Film- und Serienkritiken

Der Latinum-Standard des Star Trek Universums

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„Star Trek – Discovery“, Kritik zu 3.10, „Terra Firma“, Teil 2

„Star Trek – Discovery“, Kritik zu 3.10, „Terra Firma“, Teil 2

Da im Spiegeluniversum alles falschherum ist, hoffen die Autoren darauf, dass aus „Faules Schreiben“ irgendwie „Geniales Autorenkino“ wird. Und tatsächlich nimmt die geistige Metamorphose ihren Lauf: Gesellschaftlicher Wandel entsteht jetzt durch das Abschaffen von (atmender) Gesellschaft, Misshandlungen sind nun Beweise ewiger Freundschaft (liebt Kurtzman mich wirklich so sehr?) und völliges Chaos ist nur der Beweis dafür, dass man sich an extrem VIELEN Stellen redlich bemüht hat. Schrotflintenmunition streut nun mal…


Wir haben schon viele Geschichten bei Star Trek gesehen, aber diese tolle Konstellation war noch nicht darunter:

Eine böse Person, die einer anderen bösen Person Böses antut, damit BEIDE total friedfertig werden.

Quasi die alte „Minus mal Minus ergibt Doof“-Formel. – So wie damals, als Picard dem Data immer gesagt hat, wie scheiß-blass er immer aussieht („Ekelhaft, ich muss brechen!“), damit der Androide ein richtiger Mensch werden wollte? Oder denken wir an Pille, der Spock so lange Rizinusöl in den Kaffee schütten musste, bis der Vulkanier die Menschen als angenehm logisch empfand?

Vermutlich funktioniert das im Writer‘s Room genauso? Man nervt sich an, findet sich ätzend, untalentiert und unattraktiv bebrillt, doch am Ende des Tages ist man aus irgendeinem Grund davon überzeugt, die geilsten Stecher (und Stecherinnen) des Innenstadt-Quadranten zu sein.

Tja. Das muss man den Machern lassen: So viel Vision war noch nie in Star Trek drin!

„Guck mal, Michael. Wenn du nicht auf mich hörst, kommt deine Rübe in so ein Aquarium rein.“ – „Hey… Ich… verstehe… jetzt…? Laut Kant ist das Kriterium für moralisches Handeln jenes, dass man hinterfragt, ob es einer Maxime folgt, deren Gültigkeit für alle, jederzeit und ohne Ausnahme akzeptabel wäre? Und ob alle betroffenen Personen nicht als bloßes Mittel zu einem anderen Zweck behandelt werden, sondern auch als Zweck an sich?“

Um Michael wieder auf die grau-weiß-dunkle Seite der Macht zu ziehen, bedient sich Philippa ein paar pfiffiger Kniffe aus dem Chemiebaukasten der Küchenpsychologie:

– Elektroschocks und Schlafentzug sorgen für mentale Offenheit. Denn nur, wer tagsüber genug Schmerzen hat, denkt abends über das Konzept „Moral“ als Wundverband nach.

– Wichtig ist es, die Gefolterte im Halbschlaf ordentlich zuzutexten. Irgendwas von Corona unter‘m Bett oder Monstern in der Nachttischlampe. Muss auch alles nicht stimmen. Hauptsache, der Mund bewegt sich – und es ist keine Pupsgeräusch-Imitation.

– Zwangsernährung und endloses Geplapper über Lorca können auch nicht schaden. Denn das Gehirn des Schauspielers (der natürlich nicht zu sehen ist) wird seit Staffel Eins vermutlich auch über einen Strohhalm ernährt?

– Wichtig ist auch, dass man als Imperatorin aus dem Off irgendwelches begründendes Zeugs faselt und dabei betroffen schaut: „Ich muss das leider machen, denn hier ticken die Uhren eben anders. Und wer nicht hören will, muss halt den Wundverband füllen. Blaukraut bleibt Blaukraut.“

– Zwischendurch muss Philippa sich mit kurzen Geschichten bei den Kelpianern einschleimen, die ihr sofort ALLES glauben und dadurch in große Liebe ausbrechen. („Was, wir müssen uns nicht mehr töten, wenn uns die Kiemen abfaulen? Sie sind so gütig! Wenn uns das doch nur jemand in den letzten hundert Jahren gesagt hätte! Als kleinen Dank für diese lebensrettende Hammer-Info begeben wir uns nun in Todesgefahr für Euer Durchlaucht.“)

– Erst, wenn Michael wieder genauso schief wie vorher guckt (= als wenn sie im Kopp Murmeln einlochen will) und ihr Overacting-Modus wieder auf 150% läuft, darf man ihr wieder vertrauen.

Aber natürlich nicht zuuu viel. Die Folge geht ja schließlich noch 20 Minuten; vorher trocknet das Blut an der Wand nicht.

„Sie sind so gütig plötzlich? Sie haben mich seit zwei Minuten nicht erdolcht… Lassen Sie sich nicht erwischen, sonst macht man ihnen den Prozess wegen Verstöße gegen die Menschenschlechte!“ – Gutfried ist gut für mich: Minutenlang faseln und trotzdem noch kein Tobsuchtsanfall? Krass, steckt dieser Frau einen Friedensnobelpreis zwischen die Rippen!

Komischerweise wird aber nur Michael Burnham zur „guten“ Beraterin umerzogen. Alle anderen, die nicht das „Glück“ einer korrigierenden Gehirnwäsche haben, werden selbstverständlich getötet. Endlose Güte und Gerechtigkeit heißt schließlich noch lange nicht, dass man keine Leute am Konferenztisch mehr kaputt-stechen darf. Hier sollte man als Zuschauer die kulturellen Eigenheiten anderer Dimensionen ruhig akzeptieren. Star Trek heißt schließlich Totentanz… äh… Toleranz. Das weiß doch jedes Kind. (*Auf Reihe mit Babysärgen zeig*)

Das mag man für ungerecht halten, aber hey: Erstens hat Spiegel-Detmar hier eh schon zwei Sätze zu viel gesagt, und zweitens hat sie ja quasi vor(!) der Überwachungskamera zugegeben(!), an der Verschwörung beteiligt zu sein. Ein kleiner Fehler, der mir leider auch schon an der Supermarktkasse passiert ist („Ist das schlimm, dass ich fünf Packungen Lachs in meiner Unterhose raustrage?“)

Klaaar macht man sich nicht die Mühe, auch Detmar tagelang zur Vernunft zurückzufoltern. Dabei hatte ich auch bei ihr Potenzial gesehen: Ein paar warme Worte („Du hast als Kind immer Angst gehabt, wenn man dir die Finger gebrochen hat.“) und ein Glas halbtote Motten hätten sicherlich auch bei ihr Wirkung gezeigt? – Aber logisch… Man kann nicht jeden retten. So ein Drehbuch ist zeitlich begrenzt.

Und ICH kann ja auch nicht mehr erbrechen, als ich vorher gegessen habe.

„Guckt mal, alle anderen Figuren sind tot. Bin ich JETZT der beste Trek-Charakter aller Zeiten?“ – „Nein, Michael. Erst musst du noch die Wandfarbe in diesem Raum erdolchen.“ – Im Morden nichts Neues: Endlich werden mal wieder moralische Themen angeschnitten. Zum Beispiel, ob es der Umwelt schadet, wenn ich nach dieser Folge den Fernseher im Garten verbrenne.

Der geniale Plan von Georgiou sah übrigens so aus:

– Michael sollte auf ihre Seite kommen, um ein besseres Empire zu erschaffen.

– Falls das nicht passieren sollte, sollte Michael Georgiou ruhig ERNEUT betrügen.

– In diesem Falle sollten Michaels Kameraden (die Burnham noch nicht getötet hat, um ihre Loyalität vorzutäuschen) die Wächter von Georgiou ruhig erschießen.

– Doch bevor diese die Imperatorin selbst erschießen, sollten NEUE Wächter von Georgiou reinkommen und alle Bösen(?) erschießen. Außer Burnham, die ja nur ein- bis zweimal böse war und danach bestimmt GUT wird?

– Am Schluss kommen dann noch schießende Kelpianer rein, die auf jene schießen, die auf jene schießen, die auf den Gefangenen geschossen haben. Echt zum Schießen, das alles.

Etwas kompliziert, aber so ist das nun mal bei modernen Fernsehserien. Da muss der intelligente Zuschauer halt mal etwas mitschieß… mitdenken!

Wer die Folge nicht gesehen hat, möge sich einfach einen Raum vorstellen, in den abwechselnd eine Gruppe Clowns, Zuhälter, Faschingsfiguren und Psychopathen eindringen. Und jede Gruppe ruft beim Reinkommen so was, wie: „Hahaaa! Da habt ihr aber nicht mit UNS gerechnet! – He, Moment! Wieso steht hinter uns eine Truppe an überschminkten Douglas-Verkäuferinnen?“

Im Ernst, eine so hanebüchene Art von „Gaga“ muss man sich erst mal trauen! Ich beneide die Autoren um dieses Maß an Selbstständigkeit bei der Arbeit… Da müsste selbst Trump auf viele Tische kacken, um das zu toppen („Was für ein wunderschöner Handelsvertrag!“).

„Lang lebe die Imperatorin!“ – „Aber Bruder, wir wollten doch Burnham als Chefin!“ – „Aber doch nicht zu ungeraden Uhrzeiten, Bruder!“ – Tür zu, im Kopf zieht‘s: Kurtzman wird schon lange vorgeworfen, bei anderen Medien zu klauen. Diesmal hat er sich an einem Monty-Python-Sketch bedient. Macht aber nix, denn damals gab es noch keine Schiebetüren.

Und dann stirbt Michael. Durchbohrt von Georgiou. Nachdem alle kurz traurig waren, ist die Vision auch wieder zu Ende. Ohne gescheites Ende (oder erreichtes Ziel) wirft man uns aus dem Dorfe Notizzettel-Hausen raus, um uns erneut in Stichwort-City willkommen zu heißen.

Der Guardian (Der aus TOS! Kuuult! Beste STD-Folge! Ihr Hater! Warum guckt ihr denn noch zu, wenn es euch nicht gefällt?) ist begeistert! Er enthüllt, dass der Test nur ein Test war, der Georgoui testen sollte – beziehungsweise ihr Moraldingsbums. Ja, der Wächter ist von dem Ergebnis sogar begeisterter als die asiatische Wuchtbrumme selbst und erklärt zigarreschwingend (Kuuult!), dass es doch ganz gut gelaufen sei:

– Der Kelpianer wurde durch die Pubertät gebracht und zufällig nicht erschossen (STD-Sprech: „Gerettet“)
– Burnham wurde zwar erstochen, aber man wollte ja nur „ihr Bestes“ (Äh… Ihre Geldbörse?)
– Philippa wollte das Universum ja nur sicherer und besser machen (ein kleiner Hinweis darauf waren wohl die vielen Toten und das komplette Chaos?)
– Und natürlich war das keine richtige Zeitreise (= Äh… Einviertel-Kuuult?), sondern nur ein bequemes Dings für die Autoren…

Nachdem sie sich nun würdig erwiesen hat, die Zahl der Toten auf die Decks 1 bis 2 zu beschränken, möchte der Wächter sie RETTEN. Denn während dem Laber kommt auch das Waber zurück – und mit ihm die tödliche Gefahr für Frau Hitler.

Sie müsse aber durch das Tor gehen, um in jene Zeit zurückzukehren, in der das Spiegeluniversum und das normale noch nicht getrennt waren. Äh, also laut Memory Alpha in die Zeit des Erstkontakts, als Cochrane mit der Schrotflinte auf die Vulkanier geschossen hat? Klar, Kurtzman, glaube ich dir sofooort… (*Unterlid bis zum Fußboden runterzieh*) Kann es kaum erwarten, die Serie „Section 31“ in den alten Kulissen von „Star Trek 8“ zu sehen.

Und vor allem den logischen GRUND dafür. („Wir hatten vor einem Jahr Kontakt mit den Vulkaniern. Daher müssen wir die Föderation beschützen, die wir in 90 Jahren gründen werden. Gna, versteeehen Sieee?!“)

„Gehen Sie durch, Sie haben sich als würdig erwiesen.“ – „Wer hat den Gesinnungs-Test eigentlich jemals nicht bestanden?“ – „Stalin, Pol Pot und so ein Typ namens Gene Roddenberry. Ganz unangenehmer Langweiler…“ – Tor für Kurtzman: Philippa ist einfach zu gut für diese Welt. Ihre Sprungkicks machen die Müllzertrümmerer auf sämtlichen Schrottplätzen arbeitslos…

Bleibt nur noch ein Ausflug ins Heulbojen-Land.

Nachdem wir kurz auf der Discovery erfahren haben, dass man ferne Schiffe, die man noch nicht kontaktiert hat, nicht hacken kann (mach Sachen!), trauern alle um den jüngsten Weg- und inhaltlichen Stuhlgang. Mi-nu-ten-lang:

– „Georgiou hatte immer tolle Klamotten an und war ‚Bad Ass‘. Hihi, voll lustig!“ (Ja, die war so cool, die konnte auf ihren hohen Stiefeln sogar in der Schule rauchen – und war im Luftraum immer außerhalb des Geländes!)

– „Wir haben alle so viel gelernt und irgendwie war sie genauso gut wie das verstorbene Original!“ (Na ja, eigentlich cooler, weil keine langweiligen Regelz oder Vorschriftz, Alter!)

– „Sie hat immer unverblümt die Wahrheit gesagt, und das ist schließlich das Wichtigste!“ (Warum werde ICH dann in Internetforen gebannt, wenn ich objektiv-beleidigend über Alex Kurtzman rede?)

– „Sie hat mich vor eine Wand laufen lassen. Daher habe ich sie ebenso geliebt wie gehasst.“ (Muss man wohl wörtlich nehmen? Nur wer zehnmal vor die Wohnzimmertapete geschallert ist, redet so einen Stuss daher.)

– „Ich muss jetzt schon wieder heulen, weil ich sie so vermissen werde!“ (Ja. Denn in Zukunft müssen wir alle wieder mit dem MUND essen, statt das geworfene Hacksteak durch die Uniform zu inhalieren.)

– „Sie war nie taktvoll, oder höflich und hat sich in keinem Universum was sagen lassen.“ (Jawoll! Das sind noch Tugenden! Endlich sacht‘s mal einer. Und da behaupte mal jemand, dass die Sprüche der „alten weißen Männer“ in STD keinen Platz hätten, Hicks.)

– „Ihre scharfen Erwiderungen waren immer treffend.“ (Stimmt. Denn ihr habt nichts drauf – und merkt es gerade? Quod erat demonstrandum.)

– „Sie war ein Spiegel, von dem ich nicht wusste, dass ich ihn brauche.“ (Quatsch, Michael. Du wusstest doch früher schon, wie toll du bist.)

– „Sie war wie eine Mutter und Schwester für mich.“ (Endlich mal wieder Gefühle in STD. Auch wenn mich die eindeutige Geschlechtseingrenzung dieser Begriffe irritiert.)

– „Sie war wie ein unerwartetes Geschenk.“ (Ja. Danke, Kurtzman. Aber schwarze Socken hätten es auch getan.)

„Sie war eine sehr ungeduldige Patientin. Manchmal bin ich nur deswegen tot in der Pilzdimension aufgewacht, weil ich während ihrer Darmspiegelung eingeschlafen bin.“ – Fünf Semester „Einbildung“ studiert: Immerhin konnten sich die Nebendarsteller den Charakter Georgiou mit medizinischen Alkohol schönsaufen.

Und bei dem Gruppengemeißel auf dem Gewalttäter-Gedenkstein haben wir die Nitpicking-Probleme sogar außen vor gelassen:

– Der Wächter des ewigen „Passt-Schon“ ist ursprünglich nur deshalb in der Galaxie rumgesprungen (aber nachverfolgbar für Datensammler von vor 1000 Jahren? Doofi?), weil man ihm im Temporalen Krieg missbraucht hat. Schade nur, dass er sich jetzt wieder ein neues „Versteck“ suchen muss? Denn nun weiß die Föderation Bescheid, Georgiou in der Vergangenheit ebenfalls PLUS die Discovery in „Wo-Auch-Immer-Die-Noch-Rumsausen“. Vielleicht hätte Carl nicht nur den Sportteil seiner Zeitung lesen sollen? Soll ja dumm machen.

– Was war der Verdienst von Georgiou? Dass sie dem Kelpianer (Saru?) gesagt hat, dass er sich für ein paar Tage wegsperren soll (= war das abgeklärt mit der Gewerkschaft für vogelfreie Prügelsklaven?), um seine Pubertät durchzumachen? Wäre spannend gewesen, das auch zu SEHEN? Vielleicht in der Form, dass Georgiou ihm eine Schüssel Milch vor die Tür stellt? Nicht wichtig in einer Folge um geläuterte Charaktere? Mich hätte auch interessiert, wie und wo er seine Waffen-Skills trainiert hat. Oder dürfen Küchenkräfte stundenlang mit Wumme an Türen rumlungern? Für den „Pfeffer im Alltag“?

– Kann es sein, dass die Suche nach dem Kelpianer-Signal auseinandergeschnippelt – und auf die letzten drei Folgen verteilt wurde? Das Pacing wirkte jedes Mal komplett anders als die Haupthandlung. Davon abgesehen, dass man hier erst am ENDE damit um die Ecke kam. Stichwort: Mafia-Technologie einsetzen, um ein gut verschlüsseltes(!) Notsignal(!) zu finden. Ob noch erklärt wird, warum das trotzdem ein Chart-Hit wurde, der im ganzen Quadranten geträllert wurde? Man denke an Zarah Leander mit ihrem großen Hit: „Das Enigma-Piepsen aus dem Nazi-U-Boot“

– Ganz sicher, dass man im Maschinenraum nicht mal `ne Zuckerstange wegputzen darf („Essen verboten“)? Muss man für Kaffee und Butterbrot echt ins Quartier gehen?! Als ich kritisierte, dass es auf dem Schiff keine Regeln gibt, meinte ich eigentlich nicht das traumatische Erlebnis, das die Schwachsinnsautoren mit ihrer Frittentüte im Nahverkehr hatten. („Sie frauenfeindlicher Busfahrer, Sie!“)

„Wir haben ein Signal, das wir nicht haben. Wir können es aber hacken.“ – „Null Problemo. Hammer und Spitzhacke liegen bereit.“ – Wissenschlaff rockt: Nach drei Folgen hat man nun den „Burn“ auf wenige hundert Quadratmeilen-Floskeln eingegrenzt. Kein Wunder, dass Leute über diesen zähen Prozess ihr eigenes Geschlechtsteil vergessen?

Man fragt sich wirklich, ob die Autoren noch alle Spiegel am Universum haben… Denn um WAS geht‘s hier?

Um eine Massenmörderin, die erneut beweist, dass sie alle Probleme mit Gewalt, Verrat, Folter, Chaos und Psychospielchen löst? Auch wenn man den Gefolterten „netterweise“ ein Glühwürmchen-Aquarium in die Zelle stellt, damit die Blutgerinnung nicht so langweilig wird?

Dass sie weiterhin auf der mörderischen Suche nach dem „goldenen Kind“ (Lorca) ist, dessen Schauspieler man sich finanziell nicht leisten konnte/wollte? Der Lorca-Fetisch, bei dem man NACH dem Heißmachen mit der Latte nach Hause geschickt wird, ging mir schon in Teil 1 auf den Nerv.

Oder geht es darum, dass man ruhig Dutzende Leute wegmähen darf, solange die Chance besteht, dass Sankt Burnham uns am Ende ihren schönsten Overacting-Augenaufschlag zeigt und „gut“ wird? Und selbst DAS ist ja dann nicht passiert. Nichts gegen ein tragisches Ende, aber dass man sich (mit Schwert und/oder Folterschäden in den Eingeweiden) nicht ändert, war wenig überraschend.

Somit muss ich entschieden widersprechen, wenn nun wieder behauptet wird, dass das doch „unterhaltsam“ war. Nein, war es nicht. Willkür ist nicht unterhaltsam, Willkür ist Willkür.

Da kann ich auch einen Film drehen, in dem Forrest Gump im vietnamesischen Dschungel hunderte Vietkong abmurkst – und am Ende, wenn die berühmte Feder durchs Bild fliegt, behaupten: „Was für ein fescher junger Mann. Der hat die Welt so sehr gedüngt… äh… verändert!“

„Michael, ich hatte dran geglaubt, dass du dich ändern kannst.“ – „Habe ich doch. Mein Urin läuft jetzt durch die Milz. Was kann es Geänderteres geben?“ – So eine Messerwisserin: Demokratische Gewaltenteilung ist dann gegeben, wenn der Gewalttäter ausreichend geteilt wurde.

Hier wird uns allen Ernstes verkauft, dass man Foltern und Morden darf, wenn man sich auf der richtigen Seite wähnt. Weil man – zum Beispiel – nach dem monatelangen Beschimpfen seiner Crew die spontane Eingebung hat, das Gegenteil auch halb-knorke zu finden.

Wobei man von ALLEN Nebenfiguren bestätigt wird, weil: „Das bisschen Morden, das war doch eigentlich ganz cool, oder? Hauptsache, schwarze Klamotten und gewaschene Haare auf den Schultern.“

Die Moral kommt dann schon irgendwie durch die Hintertür, wenn man großherzig auf das Kochen(!) von empfindungsfähigen Wesen verzichtet? Was ja auch nur nebenher behauptet wird – und danach nicht mehr aufgegriffen oder gar verteidigt werden muss.

Dass Michael das ganze Sammelbecken für nationalsozialistischen Ideen vollheult (im Prime-Universum!): Geschenkt.
Wenn ich so einen Müll schreiben würde, müsste ich auch auf Gefüüühle als ablenkende Zuckerkruste zurückgreifen.

Leid tut‘s mir um jene armen Geister, die mit dem Verweis auf das ach-so-andere Spiegeluniversum glauben, wir hätten die mitreißende Verwandlung einer geliebten Figur gesehen. Am Ende dient doch alles nur dazu, die perverse Ideologie der Macher zu rechtfertigen – und Gewalttäter für ihre modischen Stiefel zu loben.

Aber immerhin: Heute ist es egal, ob sich der STD-Nationalsozialist geschlechtstechnisch mit dem Wort „Er“, „Sie“ oder „Eumel-Schmeumel“ am wohlsten fühlt.

Das nenne ich Fortschritt.

„Sie war eine tolle Frau! Dank ihr habe ich mehr über Feminismus gelernt, als die Realität je hergeben würde.“ – Die Letzte Grenze ist weiterhin der IQ über 70: Alle sind sich einig, dass Philippa toll war. Das mit dem „Kinder vergiften“ und „Köpfe aufspießen“ ist schließlich schon 1-2 Episoden her. Eine Ewigkeit für das Kurtzman’sche Nullzeitgedächtnis.

Mein Kritiker-Problem ist jetzt: Wer so einen Schmarrn verzapft, ist auch zu Schlimmerem fähig.

Soll ich hier schon den halben Wertungsstern zücken, wie es sich gehört? Oder verkauft man uns in der nächsten Folge abgeschlagene Arme und Beine als „Motivation, seinen Kopf zu benutzen“?

Oder einen Massenmord mit den Worten „Unser All braucht Raum“?

Hier muss ich tatsächlich noch Luft nach unten lassen. – Leider.


Fazit:

Eine Episode, bei der man sich vollends fragt, ob sich die Autoren morgens mit dem Granatwerfer die Schuhe anziehen.

Hier kommen wir auch mit Spiegel-Ebenen, umgekehrter Salto-Mortale-Psychologie und Terraner-Genetik nicht weiter. Das ist nur noch wirres Psychopathen-Gewäsch für Vollhonks und solche, die es schon immer geworden … sein … wollten.

Was soll ich sagen? Ab der Mitte sind Lachflashs garantiert!

Irgendwie muss der irre werdende Zuschauer – und der Verfassungsschutz – ja seine überschüssige Energie wieder abbauen.

Wertung als Trek-Serie:

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM

Wertung als spaßiges Trash-TV:

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM

(Weil Faschismusverherrlichung kein Spaß ist)

SPARKIS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
Philippa im Luderland

Was für ein Erlebnis diese Episode doch war: Perverse Folter. Geräte, welche unendliche Schmerzen verursachen. Der Versuch, den menschlichen Geist zu brechen.

Kurz, endlich einmal eine Folge, mit der man sich als treuer Discovery-Zuschauer auf einer emotionalen Ebene identifizieren kann.

Gewöhnt hat man sich schließlich schon längst daran, den zärtlichen Erzähl-Streicheleinheiten von S/M-Dominatrix Kurtzman sei Dank. Michael wird zwischen ihren schrillen Schrei-Orgien ordentlich durchgeprügelt, während der Rest der Spiegel-Crew auch mal mit Loch im Kopp auf’s Deck knallt oder sich in schön wabernde Blut-Wolken auflöst. Also, wenn JETZT nicht die perfekte Zeit für eine Einführung von Jung-Fans in die Star Trek Welt ist, dann weiß ich auch nicht weiter („Duhuu, Papiii? Wenn ich einmal groß bin, möchte ich auch eine mörderische Rothaar-Walküre sein!“).

Story-technisch hat sich im Spiegel-Universum von Discovery nicht viel getan. Alle bösen Versionen unserer Charaktere benehmen sich mehr oder weniger identisch, grinsen dabei natürlich verschwörerisch und wechseln ihre Loyalität völlig wahllos im Sekundentakt („Crewman Willy ist mir NICHT auf den Fuß getreten! Er muss sterböööön!!“).

Trotzdem, die Läuterung von Georgie ist grundsätzlich eine angenehm simple Geschichte, welche man natürlich mit merkwürdigen Details verkomplizieren musste:

– Warum die grandiose Einführung des neuen „Charon“-Hauptquartiers, wenn dieses letztendlich gar keine Rolle spielte? Hatte ja erst vermutet, dass das Teil irgendwie den Burn verursacht, weil die Terraner damit andere Dimensionen überfallen wollen. Hätte sogar zum Dialog gepasst, wo Bös-Burnham nach mehr Plünderungen verlangt.

– Der Plot um Lorca seine rechte Hand auf dem Shuttle brachte… was? Auf jeden Fall nicht einmal einen Lorca-Gastauftritt, wie zuerst gedacht.

– Wir haben gelernt: Eine Allianz aus Romulanern, Klingonen, Andorianern usw. ist nur eine lächerliche Ablenkung, ein Bündnis von Romulanern, Klingonen und Lorca dagegen eine ernstzunehmende Gefahr. Warum auch immer.

– Im Umkreis von 100 Lichtjahren (!) von Risa gibt es keine anderen Warp-fähigen Schiffe? Ein etwas großer Radius, oder? Und warum musste man dies überhaupt erwähnen?

Und wie von einigen bereits vermutet, entpuppte sich „Carl“ der Türwächter am Ende als DER Wächter der Ewigkeit, Audio-Ausschnitt aus TOS inklusive. Viel Freizeit scheint er ja zu haben, wenn er sich so sehr um das seelische Gleichgewicht von Space-Hitlerine sorgt. Dieses war natürlich eng verknüpft mit Michael, so eine Überraschung. Viele Dialoge voller Pathos und eine Geschichte über Felder voller Glühwürmchen später ist Georgiou jedenfalls weitgehend gesäubert und darf durch den Wächter schreiten. Neue Entschlossenheit in der einen Hand und den Vertrag für eine eigene Spin-Off Serie in der anderen.

Zurück bleibt Michael, welche laut Georgious letzten Worten endlich mal Captain, anstelle des Captains, werden sollte. Schön, endlich mal ein paar aufbauende Worte für ihr angeschlagenes Ego („Manchmal fühle ich mich den anderen nur 100-fach überlegen…“).

Wieder auf dem Schiff geht es noch kurz um den Hilferufe aus dem Burn-Nebel (Book hat ein Buch gelesen, welches dabei hilft), während ich mir weiterhin die Frage stelle, warum Reno seit mittlerweile 3. Staffeln immer wieder kurz im Hintergrund auftaucht um einen „lockeren Spruch“ abzulassen. Auf jeden Fall ein netter Nebenverdienst. Kennt Tig Notaro (ist das ein Name aus dem Zufallsgenerator?) etwa das Geheimnis von Kurtzman, welches ihm unkontrollierte Serien-Macht verleiht? („Nur soviel: Ein klingonischer Friseur auf Romulus! Als Musical! UND Knet-Animation! Na? NAAAA?!“ *nervöses klatschen des cbs-vorstands*)

Fazit: Doof wie Hulle geht es weiter. Georgiou kloppt sich in ihrer eigenen Folge von „Quantum Leap“ ihre Seele sauber, der Wächter der Ewigkeit macht (aus Langeweile?) einen auf Dr. Freud und als Finale gibt es eine fremdschämige Abschiedsfeier für die Space-Hitlerine („Die konnte toll laufen!“ – „War immer ehrlich!“ – „Was für ein Schlechtarsch!“ und mein Favorit „Die war wie eine Wand zum reinlaufen!“). Da der Rest der Burn-Story kaum Fortschritte gemacht hat, handelt es sich bei diesem Zweiteiler auch einfach nur um einen etwas erzwungen wirkenden Ausweg aus der Serie für Georgiou.

Ich bin ja so neidisch auf sie.

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
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von Klapowski am 18.12.20 in Star Trek: Discovery

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Kommentare (116)

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  1. Kazairl sagt:

    Heul-trek kehrt zurück, jay, das haben wir so sehr vermisst, das Heulen. (Sarkasmus)

  2. jako sagt:

    Also soweit ich das verstanden habe, shickt der Wächter Georgiou nicht in eine Zeit zurück, in der das Spiegeluniversum und das normale Universum noch nicht getrennt waren, sondern in eine Zeit in der die beiden Universen noch nicht so weit auseinander lagen…

    • Sparkiller sagt:

      Muss eigentlich, das Spiegel-Universum hat sich laut Enterprise noch vor Schrotflinten-Cochrane abgespalten.

      Wo Georgiou landet hat man ja auch extra gar nicht erst gezeigt, da die neue Serie (SEUFZ!) zu dem Zeitpunkt bestimmt noch nicht durchgeplant war. Was immer dies bei Alex-Trek auch bedeutet.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Finde es eh seltsam. Wer in Team Kurtzman dachte sich, dass ein Zweiteiler, der nichts mit der übergeordneten Storyline zu tun hat, an diesem Zeitpunkt der Staffel sinnvoll wäre?

      Antworten
    • Nestroy sagt:

      Wieviele Folgen sinds eigentlich noch bis Staffelende?

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Noch immer 3 Folgen, Staffel hat glaub ich 13 Folgen.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @Sparkiller: „Durchgeplant“???? Du machst Witze!

      Antworten
    • Torim2010 sagt:

      Hallo irgendwie muss man doch eine Überleitung zur Sektion 31 Serie schaffen. Da brauch man schon mal zwei Folgen übrigens die beste Doppelfolge aller Zeiten. So einige Seiten werden doch bezahlt anders ist das nicht zu erklären. Die Sektion 31 Serie werde ich mir auf gar keinen Fall geben auch keine Sekunde.

      Antworten
    • Nestroy sagt:

      Nur noch 3 Folgen?? Die haben sich doch gerade erst in der neuen Zeit eingewöhnt?? Wie soll das alles in nur 3 Folgen beendet werden??

      Antworten
  3. JP1957 sagt:

    „Blickt man auf den Zweiteiler als Ganzes, so dient er leider ausschließlich dazu, einer Faschistin hochoffiziell die Absolution für ihre zahlreichen Kriegs- und Grundrechtsverbrechen zu erteilen, bevor sie Heldin ihrer eigenen Serie werden darf.“

    So kommentierte Trekzone zutreffend die Folge und auch Klapo hat das ja in den Mittelpunkt der Kritik gestellt. Wir sollten hier in Zukunft auch mal aufhören, uns über die Diversitätsversuche in STD die Köpfe einzuschlagen und uns auf die menschen- und alienfeindlichen Aspekte des „New Trek“ konzentrieren, die sich in jeder Folge finden lassen.

    Über diese notwendige Ideologiekritik hinaus (und die Kritik an all denen, die solcherlei noch für „unterhaltsam“ halten) sind die inneren Widersprüche dieser Folge irrsinnig. Burnham killt zunächst alle ihre Mitverschwörer einschließlich Detmar, um ihre neuerfolterte Liebe zu Mutti unter Beweis zu stellen … und wendet sich anschließend (!) dann doch wieder gegen Georgieu. Ächz!

    Die Abschlussszene war widerlich. Ja, die Crew der Discovery wächst wirklich zusammen. So wird die SS nach der Ermordung von Heydrich 1942 (oder wars erst 43?) auch in Erinnerungen geschwelgt haben.

    • Kazairl sagt:

      Irgendwie erinnert mich die New Trek Föderation an das Imperium aus Star Trek, enorm menschenzentriert und alienfeindlich, nur auf sich bezogen, will nicht wirklich helfen, sondern nur innerlich zusammenhalten etc.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Aber wir erfahren doch rein gar nichts über die „neue“ Föderation!

      Nichts über den politischen Aufbau (außer das Sternenflotte und Föderation jetzt eine Organisation sind – wie auch immer das organisiert sein mag), nichts über die Anzahl der Mitgliedsvölker (oder hab ich das verpasst?), nichts über das Führungspersonal (außer dem einen Admiral, der offenbar für alles zuständig ist), nichts über die 900jährige Geschichte (außer dem Burn).

      Insofern erinnert mich diese Föderation an gar nichts, weil ich mir noch gar keine Vorstellung von ihr machen kann.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Erwartest du echt, dass Team Kurtzman wirklich konsistentes Worldbuilding für eine 1000 Jahre alte Föderation gibt? Da müssten sie ja zu viel nachdenken.

      Antworten
    • Spuck sagt:

      Adolf, Du warst ein richtiger Freund, schluchtz. Du verdienst eine 2. Chance.
      Ich sende Dich zurück in die Zeit, als Du von der Kunsthochschule abgelehnt wurdest.
      Zeichne das Bild Deines Lebens.

      Antworten
    • JackInTheBox sagt:

      Es war ja auch nicht alles schlecht unter Imperatorin Sprungkick! Gut, sie hat vielleicht Kinder bei lebendigem Leibe gefressen, aber immerhin hat sich auch viele Warp-Autobahnen gebaut!

      Antworten
  4. Zuse sagt:

    Gleich um 19:10 schönes Spiegeluniversum auf Tele5 mit wunderbar umgestaltetem Vorspann – nicht einfach Farben invertiert und auf den Kopf gestellt.

    „Und Tschüß“ für Space-Mao hätte nicht auf 2 Folgen ausgedehnt werden müssen.

    Peinlich das ewige Angetease auf Lorca und dann nur einer seiner Schergen, der genau wie die Handlung weiter gebracht hat?

    Gut der CSI-Wächter der Zeit, dabei schlecht die Mischung aus Dr. Who (Tardis noch außenraum-optimnierter – nur ’ne Tür statt Notruf-Zelle) gemischt mit Contact (Der ganze zähe Spiegeleunfug dauert Außen nur ’ne Sekunde oder so).

    Also 2 Folgen mit noch weniger Nährwert als sonst. Woanders wird das schon wieder hochgelobt. Warum?

  5. FordPrefect sagt:

    „Die alkoholische Gärung oder die Gärung des Alkohols erzeugt Alkohol, Alkohol erzeugt Gärung,die sogenannte alkoholische Gärung…“ Also mit 3 Promille sind für die Folge locker 3 Sterne drin, kann ich euch nur empfehlen….

    Mein Gott ich habe mit meinen Spekulationen letzte Woche vollkommen falsch gelegen. Space Hitler hat nicht nur eine billige Absolution erhalten, sondern wurde mit unglaublichen Lobgesang und einem direktem Weg zum Spin-Off verabschiedet. Und dabei musste sie sich nicht mal Moralisch weiterentwickeln, sondern einfach irgendwie „anders als bisher“ durch die Geschichte foltern und quälen… Ich verneige mich vor der Kreativität der Autoren und werde nie wieder an der Crew von Kurtzman zweifeln.

    Einziger Pluspunkt der Folge das Goldfischglas mit den Glühwürmchen hat mich erinnert, dass ich ja dieses Jahr noch garnicht Firefly geschaut habe.

  6. BergH60 sagt:

    tach auch !

    Was für ein Schwahsinn,
    dafür war die letzte The Mandalorian Folge wieder ein Burner
    mit Lichtschwertern.
    Ich war regelrecht ge-Skywalkert. :-)

    Gruß BergH

  7. Spuck sagt:

    Ich gebe einen Viertel Stern. Lange wurde in einer Star Trek Discovery Episode nicht so schön geheult.

    • Torim2010 sagt:

      Ich gebe 4,5 von 5 Scheißhaufen.

      Antworten
    • Spuck sagt:

      Ich vergebe 1 von 5 Beatmungsgeräten oder wahlweise eine Triage. :-)

      Antworten
    • Zuse sagt:

      Bewertung?

      Überall, wo ich angemeldet bin, bekommt STD natürlich eine total durchdachte schlechteste Wertung auf deren Klicky-Kram.

      Zwangsbeatmung ist brutal und auch schon vor dem jetzigen Maßnahmen-Schwachsinn relativ lethal. Besser gerade jetzt vermehrte Sauerstoffzuführung verlangen, wenn man sich noch äußern kann.

      Vorhin „In a Mirror Darkly“ Teil 1 von ENT geschaut: Da wurde StarTrek wieder gut. Die 4. Staffel mit Manny Coto am Ruder. Er mußte natürlich zuerst des Schrott der 3. Staffel beenden. Aber danach … – Damit hatte er VOY locker überholt.

      ENT war ja vorher der total undurchdachte Temporal Cold War, ganiert mit alten Drehbüchern, die schon bei TNG, DS9 und VOY durchfielen. Dann die Idee: Wir machen eine 9/11-Story mit Afghanistan-Feldzug als 3. Staffel …

      Aber schon die Idee der Multi-Species-Xindi war totaler Schwachsinn: Das Bessere ist immer des Guten Tod. Haben wir ja auf der Erde geübt: Der Homo sapiens hat den Homo neanderthalis weggemosht, obwohl beide Menschenarten doch recht ähnlich waren. Dann sollen 6 Arten von Xindi zu Hochtechnologen werden? Nö.

      Ach ja: STD. Wir schauen den Müll, da es ja leider kein besseres aktuelles StarTrek gibt.

      Antworten
  8. JackInTheBox sagt:

    Hab ich das richtig verstanden? Die Moral von der wirren Geschicht ist, dass Faschismus voll knorke ist, Völkermord egal (werdens schon irgendwie verdient haben), Folter eine Best-Practice und Gewalt immer die Lösung aller zwischenmenschlicher (Psycho)Probleme? Hauptsache man heult sich nachher aus und kuschelt schön miteinander (mit nem Dolch im Rücken)??

    Was soll das werden? Der Versuch, etwas mehr Diversity und Gefühl in die Nürnberger Prozesse zu bringen?

  9. Serienfan sagt:

    Da ich diesen rettungslos verkorksten Schwachsinn ja seit etlichen Episoden nicht mehr verfolge, habe ich nur eine Frage: Stimmt es, dass „Discovery“ mit diesem Zweiteiler nun offiziell der Abrams-Calvin-Bizarro-Zeitlinie angehört?

    Das zumindest fände ich gut!

    • Zuse sagt:

      Leider NICHT!

      Der Remake-Fliege-Director faselt etwas Fast-Techno-Bubble: Space Mao ist weit weg vom Spiegel-Universum und muß irgendwie zurück wg. Zeugs …

      Dabei wird schon im Trailer ein uns unbekanntes Alien in TNG 1. Staffel-Zeug gezeigt, das nach Blah-Blah im 23. Jahrhundert auch in einer anderen Zeitlinie war, die ein Romulanisches Minenschiff erschaffen hat.

      Antworten
    • Nestroy sagt:

      Der kurz gezeigte Zeitagent mit der zeitlich falschen TNG-Uniform stammt aus der Kelvin-Zeitlinie und ist in die „Primetime“ übergewechselt, also von nun an kann man zwischen dem Kelvin-Universum und dem Hauptuniversum genauso hin und her wechseln wie zwischen Hauptuniversum und Spiegeluniversum.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      Ich habe das Doomcock-Video gestern auch gesehen und muss gestehen, dass ich das nicht verstanden habe.

      Offiziell ist „Discovery“ weiterhin „Prime“. Dass der eine Hampelmann mit der falschen Uniform kurz an dem ersten Abrams-Film vorbeigeschrammt ist (wo halt das Mining-Ship RAUSkam), sagt doch gar nichts aus? Ich hatte das auf Anhieb so verstanden, dass er da nur kurz durchgezuckelt kam (wobei dann natürlich die Symptome, die auch Georgoui hatte, DANACH sofort weg sein müssten?) oder er selbst aus dem Abrams-Universum kam – und danach halt im „Prime“ wohnte.

      Da alles immer noch recht schnell hinerklärt wurde und die Autoren ja in Dialogen zu Widersprüchen und Unachtsamkeiten neigen, glaube ich hier nicht an die „große Enthüllung“, dass man sich jetzt im Kelvin-Universe befindet.

      Es wird danach ja wieder was von „Wir sind Prime“ gesagt?

      Wir machen uns eh viel zu viele Gedanken um die Lore einer Serie, in der man die Pilzdimension jetzt DOCH zerstören darf, Sphären-Daten und KIs wöchentlich munter wechseln und Burnhams Mutter 20 Jahre vor Kirk einen Anzug entwickelt, den 1000 Jahre später keiner mehr hinbekommt.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Jetzt noch mal barrierefrei und damit auch für mich verständlich:
      Die einzige Figur, die in Disco jemals eine ECHTE Prime-Uniform (aus TNG) getragen hat, stammt aus dem Abrams-Kelvin-Universum.

      Ich verstehe. Kurtzman ist erst zufrieden, wenn man alle Trekker in Zwangsjacken weggeschafft hat.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      Tut mir leid. Deine Zusammenfassung hat mich jetzt verwirrt.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      Für mich spielt Star Trek weiterhin zwischen den Sternzeiten 1312,4 und 56844,9. Alles andere möchte ich nicht in meinen persönlichen Kanon integrieren. Ich ringe noch mit mir, ob ich PIC und die Primeteile des Abramsverse gelten lassen muss.

      Aber ich werde wohl nie TOS schauen und denken: „Alles was Spock ist, verdankt er Michael“ oder „Das unentdeckte Land“ gucken und akzeptieren, dass Archer (wer?) schon 140 Jahre zuvor auf Rura Penthe inhaftiert war.

      Deshalb kann ich mich jetzt auch nicht so furchtbar über DSC aufregen. Dass Prequels, die Jahrzehnte nach dem Original gedreht werden, ganz unabhängig vom individuellen Doofheitsfaktor der jeweiligen Produktion, nie funktionieren, liegt in der Natur der Sache. Deshalb verstehe ich auch nicht, warum man das seit nunmehr schon 20 Jahren für eine gute Idee hält.

      Andererseits hat die Sternenflotte als Weiterentwicklung der NASA eigentlich nur in TOS und ST1 sowie in den Roddenberry-Jahren von TNG funktioniert. Danach wurde es immer actionreicher, düsterer, weniger wissenschaftlich, gewalttätiger, blöder, unmoralischer, undurchdachter. Natürlich hatten auch die späteren Kinofilme und Serien ihre guten Momente. DS9 hat viele tolle Folgen, VOY schon weniger, ENT kaum noch, bei DSC oder PIC sind es allenfalls Augenblicke, ebenso bei den Abramsfilmen.

      Mit dem Konzept „Spaceshuttle mit Warpgondeln“ + „Entdeckungsfahrten im Weltraum“ hat das alles schon seit 30 Jahren immer weniger zu tun.

      Ärgerlich wird es nur dann, wenn ein tolles Projekt wie die Memory Alpha ernsthaft versucht, den ganzen sinnlosen Prequelkram aufzunehmen und mit dem bisherigen Kanon in Einklang zu bringen.

      Antworten
    • jako sagt:

      Was gibt es an Doomcock Videos auch zu verstehen?
      Der Typ erfindet sich eine Wirre Theorie nach der anderen um seinen Channel am laufen zu halten.
      Für ihn ist das Video natürlich der Beweiß, dass seine wirren behauptungen stimmen. Aber seine Beweißführung ist einfach nur wirr und läuft am Ende darauf hinnaus, dass er sagt: ich habe recht, weil ich recht habe.

      Die „Große Enthüllung“ existiert natürlich ausschlielich in Doomcoks Rhetorik. Er deutet einfach alles so um, wie er es gerne hätte.

      Das ganze Video schickt sich ja auch an, dass Discovery selbst zugeben würde, es wäre kein Star Trek. Und Doomcock so: „Er hat das Kelvin Universum erwähnt…. hahahaha …. seht ihr, dass ist der Beweiß!! hahahaha…. Discovery hat gerade zugegeben, dass es kein Star Trek ist …. hahahaha…. Quantummechanik, parraleldimension, ich weiß was ich sage, weil ich gerde Quanten erwähnt habe…. hahaha…. diese idioten, klicken jede Woche meine Videos und ich laber einfach irgendnen scheiß… oh, ist das Micro noch an??? hahahaha“

      ich weiß echt nicht was schlimmer ist.. dass Menschen denken, Discovery wäre eine tolle, gut geschriebene Serie und SMQ eine talentierte Schauspielerin oder dass Menschen Doomcock Videos sehen und ihr Gehirn abschalten und dem ganzen irgendwelche Kredibilität zusprechen und nicht merken, dass der Typ mit dem Bedürfniss der Leute nach Verachtung Clicks generiert.

      Antworten
  10. Nummer 6 sagt:

    Ist ja erschütternd, wie eindimensional Ihr hier denkt.
    Mord und Folter sind im Spiegeluniversum nichts Böses.
    Es gibt dort kein Gut oder Böse, sondern nur Richtig oder Falsch im Sinne der Zweckmäßigkeit. Was gerade opportun ist, kann sich daher jederzeit ganz schnell ändern.
    Georgiou ist daher auch nicht böse, nicht mal in unseren Universum.
    Aber sie erkennt hier, daß Frieden und Respekt besser sind. Nicht in unserem moralischen Sinne, sondern in ihrem funktionalen Sinne. Sie ist nicht moralisch geläutert, sondern so eine intelligente Führerin, daß sie trotz ihrer Prägung versucht hat, diese Erkenntnis im Spiegeluniversum umzusetzen. Um das zu können, muß sie aber weiter ihre Machtposition mit den üblichen Methoden verteidigen, um zum Gorbatschow des terranischen Imperiums zu werden.

    • Nestroy sagt:

      Pass auf, das klingt ja fast schon durchdacht und tiefsinnig für DSC-Verhältnisse…

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      Leider ist das ja der alte „Trick“, dass man Böses nicht mehr als „böse“ benennt, weil die Regeln, die Welt, das Regime, die Genetik oder die Historie ja zu anders seien.

      Dass das Unmoralische also moralisch wird – und man dann ja sofort aufhören könne, wenn alle Fiesbolde, Anarchisten, Aufständische und Juden (etc…) tot seien.

      Klar, innerhalb der Serienlogik macht es Sinn, das Recht der Wenigen (die, die man halt noch zwei Jahren lang wegschnetzeln muss) gegen das Recht der Vielen (die, die danach im Paradies leben können) einzutauschen.

      Aber mal abgesehen davon, wie UNWAHRSCHEINLICH so eine Entwicklung wäre: An solche wirklich krassen Dinge, die auch durch derlei Relativierung nicht vorbildhaft für den Zuschauer werden (eher das Gegenteil), sollte man sich als eine Serie namens Discovery besser nicht wagen.

      Da würde ich inzwischen wirklich „The Orville“ zutrauen, mit derart schlimmen Widersprüchen besser umzugehen.

      („Was sollen wir denn tun? Wir werden die ideologisch Gestörten nicht los, wenn wir sie nicht LOSWERDEN.“
      „Wie wäre es mit einer Technoparty zum Runterkommen? Und einen Pimmelwitz, zum Erkennen von Gemeinsamkeiten?“
      „Hm. Es wäre immerhin einen Versuch wert.“)

      Antworten
    • Nummer 6 sagt:

      Das ist kein Trick. Gut oder Böse sind völlig subjektive Empfindungen, scheinbar objektiv nur aus der Opferperspektive.
      Unsere Ausbeutung der dritten Welt macht uns ja auch nur ein kleines bisschen schlechtes Gewissen, als ‚Böse‘ empfindet sich deshalb niemand.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      Alles wahr.

      Und trotzdem ist das kein Grund, diese Folge dafür einen Deut höher zu bewerten. Oder gar als Meisterwerk zu bezeichnen.

      Ansonsten könnte man uns ja schon nächste Woche eine Geschichte erzählen, in der die Crew auf einem Planeten ankommt, auf dem man jedes zweite Kind aufessen darf. Und wer nicht mitmacht, darf nicht mit den Bewohnern verhandeln… Und dann MACHEN es alle einfach.

      Man sieht schon hier: Mit Relativierungen von Gräueltaten kommt man erzählerisch, moralisch und einschaltquotentechnisch vermutlich niemals weiter. Das hat dann auch nichts mit Star Trek zu tun. Im Gegenteil: Bei anderen Serien mit kleinerer Fanbasis wäre so ein Mist wie in 3.10 vermutlich NOCH saurer aufgestoßen.

      Was am Ende des Tages auch gut ist.

      Antworten
    • Nummer 6 sagt:

      STD scheint zweifelsfrei böse, da wir alle Opfer dieser Vergewaltigung geliebter Werte sind.
      Fragt sich nur, warum wir uns nicht vom Vergewaltiger lösen? Wie eine törichte Frau, die ihren prügelnden Ehemann nicht verlassen kann, weil sie ihn ganz früher doch mal geliebt hat.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      Ich bleibe wegen der Kinder.

      Auch wenn die schon weit über 20 sind…

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @Klapowski: „Alles wahr.“

      Jetzt bin ich glatt ein bisschen enttäuscht.
      Erst in der Review den Lesern den kategorischen Imperativ von Kant unterjubeln in einer Bildunterschrift und dann einem moralischen Dünnbrettbohrer wie Nummer 6 ohne Widerstand zustimmen!

      Antworten
    • jako sagt:

      @JP1957
      na dann mal los. Widerspreche doch dem „moralisch dünne Bretter bohrendem“ Nummer 6 mal oder muss das Klapowski für dich erledigen? Oder hat Nummer 6 vielleicht einfach recht?

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      „Widerspreche doch dem „moralisch dünne Bretter bohrendem“ Nummer 6 mal“

      Finde ich generell immer ganz gut.

      Halt Meinung MIT Begründung. Immer sehr angenehm zu lesen. Muss ja auch nicht sooo lang wie bei mir sein (*Neue Festplatte für Worddokument zum nächsten Episodenreview einbau*)

      Ansonsten sei mir der Hinweis erlaubt, dass man durchaus verschiedene Sachen trennen muss:

      – Alltagsmoral
      – Serien-/Dramamoral
      – Abstrakte Moral (Gesetzgebung)
      – Internet-Moral-Blabla von Idioten wie uns
      – Intellektuell (v)erklärte Moral à la Kant

      Somit kann der Kommentator Nummer 6 teilweise RECHT haben.

      Da STD aber gegen 4 bis 5 der obigen Moralpunkte verstößt, ist es leider in fast allen denkbaren Welten Müll.

      Außer natürlich, man fühlte sich „gut unterhalten“. Dann ist alles voll in Butter, Alter!

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @Jako: „Gut oder Böse sind völlig subjektive Empfindungen, scheinbar objektiv nur aus der Opferperspektive.“

      Zunächst mal sind „Gut“ oder „Böse“ keine Empfindungen, sondern (moralische) Zuschreibungen.

      Dass die Bewertung als „gut“ oder „böse“ nicht subjektiv ist, hat Klapo in seiner Bildunterschrift mit dem Verweis auf Kant schon implizit geklärt. Dort zitiert er den kategorischen Imperativ, der für alle Menschen – sofern sie mit Vernunft ausgestattet sind und das sind (fast) alle – gilt. Weil sie Menschen sind.

      Wer ausführlicher über „objektive Moral“ nachdenken möchte: https://feuerbringer.wordpress.com/philosophie/ethik/warum-moral-objektiv-ist/

      Antworten
    • jako sagt:

      Also, als ich das letzte Mal nachgeschaut habe galten nur Naturgesetze für alle Menschen uneingeschränkt und keine philosophischen Konzepte.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Da siehste mal, wie du hier noch dazu lernen kannst.

      Aber Kant ist ja noch nicht so alt, den hast du beim letzten Mal Nachschauen deshalb wohl verpasst.

      Antworten
    • jako sagt:

      Ich weiß ja nicht, ob du da nicht etwas falsch verstehst. Aber Kants philosophisches Konzept ist kein Naturgesetz. Nur weil Kant es formuliert, bekommt es doch nicht automatische gültigkeit für alle Menschen. Viel mehr ist es doch ein Werkzeug, eine Handlungsempfehlung mit der die Menschen das Leben besser organisieren können. Aber im Gegensatz zu den Effekten der Gravitation auf den Menschen können sich Menschen sehr wohl entgegen dieser Handlungsempfehlung verhalten.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Wer hat behauptet, dass Kant oder sonst irgendwer, der sich mit der Frage von Subjektivität oder Objektivität moralischer Werte beschäftigt hat, von einem „Naturgesetz“ gesprochen hat?

      Lies doch einfach mal den mitgeschickten Link, damit Du weißt, worum es bei der Frage geht, die Du selbst so nassforsch meintest beantworten zu können.

      Und entschuldige meinen bissigen Ton, aber der Fascho-Inhalt der letzten Folge hat mir erheblich die Laune verhagelt … incl. solcher Relativierungen wie „Moralische Werte sind immer nur subjektiv“.

      Antworten
    • Nummer 6 sagt:

      Ich habe den Link gelesen. Die Quintessenz: „Das eigene Leben eines individuellen Menschen ist sein objektiver Moralmaßstab.“

      Also bestätigst Du meine Aussage. Denn was für mich objektiv gut ist, kann ich nur subjektiv entscheiden. Eine objektive gemeinschaftliche Moral wäre demnach nur möglich, wenn alle Mitglieder der Gemeinschaft das selbe Ziel haben. Jede gesellschaftliche Moral wäre daher faschistisch.

      Die Aussagen sind auch ansonsten fehlerhaft. Nicht das individuelle Leben ist in der Natur der Maßstab, sondern das Überleben des eigenen Genoms.

      Und wenn man es so versteht, daß es eine objektive Moral für das individuelle Leben gibt, nämlich das, was ihm am meisten nützt, dies aber eben weder vom Lebenwesen selbst, noch von einer Autorität entschieden wird, sondern von den Fakten aller aktuellen Lebensumstände und den wahrscheinlichen Folgen verschiedener Handlungsoptionen abhängt, wäre diese Moral zwar nicht subjektiv, aber extrem flexibel und überhaupt nicht in stabile Werte und Maximen zu ordnen.

      Man müßte daher versuchen, emotionslos größtmögliche ‚Durchschnittserfolgsquoten‘ für verschiedene, letztendlich aber immer egoistische Handlungsweisen zu berechnen.

      Antworten
    • Rook sagt:

      Ach ja, die Ameisen. Und eine Königin haben sie auch. Genau wie die Bienen.
      Ach ja, die Bienen…

      Antworten
    • Grinch1969 sagt:

      Hyperintellektuelle unter sich.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @Nummer 6: „Also bestätigst Du meine Aussage. Denn was für mich objektiv gut ist, kann ich nur subjektiv entscheiden.“

      Weder ich noch der Inhalt des Links bestätigen deine Aussage.
      Auch findest Du dort nirgends eine Aussage, dass moralisch das ist, was einem Menschen am meisten nützt … ich verstehe nicht, wie Du darauf kommst.

      Und wieso jede gesellschaftliche Moral „faschistisch“ wäre, wenn alle Mitglieder einer Gesellschaft dasselbe Ziel hätten, bleibt auch dein Geheimnis, ist es doch gerade Kennzeichen der faschistischen Ideologie, von einer Ungleichheit der Menschen (über das Rasseprinzip) auszugehen.

      Du reduzierst – indem Du alle Fragen der Moral und Ethik zu einer subjektiven Entscheidung erklärst – Moral und Ethik zu einer Frage des „Geschmacks“ („Der Spinat ist lecker“), die tatsächlich nur subjektiv zu beantworten wäre.
      Über Moral lassen sich aber intersubjektiv verallgemeinernde Aussagen treffen wie etwa „Jeder Mensch hat ein Interesse daran zu leben.“ Daraus ergeben sich – logisch – ebenso allgemeingültige Schlussfolgerungen und moralische Maßstäbe, an denen das Verhalten eines/ aller Menschen gemessen werden kann. Von hier aus führt auch ein Weg zu Klapos … äh … Kants kategorischem Imperativ. Denn da e i n Mensch nicht alleine überlebensfähig ist, sondern nur als soziales Wesen, ist es – um das eigene Leben zu erhalten – rational, nur so zu handeln, dass die Maxime des eigenen Handelns zur Maxime des Handelns aller werden kann … Du Dir also etwa den Pups in einem Raum voller Menschen verkneifst, weil es unerträglich wäre, wenn alle pupsen würden. Wer dann doch pupst, handelt moralisch verwerflich … so kommst Du zu den objektiven Maßstäben für Moral/ Unmoral, die Du bestreitest.

      Antworten
    • Nummer 6 sagt:

      – Meine Einlassungen galten dem von Dir verlinkten Artikel. Du solltest ihn mal zu Ende lesen. So schlecht kann Deine Lesekompetenz nicht sein. Aussage ist, daß es nur eine objektive Moral geben könne – die des individuellen Lebens selbst. Und das halte ich ja für falsch, und habe das begründet.

      – In einer faschistischen Gemeinschaft sollen alle Menschen gleich sein oder das gleiche wollen. Hat mit Rassismus nichts zu tun. Bei Pegida werden auch schwarze Redner bejubelt, wenn sie über Merkel schimpfen.

      – Mein Thema aber war, daß es kein objektives Gut oder Böse gibt, und man unsere Moralvorstellungen nicht für Personen aus einem anderen Universum anwenden kann.
      Vielleicht ist im Spiegeluniversum der Nichtpupser böse, weil dort das alle so gerne riechen…

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @Nummer 6: „Mein Thema aber war, daß es kein objektives Gut oder Böse gibt“

      Und meine Gegenthese war, dass es sehr wohl objektive Maßstäbe für „Gut“ oder „Böse“ gibt. Sofern die Personen aus dem anderen Universum (mit Vernunft ausgestattete) Menschen sind, gilt für sie selbstverständlich der identische Maßstab. Dass sie selbst (wie im Spiegeluniversum) „Gut“ und „Böse“ anders definieren (wie es ja auch Faschisten tun) ist dabei irrelevant. Du würdest doch auch nicht hingehen und behaupten, dass Trump eine wahre Aussage macht … weil er behauptet, dass sie wahr ist.

      „In einer faschistischen Gemeinschaft sollen alle Menschen gleich sein oder das gleiche wollen.“

      Was sie (vorgeblich) sollen, ist doch völlig irrelevant. Wenn es um die Frage geht, ob es objektive Erkenntnisse gibt, geht es um die Frage, was sie sind! Und Faschisten gehen von der Ungleichheit der Menschen aus.
      Im Übrigen frage ich mich auch, wie Du zu so einer Aussage kommst. Im NS gab es Hierarchisierungen auf allen Ebenen, die Geschlechter wurden ungleich behandelt, das Recht des Stärkeren glorifiziert, Andersartige und Andersdenkende ausgegrenzt … das wurde offen propagiert und gelebt. Du gehst der Volksgemeinschaftspropaganda der Nazis auf den Leim.

      Antworten
    • Nummer 6 sagt:

      Es gibt keinen objektiven moralischen Maßstab.
      Schau Dir muslimische Länder an. Die schlagen ihre Frauen und hängen Homosexuelle auf – und finden UNS unmoralisch.
      Da ihre Kultur wächst, und unsere schrumpft, haben sie anscheinend recht.
      Deckt sich aber vermutlich nicht mit dem, was Du moralisch objektiv richtig findest.

      Wäre das NS-Regime ein bisschen schlauer und weniger ungeduldig gewesen, würde heute vielleicht die halbe Welt von Germania aus regiert, und die NS-„Moral“ wäre unser Maßstab. So wie im Spiegeluniversum.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Ich stell den Dialog hier ein, weil Du mit „Es gibt keinen objektiven moralischen Maßstab“ wieder bei deinem Ausgangspunkt angekommen bist.
      Für Dich liegt eine/ die moralische Wahrheit immer im Auge des Betrachters und wird subjektiv definiert.
      Dass es Maßstäbe außerhalb des eigenen Empfindens geben kann und sie erkennbar sind, ist offenbar außerhalb deines Vorstellungsvermögens.

      Offenbar existiert für Dich Wissenschaft nur als Naturwissenschaft.

      By the way: (Muslimische) Länder können keine Frauen schlagen … und deine verallgemeinernden Aussagen über Muslime finde ich ziemlich unchristlich ;-) … und das an „unseren“ Feiertagen.

      Antworten
    • Nummer 6 sagt:

      Da Du mir keinen objektiven immer und überall gültigen Maßstab nennen kannst, verstehe ich Deinen Widerstand nicht. Vielmehr scheinst Du in einer subjektiven Meinung emotional gefangen zu sein, und schlägst frustriert mit Rassismusvorwürfen um Dich.

      Moral als Geisteswissenschaft habe ich bereits behandelt. Es gibt auch keine philosophische Definition von Gut oder Böse mit Allgemeingültigkeit. Der kategorische Imperativ z.B. würde auch im Spiegeluniversum funktionieren: Morden und Foltern ist okay, wenn die Gesellschaft gut funktioniert, wenn alle morden und foltern.

      Was Du für objektiv hältst, basiert stattdessen auf unseren gesellschaftlichen Erfahrungswerten, mit denen wir versuchen, uns einem Optimum an Regeln für möglichst viele Menschen anzunähern. Dein Begriff intersubjektiv war da passend, aber das ist eben immer noch subjektiv.

      Wenn überhaupt, könnte eine objektive Moral nur von jemanden festgelegt werden, der alle Handlungskonsequenzen bis in alle Zukunft berechnen kann. Also nur ‚Gott‘ wäre dazu in der Lage, sagt es uns klugerweise aber nicht, da gerade das Ringen um die richtige Moral ein wichtiger Bestandteil unserer Menschlichkeit ist…

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  11. El_Cheffe sagt:

    Endlich enthüllt sich die ….. Zielgruppe.
    Was damals Xena war ist heute ST:DSC. Zielgruppe weiblich 16.
    Inzwischen besteht ja quasi 99 % der DSC aus Frauen.

    Wächter der Ewigkeit, das Buch liegt hier irgendwo.. als Spock seinen Sohn findet und zurückbefördert : Der Wächter reagiert nur, wenn er angesprochen / per Telepathie angefunkt wird, daher ist er quasi nur duch Zufall aktivierbar. Man muss ihn berühren und dann seinen „Wunsch“ aussprechen.
    Hmmmmmm vermutlich haben ihn die Sphärendaten kurz angepingt … achso.

    Apropos Sphärendaten .. bitte erklär mal jemand dem Kurzen dass DATEN nicht REDEN.
    Sind das jetzt Daten oder ausführbare Programme a la KI ? Sollte man in 2 Staffeln eigentlich hinkriegen zu erklären.. ups sind schon 3 Staffeln. Es wird in jeder Folge mal dies mal jenes behauptet… nichts Halbes nichts Ganzes.

    Eine weitere belanglose Hinhaltefolge … wäre schön gewesen, das war bedeutend weniger.
    Frei nach Adam Sandler : Jetzt sind wir alle ein bisschen dümmer geworden !

    PS. Großer Pluspunkt ! Georgiou ist WEG !!! *Sekt*

    • Dantor sagt:

      Die Zielgruppe von Xena waren junge Frauen??
      Ich dachte, dieses unterschwellige Rumgelesbe zielt eher auf junge Männer ab? >verwirrtbin<

      Apropos Xena: Könnten wir hier nicht lieber wöchentlich eine neue Folge von Xena besprechen (zumindest übergangsweise, bis zur 3. Staffel von Orville)? Die Serie hat mehr Sinn, Logik und Story als man jemals in PIC und STD finden wird.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Zur Zielgruppe von „Xena“ gehören vor allem jene, die sich heute immer wieder den Vorwurf anhören dürfen, ein Problem mit „starken Frauen in Serien“ zu haben.

      „Xena“ war übrigens erfolgreicher als die Hauptserie. Bis Kurtzman kam, daraus Schwachsinn machte, was zum Ende der Serie führte. Das muss wohl damals schon an den Männern gelegen haben, die keine weiblichen Hauptfiguren akzeptieren.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      Nichts gegen Xena (habe ich damals gerne geschaut), aaaber wenn ich mir Ausschnitte aus alten Folgen aussehen, in denen Alex Kurtzman bereits Mitproduzent war, so finde ich schooon, dass er da besser reinpasst:

      https://www.youtube.com/watch?v=BY8PzUTklE4

      DAS war noch Feminismus mit der Brech… Nein: mit der Fleischstange… (Lechz)

      Zumal mir die albern-kreativen Folgen fast lieber waren als die, wo man den „Kriegstreiber der Woche“ kurz ausschalten wollte. Nach meiner Erinnerung kam das – trotz aller Verrücktheiten – immer noch viel zu oft vor. Gerade zu Beginn?

      Andersherum wäre es wohl, wenn alles so ernst wie „Game of Thrones“ gestartet wäre – und Alex (und Kollegen) daraus dann erst „Baywatch für Fantasyliebhaber“ GEMACHT hätte.

      Antworten
    • Vulpe sagt:

      Xena war nicht die Hauptserie? Was?
      Ich hab grad nachgelesen das Xena aus Hercules entstanden ist… ich kenn Hercules nichtmal… auweia..

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      Unglaubwürdige Aussage, da es damals ja andauernd parallel lief.

      Faaaaake!

      Antworten
    • Vulpe sagt:

      wenn es parallel lief, kann man doch nur eines von beidem gesehen haben?
      Ich kann ja bei zwei parallelen Straßen auch nur auf einer laufen?

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      Ich meinte damit „nacheinander“. Aber vielleicht trügt mich mein Gedächtnis.

      Ich glaube jedoch, dass ich stets eine Folge Hercules sah, danach Xena. Dann ab zum Griechen, Gyros kaufen. Dann zurück mit Bauchweh.

      Dann Träumen von einem Internetanschluss – um so einen Quatsch mal Leuten erzählen zu können, die es nicht interessiert.

      Antworten
    • Vulpe sagt:

      Kann sein, dass ich mich auch nur an das erinnern kann, was ich halt cool fand (also Xena). Ich war aber auch noch im Grundschulalter (geb. 1994). Von dem her, vermutlich hast du Recht.

      Antworten
    • Nestroy sagt:

      @Vulpe

      Das ist keine Ausrede! Ich bin auch Jahrgang 95 und kenne TROTZDEM beide Serien, weil ich sie immer mit meinem Vater gesehen habe. Kennt man Xena kennt man auch Hercules. 10 Jahre später habe ich mir Hercules und Xena dann auf DVD gekauft. Die einzige Neuentdeckung hierbei war die 3. Serie im Bunde: „Der junge Hercules“, sogar mit einigen Schauspielern aus der Originalserie (also „Hercules“ mit dem Kevin).

      Antworten
    • El_Cheffe sagt:

      @serienfan
      „Starke Frauen Angst“ x)
      Naja nicht wirklich, denk mal an Voyager, DS9, sogar bei Archerprise wurde die reine Mann/Frau Quote weiter Richtung 50% 50% verschoben, oder The Orville, Stargate Atlantis.. was ich alles als unterhaltsam und gut ansehe.

      Klar gibt es auch paar Männer bei DSC aber es geht ja nicht rein um das Vorhandensein, sondern um die Screentime. Saru/AdmiralUnbekannt/der Asiate im Zweikampf/Homo1und2/Book machen ungefähr 5 % der gesamten Doppelfolge aus. (+ der „alte weisse Mann“ aka Wächter der Ewigkeit.)

      Xena an sich hat mir übrigens auch ganz gut gefallen, war aber eben sofort als Hercules-Imitat für Frauen durchschaubar. (Kampfschreisalto *lach*).
      Der Vorgänger Hercules (Kevin Sobo) war damals runder und nicht so amateurhaft, wobei beides aus heutiger Sicht Kategorie „lustiger Trash“ war.

      Antworten
    • Vulpe sagt:

      Wieso Ausrede? Wenn ich mich an Hercules nicht erinnern kann, ist es halt so. Oder willst du sagen das jeder Mensch sich automatisch an alles was irgendwann im Fernsehen kam erinnern MUSS? Hä?

      Edit: Ok ich hab auf Youtube mal kurz nach „Hercules Serie“ gesucht, ihr habt völlig recht. Das hab ich damals auch gesehen. Hatte es einfach nichtmehr im Kopf. Verzeihung! Ich geh jetzt in die Küche und mach ein Sandwich. oder so. :D

      Antworten
    • jako sagt:

      Hercules war nicht Amateurhaft? … sicher?

      Antworten
    • SXDSD sagt:

      Xena war das feministische Spin Off zu Herkules. Habe aber auch beides gesehen.

      Nur eine Xena hat es nie in der Mythologie gegeben, Herkules schon.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Es gab wohl fünf „Hercules“-TV-Filme, aus denen dann zur gleichen Zeit jeweils zwei Serien hervorgingen: „Hercules“ und „Xena“.

      Antworten
    • Nestroy sagt:

      @Serienfan
      Ich betrachte die TV-Filme und die Serie von Hercules als ein zusammengehöriges Ding, abgesehen davon stimmt aber deine Aussage nur in modifizierter Form, dass es zwei Serienableger von „Hercules“ gab, aber das waren immer noch „Xena“ und „Der junge Hercules“ mit Ryan Gosling.

      Antworten
  12. generic sagt:

    Habe ich mich am Ende von Georgious Abschied eigentlich verhört oder hat Sie wirklich gesagt, dass St. Michael vom Brennschinken ein toller Captain wäre?

    Will man uns in der nächsten Staffel M.B als weiblichen James T. Kirk des 32. Jahrhunderts verkaufen?

  13. Vulpe sagt:

    Ich fand die Folge nicht grundsätzlich abgrundtief scheiße. Der „erneute Verrat“ von Brennschinken war absehbar, auch das die Imperatorin das ahnt ist nicht sinnbefreit. Das der Förderations-Typ skeptisch ist wegen Sarus Motiven ergibt auch Sinn. Das Brooks mehr über die technischen Möglichkeiten der Gegenwart weiß als die Crew eines 1000 Jahre alten Schiffs, ergibt Sinn.
    Ich find es immer wieder erstaunlich wie die Technologie der „Gegenwart“ mit der uralten Discovery problemlos kompatibel ist. Ich versuch später mal Lochkarten in meinen PC zu schieben.

    • Kazairl sagt:

      „Ich find es immer wieder erstaunlich wie die Technologie der „Gegenwart“ mit der uralten Discovery problemlos kompatibel ist. Ich versuch später mal Lochkarten in meinen PC zu schieben.“

      Wäre auch in etwa das gleiche wie wenn man ein Holzrad eines 500 Jahre alten Karrens an ein Auto anbringt, irgendwie null Sinn, normalerweise dürfte 1000 Jahre alte Technik nicht so dermaßen kompatibel sein.

      Antworten
    • Pilzwarp sagt:

      Wenn er es denn ja mal „anbringen“ würde. Er stellt seinen „Smartspeaker“ einfach auf die Konsole und der „Rest“ funktioniert als „Zauberinduktion“?

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  14. JP1957 sagt:

    @Vulpe: „Der „erneute Verrat“ von Brennschinken war absehbar“.

    Ah ja.
    Sie wird gefoltert und entschließt sich schließlich zu Kreuze zu kriechen.

    Anschließend darf sie wieder mit einer Knarre in der Hand durchs Schiff laufen und ihre Mitverschwörer umbringen. Zum krönenden Abschluss mit einem Dolch Detmer töten … während Mutti direkt neben ihr steht.

    Wieso bloß bringt sie da nicht schon die Imperatorin um? Was zum Teufel macht nach all dem ihren „Verrat“ danach absehbar??? Höchstens das Wissen darum, dass die Drehbuchschreiber einen an der Waffel haben.

    • Vulpe sagt:

      Person A wird von B durch Folter zum brav sein gezwungen.
      Macht es mehr Sinn wenn…
      -Person A dankbar ist für die durch Folter erzwungene Loyalität zu B und jegliche rebellische Gedanken einfach vergisst.
      ODER
      -Person A gegenüber B Loyalität vorspielt um sich zu einem späteren Zeitpunkt zu rächen.

      Klar ist das jetzt keine Drehbuch-Meisterleistung, aber komplett unlogisch auch nicht.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @Vulpe: Doch! Es ist komplett unlogisch, in einem Akt des erneuten Verrats gegenüber der mächtigen Imperatorin zunächst die eigenen Verbündeten umzubringen und sich erst d a n a c h wieder gegen die Imperatorin zu wenden.

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    • Vulpe sagt:

      Das mit den eigenen Verbündeten umbringen war in der Tat sinnbefreit.

      Antworten
    • Dantor sagt:

      Vulpe, in der gesamten Serie findet man leider mehr sinnbefreites als sinnvolles. Ich frage mich manchmal, welche Einstellungsvoraussetzungen es gibt, um unter Kurtzman Drehbuchautor zu werden: Daß man sich morgens mit ’nem Hammer die Haare kämmt? Daß man mit Anlauf 5x gegen die Wand rennt, weil’s so schön weh tut? Beides bewirkt jedenfalls, daß die Denkmurmel arg in Mitleidenschaft gezogen wird und mehrere Denkprozesse ins Leere laufen – und dann kommen solche Drehbücher raus.

      Antworten
    • JackInTheBox sagt:

      @Dantor Von den Autoren zu verlangen, einen Handlungsstrang für eine Episode abzuliefern, der auch nur kurz der kritischen Betrachtung eines unausgeschlafenen Zweitklässlers standhält, ist auch einfach zu viel verlangt.

      Die ganzen Drehbücher sind doch nur auf den kurzfristigen (Szenen)Effekt ausgelegt (Zielgruppe: Menschen mit der Aufmerksamkeitsspanne eines Twitter-Posts und dem Handy nebenbei in der Hand). Wenn man da einen zugrunde liegenden Sinn oder Zusammenhang sucht, kann man auch versuchen das Kreuzworträtsel der New York Times mit ner Buchstabensuppe zu lösen. Da hätte man wahrscheinlich sogar bessere Chancen…

      Ist eigentlich bekannt ob der Writers Room bei STD Menschen oder Bots sind? GPT-3 kann da schon ganz erstaunlich Sachen!

      Antworten
  15. BergH60 sagt:

    @Dantor

    Amen Brother !

    Gruß BergH

  16. Serienfan sagt:

    So wie ich das Gelesene interpretieren, hatten die Autoren von „Disco“ offenbar gehofft, mit Georgiou eine Bösewicht-Figur zu erschaffen, die dennoch von den Zuschauern gemocht wird.

    Von „Verbote Liebe“ bis „The Walking Dead“: Es passiert häufig, dass Zuschauer bei Filmen und Serien Sympathien für den Bösewicht empfinden. Und auch bei TNG hat man mit Q ja recht erfolgreich so eine ambivalente Figur eingeführt. Das Phänomen, dass Zuschauer sich zu fiktiven Bösewichter hingezogen fühlen, wurde sogar wissenschaftlich untersucht, das Ergebnis wurde in „Psychological Science“ veröffentlicht.

    Natürlich sind auch an dieser Aufgabe die Autoren gescheitert, dabei reicht es dank der angeborenen instinktiven Harmoniesucht des Menschen, einer bösen Figur nur ein paar winzige Identifikationsmerkmale zu geben, damit der Zuschauer eine emotionale Verbindung mit ihr eingeht. (Will man diesen Effekt vermeiden, MUSS der Bösewicht sogar eindimensional negativ gezeigt werden.)

    Doch noch jämmerlicher war offenbar der alberne Versuch, Georgiou sowas wie Absolution zu erteilen, indem sie allerlei Torturen erleidet. Läuterung durch Buße. Wie schön. „Star Trek“, das einst einer zukünftigen Menschheit wissenschaftliche Vernunft und ethische Prinzipien zugestand, verfällt nun also vollends in einen mittelalterlichen Wertekanon.

    • Nestroy sagt:

      Ich denke Batmans Joker muss da auch noch genannt werden was außerordentlich beliebte Bösewichte angeht, oder auch Darth Vader. Und Q ist ja nicht direkt böse, sondern eher in maßlosen Zügen arrogant, selbstgefällig, egozentrisch und herablassend. Und der Umstand, dass er allmächtig ist lassen ihn einen Funken der Bedrohung behalten, doch man hat ja gesehen, dass er sehr schnell auch geerdet und normal sein kann sobald er mal seine Kräfte verlieren sollte.

      Wenn man sich den Joker, Darth Vader, Dr. Oktopus, oder Callisto aus Xena ansieht so sind das alles Figuren die durch eine erlittene Leidensgeschichte „böse“ wurden bzw. tun was sie eben tun. Der Joker war ein herumgeschubster kleiner Niemand, Anakin ein verwirrter weinerlicher Teenager, der enorme Verlustängste und einen Ordnungskomplex hatte und das Monster Callisto wurde erschaffen, weil Xena mit ihrer Armee ihr Dorf vernichtet und ihre Eltern getötet hatte. Diese traumatischen Ereignisse ließen die Bösewichte zu dem werden was sie wurden und das erklärt auch (meistens) ihre starke Motivation und warum sie diese Verbrechen begehen (Joker würde ich ein Rachemotiv zuschreiben, zuerst gegenüber seinen früheren Bossen und danach gegenüber Batman, Darth Vader der Gedanke an Ordnung und Frieden im Imperium durch die gnadenlose Gewalt einzelner starker Männer, Callisto eindeutig wieder Rache, etc.)

      Diese „Böswerdung“ und die genaue Motivation fehlen Impertor Georgiou jedoch, sie ist einfach böse weil sie… nun ja eben böse ist, ziehmlich platt. Außerdem ist sie eine klar faschistische Figur, die da samt ihrer Taten in ein positives Licht gerückt wird, was ich generell für problemtaisch halte, da Faschismus damit verharmlost wird und sowas sollte man nie machen, jeder in Mitteleuropa, Spanien und Italien weiß auch warum… aber gut die Amis hatten nie eine diktatorische bzw. faschistische Phase durchmachen müssen (auch wenn das Trumpletier gerne eine Art Klein-Putin wäre) und deshalb juckt die das anscheinend eher wenig, aber was will man da noch groß an Argumenten aufbringen gegenüber einem Land, das ganz offen und unbehelligt Rechtsradikale aufmarschieren und agieren lässt, obwohl spätestens seit den 30ern bekannt sein sollte, dass die im (für sie) günstigsten Fall die Vernichtung der Demokratie und von ihnen unliebsamen Menschengruppen durchsetzen wollen…

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    • Grinch1969 sagt:

      Vernichtung von unliebsamen Menschengruppen ist leider keine einzig den Faschisten vorbehaltene Strategie.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      In dem Spiegel-Universum scheint aber noch hinzuzukommen, dass sich diese Faschisten permanent gegenseitig foltern und umbringen, und das offenbar seit Jahrhunderten. Das war in DS9 schon so affig und substanzlos. Wie jemand auf Treknews treffend schrieb: Man fragt sich, wie in diesem Universum überhaupt noch irgendwer das Erwachsenenalter erreicht.

      Die Classic-Folge mit der „Spiegel-Welt“ hatte ja noch die Moral, dass man am Ende auf Spock setzen konnte, weil Vernunft zwangsläufig zu einem ethischen Verhalten führt.

      Dem ist nun eine neue „Moral“ gewichen: Jede Utopie braucht ein paar Faschisten, die den Laden in Ordnung halten. Das ist, so scheint mir, die seit Längerem in „Discovery“ vertretene Lehre.

      Aus einer moralischen Menschheit wird daher eine scheinheilige Menschheit. Und das ist dann wahrscheinlich die allerschlimmste Pervertierung von Star Trek, die denkbar ist. Es passt aber wohl gut in die pseudo-moralischen Wokeness-Zeiten, in denen ich auch immer mehr faschistische Muster erkenne.

      Antworten
    • Nestroy sagt:

      „Vernichtung von unliebsamen Menschengruppen ist leider keine einzig den Faschisten vorbehaltene Strategie.“

      Hat ja auch niemand behauptet?

      „Dem ist nun eine neue „Moral“ gewichen: Jede Utopie braucht ein paar Faschisten, die den Laden in Ordnung halten. Das ist, so scheint mir, die seit Längerem in „Discovery“ vertretene Lehre.“

      Die Utopie als Ideal wird auch schon vor der dunklen Kurtzman-Ära von den ST-Machern gemieden wie vom Teufel das Weihwasser, was mich an etwas erinnert hat; In der Neuen Musik (= Sammelbegriff für Klassische Musik 1910 – heute) gibt es den Unterbereich der Zeitgenössischen Vokalmusik, welche die Kompositionen der Neuen Musik nach 1945 für eine oder mehrere Stimmen zusammenfasst (also Singspiele oder sowas in der Art). Wenn man sich Stücke davon anhört, wie z.B. Luigi Nonos „La fabbrica illuminata“ von 1964, dann merkt man, dass das klassische Ideal des Belcanto (= Klassischer Schöngesang in der Klassischen Musik und in der Oper) für die modernen Komponisten ausgedient hat, weil sie ihn wo sie können vermeiden, genauso wie für Star Trek das Konzept der Utopie, da z.B. bei Nonos (und seinen Kollegen) der Belcanto an allen Stellen ständig unterbrochen und verfremdet wird.

      Aber genau dieser macht eine Opernsingstimme z.B. ja erst zu was besonderem! Genauso wie Star Trek durch seine utopischen und humanistischen Visionen stets ein Leuchtfeuer des Fortschritts und der Positivität war. Doch Utopie ist genau wie Belcanto nicht mehr gefragt, zumindest von den Produzenten nicht. Wie es bei den Zusehern aussieht kann ich nicht sagen, außer, dass mir Belcanto und ST-Utopie wesentlich lieber sind, als dieses moderne Geplärre und Kurtzman-Trek!

      Doch die Kunst scheint wohl an allen Fronten zu sterben, jetzt auch im Fernsehen.

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    • Serienfan sagt:

      Die „Utopie“ von „Star Trek“ waren ja ethische Prinzipien, Diplomatie und wissenschaftliche Vernunft als Antriebsfeder für die Erforschung des Alls.

      Das, was dann gerne als „utopisch“ bezeichnet wird, ist in Wahrheit nur eine gar nicht sooo abwegige Weiterentwicklung der Menschheit, die ja heute auch nicht mehr auf den Stand von vor 400 Jahren lebt (auch wenn es wahrlich an Rückständigkeit nach wie vor nicht zu fehlen scheint).

      Es ist also viel simpler und längst nicht so ausnahmslos positiv, wie manche zu glauben scheinen. Leider scheint eine schlichte „besser, aber natürlich noch immer nicht perfekt“-Konzeption die aktuellen, im dümmlichen Hollywood-Schwarz-weiß-Denken verhafteten Autoren komplett zu überfordern, sodass denen dann irgendwann die Sicherungen durchgebrannt sind, und sie seitdem zwischen einer albernen Verklärung und einer ärgerlichen Demontage der Föderation hin- und hertaumeln.

      Antworten
    • Grinch1969 sagt:

      Ich hätte ja auch gerne mal fliegende Kommunistenvampire als „Böse Gegenspieler“ aber die verkaufen sich halt aktuell im linksgrünen Mainstream überhaupt nicht.

      Antworten
    • JackInTheBox sagt:

      @Serienfan Ich würde da sogar noch weitergehen! Diese „Wir sind zwar Faschisten, aber einer muss den Laden in Ordnung halten“ Einstellung ist doch haargenau die, des Imperiums bei Star Wars. Was wiederum klar erkennbar auf dem 3. Reich basiert (Uniformen, Waffen, usw).

      Wenn jetzt STD diese Einstellung als zentrale moralische Überzeugung der Serie transportiert – in der Abwandlung: Unser vermeintlich guter Zweck heiligt alle brutalen Mittel – dann kann man das als ST-Fan nur verachten. Vor allem, weil es nicht nur einen Bruch, sondern sogar einen Gegenentwurf zum Grundgedanken der Obersten Direktive darstellt: Wir haben moralisch/ethische Überzeugungen und sind auch bereit darum Nachteile in Kauf zu nehmen, um diese zu bewahren.

      Das ist etwas was IMHO komplett in dieser Serie fehlt. Ständig wird gemeutert, die Befehlskette verletzt/übersprungen, Gesetzte und Regeln gebrochen, Lebenwesen Leid zugefügt und die Hauptdiskussionsform ist anscheinend sich anzuschreien. Gibt es in diesem brennenden Mülleimer der STD ist, irgendwo mal die Überlegung: Nein, das mache ich nicht. Das verstößt gegen meine Prinzipien? Und wird das auch mal länger als drei Sekunden durchgehalten, bis St. Burnham durchs Bild fegt und alle Bedenken und das Problem der Woche bei Seite wischt?

      Für mich bildet diese Serie 1:1 den eigene moralischen Kompass der Autoren ab. Und der zeigt immer nur auf sie selbst.

      Wie Dieter Hildebrandt mal gesagt hat: „Ich habe meine Überzeugungen. Und wenn ihnen die nicht gefallen, dann hab ich noch ganz andere!“

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      Janeway sagte in der Folge „Flashback“ zu Kim über Kirk & Co.

      „It was a very different time, Mister Kim. Captain Sulu, Captain Kirk, Doctor McCoy. They all belonged to a different breed of Starfleet officers. Imagine the era they lived in: the Alpha Quadrant still largely unexplored… Humanity on the verge of war with the Klingons, Romulans hiding behind every nebula. Even the technology we take for granted was still in its early stages: no plasma weapons, no multi-phasic shields… Their ships were half as fast.“
      „No replicators. No holodecks. You know, ever since I took Starfleet history at the Academy, I’ve always wondered what it would be like to live in those days.“
      „Space must have seemed a whole lot bigger back then. It’s not surprising they had to bend the rules a little. They were a little slower to invoke the Prime Directive, and a little quicker to pull their phasers. Of course, the whole bunch of them would be booted out of Starfleet today.“

      Nun, DSC spielt noch einmal einige Jahr vor Kirk & Co., weshalb sie wahrscheinlich noch ungezügelter sind als der wilde Haufen auf Kirks Enterprise… Allerdings versteht es DSC wirklich ausgezeichnet, zu verschleiern, dass der Alpha-Quadrant damals noch unerforschter war und das Weltall viel größer wirkte. Ich habe vielmehr den Eindruck, unsere Galaxie ist mit DSC auf die Größe eines Landkreises zusammengeschrumpft. Und von unterentwickelter Technologie im Vergleich zum 24. Jh. konnte auch schon vor der Umrüstung der Discovery im 32. Jh. nicht die Rede sein.

      Lustig ist aber, dass Janeway meint, dieser ganz Haufen habe öfter mal die Regeln biegen und die Phaser zücken müssen und wäre deshalb im 24. Jh. aus der Sternenflotte entfernt worden. Wenn jemand gerne die Regeln gebogen und die Phaser gezückt hat, dann ja wohl Janeway (Ja, ja… aufgrund der besonderen Umstände, die die Autoren herbeigeschrieben haben, genau wie bei DSC).

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Janeway ist sicher ein Problem. Sie weigerte sich, den Kazon die Replikatortechnik zu geben und lehnte kategorisch eine Allianz mit dem Argument ab, das würde das Kräfteverhältnis im Delta-Quadranten verändern. Und dann tat sie exakt das mit den Borg. Sie gab den Borg eine Waffe gegen Spezies 8472, was das Kräfteverhältnis im Quadranten veränderte. Seska wäre zufrieden gewesen.

      Janeways Einschätzung der Classic-Crew erscheint mir allerdings fragwürdig. Kirk war sogar ein ziemlicher Langweiler, der Befehle brav befolgte, weshalb es ja auch eine große Sache war, als er im dritten Film entgegen der Befehle die Enterprise entführte, etwas, was dann später bei den TNG-Filmen irgendwie zum Normalfall wurde.

      Schon in „Star Trek: Enterprise“ schafften es die Autoren nicht, sich in eine frühere Zeit hineinzuversetzen. Jede Begegnung mit einem Klingonenschiff hätte wie eine Begegnung mit einem Borgwürfel zu TNG-Zeiten sein müssen.

      Dennoch liegst Du erneut mit Deiner Gleichsetzung falsch. Es ist einfach ein riesiger Unterschied, ob Figuren in erkennbaren Ausnahmesituationen die Regeln neu interpretieren und auch darüber diskutieren, oder ob sie sich als Dauerzustand wie unreife, stets kurz vor dem Weinkrampf stehende Snowflakes aufführen. „Raue Burschen“ oder gar „noch rauere Bursch*Innen“ sind diese Pre-Kirk-Sternenflottler von „Disco“ ja schon mal eindeutig nicht.

      Die Verklärung der Föderation als ein Heiligtum für die Ewigkeit ergibt dann aus der Perspektive der Vor-Kirk-Ära auch keinen Sinn mehr. Aber das taten die Kurtzman-Autoren ja schon immer. Ab und zu „erinnerten“ sie sich an den Irrglauben, dass die Föderation unter Roddenberry ein unantastbares Utopia-Paradies war, und gerieten offenbar in Panik. Das waren dann die Phasen, in denen sie Lorcas Verhalten schnell mit einem „der kommt halt aus dem Spiegel-Universum“ erklärten, was völlig unnötig war. Auch TNG hatte einen Jellico, und Jellico passte sehr wohl in dieses Universum.

      Denn das ist das größte von allen Missverständnissen, das vor allem Du nicht einsehen willst. Nicht wir Fans verklären die Föderation. Die Macher von „Disco“ tun es. Und zwar bis zu einem Extrem, dass ihnen scheinbar nur noch die Flucht ins absolute Gegenteil bleibt. Denn ein simples „besser als heute, aber nicht perfekt“ scheint als Zukunfts-Entwurf das Schwarz-weiß-Schema dieser Hollywood-Autoren eindeutig zu überfordern.

      Antworten
    • Grinch1969 sagt:

      Wer mal gute SciFi sehen will „The Expanse 5. Staffel“ ist mit 4 oder 5 Episoden raus. 1 neue jeweils Mittwochs. Habt Spaß und nicht STD.

      Antworten
    • Zuse sagt:

      Moin 69,

      sind nur noch 3 Folgen STD.

      Die werden die Meisten hier noch durchziehen.

      Antworten
    • Dantor sagt:

      @Nestroy
      „Doch Utopie ist genau wie Belcanto nicht mehr gefragt, zumindest von den Produzenten nicht. Wie es bei den Zusehern aussieht kann ich nicht sagen, außer, dass mir Belcanto und ST-Utopie wesentlich lieber sind, als dieses moderne Geplärre und Kurtzman-Trek!“

      Da mag ich mit The Orville dagegen halten. Dieser Serie bietet genau die Utopie, wie es sie früher in ST gab: Nicht perfekt, aber dennoch ist die Menschheit auf einem guten Weg. Und die Zuschauer mögen diese Serie offensichtlich (im Gegensatz zu den sogenannten Experten).

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Wobei ich mich noch nicht einmal gar so sehr auf den Utopie-Aspekt versteifen würde.

      Star Trek war ja auch ein engagierter Entwurf, wie in weiter Zukunft wissenschaftliche Forschung im All aussehen könnte. Da begannen Episoden mehrfach ganz schlicht mit einer Erforschung von Raumphänomenen.

      Lebendig wurde diese Welt durch allerlei stets gleich aufgebaute Abläufe. Wann gibt es Alarmstufe gelb, wann gibt es Alarmstufe rot. Diese immer gleichen Szenen dienten der Glaubwürdigkeit, weil es in einer solchen Organisation eben auch Handlungsanleitungen gibt. Posten, die jemand verlässt, werden sofort von anderen Crewmitgliedern eingenommen.

      Die sehr häufig vorkommenden Turbolift-Szenen dienten dem Zweck, dem Zuschauer zu vermitteln, ein logisch aufgebautes Raumschiff zu erleben, in denen die Bestandteile und Decks miteinander verknüpft sind. Das Kurtzman-Trek machte daraus eine Art Space-Mountain-Fahrt.

      Wollte man jemanden in möglichst wenigen Sekunden den Unterschied zwischen Roddenberrys Star Trek und Kurtzmans Star Trek erklären, man müsste nur jeweils eine Turbolift-Szene zeigen. Einmal erleben wir eine sinnvolle Verknüpfung, im anderen Fall pure Willkür.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      @Serienfan

      „Denn das ist das größte von allen Missverständnissen, das vor allem Du nicht einsehen willst. Nicht wir Fans verklären die Föderation.“

      Kann mich nicht erinnern, jemals behauptet zu haben, die Fans verklärten die Föderation. Ich führe lediglich immer wieder ins Feld, dass die vermeintliche Gewaltfreiheit und das angebliche ethisch-moralische Handeln der Protagonisten früherer Serien eine unzutreffende Erinnerung und Verklärung ist. Ich stoße mich daran, dass DSC und PIC mit der Begründung für schlecht erklärt werden, früher sei rein inhaltlich alles ethisch-moralisch sauber, politisch einwandfrei, philosophisch astrein gewesen.

      Sind DSC und PIC aus tausend Gründen schlecht geschrieben und inszeniert? Selbstverständlich. War das in der Roddenberry-Berman-Ära besser? Nicht immer, aber überwiegend.

      Nur weil es schlüssiger geschrieben und in Szene gesetzt worden ist, so dass man als Zuschauer auch mit fragwürdigen Entscheidungen besser leben konnte, heißt das aber noch lange nicht, dass es früher gewaltfreier und ethischer zuging. Deshalb hätte ich mit der Gewaltdarstellung und der eigentümlichen Art in DSC und PIC, Konflikte zu lösen, auch weniger Probleme, weil das alles, wenngleich nicht ganz so überflüssig actionreich dargestellt, schon immer Teil von Star Trek war. Mich stört vielmehr, dass es insgesamt so hinreißend doof geschrieben, geschnitten und geschauspielert ist und man bis heute von einigen Crewmitgliedern kaum Name und Rang kennt, geschweige denn etwas über persönliche und berufliche Hintergründe.

      Aber ich erinnere mich noch sehr gut an die Anfänge dieser Seite – und des Vorgängerforums – als wir ähnlich über die späten Staffeln von DS9 und VOY, sodann auch über ENT gesprochen haben. Aus heutiger Sicht fast schon das gute, alte, klassische Star Trek, damals hingegen Kopfschüttelgarantie. Gut, man konnte seinerzeit nicht ahnen, dass es noch viel blöder ginge. Aber Begeisterung sah auch vor 20 Jahren anders aus.

      Und je älter ich werde, desto mehr neige ich dazu, nur noch weiße, hell beleuchtete Schiffe als Star Trek zu akzeptieren, die in den unendlichen Weiten des Weltalls friedlich neue Welten und unbekanntes Leben erforschen. Was die Zahl der akzeptablen Episoden und Filme wahrscheinlich auf 80 von 800 reduziert.

      Antworten
    • Grinch1969 sagt:

      Ich bin da schon lange raus und wollte nur eventuelle Suizide vermeiden.

      P.S.: His Dark Materials 2. Staffel auch am Start

      Antworten
    • sloan sagt:

      Das Problem mit dem heutigen Zeitgeist ist eben folgendes, jede Form der staatlichen Gewalt wird mit Faschismus gleichgesetzt. Postmoderne Idioten wie Kurzman, Orci, Abrams können sich eben keinen ordoliberalen, der Wissenschaft und dem Fortschritt zu gewandten, dem Leben verschriebenen demokratisch legitimierten, repräsentativen utopischen Staat vorstellen. Nichts anderes ist die Föderation. Menschenrechte werden auch mit Uniformen, Rangordnungen, Protokollen, Waffen und entsprechender Machtprojektion durchgesetzt und verteidigt, und zwar nach Innen genauso wie nach Außen. Genau diese Werte sieh man in den Serien TOS, TNG, DS9, VOY, ENT. Wir sehen hier eben keine einfachen Bösewichte, nicht bei den anderen Weltraumstaaten und auch nicht bei fehlgeleiteten oder korrupten Vertretern der Föderation (Badmirals, Abtrüninge, Politiker, Wissenschaftler ohne Ethik und viele mehr) . Positive Diskriminierung und der Rassismus der geringen Erwartungen statt gesunder Skepsis, Blindheit bei bestimmten neuen Formen der hybriden Kriegsführung und organisierten Verbrechen, mangelnde Sicherheit durch zu breit angesetzte über optimistische Politik und arrogante Selbstinszenierung Selbstverliebtheit statt brauchbare logische Administration, Selbstgefälligkeit, Oberflächlichkeit und intellektuelle Faulheit, kein Vertrauen in Institutionen und den eigenen Werten so wie der Verbreitung der Selben, kurzsichtige Verurteilung von Machtsicherung und Selbsterhaltung. Die Postmoderne ist eben nur selbst ein bunt angemalter, hohler, selbstzerstörender Faschismus und Machwerke unter dem Trek Label wie Picard, Discovery und die dämliche Trickserie Lower Decks zeigen das durch den gravierenden Mangel an Qualität.

      Antworten
  17. Jako sagt:

    Ey … ich habe gerade die neuste Folge „The Expanse“ gesehen ………
    ……………………………………………………………..
    …………………… Warum gibt es eigentlich noch Serien wie Discovery oder The Mandalorian? Das ist doch beides absoluter Pippifax, strunz langweilige fliegengewichte.

    Aber The Expanse … Wie Krass war das denn bitte?

  18. generic sagt:

    Nachdem ich die Spoiler zur neusten Episode gesehen habe, muss ich sagen, dass mir Klapo und Sparki richtig leid tun.

  19. Serienfan sagt:

    Keine Sorge! So wie ich das Kreativtalent („besser schlecht geklaut als gut erfunden“) von Kurtzman einschätze, dauert es nicht mehr lang, und ein CGI-verjüngter Shatner kommt im Staffelfinale überraschend von der Transporterplattform. Vielleicht nicht in einer eilig nachgedrehten Szene der laufenden Disco-Staffel (sooo schnell ist Kurtzman auch wieder nicht), aber sicher in Bälde.

    Ob die Trekker dann auch in Jubelstürme und tränenreiche React-Youtube-Videos verfallen werden, wie diese andere (offensichtlich tatsächlich bei Weitem leichter zufriedenzustellende) Fan-Gattung, wird sich zeigen.

  20. generic sagt:

    Klapo und Spark müssen diese Episode noch verdauen ;)

  21. Zuse sagt:

    Die Beiden sind wie ich bei dem „Noch dunkler als auf dem Schrottschiff“-Langweilig-Gesabbel eingepennt und wollen sich das auch nicht ein zweites Mal antun.

  22. El_Cheffe sagt:

    Also wenn bei der 11.er keine 4 von 5 Slapstick/Humorpunkte vergeben werden.. werde ich trotzdem immer weiterlesen.
    Ich hoffe ja gerade noch , dass die deutsche Synchro einfach nur schlecht ist.. die Ionen beschiessen uns .. *g*

    • Torim2010 sagt:

      Du konntest dir das ansehen? Ich hab das nicht geschafft. Ach übrigens ist das jetzt Harry Potter und das Raumschiff der Verblödung oder kommt mir das nur so vor?

      Antworten
  23. Nummer 6 sagt:

    Die Grundidee eines Kindes, daß hundert Jahre von Hologrammen aufgezogen wird, war eigentlich schön ‚trekig‘. Vor 25 Jahren hätte das eine gute Folge ergeben können, und mit den Effekten eine bombastische…
    Stattdessen wieder eine Episode, die nur mit Dauereinsatz der Skip-Taste ohne Hirnschaden zu überstehen war.

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