sagt:

    Nun ist aber auch gut.

    Als ich noch recht jung war, schwor ich mir stets, nie die Worte „früher war es besser“ zu sagen, weil sie ein untrügliches Zeichen dafür sind, alt zu sein.

    Eines Tages erschien mir der Teufel. Er machte mir ein verlockendes Angebot: Wenn ich es bis zu meinem 60. Lebensjahr schaffen würde, niemals „früher war es besser“ zu sagen, würde er mich mit Reichtum überhäufen.

    Wenn es mir aber nicht gelänge, würde meine Seele ihm gehören.

    Das klang unwiderstehlich, und vor allem klang es einfach. Ende der 1980er Jahre schien alles unentwegt besser und cooler zu werden.

    Und schon immer wollte ich werden wie Ebenezer Scrooge von Charles Dickens, also alt, reich und verbittert.

    Also ließ ich mich auf den Handel mit dem Teufel ein.

    Natürlich konnte ich nicht ahnen, was mir bevorstand. Ich hatte die Macht des Teufels unterschätzt. Systematisch zerstörte er alles, was mich je begeisterte. Das Zeichentrickgenre wurde von CGI-Filmen verdrängt, Disneyfiguren wurden hässlich, Star Trek wurde pervertiert, und Asterix … wurde fader Klamauk mit einer verklemmten Spießigkeit, bei der man sich wundert, dass Obelix noch nicht zum Veganismus konfertiert ist.

    Und es nimmt kein Ende, obwohl der Teufel seine Wette schon unzählige Male gewonnen hat. Selbst bei Videospielen kam mir der Satz schon über Lippen!

    Aber natürlich gibt der Teufel keine Ruhe. Selbst im Sieg findet er immer neue Perversionen.

    Das mit dem Reichtum kann ich natürlich vergessen. Und das mit der Seele auch.

    Aber ein kleiner Triumpf bleibt mir. Statt alt, reich und verbittert wurde ich immerhin alt und verbittert. Damit habe zumindest zwei von drei Kindheitszielen erreicht.

  3. Ferox21 sagt:

    Der nun schon fünfte Asterix Band von Conrad und Ferri ist für mich absoluter Durchschnitt. Es ist mal wieder ein Reiseband – yeah – aber die Handlung wirkt seltsam abgehackt. Gerade unsere drei bekannten Gallier (Asterix, Obelix und Miraculix) wirken wie in die Handlung geworfen. Gefühlt fehlen hier die zwei Seiten, die uns zeigen, wie Miraculix die nur erwähnte Vision seines Druiden-Kollegen erhält und wie das Trio aus dem Dorf aufbricht. Die Verabschiedung aus dem gallischen Dorf gehört für mich bei solchen Bänden einfach dazu und daher ist es schade, dass diese fehlt.

    Und dann haben wir eben die Sarmaten und ihr Matriarchat. Historisch ist dies halt nicht belegt. Es sind natürlich matriarchale Kulturen bekannt, aber die Sarmaten waren keine. Außerdem wirken die Kriegerinnen zu sehr wie eine Karikatur. Unsere Gallier verhalten sich dann auch seltsam passiv – bis aufs Ende werden eigentlich kaum Römer verdroschen. Und die Pointe, dass der Greif gar nicht existiert, war natürlich abzusehen. Aber diese ist immer noch besser als die real existierende Nessie aus dem Pikten Band (der mir in der Gesamtheit mittlerweile aber leicht besser gefällt).

    Unterm Strich ist Asterix und der Greif halt ein sehr durchschnittlicher Band und landet unter den 5 Conrad/Ferri-Alben bei mir genau in der Mitte.

    Meine aktuelle Hitliste dieser 5 Geschichten ist demnach:

    1. Italien
    2. Pikten
    3. Greif
    4. Papyrus
    5. Tochter

  4. Donald D. sagt:

    Die Sarmaten ein „Nordvolk“? Steht das wirklich so in dem Heft? Falls ja, ist das einfach falsch. Die Sarmaten waren ein Stammesverbund, der wohl seine Heimat im Osten (Rußland und Bugarien) hatte. Wahrscheinlich sind sie aber aus Mittelasien dahingeritten.

    • flyan sagt:

      Da steht tatsächlich immer nur was von Osten. Auch auf der Karte zeigt der Pfeil nach Osten.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      Ich bin ja nicht gut in Geographie, aaaber wenn da ein „Greifenwesen“ seit ca. 65 Millionen Jahren eingefroren ist, kann man schon von einem eher SEHR nördlichen Osten ausgehen?

      Das muss dann schon deutlich nördlicher als Deutschland sein. Und somit auch nordöstlicher vom kleinen gallischen Dorf aus betrachtet.

      Tschuldigung, dass ich mit so einfacher Logik gearbeitet habe.

      Antworten
  5. Zuse sagt:

    Aber Du kannst doch wiki und so …

    Da habe ich jetzt etwas über das Volk gelesen.

    Es ist gut, etwas über sein Volk zu lesen und zu lernen.

  6. Brett Hand sagt:

    Asterix war nie gut, mein Problem mit dieser „Comicserie“ liegt einfach immer mit den Konzept betrunkener Franzose geht auf die Welt los, der Zaubertrank ist ein billiger Alkoholersatz, und verprügelt und zerstört Zivilisationen die erfolgreicher waren als Frankreich. Rom das die Kultur länger und besser geprägt hat als alles was Frankreich macht darf als Prügelknabe dienen, ein billiger Mechanismus um den besoffenen Hinterwäldler gut dastehen zu lassen. Das regelmäßige versenken des Piratenschiffes, eine der am ethnografisch verschiedenste Fraktion, ist die regelmäßige Praktik die den Hass auf den Erfolgs des angelsächsischen Modells für die Welt zelebriert, die Piraten die wohl am freisten leben sind auch regelmäßige Empfänger des Hasses aus Frankreich. Quasi als Ausdruck und der französischen Hasses über die Niederlagen im Jahre 1759 beigefügt durch das Britische Imperium und den dadurch entstehenden Liberalismus des folgenden Jahrhunderts. Das ist der selbe Hass den Frankreich in Form von DeGaule und seinen Gaulisten die im 20. Jahrhundert die Stabilität der NATO gefährdet hat und weiters immer wieder hochkocht, siebt man Australischen U-Boot Rüstungsgeschäft. Alles was diese „Comicserie“ vermittelt ist schlechte Geschichte und was einmal als relativ harmloser Anarchismus gestartet ist, wurde nun zu einer bedauerlichen und vorhersehbaren Übung in gedruckter Ignoranz.

    • Klapowski sagt:

      Das sind sehr interessante Betrachtungen. Danke dafür.

      Ich möchte aber darauf hinweisen, dass fast alle anderen „„Comicserien““ (aufgrund deren Verruchtheit setze ich doppelte Anführungszeichen) ebenfalls total verlottert und verwahrlost daherkommen. Hier nur einige Beispiele:

      Donald und Dagobert:

      – Ein Kapitalist, der seinem emotional und materiell hörigen Neffen regelmäßig zu unterbezahlter Arbeit zwingt

      – Donalds Chancen werden gesellschaftlich UND im privaten Umfeld verbaut. Doch dies wird einfach – damit es sympathischer wirkt – als „persönliches Pech“ deklariert (FDP-Sprech?). Dabei kann Donald innerhalb von Tagen jeden beliebigen Job ausführen.

      – Dagobert zwingt ihn außerdem, regelmäßig in andere Länder zu reisen, sich über deren Kultur lustig zu machen und deren Schätze zu STEHLEN.

      Lucky Luke:

      – Eine ““Comicserie““, in der man sich über die anarchischen Zustände im Wilden Westen lustig macht. Machtmissbrauch, Selbstjustiz und mangelnde Gefängnissicherheit werden angeprangert, aber gleichzeitig zelebiert.

      – Schusswaffen werden als harmlose oder lustige Gadgets hingestellt. Blut sieht man nie. Lucky Luke hingegen kann Personen – unrealistischerweise – ihre Waffe aus der Hand(!) schießen. Was sollen da Kinder denken?

      – Indianer, Dirnen und andere Randgruppen werden nicht nach den derzeit üblichen Woke-Standards porträtiert.

      Die Schlümpfe:

      – Ein undemokratischer Haufen, der sich dem Willen eines alten, teilweise wirren und irrenden Mannes unterordnet. Teilweise rufen sie sogar eine Monarchie aus oder entdecken den Kapitalismus! Zwar lassen sie es danach wieder sein, sind aber ruhelos auf der Suche nach dem nächsten Gesellschaftsexperiment.

      – Sie schenken sich explodierende Geschenke und hinterfragen es nicht mal. Außerdem tauchen manchmal Zaubertränke oder magische Gegenstände auf, die sie verantwortungslos an sich und der Gesellschaft testen.

      – Über das Frauenbild müssen wir nicht sprechen, oder? EINE Frau ist (zu Beginn) vorhanden, die zudem den ganzen Tag angehimmelt wird und es sichtlich genießt. Schlumpfines Gebaren ist manipulativ, ihr Aussehen klischeehaft.

      Wir sehen also: “Comics“ sind meist Sodom und Gomorra. Von „Hägar dem Schrecklichen“ (ein raubender, mordender Wikinger, der sich für tiefgründig hält) bis hin zu „Garfield“ (ein melancholischer Faulpelz, der sich für tiefgründig hält).

      [Ich fand deinen Beitrag wirklich interessant. Aber bei so was kann ich nicht widerstehen.]

      Antworten
    • Brett Hand sagt:

      „[Ich fand deinen Beitrag wirklich interessant. Aber bei so was kann ich nicht widerstehen.]“

      Danke, ich finde deine lustige kleine Webseite, Weblog und Reviews auch interessant und witzig. Besser als viele kommerzielle Portale und sogenannte Fanseiten. Wann machst du wieder einmal einen Podcast? Ich würde deine sanfte „Jazzstimme“ zu aktuellen Themen gerne wieder hören.

      Antworten
    • Zuse sagt:

      Wer soll das lesen?

      Antworten
  7. JP1957 sagt:

    Make Zukunftia Great Again!

    Endlich … endlich … endlich erkennt Zukunftia die Zeichen der Zeit und setzt deutliche Zeichen gegen den linksgrünversifften Gutmenschenmainstream!

    Seitenchef „Die sanfte Jazzstimme“ Klapowski setzt den Solidarität unter den Nationen heuchelnden Marsianer auf den letzten Platz seiner Hitliste und preist dafür den politisch-treffendsten SF-Film aller Zeiten Starship Troopers („Vom Sozialdarwinismus lernen heißt siegen lernen!“), sein treuer Gefolgsmann Zuse durchbricht endlich die Cancel Culture und bekennt sich zu seinem … unser aller Volk („Es ist gut, etwas über sein Volk zu lesen und zu lernen“) und Brett Hand schließlich weist in einem fulminanten Beitrag nach, dass der Franzmann immer noch unser ideologischer Feind ist!

    Endlich sagt jemand mal die Wahrheit über Oberix und Astelix und das ganze gallische Geschmeiß!
    Einst galten sie unter Linksgrünversifften als „Kämpfer gegen den römischen Imperialismus“, der „freie“ Völker unter Verletzung einer imaginären „Obersten Direktive“ ihrer „kulturellen Identität“ beraubte.
    Dabei – Danke Brett Hand! – wissen wir doch alle, dass erst die Römer den unterentwickelten Völkern links des Rheins die Zivilisation brachten.
    Und was brachte das römische Imperium nicht alles den Unterentwickelten aller Völker!
    Eine hochentwickelte Wirtschaftsordnung namens Sklaverei!
    Ein effektives Vorgehen gegen artfremde Religionen … zunächst gegen das Christentum und später gegen den Polytheismus!
    Würden wir doch auch heute so entschlossen gegen unserem Volke wesensfremde Religionen wie den Islam, den Buddhuismus und das Fliegende Spaghetti Monster vorgehen!

    Und welche Befreiung, auf Zukunftia nun auch ein Bekenntnis zur NATO und eine Verdammung der völkischfremden Ideologie des Liberalismus zu finden!
    Das ist die Zukunft: Mit wehenden Fahnen bringt die NATO (incl. australisch-amerikanischer U-Boote) den gallischen Chinesen und Russen endlich das angelsächsische Modell.

    Wow … und Zukunftia wird dabei sein!

    Nur ein Satz sei gestattet, lieber Brett Hand … von Volksgenosse zu Volksgenosse:
    1759 solltest Du als aufrechter Kämpfer für unsere und Zuses Sache nie mehr erwähnen.
    Des Franzmanns vertraglicher Zusammenbruch fand am Ende des siebenjährigen Krieges erst 1763 statt.
    1759 steht für die dunkelste Stunde der deutsch-preußischen Geschichte: Die verlorene Schlacht des großen Friedrich bei Kunersdorf. Also: Schweig stille davon.

    Ansonsten: Weiter so! Mit Angeln und Sachsen (schließlich alles Arier) und Piraten gegen die Lügencomicpresse.

    Make Zukunftia Great Again!

    • Serienfan sagt:

      Hierzu möchte ich auf diese wertvolle Analyse verlinken, die auch ein wertvoller Beweis zur historischen „früher war im TV alles besser“-These ist.

      Anklicken auf eigene Gefahr, fragen Sie vorher lieber Ihren Arzt oder Apotheker.

      https://www.youtube.com/watch?v=1X0s4XZiWNQ&t=9m25s

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Serienfan im Bunde mit Brett Hand … wer hätte das gedacht???

      Bei 1:02:15 trifft man auf den verderblichen Einfluss des französischen Liberalismus!
      Diese Figur hat eine ganze Generation deutscher Jünglinge zu Kriegsdienstverweigerern gemacht!
      Ein Franzose!

      Damit muss jetzt Schluss sein auf Zukunftia!!!

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Und Beatrice Richter als Pippi Langstrumpf!

      Ich glaube, diese Sache mit der „kulturellen Aneignung“ hab ich jetzt erstmals kapiert. Dass Bayrhammers LSD-Trip danach im Giftschrank verschwand, ist kein Wunder. Da hilft auch kein Disclaimer mehr.

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      Mensch Klappo, sortier mal lieber die Bestenliste nochmal um.
      Dass der Marsianer soweit unten steht hat JP stark mitgenommen.
      Das verzeiht er dir nie ;-)

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      Tut mir leid, das geht nicht.

      Diese Liste ist in Stein gemeißelt. Diese Liste wird nie wieder geändert werden. Ich nenne sie daher auch „Schinders Liste“ – weil sie den guten JP so mitnimmt.

      Und meine Meinung, mein Gefühl und mein SF-Geschmack werden sich nicht mehr verändern!

      Teilweise liegen die aufgezählten Filme in meiner Sympathie meilenweit auseinander (= 0,01%), was unbedingt abgebildet werden muss.

      Eine Möglichkeit für eine Neusortierung gäbe es aber noch:

      GELD!

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Wo bleibt eigentlich Platz 5 bis 9?

      Antworten
  8. Brett Hand sagt:

    Haha, drollig. Nur Napoleons folgende Kolonisationsversuche in Europa, sprich die revanchistischen Napoleonischen Kriege nach dem Zusammenbruch zeugen ja von dem verzweifelten Hass den Franzosen in sich tragen, wie viel Deutsch würdest du ohne die britische Marine und ohne britischen Truppen heute noch sprechen können? Und mein Argument ist kein patriotisches oder gar Deutschtümmelei, da Preussen wie viele andere Königreiche, Stadtstaaten und Nationen in dieser Zeit als Versallen im Rheinbund oder als Protektorate endeten. Also Napoleon nicht aufhalten konnten. Nur Briten mit ihrem Imperium und die Russen mit ihren riesigen Russland waren dazu in der Lage. Wenn man Frankreich heute betrachtet, einige Politiker da machen sich für den Verkauf demokratischer Werte an China stark. Wir haben auch in der europäischen Union gesehen wie die Franzosen beim Jäger 90 dem Eurofighter mit der Rafale rein eigene Interessen verfolgen, also der EU mit einem nationalen Rüstungsprojekt in den Rücken springen. Der französische Geheimdienst versenkt gerne Aktivistenschiffe wie die „Rainbow Warrior“ von Greenpeace. Und selbst bei der Fischerei im Ärmelkanal gibt es jüngst Ärger. Frankreich besteht immer gerne darauf das nur ihre Vorstellung eines stark zentralistischen Staates in der EU umgesetzt wird und man schickt sich immer an jedweder unternehmerisches Unterfangen durch Vorschriften und Steuern abzuschießen, Föderalismus wäre für Europa geeignet wird aber nicht gemacht eher das Gegenteil. Brexit ist eine Folge davon, Polen hat da in letzter Zeit auch ganz eigene Ideen. Oder vielleicht bilde ich mir das nur ein? Die EU ist ja nicht einmal in der Lage den Blödsinn mit dem lustigem Politikerexpress zwischen Brüssel und Straßburg abzustellen, die DeGaulische Quersubvention für die französischen Eisenbahn. Was ist denn da der irrationale gemeinsame Nenner? Ich würde sagen es ist der irrationale französische Hass. Die ewige Vergräztheit über die eigene Impotenz sein Land zu verteidigen und die ständige Abhängigkeit von der angelsächsisch geprägten Welt bei der Erhaltung der eigenen Freiheit.

    • JP1957 sagt:

      Yeah – sag ich doch!

      Zukunftia sollte sich in Zukunft auch entschieden für den Austritt der Erde aus der Föderation einsetzen!
      Oder zumindest für den Rausschmiss der Vulkanzosen!!!

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Außerdem sollte sich Zukunftia überlegen, eine Prämie für das Verwenden von Absätzen zu vergeben.

      Nur so kann man wirksam dem offenbar demographisch bedingten Mangel an Absätzen entgegenwirken, der sich (so meine Befürchtung) mit dem Aussterben des alten weißen Mannes nur noch verschärfen wird.

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      Ich finde Bretts Sichtweise mal erfrischend.
      Statt sich neumodisch an Muselmännern oder Negern abzuarbeiten geht er direkt zurück zu den Wurzeln, dem uralten Erzfeind, den vermaledeiten Froschfressern.

      Fühlt sich das denn nicht auch irgendwie richtig an?
      Wie ein alter, bequemer Schuh, man schlüpft hinein und fühlt sich sofort pudelwohl.
      Kann mir doch keiner erzählen, dass beim lesen von Bretts Zeilen das Herz nicht ein wenig schneller schlägt, der Busen sich nicht weitet, der Rücken nicht gerader wird.

      Nur die Lobhudelei der Inselaffen ist irritierend.
      Hat Oppa denn damals in seiner Heinkel Leib und Leben riskiert um die Welt aus den Klauen des ehrlosen Engländers zu befreien, nur damit die Enkel sich von dessen heuchlerischen „Liberalismus“ einlullen lassen?
      Nehmt euch in acht vor dem ewigen … ähhhhh… Albionen oder so.

      Antworten
    • Zuse sagt:

      Hehe Scholli67,

      genau wie beim TGV-Deal in Süd-Korea, hatten die Froschfresser (Deine Wortwahl) Deutsche Firmen durch geheimdienstliche Aktivitäten ausgestochen.

      Tja, jetzt war Uncle Sam „noch schlauer“ danach.

      Antworten
    • Brett Hand sagt:

      https://www.youtube.com/watch?v=CEasmln7VQA

      Hier ist auch noch ein schönes Beispiel, wie die ESA und Europa beim wichtigen Zukunftsprojekt Weltraum durch den französischen Hass zurückgehalten wird, da Frankreich nur an Europa Interesse hat wenn es den eigenen nationalen Interessen dient. ESA Reformen und ESA Reformwillen werden abgelehnt weil wenn man das angelsächsische Modell von Konkurrenz und Privatisierung den nationalen subventionierten Konzern Arianespace gefährden kann. Alles auf Kosten von Innovation und Fortschritt und die deutsche Regierung tut nichts dagegen. ESA ist böse weil da so Nationen wie das Vereinige Königreich, Norwegen, Schweiz dabei sind, und diese Barbaren sind ja nicht einmal in der ach so tollen EU.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @Scholli67: Es ist erstaunlich Zuse(hen), wie wenig Leute (auf einer Satireseite!!!) in der Lage sind, Satire zu erkennen.

      Aber doch schön zu erleben, dass es heutzutage noch Menschen gibt, die sich Gedanken um das Wohlergehen deutscher Firmen in Südkorea machen!

      Antworten
  9. Zuse sagt:

    9 – 1 ???

  10. bergh60 sagt:

    tach auch !

    @Zuse
    Das wusstest Du von Anfang an.

    @SF
    Dieser LSD Trip im deutschen TV ?
    Unglaublich. Vor allem die schlechte Schlagermusik. Mir bluten jetzt noch die Ohren.

    Der Rest ist gesagt.

    P.S. Albionen ? Limeys geht auch !

    Gruß BergH

  11. Uwe Binscheck sagt:

    Sehr gute Kritik, es beschreibt im Wesentlichen auch meine Empfindungen beim Lesen. Das krampfige Bemühen, es dem Zeitgeist recht zu machen, zerstört den Mythos. So muss man es leider wohl sehen.

  12. Drapondur sagt:

    Ich wünsche mir fast, in Asterix hätte Uderzo auch mal im Band „Der Sohn des Asterix“ oder „Die Odyssee“ einem gealterten Grautvornix ein Auge rausreißen lassen, wie es Icheb in „Picard“ geschah. Eine solche laute Aufforderung, das Franchise zu verlassen, wäre schwer zu überhören gewesen und ich hätte mir einiges an Entäuschungen erspart.
    So habe ich es erst geschafft nach den Pikten auszusteigen.

    Andererseits war mir die Zerstörung des Asterix-Welt, die freilich nicht mit Massakern eines Jar Jar Abrams oder gar Kurtzmanns zu vergleichen sind, eine Lehre. Wenn der Zenith überschritten ist, ist es besser, es sein zu lassen, statt der Leichenfledderei weiter zuzusehen.

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