Film- und Serienkritiken

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„Star Trek“-Kult in Serie: Drei weitere Serien angekündigt

Nachdem Alex Kurtzman sich zugunsten von Michael Chabon, Michelle Paradise und Dieter Bohlen aus den laufenden Trek-Amtsgeschäften zurückgezogen hat, war es für 3 Tage ruhig um seinen sonst so eifrig kratzenden Füllfederhalter. Doch nun endlich kehrt der Meister zurück, um weitere spannende Abenteuer zu skizzieren! So gab er gestern im irischen Satellitenfernsehen („Sat;Ire Pur“) bereits weitere Trek-Planungen bekannt.

Ja, Alex Kurtzman stellte nicht weniger als DREI weitere Trek-Serien vor, die noch vor dem Herbst 2019 in Produktion gehen sollen, um pünktlich zum Weihnachtsfest ausgestrahlt zu werden.

Wir fassen die Fakten zusammen und lassen stets auch den Meister selbst zu Wort kommen:


„Number One – The Early Years“

Kurtzman: „Im Laufe der letzten Wochen erhielten wir zahlreiche Mitteilungen von Fans, dass sie gerne mehr über Pikes Nummer Eins erfahren hätten. Und ich muss sagen, dass wir das verstehen! Wir alle lieben diese ikonische Figur und konnten es damals schon kaum abwarten, mehr über ihren Hintergrund zu erfahren. Woher kommt sie? Was treibt sie an? Wieso wurde sie zu einer der wichtigsten weiblichen Figuren der SF-Geschichte? Ich denke, dass wir sehr talentierte Autoren haben, die all das erforschen können, wie diese Frau zu dem ist, was sie geworden ist, was ich für sehr aufregend halte und auch gespannt bin, dies zu erfahren, weil wir es den Fans schuldig sind, dass wir auch den Werdegang jener Figuren zeigen, die uns allen wichtig ist, weil sie uns inspiriert hat, weil … “ (Rest wurde von uns gekürzt)

Der Inhalt:

In der Serie soll es – ersten Gerüchten zufolge – um die ersten Jahre der Figur gehen. Unter anderem wird „Number One“ (Rebecca Romijn) in der Starfleet-Akademie einem eher unsympathischen Anleiter zugeordnet, der sie herablassend behandelt. Und das, obwohl sie zu den besten Schülern der letzten zehn Jahrgänge gehört!

Doch als sie in der Pilotfolge auf einem Erkundungsflug mehrere Befehle verweigert, um ein versklavtes Volk zu befreien (= zwei Völker im Krieg. Aber eines der beiden kontaktiert die Sternenflotte halt als erstes), beginnt ein Umdenken im Führungsstab. Fortan wird die junge Fähnrichs-Frau mit besonderen Aufträgen für besonders vielversprechende Nachwuchskräfte betraut. – Gerüchten zufolge sollen auch Spock, Kirk, Pille, Harry Mudd und Schwester Chapel (dargestellt von einer mexikanischen Schauspielerin) als temporäre Kollegen mit dabei sein. Auch der junge Leyland aus „Sektion 31“ ist als Gegenspieler eingeplant.

Spock soll zudem von einem 20-jährigen Jungschauspieler besetzt werden, der Ethan Peck sehr ähnlich sein soll, welcher bekanntlich Zachary Quinto sehr ähnlich sein soll, welcher wiederum Leonard Nimoy sehr ähnlich sehen soll.

Die Serie startet im Sommer 2020 bei Hulu und wird ein Budget von 4,45 Mio. pro Episode besitzen. Der von Alex Kurtzman bestellte Showrunner heißt Lydia Reglitz und ist ein transsexueller Sportschwimmer aus Nebraska.


„Star Trek – Klingon Wars“

Kurtzman: „Die Klingonen sind das, was jeder mit Star Trek verbindet. Sie sind ikonisch, bekannt, kultig, haben eine eigene Sprache, sind faszinierend, fremdartig, kamen bereits in „Star Trek – Into Darkness“ vor und verkörpern somit den Geist und die Seele von Star Trek. Kurz gesagt: Wir wollten noch irgendetwas mit ihnen machen. Umso mehr, weil wir die Rufe der Fans erhört haben, die sich die Kriegerrasse etwas anders als in Staffel 1 vorgestellt haben. Da wir sie inzwischen wieder mit Haaren ausgestattet haben, sind wir nun bereit, diese Serie als Wiedergutmachungsgeschenk für alle Trekkies zu starten. – Oder, wie sie selbst es ausrücken würden: Schmap’la!“

Der Inhalt:

Alle glauben, dass das Kind von L’Rell und Tyler in der STD-Folge 2.03 getötet wurde. Doch ein klingonischer Det’Ekt’iv namens Kroll findet über komplizierte Umwege (= es wird ihm ungefragt per Audiobotschaft mitgeteilt) heraus, dass der Junge in ein Kloster gebracht wurde. Dort wuchs er – dank Zeitkristallen – innerhalb von wenigen Wochen zu einem stattlichen Greis heran. Siehe dazu auch die Discovery-Folge 2.12.

Kroll findet nach wenigen Minuten, dass der Alte ein äußerst weiser Mann ist, der das Volk wieder mit sich selbst versöhnen könnte. Und indem er dem Greis einen weiteren Zeitkristall in die Frühstücksflocken mogelt, wird aus dem gealterten Mönch wieder ein 25-jähriger Vorzeigeklingone – bereit, den eisernen Bathlet-Thron zu besteigen.

Doch: Die Kampfmönche im Kloster bekommen Wind von dem Plan und versuchen die beiden vor ihrer Abreise umzubringen. Mittels Zeitkristalle rufen sie Krieger aus mehreren Jahrhunderten herbei und jagen das ungleiche Gespann. Erst um den Mond, dann im Weltraum und später auf Cronos selbst. Gerüchten zufolge schneiden sich ALLE hierbei wieder die Haare ab, da man sich in einem kriegsähnlichen Zustand befindet. Um die Fans nicht erneut zu verärgern, werden die Klingonen aber kaschierende Hüte tragen…

Gerüchten zufolge soll durch einen Zeitsprung sogar der beliebte Charakter T’Kuvma zurückkehren. Die demnächst vorbestellbaren Actionfiguren seien bereits in Arbeit.

Die gesamte Staffel ist auf insgesamt 19 Folgen ausgelegt, von denen jede einzelne zwischen 31 und 69 Minuten umfasst (= Netflix). Mehrere Short-Treks von 5 bis 34 Minuten sind ebenfalls geplant (= Amazon). Das Budget wird zwischen 2,5 und 12 Millionen Dollar pro Episode liegen. Zur Showrunnerin bestellt wurde eine 27-jährige Kindergärtnerin aus Minnesota.


„Star Trek – Forms“

Kurtzman: „Wir haben bekanntlich zwei Zeichentrickserien in der Entwicklung, von der eine lustig wird, während die andere für Kinder ist. Doch wir spürten, dass das noch nicht ausreicht, um möglichst viele Fans zu erfreuen. So kamen wir auf die Idee, eine Stop-Motion-Serie mit Knetfiguren ins Leben zu rufen. Denn unser großes Vorbild „Wallace & Gromit“ ist ja ebenfalls lustig, charmant und gleichzeitig für Kinder geeignet. Wir denken, dass Stop-Motion-Animation mit Knetgummi sehr geeignet ist, das Franchise voran zu bringen. Denn in Umfragen aus dem Jahre 2013 kam heraus, dass gerade ST-affine Frauen im mittleren Alter diese Kunstform überproportional schätzen.“

Inhalt:

Während einer Außenmission auf Celtris VI wird der junge Commander William Peckert von einem herabfallenden Stein platt gedrückt. Doch durch ein Wunder überlebt er und hat fortan die Fähigkeit, jede beliebige Form anzunehmen. Als „Section 31“ darauf aufmerksam wird, nehmen sie Peckert gefangen und bauen eine Maschine, um seine neuen Knetgummi-Fähigkeiten auf andere Menschen zu übertragen. Durch einen recht ungewöhnlichen Zufall gerät ein intelligentes Schaf namens Pawn in die Zelle von Peckert. Gemeinsam macht man sich nun daran, vom Schiff zu flüchten und auf einem Farmplaneten zu landen…

Die Serie soll 47 Folgen à 8 Minuten erhalten. Das Budget liegt bei 9,9 Mio. Dollar pro Episode. Die Ausstrahlung erfolgt dann abwechselnd über YouTube, CBS, dem Disney-Streaming-Dienst und einem neuen Anbieter namens „Walmart TV“. Der Showrunner wird diesmal ein Mann sein, der eine Behinderung aufweist, die ihn aber nicht wesentlich einschränkt, sich jedoch in den Sozialen Medien gut vermarkten lässt. Bewerbungen für diese Stelle werden von CBS entgegen genommen.


Zuletzt möchten wir noch ein paar Gerüchte zur dritten Discovery-Staffel veröffentlichen:

– Michael Burnham wird bei einem Transporterunfall in das Spiegeluniversum gelangen. Wo bereits eine Spiegel-Discovery auf sie wartet, die ebenfalls einen 1000-jährigen Zeitsprung machen musste.

– Um die neue, kreative Freiheit noch zu vergrößern, soll die STD-Crew danach angeblich die Milchstraße verlassen.

– In einer anderen Galaxie angekommen, wird man in eine Art Überdimension gezogen, wo völlig neue Wesenheiten warten.

– In dieser Dimension vergeht die Zeit außerdem deutlich schneller, so dass man erneut 100.000 Jahre in die Zukunft reist.

– Trotzdem wird man an diesen Orten abwechselnd auf Harry Mudd, Spock, Botschafter Sarek, Amanda und Sarus Schwester treffen.

Kurtzman selbst sagt zu diesen Gerüchten: „Wir denken, dass wir nun wissen, was die Fans sich wünschen, was sie erwarten und was sie wollten, um das zu bekommen, von dem sie sich wünschen, das wir es ihnen geben sollen. Ich denke, es ist eine tolle Zeit für SF und zu der Erforschung von Dingen, deren Grenzen man schon immer erfahren wollte, was Ausdruck jener Wünsche ist, die sich die Fans wünschen.“


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Artikel

von Klapowski am 06.08.19 in Star Trek

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Kommentare (5)

  1. Nummer 6 sagt:

    Das Highlight wird auf jeden Fall „Forms“. Was die Serie nämlich so teuer macht: Jedes Einzelbild wird vorher in 3D computeranimiert und dann per 3D-Drucker als Knetfigur repliziert und dann stereofotografiert.
    Ich bin gespannt, ob die Materie gewordenen Frames alle wieder eingeschmolzen werden, oder wenigstens die schönsten der mindestens 7200 Skulpturen pro Folge von Fans gekauft werden können – vielleicht als Versteigerung für einen guten Zweck?

  2. Grinch1969 sagt:

    Omelette dü fromasch…..

  3. Ennio sagt:

    Ich habe mich sehr amüsiert beim Lesen.Danke dafür!
    Leider verging es mir anschließend wieder denn mir wurde kalr, dass darin durchaus ein Fünkchen Wahrheit steckt..

  4. Reichsführer CBS sagt:

    Den PR-Ton der Amis hast du gut hinbekommen. Inklusive der hölzernen Direktübersetzung, wie sie auf Film- und Serienportalen an der Tagesordnung ist. Fehlen nur noch Relativsätze mit fehlenden Kommas und Konkurrenzseiten, die sie beim Kopieren unkorrigiert übernehmen.

    Könnte wirklich von Körtzmän oder anderen Offiziellen kommen. Erschreckend.

  5. Zuse sagt:

    Heil Körtzmän!

    Mit „war es für 3 Tage ruhig um seinen sonst so eifrig kratzenden Füllfederhalter“ spielt Klapo sicherlich für die für ST-Fans mit Infos überschwappende LV-Con an.

    SDCC brachte uns den Mr. Pickert Grauß-Trailer und mehr, ein paar Tage vor STLV noch etwas Gesabbel vom Kurzen bei Kritikern.

    Auf der eigenen Con dann Nichts, Nothing, Nada

    außer „Kauft Fotos und Autogramme“ der „alten“ Stars – nichtmal ein Special Shot von Number One.

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