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„The Next Uri Geller“: Das absolut Allerletzte…

uri-klein1.jpgWer sich jetzt wieder beschwert, dass dieses Thema nichts auf einer Seite namens „Zukunftia“ zu suchen hat (was generell aber für ALLE Themen gelten würde, denn so einen Blödsinn wie „Zukunftia“ gibt es gar nicht!), möge bitte beachten, dass übersinnliche Fähigkeiten in jede SF-Serie gehören, die halbwegs etwas auf sich hält. Und wer will es mir verdenken, dass ich mal wieder versuchen wollte, mir selber die Existenz von Gedankenlesen und plötzlicher Materieumformung zu beweisen? – Wobei ich letztere übrigens nach dieser Show an meinem eigenen Kopf vornahm. Zimmermannshammer sei Dank.

Überhaupt war ich schon immer äußerst anfällig für paranormale Phänomene wie schwebende Wolken, verschwindenden Sauerstoff (in einem Raum voller Menschen als Zeugen!) und rätselhaft verbogene Grashalme war. Ich wünsche mir halt einfach jedes Mal, dass da doch etwas dran sein könnte und sich nur wenige Zentimeter hinter meinem Badezimmerspiegel eine andere Welt befindet, in der 90% der Menschen Linkshänder sind. Die Show „The Next Uri Geller“ versuchte, dieses Bedürfnis nach dem Unerklärlichen zu befriedigen, führte jedoch nur zu einer Live-Befriedigung und Onanierstunde unterbeschäftigter Kindergeburtstagsanimateure.

Denn diese hier präsentierten Wunderkinder mit Klischee-Klatsche schafften es teilweise nicht mal auf das Niveau mittelmäßiger Zirkusmagier mit beidarmiger Talentamputation.

Da schwafelt ein Herr Raven(!) mit seinem Raben, um dem Eindruck zu erwecken, er könne in die Totenwelt sehen (was im Privatfernsehen ja auch nicht so GANZ falsch ist). Ja, er schiebt das arme Federvieh sogar auch noch vor, als es darum geht, Promis und deren blind zufällig gezogene Schatulle aus einem Kästchen zu erraten. Da eine Nebelkrähe der anderen kein Auge aushackt, solange auch Herrchen abends brav einen Doppelkorn aufpickt, macht der Vogel auch halbwegs mit („Azrael sieht Deine Aura, oh Mann der Galileo-Show auf Pro 7!“) und beschäftigt sich nur zu 50% der Zeit damit, auf den Studioboden zu scheißen oder dem Publikum auf dem Kopf zu landen.

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„Meine Rabe tute alles wissen tun! Mussu nur fragge misch!“ – Wellensittich? Sell den Sittich! Das olle Vieh fliegt unmotiviert zwischen den 5-Watt-Scheinwerfen aus dem Mystiker-Fachgeschäft herum, während Herrchen 10 neue Dialekte erfindet und gleichzeitig grandiose Sachen weiß. Zum Beispiel, dass der Vater einer teilnehmenden Prominenten(!) tot ist, nachdem Herr Raven von seiner Verbindung zum Totenreich(!) berichtet hat und eben diese Prominente danach schluchzend(!) um eine mystische Aussage bezüglich ihres Vaters gebeten hatte. ICH hätte angesichts dieser Vorabinfos ja vermutet, dass Vati auf den Bahamas lebt…

Zu jedem richtig gezogenen Gegenstand gibt es dann auch gleich eine Psi-Faktor-Geschichte und dazu ein unsichtbares Jonathan-Frakes-Autogramm. „Du hast den Ohrring gezogen.“, brummt der Lack-und-Leder-Mann da schon mal mit dem tierischen Ernst praktizierender Realsatirker, und erzählt auch gleich von einem Klappentext, den er wohl vor kurzem auf einem Fantasy-Heftroman gelesen hat: „Dieser Ohrring wurrrrde zurückgelassen von einer Anhalterin, die spurrrlos in meinem Auto verschwand.“

Nichts Unnatürliches, möchte man annehmen. Nur hat uns der vertrauensunwürdige Rabenvater verschwiegen, wie er die gute Frau vorher auf einem Autobahnrastplatz kleingehackt und stilecht in einem Dorf… Doofsee versenkt hat. Man weiß ja schließlich, was sich gestört.

Wichtig scheint es generell zu sein, dass deutschsprachige Künstler irgendeinen seltsamen (angelernten?) Dialekt haben, der sie mindestens in eine Osteuropäische Ecke bringt. Denn jeder weiß schließlich, dass größenwahnsinnige Allesseher und Alleswisser aus der ehemaligen UDSSR kommen. KGB eben. Kleine Geller-Bolschewiken. – Und wer das adolf’sche Roll-„rrrr“ auch nach 500 Übungsstunden vor dem Spiegel nicht so gut drauf hat, wie es die zur mysteriösen Bermudashorts zurechtgeschnittene Lederjacke eigentlich suggeriert, darf man auch als Engländer oder Amerikaner auftreten. Ein cowboyartiges „Okaaaay!“ ist nämlich der beste Ausstrahlungs-Ersatzstoff, den es gibt und ersetzt auf der Bühne bis zu 10 DIN-A-4-Seiten an penibel (ab)gelesenen Gedanken.

Noch peinlicher als der „sehr gottesgläubige“ Ganzkörperlederstrumpf mit Ornithologentick kam allerdings der „Angstverbrenner“ her: Der forderte den weiblichen Promi aus dem Promiklonlabor Nr. 272 nämlich dazu auf, ihre größte F-F-Furcht auf einen Zettel zu schreiben und diesen zu zerknüllen. Oooh. Aaaah! Unglaublich! Das Experiment gelang. Die Frau konnte schreiben, ihre Hand knüllen und das Studiolicht ganz doll dunkel werden. Ansonsten war da aber kaum ein Knüller zu sehen: Trotz fotoreifer Fokussierung auf den Zettel hatte dieser Datenträger das neueste Nero-Update noch nicht erfahren dürfen und… brannte einfach nicht. Das Ding qualmte nur, nachdem der Künstler das Blatt in der Hand sorgfältig mit einer Chemikalie(?) eingerieben hatte. Entweder das, oder die verliebten Streicheleinheiten ließen auf einen Fetisch schließen, bei dem man gar nicht wissen möchte, warum der Mann zuhause lauter penisdicke Löcher in seinen Kalendern, Notizblöcken und Büchern hat.

Im Hintergrund fegt zu solchen Highlights auf dem Studio-Plasmabildschirm der Teutoburger Wald als schwarze Flash-Animation vorbei. Oder aber Puzzleteilchen als 3-D-Animation. Hauptsache, wenigstens das Animationsstudio hat vor dem Abgabetermin noch wahre WUNDER vollbracht. Apropos Puzzle: Ein anderer Futzi fischt auch schon mal ein bestimmtes Puzzleteil aus einer Originalverpackung heraus. Dafür bedient er sich der „weiblichen Intuition“, weil die teilnehmende Promilette noch schnell „STOPP!“ rufen darf, nachdem der Jesus-Anwärter bereits 95% der Teile in einer einzigen Sekunde weggekippt und aussortiert hat.

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„Tja, Uschi! Die linke oder die rechte Faust? Welche riecht mehr nach Friedhof? Die Entscheidung liegt ganz bei Dir! Schlag mich und ich nenne Dir das richtige Puzzleteil aus dem Totenreich!“ – Warum magisch, wenn’s auch kompliziert geht? Durch Hinhaltetaktiken, Ablenkungsmanöver, Dampfplaudereien und plötzliche Kameraschwenks erhöht sich die Zahl der möglicherweise angewendeten Täuschungsmanöver rasch auf eine dreistellige Hausnummer. – Da macht das Nicht-Zuschauen-Dürfen irgendwie gar keinen Spaß.

Noch faszinierender das Pärchen, bei der die Dame des Hauses den einzigen geladenen von insgesamt vier Revolvern nennen durfte. Dass ihr Mann vermutlich das Klappern der Hülsen bemerkt hat (oder gar das erhöhte Gewicht), als er – zurecht – auf seine Gattin zielte, vermuten nicht mal die ach-so-kritischen Beobachter in der zweiten Studioreihe laut. Der Augenverbundenen dann ein Signal zukommen zu lassen (z.B. Ehemann macht geheime Geste, ein unsichtbarer Dritter schickt IHR per Fernsteuerung einen warnenden Stromsstoß in den Schuh) wäre dann wohl noch das kleinste Problem. Doch selbst die extra geladenen und hochkritischen Polizisten, Staatsanwälte und Gebrauchtwarenverkäufer können angesichts dieser Taschenspieler-Ticks nur dumpf nicken. Wer will in diesem Show-Kindergarten auch zum „Momentchen mal!“-Rufer werden, wenn man durch diesen Einwand nur die eigene Verblödungsqual verlängert?

Interessanterweise, nein, uninteressanterweise ähnelt die ganze offizielle Verunstaltung sogar mehr dem Musikantenstadl, was ich selber kaum fassen konnte. Nicht mal mental. So moderierte sich das quietschig-dumpfe Hellseher-Paar beispielsweise in überhöhten Kinderstimmen selber an, um eine Einigkeit zu demonstrieren (wenn auch eine unlustige), die man sonst nur vom Verschmelzen von Eizelle und Spermium kennt. In diesem Fall übrigens mit der DNA von Geschwistern.

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„He, klopf mal gefälligst langsamer an meinen Kopf! Ich habe den letzten Satz gar nicht verstanden. Hieß das jetzt in Morsezeichen ‚ist geladen’ oder ‚Mist, vergessen’?“ – Schuss-elkopp: Für diese Aktion braucht man tatsächlich Nerven aus Stahl und eine Erwartungshaltung aus… Rost. Diese halbgaren “Woher wusste sie das nur”-Tricks haben einen ziemlichen Bart. Und zwar in allen Rottönen. – Hier besonders klasse: Das Mikro vor dem Mund, das ganz bestimmt NICHT zu einem Ohrstöpsel mit Empfangsfunktion führt.

„Die Fähigkeiten meiner Frau sind sehr praktisch, da sie immer weiß, welche Supermarktkasse am schnellsten ist.“ – „Ja, gestern war es die mit der Frau mit den großen Ohren. Die ist gerade verliebt.“ – Den Lach- und Applaus-Flash, den dieses launige Sprüchlein zu Beginn hervorgerufen hat, könnt ihr Euch nicht vorstellen. Das anwesende Klatschvieh mangels Eigenerfahrung übrigens auch nicht…

Eine weitere Parallele zwischen den verhassten Liebesjodlern des Musikantenstadls und den mentalen Irrweggurkern: Einige der teilweise seltsam zurechtgemachten Wahrnehmungswunder scheinen den Anschein erwecken zu wollen, dass sie sich auch privat gerne als Wanderzirkus verkleiden. Was der Bayern-Dress bei den Musikern ist, ist das selbstgeknetete Lederoutfit von Onkel Raven. Oder auf 2 Meter hochtoupierte Haare oder übertrieben rot gefärbte Kopfpartikel. – Klar, denn die Geistwelt hat strenge Einlasskontrollen; wer da mit normalem Pulli und alltagskompatiblen Haarschnitt daherkommt, wird von seinem verstorbenen Opa schneller abgewiesen, wie der Krankenpfleger „Medikamenteneinnahme“ rufen kann.

Überhaupt scheint hier einiges über den Showfaktor zu laufen und bei dieser Gelegenheit auch gleich stolpernderweise hinzuknallen: Uri Geller ist sozusagen der Chefcaster, der als Über-Besinnlicher auf einem geheimnisvoll blinkenden Podest hockt und die Performance anschließend bewertet. Wer in der nächsten Sendung wieder dabei sein will, sollte schon solch tolle Beurteilungen wie „Super, wie Du die Zuschauer da in die Geistwelt geführt hast!“ erhalten, während die Minderbegabten von der Schule für… Minderbegabte auch schon mal so harte Aussagen wie „Super, wie Du die Zuschauer da in die Geistwelt geführt hast!“ ertragen dürfen.

Damit das bei der nächsten Castingstufe nicht langweilig wird, müssen die „Künstler“ natürlich stets neue Tricks drauflegen. Wer also WIRKLICH ein Künstler mit besonderer Fähigkeit wäre, hätte es nach dieser Maßgabe reichlich schwer, selbst im Falle großzügig eingesetzter Levitation.

Das Uri-Urteil würde dann vermutlich lauten: „Karl-Hubert. Ich habe in den letzten Sendungen darüber hinweggesehen, dass Du ein wortkarger Mathelehrer um die 60 bist, der mit Hosenträgern und grauen Hemden auftritt. Doch dass Du jetzt schon das dritte Mal durch Wände gehst – und das ohne Musik oder ellenlange Vorankündigung – macht es doch etwas langweilig, you understand? Weil Du hinter den Kulissen schon durch die Wand zur Frauengarderobe gelaufen bist, wollte ich Dich sogar schon disqualifizieren! Spätestens, wenn Du heute erneut was von ‚Quantenverschiebung’ und ‚Phasenregulierung’ erzählen solltest, statt uns wie die anderen von Deinen spannenden Abenteuern in der geistigen Welt oder im Phantasialand zu erzählen, muss ich Dich wohl rauswerfen. Sorry, Karl-Hubert. It’s your fault.“

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“Schön hast Du das gemacht! Wie Du die gesuchte Karte gefunden hast: Ganz greates Kino! Übrigens: Dir rieseln da gerade zwei Dutzend Pik-Asse aus dem Ärmel. Amazing!“ – Dem Dieter Bohlen sein Medium: Wer zu blöd oder einfach zu deutsch ist, um David Copperfield Konkurrenz zu machen, der möge einfach zu „The Next Uri Geller“ gehen. Nur hier werden auch 50 Jahre alte Illusionstricks mit den begeisterten Wortes eines Irren honoriert, der sich bevorzugt in die Glühbirnenabteilung großer Möbelmärkte setzt.

Aber selbst Uri Geller hätte wohl Probleme, ohne seinen bisherigen Kultstatus noch zu punkten: schon Scheiße, wenn man irgendwann entdeckt, dass man zwar Löffel verbiegen, ansonsten aber nicht mal den kleinen Finger krumm machen kann. Zwar versuchte sich der Besteckterrorist zwischenzeitlich auch an der Irritation von Kompassnadeln, jedoch war diese jahrzehntelange Fortbildung nicht von Erfolg gekrönt: auf YouTube existiert ein Video, in dem man ihn in einer Show mit einem kleinen Magneten hantieren sieht. Ein Ausschnitt, den der piefige Ulrich Keller – wie ich ihn fortan nennen möchte – mit einem fadenscheinigen Hinweis auf sein Urheberrecht verbieten ließ. – Dabei dachte ich immer, die „Oberverarsche“ wäre bereits von 9Live patentiert worden?

Den Winkefinger gezeigt: In Minute 1:19 bis 1:21 sieht man deutlich, wie Uri Geller seinen künstlichen Daumen(nagel) festschraubt.

Tja, schon mistig, wenn man zwar die „Löffelchenstellung“ hervorragend beherrscht, ansonsten aber keine neuen Fähigkeiten dazuentdeckt. Da wird die X-Men-Trilogie sicherlich schnell zu einer Tragödien-Reihe, vor der Uri Geller eigentlich weinend zusammenbrechend müsste. – Da helfen auch miese Pixel-Handyvideos nichts, die von Fernsehzuschauern stammen, welche unter Uris Aufsicht z.B. einen Tisch bewegt haben wollen. Einfach, indem sie mit beiden Händen kräftig auf die Platte drückten und ein bisschen herumdamelten.

Unnötig zu erwähnen, dass kurzfristig der Vertrags-Passus der hier gezeigten Zaubererdarsteller geändert wurde. Mussten diese vorher noch bestätigen, dass ihre Fähigkeiten „echt“ sind, reichte es kurz vor der Show aus, wenn sie den „Anschein“ erwecken konnten.

Und, mal ehrlich: Hätte ich wirklich paranormale Fähigkeiten, würde ich diese von unabhängigen Wissenschaftlern in peniblen Tests bestätigen lassen und nebenbei eine Million Dollar einsacken, die vor einiger Zeit von einem reichen Esoterik-Kritiker ausgelobt wurden, der einem Beweiser des Gegenteils eben diese Summe übergeben würde. Wer wirklich Gedanken lesen kann, labert zu verlangsamter Schlumpfmusik keinen Bullshit über Gott und die Überwelt. Er lässt keine Promis Schatullen öffnen, Requisitenmüll kilometerweit von A nach B tragen, sich dabei kopfüber in einen Kartoffelsack hängen und mental von Raben, kieksenden Ehefrauen oder schimmelnden Kartoffelschalen unterstützen. Nein, wer wirklich helle sieht, soll einfach auf 10 Leute zugehen und genau das wiederholen, was diese grade gedacht haben. Fertig.

Aber selbst das wäre nach Sendungen wie diesen wohl zu einfach, dürfte es sich doch in 90% der Fälle um den Satz handeln:

„Ob die wohl jetzt eine Werbepause einlegen, wenn ich anfange, den Kerl im Grufti-Outfit vollzupinkeln?“


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Artikel

von Klapowski am 23.01.08 in TV-Review

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Kommentare (12)

  1. Hiramas sagt:

    Endlich wird einmal die Wahrheit gesagt.
    Der Uri geller hat wirklich schwein das er so lange damit durchgekommen ist.
    Der soll ja millionen verdient haben das er für Ölkonzerne Löffel verbogen hat, welche dann genau zu den entsprechenden Vorkommen zeigent… So ein schmarn.

    Achja: sollte ich etwa erster sein?

  2. Imperator sagt:

    Wenn man daraus wenigsten eine gescheite Zaubershow gemacht hätte, gäb’s ja eigentlich gar nix zu meckern. Das dumme ist nur, dass bisher kein einziger wirklich guter Trick dabei war. Die eine Hälfte besteht aus aufgewärmten Uralt-Nummern („Zieh-ne-Karte“ mit Fleischbeschau aufgemotzt), bei der anderen Hälfte merkt man sofort, dass die nur funktionieren, wenn die angeblich „ahnungslosen“ Promis in Wirklichkeit eingeweiht sind. Der letzte Trick des Pumuckl-Pärchens war wohl das offensichtlichste Beispiel dafür: Meister Eder legt vier Revolver im Uhrzeigersinn auf den Tisch. Weiblicher B-Promi #74 läd einen davon und legt ihn „zufällig“ GEGEN den Uhrzeigersinn wieder zurück. Bei einem so plumpen Trick war es eigentlich keine Überraschung, dass die beiden geflogen sind. So tragisch wird es für aber sicher nicht sein. Ich da so eine Vermutung, dass die beiden nebenbei noch irgendein abartiges SM-Studio betreiben, wo sich solche Sachen bestimmt sehr gut vermarkten lassen…

  3. Raketenwurm sagt:

    Glaube ich nicht. Bei einer Domina, die so eine furchtbare Stimme hat, bekommt man doch als Sklave erst gar Keinen hoch…

    Die Show. Ja, die besteht leider wirklich nur aus übelsten Taschenspielernummern. Wenn Uri Geller da allein mit seinen Löffeln und Uhren herum-mentalisiert, hätte das ja für eine Sendung ansich durchaus einen gewissen Unterhaltungswert gehabt. Sich aber jetzt unter dem Label „Uri Geller“ nur die aufgeblähten Standard-Tricks von größtenteils sehr schlechten Nachwuchsfidibussen anzuschauen, zaubert auch mir nicht mal ein müdes Lächeln ins Gesicht. Und wenn das Ganze wenigstens als magische Talentbude daherkäme, da könnte man zumindest sagen „Nette Idee, nur bei der Kandidatenwahl lag Pro7 daneben.“. Stattdessen werden einem diese alte Hüte auch noch als Wunder verkauft. Da hab ich mich ja selbst damals bei den Auftritten vom Zauberpeter (->Zauberpeter.com) noch mehr gewundert, wenn auch nur darüber, wo er in der DDR so einen tollen Zylinder und Zauberstab auftreiben konnte. Wir hatten ja eigentlich nichts…

  4. Imperator sagt:

    Zitat:
    Glaube ich nicht. Bei einer Domina, die so eine furchtbare Stimme hat, bekommt man doch als Sklave erst gar Keinen hoch…
    Zitat Ende

    Ich dachte da eher an so abgedrehte Psycho-Nummern á la „Four Rooms“

  5. Crysis sagt:

    Ist das eigentlich so gewollt, dass der letzte Teil des Artikels komplett in anderer Schrift und Größe ist? Oder war da ein Schriftgrößen-Verbieger am Werk?

    Zur Show gibt es eigentlich nichts zu sagen, was nicht schon gesagt worden wäre, außer vielleicht: Die Wahrheit ist irgendwo dort draußen…oder hier drin….oder auch irgendwo anders halt…je nachdem…

  6. Otto Normalzuleser sagt:

    Uri Gellers Löffeltrick ist übrigens auch nur ein mieser Trick. Wenn man Löffel stark hin- und herbiegt, ist irgendwann die Belastungsgrenze erreicht, wo bei nächsten Biegen das Metall bricht. Dass das vom Ulrich Keller ausgenutzt wird, hat sich gezeigt, als man die Löffel vor der Show einmal vor ihm weggeschlossen hat. Da haben die Kräfte dann komischerweise versagt…

  7. Klapowski sagt:

    @Crysis:

    Bei mir sieht alles normal aus. Was für einen Brauser benutzt Du denn? Sparki optimiert die Seite neuerdings nämlich nicht mehr für MS-DOS-Anwendungen, hat er gesagt.

    @ Otto Astralzuleser:

    Faszinierend… einfach! Wobei man für das Umbiegens eines Löffels eigentlich schon fast ein Werkzeug hinter den Kulisen bräuchte. Ich habe es Vorgestern nämlich ebenfalls vor dem Fernseher probiert („Gnaaaaah! Will… auch… mentale… Kräfte… haaarrrrbäään! Ächz.“) und so ein Esswerkzeug ist tatsächlich erstaunlich stabil. Wobei mich ja wirklich mal interessieren würde, ob im Show-Publikum und Zuhause nur Faker sitzen, die seit Jahrzehnten ihr Metall-Gedöns kaputt treten, nur um dann (gespielt) begeistert beim Sender anrufen zu können… Auf Berühmtheit und Reichtum werden die ja kaum hoffen, oder?

    Das wäre fast so, als würde ich meinen CD-Player aus dem Fenster werfen, um mich danach beim Straßenverkehrsamt für die solide Bauweise des städtischen Pflasters zu bedanken.

  8. Hiramas sagt:

    Wie du schon gesagt hast Klapo…
    Wenn der Herr Keller auf seine „Kräfte“ vertrauen würde hätte der sicherlich schon die Millionen eingesackt, die in den USA für den Beweis paranormaler Phänomene ausgeschrieben wurden.
    Ihr müsst euch mal den Wikipediaartikel durchlesen. Bei der Biografie is der Artikel noch zu kurz geraten.
    Fotomodell, Bulämie, CIA-Auftragsarbeit und er hat Gorbatschow dazu gebracht die Mittlestreckenraketen abzuschaffen…..

    http://de.wikipedia.org/wiki/Uri_Geller

  9. Crysis sagt:

    @Technik: http://img107.imageshack.us/img107/7836/fehlereq0.jpg
    (Firefox unter WinXP, bleibt auch nach nem + so…mir jetzt aber wohl wurscht)

    @Topic: Was mich hier am meisten wundert ist wohl, dass ihr euch wundert, dass das ganze kein Wunder ist. Will sagen: Klar macht der gute nur Taschenspielertricks, wer hat denn wirklich was anderes gedacht? Der ganze Hokus Pokus drum herum ist halt die übliche Volksverdummung, die bei einem „professionellen“ Zauberer fast schon Pflicht ist. ICH zaubere schließlich auch gerne auf Tante Gerdas Geburtstag Münzen weg oder Karten her.

    Zugegeben, dass der gute nach wie vor Steif und fest behauptet und verklagt ist schon reichlich mit der Hand vor die Stirn…aber wenn wir da erst mal anfangen…

  10. bergh sagt:

    tach auch !

    @crysy
    Bübchen
    halte mal die STRG Taste fest und dreh am Rädchen.
    Und dann gucjst Du was der Cursor macht. ;-)

    Zum Thema: (Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen verlautet Uri’s Zauberspruch wäre enträtselt.
    Schrift Sachverständige sagen es ist althebräisch und würde übersetzt heißen.

    Uri , Uri komm auf Touri.
    [SCNR]

    So alte Kalauer sterben halt nie.

    Gruss BergH

  11. Vanquish sagt:

    Den Trick mit der Pistole mache ich auch mit vier geladenen und entsicherten Waffen. Manche modernen Modell schießen nämlich nicht, wenn die Mündung verdeckt ist (beispielsweise von einer Schläfe)

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