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„Star Trek – Discovery“, Kritik zu 3.05, „Die Trying“

, „Star Trek – Discovery“, Kritik zu 3.05, „Die Trying“

Die Föderation ist gefunden! Sie hängt in einem (emotionalen) Trägheitsfeld ab und hofft darauf, dass die auffällig wabernde Blase von niemandem gefunden wird, der sich für reinfliegende Riesenschiffe interessiert… Doch auch hier stößt die Crew erst mal auf Skepsis: Seitdem mal eine Truppe Neandertaler mit Keulen durch das Hauptquartier gezogen ist, fürchtet man sich vor Zeitreisenden aus der fernen Vergangenheit. Aber dazu fällt Burnham bestimmt ein neutralisierender Satz ein? (= „Fürchtet euch nicht“?)


Bei allem tollen „Staun“ und „Huch“ zu Beginn muss ich das sagen, was ich IMMER sage: Nämlich „Hate“.

Es ist ja z.B. schön, wenn wir zusammen durch die Augen der Crew blicken und Dinge betrachten können. Aber dieses emotionale Getue (Tilly: „Hihi, ein fliiiiegender Regenwald.“ – Alle: „Hahaha! Hammer Gag!“) wirkte bei mir kaum, als man die neuen Schiffe und Basen der Sternenflotte/Föderation kommentierte.

Wobei das vielleicht Geschmackssache ist – oder vielmehr davon abhängt, wie geschmacklos IHR inzwischen geworden seid.

Denn ich fand das ehrfürchtige Staunen vor großen Weltraum-Gerümpel (Dyson-Sphäre, V’ger…) immer dann gut, wenn es eher gesetzt verlief. Danach gerne gefolgt von trockenen Maßeinheiten und Fakten. Dieses „Waaas, da passen ja bestimmt 2000 Menschen rein, weil die Schiffe nach 900 Jahren DOPPELT so groß sind, boaaah!“ wirkte auf mich eher dümmlich.

Ja, Dinge sind nach tausend Jahren plötzlich größer. So was kannste dir nicht ausdenken…

Wobei erneut auffällt, wie unsicher und unprofessionell die Autoren sind. Schon zu Beginn sind sich Saru und Burnham einig, dass sie bezüglich des Treffens mit der Sternenflotte „keine Worte“ haben. Ich wiederhole: Beide. Kei-ne Wor-te. – Danke für diesen „modernen TV-Dialog“ zu zukünftigen Machtstrukturen und diesbezüglichen Erwartungen. Gleich danach kommt aber gleich wieder ein Thema auf, das die Autoren interessiert: Burnhams Mudder. Puh, da sind wir aber gaaanz knapp an epischer Welt(raum)politik vorbeigeschlittert, um auf persönliches Eierstock-Tralala überzuleiten.

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„Guck mal, eine kleine Föderation, ganz für uns alleine!“ – „Ja. Sie ist klein. Aber dafür passen die verbleibenden Vulkanier in den Kleiderschrank in Sektor B.“ – Nach der Schrumpfkur(tz): Man erwähnt rasch, dass die Föderation und die Sternenflotte heute „dasselbe“ sind. Puh, wieder mal ein amerikanisches Leitmotiv untergebracht… („Die NATO besteht aus den USA. Noch Fragen?“)

Das ruhige Gespräch mit dem Admiral gefiel mir von der Dynamik her gut. Keiner hat geweint, keiner ist grundlos ausgerastet oder großkalibrig-schießwütig geworden. Dennoch darf man bei näherer Analyse schon nachfragen, was jetzt die Knackpunkte waren:

– Die Besucher aus der Vergangenheit haben sich nach einem ihnen unbekannten Gesetz „strafbar“ gemacht, weil sie die Zukunft verändern? Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ICH würde mir zutrauen, mich in diesem Fall vor einem Gericht ohne Anwalt verteidigen zu können.

– Okay, man ist misstrauisch, ob das mit dem Sporenantrieb und „Control“ stimmt. Man muss Datenbanken auswerten und Leute beläst… äh… befragen. Ist okaaay, aber eigentlich ist das diese Stelle, die mich z.B. in Filmen tierisch nervt! Jene Stelle, in der das Gegenüber eine halbe Stunde lang nicht glauben mag, dass es Poltergeister gibt oder der Protagonist wirklich von der Regierung gejagt wird.

– Dass man die Discovery nachrüsten und Saru das Kommando wegnehmen will, kann man halbwegs verstehen. Dennoch: So ganz warm werde ich mit dieser Art der Story nicht. Statt weltraumweite Dinge anzugehen (Probleme gibt es im Quadranten genug!), wird man als Zuschauer abermals gezwungen, sich Sorgen um Sarus Altersvorsorge, Burnhams Arbeitsplatz und Tillys leckersten Replikatorplatz zu machen.

Dass die Sternenflotte moralisch bereits auf den Felgen fährt, ist eh von Anfang an klar: Die Sicherheitschefin ist vom Gesicht her eine amtliche Zitronen-Verkosterin, das Hilfsangebot zur Seuchenbekämpfung wird vorsichtshalber sofort abgelehnt und generell scheint sich die Ach-so-versteckte Sternenflotte seit 100 Jahren (trotz warmer Betten, Energieüberschuss und Happischnappi) sehr schlechter Laune zu erfreuen…

Ein weiterer Hinweis auf „Bad Mood“ mag auch die Tatsache sein, dass man unterschwellig dem zurückbleibenden Saru GEWALT androht. Aber das ist sicher nur meine Interpretation.

, „Star Trek – Discovery“, Kritik zu 3.05, „Die Trying“

„Ich verstehe ja, dass Sie Ihr Schiff behalten wollen, Burnham. Aber wir wollten eh krasse Waffen, Transporter und Nanotechnologie dranschrauben.“ – „Das finde ich ungerecht. All diese Sachen sollten doch erst AN MIR festgelötet werden“? – Lieber Zugluft als Zukunft: Das alte Schiff sorgt erst mal für Misstrauen. Kein Wunder, es sind ja auch noch zwei Schichtwechsel bis zur üblichen „Mann, sind die krass!“-Erleuchtung.

Psychologisch finde ich es auch sehr interessant, wie wenig die Crew – und die Autoren – ihre bisherigen Abenteuer ernst nimmt. Statt den teilweise lächerlichen Storys im Nachhinein etwas Würde zu geben, lächeln sie beim „Verhör“ selbst darüber, dass es „Sternenflottenoffiziere vom Himmel regnete“, Tilly sich mal in eine „blonde Domina“ verwandeln musste und Culber „tot war“, sich aber heute mit dem „Mörder gut versteht“.

Man fragt sich unwillkürlich, wie alle Beteiligten in einer Staffel über die derzeitige Handlung sprechen werden: „Dann trafen wir auf die Föderation in der Blubberblase, wo keiner unsere dysfunktionalen Befindlichkeiten wertschätzte. Mir kommen heute noch die Tränen darüber!“?

Symptomatisch unsympathisch kommt auch Burnham daher, die sofort vorschlägt, Daten von der Sternenflotte zu entwenden, um das „Space-Corona“ einzudämmen – zu Sarus verständlichem Entsetzen. Vermutlich verfolgt er das „Amerikanische Epidemie-Modell“? Ne, im Ernst: Glück für sie, dass sie neben solchen Aufmüpfigkeiten weiterhin die beste Kriegsverbrecherin und Befehlsverweigerin aller Zeiten ist. Was würde Den Haag sonst ohne sie machen?

Aber auch der Captain von Burnhams Gnaden steht mies da, da er erst mal abwartet und – laut Michael – „nicht für die Crew kämpft“. Ja, Recht hat sie! Ein Kirk, Sisko oder Picard hätte schon längst mit dem Zeigefinger ein Loch in den Besprechungstisch gepiekt! Und sie liegt richtig damit, dass diese Mannschaft aus psychologisch ungeschulten Raumfahrt-Mimosen es „nicht verkraften“ würde, wenn man sie trennte.

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„Okay, die aus der Kindheit hochgradig Gestörten bitte nach rechts.“ – „Das können wir nicht. Hat unsere Mutter immer verboten.“ – „Na gut. Dann die sensiblen Hochbegabten bitte nach links.“ – „Nö. Dafür sind wir Wissenschaftler zu cool. Funkyyyy!“ – Teile und herrsche: Um den Einfluss der Discovery-Crew zu begrenzen, scheucht man sie in alle Himmelrichtungen. Man nennt dies auch das „Hühnerschwarm-Paradoxon“.

Emotional und oberflächlich wird es alle paar Sekunden, wenn man richtig hinhört… Machen das andere Kritiker der Serie eigentlich, oder werden dort nur funkelnde Lichter und Uniform-Designs durchgezählt?

Burnham denkt z.B., dass die fremden Sicherheitsleute die Discovery-Crew „hassen“ (ja, der berühmte „Hass“ von professionellen Militär-Inspektoren?), einer der Ansprechpartner trägt eine Brille, weil er dadurch „schlauer aussieht“ (Einblicke in Kurtzmans Fielmann-Karriere?) und die Imperatorin weiß sofort, wie sie blinzeln(!!) muss, um die Hologramme zu deaktivieren. – Die im Gegensatz zum Holodoc übrigens so künstlich wirken, dass sich Professor Moriaty (TNG) problemlos zu deren Stammeskönig aufschwingen könnte.

Und nein, wenn man im 30-Sekunden-Takt über so etwas stolpert, ist es kein Nitpicking mehr.

Auch die Bedrohung wirkt wie von der klapprigen Kurtzman-KI zusammengeklöppelt: Die Protein-Krankheit kommt daher, dass vor 1000 Jahren zu viel Müll auf einem Planeten gelagert wurde – was Sarus Crew natürlich weiß. Deswegen sind die Pflanzen dort „mutiert“ und alle Prionen haben sich auf Links gedreht. Was den wild naschenden(!) Alienbesuch bei der Nahrungssuche nicht gestört hat. Vermutlich ist die andere Hälfte an Vogelbeeren verreckt? Nur gut, dass kein Abflussreiniger ohne Kindersicherung rumstand…

Und wieso hat man die Nahrungsstaubsauger vom Planeten „Schlurp“ eigentlich nicht GEFRAGT, wo sie sich vergiftet haben? Sogar Burnham & Co. nehmen nur an, dass es an jenem Ort geschehen sein könnte.

Noch besser ist nur, dass ein Saatgut-Schiff aus dem 23.(!) Jahrhundert rumdümpelt, das bei der Problemlösung helfen kann. Da dieser Kahn so unglaublich wichtig ist, wird dieser gerne mal – in all seiner Winzigkeit – am Arsch der Heide abgesetzt, wo es wehrlos in Ionenstürmen abhängt. Aber gut, in diesem Fall kommt ja alle hundert Jahre mal einer vorbei, um nach der sich ständig drehenden Aufbewahrungskammer im Inneren zu sehen?

, „Star Trek – Discovery“, Kritik zu 3.05, „Die Trying“

„Wenn wir die uralten Original-Samen vom heute verstrahlten Planeten finden, können wir die kranken Alien-Hirne heilen.“ – „So wie damals beim Corona-Virus, als wir eine Fledermaus aus dem Jahre 1565 suchen mussten?“ – Da lacht die Wissenschaft mit Burnhams Tränen: Die Übergänge zwischen den Teil-Storys erfolgt holprig. Aber das ist verständlich, denn es hängt ja noch der Vatertags-Bollerwagen hinten dran.

Angesichts solch kindischer Doofheiten muss ich mich schon fragen, was wir als nächstes an aktuellen Themen bei STD sehen… Aliens, denen auf dem Plastikmüll-Planeten der Prengel abfällt, weil sie zu viel Polypropylen geschlürft haben? Ein altes Kernkraftwerk über dem Klingonischen Indianerfriedhof, der kriegsbereite Zombies ausspuckt? Der Fliegende Holländer, der eine Gruppe abergläubischer Borg in Angst und Schrecken versetzt?

Die eigentliche Handlung beginnt allerdings erst am Ende der Folge. Und innerhalb dieser fängt dann gefühlt alle 5 Minuten eine neue Episode an.

– Das Saatgutschiff wurde völlig von Pflanzen überwuchert. Kein Wunder, es hat ja auch jemand die Tür zum Samen-Lagerraum offen gelassen. Und vermutlich auch die Türen zur Sonnenlicht-Kammer, zum Wasser-Reservoir und zur Blumenerde-Sammlung?

– Eigentlich geht es aber um einen Typen, der beim Beamen versehentlich „außer Phase“ geworfen wurde und nun als irres Schreckgespenst (das verdächtig nach kaputtem Hologramm aussieht?) um seine tote Familie trauert.

, „Star Trek – Discovery“, Kritik zu 3.05, „Die Trying“

„Ich wurde falsch gebeamt. Daher befinde ich mich zur Hälfte in dieser Transporterunfall-Episode mit Geordi und Ro Laren. Und meine andere Hälfte in einem billigen Cyberspace-Film der 90er-Jahre.“ – Bitte laden Sie den neuen Nvidia-Treiber herunter: Der unpassende Effekt macht viel kaputt. Aber gut, man wollte dem Zuschauer optisch was bieten. Vor allem, nachdem minutenlang Michael Burnham zu sehen war.

– Eigentlich geht es aber auch um Nhan (die Powerfrau mit der Atmungs-Zahnspange), die zum ersten Mal wieder Leute ihres Volkes sieht, das immer „viel arbeitet und arm ist“. Zur Steigerung von deren Bruttosozialprodukt geht sie am Ende übrigens von Bord.

– Eigentlich geht es aber darum, den kaputtgebeamten Typen innerhalb von wenigen Sekunden wieder heile zu beamen, damit er mit Burnham so lange um seine Familie weinen kann, bis das Passwort für das Saatgut nach oben gespült wird.

– Eigentlich geht es aber darum, dass der heilegebeamte Typ nicht von Bord möchte, obwohl er nicht nur mental total verstrahlt ist. Hm… Da könnte man glatt ein Drama um den Willen von Patienten… – Ach ne, doch nicht. Da ist ja noch ein weiteres „Eigentlich“ in der Pipeline:

– Eigentlich ging es darum, dass die Discovery innerhalb von 3(!) Stunden die Anti-Prionenkrankheits-Samen holt, um zu beweisen, dass das Schiff total super ist. Und nebenbei Saru zu retten, der nämlich als „Geisel“ zurückbehalten wurde. Hätte ja sein können, dass Captain(!) Burnham 15 Minuten zu spät wiederkommt? – Meine Güte, ist das alles hohl.

– Apropos hohl: Die Imperatorin darf abermals mittels Psychopathen-Gewäsch verbreiten, dass sie ja nur wegen Burnham die Discovery begleitet. Ihre Morde werden auch kurz angesprochen, sind aber nicht mehr so wichtig – angesichts der Tatsache, dass ihre Horror-Dimension von der unseren wegdriftet und daher die gegenseitigen Besuchskontakte eingeschränkt wurden.

, „Star Trek – Discovery“, Kritik zu 3.05, „Die Trying“

„Sie sind jetzt schon so lange unterwegs und morden noch immer gerne. Warum?“ – „Ich denke, ich habe einfach ein … ausnehmendes Wesen. Haha, verstehen sie? Ausnehmend!“ – Grau, schau, wem: Der Dialog mit Dr. Frankensteins Großcousin war eher oberflächlich. Kann aber auch sein, dass Georgiou nur auf seine Blutgerinnungswerte scharf war?

Am Ende gibt’s wieder was aus der Kitsch-Kommune. Frisch rausgepresst aus dem, was vermutlich die letzte Zuschauerbefragung ergeben hat (= „Maaach mahl mehr Stark-Treck rein, so mit ahlten Gevühlen und soo.“)

– Saru erzählt von alten Renaissance-Malern. Und dass die Discovery quasi auch so was sei. Dem harten Admiral leuchtet das ein. Irre, wie er nun mal ist.
– Burnham erfährt von Nhan (die einfach auf dem kaputten Schrottschiff bleibt), wie toll sie ist.
– Nur dank der Discovery kann die Föderation wieder „nach oben“ blicken. Hm… Hängt da etwa schon der Strick zur gepflegten Selbsttötung?

Angeteast werden übrigens noch zwei NEUE Geheimnisse, die mich zwar nicht interessieren (= Burnhams Mudder ist auf Roter Materie durch einen Steinpilz-Wald geritten?), aber hier der Vollständigkeit halber erwähnt werden sollen:

– Die Imperatorin wirkt abwesend und scheint von irgendwas beeinflusst zu sein. (Na dann viel Spaß, bei der Trulla den NEUEN bösen Einfluss vom ALTEN zu separieren)
– An zwei Stellen im Universum summt man das gleiche Lied. (Bin gespannt, wann die Serie die Erfindung von Funkgeräten, Büchern oder Erinnerungen bekannt gibt)

Der „Burn“ ist weiterhin so uninteressant, dass es nur Dutzende Theorien gibt. Von denen man uns nicht mal eine präsentieren möchte, trotz Betteln von Burnham.

Vermutlich hatten die Autoren selber nur eine Idee, die man sich für das Ende aufsparen musste. (= Burnhams Mudder ist auf Blauer Materie durch den Champignon-Wald geritten?)

, „Star Trek – Discovery“, Kritik zu 3.05, „Die Trying“

„Jetzt haben Sie ja gesehen, wie wir arbeiten, Admiral. Wir sollten daher nun über eine feste Mitgliedschaft sprechen.“ – „Ich weiß nicht… Diese ‚Vereinigten Knorkefinder von Discovery‘-Organisation, von der Sie sprachen… Kommen da wirklich keine monatlichen Abogebühren auf uns zu?“


Fazit: Wissenschaftlich und psychologisch besitzt diese Folge in etwa das Volumen von Prionen, die man zu ollem Origami gefaltet hat.

Schlimmer noch als die verqueren Ansichten aller Beteiligten (z.B. Burnham, die Saru seine Seriositäts-Flausen austreibt) ist aber das Durcheinander an Geschichten, Figuren und Lösungen.

Um WAS es hier eigentlich GEHEN soll, erscheint mir schleier- bis schemenhaft. Fast wie der Typ in der „Phase“.

Und wie auf dem Saatgut-Schiff wuchert aus jeder Ecke irgendeine (Story-)Ranke hervor, die dann schnell totgegossen wird, sobald man sich drauf eingelassen hat.

Auf die eher schattenhafte Föderation/Sternenflotte WILL man sich aber gar nicht erst einlassen. – Keine Zivilbevölkerung, keine Politiker, kein Herz, keine Struktur…

Ergo: Kein Like.

Wertung als Trek-Serie:

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM

Wertung als spaßiges Trash-TV:

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM
SPARKS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
Samenstau im Mutara-Nebel, „Star Trek – Discovery“, Kritik zu 3.05, „Die Trying“
HAHAHA! Mein Bauch! Sagt die Tilly zur Raumstation mit Bäume drin einfach… fliegender… *prust*… fliegender Regenwald! Ich schmeiß mich weg.
War das für euch auch die beste Stelle, wo unser sprechender Käsekuchen mit der Dauerwelle diesen Hammergag gemacht hat? Und wie danach die ganze Crew vom Stuhl geflogen ist. Das ist jetzt mein neuer Running Gag, aber echt. Da kommen nicht einmal steinalte Stummfilme auf dem Hangardeck gegen an.

Gnaaah! Bitte, erlöst mich!

Aber auf diesem kleinen Humor-Ausrutscher sollte man natürlich nicht herumreiten. Schließlich bietet man uns gleichzeitig eine simple wie verständliche Geschichte, welche ich sogar mit nur einem Satz zusammenfassen kann:

Nachdem man durch den Trill im Menschendarm nun endlich die Position des geheimen HQ der Föderation entdeckt hat, dessen Schutzschirm von allen Raumschiffen (?) darin aufrecht erhalten wird, wird die Discovery verdächtigt, Teil einer Zeitreise-Fraktion zu sein, weswegen man alle Besatzungsmitglieder erst einmal verhört, darunter auch Georgiou, deren Terraner-Vergangenheit ausgeleuchtet wird, was diese durch schnelles Augenzwinkern aber verhindert, während gleichzeitig eine Rasse von Aliens krank wird, weil diese einfach Nahrung auf einem verstrahlten Planeten gegessen hat, was Michael dazu motiviert, den Ober-Admiral um Erlaubnis zu fragen, für ein Gegenmittel zu einem alten Samen-Depot zu fliegen, wo ein verstrahlter Familienvater seine leider tote Sippe in Cryo-Kammern gesperrt hat, während er selber durch einen, kein Witz, „Sternenrülpser“ in eine andere Phase geschleudert wurde und wie sich herausstellt singt die Familie in alten Aufnahmen die selbe Musik wie der Trill beim Kontrabass spielen und gleichzeitig lockt man den Vater durch Strom-Abschalten aus seinem Versteck damit er sich seinem Schmerz stellen kann, was den Steuermann der Discovery so sehr rührt, dass diese auf dem Samenschiff bleibt und der fliegende Regenwald Spruch war ja wohl Hammer, hömma ey.

Und da sag noch einer, die Geschichten von Star Trek Discovery seien total hirnverbrannt und das Werk eines Wahnsinnigen, der sich höchstwahrscheinlich nach Feierabend mit Kaka einreibt.

Im Ernst, nur EINER sagt das?!

Hier noch einige kurze Gedanken, bevor mir das Hirn aus dem Ohr suppt:

– Woher wusste Imperator Georgiou ohne jeden Aufwand den Zwinker-Cheat-Code der Vehör-Droiden? Muss ich jetzt auch Angst haben, dass sich ein Höhlenmensch in mein Telefon hackt? („Klock halten Aus-Taste gedrückt für Custom-Recovery-Menü zum Image-Flash! Ugh!“)

– Das Rauslocken des Wissenschaftlers war ja ein toller Trick. Strom ausgemacht und zwei (!) Sekunden später wankt er wie in einem Comedy-Sketch ins Bild. Hatte er sich nur eine Decke über den Kopf gezogen, oder wie? („Hihi, könnt mich gar nicht seheeeen!“)

– Pseudo-moralische Dialoge wie „Aber er wird in wenigen Tagen sterben!“ – „Na, und? Nur deswegen ist es keine falsche Entscheidung!“ sorgen für gefährlichen Bluthochdruck. Anscheinend konnte man den guten Samen-Professor nicht behandeln und dann einfach wieder zurückbeamen.

– Dass die Sphere mit der Discovery verschmolzen ist scheint man mit einem Schulterzucken zu akzeptieren. Isso, halt.

– Anscheinend ist der Kontakt zu ehemaligen Föderationswelten abgebrochen, weil das Subspace relay ausgefallen ist. Dies ist so wundervoll vage und nichtssagend, ich kann das tosende Schulterklopfen im Autorenraum schon wieder hören. *telefonleitung nach brüssel durchschneid*

– Das Hauptquartier der Föderation ist höchst aufwändig versteckt und zur selben Zeit das Zentrum einer Regierung von 38 Planeten. Ist etwa Bielefeld die wahre Hauptstadt der EU?
Und was passiert eigentlich, wenn nur EINE Person die Koordinaten verrät? Zum Beispiel ein Trill-Admiral?

– Ist es zu empfehlen, beim großen Pilz-Dreher nicht einmal das Hangardeck zu schließen? („Hupps, da hat es wieder ein paar Shuttles rausgeschleudert. Egaaal!“)

– Hätte das Außenteam nicht einfach mal „Huhuu, einer da!?“ rufen können? Gerade wenn einem bekannt ist, dass sich dort jemand aufhält? ICH schleiche doch auch nicht auf leisen Sohlen in den Bäcker und erschrecke die Verkäuferin.

– Warum fiel es der Discovery im Dingsbumms-Sturm so schwer, während das Samen-Schiff fast 1.000 Jahre dort unbeschädigt (!) rumeierte?

Und mal im Ernst, der Zeitsprung von 1.000 Jahren war eine schlechte Entscheidung und selbst 100 hätten es für die Story auch getan. Der geringe technische sowie gesellschaftliche Unterschied wirkt unglaubwürdig, gerade wenn man nun auch noch auf uralte und anscheinend unendlich haltbare Schiffe aus der Disco-Zeit stößt oder ebend diese sogar nochmal modernisieren will („Paar Spoiler an dein Bambus-Boot und feddich ist!“).

Aber so etwas passiert halt bei so einem (w)irren Geflecht aus Ideen (siehe die Zusammenfassung am Anfang dieses Kastens), welche ohne große Vorausplanung nach dem Motto „Kann man ja später noch erklären“ eingebaut werden. Und wenn so etwas wie Voraussicht tats#chlich angedeutet wird, ist diese meist so vage, dass man sich als Schreiberling erst zur letzten Folge der Staffel etwas (mehr oder weniger) Handfestes ausdenken muss. Dieses Mal halt die große Auflösung, was denn nun „der Burn“ war. (Wehe, das hat mit den Terranern zu tun!)

Fazit: Das Rauswürgen von 37 roten Fäden bildet eine Illusion von „interessanten Geschichten“, welche der Zuschauer bis zum Ende der Folge/Staffel zum größten Teil wieder vergessen haben wird.

Aber es geht halt nur um den großen emotionalen Moment und ob dieser verdient war oder Sinn ergibt ist dabei völlig nebensächlich.
Am Ende war es nur ein Sternenrülpser…

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM

(Mit einem kleinen Bonus für die recht stimmungsvolle Ankunfsszene beim Hauptquartier.
Schade nur, dass ich bei der unscharfen CGI immer kaum etwas erkennen kann vor lauter Filter zum Übertünchen.)


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von Klapowski am 13.11.20 in Star Trek: Discovery

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Kommentare (97)

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  1. jako sagt:

    Der Typ, der space hitler befragt ist übrends Werner Herzog…äh, ich meinte David Cronenberg (ja, der david cronenberg!!!).

  2. Donald D. sagt:

    Und ein Schiff hieß, glaube ich „U.S.S. Nog“. Da hat es der kleine Ferengi in der Sternenflotte wohl noch sehr weit gebracht.
    Zur Folge: ich sehe die Episode nicht ganz so kritisch, wie Klapspark: wenn man den ganzen unlogischen Kram ignoriert, kommt noch eine halbwegs vernünftige Geschichte raus. Es ist zwar auch keine Folge zum Wiederangucken, aber die dritte Staffel ist m.E. bis jetzt nicht ganz so mies wie Staffel 1 und 2. Schade nur, daß die Föderationsschiffe so undeutlich waren. Eine „Voyager – J“ war aber eine hübsche Idee. Ich denke mal, daß sie sich die Enterprise – U (mal sehen, wie weit ich mit dem „U“ danebenliege) für das Finale aufheben.

    • Klapowski sagt:

      Ich finde es sehr interessant (echt jetzt), wie du argumentierst.

      WENN man den unlogischen Kram ignoriert, kommt vermutlich IMMER und überall eine brauchbare Geschichte raus. Die Frage ist halt nur, WARUM man den Quatsch-Kram ignorieren sollte/kann. Und was dann noch eine brauchbare Geschichte ausmacht.

      Was hat dir denn konkret gefallen? Der trauernde Familienvater mit Grafikeffekt statt Charakterzeichnung?

      Lustigerweise sind die konkreten Pluspunkte (nicht nur bei dir) stets das, was für die Macher am einfachsten einzubauen ist:

      – Ein Schiff hieß „Nog“
      – Ein Schiff hieß „Voyager“

      An Stelle der Autoren würde ich mir daher jetzt eine Liste an bekannten Namen/Figuren aufschreiben und in jeder Folge drei davon fallen lassen.

      „Ach, guck! Die ‚USS Sisko‘ trifft gerade auf die ‚USS Worf‘!“
      „Toll. Die tauschen bestimmt ihre Holodoc-Daten aus, während sie auf die ‚USS Neelix‘ warten.“

      Antworten
    • Donald D. sagt:

      @ Klapo: Der trauernde Familienvater war nervig. Und es war auch ein Fehler, den so komisch darzustellen. Ich dachte erst, die Disco-Crew bekommt es mit einem durchgeknallten Hologramm zu tun. Seine Motivation, das Schiff nicht zu verlassen, verstehe ich aber. Ich würde es auch nicht, wenn ich noch einen Funken Hoffnung hätte, meine Familie wieder zum Leben zu erwecken. Ich dachte ja auch: „Ein paar Tage auf der Krankenstation und er wird zurückgeschickt. Aber man kann auch davon ausgehen, daß die Behandlung länger dauert und jemand anderes auf die Pflänzchen aufpassen muß. Insofern ist die Entscheidung des Disco-Crewmitgliedes, an Bord zu bleiben, m. E. recht nachvollziehbar. Auch der Admiral hat mir ganz gut gefallen. Sein offenes Mißtrauen kann ich zumindest verstehen, weil ich auch keine Crew die Tausend Jahre durch die Zeit gereist ist, mit offenen Armen empfangen würde. Dagegen war das mit der Georgiu nur ein Lückenfüller, aber ihr Gegenüber war ganz gut auf Draht.
      Weiterhin finde ich es gut, daß es den Autoren so laaaaaaaaaaaaaaaaangsam gelingt, zumindest ein paar halbwegs brauchbare Geschichten zu erzählen. Verstehe mich nicht falsch, Klapo! Ich halte „Disco“ immer noch für die zweitmieseste „Star Trek“-Serie (die mieseste ist „Picard“), aber ich konnte zumindest in den letzten beiden Episoden die Handlung nachvollziehen. Es gab zwar immer noch Logiklöcher, daß „V’ger“ hätte durchfliegen können, aber die Crew hat wenigstens mal ein wenig so gehandelt, wie es eine Sternenflottencrew tun sollte: sie bekommen einen Auftrag und versuchen ihn zu erfüllen. Ein kleiner Fortschritt im Vergleich zu Staffel 1 & 2, wo ich oft nur kopfschüttelnd dasaß und mir nicht erklären konnte, was da überhaupt vor sich geht. Und was den „Fanservice“ anbelangt: das war jetzt wenigstens einer, den ich erkannt habe und mir gefällt so etwas auch. Die müssen mich jetzt nicht wöchentlich mit einer „U.S.S. PICARD“, „U.S.S. DEFIANT“ usw. bombardieren, aber zumindest die „U.S.S. NOG“ kann man ja dahingehend erklären, daß man auch den Schauspieler ehren wollte, weil der letztes Jahr gestorben war. Hübsche Idee eigentlich. Ich bin vorsichtig optimistisch, daß die Serie jetzt konstant ein wenig besser wird. Mein Liebling wird sie aber auf keinen Fall mehr werden und ob ich sie jemals wieder anschauen werde, bezweifle ich auch.

      Antworten
    • Zuse sagt:

      Jo Klapo – so funzen diese kleinen Krümel.

      Bei mir nicht mehr nach 2 Staffeln.

      Anstatt Spocks Schwester irgend ’ne Schwester einer Einmal-Rolle aus TOS. Das hätten wir alle eher geschluckt. So hatten wir ja auch gewisse Hoffnungen auf (Name vergessen, Frauen-Verschacherer … – Mr. Mudd), die natürlich von Kurtzman optimal enttäuscht wurden.

      Also dieses STD ist kontameniert – also hochgiftig.

      Herzlichen Dank allen Postern, die im Strang der Folge bevor verstanden haben, was ich meinte.

      Antworten
    • Torim2010 sagt:

      Weiterhin finde ich es gut, daß es den Autoren so laaaaaaaaaaaaaaaaangsam gelingt, zumindest ein paar halbwegs brauchbare Geschichten zu erzählen. Was nimmst du für Drogen? Bitte nimm weniger davon das ist nicht gut. Ich blinzele mal in deiner Eigenfrequenz vielleicht stürzt du ja dann auch ab. Würdest du sagen 60 Herz sind wenig? Dann blinzel das mal. Das ist immer noch genau der selbe Mist wie in Staffel 1. Wenn wir was brauchen dann finden wir es. Jeder Sternenflotten Offizier der Versetzt wurde hatte danach ein Trauma oder nur diese Crew? Und noch was das die Crew auch ständig das Universum rettet ist keine gute Story sondern Sch…. Dreck. Die Typen könnten nicht mal einen verlorenen Autoschlüssel wiederfinden.

      Antworten
    • Donald D. sagt:

      @ Torim2010: Ich nehme keine Drogen, ich verticke sie nur. Mußt Du doch eigentlich wissen, weil Du ja mein größter Kunde bist! Wie oft kommst Du vorbei? Einmal pro Woche und das kurz bevor „Disco“ läuft. Ich brauche die Drogen noch nicht und scheine generell z.Zt. mit der Serie besser klarzukommen, als der Rest hier auf der Seite. Klar, ich mache sie ja auch nicht noch schlechter, als sie ist. Ich finde, daß sich die Serie im Vergleich zu Staffel 1 & 2 etwas verbessert hat.

      Antworten
    • Nestroy sagt:

      Ein wahrer Drump (mit D) der da spricht.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      „Auch der Admiral hat mir ganz gut gefallen. Sein offenes Mißtrauen kann ich zumindest verstehen, weil ich auch keine Crew die Tausend Jahre durch die Zeit gereist ist, mit offenen Armen empfangen würde. Dagegen war das mit der Georgiu nur ein Lückenfüller, aber ihr Gegenüber war ganz gut auf Draht.“

      Danke, Donald. Diesen Pluspunkt kann ich sogar nachvollziehen.

      Ich dachte schon, du ziehst dich mit einem „HAHA, ich guck das jetzt irooonisch“ aus der Affaire. Aber gerade zum Ende hin konnte ich den Admiral sogar fast ein bisschen gern haben. Auch wenn er sich etwas zuuu schnell in Saru verliebt hat, weil der mit dem Husch-Husch-Wikipedia-Wissen seiner Autoren um die Ecke kam.

      Was euren Streit um Drogen(?) angeht, will ich mich raushalten. Bei mir zählen nur harte Fakten beim Kampf um die perfekte Meinung. Und so soll es auch bleiben.

      Antworten
    • Donald D. sagt:

      Was ist denn ein Drump? Das Wort habe ich noch nie gehört.

      Antworten
    • Torim2010 sagt:

      Lieber Donaldus man muss an Discovery nichts schlechter machen das schaffen die schon selbst.
      Ich denke mir auch nichts aus ich wiederhole nur was da gesagt wird. Übrigens wenn die Eigenfrequenz der Hologramme wirklich zu erblinzeln wäre würden sie sehr stark ruckeln. Viele würden sagen das ist doch nur eine Kleinigkeit. Ich sage die Autoren haben von nichts eine Ahnung.
      Übrigens das erste was ich von der Folge gesehen habe war diese Kritik. Also wüsste ich nicht warum ich also deine Drogen am Freitag nötig haben würde. Aber wenn ich mir eine ganze Folge ansehen will melde ich mich bei dir. Anders kann man das doch nicht ertragen.

      Antworten
  3. Daniel sagt:

    Moment, du siehst etwa IMMER NOCH über den billigen Fan Service hinweg? So wird das aber nichts mit der Anstellung bei Serienjunkies….

  4. JP1957 sagt:

    nachdem ich nach der ersten folge ausgestiegen war, habe ich mir diese folge angesehen, weil ich wissen wollte, wie die föderation im 31. jahrhundert aussieht.

    was für eine epische geschichte das hätte werden können … ein schiff der sternenflotte bekommt einen eindruck davon, wie die föderation sich über 1000 jahre hinweg entwickelt hat.

    was bekomme ich stattdessen präsentiert: eine story um irgendwelche samen, die von einer vierköpfigen familie bewacht werden.
    was für eine belanglosigkeit.

    was die föderation betrifft: warum zum teufel versteckt das hauptquartier (oder was immer die blase war) sich im all, wenn es 35 mitgliedsplaneten gibt?

    • Torim2010 sagt:

      Über 1000 Jahre entwickelt hat. Epische? Tausend Jahre ist viel zu viel. Schau dir doch einfach mal TOS an wie hat man sich Computer, Androide oder Roboter in der Zukunft vorgestellt? Selbst während TNG lief gab es Veränderungen die man sich so nicht vorstellen konnte. Und hier gibt es eigentlich keine Innovation. Schiffe aus xy aber im Prinzip alles das selbe Schema. Da kommen Dinge vor die kann man sich nicht ausdenken. Ich Blinzle ganz schnell dann stürzt das Programm ab. Oder ich habe eine Brille auf weil ich da Intelligenter mit aussehe. Als ich das hier gelesen hab dachte ich das ist ein Witz. Wenn das als Comedy Serie geplant wäre OK die Witze sind zwar dumm aber von mir aus. Aber das hier soll eine ernste Serie sein?

      Antworten
  5. Knut sagt:

    Ich habe schon die letzten Male nicht mehr eingeschaltet. Wundert mich, dass Genosse Klapowski noch keine Eiterpickel von bekommen hat. Gibt es da irgendeinenen Trick gegen die körperlichen und seelischen Folgen des STD-Konsums?

    Wie kann es eigentlich sein, dass das Samenschiff aus dem 23. Jahrhundert alle Pflanzen der Galaxie an Bord hat? Abseits des Platzproblems bei Abermillionen Welten kann das doch gar nicht stimmen, wenn bis dato erst ein Bruchteil der Galaxie erforscht war.

    Der Phasentyp hat sich all die Zeit von Trauer ernährt und hinter die Bäume geschissen? Die Haarschneidemaschine wurde passenderweise auch außer Phase gebracht?

  6. G.G.Hoffmann sagt:

    Bitte jeder nur einen „Ich bin schon vor x Folgen ausgestiegen“-Kommentar. Danke.

    • Torim2010 sagt:

      Ich bin vor Y Folgen Ausgestiegen und jetzt? Damit haste wohl nicht gerechnet. Ich steige jedesmal aus wenn ich ne Folge länger als 10 Minuten sehe. Scheinbar hat mein Verstand ein Schutzmechanismus entwickelt das wenn er verdummende Inhalte bemerkt diese selbständig Löscht. Ich hab keine Ahnung um was es in diesen 4 Folgen ging oder geht. Ich bin mir nicht mal sicher ob die Leute das wissen die den Mist geschrieben haben.

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    • Serienfan sagt:

      Ich hab gestern nur sechs Stationen geschafft, dann bin ich bei der Schwanthalerhöhe ausgestiegen.

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    • Grimm sagt:

      Also ich gucke es seit dieser Staffel wirklich nicht mehr. Erfreue mich hier aber immer noch an den Reviews und Kommentaren. Aber aufregen tue ich mich nicht mehr, Murksi hat mich jetzt wohl entgültig gebrochen…

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    • Dartsarrow sagt:

      Also ich entwickle gerade mit meinem Toaster, 4 Büroklammern, 17 Bleistifter Härte 2B, einem Blauwal, einem Petunientopf und 23 500-Blatt-Stapeln eine Möglichkeit zum Time-Warp, damit wir alle die Möglichkeit bekommen schon vor der allerersten Folge auszusteigen.
      (Und bin damit was Technik und Physik betrifft immer noch seriöser als…ach, lassen wir das.)

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  7. Vulpe sagt:

    Ich persönlich war nach der Folge einfach nur verwirrt.

  8. schoenerAndi sagt:

    Eigentlich haben sie sich ja mit dem Zeitsprung mehr schlecht als recht aus dem Prequel-Dilemma befreit. Aber das neue unverbrauchte Szenario wird kaum genutzt. Über das historische Setting erfährt man recht wenig und in Sachen Schiffsdesign traut man sich auch nix… ich hab zumindest net viel erkennen können!

  9. Zuse sagt:

    Was wir ja jetzt schon gesehen haben 5 Folgen lang: The Burn!

    Das heißt für den Admiral: Durchdreh-Pilz-Schiff abgreifen.

    Crew einzeln wegschließen und nach UNO-Regeln unserer Zeit Befragen oder halt „echt“ zielgerecht Befragen.

  10. Zuse sagt:

    YEAH!

    Ich hatte gerade einen meiner Bässe um, schaute Richtung Griffhand und sah Leonard Nimoy – Crazy!

    In der Richtung steht meine Glotze.

  11. Zuse sagt:

    Auflösung: Dieses WE werden die 3 Müll-Trtek-Filme gezeigt.

  12. jay_el sagt:

    Ihr habt doch tatsächlich einen großen Punkt vergessen .. unglaublich wie tief das Niveau (oder Nivea?) hier inzwischen ist.

    Die ultra steng geheime superkrasse Pilzschleuder ist doch …geheim.. soo geheim, dass sämtliche Unterlagen gelöscht wurden..inlklusive Metadaten, sogar die Tastaturen auf dem die Berichte geschrieben wurden, wurden zu Kubernetes gepresst.

    Und Heul-Burnham halt direkt so „Ey Alter, wir haben krassen Superantrieb“ .. hmm DAS war ein Verbrechen.

    Ausserdem das Gelaber, dass die Crew/Schiffe geschworen haben der Föderation zu dienen ist grundsätzlich Dünnschiss wie Picard und Kirk zu Hauf bewiesen haben. Sie haben geschworen die Werte zu verteidigen nicht die Institution.

    egal pilz-on !

  13. Pilzwarp sagt:

    Untergegangenes Detail: 930 Jahre später gibt es die Voyager „J“ – jedes Schiff hält also im Schnitt 84 Jahre im Dienst?

    • Klapowski sagt:

      Ich finde es faszinierend (*Augenbraue heb*), welche Logikfehler hier auf den Tisch gebracht werden, während die Drehbücher und Dialoge – auch ohne historische Trek-Betrachtung – in SICH schon keine Logik besitzen.

      So ist es doch z.B. relativ egal, wann und wie die bis „J“ durchgezählt haben. Ich gehe davon aus, dass es dazu keine sklavischen Regeln gibt? Sind ja DEREN Schiffe. („Schnell noch zehn bauen, wir haben noch Namen auf der Liste für dieses Jahr, gaaah!“) Und es kann ja auch mal 100 Jahre keine „Voyager“ oder „Enterprise“ gegeben haben. (Sakrileg?!)

      Ähnlich sehe ich das in Bezug auf jay_els Einwand, dass der Sporenantrieb ja supergeheim sei. Ich glaube, wenn ICH eine sichere Lösung für Fusionskraftwerke erfände, das geheimhalten müsste und DANN in die Zukunft gelangen würde, wäre mir das auch egal. Nach 900 Jahren wissenschaftlichem Dauerschlummer sollte die Gesellschaft dann auch „reif“ sein dafür.

      Schlimmer finde ich es immer, wenn die Drehbuchautoren sich nicht an geschichtliche Details erinnern. Und zwar die aus ihren Schreib-Lehrgängen. Da würde man garantiert lernen, dass es in so einer Folge einen roten Faden geben sollte.

      – Erst geht es darum, dass die Crew sich wehren muss gegen das Aufgeteilt-Werden durch die Föderation
      – Statt das episch weiterzuverfolgen (Verhandlungen, Streiks, aktiver Widerstand), schickt man die Crew zu einem popeligen Standardauftrag, der nur durch ZUFALL etwas härter wird
      – Dann geht es darum, die Trauer in Bezug auf die tote Familie zu überwinden
      – Eigentlich geht es aber nicht darum, weil über die Familie kaum gesprochen wird. Burnham blubbert lediglich runter, was sie SELBST haben will.
      – Um den Transporterunfall und physikalische Abwägungen geht es auch nicht
      – Um die Befindlichkeiten des anscheinend völlig verarmten Volkes, das auf fremden Planeten den Dreck vom Boden lutschen muss, um dann mit High-Tech-Schiffen(?) weiterzufliegen, geht es auch nicht

      DAS ärgert mich dann auch stets mehr als die Details, ob z.B. das Hangartor beim Pilzsprung jetzt offen oder zu war. Ist doch wegen der ganzen Trägheitsdämpfer und Kraftfelder eh Latte?

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    • Grinch1969 sagt:

      Für die Bundeswehr vollkommen normale Dienstzeit. Darum fährt, schwimmt, fliegt oder geht dort ja auch nichts mehr.

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    • G.G.Hoffmann sagt:

      Nun, zum Glück ist diese Seite schon so alt, dass man nicht nur noch original zeitgenössische VOY-Rezensionen aus 2001 findet (damals wurde das gar nicht weltweit zeitgleich ausgestrahlt), sondern auch Revisit-Reviews aus späterer Zeit, die allesamt sagen: Trek war schon immer genauso doof wie heute. Nur eben anders doof. Lieb’s.

      https://www.zukunftia.de/6767/raumschiff-voyager-revisited-episode-7-11-zersplittert/

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    • Klapowski sagt:

      Stimmt schon, gerade Voyager war jetzt nicht deutlich unterhaltsamer (wohl aber intelligenter!) als STD.

      Dennoch denke ich, dass das damalige „Doof“ nicht so schädlich war wie das heutige. Wenn es früher mal ein dämliches Heckenpenner-Volk gab, so war das ja oft nur 30 Minuten lang relevant. Sonderfälle wie die Kazon mal außen vor gelassen…

      Heute hängt ja alles so zusammen, dass man sich noch drei Episoden später ärgern darf, warum der EINE Admiral nun den Standort der Föderation wissen darf. Oder was die ständigen Hirnausfälle, Technik-Sammelaktionen und Andeutungen der Imperatorin zu bedeuten haben.

      Das sind dann so Sachen, die einen noch zwei Jahre SPÄTER ärgern. So wie mich seit zwei Staffeln das ständige Wiedereinführen/Verändern/Umdeuten des Sporenantriebs.

      Dagegen stinkt eine Schlafwagen-Folge mit Chakotay dann doch sehr ab.

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    • Sparkiller sagt:

      „Trek war schon immer genauso doof wie heute.“

      Es gab doofe FOLGEN. Nach „Wem gehört Data?“ kam z.B. direkt „Die Thronfolgerin“ inklusive Monster-Ewok. Da gab es qualitativ eine klare Trennung zwischen SciFi-Autorin und Krimiserien-Schreiberling.

      Wenn dagegen bei Disco die Staffel bereits doof anfängt, kann man durch die wesentlich verklumptere(tm) Entstehungsweise der Drehbücher nicht mehr auf großartige Verbesserungen hoffen.

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    • G.G.Hoffmann sagt:

      Man könnte vielleicht sagen, dass man sich früher um Konsistenz wenigstens bemüht hat, aber dennoch oft genug scheiterte, während heute nicht einmal mehr das Bemühen erkennbar ist, sondern Willkür vorherrscht?

      Aber war vielleicht die Willkür damals nur in langsamem, pseudophilosopischen und -wissenschaftlichen Gequatsche besser verpackt, während einem der Unsinn heute voll auf die Zwölf ohne Filter serviert wird?

      Der Umgang mit Hologrammen war beispielsweise schon immer schmerzhaft. Solange ein Computer lediglich über einen Monitor kommunizierte, kam niemand auf die Idee eines Bewusstseins. Sobald man aber das Programm 3D als Hologramm projezierte, mit einer Mimik und simulierten Gefühlen versah, hielt man es für eine Persönlichkeit. Wobei auch ständig Programm und Projektion verwechselt wurden, getreu dem Motto: „Schalte nicht den Monitor aus, sonst leidet Windows XP…“

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      Ich glaube, man wurde damals einfach ERZOGEN, dass es egal ist, wenn mal was peinlich daherkommt. Seien es nun Riesen-Amöben im All, Minenfelder, die sich endlos selbst replizieren (DS9) oder die etwas seltsame Herangehensweise an Data (grinst ständig; ist zwar Offizier, aber keine Person)…

      Man hat es hingenommen, weil danach alle Figuren ins Besprechungszimmer gerufen wurden und ein seriös erscheinender Mann(-Weib) in die Runde fragte, was man denn jetzt gemeinsam gegen das Problem tun könnte. Und dann gab es halt minutenlange Monologe, denen man gerne zuhörte.

      Gäbe es die auch bei STD, so würde ich die Serie viel wohlwollender betrachten. Alleine wieder das Ende diesmal:

      „Michael, Sie nennen die Crew ‚einen lebenden Organismus‘? Ich schätze Ihre Sichtweise, aber beim Admiral sollten Sie nicht so daherreden.“

      Da komme ich dann schnell an meine Grenzen, was damit gemeint ist. Sie hat doch was GUTES gesagt? Und wird danach ja noch eine Minute weiter gelobt und gehätschelt? Und so was passiert mir halt minütlich bei STD, wo ich mich ernsthaft frage, ob andere Zuschauer/Kritiker sich überhaupt Gedanken machen, WAS da GESAGT wird.

      Stattdessen heißt es: „Toller Auftakt. Man wird bald sehen, wie es weitergeht. Sternenflotte ist ja jetzt etabliert. Tolle Basis für die weitere Staffel. Das wird jetzt weitererzählt. Ein schöner Charaktermoment am Schluss. Ab hier kann es sich nun entwickeln. Das lässt viele Möglichkeiten in alle Richtungen zu. Die Crew wird langsam etabliert. Ab jetzt geht es voran. Man schaut nach vorne. Es sind noch zig Folgen, um alles zu festigen. Man rauft sich ab jetzt zusammen.“

      Auf anderen Webseiten wird mit diesem Geschwafel tatsächlich die ganze „Kritik“ gefüllt, statt mal das Hier & Heute zu besprechen.

      Man wird sehen, wie das weitergeht. Kann nur besser werden. Die Reviewregeln wurden ja jetzt festgelegt… (etc.)

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    • Mario D. sagt:

      „Da würde man garantiert lernen, dass es in so einer Folge einen roten Faden geben sollte.“

      Man kann es sich auch komplizierter machen, als es ist.

      Auf der ersten Ebene geht es darum, dass die Discovery-Crew dazugehören will zur „neuen“ Föderation, weil die Crew sonst niemanden mehr hat und alle darüber vermutlich auch n bisschen betrübt (traurig bis unbewusst traumatisiert) sind. Weswegen sie auch nicht aufgeteilt werden wollen. Nach einem Zeitsprung über 1000 Jahre wohl verständlich.

      Auf der zweiten Ebene spiegelt sich das Thema der ersten Ebene. Die kollektive Trauerbewältigung und Sorge vor dem Verlassensein wird da noch mal bei der Familie und bei Nhans Story etwas konkreter.

      Das ist der rote Faden, der soweit wohl nicht so schwierig ist. Alles andere ist nur Mittel zum Zweck; sie hätten jede beliebige Mission angenommen, um zu beweisen, dass sie nützlich und vertrauenswürdig sind, damit sie hoffentlich in den Schoß der Sternenflotte zurückkehren dürfen.

      Das große inhaltliche Problem von Discovery ist nach wie vor, dass die Serie nicht weiß, was sie sein will. Die 3. Staffel sehe ich daher bisher auch als Eingeständnis des vorigen Scheiterns. Man hat bemerkt, dass man keine großen überzeugenden Handlungsbögen hinkriegt und bringt die Serie jetzt in eine Position, wo es eine „Planet der Woche“-Struktur gibt. Die kann trotz aller Logiklücken unterhaltsam sein.

      Das große Problem von Star Trek insgesamt aber ist, dass die freundliche pastellfarbene heile-Welt-Utopie aus TNG nur eine kurze Phase der Föderationsgeschichte war. Schon DS9, teilweise Voyager und Enterprise hatten das durchblicken lassen, und leider wird es immer schlimmer. Keine der Serien zeigt eine Zukunft, in der man leben will oder die als positives Vorbild taugt.

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    • Torim2010 sagt:

      Mir geht das früher war es genauso doof tierisch auf die Nerven
      Ja es gab dämliches aber nicht in diesem Ausmaß.
      Aber das ist auch vollkommen egal.
      Es geht auch nicht darum die negativ Punkte miteinander zu vergleichen. Ich konnte früher Folgen ansehen ohne mich zu Fragen: Was hast du da wieder für einen Scheiß gesehen?
      Und in New Trek hat es davon nicht eine Folge gegeben. 1. Folge Disco OK laufen wir mal ein riesiges Star Trek Symbol während eines Sturms in den Sand.
      Früher wurden ja auch immer Leute im Raumanzug durch den Weltraum geschossen. Früher hätte man ein Shuttle benutzt.
      Früher hat man selbst Lösungen gesucht und an diesen gearbeitet. Heute finden die diese wie durch Zauberhand oder irgendeiner hat irgendwelche Superkräfte die einem gerade helfen.

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    • Klapowski sagt:

      @ Mario D.:

      „Auf der zweiten Ebene spiegelt sich das Thema der ersten Ebene. Die kollektive Trauerbewältigung und Sorge vor dem Verlassensein wird da noch mal bei der Familie und bei Nhans Story etwas konkreter.“

      Da gebe ich dir einen (halben) Punkt. „Irgendwas mit Familie/Verlassensein“ ist schon irgendwie das Thema der Folge. Wobei das aber so schwammig daherkommt, dass man – wenn man der Serie Böses wollte – das auch für einen Zufall halten könnte.

      Dass ich der Serie den „Roten Faden“ so selten zubillige, liegt aber auch daran, dass man diesen oft erst auf den letzten Minuten einfügt.

      Nahn vermisst ihre Leute ja erst ab der Mitte oder dem Ende dieser Episode, nachdem man sich schon beim großen Hologramm-Familienkino sattgesehen hat. So wie die Robotertante damals, die kurz vor ihrem Ableben noch schnell eine Backstory bekam.

      Anders gesagt: Wenn es in der nächsten Folge um einen bösartigen Alien-Papa gehen würde, würde man vermutlich noch 15 Minuten vor Schluss enthüllen, dass Tilly von ihrem Daddy geschlagen wurde. Das kann man natürlich machen, wirkt aber nicht wie ein rundes Bearbeiten von Themen.

      Wenn dann noch wild irgendwelche Piraten, Organisationen, Mafiabanden, Vermittler und Rassen eingeflochten werden, wie es in den letzten fünf Folgen der Fall war, ist die Frage, WAS jetzt konkret erzählt werden soll, für mich weiterhin relevant.

      Antworten
    • Donald D. sagt:

      „Untergegangenes Detail: 930 Jahre später gibt es die Voyager „J“ – jedes Schiff hält also im Schnitt 84 Jahre im Dienst?“
      Das ist Sternenflotten-Grundwissen: Jedes Sternenflotten-Schiff, spätestens seit „TNG“, wird so konstruiert, daß es theoretisch eine Dienstzeit von 100 Jahren bewältigen kann. (Quelle: U.S.S. Enterprise NCC-1701-D – Das technische Handbuch“). Insofern ist eine „Voyager – J“ gar nicht mal so falsch.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      „Stimmt schon, gerade Voyager war jetzt nicht deutlich unterhaltsamer als STD.“

      Dem möchte ich aber massiv widersprechen.

      Inhaltlich ist Voy von STD gar nicht so weit entfernt, auch die Einführung von Bösewichtern war ein (nicht wirklich funktionierender) Trend in Voy. Eine Szene wie die folgende wäre daher gut möglich in STD.

      https://youtu.be/o98ULd9T0tk

      Die Szene ist thematisch banal, schauspielerisch leicht überzogen und inhaltlich wenig originell. Dennoch ist diese Szene fesselnder als alles, was ich je in STD sah. Bei STD haben die Autoren so wenig Vertrauen in ihre Welt, ihre Figuren und ihre Themen, dass sie geradezu verzweifelt versuchen, mit allerlei Budenzauber abzulenken, wodurch sie jegliche denkbare Spannung permanent im Keim ersticken.

      Antworten
  14. FordPrefect sagt:

    Das Heiligtum Sternenflotte wurde gefunden und ihm wurde auch gleich mit angemessener würde gehuldigt…
    Mein Gott dieses Gestaunte war einfach unerträglich.

    Nebenbei wurde endliche diese lästige Unterscheidung von Föderation und Sternenflotte eliminiert. Es sind halt schwere Zeiten, kann man nix machen.

    Und noch ein schöner Mittelfinger an alle die das $Probleme mit $Tech lösen geliebt haben. Man hat richtig das „ARE YOU NOT ENTERTAINED?!!“ der Autoren rausgehört als sie irgendwie diese dysfunktionale Dynamik im „Maschinenraum“ dargestellt haben. Aber hey, wir sind ja Selbst-referenziell und ironisch, weil wir aussprechen, dass wir Dysfunktional sind haahahaaa…

  15. Nestroy sagt:

    Wieso sind in New trek eigentlich ALLE Sternenflottenoffiziere immer sowas von arschig und schlecht drauf?? Das begann schon in Staffel 1 von Discovery, ging weiter über auf die Picard-Serie und jetzt sogar ein Jahrtausend später blicken immer noch alle durch die Gegend, als ob sie überhaupt keinen Spaß an ihrer Arbeit hätten und am liebsten woanders wären und natürlich ihre Kollegen schlecht bzw. arrogant behandeln. Wo ist das Miteinander und der Zusammenhalt hin?

    Und diese Lösung mit der Sternenflotte ist ja mal ausgesprochen dämlich. Das ist ein riesengroßes Gebilde mitten im All, schön und gut, dass es einen Tarnschirm besitzt, aber wenn man von diesem einfach die KOORDINATEN weitergibt ist der Standort ja erst wieder verraten? Außerdem fliegen dort regelmäßig alle möglichen Sternenflottenschiffe ein und aus und wenn andere Planeten Kontakt mit der Föderation aufnehmen wollen werden die sich ja auch zwangsweise an die Regierung direkt wenden müssen? Also den Sinn hab ich doch noch nicht so ganz verstanden warum genau sich die Föderation jetzt verstecken muss…

    Außerdem wenn Föderation und Sternenflotte jetzt ein und dasselbe sind, heißt das nicht dann, dass sie jetzt eine Militärdiktatur ist? Wie sollte man sich diese Verquickung denn sonst vorstellen können? Ob die Autoren daran schon mal gedacht haben? Welchen Sinn hat es eigentlich die politische Regierung mit dem Militär organisatorisch zu vereinigen? Hätte die Sternenflotte nicht auch getrennt als eigene Institution weiter ihren Job machen können? Die haben doch im Grunde nichts mit dem Alltagsgeschäft der zivilen Regierung zu tun in der Erfüllung ihres Auftrags des All-erforschens und Föderationverteidigens? Sinn ergebe das wie gesagt nur in Form einer Militärdiktatur..

    Und dieses ständige Heulen wegen der ausgefallenen Langstreckenkommunikation finde ich nun mal wirklich lächerlich. Wenn euch die so sehr wichtig ist, dann schickt doch Deepspacemissionen bzw. Schläferschiffe zu den einzelnen Relais und repariert sie! Und wenn einzelne Trupps deswegen jetzt Monate, oder gar Jahre unterwegs sein sollten, das wäre es ja augenscheinlich wert angesichts dessen, dass auf diesem Thema der fehlenden Kommunikation ständig rumgeritten wird…

    • FordPrefect sagt:

      Oh Gott ich fürchte, dass nächste Woche dann die Disco durch den Quadranten hüpfen wird und fleißig Bojen verteilt, weil konnte ja kein anderer machen…

      Antworten
    • Pilzwarp sagt:

      Das schlimmste ist doch eh dieser „Erstkontakt“…

      Saru: „Ja, fliegt mal rein, wir werden erwartet!!!“ – Aha, echt jetzt? Woher?
      Sekunden später werden sie ja erst gescannt um dann zu wissen, wer da überhaupt an Board ist.
      Wer hat sich also wann wie vorher angekündigt?

      Boah guck mal da passend tausend Leute rein! NEIN, ZWEITAUSEND!! *angebwasichweiss* (Level: Kindergarten)

      Da ist die Voyager J – ist das die 10. Generation!? Tilly, Mathe gut, aber Alphabet klemmt oder was…

      Was dieses Scoutschiff wohl für eine Reichweite hat?! Ohne Warpantrieb wohl keine große, Schatz…

      Neee jetzt, echt, eine neue Constitution-Class? Nur 900 Jahre später? Leck mich fett, sind das hier krasse Ingenieure…

      Und gut, dass die uralte Discovery auch exakt scannen kann, woraus die anderen Schiffshüllen bestehen…

      Und nach diesen Beispielen sind gerade mal 3 Minuten Screentime um…

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      Ihr habt alle recht. Und ich habe sogar eine Lösung für all die (gefühlt) komischen Weltraumelemente: Der Serie fehlt einfach mal der Mut zur Langsamkeit.

      Man würde viel mehr erreichen, wenn man bestimmte Weltraumeinstellungen einfach mal dreimal so lange zeigen würde. Der einzige Nachteil wäre zwar, dass sich die Grafiker ein paar neue Filter zulegen müssten (zum Verschleiern der Schwamm-Texturen), aber das würde ich in Kauf nehmen.

      Schon wüsste ich, dass da wirklich Leute am Antrieb kurbeln müssen, dass die Dinger schwergängig und verletztlich sind, dass all die behaupteten Gefahren auch wirklich REAL sind. Wie die Schiffe heißen und wie lange sie im Einsatz sind, wird uns allen dann nämlich schnell strunzegal.

      Schon hätte man das Gefühl, dass alles viel weiter auseinander liegt, man im All einsam ist und die Warptechnologie wirklich aus den letzten Warplöchern pfeift.

      Weitere Maßnahmen:

      – Einfach immer die Zeiteinheiten aufrunden! 3 Tage“ statt 3 „Stunden“, „2 Wochen“ statt „2 Tage“. Das wirkt seriöser und aufgeräumter. Dazwischen einfach die doofen Dialoge zeigen, die JETZT auch schon eingeflochten sind – FERTIG!

      – Einfach mal ab und zu einen Satz wie „Wir brauchen 10 Stunden für die Reparatur“ einbauen. Man muss es nicht mal zeigen.

      – Einfach mal eine verkohlte Warpspule auf den Tisch im Hintergrund legen.

      – Einfach mal den Hauptbildschirm eines Schiffes zeigen, das sich mit Unter-Warp zwischen zwei Monden entlangschleichen muss. Am besten noch mit einem niederfrequenten Brummen, das für das Unterbewusstsein des Zuschauers verdächtig nach Schnarchen klingt.

      Schon wären viele der Schwächen erledigt – bei fast gleichbleibenden Wahnsinns-Dialogen! Das mag zwar genial und revolutionär klingen, aber – ganz ehrlich – habt ihr von MIR etwa was anderes erwartet?

      (*mit Burnham-Maske in der Nacht verschwind*)

      Antworten
  16. Ekim sagt:

    Ich sehe mcih tatsächlich motiviert einen Kommentar zu schreiben. Bisher war ich immer nur stummer leser, der mal mehr, mal weniger der Kritik zustimmt.

    Grundsätzlich muss ich zugeben, dass mir Staffel 3 bisher gut gefällt. Auf einer Notenskala von 1-6 wird es insgesamt eine 3+. Das ist eine große Steigerung, wenn man bedenkt, dass Staffel 1 und 2 bisher mit einer 5 weggekommen sind und es bei Picard auch nur für eine 3 gereicht hat. Einzig Lower Decks kommt mit einer 2+ bei mir besser weg, wenn es um Kurtzman-Trek geht.

    Klapo du erwähnst immer wieder die vielen Logiklöcher und das manche Dinge nicht sauber und komplett ausgearbeitet wurden. Damit hast du völlig recht. ABER, und bitte nicht persönlich nehmen … Wie mir Das Buch 1 von dir selber gezeigt hat, kann man auch eine Geschichte mit Details zu sehr überhäufen, was dazu führt, dass nach viel Geschichte, wenig Handlung vorhanden ist. Es muss ein gesundes Mittelmaß her. Während man in Staffel 1 und 2 pro Episode gefühlt 10 Handlungsstränge genommen hat, ist man mittlerweile auf vielleicht 2 oder 3 HAndlungsstränge runtergegangen. Und die werden mitlerweile so verpackt, dass ich sie tatsächlich sogar alleinstehend betrachten würde.

    Mein primärer Kritikpunkt bei Discovery war bisher tatsächlich folgendes:

    1. Brennschinken brennt in meinen Augen und löst eine posttraumatische Burnham Störung aus, welche sich auf auf mein Walking-Dead-Watch-Verhalten ausgewirkt hat.
    2. Die Episoden waren, bis auf ganz wenige Ausnahmen, nicht dazu geeignet sie losgelöst vom Rest zu sehen.
    3. Das Schiff ist hässlich, Klingonen sind hässlich usw. ist hässlich
    4. Die Handlung ist viel zu schnell. Nach Staffel 2 hatte ich das Gefühl, dass seit Staffel 1 Episode 1 nur 2 Wochen Zeit vergangen sind. Da passiert zu viel in zu kurzer Zeit.
    5. Der Sporenantrieb nervt. Wie heißt es so schön: Der Weg ist das Ziel. Ich bin durchaus der Meinung, dass das Reisen mit Warp viel zu bieten hat. Wie sagte es der eine Frachtercaptain in Archerprise so schön: „Wären die Schiffe schneller, könnten wir den Trip nicht genießen.“

    Kritikpunkte 1 und 5 sind noch vorhanden, aber der Rest ist, was Staffel 2 anbelangt viel besser geworden. Punkt 4, ist bisher leider auch nur bedingt behoben worden. Und ich finde, dass sollte man honorieren.

    Okey, die Disco ist immernoch hässlich. Was soll der ständig offene Hangar? :O Was ne Fehlkonstruktion. KOmmt ja zum Glück nie vor, dass ein Raumschiff mal komplett ohne Energie dasteht. Folgender Dialog ist da vorprogrammiert:

    Commander: „Captain, Captain! Es gibt einen Energieausfall auf dem Ganzen Schiff!“
    Captain: „Verdammt. Sagen Sie schnell der Hangarcrew bescheid, Commander!“
    Commander: „Zu spät. Das KRaftfeld ist aus. Es wurden durch den Druckausgleich alle getötet.“
    Captain: „Nicht schon wieder. Das sind doch extra keine Redshirts. Verdammt, fügen Sie der nächsten Personalanforderung den üblichen passus: ‚Neue Hangarcrew‘ hinzu“

    Auch gefallen mir die Designs der neuen FED und den 32 Jhd überhaput nicht. Also ganz gar nicht. Da gibt es kein bissel Merchendise-Wert für mich als alter Raumschiff-Sammler.

    Aber der Rest passt ganz gut. Saru gefällt mir immer mehr. Es gibt wesentlich mehr Crew-Dynamik wodurch ich langsam anfange sympathien zu entwickeln. Die Folgen haben eine weitestgehend abgeschlossene Handlung. Hier und da bräuchte die Story feinschliff, aber es ist bei weitem Keine Vollkatastrophe mehr im Vergleich zu den vorherigen Jahren. Auch das muss man durchaus berücksichtigen. Daher finde ich die Bewertungen aktuell hier etwas zu hart.

    Außerdem: Ich mache aktuell selber meinen 100sten Star Trek-Rewatch nach Timeline. Und dabei stoße ich jetzt auf Folgen, die habe ich vorher immer eher als sinnlos und langweilig angesehen. Doch die eine oder andere Folge hat jetzt beim erneuten rewatch, plötzlich auch positive Aspekte gehabt, die ich vorher nicht gesehen habe. Auch weil ich ggf. voreingenommen war.

    Natürlich ist nicht alles Butter, aber aktuell ist es akzeptabel. Wenns so weitergeht könnte der Star Trek-Fluch (Die ersten beiden Staffeln sind immer Müll, ehe es mit Staffel 3 besser wird) auch für Disco gelten.

    Klapo, du darfst mich gerne zerpflücken :P

    • Torim2010 sagt:

      Saru gefällt mir ganz gut.
      Hat der nicht Gesagt das Speed Tilly die beste für einen Erstkontakt wäre?
      Als überflüssigster Charakter bleibt er freiwillig während der Mission bei der bösen Föderation.
      Er wird es bitter büßen wenn sie nicht in was auch immer zurück kommen.
      Das mit dem Rewatch kann ich Bestätigen nach Discovery finde ich Kes und Neelix überhaupt nicht mehr nervend.
      Das sich hier irgendwas verbessert halte ich für ein Gerücht und auch inhaltlich Falsch.
      Ich bin auch fest davon überzeugt das es auch nicht gewollt ist was zu verbessern.

      Antworten
  17. Nummer 6 sagt:

    Ich empfand die Episode weit überdurchschnittlich für Discovery-Verhältnisse.
    Überfrachtet wie immer, aber nicht so haarsträubend grenzdebil, woke und mies gespielt wie sonst.
    Am Schluss bekam ich fast feuchte Augen der Rührung, wo ich sonst schon mit dem Kopf über
    der Schüssel hänge.
    2,5 Sterne

  18. Anonymus (Bosch) sagt:

    Wie kommt es eigentlich, dass nirgendwo einer mal lobend erwähnt, dass die jetzt freiwillig abgerauschte Steuerfrau tatsächlich mal einem Volk entspringt, dass korrekt aus dem echten Star Trek Universum kopiert wurde… Die Barzaner kennt man doch noch aus der 3. Staffel TNG, wo sie ihr olles Wurmloch verscherbeln wollten, dass dann doch nur dazu taugt, mit nervigen Ferengis die Voyager zu beschießen.
    Die hatten sogar schon die Zahnspangen! Irgend ein Fan muss nachts in Kurtzmans Büro eingebrochen sein und „BARZAAAAN!!!“ ins Script gekritzelt haben („Rosebud“?)…

    Grüße,
    Anonymus (Bosch)

    • Nestroy sagt:

      Nachdem sie es noch nicht einmal geschafft haben die Menschen(!!) des 23. Star Trek-Jahrhunderts und deren Technologie richtig darzustellen, muss man ihnen das mit den Barzanern wirklich fast schon als Pluspunkt verbuchen.

      Antworten
    • Sparkiller sagt:

      Bin immer wieder etwas erstaunt, wenn das Greifen in den ollen Star Trek Fundus als großes literarisches Meisterstück angesehen wird.

      Dabei muss man sich als Autor doch nur diesen Link hier in die Favoriten packen und die Anspielungen schreiben sich von selbst:

      https://memory-alpha.fandom.com/de/wiki/Spezial:Random

      Kann man ja direkt mal selbst ausprobieren:

      „Ha! Auf der Karte im Hintergrund wurde Sektor 30 aus der ersten TNG-Staffel gezeigt! Die kennen ihre Trek-Geschichte aber!“

      „Hui! Diese Folge spielt im Dopa-System! Das kam doch in der einen cardassiaschen Folge von DS9 schon vor! Pluspunkte an die Autoren!“

      „Mensch, habt ihr das auch gemerkt? Die Discovery kam in eine Ionenturbulenz wie das Shuttle Cochrane bei Star Trek Voyagers „Tag der Ehre“! Nettes Detail!“

      „Eines der Aliens wollte Burnham zu Tsunkatse herausfordern! Das ist doch diese Delta Quadrant Sportart aus der gleichnamigen und besten Voyager Folge wo gibt!

      „Boah, das fremde Raumschiff war aus Riddinite! Wie das Gebäude des Albinos aus „Der Blutschwur“ von DS9!!“

      Etc.

      Antworten
  19. Kazairl sagt:

    DSC bleibt eine Möchtegern-ST-Serie, die nur dank Nostalgie ST-Feeling aufkommen lässt. Die beste Folge von DSC ist schlechter geschrieben als die schlechteste Folge VOY.

    • Torim2010 sagt:

      Das sag ich ja auch immer.

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    • Kazairl sagt:

      Ich rewatche gerade VOY und im Vergleich zu DSC ist die qualitätsmäßig so hoch angesiedelt, dass DSC dagegen einfach nur verlieren kann. Selbst so eine Folge wie „Das Holo-Syndrom“ mit einer ganz banalen Story weiß zu unterhalten und bietet wunderbares Character Development für eine Figur, die eigentlich nur eine Nebenfigur ist, einem aber schnell ans Herz wächst. So etwas schafft DSC nicht einmal in den besten Folgen.

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    • Torim2010 sagt:

      So langsam wirst du mir unheimlich. Ich mach das selbe bin gerade bei S3 F5 Das Wurmloch.

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    • Kazairl sagt:

      Bin Bei Elogium, die wohl erste Folge von VOY, die an DSC Niveau heranreicht, mehr aber auch nicht. Ja, die Folge ist eher durchschnittlich, aber die Figuren machen sie im Gegensatz zu DSC ertragbar. Überhaupt finde ich, dass VOY die beste der ST-Serien ist. Ich mag einfach diese Crew und wie sie miteiander interagiert.

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    • Torim2010 sagt:

      Ich bin der Meinung das man in Voy das Ziel hatte wieder mehr Star Trek zu zeigen wie man es in TNG gesehen hat. Die Folge in der Harry und Tom im Gefängnis landen. Anstatt sich alles mit Gewalt zu holen wird erst mal ein anderer Weg gesucht. Erst nachdem man ihre Unschuld feststellt und sie dennoch nicht freigelassen werden nutzen sie Gewalt. Und das nur um die zwei zu befreien. Am Ende der Dialog der zwei ich erinnere mich daran das sie sagten dieser Mann ist mein Freund niemand rührt ihn an. Ja der ist sehr kitschig aber das ist genau das was mir jetzt komplett fehlt. Ja auf der Disco sind alle beste Freunde aber warum?
      Übrigens ist es die Folge S3 F3 das Hochsicherheitsgefängnis in der mehrere andere Energiequellen aufgelistet werden die nicht direkt aus Dilithium bestehen.
      Meine Lieblings Serie wird immer TNG sein aber Voy ist bei mir definitiv viel zu schlecht weg gekommen. Gerade Discovery und PicaPu zeigen das sehr deutlich und ich genieße es gerade nochmal echtes Star Trek zu sehen.

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    • Torim2010 sagt:

      PS gerade bei der Folge das Hochsicherheitsgefängnis bin ich der Meinung das man gewisse Dinge besser hätte ausarbeiten können. Aber für mich ist das OK ich bin bereit schon mal ein Auge zuzudrücken. Aber ein Massenmörder in einer Star Trek Crew, Gewalt vor Diplomatie, keinerlei Wissenschaftliche Zusammenhänge, Technik wird nur noch benutzt um von A nach B zu kommen und und und.
      Das ist einfach viel zu viel.

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    • Kazairl sagt:

      Also das Einzige, was ich VOY wirklich als Negativpunkt ankreiden kann, ist eine zu repetive Themenauswahl. Vor allem bei Nebeln und Energiekreaturen und Zeitreisen hat es die Serie etwas übertrieben. Diese Themen kommen einfach zu oft vor. Ansonsten wüsste ich nicht wirklich, was ich bei der Serie negativ benennen könnte.

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    • Grinch1969 sagt:

      Mir persönlich war das einfach zuviel „Schiff und Monster der Woche“. Da habe ich gerade am Anfang deutlich mehr Auseinandersetzung zwischen beiden Schiffsmannschaften erwartet. Vor allem weil ein Teil der Besatzung ja zum Tragen der Sternenflottenuniform gezwungen wurde. Und später war es halt nur noch von A nach B kommen. Für mich deutlich die schwächste ST Serie aber noch weit vor STD und diesem Picdingens.

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  20. Tankcrusader sagt:

    Mir wurde diese Seite wärmstens empfohlen, um Meinungen zu Bilden, und bin wirklich erstaunt mit wie viel Energie,Herzblut und Ausdauer hier geschrieben wird….ich staune und gratuliere!
    Das man sich einer Serie so annehmen kann wusste ich nicht, der eine oder andere wäre lieber Drehbuchautor geworden, dann wären die Folgen vielleicht erträglicher? Ich für meinen Teil finde Disco unterhaltsam, Analysiere diese nicht zu Tode….es gibt weit aus „blöderes“ Serienfutter in unserer TV Landschaft.

    • Torim2010 sagt:

      Ein Kollege hat heute etwas Ähnliches gesagt. Er hätte aufgegeben irgendwas zu hinterfragen und einfach nur geschaut.
      Er hätte sich ganz gut unterhalten gefühlt.
      Ich muss gestehen das ich diese Aussage nicht verstehe. Mir hat es doch früher schon immensen Spaß gemacht über die Folgen nachzudenken.
      Ja es gab einige Folgen über die ich mich geärgert habe.
      Aber bei New Trek ärgere ich mich nur.
      Vielleicht kann mir ja mal jemand erklären was sie genau an Discovery so unterhaltsam finden.

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    • Kazairl sagt:

      Ich frag mich, ob es das Effekt-Geheische ist, das interessant sein soll, die unnötige Action, der überbordende Fanservice, die enorm hirnlosen Charaktere oder Burnham selbst, die sich als Zentrum der Serie sieht. Positives finde ich kaum.

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    • Serienfan sagt:

      Wie tief sind wir eigentlich gesunken?

      Bei jedem zweiten Kommentar auf Serienjunkies.de zu „The Mandalorian“ lese ich inzwischen: „Ich will ja auch gar nichts Tiefsinniges.“

      Als ob irgendwer was „Tiefsinniges“ gefordert hätte!

      Wie konnte es so weit kommen?

      Es kommt mir so vor als wäre es gestern gewesen, als man Streaming-Serien wegen ihrer qualitativen Überlegenheit bejubelte. Jetzt gilt das Gegenteil. Wer heute auch nur das Durchschnittsniveau von „Star Trek: Voyager“ einfordert, gilt als überanspruchsvoller Spielverderber.

      Das Benennen offensichtlichster Drehbuchschwächen wird dann als „zu Tode analysieren“ bezeichnet, was immer das heißen soll.

      Aber gut: Wenn irgendwo angebranntes Essen serviert wird, gibt es immer irgendwen, der meist nicht ohne Stolz verkündet: „Also, mir schmeckt’s.“ Und schon ist der Nörgler der Übeltäter. Was ist er auch so überheblich, unangebranntes Essen zu fordern?

      Es soll ja letztendlich ohnehin nur satt machen. Und diesen Zweck erfüllt angebranntes Essen doch genauso.

      Ich sage: Nein! Ich will nicht nur satt werden. Das bin ich meist eh viel zu schnell.

      „Star Trek“ hat man sich schon früher nicht angesehen, um „nur“ unterhalten zu werden. Man wollte „gut“ unterhalten werden. Und man wurde es in vielen Fällen.

      Warum sollte ich mich ausgerechnet heute, wo man auf gute Unterhaltung nahezu unbegrenzten Zugriff hat, mit weniger zufrieden geben?

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    • Dartsarrow sagt:

      Wir sind gar nicht gesunken.
      Das Biedermeier ist einfach aus dem schweren Wohnzimmersessel in den Bildschirm geschoben worden.
      Man will Vorhersehbarkeit, jedoch nicht im Sinn von Nachvollziehbarkeit sondern ewige Wiederholung des bereits Bekannten. Und das erreicht man durch maximale Simplifizierung. Statt charakterformenden Dialogen gibt es dann halt hingerotzte Halbsätze, bei denen sich mittlerweile selbst die Tagesschau für die Wortkürze schämen würde. Und auf die mit noch schnoddrigeren Viertelsätzen/ Doppelwörtern geantwortet wird. Statt Technobabbel, dass zumindest versucht Physik zu emulieren, gibt es nur noch Ich-bin-völlig-irre-und-habe-diese-Motorkettensäge-nur-so-dabei-Gnihihihi-Tilly und was auch immer sie da versucht als Naturwissenschaft zu interpretieren. Und selbstverständlich vorhersehbar in schnoddrigen Viertelsätzen in die Konsole gecringt. Statt Inhalt Burnham. Immer nur Burnham. Statt der Frage, wie eine Gesellschaft der Zukunft aussehen könnte und welche Antworten sie auf unsere Probleme gefunden haben könnte – welche Probleme sich wiederum aus diesen Antworten ergeben – stattdessen einfach Regierung und Militär in eins kippen (und nicht hinterfragen) und demnächst Burnham fragen, ob sie nicht neben all ihrer Omnipotenz und -präsenz noch ein wenig Zeit hätte, neuer deutscher Kaiser…äh, Föderationspräsidentenadmiral zu werden. Wer sollte es sonst können?

      Hauptsache Stabilität im Bildschirm. Dass das nur ein Kartenhaus ist, welches so instabil von Kurtzman und Konsorten zusammengeleimt wurde, dass man es lieber in der abgedunkelsten Ecke des Gehirns rumlungern lässt. Denn der geringste Photon hätte bereits einen ausreichenden Lichtdruck um alles zum Einstürzen zu bringen.

      Gesunken ist nichts und niemand. Weil niemand sich mehr mit der Komplexität der Dinge und Menschen auseinandersetzen will, hat man lieder das Konstrukt Star Trek nach unten in die Antiintellektualität gedrückt. Dann kann man an der Simplifizierung die Seele beruhigen.
      Biedermeier eben.

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    • FordPrefect sagt:

      Ja ich habe auch gehofft, dass viel mehr Qualität beim Streaming kommt um sich von der Konkurrenz ab zusetzten, aber das Gegenteil ist der Fall.
      Das Problem ist, dass die Masse das Geld macht und nicht die Leute die Anspruch suchen.

      Netflix hat gemerkt, dass es besser ist 3 Serien mit 10 Folgen und maximal 3 Staffeln zur Produzieren als eine Serie mit mehr Folgen und mehr Staffeln.
      Das Bewertungssystem von Sterne wurde auf Daumen Hoch oder Runter Reduziert, es gibt keine Differenzierung mehr. Entweder die Serie kommt gut an oder nicht PUNKT. Das führt dazu, dass auf bekanntes und un-kontroverses gesetzt wird, blos keine Experimente.
      Netflix hat ja nicht umsonst 37 Kochshows.

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    • Serienfan sagt:

      Ihr solltet in die Politik gehen!

      Klar doch. Nicht die Serienmacher sind schuld, wenn immer mehr Schrott produziert wird. Schuld ist die so furchtbar anspruchslose „Biedermeier-Masse“, die angeblich nur Schrott will.

      Seltsam ist nur: Wieso lässt dann das Interesse dieser „Masse“ bei Serien meist recht eindeutig nach, sobald diese Serien dümmer und qualitativ schlechter werden?

      Nach Eurer These hätten Serien wie „Der Denver-Clan“ oder „Dallas“ auf absolutem Quotenhöhepunkt enden müssen, denn von der inhaltlichen Qualität der anfänglichen Staffeln (und ja, die gab es, man vergisst das nur gerne angesichts des Schwachsinns, der später kam) war am Ende nichts mehr zu finden. Der geistlose Blödsinn der späteren Staffeln hätte der anspruchslosen „Masse“ doch gefallen müssen.

      Wieso waren Serien wie „Six Feet Under“ oder „Breaking Bad“ auf Streaming-Diensten echte Quoten-Hits? Wegen der sich für sinnlosen Dünnpfiff begeisternden „Masse“?

      Ich weiß, es ist ein erhebendes Gefühl, auf die angeblich so dumme „Masse“ herabzusehen. Aber es war die „Masse“, die als erstes die Genialität der Beatles erkannte, es waren nicht die anspruchsvollen Kritiker.

      Star Trek war auf seinem qualitativem Höhepunkt ein Massenphänomen. Und ja: Star Trek WAR ein Massenphänomen. Spätestens als der damalige bayerische Ministerpräsident Stoiber in Raumfahrtzentrum Oberpfaffenhofen eine Rede in Star-Uniform hielt, gab es an dieser Erkenntnis nichts zu rütteln.

      Wo aber ist diese angeblich auf Blödsinn abfahrende „Masse“ denn jetzt?

      Fakt ist doch: Für diesen Schrott kann sich allenfalls eine Minderheit begeistern, und Star Trek ist heute von einem Massenphänomen weiter entfernt denn je.

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    • Grinch1969 sagt:

      Um qualitativ hochwertige Serien zu produzieren muss aber auf allen Ebenen das dafür talentierte und ausgebildete Personal vorhanden sein. Mein Lieblingsbeispiel dafür ist ja Game of Thrones. Alles war im Lot solange solange entsprechend hochwertiges Ausgangsmaterial vorhanden war konnte eben auch von den qualifizierten Machern der Serie entsprechend hochwertig produziert werden. Als die Quellen versiegten war Schluß. Es ist ein Trugschluß zu glauben dass es dieses Personal massenhaft geben würde und man hochwertigen Content am Fließband bekommt.

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    • Kazairl sagt:

      Bei GoT kommt noch die Egomanie der beiden Showrunner hinzu. Je weiter die Serie fortschritt, umso mehr Macht wollten die beiden und umso weniger Mitautoren waren da.

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    • Grinch1969 sagt:

      Qualität scheitert halt oft an vielen Dingen, hier zuviel Ego und fehlende Substanz durch fehlende Bücher, dort zuviel Ego und fehlende Substanz im Hintergrund bei STD und Picdingens. Dazu noch enorm viel Wettbewerb aus unterschiedlichsten Genres auf unterschiedlichsten Quellen. Durch die hervorragende Ausstattung von STD lässt sich halt die fehlende Substanz an allem anderen offensichtlich kaschieren.

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    • Dartsarrow sagt:

      Egal wie niveaulos oder niveauvoll eine Unterhaltungsform ist, mit der man sich berieseln lassen möchte – alle haben in der Regel den Anspruch, dass diese Kontext und Qualität beinhaltet. Der dümmste und vorhersagbarste Witz benötigt immer noch Timing. Und das intelligenteste und wortgewandteste Buch bringt nichts, wenn es keine Bezüge zu irgendwas aufweist.
      Ich bezweifle stark, dass irgendeine pauschale Masse qualitätsarmen Müll zur Unterhaltung wünscht. Niveaulos vielleicht, aber nicht qualitätsarm. Wer zum Abschalten vom Alltag nichts zum Nachdenken wünscht, begnügt sich halt mit billigen Gags oder Scripted Irgendwas. Wer den ganzen Tag nur stumpfsinnige Vorgangswiederholungen durchführt, wünscht sich eventuell mehr für den Kopf und hört atonale Musik oder liest Wörterbücher, die jemand als Romane verkauft. Von einer „dummen“ Masse würde ich da schnell abrücken. Jeder lebt in seinem Umfeld und richtet sich danach aus.
      Das Abwenden von Unterhaltungskonzepten nach einer gewissen Zeit passiert dann schnell, wenn sich die Alltagsverhältnisse ändern (das Altern an sich reicht schon dafür aus) oder die Macher anfangen Niveau und Qualität zu verwechseln. Oder wenn man merkt, dass das, was da in irgendwelchen einschlägigen Internetseiten über den aktuellen Serienhit geschrieben steht, zu dreist gelogen ist.
      Die wenigsten Serien schaffen es bis zu ihrem Ende Hybris bei den Machern, Ideenlosigkeit bei den Autoren und Konservatismus beim Publikum zu verhindern. Disco hat das von Anfang an nicht geschafft und scheitert deswegen so offensichtlich.

      PS: Die Masse erkannte als erstes bei den Beatles hauptsächlich Schlager, der mitunter zu Recht von den Kritikern zerlegt wurde. Erst als sie anfingen, reine Studienalben aufzunehmen, für die man auch nicht mehr auf Tourneen gehen konnte, ging das Niveau deutlich in die Höhe. Die Beatlemania mit ihren ausverkauften Hallen beruht hauptsächlich auf einem relativ niedrigen und damit leichter zugänglichen Musikniveau, das qualitativ gut rüber gebracht wurde. Beide Richtungen haben ihr Für und Wider.

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    • Serienfan sagt:

      Dass auch die Beatles klein anfingen, beweist meine These. Denn durchschnittliche Schlager gibt es wie Sand am Meer. Ich bezweifle daher, dass es die Durchschnittlichkeit war, welche die Beatles aus Vergleichbarem herausragen ließ.

      Vielleicht ist die „Masse“, was Kunst angeht, doch gar nicht so dumm. Vielleicht sieht sie manchmal dort Potenzial, wo es die Kritiker übersehen und oft erst Jahrzehnte später entdecken.

      Natürlich ist die Masse über Marketing bis zu einem gewissen Grad manipulierbar. Aber zum Glück ist diese Manipulierbarkeit – zumindest in der Kunst – ausgesprochen begrenzt, weshalb es ja immer wieder Überraschungserfolge und Überraschungsflops gibt.

      Ein schönes Beispiel ist für mich der Pilotfilm der „Next Generation“. Natürlich hatte dieser Pilotfilm enorm viele Schwächen.

      Dennoch war die „Next Generation“ beim Publikum von Anfang an ein durchschlagender Erfolg, ein Erfolg, der zum Teil sogar die Macher selbst überraschte.

      Denn bei allen Schwächen konnte man beim „Next Generation“-Film großes Potenzial erahnen. Es ging in „Mission Farpoint“ um ein Shopping-Paradies, bei dem Q der Enterprise-Crew eine Aufgabe stellt. Q will wissen: Sind diese Menschen fähig, das (unsichtbare) ausbeuterische Leiden hinter diesem Paradies zu sehen und sich dafür zu interessieren. Eine verblüffend zeitlose Thematik, die (leider) rein gar nichts von ihrer Relevanz eingebüßt hat.

      Auch ist der TNG-Pilotfilm geradezu meisterhaft darin, die Figuren, den Schauplatz und das gesamte Universum im Rahmen einer Story vorzustellen, und es ist bewundernswert, wie klar definiert hier Charaktere, Handlungsort und die Science-Fiction-Welt bereits sind.

      Vielleicht hat die „Masse“ hier zumindest unbewusst gespürt, dass sie doch etwas sahen, das Substanz und Potenzial hat. Und vielleicht war es bei den Beatles ähnlich!

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    • G.G.Hoffmann sagt:

      Vielleicht ist die Masse auch einfach unberechenbar, anderenfalls es keine Flops und nur Erfolge gäbe. Wie viele überaus teure Spielfilme der letzten Jahre waren bereits Megaflops (z.B. Lone Ranger, Fantastic Four, Sahara, John Carter), obwohl heutzutage aufwändige Marktanalysen üblich sind und man Spielfilme bereits seit über 100 Jahren dreht.

      DSC ist keine Low-Budget-Serie und wenn sie ein kompletter finanzieller Misserfolg wäre, hätte man bestimmt nicht noch eine vierte Staffel genehmigt. Wenn ich auch nicht ganz verstehe, wie man den finanziellen Erfolg bei Streamingdiensten bemisst. Bei CBS AA wäre es insofern noch nachvollziehbar als die Abozahlen am Anfang im wesentlichen von DSC abhingen. Bei Netflix leuchtet es mir nicht ganz ein, denn kaum jemand wird dort gerade wegen DSC Kunde sei. Aber immerhin liegt DSC derzeit auf Platz 5 der beliebtesten Produktionen auf Netflix Deutschland. So wird es mir jedenfalls angezeigt.

      Aber vielleicht befördern auch nur die ganzen „Hater“ die Serie in die Top 5, weil sie sich innerlich gezwungen fühlen, die Serie trotz großer Abneigung dennoch jede Woche zu streamen. Der Beweggrund, weshalb jemand eine Serie schaut, kann den Produzenten allerdings egal sein, mit Ausnahme des Umstandes, dass „Hater“ wahrscheinlich keine Merchandisingprodukte kaufen werden.

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    • Serienfan sagt:

      Ja, es ist die „unberechenbare“ Masse, hoch-budgetierten Müll wie „Lone Ranger“, „Fantastic Four“, „Sahara“ oder „John Carter“ floppen lassen, während sie erstklassigen Filmen wie „Joker“ zum Riesenerfolg verhelfen.

      Und jetzt kommt die Ein-Million-Dollar-Frage: Was ist der Unterschied, wenn Hater oder wenn leidenschaftliche Fans eine Serie gucken.

      Die Klickzahl ist schließlich die gleiche, das ist wahr.

      Nun, ich kann Dir sagen, was der Unterschied ist: Es ist der Unterschied zwischen „Discovery“ und „Breaking Bad“. Denn leidenschaftliche Fans missionieren, sie überreden jeden, der ihnen über den Weg läuft, dass sie sich unbedingt die neue supergeniale Serie anschauen müssen!!! Unbedingt! Fans führten dazu, dass „Breaking Bad“ von Staffel zu Staffel höhere Quoten einfuhr!

      Hater tun das nicht. Sie verhelfen einer Serie zu keinen zusätzlichen Klickzahlen. (Gut, abgesehen von Klapo. Er ist der einzige auf diesem gesamten Planeten, der es tatsächlich schafft, mich auf die Episoden neugierig zu machen. Dennoch bin ich noch nicht über Folge 2 hinausgekommen.)

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    • G.G.Hoffmann sagt:

      Sicher ein schwerer Schlag für Kurtzman, dass Du DSC nicht weiterempfiehlst. In den sozialen Medien hingegen schneidet DSC nicht schlecht ab, auch und gerade bei Nicht-Trekkies. Offenbar ein Grund, dass es bei Netflix-Deutschland unter den Top 5 ist.

      Warum Rücksicht nehmen auf ein paar enttäuschte Altfans, wenn genügend andere Trekkies die Serie o.k. bis gut finden und man noch jede Menge Nichttrekkies als Zuschauer hinzugewinnen kann?

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    • frank sagt:

      das ist genau die erkenntnis, zu der ich beim konsum dieser folge auch gelangt bin.

      ich hatte die ganze zeit eher das gefühl, bei einer folge grey’s anatomy gelandet zu sein, als bei star trek. und ich bin mir inzwischen sicher, daß das absicht ist. das ganze emogetue und die unlogischen und erratischen handlungsweisen dienen imho dazu, neue zuschauergruppen zu erschließen, die bislang mit richtigem star trek einfach nicht zu begeistern waren.

      hat da jemand ‚frauen‘ gesagt?

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    • Serienfan sagt:

      Eine perfekte Taktik. Jetzt sollte man umgekehrt in „Grey’s Anatomy“ schnellstens Raumschiffe einführen.

      Gut, das vergrault dann vielleicht die „Grey’s Anatomy“-Fans, aber auf die ist ja logischerweise gepfiffen, solange man dafür die neue Zielgruppe der SF-Fans ködern kann.

      Dann switchen wir doch schnell noch die Konsumenten von „Jägermeister“ mit denen von „Kaba“, und „The Walking Dead“ ersetzt seine Zuschauer am Besten mit denen von „Glee“.

      Ein perfektes Manöver! Zumindest wird mir ein gewisser Hoffmann schon eifrig erklären, dass dieses Vorgehen absolut logisch, geradezu zwingend ist und den guten Kurtzman total glücklich macht, zumal sich Kurtzmans unergründliche Weisheit in Sachen Serien-Vermarktung allein mir als bockbeinigen Alt-Fan aufgrund meines nostalgie-gebeutelten Altersstarrsinns hartnäckig verschließt.

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    • frank sagt:

      @Serienfan:

      es schmertzt mich tatsaechlich, dir das zu offenbaren, aber: du hast es bei den new trek machern mit ideologen zu tun!

      ideologen scheren sich einen scheiss darum, ob etwas logisch ist, sinnvoll, oder sonstwie rational zu erklaeren. die druecken ihre ideologie durch, koste es, was es wolle.

      wir, die rationalen, die ‚intelligenten‘, wir haben den kampf schon lange verloren.

      deal with it!

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    • Grinch1969 sagt:

      Aktuell Platz 10

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    • G.G.Hoffmann sagt:

      @Serienfan

      Zwingend ist das vielleicht nicht, aber eine Entscheidung. Man muss damit nicht glücklich sein; bin ich auch nicht. Aber die ständigen Versuche, einer offenbar nicht ganz unbeliebten Serie den Erfolg absprechen zu wollen, nur weil sie einem persönlich nicht gefällt, scheinen mir auch nicht zielführend. Du scheinst mehr damit zu hadern, dass die Serie vielen Menschen, einschließlich Trekkies, gefällt und mehr oder weniger erfolgreich ist, jedenfalls erfolgreich genug für mindestens eine weitere Staffel, als mit den schlechten Drehbüchern und Dialogen an sich.

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    • Sparkiller sagt:

      „dass es bei Netflix-Deutschland unter den Top 5 ist“

      Jetzt nur mal als reine THEORIE:

      Wenn eine Produktionsfirma bei Netflix anfragt in Richtung von „Hey, gibt es vielleicht eine Möglichkeit unsere Serie bei euch in Sachen Sichtbarkeit etwas zu puschen?“, wääääre es dann völlig unrealistisch, wenn Flixi für einen Moment hustend wegguckt und sich daraufhin ein überdurchschnittlich großer Geldhaufen auf dem Schreibtisch befindet?

      Besonders, wenn CBS und Netflix zur Zeit ganz gut zusammenarbeiten.

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    • G.G.Hoffmann sagt:

      Das empfände ich als unglaubliche Kundentäuschung. Das wollen wir deshalb nicht für möglich halten.

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    • Serienfan sagt:

      Irgendwelche Rang-Listen sagen wenig aus. Wenn Netflix fünf neue Serien aufnimmt, werden zunächst wahrscheinlich alle fünf in den Top-Listen auftauchen, die schlechteste auf Platz 5. Wenn Netflix nur eine neue Serie aufnimmt, landet die gleiche Serie mit großer Wahrscheinlichkeit zunächst auf Platz 1.

      Man muss sich daher andere Kriterien ansehen.

      Und ich kann nur betonen: Ich war dabei, als Star Trek einst boomte.

      Star Trek drang in Mainstream-Bereiche vor, wo nie eine Phantastik-Serie zuvor gewesen ist. „Spiegel“ und „Focus“ berichteten darüber. Politiker bezogen sich darauf. Politische Karikaturen in der „Süddeutschen“ bauten Star-Trek-Elemente ein. Die Werbung entdeckte Star Trek. In Kaufhäusern entstanden regelrecht eigene Abteilungen, nur mit Star-Trek-Artikeln. Etliche Sender versuchten, ebenfalls Science-Fiction-Serien zu bringen.

      Ich war dabei, als „Game of Thrones“ boomte! Das konnte man zum Beispiel daran sehen, dass auf einer Apple-Präsentation extra damit geworben wurde, dass nun „Game of Thrones“ auch im iTunes-Store zu haben ist. (Das sind die Discovery-Folgen inzwischen auch, interessiert halt keinen.) Die Macher von „Game of Thrones“ erhielten von HBO geradezu einen Blanko-Scheck in Sachen Budget.

      Ich war dabei, als „Breaking Bad“ boomte. In normalen Diskussionssendungen wurde gefragt, weshalb die öffentlich-rechtlichen Sender kein „deutsches Breaking Bad“ hinkriegen. Es stand plötzlich eine riesige Pyramide mit den Blu-ray- und DVD-Boxen plus massenhaft Merchandise-Material in einer witzigen „Breaking Bad“-Deko (Schmuggel-Koffer usw.) im Media-Markt.

      So sieht Erfolg aus!

      Und bei Discovery? Ein paar Hardcore-Fans für den Hate-Watch und die immer gleichen Leute, die in sozialen Medien ihre Influencer-Lobeshymnen abgeben.

      Das ist kein Erfolg, das ist ein Nischen-Dasein.

      Als man bei „Dallas“ nach gesunkenen Quoten eigens Bobby Ewing zurückholte und das mehr als bescheuert mit einer komplett geträumten Staffel erklärte, gingen die Quoten noch weiter in den Keller und erholten sich nie wieder. Dennoch lief „Dallas“ weitere sechs Jahre.

      Nur weil Star Trek auch mit dem größten Schwachsinn nicht totzukriegen ist, heißt das nicht, dass dieses Star Trek erfolgreich ist.

      Der Wert des „Star Trek“-Franchises wird aktuell auf 8 Milliarden geschätzt, doppelt so hoch wie das, was Disney für „Star Wars“ oder „Marvel“ bezahlt hat. (Angesichts von über 700 Episoden, die immer noch weltweit permanent irgendwo laufen, sicher kein zu hoher Preis.)

      Doch selbst „The Expanse“ dürfte aktuell erfolgreicher sein als Discovery, obwohl „The Expanse“ aus einer Mainstream-Perspektive heraus ebenfalls ein Nischen-Dasein führt.

      Wer wirklich glaubt, dass irgendwer hinter den Kulissen von Paramount, wo man „Star Trek“ als Grundpfeiler für einen neuen Streaming-Dienst nutzen wollte, mit dem „Erfolg“ von „Discovery“ zufrieden ist, ja, wer glaubt, ein für „Star Trek“ würdiger Erfolg würde aktuell auch nur ansatzweise existieren, der will entweder trollen, oder er weiß wirklich nicht, wie die Welt funktioniert.

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    • G.G.Hoffmann sagt:

      Hat niemand behauptet, dass DSC in der gleichen Popularitätsliga spiele wie TOS/TNG, GoT oder Breaking Bad (nie gesehen). Aber das taten DS9, VOY und ENT ebenfalls nicht. Im Gegenteil. Niemand bezieht oder bezog sich auf Sisko oder Archer, bestenfalls noch auf Janeway. Keine Sau ausserhalb der Fanbase kennt diese drei späteren Star Trek Serien.

      Im übrigen hinken die Vergleiche schon deshalb ganz übel, weil TOS, TNG, Dallas, etc. zu Zeiten liefen, als es ausschließlich wenige TV-Sender mit linearem Programmangebot und kein Internet gab, die Serien ausserhalb der USA oft erst Jahre (!) später ausgestrahlt wurden, während DSC eine reine Streamingserie ist, die fünf Minuten nach der fast zeitgleichen, weltweiten Erstausstrahlung in einem sogenannten weltweiten Netz, auf das jeder mit einem kleinen Handgerät Zugang hat (SciFi!), wahlweise in den Himmel gelobt oder zerrissen wird.

      Wer diese Onlinewelt, die man sich selbst in den 90ern noch nicht ansatzweise vorstellen konnte (vgl. das lächerliche und rückständige Computernetzwerk, das man sich in DS9 „Past Tense“ für die 2020er ausgemalt hatte) mit der analogen und beschränkten TV-Welt der 70er, 80er, 90er vergleicht, welche nach ganz anderen Gesetzen funktionierte, hat offenbar eine Entwicklung verpasst.

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    • Kritikkritiker sagt:

      Hier wird ja mehrmals das Ordern neuer Staffeln als ein Zeichen für den geheimen Erfolg der Serie aufgeführt. Aber Discovery ist das Flaggschiff- und somit auch das Prestigeprojekt von AA. Eine Absetzung, ehe ein erfolgreiches Nachfolgeprogramm etabliert wurde (und weder Picard noch die Animationsserie scheinen diesen Anspruch zu erfüllen) käme doch einem marketingtechnischem Selbstmord gleich. Da kann man ja gleich die weiße Fahne hissen. Ich nehme mal an, schon alleine deshalb schmeißt man der Serie Geld in den Rachen, auch wenn sie vielleicht gar nicht wirklich so erfolgreich ist; hauptsache der Ball bleibt im Rollen. Selbst wenn man jetzt ordentlich Miese macht – solange der Streamingdienst weiterläuft und sich irgendwann etabliert, wird sich das in Zukunft wieder rechnen. Die Verantwortlichen behalten ihre Jobs.

      Discovery hat nur einen Zweck; Leute für AA zu begeistern. Deswegen ist das auch alles so sprunghaft, deshalb werfen die Autoren tausend Ideen an die Wand – Sinn und Verstand egal. Hauptsache man kann das alles in kleine gelungene Schnipsel zerstückeln, die dann über die Sozialen Medien weitergereicht werden können. Mit den Actionszenen auf Twitter bekommt man vielleicht Sci-Fi interssierte zum Streamingdienst, mit den Heul-Szenen (immer praktisch von drei-vier Minuten länge) auf tumblr, spricht man vielleicht die Grey’s Anatomy brigarde an, mit Sektion 31 Düsternis auf Youtube die GoT-Liebhaber, etc. Selbst wenn von zehn Leuten, die man so anlockt, zehn Leute das Produkt doof finden, vergessen garantiert drei oder vier, den Dienst direkt wieder zu kündigen. Die hat man dann schon mal in der Tasche.

      Star Trek wird dabei natürlich zu Grabe getragen, aber das ist den Verantwortlichen ja auch nicht wichtig. Nur der Streamingdienst ist wichtig.

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    • G.G.Hoffmann sagt:

      Letztlich gilt: „Nichts genaues weiß man nicht.“ Das ist doch alles nur Spekulation. Wie jene, die DSC mögen, gerne an den Erfolg der Serie glauben möchten, reden die Kritiker deren Misserfolg herbei, jeweils ohne belastbare Fakten und Kenntnissen davon, wie in einer Streamingwelt Erfolg definiert wird.

      Falls die Angaben zu dem Budget einer DSC-Staffel zutreffen, steht es Game of Thrones gar nicht groß nach, wobei GoT ein wesentliches größeres Ensemble, bekanntere Schauspieler und deutlich mehr kostenaufwendige Außenaufnahmen vorweisen kann, was allein schon ein hohes Budget bedingt.

      Ich erkenne jedenfalls keinen Sinn darin, eine Serie, die man nicht mag, zugleich auch den Erfolg absprechen zu wollen und dann ständig auf die vermeintliche Qualität und Erfolge von Serien zu verweisen, die vor 25, 30, 40, 50 Jahren unter ganz anderen Marktbedingungen produziert, veröffentlicht und konsumiert wurden. Das entspringt einem Weltbild, in dem die eigene Serienbubble als Maßstab für die Sehgewohnheiten und Vorlieben aller anderen Zuschauer herhalten soll.

      Obwohl ich als Star Trek Fan alle Serien und Filme zigfach in allen verfügbaren Formaten, von VHS bis UHD-Blu-ray besitze, kenne ich, außer „The Orville“, keine einzige andere SciFi-Serie. Ich habe noch nie eine ganze Folge von Raumpatrouille Orion, Kampfstern Galactica, Babylon 5, Stargate, Battlestar Galactica, The Expanse, usw. gesehen. Ich kenne namentlich keinen einzigen Charakter dieser Serien und habe keinen Schimmer, wie die diversen Stargate-Serien zusammenhängen und in welcher Reihenfolge sie produziert wurden.

      Ich bin der einzige in meinem weiten Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis, der sich für Star Trek interessiert und habe vollstes Verständnis dafür, dass mein Umfeld mit Ausnahme von Kirk und Spock und vielleicht Picard und Date, noch nie etwas von Figuren oder Serien aus dem Star Trek Universum gehört und gesehen hat. Nicht einmal meine eigenen Geschwister. Ich interessiere mich auch nicht für deren Bumms noch für SciFi im Allgemeinen oder andere SciFi-Serien im Besonderen.

      Will sagen: man muss Star Trek auch nicht überhöhen. DSC und PIC sind zwar nicht besonders gut geraten und ich teile die meisten hier angeführten Kritikpunkte, wenngleich ich nicht derart in die analytische Tiefe ginge, weil es mir dann doch nicht wichtig genug ist. Wie man jenseits des Spaßes der hier von Klapo und Sparki veröffentlichten Reviews sich ernsthaft Woche für Woche und Jahr für Jahr derart über Kurtzman-Trek ereifern und Roddenberry-/Berman-Trek preisen kann, ist für mich nicht recht nachvollziehbar. Als könne man die vermeintlichen guten alten Zeiten wieder herbei- oder Kurtzman-Trek niederschreiben.

      Im Übrigen: diese Seite fing vor 20 Jahre einmal damit an, dass das „gute alte Star Trek“ übel durch den Kakao gezogen wurde und die ersten Trekkies, die das lasen, nahe vor einem Herzinfarkt standen. Heute sollen die gleichen Serien, über die man sich hier damals lustig gemacht hat, plötzlich der Goldstandard und Berman, der 90er-Kurtzman, der Hohe Priester intelligenter SciFi sein.

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    • Serienfan sagt:

      „Nichts genaues weiß man nicht. Das ist doch alles nur Spekulation.“

      Genau das ist falsch. Man weiß es sehr wohl, es sei denn, man ignoriert hartnäckig Fakten.

      Es gibt eine geradezu überwältigende Indizienfülle dafür, dass „Discovery“ nicht der erhoffte Erfolg ist. Ich kenne allein keine Serie, die innerhalb von so wenigen Episoden so viele offensichtlich verzweifelte Kurskorrekturen vorgenommen hätte, um nur ein Beispiel zu nennen.

      Und bevor jetzt ein gewisser Hoffmann nach „Beweisen“ fragt: Nein, ich kann es nicht beweisen. Ich kann aber auch nicht beweisen, dass die Mondlandung stattgefunden hat oder dass so etwas wie Schwerkraft existiert. Ich kann nur anbieten, eins und eins zusammenzuzählen.

      Bei Netflix erkenne ich noch nicht einmal das Bemühen, einen Erfolg vorzugaukeln, so lustlos wird „Discovery“ dort beworben.

      Ich habe den Eindruck, dass Trekker gerne „Star Trek“ und das Fandom kleiner machen als es ist, nur weil „Star Trek“ im Kino nie ein Blockbuster-Erfolg wurde wie „Star Wars“.

      Dabei übersieht man, dass „Star Trek“ das mit Abstand größte Science-Fiction-Franchise überhaupt ist. Die größten Conventions sind bzw. waren bis vor Kurzem immer noch „Star Trek“-Conventions, und sie werden es wohl auch „nach Corona“ wieder sein. Es existiert wahrscheinlich kein anderes Franchise, von dem weltweit tagtäglich immer noch so viel konsumiert wird wie von „Star Trek“.

      Eine neue „Star Trek“-Serie mit solchen Produktionswerten, wie sie „Discovery“ hat, die auf welchem Streaming-Dienst auch immer nicht abgeht wie eine Rakete, die ist nichts anderes als ein enormer Flop. Sie ist ganz sicher nicht dass, was man sich bei Paramount und Netflix erhofft hat. „Discovery“ ist vielmehr vergleichbar mit dem „Han Solo“-Film, der sicher auch seine Liebhaber fand und der natürlich eine Anzahl an Kinogängern verbuchen konnte, über die andere Filme froh wären.

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    • G.G.Hoffmann sagt:

      Ich sehe da einen Widerspruch. Nur weil DSC nicht abgehe „wie eine Rakete“, sei es ein „enormer Flop“? Dann gilt gleiches auch für DS9, VOY und ENT. Die gingen alle nicht „ab wie eine Rakete“. VOY war schon nach der vierten, fünften Staffel von der Absetzung bedroht. Wie es ENT überhaupt auf mehr als zwei Staffeln gebracht hat, ist gemessen an den Zuschauerzahlen bis heute ein Rätsel. Und auch die Abrams-Filme waren, mit Ausnahme von ST11, nicht sonderlich erfolgreich. Das TNG-Blu-ray-Projekt war, bezogen auf die Verkaufszahlen der physischen Datenträger, ebenfalls ein Flop.

      Aber alle diese Bausteine, ob zunächst erfolgreich oder nicht, erfüllen eben diesen einen Zweck, das Franchise insgesamt am Leben zu erhalten. Langfristig haben die meisten Kinokassen- und Serienflops Gewinne abgeworfen, weil man sie über die Jahrzehnte betrachtet immer wieder an die tausenden TV-Stationen und Streamingdienste auf der Welt verkaufen kann. Selbst für den größten Schrott findet sich noch irgendein zentralasiatisches Tele-5-Pendant, das dreimal pro Dekade zehntausend Dollar abdrückt, um „Sharknado 4“ zeigen zu dürfen. Das läppert sich im Laufe der Jahrzehnte.

      Und so erfüllen sicher auch VOY, ENT, die Abrams-Filme, DSC und PIC ihren Zweck, das Franchise insgesamt im Gespräch zu halten und langfristige Gewinne einzufahren, obwohl der Star Trek Hype in der breiteren Zuschauermasse bereits vor über 20 Jahren seinen Zenit überschritten hatte. Kein Megaerfolg ist deshalb noch lange kein Flop. Obwohl gerade ENT in dieser Hinsicht desaströs und für lange Zeit der Todesstoß für TV-Trek war, begann man bereits kurz nach dem Ende der Serie damit, ST11 zu entwickeln.

      Dass Star Trek für die heutigen Rechteinhaber entgegen aller Beteuerungen nicht in erster Linie eine Herzensangelegenheit sein wird, wie vielleicht noch für Roddenberry oder Berman, dürfte auf der Hand liegen. DISNEY hat Star Wars ja auch nicht aus reiner Liebe gekauft.

      Wenn eine Reihe/Serie dem Schöpfer aus der Hand genommen wird, kann kaum etwas Gutes daraus entstehen (nicht, dass SW Ep. 1 bis 3 gut waren…). Aber das Disney-Star-Wars ist qualitativ ebenfalls nur so Mittel und die letzten GoT-Staffeln litten darunter, dass sie nicht mehr aus der Feder von George R.R. Martin stammten.

      Star Trek ist das größte SciFi-Franchise nicht trotz, sondern auch wegen der vermeintlichen Flops. Nur mit TOS und TNG wäre Star Trek wahrscheinlich nicht so groß, obwohl alles, was danach kam, viel weniger bekannt ist und finanziell weniger erfolgreich war.

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    • Donald D. sagt:

      Wie kommst Du darauf, daß „Voyager“ von der Absetzung bedroht war? Das ist NIE der Fall gewesen! Wenn man in den alten Zeitschriften (Communicator usw.) blättert, dann kann man immer schön nachlesen, was die Macher für die fünfte, sechste Staffel geplant hatten. Die Quoten waren natürlich nicht so gut, wie die von TNG und auch DS9 lief besser, aber Unzufriedenheit gab es seitens Paramount und UPN nie. Star Trek 11 war ebenfalls ein + – 0 Geschäft. Besser lief da Trek 12, der in die Gewinnzone fuhr, wenn auch nur leicht.

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    • Torim2010 sagt:

      Ich glaube nicht das es Discovery und Co noch geben würde wenn CBS alleine alle Kosten tragen müsste.Ich bin davon überzeugt das es gewisse Verträge gibt die ihnen einen gewissen Handlungsspielraum einräumen. Netflix und Amazon brauchen Content und die Kritiker sind von solchen Besetzungen begeistert. Da viele von den Seiten die Kritiken veröffentlichen auch Werbung für Disco und Co fahren glaube ich nicht das diese Wertungen viel Aussagekraft haben. Rotten Tomatoes z.B. hat massiv Werbung geschaltet. Die Fans nehmen die 3. Staffel aber nicht an von 54 sind sie nun auf 50 und jetzt sogar auf 44 runter. In Deutschland scheint Disco besser aufgenommen zu werden. Allerdings weiß ich nicht wieviel Hate-watching hier eine Rolle spielt. Es gibt einen harten Kern dem es egal ist wie schlecht oder wie dumm New Trek ist. Hauptsache es steht Star Trek drauf. Ich für meinen Teil würde ich lieber keine Star Trek Serie sehen als diesen Schrott.

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    • G.G.Hoffmann sagt:

      Ach, könnte man doch nur selbst entscheiden, was man anschaut.

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    • Serienfan sagt:

      Natürlich war „Star Trek: Voyager“ niemals davon bedroht, mangels Quote fortgesetzt zu werden.

      Das amerikanische Fernsehen ist sehr kompliziert. Umso komplizierter sind Aussagen zu den Quoten, was ich auch hier immer wieder in den Kommentaren feststellen muss.

      In den USA gibt es Networks, das sind im Grunde lauter Sender, die sich zusammengeschlossen haben und wie ein „Netz“ ein großen Teil des Landes abdecken. Ein Network zeigt sein Programm landesweit zur gleichen Uhrzeit und gleichen Tagen (wenn auch in unterschiedlichen Zeitzonen).

      Zusätzlich gibt es aber in den USA unzählige kleine unabhängige Lokalsender. Da jetzt nicht jeder dieser kleinen Sender einzeln mit Fernsehstudios oder Networks verhandelt, schließen die sich zu „Syndikaten“ zusammen, über die dann Serien und Filme eingekauft werden. Das ist der oft genannte „Syndication“-Markt. Die Lokalsender können aber die Inhalte, die sie über die „Syndikate“ eingekauft haben, zeigen, wann und wie sie wollen.

      Dadurch kommt es im „Syndication-Bereich“ zu „Überlappungen“ von Sendegebieten und verschiedenen Uhrzeiten, was sich dann in den Quoten „addiert“. Deshalb lassen sich die Quoten der Syndication und die der Networks gar nicht vergleichen, was zumindest in den USA auch nicht getan wird.

      Hinzu kommt: Das neu gegründete Paramount-Network UPN, auf dem „Star Trek: Voyager“ lief, konnte zum Beispiel von Anfang an nur von 80 Prozent des Landes überhaupt empfangen werden. Aus diesem Grund ermittelt man in den USA auch gerne die sogenannten „Overnight-Ratings“. Das ist eine Auswertung der wichtigsten Städte und Gebiete, die in der Regel von allen Networks abgedeckt werden. Nur so kann man überhaupt einen Vergleichsmaßstab bei den allseits beliebten Rang-Listen bilden. (Für Werbekunden freilich wenig interessant, die interessieren sich für die Gesamtzahl der Zuschauer, nicht für das Warum.)

      Das ist kompliziert, aber es nun einmal so, dass die oft in Bezug auf die Rating-Zahlen geäußerte Behauptung, DS9 sei erfolgreicher gewesen als Voy, schlichtweg so nicht stimmt. Hier werden einfach Äpfel mit Birnen verglichen.

      UPN verlor übrigens im Verlauf der Jahre permanent an Reichweite, was natürlich zwangsläufig einen Quotenschwund nach sich zog. Besonders schlimm erging es „Star Trek: Enterprise“. Die permanente inhaltliche Neuausrichtung des Networks UPN, das sich zunächst berufstätige Frauen als Zielgruppe auf die Fahnen geschrieben hatte, später aber auf ein männliches Publikum abzielte, das man mit allerlei Wrestling-Sendungen zu ködern versuchte, beeinflusste auch Star Trek, weshalb „Enterprise“ als Serie konzipiert wurde, die ein wenig verkrampft auf „Action“, „raue Burschen“ und „knackige Babes“ setzte.

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  21. JP1957 sagt:

    @dartsarrow + serienfan

    ich stimme serienfan in seiner replik auf dartsarrow (und anderen) zu.
    wir dürfen hier nicht den fehler machen, discovery + picard als repräsentativ für die aktuelle serienentwicklung (und die imaginären bedürfnisse der „masse“) zu begreifen.

    hier ist ein franchise in die hände von leuten gefallen, die ein ausschließliches kurzfristiges verwertungsinteresse haben,denen „qualität“ (wie immer wir sie definieren) nichts gilt bzw. handwerklich unfähig sind.

    fertig aus.

    • Dartsarrow sagt:

      Ich stimme zu, dass es keine ominöse Masse gibt. Und die entsprechend auch kein Interesse an möglichst schlechter Serienunterhaltung wünscht. Wer kennt denn bitte irgendwen, der tatsächlich gerne schlecht unterhalten werden will?
      Aber ich halte es für falsch, davon auszugehen, PIC und STD seien Sonderfälle in der Serienentwicklung (Ich gehe mal davon aus, dass Serien im Allgemeinen gemeint sind und nicht Star Trek im Besonderen). Die Watchmenserie zum Beispiel war doch genau derselbe Griff ins Klo, bei der die Autoren ganz offenbar nicht mal bereits etablierte Figuren verstanden haben. Die Serienentwicklung pendelt aktuell wieder in Richtung totale Oberflächigkeit ohne Inhalt aber mit ultradiverser Beliebigkeit. Und bei New Trek schwingt das halt solange wie Kurtzman seine Verträge für billiges Personal durchbringt.

      Da Biedermeier als historisches Konzept auch für Restauration zu alten Verhältnissen steht, würde ich den Begriff allerdings doch wieder zurückziehen. Selbst die mieseste prä-New-Trek-Folge war nie so schlecht, dass Disco sich restaurativ darauf beziehen könnte.

      Antworten
  22. frank sagt:

    wo bleibt eigentlich die kritik zu 3.06?

    und geht das nur mir so, oder kotzt das auch andere an, dass burnham nicht normal reden kann? die szene, in der sie dem admiral erklaert, dass es unglaublich wichtig ist, dass die ursache des burns gefunden werden muss… die szene ist der beweis, dass new trek eine frauenserie ist!

    aber ich greife vor… warten wir auf klapos offizielle kritik…

  23. JP1957 sagt:

    zum vermutlichen abschluss dieser kommentarseite (es ist freitagmorgen und bald geht es weiter mit dem review der heute erscheinenden folge)muss lobend erwähnt werden das duell zwischen altmeister g.g.hoffmann und dem intellektuellen kopf dieser seite (ich hoffe, klapo und sparkiller strenge sich in zukunft ein bisschen mehr an) serienfan.

    mehr davon!

    und dann noch mehr!!

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