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„Plan 9 From Outer Space“ – Das schlechteste Review der Galaxis

„Plan 9 From Outer Space“ – Das schlechteste Review der Galaxis

Der Regisseur Ed Wood ist vielen Leuten nicht nur aus dem 1994 gedrehten Film von Tim Burton bekannt. Schon vorher galt er vielen als der „Schlechteste Regisseur aller Zeiten“, was vermutlich ein von Stuart Bairds („Star Trek – Nemesis“) Mutter in die Welt gesetztes Gerücht ist. Und erst jetzt fiel es selbst uns wie Pappfriedhöfe von den Augen, dass eines der schlechtesten cineastische Werke auch gleichzeitig ein SF-Werk sein soll. Klar, dass wir als Lästerseite dieses Hohn-Highlight besprechen müssen… möchten…

INFORMATIONEN:

Regie: Ed Wood
Jahr: 1959
Budget: 60.000 $

Poster
Schlechte Schlächter schlauchen schlaue Schauer.
Story: Außerirdische möchten mit der Menschheit Kontakt aufzunehmen, da sie befürchten, wir könnten das ganze Universum mit einer „Solarbombe“ zerstören. Um uns aufzurütteln, erwecken die Aliens mittels Strahlen immer wieder mal Tote zum Leben, welche Leute (versehentlich?) umbringen, welche wiederum zum Leben erweckt werden können. Ein „Plan 9“, bei dem man die verworfenen anderen acht gar nicht wissen möchte…

Die eigentliche Geschichte: Der Schauspieler Bela Lugosi, der bereits in anderen Ed-Wood- und Horrorfilmen mitspielte, war gerade erst verstorben, als Ed Wood sich fragte, was er mit dem unveröffentlichten Filmmaterial seines einstigen Stars machen könnte. So schnitzte er um die Beerdigungs- und An-Rose-Riech-Szene einen Film zusammen, in dessen weiteren Verlauf Bela meist von einem Chiropraktiker (von Ed Woods Frau!) verkörpert wurde, der sich aufgrund mangelnder Ähnlichkeit einen Dracula-Umhang vor das Gesicht hielt.

Besprechung:

Wenn man wollte, könnte man eine wissenschaftliche Abhandlung mit den sympathischen Unzulänglichkeiten dieses Film füllen… Aber das überlasse ich der klassischen Grundlagenforschung, deren Erkenntnisse oftmals ja auch keine praktische Nutzung erwarten dürfen.

Das geht schon bei den allgemeinen Reaktionen auf Gefahrensituationen los:

Die Darsteller – ich verwende absichtlich nicht das Wort „Figuren“ – fürchten sich unbändig an Stellen, an denen sie gerade mal ein leises „Tuuut“-Geräusch vom Friedhof vernehmen (Oh Gott, ein Leichenwagen mit Killerhupe?!). Auf der anderen Seite bleiben manche Schauspieler – z.B. Flugzeugpiloten auf Holzschemeln – selbst bei der Sichtung einer fliegenden Untertasse (mit Faden!) so locker, als hielten sie die Schere bereits griffbereit. Auch, um hiernach den unteren Teil ihres Lebenslaufes abzusäbeln…

„Die Passagiere fragen, wann wir endlich da sind. Die Pfähle, auf denen alle hier sitzen müssen, sind schlecht für die Hämorriden!“ – Nette Details zum In-die-Luft-gehen: Die Steuerknüppel sehen aus wie halbierte und geschwärzte Käselaibe, in der Kabine hinter dem Vorhang scheint gerade eine Darkroom-Party abzugehen und die Piloten „sitzen“ hier wie beim Scheißen im Wald. Bitte mehr vom Öffentlichen Nahverkehr in Gelsenkirchen, liebe Produzenten!

Der trauernde Ehemann (Bela Lugosi) wirkt wie ein seniler Hutständer, den man unter Androhung von Gebissentzug zum kräftigen Tröten (= Trauer!) in sein Taschentuch überredet hat. Passend dazu dichtet der Off-Sprecher in einer Mischung aus BILD-Anteilnahme und dramaturgischem Effiziensgedanken: „The grief from his wife’s death became greater and greater agony.“ – Wie praktisch, dass man Emotionen auch per Erzählerstimme kurzerhand aufstempeln kann, statt sie subtil zu zeigen. Aber um den „old man“, wie er respektvoll genannt wird, geht es ja auch gar nicht, latscht dieser doch nach dem Beschnüffeln einer Blume(!) auf eine Straße, wie die Einblendung irgendeiner Hauptstraße-Archivaufnahme uns wohl verraten soll. Tot.

Spätestens HIER war mir klar, dass dieser Film unmöglich ernst gemeint sein kann! Die Stimmen, die diesem Werk seit Jahrzehnten den Titel „Schlechtester Film aller Zeiten“ verpassen wollen, scheinen mir die selben zu sein, die „Dinner For One“ für das Lustigste seit der Erfindung des Lachsacks halten! Oder aber – Achtung, Verschwörungstheorie! – man nutzt den grundlos schlechten Ruf dieser frühen Parodie (ich weiß nur noch nicht, WAS hier verhohnepiepelt wird), um weiterhin mit dem Werk Kasse zu machen. Immerhin gibt es den Film neuerdings sogar in Farbe(!) zu kaufen. Vermutlich demnächst auch zusammen mit Schnaps und Leih-Kumpels zum gegenseitigen Beömmeln.

Wenn jemand sooo in Schleichgeschwindigkeit auf sie zukommt, was machen sie dann? – Mögliche Antworten: 1.) Ich vergewissere mich, dass meine Hose geöffnet ist und hoffe, dass uns die andern Satanisten-Partygäste nicht beim Sex hören. – 2.) Ich hoffe, dass dies einer der wenigen Friedhöfe ist, in denen es Sackgassen zum Verstecken gibt. – 3.) Ich schreie in Todesangst, da ich noch nie eine leicht bekleidete Frau mit Haltungsschaden gesehen habe.

Jedoch: Dieser Streifen, ob nun ernst gemeint oder nicht, ist inhaltlich auch nicht ärmer als ein „Fluch der Karibik 3“ oder die endlose Suche nach „Superstars“, die sich von der Jury für die von den Redakteuren ausgesuchten Songs anpöbeln lassen müssen. – Ja, wo heutige Alzheimer-Blockbuster (= Rausgehen, vergessen) einem noch mit visuellem CGI-Schmierstoff das Hirn und die Brieftasche ölen sollen, um eine Öffnung zu bewirken, ist „Plan 9“ einfach herrlich anachronistisch. Oder, anders gesagt: Zu alt zum RICHTIG Kacke sein! Einem Behinderten ohne Beine wirft man ja schließlich auch nicht vor, dass seine Fahrradreifen nicht ordentlich aufgepumpt sind.

Und somit sollte man sich zwar pflichtschuldig über Szenen lustig machen, in denen sich ein weiblicher Dracula-Roboter(?) zum Gruselig-Sein in einen Zweig stellt, dabei aber nicht vergessen, dass man seine Lebenszeit auch schlimmer verprassen kann. Wie viel mehr Liebe und Einmaligkeit steckt doch in einem Werk wie diesem, wenn man auf Sat.1 auch „Schwer verliebt“ sehen kann, wo dickliche Menschen dem gescripteten Gespött einer noch viel schlechter geschriebenen Zuschauerschaft ausgeliefert werden? „Plan 9“ ist eben ein Fanfilm, der das Glück/Pech hatte, weit vor der Erfindung der Fanfilme zu entstehen. Und nachdem das nun objektiv geklärt ist, bleibt mir nur, meinem Körper wieder der Lästerschwesterbruderschaft zur Verfügung zu stellen:

„Oh Gott, er bewegt sich immer weiter auf uns zu! Ich kann gar nicht hinsehen, solange die Schulter dieses Mannes nicht durchsichtig ist!“ – „Keine Panik, Lady! Dass er die 17 Statisten umgehauen hat, muss gar nichts bedeuten! Am besten bleiben sie einfach so stehen und warten, bis unsere Verschreckung kommt!“ – „Sie meinen sicherlich ‚Verstärkung‘?“ – „Nicht doch, die könnte ihn aggressiv machen!“ – Einer der Aliens heißt übrigens „Eros“, nur am Rande erwähnt…

Warum müssen drei Leute gleichzeitig mit dem Finger aus einem fahrenden Auto zeigen, um auf drei vorbeifliegende UFOs hinzuweisen? Und wie hätte sich der Regisseur aus der (Zeige-)Affaire gerettet, wenn alle drei – ja, auch der Fahrer – beide Arme in Gips gehabt hätten? Wieso fällt es erst NACH der nächsten Beerdigung auf, dass sich die Totengräber bereits am Vortag in der Schwarzblende totgebrüllt(?) haben und somit die zweite Zeremonie gar nicht vorbereiten konnten? Ist ein Friedhof so etwas wie ein Todessumpf im Bermuda-Dreieck, den man nur schnell (und stets im Dunkeln!) betritt, wenn einen so ein rücksichtsloser Verstorbener dazu treibt, auch das eigene Leben aufs Spiel zu setzen? Diesen Anschein hat es, scheinbar.

Auch die Aliens bemerken schnell, dass ein Studio-Friedhof nicht das beste Ort für eine Invasion ist. Das wäre schließlich so, als würden wir den Marsianern konsequent ihren Nordpol gelb pinkeln, um selber im Leben weiter zu kommen. Daher zeigen sich die gruseligen Gammler, deren wiedererweckte Toten durch hektisches Herumstehen sogar einen Tiger fangen könnten, über allerlei Städte der (amerikanischen) Erde: Penetrant wackelt die pendelnde „Seilschaft“ namens Raumschiff über irgendwelche Stadtfotos, wo schlechte Schauspieler auch ein Stück weit vor sich selbst erschrecken. Selbst das stupide Beballern mit Army-Raketen durch einen reglos monologisierenden Kommandanten („Wo kommen sie her? Was wollen sie? Was haben sie als nächstes vooor?“) hält die Aliens nicht davon ab, Aliens zu sein…

Immerhin konnte man die Außerirdischen in den ersten 25 Minuten aber noch als halbwegs abstrakte Gefahr ansehen. Quasi Lebensformen, die in allen Bereichen so weit entwickelt sind (Alkoholismus, Debilität, Creutzfeldt-Jakob…), dass ein normaler Schauspieler von der Erde sie nicht verstehen kann. Wie groß war da meine Überraschung, als die E.T.s plötzlich als normale Menschen mit Silberblick und Silber-Strampelanzug auftraten! Heinz Erhardt wirkte damals fremdartiger als diese Vollpfosten, die zum Sesselpupsen nicht mal einen Roboter einsetzen und deren Räumlichkeiten aus 100% Vorhangstoff bestehen!

„Willkommen in der Raumschiff-Materialausgabe! Bitte nehmen sie sich zwei futuristische Küchenuhren und einen Bleistift von meinem Schreibtisch, bevor sie mit der Schaufel auf den Zentralfriedhof der Erde hinunterbeamen. Und schlagen sie bitte nicht wieder den Vorhang so kräftig hinter sich zu. Ich habe immer noch Mittelohrentzündung vom letzten Mal!“ – Sollte Plan 9 schieflaufen, so beinhaltet Plan 10 den Verkauf des Raumschiffes an etliche Textilfabriken…

Da es die Aliens KÖNNEN, beleben sie nun den „old man“ vom Beginn in einem Dracula-Kostüm(!) wieder, der daraufhin staksig vor das Bett einer Dame tritt („Kreeeeeisch!“), um ihr zu zeigen, dass sein Umhang nach Mottenkugeln müffelt. Vermutlich hält er ihn sich deshalb so ausgiebig selbst vor die Nase. Die waschunwillige Heulboje des Hauses flüchtet daraufhin vernünftigerweise auf einen Friedhof, da die hilfreichsten Nachbarn in Zeiten des Neonaziterrors in Kleinstädten immer noch UNTER den Grabsteinen wohnen.

Dort wohnt sie beinahe der Wiederauferstehung des zuvor verstorbenen Polizeiinspektors bei, woraufhin sie neben der Landstraße ohnmächtig wird. Alle drei Grusel-Verfolger (Vampirella, Dracula, Inspektor) stolpern derweil unabhängig voneinander über den Friedhof, was erstens keinen Sinn macht, zweitens aber immerhin total lächerlich aussieht. Überhaupt passiert nichts Konkretes, abgesehen von der Erkenntnis, dass Tote allesamt eine Antiaggressionstherapie brauchen und die Polizei auch mal stundenlang im (Kunst-)Nebel stochern darf („Alles komisch hier.“ – „Egal, weitermachen!“), um am Ende doch nichts Gewieftes zur Auflösung (vom Plot, nicht des Nebels!) beitragen zu dürfen.

In der zweiten Filmhälfte dominieren endlose Monologe bei Polizei, Militär, Raumschiffbesatzung und unterhalb der eigenen Schädeldecke, unter der das Wort „Langweilig“ wild mit dem Begriff „Öde“ ringt. Denn irgendwann kennt man einfach alle Kulissen, Darsteller und Peinlichkeiten auswendig, so dass man sich zu wünschen beginnt, dass der Film wenigstens abwechslungsreich schlecht sein sollte…

„Aaah, unsere Geschöpfe erheben sich gegen ihre Schöpfer! Was können wir tun?!“ – „Mach dem Dicken das Korsett von der Frau um, um eine Implosion bzw. Explosion der beiden herbeizuführen!“ – Wandeln im Wandel der Zeiten: Die Zombierette möchte eigentlich nur wissen, warum ihr VOR ihrem Tode niemand gesagt hat, dass die Fingernägel auch bei Leichen weiterwachsen, dafür aber kein neuer BH.

Wie aber soll man ein Werk bewerten, das nur deswegen „toll“ ist, weil es trotz Scheißigkeit den Weg ins kollektive Zynismus-Gedächtnis gefunden hat? Muss ein mieser Film mit 0 Punkten abgewatscht werden oder darf es auch ein freundliches Patschen auf die Wange sein, garniert mit einem gönnerischen Spruch, wie: „Wir alle haben uns bei einer UFO-Sichtung schon wie Kartoffelsäcke in den Matsch fallen lassen, mein Sohn“? Ich weiß es auch nicht genau, denn irgendwie wirkt JEDES Fazit verkehrt, wenn es um einen Film geht, in dem sich Leute von roboterhaften Alien-Dracula-Zombies kaputthauchen(?) lassen.

Nach der Einbeziehung von schauspielerischen, kulturellen, „Kult“-ellen, humoristischen, machartechnischen und drehbuchqualitativen Aspekten rette ich mich einfach mal ins untere Mittelmaß. „Plan 9“ sollte man ruhig mal gesehen haben, um auf Stehpartys süffisant das Sektglas schwenken zu können und stolz darauf zu sein, dass man selber auch endlich mal ein paar Filmfehler gefunden hat… Für dauerhafte Beömmelung taugt er leider nichts, da die zweite Hälfte auch dem Trashliebhaber die „Nix mehr sehen wollen“-Kontaktlinsen ins Gesicht treibt.

„Sag noch einmal, dass unsere High-Tech-Tische billiger Holzschrott wären, Erdling!“ – „Würde ich ja, aber das Asbest, aus dem ihr eure Tischdecken macht, raubt mir den Atem!“ – Kirk wäre Stolz auf Herrn Scholz: Am Ende wird die Bedrohung abgewendet, indem man ein Alien verkloppt, woraufhin das UFO von außen(!) Feuer fängt. Quasi „Kieferorthopädische Brandstiftung“.


Fazit: Handwerklich mag er zu dem miesesten gehören, was neben Altersflecken jemals auf einer Leinwand Platz genommen hat, doch viiiel weniger unterhaltsam als viele heutige Kackfilme ist er deswegen auch nicht. Ich empfehle ein paar kumpelige Mitzuschauer, knapp an der Legalisierungsgrenze verfügbare Drogen und ein lockeres Mundwerk zum Kommentieren. DANN ist der Streifen Kult und das Hirn Brei. Egal, wir müssen alle mal abtreten… austreten… wegtreten…

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM

Übrigens gibt es hier den GANZEN Film zu sehen. Wie ich diese knickerigen Rechteinhaber aber einschätze, wird das nicht sehr lange der Fall sein, lieber Zuleser des Jahres 2012 (& aufwärts):

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Artikel

von Klapowski am 05.12.11 in Filmkritik

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Kommentare (6)

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  1. Zhemni sagt:

    Ich habe den Film vor einiger Zeit gesehen.
    In der, mit Absicht, schlecht kollorierten und synchronisierten Version.

    Der Film ist… mies.
    Schlechte Kulissen, schlechte Dialoge und schlechte Darstellung.
    Dabei aber auch so ‚un’freiwillig komisch.
    Allein würde ich ihn auch niemandem empfehlen,
    ist er doch mir ein paar Freunden durchaus amüsant.

    Als technisch schlechtester Film lass ich ‚Plan 9‘ sogar durchgehen.

    Hier jedoch einige Beispiele von Filmen, die ich in schlechterer
    Erinnerung habe:
    -Ace Ventura 3
    -Spongebob der Film (wobei, auch die gesammte Serie)
    -Sämtliche Barbie Filme (ja ich habe eine kleine Schwester)
    -Sämtliche High-School-Musical und Konsorten Filme ( -„- )
    -Eragon (wobei hier mehr im Vergleich zum Buch)
    -Pathfinder

  2. Blasmusikant sagt:

    Weniger schreibseln! Mehr zukcasten!

  3. FF sagt:

    Ich würde mir Plan 9, den ich schon mindestens 10 mal gesehen habe, lieber noch hundertmal angucken, als auch nur noch einen weiteren Transformersfilm! Der Film ist einfach Kult und hat wenigstens einen gewissen Charme im Vergleich zu den meisten heutigen Hollywoodfließbandproduktionen.

    Wo wir gerade bei unterschätzten Meisterwerken sind, wie wäre es mit einem Review des Star Wars Holiday Specials? Das finde ich nämlich, trotz aller Unzulänglichkeiten immernoch besser als die gesamte Prequeltrilogie (im Ernst), selbst den Wookieteil ohne Untertiteln! Sowas hat einfach etwas herrlich Nonkonformistisches. :)

    >Weniger schreibseln! Mehr zukcasten!

    Stimmt allerdings, auch Plan 9 hätte einen kompletten Zukcast verdient.

  4. BungaBunga sagt:

    Hab den Film eigentlich recht gut in Erinnerung.
    War alles irgendwie prächtig amüsant, von den miesen Kulissen über die unbeholfenen Schauspieler und die antilogische (denn unlogisch trifft es nicht) Handlung bis hin zu den grad in der 2. Filmhälfte extrem belustigenden linkisch-naiv-pathetischen Monologen.
    Dann noch diese enorme Dreistigkeit, aus nicht zusammenpassenden Versatzstücken einen Film zusammenzubasteln und das Gestümper an jeder Ecke jedes Bildes. Wahnsinn!
    Großartiger Film!

    Danke also für die faire Bewertung und vor allem für die Bezeichnung als erster Fanfilm. Das trifft den Nagel nämlich imo auf den Kopf.

  5. Raketenwurm sagt:

    Hab mir den vor ein paar Jahren mal angeschaut und war enttäuscht. Dachte, da wäre mehr drin. Also mehr Schlechtes. Ist ja nicht so, dass er der einzige alte Film mit schlechten Kulissen und sinnfreier Handlung wäre. Da fällt es mir schon schwer, gerade Plan 9 unter all den Trash-Gurken zum König zu erklären. Vor allem weil man ja auch nicht alles kennt – wer weiß, was z.B. für wirrer Billig-Trash so in osteuropäischen oder indischen Filmarchiven herumliegt. Dagegen könnte Plan 9 großes Kino sein. Deshalb muss man wirklich sagen: Schlecht ? Ja. Schlechtester Film ? Sicherlich nicht. Und hinter dem Kult steckt dann vielleicht doch nur eine clevere Marketingstrategie eines amerikanischen Filmverleihers, der ganz amerikanisch einfach mal das andere Extrem gewählt hat, nachdem „bester Film aller Zeiten“ für Plan 9 nicht so glaubwürdig erschien.

  6. Halbnerd sagt:

    Gesehen und gelacht – „Plan 9“ verdient seinen Ruf zu recht. Die Außerirdischen des Films nehmen zudem auch die latente Homoerotik mancher TOS-Figuren vorweg.

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