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„The Prisoner“ / „Nummer 6“ – Mit Kafka im Kaff

Wir schreiben das Jahr 1967 nach Christus. Ganz Großbritannien wurde bereits von „Doctor Who“ besetzt. GANZ Großbritannien? – Nein, ein von Verrückten bewohntes Dorf an der Küste hört 17 Folgen lang nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht für alle, die dieser TV-Serie dabei zuschauen! Vor allem in den Lagern Logicium, Verstehium, Nachvollziehium und Mainstreamium liegen die Nerven bloß… Was will ihnen „The Prisoner“ bloß sagen?!

Wenn Franz Kafka und George Orwell den Auftrag hätten, eine neue LOST-Folge zu schreiben, während im Fernsehen nebenbei ein „James Bond“-Film läuft, dann käme wohl so etwas wie „The Prisoner“ dabei heraus: Eine Show, die so schräg ist, dass man sich unwillkürlich in Schieflage auf sein Sofa setzt… Ein britisches Spiegelbild der 60er Jahre, politisch, skurril, sperrig, schwer zu verstehen. Ein Agenten-Mystery-Thriller für Germanistikstudenten mit Science-Fiction-Affinität. Praktisch die Offenbarung für 0,00001% der Menschheit. Und trotzdem Kult in Great Britain, wenn auch nicht ganz auf dem Level von „Doctor Who“ und Damenbinden mit Flügelchen.

Während manche Geschichten der Serie einfach nur seltsam wirken, könnten einige der Drehbücher auch Livemitschnitte eines Alptraumes sein. – „Surreal“ ist vielleicht nicht das passendste Wort dafür, aber das erste, das mir dazu einfällt.

Drei Minuten Vorspann! Da können sich heutige Mystery-Serien wie LOST direkt noch… öh… 2:57 Minuten abschneiden…

Zur Story. Ein Geheimagent legt aus unbekannten Gründen seine Arbeit nieder. Zuhause angekommen wird er durch ein Gas betäubt und erwacht danach in einem winzigen Dorf, das nur „The Village“ genannt wird. Dieses wird bewohnt von seltsam bunt gekleideten Menschen (mag aber auch sein, dass das einfach den normalen Look der 60er darstellen soll, hüstel), die allesamt einen an der Waffel zu haben scheinen: Einige wohnen gleich komplett in einer Irrenanstalt, während andere ein normales Dorfleben vorspielen, obwohl ständig seltsame Dinge geschehen. Die Grenzen zwischen Bewachten, Bewachern und den Führungspersonen ist dabei so fließend, dass man Kopfweh bekommen könnte, wenn man diese nicht schon nach der 3 Minuten langen (und grausam musizierten!) Eröffnungssequenz hätte. Gelobt sei hier die Vorspultaste!

Die Autorität im Dorf wird von „Nummer 2“ (es gibt für alle Bewohner nur Nummern, keine Namen) verkörpert. Diese Nummer 2 wird in fast jeder Folge mal eben durch einen Nachfolger ersetzt. Dieser sitzt meist in einem Kuppelgebäude und grübelt darüber, wie man den Widerstand des unbekannten Agenten ohne körperliche Gewalt brechen könnte. Dieser pocht übrigens im Vorspann stets darauf, „keine Nummer, sondern ein freier Mensch“ zu sein. Trotzdem erfahren wir die ganze Serie über nur seinen Kunstnamen „Nummer 6“. – Tja, an dieser Stelle möchte ich sicherheitshalber schon mal alle verabschieden, die ihr Hirn nicht in einem Suppenteller nach Hause tragen möchten…

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„Schornsteinfeger? Haben sie dem Hohlen Gericht noch irgendetwas Wichtiges zu sag… singen?“ – „Nooo-hooiin. Denn ein dreiköpfiger Hund hat meine Seite des Drehbuchs gefreee-hessen!“ – „Gut. Ich rufe diesen Hund in den Zeugenstand!“ – Alles schwer verquer: Nicht jede Episode versteht man beim ersten Anschauen. Und beim zweiten und dritten Sehen kann es sein, dass man bereits durch die Mattscheibe hindurch sieht. Faszinierend ist das ganze aber trotzdem. Und das nicht nur, weil der Synchronsprecher von Spock drin vorkommt…

Sind wir Restinteressierten jetzt unter uns? Okay, weiter im Textverarbeitungsprogramm: Das einzige, was seine Peiniger wissen wollen, ist: Warum hat Nummer 6 seine Kündigung eingereicht? Mehr nicht. Aus dieser einfachen Frage ergeben sich allerlei Psychospielchen, die mit jeder Folge irrer und wirrer werden. Eine gewisse Sinnlosigkeit gehört dabei zum Konzept der Serie (so was hätte ich mal bei einer Gedichtinterpretation im Deutschunterricht schreiben sollen), was auch der Grund war, dass viele Briten die Serie nicht verstanden haben. Und, ich muss zugeben: Ich stehe auch in dieser Reihe. Stellplatz 239.102. Ich bin der Typ mit den 10 Fragezeichen über’n Kopp und unter den Achseln…

Schon hier fragt man sich teilweise schon, was die Autoren eigentlich geraucht haben. Und wie sie nach einigen Minuten mit ihrer eigenen Schöpfung noch die richtige Körperöffnung für die Aufnahme des Wirkstoffes gefunden haben! – Vielleicht haben sie aber auch einfach den Kopf zu lange in „Rover“ gehalten. Das ist ein großer weißer Luftballon(!), der immer dann durch die Straßen wabbelt, wenn sich ein Bewohner nicht an die Regeln hält oder gar das Dorf verlassen will. Drückt sich dieses ferngesteuerte… Ding gegen eine Person, wird diese bewusstlos oder Schlimmeres. Meine Ferndiagnose: Totgelacht.

(Eigentlich war als Drone erst eine Art verkleidetes Kett-Car vorgesehen, das wie eine fahrende Torte wirkte. Die Produzenten entschieden sich dann wegen technischen Problemen für den weißen Aufblas-Schwabbel…)

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„Tag, Mister Rover! Möchten sie einen Kaffee? Zucker dazu? Einen Mund zum Trinken aufmalen, wie immer?“ – „Danke, aber ich versuche, mit dem Platzen aufzuhören.“ – Und die Aliens von Roswell waren DOCH nur ein Wetterballon: Der stumme Butler und Rover sind hier im Raum von Nummer 2. Das Schlimme ist: Ab einigen Episoden findet man Szenen wie diese eigentlich schon erschreckend normal…

In jeder Episode wird Nummer 6 in einen anderen Alptraum geworfen, in ein kafkaeskes Panoptikum der Verwirrung. (So einen Nebensatz wollte ich schon immer mal schreiben) Die Möglichkeiten der Führungsriege, die stark an „Big Brother“ aus George Orwells „1984“ erinnert, sind dabei fast unbegrenzt. Am Ende einer Geschichte lässt sich Nummer 6 zwar dann doch nicht verwirren und siegt über Nummer 2, kann jedoch trotzdem niemals fliehen. Die Dialoge zwischen 2 und 6 erinnern dabei an die James-Bond-Klassiker: Gesittet und kultiviert wird über den „weiteren Verbleib“ in der „Gemeinschaft“ gesprochen und zwischendurch auch schon mal ein Tee gereicht: „Nehmen sie Zucker, Nummer 6? Ich könnte in ihre Akte schauen, aber wenn sie mir diese Zeit vielleicht ersparen wollen…?“ – So etwas liebe ich ja abgöttisch! Wieso soll man sich auch ständig anschreien oder gar prügeln? Man kann jemanden schließlich abgrundtief hassen und sich trotzdem darauf einigen, wie hart das perfekte Frühstücksei zu sein hat!

Apropos harte Eier: Der Hauptdarsteller Patrick McGoohan, der ehemalige Protagonist aus der Serie „Danger Man“, spielt hier sehr glaubwürdig einen herumlaufenden Granitblock mit männlicher Sean-Connery-Gedächtnisgrimasse! Kein Wunder, dass dieser tatsächlich mal die Rolle als neuer „James Bond“ angeboten bekam, welche er jedoch ablehnte… Was vielleicht auch gut war, denn der eigenwillige McGoohan hasste Schusswaffen (ja, auch in seinen Rollen!) und hätte nach einem filmischen Schreckschusseinsatz vermutlich die ganze Nacht in sein Kissen geweint.

Dafür war er bei „The Prisoner“ aber immerhin Produzent, Erfinder, Chefautor und Shatner der Serie, denn seine launenhaften Egotrips haben die dortige Stimmung so ziemlich versaut. Regisseure wurden nach ein paar gedrehten Szenen schon mal ausgetauscht und ganze Szenen an McGoohans Moralkodex angepasst. Der Mann hasste nämlich jegliche Intimitäten mit weiblichen Schauspielern (also doch eher ein Anti-Shatner?) und tanzte beispielsweise in der Folge 8 bei einem Maskenball nur NEBEN der Dame her statt mit ihr. Aber so etwas Seltsames fällt in dieser Show eigentlich gar nicht groß auf, wird er in der selben Episode doch vor Gericht gestellt, bestehend aus Leuten in Kostümen (unter anderem Napoleon und Elizabeth die II.)…

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„Das verstehe ich nicht! Wieso sind wir plötzlich im Wilden Westen?“ – „Nun übertreiben sie mal nicht, Ma’m! Sooo wild finde ich diesen Saloon dann auch nicht.“ – Total Wunder-Bar: In Episode 14 spielt das Drehbuch plötzlich Cowboy und Indianer mit unseren Hirnzellen. Aber das ist nun mal typisch für diese Serie: Sie hat so gar nichts Typisches an sich…

Folge 4 ist wohl die politischste Geschichte von allen: Hier finden Wahlen im Dorf statt. Nummer 6 lässt sich widerwillig als Gegenkandidat zu Nummer 2 aufstellen und hat schon vor seiner ersten Ansprache eine hirnlose Gefolgschaft an Plakatschwenkern hinter sich… Er entdeckt, dass der Stadtrat nur aus Zombies besteht und kann am Ende, obwohl er gewählt wird, doch nichts bewegen. – Hier ist der Zeitpunkt gekommen, den Zeigefinger an den Mund zu heben und zu spekulieren, ob dies nicht die Folge ist, die am meisten über die Intention der Serie aussagt: „Bleibt Individuen, am besten alle einzeln!“

Lasst euch nicht von verqueren Institutionen, auch wenn sie im regenbogenfarbenen Gewand der Demokratie daherkommen, indoktrisieren. Denkt nach, lasst euch nicht unterkriegen! Hütet euch vor Leuten, die euer Gesicht auf Schildern durch die Straßen tragen, wenn sie in der anderen Hand Schirme in grauseligen Farben halten! Seid wie Nummer 6 und beißt schon mal wutschnaubend ein Loch in die Wahlkabine, wenn es eurem Anliegen hilft!

Apropos Individuum: In Folge 5 taucht dann mal eben ein Doppelgänger von Nummer 6 auf. Obwohl eigentlich alle wissen (oder zumindest ahnen), dass dieser nicht echt ist, versucht er den Agenten davon zu überzeugen, dass eigentlich ER die wirkliche Nummer 6 ist. Kirk-mäßig gibt es dann allerdings bald was aufs Maul für den Nachäffer from outer Gesichtschirurgie. – Die Prügelszenen sind in der Serie übrigens etwas ganz besonderes, werden diese doch fast ohne Soundeffekte und ohne Musik serviert. So was irritiert dann nach 30 Jahren Bud-Spencer’scher TV-Erfahrung natürlich sehr, wenn gebrochene Kiefer plötzlich nicht mehr nach einem lustigen Fisch klingen, den man an die Wand geworfen hat…

Apropos Kirk: In Episode 6 geht es um einen Computer, der den Dorfbewohnern innerhalb von Sekunden ein enormes Wissen eingeben kann („Schnelllernen“ nennt sich das). Da dies von Nummer 6 als eher pervertierter Wissenserwerb angesehen wird, stellt er dem Gerät am Ende eine Frage, die es nicht beantworten kann und daraufhin qualmend in die Binsen geht. – Tja, Ende der 60er war der Windows-PC eben noch eine Dampflock mit dem geistigen Bremsweg des zweifachen Erdumfangs!

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„Huhu, Papilein! Darf ich zum Spielen ans Meer gehen?“ – „Na gut, meinestwegen. Aber spinn nicht zu weit raus, hörst Du?“ – Puper-Täter: In Folge 16 wird Nummer 6 geistig wieder in ein Kind verwandelt. Komisch nur, dass das bei ihm so lange gedauert hat. Also ICH spüre es schon seit dem Beginn der Serie…

In der 10. Folge verarscht Nummer 6 die Nummer 2 so sehr, dass dieser glaubt, seine eigene Mannschaft hätte sich gegen ihn gestellt. Der Agent dreht den Spieß sozusagen um, auch wenn dessen Spitze dann doch eher rundgefeilt ist, wie umgedrehte Spieße das so an sich haben. Dass Nummer 2 den Schwindel nicht versteht, obwohl der Zuschauer schon längst begriffen hat, dass der 6er nur aus „Spaß“ Blinkzeichen in die Sommerluft schickt, kommt einem als intelligenten Fernsehnutzer allerdings doch etwas komisch vor.

Apropos komisch: In Episode „Many Happy Returns“ gelingt es Nummer 6 sogar, wieder nach Hause zu gelangen, nachdem das Dorf eines Morgens völlig verwaist ist. Aber natürlich ist auch das nur ein Trick mit eingebauter Rückführung und anschließender Motivations-Einäscherung…


My Meinung:

Tja, 30% der Serie sind leider völlig unverständlich und unbegreiflich, was allerdings auch bei dem Design weiblicher Reizwäsche der Fall ist, die uns am Ende dann doch irgendwie fasziniert… Aber so schön schizoide Episoden wie „Do Not Forsake my, Oh My Darling“ (Deutscher Titel: „2 : 2 = 2“) auch sind, in denen Nummer 6 mal gerade in einem anderen Körper aufwacht, weil der Schauspieler gerade keine Zeit hatte, so schätze ich dann doch die „realistischen“ Psychospielchen etwas mehr! Und davon gibt es ja auch immer noch mehr als genug.

Der Reiz liegt darin, dass Nummer 2 sich in jeder Folge einen neuen Hirnquirl für unseren „6er im Motto“ ausdenkt, der auf den letzten Metern aber wieder die Oberhand gewinnt. Ein Mann, hart wie Kruppstahl und intelligent wie zwei Sternenflottencaptains.

Die ganze Geschichte hat manchmal schon fast Ausmaße von Shakespeare (nein, der war nicht total fett!), zumal mit Schach, Politik und Meinungsfreiheit auch immer zeitlose Themen angesprochen werden. Das Ganze ist dann ein bisschen wie „Anne Will“ auf Drogen, verrührt mit dem Strandsand im Getriebe von „LOST“. Denn ähnlich dem inseligen Nachfolger betonte auch Patrick McGoohan, dass er genau wüsste, wie die Serie in 17. Folge ausgehen solle und wer die geheimnisvolle Nummer 1 sei.

Das war natürlich gelogen, wie bei allen, die so etwas behaupten und nicht JMS heißen. Und selbst der läuft ja nicht mit drei Großbuchstaben auf dem Personalausweis herum…

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Hier dorf keiner raus: „The Village“, oder wie es im deutschen Vorspann einfach genannt wird: „Sie sind… HIER!“ – Die Serie lief 1969/70 übrigens im ZDF, wobei jedoch 3 Folgen bis heute nicht gezeigt oder synchronisiert wurden. 1986, 1989 und 1992 zeigten erst Sat1 und später Pro7 noch mal alle eingedeutschten Folgen. „Natürlich“ allesamt nachts oder in den frühen Morgenstunden, denn schon damals wusste man, was sich bei ausländischen Kultserien gehört!

Ein passend unpassendes Ende (Die Frage „Wer ist eigentlich Nummer 1“ war stets die drängenste) fand die Serie dann aber trotzdem, auch wenn es empörte Protestanrufe der Zuschauer hagelte und McGoohan sich danach mit Frau und Kindern aus dem öffentlichen Leben zurückzog. – Ein Vorbild, zu dessen Nachahmern leider nicht Rick Berman und Brannon Braga am Ende von ENTERRPISE gehörten…

Wer sich von den oftmals seltsamen Storys nicht abhalten lässt, sollte der Serie eine Chance geben. Der Lock, äh, Look des Dorfes spiegelt so herrlich die 60er Jahre wieder, dass so manche Folge schon deswegen großen Spaß macht. Besonders gefallen hat mir die seltsame Wippvorrichtung im Hauptquartier, auf der immer zwei Kameramänner sitzen sowie der Hauptbildschirm, auf dem auch schon mal nur eine Lavalampe bei der Arbeit gezeigt wird… Fest steht: Wer Psychologie studiert oder gerne Traumbilder deutet, hat mit „The Prisoner“ endlich eine Alternative zur letzten Seite der BILD-Zeitung gefunden!

Auch, wenn’s manchmal etwas langsam und/oder anstrengend ist: Ich mag die Serie, teilweise allerdings auch nur aus fernsehhistorischen Gründen. Denn die heimlichen Fans und Abkupferer sollen angeblich gar nicht so wenige sein. Und wer weiß? Vielleicht ist J.J.Abrams wirklich erst bei einem Mallorcaurlaub mit dieser DVD-Box auf die Idee zu einer vermalledeiten Mysteryinsel gekommen?!

Zahlreiche Fans auf der ganzen Welt können (oder sollten zumindest) nicht irren. Diese sorgten dafür, dass es zahlreiche Sekundärliteratur und Deutungsmöglichkeiten in die Welt der Kultverehrung schafften. Und ihr Mantra lautet auch heute noch:

„Nummer 6 lebt“ (Später geklaut von einem hässlichen Roboter)

(Die DVD-Box ist gelegentlich auf Deutsch für ca. 30 Euro bei Amazon erhältlich)

Das Dorf, das Verrückte macht

Im Gegensatz zu Hörrrn Klapowski nehme ich die Film- und Serien-Tipps meiner Kollegen immer sehr ernst. Und so lud ich natürlich auch die erste Folge von „The Prisoner“ auf der Stelle herunt… von Amazon aus zu mir nach Hause ein, als Daniel diese Serie in einer kürzlichen Mail erwähnte.

Tja, was soll ich sagen? Außer „Blblblbl-Gagagaga-Bffrrrzz!!“ natürlich. Denn die abgedrehte Handlung des „Prisoners“ treibt auch nach knapp 40 Jahren immer noch ihre Spielchen mit den verschiedenen Hirnbereichen des Zuschauers. (Wenn auch teilweise unfreiwillig durch das noch viel größere Mysterium namens „Mode der 60er Jahre“.)

Aber wenn sich die eigenen Glubscher erst einmal an die bunten Fummel und modischen Schalensitze gewöhnt haben, so bietet sich einem ein toller Mix aus… öh… verschiedenen Drogensubstanzen. Seien es gefährliche Hüpfbälle (mit bedrohlichen „Grm-grm-raaah!“-Geräuschen), eine moderne Wohnstube (inklusive „Knick in der Optik“ und Hobbit-Bett) oder auch Dorfbewohner, gegen welche deren bereits zitierten gallischen Kollegen wie humorlose Rechtsanwälte aussehen.

Und auch wenn der (Voll-)Schuss nach Hinten losgehen könnte, eine moderne Umsetzung á la LOST würde mich wirklich interessieren. Schon allein, wenn man in der Neufassung nach 10 Folgen nicht unheilbar farbenblind wird. Aber auch zusammen mit modernen Stilmitteln unserer Zeit (Musik, die nicht nach gefolteter Katze klingt?), könnte tatsächlich etwas daraus werden.

JJ, wie sieht es in Deinem Terminkalender aus?

Note (mit 60er-Manko): 3
Note ansonsten: 2


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Artikel

von Klapowski am 21.02.09 in TV-Review

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Kommentare (3)

  1. Pherim sagt:

    Aha, jetzt weiß ich auch endlich, worum es in dem Lied von Iron Maiden geht…

    Scheint ja echt ne leicht merkwürdige Serie zu sein.

  2. nr6de sagt:

    Es bedeutet, was es ist. – Aber was ist es denn? There’s more to the picture than meets the eye. Die leute das rausfinden zu lassen, war definitiv McGoohans absicht mit dem gesamtkunstwerk „Nummer 6″, wenn auch manchmal eher gegen seinen willen. Fürchte, kein remake wird in 40 jahren noch so diskutiert sein, und erst recht nicht ein dauerver“Lost“ (wann taucht David „Auf der Flucht“ Janssen darin auf?). Für eine kommerzielle serie ist das allerhand, erst recht heutzutage.

  3. BigBadBorg sagt:

    Ich möchte hier meinen herzlichsten Dank an die Macher dieser Website aussprechen!

    DANKE!!!

    Dieser Artikel hat mich neugierig gemacht, und 30 Euro sind numal nicht die Welt, also habe ich The Prisoner bei Amazon bestellt.

    Ich habe grade Folge 7 geguckt (die, in der das Dorf verlassen ist und er „fliehen“ kann), und ich bin immer noch bei der Stange, ich will unbedingt wissen, wie man Nr.6 als nächstes fertig machen will.

    Bis zu diesem Artikel hatte ich von der Serie noch nie etwas gehört, und ich bin froh, sie nun mein Eigen nennen zu können.

    Vielen Dank, Klapowski, vielen Dank, Sparki, für diesen „Geheimtip“!

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