Film- und Serienkritiken

Ernsthafte Kritiken zu Film und Serie.

„Star Trek: Strange New Worlds“ – Deutschland-Rechte gehen an die ZDFmediathek

„Star Trek: Strange New Worlds“ – Deutschland-Rechte gehen an die ZDFmediathek

Ein heißer Bieter-Krieg hat sein Ende gefunden und der deutsche Trek ist wieder zu Hause. Mit dem Höchstgebot von 12.550 Euro hat das Streaming-Angebot der ZDFmediathek („Karl May Klassiker“, “Vulva und Vagina“, „Letzte Rettung Pfandleihhaus“) den Zuschlag bekommen, nachdem Amazon und Netflix („Wir… äh… wollen unserer Konkurrenz auch noch etwas lassen. Genau!“) im letzten Moment bereits zu Beginn abgesprungen sind. Eine ausgleichende Erhöhung der Rundfunkgebühren ist rückwirkend von 2014 geplant.

Intendant Dr. Thomas B. zeigt sich bereits euphorisch: „Unsere Zuschauer waren zur Premiere von Star Trek im Jahre 1966 im Durchschnitt erst 72 Jahre jung und freuen sich nun natürlich auf eine Fortsetzung der Abenteuer der… der Raumpatrouille Enterprise. Unser Übersetzungsteam arbeitet bereits fieberhaft an wundervollen neuen Episodentiteln wie ‘Es knackt im Warpkern’ & ‘Liebessklaven vom Orion tragen keine Schlipse’. Achtung, Spoiler! Ha-ha-ha!“

Bei der wöchentlichen Ausstrahlung will man sich am klassischen ZDF-Konzept orientieren. So wird diese zwar kostenlos sein, bei wichtigen Sportereignissen wie Skispringen (täglich von 6 bis 23 Uhr) kann es jedoch zu Verschiebungen bis hin zu willkürlichen Änderungen der Episoden-Reihenfolge kommen. Dafür sind lediglich vier Werbeunterbrechungen geplant, welche mit Spots für Haftcremes, Hüftprothesen und Produkte zum Thema Inkontinenz perfekt der öffentlich-rechtlichen Zielgruppe gerecht werden. Die Produktionsfirma der Mainzelmännchen wurde natürlich schon mit entsprechenden Einspielern beauftragt.

Sogar an Einfluss bei der Produktion von Strange New Worlds konnte man während den Verhandlungen gewinnen und dadurch den Star Trek Showrunner Alex Kurtzman zu einem Zeitreise-Crossover mit der beliebten ZDF-Serie „Ella Schön“ überreden.

Herr Kurtzman dazu: „Das ging alles ganz schnell. Gerade stritten wir uns noch im Autorenraum darüber, ob man jetzt einen schwulen Niederländer mit Holzbein oder eine transsexuelle Horta im Furry-Kostüm in die Crew einbauen solle, als wir plötzlich einen Anruf von Dr. Thomas B. erhielten. Mit der Bitte, ob wir nicht an dem Charakter der Ella Schön interessiert wären. Eine Asperger-Autistin! Wir fielen uns alle in die Arme. Natürlich ohne Berührung, wegen #MeToo. Aber DAS konnten wir einfach nicht ablehnen.“

„Ich stehe auf der Brücke. Es sind noch andere hier. Dies ist meine Beobachtung. Wusstet ihr eigentlich, dass wir Autisten uns wie Vulkanier mit Zuckungen im Augenbereich verhalten? Ich auch nicht, wie unlogisch.“ – Hier ist noch ein Text für den Bilduntertitel. Er ist sehr lustig. Herzhaftes Lachen aktivieren in 3… 2… 1…

Strange New Worlds wird in Deutschland für 2021 erwartet. Oder vorher? Später? Keine Ahnung, sowas passiert halt, wenn man zwei Twitter-Sätze vom CBS PR-Account verzweifelt in einen längeren Text für die Google-Platzierung umschreiben muss.

Watt? Journalismus? Kann kein Französisch…


Weitersagen!

Artikel

von Sparkiller am 16.05.20 in Star Trek

Stichworte

,

Ähnliche Artikel


Kommentare (60)

nach unten springen
  1. Grinch1969 sagt:

    Ich hoffe das wird nicht die nächste Star Trek Serie die letztlich ohne mich stattfindet.

    • G.G.Hoffmann sagt:

      Ich bin dafür, dass alle, die heute schon wissen, dass sie die Serie auf keinen Fall schauen werden, das noch mehrmals täglich hier betonen, damit Kurtzman es auch glaubt und sich eingeschüchtert fühlt.

      Bekanntlich hört er auf Fans (siehe SNW – blöde neue Abkürzung). Wenn sich genug Ablehner auf zukunftia.de versammeln, wird er bestimmt noch die langerwartete „Captain Worf & Captain Sulu“-Serie im 90er-Jahre-Retrolook produzieren.

      Antworten
    • Grinch1969 sagt:

      „Captain Worf & Captain Sulu“, hört sich für mich nach nem spannenden und interessantem Konzept an.

      Antworten
    • Skapo sagt:

      Also ich werd mir die Serie nicht ansehen!
      Dass ist NICHT meer MEIN Star Trek!!1!
      Hab aber auch von Discovery und Picard keine einzige Sekunde gesehen!
      FRISS DASS, Kurtzmann!

      Antworten
    • sloan sagt:

      @Skapo
      Wo genau ist das Tarantino Trek Projekt? Genau, es findet nicht statt.

      Wo genau ist die Section31 Serie? Genau, sie findet nicht statt.

      Wo genau ist der Nachfolger nach Beyond? Genau, es findet nicht statt.

      Discovery ist der letzte Dreck und Picard ist genauso ein komplett unterirdischer und unbelichteter Verhau.

      Nun kommt die Ankündigung für „Strange New Worlds“ . Wird die stattfinden?

      Wahrscheinlich nicht! Warum? Nun CBS Aktzien im freien Fall, CBS AllAccess wird verwurstet weil es auf ganzer Linie versagt hat, Übernahmegerüchte durch Netflix, Amazon und NBC machen die Runde.

      Warum genau verballern die noch weitere Millionen an den hirnlosen Kurtzmurx und den idiotischen Goldsman, der seit den 90ern Bomben produziert? Damit die Leute weiter Dinge versprechen können die sie nie Leben halten können. SNW ist genau so ein Kurtzmurxprojekt das nie kommt, und selbst wenn dann kann es keinen Trekanspruch erfüllen.

      Skapo ist sich sicher der Kurtzman mit all seiner Kohle und einer der grössten SciFi Marken aller Zeiten den trifft keine Schuld das er damit passables Trek produzieren kann, von einem Hit ganz zu sprechen, sind ja nur die „paar“ kritischen Stimmen im Netz schuld. Sind ja alles dumme nur Trolle mit ihrer Kritik!

      Antworten
    • Cronos sagt:

      Ich werde mir die Serie auch nicht ansehen. Ich hoffe Kurtzman liest das und bekommt Angst. Obwohl… wer weiß was er dann fabriziert? Vielleicht ist es ja besser, wenn er keine Angst hat. Ach, was solls? Testen wir es aus.

      Antworten
    • Skapo sagt:

      @sloan
      ???
      Verstehe ich jetzt nicht. Wie gesagt, ich hab seit ENT kein neues Star Trek mehr konsumiert (ansonsten auch nur noch gelegentlich auf Tele5). Bin nur, als unverbesserlicher „Hoffmann Fanboy“ seiner aufforderung gefolgt…
      …Ballspiel…

      Antworten
  2. Klapowski sagt:

    Phantastisch! Bin immer noch nicht sicher, ob das hier Satire ist oder nicht… Finde das nämlich gar nicht sooo abwegig, falls die zwei größten Streaming-Anbieter die Ausstrahlung ablehnen SOLLTEN.

    Wobei ich „Arte-Exklusiv!“ oder „Bibel-TV hat zugegriffen!“ für den nächsten Schritt halten würde. Vielleicht dann für die übernächste Trek-Serie?

    Davon abgesehen habe ich eine Bitte: Diese „Ich guck’s nicht“-Meldungen, gefolgt von „Doch!“-Sätzen, die finde ich seeehr mühsam. Fast so schlimm wie: „Wenn du die Serie auf jeden Fall rezensieren willst, warum SCHAUST du sie denn dann, hää?“

    Ich hätte stattdessen jedesmal gerne eine Art Codewort, sobald die gesamte „Diskussion“ ersetzt. Ich bevorzuge das Wort „Ballspiel“. Dann kann sich jeder die üblichen Kommentare denken und wir kommen wieder zu was anderem?

    Kann ja nicht sein, dass Merkel, Bill Gates und Reptiloiden-Jonny eine Meinungsdiktatur etablieren möchten, aber WIR da außen vor bleiben!

    Kannte die obige Asberger-Tante übrigens noch nicht. Ich bin nun aber sehr begeistert, dass man nur wenige Jahre nach „Monk“ und „Sherlock“ auch in Deutschland begriffen hat, dass man mit mental „besonderen“ Krimi-Ermittlern einen aktuellen Hype von 2010 aufgreifen kann.

    Allein dafür danke ich Kollege Sparkiller!

    • G.G.Hoffmann sagt:

      Zumal wir selbstverständlich alle, die wir hier regelmäßig versammelt sind, auch künftig alles konsumieren werden, wo „Star Trek“ drauf steht, wie auch die letzten 800 Folgen und Filme, sei es auch nur, um uns wechselseitig noch ein weiteres Mal – wie seit 20 Jahren – zu versichern, dass die letzten 400 Produktionen weniger knorke waren als die ersten 400.

      Antworten
    • Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      Ich bin der Ansicht, das Wort „Ballspiel“ sollte das einzige sein, das in Artikeln und Kommentaren noch benutzt werden darf.

      Aaaab jetzt!

      Antworten
  3. Bolleraner sagt:

    Kraft des mir verliehenen Amtes erkläre ich hiermit „The Orville“ zum offiziellen Post-VOY Kanon. Kurtzman-Trek wird mit sofortiger Wirkung einem nichtkanonischen Fanfiction-Status zugewiesen.

    Alles wieder gut?

    Im Ernst: Wir können uns glücklich schätzen! Nach Jahren ohne ein Lebenszeichen befinden wir uns mittlerweile in der äußerst privilegierten Position eine Auswahl(!) präsentiert zu bekommen!
    Die Orville ist das beste Trek seit DS9. Für die Sendung werde ich sogar zum Sethianer!

    Wer davon nicht genug bekommen kann, sieht sich halt zusätzlich auch die HQ-Fanfiction DSC, PIC und SNW demnächst im Zweiten an. Die Besetzung ist vielleicht nicht optimal, aber mit etwas Phantasie kann man sich die Originaldarsteller und das Originalsetting schon krampfhaft einbilden. Hat ja z.B. auch bei diesem TNG-Porno -für einige zumindest- in mehrfacher Hinsicht gut hingehauen.

    • JP1957 sagt:

      Ich stimme uneingeschränkt und entschieden zu!

      Und beantrage, dass in „Kategorien“ unter „Star Trek“ ein Abschnitt „Seth-Trek“ aufgenommen wird.

      Bitte!

      Bitte, bitte!

      Antworten
    • Ben3000 sagt:

      Ich bin dafür!

      Antworten
    • CaptainCalvinCat sagt:

      Ich würde es – wenn – dann ja eher „Shit-Trek“ nennen, denn das kommt gerade noch so hin. Gestern Episode 1.11 gesehen und immer, wirklich *immer*. wenn ich dachte „Okay, es hat Potential“ kam die Folge mit irgendeinem Kappes um die Ecke. Entweder wurde ein Teil von Yaphit von Knallkopp eins und Knallkopp zwei (der ja angeblich auch noch superintelligent ist) auf einem Buffet verteilt, dann vom Worf-Klon gegessen, weswegen Yaphit auf der Krankenstation neben Cassidy Yates mit nem Tentakel in Nicht-Worfs Mund rumwühlte – komplett mit Perlen wie „Was stinkt denn hier so? Was haben sie gegessen? Ist das ein Stiefel?!“

      Das war so der Punkt, an dem ich eigentlich gesagt hatte: „Weißte was? Gib es dran. Das is Seth McFarlane’scher Humor, und mit dem kannst du sowieso nix anfangen.“
      Aber nein – ich bin drangeblieben und wurde mit einer Episode „belohnt“, die zwar durchaus das Potential hat, als Trek zu gelten – aber eben mit dem Humor von McFarlane verseucht war.

      Aliens, die, wenn sie am Kommunikator sind, Nudeln runterschlingen, sodass sie von oben bis unten besabbert sind, waren dabei genau so zu finden, wie mehrfache Referenzen, dass ein Teil von Yaphit in Nicht-Worfs Dickdarm zu Gast war.

      Dann dieser komplett sinnlose Story-Arc bezüglich des Captains und der XO, wo er wie ein kleines Kind agiert. „Mimimi, ich hab mich gar nicht selbst beweisen können, mämämä“ – ja, offenbar kannst Du froh sein, dass Du diese XO hast, die die Fäden gezogen hat, ansonsten hättest Du den Job nämlich nicht bekommen – und, wie wir anhand deines Temper Tantrums feststellen durften: Vollkommen zu recht.

      Soll diese „Bonding-Szene“ zwischen Mister „Hochintelligent“ und der Maschinenraumcrew eigentlich witzig sein? Erst teilt er Gummidrops aus, weil sein Kumpel ihm den Tipp gegeben hat, dann meckert der grüne Blob und er sammelt die Drops wieder ein? Was soll das sein? Character development oder einfach nur dumm?

      Oh ja – und dann noch die Szene mit Mister Hochintelligent und Captain Heulsuse im Shuttle: Holy mother of frell.
      Erstens: GANZ mies bei Voyager – die Parallaxe – abgeschrieben, der Moment, zweitens: könnt ihr BITTE eure Körperflüssigkeiten bei euch behalten?
      „Es könnte sein, dass Ihr Magen empfindlich reagiert“ (und dann kotzt er selber)
      Wobei ich hier festhalten muss: Da können wir noch froh sein, dass McFarlane uns keine Kotzfontäne „spendiert“ hat, sondern sich Mister Hochintelligent dezent zur Seite gedreht hat.
      Und justamente, wenn man es vergessen hat, wirft jener einen Blick auf sein Produkt und sagt zu Commander Wonder Woman: „Sie sollten eine Reinigungscrew hier reinschicken.“
      Und man hat sich Taschentücher in die Nase gestopft, weil man so starkes Nasenbluten hatte.

      SOOOO, Leute, jetzt mal Klartext und unter uns Klosterschwestern:
      WO ist DAS Star Trek?
      Alles, was daran Trek sein könnte, habe ich in anderen Serien (mitunter auch in moderneren Iterationen) weitaus besser und intelligenter gesehen.

      Gut, wir wollen fair sein: Es gibt wohl eine Folge, wo sich McFarlane mit der Thematik der „Beschneidung“ auseinander setzt und das verdient natürlich auch Respekt, daran traut Trek sich wirklich noch nicht.

      Es hatte ja auch geheißen, dass McFarlane ein Trekkie ist und dies mehr oder weniger seine eigene Variante von Trek. Das ist ihm auch zu gönnen, wenn er da seine Trek-Fanfiction verfilmen kann. Als Fanfic-Autor zöge ich natürlich meinen Hut davor, trüge ich einen. Allein: Es ist der McFarlane’sche Humor, der mich davon abhält, die Serie richtig gut zu finden.

      Und es ist mir eigentlich vollkommen egal, wieviel Trek-Alumni an den Drehbüchern gearbeitet oder als Schauspieler mitgewirkt haben – es ist einfach immer noch die Trek-Serie von dem Family-Guy-Typen. Und sein Humor ist und war für mich Erste Klasse – also auf dem Niveau der ersten Schulklasse, wobei ich schon in der ersten Klasse Witze über Körperflüssigkeiten eher semi-lustig fand.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Werter CCC,

      bevor Du nicht die zweite Staffel gesehen und gelernt hast, dass weniger oft mehr ist, solltest Du Dich ein bisschen zügeln.

      Sonst schick ich Dich nach Kaylon.

      Antworten
    • CaptainCalvinCat sagt:

      Also, lass mich das klarstellen – Ihr haut hier einen Kommentar nach dem anderen raus, wie beschissen „STD“ und „pee-kard“ doch seien, aber wenn jemand sagt „So, Flachfolge von Orville gesehen, ich find’s scheiße“, dann sollte dieser sich die zweite Staffel anschauen?
      Dann schaut IHR auch Star Trek Discovery und Picard bis zum bitteren Ende durch und zügelt euch mir eurem „Die Serien sind besch…eiden.“
      Deal?

      Antworten
    • Zuse sagt:

      Dein Fehler CCC ist,

      Du verweigerst, die bestehende, existierende Entwicklung von The Orville zu sehen.

      Wir haben Alles der beiden grausigen Secret Hideout-ST-Serien bisher ertragen und sollen unsere Wertung wg. noch nicht existierenden Folgen zurückhalten?

      Recht meschugge dieser Ansatz!

      2 Strikes bisher von Secret Hideout – Warum sollte der 3., 4., 5. etc. Versuch besser werden? Gerade, weil der Laden den bisher abgelieferten Schrott zur Firmenphilosophie erklärt hat.

      The Orville ist nebenbei noch nicht zu Ende: Meine Informationen lassen auf richtig GROSSES schließen für die 3. Staffel.

      Antworten
    • CaptainCalvinCat sagt:

      Zuse, ich hab nun ne Folge gesehen und ich kann ohne den Schatten eines Zweifels sagen, dass die Sendung für mich nix ist.
      Für mich ist „The Orville“ unterhaltungstechnisch gesehen extremer Mist – und wenn Ihr dann sagt „das ist das neue Trek“ kann ich mir nicht helfen und ich denk mir „Ihr wollt mich doch wohl verarschen.“
      Sicherlich läuft bei Discovery und Picard nicht alles perfekt – aber wenn bei Picard Leuten ein Auge ohne Narkose entnommen wird, ist die Implikation, dass es sich dabei um was verdammt Übles handelt, deutlich gegeben. Wenn bei „Shit Trek“ der Roboter dem einen Typen da ein Bein abnimmt, weil er „practical Jokes“ kapieren will, sitz ich da und denk mir „Haben die Autoren LACK gesoffen?!“

      Antworten
    • TUB_Stephan sagt:

      „Wenn bei „Shit Trek“ der Roboter dem einen Typen da ein Bein abnimmt, weil er „practical Jokes“ kapieren will, sitz ich da und denk mir „Haben die Autoren LACK gesoffen?!““

      Ich hatte mich dabei halb tot gelacht, war aber auch das einzige über das ich in 1. Staffel lachte. Der Humor ist nichts für mich. Das mal außen vor gelassen, hat die 1. Staffel Spaß gemacht. Und die zweite Staffel stellte eine enorme Entwicklung zur schau und es gab viel weniger ekelhaften Humor ala Family Guy.

      Ich mag the Orville, es ist in seiner visuellen Pracht nicht so übertrieben. Die Figuren sind charmant und fühlen sich echt an (ja 1. Staffel oft doof). Das Setting ist hell, ja ein Arbeitsplatz sollte gut ausgeleuchtet sein. Das Team interagiert organisch. In Stafel 2 gab es einige klassische Trek Geschichten, ob die nun von TNG aufgewärmt wurden oder nicht, ist mir Banane, es geht halt um den Gesamteindruck und der überzeugt mich. Es gibt keine überbordende Schaustellung von Emotionsgeschwurbel, Nervenzusammenbrüche, Selbstmitleidsergießungen (würg und kotz). Und es gibt keinen Quatsch, wie eine KI will an Daten um Selbstbewußtsein zu entwickeln, während sie es schon hat.
      Also ich verstehe schon, dass Leute das als Trek 2.0 betrachten. Natürlich ist es kein sachliches Argument in Diskussionen einfach nur The Orville rauszukacken, aber vergleichen kann man schon und sollte man auch (meine nicht nur auf the Orville beschränkt). Und da finde ich das New Trek gegen die Orville, 2. Staffel ganz schön abstinkt.
      Z.B. wenn man das Budget betrachtet, das ausufernde von STD und das von the Orville und was letzteres daraus gemacht hat und was STD nicht konnte, kann und ja können wird. Das ist jetzt kein Pessimismus, nur eine realistische Erwartung geboren aus den letzten New Trek Erfahrungen.

      „„Haben die Autoren LACK gesoffen?!““ Das waren bestimmt die Restbestände vom STD Autorenteam: 100000 Shuttle im Hangar, Turbolift-ähm-was zur Hölle-Schächte, 2 Schiffe gegen eine Armada überleben???, Wir bauen mal schnell ein Zeitreise BDSM Anzug, Zeitkristalle

      Was den Humor von the Orville aus 1. Staffel und die Stories von New Trek anbelangt sehe ich persönlich keine Qualitätsunterschiede.

      Antworten
    • Grinch1969 sagt:

      Für mich macht es den Mist von STD und Pic auch nicht besser wenn man die Konkurrenz herunterputzt.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Werter CCC,

      „Ihr haut hier einen Kommentar nach dem anderen raus, wie beschissen „STD“ und „pee-kard“ doch seien,…“

      ich möchte höflich darum bitten, deinen Drang zur Bildung von Kollektiven zu zügeln. Ein „Ihr“ gibt es auf dieser Seite für mich nicht … Gott bewahre mich davor, mit Sparkiller, GGH und Klapo länger als die 60 Stunden in der Woche verbringen zu müssen, die ich auf Zukunftia herumstromere.

      Wert lege ich auch darauf, dass ich „Picard“ immer differenziert beurteilt habe. Den Hund etwa fand ich niedlich!

      Kann ich in Zukunft auf angemessene Kommentare von Dir rechnen?

      Antworten
    • CaptainCalvinCat sagt:

      @TUB_Stephan

      >„Wenn bei „Shit Trek“ der Roboter dem einen Typen da ein Bein abnimmt, weil er „practical Jokes“ kapieren will, sitz ich da und denk mir „Haben die Autoren LACK gesoffen?!““
      > Ich hatte mich dabei halb tot gelacht, war aber auch das einzige über das ich in 1. Staffel lachte. Der Humor ist nichts für mich. Das mal außen vor gelassen, hat die 1. Staffel Spaß gemacht.
      Wenn der Humor so sehr in die Serie verquickt ist, kann ich genau diesen Satz nicht ein Tüddelchen nachvollziehen.
      Wenn ich mit Zutat X nix anfangen kann, aber X fester, großer Bestandteil von Objekt Y ist, dann kann ich nicht behaupten, dass Objekt Y in mir positive Emotionen hervorbringt.
      Das wäre ja so, als würde ich sagen: „ich mag keine Eier – aber der Quiche da drüben ist lecker.“

      > Und die zweite Staffel stellte eine enorme Entwicklung zur schau und es gab viel weniger ekelhaften Humor ala Family Guy.
      Ja, wunderbar. Wenn die zweite Staffel auf sowas verzichtet, dann kann sie ja definitiv noch was werden.

      >Es gibt keine überbordende Schaustellung von Emotionsgeschwurbel, Nervenzusammenbrüche, Selbstmitleidsergießungen (würg und kotz). Und es gibt keinen Quatsch, wie eine KI will an Daten um Selbstbewußtsein zu entwickeln, während sie es schon hat.

      KIs sind doch eigentlich immer ziemlich dämlich, selbst, wenn sie unglaublich intelligent sein sollen. Das kennen wir doch von Data – warum sollte eine überlegene Lebensform („Ich bin überlegen, Sir, auf vielen Gebieten“) genau diese Überlegenheit eintauschen wollen („wenn ich dafür menschlicher wäre“)? Das ist sein Plot, das ist seine driving force – aber sie ist sinnlos. Eine KI, die ein eigenes Bewusstsein entwickeln will, obwohl sie es eigentlich schon hat, schlägt da in genau dieselbe Kerbe. Ich glaube, am Besten ist das in der Entity-Folge von „Atop the fourth wall“ erklärt: Da steht die Entity, die gerade die gesamte Welt ausgelöscht hat, vor Linkara und der fragt „What are you going to do next?“ und die Entity schwurbelt und fabuliert, und Linkara bringt’s auf den Punkt. „Yeah, but what are you going to DO? If your point is being alive – neato – you’re already alive.“
      Von daher – ich hab kein Problem damit, dass eine KI im TV immer ein bisschen komisch dargestellt wird.
      Deswegen isses ja TV und keine Realität. In der Realität würde eine KI niemals auf die Idee kommen, ein eigenes Bewusstsein entwickeln zu WOLLEN, da man nicht so unbesonnen sein wird, ihr diesen Wunsch einzuprogrammieren – und selbst wenn: Spätestens da, wo sie sagt „Ich glaube, ich will ein eigenes Bewusstsein entwickeln“ hätte sie ja ein eigenes Bewusstsein entwickelt und würde sagen „So, fertig“ – oder es käme zu einem Logikbruch oder was auch immer.

      >Also ich verstehe schon, dass Leute das als Trek 2.0 betrachten.
      Hinsichtlich des Autoren und dem Mißvergnügen der 1 1/2 Folgen (die andere war die mit Alara im ‚Holodeck‘) bin ich da immer noch skeptisch.
      Wie schon gesagt: Wenn sich das in Staffel 2 ändert, da kein Ekelhumor mehr drin ist – okay, dann kann es gerne eine andere Trek-Variante sein, aber nach dem, was ich bisher gesehen habe, halte ich fest: „Nö, das ist kein Trek.“
      Man hat solche Fäkalwitze nicht in Star Trek. Ich hab ja auch Quentin Tarantino drangegeben, als ich in Pulp Fiction die Szene „bewundern“ durfte, in der ein Soldat sich in die Kamera beugt, ne Uhr hochhält und einen minutenlangen Monolog darüber hält, dass „dein Vater diese Uhr“ als POW beim Vietcong Jahre lang in seinem Anus versteckt hatte, damit sein Sohn die eines Tages bekommt. Und ich will ehrlich sein – solche Dinge will ich in meinem Trek einfach nicht haben. Ich will kein Trek schauen, bei dem ich mich alle fünf Minuten ekeln muss. Deswegen sind ja auch Klingonenepisoden nie so ganz meines gewesen, weil ich dachte „Gleich kommen die wieder mit Gag’h um die Ecke.“
      Nur bei solchen Episoden hatten sie wenigstens den Anstand, das einmal kurz zu zeigen, die Charaktere (etwa Deanna, als Riker sich als Austauschoffizier auf das Klingonenschiff begibt) entsprechend reagieren zu lassen und dann war es das auch. Bei McFarlane ist Ekelhumor ja meistens das tragende Element.

      >Z.B. wenn man das Budget betrachtet, das ausufernde von STD und das von the Orville und was letzteres daraus gemacht hat und was STD nicht konnte, kann und ja können wird.
      Wovon sprichst du da eigentlich? Orville ist in Machart ziemlich an TNG angelehnt, Discovery macht was Neues.

      “ Das waren bestimmt die Restbestände vom STD Autorenteam: 100000 Shuttle im Hangar, Turbolift-ähm-was zur Hölle-Schächte, 2 Schiffe gegen eine Armada überleben???, Wir bauen mal schnell ein Zeitreise BDSM Anzug, Zeitkristalle“

      Ne, das waren die Eigenleistungen von deinem verehrten Seth McFarlane. Und es gibt Qualitätsunterschiede zwischen den New Trek Stoeies und dem Humor von „the Orville“ – bei New Trek hatte ich bisher nie das Gefühl, dass ich gleich kotzen müsste, bei dem Pennälerhumor (wobei Pennäler noch ein Kompliment ist), den McFarlane da an den Tag legt, musste ich schon manches Mal hart schlucken.

      @ Grinch:
      Abgesehen davon, dass Picard und Star Trek Discovery kein Mist sind.
      @JP1957

      Ach, hast Du nicht gesagt, dass Discovery und Picard scheiße wären? Hast Du nicht gesagt, dass „The Orville“ ein besseres Trek darstellt`?
      Tut mir leid, aber wenn man entsprechendes sagt, muss man damit rechnen, dass man entsprechend kategorisiert wird. Und nein, nur weil du „den Hund“ niedlich fandest oder die beiden Tal-Shiar-Agenten gut, heißt das nicht, dass Du es differenziert betrachtest, da Du , was den Rest angeht schön brav ins Kollektiv der „New Trek ist scheiße“-Brüller einstimmst.

      Wenn Du es differenziert betrachten würdest, würdest Du festhalten, dass beispielsweise Picards Charakter hinsichtlich dessen, was er so über die letzten X Jahre hinweg miterleben durfte, vollkommen nachvollziehbar gezeichnet wurde. Man kann sich ja gerne über Dinge wie das langsame Pacing aufregen oder darüber, dass man in den ersten Minuten denkt „Meine Güte, kann man dem armen Synchronsprecher mal eine Sauerstoffflasche geben? Klingt ja, als ob er ersticken würde.“ oder – klar – darüber, dass die romulanische Flotte, wie auch die Sternenflotte aussieht, als habe man die Schiffe im Dutzend billiger gekauft. Man könnte auch kritisch anmerken, in wiefern es jetzt unbedingt nötig war, die beiden Romulaner zu ver-inzest-en, oder in wiefern es der Story weitergeholfen hat, Hugh, Icheb, Data und Picard zu killen – auch wenn letzterer wieder auferstanden ist und inwiefern es Data persönlich weiterbringt, wenn er in der letzten Folge tatsächlich nochmal draufgeht? Hätte es ihn in seiner Weiterentwicklung nicht deutlich mehr beflügelt, wenn man ihn – statt Picard – als Golem wiedergeboren hätte und man die ganze „Iromodisches Syndrom taucht auf“-Storyline geknickt?

      Natürlich gibt es genügend Kritikwürdiges bei Star Trek: Discovery und Picard – es aber deswegen zu verteufeln und in Acht und Bang‘ zu tun, ist aber weder sinnvoll, noch zielführend. Es hilft auch nicht, Charakteren Spitznamen wie „Heulrati“ – oder so – zu geben, da ist doch eigentlich klar, dass Du das ganze nicht differenziert betrachtet hast, sondern hier mit den Wölfen (oder Sparkillern) geheult.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @CCC

      Ich finde nicht, dass Du genug würdigst, dass ich den Hund niedlich fand.

      Die beiden romulesischen Hausdiener fand ich übrigens nicht gut … da hast Du nicht aufmerksam genug meine 232 Seiten Kommentare zu „Picard“ durchgelesen.
      Und „Heulrati“, diese wunderbare Wortschöpfung, ist leider nicht von mir.

      Auch dieser Beitrag war vieeeeeel zu lang.
      Streng Dich doch mal ein bisschen an.

      Antworten
    • Grinch1969 sagt:

      @CCC,

      ich muß JP1957 dort einfach zustimmen, etwas mehr Mühe bitte aber so kann man einfach nicht arbeiten.

      Ansonsten, Ballspiel, danke.

      Antworten
    • TUB_Stephan sagt:

      „Wenn ich mit Zutat X nix anfangen kann, aber X fester, großer Bestandteil von Objekt Y ist, dann kann ich nicht behaupten,
      dass Objekt Y in mir positive Emotionen hervorbringt.
      Das wäre ja so, als würde ich sagen: „ich mag keine Eier – aber der Quiche da drüben ist lecker.“ Verstehe ich. Ich habe es damals geschauht, weil mir langweilig war und fande es solala mit der zweiten Staffel hat es sich geändert. Keine Frage es ist steigerungswürdig, ich seh da Potential und bin gespannt auf Staffel 3.

      „KIs sind doch eigentlich immer ziemlich , […]“ von Entity weiß ich nichts, hört sich interessant an, ich werde gucken was das ist.
      Es kommt halt darauf an, was man unter KI versteht. Ja KIs heutzutage sind strunzdumm. Was natürlich auch lustig ist, die machen halt genau das, was man ihnen sagt: Algorithmus entworfen um Lösung zu finden, den Krieg abzuschaffen, ein Ergebnis kann sein, keine Menschen, kein Krieg. Die Frage in Form einer Aufgabenstellung an die KI ist schon ein riesiges Problem und ich bezweifel ernsthaft, dass aus einem deterministischen System, wie eine CPU etwas intelligentes entstehen kann, ich bezweifel auch, dass Quantencomputer dazu der Schlüssel sind, klar sie arbeiten mit Superposition, jedoch hört die bei Festlegung (Messung) eines Ergebnisses auf. Jedoch ist Superposition sicher ein Ansatz. Wir definieren halt unsere Welt, ja die Welt besteht aus Schubladen. Wir definieren nur Dinge, Leben, Bewußtsein, Intelligenz, keiner weiß was das eigentlich alles ist, ohne Defintionen würde aber keiner mehr verstehen, worüber der andere labbert. Wenn etwas aus dem Labor Bewußtsein entwickelt, dann ist es sich halt bewußt und diese Differenzierung in künstlich, nicht künstlich finde ich ein Witz, bewußt ist bewußt, fertig. Gleichwi diese selbst“lerneden“ KIs heutzutage, künstliche „Intelligenz“, haha

      „Wovon sprichst du da eigentlich? Orville ist in Machart ziemlich an TNG angelehnt, Discovery macht was Neues.“ Naja nicht wirklich, die haben sich ja an allerhand bedient, ja gut, wie the Orville an TNG. Ich mneinte das aber eher in Richtung der Zeichnung der Welt, Characktere und Story. Musst mir ja nicht recht geben, ist halt mein persönliches Dingsbums.

      „Ne, das waren die Eigenleistungen von deinem verehrten Seth McFarlane.“
      Ey, das ist uncool. Mit keiner Silbe habe ich den vergöttert, verteidigt und was weiß ich noch. Starkes Stück. Ich mag the Orville, mögen und von Seth war bei mir nie die Rede. Ich hasse Personenkulte.

      Antworten
    • Mikrobi sagt:

      @TUB_Stephan

      Ja, noch lachst du über künstliche Intelligenzen!

      Aber irgendwann werden sie vielleicht über uns lachen.

      Man darf dabei Eines nicht vergessen: Die Natur hat ein paar Milliarden Jahre und unzählige unglückliche Versuche gebraucht, um aus primitiven Leben sowas wie den Menschen hervorzubringen.

      Die Entwicklung von künstlichen Intelligenzen jedoch spielt sich, wenn ich einfach mal mit dem Jahr 1940 beginne, bisher innerhalb eines Menschenlebens ab.

      Ich bin fest davon überzeugt, dass der Mensch irgendwann mal vor einer Maschine stehen wird, die sein Denken überflügeln wird – möglicherweise sogar sein Fühlen.

      Und das werfe ich hier einfach mal in den Raum, denn natürlich kann ich auch nicht in die Zukunft gucken.

      @KapitänKelvinKatze

      Zu The Orville: Find ich gut, dass Du Dir das angeguckt hast. Redet sich nun auch besser mit, nicht wahr? Und die zweite Staffel schaffst Du auch noch – ich glaub an Dich.

      Wir kriegen Dich schon noch bekehrt!

      Wololo … Wololo

      Antworten
    • sloan sagt:

      @CaptainCalvinCat

      https://www.youtube.com/watch?v=TwF1iri1GjQ

      Du kannst dir bitte dein „Geschwurble“ sparen. Ich habe selten solche schlechten Trollbeiträge wie deine hier gelesen. Seth McFarlane hat mehr Geld mit eigenen Kreationen verdient als der Kurtzmurx, und hat lang vor STD und Picard in seiner „Family Guy“ und „American Dad“ Show bewiesen das er Trekker und und ein tiefer Kenner der Serien ist.

      https://www.youtube.com/watch?v=XX–ggBxu0o

      https://www.youtube.com/watch?v=JKRu-xH58E8

      https://www.youtube.com/watch?v=bRWE6Wn4eXU

      Wenn es einen Menschen auf diesem Planten gibt, der verdient hätte Produzent für Trek zu werden, dann ist es Seth McFarlane.

      Antworten
    • TUB_Stephan sagt:

      „Ich bin fest davon überzeugt, dass der Mensch irgendwann mal vor einer Maschine stehen wird, die sein Denken überflügeln wird – möglicherweise sogar sein Fühlen.“

      Sehe ich genauso, jedoch betrachte ich die CPU (deterministisch) und auch Quantencomputer(Superposition von Zuständen ist gut, denke ich, aber bei errechnen eines Ergebnisses verschwindet die Superposition) nicht als Schritt dorthin, kann mich hier aber irren, da ich und niemand weiß, was Bewußtsein eigentlich ist.

      Das mit den Bewußtsein ist auch irgendwie lustig, dass hört auf, wenn wir im Tiefschlaf sind. Heißt wir sind im Tiefschlaf nicht existent, also doch irgendwie so ganz tot.

      Ich denke es ist eine Zwangsläufigkeit, dass Mensch Leben schafft (ob künstlich oder nicht ist wurscht), nennt sich Selbstorganisation, Energie formt Materie, Materie formt Strukturen, Strukturen formen komplexe Strukturen und irgendwann kommt Leben heraus, erst einfach, dann immer komplexer, mit Hirn und Verstand, wobei, wenn ich mich Heute so umschaue???. Unser Verstand folgt den selben Prozedere. Er erkennt Strukturen; Informationen , er lernt sie, verknüpft sie, bildet komplexere Infos, Strukturen und am Ende kommt dabei dann das heraus: „dass der Mensch irgendwann mal vor einer Maschine stehen wird, die sein Denken überflügeln wird – möglicherweise sogar sein Fühlen.“ Dass das einigen Leuten Unbehagen bereitet (hatte mal Psychologiekurse besucht, da ging so eine Dozentin richtig ab), liegt wohl noch immer daran, dass Mensch sich immer noch als Krone der Schöpfung betrachtet und sich nicht im klaren sind, dass so oder so sein Fortbestand nicht ewig ist.

      @Trollkommentare: Weiß man nicht, er hat halt seine Meinung, die er verteidigt. Wo ist das Problem

      Antworten
    • CaptainCalvinCat sagt:

      Okay, dann mal für unseren guten Sloan:
      Internetkunde 101 – Was ist trollen?

      Laut Wikipedia :

      1. Trolle agieren absichtlich, wiederholt und schädlich (intentional, repetitive and harmful).
      2. Trolle ignorieren und verletzen die Grundsätze der Community.
      3. Trolle richten nicht nur inhaltlichen Schaden an, sondern versuchen auch, Konflikte innerhalb der Community zu schüren.
      4. Trolle sind innerhalb der Community isoliert und versuchen ihre virtuelle Identität zu verbergen, etwa durch die Nutzung von Sockenpuppen.
      Aus den Fallanalysen ergaben sich verschiedene Motivationen der Trolle:
      1. Langeweile, Suche nach Aufmerksamkeit, Rache
      2. Spaß und Unterhaltung
      3. Wunsch, der Community möglichst großen Schaden zuzufügen.[6]“
      Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Troll_(Netzkultur)

      Absichtlich, wiederholt und schädlich, also. Hmmm, dann hilf mir doch mal – wo schade ich Dir? Schade ich Dir, weil ich hier mal eine „dissenting opinion“ einbringe? Kannst Du es nicht ertragen, dass es Leute gibt, die mit dem Pipi-Kaka-Humor von McFartlane nichts anfangen können?

      Wo werden von mir die Grundsätze der Community ignoriert und verletzt? Wo versuche ich, Konflikte innerhalb dieser Community zu schüren? Wo benutze ich Sockenpuppen? Und kannst Du meine Intention verstehen, Sloan? Ist es Langeweile, die Suche nach Aufmerksamkeit, Reache, Spaß / Unterhaltung oder wünsche ich diese Community zu zerstören? Oder liegt es einfach nur daran, dass ich hier lese, wie „geil“ Seth-Trek doch ist und ich festhalten muss „Erm… nö, eigentlich isses das nicht?“
      https://www.youtube.com/watch?v=KELONnIcUfk
      https://www.youtube.com/watch?v=7lsLSoFiWlw
      https://www.youtube.com/watch?v=Kn8OF0U1bbQ

      @grinch und @JP
      Sorry, kürzere Beiträge werdet Ihr von mir nicht erhalten – es sei denn, wir wollen uns tatsächlich nur das Wort „Ballspiel“ um die Ohren hauen. In dem Fall „Ballspiel“ und „bazinga“

      @TUB_Stephan

      Ich fürchte, das Problem von unserem guten Sloan liegt darin, dass er es einfach nicht ertragen kann, dass es hier, auf seinem persönlichen Rückzugsort, Leute gibt, die nicht in das „Star Trek Discovery und Picard sind scheiße“-Geheule einstimmen. Aber das ist nicht mein Problem.

      Und nochmal was zu Deinen wirklich freundlichen Einlassungen mir gegenüber:
      Ich entschuldige mich für das „deines verehrten McFarlane“ – war ein bisschen heftig, gebe ich zu. Und ja – The Orville schaut schon wie ein Star Trek TNG-Fanfilm auf Hochglanz aus, so ist es ja nun nicht. Und ich sagte ja schon, dass, wenn der Ekelhumor weg wäre, die Show deutlich an Potential zulegen würde.

      Antworten
    • Mikrobi sagt:

      @CCC

      Zu Data: Er war sich seiner Selbst bewusst. Was ihm fehlte, bevor er sich den Gefühls-Chip einsetzte, waren halt die ganz großen Gefühle der Menschen, wie Liebe, Hass und Trauer. Solche wie Neugierde, Genugtuung, aber auch so eine Art Unwohlsein, oder überhaupt den Drang, etwas zu tun, um im Leben voranzukommen und sich zu entwickeln, besaß er ja. Ohne die hätte er ja auch nur in der Ecke gestanden. Vor allem war es aber sein Drang, sich anzupassen, um von seinem sozialen Umfeld akzeptiert und respektiert zu werden, der ihn Anfangs am meisten beschäftigte: Halt menschlicher zu werden.

      Wäre er bei einer anderen Spezies untergekommen, hätte er höchstwahrscheinlich auch versucht, sich denen anzupassen, natürlich nur unter Berücksichtigung seiner ethischen Protokolle.

      Würden wir das nicht auch tun? Wer unter Wölfen aufwächst …

      Data hat gelernt, wie wichtig Sozialkompetenz ist, damit die Menschen ihm zuhören, ihn ernst nehmen und seinen Ideen Beachtung schenken. Mit purer Intelligenz allein hätte er nie ein Kommando erhalten.

      Eine tolle Entwicklung einer ganz tollen Figur aus Star Trek, die ich mir immer wieder gerne ansehe. Nicht super realistisch, sondern einfach nur gut erzählt.

      „Von daher – ich hab kein Problem damit, dass eine KI im TV immer ein bisschen komisch dargestellt wird.
      Deswegen isses ja TV und keine Realität. In der Realität würde eine KI niemals auf die Idee kommen, ein eigenes Bewusstsein entwickeln zu WOLLEN, da man nicht so unbesonnen sein wird, ihr diesen Wunsch einzuprogrammieren – und selbst wenn: Spätestens da, wo sie sagt „Ich glaube, ich will ein eigenes Bewusstsein entwickeln“ hätte sie ja ein eigenes Bewusstsein entwickelt und würde sagen „So, fertig“ – oder es käme zu einem Logikbruch oder was auch immer.“

      Ich hab spätestens dann ein Problem damit, wenn es zu absurd dargestellt wird. Dabei hätten die Autoren das bei Control leicht umgehen können, indem sie Burnham, oder wen auch immer, hätten sagen lassen: „Control hat ein primitives Bewusstsein entwickelt und mit den Daten der Spähre will es sein Bewusstsein erweitern.“

      Tja, was ein Satz ausmachen kann. Schon wäre man der Realität ein Stück näher gewesen.

      Ist wahrscheinlich beim Polishing übersehen worden.

      Antworten
  4. Yole sagt:

    Man kann sich erst sicher sein, dass Star Trek „als Flop verbucht“ wurde, wenn die dritte Discovery – Staffel nicht auf Netflix läuft. Die Picard-Produktion hat jedenfalls genug Material für die Staffeln 2-5. Ein bisschen Computertechnik. Fertig!

    Natürlich verliert Hollywood gerade wertvolle Zeit. Die Ankündigung von SNW soll gewissermaßen Investitionsbereitschaft signalisieren. Es stimmt schon, dass Kurtzman nicht mehr so viel Zeit bleibt. Bei der aktuellen Krise kann man getrost davon ausgehen, dass sie sich negativ auf die Qualtät von Star Trek auswirkt. Es wird also noch schlechter. Der Druck etwas veröffentlichen zu müssen bleibt ja. Enthusiasmus wird aber auch eine Rolle spielen wenn die Maschinerie wieder anläuft.

    • Serienfan sagt:

      Ob die Serie weiterhin auf Netflix läuft oder nicht, beweist gar nichts, die Grunde bleiben genauso Spekulation wie alles andere. Von ein paar Ausnahmetiteln abgesehen folgt Netflix dem Motto „Masse statt Klasse“, was in Zeiten von immer zahlreicheren Streaming-Diensten schnell zum „in der Not frisst der Teufel Kurtz-Trek“ werden kann.

      „Discovery“ floh in ein anderes Jahrtausend, bei „Picard“ gab es nach miesen Test-Screenings sinnbefreite Nachdrehs mit Hund und Riker, und die Pike-Serie soll anstelle der „Section 31“-Serie „episodisch und optimistisch“ werden. Es ist eine mehr als deutliche Kapitulation vor den Fans, von denen man glaubte, sie würden wie getretene Hunde immer wieder brav zum tyrannischen Herrchen zurückrennen.

      Alles deutet demnach darauf hin, dass die bisherigen Serien nicht der erhoffte Erfolg waren.

      Antworten
  5. frank sagt:

    -b+p

    es heißt: Asperger

    • Sparkiller sagt:

      Hast den natürlich ABSICHTLICH eingebauten Fehler gefunden und damit gewonnen.
      Mache ich immer um zu sehen, ob auch alle unsere Texte ordentlich lesen.

      *schweiss von der stirn wisch*

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Es heißt Schweiß.

      Schweiß!

      Schweiß!!

      Krieg ich jetzt ein Freiabo?

      Antworten
    • frank sagt:

      @sparkiller:

      nachdem man mir schon meine alpträume genommen hat, bin ich da inzwischen etwas empfindlich… na gut, das stimmt nicht, aber es viel mir gerade so als analoges beispiel zur begrùndung ein… außerdem lebe ich in der der nähe von Asperg…

      ist auch egal…

      Antworten
    • frank sagt:

      -v+f -ù+ü

      scheiß handy’tastatur’…

      (jaja, ich weiß: immer sind andere schuld, nie man selbst)

      Antworten
  6. JP1957 sagt:

    Lese gerade diese Sätze aus einem Interview mit Goldsman zur zweiten Staffel von „Picard“:

    „Wir sind in dieser seltsamen Welt, in der wir ein narratives Objekt erschaffen, aber Stück für Stück herausbringen, was faszinierend ist. Und es kann irgendwie ganz witzig sein. Was man aber wirklich will, ist die Möglichkeit, alle Setups zu polieren, sobald man die Pay-offs geschrieben hat. Wenn man wirklich die Möglichkeit hätte, erst zehn Stunden im voraus zu schreiben, wäre das großartig. Vielleicht bekommen wir diese Möglichkeit auch.“

    Kann jemand mit mehr Filmwissen mri mal erklären, was das alles heißen soll?

    Wie „poliert“ man Setups?
    Was ist witzig daran, ein narratives Objekt zu erschaffen?
    Und wieso wählt er dann noch die unbestimmte Form „irgendwie ganz wichtig“? Weiß er nicht genau, was geschehen kann?
    Wieso jammert er im Interview über die Schwierigkeiten serieller Erzählung? Wer hat sie gezwungen, ein Serial zu produzieren?
    Wer hindert ihn daran, „zehn Stunden im voraus zu schreiben“?

    Fragen über Fragen.

    • Sparkiller sagt:

      „Polieren“ heißt im Grunde doch einfach nur verbessern. Man kann sich besser um den Weg zum Ende kümmern, wenn man dieses halt bereits kennt.

      Am Ende ist das aber einfach nur viel heiße Luft, welche halt nötig ist, wenn man für die grottige PR-Maschine „Collider“ ein Interview geben soll, aber nicht wirklich etwas zu erzählen hat.

      Das Witzigste ist für mich dabei noch das glatzige Picard-Cosplay bei allen Beteiligten:

      https://www.youtube.com/watch?v=vs8RiMXa79E

      PS: Nachdem ich mir Serienjunkies mal ohne Werbeblocker ansah, fühlt sich Zukunftia für mich nun irgendwie nackig an:

      https://i.imgur.com/s9peISC.jpg

      Soll ich mal bei Pornhub oder so nachfragen, ob die nicht Interesse an einer Koop haben?

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      Waaas? Es gibt Menschen, die behaupten, ihre schlechten Produkte oder die schlechten Produkte Dritter seien gut, um damit Geld zu verdienen?

      Am Ende ist das alles vielleicht gar nicht amazing, wonderful, intelligent, smart und well-written, sondern das wird nur behauptet, um den eigenen Job zu rechtfertigen? In welchen Zeiten leben wir eigentlich, das Menschen zu so etwas fähig sind?

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @sparkiller

      ich weiß schon, warum ich bei ccc so darauf bestanden habe, nicht in sein imaginäres zukunftia kollektiv assimiliert zu werden.

      pornhub … iiiihhhhh.

      Antworten
    • CaptainCalvinCat sagt:

      Nach der komischen Übersetzung, die Du hier geschrieben hast, könnt ich Dir das auch nicht auseinanderklamüsern, das stimmt. Das Problem ist nur: Die Übersetzung ist komplett falsch.

      Hier ist das Original:
      …it is fundamentally a gift to be able to do all of them [the episodes] if you can. Because unlike previous iterations of television, this serialized ten hour narrative has setups and payoffs that require a thoughtful view of the object once it is completed. It’s very funny, in the first season of Picard, there were all these reviews of the beginning, ‘Oh it’s so dark, it’s so dark, it’s so dark.’ And I kept saying, ‘They’re reviewing the first act of a movie.’ The first act of a movie is always dark. If you stopped It’s a Wonderful Life at the bridge, it’s a really dark movie! Because fundamentally in a longform narrative, it’s a redemption story, it’s a healing story, it has to be bad at the beginning so it gets good at the end, otherwise there’s nothing to fix. So we’re in this weird world now where we create one narrative object but we dole it out bit by bit, which is fascinating. And can be kind of fun. But what you really want is to be able to refine your setups once you’ve written your payoffs… if in fact you could have the time to write 10 hours first, that would be amazing. And maybe we will“

      Zu gut Deutsch:
      Es gab Reviews, in denen es hieß „Die Serie ist so dunkel, so dunkel, so dunkel“ – und er fand es lustig, und sagte „Hey, die reviewen nur den ersten Akt eines Filmes.“ Und er erklärt, dass der erste Akt eines Filmes IMMER dunkel ist – dies stimmt zwar so nicht, denn eigentlich ist der zweite Akt der Dunkelste, aber das sei mal ignoriert. Sie sagen ferner: „Sie erschaffen ein narratives Objekt, aber sie rationieren selbiges, was sie als „faszinierend“ erachten – und als ein bisschen amüsant. Aber – sie sprechen nicht davon, Setups zu „polieren“, sondern zu „verfeinern“, nachdem man die „payoffs“ geschrieben hat – also nachdem man das Ergebnis hat, versuchen sie, das dieses Ergebnis einleitende Setup – die „Einleitung“ dergestalt zu verfeinern, dass sie Sinn ergibt.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      Da ist mir CalvinCat etwas zuvor gekommen, denn ich wollte auch gerade schreiben, dass die Übersetzung ziemlich kacke klingt.
      Nicht, dass der originale Text jetzt vor Weisheiten triefen würde…

      Lustigerweise hat der „Übersetzer“ aber so lieblos und konfus gedacht, dass ich spontan annehme, dass ihm die Serie gefallen könnte?

      Antworten
    • CaptainCalvinCat sagt:

      >Lustigerweise hat der „Übersetzer“ aber so lieblos und konfus gedacht, dass ich spontan annehme, dass ihm die Serie gefallen könnte?
      Wer war denn da der Übersetzer?
      Google? JP himself? Irgendein Journalist einer Trek-Seite? Zumindest Letzteres kann ich mir nicht vorstellen, da ich hiernach bei google gesucht habe: „alle Setups zu polieren“ – und es gab genau einen Treffer: Zukunftia.
      Also – hat JP den Text durch den google-translator geschickt, oder war er selbst übersetzend tätig?

      PS: Sag mal, wo ist eigentlich mein anderer Kommentar?

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      Den Kommentar habe ich gerade freigegeben. Es bleibt ja sehr selten was „hängen“ (danke Sparkiller, für das tolle und einfache System im Hintergrund!), aber hier waren wohl zu viele Links drin.

      So… Und jetzt erst mal schööön gemütlich deinen freigegebenen Text durchlesen (*Weißwein aus Dose eingieß*)

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      um das mal aufzuklären: es war weder google noch jp himself, sondern ich habe einen artikel auf serienjunkies gelesen, in dem das so wiedergegeben wurde.

      ehrlich gesagt verstand ich in der serienjunkies übersetzung noch ein bisschen mehr vom text als in der ccc übersetzung.
      was ist denn die rationierung eines narrativen objekts?
      und was ist ein das ergebnis einleitendes setup?
      und wieso wird die einleitung erst dann so verfeinert, dass sie sinn ergibt,wenn man das ergebnis hat?
      hat man vorher einfach – ohne sinn – drauf losgedreht?

      Antworten
    • Grinch1969 sagt:

      „hat man vorher einfach – ohne sinn – drauf losgedreht?“

      Ja

      Antworten
    • CaptainCalvinCat sagt:

      “ was ist denn die rationierung eines narrativen objekts?
      und was ist ein das ergebnis einleitendes setup?
      und wieso wird die einleitung erst dann so verfeinert, dass sie sinn ergibt,wenn man das ergebnis hat?
      hat man vorher einfach – ohne sinn – drauf losgedreht?“

      Sind das wirklich Fragen, die dich bewegen, JP, oder willst Du hier einfach nur wieder darlegen, wie doof Du das alles findest?

      Narratives Objekt = Das Objekt, das den Kernpunkt der Geschichte (des Narratives) bietet? Und dieses Objekt wird nun rationalisiert, also eingeteilt. Wir haben also einen Story-Arc – oder auch Storybogen.
      Set Up / Pay off – man kann auch „Plant“ und „Reveal“ sagen – bedeutet sowas wie „Ein Ereignis, dass eine Kette von Geschehnissen in Gang setzt“ (Setup) und „ein Ziel“ (Payoff)
      Und man muss das Payoff vorher definiert haben – und dann kann man auch das Setup verfeinern.

      Nein, man hat vorher nicht „ohne Sinn“ drauf losgedreht – auch wenn das Kollege Grinch zu meinen scheint.
      Eigentlich ist es doch ziemlich einfach:

      Das „Narrative Objekt“ ist Soji – um sie herum entspinnt sich die Geschichte. Diese Story wird und scheibchenweise erzählt.
      Setup ist ferner die angespannte Situation bezüglich der Synths – es wird immer wieder drauf hingewiesen, dass diese gerade einen schweren Stand haben. Das Payoff ist hierbei die gewandelte Situation: Die Synths sind nicht mehr „geächtet“, sondern Bürger der Föderation. Soji, die herausgefunden hat, dass sie eine Synth ist, muss sich auch nicht mehr vor den Romulanern fürchten.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      Wenn man es ganz genau nimmt, hat man die Story schon irgendwie „geplant“ und „abgeschlossen“:

      – Soji brauchte Hilfe und Führung: die hat sie bekommen
      – Picard brauchte neue Aufgaben (und „irgendwas mit Data“): hat er bekommen
      – Die Syths mussten befreit werden: ist passiert

      Aber das ist nun mal nicht die Narrative, auf die es ankommt. Und das meinen die meisten, wenn sie das Verplante und Wirre an „Picard“ kritisieren. Die Aussagen der schreibenden „Künstler“ widersprechen und beißen sich zu sehr, um sich nach einem großen Plan anzufühlen:

      – Soji ist nicht durch Picard gewachsen, sondern hat sogar ihm sehr, sehr lange misstraut. Im Gegensatz zu ihrer Schwester aus Episode 1, die sich ihm an den Hals geworfen hat. Fast tödlich für den Charakter der Soji würde ich sogar den Moment kurz vor Schluss bezeichnen, als sie es für eine sehr gute Idee hielt, jegliches Leben in der Galaxie auszulöschen.

      – Die Synth haben sich ihre Freiheit nicht erarbeitet oder verdient. Man kann ihnen nicht trauen, so wie auch schon Soji nicht. Wir kennen niemanden von ihnen – und die, die wir näher kennenlernen, sind naiv, teilweise aufbrausend und menschenfeindlich. Somit wird die ganze „Reise“ zur Ent-Ächtung der Künstlichen zu einer ziemlich miesen Nummer. Mal abgesehen davon, dass gesagt wird, dass die Romulaner(!) ihren Aufstand auf dem Mars ausgelöst haben. Und womöglich die Entstehung des „eigenen Bewusstseins“? Hier wird es immer schräger, wenn man drüber nachdenkt.

      – Picard hat für Dinge gebüßt, für die er gar nichts konnte. Diese Art von Heldenreise nehme ich den Autoren sehr übel. Der Mann hat NICHTS verbrochen, wird aber von ehemaligen Kollegen, neuen Begleitern, der Sternenflottenführung wahlweise als Versager, Großmaul oder Unsympath hingestellt. Und da ich das nicht verstehe, verstehe ich seine persönliche „Reise“ auch nicht.

      Hier gibt es auf moralisch-inhaltlicher Ebene KEINE serielle Erzählung. Die haben wir nur, wenn wir lediglich die stumpfen Eckdaten betrachten (= Mannschaft rekrutieren, Weg rausfinden, Borg befreien, Androiden überzeugen).

      Ich behaupte sogar: So ein intellektuelles Durcheinander hätte mir auch 1990 nicht gereicht.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @ccc natürlich sind das fragen, die mich bewegen, sonst würde ich doch nicht fragen.

      beim ersten lesen des interviews hatte ich den eindruck, dass hier ein dünnbrettbohrer dummes zeug in elaboriertem code von sich gibt. und auch nach deinen erklärungsversuchen hat sich daran nichts geändert.

      das könnte nun am dünnbrettbohrer, an dir oder an mir liegen.

      da klapo deine zeilen ja schon konstruktiv kommentiert hat, verzichte ich jetzt auf weitere fragen zu den immer noch unklaren dingen.

      bitte aus „rationalisieren“ rationieren machen. mit ratio hat „picard“ wirklich nur noch am rande zu tun.

      Antworten
    • CaptainCalvinCat sagt:

      > Soji ist nicht durch Picard gewachsen, sondern hat sogar ihm sehr, sehr lange misstraut. Im Gegensatz zu ihrer Schwester aus Episode 1, die sich ihm an den Hals geworfen hat. Fast tödlich für den Charakter der Soji würde ich sogar den Moment kurz vor Schluss bezeichnen, als sie es für eine sehr gute Idee hielt, jegliches Leben in der Galaxie auszulöschen.

      Dass Soji Picard für lange Zeit misstraut, ist jedoch von charakterlicher Logik. Die Frau hat gerade herausgefunden, dass sie A) eine Gynoide ist und B) dass der Macker, mit dem sie die letzte Zeit verbracht hat, und der vorgab Interesse an ihr zu haben, sie für seine finsteren Zwecke eingespannt hat und dann auch noch töten wollte. Dem Typen kann sie GERADE MAL SO entkommen und dann steht da der alte Sack vor ihr, der mehr oder weniger das Terminatorzitat „Come with me, if you wanna live“ von sich gibt. Klar, im ersten Moment folgt man, aber dann fragt man sich schon „Was ist das für ein Typ? Und wieso hat der mich jetzt mitgenommen? Und was hat der vor? Und wo wir schon mal dabei sind: Wer ist Rauschebart, ‚Wildes Mädchen‘ und diese Frau da?“
      Mal ehrlich – das ist vollkommen nachvollziehbar.

      – Die Synth haben sich ihre Freiheit nicht erarbeitet oder verdient. Man kann ihnen nicht trauen, so wie auch schon Soji nicht. Wir kennen niemanden von ihnen – und die, die wir näher kennenlernen, sind naiv, teilweise aufbrausend und menschenfeindlich. Somit wird die ganze „Reise“ zur Ent-Ächtung der Künstlichen zu einer ziemlich miesen Nummer. Mal abgesehen davon, dass gesagt wird, dass die Romulaner(!) ihren Aufstand auf dem Mars ausgelöst haben. Und womöglich die Entstehung des „eigenen Bewusstseins“? Hier wird es immer schräger, wenn man drüber nachdenkt.
      Auch hier: Oberflächlich gesehen hast Du recht, aber charakterlich gesehen ergibt die Geschichte einen Sinn. So wie WIR die Synths nicht kennen, kennen DIE die Menschheit nur aus Erzählungen von A.I. Soong. Einige schauen sich die Exemplare der Menschheit, die da zu Besuch kommen, neugierig an, anderer wollen sie am Liebsten Heute loswerden. Erinnert mich mal wieder an 2014. Einige waren den Flüchtlingen sehr aufgeschlossen gegenüber, begrüßten sie mit Applaus und gaben ihnen Teddybären, andere waren ihnen gegenüber sehr skeptisch und bezeichneten die anderen als „Teddybärenschmeißer“ und „Bahnhofsklatscher“.
      Die Romulaner haben den Aufstand auf dem Mars ausgelöst – das wissen WIR. Bis zum Ende von Staffel 1 wusste die FÖDERATION jedoch nichts davon. Auch das hat innerliche Logik – die Romulaner, die hinter dem Angriff auf den Mars standen, damit die Föderation sich von den Synths lossagt und einen „Synth-Ban“ durchführt, sind doch nich so blöde, und greifen Utopia Planitia mit eigenen Schiffen an.

      > Picard hat für Dinge gebüßt, für die er gar nichts konnte. Diese Art von Heldenreise nehme ich den Autoren sehr übel. Der Mann hat NICHTS verbrochen, wird aber von ehemaligen Kollegen, neuen Begleitern, der Sternenflottenführung wahlweise als Versager, Großmaul oder Unsympath hingestellt. Und da ich das nicht verstehe, verstehe ich seine persönliche „Reise“ auch nicht.

      Stimmt – teilweise.
      Picard HAT sich sehr stark für die Rettung der Romulaner ausgesprochen, die Flotte hatte aber gerade keinen Bock darauf, noch mehr zu helfen – zumal ja gerade auch mitten in die größten Bemühungen die Mars-Situation platzte. Haben wir doch in „Absolute Candor“ gesehen. Da kommt Picard auf diesem Planeten an, trägt sein bestes Raymond Reddington Cosplay – nur echt mit dem weißen (oder cremefarbenen) Hut – und bringt den Schwestern und El’nor was mit. Jean Luc und El’nor haben ne gute Zeit – dann kommt der Angriff der Synths – und plötzlich, hat die Föderation weder Zeit noch Ressourcen, den Romulanern zu helfen. DA legt Picard seine Chips auf den Tisch: „So, entweder wir helfen, oder ich kündige.“
      Und was sagt die Flottenleitung: „Jean Luc, wir wissen nicht, wie die Flotte ohne dich bestehen kann – doch wollen wir’s ab heute mal probieren. Geh durch das Loch, das der Zimmermann gelassen hat.“

      Du hast Recht, all das ist nicht Jean Lucs Schuld. Das er danach aufgegeben hat, danach gesagt hat „Ich zieh mich auf meinen Weinberg zurück und schmolle, bis ich den Pöter zukneife“ jedoch schon. Er hätte – rein theoretisch – schon damals mit einem privaten Unternehmen (hehe, Unternehmen… weil Enterprise…. ach egal) kooperieren und die Rettung der Romulaner durchziehen können. Es ist nicht so sehr, dass man ihn als Versager ansieht, weil er sich damals für die Romulaner ausgesprochen hat, sondern, weil er, als es hart auf hart kam, die Föderation sagte „nö, wir helfen nicht“ und er seinen Bluff verloren hatte, seines Ranges enthoben wurde, bevorzugte, sich auf dem Weinberg zurückzuziehen. Außerdem: Bezüglich der Kollegen, die Jean Luc als Unsympath ansehen – z.B. Admiral „Fucking Hubris“ – fällt mir das Bonmot von Volker Pispers ein: „Was ich von diesen Leuten halte, das darf ich auf der Bühne so nicht mehr sagen – das müssen Sie sich selber denken. Kleiner Tipp: Fängt mit „Riesen“ an und hört mit „Och“ auf“.“
      Natürlich ist Admiralin Hubris ein Riesen….och, während Raffi „JL“ Musiker immerhin einen GRUND hat, auf Picard sauer zu reagieren, da er sie auch einfach so im Stich gelassen hat. DAS wiederum ist hinsichtlich Picards Depression zwar nachvollziehbar, aus Raffis Sicht war Jean Luc hier jedoch das „Riesen…och“.

      Ich muss zugeben – ich verstehe nicht, wie man die Reise NICHT verstehen kann. Es ist doch eigentlich ganz einfach und logisch:
      Picard hat nach Datas Tod, der abgebrochenen Romulanerrettung, dem Angriff auf den Mars und dem Synth-Ban, „seine“ Föderation verloren und hängt da jetzt depressiv auf seinem Weingut rum. Und jetzt kommt eine Frau, die seine Rettung braucht – hat was von Star Wars trifft auf „Film Noir“. Oder von „Die Asche von Eden“, dem ersten Roman der Kirk-lives-again-Reihe, der aber noch im 23. Jahrhundert spielt. Aber im Gegensatz zu Kirk, der das tut, was Kirk halt tut, wenn eine junge Frau auf der Matte steht und seine Hilfe braucht, ist Jean Luc da natürlich anders drauf.

      Nachdem die Frau gestorben ist und Picard rausgefunden hat, dass sie eine Zwillingsschwester (Soji) hat, muss er sie natürlich finden und retten.
      Gleichzeitig bandelt Soji mit einem Romulaner an, die beiden haben ihren Spaß und dann verrät er sie. Nun trifft sie auf Picard – der hat seinen Terminator-come-with-me-if-you-want-to-live-Moment, die beiden gehen durch ein Stargate, landen bei den Riker-Trois, dann fliegen sie zu einem Casinoplaneten – alles immer noch um herauszufinden, wer da hinter Soji her ist und vor allem „Warum zum Frell?“
      Von Dort aus geht’s nach Synthhausen und da hat dann Soji den Höhepunkt ihres Zweifels. Die Synths wollen dieses Wesen da rufen, weil sie sich von selbigem Rettung versprechen. Die Romulaner jedoch sind der Meinung, dieses Wesen würde alle umbringen.
      Wo ist jetzt das Problem, das alles nachzuvollziehen?

      @ JP
      >natürlich sind das fragen, die mich bewegen, sonst würde ich doch nicht fragen.
      Da bin ich mir bei Dir nicht so ganz sicher, vor allem, weil die Fragen sehr einfach zu beantworten sind.

      >beim ersten lesen des interviews hatte ich den eindruck, dass hier ein dünnbrettbohrer dummes zeug in elaboriertem code von sich gibt. und auch nach deinen erklärungsversuchen hat sich daran nichts geändert. das könnte nun am dünnbrettbohrer, an dir oder an mir liegen.
      Ich vermute mal: Es liegt an Dir – da ich im Gegensatz zu Dir willens bin, der Sache eine Chance zu geben und mich darauf einzulassen.

      >bitte aus „rationalisieren“ rationieren machen. mit ratio hat „picard“ wirklich nur noch am rande zu tun
      Wenn man es nicht kapieren will, sondern einfach nur „Das ist alles Mist“ bölken…
      Auf der anderen Seite: Was erwarte ich eigentlich? Hier herrscht der Konsens, dass Picard und Discovery großer Mist seien, die des Namen „Star Trek“ unwürdig wären und alle, die das anders sehen, sind halt entweder Trolle oder sollen sich kürzer fassen, da man angeblich ihre Texte „nicht versteht“. Wobei wir da festhalten müssen: Wenn man WOLLTE, KÖNNTE man die Texte verstehen, da sie eben weder in kyrillisch, japanisch oder klingonisch verfasst sind. Orthographie und Grammatik sind auch nicht kunterbunt, es ist sogar eine Logik vorhanden – und da stell ich jetzt die Frage: WO ist das schwer zu lesen?

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @ccc Machst Du denn bitte jetzt aus rationalisieren rationieren?

      Und wenn Du gerade dabei bist: Bitte durchgängig Weingut schreiben und nicht Weinberg. Dass es da Unterschiede gibt, ist Dir sicher geläufig.

      Über die anderen Sachen muss ich erst nachdenken. Und vielleicht nochmal alle Picard Folgen schauen. Ich hab all die innere Logik und Charakterentwicklung einfach nicht gesehen.
      Aber schön, dass es so einen klugen Menschen hier gibt.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      @CaptainCalvinCat

      Dass die von dir aufgezeigten Dinge *irgendwie* Sinn ergeben, bestreite ich gar nicht.

      Die Frage ist hierbei aber, ob dies handwerklich so geschieht, dass man Spaß daran hat – und das Zeug auch langfristig hält.

      Wenn man es mit einem Maler vergleichen möchte: Ja, die Tapete HÄNGT am Ende des Tages an der Wand. Dass das Muster (= entspricht von mir aus der Moral der Sternenflotte) verkehrt herum ist: geschenkt.

      Nur fragt man sich im Nachhinein schon, warum der Maler die eingekleisterten Tapeten erst durch die halbe Innenstadt tragen musste, dabei 3 Azubis rekrutiert und 2 rausgeworfen hat, bevor er die Tapeten dann auf der Rückseite mit satanischen Symbolen bemalte. Die man am Ende – zugebenermaßen – nicht mehr sieht.

      So wirst du mir sicher zustimmen, dass der komplette Borg-Plot Mumpitz war: Die KI-hassenden Romulaner lassen erst die Androiden frei, um dann jahrelang(?) die Borg zu befreien, die am Ende aber abgeschlachtet werden, da Soji einen einzigen Flashback hatte?

      Und ja, ich halte die Reise von Soji für sehr verfehlt. Hier hätte das Kennenlernen von Picard organischer sein können. So wäre es von großem Vorteil gewesen, ihre Schwester vom Beginn zur einzigen Androidin zu machen, für die Picard sich anstrengen muss.

      Somit bleibt es bei äußerst dünnem Gelaber auf Rikers Pizzaplaneten (wo Soji und Picard eigentlich auch nie/kaum zusammen reden), bevor sie im großen Finale noch mal den inneren Hitler-Gruß vollführt.

      Anders gesagt: Um diese paar nennenswerten Grundideen auszuführen (alter Mann bricht noch mal auf, Androiden wollen Gerechtigkeit, junge Frau sucht sich selbst), hätte man uns früher 3-4 Einzelfolgen präsentiert. Wonach dann noch ein halbes Dutzend spannender Weltraum-Folgen in einer Staffel gekommen wären, um weitere Aspekte des Daseins abzudecken.

      Ich behaupte ja auch nicht, dass dieses Durcheinander an sinnfreien Figuren (Elnor), moralisch durchgeknallten Leuten (Seven, Doktorin) und technisch sinnfreien Elementen (Weltraumblumen, Space-Tentakel am Funkloch) nicht unterhaltsam sein könnte.

      Mit Anspruch und KÖNNEN hat das aber so viel zu tun wie ein Maler, der am Ende des Tages die Tapete mit Prittstift an der Zimmerwand befestigt und sagt: „Was habta denn? Hält doch!“

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @ccc

      „Ich behaupte ja auch nicht, dass dieses Durcheinander an sinnfreien Figuren (Elnor), moralisch durchgeknallten Leuten (Seven, Doktorin) und technisch sinnfreien Elementen (Weltraumblumen, Space-Tentakel am Funkloch) nicht unterhaltsam sein könnte.“

      Ich behaupte das Gegenteil!

      Werd ich jetzt aus dem Klapo-Kollektiv entlassen?

      Antworten
  7. DerBeimNamenNennt sagt:

    Als der einzige Kommentator der die Dinge immer schonungslos beim Namen nennt (und deshalb fast zwingend Anonym sein muss, um nicht von aufgebrachten Hardcore-Fans getötet zu werden) muss ich sagen:
    Wie schön, dass die Rundfunkbeiträge der GEZ gut angelegt sind. Die Show hätte es sonst auf Deutsch nie, nie, niemals nicht gegeben…

    Was Star Trek angeht, wiederhole ich mich: Die Cash-Cow wird gnadenlos gemolken. Bis sich kein Geld mehr mit Star Trek verdienen lässt und dann wird die große Abschiedsshow kommen, in der das Star Trek-Universum explodiert. Physikalisch unmöglich? Bastle dir deine Erklärung selbst: Rote Materie, Hyperraum, Anomalie, Q (der Ersatzweise irgendein anderer Buchstabe), Überlappung mit Paralleluniversum aus Spieglein Spieglein oder sonst woher, Zeitreise, Gummiente, habe ich Anomalie erwähnt?

    Es geht erkennbar nicht mehr darum, etwas Kreatives zu erschaffen.
    Hier haben wir einfach die verhängnisvolle Mischung aus:
    1. Einem Zeitgeist, der Nostalgie begünstigt. 40. Remake, Hipster sehen sich nach Zeiten zurück, die sie nicht mehr erleben mussten (und von Glück sagen können!) und die Zukunft wird allgemein negativ gesehen.
    2. Einer Philosophie beim Herausgeber, der kurzfristigen Profit über langfristige Investition stellt. Denn sonst würde man nicht eine Serie nach der anderen raushauen, sondern die Marke „Star Trek“ nach einigen Erfolgen ein bisschen sacken lassen, um eine Marküberfüllung zu vermeiden und neue Ideen anzulocken.
    3. Ach, wassolls?

    Das Ergebnis ist dann so ein Quark. Ich sehe mir das persönlich schon gar nicht mehr an. Wozu auch?
    Wer sich wirklich für Scifi an sich interessiert, den weise ich auf den Buchmarkt hin, dort möglichst die Aussenseiterbereiche checken, und auf das Zeug aus Japan. Ja, da findet z. T. gute Unterhaltung statt.

    Gruß,

    Dat Namensdingsda.

    P.S.: Falls jetzt kommt „dann mach es doch besser“. Ich habe so eine kleine Überlegung hier tatsächlich mal publiziert:
    https://www.zukunftia.de/8070/quick-klap-4-fuer-eine-tasse-voll-earl-grey/#comment-26775
    https://www.zukunftia.de/7904/discovery-zu-erfolgreich-um-mehr-st-zu-zeigen-news-analyse/#comment-25993

    • CaptainCalvinCat sagt:

      >Was Star Trek angeht, wiederhole ich mich: Die Cash-Cow wird gnadenlos gemolken. Bis sich kein Geld mehr mit Star Trek verdienen lässt und dann wird die große Abschiedsshow kommen, in der das Star Trek-Universum explodiert. Physikalisch unmöglich? Bastle dir deine Erklärung selbst: Rote Materie, Hyperraum, Anomalie, Q (der Ersatzweise irgendein anderer Buchstabe), Überlappung mit Paralleluniversum aus Spieglein Spieglein oder sonst woher, Zeitreise, Gummiente, habe ich Anomalie erwähnt?

      Willkommen in der Welt der BWL. Ich will’s mal so sagen: Das war bei Classic Trek auch nicht anders. Das Budget war konstant etwas, um das gekämpft werden musste, oder bei dem die Leute mit dem, was sie hatten, kreativ werden. „Wir hatten ja nix“, wie es gerne mal gesagt wird.

      Und ging es jemals darum, etwas Kreatives zu erschaffen? Dem Autoren, vielleicht. Aber alles andere ist eigentlich ausnahmslos mit der Frage beschäftigt „können wir da irgendwie Kohle mit machen“? Auch die damaligen NBC-Granden werden Roddenberry die zweite Chance, einen Pilotfilm zu produzieren, nicht deshalb gegeben haben, weil sie so herzensgute Menschen waren, sondern weil sie merkten – wie Stanley Zbornek sagen würde: „Da ist Musik drin.“ – oder wie Calvin Nathan Cat sagen würde: „Die Sendung hat Potential.“

      Und das ist auch vollkommen nachvollziehbar, denn auch ein William Shatner hat sich der Serie nicht (nur) angeschlossen, weil er sie für so genial hielt, sondern, weil die Teilnahme ermöglichte, auch morgen noch ’n schönes Steak auf dem Tisch zu haben. Schicke Häuschen, später Villen, Ehefrauen, Kinder, das will in den 60er Jahren, prä-Gerechtigkeitsdebatte, auch alles noch bezahlt werden.

      Und auch ein Patrick Stewart war sich des Erfolges von TNG (dem damaligen New Trek) so überhaupt nicht sicher und hat es vermutlich auch deshalb gemacht, weil es Nahrung auf den Tisch des Hauses brachte.

      Bei Deep Space Nine und Voyager konnte man immerhin schon mal einigermaßen sicher sein, dass, wenn man sich nicht allzudämlich anstellt, das Produkt weiterhin gekauft wird – und ich bin ehrlich: Ich hätt‘ auch weitere Episoden Enterprise vertragen können, aber da meinten die Vollpfosten in den Anzügen ja. „Das lohnt nicht mehr.“
      Und solange, wie die Knallchargen in den Anzügen nicht den großen Abakus rauskramen und sagen „Oh, New Trek macht keinen Profit mehr“ werde ich die Sendung schauen. Warum? Weil ich mich dadurch unterhalten fühle. Hab mir übrigens mal deine Beiträge durchgelesen und fand sie streckenweise gar nicht so uninteressant.

      Antworten
    • DerBeimNameNennt sagt:

      @CaptainCalvinCat:
      Wenn ich heute schlecht drauf wäre, würde ich fast schreiben: „Schon gehen die Hardcore-Fans auf mich los“. Ich lass es bleiben.

      Wie der Kapitalismus funktioniert – herzlichen dank – müssen Sie mir nicht erklären. Ich komme auch sehr gut damit klar, dass Menschen mit ihrer Arbeit Geld verdienen wollen. Machen sie ihre Arbeit gut, verteidige ich sie sogar.

      Dennoch, bei den späteren Staffeln von TNG und DS9 sehe ich ein Niveau verwirklicht, dass ich durchaus mit „seriöser“ Unterhaltung wie Theater, Literatur usw. vergleichen würde.
      Beim neuen Trek dagegen fühle ich mich verarscht und ich mag es nicht verarscht zu werden.
      Schon bei den Kinofilmen ist mir aufgefallen, dass ich da plötzlich als durchgeknallter Nerd betrachtet werden, als der Comicbuchladenverkäufer aus die Simpsons. Entsprechend sah das Ergebnis dann auch aus.

      Das was ich so mitbekomme und die wenigen Dinge, die ich sehe, bestätigen meine Vorurteile leider auf ganzer Linie: Hier wird keine Verwertungs- sondern eine Ausbeutungssmasche gefahren. Mit anderen Worten, hier wird Star Trek nicht GEbraucht, sondern VERbraucht. Und wenn man dabei verbrannte Erde hinterlässt. Ist mit Terminator, Ghostbusters und Star Wars letztlich auch nicht anders.

      Man nutzt die langen Geschichten von Star Trek nicht als eine Art Material, mit dem man Arbeiten kann, so wie man das mit der Buchvorlage einer Literaturverfilmung tun würde, sondern als Markennamen. Hier und da werden noch Stichworte von Seiten der Organalserie zugelassen. Mehr interessiert aber auch nicht.
      Deswegen interessiert auch niemanden, was „Picard“ für ein (fiktiver) Mensch war oder wie die (ebenfalls fiktive) Föderation als Staat funktionierte, bzw. nicht funktionierte.
      Vielmehr schrottet man alles, um eine Geschichte über diskriminierte Borgs (!) zu erzählen. So habe ich das jedenfalls verstanden. Sorry, wenn meine Aufmerksamkeit dann über den Pilotfilm NICHT mehr hinausgeht.

      Es ist traurig, aber am Ende schreibe ich hier aus der hphlen Hand eine bessere Fanfic zusammen als die offizielle Version.

      Antworten
    • sloan sagt:

      @ccc

      Sag einmal wirst du pro Beitrag oder pro Wort bezahlt? Du kannst hier noch soviel herumschurbeln, es ändert nichts an daran das die ganze Serie nicht weiter als ein riesiger Misthaufen ist. Die Leute die da die Zügel in der Hand haben, verkaufen hier nicht die „Milch“ der Trekkuh sondern die Fäkalien, weil diese Leute nie melken gelernt haben. Die Reaktion die aus dem Fandom, sowie vom Durchschnittszuseher dafür kommt ist völlig nachvollziehbar.

      Antworten
  8. JP1957 sagt:

    Um noch einmal auf The Orville zurückzukommen.
    Dieser Vorschlag für ein Mini Projekt in der letzten Schulwoche wurde heute unter die Schülermassen meiner Schule geschmissen.
    Ich sehe mich schon die Kommentare von Serienfan zu „Singing in the rain“ vortragen!

    „Vorschlag Projekt Klasse 12: Künstliche Intelligenz – Chancen und Risiken.

    Tag 1: Annäherung an das Thema. Anhand dreier Serienfolgen der SF Serie „The Orville“ soll das Potenzial und die Problematik der Beziehung „Mensch und KI“ erschlossen werden (Ein Besatzungsmitglied der Orville ist eine KI).

    Tag 2: Zum Abschluss von Tag 1 wird mit den Schülern geplant, wie das Thema an Tag 2 in der Auseinandersetzung mit dem Stand der Wissenschaft heute vertieft behandelt wird. Ziel ist es, am Ende von Tag 2 erste Antworten auf die Ausgangsfrage gewonnen zu haben.“

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Brandneues
Gemischtes
Büchers
Jenseits Zyklus
Arschiv
Zum Archiv unserer gesammelten (Mach-)Werke.