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„Star Trek Discovery“ – 1.13 – „Auftakt zur Vergangenheit“ – Kritik

Diese langen Kamerafahrten durch das halbe Schiff! Diese detaillierten und logisch aussehenden Monitoreinblendungen! Diese realistischen biologischen und physikalischen Erläuterungen! Diese trotz aller unterschiedlichen Talente völlig normal wirkende Besatzung! – Wie? Ja, ich habe tatsächlich noch mal in die Netflix-Serie „The Expanse“ reingeschaut, bevor ich mir die neue Folge von „Auf der Clownsschule, da gibt’s koa Sünd“ angesehen habe.

Das kleine Bildchen oben ist übrigens dazu da, den Blechkopf zu feiern. Der hatte diesmal nämlich gut 8 Worte zu sagen! Ich dachte nach der zweiten Szene sogar schon, er(?) würde nach einer derartig tiefgründigen Beleuchtung umgebracht werden.

Doch hier kurz die Zusammenfassung von allem, was in dieser Episode geschieht:

Irgendwie komme ich mir beim Discovery-Schauen immer mehr wie Stanley Tweedle in dieser ausweglosen Lage vor. Und das nicht nur, weil man auch bei „Lexx“ eine Art Schwulen-Agenda und ein alternatives „Dunkles Universum“ verabreicht bekommt.

Und nun eine Aufzählung aller guten und schlechten Punkte dieser Episode:

Alle gegen Stamets. Wie steht’s? – Wieso alle Spiegel-Stamets umbringen wollen, ist schon ziemlich großer Quatsch mit Pilzsoße. Egal, wie nützlich er gerade ist („Oh, ich habe zufällig gerade einen Massenvernichtungswaffe am Lüftungssystem angeschlossen. Wie jeden Freitag.“) oder wie technisch versiert („Natürlich kenne ich mich gut mit Transportersystemen aus. Ich bin schließlich der Entdecker der Beam-Pilze!“): Lorca und seine Begleiterin können es kaum abwarten, den Mann kalt zu machen, statt den Erfinder(!) des Pilzantriebs wenigstens einzusperren. Warum? Darum. Piu-Piuuu!
Komm‘se rein, könn‘se rausgucken – Was sollte das eigentlich mit der Geschichte, dass Spiegel-Stamets versehentlich ins Koma gefallen ist, weswegen er ebenfalls im Pilznetzwerk abhing? Das schien mir eine Lüge zu sein. Was dann umgekehrt wohl heißt, dass Spiegel-Stamets gerne mal nach Feierabend zur Entspannung in der (gefährlichen!) Sporen-Furzmulde abhängt, falls mal einer vom Paralleluniversum durchruft? Ohne Bärtierchen-Vorgeschichte? Geht das schon unter multidimensionalen Zwangsstörungen durch? – Sollte ich also jemals das Bedürfnis verspüren, mir ein Klavier auf den Kopf fallen zu lassen, so will Parallel-Klapo mich bestimmt nur zum Dartspielen einladen…
Einer für alle, niemand für Logik – Irgendwie scheint mir das Sicherheitskonzept im Spiegeluniversum auf beidseitig verspiegelte(!) Kameralinsen ausgelegt zu sein: Wenn nur EINER der Quäl-Fachkräfte im falschen Moment durch eine schwere Kopftritt-Allergie wegnickt, können also gleich ein Dutzend Widerständler aus den Röhren befreit und im Raum nebenan bewaffnet werden. Wobei Lorca übrigens vorher nicht wissen konnte, dass Tante Knuthilde und ihr schießwütiger Anhang gerade auch zur Familienfeier im gleichen Raum verweilten. „Perfekter Plan“ oder doch nur „Zum Frühstück eine Kristallkugel gefressen“?

„So, ich bin gerade aus der Agonie-Kammer geflüchtet und brauche jetzt nur noch gaaanz viele Verbündete, um … – Ah, hinter mir sind sie ja!“ – „Sie haben uns doch vor ihrem Abflug befohlen, uns für 12 Monate im Wandschrank zu verstecken.“ – „Ich sag’s ja: MASTERPLAN!“ – Findet Demo: Lorca hat ein verdammtes Scheißglück. Was wohl daran liegt, dass all diese armen Geschöpfe nach Wochen in der Agoniekammer gut gefüllte Unterhosen haben dürften.

Eine Übermacht namens Burn(t)hem – Wie Michael sich da in einem Raum mit 20(!) Palastwächtern kurz freiboxen konnte, um in eine riesige Luftschleuse zu flüchten (Auch „Katzenklappe für Putschisten“ genannt), das hatte schon was. Nämlich was von Marvel, den 60ern und von dem, was mein Kopf gemeinhin „bohrende Migräne“ nennt. Wann wollte man noch mal mit solchen kindischen Notausgängen aufhören? 2029, wenn eine neue Serie zehn Jahre VOR Discovery spielt?
Alles total verp(f)ilzt – Oh Gott, es MUSS wieder mal die erzählerische Herkules-Riesenkeule sein! Weil das Pilznetzwerk aus irgendeinem Grund neuerdings den Konzepten „Raum und Zeit“ übergeordnet ist (siehe dazu Einsteins Relativierungstheorie), gehen gleich Milliarden Universen über die Wupper, weil Spiegel-Stamets das Netzwerk beim Raumsprung aussaugt (die alte Sucker-Sau), wohingegen Original-Stamets bei den Raumsprüngen eher eine Art gebendes Fellatio-Gefühl verbreitet. – Warum auch immer. Wird alles nicht erklärt und klingt doof. Was die Glaubwürdigkeit der Serie angeht, höre ich längst die Totentrompete spielen.
Lieber Schießeinlagen als gar keine Beleuchtung im Flur – Ja, okay, es war ein Kraftfeld involviert. Aber da dieses nur einige Sekunden hielt und Georgiou sich erst wegbeamte, als die gegnerischen Schüsse schon die ersten Transporter-Partikel streichelten, war das für mich auch wieder einer dieser Momente, wo ich lieber ein paar Affen gesehen hätte, die im Zoo gegen die Scheibe trommeln. Die Gegenseite stand lediglich breitbeinig herum (nur echt mit gefühlten 5 Metern Abstand), während sich nur Lorca nebst Hauptfiguren-Anhang eine Premium-Deckungsmulde reservieren konnten. Sorry, so was kann ich heutzutage nicht mehr ernst nehmen. Da lasse ich mich lieber von … Ernst … nehmen.

„Nun schieß doch! Ich sehe da noch Leute hinter den hochgeklappten Fußspitzen!“ – Neutrale Zone: Die großen Wandnischen links und rechts dürfen übrigens unter keinen Umständen betreten werden! Denn so viel Rückendeckung hat nicht mal Alex Kurtzman.

Schwalle, Schwalle, manche Strecke, nichts zum Zwecke… – „Ich hasse Poesie!“, „Ein Wissenschaftler stirbt durch seine eigene Schöpfung!“, „Ich bin der Beweis für die Existenz des Schicksals!“ – Mal ganz im Ernst: Dieser böse Lorca ist einfach ein Oneliner-Generator! Die Pressestelle der Terraner-Diktatur wird ihre Freude haben, all diese grandiosen, action-filmigen Dialoge niederzuschreiben und von YouTubern let’s-playen zu lassen! Schade nur, dass mir noch ein paar wichtige (Ver)Satzstücke fehlten: „Gleich klatscht es, aber keinen Applaus!“, „Solange du die Füße unter meinem Schiff hast…“, „Vertrauen ist ein fünfäugiges Schwert.“
Die beste Mary Sue der Welt – Ich musste damals auch erst nachlesen, was ein „Mary Sue“-Charakter eigentlich ist. Aber dank der wöchentlichen Beispiele aus Discovery habe ich dieses Antikonzept inzwischen völlig verstanden. Klar, hier ist es vor allem der irre Lorca, der aus irgendeinem Grund Stamets für „nutzlos“ hält, dafür aber Burnham als den heißen Scheiß in Tüten bezeichnet. Aber wenn ich die Serie richtig analysiere, so wollen auch die Autoren uns weismachen, dass Michael Burnham zu „Großem geboren“ ist. Denn sie kann ja quasi alles, außer Tiernahrung… Ja, sie vermag sogar Hellsicht- und Langzeitplan-Lorca täuschen, wenn sie zu ihm zurückkehrt und ihre Hilfe anbietet. – Äh, gibt es eigentlich noch andere seriöse Handpuppen-Serien auf Netflix?
Gewürdigt: Glaubwürdigkeit-Unwürdigkeit – Klar, man wollte erzählerisch und Kraut-und-Rüben-technisch mal vorankommen, aber die Auflösung des ganzen Handlungsstrangs überzeugte mich nicht. Die 10(?) überlebenden Wächter und Verbündeten rund um Lorca genügten also, um ein galaktisches Imperium zu unterwerfen? Was ist mit all den Schiffen und Planeten dort draußen, die Georgiou treu ergeben waren? Auch, wenn man das – wie immer – recht klingonisch erklärte („Wenn ich den Chef umhaue, werde ich der Chef! Hey, wieso bildet ihr eine Schlange hinter dem Thron? Mit Baseballschlägern?“), so bin ich doch langsam zu alt für diesen Scheiß.

„Ich falle … aus dem Schiff … wie ein Stein … im Wiiind!“ – Der Weg alles Überirdischen: Lorcas Gesichtscreme („Oil of Gröfaz“) hatte leider einen geringen Sporenschutzfaktor. Immerhin bekommt er das, was er verdient hat: Das freudige Gröhlen von allen, die bei den letzten Superheldenfilmen zu wenig krepierende Fiesbolde gesehen haben.

Der Anomalie die Sporen geben – Okay, der geniale Plan zur Rettung des Sporennetzwerks ist also, EIN Schiff zu zerstören (und dabei zu hoffen, dass nicht gerade zehn weitere gebaut werden?), um dann auf der wie auch immer gearteten „Myzel-Kaskade“ zu reiten, um mit dem nach einer drittel Folge wieder völlig genesenen Stamets nach Hause zu düsen. Das ist für Trek-Verhältnisse jetzt nicht so ungewöhnlich, wirkte hier aber eher lieblos runtererklärt und mit leblosem Pathos gewürzt. Irgendwie stört mich auch, dass Saru einem vor jeder Selbstmordmission sagen kann, ob er den „nahenden Tod“ spürt. Trois Telepathie war mir da fast lieber, geht mir das hier doch zu sehr ins Metaphysische. Und funktionieren tut es auch nicht. Denn, wie es hier auch gesagt wurde: „Saru, wieso haben sie keine Gefahr von Spiegel-Lorca gespürt?“ – „LALAALAA, ich kann sie gaaar nicht höööören!!“
So ein Endkampf entkrampft – Krass, Georgiou kann sogar den anatomisch unmöglichen „Mit einem Bein über die eigene Schulter treten“-Kick! Da hat sich ihre Spezial-Thron-Anfertigung (nur echt von SadoMaso©-Karlo) doch gelohnt. Das war aber auch ein genialer Plan von der alten Burnham: Die Discovery musste nur so auf das Palastschiff schießen, dass ALLE Bösewichte im Thronsaal umfallen, die Guten aber nicht. Warum sie allerdings 3 Sekunden VOR dem Schuss den Faustkampf begonnen hat, bleibt ihr Geheimnis. Ich maße mir nicht an, derartig große Geister verstehen zu wollen.
Qualität ist das beste Rezept – Man muss bei modernen Serien auf diese Kleinigkeiten achten. Zum Beispiel, wie Burnham den Imperator durch eine Metallrüstung hindurch schmerzhaft in die Schulter kneift. Oder wie Georgiou am Ende plötzlich hinter Lorca auftaucht und Michael ganz überrascht schaut. Oder, wie plötzlich auf magische Weise alle Waffen verschwinden und nur der Faustkampf entscheidet. Oder wie Georgiou in der Mitte des Raumes etliche, blind reinstürmende Voll-Honks abschießt, bevor sie gerettet wird. Discovery ist einfach ein Gesamtkunstwerk!

„Die Pilze! Sie leiten uns den Weg!“ – „Stamets, folgen sie nur denen, die verdächtig nach Waldlichtung aussehen! Neeein, nicht die da rechts! Sieht doch jeder, dass die mehr einem Kaninchen ähneln!“ – Demnächst wieder Heimarbeit: Stamets‘ erholsamer 4-Folgen-Schlaf hat ihm richtig gut getan. Er blinkt hier sogar an jeder Kreuzung.

Minutenlanger Hustenanfall incoming – Ja, ich habe tatsächlich sehr gelacht, als Stamets die Discovery nach Hause gebracht hat. In einer Art Hardcore-Weichzeichner gibt ihm sein verstorbenes Doktorchen nämlich krass hilfreiche Tipps, wie man in das richtige Universum zurückfindet: Einfach der Opern-Musik nachfliegen, bis alles rot wird – und den richtigen Pfad dann mehrmals als „Lichtung im Wald“ bezeichnen. Voilà! Ist auch nicht schwerer, als Drehbücher zu schreiben.
Alles, was zählt – Wie genial! Nachdem wir nun vier Folgen lang Dinge sehen durften, die keine Auswirkungen auf das Mutteruniversum und den Klingonenkrieg hatten, dürfen wir uns jetzt auf ein besonderes Schmankerl freuen: Bei der Wiederkehr der Discovery haben die Klingonen längst den Krieg gewonnen. Also geht’s demnächst zurück in die Vergangenheit, um dort irgendwas zu ändern, damit die nächsten 1-2 Episoden auch wieder „überschrieben“ werden (siehe Episodentitel, der wohl eher zur nächsten Folge gepasst hätte). Unfassbar, wie die Autoren das machen! Wo kann ich so schreiben lernen, ohne die strukturelle Integrität meiner Schädelknochen zu gefährden?

Wie sind die überhaupt an die Lagekarte des aktuellen Kriegsstands gekommen, wo sie doch Sekunden vorher noch keinerlei(!) Antwort auf ihre Anfragen erhalten haben? All das sind so Dinge, die einem beim zweiten Schauen mit der Intensität eines Lorca-Glasauges in die eigene Pupille fallen.

„Wir müssen gaaanz nah dran! Wie gut, dass das gegnerische Schiff mal als Dysonssphäre konzipiert war!“ – Jetzt kommen die großen Schwämme: Wie immer verwöhnt uns die Serie mit famosen Spezialeffekten. Diesen Screenshot habe ich sogar nur um 20% nachgeschärft, damit man die Discovery noch erkennt.

Hi(r)nübergebeamt – Lorca landete also in unserem Universum, als er gerade gebeamt wurde. Dass man uns das nicht zeigte, hat einen Grund: Die Autoren kamen aus der Nummer nicht sauber raus! „Normalerweise“ wird das Original ja zeitgleich gebeamt und quasi auf der anderen Seite „entsorgt“. Gibt es also einen Original-Lorca im Spiegeluniversum? Aber warum wurde der dann nicht erwähnt? Oder blieb Original-Lorca im Original-Universum, wurde dann aber von dem neuen Typen in seiner merkwürdigen Terraner-Kleidung tödlichst verhauen, ohne, dass der Transporterchef was mitbekommen hat? Bei TOS war damals schon nach einer Sekunde klar, dass was nicht stimmt… Ergo: Discovery denkt von 12 bis Mittag. Und das in 24-Stunden-Schichten.

Und ich will auch gar nicht wissen, was für eine besondere grüne Spore da auf Tillys Schulter gelandet ist. Am Ende schlüpft eh wieder so ein doofes Monster oder gar der Doktor aus ihr raus.


Fazit: Specialist Burnham verkloppt mehrfach alle Bösen, während Saru auf die vollkommen offen(!) liegende Pilz-Anomalie ballert. Zwischendurch wird etwas im Blindfisch-Modus umher geschossen (die Fäuste müssen sich ja auch mal entspannen) und jeder umgelegt, der nicht alle 10 Minuten erneut seine Nützlichkeit beweist. Und alle Masterpläne bestehen zu 100% daraus, sich ohne Waffe zwischen die Bösen zu stellen und abzuwarten, bis alle gleichzeitig für 10 Sekunden blinzeln.

Ja, das ist modernes, intelligentes Fernsehen für alle, die mit ihren Schimmelpilzen auch Schach spielen können. Der Cliffhanger tut sein Übriges…
Eigentlich also alles wie gehabt, aber als Ende des Parallelwelt-Storystrangs hat sich die Serie ihre allererste Ein-Stern-Bewertung redlich verdient.

Tja, manchmal haben sogar Fliegenpilze nur einen Punkt…

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM
SPARKS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
Neulich, in der Zukunftia-Redaktion...

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von Klapowski am 29.01.18 in Star Trek: Discovery

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Kommentare (76)

  1. G.G.Hoffmann sagt:

    Wie ich bei Trekcore und Trekmovie lese, war Lorcas Tod natürlich „für niemanden eine Überraschung“, weil von Beginn an klar gewesen sei, dass so ein großartiger Schauspieler wie Isaacs nicht auf Dauer in einer Serie spielen wolle, welche aber gleichzeitig als das großartigste und überraschendste TV-Event der letzten 50 Jahre angesehen werden müsse.

    Erzählerisch sind wir noch immer ganz am Anfang. Diese Serie hat uns bislang überhaupt nichts über das Jahrzehnt vor Kirk oder die Charaktere der Serie erzählt. Die bisherigen Serien waren zwar auch nicht die Philosophie- oder Physikvorlesungen als die sie gerne verklärt werden. Gegen DSC sind sie allerdings Hochkultur.

    Da für Streamingdienste keine Einschaltquoten veröffentlicht werden, ist schwer abzuschätzen, wie die Serie tatsächlich beim Publikum ankommt. Ich kann mir nicht ernsthaft vorstellen, dass „alte“ Star Trek Fans hieran Gefallen finden. Für genauso unwahrscheinlich halte ich, dass die Serie der Hit unter jenen ist, die bislang mit Star Trek oder SciFi allgemein wenig anfangen konnten. Wird es wirklich eine zweite Staffel geben? Bislang hat man nicht gehört, dass man bereits an ihr arbeitet, geschweige denn mit den Dreharbeiten begonnen hat. Bei den früheren Star Trek Serien liefen die Dreharbeiten zur nächsten Staffel immer parallel zur Ausstrahlung der aktuellen.

    Bislang scheint die Serie ein einziges Chaos zu sein. 2015 für Anfang 2017 angekündigt, wurde sie zweimal verschoben und begab sich nach sechs Wochen Ausstrahlung zunächst einmal in eine verdiente achtwöchige Weihnachtspause. Übernächste Woche ist schon wieder Feierabend, die Hälfte der Hauptcharaktere ist tot oder uninteressant und die zweite Staffel nicht einmal konkret in Planung. Genial!

    • Klapowski sagt:

      Aber … aber … die Serie wurde doch schon Ende letzten Jahres verlängert.

      http://www.buffed.de/Star-Trek-Discovery-Serie-266589/News/Staffel-2-1247463/

      Anfang 2019 soll es weitergehen.

    • Komanzer Spork sagt:

      Das geld fuer 2 staffeln war von anfang an da. Deswegen ueberrascht auch die verlaengerung nicht. Aber mehr wie drei staffeln wird es nicht geben. Ich glaube auch, dass die serie intern eigentlich schlecht laeuft.

      Da werden alle bausuenden des drehbuchschreibens in einereinzigen episode abgeliefert. Die macher verachten ihr publikum.

    • G.G.Hoffmann sagt:

      Ja, ich weiß. Auf dem Papier ist sie schon verlängert. Aber man hat doch von der praktischen Umsetzung noch nichts gehört.

    • Klapowski sagt:

      Wird wohl daran liegen, dass derzeit noch die Drehbücher geschrieben werden und hier ein stündliches Update („Hallo Fans! Ich habe gerade einen neuen Absatz eingefügt!“) eher öde sein könnte.

    • Serienfan sagt:

      Wie? Was? Drehbücher?

      Für mich war Discovery stets experimentelle Improvisations-Science-Fiction. Quasi sowas wie die Schillerstraße, nur halt im Star-Trek-Universum.

    • ted_simple sagt:

      Hallo auch,
      bin ich der einzige, der die Spiegeluniversums-Folgen als Verbesserung für die Serie empfunden hat? Also los:

      – Einer meiner größten Kritikpunkte an der Serie war bisher, dass die Autoren uns eine moralisch bankrotte Sternenflotte zeigen und den Geist von Star Trek nicht verstehen. Umso genüsslicher wurden wir aber nun in das „Lebensgefühl“ im Terran Empire eingeführt – zum ersten Mal empfand ich die düstere Atmosphäre der Serie als gerechtfertigt; die Autoren sind geradezu darin aufgeblüht, uns die Atmosphäre von Angst und Misstrauen zu vermitteln, die im Übrigen ziemlich gut erklärt, warum es in diesem Universum von (praktischen) Psychopathen nur so wimmelt. So gut ist das Spiegeluniversum zuvor noch nie „charakterisiert“ worden. Und im KONTRAST zu dieser Düsternis wirkten unsere Helden plötzlich moralisch intakt und waren mir sympathischer als zuvor.

      – Bei den Charakterisierungen habe ich mich bislang besonders über Burnhams wenig überzeugende Genialität mockiert (als permanenter Verstoß gegen den „Show, don’t tell“-Grundsatz) und über die völlig widersinnige „Charakterentwicklung“ von Lorca, der nämlich in jeder Folge irgendwie einen anderen Charakter hat und durchweg undurchschaubar geblieben ist. Zumindest an der „Lorca“-Front gab es nun eine deutliche Besserung: Sein Charakter ist so bleiern und undurchschaubar … weil er fortwährend geschauspielert hat! Diese Auflösung hat mich sehr befriedigt, und ich sage das im vollen Ernst. Diejenigen, die jetzt noch meinen, Lorca sei ja sooo ein tiefer und vielschichtiger Charakter gewesen und hätte nicht so schnell abserviert werden dürfen …. diese Leute haben sicher nie ernsthaft versucht, aus seinem Charakter Sinn zu machen; das war nämlich ein äußerst fruchtloses Unterfangen, das mich zunehmend frustriert hat. Mit der Aufdeckung seines wahren Hintergrundes war der widersprüchliche Charakter plötzlich plausibel erklärt. Super!

      Das sind allerdings nur einzelne Pluspunkte, die mir positiv aufgefallen sind und die Mirror-Episoden leicht über das Niveau der vorangehenden Folgen heben. Es ist nicht etwa so, als ob die Serie plötzlich genial wäre. Bei den Logiklöchern und Widersprüchen hat sich nichts wirklich gebessert; die Serie bleibt so dumpfbackig wie zuvor. Klapowski hat diese ja sehr schön in den Fokus seiner Reviews gestellt: Eine Doofigkeit nach der nächsten. Aber trotzdem: Ich hatte zum ersten Mal seit den ersten 30 Minuten des Pilotfilms wieder Spaß am Zuschauen und habe mich erstaunlich wenig über die „Mirror“-Episoden echauffiert. Warten wir mal aufs Staffel-Finale.

  2. Michael Burnhamm-Brücher sagt:

    Ich habe nach den „vielleicht die beste Star Trek-Folge aller Zeiten“-Tweets und -Rezensionen ja schon wenig erwartet, aber… WOW. WOW. Das war *dümmer* als es „The Threshold“ war. Wie Superhirn-Burnham die eigentlich ja wohl doch ganz okaye Imperatrix gerettet hat, die sicher – wenn sie nicht gerade Rebellenlagern aus dem Orbit mit Phaserfeuern kleine Muster in die Zelte malt – ’ne ganz knorke Person ist. Wie diese Sicherheitstante in *beiden* Universen ’ne unsympathische Fiesmöpperianerin ist. Und eigentlich meinte ich das mit dem Zeitreiseplot letzte Woche eher als schwachen Witz. Andererseits gilt „schwacher Witz“ auch für die Serie.

    Im Rückblick fange ich an, meine Meinung zu Enterprise positiv zu revidieren.
    Darum war ich vermutlich am Ende der Folge auch #TeamSchockwelle.

  3. Spassvogel sagt:

    Das war das geilste, was Star Trek je produziert hat! Aber ja, jeder meinte natürlich alles schon vorher zu wissen. Warum guckt ihr es euch denn noch an! Mit Lorcas Tod konnte doch nun wirklich niemand rechnen! Und das jetzt die Klingonen den Krieg gewonnen ist einer der geilsten Cliffhanger überhaupt!

    Ich fande Star Trek früher echt langweilig. Mit dem ganzen Gequatsche und dergleichen. Allein diese Serie mit diesen lächerlichen Roboter oder den schwulen blinden Typen. Man, was haben wir uns damals lustig über die ganzen Loser gemacht, die den Mist gefeiert haben. Einen haben wir damals in der Klasse sogar jahrelang aufgezogen.

    Aber schon mit den Kinofilmen ist Star Trek endlich mal geil geworden. Und diese Serie jetzt eine Offenbarung!

    • Klapowski sagt:

      Danke, du hast mir die Augen geöffnet. Ich glaube, deine kleine Mobbing-Geschichte hat mich letztendlich überzeugt. Und auch der Vergleich mit einer 1987 gestarteten Serie besitzt heute natürlich noch das Potenzial, Discovery erheblich aufzuwerten.

      Übrigens war Geordie (der Blinde) gar nicht schwul. Dafür hatte er andere Schwächen. So fragte er z.B. aufgrund seiner Sehbehinderung immer „Warum guckt IHR euch das an?“…

      Das nervte dann schon irgendwann.

    • Serienfan sagt:

      @ Spaßvogel: Nicht schlecht! Die wesentlichen Begrifflichkeiten wie „geil“ und „geiler Cliffhanger“ sind vorhanden, aber wenn Du einen ECHTEN „Discovery“-Fan parodieren willst, musst Du folgende Regeln einhalten:

      Es gibt nur EINE von folgenden zwei Aussagen: „Dies ist die bislang beste Folge!“ oder „Diese Folge ist nicht ganz so gut wie die davor, aber sie ist auf meiner Liste der 2-3 besten DIS-Folgen alles Zeiten. Ich gebe 9 von 10 Punkten.“

      Was in einer DIS-Fan-Parodie auch nicht schaden kann, das sind Fragen, die in ihrer Naivität bereits die Antworten enthalten, etwas, das man normalerweise in albernen Krimis um Meister-Detektive dem dümmlichen Assistenten in den Mund legt.

      Also Sätze wie: „Ich frage mich echt, wie sich die Autoren aus dieser unlösbaren Sackgasse rausschreiben wollen, aber egal, jetzt gibt es wohl erst einmal eine Zeitreise.“

      Aber ansonsten: Nicht schlecht.

      Punktabzug aber leider für Klapowski. Es ist ein unausrottbares, übrigens rein deutsches Star-Trek-Mem: Geordi schreibt man OHNE „e“ hinten.

    • Spassvogel sagt:

      Ach fuck, da hat mich der Serienfan aber echt ganz schon durchschaut! Und ich dachte, ich hätte die Nasen drüben bei SJ.de ganz genau studiert. Muss ich also doch nochmal genauer hingucken. Ich habe dabei doch alles bedacht, was einen echten Disco-Fan ausmacht:

      – Ausrufezeichen nach fast jedem Satz!
      – Begeisterung über die unmöglich zu erahnenden Twists
      – Die Frage „Warum guckt ihr euch das an?“ als Ausruf zu benutzen
      – Die Behauptung, dass man früher Star Trek voll beschissen fand und erst JJ das Franchise „anguckbar“ gemacht hat.
      – Sogar einen Nickname habe ich von den Disco-Trollen übernommen!

      Okay, die Stelle mit dem Mobbing habe ich übertrieben. Das hat mich verraten. Das habe ich aus einem Kommentar hier aus einer früheren Folge.

      Fuck. Und ich dachte, ich wäre so gut im trollen!

    • Serienfan sagt:

      @ Spaßvogel: :-) DISCO-Fans zu parodieren ist halt ungefähr so schwierig wie die Parodie auf eine Trump-Twitter-Meldung.

      Etwas besser macht es ein Troll auf der Serienjunkies-Seite. Hier ein paar Zitate:

      „Den Zuschauer erwarten unzählige charakterliche Offenbarungen“

      „Wechelbad der Gefühle“

      „ganz zu schweigen von den schönen Bildern“

      „wird uns veranschaulicht, dass Lorcas Motive tatsächlich niederer Natur sind“

      „gerade das macht die weitere Entwicklung so spannend“

      „Vorerst können wir sicher nicht mit einer Rückkehr der Discovery ins ‚echte‘ Universum rechnen“

      „Awesome.“

      „fünf von fünf Sternen“

      Alle Zitate stammen aus der „Serienjunkies“-Review der letzten Woche.

    • Spassvogel sagt:

      Ich glaube der meint das ernst. Ich meine, der findet ja sogar The Orville öde. Das kann doch kein SciFi Fan sein. Oder überhaupt ein Freund guter Serienunterhaltung.

    • Serienfan sagt:

      Jeder kann ja gerne gut oder öde finden, was er will.

      Nur fällt mir besonders bei „Discovery“ auf, mit welch abenteuerlichen Behauptungen die Serie schön geredet wird. Witzig ist dabei: Die Serie, die sich eigentlich gegen Trump-Anhänger richtet, wird von den Disco-Anhängern mit der gleichen Blindheit für Fakten verteidigt. Da wird unerschütterlich an dem Glauben festgehalten, Disco würde Star Trek wieder „great“ machen.

      Gerne liest man dann solche Behauptungen:

      – „Das ist endlich einmal ganz anderes Star Trek.“ (Ohne Erklärung, wann eigentlich „anderes“ Star Trek zu „gar kein“ Star Trek mehr wird.)

      – Wem es nicht gefällt, der soll sich doch einfach die alten Folgen erneut ansehen. (Dass jemand, der die alten Star-Trek-Folgen mag, vielleicht dennoch auch gute neue Folgen sehen möchte, scheint ein völlig fern liegender Gedanke.)

      – Die Macher haben sich sicher etwas ganz Raffiniertes dabei gedacht, hier muss man einfach abwarten. (Wie lange muss man bei Arc-Serien eigentlich warten, um ein Urteil fällen zu dürfen?)

      – Oft findet sich eine Kombi aus „du musst ihnen eine Chance geben“ und „wenn du es schlecht findest, warum guckst du es dann?“. (Eine ideale Zwickmühle, die nur dem begeisterten Disco-Fan einen Ausgang bietet.)

      – Das ist erfrischend, weil es den Sehgewohnheiten widerspricht. (Zurzeit ist anscheinend alles erfrischend, das darauf pfeift, irgendwie schlüssig oder nachvollziehbar zu sein.)

      – Das ist eben etwas, um das Gehirn auszuschalten und um sich berieseln zu lassen. (Früher hielten die Fans nix vom „Gehirn ausschalten“, entsprechend galt die Classic-Folge „Spocks Gehirn“ auch immer als Musterbeispiel einer schlechten Folge.)

      – Jetzt, nach 10 Folgen, habe ich mich daran gewöhnt und finde es gut. (Mancher gewöhnt sich sicher auch an Til Schweigers Nuscheln. Gut finde ich das nicht.)

    • Kommanzer Spuck sagt:

      Vieles hat auch damit zu tun, dass die Webedia Group mittlerweile fast den gesamten Nerd-Presse-Markt im Gaming und Filmsektor unter einem Dach hat und die machen natürlich hauptsächlich in Content Marketing. Ihr währt überrascht, wie viele Plattformen, Serienjunkies jetzt nicht, die machen das unabhängig, in diesem Netzwerk arbeiten und die in ihrem Impressum stehen haben. (z.B. Filmstarts etc.) So kann man natürlich als Kunde die volle Kontrolle über die Außenwirkung ausüben. Inwieweit das noch dem Pressekodex und unabhängiger Berichterstattung entspricht, will ich hier nicht weiter vertiefen.

      Wäre ich Journalist, würde ich da mal bohren.

      Oder auch hier wieder son Beispiel für Verstrickung von Presse und Anbieter:

      http://www.gamestar.de/artikel/deutsche-spielebranche-verbaende-game-und-biu-fusionieren,3325338.html

    • Dario Cueto sagt:

      Jetzt, wo ich enttarnt bin, kann ich ja den Trollnamen ablegen. :D
      Selbst die neue Pastewka Staffel bietet mehr Konsistenz und Logik als dieser Alptraum hier. Fuckin‘ Pastewka!

      Aber ja, das Content Marketing kommt hier gnadenlos durch. Auch bei SJ. Die haben ja nicht das Interesse, dass ST in Zukunft weniger Klicks bringt. Das ist das große Problem am Klick-Journalismus. Das geht es nicht um Haltung oder Integrität, sondern darum um zu polarisieren, damit möglichst viele Leute auf die Artikel klicken.

      Daher halte ich auch die Aussage „Dsicovery spaltet die Fans“ für nicht aufrichtig. Im Gegenteil! Wenn man klar drauf schaut, dann sieht man doch einfach diese riesigen handwerklichen Fehler. Und ich sehe auch nicht, wo Disco die Fans spaltet. Viele alte Fans sehen das nur als Hatewatch. Die Leute die das geil finden, konnten doch mit ST nie was anfangen. Sagen die ja selbst! Für mich ist daher diese ganze „Discovery polarisiert die Fans“ Kampagne kokoleres. Marketing eben.

      Nun könnte man sagen: Kopf aus, genießen. Könnte man, aber da gibt es eben mit dem erwähnten Pastewka ganz aktuell ein schönes Beispiel wie man sich seicht unterhalten lassen kann, ohne das man zudem für debil und bescheuert verkauft wird.

    • Sparkiller sagt:

      „Vieles hat auch damit zu tun, dass die Webedia Group mittlerweile fast den gesamten Nerd-Presse-Markt im Gaming und Filmsektor unter einem Dach hat“

      DAS ist wirklich interessant, gerade was einen möglichen Artikel angeht. Fängt ja schon beim Einleitungssatz auf deren Homepage an: „Wir wecken Interesse und Begeisterung für alle Themen rund um Film, Games, Stars, Food und Reisen weil wir selbst mit Leidenschaft und Expertise dabei sind.“

      Erinnert stark an den Einfluß russischer Bots auf die Trump-Wahl, nur in diesem Fall ist das Verbrechen (Discovery schönreden) natürlich noch viel niederträchtiger!

    • Serienjunkies sagt:

      Die erste Erwiderung auf die Serienjunkies-Kritik stammt von einem gewissen „TMLBNDEW“, und sie lautet: „Einer der besten Folge bis jetzt , ich hatte Anfangs so meine Probleme mit der Serie aber die letzten 3 Folgen haben mich vollkommen überzeugt ! Die Serie ist …..toll !“

      Gut, „TMLBNDEW“ würde ich als Namen auch generieren, müsste ich am Tag hunderte von Accounts anlegen, um Jubelkommentare quasi unterzujubeln.

      Das „Anfangs so meine Probleme“ richtet sich natürlich an jene, die aufgehört haben, die Serie zu sehen, und das „aber die letzten 3 Folgen“ soll natürlich jene zurückholen, die „Discovery“ nicht mehr schauen

      „Die Serie ist …. toll !“ ist natürlich ein Textbaustein, den man jetzt nicht so wahnsinnig oft anpassen muss. :-)

      Ob das allerdings hilft, Trekker davon zu überzeugen, dass Discovery die richtige Serie ist, um Star Trek wieder „great“ zu machen, möchte ich bezweifeln.

    • Kommanzer_Spuck sagt:

      @Sparkiller

      Das ist auch nur die Spitze des Eisberges.

      Auch die Lets Play Youtuber Szene.
      Recherchiert das mal durch. Das Webedia-Ding ist riesig und komplex.
      Pietsmiet & Co. Und die sind natürlich super mit Gregor Onkh befreundet.
      Die Krake durchzieht die gesamte Szene.
      Seiten wie IGN, Filmstarts etc.
      Und dann vielleicht auch mal schauen wie es mit der Konkurrenz aussieht.
      Bei welchem Netzwerk sind die etc.

      Auch mal bei KUNUNU die Bewertungen ehemaliger Mitarbeiter lesen.

      Dann sitzen die nun im größten Gameverband.
      Das ist für mich einfach nur ein großes Geschachere.
      Der Computerspielepreis etc.

      Da kann man Monate mit Recherchieren verbringen und findet immer wieder was.

      Das Schöne ist ja. Eigentlich gilt Content Marketing, das nicht klar als solches ausgewiesen ist, als Schleichwerbung. Aber wo kein Kläger, da kein Richter.

      Ich wundere mich, dass nicht längst jemand mal journalistisch da rein gegangen ist. Und das meine ich jetzt mal vollkommen unsatirisch.

      Wenn ich einen Artikel mit „redaktionellen“ Informationen raushaue, aber gleichzeitig auf die Sendezeiten von Netflix hinweise, ist das Werbung und wenn das nicht vorher kenntlich gemacht wird, Schleichwerbung und eigentlich gegen das Gesetz. Hat natürlich was mit Wettbewerbsrecht etc, zu tun. Und um die Artikel ist meistens zusätzlich nochmal jede Menge Werbebannerkram geschaltet.

    • Labriel Gorca sagt:

      Dieser lobende TMLBNDEW von SJ scheint kein Kostverächter zu sein und auch noch viel Zeit zum Kommentieren zu haben.

      So ist auf seinem Profil folgendes zu lesen:

      Aktueller Status: Es gibt zu viele gute Serien (:
      TMLBNDEW ist auf Platz 3 des letzten Monats in den Community Toplisten der Beiträge.

    • suiriso sagt:

      Der hier mehrfach erwähnte TMLBNDEW schreibt auch unter jede neue und noch so beschissene Big Bang Theory Folge sowas wie: „Wieder mal eine tolle Folge. Habe viel gelacht. :)“
      Jetzt wo ich drüber nachdenke könnte das wirklich so eine Art Bot sein…
      Wobei er letztens was bzgl. seines Alters sagte. Müsste so Anfang bis Mitte 20 gewesen sein. Was auch so einiges erklären würde.

    • Serienfan sagt:

      Die Fakten sprechen für sich: Es ist Putin selbst. Da Trump an der Macht ist, hat er zu viel Zeit übrig. Jetzt will er das westliche Fernsehen manipulieren. :-)

  4. Grimm sagt:

    Dagegen waren die Teletubbies Bildungsfernsehen. Jede Sekunde, die man sich mit dieser intellektuellen Bankrotterklärung beschäftigt, ist Verschwendung von Lebenszeit. Ich habe fertig.

    • MrAnderson sagt:

      Na Mensch, dann hast du sicher Riesenluftsprünge gemacht, als du erfahren hast, das neue Teletubbies folgen im TV sind. Aber die sind wahrscheinlich auch keine echten Teletubbies mehr, gelle? :-)

  5. Hesione sagt:

    Ich habe kein Problem damit, das Lorca stirbt, ich habe ein Problem damit, dass es so sinnlos war. Ein so kluger Kopf wie Lorca, der es versteht, sich in einer völlig anderen Kultur soweit anzupassen, dass er etliche Monate darin leben kann ohne entdeckt zu werden, der genauso lange eine Crew aus allen möglichen Rassen sehr erfolgreich befehligte, kommt zurück und fand Starfleet einfach nur ein Konzept zum Scheitern und ist gleich wieder bei Reinheit der Rasse und so. Und natürlich verbündet sich Burnham dann lieber mit der Imperatorin, die ihr ohne zu zögern Kelpianer vorsetzte. Ob Lorca dass noch gekonnt hätte?
    Er hätte doch heroisch, auch gegen seine eigenen Leute, scheitern können. Oder sich opfern, wenn ihm klar wird, dass der Mirror-Spore-Drive alle Welten gefährdet… so geht sie dahin, eine der interessantesten Figuren der Serie. Und im Grunde bleibt schal zurück: Wenn über ein Jahr Erfahrungen mit der Föderation einen Schlaukopf wie Lorca nicht von den Vorteilen des Miteinander überzeugen können, wie soll dass dann überhaupt jemanden überzeugen?

    Und dann noch die Tatsache, dass es GAR kein Funkfeuer der Föderation mehr gibt, das sie empfangen können, aber die taktische Karte updaten, das geht..

    • knotzos sagt:

      Die Hintergründe für Lorcas Handeln werden wir sicher noch erfahren. Er is ja jetzt in Tillys Uniform, links an der Schulter. Von dort aus wird er einen der feinsten Pläne, die unser Universum gesehen hat, ausspielen.
      Der Weichei-Lorca unseres Universums wird auch noch was zu tun bekommen. Vielleicht findet er ja Gefallenn an Spiegel-Lorcas Charakter. Eine spannende Identitätssuche kündigt sich an, in etwa wie ‚Auf der Suche nach Mr. Spock‘, nur ohne Kirk und Pille und Spock (vielleicht).

      Und Burnham macht Gemeinsame Sache mit einer Kelpianer-Esserin ? Natürlich. Es gehört doch zu deren KULTUR. Wenn Trump Hunde essen würde, aber die Rettung der Menschheit wäre, würden auch alle mit ihm zuerst angewidert Hunde essen und dann mit ihm an ihrer Seite die Welt retten wollen. Das ist halt seine KULTUR, das muss man ihm lassen. Er hat es nicht anders gelernt. Und die Welt zu retten ist einfach WICHTIGER als Essgewohnheiten.

      Und bitte, die Karte ist einfach DA. Das weiß doch mittlerweile jeder, dass man eine solche simple Taktikkarte einfach aus der Hintergrundstrahlung extrahieren kann. Die schwirrt dort ein paar Lichtjahre weiter umher, dreht sich um die eigene Achse, tachiniert halt, die ist nur einzuholen und aufzusammeln. Macht unsereins jeden Tag mit Power Point. Warum sollte es das im 23. nicht geben ?

  6. knotzos sagt:

    Grüß euch, allerseits ! Lange hab ich zugeschaut, aber jetzt muss ich mal helfend eingreifen.

    Also, zuerst mal, bislang ist wohl niemandem aufgefallen, dass Lorca beim Endkampf seine Vertraute Landry hinterrücks abgeschwertet hat, als sie Burnham angegangen ist (nicht ohne vorher selbst einen ihrer Mitkämpfer zu annihilieren, nur um zu Burnham hinzugelangen, wenn ich mich recht entsinne). Das zeugt doch von echter Tiefe, verdammt nochmal. Lorca LIEBT Burnham, er möchte sie bei sich haben als seine (Alien?) Queen. Und dass sie ihn mit seinem eigenen Gefangenen-Trick reinlegt, das hat schon etwas Grandioses (meinten sie sicher dort beim Scriptschreibeautomaten).

    Außerdem sagte sie auch sowas wie ‚you can have my mind, nothing else‘, was heißt, dass ihr ein Spiegel-Techtelmechtel mit Lorca durchaus bewußt ist, sie es aber erstmal nicht wiederholen will (bis er tot ist, was er da aber noch nicht weiß).

    Dann muss auch gesagt werden, dass die Folterzylinder gar nicht so schlimm waren, sowas gibt es schon lange und heißt ‚Violet Wand‘, eine Art Reizstrom-Massagegerät. Die haben dort drin nur markiert, damit die anderen glauben, sie leiden, dabei haben sie sich wohl gefühlt. Landry muss da ja Monate drin gewesen sein, und anstatt dass ihr Gehirn zu Mus gekocht war, konnte sie gleich wieder in Lorcas Dienste treten. Schade übrigens um Rekha Sharma, die war schon so süß, als sie beim Sex mit Balthar in BSG weinte. Vielleicht gibt es ja noch ein drittes Universum, aus dem man sie holen kann, damit sie dann beim Sex mit Saru weint (warum wohl ?).

    Ja, und NATÜRLICH kommt Lorca wieder zurück. Nicht der echte, sondern der Spiegel Lorca. Und zwar in dieseem kleinen grünen Sporen-Glühwürmchen, dass in Tillys Sakko gelandet ist. Er wird sie dann später immer wieder mit seinen Machtgelüsten (sonstige Gelüste gibts ja nicht bei Discovery, thanks to TWD)nerven, und sie dazu verleiten, eine Beziehung mit Giorgiu einzugehen, aus der dann ein Kind hervorgehen wird, das das Spiegelversum in unserem neu erbauen soll. Das alles wird natürlich NICHT passieren, wenn Tilly endlich einmal ihre Uniform reinigt.

    Und in der Zwischenzeit wird Burnham ihr eigenes Kind zur Welt bringen – das von Tyvoq gezeugte. Sagte ich das schon, das Burnham schwanger ist ? Im 23. Jahundert kennt man Verhütung nicht. Mein Star Trek Gedächtnis bietet mir für dieses Thema keinen Anhaltspunkt.
    Das wäre also nur logisch. Dieses Kind, klingonischen Ursprungs und der rechtmäßige Klingonen-Herrscher, könnte der Schlüssel zum Frieden sein. Die Klingonen werden nämlich erstmals in ihrer Geschichte weinen müssen, wenn sie das Mischlingsbaby sehen.

    Logisch ist auch, da die Vergiftung des Mycelium-Netzwerks alles Leben in den Multiversen zerstören kann, dass Lorca eigentlich der RETTER alles Lebens ist, denn ohne seinen genialen Plan hätten Spiegel-Stamets und die Charon zusammen brav weiter das Netzwerk vergiftet und somit alles leben vernichtet, während die Discovery sich mit den Klingonen abgemüht hätte. Daher wird Burnham ihren heranreifenden Sohn Philippa Lorca nennen, im Angedenken an den Retter des Multiversums.

    Bis hierher ist doch alles klar und einfach strukturiert ! Ich verstehe gar nicht, was es da zu meckern gibt. Fehlende Logik ? Keine Folgerichtigkeit ? Weit gefehlt ! Sicher, die Emperatrice war am Ende, aber nach ihrem Hinterrücks-Mord an Lorca hätte sie leicht sagen können, so Burnham, jetzt bin ich wieder da, ihr könnt mich mal. Oder einfach auf die Discovery beamen, nicht ohne vorher Lorcas Gefolgschaft zu überreden, die Discovery zu entern, weil es da frische Ganglienspeise gibt. Und den Antrieb abschalten, denn das macht schon Sinn, das Universum nicht zu zerstören. Das hätte auch der Lorca gemacht. Einfach den Charon-Antrieb abschalten, und gut ist.

    Aber was macht die Imperatrice, sie WILL SICH OPFERN. Ganz einfach so. Ein erhabener Akt der Ehre. Dafür wird sie auch gerettet. Darüber ist sie auch, wie jeder rechte Samurai, böse.
    Das versteht auch jeder. Wer möchte gerettet werden, und noch dazu in so ein armseliges Universum hinein, wo es vielleicht noch einen guten, lieben Lorca gibt, der sich immer auf die Schüssel setzt, anstatt mit hartem Strahl zu markieren. Anders kann man ja kein Imperium gründen, geschweige denn halten.

    Sehr interessant ist auch, dass Spiegel-Giorgiu gegenüber der ersten Giorgiu einen ganz deutlichen Abfall an Mimik zeigt. Mir ist das schon in 1×12 aufgefallen. Das hat auch sicher einen ganz anderen Grund als den, dass sich Michelle Yeoh einer Botoxbehandlung unterzogen hat oder einfach ein Kilo Schminke trägt. Dahinter verbirgt sich eindeutig etwas.

    Ich finde Discovery trotz meines hohen Alters (TOS war in meiner Kindheit Fixpunkt für die ganze Familie, wir hatten einen der ersten Farbfernseher, die es hier zu kaufen gab) einfach inspirierend. Es sieht aus wie ein Iphone oder ein Ipad des 23. Jahrhunderts, es ist hübsch bunt, und zeitweise, bis zum nächsten update, völlig unvorhersehbar. So hätte in dieser Folge, die glücklicherweise auf Klingonennuschelei und Zahnputzidylle verzichtet hat, auch Saru Lust bekommen können, Lorca zu verspeisen, oder Tilly hätte ins Sporennetzwerk einsteigen können, um damit den Stamets furchtbar eifersüchtig zu machen.

    Was ich WIRKLICH vermisse, sind Transgender und Sexual Identity Fragen. Hier ist Discovery deutlich hinter Orville und jetzt auch Drss. Who zurück. Aber vielleicht war ja Stamets vorher eine Frau, und mochte deshalb anfangs Burnham nicht, weil sie ja auch vorher eine Frau war. Saru wiederum scheint mütterliche Gefühle für Burnham zu hegen, seine Rasse wechselt vielleicht alle paar jahre das Geschlecht.

    Man sieht also, wieviel Potential diese Serie noch hat, das jetzt schon angedeutet und vorgebaut wird. Das nennt man innere Verzahnung. Ich sehe bereits eine gloreiche vierte Staffel mit den Kindern von Burnham und Tilly und den Tribbles, die sich vor ihnen fürchten.

    Man muss die Serie auch ein kleines bisschen verstehen WOLLEN ;-)

    • MrAnderson sagt:

      Hat es dich jetzt also auch hierher verschlagen. Deine Aussage, dass du eine beim Sex weinende Frau niedlich findest, fand ich schon beim ersten mal, als ich es gelesen habe, bedenklich.

  7. Komanzer Spork sagt:

    Nein, nein, du verstehst das nicht. Discovery ist die kluegste serie aller zeiten.
    Das gluehwuermchen ist natuerlich q, der sich diesen ulk mit der all-mykose ausgedacht hat, um die menschheit zu foppen. Er hat sich die ganze zeit als dr. Homofuerst ausgegeben und mit stamets gefuehlen gespielt. Aber mary sue burnham weiss natuerlich schon die loesung. Die terraner haben natuerlich einen ganz anderen technischen ansatz. Die haben einen lamisilium antrieb, der den unifungi langsam ausloescht. Ganz schoen dumm mit einem antimykotikum zu tanken. Und wir haben ja auch die zeitreise mit harry mudd etabliert, klar das wir den noch wiedersehen. Dann reisen wir wieder zurueck und alle leben wieder und burnham kann lorca fest nehmen. Fest nehmen. Ha ha 2x alternativ koennte sich das gluewuermchen in dem pickel von tilly ansiedeln und dann platzt da der lorca raus oder der dr. Deswegen haben die diesen pieckel mit teuerster 3d motioncapturetechnik auf die stirn projiziert. Foreshadowing.

    Die serie ist einfach unschlagbar. Hier werden nicht einfach sinnlos szenen aneinander gereiht oder kontinuitaetsluckendurch zeitspruenge erzeut oderfiguren vollkommen out of character dargestellt. Geile serie. The wire kann einpacken.

    • knotzos sagt:

      Ja natürlich ist Discovery zumindest eine der klügsten Serien. Die klügsten sind doch TWD und GOT. Alles andere ist dumm, einfach nur dumm.

      An Q habe ich gar nicht gedacht. Aber es macht Sinn, natürlich ! Q ist das Kind, das im Leib von Burnham heranwächst. Er muss also erst noch geboren werden. Gezeugt wurde er schon, doch das konnten oder durften wir nicht sehen. Es wird aber in ausschweifenden Rückblenden angedeutet werden (Staffel zwei). Die Rasse der Q kann aber nur von einem Menschen und einem Klingonen gegründet werden. Schon der Kahle Less hat das vorausgesagt vor über tausend Jahren, als die Klingonen noch Minbari hießen und sich keine stinkenden, geifernden Hunde in ihren Raumschiffen hielten.

      Q wird also in den nächsten Discovery Folgen geboren. Später steigt er auf und wird zu dem Q Der Er Dann Ist, reist in der Zeit zurück und arrangiert die ersten dreizehn Discovery-Folgen als Scherz, womit er seine Erschaffung annihiliert und eine Singuläre ENTITÄT wird.
      Damit existiert Q in seiner eigenen Schleife und wird sein eigener Vater, nur so nebenbei.

      Aber das Wichtigste, er bringt dabei das verlorene Wissen vom DANKLORIX, diesem ungeheuer mächtigen Schimmelpilzentferner wieder in die Welt der Menschen. Er sagt es der Putzfrau von Burnham, einer gewissen Saru. Und die sagt es weiter, bis die Information auf DUNE angekommen ist, und es die Ehrwürgenden Mütter der Sandbrezen – (c) Franz und Herbert – endlich auch Stamets weitersagen können, der es so eigentlich als letzter erfährt und damit das bislang besinnungslose Mycelische Netzwerk endlich zur Besinnung bringen kann.

      Tillys Pickel spielt dabei selbstverständlich die Tragende Rolle des Eiterpustels, und sie drückt diesen groß aus, bis er in der Früh ihren Spiegel mit grünem mycelischen Eiter besudelt, weil sie ihre Uniform nie gewaschen hat, das weiß sie. Lorca kann sich jetzt endlich im Spiegel manifestieren und seine Rachepläne schmieden, doch es ist ein Holospiegel, alles was Holo ist, ist bekanntlich Licht, und da Lorca lichtempfindlich ist, löst er sich auf und ist einfach weg (Staffel drei).

    • Serienfan sagt:

      Q in der DIS-Zeitlinie?

      Das würde ja direkt erklären, weshalb Q im „Next Generation“-Pilotfilm angewidert die aus seiner Sicht verblödete die Menschheit richten wollte.

      Nein, würde zu viel Sinn ergeben, passt also nicht zu Discovery.

    • Kommanzer Spuck sagt:

      Ich glaube Tilly wird den Porenantrieb entwickeln und so die Föderation unabhängig vom Pilzgeflecht zu machen. Mit verstopften Poren kennt sie sich aus.

      Ja Poren, denn die Fungi-Welt ist ein Universenparasit, der sich in den Poren Gottes angesiedelt hat.
      Genau, und darin haben dann später die Borg ihr Transportsystem eingebaut.
      Natürlich war Lorca die ganze Zeit Satan, der nun in Tillys Körper seinen Aufstieg plant, um das ganze Multiversum in eine Marvelhölle zu verwandeln. Dazu muss jedoch eine universalkosmetische Hautbehandlung durchgeführt werden, indem 1 Trillizoionen Tonnen Clearasil ins Netzwerk gebeamt werden.

      Doch Burnham macht eine transwarpsexuelle Gedankenverschmelzung mit Gott. Dieser sagt ihr, dass er sie immer am liebsten von allen mochte und dass die ganze Schöpfung nur für sie da ist. Sie soll sogar seinen Platz einnehmen, weil er mal Urlaub braucht und sie wäre sicher ein besserer Gott als sie. Natürlich ist damit auch erklärt, warum das Universum schwarz ist. Gott ist ein Schwarzer und jetzt kommts. Er war eine Frau und da Burnham jetzt Gott ist, ist das Universum immer noch schwarz und eine Frau.

      Doch bevor Burnham Gottys,ihr eigentlicher Name, Job annimmt, stellt sie die übliche Vulkanierfrage: „Wozu braucht Gott Urlaub?“

      Aber das mit Q ist schon richtig. Star Trek Q Origins soll ja das nächste Spin Off werden.

    • Kommanzer Spuck sagt:

      Könnte es sein, dass die ganze Serie ein Hohlogramm ist? Ja, mit h.
      Riker und Troi haben damit das Problem mit ihrem Intimpilz lösen wollen.
      Und da die Föderarion ja schon mit dem Fungissimus Ärger hatte, lag diese Epoche ja nahe.

    • Edain sagt:

      Jetzt wollte ich einfach mal „Danke!“ für diese Konversation sagen – die hat mich um ein vielfaches besser unterhalten als irgendwas von Discovery!

  8. WKT sagt:

    Also ich bin schwer beeindruckt. Kompliment an die Produzenten. Nach letzter Woche habe ich es eigentlich für unmöglich gehalten, sich auf dem Niveau nochmal zu unterbieten, aber die Füchse von Discovery haben mich mal wieder eines besseren belehrt.

  9. Counselor der Einheit sagt:

    Wieder eine tolle Folge.
    Besonders gefallen haben mir der erhobene Öko-Zeigefinger Sarus („Was, die zerstören die Umwelt durch die Ausbeutung des Pilznetzwerkes für Energie-Erzeugung? Wie kann man nur so doof sein!“) und Michaelas „Die Hard“-Mentalität. Die Frau schafft es tatsächlich, allein gegen alle aus einem Thronraum voller bewaffnetem Personal zu fliehen. Da würde ich mich als Imperateuse besonders sicher fühlen, Daumen hoch!

    Lorca will mit seiner Truppe von durch-agonisierten Rebellen das Kreuzfahrtschiff der Imperatorin stürmen, obwohl es über zig Bataillone Soldaten verfügt (wir reden hier also von ein paar Tausend Kampfindividuen). Den Einwand seiner „Number One“ wischt er mit einem Satz weg („Ich wäre ja nicht hier, wenn ich nicht einen Plan hätte“ – „Ach, wenn das so ist!“) und so darf er schon bald mit seinem Mini-Gefolge auf die Imperatorin TschuTschu ballern.
    Die hat nämlich nichts besseres zutun, als selbst in den Kampf zu ziehen, anstatt das von Leuten erledigen zu lassen, die sich damit auskennen.

    Leider patzt Lorca am Ende doch erheblich und lässt sich von zwei Space-Muschis fertigmachen und dabei auch noch von hinten grillfertig aufspießen. Der abschließende Sturz in die Energiequelle wird von einem Schrei Marke „Tie-Fighter-Sound“ (ja wirklich, ich musste es direkt nochmal anhören) begleitet und in diesem Moment sind sowohl die interessanteste Figur dieser Serie als auch meine letzte Hoffnung für etwas Zuschauervergnügen vaporisiert worden.

    • Kommanzer Spuck sagt:

      Hab ich auch gedacht. TIE-Fighter. Übrigens haben sie ja dann auch die Szene mit dem Kern des Todesterns in KLEIN repliziert. Und die Untergeben der Imperatorin heißen alle Lord, so wie Darth.

      Und irgendwie scheinen im Disco Universum nur 100 Menschen zu leben. Deswegen war es für die Klingonen so leicht.

  10. Bergh60 sagt:

    Amen Brother !

    Das wird nix mehr !

    Gruß BergH

    P.S. Die (lahme) Ur-Groß-Mutter aller Gemetzel lass Ich gelten,
    aber Space-Muschies?
    Seid Ihr siche, dass Michael überhauptz eine Frau ist?

  11. G.G.Hoffmann sagt:

    Ich versehe auch nicht, weshalb sich die Fans von DSC über das vermeintlich dummdoofe Gelaber in früheren Trekserien lustig machen. Es ist hier doch nicht anders, nur in völlig bekloppt:

    „Aber wenn wir durch den Hauptantrieb des Imperatorenschiffs fliegen und den Sporenantrieb mit dem Warpantrieb verbinden (*zusammenknot*) könnten wir auf der Welle des Myzelnetzwerks reiten… O.K. – geben Sie mir 15 Sekunden, das kriege ich hin.“

    Ich wäre bereit, über alle Merkwürdigkeiten dieses Serienkonzepts hinwegzusehen, wenn wir zwischendurch einfach mal die ein oder andere Folge sähen, in der es nur um zwischenmenschliche Beziehungen und/oder wissenschaftliche Forschungen ginge, uns auch einmal in Ruhe das Schiff und seine Abteilungen vorgestellt würden. Aber wenn ich mich recht erinnere, wurde bislang in allen 13 Folgen gekämpft. Ich vernehme nur Geballer, Geschrei und Geprügel. Diese Folge mit Sarek, in der Burnhams familiärer Hintergrund erklärt wurde, fand ich noch vergleichsweise trekkig. Warum nicht mehr davon?

    • Counselor der Einheit sagt:

      „uns auch einmal in Ruhe das Schiff und seine Abteilungen vorgestellt würden.“

      Gerd, da sagste was!
      Bei dem Gedanken fiel mir ein, dass in den bisherigen Trek-Serien die jeweiligen Schiffe selbst Figuren mit Ecken, Kanten und manchmal Zickigkeiten darstellten. Das bleibt bei der Discovery alles im Hintergrund und vielleicht wirkt das Bordleben nicht nur wegen der sparsamen Beleuchtung, sondern auch wegen der fehlenden Charakterisierung des Schiffes so hohl.

      Aber warum sollte bei STD das namensgebende Schiffchen eine andere Behandlung erfahren als die Figuren, die darauf herumturnen. :D

  12. Labriel Gorca sagt:

    Herrlich Leute, vielen Dank. Wie gut das bei SJ letzte Woche jemand Zukunftia erwähnt hat. So bringt die Serie dann doch noch etwas Freude. Ich wollte dieses Elend eigentlich nicht weiter anschauen, aber nun weiß ich auch was Hatewatch in Vollendung ist.

  13. Tabularius sagt:

    Wow, hab ich mich geirrt.

    Schande ueber mich das ich der Serie noch ein Mindestmass an Kompetenz zugetraut hatte.

  14. Parteihase sagt:

    Diese Review klingt nach einer Empfehlung. Ich wäre fast wieder in die Serie eingestiegen, aber mit Lorcas ist die Serie nun jetzt vorbei, außer natürlich der Abspann, der noch über möglicherweise 2 Staffeln läuft.

  15. OneofTwo sagt:

    Mir fehlt in der Serie irgendwie ein Ionenelch. Ein riesiger Ionenelch. Das könnte die serie besser machen.

  16. Bergh60 sagt:

    tach auch !

    Was zum Geier ist ein Ionen-Elch ?
    Tante Google schweigt sich darüber aus.

    Gruss BergH

    P.S.
    Im Heimkinotreff finden alle bis auf mich, Discovery echt knorke.

    • G.G.Hoffmann sagt:

      Heimkinotreff? Findet der schon online statt oder in einer alten Videothek im Bahnhofsviertel?

    • prenz sagt:

      Du bist nicht so alleine, wie Du glaubst, BergH. Ich habe im HKT alles dazu gesagt, was ich zu sagen hatte (auch wenn ich das gerade eben nochmal verdeutlicht habe).

  17. Kommanzer_Spuck sagt:

    Den Ionen-Elch braucht man zum navigieren des Porenantriebs.

  18. bergh60 sagt:

    tach auch nochmal !

    @GGH
    Das ist das Nachfolgeforum vom DVDBoard.

    Porenatrieb ? Muahahahahahahahahaha

    Gruß BergH

  19. Kommanzer_Spuck sagt:

    Und der kann nur von Tilly gesteuert werden, weil sie die einzige ist, die sich mit Poren auskennt. Sie muss sich mit dem Ionen-Elch sexuell verbinden, um ihre Wurze auf der Stirn platzen zu lassen. Dadurch erreicht die Discovery Warp 2000.

  20. Rabiator sagt:

    Habt’s ein Nachsehen!

    Es ist halt Star Trek aus einer Parallelwelt. Drehbuchschreiber, Regisseure, Kameramänner und -den, Schauspielerx – vermutlich alles exzeptionelle Terraner. Diese wären dann vor ca. vier Jahren durch einen Dimensionsriss auf die Erde geträufelt. Seitdem haben sie alle bisherigen Trek-Serien durchgeschaut und als Weichkäse erkannt. Da sie diesen ganzen Mist mit erster Direktive, geldloser und bedürfnisorientierter Gesellschaft sowie Alienverständigung nicht ertragen konnten und uns arme Hanseln auch deswegen bemitleideten, weil wir viel zuwenig militante SciFi im Fernsehen zu laufen haben, beschlossen sie, uns mit waschechter, superiör-terranischer Unterhaltung zu beglücken. Ein großes Dankeschön dafür, ihr habt euch echt bemüht!

    Eine Bitte zum Schluss, an das (ab)geneigte Publikum: Habt doch bitte Respekt vor anderen Kulturkreisen und deren Ansichten über gute Unterhaltung! Soo viele Gammeltomatenkritiker können nicht irren!

  21. Michael Burnhamm-Brücher sagt:

    Prognose: Die reisen nicht nur zurück und gewinnen den Krieg. Die reisen in der Zeit zurück und verhindern, dass es überhaupt zum Klingonenkrieg kommt. Michael wird re-installiert, Lorca hat man dann auch zurück und eine ganze Staffel wird im Rückblick egalisiert. Ist die bescheuertste Lösung, die mir einfällt, hat also gute Chancen umgesetzt zu werden.

  22. Jürgen Plewka sagt:

    Liebe Leute,

    herzlichen Dank für all diese verrückt bescheuerten Kommentare zu einer abgrundtief schlechten Serie.
    Insbesondere an Kommanzer Spuck für seinen letzten Kommentar, der zu einem Lachanfall meinerseits am frühen Morgen führte.

    Freundschaft und langes Leben!

  23. Raketenwurm sagt:

    Oha, den Kommentaren hier nach zu urteilen, haben scheinbar inzwischen alle angefangen, sich Discovery schön zu saufen und (weil das nicht geklappt hat, sich schön) zu kiffen. Und weil das auch nicht geklappt hat…
    Ich bin auf jeden Fall betroffen; was hat Discovery nur aus dem Trekkie-Fandom gemacht ?! Das waren doch alles mal gesittete, bodenständige Menschen, die über Moral und der Definition von Leben philosophiert haben, über die mögliche Umsetzung von Star Trek Technologien, und über die Bösartigkeit von Sat.1, anstatt eine neue Folge Raumschiff Voyager lieber die Beerdigung von Lady Diana zu senden.
    Und heute ? Moral – ist in Discovery nicht vorhanden, als das man darüber reden könnte. Wo Leben anfängt ? Sicherlich nicht bei den gekünstelten Charakteren, oder den Aliens, die bisher 3 Sätze sagen durften. Und Pilzantrieb samt Bärtierchen sind nun mal nicht Science-Fiction, sondern reine Fantasy. „Wird es den Sporenantrieb jemals wirklich geben, Herr Lesch ?“ – „Kurze Antwort: Nein, Lange Antwort: Nein, aber frag mich auch nie wieder danach, Du Pferd !“. Und solange Sat.1 nicht Discovery sendet und dann aus dem Programm nimmt, weil die Queen gestorben ist, bleibt wohl in Sachen Kommunikation nur noch das gemeinsame Formulieren von Fanfiction auf Discovery-Niveau, in der es um zeitreisende Hautunreinheiten geht. – das Fandom so zu degenerieren, das hat seinerzeit noch nicht mal Enterprise geschafft.

    • Serienfan sagt:

      Meinst Du die Kommentare hier? Dann lies mal Kommentare auf Serienjunkies, Cinefacts oder irgendwelchen Star-Trek-Seiten. Da zieht es Dir die Schuhe aus!

    • Klapowski sagt:

      Haha! Der Harald-Lesch-Kommentar hat mich sehr erheitert. Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen und deutlich machen, dass die „irgendwie erfundenen“ Technologien 2017 und 1987 doch seeehr unterschiedlich „erfunden“ wurden. Wo man damals für die Physik-Interessierten ab und an noch den „Heisenbergh-Kompensator“ angebracht hat, der das Beamen besser (nicht) erklärte, so fehlen jetzt solche Schmankerl. Wobei ich sogar denke, dass man tatsächlich das Myzel-Gewäsch noch reparieren könnte.

      Bisherige Erklärung: „Die sind überall, verbinden alles! Das Leben im Multiversum hängt von ihnen ab! Wenn die Sporen verschwinden, stirbt alles! WAAAH!“

      Doch mit ein bisschen Kluggescheißerei und ein paar Sekunden mehr Zeit macht das alles schon einen viel edleren Eindruck:

      „Wir nennen es lediglich das ‚Pilznetzwerk‘, weil es dem Prinzip von Myzelfäden verblüffend ähnelt. In Wirklichkeit sind die Fäden jedoch Raumstrings, die sich aus bisher ungeklärten Gründen in einer Art übergeordneten Dimension miteinander verwirbeln, bündeln und an ihren Enden neue Raumstrings aus anderen Universen andocken lassen.“

      „Wie magnetisierte Eisenspäne, die immer neue Eisenspäne anziehen?“

      „Exakt, Captain! Ein schönes Bild! Besonders spannend ist jedoch, dass sich manchmal kleine Hyperraum-Fragmente dieser unbekannten Materie lösen und als kleine Partikel in z.B. unserem Universum auftauchen können. Das geschieht zum Beispiel in der Nähe unseres Reaktors. Diese ‚Sporen‘ – verzeihen Sie die Pilzvergleiche – könnten dann theoretisch neue Netzwerke in völlig neuen Bereichen des Hyperraums erschaffen. Als wären sie wirklich Samenkapseln im Wind.“

      Im Ernst: SO erklärt hätte ich nicht das Geringste an dem Konzept auszusetzen!

    • G.G.Hoffmann sagt:

      @Klapowski

      Ja, Jaaa, JAAAA! Mehr davon. Jetzt werde ich wieder ganz erregt! DAS ist mein Star Trek. So muss das klingen. Gleicher Inhalt, schönere Verpackung.

    • Mario D. sagt:

      @Klapowski: Ehrlich gesagt hatte ich das Pliznetzwerk am Anfang auch so ähnlich verstanden, denn der Bezug zu Strings liegt einfach nahe, aber scheinbar ist es ja nicht als Metapher gemeint… sondern halt als… tatsächliches biologisches, sichtbares, als Nahrung dienendes Pilznetzwerk.

      Mich stört weder das Design der Klingonen, noch der Uniformen, oder das Vorhandensein eigentlich noch nicht vorhandener Technologien. Mich stört auch der düstere Ton nicht, denn im Krieg ist es nicht fröhlich und diplomatisch.

      Hauptproblem ist, dass STDs Geschichten einfach zu schnell und übers Bein gebrochen wirken. Jeder Handlungsbogen (d.h. Klingonen, Pilze, persönliche Krisen) hat Potenzial, man hätte z.B. die klingonische Kultur und Geschichte detailliert beleuchten können (Musterbeispiel dafür ist für mich John Fords Roman „Der letzte Schachzug“ … Klin Zha, anyone?), und wie die Werte der Föderation erst schmerzhaft erwachsen, oder man hätte eine spannende physikalische Entdeckungsreise (Discovery, haha) erzählen können, die auch aktuelle physikalische Diskussionen aufgreift, aber das hätte man jeweils in einer eigenen Staffel unterbringen müssen, um es vernünftig auszuarbeiten (und den Mirror-Universum-Besuch auf eine Folge beschränken und eher humoristisch im Sinne DS9s gestalten).

      Aber die Serie hat im Vorspann mehr Produzenten als Darsteller, von daher… zurzeit sind die Abramsfilme das bessere Star Trek.

      Generell sehr unterhaltsame Reviews hier, das aktuelle ist das bisherige Highlight. Danke dafür.

    • Serienfan sagt:

      @Raketenwurm: Du hast den Nagel zu 100 Prozent auf den Kopf getroffen.

      @Klapowski: Du hast diesen Nagel dann mit einem weiten Schwung auf einen Schlag zielsicher und gerade ins Holz gehauen.

      Blöd, dass ihr beide mir nichts zum Hinzufügen gelassen habt! :-)

    • Klapowski sagt:

      Danke für die Pil… Blumen.

      Für mich sind (trotz meiner gegenteiligen Kommentare, die ich zur Aufrechterhaltung meines Mecker-Nimbus benötige) alle Discovery-Grundideen gar nicht so verkehrt. Nur hat man es leider versäumt, diese an technisch/wissenschaftlich interessierte Autoren weiterzureichen.

      Bis auf wenige Ausnahmen sind die Autoren ja eher aus der Sitcom-, Fantasy- und „Keine-Ahnung-was-das-sein-soll“-Ecke. Ich glaube sogar, dass die wirklich denken, alle Ideen toll umgesetzt zu haben. Dabei vergessen sie aber, dass Zuschauer heute durchaus mehr über Dialoge nachgrübeln wollen als noch in den 80er und 90ern.

      Und da der Text oben tatsächlich viel Spaß gemacht hat…
      Auch die Klingonen könnten mal einen Dialog gebrauchen, à la:

      „Ihr versteht es nicht, meine Anhänger, oder? Es geht nicht nur um den Kampf. Es geht nicht nur um die Ehre. Es geht nicht nur um das Töten.“

      „Nicht?! Worum denn dann? Das klingt wie … Blasphemie!“

      „Schweig still, B‘Lutk‘Opp! Warum glaubt ihr, dass Kriege immer unser Ziel waren? Warum wir das Konzept der Stärke heute als das Allerwichtigste erachten? – Doch nur, weil wir Jahrhunderte lang stets siegreich waren!“

      „Ich verstehe nicht…“

      „Wir hatten stets den LUXUS, zu behaupten, dass Ehre und Siege unser einziger Antrieb sind! Denn wenn einfache Konzepte genügen, um Erfolg zu ernten, benötigt ein Volk keine neuen Konzepte. Doch das Festhalten am Alten macht uns schwach und verwundbar, meine Freunde! Die Föderation hat uns technisch längst eingeholt und würde uns ohne diesen Krieg innerhalb weniger Jahre uneinholbar davonlaufen. Wir besitzen nicht mal ein Zehntel ihrer Wissenschaftler und nur ein Drittel ihrer Techniker! Was wir brauchen, sind Niederlagen! Nur sie werden uns stark machen! Nur sie werden den Hohen Rat umdenken lassen! Das ganze Volk! Ja, wir müssen beinahe so viel bluten, wie wir sie bluten lassen.“

      „Also kämpfen wir bis in den Tod! Wie gehabt!“

      „Ja! Aber nicht für die Ehre oder die Religion. Wir kämpfen auch, um besiegt zu werden. Wir kämpfen, um als Gesellschaft zu lernen. Wir kämpfen für … das da (*auf Kopf zeig*), nicht nur für … das da (*auf Klinge zeig*). Für die kommenden Jahrhunderte! Zum Wohle aller Klingonen, die noch kommen werden!“

      „Ja… Ich verstehe Sie jetzt. Sie sind nicht nur ein Kämpfer, Sie sind auch … weise.“

      Ist hier irgendein Englisch-Muttersprachler mit Verbindungen zum Autoren-Team?

    • Serienfan sagt:

      Hier liegt leider gewaltig der Hase im Pfeffer. „Star Trek“ hat in seinen Glanzzeiten versucht, den Gegner und dessen Motive zu verstehen.

      Das neue „Star Trek“ will das gar nicht. Denn die Klingonen sind „Trump-Anhänger“.

      Das links-intelektuelle Hollywood hat sich entschlossen, „Trump-Anhänger“ verständnislos zu stigmatisieren. Es sind Sexisten, Rassisten, White Trash, im Idealfall nur die „Angehängten“, auf die man in einer Mischung aus gönnerhaftem Mitleid und Verachtung herabsehen kann. Wenn eine Susan Sarandon in einer Talkshow sagt, man müsse doch eher fragen, weshalb so viele glaubten, Trump sei die Lösung, wird sie angefeindet.

      Aus so einer Grundhaltung heraus kann kein gutes „Star Trek“ entstehen. So entstehen nur flache Bösewichter. Hier wird kein Königsweg für neue Sichtweisen gebaut bei jenen, die man vielleicht zum Umdenken bewegen möchte. Denn mit solchen Leuten will man ohnehin nichts zu tun haben. Jene, die sich politisch auf der richtigen Seite sehen, erfreuen sich an platten Feindbildern, um sich selbst für ihre richtige Haltung auf die Schulter zu klopfen.

      Also braucht die Serie unbelehrbare Klingonen und danach unbelehrbare Spiegel-Universums-Bewohner. Und die meisten vergessen dabei völlig, dass in der Classic-Serie weder die Klingonen noch alle Bewohner des Spiegeluniversums unbelehrbar waren.

    • Klapowski sagt:

      „Denn die Klingonen sind „Trump-Anhänger“.“

      Dazu habe ich hier noch nie was geschrieben, oder?

      Das liegt vermutlich daran, dass mir diese Demokraten/Trump-Sache (obgleich ich das sehr „gerne“ und intensiv verfolge) für zu „anders“ halte, um es im Kontext von Star Trek zu besprechen. Selbst dann, wenn es die Macher beabsichtigt haben.

      Und das heißt schon was, konnte ich mich früher doch auch für Theorie und Praxis vulkanischer Fortpflanzung und für die Episoden rund um 9/11 (in ENT) begeistern.

      Aber Trump und T’Kuvma? Da bin ich raus… Das wäre so, als würde ich über islamischen Fundamentalismus schreiben wollen, am Ende aber bei Space-Clowns landen.

    • Serienfan sagt:

      Die Macher haben ja selbst zugegeben, die Klingonen seien mit ihrer Angst vor allem Fremden eine Version der Trump-Anhänger in Star Trek. Und in nicht wenigen Kritiken wurde das ja extra betont und gelobt.

      Nun kann man die Meinung vertreten, dass man Trump-Anhänger ohnehin nur platt und einseitig darstellen darf und kann. Ganz abgesehen davon, dass ich diese Ansicht nicht teile, kann man damit eben kein gutes „Star Trek“ zustandebringen.

      Trump-Anhänger in „Star Trek“? Warum nicht? Wir hatten in „Star Trek“ auch schon religiöse Fundamentalisten, Rassisten, Sexisten … Es gäbe viele aktuelle Missstände, die man in „Star Trek“ aufgreifen könnte.

      Aber man hat sich ja offenbar entschieden, es Seth MacFarlane zu überlassen, gutes „Star Trek“ zu inszenieren …

    • Klapowski sagt:

      Nicht falsch verstehen: Ich fände eine clevere Behandlung des Themas total genial. Auch von Star Trek.

      Aber sobald ich anfange, dass bei Discovery nicht mehr geflissentlich zu ignorieren, käme ich aus der Sache nicht wieder raus. Ungefähr aus dem selben Grund sagt man seinem besoffenen Nazi-Onkel ja auch immer, dass man „sich nicht so für Politik interessiert.“

      („Öh, das SPD-Parteibuch in meiner Tasche? Äh, daaaas ist gar niiichts.“)

    • Michael Burnhamm-Brücher sagt:

      Ich hatte in der letzten Folge eher Lorca als Trump-Ersatz gesehen. Da fiel sogar der Satz „Make the Empire Glorious Again!“ Subtil wie ein Photonentorpedo in die Kauleiste.

    • Serienfan sagt:

      Also, wenn die Macher damit Anti-Trump-Politik machen wollten, dann ging der Schuss wohl nach hinten los. Lorca war ja wohl eine der beliebtesten Figuren.

  24. Bergh60 sagt:

    tach auch !

    [quote]
    Prognose: Die reisen nicht nur zurück und gewinnen den Krieg. Die reisen in der Zeit zurück und verhindern, dass es überhaupt zum Klingonenkrieg kommt. Michael wird re-installiert, Lorca hat man dann auch zurück und eine ganze Staffel wird im Rückblick egalisiert. Ist die bescheuertste Lösung, die mir einfällt, hat also gute Chancen umgesetzt zu werden.[/quote]

    Wie schon erwähnt : Bobby Ewing tritt aus der Dusche und Pam hatte alles nur geträumt.
    [Würg](tm)

    Das Fandom ist nich degeneriert; Das Fandom ist erwachsen geworden und zu erwachseneren Serien abgewandert.
    Z.B. The Orville, oder Pastewka

    Gruss BergH

    • Counselor der Einheit sagt:

      Ich frag mich eh, seit wann sind bei Pilztravel Tours eigentlich Zeitreisen im Programm?
      Da hätte man ja schon längst terminatormäßig den Eintritt Michaelas in die Sternenflotte unterbinden und sich damit den ganzen Klingonenkrieg sparen können.

  25. Jürgen Plewka sagt:

    @Serienfan: Wenn die Klingonen in kritischer Absicht und undifferenziert Trump Anhänger darstellen sollten, dann müssten nach Deiner Argumentation die Discovery Macher ja Linksintellektuelle sein.

    Bei aller Kritik am derzeitigen Zustand der Linksintellektuellen (in den USA). So hirnrissig doof angesichts des Niveaus der Serie sind die nun doch nicht.

    • Serienfan sagt:

      Häh?

      Man muss ja nun wirklich kein „Linksintellektueller“ sein, um Trump zu kritisieren. Trump wird ja nun wirklich von ALLEN Seiten kritisiert, bis hin zum Bush- und Clinton-Clan, die sich im stetigen Wechsel die Machtbälle haben zuwerfen wollten.

      Und wie gesagt: Das ist nicht meine These, das ist die hirnverbrannt-verblödete Aussage der Discovery-Macher selbst. CBS ist ein ganz klarer Anti-Trump-Netstream-Service. Die Serie „The Good Fight“, die einzige andere Serie, die neben „Discovery“ exklusiv auf dem CBS-Streamings-Dienst läuft, ist ein Spin-Off von „The Good Wife“. „The Good Wife“ war eine einzige Wahlwerbung für die Clintons. Die Macher von „The Good Wife“ sind enge Freunde der Clintons. In „The Good Fight“ kommt keine Folge ohne Trump-Bashing aus, in Staffel 2 soll es sogar um ein fiktives Amtsenthebungsverfahren gegen Trump gehen.

      CBS hat Trump den Krieg erklärt. Und die „Discovery“-Macher hauen in diese Kerbe. Und sie stellen sich damit genauso plump und blöd an wie die Clintons im Wahlkampf.

    • Big D sagt:

      Und wer wird die Föderation wieder großartig machen? Mit Einreisesperren gegen die Kardassianer und dem Bau von Kraftfeldern an der Grenze zu den Gorn und die Gorn werden dafür zahlen. Ich! Denn Michael Burnham gehört in den Knast. Korrupte Burnham! Der Pilzantrieb ist nicht echt, nur eine erfundene Lüge der Romulaner! Burnham hat Geld von den Klingonen genommen, und die Binär Stern Krise hat sie auch verursacht. Korrupte, korrupte Burnham. Sie hat auch mit den Vulkanierkindern herum gemacht. Auf dem Planeten Ping Pong. Gedanken Kochen hat sie es genannt! Und sie mich abgehört mit Hilfe der Sektion 31. Die sagen jetzt ich habe die Wahlen in der Föderation nur gewonnen weil die Klingonen die Wahl gehäckt haben, mit ihren Cyber Batleths. Sich versucht mich auch mit Hilfe von Sonderermittler Admiral Layton wieder aus dem Amt zu entheben. Jetzt will auch noch Guinen gegen mich kanidieren. Aber die schaffen mich nicht. Ich bin ein stabiles Genie.

  26. Jürgen Plewka sagt:

    @Serienfan: Du schriebst im Zusammenhang mit der Darstellung der Klingonen in Discovery „Das links-intellektuelle Hollywood hat sich entschlossen, „Trump-Anhänger“ verständnislos zu stigmatisieren.“
    Das impliziert, dass Du die Macher von Discovery zum Linksintellektuellen Hollywood zählst – was immer das auch genau sei.
    Die Macher von Discovery – auch wenn sie anderes behaupten sollten – kann man aber angesichts des Schrotts, den sie produzieren, weder als Intellektuelle noch als Linke bezeichnen.

    • Serienfan sagt:

      Du hast recht. Ich hätte „das sich für linksintellektuell haltende“ Hollywood sagen müssen, denn wenn man sich die Filme Hollywoods ansieht, sind sie meist pathetisch, oberflächlich, patriotisch, kriegsverherrlichend. Leider passt das neue „Star Trek“ dazu. Man hat inhaltlich weder eine klare Aussage noch eine Vision, wie ein bessere Welt aussehen könnte. Stattdessen gibt es selbstverliebte moralische Zeigefinger, was angebliche Gender- und Rassen-Politik angeht. Insofern passt „Discovery“ hier perfekt. Und daher ist es auch so unglaublich miserabel.

  27. Michael Burnhamm-Brücher sagt:

    Staffel 2 wird insgesamt lustiger. Die Imperatrix wird Küchenchefin auf der Discovery und wird Folge für Folge versuchen, Saru zu fangen und zu verspeisen (z.B. mit einem großen Pappkarton, der auf einem Stock aufgestellt ist und einem Schild mit der Aufschrift „Safe Space“, das unter den Karton zeigt).

    Paulchen Einfalls-Pilzpinsel und sein als grüne Haferflocke zurückgekehrter Doktorenehemann putzen sich ausführlich die Zähne und hören dabei Arien.

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