Film- und Serienkritiken

Ernsthafte Kritiken zu Film und Serie.

„Star Trek – Discovery“ – 2.05 – „Die Heiligen der Unvollkommenheit“ – Kritik

Willkommen beim „All You Can Write“-Dinner auf CBS! Sie wollen irgendetwas schreiben? Irgendwas? So wie wir immer die sinnfreien Episoden-Titel? – Kein Problem! WIR bieten Ihnen eine Plattform für alles, was Ihrem Schreiblehrer die Füße in Propeller verwandelt! Sie wollen blaue Pilznetzwerke, die jede Woche andere Tricks draufhaben? Tadaa! Sie tippen, wir rendern! Und der Zuschauer tippt auch. Auf seine Stirn. Was? Sie wollen lieber Charaktere wiederhaben, die eigentlich tot sind? Dann schreiben sie das einfach auf einen Schmierzettel und werfen sie den nachts unter die Fußmatte des Pförtners.

Inhalt: Tilly erfährt im Pilznetzwerk, dass ein gruseliges Monstrum die gesamte Dimension mit (Pilz-)Hutausschlag peinigt. Währenddessen überlegen Pike und die Sektion 31, wie sie weiterhin die spannenden Spock-Livestreams seiner Warpspur verfolgen können – UND nebenbei ins Pilznetzwerk springen, um Tilly zu retten.

Besprechung:

Schade. Eigentlich wollte ich diese Episode mal wieder mit meiner Freundin sehen, die vor genau einem Jahr schreiend bei Episode 1.05 rausgelaufen ist und erst Tage später in einem startenden NASA-Shuttle wiedergefunden wurde… Nun, heute wagten wir also erneut einen Versuch. Doch nachdem sie sich nach 5 Minuten bereits kräftig auf dem Wohnzimmertisch übergeben hat („Interessante Kamerafahrten. Und so viele auch noch!“ *Mund abtupf*), begann sie nach 15 Minuten plötzlich damit, unkontrolliert aufzuspringen, die Wäsche zu waschen, den Geschirrspüler ein- und meinen Schrank aufzuräumen. Nur, um dann in ihre eigene Wohnung zu gehen, da auch dort „haufenweise Wäsche“ anliegen würde. Und ein Funkloch, weswegen sie sich jetzt leider 5 Tage nicht bei mir melden könne…

Aber sie hatte ja recht mit ihrer rationalitätswahrenden Reinlichkeit.

Die Discovery will etwas auf den Nebel schießen, damit sie Spock nicht verlieren? Die Kamera zeigt stattdessen, dass sie den Torpedo EXAKT auf sein Shuttle schießen. Und in Spocks Shuttle ist Georgiou, die immerhin die Discovery angegriffen(!) hat und nicht auf Rufe antwortete? Statt sich entsetzt darüber zu zeigen, labert Pike erst mal anerkennend, wie toll der den anderen Captain findet, weil man die „nicht unter den Tisch trinken“ konnte. – Ja, hier tanzen Brain Cancer, Kindergartenrhetorik und faules Drehbuchschreiben mal wieder so schnell im Kreis, dass man alleine dadurch rote Engel aus der Produktionshölle beschwören könnte.

„Philippa, Sie benehmen sich neuerdings irgendwie anders als sonst.“ – „Daaas sehäään meine terrrranischen Sklaaaven und Kampfkamerrradään aber anderrrrs!“ – „Ja? Okay, dann habe ich mich wohl vertan, sorry.“ – Böshilde kommt zum tiefschwarzen Kaffee: Wie immer ist Onkel S.Ubtil nicht eingeladen. Der hatte hier heute nämlich besonders vie… wenig zu tun.

Hier komme ich schon beim lockeren Notizenschreiben halb in den Burnout:

Pikes alter Kumpel ist nun der oberste CHEF von Sektion 31? – Komisch, Pike ist nicht überrascht über diesen wirklich dramatischen Aufstieg („Sparkiller? Du bist jetzt der oberste Webdesigner der Bundesregierung? Pfff… Kein Wunder, du mochtest Steuerverschwendung ja früher schon so gern.“).

Georgiou gibt ständig zu erkennen, wie durchtrieben und „nicht unschuldig“ sie ist? – Pike ignoriert trotzdem, dass seine alte Freundin plötzlich im 50er-Jahre-Antagonisten-Business arbeitet… („Huii! Was für eine schöne Deckenlampe. Die gucke ich mir mal etwas genau an!“ *aus Bild geh*)

Pike möchte irgendwann DOCH mal von Burnham wissen, warum Philippa so anders ist? – Burnham will es ihm sagen, fühlt sich aber geraaade unpässlich, weil Tyler vor 5 Minuten zum Geheimdienstler und Haarmodel für Obdachlose aufgestiegen ist. („Vertrauen Sie mir, Pike. Ich sage es Ihnen dann, wenn es den Autoren gerade passt. Haben Sie in der dritten Staffel noch einen Termin frei?“)

Philippa posaunt im Schiffsflur heraus, dass sie eigentlich die Imperatorin ist? – Burnham ist plötzlich diejenige, die sich ängstlich umsieht, ob es vielleicht jemand gehört hat. („Still! Es könnte sonst jemand das erfahren, was ich meinem Captain sowieso gerne verraten würde, wenn ich denn mal 10 Sekunden Zeit hätte!“)

Ash Tyler sitzt frustriert an der Bar und streichelt sein megageheimes „Sektion 31“-Abzeichen? – Klar, der ist natürlich schon nach wenigen Tagen in dieser Organisation davon überzeugt, dass die alle total super sind. Und er nebenher Spock und Burnham beschützen kann, falls … die … eben … doch … unsuper … sind?

Ja, hier jagt ein psychologischer Schenkelklopfer den übernächsten, bis sogar die Kollegen Jung & Freud nur noch „Alt & Freudlos“ genannt werden wollen!

„Oh, das Pilznetzwerk! Finde ich gut, das haben wir ja jetzt schon seit Folge 1.03 nicht mehr gesehen. Also wenn man seitdem 17 Folgen ausgelassen hat, versteht sich.“ – Ein Franchise im Herbst: Diese wunderschöne „Sah sogar bei AVATAR besser aus“-Wischiwaschi-Landschaft ist das, wofür wir die Serie so lieben. Ist ja auch mal ganz schön, zwischendurch mal zu sehen, wo die ganzen rosa Farben aus den Jahren 1988 bis 2005 hingeflüchtet sind.

Herrlich! Ich könnte mich stundenlang über diese Art des BW („Banana Writings“) beömmeln! Und die Autoren sich darüber sicherlich hochzufrieden an den Löres greifen.

Diese billigen Symboliken für Zehnjährige: Definitiv der Goldstandard für alle, die Trash lieben!

Diese einfache Denkweise, die aus jedem Feind in 10 Sekunden einen Freund (und umgekehrt) machen kann: Wunderbare Lachflashs auf allen Kontinenten, bei allen Kulturen! Ja, völkerverbindender wird Star Trek womöglich nie wieder werden.

Und denken wir auch an all die unpassenden Seitenhiebe und Doofie-Sprüche (= „Wenn ich verrotte, behalte ich meine Gedärme bei mir, damit keine Pilze die zersetzen können, HA!“)… – Im Ernst, hier hat man auf der Suche nach Ghostwritern keine Mühen und Schulhöfe gespart.

Apropos „Ghosts“: Diese Gesellen werden neuerdings besonders bequem erklärt, indem man einfach dreimal (wegen Drei = magisch) was zum Energieerhaltungssatz faselt: „Energie kann NICHT verloren gehen! Daher lebt Tilly noch! Und Culber auch! Jaaah! Sein Friedhofsgärtner war nämlich völlig energie- und antriebslos, das habe es durch das Loch am Boden meines Pilzkörbchens damals genau gesehen, muhahaha!“

Zugegeben, ich finde es generell toll, dass Stamets hier den Energieerhaltungssatz runterstammelt und mich daher glauben lässt, dass dies das neue (gegoogelte) Lieblingswort der Autoren ist („Schatz? Kann ich noch etwas energieerhaltenden Zucker in meinem Kaffee haben?“)… Allerdings fällt es bei Benutzung solcher Fachbegriffe dann BESONDERS auf, dass hier eben nicht nur Materie/Energie erhalten wurde, sondern sogar neu erschaffen. Denn Culber wurde ja komplett sinnfrei im Pilznetzwerk neu zusammenge-schimmelt(?), während sein realer Körper irgendwo zur vorletzten Ruhe gebettet wurde. Und nicht vergessen: Während Tilly noch einen „Organischen Transporter“ für den Übergang brauchte, ist Culber einfach „versehentlich“ entstanden, weil der Pilzpapst (= Stamets) beim Tod seines Gatten versehentlich eine seiner Tränen in die Deus-Ex-Machina-Lamellen gelutscht hat.

Im Ernst: Das ist derartig beliebig, dass man uns auch einfach eine Tüte Champignons über den Kopf ziehen könnte, dabei „Ene Mene Schwerkraft-Fliehkraft!“ rufend, um uns DANN irgendeinen Kartentrick zu zeigen. Wobei es dabei wichtig wäre, dass die gesuchte Karte seit 10 Monaten aus dem Kartenstapel herausschaut und der Zauberer uns ständig zuraunt: „Hey! Die Pik 7! Ob diiiieeee wohl noch mal auftaucht, hmmm? Naaa?!“

„Ich bin zwar schon lange hier drin, aber JETZT können mich die Pilze ruhig auflösen.“ – „Warum gerade jetzt? Und was war an dem Baum, an dem du dich zum Schutz immer gerieben hast?“ – „Die ausgepinkelten Drogen der Discovery-Autoren, nichts weiter.“ – Verfilzte Pilze: Wenn eine Handlung zu schnell abgeschlossen werden könnte, muss noch schnell eine Bedrohung her. Zum Beispiel ist die Leuchtfarbe auf Culbers Hand nicht sein Lieblingsorange.

Und wieso ist es plötzlich kein Thema mehr, dass Stamets bei den Pilzsprüngen alle möglichen Pilzwesen getötet haben soll? War das nicht vor zwei Folgen noch der Grund, warum May überhaupt aufgetaucht ist – und nicht etwa das „Monster“ namens Culber? Der sich übrigens mit Baumrinde eingerieben hat und dadurch die ganze(?) Multiversums-Pilzdimension bedroht? Wegen dieses Baumes, der in dieser Dimension sowieso an allen Ecken wächst!? – Das wäre so, als würde mich ein Alien um Rat fragen, weil auf seinem Heimatplaneten ein Wolf gesichtet wurde. Und den kreativ loszuwerden, wäre für sein Volk leider komplizierter, als mich tagelang zu be-spuken, sinnfrei vollzusülzen, ein Beamgerät aus Pilzen zu bauen und mich DANN erst rüberzuholen.

Man ist ja schon viel Schwachfug aus 50 Jahren Star Trek gewöhnt, aber eine derartige Verarschung des Zuschauers schlägt dem tropfenden Fass die Krone ins Gesicht. Zumal man hier eh sehr schluderig mit ALLEM umgeht: Pike hat angeblich das „halbe Universum“ abgesucht („halbe Milchstraße“ reichte nicht?), die Pilzsporen greifen angeblich erst in einer Stunde die Schiffshülle an, wabern dann aber irgendwie auch rasch IM Schiff herum („Keine Sorge, Captain. Die Konsolen wurden mit Kruzifixen imprägniert.“), Stamets und Burnham kommen nicht mal auf die IDEE, sich in einer fremden Dimension Mundschutz oder Raumanzug überzuziehen, man kann durch die olle Plexiglaskammer normal in die andere Dimension herüber gehen (Warum?) und so wiiirklich groß scheint das Pilznetzwerk auch nicht zu sein.

Denn Culber geistert direkt IM dort erschienenen Schiff rum, was ich aber fast übersehen hätte, weil Burnham wieder mal unaufgefordert unbekannte Substanzen am Boden aufheben musste. – Nur gut, dass sie vor dem Ausflug anscheinend schon gut gegessen hatte?

Nichts gegen kultiges Gaga, aber hier wird einem der schreiberische Dreck so sehr gegen die Windschutzscheibe gedonnert, dass ich man hier – statt einen Scheibenwischer – sofort Carglass© aktivieren müsste…

„Ups, wie sind wir denn so schnell in das Pilzuniversum gefallen?“ – „Was denken Sie denn, was eine Warpsignatur von einem Mann wie SPOCK alles bewirken kann? Und noch dazu sein schmutziger Kühlschrank?“ – Und `ne Buddel voll Rum: Die Discovery tanzt auf den hohen Wellen der überwältigenden Einschaltquoten – unter den CBS-Konkursverwaltern.

Fragen über Fragen:

Warum gefährdet Pike das gesamte Schiff auf der Suche nach Tilly? Ach ja: Weil SIE es auch getan hätte…

Und was sollten die sinnfreien Wort-Scharmützel zwischen dem Captain und seinem vertrauensunwürdigen Kumpel? („Warum hat Ihr vollkommen unbekannter Spezial-Einsatz so lange gedauert?“) – Ach ja: Weil J.J.Abrams-Fans sich bei diesen Dialogen einen Monatsvorrat „Into Darkness“-DVDs bestellen.

Aber wieso wirkte der verstörte Doctor Culber auf mich so, als hätte man dem Schauspieler eine Dokumentation über „Hysterische Anfälle von Frauen in den 50ern“ gezeigt und ihn dann fünfmal um den Block gejagt? Ach ja: Damit Stamets dann wieder beruhigende Anekdoten aus dem Fabelreich gemeinsamer Paarerlebnisse ablassen kann: „Weißt du noch? Wo wir an der U-Bahn standen und du mir statt der Fahrkarte deinen Pipimann in die Hand gedrückt hast?“

Sorry, Pilzfreunde… Ich will ja gar nicht immer ordinär werden, aber das hier ist so schlecht geschrieben, dass man sich ernsthaft fragt, ob man Kurtzmans Mutter nicht ein biiisschen besser hätte bezahlen können, als sie das Skript korrekturgelesen hat.

Alleine diese wirre Endsequenz um das Thema, ob man Culber nun mitnehmen kann, hat meine Hände fast in die Polsterdimension meines Kissens eindringen lassen:

„Wir können ihn nicht rüberbringen, denn unsere Pilzmaterie kann nicht in eurem Universum existieren!“ – „Aber eure fleischige Transporterhülse liegt doch in unserem Maschinenraum?!“ – „Die ist eine Ausnahme, weil die damals aus dem NICHTS erschienen ist. Außerdem fehlt beim neuen Culber menschliche DNA!“ – „Aber wenn wir Culber einfach in die fleischige Ausnahme-Hülle reinstecken, wird aus dem Pilz-Magie dann vielleicht DNA-Magie? Immerhin SIEHT man ihn dann kurz nicht mehr?“ – „Ja, so machen wir das! Wobei ihr aber einen Nebeneffekt beachten müsst: Er wird vollkommen sauber, rasiert und frisch frisiert drüben ankommen.“ – „Dieses Risiko müssen wir eingehen, Pilz-Ilse! Energie!“

„Düsterer McGlatzo? Schlechter Pike-Imitator? Ich bin die durchtriebene Admiralin und befehle Ihnen, dass Sie Ihre durchtriebenen Spielchen lassen, damit man mir meinen Job nicht wegnimmt! Ich hoffe, die Zusch… äh… IHR habt das verstanden?“ – Mit der Lizenz zum Blöden: Bei Szenen wie diesen möchte ich mich stets hinsetzen und „Star Trek – Nemesis“ einen langen Entschuldigungsbrief für meine harschen Worte schreiben…

Ich könnte noch über die absolut lachhaften „Sektion 31“-Dialoge sprechen („So schmutzig ist das nun mal, wenn wir neue Staaten erschaffen.“) oder über die dümmliche Tatsache, dass die Imperatorin schon nach 2 Minuten ihren Chef mit dessen illegalen Geheimdienstaktivitäten erpresst… Aber Ersteres ist ja nichts Neues und Letzteres konnte bei der Sternenflotte ja nun wirklich niemand vorausahnen.

Also ICH hatte ja immer nur ein gutes Gefühl bei Space-Hitler. Aber das lag vermutlich an dem dezenten, unauffälligen, fein nuancierten Schauspiel von Michelle Yeoh?

Gut ist aber in jedem Fall, dass Burnhams Off-Texte am Anfang und am Ende jeder Episode immer für sooo viel tiefgründige Stimmung sorgen: „Freunde sind gut. Und die Crew oft auch. Man muss aber vertrauen tun! Und gute Kameraden sind wie passende Worte. Friedfertigkeit macht zudem gutes Heia-Bubu in der Nacht! Und wer an höhere Wesen glaubt, muss nicht im Keller sitzen. – Danke für’s Zuhören und bis zur nächsten Woche!“


Fazit: Langsam geht mir die Serie echt an die Substanz mit ihrer Pilz-Polonaise und den ständigen Geheimdienstaktionen für mentale Dreiradfahrer.

Im Sekundentakt brettert man hier über Bordsteine, überfährt rote Ampeln und hält mit voller Absicht auf wehrlose Rentner zu. – Nur, um dann am Ende zu sagen: „Wenn du kein Blut auf der Straße sehen willst, darfst du halt nicht hinsehen. Ist halt modernes Fernsehen, Bro!“

Wissenschaftlich, erzählerisch und psychologisch sind wir inzwischen in Untiefen angelangt, in denen man normalerweise Fische mit glühenden Antennen antrifft. Und auch die fressen einen gerne mal auf, nachdem sie uns mit buntem Blinki-Blinki geködert haben…

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM
SPARKS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
Das Vietnam unter den Trek-Serien
*tritt die tür der besucher-baracke ein und knallt zwei mülltonnen-deckel mehrmals laut zusammen*

Aufstehen, meine Hübschen! Es ist Star Trek Discovery Zeit! BergH! Hoffmann! Serienfan! Anonymer Zuleser #1 bis #4341! Private Paulaaaa! AUF’STEEEHN!!!

Ich weiß, ich weiß, keiner von euch möchte noch hier sein. Der Klapowski sowieso nicht, weswegen wir jetzt auch so spät dran und somit eine Schande für die gesamte Kritiker-Gesellschaft geworden sind. Trotzdem verständlich, denn jeder von uns hat sich bestimmt etwas anderes darunter vorgestellt, seinem geliebten Trek-Vaterland zu dienen. Von irrem Pilzgefasel ohne Ende und rumrollenden Babyköppen war da schließlich noch keine Rede. Aber jetzt gibt es kein Zurück mehr. Wir alle haben uns verpflichtet! Andere seelenlose Review-Seiten zu hohen Durchschnittswertungen, wir dagegen zu einem Leiden über ganze Staffeln hinweg.
Der einzige Lichtblick: Diese Serie wird euch prüfen. Abhärten. Der kreative Durchfall der Autoren wird an euch abprallen wie Scheiße an einem Tischventilator! Hier wird der menschliche Geist auf eine unmenschliche Probe gestellt! RAAAAHHH!!

Schnauf. Keuch. Stöhn.

Tschuldigung, aber so langsam ist mein Nervenkostüm doch etwas angegriffen.
Wo waren wir?

Ach, ja, Discovery. Ein Schiff, wo die meiste Arbeit offensichtlich auf dem Korridor stattfindet. Jedenfalls, wenn man nach der Anzahl der Crew-Mitglieder geht, welche dort doof rumstehen und ihre Eingaben an den Wand-Armaturen machen. Ganz anders als in deutschen Behörden, wo einem dort höchstens mal ein einsamer Wüstenstrauch entgegenrollt.

Apropos entgegenrollen. Direkt zu Beginn wird uns auch schon eine tiefsinnige Ansprache unter die gerümpfte Nase gerieben. „Worte definieren, wer wir sind…“ und so. Ist dies korrekt, dann kann ich mir mit dieser Kritik ja direkt schon einmal einen Liegeplatz an der Schwefelgrube aussuchen. Na, vielen Dank auch, Kurtzman!

Auch für den netten Running Gag, dass sich Spock SCHON WIEDER nicht blicken lässt. Ist diese Staffel etwa die Langfassung von „Auf der Suche nach Mr. Spock“? Dafür, dass Freund Spitzohr schon vor Monaten groß beworben wurde, macht sich der Typ aber erschreckend rar.

Nicht so rar wie Section 31. Ihr wisst schon, diese top-geheime Abteilung der Föderation. Welche in den Schatten arbeitet. Unerkannt. Ohne ein Wort des Dankes. Wovon man wohl die Schnauze voll hatte, weswegen man nun Hinz und Kunz seine Dienstmarke unter die Nase hält. Huhuu, bin die Georgiou und bei Sektion 31! Hier, mein Abzeichen! Ist ja alles streng so geheim! Hey! Du namenloser Crewmensch! Bin bei Sektion 31! Schon gewusst!? Voll undercover, ey!
Da lob ich mir doch Bashirs Abenteuer mit denen, wo man sich noch stilvoll in fremde Quartiere schlich. Grunz.
Ungewollt witzig auch, dass man über diese Typen nun stolpert wie die Rentner, die ihre Rente holen wollen. Georgiou, Ex-Voq & der Typ mit ohne Haare + Crew. Es wäre wohl einfacher zu fragen, wer NICHT bei Sektion 31 ist!

All dies ist aber noch Pille-Palle im Vergleich zum… seufz… Pilz-Plot. Im Ernst, hatten wir das Gedöns jetzt nicht schon ein Dutzend Mal in kaum veränderter Form? Befinde ich mich in einer Zeitschleife? Ist DAS etwa der große Twist um die roten Sterne?! Die Kulisse des Sporen-Raums hat sich in Sachen Erscheinungsmenge auf jeden Fall bereits gelohnt. Hätte damals wohl niemand geglaubt, dass der Fungus-Drive die große Hauptrahmenhandlung der Serie darstellen wird. Respekt, ihr durchgeknallten, durchgeknallten Schreiberlinge! Buhuuu!
Und ich weiß, dass ich mich mittlerweile stark wiederhole. Aber DIE (*mit bebenden finger auf beyer & co. zeig*) tun es ja auch! So!

Was passierte also? Tilly Ohnezahn (dieses Lächeln, brrrr!) wird mittels eines ranzigen Döner-Schlafsacks in die Pilzwelt gezogen (Kein Witz!), wo sich ein fieses Monster rumtreibt. Dieses entpuppt sich aber als Doctor Hugh (nein, nicht der mit der Telefonzelle), welcher mittels magischen Gay-Kiss zu den Sporen transferiert wurde (Nein, wirklich!). Dort hüllte er sich in giftige Baumrinde (!!), um von den rumfliegenden Sporen nicht zerknabbert zu werden (!!!). Nein, ich hab nichts genommen. Schade eigentlich.

Dazwischen macht die Discovery einen halben Überschlag nach links, um nur halb in diese fremde Welt einzutauchen. Also, sprichwörtlich, so mit Ozean-Wellen und so. Scheint aber nix ungewöhnliches für Pike & Co. zu sein, da man sich erst sehr, seeeehr spät für den roten Alarm entscheidet. Immerhin konnte man so vorhandene Kulissen einsetzen, da den Machern wohl langsam der Bluescreen ausging. Sind damit anscheinend schon an der Staffel-Stelle angekommen, wo außer für CGI nicht mehr viel Geld übrig ist. Hätte man stattdessen nicht die Autoren entlassen können? Sehe in diesem Schritt nämlich echtes Potential für einen deutlichen Qualitätsanstieg!

Fazit: Wahnsinn im Komplett-Paket. War die Janeway-wird-zum-Lurch-Folge bei Voyager noch etwas Besonderes (an Doofheit), hat man bei Disco in diesem Bereich nun endlich das Fließband entdeckt. Die Kirchen-Episode mag ja ein kleiner Lichtblick gewesen sein, aber so etwas ist anscheinend eher die Ausnahme, als die Regel. Eine Sorge, welche auch für die Picard-Serie gilt. Aber Mycel-Tee, heiß, schmeckt ja auch nicht schlecht?

Wertung: 3 von 10 Punkten


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Artikel

von Klapowski am 16.02.19 in Star Trek: Discovery

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Kommentare (111)

  1. Hildegard Burnhamm-Brücher sagt:

    Imperatorin Ceaușescu in Spocks Shuttle. Admirälin Schlachmichtot auf dem Sektion-31-Schiff. Darauf auch: Voq. Pikes Bettgenosse. Denn, wie schon in Staffel 1, das ganze Universum besteht maximal aus so vielen Leuten, dass man damit den Bahnhofs-McDonald’s in Hamm (Westf.) halb füllen könnte.

    Sinnlose „das wird man schon in einem Nebensatz reparieren“-Frage: Die Föderation hatte also schon 10 Jahre vor TOS serienmäßig (und ohne dass jemand darüber überrascht zu seien scheint) eine Tarnvorrichtung an Bord seiner Geheimdienstschiffe?

    Gut, aber die haben ja auch schon die Next-Generation-Kommunikatoren, weil „Zukunfstechnologie“ immer zuerst die Abteilung F. für Faschismus bekommt. Wird auf Trekcore dann als eine dieser subtilen Anspielungen auf die zukünftigen Serien abgefeiert werden.

    Sehr schön auch: Der Pinkie Swear, eine der größten zivilisatorischen Errungenschaften.

    Gerne erinnere ich mich an Deep Space 9, als Jadzia mit den Klingonen einen Albino (Stamets?) jagen ging und das gegenüber Sisko begründete mit: „Sorry, Benjamin. Curzon gave Kor a pinkie swear.“

    Die Serie ist, was sie ist. Aber wenn das echt die besten Drehbuchautoren sind, die man auftreiben kann? Auweia.

  2. G.G.Hoffmann sagt:

    Ich finde, die Folge kommt hier zu gut weg.

  3. JP1957 sagt:

    Ich les seit der letzten Folge nur noch die Reviews. Mein Mitgefühl für Klapowski und Sparkiller, die hier Star Trek zu Grabe tragen müssen.

    Gibt es kein Spendenkonto für Euch?

  4. Zuse sagt:

    Space-Mao oder Space-Pol Pot – Oder seit Ihr hier Space-Rassisten?

    STD wird immer „besser“. Ich höre auf, über die einzelnen Aspekte zu reflektieren.

    STD just sucks as HELL !!!

  5. DarthDigitus sagt:

    Wo kann ich die original Discovery Pilze, die man offensichtlich zur Serie konsumieren muss, bestellen?

  6. CitizenGkar sagt:

    Mhhh,die sollten das bei Netflix von „ab16“ zu „bis 16“ ändern. Die erste Folge der 2 Staffel hatte mir Hoffnung gemacht aber was danach gekommen ist spottet jeder Beschreibung. Im Original zum Glück noch etwas besser von den dummen Sprüchen als auf Deutsch. Uhhhhh wenn das so weitergeht bitte alle wieder von der Fedcon ausladen.

  7. Grinch1969 sagt:

    Das einzig sehenswerte an STD sind die Reviews auf dieser Seite. Mit Star Trek hat die Serie ja scheinbar nur noch mit kurzen Hinweisen auf bereits bekannte Namen (Spock) oder Dinge (Enterprise) zu tun. Nun denn….

  8. Nitpicker sagt:

    Auf Trekcore wird die Folge in den Kommentarfeldern ja ziemlich abgefeiert. „Bestes Star Trek“ usw. Und das meinen die unironische. Versteh ich nicht. Sehen die was anderes? Werden selbst die Kommentarschreiber, also die stinknormalen Fans von CBS bezahlt? Mögen die das wirklich? Oder ist das diese leidige Entwicklung, dass man in den USA jetzt wirklich jeden Mumpitz verteidigen muss, solange da Minderheiten (Frauen, Schwarze, Pilze…) mitspielen? Weiß echt nicht, was hier mehr weh tut. Dass Star Trek öffentlich zu Grabe getragen wird… oder dass es unter Applaus geschieht :(

    • Klapowski sagt:

      Natürlich ist es inzwischen so, dass Medienunternehmen auch die Kommentare auf großen Webseiten schreiben (lassen). Was ICH an deren Stelle wohl auch machen würde.

      Zum kleinen „Preis“ von ein paar Hundert IP-Adressen PLUS die Arbeitszeit von ca. zwei Dutzend Nasen (landesweit) kann man da auf den größten Plattformen schon ziemlich viel Werbung machen – und den einen oder anderen überzeugen bzw. überhaupt erst zur Serie bringen.

      Allerdings wird der Effekt dieser Marketing-Tools überschaubar sein. Genaue Zahlen liegen mir natürlich nicht vor, aber am Ende des Tages sind das eben auch nur „Billig-Influencer“, die anderen Leuten ja nicht ihren Geschmack überstülpen können.

      Und natürlich muss man aufpassen mit Sprüchen wie „Du bist ja von CBS bezahlt!“. Denn die bringt man ja nur gegenüber Leuten, mit denen man meist schon stundenlang diskutiert hat. Was dann eben meist KEINE Jubel-Trolle sind.

      Denn die haben bei ihren ausufernden Gutfind-Touren für ellenlange Diskussionen garantiert keine Zeit.

    • Nitpicker sagt:

      Im Falle von Discovery werden so viele gekaufte Kommentare wohl gar nicht notwendig sein. Nach einem anfänglichen Push haben die Fans die Verteidigung Discoverys schon selbst übernommen. Ich frequentiere regelmäßig das Trekbbs – das größte amerikanische Trek-Forum und dort herrscht in etwa die gleiche Begeisterung wie auf den Kommentarfeldern größerer Seiten. Und langjährige Forenmitglieder werden kaum gekauft/derart beeinflusst sein. Interessant ist, dass dort zu Anfangs weitaus mehr Kritik geäußert wurde, aber die wurde von (ebenfalls langjährigen) Trekkies derart mit Totschlagargumenten niedergeschmettert, dass man heute kaum noch welche hört, weil die „Hater“ wohl alle auf andere Portale (Youtube etc) geflohen sind. Ich nehme an, dass die Epidemie der Callout-Culture daran schuld ist, in der sich Leute ihren Status/ihre Bewunderung in einer Gruppe sichern, in dem sie selbst kleinere „Vergehen“ (negative/divergierende Meinungen beispielsweise), öffentlich anprangern und niederschmettern.

      Und bei Disco kann man das besonders gut. So wurden ja anfangs selbst von offizieller Seite Kritiken damit abgespeist, dass sie wohl ein Problem mit Frauen/Schwarzen/Schwulen haben. Das ist natürlich besonders verlockend für jene, die sich gerne mit ihrer überlegenen Moral in der Gruppe einen Rang und Namen machen und dementsprechend Hater entblößen möchten. Das ist wohl das Klientel das von den Serienmachern angesprochen wird und die Charaktere sind ja auch darauf zugeschnitten. Da geht es mehr um Emotion als um alles andere. Und genau deshalb glaube ich auch, dass Discovery ganz gut läuft und keine ernsten finanziellen Probleme hat obwohl (oder gerade weil) es so scheiße ist.

      Bei uns fallen die Kommentare noch anders aus, eben weil bei uns diese Callout-Kultur noch nicht besonders stark gegriffen hat. Aus künstlerischer Hinsicht finde ich maßlos enttäuschend, was bei Disco abgeliefert wird. Aber aus marketingtechnischer Sicht… macht es wohl Sinn.

    • Hildegard Burnhamm-Brücher sagt:

      „Aus künstlerischer Hinsicht finde ich maßlos enttäuschend, was bei Disco abgeliefert wird. Aber aus marketingtechnischer Sicht… macht es wohl Sinn.“

      Wobei auch da beeindruckend ist, wie gut das Marketing trägt. Progressiv weil du recht viele nicht-weiße, weibliche oder homosexuelle Figuren hast. Was okay ist, bzgl. der genauen Quote dürfte es in etwa mit Voyager einher gehen und ist auf jeden Fall in dieser Hinsicht „progressiver“ als Enterprise. (Was im Rahmen der USS George W. Bush der ersten drei Staffeln wenig überrascht.)

      Nur: Die Regenbogennation auf der Brücke hat halt nix zu tun, wenn es nicht gerade Burnham, Saru oder Pike ist. Mal auf ’nen Planeten mitdürfen und mit ’nem Magneten eine Tür entriegeln ist jetzt nicht abendfüllende Charakterzeichnung. Und ’ne multikulturelle Besatzung in Statistenrollen hat sogar TOS schon hinbekommen.

      Und wenn Stamets und Culber sich in den Armen halten und glauben, sie werden jetzt für immer „bye-bye“ sagen müssen, dann geht die Serie bis kurz vor den Kuss, traut sich dann aber scheinbar doch nicht, das wenigstens voll durchzuziehen. Wären das Burnham und Voq gewesen, hätte man da schmalzig geknutscht. Das würde die Szene nicht besser machen, aber es ist am Ende doch wieder inkonsequent. (Zumindest bisher.)

      (Bonusfrage: Wenn das so läuft, wie es in ‚Discovery‘ immer läuft, dann ist Culber ja ab nächster Woche wiedder Schiffsarzt. Rehamaßnahmen oder bürokratischen Klimmbimm („Nein, ich war wirklich tot, aber jetzt bin ich zurück… in Pilzform. Ich möchte darum meine Rentenansprüche wieder geltend machen.“) gibt es ja im 23. Jahrhundert nicht mehr. Wird die Doctrice mit dem rüden Pulaski-Charme dann jetzt einfach rausgeschmissen?)

    • Cronos sagt:

      Wenn es so weiter läuft wie bisher, dann ist Culber bald wieder tot. Und die Dame mit dem Trucker-Charme wohl auch.

  9. Henryk sagt:

    Es gibt eine Möglichkeit wenn man die Serie nicht mag: Nicht weiter einschalten. Nichts gegen konstruktive Kritik, aber hier wird nur eingeschaltet mit dem Ziel die Folge zu hassen um sie danach niederzuschreiben. Eine Folge, der IGN 4/5 gibt und die von Den of Geek als „Most exciting of the season“ bezeichnet wird. Haters gonna hate…

    • Nitpicker sagt:

      Es gibt eine Möglichkeit wenn man die Kritik nicht mag: Nicht weiter lesen. Nichts gegen konstruktive Kritik-Kritik, aber hier wird nur gelesen mit dem Ziel die Kritik zu hassen um sie danach niederzuschreiben. Eine Kritik, der Serienfan 4/5 Orvilles gibt und die von GGH als „Most funny since „These are the Voyages“ bezeichnet wird. Apologisten gonna apology…

    • Klapowski sagt:

      „Nichts gegen konstruktive Kritik, aber hier wird nur eingeschaltet mit dem Ziel die Folge zu hassen“

      Nö. Einfach nur: Nö.

      Was uns stört, wird ja oben ausführlich gesagt. Nämlich kindische Unterhaltung mit beliebigen Charaktermomenten für „Junggebliebene“, alberne Wiederbelebungsplots und Hinhaltetaktiken (Spock, rote Engel, Section 31).

      Wir honorieren erwachsenes Fernsehen wie GoT oder The Expanse, das seine Zuschauer nicht für blöde hält. Sobald STD sich dorthin entwickelt, gibt es auch von uns wieder gute Noten – bisheriger Bestwert: 3 von 5.

      Und der alte „Nicht weiter einschalten“-Gag ist schon seit 2001 nicht mehr spannend. Oder forderst du das auch in einer Linken Zeitung („Wenn ihr die Rechten nicht mögt, warum schreibt ihr dann darüber?“) oder in deiner Autowerkstatt („Wenn Sie meinen Anlasser nicht mögen, warum reparieren Sie den dann? Wie, das ist Ihr Job, Sie Hater?!“)…

    • Sparkiller sagt:

      „Eine Folge, der IGN 4/5 gibt“

      IGN -> Webedia

      („Wir wecken Interesse und Begeisterung für alle Themen rund um Film, Serien und Videospiele!“, „unterstützt Webedia Kunden im Content Marketing mit Social- und Brand-Publishing-Angeboten“)

      „die von Den of Geek als „Most exciting of the season“ bezeichnet wird“

      Den of Geek -> Dennis Publishing

      („We have a collaborative approach to helping clients build a brand in their territory„, „providing market-leading and award-winning brands with high-quality editorial, photography and video content“, „We advise on effective brand marketing and on how partners can make their products stand out from the rest“)

    • Klapowski sagt:

      WAS?! Die großen Medienportale sind nicht unabhängig?! Wer konnte das denn ahnen?

    • Sparkiller sagt:

      Auch schön:

      Den of Geek Discovery-Review -> Kayti Burt -> MTV News -> Viacom -> CBS Cooperation

      („[CBS Corp.] currently retains control of the over-the-air broadcasting, TV production, subscription pay television, and publishing assets, which were previously owned by the original Viacom„)

      Könnte man sich das Ganze nicht sparen und einfach Kurtzman die Reviews schreiben lassen?

    • Henryk sagt:

      Hui, wie erwachsen. Die Antwort passt zum Kindergarten-Geschreibsel…

      Discovery ist bei weitem nicht perfekt. Aber 3/5 als Höchstwertung wenn es einige wirklich gute Episoden gab (2.1, 2.2 bsw) sagt ja schon alles. Und aus dem Betonen dass ihr ach so unabhängig seid im Vergleich zu anderen, klingt in erster Linie Neid heraus.

      Die Folge hatte ein paar arge Probleme bsw die forcierten Erklärungen für Culbers Rettung. Aber Fakt ist, dass die Charaktere (Saru, Michael, Pike, Tilly) sich hinter keiner Trek-Serie verstecken müssen. Aber wer mit Scheuklappen durch die Kritiken läuft und verzweifelt nach dem nächsten ach so lustigen Vergleich für den ach so cleveren Verriss sucht, nimmt so was natürlich nicht wahr

      Und nur weil Burt vor Jahren mal für einen Arbeitgeber mit dem gleichen Mutterkonzern gearbeitet hat, ist sie nicht unabhängig? Vielleicht wurde sie ja gefeuert und hasst Viacom sogar. Aber klar, einfach mal irgend ne Fake News in die Welt setzen. Wird schon ein Verschwörungstheoretiker toll finden

    • Darth Nukem sagt:

      Nun ja, Klapo und Sparkiller haben eigentlich nur Daten geliefert, du hingegen greifst sie direkt persönlich an und steckst sie in eine Schublade.

      Das kommt btw nicht nur hier vor, mir ist aufgefallen, dass gerade STD und Who S11 Fans Kritiker mit Totschlagargumenten in die Konservative, nicht progressive oder, wenns ganz dicke kommt, in die rechte Ecke stellen wollen und sonst eigentlich nie viel liefern.

    • G.G.Hoffmann sagt:

      Sind Daniel Räbigers SciFiNews denn jetzt auch eine Satireseite oder wie darf man das dortige Fazit verstehen („Bislang beste Discovery-Episode. 4/5“)?

      Wobei mich etwas enttäuscht, dass Räbiger trotz knisternder Culber-Stamets-Szenen und einem nackten Culber für Erotik 0 Punkte vergibt.

    • Klapowski sagt:

      „Hui, wie erwachsen.“

      In der Tat, der feine Herr. Hümm. Hümm. Möchte Sie Ihr Monokel zum Mitnehmen oder zum hier Aufsetzen?

      Im Ernst mal: Ich diskutiere ja gerne über eventuelle Stärken der Episode. Warum Culbers Wiedererscheinen eventuell(?) kein Deus Ex Machina ist. Warum Michelle Yeohs Figur möglicherweise(?) tiefgründiger ist, als sie zu erkennen gibt. Welche religiöse, politische und kulturelle Inhalte wir übersehen haben – oder was wir irgendwie noch in den Fokus rücken könnten. In welcher Hinsicht wir das alte Schreiber-Motto „Show, don’t tell“ diesmal vielleicht(?) umgesetzt sehen. Wieso die Dialoge womöglich(?) doch nicht nur billige One-Liner aus dem Genre der Action-Filme sind.

      Daher tut es mir besonders Leid, dass wir aufgrund unserer „Kindergarten-Antworten“ nicht mehr über diese Dinge werden reden können. Schade.

      Ich bin mir aber sicher, dass die oben genannten Paid-Content-Webseiten diese Fehler nicht machen werden.

      „Und aus dem Betonen dass ihr ach so unabhängig seid im Vergleich zu anderen, klingt in erster Linie Neid heraus.“

      DAS stimmt wohl. Neid ist seit nunmehr 18 Jahren unser Antrieb für unsere Blogs. Dabei haben wir uns ja sogar AUSGESUCHT, dass wir das hier in unserer Freizeit machen und kein multinationales Medienunternehmen gründen. Dabei sagte ich zum Sparkiller vor 10 Jahren noch: „Ein Zukunftia-Hochhaus auf dem bielefelder Jahnplatz, das wär’s!“

      Was sagst’e denn ganz konkret zu den obigen Infos? Schon krass, dass es kaum noch unabhängige Reviews auf mittleren bis großen Webseiten gibt? Was macht das mit der Nerdkultur? Mit dem Filmbusiness? – Wie? Ja, das sind noch mehr Kindergartenfragen, ich weiß schon…

    • jako sagt:

      Es gibt ja auch die möglichkeit Zukunftia.de nicht zu lesen, wenn es einem nicht gefällt was hier geschrieben wird. Und das sage ich sogar als Klappokritiker…

    • jako sagt:

      Aber ich verstehe das. Wenn IGN und DoG das ding gut bewertet haben, dann sollen alle anderen gefälligst auf Partei-Linie bleiben!
      Denn die Welt ist nur schön, wenn alle das selbe sagen!

    • MCFidel sagt:

      Herrje ihr Lieben,

      bei diesem regelmäßigem Gebashe muss man ja zwangsläufig an die gute alte Serie Enterprise denken.

      Es tut mir leid, aber egal wie ich es drehe und wende die letzen Folgen von Disco waren schlicht gut. Ich teile die Kritik an Mary Sue Burnham, jedoch war sogar die zuletzt erträglich anzuschauen. Visuel, storytechnisch und schauspielerisch wurde mir hier mehr geboten als in diversen anderen Serien.

      The Orville, so gerne ich die Serie mir anschaue, ist die satirische Fortsetzung von TNG und schlicht nicht mehr auf der Höhe des Zeitgeistes. Das erinnert mich an Jurassic Trek und inzwischen an die original Serie. Eine weitere Alternative ist „The Expanse“ welches mir eine neue Variante von Babylon 5 bietet aber eben nicht in Form von Star Trek. Kreativ war „Altered Carbon“ aber halt auch kein Trek.

      Worauf ich hinaus will, euch kann man es nicht recht machen. Seit TNG ist das bei jeder Folge doch ein Drama, DS9 habe sich durch Babylon 5 viel zu kriegerisch entwickelt. Voyager, um von dort zu fliehen wo noch nie ein Mensch gewesen ist. Enterprise, Captain Archer auf dem Weg zurück in die Vergangenheit bishin nun zu Disco. Gerade bei Voyager und Enterprise war das damals echt eine Qual.
      Jedoch im Vergleich zu Voyager und Enterprise finde ich Disco wesentlich besser.

      Sry tut uns bitte einen Gefallen, hört auf Star Trek zu gucken, diese intellektuelle Arroganz hat es 20 Jahre nicht geschafft eine bessere Serie auf den Schirm zu bringen. Wenn ihr zu euch selbst ehrlich wärt hättet ihr gemerkt, dass Disco massiv zugelegt hat. Die Kritik ist aktuell schlicht ungerechtfertigt.

    • Equi sagt:

      IMDB sagt 7.0, das ist der zweitschlechteste Wert der Season. Soo toll kann‘s dann wohl nicht sein? Die aktuelle Orville Folge hat 7.5 und ist auch eine der schwächeren der Season gewesen, obwohl sie 1,2 gute Ideen hatte – und die humorigen Stellen mitterweile wie immer gelungen waren.

    • DarthDigitus sagt:

      Henryk ist wohl auch bezahlt, sonst würde er doch auf die paid content Thematik eingehen.

      @MCFidel Orville ist schon alleine deshalb trekiger, da der Macher ein echter Star Trek Fan ist und die halbe Belegschaft vorher Star Trek gemacht hat. Ist vermutlich mehr Canon als Disco… Und bezüglich „nicht auf Höhe des Zeitgeistes“ (was auch immer das heißen mag), nur weil es dir nicht gefällt, sollen es auch alle anderen doof finden?

      Irgendwie schließt es sich für mich Gegenseitig aus Star Trek Fan zu sein und Discovery (eigentlich ein toller Name…) zu mögen. Es enthält keinerlei Elemente die Star Trek aus und einzigartig machen. (Kommt mir jetzt keiner mit Spock!)

      Ich bin jedenfalls vor ein paar Jahren, auf der Suche einer guten Star Trek Seite, durch Zufall hier gelandet. Es ist mittlerweile die einzige Star Trek Seite die ich besuche (ab und zu bin ich auch bei DSi, wird das überhaupt noch betrieben?). Warum bin ich hier und nicht woanders? Zum einen schätze ich Satire, zum anderen bin ich ein Fan gepflegter Texte, die intelligent unterhalten (was wohl das Selbe ist!?). Ich stimme sicher nicht jeder Kritik blind zu, und finde es durchaus schade wie z. Bsp. Voyager (zu hart) gebasht wird (Ein Jahr Hölle war Spitze!). Ich habe jahrelang ENT nicht gesehen, doch nach der ersten Staffel STD (vielleicht hilft Penicillin?) dachte ich mir es kann kaum schlimmer sein. Und tatsächlich, es war dann doch irgendwie OK. Jedoch muss ich sagen, dass ich die Kritiken durchaus mit Spaß lese und mir auch der Kern der Kritik klar ist. Die werten Autoren sind wahre Star Trek Fans! Sie lieben Star Trek und das wofür es steht. Ich liebe es ebenfalls dafür, dass es uns zeigt wie wir als Gesellschaft seien könnten, wenn wir uns unsere Laster entledigen (ich blicke vor allem zu dir, Gier!). Und deshalb traue ich diesen Leuten in den weiten des Internets mehr, als irgendwelchen kommerziellen Websites, die schlimmstenfalls sogar dem selben Konzern angehören wie der Kram den sie reviewen. Hier kann man noch seine Meinung sagen, und die Macher diskutieren, immer unterhaltsam, mit. Für mich steht diese Seite für vieles was am Internet verloren gegangen ist, damit meine ich nicht nur die Gesprächskultur.

    • annos nymus sagt:

      @Henryk

      Ich bin schon seit 2 Jahren mit einer Recherche (auch Interviews mit Insidern) beschäftigt, bei der ich mich mit ein einigen Kollegen mit eben genau den neuen Formen von Content Marketing und Influencer Marketing beschäftige. Darunter auch, wie viele Publikationen bewusst Kennzeichnungspflichten für bezahlten Content (Schleichwerbung) nicht erfüllen oder über Firmenstrukturen zu verschleiern versuchen.

      Was man wissen muss. Nicht kenntlich gemachte Werbung verstößt gegen das Presserecht bzw. auch das Wettbewerbsrecht.

      Jeder kann solche Artikel bei der für die Publikation zuständigen Landesmedienanstalt melden.
      Die machen leider nicht immer was, obwohl sie müssten. Wenn aber mehrere Beschwerden eingehen, werden auch die tätig. Da können dann empfindliche Bußgelder mit verbunden sein.

    • Klapowski sagt:

      @annos nymus

      Leider habe ich erst jetzt deinen Beitrag richtig gelesen.

      Ich finde dein Projekt sehr interessant und in gewisser Weise auch wichtig.

      Können wir irgendwas für dich tun? Oder magst du uns mal sagen, wann, wo oder wie die Ergebnisse veröffentlicht werden? Dürfen wir hier dafür sogar Werbung machen oder von dir mal ein paar interessante Infos abgreifen?

      Du kannst dich sehr gerne mal melden, wenn es uns… DIR irgendwie weiterhilft.

  10. Darth Nukem sagt:

    Sektion 31 erinnert mich irgendwie an diese Herren hier. Ich muss mir für die nächste Folge mal ein Soundboard basteln ^^

    https://www.youtube.com/watch?v=sAn7baRbhx4

  11. JP1957 sagt:

    Lieber Klapowski,

    ich bin erst im letzten Jahr auf deine Seiten gestoßen … bedauerlicherweise. Seitdem schätze ich sie und lese sie regelmäßig. Poster wie Henryk machen mich fassungslos … weil da eben nicht mehr die Spur einer Bereitschaft ist, sich auf rationale Argumentation einzulassen. Du versuchst das durch deinen letzten Beitrag jetzt noch einmal. Ich bin mir sicher, dass er nicht darauf eingehen wird und befürchte, dass er intellektuell und emotional dazu gar nicht mehr in der Lage ist.

  12. hitzestau sagt:

    Beim zweiten Stern rechts… und dann mit Volldampf rein die Pilze! Nach nunmehr fünf Episoden der zweiten Staffel tun sich Abgründe auf, von denen ich gar nicht wusste, dass sie existieren, mir fehlen ehrlich gesagt die Worte, das zu beschreiben, was ich beim Anschauen der letzten Episode gefühlt habe.

    Es gibt im Internet in der Tat Webseiten und Foren, wo Discovery als gute Unterhaltung in den Himmel hoch gelobt wird – ich vermag das nicht nachzuvollziehen. Es ist offenbar immer noch möglich, Woche für Woche tiefer zu sinken und ein Ende des Fallens ist auch nicht abzusehen. Nichts von dem was Star Trek ausmacht und definiert, war in dieser Episode zu erkennen – aber auch sonst nichts, was man als gute TV-Unterhaltung bezeichnen könnte. Esoterik, Mythologie und einen Schuss Fantasy in den Mixer zu werfen, reicht nicht, um eine gute Fernseh-Episode zu produzieren. Aber genau dazu ist Star Trek mit der Serie Discovery und insbesondere den letzten drei Episoden verkommen: eine krude Mischung aus Paranormalem, endlos grossen Logiklücken und Charakteren wie Tilly, die es mit ihrer Durchgeknalltheit in keinem Militär der Welt auch nur durch die erste Hälfte der Grundausbildung schaffen würden. Im Autorenstab der Serie scheint ein Wettbewerb zu laufen: Wer am meisten absurde Handlungen und Dialoge in einer Episode unterbringen kann, wird Ende Staffel aus dem Kurtzman’schen Dschungel herausgeholt und darf im Zeugenschutzprogramm ein neues Leben beginnen.

    Der Star Trek-Kanon wird auch in dieser Episode wieder mit Füssen getreten, ich will da gar nicht erst Szene für Szene durchgehen oder versuchen mir Gründe zu überlegen, warum Section 31 einst so bekannt war wie ein bunter Hund und es dann später schaffte, buchstäblich von der Bildfläche zu verschwinden. Eine Szene will mir da nicht aus dem Kopf gehen: Als Admiral Cornwall am Ende ziemlich unvermittelt auf dem Section 31-Schiff auftaucht: ist das wirklich sie, oder nur eine von “Agentin Georgiou” erschaffene Illusion um Pike zu täuschen? Das würde ja implizieren, dass sie während der gesamten Rettungsaktion mit an Bord war, was irgendwie auch keinen Sinn macht.

    Aber vielleicht würde es Section 31 ja gelingen herauszufinden, wohin die 150 Millionen Dollar geflossen sind, die die zweite Staffel angeblich gekostet haben soll. Vom Geld ist weder in Sets, Drehorten, Special Effects, Ausstattung noch Drehbüchern etwas zu sehen – kann ja sein, dass das meiste Geld in vegan-biologisches Catering geflossen ist und sich die Macher dann an einer zu heiss gekochten Pilzsuppe die letzten Gehirnzellen verbrannt haben.

    Nein im Ernst: Nur mit den paar Abonnenten von CBS All Access lässt sich so eine Show nicht finanzieren, und die Hälfte stammt ja erst noch vom Abo-Sender Showtime. Aktuell bezahlt Netflix kräftig für die internationale Vermarktung. Über wie lange Netflix allerdings noch dazu bereit ist, kann ich natürlich nur spekulieren. Der Konkurrenzkampf unter den Streaming-Anbietern wird härter und Netflix braucht dringend attraktive Zugpferde um neue Abonnenten zu gewinnen. Ob jedoch ausgerechnet ST:Discovery dieses Zugpferd ist, ist zu bezweifeln. Eine Serie, die ihr eigenes Franchise so hemmungslos ungebremst gegen die Wand knallt, dürfte kaum dazu geeignet sein, Kunden davon zu überzeugen, dass es sich lohnt für ein Netflix-Abo jeden Monat Geld auszugeben. Man mag von Star Wars halten was man will, aber da ist der Wiedererkennungswert definitiv höher, unabhängig davon, wer gerade auf dem Regiestuhl sitzt.

    Vor ein paar Tagen ist bei mir der unten verlinkte Artikel “Star Trek: Discovery auf Netflix: Aus diesen Gründen ist die Serie so gut” auf dem Schirm erschienen… ich möchte ihn Euch zum Lesen ans Herz legen, wobei ich mir selber beim Lesen nie so ganz sicher war, ob es einfach erstklassig geschriebene Satire oder wirklich ernst gemeint ist.

    https://www.musikexpress.de/star-trek-discovery-auf-netflix-aus-diesen-gruenden-ist-die-serie-so-gut-1187539/

    • Hildegard Burnhamm-Brücher sagt:

      „Erst mit Schauspielerin wie Zachary Quinto (seit 2009 als Spock-Darsteller dabei), Chris Pine (James Kirk, z.B. im Star Trek-Film „Beyond“ von 2016) oder Whoopi Goldberg (Guinan in „Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert“) kamen bereits bekannte Darsteller zur Serie. Was wohl auch durch die veränderten Sehgewohnheiten in Zeiten des Internet und der Streaming-Dienste beeinflusst wurde.“

      Wow.
      Also… äh… wow.

      Gut, wenn man in der Realität schon einen so lockeren Anspruch an logische Kohärenz oder Chronologie hat, dann erklärt das schon, was an Discovery gut gefunden wird.

      Wow…

    • Sparkiller sagt:

      @hitzestau:

      Musikexpress -> Axel Springer -> Visoon Video Impact -> Viacom International Media Networks -> Viacom -> CBS Cooperation

      „Das Portfolio von Visoon Video Impact umfasst alle TV-Angebote von Axel Springer und Viacom International Media Networks in Deutschland.“

      „profitieren Werbekunden von einer gesteigerten Reichweite und mehr Möglichkeiten für innovative Werbelösungen in Qualitätsumfeldern“

      „Axel Springer hält 51 Prozent der Anteile an Visoon Video Impact, Viacom International Media Networks 49 Prozent.“

      https://www.axelspringer.com/de/presseinformationen/visoon-video-impact-neuer-tv-und-bewegtbildvermarkter-von-axel-springer-und-viacom-international-media-networks-nimmt-arbeit-auf

  13. jako sagt:

    Ich mochte die Darstellerin von May… gerade in Momenten in denen sie son bisschen Sauer und skeptisch ist.

    Aber Georgiou …. oh je. Also, wieso genau wird die Yeoh für ihre „Schauspielkunst“ gefeiert. Sie ist eher ein laufendes Stück Holz.

    • Klapowski sagt:

      Ich glaube, die Lobpreisungen stammen von ein paar Filmen wie z.B. „The Lady“, in dem Yeoh eine Friedensnobelpreisträgerin spielt – und dafür ihrerseits einen Filmpreis bekommen hat.

      Ihr (eventuelles) Können wird hier allerdings vollkommen von den Machern hinter den Kulissen weggelutscht.
      Ihre Mimik und ihre Aussprache sowieso.

      https://www.youtube.com/watch?v=296W-x5yeEo

      Auch Pikes (Anson Mount) und Sarus Darsteller (Doug Jones) bekommen hier nur den Bodensatz an Dialogen, so dass in dieser Serie NIEMAND glänzen kann. Eine oft desaströse Regieführung mit sinnfrei rumwedelnden Kameras kommt da am Ende lediglich noch obendrauf.

      Ich nehme an, dass seitens der Produzenten darauf gepocht wird, dass JEDE verdammte Handlung oder Aussage gleich dreimal erklärt wird. Doch dadurch wirkt jede Figur extrem dumm und/oder übermotiviert.

      Hier zum Beispiel, als Burnham Stamets oberflächliches Gefasel um den biologischen Transporter mit ähnlichen Beispielen ERNEUT zusammenfasst („Sie meinen also einen biologischen Transporteeer?“). Oder als May noch mal extra fragen muss: „Was machst du da mit deinem kleinen Finger?“, obwohl wir den ALLE sehen können.

      Solcherlei Szenen für Blöde gibt es tatsächlich in jeder Minute.

    • suiriso sagt:

      Man kann sich förmlich ausmalen, wie im writers‘ room ein gigantisches Banner mit der Aufschrift „Tell, don’t show!“ hängt, auf welches Kurtzman immer und immer wieder mit ernst-entschlossenem Gesichtsausdruck zeigt, wenn einer der Autoren kurz die erste Direktive von Star Trek Discovery aus den Augen verliert.

  14. Kalef sagt:

    Eine schwache Folge, keine Frage.
    Noch schlechter ist allerdings, wenn der Kritiker sich selber wichtiger nimmt als den behandelten Gegenstand. Publikum wird er so allerdings immer finden. Saftige Verrisse befriedigen Sensationsgeilheit. Und darum geht es doch, nicht wahr?

  15. Dario Cueto sagt:

    Wow! Manche scheinen *echt* naiv zu sein und wirklich zu glauben, dass die großen Reviewseiten alle unabhängig arbeiten. Als jemand, der selbst in der Unterhaltungsindustrie arbeitet (wenn auch in der Musikbranche, da ist es aber genauso wie bei Film, Fernsehen und Games), kann ich euch versichern: Klapo und Sparkiller kratzen erst an der Eisbergspitze mit ihrer Kritik. Die Verflechtungen gehen häufig noch sehr viel tiefer. Abseits von kleinen Fan-Seiten gibt es KEINE unabhängige Berichterstattung mehr im Unterhaltungsbereich.

    • Darth Nukem sagt:

      Danke für die Info und da du gerade hier bist Dario. WANN WIRD DER TEMPEL WIEDER ERÖFFNET??????

    • Dario Cueto sagt:

      Was weiß denn ich? Ich bin gerade erst von den Toten auferstanden und muss nun sehen wie Jake Strong und der Lord die Macht ergriffen haben! :D

      Ernsthaft: Es ist absolut nichts bekannt ob es eine fünfte Lucha Underground Staffel geben wird. Derweilen versuchen mittlerweile einige Wrestler, darunter Ivelisse, Kobra Moon oder auch King Cuerno, aus ihren Verträgen rauszukommen. Was IMO kein gutes Zeichen ist.

    • Klapowski sagt:

      „Abseits von kleinen Fan-Seiten gibt es KEINE unabhängige Berichterstattung mehr im Unterhaltungsbereich.“

      Danke für die Bestätigung. Das tut gut, so ab und zu.

      Vor allem, weil ja gerade in letzter Zeit immer wieder so Postings auftauchen à la „Aber die neue BRAVO und das Burger-King-Magazin haben der Staffel doch 5 von 5 angebrannten Fritten gegeben! Die muss doch dann gut sein?“

      Ist das so ein deutsches Ding, dass man sich seine Meinung immer von großen Institutionen (YouTuber, Foren, Kritiker, AfD, Tante Trude…) absegnen lassen muss? Wobei ich selbst ja nur noch die kleinen Streamer und Blogger verfolge. Da merkt man direkt die Unbefangenheit und Ehrlichkeit.

      Da gucke ich mir tatsächlich auch mal eine Stunde so was an:

      https://www.youtube.com/watch?v=a557HQ3Wgvc&t=7s

      Auch wenn ich mit seiner Meinung nicht immer übereinstimme. Aber: Der bekommt von Ströer oder Springer garantiert nicht gesagt, was er denken soll.

  16. Klapowski sagt:

    Für alle, die sich dafür interessieren, warum zum Henker sich das olle Star Trek seit einigen Jahren so geisteskrank und schizophren anfühlt: Seit 2 Tagen gibt es jetzt auch die etwas kompaktere Version des 50-Minuten-Videos von neulich:

    https://www.youtube.com/watch?v=K828aSkhRHk

    (Kurzfassung: Alles muss 25% anders als früher sein, sonst keine Kohle in die Täsch)

    • G.G.Hoffmann sagt:

      Sehr spekulativ das Video. Wie bemisst man beim Design 25%? Selbst wenn es so wäre: das abgewandelte Design ist das geringste Problem der Kelvin-Filme und von DSC. Offenbar ist der zweite Teil des Deals, dass die Drehbücher 25% schlechter sein müssen als die Referenzfolge „Spocks Gehirn“.

  17. DesVic sagt:

    Ich bin mit TNG aufgewachsen und habe auch VOY geliebt. Mittlerweile mag ich auch TOS und DS9 sehr gerne und selbst an ENT konnte ich gefallen finden nachdem ich mich erstmal auf die Serie eingelassen und vieles von dem was mich störte einfach als gegeben akzeptiert habe.

    Ich bin jetzt mit DSC aber an einem Punkt angelangt wo ich nicht mehr weiter komme. Ich habe mich durch die 1. Staffel gequält und auf die 2. gehofft, aber wurde enttäuscht. Ich habe schon die Folgen 1-3 nur noch „so nebenbei“ gesehen, für die 4. brauchte ich zwei Anläufe und die 5. habe ich nun etwa in der Hälfte abgebrochen.

    Ich kann mir das nicht mehr länger antun, und dass nicht nur weil mir Sonequa Martin-Green auch schon bei TWD tierisch auf den Sack gegangen ist. Dieser ewige, gleiche Ausdruck als sässe sie mit Verstopfung auf dem Klo…

    Dazu noch das depressive Setting, Burnham als Mary Sue, und die fehlenden, spannenden und abwechslungsreichen Aussenmissionen, die Dialoge und unglaublich vielen, dummen Logiklöcher… Mit den Klingonen und Sektion 31 fange ich erst gar nicht an!

    Ich weiss wirklich nicht wer diese Serie für gut halten kann, ich weiss die Geschmäcker sind verschieden, und vielleicht gehöre ich einfach zum „alten Eisen“ der sich endlich von TNG und Voy lösen sollte, doch gefallen mir doch so viele neue Serien ebenso… Orville, Expance, Altered, Black Mirror, GoT und Handmaid’s Tale. Ich denke einfach dass DSC in der heutigen Zeit mit einer so grossen Auswahl an intelligenten, starken, fordernden und spannenden Serien mit seiner „lustlosen“ Art einfach nicht mehr mithalten kann. Vor 5-10 Jahren wäre die Serie vielleicht noch als innovativ und aufregend gefeiert worden, doch heute muss man dem/der Zuschauer/Inn einfach etwas mehr bieten.

  18. Serienfan sagt:

    Burnham:

    Warmduscher!

    E-Mail-Ausdrucker!

    Brezelsalz-Abklopfer!

    Discovery-Schönredner!

    Es gibt viele Worte, um die letzten Heuler zu bezeichnen.

    Doch es gibt keine Worte, um die einzigartige Agonie zu beschreiben, die jemand beim Betrachten von solchem Dünnpfiff durchleidet.
    Pike: Wieso watscheln Sie denn hier in Zeitlupe auf der Brücke rum und stammeln Wörter?
    Burnham: Wir haben noch sieben Folgen vor uns und noch immer keine Story, und die Klingonen dürfen nicht mehr klingonisch reden. Wie sollen wir denn sonst die Zeit totschlagen?
    Keine-Ahnung-wie-die-heißt: Ich habe eine Lebensform in Spocks Shuttle entdeckt.
    Pike: Hah, das kann nur Spock sein!
    Keine-Ahnung-wie-die-heißt: Wollen Sie nicht wissen, ob das eine vulkanische oder menschliche Lebensform auf dem Shuttle ist?
    Pike: Wie? Sowas können wir SCANNEN?
    Keine-Ahnung-wie-die-heißt: Klar doch, konnten wir schon immer.
    Pike: Zu blöd aber auch, das ruiniert ja jeglichen Überraschungs-Gag!
    Georgiou: Überraschung!
    Pike: Warum senken Sie denn nicht die Waffe, Burnham?
    Burnham: Weil ich unter Befehl stehe, niemanden zu sagen, dass das hier die Imperatorin ist. Also verhalte ich mich so unauffällig wie möglich!
    Pike: Ich kann an Georgious völlig unverdächtigem Gesichtsausdruck nichts Auffälliges entdecken.
    Georgiou: Meine Güte, haben Sie nie Schneewittchen gesehen? Also gut, ich esse jetzt möglichst fies grinsend einen Apfel, vielleicht fällt dann ja der Groschen.
    Pike: Ja, das ist wirklich voll und ganz meine gute alte Freundin Georgiou.
    Georgiou: Hier, wollen Sie mal ein Blick auf mein supercooles Section-31-Abzeichen werfen? Das tragen künftig alle Trekker!
    Pike: Wo haben Sie das denn so plötzlich her?
    Georgiou: Na, aus der Hosentasche natürlich. Soll ja nicht jeder sehen, dieses Abzeichen.
    Pike: Ich dachte, unsere Uniformen haben gar keine Hosentaschen.
    Georgiou: Na gut, Sie Schlaumeier. Ich trage es nicht weit weg von den Hosentaschen. Wo soll ich es denn auch sonst unterbringen? Oder war glauben Sie, warum ich immer so komisch gehe?
    Leland: Hallo Christopher, als ich dich zuletzt sah, warst du auf Zistus 3 mit dem Hintern in einem Alligator.
    Pike: Leider bin ich jetzt auf der Discovery, was keine Verbesserung ist. Aber hier funktioniert wenigstens der Holo-Com.
    Leland: Apropos, ist die ENTERPRISE jetzt eigentlich repariert?
    Pike: ENTERPRISE? Was geht mich denn die ENTERPRISE an? Wir müssen Spock finden, weil er vielleicht was über die roten Lichter weiß.
    Leland: Warum sind diese roten Lichter noch mal so wichtig?
    Pike: Bei denen geht’s um Leben und Tod.
    Leland: Wen haben die roten Lichter denn eigentlich getötet?
    Pike: Na, wo kommen wir dann da hin, immer nur Rote Lichter im Universum. Ich will freie Sporenfahrt für freie Raumschiffe!
    Stamets: Dieser Komposthaufen ist alles, was von Tilly übrig ist.
    Serienfan: Eine klare Verbesserung, wenn ihr mich fragt.
    Stamets: Ich glaube, sie lebt noch.
    Burnham: Wie das?
    Stamets: Stellen Sie sich einfach vor, Krebszellen schreiben eine Doktorarbeit über den Energieerhaltungssatz.
    Tilly: Wow! Das ist so nachvollziehbar und einleuchtend erklärt.
    Burnham: Was macht denn Ash Tylor hier?
    Georgiou: Er ist noch nicht lange Mensch und von den Klingonen verstoßen worden. Das macht ihm zum hochqualifizierten Verbindungsoffizier für Section 31.
    Tylor: Will jemand mein Abzeichen sehen?
    Pike: Nö, lass man stecken.
    Tyler: Oh Mist, ich dachte, ich dürfe das Zeichen mal hervorholen. Ich gucke nicht ohne Grund so gequält.
    Burnham: Das tut keiner von uns, wir haben alle die Drehbücher gelesen.
    Pike: Wollen Sie mir nicht endlich die Wahrheit sagen, Burnham?
    Burnham: Was denn, jetzt gleich? Sind Sie verrückt? Wie sollen wir denn auf die Art dreizehn Folgen voll kriegen?
    May: HALLO! LASS DAS UND HILF MIR, ABER LASS DICH ERST MAL VON DEN SPOREN VERBRENNEN!
    Tilly: Was bist Du denn so nervig, May?
    May: ICH SOLL NERVIGER SEIN ALS DIE ANDEREN FIGUREN. GAR NICHT LEICHT, BIN DAFÜR ZEHN JAHRE BEI JAR JAR BINKS IN DIE LEHRE GEGANGEN!
    Burnham: Da ist ja Dr. Culber!
    May: DAS MONSTER! ER IST DAS MONSTER!!!
    Burnham: Was hat er getan?
    May: ER HAT SICH DIE KOPF- UND BARTHAARE WACHSEN LASSEN! UND ER HAT SICH MIT DEM JOJOBA-ÖL DER GIFTBÄUME EINGERIEBEN, UM SICH VOR DEN SPOREN ZU SCHÜTZEN!
    Tilly: Ich dachte, sein Körper wurde durch die Sporen nachgebaut. Wieso reagiert sein Körper auf die Sporen genauso wie mein Körper?
    Stamets: Stell Dir einfach Materie vor, die als Krebszelle in die Apotheke geht und sagt: Haddu Möhren?
    Tilly: Ich könnte deinen Erklärungen stundenlang zuhören.
    Stamets: Gerne doch, in frühestens zehn Sekunden wird die DISCOVERY zerstört, wir haben viel Zeit für einen Plausch. Hat jemand hier drinnen einen Flip-Chart?
    Burnham: Wieso ist Dr. Culber überhaupt hier, er ist doch normal auf der Discovery gestorben und beigesetzt worden.
    Stamets: Laut der Thermodynamik kann Energie nicht erschaffen oder zerstört werden, sondern selbst im Tod nur den Zustand ändern. Also ist seine Energie wie bei einem Blitzableiter durch mich geflossen, als ich gerade im Internet gesurft habe, weil ich Wochen vorher mal seine Tränen geleckt habe. Oder so ähnlich. Jetzt nervt nicht, seid doch einfach progressiv und froh, dass sich Discovery jetzt wieder mit einem schwulen Pärchen schmücken kann!
    Tilly: Hätte er nicht einfach unter der Dusche stehen und erklären können, dass alle Discovery-Folgen nur geträumt waren?
    Kurtzman: Burnham, wir haben noch ein paar Minuten übrig, die wir für die Mindestlaufzeit auffüllen müssen.
    Burnham:

    Zusammenhalt.

    Frohsinn.

    Liebe.

    Wiedergeburt von Star Trek.

    Bei diesen Worten leuchtet die Wahrheit hell vor mir auf, wird der Pfad vor mir deutlich.

    The Orville ist das einzige Star Trek, das noch existiert.

    • Grinch1969 sagt:

      Wie immer einfach großartig, danke. Das ist fast schon eine Huldigung an diesen STD Schrott.

    • Hildegard Burnhamm-Brücher sagt:

      Gut. Gut, gut.

      Gefällt mir. Jetzt als Video, gerne mit siegerländischem Dialekt.

    • Lorien sagt:

      Wow, das ist wirklich klasse geschrieben.
      Die Worte bringen die Absurdität und den Unsinn von STD gut auf den Punkt und brachten mich mehr als einmal zum Lachen in ihrer Treffsicherheit.
      Kudos

  19. KanzlerGorkon sagt:

    Ein freundliches Hallo in die Runde!

    Nachdem ich durch einen Hinweis bei Serienjunkies auf Zukunftia aufmerksam geworden bin, las ich mir im Stillen die Rezensionen und auch die Kommentare durch. Nun ist es an der Zeit, mein eigenes Schweigen zu beenden, denn ich möchte das unsägliche Discovery nicht mehr unkommentiert lassen.

    Ich selbst bin mit TOS und TNG aufgewachsen, fand DS9 und VOY klasse und ENT in der Rückschau deutlich besser. Ich hatte mir vor einigen Monaten die Blu-rays gekauft und ENT dadurch auf völlig neue Weise erleben können. Es mag sein, dass nicht alles perfekt ist und man sicher einiges hätte besser machen können, trotzdem empfinde ich die Serie aus verschiedenen Gründen als sehr gut. Nachdem ENT eingestellt worden war, hoffte ich lange auf eine neue Serie im Star-Trek-Universum.

    Dann tauchte DSC nicht mehr auf dem Schirm, sondern als Hologramm auf. Ich muss an dieser Stelle anmerken, dass ich gar keine sooo großen Ansprüche habe, was Filme oder Serien betrifft; doch diese Serie spottet jeder Beschreibung. Es gibt Dinge, die sind tatsächlich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Daneben existieren allerdings auch Aspekte, die objektiv zu bewerten sind: Sound- und visuelle Effekte, Musik, Setdesign, Storytelling, Schauspieler, Schnitt usw. Und hier versagt DSC auf vielen Gebieten mehr oder minder stark oder sogar auf katastrophale Weise. Ich mochte beispielsweise GoT anfangs gar nicht und stieg auch erst ein, als Staffel 5 bereits erschienen war. Mich hielt die Serie aber trotzdem bei der Stange, weil einfach alles passte und die positiven Gesichtspunkte meine kritischen Empfindungen (Gewalt und Sex) deutlich überwogen und mehr und mehr relativierten. All das finde ich bei DSC gar nicht.

    1) Ich lese immer wieder, die Serie sei optisch der Knaller, hätte sogar schon Kinoniveau. Ich weiß nicht, was sich die Leute ansehen. Alles, was mit visuellen Effekten zu tun hat, ist (extrem) verschwommen, undeutlich, verwaschen, mit Blau- und Violetttönen durchsetzt – hinzu kommt oftmals die wackelnde Kamera und die Lensflares. Die Serie hat gerade mal PC-Spiel-Niveau von vor fünf Jahren.

    2) Dass man keine Designsprache der 1960er Jahre auffahren kann, leuchtet ein. Dann muss man die Serie aber entweder in die Zukunft verlegen oder eine glaubwürdige Anpassung vornehmen. Wir sind heutzutage in bestimmten Bereichen auch weiter als TNG, aber die Serie ist Geschichte und damals war das Design richtungweisend.

    3) Schauspieler/Figuren: Wie DesVic so ist auch mir Sonequa Martin-Green bereits „bei TWD tierisch auf den Sack gegangen“. Okay, das ist eine persönliche Aversion. Diese wird jedoch durch die völlig unglaubwürdige Darstellung dieser Figur verstärkt. Burnham ist bei den Vulkaniern aufgewachsen und hat deren Lebensstil adaptiert. Und das Erste, was man von ihr zu sehen bekommen hat, waren unlogische Entscheidungen am laufenden Band und Gefühlsausbrüche, die sie für einen Dienst bei der Sternenflotte disqualifizieren würde. Dazu weiß sie alles, kann alles und ist immer zur Stelle, um jeden dumm aussehen zu lassen. Das hat es bei Star Trek bisher noch nie gegeben! Nur durch das Zusammenspiel aller als Team konnten Herausforderungen bewältigt werden. Bei DSC dient die Brückencrew Burnham lediglich als Statisten. Ich weiß bis heute nicht deren Namen. Allein dieser Umstand sagt ALLES über die Qualität der Serie aus. Ferner harmonieren die einzelnen Darsteller einfach nicht miteinander. Dabei finde ich Jason Isaacs, Doug Jones und Anson Mount wirklich gut.

    4) Das Storytelling ist … gibt es dafür ein Wort? Es ist dermaßen schlecht, dass ich bei fast jeder Folge stoppen muss und mich frage, was dieser Käse gerade sollte? Es passt einfach nichts zusammen, ist völlig verblödet oder so an den Haaren herbeigezogen – ach, deswegen hatten die Klingonen in Staffel 1 keine Haare mehr!

    5) Apropos Klingonen: Facepalm! Ich fand es genial, dass man in späteren Serien (DS9 und ENT) eine (aus meiner Sicht) glaubwürdige Erklärung für den Umstand lieferte, dass die Klingonen in TOS wie Menschen ausgesehen haben. Natürlich ließen die Mittel damals nicht mehr zu, umso brillanter war es, dafür auch noch die Hintergründe zu liefern. Über die DSC-Klingonen ist schon alles gesagt worden.

    6) Schiffs- und Setdesign: Die Interpretation der Enterprise finde ich sehr gut gelungen. Jeder Fan erkennt sie sofort und sie ist behutsam der heutigen Zeit angepasst worden. Den Rest kann man größtenteils vergessen. Die klingonischen Schiffe sind eine Designkatastrophe!

    7) Die Kostüme: Die mag ich. Hochwertig, schick und passend zu Star Trek. Der einzige Bereich, mit dem DSC punkten kann.

    Okay, das soll’s fürs Erste gewesen sein.

    Liebe Grüße an alle und danke an Klapowski und Sparkiller für ihre amüsanten wie unterhaltsamen Beiträge!

    • DesVic sagt:

      Hallo erstmal….

      Heute war es auch mein Erster Kommentar hier^^

      Nun zu DSC:

      Warum ich mit dieser Serie einfach nicht warm werde, liegt wie beschrieben auch an den Figuren/Brückencrew. Ich bin gerade dabei mir TNG wieder einmal anzusehen und bin echt erschrocken als ich mir mal die Mühe machte die Serien direkt zu vergleichen.

      Bei TNG, und auch bei VOY als Beispiel, sah man sehr viel vom Schiff und der Besatzung. Man lernte immer wieder neue Bereiche und Crewmitglieder kennen die auch mal etwas Tiefgang haben durften und mit denen man mitfiebern konnte. Wenn ich mir eine Folge TNG anschaue hab ich ein Gefühl von „nachhause kommen“, ich sehe mir eine grosse Familie an die Abenteuer im Weltraum erlebt. Es gibt Konflikte, Liebesgeschichten, Tragödien, Verzweiflung und das erwachsen werden, von all dem ist in DSC jedoch nichts mehr zu spüren. Es dreht sich stets um dieselben 3-4 Personen, der Rest sind Statisten und Stichwortgeber.

      DSC ist nicht nur der dunklen Farbgebung wegen für mich ein kaltes und liebloses Stück CGI Star Trek

    • DarthDigitus sagt:

      Ich für meinen Teil, kann gar nicht anders als nach einer Folge STD, das Hirn mit 1-3 Folgen TNG zu spülen…

    • Serienfan sagt:

      Beneidenswert! Ich brauch danach eher was Hochprozentiges! (Und davor auch!) :-)

  20. Grimson sagt:

    Immer einfach etwas schlechtzureden. Gibt schlimmeres als ein wenig CGI Geplänkel…

    Alles was ich höre sind immer wieder die selben Meinungen und Beschwerden, die es auch schon vorher gab. Dann guckt doch bitte the Orville, hört auf euch aufzuregen, schont euren Blutdruck und schreibt Discovery ab!
    Wenn Ihr es nicht schaut, entgeht euch das Grauen und ihr habt es überlebt, ohne euch aufregen zu müssen!

    Ja, es ist kurzweilig, und unangepasst actionreich für eine Star Trek Serie, aber TOS war auch nicht besser. Hätten sie damals die Möglichkeiten gehabt… Die ganzen Faust- und Messerkāmpfe mit Kirk…

    Es ist einfach, etwas zu zerreißen, zu dem man vorher schon eine Meinung hatte.

    Lebt lang und in Frieden!

    • Grimson sagt:

      Dabei fällt mir ein, dass ein großer Kritikpunkt an ENT das Produktionsdesign war. Zu unmodern für heutige Tage. Und jetzt…

    • DesVic sagt:

      @ Grimson

      Echt jetzt? Eine Serie von 2018 mit einer von 1966 vergleichen, um die Kritik zu marginalisieren?
      Das funktioniert schon mit TNG nicht, weil die weder so aufgeblasene Budgets noch die vielen Möglichkeiten der heutigen Technologie zur Verfügung hatten. Damals musste noch etwas „Herzblut“ und Kreativität in eine solche Serie investiert werden. Abgesehen von dem „Trek Faktor“ ist es auch so eine eher langweilige und uninspirierte Serie. Dass es dennoch sehr viel besser gehen würde zeigen andere aktuelle Serien.

      Ich hab DSC auch abgeschrieben, für mich war es das, dennoch, Kritik mit „Dann guckt doch bitte The Orville…“ oder ähnlichen Sprüchen abzutun ist derselbe Stuss wie: „Wenn dir die Deutsche Politik nicht gefällt geh doch…“ Wer Star Trek macht, muss mit Kritik leben können. Das die Macher sich der Fehler bewusst sind, zeigen die vielen Änderungen, die jetzt etwas an den Haaren herbei gezogen (Haha, Klingonen Witz:), umgesetzt werden. Ich habe mir die Serie jetzt seit Beginn an angesehen und für mich entschlossen dass sie die Zeit nicht Wert ist. Von zereissen von dem man vorher?! schon eine Meinung hatte kann keine Rede sein.

    • Serienfan sagt:

      Also, da fallen selbst die Hühner vor Lachen tot vom Stengel.

      Die Classic-Serie ist ein Klassiker!

      Und das seit Jahrzehnten!!!

      Die Serie läuft immer noch im Free-TV und wird dort ganz sicher nicht nur von Die-Hard-Fans gesehen.

      „Discovery“ hat seit der ersten Folge einen ehrenwerten Platz als der miserabelste Unsinn, der je unter dem Namen Star Trek erschienen ist, und arbeitet sich jetzt zielsicher auf den absoluten Bodensatz des Fernsehens hinunter. Im Moment wird „Discovery“ noch nicht einmal mehr von der Lindenstraße unterboten, so belanglos ist der dargebotene Schwachsinn.

      Angesichts all der wirren Lichtblitzen war ich schon versucht, in „Discovery“ eine Art ausgefeiltes psychologisches Experiment zu vermuten. Es würde mich nicht wundern, wenn eines Tages all jene, die jemals in ihrem Leben „Discovery“ gesehen haben, als Zombies aufwachen und durch die Straßen torkeln, wo sich nach Gehirnen suchen.

      Es gibt zurzeit nicht eine einzige Figur in „Discovery“, die ich nicht ohne zu zögern in eine psychiatrische Anstalt stecken würde. Pike hatte zu Beginn ein paar vielversprechende Ansätze, ist jetzt aber nur noch passiv und bestürzend schwer von Begriff.

      Und nein, es geht hier nicht um Vergleiche von Fernseh-Epochen. Wenn ich „Downton Abbey“ und „Das Haus am Eaton Place“ vergleiche und ein bisschen Geschmack habe, dann werde ich feststellen, dass „Downton Abbey“ zweifellos großartig inszeniert ist, dass aber „Das Haus am Eaton Place“ die bei Weitem gewagteren Geschichten, die originelleren Figuren und die besseren Dialoge hatte. Dennoch kann ich beides genießen.

      Aber „Discovery“ und „Classic-Trek“ sind garantiert NICHT wie „Downton Abbey“ und „Das Haus am Eaton Place“. Es ist noch nicht einmal wie „Der Denver-Clan“ und das strunzdoofe neue „Dynasty“. Das hier ist eher wie „Vom Winde verweht“ und „50 Shades of Grey“.

      Die Classic-Serie weiß nach über 50 Jahren zu fesseln. „Discovery“ wird in über 50 Jahren nur noch ein Fall für Geschichtsforscher sein, die sich eine solche Serie nur als Zeichen einer außer Kontrolle geratenen Kollektiv-Verblödung werden erklären können.

    • Grimson sagt:

      Okay, vlt hab ich Āpfel mit Gen-Mais verglichen. Klar ist Discovery nicht das, was ich erwartet und erhofft habe.

      Ich habe nur manchmal das Gefühl, dass es hier lang nicht mehr um irgendwelche Drehbücher oder Settings geht, denn ich für meinen Teil sehe nicht nur Fehler und Probleme, sondern auch jede Menge Liebe zum Detail. Und die Klingonen haben jetzt nur wieder Haare, weil alle rumgeheult haben wie komisch die aussehen. Man hat es den Fans zuliebe geändert, sich sogar eine (nun gut,seeeehr billige) Ausrede dafür uberlegt.Was erwartet ihr eigentlich?

      Die Anpassung des Produktionsdesigns ist zwar problematisch, aber sie war auch notwendig, um neues Publikum vor die Schirme zu locken. Wenn ich das mit Orville vergleiche, was ich ja nicht darf… (im Gegensatz zu The Orville hatte sogar TNG bessere Kulissen)

      Ich finde es einfach schade, dass man wirklich gar keinen auch nur halbwegs versöhnlichen Kommentar findet.

      Ich bereue es nebenbei jetzt schon, kommentiert zu haben.

    • Klapowski sagt:

      „Ich bereue es nebenbei jetzt schon, kommentiert zu haben.“

      Warum? Hier wird doch trotz aller sprachlichen Selbstdarstellung sehr gesittet und ausführlich diskutiert und argumentiert. Magst du lieber kurz beschimpft und und bespuckt werden, damit du dich wie auf vielen anderen Webseiten zu dem Thema Discovery fühlst?

      „ich für meinen Teil sehe nicht nur Fehler und Probleme, sondern auch jede Menge Liebe zum Detail.“

      Diese Details sind es aber leider, die beim zweiten Blick wirklich NICHT knorke sind. Was man immer daran merkt, WENN man mal glaubt, so ein hübsches Dingelchen gefunden zu haben:

      „Oh, fein! Sie gehen extra durch die Sporenkammer in das pilzige Universum rüber. – Äh… Und bedienen da gar nichts an dem Gerät? Auch nicht bei der Rückkehr? Äh. Und lassen die Tür offen? Und erklären auch gar nicht, warum diese bloße Glaskammer für den damaligen Koma-Stamets jetzt neuerdings Dimensionsübertritte erlaubt? – Hätte ich mal bloß nicht auf Details geachtet…“

    • KanzlerGorkon sagt:

      @Serienfan
      Ich fühlte mich mit den gut 15 Minuten „Prelude to Axanar“ tausendmal besser unterhalten als mit allen Folgen STD zusammengenommen. „Axanar“ atmet jede Sekunde echtes Star Trek und überzeugte mit einer spanndenden (Vor)Geschichte, tollen Darstellern und einer weit besseren visuellen Inszenierung. Vor allem hatten wir echte Klingonen, die nicht nur wie Klingonen aussahen, sondern sich auch so verhielten. „Axanar“ funktioniert unter anderem deshalb so gut, weil hier ein bereits etablierter Teil des Kanons herausgegriffen und im Detail ausgearbeitet worden ist. STD passt hinten und vorne nicht, egal, wie man es auch dreht und wendet.

      Und ich finde echte Modelle noch immer beeindruckender als die animierten Schiffe. Erstere verhalten sich einfach natürlicher und greifbarer, den CGI-Modellen fehlt Masse.

      @Klapowski
      Je mehr man auf die lieben Details achtet, umso schlimmer wird Discovery, sehe ich ganz genauso. Die Liste an Fehlern wird lang und länger.

    • Grimson sagt:

      Dann muss man sich bei jedem Film über das Geräusch der Raumschiffe im All ärgern. Oder darüber, das niemand die Zeitdehnung bei Reisen mir annähernder Lichtgeschwindigkeit berücksichtigt und so weiter.
      Discovery ist bestimmt nicht meine Lieblingsserie, aber ich bin noch nicht bereit, die Discovery und das Potenzial der Charaktere und der Serie aufzugeben, denn so schlecht, wie man den Eindruck anhand manch eines aufgeblasenen Kommentars hier denken könnte finde ich (also wohl nur ich :D ) sie nicht.

      Abwarten heißt für mich die Devise, die ersten zwei Staffeln DS9 waren auch nicht der Brüller.Vlt wird’s noch. Und bis dahin versuchen, noch einen Blick auf die NCC 1701 zu werfen, der man ein außergewöhnlich gutes Facelift verpasst hat :)

    • Klapowski sagt:

      „Dann muss man sich bei jedem Film über das Geräusch der Raumschiffe im All ärgern.“

      Da verstehen wir uns leider falsch.

      Ich meinte nicht so typische SF-Fehler, die ja keine sind (Data verarbeitet nur ein paar Gigabytes; Warpgeschwindigkeit scheint stark zu variieren, etc…), sondern Dinge, die man als professioneller Autor hinbiegen könnte und SOLLTE, wenn man sich 5 Dialogwörter oder 2 Sekunden mehr Zeit für gewisse Szenen gönnen würde.

      z.B.:

      „Wie kann ein einziges Monster ein ganzes Universum bedrohen?“
      „Vielleicht kann es das nicht… Aber woher sollen wir das wissen? Wir haben ANGST, Tilly! Bei uns verändert sich Jahrtausende lang NIE etwas!“

      oder:

      „Sollten wir uns nicht einen Schutzanzug anziehen, wenn wir in die Sporendimension gehen, Stamets?“
      „Das ist nicht nötig. Die Proto-Eiweiße, auf denen die Pilze basieren, sind biologisch inkompatibel mit dem menschlichen Organismus, solange sie nicht absichtlich verändert werden. Wie es bisher nur bei Tilly geschah.“

      Man muss den Autoren nicht zugutehalten, dass die Liebe zum Detail walten lassen würden, weil sie es leider nicht tun.

      Würde man mich bitten, diese Episode in „vernünftig“ umzuschreiben, hätte ich solche Szenen wie die obigen massenhaft reingekloppt. Dafür wären andere rausgeflogen. Wer hier ständig 4 oder 5 von 5 Sternen vergibt (und das tun andere Webseiten ständig), tut so, als gäbe es nichts zu verbessern. Was faktisch nicht stimmt.

    • KanzlerGorkon sagt:

      @Grimson
      Bei Star Trek reisen die Schiffe durch den Subraum. Es wird eine Blase erzeugt und diese quasi durch den Subraum transportiert. Dadurch reduziert man die Zeitprobleme erheblich.

      Ich habe sich noch niemanden darüber beschweren gehört, dass es Toneffekte für Aktionen im Weltraum gibt. Manches ist der Dramaturgie geschuldet, was kaum jemand kritisieren dürfte.

    • Grimson sagt:

      @ Gorkon:Ich rede auch von Reisen mit annähernder Lichtgeschwindigkeit (Impuls/Unterlicht)

      Ist auch eigentlich Wurscht. Ich wollte hier niemamdem auf den Schlips treten :’D

    • Serienfan sagt:

      Oder die Rückkehr von Hugh Culber.

      Man möchte doch meinen, dass die Autoren WUSSTEN, dass er zurückkehren soll. Man wird ja wohl Verträge mit dem Schauspieler geschlossen haben. Und dennoch hat man nicht den geringsten Funken eines Anhaltspunkts, dass die Autoren sich vor der aktuellen Episode auch nur für eine Sekunde überlegt haben, wie sie Culbers Rückkehr anstellen wollen.

      Eher wirkte es wie: „Der kommt über die Sporenwelt zurück, da fällt uns schon noch was ein.“

      Denn bislang erweckte Hugh rein gar nicht den Eindruck, dass er in der Sporenwelt als Monster gejagt wird. Im Gegenteil. Stamets war immer ganz verzückt, wenn er Hugh sah. „Jetzt weiß ich, warum er die Kasseelianische Oper liebte.“

      Und May erwähnte auch nie, dass da ein Monster im giftigen Sporenwald herumgeistert. Sie nervte erst herum und sprach über Vergangenheiten und darüber, wie sehr sie Tilly bewundert. Dann hasste sie plötzlich Stamets. Und nun galt Dr. Culber als das große Problem.

      Der Eindruck, dass hier nicht für drei Minuten in die Zukunft geplant wird, ist schwer zu entkräften.

      Zumindest erkenne ich noch nicht einmal grundlegende Bemühungen der Autoren, etwas einigermaßen Nachvollziehbares abzuliefern. Das ist Drehbuch-Schreiben mit dem Vorschlaghammer. Was nicht passt, wird passend gemacht, eiskalt auf das Goldfisch-Gedächtnis des Zuschauers bauend.

      Genauso bin ich fest überzeugt, dass mir von den Disco-Autoren selbst niemand erklären könnte, worin denn jetzt bitte überhaupt die „Leben und Tod“-Gefahr der Roten Lichter bestehen soll.

      Aber vielleicht können mir ja die auf Details achtenden Disco-Fans erklären, welchen Anhaltspunkt es bislang gibt, dass die Roten Lichter überhaupt eine derart radikale Gefahr sind, dass Pike deshalb sofort die funktionsunfähige ENTERPRISE verlassen musste. (Der Ausfall der ENTEPRISE liegt ja offenbar an was ganz anderem, nämlich an den Holo-Telefonen, nicht an den Roten Lichtern.)

      Ich habe schon immer gute wie schlechte Star-Trek-Folgen erlebt, aber noch nie hatte ich derart den Eindruck, dass die Autoren selbst überhaupt nicht wissen, was sie eigentlich tun. Und ich habe auch nicht den Eindruck, dass es den Autoren irgendwie wichtig ist.

    • Hildegard Burnhamm-Brücher sagt:

      @Grimson: Die Frage ist doch nicht ‚ist das wissenschaftlich akkurat‘. Das kann Science Fiction, selbst Hard SF, eigentlich gar nicht erfüllen. Und Hard SF war Trek eh nie und hattest du im Film auch fast nie, so überhaupt einmal.

      Die Frage ist:

      a.) ist das präsentierte Universum in sich kohärent
      b.) sind die Erklärungen vage genug, aber nicht zu doof, um sie zu schlucken

      Sind beide Fragen mit „ja“ zu beantworten, drückt man die Augen zu und reist mit. Scheint für dich bei Discovery der Fall zu sein, ist es für viele von uns hier nicht. Dazu gehört auch: Wie weit komme ich den Autoren entgegen. Arbeiten die insgesamt gut, drückt man mal ein Auge zu, wenn sich Janeway zur Echse verwandelt (und spottet trotzdem). Hat man aber das Gefühl, dass die Autoren schludern, dann fängt man an auch Dinge zu kritisieren, die man anderen Serien durchgehen lässt, weil man sich da besser unterhalten fühlt und diese nicht so ins Gewicht fallen.

      Macht mein Automechaniker seine Sache richtig gut, ist es nicht so schlimm, dass er mir die Voreinstellungen an der Hi-Fi-Anlage verstellt hat. Hat er eh lauter Murks gebaut, ist es halt ein weiterer Tropfen, der das Faß überlaufen lässt.

    • Nitpicker sagt:

      Kann es sein, dass es eher die Kritik-Kritiker, als die eigentlichen Kritiker sind, die in der Vergangenheit leben? „Früher war auch alles doof“ und „Früher hat man ja auch drei Staffeln gebraucht, ehe mal was gut war“ scheinen beliebte (Gegen-)Argumente zu sein. Nur sind wir im Heute und Heute gibt es pro Staffel eher nur 14 Episoden (mit steigender Staffelzahl meist weniger) und bestenfalls 5-6 Staffeln insgesamt (was schon viel ist). Wenn man dann noch hinzunimmt, dass eine Handvoll laufender Handlungsstränge sich ewig ziehen/viel Screentime wegnehmen und so die Themen insgesamt eher weniger als mehr werden, und wenn man dann noch bedenkt, dass pro Staffel traditionell mehrere (Haupt-)Charaktere sterben, oft mitsamt dem Ausscheiden der Darsteller, würde ich sagen, dass man sich eigentlich nicht ellenlang Zeit lassen dürfte, um das Potenzial (das jede Serie hat) dann auch mal anzutasten.

      Ist es denn bei einem Budged von geschätzten drölfmillionen Dollar pro Episode wirklich so viel verlangt, dass man von Anfang an was mit Herz und Seele bringt, statt erst mal alles lieblos hinzurotzen (Hässliche Klingonen ohne Haare), und dann hinterher tölpelhaft versucht die Rotze zu kaschieren, in dem man etwas weniger schleimige Rotze (hässliche Klingonen MIT Haare!) draufspuckt?

      Vielleicht wird es ja wirklich besser, wenn der Unsinn der ersten Showrunner mal überstanden ist (Kurzmans Einfluss dürfte wohl erst in ein paar Episoden zu spüren sein). Allerdings sind dann auch schon anderthalb Staffeln und sicher etwliche Hirnzellen nebst Zuschauer verloren. Ich will mich im Restaurant ja auch nicht erst durch Vorspeise und Hauptgericht vom letzten Jahr ekeln müssen, um zur dezenten Nachspeise (mit Spock-Soße) zu gelangen.

      Es verlangt ja keiner was ultra-perfekt. Aber munden sollte es schon einigermaßen – erst recht, wenn man das Geld hat sich die besten Sterneköche zu leisten.

      Stattdessen schmeckt es bei der Pommes-Bude „beim lustigen Seth“ von Gegenüber irgendwie besser, und das obwohl der kaum Geld hat. Aber der kocht eben noch nach ganz altem Rezept und mit deutlicher weniger Spucke im Essen.

    • Grimson sagt:

      Diesen Argumenten stimme ich zu. Und doch mag es an meinem offensichtlich durch Demenz geschrumpften Hirn liegen, dass ich Discovery nicht abschreiben mag. Ich bin froh, wenn sie das leidliche Thema Sporenantrieb endlich hinter sich gelassen haben… Das da noch was kommt war klar, denn eine Abschließende Erklärung war noch nicht gegeben, warum nicht jedes Schiff ab der Excelsior Klasse einen solche Antrieb verbaut hat.

    • Grimson sagt:

      Zum Thema Kohärenz: Die habe ich seit J.J.’s Neuauflage von Star Trek abgeschrieben.

      Die jetzigen Klingonen sind nur ein Versuch gewesen, das Produktdesign halbwegs „ähnlich“ zu halten. Mit entsprechendem Resultat.

      Discovery ist sicherlich nicht meine Lieblingsserie, keine Star Trek Serie kommt für mich persönlich an TNG und seine Figuren, Geschichten und auch den Mix aus Humor und den Richtigen (ethischen) Fragen heran. Das ist auch etwas, dass ich schmerzlich misse, aber es deutet sich ein Richtungswechsel bei Discovery an, der auf die Zukunft hoffen lässt…

      Und bis dahin heißt es leider abwarten und Earl-Grey (heiß) trinken.

    • Klapowski sagt:

      „Ich bin froh, wenn sie das leidliche Thema Sporenantrieb endlich hinter sich gelassen haben…“

      Irgendwie kann ich da noch nicht dran glauben.

      Aus Sicht der Autoren hat man hier ja ein wunderbares Device, mit dem man Zeitreisen, Dimensionsreisen, Raumsprünge, wiederkehrende Charaktere und zig anderes Zeugs erklären kann. Würde man ihnen diesen „Zauberstab“ gewaltsam aus den Händen nehmen (man stelle sich hierfür bitte das Brechen von sich festklammernden Fingern und ein wolfsartiges Heulen vor), so müsste man ja womöglich normale Geschichten ohne Harry-Potter-Anleihen erzählen.

      Wobei ich den Jungs und Mädels aber zutraue, z.B. mit Roter-Engel-Burnham („Ich bin jetzt zuuu mächtig und muss daher vom Schiff gehen. Aber ich komme immer wieder zurück, wenn ihr nicht weiter wisst!“) neue Methoden zur billigen Story-Abkürzung finden zu können.

      Dann singen alle zusammen: „Ich rufe dich, Galaktika, vom fernen Stern Andromeda…“

      https://www.youtube.com/watch?v=2HJJeqNI8ek&feature=youtu.be&t=39

    • Grimson sagt:

      Das wäre dann sogar für mich ein Punkt, an dem ich aussteigen würde. Wenn die Sternenflotte kein Problem mehr mit Lebensraum zerstörenden Antriebsarten hätte, wäre auch der letzte Funke Roddenberry tot. Und da wäre ich dann raus :D

  21. jako sagt:

    Gehe ich eigentlich Recht in der Annahme, dass die letzte Orville Folge einfach zu gut war, um hier besprochen zu werden? Sie war nämlich wirklich verdammt gut!

  22. KanzlerGorkon sagt:

    Ach, was mir noch eingefallen ist und Star Trek stets ausgemacht hat: Wissenschaft. Zwar gibt es bisher weder Warp-Antrieb noch Transporter, Phaser oder Replikatoren. Aber die Macher hatten sich wirklich Gedanken gemacht, plausible Techniken zu entwickeln und sind auch von Experten (unter anderem der NASA) beraten worden. Es gibt feine Details wie den Deflektor, der eben sämtliche Partikel ablenkt, damit sie nicht mit dem Schiff kollidieren. Es gibt die Trägheitsdämpfer, damit die Besatzung Beschleunigungen überlebt. Es gibt Erklärungen, wie all die übrige Technik funktioniert, und auch die Warp-Theorie ist durchaus schlüssig. Gerade auf diesem Gebiet geht Discovery baden und bietet pseudowissenschaftlichen Bullshit der Extraklasse. Der Sporenantrieb ist einfach nur ein Vehikel, um sich einem kniffligen Plot gar nicht erst stellen zu müssen, da man eh überall hinreisen kann. So kommen weder Spannung noch ein echtes Gefühl für brenzlige Situationen auf.

    • Hildegard Burnhamm-Brücher sagt:

      Trek ab TNG (TOS würde ich da wirklich noch rausnehmen) hat sich zwar als Soft-Science-Fiction verstanden, aber insgesamt schon als „Science“ Fiction. (Wobei auch Enterprise hier schon ordentlich zurückgerudert hat, der Fairness halber.)

      Discovery tendiert eher zur Science Fantasy, wie du sie in Star Wars findest. Was auch an sich völlig okay wäre („Killjoys“ tendiert auch dahin, mag ich trotzdem), wenn es eben nicht in einem Franchise stattfinden würde, dass sich eher über „lass mal ein Technical Manual schreiben“ definiert hat.

    • G.G.Hoffmann sagt:

      Das mit den Trägheitsdämpfern hat allerdings auch der ZDF-Wissenschaftsexperte für Alles, Harald Lesch, nicht verstanden:

      https://www.youtube.com/watch?v=QC8WGXJeGTw

  23. Eisprung sagt:

    Ich muss euch Nörgelfritzen und Fritzinnen endlich mal danken, dass ihr mir mein Wochenende mit euren Gedanken versüßt und ich endlich verstehe, was verschämte Lust am Dämlichen ist. Danke, dass ihr mir das Gefühl gebt, nicht irrsinnig zu sein, weil Disco bei mir gleichzeitig Herzrhythmusstörungen und Hirnschläge verursacht! Auch die zweite Staffel kann ich nur als Erbauung zur Kenntnis nehmen, weil hier die Rezeption der Beurteilungen und Überlegungen folgt. Ein bisschen Schmeichelei musste sein. Ich werde mir künftig Mühe geben, frivoler zu sein.

    Nachdem die erste Staffel nicht wusste, welches ideelle Thema sie mit dem Krieg gegen die Klingonen verfolgen wollte, befürchte ich noch immer, dass wir mit dieser Staffel nicht nur an die Grenzen der Menschlichkeit geraten, weil wie in Staffel 1 Genozid die Lösung der Probleme ist und nur durch eine pathetische Erinnerung abgewendet wurde. Die Grenzen der Physik scheinen die Autoren im Sinn zu haben und jagen uns Metaphysik durch alle Adern. Will diese Staffel die Skepsis überwinden und das Glauben plausibilisieren? Oder sind Christen einfach die neue Zielgruppe, die erschlossen werden muss? Staffel 3 – so Gott will – visiert dann die Veganer an und Lorca leitet die Tofu-Fünf-Jahresmission.

    Mein Highlight dieser Episode: „Ein Monster treibt hier sein Unwesen.“ Wie jeder guter Sternenflottenoffizier geht Tilly dann auf Monsterjagd. Der Pilz wird recht haben. Man erinnere sich nur an die legendäre Folge, als Picard ein Monsteralien mit bloßen Händen drei Minuten erwürgt, dabei seine Tentakel abbeißt, wie Spaghetti einsaugt und die Brut Worf zum Nachtisch serviert. Augenblick! Ist das Erinnerung oder Vision?

  24. Eddi sagt:

    „die ersten zwei Staffeln DS9 waren auch nicht der Brüller“
    Nicht der Brüller? NICHT DER BRÜLLER?
    Ich krieg hier gleich Schnappatmung.

    DS9 hat ab der ersten Minute seine Charaktere (alle!) ordentlich gezeichnet, hat sich kopfüber in die Politik zweier verfeindeter Planeten gestürzt, hat ein komplexes und zum Teil schwieriges Beziehungsgeflecht der Figuren aufgebaut, hat sich diese Figuren entwickeln und auch mal an ihrer neuen Rolle fast zerbrechen lassen und so ganz nebenbei spannende, phantasievolle und auch mal putzige Geschichten erzählt.
    Und sie haben schon am Anfang vielschichtige (und daher interessante!) Antagonisten eingeführt -ANTAGONISTEN!, nicht schnurrbartzwirbelnde Bösewichter- und die nicht gleich wieder durch ’ne Luke im Boden entsorgt.
    Ja, bei drei, vier Episoden haben sie sich nicht mit Ruhm bekleckert aber dafür haben sie schon in der ersten Staffel die m.M.n beste Episode der ganzen verdammten Serie abgeliefert.
    Wovon faselt der Mann?

    Ich muss mir erst mal ’ne handvoll Valium einwerfen.

    P.S.
    Schuldigung für den Gefühlsausbruch.

    • KanzlerGorkon sagt:

      Stimmt, DS9 bietet sehr viele völlig unterschiedliche und interessante Charaktere – ob es sich dabei nun um Sisko, Kira, Bashir, Quark, Odo oder sonst wen handelt. Dazu noch solch undurchsichtige Figuren wie Gul Dukat oder Garak. Und selbst der gute, alte Morn hat mehr Charaktertiefe als sämtliche Statisten … äh … Hauptfiguren bei STD. Und merkt ihr was? Selbst eine solch unwichtige Hintergrundfigur wie Morn ist uns namentlich bekannt. Wie heißen die Brückenoffiziere bei Discovery noch gleich? Das sagt so viel über die Qualität der Serie aus, mehr Worte bedarf es eigentlich nicht.

      Ich hab DS9 auch gemocht, aber so richtig spannend wurde es erst, als das Dominion auf den Plan trat.

    • G.G.Hoffmann sagt:

      Na klar kennt man die. Die Frau Detmer (Vorname?) soll ja sogar aus Düsseldorf kommen. Und da sind da noch Paul Stamets, Michael Burnham, Tilly (Vorname? Anja?), Karl-Heinz Saru, Christopher Pike und diese Westafrikanerin am Steuer, A’Bebelouwumba oder so, der Android mit der verstörend altmodischen Robotorstimme (Lautsprecher kaputt?), namens … äh, Area 51?, Dr. Fritz Culber und noch ein paar namenlose Gerätebediener an den Schaltpulten.

      Aber wer kennt schon die vielen, durchaus wiederkehrenden Nebencharaktere aus TOS, TNG oder VOY? Irgendwelche Lieutenants, die ab und zu mal mit einem Pad durch die Flure latschen oder beiseite treten, wenn die Chefs an die Monitore wollen?

    • Hildegard Burnhamm-Brücher sagt:

      „Die Frau Detmer (Vorname?) soll ja sogar aus Düsseldorf kommen.“

      Die heißt ja nicht Detmer, sondern Mer. Das ist ein Transkriptionsfehler.
      Das ist so, wie der lockere Pike die Magnet-Dame cool als „Owo“ anredet.

      Hier ein Beispieldialog:

      Owo: „Da fliegt ein scheißengroßes Weltraumboahey auf uns zu. Soll ich ausweichen?“
      Pik: „Ne, lass ma. Det Mer soll dat ma machen!“
      Mer: „KRASSENSTEIN, ALTER!“

  25. Steakfan sagt:

    Ja es stimmt das TNG, DS9 und VOY in den ersten Folgen nicht so dolle waren. Ja es stimmt, das es auch später schwache Folgen gab. Aber all das, kann ich den Serien verzeihen, weil sie an anderer Stelle stark sind. Das Set hatte Licht, das Design wirkte sehr angenehm, sie Charactere waren meist sehr sympatisch. Man hatte wirkliche Ideen wie z.B. die Entwicklung des Doctors der Voyager.

    Was ich den Serien niemals verziehen hätte , wären abgetrennte Babyköpfe, Vergewaltigungsszenen, unsympatische Figuren, ewig dunkle Settings also genau das, was DISC ausmacht. Hier wird versucht mehr mit dem „neuen und schokierenden“ zu Punkten.

    Ich glaube das Problem sind nicht nur die Autoren an sich, sondern das moderne Publikum. Einem Publikum, welches noch nie ein Buch oder wenigsten einen mehrseitigen Text an einem Stück gelesen hat, bei dem sich das technische Verständnis auf die Bedienung eines Smartphones beschränkt, welches noch nie von Tesla, Kepler oder Marie Curie gehört hat, einem solchen Publikum mag DISC durchaus gefallen. Solange das der Fall ist, wird halt eben das gemacht was Kohle einbringt.

    Und an die Kritik Kritiker:

    Ich denke die meisten DISC Kritiker hier würden sehr gerne die Serie lieben. Keiner WILL sie „haten“ nur macht es einem die Serie in dieser Hinsicht echt schwer bzw. gar unmöglich.

    TOS mit DISC zu vergleichen ist wie den ersten Benz Motorwagen mit der neuen S-Klasse gleichzusetzen um die kapitalen Schwächen der S-Klasse zu relativieren und schönzureden.

    • Serienfan sagt:

      TOS mit DISC zu vergleichen, das ist wie der Vergleich eines alten Oldtimers, den man mit der Hand ankurbeln musste, mit einem aufgemotzten Proll-Auto mit dickem Auspuff, wie ihn Zuhälter fahren.

    • Steakfan sagt:

      Der Vergeich passt besser! Danke! :D

    • Serienfan sagt:

      Keine Grande für DISCO.

      Die aktuelle Orville-Folge stellte die Frage: Wie sehr sollen wir das Intoleante tolerieren?

      DISCO ist der Moclaner unter den Star-Trek-Serien.

  26. Grimson sagt:

    Wow, was ein Gegenwind. :’D

    Ich sollte in der Runde der altehrwürdigen Fangemeinde besser die Klappe halten. Bin selbst mit TNG und VOY aufgewachsen, aber die Theorie, dass ich ein ungebildeten Kretin bin, der wohl noch nie einen längeren Text als eine WhatsApp Message gelesen hat, muss ich leider verneinen.

    Ich kann die allgemeine Enttäuschung verstehen, nachdem ich die erste Staffel beendet habe dachte ich auch einfach nur: „WTF???“

    Der Plot von Staffel 2 ist nicht viel besser, es geht aber schonmal in eine andere Richtung, was mir persönlich Hoffnung macht.

    Ich persönlich komme auch mehr oder weniger gut klar mit der Figur Burnham.
    Dass man nicht alle Namen der Crewmitglieder kennt ist wohl dem konzeptionellen Kniff geschuldet, dass man sich auf einen Offizier (in diesem Fall die allseits beliebte Sonequa Martin Green) konzentriert. Das ein Androide auf der Brücke ist, finde ich ehrlich gesagt schockierender :’D

    Vielleicht war ich gestern einfach nur genervt, schon wieder einen ach so witzigen Verriss zu lesen. Die Aufräumarbeiten der Partnerin des Autors interessieren mich nicht einmal peripher.

    Vielleicht ist es meine etwas kindliche Hoffnung, das man aus diesem im Moment noch wildem Haufen ohne Kontur und Format noch etwas herausholt. Das Potential ist da, und wo ein Lichtblick ist,da ist auch Hoffnung.

    Dass sich Vergleiche mit den alten Serien verbieten, ist mir jetzt auch klar. Kommt nicht nochmal vor.

    Man hat versucht, aus dem sonst eher als „dröge“ und langweilig bekannten Star Trek etwas zu machen, dass auch dem allgemeinen Publikum gefällt. Wie man merkt, ist das wohl ein künstlerischer Fehlgriff.
    Und doch erkenne ich immer noch genug Trek in der Serie, um sie nicht aufgeben zu können. Mir geht der Rote Engel Mist auch auf den Senkel, aber vlt gibt’s dafür eine gute Erklärung. Und den Imperator hätte ich mit Spiegel-Lorca versenkt. Na ja, Pech gehabt, jetzt nervt sie in Sektion 31, Genauso wie mich Quarks Bruder erst genervt hat…

    • Nitpicker sagt:

      „Das Potential ist da, und wo ein Lichtblick ist,da ist auch Hoffnung.“ Potential ist irgendwie immer gegeben. Ich glaube nicht, dass die Fan-Gemeinde (oder sonst irgendwer) nach einem weiteren Prequel gerufen hat, aber das heißt ja nicht, dass das nicht trotzdem toll sein kann (die Buch-Reihe „Vanguard“ war beispielsweise klasse). Krieg ist auch nicht mein Lieblingsthema (bei Star Trek), aber wenn man es gut angeht – siehe DS9 -, dann ist auch hier viel Tiefgründiges rauszuholen. Ja selbst das dämliche Spiegeluniversum böte mit der Frage Nature vs Nurture viele Möglichkeiten zur Erforschung der menschlichen Kondition. Wieviel unserer Moral ist Kultur- und Umfeldbedingt, wieviel unserer Handlungen sind rein emotional (das meiste) und werden hinterher einfach von einem internen Pressesprecher sich selbst und anderen gegenüber rationalisiert? Was liegt in unserer Natur, was können wir überwinden?

      Jede Menge Potential. Kann man auch gerne mit Pew-Pew versüßen, damit niemand einschläft. Aber MACHEN die Disco-Autoren denn irgendwas mit all diesem gegebenen Potential? Nö. Schnauzbartzwirbelnde Bösewichte. Burnham-Ansprachen ala Greys Anatomy „Gut = Gut, Böse gleich irgenwie eh!“. Mehr gibt es bisher nicht.

      „Man hat versucht, aus dem sonst eher als „dröge“ und langweilig bekannten Star Trek etwas zu machen, dass auch dem allgemeinen Publikum gefällt.“

      Ist auch in Ordnung. Im Bestfall guckt man sich an, warum Star Trek ein riesiger Juggernaut war, der über fünfzig Jahre durchgehalten hat – da kann ja nicht alles schlecht und dröge dran gewesen sein -, behält das Gute und wirft das Schlechte raus. Die Disco-Schreiber haben es aber irgendwie genau UMGEKEHRT gemacht.

      Gut, vielleicht zieht ja genau das bei der neuen Generation. Werden wir wohl erst in ein paar Jahren ausklamüsert bekommen, wenn NDAs auslaufen und Tacheles geredet wird.

      Ich für mich habe aber wenig Hoffnung auf inhaltliche Änderung/Besserung, solange man nicht gleich das ganze Autoren- und Produzententeam wechselt.

    • Serienfan sagt:

      Da ist rein gar kein Potenzial da.

      Und zwar ganz einfach deshalb, weil es hier gar nicht um das Potenzial der Serien geht, sondern um das Potenzial der Macher.

      Und hier ist auf der einen Seite MacFarlane, der die aktuelle Folge extra um eine Woche zurückhielt, um ein paar Effekte aufzupolieren, und auf der anderen Seite ein Kurtzman mit dem Talent eines Steuerprüfers. (Ist ja nicht so, dass Kurtzman zuvor Gutes abgeliefert hätte.)

    • DarthDigitus sagt:

      „Und doch erkenne ich immer noch genug Trek in der Serie, um sie nicht aufgeben zu können.“

      Das habe ich bei den Leuten die STD gut finden jetzt schon ein paar mal gelesen. Vielleicht kannst du uns ja das trekige daran mal erläutern?

      Ich bin mit Star Trek aufgewachsen, einige meiner frühesten Erinnerungen sind TOS im TV, aber ich sehe da kein Trek. Meiner Meinung nach tritt es alles wofür Star Trek stand mit Füßen. Es muss deutlich mehr geschehen als Star Trek draufschreiben, die Enterprise zeigen, Sarek, Pike und Spock zu bringen, und allenthalben irgendeine Technologie (die es so früh gar nicht geben dürfte, wenn man die Intelligenz der Fans nicht beleidigen will) oder sowas wie Tribbels zu zeigen.
      Das sind popkulturelle Referenzen, nicht das was Star Trek ausmacht. Da sind Leute am Werk die Star Trek, abseits der Popkultur, nicht kennen und sich anmaßen den Leuten die Star Trek seit Jahrzehnten Leben und Lieben erklären zu wollen was Star Trek ihrer Meinung nach sein soll und dabei Roddenberrys Vision und Vermächtnis komplett in die Tonne treten.

      Das einzige Potential das ich sehe, sind die Millionen an Produktionsmitteln, die in anderen Händen besser angelegt wären. Für das aktuelle chaotische Desaster habe ich keine Hoffnung auf Besserung.

  27. Steakfan sagt:

    @Grimson

    Ich entschuldige mich, sollte ich mich im Ton vergriffen haben. Meine Aussage war nicht persöhnlich gemeint.

    Die Tatsache, dass du dich der Diskussion stellst zeigt ja, das du nicht zum breiten Publikum gehörst, welches DISC ohne jegliches hinterfragen in den Himmel lobt. Das ist es nähmlich, was ich mir nicht anders erklären kann.

    Hat DISC ein oder zwei interessante Ansätze? Ich denke schon. Allerdings ist die Serie meiner Meinung nach mit Schwachsinn und dem Wunsch dem breiten Publikum zu gefallen, egal was es koste, sogar wenns die Seele von Star Trek ist, komplett verseucht.

    • Serienfan sagt:

      Die letzte Folge begann mit „Worte definieren, wer wir sind.“

      Es beweist: Die Autoren glauben das wirklich!

      Die Inkompetenz aller Beteiligten geht bis in die Grundstruktur dieser Serie hinein.

      – Ich kenne keine Star-Trek-Serie mit so miserabel ausgearbeiteten Figuren

      – Nach FÜNF Folgen ist mir noch nicht klar, was die angeblich so riesengroße Gefahr der Roten Lichter sein soll. Wird diese Gefahr auch durch „Worte definiert“? Die Autoren wissen selbst nicht, was sie sich da zusammenfabulieren.

      – Sonequa Martin-Green und Michelle Yeoh scheinen sich mit ihren unterirdischen Darstellerleistungen absichtlich einen Witz aus der Serie zu machen. Gerade Michelle Yeoh passt mit ihrer schmierenkomödiantischen billigen Art als grinsende Superbösewichtin eher in die Holodeck-Simulation von „Captain Proton“ an die Seite von Dr. Chaotica.

      – Die alberne Gesichtsakrobatik, das affektiertes Getue und das hektisches Gehampel der Darsteller geht einher mit einem völlig willkürlichen Regie-Stil, der noch nicht einmal modern ist.

      „Discovery“ ist schon weit über „schlechtes Star Trek“ hinaus. Es ist schlechtes Fernsehen.

    • Hildegard Burnhamm-Brücher sagt:

      >Die letzte Folge begann mit „Worte definieren, wer wir sind.“<

      Was zudem totaler Käse ist. Eine der zentralen Ideen von Star Trek ist ja, dass Worte uns nicht definieren, sondern unsere Taten. Aber, gut, wenn es bedeutungsschwanger im Halbdunkel zu Zeitlupenbewegung gesagt wird, dann wird es schon stimmen.

    • Serienfan sagt:

      Das passt aber sehr in den Zeitgeist, der sich mehr um Begrifflichkeiten Gedanken macht als um reale Zustände bzw. die glaubt durch ständig neue Regeln hinsichtlich der Begrifflichkeiten könne man reale Zustände korrigieren.

    • Hildegard Burnhamm-Brücher sagt:

      Ich finde die Sache mit „Begrifflichkeiten“ schon wichtig, besonders wenn eine Gruppe selbst dazu etwas erklärt. Aber selbst diese gedankliche Tiefe würde ich der Serie hier nicht zusprechen.

      Und, zum Zeitgeist: Nihil novi sub sole.
      https://www.youtube.com/watch?v=vuEQixrBKCc

    • Serienfan sagt:

      Ein großartiges Video, das aber unterstreicht, was ich meine. Die Dämonisierung des Wortes „Krüppel“ ist eine Schein-Hilfe gegenüber Menschen mit Behinderung.

    • Hildegard Burnhamm-Brücher sagt:

      Joa, aber wenn z.B. Schwarze darum bitten, das Wort „Neger“ nicht mehr so locker im Munde zu führen, finde ich es schon absurd, da ’nen Heckmeck drum zu machen, dass das Wort doch nicht schlimm sei und historisch bladibla.

      Aber auch hier, wie an anderer Stelle, keine Diskussion für die wir die Kommentarsektion weiter anfüllen müssen. Fokus auf den gemeinsamen Gegner, der morgen wieder zuschlagen wird.

    • Serienfan sagt:

      Man gibt Wörtern eher mehr Macht, wenn man sie tabuisiert. Im Grunde hat man nun den Rassisten ein Schimpfwort zusätzlich zugespielt, denn das Wort „Neger“, das zum Beispiel in einem anti-rassistischen Film wie „Rat mal wer zum Essen kommt“ (absolut zeitlos und großes Kino) noch völlig selbstverständlich benutzt wird, hatte ursprünglich nicht diese Bedeutung.

      Das Wort „schwul“ galt auch einst als Schimpfwort und wurde abwertend gebraucht. Und es gab Zeiten, das hieß es: „Schwul“ darf man nicht sagen. Zum Glück hat die Schwulenbewegung sich dagegen ausgesprochen und gesagt: Nein, verwendet das Wort nur. Und? Das Wort hat nun jegliche abwertende Kraft verloren. Es ist in den normalen Sprachgebrauch übergegangen. Geschadet hat es der Schwulenbewegung nicht, im Gegenteil.

      Ich respektiere, dass Personen mit schwarzer Hautfarbe das Wort „Neger“ nicht hören wollen. Dennoch hätte ich es für besser gefunden, wenn man dem Wort durch eine Normalisierung seine rassistische Angriffskraft genommen hätte. Das Integrieren des Wortes „schwul“ in den legitimen Sprachgebrauch ging einher mit der Integration von Schwulen in die Gesellschaft. Als das Wort „schwul“ alltäglich wurde, wurde auch das „Schwulsein“ alltäglich.

    • Hildegard Burnhamm-Brücher sagt:

      Zunächst: Entschuldigung, dass wir hier off topic gehen. Wenn das zu weit führt oder stört, stelle ich das ein. Versprochen.

      Nur, als jemand, der mit Teenagern arbeitet: Das Folgende stimmt nicht, dem muss ich widersprechen.


      „Das Wort „schwul“ galt auch einst als Schimpfwort und wurde abwertend gebraucht. Und es gab Zeiten, das hieß es: „Schwul“ darf man nicht sagen. Zum Glück hat die Schwulenbewegung sich dagegen ausgesprochen und gesagt: Nein, verwendet das Wort nur. Und? Das Wort hat nun jegliche abwertende Kraft verloren.“

      Die Aneignung des Wortes als Selbstbezeichnung ist nicht mehr negativ. Da bin ich voll bei dir. Ich habe Freunde, die ich ganz wertneutral als schwul bezeichne, weil sie das auch sind und sich selbst so bezeichnen.

      Das Wort ist aber immer noch sehr locker als Abwertung vorhanden. Ich zitiere mal stellvertretend zwei Dinge, die ich in den letzten zwei Monaten notiert habe. Altersgruppe so 12 bis 18:

      „Der Film war so scheiße schwul, ey. Und der Hauptdarsteller war voll behindert.“

      „Ey, gib ordentlich Hand, Bruder, nicht wie so’n Schwuler!“

      Das Wort ist – nicht bei allen, aber bei genug Leuten – immer noch negativ belegt, weil Homosexualität bei einigen immer noch extrem negativ belegt ist.

      Ich kenne Leute, die immer noch, unter anderem wegen solchen Sprüchen, Angst haben, dass sie geoutet werden könnten. Ich kenne junge Menschen, die auf offener Straße geschlagen wurden, weil sie sich selbst als schwul zu erkennen gegeben haben. Was mich dann vielleicht auf der Ebene illiberaler macht, als ich es sonst wäre.

      Vor zwei Wochen habe ich auf offener Straße einen Teenager angeschnauzt, weil der locker in der Fußgängerzone einem anderen Teenager nachrief: „Halt dein Maul, du Jude!“

      Ich sehe da im Alltag eben eine andere Wirklichkeit im Umgang mit den Worten als die, die du vermutlich siehst. Was einen örtlichen Faktor haben mag.

      Nicht das Wort an sich ist das Problem, sondern die Art, wie es im Munde geführt wird. Etwas kann an einer Stelle wertneutral sein und an anderer Stelle dann eben doch abwertend oder diskriminierend.

      Anyway, ich würde die Diskussion jetzt wirklich an dieser Stelle einstellen, um das hier nicht völlig zu derailen. (Und möchte noch einmal loben, dass man auf der Discovery-Hass-Seite-Nummer 1 deutlich erwachsener streiten kann, als an den meisten anderen Stellen im Netz.)

    • Klapowski sagt:

      „Zunächst: Entschuldigung, dass wir hier off topic gehen. Wenn das zu weit führt oder stört, stelle ich das ein. Versprochen.“

      Diese Unsicherheit ist vielleicht mal eine gute Möglichkeit, hier ein paar Dinge klarzustellen. Hier lesen ja anscheinend sehr viele neue Leute mit.

      Und auf einer anderen Webseite wurde kürzlich ja auch geschimpft, weil zwei- oder dreimal ein Link zu UNS gepostet wurde… Daher mal unsere Regeln:

      – Mir persönlich ist es völlig egal, wie viele Links zu externen Seiten hier gepostet wurden. Hauptsache, interessant. Wir sind keine Konkurrenz für Moviepopel.de, Filmknödel.com oder Sciencefiction-Penner.tv und denken auch nicht, dass sie Konkurrenz für UNS sind.

      – Ihr könnt euch von mir aus auch beschimpfen, solange sich alle wieder einkriegen. Was komischerweise bisher immer von alleine passiert ist.

      – Hier wurde bisher nur ein User gebannt, glaube ich. Und der auch nur, weil er mich UNLUSTIG beleidigt hat. Schade, in witzig wäre es voll okay gewesen…

      – Ihr könnt so viel Off-Topic reden, wie ihr wollt. Kann sein, dass es Sparkiller stört, aber ich glaube es nicht. Mir doch Wurscht, was hier steht; in drei Tagen ist eh wieder ein anderes Thema oben.

      – Hier wird eigentlich nur Penisverlängerungsspam und anderer Unrat gelöscht. Es sei denn, er ist superlustig und ich kriege mich beim Lesen nicht mehr ein.

      Danke schon mal, dass ihr euch an all das haltet. Ihr seid wirklich ein Schatz!

    • Serienfan sagt:

      Vielen Dank Klapo. Da ich selbst schwul bin, kann ich versichern: „Der Film war so scheiße schwul, ey.“ funktioniert nur, weil man aus der „Schwulenbeleidigung“ eine zu große Sache macht. Das ist es halt. Tabus geben jenen die Macht, die wir ablehnen.

      Ich finde das übrigens gar nicht schlimm. Wenn mich einer grob anfasst, sage ich gern: „Du bist wie ein Hetero über 30.“

      Irgendwo darf man nämlich seinen Humor nicht verlieren. :-)

      Immerhin hat noch niemand „Discovery“ als schwul bezeichnet. The line must be drawn here! :-)

    • Hildegard Burnhamm-Brücher sagt:

      „Immerhin hat noch niemand „Discovery“ als schwul bezeichnet. The line must be drawn here! :-)“

      DAS wäre ja nun auch wirklich eine Beleidigung für alle Schwulen und Lesben.

  28. Eddi sagt:

    Grimson hat da einen wichtigen Punkt angesprochen, vielleicht der wichtigste Punkt überhaupt.
    Wenn einem die Figuren bei Disco gefallen, sieht man bestimmt die ganze Serie völlig anders.

    Wenn Tilly mal besonders nervig ist, kann man das lässig beiseite wischen, weil sie danach wieder auf normal-nervig zurückgeht und dann ist sie ja wieder knuffig oder quirlig oder was auch immer Leute in ihr sehen. Und nicht zuletzt hat sie ja auch riesige … ähhhmm… blonde Locken, genau, Locken.
    Mickey ist für Disco-Fans vielleicht cool oder eindrucksvoll oder sowas, ich verstehs nicht. Ich versteh einfach nicht, wie man dieser Figur was positives abgewinnen kann.
    Scheinbar gibts einfach ein ganzes Rudel Leute, die bei Discovery einen Heidenspass haben.

    Aber mal was versöhnliches zum Schluss.
    Ich bin froh, dass der Doc wieder da ist. Wie und warum, ist mir wurscht.
    Der einzige durchweg sympatische Charakter, wahrscheinlich weil er nie genug screentime hatte, um vor die Wand gefahren zu werden.

    • Nitpicker sagt:

      „Der einzige durchweg sympatische Charakter, wahrscheinlich weil er nie genug screentime hatte, um vor die Wand gefahren zu werden.“

      Ich bin sehr zuversichtlich, dass sie dieses Versäumnis nachholen werden :D

    • DarthDigitus sagt:

      Grimson sagt aber auch:

      „Und doch erkenne ich immer noch genug Trek in der Serie, um sie nicht aufgeben zu können.“

      Und das würde mich am meisten interessieren, was genau an Trek darin gesehen wird. Würde mich freuen diese Argumentation zu hören. Vielleicht kann ja jemand anderes diesbezüglich aushelfen, da Grimson wohl nicht gewillt ist dies aufzuklären.

      Persönlich sind mir die Charaktere egal. Ich weiß nur Mickey ist immer zur Stelle wenn es wo Brennt, und hat immer eine Lösung parat, auch wenn es keinen Sinn macht. Lt. Barclays Großmutter ist eine wandelnde Katastrophe und gefährdet durch ihr Verhalten kontinuierlich dich Sicherheit des Schiffes (ist allen aber anscheinend Egal, und mir sowieso). Saru scheint auch schon wieder ganz der alte zu sein. Captain Imperator Geheimagent ist, wie vorher treffend beschrieben, besser bei Tom und Harry auf dem Holodeck aufgehoben. Pike, tja, wie kommt so jemand überhaupt auf die Idee der Sternenflotte beizutreten und wer gibt dem ein Kommando? Zu Voq/Tyler will ich ehrlich gesagt gar nichts mehr schreiben. Etc.
      Toll ist für die Leute natürlich dass sie nun wieder alle auf dem sinkenden Schiff vereint sind. Vielleicht fällt Lorca auch noch aus irgendeinem multidimensionalen Wal heraus, bei Fantasy Trek ist alles möglich.

  29. DarthDigitus sagt:

    P.S.: Etwas weiter oben, habe ich geschrieben was ich nicht als Antwort auf die Trek frage gelten lassen würde.

  30. Grimson sagt:

    Habe gerade Discovery geguckt. Bin irgendwie unbefriedigt. Ein Super-Zeitreise-Iron-Man mit Flügeln??Egal, wo ich Trek in Discovery sehe…

    Das wird immer schwerer zu beantworten :D

    Vorweg: Ich habe das Glück, dass ich mich nicht sonderlich an der beinahe maskenhaften Spielweise von Sonequa Martin-Green störe.
    Ich finde den trottelig-verquatschten Charakter von Tilly irgendwie lustig (kann ihre unsichere Art echt nachvollziehen :D)
    Der Kunstgriff des Prequels ist irgendwie in ENT schon nicht geglückt, aber naja.
    Kamerafahrten? Mittlerweile gibt es in kaum einer Serie keine hektischen Schnitte, halb so wild.
    Düsterer Unterton? Star Trek war schon immer brutal (nur meist nicht offen), aber man hat es nie wirklich auf dem Bildschirm ausgelebt, sondern es als Massaker abgeschrieben und eher verbal behandelt. Leider (!) hat man das ganze an sie heutige Fernsehlandschaft anpassen wollen, einige Szenen lassen an Serien wie „Spartacus“ denken. Meiner Meinung nach etwas zu viel des Guten.

    So kann man endlos weiter machen wenn man will. Und leider hat man in Orville oft mehr Trek Momente, als in Discovery.

    Aber auch Star Trek Discovery hat für mich genug Momente, um noch weiterzuschauen. Da ist einerseits Saru und die Kelpianer, die eine Interessante neue Spezies sind. Wo wir gerade bei den Kelpianern sind: Die Szene mit Burnham und Sarus Schwester, bei der ich dachte: Erster Kontakt kann so schön sein!
    Und sorry, aber die kleine Eskapaden mit Harry Mudd… Vor allem als er seine Frau trifft. Ich musste sofort an die keifende Alte aus TOS denken :D
    Die Rettung des Sternenwals ist leider auch ein wenig kurz gekommen.
    Erster und letzter Kontakt mit einer fremdartigen Lebensform, dass nicht in Vergessenheit geraten möchte…
    Ich mag echt Naiv oder vollkommen verblödet sein, dass ich immer noch weiterschaue. Aber auch wenn mich die Serie an wirklich vielen Stellen nervt, bin ich doch froh, ab und an Mal wieder eine (neue) Sternenflottenbrücke von innen zu sehen. Und solange man nach dem Grundsatz von Picard anwendet, dass jede ausreichend entwickelte Technologie für den Aussenstehenden wie Magie erscheinen muss, geht ein Zeitreisender-Super-Iron-Man mit Flügeln in Ordnung. Hoffentlich (oh Gott, was bin ich Naiv!) bekommen wir noch eine gute Erklärung…

    Schönes Wochenende wünsch ich euch :)

    • Grimson sagt:

      p.S.: Und ja, bis jetzt reichen die besten Discovery Folgen nicht an den ethischen Anspruch irgendeiner Star Trek Serie heran. Mit einem Sternenflotten Admiral der sagt: „Staatsgeschäfte sind nun Mal schmutzig, stellen Sie sich nicht so an!“ kann ich mich auch nicht anfreunden, und ich kann verstehen, warum man hier die großartige Vision von Gene Roddenberry hier mit Füßen getreten sieht.
      Das ist etwas, dass ich bei Discovery schmerzlich vermisse. Tilly scheint manchmal der einzige anwesende Sternenflottenoffizier an Bord zu sein. Sowas wie ein neurotischer, durchschnittlich intelligenter Wesley Crusher mir Möpsen.

      Ich glaube, das ist einer obig schon erwähnten allgeinen Verrohung unserer Gesellschaft geschuldet. Den meisten Menschen hat der unbegrenzte Zugriff auf Informationen in unserem Zeitalter leider noch keinen geistigen Vorteil verschafft…

    • Grimson sagt:

      Nachtrag: Das mit der roter Engel = Burnham Sache hab ich vollkommen übersehen… Offensichtlich BIN ich verblödet.

      Oh Mann…

    • DarthDigitus sagt:

      Danke für deine Antwort.
      Geh nicht zu hart mit dir ins Gericht. ;)
      Tatsächlich fand ich den Anfang der letzten Folge, angesehen von dem Kamerakarussell im Briefing room, recht gelungen. Jedoch sorgen die üblichen Altlasten im Rest der Episode für Verstimmung.
      Leider sehe ich für meinen Teil nicht genug, um nicht zu sagen kein, Trek in dieser Serie. Selbst die Mudd Sachen sind nur Popkulturelle Referenzen, à la „haha, hab ich doch schonmal gesehen“.
      Star Trek geht nicht mehr dorthin wo noch nie einer war.

    • DarthDigitus sagt:

      „Ich glaube, das ist einer obig schon erwähnten allgeinen Verrohung unserer Gesellschaft geschuldet. Den meisten Menschen hat der unbegrenzte Zugriff auf Informationen in unserem Zeitalter leider noch keinen geistigen Vorteil verschafft…“

      Ich sehe das ähnlich, jedoch werden die meisten Menschen von den Konzernen dazu erzogen das Internet eben nicht wie gedacht zu nutzen. Die meisten sind doch nur noch bei Facebook oder Instagram unterwegs und stellen lieber in der community ihre Fragen, anstatt es einfach selbst zu googeln. Facebook und Co. arbeiten ja daran die Leute möglichst lange auf ihrer Seite zu halten. Was diese ganze (fake) Selbstdarstellung und der selbstauferlegte Druck der damit einhergeht mit den Leuten macht, ist ein noch viel schlimmeres Thema.

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