Film- und Serienkritiken

Ernsthafte Kritiken zu Film und Serie.

Tatort, Folge 1084 – „Murot und das Murmeltier“ – Die Kritik

Ich solle also den letzten „Tatort“ reviewen, hieß es gestern. Weil der so frisch, edgy und zeitreisig sei, hieß es gestern. Unser Leser Dario Cueto würde sogar noch mal die gesamte erste Discovery-Staffel schauen, wenn ich es schlechter als 2,5 Sterne fände, hieß es gestern. – Wie gut für meinen Freund Dario, dass ich keinen Wert auf Sadismus lege. Denn auch dieser Tatort hat mich nur bestätigt, dass ich der Reihe noch mindestens 20 Jahre Zeit geben muss, um bei meinem Filmgeschmack des Jahres 2010 anzukommen…

Inhalt: Opa Murot erlebt einen Tag immer und immer wieder. Er bekommt einen Anruf, muss zu einer Geiselnahme und wird meistens erschossen. Doch was soll er anders machen?

Um es kurz zu machen:

Das Vermischen von deutschen Biedermeier-Krimis mit innovativen Ideen aus dem biblischen Jahre 1993 funktionierte für mich leider kaum – was jetzt nicht wirklich jemanden überraschen dürfte, oder?

Hat irgendwer erwartet, dass einem SF-Fan vorne herum die Hose eng wird, weil man den sprichwörtlichen Oma/Opa-Krimi neuerdings mit Bill Murrays Kult-Komödie verquicken darf? Was übrigens auch NUR deswegen möglich war, weil die heutigen Omas im Jahre 1993 noch Anfang 40 waren (wir sagten damals „flottes Mädel“ dazu). Somit sind sie quasi noch ein bisschen mit dem bekannten US-Film aufgewachsen (äh… oder geschrumpft?), was den ARD-Verantwortlichen nach 2 Jahren Wartezeit dann wohl genug war, um dieses Filmexperiment endlich rauszubringen.

Getreu dem Motto: „Was die Amis vor 26 Jahren gemacht haben, ist seit gestern für uns fresh genug!“

Zumal man das „Murmeltier-Konzept“ inzwischen so gut kennt, dass man sich sofort vorstellen kann, was mit den Passanten geschieht, die einem hier ständig über dem Weg laufen: Der Nachbar, der laut Musik hört, wird erst ignoriert, in der nächsten Zeitreise dann angebrüllt und irgendwann am Schlafittchen gepackt. Ähnliches geschieht natürlich mit der nervigen Joggerin, dem nervigen Kind und dem nervigen Punk. – Ja, das Wort „nervig“ ist definitiv der inoffizielle Sponsor dieser Episode.

Und hier ist sie auch schon. Und zwar am Stück:

Zumal mich manches dezent an „Doctor Who“ erinnerte: Kommissar Murot ist schon vor der ersten(?) Zeitschleife recht selbstbewusst im Umgang mit potenziellen Mördern. Das führt dazu, dass er genervt und siegesgewiss auf die Täter einblubbert („Gebt gefälligst auf, ich bin der Doctor… äh… Murot!“), was dann manchmal auch ganz nett funktioniert – aber natürlich nicht ZU nett, denn das Erschossen-Werden ist natürlich der gesetzte Endgag. Da beißt die Maus keinen Roten Faden ab.

Das WIE des Sterbens soll hier wohl das Überraschende sein: Von hinten, von vorne, im Vorbeigehen, von Person A oder Person B? Mit Gespräch vorher? Draußen oder drinnen? Mit blöde dreinblickendem Sidekick oder besser ohne? Hui, ist das spannend!

Aber wieso musste man zusätzlich auch noch den plumpest-möglichen Episodentitel wählen? Also sogar mit „Murmeltier“ im Titel? Damit wir selbst in den ersten 10 Minuten keine Überraschung mehr verspüren? „Fifty Shades of unlustiger Schlussgag“ wäre als Überschrift doch ebenso passend gewesen?

Klar, das alles soll schräg erscheinen, wirkt aber vielmehr so, als hätte Burnham neuerdings zur Polizistin umgeschult. Alle Randfiguren sind depperte Trolle in Polizeiuniform, die dem Chef Kaffee über die Hose schütten, ihm mit wirrem Blick zuhören und sich im Zweifel selbst erschießen lassen (was wohl am vorherigen Zuhören liegt?). Der Boss des Einsatzkommandos wirkt wie ein Lauch im Zwiebelbeet, der Einsatzleiter langweilt sich bei Geiselnahmen anscheinend gerne mal zu Tode (= Hihi, lustig!) und der Rest steht gerne mal auf offener Straße rum, wo jeder bewaffnete Geiselnehmer alle durch ein einziges Kippfenster ausknipsen könnte.

„Wieso wissen Sie denn schon alles, Herr Murot? Ach, ich vergaß… Wir haben diesen Krimi schon 20x verfilmt. Aber in 20 verschiedenen Folgen.“ – Silberblick, der Film: Verstärkte und wiederholte Klischees sind entweder saulustig – oder nur einfach verstärkte Klischees.

Auch habe ich nicht verstanden, warum Tukur auch in der dritten(!) Zeitschleife alleine in den Bau geht. Oder wenigstens mal Kompetenz oder Vorsicht mit rein nimmt.

Wir reden hier von einer zitternden Frau mit einer Pfeilpistole und einem verwirrten Typen an einem Schreibtisch, Leute! Die Fallhöhe und Besonderheit des Ganzen ist so gering, dass ich mir kaum was AUSDENKEN kann, was noch weniger interessant wäre. – Hm: Vielleicht nur ein Geiselnehmer statt zweien? Eine kleinere Bankfiliale? Oder gar ein Film, in dem nicht die ganze Zeit lustige Dudelmusik gespielt wird, die das Abstruse der Situation noch mal extra unterstreichen soll?

Apropos Bankfiliale: Optisch ist auch dieser „experimentelle“ Krimi (= aus Sicht von Menschen aus dem Jahr 1992) im üblichen Look eines schlechteren Studentenfilms: Die Lichtstimmung sieht aus, als hätte ich im Hausflur mal gerade ohne Vorbereitung eine (höherwertigere) Kamera angeschmissen, die Kamerafahrten sind auf dem Niveau von „Unser Charlie“, der Bildaufbau nach heutigen Maßstäben eine Katastrophe und der Schnitt so aufregend wie eine Nacht im eigenen Bett – natürlich alleine.

Hier tat man sich keinen Gefallen, alte Tatort-Fans mit dem „frischen“ Wiederholungskonzept zu vergraulen, ohne Gelegenheitszuschauer wie mich abzuholen. Und ja: Alleine die billige Machart rechtfertigt schon 1-2 Bewertungssternchen weniger…

ABER: Dafür geht es nach 75 Minuten wieder um einige Pünktchen in die Höhe. Denn nachdem die ganzen Erklärungen, Klischees und Wiederholungen zur Vorbereitung auf den Finalen Rettungs(be)sch(l)uss vorüber sind, darf die Geschichte dann doch noch mal deutlich innovativer werden. Als dann nämlich zwei Figuren – Opfer und Täter – recht hilflos mit dem ständigen Kreislauf hadern, kommt endlich mal die Metaebene aus ihrem Schneckenhaus. Nämlich, dass in diesen Krimis auch immer nur derselbe Rotz geschieht. Oder, alternativ: Im Leben selbst.

„Wie oft sollen wir uns denn noch gegenseitig umbringen?“ – „Kommt darauf an… Haben Sie denn schon mit Andie McDowell geknutscht?“ – Wiederholungstäter: Die Moral von der Geschicht ist, dass man aus jedem Tag das Beste machen muss. Sogar als verschwitzter Geiselnehmer. Eben einfach mal die Butter auf die Unterseite des Brotes schmieren oder den Sonntags-„Tatort“ ausfallen lassen. Das Leben kann nämlich so schön sein.


Fazit: Okay, mutig war diese Geschichte dann ja schon irgendwie. Auch bei mir im Büro torkelten die untoten Krimi-Zuschauer verwirrt durch die Gegend und wussten nicht, was sie hiervon halten sollten. „The Walking Dea… GEZ“?

Doch für UNS verrückte SF-Hühner bleibt‘s leider bei Standardware im Bewertungsregal.

Zumal die große Überraschung am Ende des Tages ausbleibt und wir mit einem „Mach doch dein Leben mal anders, YOLO! Oder LASS alles einfach so!“ auf die Straße der nächsten, mittelgroßen Großstadt geschubst werden.

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM

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von Klapowski am 19.02.19 in Filmkritik, Serienkritik

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Kommentare (13)

  1. Dario Cueto sagt:

    Anhand der Orville Wertungen auf Zukunftia wissen wir ja: Wenn 3,5 Sterne die neuen 5 Sterne sind, dann sind 2,5 Sterne die neuen 4 Sterne. Ist ja ganz logisch und ich bin froh nun doch nicht die erste Disco nochmal bingen zu müssen. Andernfalls hätte ich mich aus dem Fenster stürzen müssen und wäre nicht wieder aufgewacht. Die Serienjunkies-Kommentarspalte dankt an dieser Stelle ganz offiziell dem Klapo!

    Nun aber zum aktuellen Murot-Fall. Für mich sind die Murot-Filme immer ein Highlight, weil diese so herrlich aus dem üblichen Tatort-Trott ausbrechen. Da werden mal eben Westernklassiker zitiert, ein Mordfall in einer Meta-Episode an einem Tatort-Set untersucht oder wie hier eine Zeitschleife eingesetzt. Zugegeben: Durch all die SciFi und Fantasy Serien ist das natürlich nichts neues. Von Star Trek über Supernatural bis hin zu den Legends of Tomorrow: Jede Serie, die was auf sich hält hat mindestens eine solche Folge im Angebot. Und wie es viel öder sein kann, zeigt aktuell Netflix mit „Russian Doll“. Doch das Thema mit einem Sonntagabend-Krimi zu verbinden war zumindest für mich neu.

    Was ich an dem Film so toll finde, ist die Kritik an den deutschen Krimi mit dem Stilmittel der übertriebenen Wiederholung. Gerade der Anfang ist super, wo Murot sämtliche Klischees runterbetet, die ein TV-Kommissar in seiner Routine jeden Tag auf ARD und ZDF so tut. Später wird genau das nochmal aufgegriffen, wenn der Sanitäter sagt „Tatort, Soko, Der Alte, Der Junge – immer derselbe Mist“. Soviel Humor traut man der ARD dann ja eben doch nicht zu.

    Umso passender, als sich Murot dann in der Mitte des Filmes mal eben aus der laufenden Handlung verabschiedet, einen Kaffee trinken geht, der Bedienung eine Torte mit dem trockenen Spruch „Ich kann ja eh tun was ich will“ ins Gesicht wirft und anschließend ein paar Stunden im Tretboot entspannt. Einfach mal Pause machen von der ständigen Widerholungsschleife, die im Film auch für das tägliche reale Hamsterrad steht. Denn so sieht der Alltag ja bei vielen Leuten aus: Aufstehen, Kinder in die Kita, ins Büro, sich bei der immergleichen Arbeit langweilen, nach Hause und ins Bett. Die Geschichte kritisiert also nicht nur die ständige Wiederholung in Krimis, sondern kann für mich auch als nette kleine Gesellschaftskritik durchgehen.
    Sehr tollig fande ich dann, als sich herausstellte, dass auch der Geiselnehmer in jene Zeitschleife feststeckt, anders als Murot aber garnicht aus dieser Schleife möchte. Hier hätte ich mir vielleicht gewünscht auf 1-2 Durchläufe zu verzichten und dem starken Spiel der beiden Figuren noch einiges mehr Zeit und Raum zu geben.

    Als Fazit bleibt jedoch für mich festzuhalten, dass ich diesen Zeitschleife-Trope in US-Serien schon häufiger sehr viel schlechter umgesetzt gesehen habe. Insofern gibt es von mir echte 4/5 Sterne

    • Klapowski sagt:

      Wenn dich die schlechten Schauspieler der anderen Polizisten nicht störten (da waren ja wirklich ein paar timinglose Pappaufsteller dabei!), fallen sicherlich auch noch ein paar meiner ANDEREN Kritikpunkte da oben für dich weg.

      Zumal ich das Ende ja auch wirklich okay fand und ich mich lediglich durch die ersten 45 Minuten quälen musste. Ungefähr so, als würde man eine Krimihandlung auf der Enterprise zeigen und dem Zuschauer erst mal Ewigkeiten erklären, was eine Schusswaffe ist. Anders gesagt: 90 Minuten sind für so was einfach mal zu lang.

      Und einen Stern Abzug gab es vor allem für die drögen Bilder, wie bereits erwähnt. Die Geschichte an sich ist nett, aber wenn jeder Raum der Bankfiliale gefilmt wird, als würde man die Kamera vor eine weiße Wand stellen, fängt mein inneres Augen mit dem Gähnen an. Warum fast alle Tatorte immer furchtbar schlecht in Szene gesetzt sind, verstehe ich sowieso bis heute nicht.

      Da würde ich alleine in unserer Bielefelder Sparkassenfiliale schon mehr rauszuholen wissen (wenn ich einen guten Kameramann kennen würde). Architektonisch sind die ja teilweise schon „lustig“ gemacht mit ihren sinnlosen Info-Schaltern in der Mitte, den hässlichen Teppichen und unmotiviert eingestreuten Glasfronten.

      Ich hatte bis zum Schluss hier nicht das Gefühl, dass eine reale Außenstelle von IRGENDWAS gezeigt wird.

    • Dario Cueto sagt:

      Die Murot-Filme sind immer sehr stark auf die Hauptfigur ausgerichtet. Was die Reihe abhebt – andere Tatort-Reihen arbeiten ja immer noch mit Duos oder manchmal auch mit ganzen Teams. Daher stört mich das tatsächlich nicht, dass die Nebenfiguren Pappaufsteller sind. Denn anders als die Burnham-Schauspielerin bin ich der wirklichen Meinung, dass Ulrich Tukur ein fantastischer Schauspieler ist, der so einen Charakter tragen und mit Leben ausfüllen kann. Auch hier hat man ihn seine Spielfreude wie ich finde richtig angesehen. Sei es nun die komödiantischen Parts, aber auch die Parts wo er richtig verzweifelt wird. Das kann der Mann einfach richtig gut rüberbringen.

      Ja, der Film ist billig gedreht. Sehr billig. Liegt leider daran, dass die Murot-Filme eben nicht vom WDR oder dem NDR verantwortet werden (die pumpen ordentlich Gebührengelder in die Tatort-Folgen), sondern vom vergleichsweise winzigen HR. Die hatten noch nie nennenswerte Budgets für ihre Tatort-Filme. Also hat man vor ein paar Jahren damit begonnen, zumindest inhaltlich zu versuchen herauszustechen – weil man sonst nix hat.
      Harald Schmidt hat das vor Jahren mal schön formuliert: „Sieht man beim WDR-Tatort fette Autoexplosionen, muss man sich beim HR mit einer davonrollenden Radkappe begnügen.“

    • Serienfan sagt:

      „Wenn 3,5 Sterne die neuen 5 Sterne sind, dann sind 2,5 Sterne die neuen 4 Sterne.“

      Ich halte ja eh nicht viel von dem „Benotungssystem“. Sowas passt in die Schule, aber nicht zur Auseinandersetzung mit Kultur.

      Doch spätestens wenn die aktuelle „Disco“-Folge und die aktuelle „Orville“-Folge gerade mal 1,5 Sterne auseinander liegen, obwohl die eine Folge als symbolträchtiger Südpol für alles steht, was miserabel ist, und die andere als symbolträchtiger Nordpol für alles, was gelungen ist, schreckt mich das eher davon ab, mir die Rezi überhaupt durchzulesen.

  2. Grinch1969 sagt:

    Die letzte gute Murmeltiertagverfilmung für mich war Edge of Tomorrow, wobei es Cruise in der Spielzeit geschafft hat noch einen zweiten guten SciFi Film zu etablieren, Oblivion. Ansonsten habe ich mich erfolgreich von der ÖR Unterhaltung emanzipiert mit Prime und Netflix wobei ich hin und wieder gerne eine Traumschiffepisode gemeinsam mit meiner Frau schaue. Da ich auch noch auf nordamerikanische großvolumige Pickups stehe werde ich wohl letztendlich in der Hölle landen. Gefangen in der endlosen Wiederholung von STD……

    Klapo hilf…..

  3. G.G.Hoffmann sagt:

    Tatort? Ist das nicht diese total kultige deutsche Krimireihe, von der es schon freitags im Büro heißt, man freue sich wie Bolle auf den Tatort am Sonntag? Die uns schon seit Donnerstag mit dem aktuellen „Tatort-Check“ auf unseren Lieblingssendern mit den Hits der 80er, 90er und dem Besten von heute angekündigt wird? Ohne deren Kenntnis man fast so ein Außenseiter ist wie ein Fußballignorant? Der Inbegriff deutscher Serienspießigkeit im neuerdings – gerüchteweise – pseudocoolen Gewand? Diese Reihe, die pro Folge erkennbar weniger Budget hat als fünf Minuten von Game of Thrones? Die man am besten jetzt auch gemeinsam mit Freunden schaut? Welche nach 1084 Episoden frischer, cooler und unverbrauchter ist denn je? Mit Kultfiguren wie Kommissar Finke, Kommissar Schimanski, Thiele und Boerne, Ballauf und Schenk, Dick und Doof? DER „Tatort“?

    Nein, tut mir leid, kenne ich nicht.

    • Dario Cueto sagt:

      Es ist schon interessant! Ich hätte früher NIE gedacht, dass ICH mal regelmäßig Tatort schaue. Aber mittlerweile ist es so: Freundin und Freunde gucken ALLE Tatort. Und das sind keine spießigen Einfamilienhausbesitzer oder so. Sondern ziemlich subkulturell geprägte Menschen. Jedoch: Es ist irgendwie auch ein echt schönes Ritual und da guckt man halt mit (außer wenn die Münsteraner kommen – da fliehe ich nach wie vor!). Und man findet mit der Zeit sogar gefallen an der Reihe. Hätte ich echt nie gedacht. Vielleicht liegt darin dieser Erfolg der Reihe begründet, warum es diese nun seit über 40 Jahren gibt? Ich weiß es nicht.

  4. Ferox21 sagt:

    Ich bin kein regelmäßiger Tatort-Zuschauer, aber nachdem ich etwas über diese Episode gelesen habe, habe ich als Genre-Fan auch mal eingeschaltet. Am Ende ist es halt eine grundsolide Zeitschleifen-Geschichte. Für den üblichen Tatort-Zuschauer sicher eine Herausforderung, für mich als Connaisseur der Phantastik aber nichts unbekanntes.

    Daher wurde ich gut unterhalten und konnte tatsächlich mitunter herzlich lachen, auch wenn man die diversen „Tropes“ dieser Art Geschichte schon kennt: Die Zeitschleife, wo dem Protagonisten alles egal ist, und er etwas ganz anderes macht, die Schleife, wo er durchdreht und alle Leute umbringt, Selbstmord, um die Schleife schnell neu zu starten, etc.

    Ggf. könnte man kritisieren, dass Murot eigentlich recht schnell auf eine Lösung hätte kommen können, da er ja bald weis, wo die Protagonisten in der Bank stecken. Rein, links die Armbrustlerin aufhalten – und nach oben, den Typen ruhigstellen.

  5. bergh60 sagt:

    tach auch !

    Ich muss DC voll zustimmen, dieser Tatort war ein Hit.
    Pappaufsteller? Das genau die Satire auf sonstige Darstelle der Nebenfiguren in Tatorten. Die können antürlich nicht alle wie Nadeste Hrusenstern sein,
    aber manche wirken genauso, wie die Pappa… in diesem tatort.
    Der Rest war (manchmal) etwas langweilig, aber zwischendurch von unglaublichen überraschenden Knallern gespickt. Tür zugefallen? Ich springe vom Balkon usw.

    Ich wurde hochstungewöhnlich gut unterhalten.
    Ich vergebe 4.5 von 5.0 Sternen.

    Gruss Bergh

  6. BigBadBorg sagt:

    Den letzten Tator den ich geguckt habe war Schimanski, damals war ich noch ein kleiner Stoffel. Und wenn ich seitdem doch mal für fünf Minuten irgendwas von deutschen Krimis mitbekommen habe war ich doch eher von der Schnarchheit gelangweilt.

    Ich habe diesem hier nach einem Kommentar in diesem Forum eine Chance gegeben, und es war… ok. Nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich gut.

    Wenn jemand einen netten Film mit Zeitreise/-schleife gucken will würde ich eher etwas wie Repeaters von 2010 oder Time Lapse von 2014 empfehlen. Die haben zwar wie auch dieser Tatort beide ein winziges Budget, sind aber wesentlich atmosphärischer und cleverer umgesetzt.

  7. flinx02 sagt:

    FutureMan (https://www.imdb.com/title/tt4975856/) ist auch nicht schlecht (und ganz schön schräg: vermisse eigentlich eine Rezension hier ;-)) und einer der Hauptdarsteller ist auch in Preacher zusehen. Hat wohl ein Abo auf solche Serien…

    • BigBadBorg sagt:

      Nicht schlecht? Die war verdammt gut! Ich liebe Corey Wolfheart! Der Kerl ist einfach unglaublich!!

      Echt jetzt, Klapo und Sparkiller, die Serie solltet ihr euch wirklich ansehen! Eine richtige Perle, so was richtig herrlich beklopptes habt ihr bestimmt schon lange nicht mehr gesehen! (Im positiven Sinne, nicht im Discovery Sinne)

      Eine Rezension wäre klasse!

    • Zuse sagt:

      FutureMan rocks like Hell! Macht echt Laune.

      Ach ja: Die aktuelle Orville-Folge setzt Maßstäbe.

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