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„Star Trek – Discovery“, Kritik zu 3.06, „Scavengers“

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Book hat ein Problem: Er ist auf der Suche nach einer Sternenflotten-Black Box in die Fänge von Müllverwertern bzw. Menschenentwertern geraten. Diese zwingen ihn jetzt, beim „Grünen Punkt Deutschland“ das Bonbonpapier von alten Ohrstäbchen zu trennen. Zum Glück ist Burnham aber nur anderthalb Befehlsverweigerungen entfernt, um die wandelnde Lederjacke zu befreien. Hierfür muss nur Georgiou kurz die Industrieanlagen durchspülen. – Spoiler: Und zwar verbal und mit dem Handkanten-Kärcher.


Wisst ihr, was eine tolle Geschichte wäre?

– Saru muss einen Auftrag der Sternenflotte annehmen, bei dem es um Leben und Tod vieler Wesen geht
– Burnham will aber eine „Black Box“ von der Zeit des Brandes suchen – und nebenbei ihren Bald-Stecher retten/wiedersehen

Und jetzt die eigentliche Quizfrage für Menschen, die sich morgens nicht das Gesicht mit einem Legostein rasieren: WAS wäre ab diesem Punkt ein schöner Plot, den wir erst wenige Male bei Star Trek hatten? Unter anderem in „Der Feuersturm“, TNG?

– Klar, natürlich der, dass das Schiff der wichtigen Hauptmission nachgeht, Burnham aber in der Nebenhandlung damit umgehen muss, das Schicksal von Book nicht zu kennen. Weil es eben ihre PFLICHT ist, persönliche Gefühle außen vor zu lassen.

Ihr ahnt es schon… Natürlich wird uns diese erwachsene und „harte“ Variante nicht erzählt. Stattdessen leidet Michael eine Sekunde vor der Tür vor sich hin (*Schnaub, Schluck, Ärger, Saru-nicht-ernstnehm*), bevor sie sich vertrauensvoll an Space-Nazi wendet. Die natürlich – Mitarbeitermotivation muss sein – nur lobende Worte für Alleingänge und Befehlsverweigerung kennt.

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„Mist, das Schicksal ZWINGT mich schon wieder zum Alleingang. Und natürlich die leuchtende Neonreklame („Shuttle klauen jetzt!“, „Don’t obey!“) der Autoren.“ – Wer nicht hören will, darf füüühlen: Immerhin hat Burnham sich für 5 Sekunden mit dem Verrat an Saru schwergetan. Aber auch nur, weil sie 4 Sekunden davon abgelenkt war, wie toll sie ist.

Doch bevor wir die Story besprechen, muss ich festhalten, dass ich kein großer Fan der Ausstattung der Discovery mit „Future-Shit“ bin. Zwar ist die technische Anpassung logisch, hätte aber mit eeetwas mehr Feingefühl stattfinden sollen. Doch statt Gummihammer gibt es wieder den Stahlbolzen – direkt ins Doof-Zentrum des Zuschauergehirns.

MUSS es z.B. wirklich sein, dass die Warpgondeln jetzt frei neben dem Schiff schweben, ohne sichtbare Verbindung? Da ja eine Art von Kraftfeld (das im Notfall ausfallen kann?!) das Ding andocken muss, kann man nicht mal gerade eine „Strippe ziehen“, wie zu Scottys Zeiten. Hinkrabbeln geht dann auch nur noch im Raumanzug (statt in der Röhre) und die Computerimpulse und Energieversorgung werden vermutlich gebeamt bzw. gestreamt (auch bei Energieausfall im Netflix-Abo?). Und von dem optischen „Da fehlt was“-Effekt habe ich noch gar nicht angefangen.

Ich bin da ja eher der Typ, der Kopfweh bekommt, wenn er der Videospielfigur Rayman zu lange zuschaut…

Dass wir in der Serie überall blaue Lichtlein sehen, daran hat man sich ja gewöhnt. Aber dass man nun auch noch blaue Hologramme im Abzeichen generiert, seine Exceltabellen munter im Raum rumwerfen kann („Ups… Versehentlich auf 1200% vergrößert. Tut mir Leid, Leute. Tun eure Augen noch seeehr weh?“) und das „Entnehmen“ von Bedienelementen aus der Konsole eher einen Zeitverlust bedeutet, damit tue ich mich schwer.

Wobei ich sogar ein Freund von Knete und Handschmeichlern bin.

Das beruhigt ja auch bei so einer Serie, die uns geschmackloses Klischee-Geschubse von der „Minority Report“-Resterampe als tolles Ding verkauft…

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„Guck mal! Cyber-Knetmasse! Da bestätigt sich ja, was Tilly immer sagt: Wissenschaft ist die krasseste Erfindung seit der Schnellüberweisung an überbezahlte Showrunner.“ – Knete auf die Tatze: Die Discovery ist jetzt NOCH mächtiger. Daher hat eben auch der Liebe Gott über Subraum-Telefon angerufen. Er hat sich vor Angst in die Hosen gemacht und will jetzt eine neue. Und zwar aus fliegenden Pixeln.

Das Eintreffen auf dem Schrottplaneten ist Kurtzman-Trek as usual:

– Georgiou beleidigt den Chef auf äußerst raffinierte Weise („Du bist zu dumm, um der Chef zu sein“), weswegen man relativ freundlich empfangen wird. Toller Trick. Klappt der auch auf unserer Seite? Ihr ekligen Schweinepriester?

– Die „Sklaven“ müssen sich um jeden Tropfen Wasser Sorgen machen. Okay, das mussten die Bajoraner damals auch? Trotzdem passt dieser dystopische B(l)ockmist kaum in die ferne Zukunft. Kurz einen Replikator und/oder Brunnen aufstellen hilft eventuell, wenn man bei den Arbeitern nicht 363 Krankheits- bzw. Verwesungstage im Jahr riskieren will?

– Der Schrottplatz an sich war sehr aufwändig (Details, Funken, Statisten, farbige Schminke im Monatspack), kam aber klischeehaft daher. So wird der aufmüpfige Trinkwasser-Fetischist mal z.B. gerade in das Verteidigungssystem gejagt, während die Aufseher pflichtschuldig die Arbeiter schikanieren.

– Nichts ist neu, nichts mal grautönig ambivalent (= „Okay, ich verzeihe dir, wenn du ab jetzt zwei altertümliche Computerchips mehr pro Stunde schürfst!“) oder anderweitig geeignet, den aufkommenden Brechreiz bei Alt-Trekkies zu mindern.

– Zwar wird angedeutet, dass Georgiou ihre früheren Taten bereut (so interpretiere ich jedenfalls die blutigen Rückblicke), jedoch nervt sie weiterhin mit düsteren Andeutungen, zynischen Sprüchen und einem Gesicht zum Einparken – und zwar zum Einparken eines Baseballschlägers.

– Immer wieder gerne genommen: Gefühlt minutenlange Katzenszenen. Die sind süüüß, gehen direkt ins Herz (besonders nach Folter- und Kopf-ab-Szenen) und zeigen der Zielgruppe, dass nach Archers Hund noch lange nicht Schluss sein musste. In der 4. Staffel dann Murmeltiere und Karnickelbabys?

Was ich hier kritisiere, sind weniger die einzelnen Sequenzen selbst, als die gebündelte Menge an schmackhaften Gefühls-Pralinen, die jedem Lulli auch noch im Halbschlaf einprügelt, wie man das alles zu bewerten hat (= „Pöööhse, alle pöööööhse!“). Ja, ich könnte mir gut vorstellen, dass selbst ein Höhlenmensch beim Zuschauen der Episode die grundlegenden „intellektuellen“… äh… „Problemstellungen“ erfassen könnte:

„Chef-Uggas schießen auf Unter-Buggas. Alle Buggas traurig! Doch dann Keule auf Kopf von Chef-Uggas. Alle froooh!“ – Ja, probiert DAS mal bei „Wem gehört Data“ oder „Der undurchschaubare Marritza“!

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„Versteh uns! Wenn wir nicht zeigen, wie brutal wir sind, akzeptiert der Zuschauer nicht, wie kaltblütig Burnham und Georgiou uns bekämpfen müssen.“ – Der alte Kampf von Gut gegen Getöse: Endlich zeigt man uns ein innovatives SF-Gesellschaftsmodell, über das der moralische Trekzuschauer nachdenken kann. („Hm. Ist Sklavenhandel wirklich so lukrativ, lechz?“)

Überhaupt fällt wieder auf, wie nebenbei man uns immer diese „Jeder macht, was er will“-Attitüde reinmogelt. Und zwar POSITIV, solange man nur zu den Auserwählten zählt. Ist das eigentlich eine linke, rechte oder einfach nur hirnamputierte politische Botschaft? Wie nennt es denn die FDP gemeinhin?

Das fängt damit an, dass Adira einfach mal den halben Antrieb auseinandernehmen und Gel-Pads anbringen darf (= darf sie, da: „Wunderkind“), jeder Trottel sich nun wild über das ganze Schiff beamen darf (= darf er, da: „Wunderkind-Echse“) und Stamets und Adira am Ende sehr viel über „Genies“ und „Wunderkinder“ reden (= dürfen sie, da… Ach, ihr wisst das korrekte Wort schon? Genau: „Kindergarten-Serie“).

Wobei das Gerede über Tod, Linearität und Trauerbewältigung durchaus gut gemeint war. Doch erneut wird Adiras Visionen ihres verstorbenen Freundes für eine schleimige Kitschparade genutzt, für die schon sehr viel Nano-Gel beim Deep Throat entlangrinnen muss.

Am Ende läuft es darauf hinaus, dass Culber und Stamets den Themen Liebe und Freundschaft offen gegenüber stehen (verdammt! Ich hatte auf ein Happy End für den Zuschauer gehofft), dass Adiras Boyfriend-Vision den Stamets richtig „cool“ findet und alle zusammen begriffen haben, dass… äh… der Tod… der Anfang ist… Aber nicht das Ende… Nie vergessen werden… Aber dass man trotzdem… dankbar… äh… ? Gnaah? (*vor Verzweiflung trillförmiges Wesen aus Enddarm drück*)

– Oh, guckt mal, da vor dem Fenster! Ein fliegender Dilithium-Brand!

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„Wihihiiii, wir haben uns alle lieb und finden uns toll! Liebe, Freeeeude und ewige Freuuuundschaft euch allen!“ – „Verflixt, was war dann jetzt der Punkt der ganzen Story?“ – „Halt die Schnauze, die Arsch! Wir sind ein dysfunktionales Raumschiff und das ist auch gut so!“ (*auf Teller kack*) – Jetzt neu: Der „Borderline-Antrieb“. Denn das Pilztriebwerk ist ebenfalls gerade beim Psychologen…

Positiv gestimmt war ich am Ende, als man Burnham ihre Befehlsverweigerung knietief auf‘s Butterbrot schmierte und Saru & Admiral sie verwarnten. Und sogar zur Wissenschaftsoffizierin degradierten!

Doch leider ließ man am Schluss durchblicken, dass dies den Captain MEHR plagt als Burnham. Ich konnte kaum unterscheiden, wer (in der deutschen Sychnro) die tränenersticktere Stimme besaß. Hatte fast eine Packung Taschentücher in den Fernseher gerammt.

Ich fühlte mich kurz wie bei kulturbeflissenen Besserverdiener-Eltern, die dem ach-so-begabten Nachwuchs für 3 Wochen den Schach- und Reitunterricht verbieten, da der Nachwuchs heimlich Die Beatles statt Beethoven studiert hat.

Wo sich dann beide Elternteile stolz nebeneinander stellen und mit leergeweinten Äuglein verkünden, dass sie diese unmenschlichen Verbote gerade noch so vertreten konnten. – Es sei denn, es würde demnächst ein Schach- oder Reitturnier anstehen.

Ein viel stärkeres Bild wäre es gewesen, wenn Burnham tatsächlich ein paar Tage im Arrest verbracht hätte. So aber kündet der Papa-Blick von Saru nur davon, dass der Mann zu schwach ist, um sich gegen Psychopathen oder gut organisierte(?) Anarchisten durchzusetzen.

Ich hatte ja schon eine Szene vorher meine Zweifel, als Saru sich bei Ensign(!) Tilly quasi die Erlaubnis abholte, Burnham überhaupt maßregeln zu dürfen. Ich bin mir angesichts der feinen Details des Dialogs sicher: Hätte sie Michael verteidigt, hätte Saru die gute Frau bei der Wiederkehr mit einem wunderschönen Blowjob verwöhnt. Auch an sich selbst, versteht sich.

, „Star Trek – Discovery“, Kritik zu 3.06, „Scavengers“

„Burnham, ich kann Ihnen nicht mehr trauen. Die letzten 43 Aufmüpfigkeiten waren schon vor 3 Jahren exakt 38 zu viel!“ – „Was, sie haben alles gezählt?!“ – „Waaah, warum schreien sie mich an? Haben sie mich etwa nicht mehr gern?!“ (*auf Stelzenschuhen rauslauf, hinfall*) – Kommandok(l)ette: Schön, dass es überhaupt mal thematisiert wurde. Bei dem „WIE“ üben wir aber noch mal?

Hier auch mal was Gutes:

Der Aufstand auf dem Schrottplatz hat mich auf SFX-Ebene überzeugt! Kann es sein, dass wir diesmal die deutlichsten, rustikalsten und rauchigsten Spezialeffekte der Seriengeschichte gesehen haben? Wie das Schiff da durch den Häuserblock donnerte, das hatte schon was! Und das sage sogar ICH, der sich bei Actionszenen in Star Trek normalerweise darüber beschwert, wenn zwischen den Schüssen kein Earl Grey gereicht wird.

Die Geschichte an sich hatte hingegen wenig Höhepunkte. Gab es bei früheren Straflagern wenigstens noch Gedächtnisverluste (Voy, „Workforce“), Formwandler (Star Trek VI) oder ermüdende Diskussionen mit Gründern/Breen/Vorta (jede Folge der 7. Staffel DS9), so gab es hier einfach nur böse Kapitalisten in den Geschmacksrichtungen „mögen Drohnen“ und „mögen Implantate“ und „mögen appe Köpfe“.

Was in der Eiswaffel namens Star Trek so ziemlich auf 3 Kugeln Vanillieeis hinausläuft. Und zwar die ohne Geschmack. – Schlichter geht‘s kaum…

Apropos schlicht: Die Wiedersehensszenen zwischen Burnham und Book waren auch eher von der Dunklen Klischeeseite der Macht, oder? – „Ich werde dich immer finden!“ – „Lass mir aber trotzdem noch was zum Suchen, mein Purzelbär.“

, „Star Trek – Discovery“, Kritik zu 3.06, „Scavengers“

„Book, wieso hast du deine Katze anrufen lassen, wenn du nicht wolltest, dass ich dich suche?“ – „Was, meine Katze hat angerufen? Ich wollte drei animierte Einhörner abschicken. Für die weibliche Zielgruppe des Jahres 2016.“ – Wenn man statt der dümmliche Dialoge nur die Kulissen beachtet, hat man Spaß. Kein Wunder, dass von Kurtzmans Mannen am Ende alles kaputt geschossen wurde? („Nieder mit Kulissen, die Geschichten erzählen!“)

Was die gesuchte Black Box angeht, die erklären kann, warum der „Brand“ stattfand, bin ich geteilter Meinung mit mir selbst. („Huhu, Visions-Klapo im Stuhl gegenüber. Wieso hast du eigentlich immer Wut-Speichel am Kinn?“)

Einerseits finde ich, dass das eine brauchbare Idee ist (Informationen sammeln statt erprügeln? Wow, mutig!), andererseits sollte man meinen, dass diese Idee schon vor 100 Jahren ausführbar gewesen sein sollte. Oder halt gestern. Da glaube ich auch nicht, dass die Sternenflotte sooo viel zu tun hatte. Ein solches Maß von (angeblicher) Auslastung gebe ICH normalerweise nur vor, wenn ich Hausarbeit verrichten soll.

Oder Gastartikel auf Zukunftia hochladen. Räusper…

Am Ende bleiben für mich auch noch ein paar Fragen übrig:

– Was war denn jetzt eigentlich diese wichtige Mission, zu der die Discovery wollte? Uninteressant, da eh alles Cheese-Budenfiguren – und damit ZURECHT mit drei Beinen im Grab?

– Wieso war Burnham überrascht davon, dass der Brand eventuell nicht überall gleichzeitig begonnen hat? Sollte das nicht sogar das Wahrscheinlichste sein? Physik/Ursache/Lichtgeschwindigkeit und so?

– Können wir mal erfahren, warum die Imperatorin ÜBERHAUPT frei rumlaufen darf? Sie bedrohte bereits Saru, verführt Burnham und bringt stets Unruhe – wird aber am Ende auch nicht bestraft. Alle Angst wegen ihrem 80er-Jahre-Kung-Fu?

– Dass der verletzte Andorianer am Ende überlebt hat, fand ich überraschend. Toller hätte ich aber gefunden, wenn wir von ihm zwei-drei Sätze gehört hätten. Und nicht von ANDEREN über ihn. („Hey, ich weiß, du hast dich damals gewehrt und dann haben sie dich verstümmelt, aber du bist echt immer ein blauer Kerl geblieben, das muss ich dir lassen!“)

, „Star Trek – Discovery“, Kritik zu 3.06, „Scavengers“

„Meine Güte, was kommt da denn durchgebrochen?“ – „Man nennt dies einen guten Effekt.“ – „Ich weiß. Aber warum ist das Ding nicht BLAU, wie sonst auch alles?!“


Fazit: Eigentlich alles beim Alten…

Jede Woche sucht man nach irgendwas/irgendwem, zeigt den Bösen, dass ein treffender Phaserschuss erstaunlich viel moralische Sprengkraft besitzt.
Bevor man dann eine Runde abheult, weil Liebe GUT ist. Und Verrat böse. Und der Burn lange her. Und die Sternenflotte immer noch da. Und dass Tote immer bei uns sein werden. (*auf Gene Roddenberrys Mumie in Kurtzmans Bett zeig*)

Nur echt mit Premium-Dialogen wie: „Ich liebe dich“ – „Klar, du bist ja auch ein GENIE!“, oder auch: „Sie kommt mit dem Tod ihres Freundes jetzt besser klar. Also muss ich jetzt erst recht helfen!“

Die lahme Rahmenhandlung um den Schrottplatz ist dabei nur das Vehikel, das uns die bekannten Sprüche und Rahmenbedingungen schmackhaft machen soll. („Imperatorin, ich werde dir iiimmer beistehen.“ – „Ja, ich mir auch, Michael!“)

Wertung als Trek-Serie:

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM

Wertung als spaßiges Trash-TV:

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM
SPARKS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
Ionensturm der Liebe, „Star Trek – Discovery“, Kritik zu 3.06, „Scavengers“
Schnief. Schnüff.
Ach, war das wieder eine schöne Folge.
Wie Michael und Book sich in den Armen lagen.
Die bittersüße Nebenhandlung um Adira und ihrem Geister-Lover.
Das Anschwellen der Musik, als es zwischen Saru und Michael zum Konflikt kommt und man dadurch kaum noch den Dialog hören konnte.
Die tragische Hintergrundgeschichte des Andorianers mit ohne Antennen.
Der enttäuschte Blick von Admiral Anführer in Richtung Michael, welcher mich an meinen eigenen Gesichtsausdruck seit dem Pilotfilm erinnerte.

Kurtz, was für eine tolle Seifenoper dieses Discovery doch ist!
Ob Alex dafür extra Rosamunde Pilcher nochmal ausgegraben hat?

Und so langsam wird auch der rote Faden dieser Staffel deutlich:
Das Rätsel hinter einer schrecklichen Zerstörung in der Zukunft… äh… Vergangenheit muss entdeckt werden, was nur durch das Erforschen von roten Signalen, pardon, der Erklärung des Ursprungs einer tödlichen Vision, sorry, das Finden von mehreren Black Boxen möglich ist.
Aber wird man Control, stop, die K.I. Alienrasse, nee, wahrscheinlich schon wieder irgendeine Computer-Intelligenz noch rechtzeitig aufhalten können?
Um dies zu erreichen muss Pica— die Discovery mit Verbündeten wie Pike und der Enterprise… ach, verdammt… der Zukunftsföderation zusammenarbeiten, was nur durch den Einsatz der Auserwählten namens Soji… stop… Burnham gelingen kann.

Das ist schon ganz großes Kino, welches vor Abwechslung und Einfallsreichtum nur so strotzt. Zumindest, wenn man das Kino im Jahr 2020 als Maßstab nimmt. *auf rollende wüstensträucher vor dem cinemaxx deut*

Klar, in Sachen Science-Fiction bewegt sich Discovery schon seit Beginn auf dem selben Qualitätsstandard wie Battlefield Earth, aber wer den seichten Schnulz liebt und es sich selbst nicht eingestehen will, der ist hier schon gut bedient.

Ich übertreibe? Hier einmal der Trailer für die nächste Folge der „Michael Burnham Show“. Aber danach nicht vergessen, den Pathos-Schleim vom Monitor abzuwischen.

Einige kurze Gedanken zur Folge:
– Schön, dass man für die Außenszenen extra ins Ruhrgebiet gereist ist und auf der Zeche Consol gedreht hat. Der Raumschiff-Schrottplatz mit den Wracks am Himmel hat aber wirklich gefallen. War das etwa Lob? Ieeeh!
– Die Fluchtszene sorgte bei mir für ein DejaVu, welches ich nicht einordnen konnte. Gut, dass wir dafür Major Grin haben.
– Ich finde es weiterhin schwer zu glauben, dass ein 1.000 Jahre altes Raumschiff über irgendeine Form von überlegener Technologie verfügt („Ja, wir haben auch Pilze, wo man plötzlich ganz woanders ist…“ *mampf*).
– Das große Staunen über die Holo-Kommunikatoren wirkte übertrieben, nachdem man bereits im 23. Jahrhundert für jeden Scheiß auf Hologramme gesetzt hat.
– Die „selbstdichtenden Schafftbolzen“ werden wahrscheinlich wieder für große Fan-Jubelrufe sorgen.
– Warum zum Henker sind Sternenflotten-Artefakte so gefragt? Ist nebenan das Arbeitslager, wo nach alten GameBoys gesucht wird?
– Eine Regel gegen ungeschultes und unnötiges Rumbeamen wäre vielleicht keine schlechte Idee?
– Georgiou hat Anfälle von Rückblenden. Wer wettet wieder alles mit beim „Die Fan-Theorie ist wie immer interessanter als die echte Auflösung“ Spiel?
Am wahrscheinlichsten finde ich ja „Bös-Georgiou wird zu Gut-Georgiou weil Terraner-Dimension nun weiter weg“. Oder geht es NOCH blöder?

Fazit: Was soll man noch sagen, was man mittlerweile nicht schon tausend Mal gesagt hat? Die Geschichte von Discovery zeigt auch hier wieder keine Spur von Struktur und besteht nur aus spontanen Zwischenrufen der Autoren á la „Dann passiert dies…“ und „Dann passiert das…“ nach immer dem selben Muster. So war es schon immer und so wird es auch bleiben, weswegen der Plot von Disco Staffel 2 und Star Trek Picard auch mehr oder weniger zu einem wirren Eintopf verschmilzt („Und dann lässt Control das Borg-Schiff abstürzen. Und dann gehen Picard und Michael nach Androidenhausen. Und dann…“).

Deswegen freue ich mich auch schon auf die nächste Picard-Staffel, wo ein schreckliches Ereignis dafür sorgt, dass Jean-Luc jemanden oder etwas suchen muss, um die Galaxis zu retten. Gnaaah…

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von Klapowski am 20.11.20 in Star Trek: Discovery

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Kommentare (68)

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  1. JP1957 sagt:

    Was soll man bloß schreiben …?

    Eine absolut belanglose Story.

    Eine abgrundtief kitschige Liebesszene zwischen Burnham und Book, die nicht einmal Soap-Format hatte.

    Ein – moralisch – katastrophales Ende der Ausbruchsszene … Burnham rettet nur Book und den Andorianer. Was geschieht mit all den anderen Häftlingen? Oder habe ich übersehen, dass die zuvor alle niedergemetzelt wurden?

    Und: Der „Burn“ ist 120 Jahre her und die gesamte Restföderation hatte in all den Jahren „keine Zeit“ sich um die Erforschung der Ursache zu kümmern??? Was für ein Quatsch.

    • Klapowski sagt:

      „Burnham rettet nur Book und den Andorianer.“

      Guter Hinweis. War mir nicht aufgefallen. Andererseits muss man anerkennen, dass der Blaublütige AUSERWÄHLT war. Was bei STD sogar noch über der katholischen Heiligsprechung rangiert.

      Dass man derlei „Schiefigkeiten“ schon gar nicht mehr wahrnimmt, zeigt aber sehr gut, wo der Fokus des heutigen Treks liegt. Hat man früher noch leidenschaftlich über eine Bande von umzusiedelnden Space-Indianern geredet oder in „Insurrection“ ein paar Hüttengruftis beschützt, damit bloooß keiner im Quadraten unsterblich wird, überleben heute nur diejenigen, die vom Hauptdarsteller nett vorgestellt wurden:

      „Das ist der Günther. Der ist Andorianer. Und total nett. Hat mal mit Essen auf einen Wärter geworfen. Krasser Typ!“

      Antworten
    • Mikrobi sagt:

      „Was geschieht mit all den anderen Häftlingen? Oder habe ich übersehen, dass die zuvor alle niedergemetzelt wurden?“

      Nummer 1 hat sie alle in Stücke gerissen!

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      das verwerfliche ist doch, dass der ausbruchsversuch von book initiiert wird und die anderen häftlinge von ihm motiviert werden. und dann lässt er sie einfach auf dem planeten.

      Antworten
    • Daniel sagt:

      Häh, die sind doch auf das Transportschiff geflohen, das da im Hintergrund abgehoben ist. Nicht das das viel Sinn ergeben hat…

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @daniel: hab mir die szene jetzt noch einmal angeschaut – du hast recht. ich hab das beim ersten sehen nicht so wahrgenommen, weil ja völlig unklar bleibt, woher dieses schiff kommt und wieso es von den flüchtenden genutzt werden kann.

      Antworten
  2. Donald D. sagt:

    @ Klapo: Wenn Du solche Schiffszenen, wie von Dir oben beschrieben, magst, dann guck‘ doch „The Mandalorian“. Da passiert das in jeder zweiten Folge. Und die Serie macht auch wesentlich mehr Spaß.

    • Klapowski sagt:

      Ich weiß ja nicht… Wobei: Fand ja die ersten zwei Folgen sehr hübsch gemacht.

      Aber kam danach auch irgendwann mein alter Freund namens STORY dazu? Nur Action-Shots mit Lord Helmchen und dem süüüßtesten Wesen der Galaxie (= ich selbst, vor dem Fernseher) sind ja doch etwas wenig auf Dauer?

      Antworten
    • FordPrefect sagt:

      Oder The Expanse *hust*

      Wobei ich mich ja auch irgendwie 5 Jahre drum gedrückt habe und jetzt in nur 3 Wochen durch war *pfeif*

      Antworten
    • Donald D. sagt:

      „Ich weiß ja nicht… Wobei: Fand ja die ersten zwei Folgen sehr hübsch gemacht.“
      Schlechter wird’s auf keinen Fall. Die Handlung ist natürlich nicht so kompliziert, wie z. B. bei den alten „Star Trek“-Serien. „The Mandalorian“ ist eine Einzelepisodenserie und zudem eher für Kinder gemacht. Der Mando erlebt hier und da in der Galaxis ein paar Abenteuer und muß sich meistens mit einem „Gauner/Monster der Woche“ herumschlagen. Nichts Neues, klar, aber war das bei „Voyager“ anders? Der „große Handlungsbogen“ ist natürlich, „Baby-Yoda“ zu beschützen und zu seinem Volk zurückzubringen. Und das hat die Serie den neuen Trek-Serien und auch Episode VII – IX voraus: eine einfache, aber nachvollziehbare Handlung, sympathische Charaktere und eine Kulisse, die soweit überzeugt, daß man wirklich glauben kann, die Ereignisse finden kurz nach Episode VI statt. Auch werden die CGI-Effekte nur soweit eingesetzt, wie sie benötigt werden. Irgendwelcher fliegender Firlefanz wie bei „Disco“ ist nur selten zu sehen. Und: Bis jetzt hat nicht ein Charakter auch nur einmal geheult!!! Mir gefällt die Serie neben „Rogue One“ von dem Disney „Star Wars“-Zeug bis jetzt am Besten. Ganz ignorieren würde ich sie an Deiner Stelle nicht. Da bis jetzt die meisten Folgen gerade mal ca. 40 Minuten gehen, kann man auch ein paar hintereinander gucken. Mir macht die Serie Spaß.

      Antworten
    • Yole sagt:

      Bin sehr happy dass ich Mandolorian gucke statt Discovery.
      Sie ziehen den entspannten Stil durch. Mal sehen, ob die „Rahmenhandlung“ nicht zu kurz kommt und die entscheidende „Begebenheit“ erst in der letzten Folge stattfindet.. (so ohne Spoiler)
      Jedenfalls, kurze Folgen, kurze Staffel, kurze Wartezeit. Eigentlich ist es für das Streaming-Zeitalter ideal.

      Antworten
  3. FordPrefect sagt:

    Burnham muss Saru bestätigen, dass er das richtige Getan hat, als er sie degradiert hat. Wow und ich dachte schon übergeben des Kapitän-Stuhls war peinlich.

    Wenn wir sowiso einen Instant-Pilz-Hüpfer als Rapid Response haben, warum muss dann die Discovery warten?
    Pilzhüpfer über Arbeitslager, Zwei Phasersalven gegen $beamblockiertech alle Arbeiter + Book + Blackbox Rausbeamen und noch vor dem Mittagessen wieder zurück in der Sternenflottenbubble.

    Wieso kann man im 32Jhd mit Programmierbarer Materie den Pilzantrieb nicht kopieren?
    Wieso bemüht sich in den 3 Wochen niemand darum das überhaupt zu probieren?

    Und Schwebende Gondeln sind auch echt schlimm.
    Anderseits, warum überhaupt noch Gondeln, wird doch eh nur gehüpft und nicht mehr mit Warp geflogen.

    Was Positives, die Ausbruchsaction fand ich auch okay, hätte aber halt viel besser zu Dark Matter gepasst.

    • Vulpe sagt:

      Bei den schwebenden Gondeln musste ich auch sehr schmunzeln. Mal abgesehen davon das es keinen erkannbaren Vorteil bietet, erschließt sich mir auch nicht wie das funktionieren soll (ja ok sci-fi halt) bzw. hätte man ja zumindest mal VERSUCHEN können das mit irgendwelche Technobabble zu erklären. Ich hab sogar meinen Trekkie-des-Vertrauens danach gefragt, der dann nur meinte „Gravitation“. So viel dazu.

      Was ich allerdings witzig fand, dass Saru am Schluss sich nach dem Anschiss nicht einfach weggebeamt hat. Er ist erst demonstrativ weggewatschelt und hat sich dann gebeamt. Sehr dramatisch usw.

      Antworten
    • FordPrefect sagt:

      Ich denke an Kraftfelder.
      Aber das Problem ist, dass man bei New Trek halt nicht mehr nach Technobabble Erklärungen suchen kann. Die Autoren erfinden Dinge, weil es irgendwie Futuristisch aussieht, nicht weil es irgendwie Sinn ergibt.
      Wie die bessere Manövrierbarkeit der Discovery dann aussehen wird, haben wir ja schon bei der Fluchtszene gesehen, wo Books Schiff beim Kurvenflug einfach mal komplett auseinander gefallen ist und sich wieder Zusammen gepuzzelt hat.

      Antworten
  4. Nestroy sagt:

    Also früher schon in DSC eingesetzte Gewalt-Rückblenden an die sich die betreffende Person kaum erinnern kann verrät uns ja eigentlich schon was mit Georgiou los ist -> Sie ist eine operierte Klingonin!

    PS: Für mich war die ganze Episode ein einziges großes Befremdnis…

  5. Kazairl sagt:

    Kann man DSC nicht umbenennen? Die Show dreht sich kein Stück um das Schiff Discovery und die Crew, das ist die Burnham Show, das ist kein ST, das ist GZSZ Niveau, können wir es nicht nennen, was es ist, nicht ST DSC sondern: Burnham, GZSZ.

  6. Kritikkritiker sagt:

    Ich gucke die Serie nicht, aber nach dem Überfliegen der Artikel hier kann man doch jetzt schon orakeln, dass der Burn irgendwas mit Burnham zu tun haben wird, oder? Reist am Ende der Staffel vermutlich gegen Befehle vertoßend in die Vergangenheit um das Ereignis zu verhindern und – dundundun – löst es dadurch selbst aus. Fortsetzung folgt (ohgott).

  7. Travelfox42 sagt:

    Sind bei DSC eigentlich Straßenlaternen im All, oder warum leuchtet es immer so weihnachtlich durch die Fensterchen? Und dann huschen auch noch Lichtreflexe vorbei, während drinnen gehaltvolle Dialoge im Kämmerlein gedrechselt werden – ganz so, als wenn mein Auto nachts auf der beleuchteten Straße umherfährt. Und ich dachte immer, im All sei es dunkel. Aber was weiß ich schon…

  8. Zuse sagt:

    Ihr versteht Kurtzman einfach nicht: Blau ist die Farbe der Demoratts!

    Scherz beiseite, kommen wir zum Lustigen:

    Head-Blue-Head und ein Serien-wichtiger Song, den nicht jeder kennt/hört, aber die Wichtigen. Hätten die nicht lieber (halb)-nackte Frau und Zeitreise-Steine von Ronald D. Moore klauen können? Ups, die Steine ja (Zeitkristalle), aber die Silkonmaskierte Klingonin zähle ich nicht.

    Running Man wurde ja schon genannt: Mir kam das total 1 zu 1 übernommen vor: Kulisse und Story-Teil. Aber seit 1987 die Kulissen stehen lassen?

    Was ist nun mit Space-Mao? Vermißt sie die geilen Spielchen mit Spiegel-Mickey-Spock oder fehlt ihr einfach die Dosis Kelpian-Fleisch, um nicht bekloppt zu werden?

    Was war noch Mist: Raumschiff-Teile ohne direkt Verbindung, zu wenig Katzenzeit aber zu viel Mickey-Spock und noch mehr. Ich schaue gar nicht mehr genau hin …

    Positiv: Die Schwuchteln putzen nicht nur die Zähne zusammen, sondern REDEN irgendwie sinnvoll miteinander! Der Blaue durfte als Nebenrolle mehr als 2 Sätze sagen und mußte nicht danach dramatisch sterben.

    Das 1. Positive, was ich der Produktionsfirma für diese Serie insgesamt anrechne: Die für mich namenlose Blonde, der das Kommando übertragen wurde: Sie war in der 1. Staffel die Schwarz/Weiße, in der 2. Staffel nicht mehr, da sie wohl Allergien hatte wg. des Make Ups und war dann schon im Hintergrund rumstehend in der jetzigen Rolle. Und diesmal: „Auf den Stuhl.“

    Farbspiele zum Schluß: Red Angel und Burn: Reps (Rot in USA) werden den Burn verschuldet haben!

    Ok, Bonus-Burn: https://www.youtube.com/watch?v=t4fDCwDiWJQ

  9. Vulpe sagt:

    Ich frag mich die ganze Zeit wie ich mir diesen „Burn“ vorstellen soll. Das Dilithium ist einfach verschwunden? Überall? War es eher so „ich schau mal nach dem Dilithium.. oh das ist weg“ oder eher so „Alle Raumschiffe mit Dilithium an Board explodieren“(was natürlich bei dem Namen „Burn“ mehr Sinn machen würde)? Dann müsste man ja wissen wo es angefangen hat bzw. aus welcher Richtung das ungefähr kam oder sowas. Wer hat denn was davon? War das ein Naturereignis oder eine feindliche Handlung?
    Kann sein, dass ich das irgendwann verpasst hab weil ich abgelenkt von meinem Weinglas war. Kann mich bitte jemand aufklären?

    • Kazairl sagt:

      Ich bin mir gar nicht sicher. Aber wurde der Burn überhaupt schon erklärt? Ich kann mich keiner logischen Erklärung entsinnen.

      Antworten
    • Zuse sagt:

      Der Burn wird in den letzten 5 Sec. der Staffel sein.

      So toll mit Effekten, daß nichtmal die Effekt-Künstler selber sehen werden, wie toll das aussieht.

      Das wird echt so ein Scheiß. Hat mit Burnham zu tun, die dabei traurig gucken wird.

      Antworten
    • Nestroy sagt:

      Der Brand wurde in der Serie bislang so dargestellt, dass alles Dilithium in aktiven Warpkernen überall in der Galaxis (oder nur im Quadranten?) explodiert ist und mit ihnen die zugehörigen Raumschiffe und deren Besatzungen. Nur Raumschiffe deren Warpkerne zum Zeitpunkt des Brands inaktiv waren blieben verschont. Seitdem ist Dilithium anscheinend Mangelware und die Föderation hat sich aufgelöst aus Angst davor, dass es erneut passieren könnte.
      Burnham hat jetzt in dieser Folge rausgefunden, dass doch nicht alle Schiffe zeitgleich explodiert sind. Einige auch ein paar Momente vorher bzw. nachher. Das gibt die Explosionsrichtung vor die sie jetzt anhand der Black Boxen triangulieren will.

      Antworten
    • Vulpe sagt:

      Achso, ich hatte es so verstanden, dass das Dilithium allgemein verpufft ist – also wirklich alles. Danke für die Aufklärung!

      Antworten
    • Sparkiller sagt:

      „Aber wurde der Burn überhaupt schon erklärt?“

      Dazu macht man sich als Disco-Schreiberling doch erst am Ende wirklich Gedanken.

      Das war bei Disco Staffel 1 (Wie wird der Klingonen-Krieg beendet?), Staffel 2 (Wer war für die roten Signale verantwortlich?) und Picard (Was kommt aus dem Portal und wie halten wir das auf?) doch ganz genauso. Bis zur letzten Folge wurden die Hintergründe so vage gehalten, dass noch ALLES hätte passieren können („Ist Control etwa ein Boooorg??!“).

      Und WAS dann passiert, wurde meist kein bisschen vorher angedeutet. Team Kurtz halt.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      Das macht es doch aber aus. Diese deepen 90er-Jahre-Wendungen in letzter Sekunde: „Ich sehe tote Warpkerne.“

      Hat man nicht kommen sehen.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Muss Teil gewisser moderner Serienschreibe sein (nicht bei allen Serien, aber bei meist denen, die jüngst wirklich erfolgreich waren wie GoT oder Mandalorian). Bei GoT war es doch genauso. Man hat zwar ahnen können, was mit Dany passiert, aber das Foreshadowing fehlte. Aber zeichnet sich nicht gute Storyschreibe genau dadurch aus, Foreshadowing und Character Developing? Ohne das kann ALLES passieren und es passiert meistens etwas, das entweder unlogisch ist oder nie und nimmer zum Charakter zu passen scheint.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      @Hoffmann:

      „Das macht es doch aber aus. Diese deepen 90er-Jahre-Wendungen in letzter Sekunde: „Ich sehe tote Warpkerne.““

      Damals gab es ja auch keine staffelübergreifenden Geschichten. Jedenfalls nicht bei TNG. Ob ein Ende bei einer 42-Minuten-Folge nun urplötzlich kommt („So, tödliche Seuche geheilt, wir fliegen weiter.“), oder aber nach 12 x 50 Minuten, das ist für mich schon ein Unterschied.

      Zumal man bei DS9 (am Ende) schon das Gefühl hatte, dass zumindest eine halbe Staffel im Voraus geplant wurde. Und oftmals war das gehetzte Ende auch dem strammen Minuten-Korsett geschuldet. Heute kann man es sich als Showrunner ja aussuchen, ob eine Folge 40 oder 70 Minuten lang ist. Oder GAR NICHT mehr endet, wie es sich Discovery häufig anfühlt.

      Antworten
    • accolon sagt:

      @Kazairl:

      Bei GoT ist das Problem aus meiner Sicht vielschichtiger.

      Ich hab erst die Serie gesehen und danach die Bücher gelesen. Man muss zunächst erst mal sagen, dass es in den ersten Staffeln ziemlich beeindruckend ist, wie gut die Buchvorlage da umgesetzt wurde. Das gilt auch und insbesondere für das Straffen etwas langwieriger Nebenhandlungen oder das Füllen kleinerer Lücken der Bücher, um die Story runder zu machen.

      Dummerweise hat die Serie dann aber recht schnell die Vorlage überholt und man konnte nicht mehr die ausführliche Vorarbeit verfilmen, sondern hat vermutlich mit ein paar Notizzetteln von George Martin gearbeitet. Das merkt man z.B. an den vielkritisierten schnellen Reisen von A nach B und zurück innerhalb einer Folge gegen Ende der Serie, wo sowas anfangs teils eine Staffel dauerte, weil halt auch der Weg selbst Teil der Story war. Alles, was die Charaktere unterwegs erleben (und was in den Büchern vermutlich ausführlich ausgearbeitet würde), fehlt, da es für den „großen Rahmen“ nicht wichtig ist und entsprechend nicht ausgearbeitet war.

      Wer nur die Bücher liest, wird Danys Entwicklung vermutlich bis zum Ende des letzten, 5. Bandes (von 2011!) nicht erahnen. Wer die Entwicklung aus der Serie kennt, findet in den Büchern Andeutungen in diese Richtung, die man dann durchaus interpretieren kann. Vermutlich hat man bei der Serie einfach gehofft, dass zumindest der vorletzte 6. Band im Laufe der Serie fertig wird (was Martin ja für 2015 und dann für 2016 durchaus mal angekündigt hatte) und musste dann am Ende zu viel improvisieren.

      Ich will das damit gar nicht rechtfertigen. Ich finde auch, dass die letzte Staffel GoT ziemlich viel kaputt gemacht hat, ähnlich wie damals das Finale von Lost. Man merkt daran in meinen Augen aber, wie gut Serien funktionieren können, wenn man eine gut ausgearbeitete Vorlage von fähigen Umsetzern verfilmen lässt, und wie unfähig die Umsetzer andererseits selbst bei der Storyschreibe sein können, wenn die Vorlage fehlt. Das ist, wie wenn der Architekt auf halbem Weg kündigt und der Maurer dann meint, er kann das neue Einkaufszentrum ja selbst fertig wurschteln.

      Antworten
    • Torim2010 sagt:

      Ich hab erst die Serie gesehen und danach die Bücher gelesen. Man muss zunächst erst mal sagen, dass es in den ersten Staffeln ziemlich beeindruckend ist, wie gut die Buchvorlage da umgesetzt wurde.

      Ja… Nein. Das kommt erst im laufe der Staffel.
      Die erste nackte Frau in den Büchern ist Cat als sie im Schlafzimmer den Brief ihrer Schwester bekommt.
      Tyrion sagt das es nicht so gut ankommt wenn er sich auf dem Schoß seines Bruders übergibt. Er wacht nicht im Hundezwinger auf und belehrt dann seinen Neffen und er ist auch nicht Teil irgendeiner Orgie.
      Die Augen und Haare sind nicht richtig umgesetzt worden. In den Büchern ist das sehr wichtig. Von den D&D wurde behauptet das man das versucht hätte aber da sie nach dem Feuer in das Dani steigt sie plötzlich die richtige Haarfarbe hat halte ich das für gelogen.
      Die Leichen sind in der Esten Folge in einem Symbol angeordnet.
      Arya Stark ist wie alt in der ersten Folge? Ein kleines Mädchen soll einen Bogen spannen und aus 20 Metern genau in die Mitte schießen können? Kann es sein das sie mit Michael Burnham verwandt ist? Den Robin Hood schuß gibt es auch nicht.
      An mehr kann ich mich nicht erinnern aber ich meine da ist noch deutlich mehr gewesen.
      Ich bin davon überzeugt das D&D auf Druck von George R. R. Martin sich mehr an die Bücher gehalten haben.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      „An mehr kann ich mich nicht erinnern aber ich meine da ist noch deutlich mehr gewesen.
      Ich bin davon überzeugt das D&D auf Druck von George R. R. Martin sich mehr an die Bücher gehalten haben“

      Durchaus logische Theorie. Als Martin nämlich irgendwann komplett aus der Serie war (vielleicht weil D und D sich das Projekt zu sehr angeeignet hatten, da sie alles, wirklich alles, alleine machen wollten) wurde sich immer weniger an der Vorlage orientiert und schließlich mussten sie ja komplett frei erzählen. Dadurch wiederum wurde die Serie schlechter und das Ego der beiden Showrunner hat ihr dann immer mehr den Rest gegeben.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      @Klapo

      War auch ironisch gemeint. Ich kann mit dieser Art des episodenübergreifenden Storytellings mit „überraschender“ Auflösung nichts anfangen, zumal es in den ersten beiden Staffeln darauf hinaus lief, dass Burnham gottgleicher Dreh- und Angelpunkt der Galaxie ist. Obwohl ich die dritte Staffel bislang nicht gesehen habe, wäre ich wirklich positiv überrascht, wenn „the burn“ nichts mit Michael Burnham zu tun hätte.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Dass der Burn etwas mit Burnham zu tun hat, ist so ein typischer Kurtzman-Twist, über Meilen hinweg vorhersehbar und es wird am Ende bestimmt als riesiger Geniestreich gehandelt.

      Antworten
    • Stoffel sagt:

      @Torim
      Nein da widerspreche ich. In der ersten Staffel konnte man Dialogzeile für Dialogzeile in den Buch mitlesen, Staffel 2,3 war auch noch realtiv nah an den Büchern, wobei hier auch einiges geändert und übersprungen wurde und ab Staffel 4 hat man sich von der Buchvorlage immer weiter entfernt, was man auch an der Qualität ab Staffel 4 im Betreff Story merkte.

      Antworten
    • Torim2010 sagt:

      @Stoffel lies dir bitte noch mal durch was ich geschrieben habe.
      Ich werde bestimmt mit den Büchern in naher Zukunft noch mal anfangen.
      Ich mache das fast jedes Jahr.
      https://gameofthrones.fandom.com/de/wiki/Unterschiede_zwischen_Buch_und_Serie/Staffel_1#.22Lord_Schnee.22
      Schau da mal rein.
      Und ich wiederhole es sind am Anfang deutlich mehr Unterschiede. Dialoge werden teilweise eins zu eins wiedergeben aber trotzdem gibt es deutliche Unterschiede.
      Klar vieles musste geändert werden weil die Serie diese Dinge nicht umsetzen konnte weil es dann 20 Folgen pro Staffel gewesen wären. Und gerade in den folgenden Büchern wird das immer mehr.
      Ich behaupte aber immer noch das die meisten Unterschiede der ersten Staffel in Folge 1 stattfinden.

      Antworten
  10. frank sagt:

    schaut ihr eigentlich alle auf deutsch? oder bin ich der einzige, der burnhams art zu reden einfach unerträglich findet?

    immer dieses gepreßte hauchen, oder wie soll man das nennen? nur, damit auch jeder weiß, daß das, was sie sagt, ungaublich wichtig ist… grauenhaft!

    • Vulpe sagt:

      Du bist nicht alleine, keine Sorge. Wobei ich versuche die Dame möglichst wenig zu beachten, dann reg ich mich nur auf.

      Antworten
    • frank sagt:

      @Vulpe: danke. ehrlich gesagt beruhigt mich das jetzt dann doch sehr!

      mich wuerde mal wirklich die kausalitaetskette interessieren:
      – sagen die produzenten: „wir wollen emoscheisse fuer frauen“, und dann sagen die regisseure zu smg[1]: „spiel mal emoscheisse fuer frauen“, und dann spielt smg halt emoscheisse fuer frauen.
      – oder denkt sich smg: „hey, ich spiele mal voll die emoscheisse, dann finden das bestimmt auch andere frauen gut“, und der regisseur denkt sich: „boah, ey, die spielt so ’ne emoscheisse! aber das finden bestimmt auch noch andere frauen gut!“, und die produzenten sagen sich: „die spielt zwar voll die emoscheisse, aber das finden bestimmt auch andere frauen gut“
      – oder sagt der regisseur: „du, spiel‘ doch mal voll emo, das finden bestimmt auch andere frauen gut!“, und smg sagt sich halt: „ok, dann spiele ich halt wieder voll emo. solange ich meinen job behalten kann… und vielleicht finden das ja andere frauen gut!“. und der produzent so: „oh, je, schon wieder voll emo gespielt… aber gut, das finden bestimmt auch andere frauen gut. und es fuellt die kassen…“

      oder irgendwie sowas halt…

      wer hat da insiderwissen?

      [1]: smg sind die initialen der schauspielerin die michael burnham verkoerpert; ich weiss jetzt nicht auswendig, wie man sie schreibt, und es interessiert mich auch viel zu wenig, als dass ich geschwind wie der wind danach google… ganz im gegensatz zu wenn erstmal nielsson erste offizierin wird!..

      Antworten
    • Vulpe sagt:

      Ich weiß natürlich nicht was sich smg/Produzenten/Regisseur denken aber kann dir als weibliches Wesen versichern, dass diese Darstellung einer weiblichen Rolle bei den meisten Frauen definitiv NICHT gut ankommt. Jedenfalls meiner Erfahrung nach, kann natürlich nicht für alle sprechen.

      Es ist halt irgendwie so ein Trend gerade, möglichst viele Frauen und Multikulti blabla.
      Star Trek hat das schon lange vor dem aktuellen Trend gemacht hat, z.B. mit Janeway oder Sisko. Warum man da jetzt nochmal einen draufsetzen muss, sei mal dahingestellt. Bei Discovery finde ich Tilly da noch am sympathischsten, einfach weil sie manchmal nervt und nicht jedes Klischee bedient was man gerade finden konnte. Janeway war z.B. toll weil sie eben nicht „nur“ eine intelligente Frau war sondern Charakterstark, sie war sich ihrer Stärken und Schwächen bewusst und garantiert keine Heulboje. Janeway hat man die Rolle einer Führungskraft einfach abgenommen.
      Es ist nicht besonders emanzipatorisch wenn die Crew zum großen Teil aus Frauen besteht die natürlich alle wunderschöne Genies sind, so viel wiegen wie mein couchtisch aber trotzdem Nahkampfmaschinen und immer Zentrum des Universums sind. Das liest sich im ersten Moment vielleicht etwas frustriert, aber ich will folgendes damit sagen:
      Früher war es für weibliche und männliche Rollen genug einfach „normal“ zu sein, oder eben ein Experte auf dem jeweiligen Fachgebiet. Riker war natürlich ein Schnittchen, aber kein Wissenschaftler. Beverly war Ärztin, aber keine Karate-Queen. Wesley war ein Genie, aber sozial unbegabt – usw. Was ja auch gut so ist.
      Aktuell (bestes Beispiel ist Discovery) reicht es vor allem für weibliche Rollen nichtmehr aus „nur normal“ zu sein. Die Damen müssen natürlich alles können und das Makeup muss immer sitzen. Männer dürfen ruhig weiter normal sein – wenn sie dann mal mitmachen dürfen. Dazu kommt natürlich noch das unsere superkrassen Heldinnen dann regelmäßig so wie Burnham rumflennen. D.h. Frauen müssen zwar in allem die superlative sein, aber haben trotzdem die Heulrollen. Das hat in meinen Augen NICHTS mit Emanzipation zu tun oder was auch immer die Produzenten sich damit auf die Kappe schreiben wollen.
      Ist jetzt vielleicht etwas kleinkariert von mir, aber das musste einfach mal rauß. Ist ja sozusagen mein Job als Weibchen rumzuheulen, jedenfalls solange die Frisur sitzt.

      Antworten
    • Torim2010 sagt:

      Ich stelle mir gerade die Szene aus ein missglücktes Manöver vor als Picard Wesley zur Rede stellt.
      Picard redet Wesley ins Gewissen
      PicardJeder Sternenflottenoffizier ist in erster Linie der Wahrheit verpflichtet. Ob es die wissenschaftliche Wahrheit, die historische oder die persönliche ist. Das ist das oberste Prinzip der Sternenflotte. Und wenn Sie sich nicht im Stande sehen aufzustehen und die Wahrheit zu sagen, dann haben Sie es nicht verdient diese Uniform zu tragen!
      Wie wäre das gewesen wenn beide wie Kleinkinder geheult hätten?
      New Trek ist einfach nur noch peinlich.
      Früher:
      Wesleys hohe Intelligenz kam bei den Fans nicht gut an, da es nicht glaubwürdig war, dass ein Teenager immer wieder die Enterprise rettete, während die erwachsenen Offiziere nicht dazu in der Lage waren. Als man die Figur Jake Sisko für die Serie Star Trek: Deep Space Nine erschaffen hatte, wollten die Produzenten die Fehler, die man bei Wesley gemacht hatte, vermeiden und man schrieb Jake Sisko als normalen Teenager, der nicht einmal zur Sternenflotte gehen wollte.
      Heute: Wirklich jeder ist ein Genie aber reden nur den letzten Müll.

      Antworten
  11. Pilzwarp sagt:

    Es heulen wieder alle, hurra!

  12. Zuse sagt:

    https://www.youtube.com/watch?v=ewzYtMOJAPY

    Das wird bevor dem Burn gespielt.

    Danach kommt das Orginal.

  13. bergh60 sagt:

    tach auch !

    Furchbare Folge.
    Gab es da nicht eine Sequenz, wo (fast) alle Schiffe explodierten?

    Book : All Dilithium in the Galaxy went BOOOOM !

    Nebenbei noch ein Bonus Burn:
    https://youtu.be/PeMvMNpvB5M?t=108

    Gruss BergH

  14. Jaye_el sagt:

    Die einzige offene Frage nach dieser Folge :
    Warum 2 Sterne .. ?
    = Story 0 + Effekte -2 (unnütze Zauberei) + Musik 0 + Romanze 0

    Habt ihr echt 4 schwarze Köfferchen in der Warpgondel gefunden ? ;)

  15. Torim2010 sagt:

    Ich bin zutiefst enttäuscht. Ich habe eben mal in die Folge reingeschaut weil ich mir nicht vorstellen konnte das die wirklich von einer Blackbox reden. Und musste mir die Missions Vergabe da Admirals anhören.
    Wirklich niemand sagt was dazu das die Sonnenbrillen zu einem Planeten liefern wollen weil es dort erhöhte Sonnenaktivität gibt oder sowas.
    Wenn mir jetzt noch irgendwer ankommt und was von ich zitiere: Es ist inzwischen schon Standard jede Kleinigkeit zu zerlegen.
    Dann dann ach ich weiß auch nicht so viel Dummheit heutzutage ich weiß echt nicht was ich dazu noch sagen soll.
    Ach und eine Blackbox wer kommt auf sowas wenn die Box so unzerstörbar ist hätte man vielleicht den Maschinenraum aus dem Material bauen sollen.
    Und nein man kann es nicht mit den Flugschreibern aus einem Flugzeug vergleichen. Die Annihilation einer gegebenen Masse von 50 % Materie + 50 % Antimaterie würde also viel mehr Energie freisetzen als die Reaktion einer gleich großen Masse von Fusionsreaktor-Brennstoff. Beispielsweise würde die Annihilation eines Wasserstoffatoms mit einem Anti-Wasserstoffatom die Energie 1,88 GeV liefern; die Fusion eines Deuteriumkerns mit einem Tritiumkern liefert dagegen nur 17,6 MeV, also etwa ein Hundertstel. Das ist nicht mit einem Flugzeugabsturz zu vergleichen.

    • Stoffel sagt:

      „Wenn mir jetzt noch irgendwer ankommt und was von ich zitiere: Es ist inzwischen schon Standard jede Kleinigkeit zu zerlegen.
      Dann dann ach ich weiß auch nicht so viel Dummheit heutzutage ich weiß echt nicht was ich dazu noch sagen soll.“

      Kann ich echt nachvollziehen, dass Zitat ist nur ein jämmerlicher Versuch Kritik zu relativieren.

      Antworten
  16. Stoffel sagt:

    Igitt triefender Schmalz in Überfluß, ich dachte ja nach diesen unerträglichen Pathos, kann es nicht schlimmer werden.

    Ich denke mir die ganze Zeit, der Admiral ist zu gut für die Serie. Professionel, man hat das Gefühl er denkt und redet dann. Der kann doch im STD Format nur der Böse sein.
    Jede wette, die Föderation, Sternenflotte ist egal (STD macht da ja keinen Unterschied), ist für den Burn verantwortlich (100 Jahre oder so und keine Ursachenforschung, häh?). Irgendein Trumpverschnitt Föderationspräsident hatte seine Wahlniederlage nicht akzeptiert. Da standen dann die Supporter und Gegner da und um die Gegner loszuwerden, hat der Trumpverschnitt den roten Reset-Button gedrückt. Sternenflotte First oder so, als Begründung und lies ein paar Schiffchen und ne Station in einen Tarnfeld parken, damit er was zum regieren hat und von „liberalen“ Vulkaniern z.B. nicht belästigt wird und alles in seinem Sinne (Make Starfleet great again) aufzubauen. Oder so, mir schwant schlimmes

    • frank sagt:

      bei den derzeitigen film- und fernsehmachern halte ich das durchaus nicht für unwahrscheinlich. die meinen, ihr trauma von vor vier jahren spiegelt das befinden der restlichen welt wider, und daß sie allen zeigen müssen, wie die welt ihrer meinung einzig und allein auszusehen hat…

      Antworten
    • Torim2010 sagt:

      Er denkt und redet dann.
      Wenn die noch etwas Zeit haben bringen wir ihnen ein paar Sonnenbrillen vorbei.
      Admiral Dingens: Die haben sie.

      Antworten
  17. Anonymus (Bosch) sagt:

    Keine Sorge, es kann immer noch schlimmer kommen! Irgendwie werden die Stümper um Kurtzi es schaffen, im anstehenden 2-Teiler den „Guardian of Forever“ zu verschandeln, was sicher irgendwie mit dem Burn zusammenhängt. Da hat sich noch keine Trek Serie drangetraut nach der CLassic Folge „City on the Edge of Forever“ und der Animated Series der 70er. (Robert Meyer Burnett scheint da Infos zu zu haben, die er noch nicht offiziell machen will, aber bei Midnights Edge hat er neulich Andeutungen gemacht, die nur diesen Schluß zulassen!)
    Das wird ganz groß! Würg…

    • Scholli67 sagt:

      Jetzt weiß ich wovon du redest, hab gerad den Podcast gehört.
      Das klang höchst ominös und geradezu aufregend :-)
      So rührt man die Werbetrommel für eine Folge, da kann sich CBS ein Beispiel dran nehmen.
      Da schlägt dann also Space-Maos große Stunde und endlich, ENDLICH! wird der Grundstein für die Sektion 31 Serie gelegt.
      Nun muss ich wohl noch nägelkauend bis zum 10.12. rumhocken.

      Der Meyer Burnett ist ja wirklich ein netter, aber wenn ihm dann mal der so richtig der Kragen platzt, bleibt kein Auge trocken.
      Ich hoffe er macht sein Versprechen wahr und wir kriegen zügigst sein Feedback auf Midnightsedge.

      Antworten
  18. bergh60 sagt:

    tach auch !

    Kann ich allem folgen, nur der
    Witz mit den Sonnebrillen verlangt imho kein Bashing. Hört Euch das nochmal im Originalton an dann wird es klar.
    Englisch : Some Shades (Sooneschutz)
    Deutsch Nach brauchen Schilde ; wir bringen ihnen noch Sonnebrillen, wenn wir Zeit haben.

    IMHO Schlechte Sync. sonst nichts.

    Gruß BergH

    • Torim2010 sagt:

      Nun wenn ich im Internet mit some shades suche werden mir Sonnenbrillen angezeigt.
      Wenn es bedeuten würde Sonnenschutz ist es auch nicht sonderlich besser.
      Ich bin umgangssprachlich nicht so bewandert.
      Der Witz war in Picard nicht lustig und ist es jetzt auch nicht es ist einfach nur Dämlich.

      Antworten
  19. Kanzler Gorkon sagt:

    Ich möchte nicht viel zur dritten Staffel sagen, da ich sie noch schlechter als die beiden vorigen finde. Ich habe nur eine Frage: Wir haben jetzt sechs von dreizehn Folgen gesehen. Wann genau beginnt eigentlich die Story? „Der Herr der Ringe“ könnte ich ebenso zusammenfassen wie „Terminator“. Aber worum zum Geier geht es bei Discovery? Es fühlt sich inhaltlich einfach so leer an. Darüber hinaus habe ich mir weder das Jahr der gezeigten Zukunft gemerkt noch wüsste ich inzwischen alle Namen der Brückencrew. Weckt mich bitte, wenn’s vorbei ist!

    • Kazairl sagt:

      Irgendwie bleibt bei DSC nur wirklich Emo-Burnham namentlich in Erinnerung. Das ist kein gutes Zeichen. Eigentlich müsste bei einer Serie, bei der es um ein ganzes Schiff geht, wenigstnes die Main Crew in Erinnerung bleiben.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Die Frage „wann beginnt die Story“ würde ich tatsächlich in die ernstgemeinte Frage umwandeln: Was ist hier die Story? Nur so aus Interesse gefragt.

      In Staffel 2 ließ Pike seine von eigenen Hologrammen geschrottete Enterprise stehen und liegen, um Rote Lichter zu erforschen, wobei ich bis heute nicht weiß, weshalb man in diesen Roten Lichtern eine Gefahr sah, weshalb man sie „suchen“ musste und weshalb man offenbar immer nur „neue“ Rote Lichter anflog, und nicht die bereits seit Längerem sichtbaren. Aber egal.

      Aber jetzt? Um was geht es der Crew? Will man die Ursache des „Burn“ erforschen? (Wäre zwar ein wenig vermessen, da dies der Föderation seit 100 Jahren nicht gelungen ist, aber von mir aus.) Oder will man die Föderation wieder aufbauen? Oder will man in seine eigene Gegenwart zurückkehren?

      Selbst eine Serie wie „The Mandalorian“, die ja storymäßig nur Hol- und Bring-Nebenmissionen aus Videospielen aneinanderreiht, hat zumindest für den Helden ein formulierbares Ziel. Genau das aber kann ich zumindest aus den Inhaltsbeschreibungen von STD nicht entnehmen.

      Antworten
    • Kanzler Gorkon sagt:

      @Serienfan
      Genau das meinte ich mit meiner Frage. Da ich bisher keine Story entdecken konnte, interessiert es mich, wann es endlich damit losgeht. Ich sehe mir im Moment die Serie „24“ mal wieder an und bemerke dieses unheimlich befriedigende Gefühl, wie gut die Charaktere ausgearbeitet sind, wie glaubhaft sie in der Regel agieren, wie so einige Figuren und ihre Absichten nicht oder nicht gleich zu durchschauen sind und wie es auch überraschende Momente gibt. Der Cast ist ausgezeichnet und harmoniert auch gut miteinander. Und aus dieser Serie fallen mir auf Anhieb x-mal mehr Namen ein als ich bei DSC je zusammenbrächte.

      Bei Staffel 3 gibt es wieder so viele grenzdebile Ideen respektive Ereignisse, dass ich mich ernsthaft frage, wie man diesen Käse auch nur im Ansatz gut finden kann. Und ich bin sogar jemand, der gar keinen so hohen Anspruch hat. Wir sehen in Folge 6 eine Industrie- oder Abbauanlage, die technologisch unserer Gegenwart entspricht. Das wäre so, als würden wir Stahl mit Methoden des Jahres 1000 verhütten oder Straßen noch immer so wie damals bauen. Völlig unglaubwürdig. Die Schiffdesigns sind grottenschlecht bis gerade noch so akzeptabel. Die visuellen Effekte sind noch immer auf PC-Spiel-Niveau des Jahres 2010. Da schaue ich mir viel lieber TNG in der überarbeiteten Fassung an. Hier merke ich wenigstens, dass Schiffe eine Masse haben und nicht in einer Millisekunde von A nach B purzeln, als wären sie aus Luft. Von den ständigen Gewalteinlagen will ich gar nicht erst anfangen. Der einzige Punkt, der mir noch immer gefällt, sind die Kostüme (Uniformen, Klamotten im Allgemeinen). Die Uniformen der Enterprise-Crew beispielsweise schauen hochwertig aus und stellen aus meiner Sicht eine glaubwürdige Anpassung der Original-Uniformen der 1960er Jahre an heutige Verhältnisse dar. Aber der Rest? Dabei dachte ich, noch schlechter als Staffel 2 oder PIC kann es doch nicht werden. Doch, das geht.

      Antworten
    • frank sagt:

      es geht sogar noch viel schlechter: schon mal ‚another life‘ gesehen?

      das hat bei mir ein nachhaltiges trauma hinterlassen! und ich habe erst die ersten dreieinhalb folgen gesehen…

      aber gut, bei ster trek hat man bis vor drei jahren auch noch ganz andere maßstäbe angesetzt. alles ändert sich…

      Antworten
  20. frank sagt:

    wo bleibt eigentlich die kritik zu 3.07?

    ich ahne schlimmes…

  21. bergh60 sagt:

    tach auch !

    Trauma ist gar kei Ausdruck !

    Und Moippel-Merida ist hat auch wieder zuviel screentime.

    Gruss BergH

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