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„Star Trek – Strange New Worlds“ – 4.04 – „A Case of Chiaroscuro“

„Star Trek – Strange New Worlds“ – 4.04 – „A Case of Chiaroscuro“

In dieser Episode von „Würfelglück bei Klassikern“ bediente man sich an einem alten 40er-Jahre-Film. Ich bin schon gespannt, ob Kollege Sparkiller ebenfalls erkannte, welcher es ist (Nein, nicht „Flash Gordon“, du Banause)… Auf dem Planeten Schlagmichtot sind es diesmal die Klingonen, die in wenigen Stunden die letzten verbleibenden Barstühle, äh, Kontinente einnehmen wollen. Uhura, Una und M’Benga wollen das eigentlich nicht aktiv verhindern, rutschen aber durch eine wilde Doppelgänger-Geschichte in die Handlung. („Was, wir sehen exakt aus wie die Widerstandskämpfer vor Ort? Na dann: Feuer frei!“)


Und damit diese Hommage etwas passender aussieht, entschied man sich für einen farblosen Look. Und zu folgenden Punkten, die mir aufgefallen sind:

– Okay, die Strahlung vom Stern beeinflusst das reflektierte Licht von den Oberflächen oder das menschliche Auge selbst? – Das wird wie immer NICHT richtig erklärt. Mit unserem alten Gröfaz (= Größter Führer durch außerirdische Zirkusphysik) Commander Data wäre das nicht passiert…

– Total fassungslos war ich zu Beginn, als der Doctor ankündigte, dass er die Rollos am Shuttle runter lassen wird, damit Uhura ihre Kontrollen besser ablesen kann. Doch statt eines coolen Effektes, bei dem die Farbe sich logisch ausbreitet, BLEIBT es für den Zuschauer farblos. Das muss dieses „Innovative Fernsehen“ und „Show, don’t tell“ sein, das alle Kritiker beim Reviewschreiben so artig vom Merkblatt ablesen?

„Doctor, dieses Stilmittel einer Schwarz/Weiß-Episode… Ich habe mich gefragt, ob das ein verzweifeltes Mittel der Macher ist, um Tiefsinn, Klassikerliebe und Kulturoffenheit vorzuspielen.“ – „Nein, Schätzchen. Dafür war die letzte Episode gedacht, die mit dem Saufen. Und jetzt her mit dem Bier, Egoistin!“

– Bisschen blöd war dann auch die künstliche Ansprache vom Doctor an Una: „Sie wurden ja jetzt befördert. Jetzt können Sie ja bald Captain werden. Übrigens: Ihr moralischer Kompass hat Sie ja nie im Stich gelassen! Äh, mehr hat der Autor mir nicht aufgeschrieben.“ – Wobei das mit Knorke-Kompass vielleicht nicht ganz stimmt? Und in welcher Episode hat Una zuletzt was Tolles gemacht? Die, wo sie wegen ihres Blutes diskriminiert worden ist, das irgendwie wegschwurbeln musste und JETZT wieder total undiskriminiert ist?

(*Tock, Tock, Tock* – Obelix: „Die spinnen doch, die Strangen Worldler!“)

– Dass der Planet wie aus TOS wirkt – wo man es ebenfalls mit US-Gangstern, Nazis und Indianern zu tun bekam -, fand ich gut. Diese bunte Mischung machte Star Trek früher aus. Auch wenn ich immer ein wenig Kopfweh bekomme, wann immer es EXAKT wie bei uns aussieht. Aber okay, auch andere Völker lieben Wäscheleinen und Benzinkutschen mit vier Rädern. Geht schon klar.

– Ich würde aber behaupten, dass es total BLÖDE ist, dass man die anscheinend brauchbaren Drehorte ihrer Farbe beraubt hat. Aber okay, man hatte seine 75% an wilden Stil-Experimenten in dieser Staffel noch nicht voll. Und kritisieren „darf“ man das Schwarz-Weiße ja bestimmt nicht, weil es ja eine Homm-Arsch (Schreibt man das so?) an alte© Filme ist? Mensch, diese Füchse!

„Sehen Sie den Mann dahinten? Sie nennen ihn den ‚Schläfrigen Dan‘, weil er Daniel heißt und jede SNW-Episode reviewen muss.“ – Hut ab, wilder wird die Mischung nicht: Nichts gegen gelegentliche Plot-Experimente, aber das Wort „gelegentlich“ ist bei SNW eher arbeitslos?

– Wieso Una beim ersten Angesprochenwerden so TUT, als wenn sie tatsächlich eine wichtige Persönlichkeit ist, erschließt sich mir nicht. Dass sie einer lokalen Berühmtheit derartig ähnlich sieht, dass man sich nicht mit einem „Neee, ich bin’s doch, die Gabi!“ raus reden kann, ist reine TV-Logik. Reale Verwechslungen sind ja meist mit einem raschen Stimmen- und Stil-Abgleich erledigt. Denkt euch doch für den Plotstart was Schlaueres aus, liebe Autoren?

(*auf Blutfontaine aus Augen und Ohren wart*)

– Dass die Episode nach einigen Minuten nicht total nervt – oft genug vorgekommen –, liegt an der ruhigen Erzählweise. Erzählerisch ist aber alles Schlafwagen-Niveau: Der Doctor instruiert Uhura („Was, Sie haben sich noch nie für eine Alienwelt verkleidet? Potzblitz.“), was in einer vierten Staffel auch langsam unnötig wirkt.
Zumal wir in all der Zeit, in der wir Erklärsätzen wie „Achtung, wir könnten beobachtet werden!“ lauschen, nichts Spannendes über den Planeten erfahren, der immerhin von Klingonen besetzt wurde.

– Positiv bleibt so manch „normal“ erzählte Minute im Kopf: Kein Overkill, keine überlebensgroßen Figuren. Zum Beispiel war ich fast emotional berührt, als Uhura am Checkpoint nach ihrem Ausweis gefragt wurde – und verhaftet wurde. Und der Klingone Kor wirkte auch ernsthafter und präsenter als die meisten anderen Kostüm-Krawall-Bubis der letzten Jahre.

– Uhura wird „nur“ mit „leichten“ Schmerzstrahlen gefoltert, als sie bei den Klingonen allerlei Bildchen interpretieren darf. Das erinnert an älteres Star Trek – und nicht etwa an Michael Burnham, Ash Tyler, Icheb oder andere Figuren mit minutenlangen Schmerzenschreien und abgepellter Haut. Halt das, was Kurtzman oft für eine adäquate Mengele-Erweiterung des Franchises hielt…

„Und an was erinnert Sie dieses Symbol hier? Nehmen Sie sich Zeit!“ – „Buhuu, an eine vergangene Liebe?“ – Klingone Kor zeigt stolz die allerersten DS9-Staffelboxen: Diese Folterszene ist okay inszeniert, hat aber weder spannende Dialoge („Wir hätten sie Lichter durchzählen lassen sollen?“) noch Charaktermomente von Uhura zu bieten… In welchem Raum sitzt eigentlich die moderne Popkultur gerade gefesselt?

Alles bitte nicht überbewerten, aber nach dem häufig unguckbaren Gaga-Gefasel war das hier schon fast eine (normal langweilige) Archer-Episode der 2000er-Jahre. Premium-Gähnen halt.

Erwähnt werden sollte hier, dass es sich „natürlich“ um eine „Casablanca“-Episode handelt. Wobei lustig ist, dass sich die Handlung zwischendurch davon zu lösen scheint, dann aber noch mal RICHTIG abkupfert.

– Es geht viel um Papiere, Ident-Karten und Ausweise, Warnsysteme sind eher „analog“ (= helle Töne im Café).
– Die Deutschen besetzen hier nicht Frankreich, sondern es sind halt Klingonen auf dem Kulturabguck-Planeten.
– Es geht um Widerstandskämpfen, die sich in einer Bar bzw. einem Café tummeln.
– darf ich noch das gezeigte Klavier nennen oder wirkt’s als Vergleich profan? („Spiel’s… Beam’s noch einmal, Sam.“)
– Die Bekleidung vom Doc und Una erinnert extrem an Rick Blaine und Ilsa Lund.
– Szenen, die quasi 1-zu-1 kopiert sind. Zum Beispiel, als die Klingonen ihren Kriegsgesang anstimmen, so dass die Einheimischen ihr Geklopfe dagegen halten. Hier mal das Original.

– So richtig groß und spannend sind die Ziele anfangs nicht? Klar, man muss Uhura befreien und vielleicht den Widerstand gegen die Klingonen beschützen. Aber lange Zeit schleicht man einfach durch die bisherigen Orte und fragt sich den (gefühlten) Zeitlupenmodus fusselig: „Was ist hier los? Wer kann helfen? Wie geheim ist das hier GENAU? Wohin führt das Kabel an der Kneipendecke? Und was hat es mit den erwähnten 1,21 Gigawatt auf sich, Marty?“

– Wobei es natürlich einen schönen Casablanca-Reiz hat, dass vieles im Café spielt. Andererseits: Steht die Stasi, äh… die NSDAP… äh, der Klingonen-Fanclub wirklich lauschend an JEDER Ecke? Sooo toll sind die Herrenmenschen nun auch wieder nicht (*anders ausseh, abmurks, folter*).

„Oh, mein Double! Was für ein Zufall, dass es außer Gefecht gezogen wurde, als ich eintraf.“ – „Ja, Una. Das Universum ist ein sagenhafter Ort, an dem alles möglich ist. Außer gutem Writing.“ – Was lange sucht, wird endlich blöd: Una findet endlich ihre vergiftete und eingefrorene Doppelgängerin. In der Schublade dahinter warten – als Bonus – noch ein Garak-Gastauftritt und 30 Tribbles.

– Liegt es an mir oder wirkt die ganze Welt nicht durchdacht? 1930er-Jahre-Optik trifft hier eine Kryokapsel im Obergeschoss. Die Klingonen sind bereits da, müssen aber noch Kraftfelder im Orbit manipulieren, damit die Invasion wirklich „kultig“ wird. Und die von weitem gezeigte Stadt wirkt wie aus „Metropolis“, wir erleben aber eher enge Gassen, mehr dunkel als hoch.

Klar, das kann man alles irgendwie wegerklären, aber bei nunmehr der DRITTEN peinlich geklauten Story (die mit den Handpuppen kommt ja erst noch), bin ich nicht gewillt, der sonst viel besungenen „Künstlerischen Freiheit“ auch nur einen entschuldigenden Handkuss zuzuwerfen.

– Ein wenig spannend ist auch La’ans Überlegung, ob die Sonde im Orbit nun manipuliert worden ist – Die Grafikkarte sitzt schief nach dem Beamen – oder halt nicht. Erzählerisch ebenfalls schnarchig, aber wenn ich mich nicht ärgere, ist es schon Star-Trek-ASMR.

– Dass die Sonde am Ende von Chapel manipuliert wurde, um den Grenzübertritt einer anderen Starfleet-Crew geheim zu halten, war eine Enthüllung, die okaaay daherkam. Ganz überzeugend ist das aber nicht – und viel zu schnell abgehandelt. Die Umstände und Risiken dieses Moments wären als eigene Episode vielleicht sogar spannender gewesen? (Warum dem Notsignal gefolgt? Wieso vorher nicht Starfleet gefragt? Captain totaler Wahnsinniger oder Mensch mit Helfersyndrom?)

Tja, und irgendwie schafft es SNW immer öfter, dass mir sogar die Moral des Abenteuers egal wird.

Dass man am Ende doch einen großen Einfluss auf dieses Volk hat, indem das EMP durch das Tun/Nicht-Tun unserer Crew aktiviert wird, interessiert mich gar nicht. Die Serie existiert eh im luftleeren Raum, was solche Fragen angeht… Bösewichte? Müssen bestraft werden, wenn Sie MEINE Crew mal kurz durchfoltern.

Dass der Detonator ausgerechnet am Verräter befestigt werden musste, ist dann ein nettes Detail (komischerweise NICHT vom alten Film geklaut – ein Versehen?), aber doch arg Dramaturgie-gekünstelt. Aber okay, das passt zum allgemeinen Stil, wo man Una zu 90% nur beim Rumstehen/Rumsitzen zuschaut, sie aber nicht viel aktiv macht. Aber okay, so ein schicker Hut schwebt ja nicht von alleine in der Luft.

„Ich bin unschuldig, Jungs! Das waren diese Verräter, die mir Vogel-Kaka auf den Personalausweis geschmiert haben.“ – „Schweig still! Du wirst jetzt erschossen. Ausgiebig verhört werden hier nur weibliche Hauptfiguren mit Afrofrisur und aus einer 60er-Jahre-Kultserie!“ – Böse ist stets der, der böse blutet: Die Auflösung ist etwas anders als bei Casablanca, wo zwar auch jemand erschossen wird, aber halt nicht an einem Checkpoint. Das passt sogar halbwegs als plot-technische Kreisschließung, weil man das vorher als kritischen Moment etabliert hat. („Was, ein Lob? Klapo Long-Covid oder was?“)

Die minutenlangen Schwafeleinlagen vom Doctor am Ende („Hey, das erinnert mich an eine relativierende Geschichte, die NIX mit dem hier zu tun hat.“), gefolgt von der üblichen Selbsthinterfragung („Haben wir das Richtige getaaan? Stimmt jetzt ab – mit euren Paramount-Abozahlen!“) sind dann auch nur die üblichen Selbstreflektions-Sticker, die von keiner komplexen Story getragen werden.

Aber passt ja… In der realen Welt wird es auch mal langsam Zeit, dass man die Blockade der iranischen Seeblockade um eine weitere Blockade ergänzt, damit man am Ende vergisst, worum es zu Beginn mal gegangen ist?


Fazit:

Am Ende fällt es schwer, diese Episode auf ihrem niedrigen Innovations-Niveau zu bewerten.

Ein paar Szenen sind gelungen und intensiv, wie Unas Gespräch mit Kor, wo sich beide belauernd umrunden. Und das filmische Vorbild ist auch nicht übel, wobei das Quälende und Unaufhaltsame einer langsamen Gebietsbesetzung ausreichend rüber kommt.

Am Ende ist’s aber wieder eine Story, die knapp funktioniert, ABER innerhalb des Serienkosmos vor allem Cringe-Schweißtropfen hervorruft.
Dass man die nettesten (Casablanca-)Szenen mit minutenlangem Kurtzman-Standard-Gefasel verbindet, hilft eben nur bedingt.

Mit zwei Sternen ist der ganze Mampf daher noch äußerst großzügig bewertet. Der Blödsinn mit der Doppelgängerin schenke ich der Episode hierbei großzügig.

Bin ja kein fieser Klingonen-Nazi.

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM
SPARKIS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
Schwarzweiß ist die Haselnuss
So, so, heute gibt es also eine merkwürdige Mischlung aus „Metropolis“ und „Casablanca“, zusammen mit der Notiz vom Geschäftsführer: „Spider-Noir ist gerade der heiße Scheiß.“.

Und gab es zwischen der vierten und fünften Staffel im Kurtz-Büro einen großen Filmabend, wo die Autoren mit großen Augen einen Haufen Kino-Klassiker sahen und sich danach begeistert an die nächsten „Strange New Worlds“ Drehbücher gemacht haben?

Aber könnte man denen stattdessen nicht mal einen STAR TREK Film zeigen? Oder, noch besser, die alten Serien?! Kann mich schon gar nicht mehr erinnern, welche Episode mal KEIN besonderes Gimmick hatte. Und Spider-Noir hatte wenigstens Nicolas Cage.

Hier noch weitere Bemerkungen zur Folge:

– Dass die Sonde der Sternenflotte „überhitzt“ (nicht genügend LED-Lüfter??) und dadurch in den klingonischen Raum treibt zeigt mal wieder, wie KLEIN für die Autoren der Weltraum ist. Wie lange brauchte Voyager (nein, die andere!) noch einmal nur um das Sonnensystem zu verlassen?

– WIE nah war das Shuttle beim Anflug auf Mat’Aar eigentlich an den D7-Kreuzer dran, ohne entdeckt zu werden? Konnte Una den Klingonen auf dem Schiff bereits zuwinken?

– Ernsthaft interessant: Den Alltag auf einem von den Klingonen eroberten Planeten haben wir bis jetzt noch nicht wirklich gesehen. Schade nur, dass die New-Klingonen außer einen hohen Blutdruck kaum Charakter haben. Da vermisst man doch glatt unsere Blutwein-saufenden Bat’leth Schwinger.

– Wurde eigentlich erwähnt, warum Mat’Aar wie die Erde in den 30ern aussieht? Oder fällt das alles wieder unter die kreative Ausrede „Weltraum groß, reicht doch?!“, wegen welcher es auch eine doppelte Una gab. Gut, soll wohl TOSig sein, aber selbst doooort gab es doch wenigstens ein paar flache Ausreden („Vielleicht hätten wir damals doch nicht alle AfD’ler in den Weltraum schießen sollen?!“).

– Der Schwarz-Weiß-Look hat mir hier irgendwie nicht gefallen. Filmisch etwas billig und wenig stilvoll. Dagegen sieht Sin City 2 glatt aus wie… äh… Sin City.

– Theoretisch fand ich Kor ganz nett und erinnerte mich an die Klingonen aus Star Trek VI. Aber seine Dialoge waren sehr klischeehaft, das Gesicht starr und sein bartloses Design irgendwie bizarr. Zuerst dachte ich, der Typ wäre komplett CGI oder wenigstens mit einem KI-Filter oben drauf. Weird.

– Nervig auch die STÄNDIGEN Erklärungen und Kommentare von M’Benga über alles und jeden, wie ein Audiokommentar im Hintergrund. Kam für mich schon arg eingebildet rüber und hat dem Flow der Folge geschadet, man muss dem Zuschauer nicht ALLES so deutlich aufdröseln. Ist das wie diese Netflix-Taktik „Der Zuschauer schaut dauernd auf sein Smartphone, deswegen alle fünf Minuten klar machen was gerade passiert“?

– Einfach Kurtz ist auch der Nebenplot um die manipulierte Sonde, in welchem sich herausstellt dass Chapel an dem Teil herumgepfuscht hat um ihre Bekannten auf der USS Yang zu schützen, welche für eine Rettungsaktion und ohne Erlaubnis in den klingonischen Raum eingedrungen sind. Und nachdem La’an dies herausgefunden hat, zieht Chapel diese in die Sache auch noch mit rein. Jahaa, schon sehr kompetent und moralisch einwandfrei. Gut, dass Picard das alles nicht mitbekommen hat, eine pulsierende Schläfe kann bei ihm ja besonders gut sehen. Sippenwirtschaft ist leider auch im 23. Jahrhundert nicht ausgestorben.

– Hatte der Planet Makbang eigentlich Warp? Denke mal nicht, oder? Ich meine nur, wegen der Prime Directive und so. Hust.

– Finde es gut, dass man mit M’Benga auch krankhaften Gewalttätern eine Chance gibt. Jedenfalls kann man wieder eine neue Wegmetzel-Geschichte von ihm zu den Akten nehmen („Und keiner war danach noch am Leben! Hach, was tut man nicht alles für den Hippokratischen Eid.“).

– Der Schwarz-Weiß-Look hatte nicht wirklich einen Einfluss auf die Geschichte, die wenigen Bemerkungen dazu hätte man sich auch schenken können. Früüüher (wo alles besser war) hätte man die Idee wohl etwas cleverer / witziger verwendet („Ha-ha! Es herrscht Alarmstufe ROT und die Klingonen merken das gar nicht!“).

Fazit: Wie immer gibt es hier eine nette Grundidee, welche durch den schwarz-weißen Daumen des Kurtz leider versemmelt wurde. Auch scheinen die Macher nicht mehr wirklich Bock auf Trek zu haben, weswegen man sich jetzt verzweifelt ÜBERALL anders nach Ideen umsieht? Klar, so fünf Minuten ohne Farbe als Gag, warum nicht? Aber eine komplette Folge im Noir-Stil ist mir schon wieder ZU „special“. Und „Specials“ hatten wir eigentlich schon die ganze Staffel über mit Charakteren welche eh schon sehr „special“ sind. Wo werden die Schreiberlinge sich also als nächstes bedienen? Ein Planet, wo die Crew durch die Sonne tolle Superkräfte erhält? Pike muss aus einem Gefängnis ausbrechen und buddelt dafür hinter einem Poster einen Tunnel? Scotty muss ein von Romulanern erobertes Land befreien und malt sich dabei im Gesicht blau an??

Man weiß es ist schlimm, wenn man sich diese Ideen tatsächlich problemlos vorstellen kann. Seufz.

ACTION
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TIEFSINN
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BS

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von am 15.08.26 in Star Trek: Strange New Worlds

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Kommentare (2)

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  1. Agentbauer sagt:

    Die Idee mit dem Schwarz/weiß könnten sie sich auch hier bei Star Trek Continues ausgeborgt haben:

    Das gibt es dort auch, allerdings deutlich besser erklärt warum und dort wechselt es auch zwischen Farbe und S/W…

    Mit der Qualität geht es bei SNW weiter abwärts, und nächste Woche kommt die Muppets Episode…

  2. Sternentrekker sagt:

    Wann ist dieser Boomer-Truth-Trash mit irgendwelchen Nazis und WiderstandskämpferINNEN von vor 100 Jahren endlich mal vorbei? Das ist so lächerlich und hängengeblieben, fast noch peinlicher als die Zoomer-Sauf-Folgen.
    Moderne Beispiele für Authoritarismus und Tyrannei gibt es doch genug, man sollte lieber auf Methoden und Formen davon eingehen, das wurde bei DS9 viel subtiler gemacht (subtil unsubtil). Die armen Bajoraner, und Kira hat sie fast im Alleingang befreit (naja, erste Welle Feminismus bei ST war schon peinlich, aber immerhin noch nicht eine pure Weiberveranstaltung wie heute) …
    Aber sie konnte gut schauspielern und das Skript war halt schlau. So eine Folge wie Duet, gleich in der ersten Staffel, davon kann Kurtzman nur träumen.

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