Film- und Serienkritiken

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„Ich (ver)schwör, ey!“ – Teil 2: Die Mondlandungen

„Mond ist ihr Hobby“ – So oder ganz anders könnte man das Kredo derjenigen Zusammenfassen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, keine vernünftige mehr zu besitzen. – „Die Mondflüge haben niemals stattgefunden“ behaupten nämlich seit vielen, leider sehr stattgefunden habenden Jahren diverse Sachbuch-Gestalten. Die Beweise? Eine angebliche „Sieben“ im Physik-Leistungskurs (obwohl das Schulnotensystem doch nur bis „6“ geht, hahaa!) und das diffuse Gefühl, dass man ja gar nicht auf dem Mond hätte landen können. Zumindest bei Neumond wäre es da oben ja auch viel zu eng gewesen…

Doch in Erweiterung des ersten Teils unserer mittelgroßen Verschwörungs-Reihe zuerst noch folgende Worte zur Einleitung:

Manche haben sich vielleicht bereits gefragt: „Daniel, warum in aller Illuminaten Namen tust Du das? Abgesehen davon, dass Du uns den Geheimdienst auf den Hals hetzt, kann es Dir doch egal sein, was die Leute denken. Ob da nun einer am 11. September mehrere Straßenlaternen mit startenden Cruise Missles verwechselt hat oder nicht: Who cares?“

Mich cares! Wo kämen wir da denn hin, wenn enorm wichtige historische Tatsachen so verdreht werden, auf dass ganze Bevölkerungsschichten daran ihr polem… politisches Denken ausrichten? Und wir reden hier ja nicht nur von Personen, die sich in Talkshows um die ordnungsgemäße Vergabe der Titel „Schlampe“ und „Rabenvater“ streiten, sondern von ansonsten respektierten Personen der Öffentlichkeit. – Denn mit dem ersten Glied ist die Kette geschmiedet! Wehret den Anfängern! Wer sich anhand von verwaschenen YouTube-Videos über Nacht zum Videoexperten fortbilden lässt („Da darf gar kein Blitz auf der Aufnahme sein! Ich weiß es, denn ich habe mir damals mal die Super-8-Kamera von meinem Bruder geliehen!“), ist auch zu ganz anderem (un)fähig.

Denn, was ist, wenn es bei einer „Verschwörungssache“ mal nicht um die verhassten Amerikaner geht, auf die man eh immer einschlagen kann, weil sie den verdammten Hamburger erfunden haben, den ja kein Mensch essen mag? Was ist, wenn es um kleinen oder großen Dinge des Alltags geht, bei denen wir täglich entscheiden müssen, was wir glauben? – Hat unser Nachbar zum Beispiel Kinder missbraucht, weil er an einem Tag mehrere Male gesehen wurde, wie er fremde Blagen in seine Wohnung bat? Wieso hat er ihnen Süßigkeiten geschenkt, obwohl die lieben Kleinen doch nur mit einer Laterne und deutschem Liedgut bewaffnet durch den kalten Spätherbst ziehen wollten?

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„Nach den Mondlandungen fragen sie mich? Jeder halbwegs vernünftige Mensch weiß doch, dass die nicht stattgefunden haben!“ – Lass ma’ stecken: In bestimmten Teilen der Bevölkerung ist die Ablehnung der NASA-Missionen besonders groß. Man weiß vorher nicht unbedingt, bei welchen Personen GENAU, aber manchmal existieren durchaus einige deutliche Alarmsignale.

Moralisch besteht natürlich ein großer Unterschied dazwischen, ob man nun den Holocaust leugnet, oder aber die Tatsache, dass Flugzeuge in das World-Trade-Center oder das Pentagon geknallt sind. Inhaltlich aber ist es die gleiche Mischung aus Geschichtsleugnung, leichtfertiger Hobbyforschung der Marke „Ich weiß es besser als die Augenzeugen“ und einer gewisser Portion quasireligiösem Fundamentalismus. Und genau hier muss ein Schlussstrich gezogen werden. Bis hier her und (leider) oftmals noch viel weiter!

Gut, auch ich würde vor Freude in mein Raumschiffmodell beißen, wenn Erich von Däniken Recht behalten würde und irgendwann herauskäme, dass Außerirdische unsere Menschheit erschaffen und angeleitet haben. Einfach, weil’s mir als Alienophilen, Zukunftsgläubigen und Glibberwesenanbeter außerordentlich gut in den Kram passen würde. In einen ganzen Kramladen, wohlgemerkt. Aber behaupte ich trotz interessanter Denkansätze ernsthaft, dass Raumschiffe den Ägyptern die Pyramiden gebaut haben, statt für ordentliche Fahrradwege zu sorgen? Oder sich Aliens als Götter ausgegeben haben, um sich Tausende von Jahren später über die ulkigen Stoffklippen auf dem Kopf es Papstes lustig zu machen? Nö. Ich hab’ ja nix am Kopp. Zumindest nicht in diesem Fachbereich.

Ergo: Die Suche nach Wahrheit sollte man niemals aufgeben. Auch nicht bei der Gepäckaufgabe zum Phantasten-Wunderland. Und auch, wenn allerlei Verschwörungstheoretiker behaupten, Wahrheitssuche zu betreiben, argumentieren sie meist vom ersten Moment an in einer Welt der Unlogik, Marke: „Nervt mich doch nicht mit Fragen, wie denn Hunderte oder Tausende von Komplizen eingeweiht sein können, sondern seht Euch lieber das dritte Standbild von links an! Sieht irgendwie komisch aus, oder? Ich habe dazu mal eine Powerpoint-Präsentation vorbereitet…“ – „Äh. Herr Dozent? Könnten sie vielleicht die ganzen Pfeile, Diagramme und die esoterischen Heiligenbildchen am Rand ausblenden? Wir können das Originalbild fast gar nicht mehr sehen.“ – „Guuuuter Einwand! Darauf wollte ich geraaade zu sprechen kommen!“

Doch kommen wir nach dieser Einführung nun zum heutigen Thema: Warum hat die Mondlandung WIRKLICH stattgefunden, und wenn nein: Warum doch?


Typ 1): Der Generalzweifler („Ist technisch gar nicht möglich gewesen“)

Gerade bei den Mondlandungsleugnern habe ich oftmals das Gefühl, dass ein großer Teil des Zweifels alleine dadurch gesät wurde, weil man sich als Durchschnittsbürger nicht vorstellen kann, dass Menschen auf einem anderen Himmelskörper herumgelaufen sind. – Doch statt zuzugeben, dass sich das eigene technische Verständnis oder auch die eigene Phantasie nicht über einen makellosen Schrebergartenzaun hinauswagt, dichtet man lieber in Spießbürger-Manier an Mondlandungs-Verleugnungsstorys, auf die damals nicht mal die Russen selbst in den Un-Sinn gekommen waren.

Mondlandung! Pah! Der Mensch im Weltraum! Doppelnasenrümpf! – Das wäre ja auch fast so, als wäre der eigene Sohn schwul! Oder als würde man sich selbst gegenüber zugeben, dass man mit einem täglichen Alkoholkonsum von 15 Wacholderweinflaschen ein Problem hat, das deutlich über chronisch überfüllte Altglascontainer hinausgeht! Fühlt sich halt alles irgendwie falsch und seltsam an. – Überhaupt: Einfach auf dem Mann im Mond landen und dort die schöne Wüste verwüsten? Was sollen denn da die Nachbarn denken??

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„Ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer – Gäääähn – Schritt für einen langweiligen Sonntag-Nachmittag.“ – Später auch Live(?) und in Farbe: Nach Apollo 11 landeten noch ganze 5 andere Crews auf dem Mond. Die meisten von ihnen verschwanden danach auf unheimliche Weise… Nachdem sie kurz auf dem Klo waren, kamen sie allerdings recht schnell wieder. Puh. Glück gehabt…

Eher glaubt man da doch, dass Leute nackt auf den Mount Everest kraxeln oder mit dem Fahrrad den Äquator umrunden, solange es in einem seriösen, jährlich erscheinenden Fachmagazin wie dem „Guiness Buch der Rekorde“ steht. Das klingt für viele realistischer als die von den Medien behauptete Tatsache, dass die „Menschheit den Weltraum erobert hat“. Wobei dieser gern benutzte Satz tatsächlich ein paar Quadrilliarden Lichtjahre zu hoch gegriffen ist und somit Widerspruch geradezu herausbeschwört. Dass die Landung auf unserem Erdtrabanten eine – galaktisch betrachtet – geradezu lächerliche Leistung ist und mit der „Eroberung des Weltraums“ ungefähr so viel zu tun hat, wie meine tägliche Eroberung unseres Planeten, wenn ich kurz zum Briefkasten laufe, wird dabei gerne übersehen.

Hätte man die Menschheit im Kalten Krieg nicht jahrlang mit Superlativen angefüttert (es fehlten eigentlich nur noch Propagandabilder, in denen ein Astronaut dem Lieben Gott schelmisch in die Milz knufft), könnte man heute die Mondlandung als das sehen, was sie ist: Eine technisch wie auch physikalisch solide Ingenieursleistung. Innovationstechnisch irgendwo knapp oberhalb von Hybridantrieb und Energiesparbirne, vom organisatorischen Aufwand hingegen irgendwo zwischen „Domino-Day“ auf RTL und dem Bau der Pyramiden.

Nüchtern betrachtet wusste schon Isaac Newton vor exakt 341 Jahren alles, was für die Theorie notwendig war: Zum Beispiel, dass allein die Gravitation eines Durchschnittsapfels unsere Welt zusammenhält (oder so ähnlich) und wie man die Anziehungskraft und daraus resultierenden (Fall)Geschwindigkeiten berechnet. Oder aber auch, wie man Kräfte per Newtonmeter messen kann, damit zukünftige Generationen im Physikunterricht ein Gerät haben, dessen Spirale sie lustvoll zerlegen können. Kurz: Da sich Isaac auch sehr für den Weltraum interessierte, hätte er das erste Raumschiff sicherlich auch gleich selber gebaut, wenn er auf dem Unigelände zufällig an den Erfinder des Flüssigtreibstoffs geraten wäre.

Damit hätten sich viele Fragen der „Generalzweifler“ bereits erübrigt, außer vielleicht: „Wozu braucht Isaac Newton ein Raumschiff?“

Wenn man dann noch weiß, dass fast 40 Jahre an einer brauchbaren Raketentechnik getüftelt wurde (wenn man beim Alten China zu zählen beginnt, sogar 700 Jahre), erscheint das Ganze dann fast als ZU SPÄT durchgeführter Sonntagsschulausflug. Von wegen, „So-was-war-in-den-60ern-nicht-möglich“, was wirklich ein beliebtes Argument der Zweifler ist! – Einfach ordentlich Treibstoff in die Haxen geschraubt, ein bisschen sauren Stoff zum Atmen mitgenommen und vorher ein paar brillante Mathematiker mit den läppischen Schub- und Lenkdetails beauftragt! Und schon geht für einen verschwindend geringen Teil der Menschheit am Horizont plötzlich die Erde auf…

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„Bitte noch einmal! Und diesmal bitte mit etwas mehr Pathos beim Aufsetzen des Absatzes, ja?“ – Dem Regisseur ist nichts zu schwör: Nachdem die Bananenschalen und Brötchenreste des Cateringservice weggeräumt worden sind, geht es jetzt endlich an’s… Gehen. Auf Außenaufnahmen wurde übrigens verzichtet, da Armstrong trotz aller Sicherheitsmaßnahmen ständig in den gleichen Hundehaufen trat…


Typ 2): Der Verschwörungszweifler

Die Hauptgruppe. Und natürlich haben sie in einer Sache durchaus Recht: Grund genug, die Mondlandung vorzutäuschen, hätten die Amerikaner genug gehabt. Da wäre nur einmal die seltsame Auffassung im Kalten Krieg, dass man nur vor jemand anderen irgendwo ankommen muss, um fortan für immer mit dem roten Feuerwehrauto spielen zu dürfen. Für ein paar Milliarden Dollar zusätzlich auch ab und zu außerhalb des normalen Sandkastens. – Quasi Schwanzvergleich zwischen dem halben Kontinent links und dem halben Kontinent rechts. Ein bizarrer Wettlauf um das Privileg, die eigene Zunge in die Richtung des Kontrahenten rausstrecken zu dürfen.

Daher hätte man die Mondlandung sicherlich gerne gefälscht. Man hätte „nur“ irgendwas Raketiges in Richtung Mond schießen müssen, das dann heimlich in Tante Rosis Kartoffelacker wieder landet. Oder halt sinnfrei im Weltraum verschwindet, zwecks Vernichtung des Bescheißmaterials.

Nur: Die ganze Rakete, die Fahrzeuge und das Landemodul hätten theoretisch perfekt funktionsfähig sein müssen, damit die geschätzten Hundert- bis Tausendschaften von Technikern, Planern und Zuliefern keinen Verdacht mit dem GANZ großen Schöpflöffel schöpfen. Denn man kann schlecht angemalte Pappkartons als Computerkonsolen verbauen, ohne vom Buchhalter irgendwann einen irritierten Anruf zu bekommen: „Äh, ich habe hier noch 2 Millionen auf dem Konto für die Computersysteme. Wann soll ich die denn an weeen auszahlen? Wie, `Ausgaben Weihnachtsfeier`?“

Ähnliches gilt für das Bodenpersonal während der Mission. Denn ich unterstelle nicht, dass Hunderte von Menschen zum Schein an Computerreglern hantieren mussten. Wer glaubt, dass das auf Dauer nicht herauskäme, hat entweder Psychologie bei einem Autisten studiert oder besitzt ein Urvertrauen in die menschliche Unfehlbarkeit, die es sogar unmöglich machen würde, falsche Lottozahlen anzukreuzen. Denn so ein Schwindel käme heraus! ICH persönlich würde die Mondlandungslüge einfach als erhellende Anekdote im eigenen Testament verstecken, um meinen ehemaligen Arbeitgeber noch aus dem Grab heraus zu foppen. Als Strafe für die ganzen Überstunden, die ich damals bei der NASA…nicht schieben durfte, weil ja alles nur ein großer Schwindel war.

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„Guckt mal, Jungs, die Erde!“ – „Netter Versuch, Bodenstation. Netter Versuch. Wir wissen genau, dass ihr uns nur in eine holographische Computersimulation gesteckt habt.“ – „Verdammt! Wie habt ihr uns denn diesmal entlarvt?“ – „Die Vereinigten Staaten waren nicht exakt im Zentrum des Planeten.“ – Probieren geht über Retouchieren: Eine gefakte Mondmission macht so viel Arbeit, dass man mit diesem Aufwand schon 5 Mal erfolgreiches Terraforming des Jupiters hätte betreiben können…

Nun könnte man natürlich behaupten, dass die Mitarbeiter in der großen NASA-Nerd-Halle, die wir alle aus dem Fernsehen kennen, nicht eingeweiht waren. Sie alle könnten ja allesamt nur gefälschte Daten und Funksprüche zum stets richtigen Zeitpunkt empfangen haben! Vielleicht hatte der Raum ja sogar einen doppelten Boden und darunter saß noch einmal die gleiche Menge an (eingeweihten) Mitarbeitern, die ihren unwissenden Deppen weiter oben die falschen Daten und Funksprüche auf die Monitore und Computer gespielt haben! Ja, sooo muss es gewesen sein! Dass ich da noch nicht eher draufgekommen und mit dem Kopf gegen die Wohnzimmerwand gelaufen bin, harhar!

Doch ergibt vielleicht die Analyse des Bildmaterials vom Mond selbst weitere Verdachtsmomente? Solche, die NICHT nur von Medizinern geäußert und „akuter Zwerchfell-Durchriss aufgrund anhaltender Lacheinwirkung“ genannt werden müssen? – Um es vorweg zu nehmen: Nein, offensichtlich gefälschte Bilder gibt es keine. Umso kleinlicher und selbstentlarvender sind die Deutungen der Verschwörungsanhänger, die kein Problem damit haben, die bedeutende menschliche Reiselei(s)tung zu bloßen Studioaufnahmen zu degradieren. Gleichzeitig ist man aber nicht vorausschauend oder intelligent genug, die allgemeinen Vorstellungen der Wirklichkeit auf die Besonderheiten des Mondes zu übertragen. Das Vakuum, die geringere Schwerkraft oder aber simple Besonderheiten einer Kameralinse werden im Wahn der serienmäßig enthüllten „Bildfälschungen“ einfach unter einer großen Sabberschicht begraben.


Der, der den Schatten hat

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„Da passt was nicht! Hier wurden zwei Studioaufnahmen mittels Photoshop (1968er Version) zu einer zusammengestückelt! Und glaubt mir, mit Stückeln kenn’ ich mich aus, weil ich mir meine Schuhe nur nach einer schrittweisen Bild-für-Bild-Beschreibung zusammenbinden kann!“ – Scheiß Schatten: Da das Studio zwar 17 Meter hoch, aber anscheinend nur 3 Quadratmeter groß war, musste jeder Astronaut einzeln aufgenommen werden. Dummerweise ist zwischen den Takes aber der Verschwörungs-Azubi an die Deckenfunzel gekommen…

Schatten sind besonders beliebt bei Verschwörungstheoretikern, und das nicht nur, weil man so oft einen Kobold in ihnen findet. Nein: Ihre Berechnung erscheint auf dem ersten Blick so hübsch simpel, dass sich an diese „einfache“ Aufgabe jeder herantraut, der in der Schule nicht ausgerechnet in der Stunde gefehlt hat, in der das Lineal durchgenommen wurde. – Einfach eine Lichtquelle nehmen, von dort aus einen Strich zum höchsten Punkt eines schattenwerfenden Objektes ziehen, dieses bis zum Boden durchhalten und voilà: Die Schattenlänge und dessen grobe Richtung liegen so sicher auf dem Boden der Tatsachen wie ein Badezimmermatte vor dem heimischen Lokus.

In der Realität hingegen verweigert sich diese simple Methode dem müden Montagsmaler oftmals. Und das sogar noch mit zunehmender Wahrscheinlichkeit, sobald wir die Garagenauffahrt verlassen und 3 Schritte in die wilde Wildnis wagen, z.B. in den Hügeln des städtischen Kinderspielplatzes. Denn die Beschaffenheit des Bodens kann so einem Einheitsschatten auf Diät ganz schön zu schaffen machen! Plötzlich wächst die amtliche Verdunkelungsfläche auf das Doppelte an, und das nur, weil sich ein klitzekleiner Hang von beispielsweise nur 10 Grad Neigung vor uns auftut. Und wenn die Sonne NOCH niedriger steht, eilt der dunkle Begleiter dem Menschen gar so weit vor, dass z.B. Lucky Luke zwar immer noch SCHNELLER als sein Schatten schießen könnte, seine Kugeln das Ende mangels Reichweite aber fast nicht mehr erreichen.

Für echte Verschwörer ist das natürlich hochgradige Quantenphysik für Fortgeschrittene. Und ob diese es glauben oder nicht, das obige Bild lässt nur eine Deutungsmöglichkeit zu: Der Erdtrabant zeigt halt einfach mehr Beulen als ein Topmodel Beckenknochen. – Und das reicht höchstens für eine leckere Zeitungsente mit Gammelfleischcharakter. Und DIE fände man wiederum wohl in der BILD-Zeitung: „SKANDAL! Bundesstraßen auf Mond in schockierendem Zustand!“


Im Dunkeln ist gut… MUNKELN!

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„Sag mir, wooo die Sterne sind. Wo sind sie gebli-hi-bään?“ – Sag mir, wo die Hirne sind! Mädchen pflückten sie geschwind? – In Anlehnung an den bekannten Anti-Kriegs-Song von Pete Seeger möchte ich nun dieses Suchrätsel einleiten, das erst kürzlich auf 9Life seine Premiere feierte…

Keine Sterne…? Und das gleich hinter dem Mann im Mond und der Frau im Spiegel? – Ja, das ist wirklich seltsam! Da lässt man die Mondlandung im Studio nachdrehen und vergisst vor lauter Zeitdruck (nur so eine Redensweise; liebe Verschwörungsfreunde. Der Zeitdruck war nicht wirklich laut und wurde daher von niemanden gehört) das gedruckte Poster für den Hintergrund.

Und es kommt sogar noch doller! Und weniger! – Auf aktuellen Weltraumaufnahmen sind nämlich immer noch keine Sterne zu sehen! Egal, ob da nun eine Raumstation sabo… äh, repariert wird oder Todesstrahl… äh, Rundfunksatelliten im Weltraum ausgesetzt werden: Die galaktischen Funkemariechen sind ungefähr so abwesend, wie wir GEZ-Zahler es uns auch von ihren irdischen Vertreterinnen im Fernsehen wünschen würden.

Wer von Euch jetzt immer noch keine Idee hat, woher dieser spontane Verdunkelungs-Urknall kommen könnte, ist herzlichst eingeladen, mal bei einer sternklaren Nacht mit einer normalen Kamera den Himmel zu fotografieren. Das total unheimliche Zauberwort bei dieser Geschichte lautet „Belichtungszeit“. – Denn so ein Durchschnittsstern ist sogar noch weniger helle als ein Verschwörungsgläubiger im Darkroom! Und dass die NASA ihre Kameras nicht anhand des unnützen Blinke-Blankes am Himmel konfiguriert hat, ist wohl hochgradig verzeihlich. – Denn wie sagt die Bibel es schon so schön: „Derjenige, der ohne Schuld ist, werfe den ersten Styroporstein.“


“Ist diese Shuttlehaushälfte eigentlich unterkellert, Herr Makler?“

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„Der Krater müsste aber viiiiiel tiefer sein.“ – Kleine Verwechslung: Dies hier ist ein Raumschiff, kein Schaufelbagger! Aber dass Mondlandungsgegnern bei ihrer Argumentation gar nicht tief genug sinken können, wissen wir ja bereits. Zusätzlich fordern sie allerdings auch noch Kratertiefen, die selbst den Mount Everest neidisch machen würden. – Wenn der denn ein Vulkan wäre…

Das hier ganz offensichtlich Material abgetragen wurde (man erkennt das gut an dem festgestampfen „Ballen“ direkt unter dem Landebein), der Untergrund einige Striemen aufweist und sogar um einiges dunkler ist, interessiert nicht. Übrigens besteht der Untergrund des Mondes – von dem oberflächlichen Staub namens „Regolith“ abgesehen – durchaus auch aus Steinen, deren Kantenhöhe die 1-Millimeter-Grenze teilweise deutlich sprengen. – Zur Verdeutlichung dieses „Nichthomogenitätsprinzips“ (= Auch Deutsch: „Es geht auch anders!“) empfehle ich gewissenhafte Ausgrabungen im eigenen Vorgarten.

Und nur für’s Physik-Protokoll:

1.) Die Landfähre schwebte seitlich heran und beackerte nicht stundenlang eine Stelle am Boden, nur um dem berühmten Buch „Die Reise zum Mittelpunkt der… Monde“ Konkurrenz zu machen.

2.) Da der Mond nur ein Sechstel der irdischen Schwerkraft besitzt, konnte man den Schub wohl auch auf Sparflamme laufen lassen (aber kommt jetzt nicht mit „Feuer auf dem Mond ist ein Beweis für die Fälschung“).

3.) Ohne Atmosphäre gibt es einige chaotische Luftverwirbelungen weniger. Wenn man’s genau nimmt, sogar sehr viele. Der Minikrater konnte also nur direkt unter den Düsen entstehen.


Physiker begeistert: Undunkle Materie auf Mond entdeckt!

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„Entweder liegt’s an meinem übergroßen Appetit, oder man kann WIRKLICH ganz viel von diesem Butterbrotspapier sehen, obwohl diese Seite im Schatten liegt.“ – Ein Wunder ist geschehen! Die Astronauten können wieder sehen! – Im Grunde bemängeln die Kritiker hier nur, dass es im Universum auch Schatten gibt, die nicht die gesunde Schwarztönung der Außenseite eines Schwarzes Loches besitzen…

Auch dieses „Problem“ kann man daheim sehr gut nachspielen. Und zwar im Brettspielklassiker „Wir beweisen die Mondlandung“ – Ein Spiel für bis zu 10 Personen mit zusammen mindestens 30 Hirnzellen. Ein grandioser Spaß für jung und doof! – Zur Vorbereitung wartet man erst mal abends im Wohnzimmer, bis alles stockdunkel ist. Nach diesem Temporären Weltuntergang (keine Angst!) knipse man EINE helle Lampe in der Zimmerecke an und erschrecke sich nicht. Denn wenn ihr Mondlandungszweifler seid, kennt ihr so etwas wie Licht und seine skurrilen Eigenschaften vielleicht noch nicht. Keine Angst! Es sieht vielleicht ein wenig komisch aus, doch wenn man sich erst mal an’s Gucken (=nützlicher Nebeneffekt) gewöhnt hat, kann es sogar Spaß machen!

Nun stelle man irgendetwas Großes zwischen sich und die Lichtquelle. Die eigene Mutti vielleicht oder einen – pschhh, nachts bitte leise beim Herumräumen sein – Kleiderschrank. Wenn ihr nun die Schattenseite des Objektes betrachtet und trotzdem noch Konturen der Oberfläche erkennen könnt, so nennt man dieses Gruselphänomen „indirektes Licht“. Dieses wird reflektiert von euren Tapeten (wenn sie denn hell sind) oder den Matratzen an den Wand (wenn ihr nicht ganz helle seid). Auch das ist soweit normal und kein Grund zur Besorgnis.

Alles andere als das gerade Beschriebene wäre Physik, wie wir sie höchstens aus dem Gamesklassiker „Splinter Cell“ kennen: Eine von 20 Lampen an der Decke der Sporthalle ist ausgefallen und darunter ist der Boden irgendwie dunkler? Dann reinstellen und unsichtbar werden! Wenn auch ihr auf die Physikengine „Real World 1.0“ verzichten könnt, installiert einfach wieder die Version 0.9, die ohne nervige Umgebungsreflektionen. Kommt damit umsonst ins Kino oder errichtet ein geheimes Zeltlager in der Damenumkleidekabine…


Ein Kessel Bunt-Schwarz-Weißes.

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„Waaah! Fälschuuungen! Gebt mir was zum Reinsabbern, das Kinderplanschbecken ist schon voll!“ – Drei, Zwei, Eins: Keins. Hier wird die „Beweis-Führung“ noch an der Hand des verständnisvollen Pflegepersonals durchgeführt… Näheres weiter unten.

Zu S: „So deutliche Spuren im Staub gibt es nur bei nassen Oberflächen!“

Als jemand, der gerne mit Lebensmitteln (ob fest oder pulvrig) spielte, kann ich behaupten: Wenn man nur will, kann man wunderbare Miniskulpturen aus ziemlich trockenen Sachen wie Mehl, Puderzucker und E326 herstellen! Je nachdem, wie gut die Moleküle sich verkanten lasen, ist hier verdammt viel möglich. Und dafür muss man nicht mal Nano-Wissenschaften studiert haben. – Ich wünschte nur, dass ich als Kind ebenfalls mit einem Mondauto über den mit Plätzchenmehl bedeckten Küchentisch hätte fahren können…

Zu R: „Auf dem Stein ist ein „C“ eingraviert worden!“

Was das „C“ auf dem Felsen angeht: Entweder war’s ein Easter-Egg des Produktionsdesigners oder aber vom lieben Gott. Da letzterer auch regelmäßig dafür sorgt, dass es kaum Wolken gibt, die einfach nur nach „Wolke“ aussehen („Guck mal, Sparkiller! Eine Borg auf einer Warpgondel!“), verdächtige ich einfach mal vorzugsweise ihn…

Zu Q: „Die Fadenkreuze waren angeblich auf einer Platte in der Kamera eingebracht. Warum wird es hier verdeckt?“

Die Sache mit dem Fadenkreuz halte ich persönlich für eine der besten Fragen der Mondlandungs-Neutralisatoren. Ich sah das Bild bereits in größeren Varianten mit besserer Qualität und dort ist der Abdeck-Effekt sogar noch deutlicher. Allerdings kennt man in der Fotografie auch den Effekt der „Überblendung“. Auch hier bieten sich Heimversuche mit abfotografierten Haaren an, die man in ein blendend helles Licht hält. Passenderweise ist dies hier auch eine sehr helle Stelle! Der fast weiße Astronaut beweißt… äh, beweist sogar, dass es sich um einen besonders sommerlichen Frühjahrstag auf dem Mond behandelt… äh, gehandelt haben muss.

Und als ich dieses Bild der NASA sah, war ich sogar noch ein wenig beruhigter. Bedeutet es doch, dass allerhöchstens die hellen Stippen in der modernen Raumfahrt gefälscht sind. Und damit könnte ich so gerade noch leben:

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Es gibt noch viele „Zweite-Klasse-Zweifel“ mehr, die sich auf die Mondtemperatur und die Leidensfähigkeit der Kamera beziehen, perspektivische Normalfälle als Fälschungsbeweise abstempeln oder aber behaupten, dass der entsprechende Schatten exakt 3 Zentimeter weiter links hätte stehen müssen. Das meiste ist der selbe Bullshit wie weiter oben und soll daher diesen Artikel nicht künstlich in die Länge ziehen. Denn auf „Künstliches“ habe ich nach den letzten Tagen definitiv keinen Bock mehr! (*dezent auf NASA-Mitarbeiter weis, der im Nebenzimmer mit der Schere Astronauten ausschneidet*)


Zum Schluss: Klapos ureigensten Landungsbeweise:

1.) Das Mondgestein ist zwar wesentlich weniger spannend als Kryptonit, aber immer noch außergewöhnlich genug, um nicht als irdisches Gestein durchzugehen. Forscher auf aller Welt betteln, gieren und verzehren sich nach winzigsten Mengen dieser arg begrenzten Brockensammlung, da sie nur selten einen eigenen Mikroskopbesetzer zugesprochen bekommen. Aber naaaaatürliiich kann man auch Mondgestein fälschen. Man muss die Menge der Eingeweihten ja auch nur um 53 Geologen, Chemiker und Laborhelfer aufstocken. Jetzt kommt es eh nicht mehr drauf an.

2.) Die Hopser auf der Mondoberfläche sehen schon sehr nach geringer Schwerkraft aus. Gut, mit Drähten und High-Tech-Bildmanipulation konnte man den „Low-Grav“-Effekt vielleicht irgendwie fälschen, aber angesichts dieser potenziellen Meisterleistung muss man als Verschwörungstheologe dann wohl auf alle seine eigenen „Beweise“ verzichten. Mit angeblich falsch angeklebten Schatten, vergessenen Sternen und Mondstiefeln mit Klettverschluss braucht man bei diesem Thema dann nicht mehr ankommen. Zu „Crack-ig“ wären die Fälscher dann für diese Fehler gewesen.

3.) Auf dem Mond wurde eine reflektierende Platte zurückgelassen, mit deren Hilfe etliche Sternwarten per Laser den Zentimetergenau Abstand zwischen Mond und Erde errechnen können. Sehr praktisch, wenn ein Pseudowissenschaftliches Magazin wieder mal mit Aussagen arbeiten muss, wie: „Die Dünndärme aller irdischen Lebewesen würden aneinandergelegt drei mal von der Erde zum Mond reichen!“ – Aber sicherlich ist die reflektierende Platte gar nicht auf dem Mond und die Mondlandungsverschwörer hantieren bis heute geschickt mit Taschenspiegeln auf Parabolantennen.

4.) Kein Beweis, aber eine gute Frage: Was genau soll denn nun gefälscht sein? Welche der 6 Mondlandungen bis 1972 hat denn nun stattgefunden? Keine? Hat man sich damals alle paar Monate mit neuen Darstellern und Ausrüstungsgegenst… äh… Requisiten im Geheimstudio getroffen, um wieder eine neue Staffel der beliebten Serie „Temporary LOST“ zu drehen? Ist die Unglücksrakete Apollo 13 auch gar nicht um den Mond herum geflogen, sondern nur erdacht worden, weil der Regisseur der NASA ein Bruder des Vaters von Tom Hanks war?

Interessant ist jedoch, dass viele Menschen bis heute glauben, dass es nur EINE Mondlandung gegeben hat. Ja, bereits Apollo 13 startete angeblich als von der Öffentlichkeit unbeachtete „Routinemission“. Da sieht man mal, wie schnell die Menschen das Interesse verlieren… Aber wahrscheinlich ist alles davon einfach nur bei MIR gelandet.

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„Guck mal, mein Sohn, wo wir überall NICHT gelandet sind!“ – „Wieso fehlt eigentlich Apollo 13 auf diesem Bild?“ – „Weil die es als erste WIRKLICH geschafft haben! Aber das wird von der Regierung natürlich geheim gehalten, diese Schweine.“ – Hopfen und Malz bis heute nicht wiedergefunden: Menschen auf dem Mond: Nö. Marssonden: Ja. Verkehrsflugzeuge: Vielleicht. – Ihr Verschwörungsgläubigen wisst aber auch nicht, was ihr nicht wollt, oder?


Fazit:

9 von 10 „Beweisen“ für die Fälschung der Mondflüge sind schlichtweg so behämmert, dass man den entsprechenden Autoren selbst die „guten“ Fragen nicht mehr widerlegen mag (siehe Fadenkreuz). Denn schon fast befällt einen ein tiefer Zweifel am eigenen Denkapparat, wenn man für eine Gegenbeweisführung mal länger als 10 Sekunden benötigt oder sogar selber in Google nachrecherchieren muss, um danach zu untermauern: „Ja, es gibt Linsenreflektionen!“

Natürlich ist die mangelnde Beweisführung der Verschwörungsfreunde kein Beweis dafür, dass die Mondlandungen wirklich stattgefunden haben. Doch die Wahrscheinlichkeit dafür liegt meiner Meinung nach so hoch, dass es einem schwindelig wird, wenn man auch nur von unten zu ihr hinaufschaut.

Und langsam nerven die Zweifler auch tierisch ab! Daher denkt Euch doch mal langsam etwas anderes aus, was niemals geschehen sein könnte. Meine Favoriten wäre da neben der letzten Benzinpreiserhöhung auch die Entstehung der menschlichen Vernunft …

Vielen Dank für’s Zustöhnen.

Und zum Schluss noch ein kleines Video zum Ausklang. Auf der Original-YouTube-Seite wird dieses zeitgeschichtliche Dokument allerdings traurigerweise nur mit einem bedacht: Lauten „Fake!“-Rufen…

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Artikel

von Klapowski am 16.11.07 in All-Gemeines

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Kommentare (36)

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  1. DJ Doena sagt:

    Wie? Gar keine Erwähnung der „wehenden Flagge“?

    Und was ist hiermit? http://www.youtube.com/watch?v=mouUUWpEec0

  2. nakedtruth sagt:

    Also jeder der in der Schule halbwegs nicht aufgepasst hat weiß doch wohl das der Mond aus Käse besteht.

    Und ich sehe nicht das kleinste bisschen Käse auf den Fotos!

  3. Paul sagt:

    Hallo

    Es gibt eine Erklärung für das „C“ auf dem einen Bild.
    Damals gab es noch keine tolle digitale Bildbearbeitung.
    Die Bilder wurden nicht als JPG von der Mondfähre runtergeladen. Sie wurden analog aufgenommen, analog gesendet, analog empfangen und analog auf Bildschirmen angezeigt.
    Um diese Aufnahmen hier auf der Erde weiterzuverbreiten wurde analog mit einer Kamera vom Bildschirm abgefilmt oder abfotografiert und dieses Bild wurde für die diversen Magazine wiederrum mehrfach analog kopiert. Also bis so ein Bild das erste Mal in der PM November 1968 steht ist es schon zehn bis zwanzig Mal kopiert worden.
    Auf den frühesten Kopien des Bildes gibt es dieses C nicht.
    Irgend einem schlampigen Kopierassistenten ist vielleicht ein Barthaar ausgefallen, dass er auf dem Stein übersehen hat, oder die ersten Verschwörungstheoretiker haben das C selbstpersönlich reinkopiert.

  4. Paul sagt:

    Wird es eigentlich einen „Ich (ver)schwör, ey!“ – Teil 3 geben?

  5. Boothby sagt:

    Die Mondlandungen hat es gegeben. Basta! Ansonsten hätten die Russen schon längst ihr Veto eingelegt. Von den Chinesen ganz zu schweigen, und erst die, die, na Sie wissen schon…
    Wo es berechtigte Zweifel gibt, ob bei einigen Filmaufnahmen nicht etwas nachgeholfen wurde, frei nach dem Motto: Hollywood, da werden Sie geholfen. Hier sollen wirklich einige Aufnahmen im Studio entstanden sein, da die Originale aufgrund der Widrigkeiten auf der Mondoberfläche einfach zu beschädigt bzw. erst gar nicht entstanden sind. Man munkelt ja, dass es auf dem Mond manchmal sehr kalt werden soll und die Technik war 1969 einfach noch nicht für sowas geeignet.

  6. Klapowski sagt:

    @ DJ Doena:

    Die „wehende Flagge“ wurde im letzten Artikel kurz erwähnt. Da ich hier ja nur den gröbsten Unfug beleuchten kann, habe ich darauf verzichtet. Obwohl es mir selber ein bisschen weh tat…

    @ Paul:

    Zumindest ein dritter Teil ist geplant. Danach ist vermutlich Schluss, da’s sonst irgendwann zu beliebig wird. Außerdem gibt es nur wenige Verschwörungen, über die man über einzelne Aufnahmen am heimischen PC mitreden kann. Daher werden wohl auch die „Überall-man-weiß-nicht-wo“-Jungs aus der Ecke der Illuminaten wegfallen.

    @ Boothby:

    Man munkelt sogar auch, dass es auf dem Mond zu HEIß gewesen sei, weswegen die Kamera nicht funktioniert haben könne. Tatsächlich war die Temperatur beim ersten Mondflug noch eine unbekannte Größe für Mensch und Material, da der Mond keine Atmosphäre mit fester Temperatur hat. Der Mondboden, bzw. eine Kamera auf einem Stativ konnten theoretisch völlig unterschiedliche Temperaturen haben, je nach aufgenommener Sonnenstrahlung. Sogar die Frage, ob ein Objekt hell (kühler, da reflektierend) oder dunkel (= wärmer) beschichtet ist, spielt da eine größere Rolle als auf der Erde, da es auf dem Mond keine wärmenden oder kühlenden Luftströme gibt.

    Da die Astronauten allerdings ebenfalls nicht erfroren sind, schien die Diskussion über ein Hitze/Kälteversagen der Kamera müßig zu sein, weswegen ich auch das Thema wegließ.

  7. CronosZwo sagt:

    Erstaunlich ist jedenfalls das es solche Verschwörungstheorien überhaupt gibt. Zweifel sind ja erlaubt, sogar gewünscht damit nicht jeder Mist klaglos geschluckt wird. Aber müssen diese Hirnis denn so stur daran festhalten? Woran liegt das eigentlich?

    ???

  8. bergh sagt:

    tach auch !
    Sehr schöne Fortsetzung.

    Wo bekommt Ihr nur immer diese WIDRLICHEN Bilder her ?

    Gruss BergH

  9. Boothby sagt:

    Ich glaube Klapowski arbeitet gerade das hier ab: http://www.fast-geheim.de/html/kapitel_1.html

    Ansonsten kann ich die Doku „Mythos Mondlandung“ (Orig.: Truth About the Moon Landings) noch sehr empfehlen, in der auf das Problem mit den Fimaufnahmen eingegangen wird und wie man das dann hinterher versuchte zu vertuschen.

  10. Raketenwurm sagt:

    Für die nächste Ausgabe wären doch die Chemtrails ein schönes Thema…
    http://www.chemtrails-info.de

  11. Klapowski sagt:

    Futter gäbe es sicherlich noch vieles. Aber irgendwann kann ich den ganzen Scheiß auch selber nicht mehr ertragen… Manches wäre allerdings auch schnell abzuarbeiten. Wie z.B. dieses angebliche Gespräch, das zwischen den Astronauten und der Bodenstation stattgefunden sein soll. Behauptet wird das von Christopher Kraft, Direktor der NASA Tracking Base in Houston:

    Apollo 11: „Das sind riesige Dinger. Nein, nein, nein … das ist keine optische Täuschung. Das wird keiner glauben!“

    Mission Control (Houston Center): „Was … was … was? Was zum Teufel passiert da? Was ist los mit Ihnen?“

    Apollo 11: „Sie sind hier, unter der Oberfläche.“

    Mission Control: „Was ist dort? Übertragung unterbrochen … Störungskontrolle ruft
    Apollo 11.“

    Apollo 11: „Wir haben ein paar Besucher gesehen. Sie waren für eine Weile da und haben die Instrumente beobachtet.“

    Mission Control: „Wiederholen Sie Ihre letzte Meldung.“

    Apollo 11: “ Ich sage, dass dort andere Raumschiffe waren. Sie sammelten sich auf der anderen Seite des Kraters.“

    Mission Control: „Wiederholen … Wiederholen!“

    Apollo 11: „Lasst uns den Orbit ausloten auf … In 625 zu 5 … automatische Ablösung verbunden … Meine Hände zittern so stark. Ich kann nichts machen. Es filmen? Oh Gott, wenn diese verdammten Kameras etwas aufgenommen haben. Was dann?“

    Mission Control: „Haben sie irgendwas aufgenommen?“

    Apollo 11: „Ich hatte keinen Film zur Hand. Drei Schüsse von den Untertassen oder was auch immer das war haben den Film zerstört.“

    Mission Control: „Kontrolle, Kontrolle hier. Sind sie auf Ihrem Weg? Ist der Vorfall mit den U.F.Os vorüber?“

    Apollo 11: „Sie sind dort gelandet. Da sind sie und sie beobachten uns.“

    Mission Control: „Die Spiegel, die Spiegel … Haben Sie die aufgebaut?“

    Apollo 11: „Ja die sind am richtigen Platz. Aber wer auch immer diese Raumschiffe gebaut hat, kann sicher morgen kommen und sie entfernen. Over and out.“

  12. G.G. Hoffmann sagt:

    Ich halte das Argument „technisch gar nicht möglich gewesen“ weiterhin für völlig überzeugend. Nur 24 Jahre nachdem „wir“ London mit mehr schlecht als recht funktionierenden V2-Raketen beschossen haben und nur 12 Jahre nachdem die Russen einen ziemlich lächerlichen „Satelliten“ namens Sputnik in die Umlaufbahn gebracht haben, sollen die Amis eine Trägerrakete und eine Mondlandefähre entwickelt haben, ausgestattet mit 10 KB-RAM-Rechnern, die die bemannte Landung auf den Mond und die Rückkehr zur Erde erlaubt haben (sollen).

    Seit diesem nunmehr fast 40 Jahre zurückliegenden Husarenstück ist aber in der Raumfahrt praktisch „nichts“ mehr passiert. Obgleich sich die Technik, insbesondere die Computertechnik um das x-fache verbessert hat, bekommen wir kaum noch ein Space-Shuttle in die Luft, geschweige denn wieder in einem Stück zurück auf die Erde – von Ausflügen auf den Mond oder andere Himmelskörper gar nicht zu sprechen. Geplante Rückkehr auf den Mond: 2020, 51 Jahre nach der ersten Mondlandung, die man damals mit „billigsten“ Mitteln aus der technischen Wundertüte geschüttelt hat (oder haben will).

    Man sollte daher doch annehmen, daß technisch betrachtet (vom Kostenfaktor und der Sinnhaftigkeit einmal abgesehen), nichts leichter ist, als zum Mond zu fliegen und zurück. Tatsächlich dürfte ein Grund für die Mondabstinenz der letzten 35 Jahre aber doch eher technisches Unvermögen als Desinteresse sein, wenn man die Unfähigkeit der NASA sieht, einen Nachfolger für das 30 Jahre alte Shuttle-Programm zu entwickeln.

    Der kleine „Hüpfer“ zum Mond und die Errichtung einer Raumstation dürften ja wohl auch unter finanziellen Aspekten relativ problemlos zu bewältigen sein, wenn man die technischen Möglichkeiten hierzu hätte. Ein paar Container wie in der Antarktis dürften ja wohl für den Anfang reichen.

  13. Klapowski sagt:

    Typisch GGH! Dass DU diese nicht vorhandene Diskussion mal wieder dazu benutzen könntest, um uns Dein Technologieverständnis aus 7 gefühlten TOS-Staffeln und 2 Staffeln Physikunterricht um die Gummiohren zu hauen, hätte ich mir fast denken können! – Nur, weil Dein persönlicher Wechsel von Golf II auf III Dich zutiefst enttäuscht hat („Wie? Kein Replikator im Handschuhfach!?“), werden hier Äpfeln und Birnen zerhächselt.

    Dabei habe ich weiter oben ja bereits eindeutig belegt, dass der Sprung zum Mond eigentlich ein ganz simpler war: Gegen das, was das P.M.-Magazin seit 1978 regelmäßig vorschlägt („Eisberge verschiffen“ / „Holland versenken.“), ist der Mondflug ein ganz kleiner Fisch. Dass man es versäumt hat, ein neues Spaceshuttle zu entwickeln oder eine bekannte Kaufhauskette auf dem Saturn einzurichten, bemängle ich dabei genau so wie Du.

    Nur ist das alles kein Fälschungsbeweis, ja, nicht mal das zarte Lüftchen einer Indizie. Der Entstehungsgrund für viele halbgare Verschwörungstheorien liegt meines Erachtens auch daran, dass es viel zu vielen ausgedienten Star-Trek-Satire-Autoren wie Dir an Phantasie mangelt. Nur, weil Du mit 10 kb RAM ein gehöriges Problem mit Deinem Windows-Phrasengenerator hättest, soll damit eine Mondlandung unmöglich sein?

    Wie viele Flugdaten willst Du denn dauerhaft im Speicher behalten? Geschwindigkeit (eventuell bereits vom Prozessor errechnet, also nur EINE Zahl), Winkelgedöns, Triebwerkausrichtung, Sauerstoffreserve. – Auf den Monitor mit dem ganzen Blödsinn und dann heißt es: „Speicher frei für die nächste Berechnung“. Man muss die Daten ja auch nicht 384.291 Mal in der Sekunde aktualisieren.

    Ich persönlich traue mir die Mondlandung ja problemlos mit einer Formeltabelle, 2 Außensensoren und einem Taschenrechner zu. Aber mich fragt ja keiner. Auf jeden Fall gilt es, den Hardwarebedarf einer simplen Apollo-Mission ganz klar von dem eines „Half Life 2“ zu unterscheiden. Eine Kunst, die Dir spätestens ab „Crysis“ für immer verwehrt sein wird. Schade.

  14. bergh sagt:

    tach auch !

    @Klapowski

    ATOMWECHLOL

    Gib es dem alten Sack.
    (Der wahrscheinlich jünger ist , als ich.)

    P.S. Beim Replikator im Golf III Handschuhfach lag ich am Boden.

    Gruss BergH

  15. bergh sagt:

    tach nochmals !

    Die Rechenleitung für Apollo soll etwa 2 C64 entsprochen haben und reichte völlig aus.
    Sobald man auf Sprites und Bunt-Grafik verzichtet, kann man die Apollomission auf einem programmierbaren Taschenrechner aus den 80ern nachrechnen.
    nebenbei hatte ich da auch schon einen Mondlandesymulator drauf.
    (Meist KrachBum)

    In einer älteren SF Geschichte haben sie diesen Typ Computer sogar mit ein paar Abakuss(en) ersetzt, das ging auch, sogar glaubhaft.

    Keppler und Newton haben diese Sachen sogar mit Papier und Gänsekiel ausgerechnet und haben es auch geschafft.

    Gruss BergH

  16. G.G. Hoffmann sagt:

    Unsinn, Klapo! Schauen wir uns doch einfach mal die „Erfolge“ an, die die NASA und die ESA in den letzten 20 Jahren gefeiert haben (von den Russen will ich gar nicht reden). Eigentlich ist alles immer nur kaputt gegangen: gar nicht erst gestartet, nach dem Start explodiert, bei der Rückkehr verglüht, ungebremst auf dem Mars aufgeschlagen, ohne Sonnensegel durch die Dunkelheit gedümpelt, mit kaputtem Funkgerät sanft an der falschen Stelle gelandet, usw.

    Wie groß ist vor diesem Hintergrund die Wahrscheinlichkeit, daß man in knapp 2 1/2 Jahren 6 mal erfolgreich auf dem Mond landet, sogar wieder von der Mondoberfläche startet, problemlos an das Mutterschiff ankoppelt und wieder nach Hause fliegt? Natürlich nicht bevor man nicht noch ein paar Runden mit dem Mondmobil gedreht hat, das freilich zusammengeklappt an der Kapsel hing und natürlich auch einwandfrei funktionierte.

    Nicht zu vergessen, daß die ganze Vorbereitung mit allen Tests nur 3 Jahre gedauert hat. Am 18. Mai testet man erstmals das Mondmodul in der Nähe (!) der Mondoberfläche. Nur 8 Wochen später steht Armstrong schon auf dem Mond. Vier Monate später bereits die nächste Mondlandung. Kein Wunder, daß das Publikum bei diesem schnellen Takt von Sensationen schon bei Apollo 13 das Interesse verloren hatte, so glatt wie das (angeblich) alles lief. Einfach öde diese überlegene Technik.

    Sag doch mal den Amis oder der ESA, sie sollen innerhalb der nächsten 6 Monate eine Mondlandung vollziehen. Angesichts des damaligen Zeitplanes und den heutigen Möglichkeiten müßte man es eigentlich sogar in 6 Wochen schaffen. Man will sich aber lieber doch noch weitere 13 Jahre Zeit lassen. Denn in 6 Monaten kann man heute nicht mal mehr eine Rakete startbereit machen. Und warum lassen Google und Microsoft nicht zusammen einfach mal eine Saturn-Rakete mit Mondfähre starten? Billigste Technik aus den 60ern wird doch heute jedes Start-Up-Unternehmen auf die Beine stellen können. Die 5 Millarden Dollar bekommen doch ein paar Super-Reiche leicht zusammen. Und ein paar Irre, die das Ding fliegen wollten, würde man sicher auch finden. Außerdem ein Super-PR-Gag, wenn man ein goldenes McDonald-„M“ auf dem Mond platzieren würde.

    Wer wollte das verbieten? Die Gesetze der Physik und die Grenzen des technisch Machbaren vielleicht? Wer wollte zudem daran zweifeln, daß unsere findigen schlitzäugigen Freunde, die heute technisch allemal weiter sind als die Amis vor 40 Jahren (und im übrigen auch jede Menge Kohle und anspruchslose Arbeitssklaven haben), längst auf dem Mond gelandet wären, wenn das so einfach wäre, wie einen Transrapit zu kopieren?

    Es ist ja wohl lächerlich, daß ausgerechnet eine staatliche Behörde, in diesem Fall die NASA, eine technische Meisterleistung vollbracht haben soll. Gerade DU (ja Du mit der schnuckeligen Bielefelder Amtsstube um den Hintern herum) solltest doch wissen, daß eine Behörde die letzte Institution ist, die irgendetwas Innovatives gebacken bekommt. Und die Privatwirtschaft, sonst der Motor aller Innovation, zuckt beim Thema Raumfahrt nur hilflos mit den Achseln. Für das NASA-Budget würde Dir jedes mittelständische schwäbische Unternehmen in drei Monaten den WARP-Antrieb entwickeln. Eine sichere Marslandung wäre für die Kohle, die NASA und ESA jährlich sinnlos verheizen für Daimler gar kein Problem. Statt dessen wird die ganze Asche erst in einer Behörde verheizt, um anschließend als selbige (als Asche, nicht als Behörde) wieder vom Himmel zu regnen, weil mal wieder ein 30 Jahre altes Space Shuttle explodiert ist.

    Also wenn das mit der Mondlandung damals innerhalb von 6 Jahren Entwicklungszeit und in nur 2,5 Jahren insgesamt sechs mal hintereinander geklappt hat (den Patzer von Tom Hanks mal ausgenommen), waren das damals

    a) verdammte Genies mit
    b) verdammt viel Glück in
    c) sehr, sehr, seeeeehr kurzer Zeit,

    während das heutige NASA-Personal offenbar

    a) total unfähig
    b) vom Pech geschlagen
    c) und das seit über 20 Jahren

    ist.

    Wie kann man sich durch das Schweigen der Russen (bestochen, erschossen – alle) und einige Reflektoren (durch unbemannten Sonden abgesetzt) dermaßen leicht täuschen und beeindrucken lassen? Mein Opa hat ja schon 1942 in der Ukraine bessere Mondlande-Aufnahmen mit seiner Super-8-Kamera gedreht.

    So, und jetzt gehe ich nach Hause und gucke auf VOX „Contact“ mit Jodie Foster. Der Film scheint mir allemal realistischer als jede Mondlandung.

  17. Crysis sagt:

    Aber, wer wird denn gleich in die Luft gehen….?

    Ich weiß nicht. Ich weiß einfach nicht. Ehrlich: Ich habe keinen Plan, ob die Mondlandung wirklich stattgefunden hat. Schließlich traue ich in derart komplexen technischen Belangen noch immer keiner Recherche, die ich nicht in intensivster Google-Recherche selbst gefälscht habe.

    Aber die Japaner wollten doch demnächst mal einen ihrer Super-Satteliten auf den Mond richten um nschzuschauen, ob die Landefähre noch da, und überhaupt…oder wie war das?

  18. Marvin sagt:

    Na das sind doch gute Voraussetzungen für einen kleinen flame war.

    Der eine kann sich nicht vorstellen, dass mit der damaligen Technik solch eine dolle Leistung vollbracht worden sein könnte, obwohl es sich immerhin um ein Prestigeprojekt handelte und entsprechend viele Mittel bereitstanden, da man schneller als die Russkis sein wollte.

    Und der andere hält es für zumindest wenig wahrscheinlich, dass so ein Riesen-Schmu relativ problemlos (ohne überraschende Veröffentlichungen geheimer Tagebücher von NASA-Wissenschaftlern oder Einspruch durch die sowjetische Seite) gleich mehrfach über die Bühne gehen könnte, trotz Hollywood und einer riesigen Propaganda-Maschine.

    Tja, die Wahrheit liegt irgendwo da draußen.

    Jedenfalls hoffe ich auf eine Fortsetzung des verbalen Schlagabtauschs.

  19. Imperator sagt:

    Zitat Marvin: Tja, die Wahrheit liegt irgendwo da draußen.

    Leider liegt auch hier das Problem: Oft genug hört man von den Verschwörungsanhängern Sätze wie „Dann richtet doch einfach ein riesiges Teleskop auf den Mond und zeigt uns die Flagge. Dann sind wir überzeugt.“

    Nur, wenn tatsächlich mal Teleskope mit so einer hohen Auflösung existieren und dann wirklich mal ein solches auf den Mond gerichtet wird, kann man wohl jede Wette eingehen, dass die Bilder sofort als Fälschung abgetan werden.

    Die Mondlandung darf einfach nicht stattgefunden haben und dass für eine Verschwörung keine handfesten Beweise existieren, beweist lediglich, dass diese Beweise vernichtet worden sind.

  20. G.G. Hoffmann sagt:

    Ich würde eher sagen, die Beweislast liegt bei denjenigen, die sich auf die Durchführung einer Mondlandung berufen und nicht bei den Menschen, die sie anzweifeln. Wenn ich behaupte, ohne Sauerstoff den Mount Everest bezwungen zu haben, kann ich ja auch nicht auf eine Fotomontage und einen Brocken Himalaya-Gestein verweisen und mich auf den Standpunkt stellen: beweist mir erst einmal das Gegenteil. Ich würde nicht einmal jemanden finden, der diese meine Behauptung verteidigt. Die Mondlandungsgläubigen gehen aber erst einmal von der Wahrheit der Mondlandung aus und beschränken sich darauf, Angriffe auf diese Behauptung abzuwehren. So funktioniert allerdings keine Beweisführung. Es ist der Beweis für die Tatsache zu führen, daß Menschen auf dem Mond standen; es ist nicht der Beweis zu führen, daß dem nicht so war. Wie lautet daher auch eine alte juristische Beweisregel? Nichts kann man nicht beweisen.

    Unabhängig davon, daß ich die Verschwörungstheorien um die Mondlandung natürlich ebenfalls für Unsinn halte, besteht gleichwohl Anlaß, den US-Behörden zu mißtrauen. Schon in Vergessenheit scheint Colin Powells Diavotrag vor der UNO-Hauptversammlung im Jahre 2003 geraten zu sein, in dem die US-Regierung sich mit gefälschten „Beweisen“ die Billigung eines völkerrechtswidrigen Angriffs auf den Irak erschlichen hat. Ergebnis: mehr als 3.000 tote US-Soldaten und zehntausende tote Iraker, hundertausende Verwundete. Auch an dieser – mittlerweile von den US-Behörden eingeräumten – Fälschungsaktion (Fachjargon: bedauerlicher Irrtum mit personellen Konsequenzen – Colin Powell: „Ein Schandfleck in meinem Leben“) waren unzählige Mitarbeiter von US-Behörden beteiligt.

    Aber es ist natürlich ausgeschlossen, Tatsachen zu fälschen, wenn mehr als zwei Personen in den Plan eingeweiht sind… Schon deshalb muß ja die Mondlandung wahr sein. Je mehr Personen an einem Projekt mitgearbeitet haben, desto unwahrscheinlicher ist eine Fälschung, nicht wahr?

    Und es wäre selbstverständlich ein unzulässiger Schluß zu behaupten, wer keine Skrupel hat, im Internet-Zeitalter des Jahres 2003 durch Lügen einen Krieg vom Zaun zu brechen, der zehntausende Unschuldige das Leben kostet, der scheue sich auch nicht davor, in den wenig medienüberwachten 60er Jahren für den netten PR-Gag einer Mondlandung die Tatsachen ein wenig zu frisieren.

    Daß auch Menschen, die an eine Beteiligung von US-Behörden an dem Kennedy-Attentat glaubten, früher als paranoide Spinner abgetan worden sind, blenden die Mondlandungsgläubigen gerne aus. Heute darf selbst das ZDF zur besten Sendezeit ungestraft behaupten, daß Kennedy Opfer einer Verschwörung geworden ist. Und die betroffenen US-Behörden geben sich nicht einmal mehr die Mühe, das zu dementieren.

    Fazit: die Mondlandungen haben nach meiner Überzeugung zwar stattgefunden. Aber es besteht nicht der geringste Anlaß, die US-Behörden gegen Verschwörungstheoretiker zu verteidigen. Im Gegenteil: jede einzelne Verschwörungstheorie haben die US-Behörden verdient.

  21. Donald D. sagt:

    Ohne einen auf Nazi machen zu wollen: beim Mondlandeprojekt war ja damals ein Deutscher der Chef-Entwickler: Wernher von Braun und der verstand eine Menge vom All und da klappt es auch.
    Wegen dieser technischen Meisterleistung wurde er jahrzehnte in den Himmel gelobt und erst vor kurzem in Richtung Hölle geschoben, da herauskam, daß er Erschießungsbefehle von körperlich zerütteten Zwangsarbeitern unterschrieb.

    An alle Dumpfnasen, die die Mondlandung auch nur einen Nanomillimeter anzweifeln: ihr seid Idioten! Vor Gericht würdet ihr scheitern-

  22. Marvin sagt:

    Das klingt doch schon ganz anders als am 22.11.2007 um 17:36 Uhr.

    Sicher sollte man nicht ALLES glauben, was einem gesagt wird, nichtmal von der eigenen Großmutter.
    Und natürlich liegt die Beweislast bei dem, der behauptet, das etwas existiere (man mag an dieser Stelle Parallelen zu gewissen höheren Entitäten ziehen), da Nicht-Existenz nicht beweisbar ist (außer in der Mathematik). Doch hier kommt das von Herrn Imperator angesprochene Problem ins Spiel. Man müsste quasi jeden einzelnen Zweifler zum Mond karren und ihm die Fahne oder was auch immer zeigen, da Bilder oder eidesstattliche Aussagen von Astro- , Kosmo- oder sonstwasfür- nauten (wie sagen die Chinesen oder Inder dazu?) immer als Betrug abgetan werden könnten.

    Fazit: Nichts gegen Verschwörungstheoretiker. Eine gesunde Skepsis ist immer angebracht. Aber dennoch darf man sich als denkender, amüsierfreudiger Mensch ruhig über die Blüten die manchmal so treiben lustig machen.
    Als Laie bzw. Nicht-Eingeweihter sollte man sich sowieso von absoluten Aussagen wie „Gibt’s“ oder „Gibt’s nicht“ fern halten und lieber zu Wahrscheinlichkeitsaussagen übergehen.

    Im Übrigen halte ich die Mondlandungen für sehr wahrscheinlich. Wenigstens das mindestens eine davon stattfand.

  23. Marvin sagt:

    Da hat doch tatsächlich jemand vor mir seinen Kommentar fertig geschrieben.

    @Donald D.: Na das war ja mal eine sachliche Beweisführung.
    Allerdings lief beim V-Waffenprojekt in Peenemünde vieles nach dem Trial-and-Error-System. Und das Herr von Braun viel vom All gewusst hatte, wage ich zu bezweifeln. Er war Ingenieur und als solcher hatte er sicher eine Menge auf dem Kasten. Und er hat sich voll und ganz der Raketenforschung verschrieben. Da „verschleißt“ man auch mal ein paar Hilfsarbeiter. Glück für ihn, dass die Amis ihn geschnappt hatten, sonst hätte er irgendwo im Nirgendwo an russischen Raketen basteln dürfen.

    Und vor Gericht hinge es wohl davon ab, ob der Richter die Beweise als stichhaltig akzeptieren würde.

  24. Klapowski sagt:

    Zu Beginn möchte ich mich erst einmal auf Hoffmanns vorletzten Text vom 22.11. beziehen. Kompliment, mein Gutster! Ich hielt Dich mal für jemanden, der schon seit seiner Führerscheinprüfung behauptet, dass früher alles besser war. Inzwischen bist Du aber in die nicht weniger absonderlichen Sphären derjenigen aufgestiegen, die steif und fest behaupten, dass früher (was den Zeitraum bis 2020 schon mal abdeckt, damit Dein obiger Text auch noch in ferner Zukunft aktuell bleibt) eben alles SCHLECHTER war. Technik Scheiße, NASA Scheiße, Raumschiff Scheiße. – Hier ist aber eine objektivere Sichtweise vonnöten, als nur auf vereinzelte Missgeschicke in der Welt der Raumfahrt hinzuweisen.

    Eine Schubkarre kann jeder mal in einem Raumtriebwerk vergessen, ein Leck am Treibstofftank entsteht sogar oftmals schon, wenn man nur 6 bis 32 Mal mit einem Kran dagegen donnert und ein kleines Feuerchen in der Kabine ist nun wirklich kein Grund, die moderne Raumfahrt totzuschreiben, nur weil das Isolationsmaterial kurzfristig gegen Strohmatten ausgetauscht wurde! – Gut, man hat bisweilen schon das Gefühl, dass die NASA im All ein wenig deplaziert ist. Wem beim Start die Kacheln vom Raumschiff plumpsen, sollte einfach nicht auf der Venus spazieren gehen, geschweige denn, mit diesem handwerklichen Antigeschick mein Badezimmer rundum erneuern…

    Die kläglichen Erfolge sollten ebenfalls nicht vergessen werden:

    Voyager 1 (1977 gestartet) ist inzwischen unglaubliche 9 Lichtstunden von uns entfernt und funkt mit einem 20 Watt-Sender noch immer wie bekloppt. Aus irgendeinem Grund wird diese Funkerei auch noch heute empfangen, wenn auch sehr schwach. Wenn ich Verschwörungsfutzi wäre (oder Hoffmann heißen würde), würde ich jetzt wohl anbringen, dass dies gar nicht möglich ist, da mein Handy bereits in einem Fahrstuhl keinen Empfang mehr hat. ABER: Erdreiste ich mich zu solch oberflächlichen Aussagen, weil ich – wie Hoffmann – Alltagstechnologie und olle Kamellen mit dem Thema Raumfahrt gleichsetze?! Ja, das tue ich. Allerdings nicht, um den Wahrheitsgehalt der „modernen Raumfahrt“ (bedeutet ungefähr das selbe wie: „Moderner Faustkeil“) anzuzweifeln. – Wenn ein paar Tausend Kilometer eine kosmische Glühlampe sinnlos vor sich hinfunkt, erstarre ich doch gerne in Ehrfurcht und sehe den Interstellaren Raumflug für fast schon gegeben an.

    Und was sind schon ausreichende Mondlandungs-Beweise? Viel mehr als Steine und Fotos mitbringen (bzw. Sensoren zurücklassen) ist nun mal nicht möglich. Was hätte man denn sonst machen sollen? Eine Reihe gut sichtbare Atombomben zünden? – Was eigentlich eine schöne Idee für die Zukunft wäre… Und wer mich fragt: „Warum?“, dem gähne ich hiermit dreist zurück: „Warum nicht?“

    Aber am Ende hörte sich das ja schon wieder ganz anders an, lieber Hoffi. – Ich darf doch verniedlichend „Hoffi“ sagen, nachdem Du Dich klammheimlich aus der Mondverschwörungsecke zurückgezogen hast und mit aktuellen Irak-Beispielen antrittst? Die in diesem Zusammenhang übrigens hinken, denn:

    1.) War die Fälschung bereits nach kurzer Zeit enttarnt, wie Du selber schriebst, teilweise auch durch die damaligen Mitarbeiter.

    2.) War die „Fälschung“ ein Haufen Flipchart-Papier und eine doofe Powerpoint-Präsentation, die schon damals nicht ganz unskeptisch angenommen wurde.

    Und da Du ja ebenfalls tendenziell neuerdings doch von der Ausführung der Mondmissionen überzeugt bist, muss es ja doch die geforderten physischen Beweise geben, die Deinen starken Guck-/Riech-/Dran-Rumgrabbel-Müssen-Drang befriedigt haben…

  25. G.G. Hoffmann sagt:

    Mir persönlich hätte es bereits genügt, wenn man dem Mond ein Gesicht gemalt hätte. Vielleicht das von Bill Shatner. Oder man hätte einen Bielefelder Notar mitnehmen können, der das ganze beglaubigt. Das hätte mich nun wirklich restlos überzeugt. Statt dessen Fotos und Steine. Habe ich auch. Trotzdem glaubt mir keiner, daß ich mit meinem Opel Corsa Baujahr 1991 auf dem Timmelsjoch war.

    Und eine Raumsonde mit einer Mondlandung zu vergleichen, ist ja in etwa so, als würde man einen fliegenden Stein mit einem Flugzeug gleichsetzen. Motto: Runter kommen sie alle – die wunderbare Welt des Regentropfens. Nein, nein. Nur weil diese Seite seit Neuestem von der NASA gesponsert wird, werde ich mir doch nicht meine kritische Haltung abkaufen lassen. Schließlich wurde ich als glühender Star Trek Anhänger von Dir genötigt, jahrelang schreckliche Lügen über Rick Berman und Wesley Crusher zu schreiben. Und kaum wagt man es, EINMAL in 30 Jahren Peter Moosleitner interessantes Magazin in Frage zu stellen (Heft 10/07 war übrigens wieder eine große Enttäuschung für alle NASA-Skeptiker), schon ist der feine Herr eingeschnappt und schließt meine Lieblingsjahrgänge (1979/1980) weg.

    Und überhaupt: was ist das eigentlich inzwischen für eine anti-destruktive Haltung auf dieser Seite, wo unsachliche Kritik ahnlungsloser Großfressen (unser früheres Redaktionsmotto) mit Wikipedia-Klugscheißer-Wissen beantwortet wird? Ich fordere als Wiedergutmachung sofort einen abgedroschenen Treknews-Witz. SPAAARKI!!! Der Dany stänkert schon wieder! Leg‘ sofort eine Voyager-Folge ein!

  26. Pavel sagt:

    Moin

    Auch wenn ich GGHs Meinung: „Gestern gings, warum dann heute nich“ für die plausiebelste Antithese halte ( gegenüber all diesen bereits wiederlegten „Flagge Wackelt“ … usw – „Beweisen“ ),
    muß ich doch mal darauf aufmerksam machen, das die Motivation damals eine ganz
    andere war als heute.
    1961: Der Kalte Krieg tobt; die Russen haben den ersten Fußball, Hund, Menschen ins all geschossen..
    JFK.: „In zehn Jahren landen WIR auf dem Mond!!!11einself“
    …Geld wird locker gemacht; alle MIT-Absolventen mit 1er-Abschluß werden für die NASA rekrutiert,Ganz Amerika steht hinter seinen Helden…
    Heute: Nach der … (wievielten?) Mondlandung hat das allgemeine Interresse nachgelassen; die NASA ist zu einer ganz normalen (schlampigen) Behörde geworden, die ehemaligen MIT-Abnsolventen sind jetzt Familienväter, die sich an ihre Posten mit Pensionsanspruch klammern; Geld wird für die Sicherung der Ölversorgung im Irak und anderswo gebraucht.
    …was soll da schon groß werden?
    Die Privatwirtschaft und die „Schlitzies“? ; die wollen Geld verdienen und das gips für ’n paar Brocken Mondgestein nun mal nich!

    tschö
    der PAVEL

  27. DJ Doena sagt:

    Warum muss auch immer gleich die ganze NASA eingeweiht sein? Hätte man CapCom nicht auch außen vor lassen können?

    Ungefähr so:

    Astronauten gehen in Raumkapsel.
    Start wird vorbereitet
    Astronauten werden heimlich von Bord gebracht
    Rakete startet
    Astronauten reden von der Erde zu einem Kommunikationssatelliten zu CapCom.

    Bei der Rückkehr wird die Kapsel aus einer hochfliegenden Transportmachine abgeworfen.

    Um sowas durchzuziehen braucht es kaum 50 Leute und die sind alle in verdammt hohen Positionen und haben zuviel zu verlieren um das mal eben auszuplaudern.

    Und NASA hat davon keine Ahnung.

  28. DJ Doena sagt:

    PS: Warum haben die eigentlich keinen Sender aufgestellt, der unaufhörlich piept, so wie Voyager 1?

    So ein Signal kann jeder Hobbyfunker triangulieren und damit nachprüfen, dass es direkt vom Mond kommt.

  29. G.G. Hoffmann sagt:

    Naja, ein piepender Sender muß ja nicht von einem Astronauten persönlich liebevoll eingegraben werden. So ein Ding kann man auch mit einer unbemannten Rakete auf den Mond schießen. Das wäre nun wirklich kein Beweis. Aber eine Funk-Kamera, die unermüdlich einen liebevoll mit Kristallgläsern und Kerzen gedeckten Tisch filmt und deren Signal eindeutig vom Mond kommt, wäre schon eher ein Beweis dafür, daß ein Mensch dort oben gewesen wäre, da ich es herkömmlichen Robotern nicht zutraue, einen Tisch zu dekorieren. Andererseits traue ich das auch keinem männlichen Astronauten zu. Dann hätte es wieder geheißen, der erste Mensch auf dem Mond war eine Frau…

    Also Klapo, von wegen: „was hätte man denn sonst tun können außer Steine und Fotos mitbringen?“ – Da fällt mir aber eine Menge ein, was auch heute noch eindeutig die menschliche Anwesenheit auf dem Mond beweisen könnte. Außerdem: warum schickt man nicht einfach mal einen kleinen Roboter wie den Pathfinder oder den Mars Explorer da hoch und läßt ihn ein paar Runden um die amerikanische Flagge oder das zurückgelassene Mondmobil drehen? Ja, ja, ich weiß: zu teuer und unsinnig, weil es ist ja ohnehin als bewiesen zu gelten hat, daß der Mensch da oben war.

    Na und? Es ist auch bewiesen, das die Römer vor 2.000 Jahren im saltus teutoburgensis von den Germanen mächtig einen auf die Kappe bekommen haben. Trotzdem gibt man zweistellige Millionenbeträge für archäologische Ausgrabungen aus. Die Liste der Beispiele sinnfreier Verpulverung rieser Summen für fragwürdige historische Forschungsprojekte, die nur das beweisen sollen, was ohnehin schon jeder weiß, ließe sich beliebig verlängern. Aber man möchte bloß keinen Cent dafür ausgeben, die Mondlandung zu beweisen. Das ist doch auch ein bedeutendes historisches Ereignis. Das darf aber keinesfalls zur Überprüfung durch Historiker gestellt werden.

    War es nicht so, wenn ich mich recht erinnere, daß eine (oder mehrere) auf dem Mond zurückgelassene Kamera(s) den Start der Mondlandefähre(n) gefilmt haben? Was ist eigentlich aus diesen Kameras geworden und wie lange haben die noch Bilder zur Erde gefunkt? Zugegebenermaßen wären 14.583 Stunden Filmmaterial der verlassenen Mondoberfläche nicht besonders spannend. Da gibt es ja nicht mal Wind oder Möwen. Aber wenn da oben heute noch eine vorsintflutliche Webcam stünde, würden sich das bestimmt einige Leute anschauen. So zum entspannen: „Heute ist wieder Vollerde, da kann ich sowieso nicht schlafen.“ Auch nicht langweiliger als „Die schönsten Bahnstrecken Nordhessens“.

  30. Klapowski sagt:

    Ein ganz schön buntes Programm, das hier gefordert wird. „Wir spielen im Weltraum doch kein Wünsch-Dir-Was!“ hätte Kirk in der deutschen Synchroniation vielleicht dazu gesagt.

    Abgesehen von meinem vollkommen vernünftigen Atombomben-Vorschlag (ein paar Tausend müssen sicherlich sowieso noch abgerüstet werden, und wer außer der Wattwander-Industrie braucht schon Gezeiten?) ist das natürlich alles Quatsch. Dass man keine Basis auf dem Mond eingerichtet, bzw. sich irgendwann nicht mehr mit dem alten Käse beschäftigt hat, kann ich durchaus verstehen.

    Das wird sich vermutlich sofort ändern, sobald irgendwer Erdöl oder Goldschmuck auf dem Mond findet und die Rohstoffpreise um 1.000 % explodiert sind. Bis dahin aber bleibt der Trabant eher ein lohnendes Prestigeobjekt für wirtschaftlich aufsteigende Chinesen oder die armen Inder. – Bevor man nicht eine feste Mondbasis eingerichtet hat (quasi als Testlauf), rechne ich auch nicht mit ernsthaften Bemühungen bezüglich der seit 1827 angekündigten Marsmission.

    So richtig will man wohl gar nicht in’s All. Und wenn doch, so hat es eher diesen unwilligen Charakter, den man selber ebenfalls verspürt, wenn man 400 Kilometer weit zu Onkel Arnos 90. Geburtstag fahren muss. Die Zukunft – das wurde in letzter Zeit auch offiziell immer lauter gesagt – liegt in Sondenmissionen: Sonden landen auf Kometen, Sonden landen auf Monden, Sonden landen auch mal gar nicht…

    Zwar will ich den Glauben nicht aufgeben, dass die Menschheit bis zum Jahre 3092 einen weiteren Mondflug unternommen haben wird, realistisch betrachtet halte ich die Menschheit aber für zu doof zum Kacken. Eher lesen wir eine stringenten Diskussionsbeitrag von GG. Hoffmann als einem anderen Himmelkörper persönlich die Leviten…

  31. G.G. Hoffmann sagt:

    Ich finde es unfair, mich mit Worten zu beleidigen, die ich ohne einen Blick in den Duden nicht verstehe („stringent“). Und überhaupt ist mir das hier alles viel zu mainstreamig und untrekkig geworden auf dieser Seite. Ich fühle mich berufen (aber intellektuell, humor- und zeittechnisch nicht in der Lage), sofort eine StuSuS-Seite zu gründen (StuS und Satire), um dieses wunderbare Projekt wieder zu seinen Wurzeln zurückzuführen (HTML, kindische Trekwitze, gefakte Anschläge auf Trekforen, erfundene Todesmeldungen beliebter Trek-Stars). Da Klapowski meine von ihm früher oft gescholtenen Aktualisierungspausen zwischenzeitlich problemlos übertrifft, werde ich einschaltquotenmäßig im Sturmlauf an TOStuS vorbeiziehen. Habe ich eigentlich noch das Copyright an meinem Material (0,013% des StuS-Contents)? Ich fühle mich brucemäßig gemobbt von Heidi Klap. Sparki! Wir gehen! Sparki? SPAAARKI! (* unter Klapos Schreibtisch hervorzerr *).

    Doch noch einmal zurück zur Raumfahrt. Genau meine Rede, Dany. Man will nicht. Man läßt uns 80er-Jahre-Kinder, die wir der festen Überzeugung waren, spätestens 2010 Urlaub auf dem Mars buchen zu können, völlig im Stich, während kostbare Lebenszeit sinnlos dahinrinnt. Früher konnte man als alternatives Lebensziel sich noch einer marodierenden Söldnertruppe anschließen, die alles verwüstend durch unbekannte Länder zog. Ich denke da z.B. an die guten alten Indianermassaker, als hinter dem endlosen Horizont noch jede Menge ungeschändete Squaws warteten. Heute lebt man in der Gewißheit, daß selbst in den abgelegensten Regionen der Welt (Paderborn) schon ein McDonald’s-Restaurant steht. Und dann kommst DU und erzählst den Leuten auch noch, der Mond sei schon bereist (bzw. bereits schön) und im übrigen würden in Zukunft nur noch Digicams ins All geschossen. Wo bleibt denn da die Hoffnung auf lichtdurchflutete und mit Teppich ausgekleidete Schiffe der Galaxy-Klasse und herrliche Weltraumschlachten mit tausenden von Toten? „Alles machst Du kaputt!“ (Lieselotte Pulver in: „Ich denke oft an Piroschka“, D 1955, Regie Kurt Hoffmann, FSK: ab 6).

  32. DJ Doena sagt:

    @Dany: bzgl. Atombombe. Ich nehme an, du hast den Spiegel vor einigen Ausgaben nicht gelesen oder liest ihn generell nicht.

    Das mit der Bombe ist tatsächlich überlegt worden (Ich glaub aber, von den Russen). Durch die fehlende Atmosphäre gibts aber keinen schönen sichtbaren Pilz und so hat man die Idee wieder fallengelassen.

  33. Klapowski sagt:

    Ah! Jetzt weiß ich auch wieder, woher ich die Idee hatte: Diese beiliegende DVD bei dem letzten Weltraum-SPIEGEL, oder?

    Wobei mich das rein vom Spieltrieb her mal interessieren würde, wie sich die Mondoberfläche verändert, wenn man mal probehalber 100 Atombomben gleichzeititg zündet. – Kaum zu glauben, dass ich ganz früher noch Dinge interessant fand, die man sich in den zahnlosen Mund stecken konnte, oder?

    Und, lieber GGH: Nimm es nicht zu schwer. Du bist eine echte schriftstellerische Auseinandersetzung mit einem ebenbürtigen Gegner (zumindest, wenn ich mal im Halbschlaf und noch dazu betrunken bin), eben einfach nicht mehr gewohnt! Wird Zeit, dass Du in den Schoß unserer Seite zurückkehrst und wieder erfährst, wo der Frosch die Locken hat!

    Ich biete Dir hiermit unter den Augen der versammelten Zeugenschaft folgendes an: Eine Kolumne namens „Hoff & Klap – Zwei Himmelhunde auf dem Weg zum Konsens“. Immer wöchentlich, oder zumindest immer, wenn wir unterschiedlicher Meinung sind. Sparki montiert unsere Köpfe bestimmt gerne in ein altes Fix & Foxi-Heft.

    Du darfst dann auch Oma Eusebia sein, die mit dem Nudelholz. Und ich mach Dir den Lupo. – Deal or no Deal?

  34. G.G. Hoffmann sagt:

    Ebenbürtige Auseinandersetzung? Das kommt ja wohl darauf an, welche Ansprüche man an sich selbst stellt. Und während Du Dich mittlerweile auf dem zartbesaiteten Niveau eines schnellbeleidigten Trekforen-Administrators aus dem Jahre 2001 bewegst, ja schon räbigerartige Alleinvertretungsansprüche in Deinem kleinen Reich erhebst, kann ich stolz darauf verweisen, mich stilistisch, persönlich, intellektuell, geschmacklich und humortechnisch in den letzten 8 Jahren kein bißchen weiterentwickelt zu haben („BRATWURST! HAHAHAHAHA!“).

    Kein Wunder, daß wir zunehmend an einander vorbeireden. Während Du weitergezogen bist, Dich durch 1001 – zunehmend länger werdende – Artikel von Deinen Wurzeln und dem Verständnishorizont einfacher Gemüter wie mir entfernt hast (von den Star-Trek-Ursprüngen ganz zu schweigen) und den eigenen, jeweils aktuellen persönlichen Stil zum Maß aller Dinge machst, bin ich in bester Shatnermanier einfach stehengeblieben und weiterhin dem Grundsatz „in der Kürze liegt die Würze“ verhaftet. Sicher will dieses prägnante Schlagwort nur schriftstellerische Defizite wie Einfalls- und Lustlosigkeit sowie mangelnde Kreativität verschleiern und auf ein postpubertäres Humorverständnis hinweisen. Aber da sehe ich mich in bester Hallervorden- und Waalkes-Tradition und mache eine tiefe Verbeugung vor dem großen Jerry Lewis.

    Wie kann ich in einen Schoß zurückkehren, der erschreckenderweise nicht mehr in einem Second-Hand-Sessel in einer 1,5-Zimmer-Wohnung sitzt, sondern in eine Designer-Loft umgezogen ist und sich anschickt, die Nachfolge des leider auf unabsehbare Zeit offline gestellten ZYN-Magazins anzutreten? Das ist ja so, als wenn man in der Vorweihnachtszeit, süchtig nach Kindheitserinnerungen, nach Jahren der Weltenbummelei ‚mal wieder zu Hause bei Muttern anklopft und am Elternhaus nur einen Zettel an der Haustür findet: „Zu verkaufen. 0172-498569. P.S.: Hallo Liebling, wir sind 2002 nach Malibu umzogen. Mutti.“

    Also da müßtest Du mir schon entgegenkommen und mir, ähnlich der SPAM-Rubrik von Spiegel-Online, eine Kolumne mit dem Titel „Humor für Leute mit (GGH’s) Humor“ anbieten. Komisches (i.S.v. Seltsames) aus dem Star-Trek-Humorarchiv der 90er Jahre. Außerdem wünsche ich einen eigenen Besucherzähler, um stilistisch und inhaltlich unverzüglich gegensteuern zu können, sobald die Rubrik mehr als 20 Besucher am Tag zählt.

    Dein Hoffi.

    P.S.: Ich hätte da noch ein paar tolle Ideen für „DS9 – Fight Club“.

  35. Gloria Halleluja sagt:

    Wo sind die Gegener??? WIr suchen schon unser ganzes Leben lang danach!!! :@ Langsam aber sicher bekommen wir ein Chriesi!!!

    Liebe Grüsse

    Korkenzieher

  36. cobra sagt:

    Daumen hoch für den Verfasser.Endlich mal einer der Tacheles redet.Natürlich waren die Ammis auf dem Mond.Beweise ? wer sich das fragt,interressiert sich in sachen Raumfahrt überhaupt nicht dafür und kann beruhigt seinen Verschwörungen glauben.Denn Technisch machbar könntest du Heute aus dem Sonnensystem fliegen.Ob du das überlebst und es einen Sinn ergeben würde ist eine andere Frage,deshalb macht das noch keiner.Aber niemand stellt die Sonden wie Voyager e.t.c in frage.

    Mfg
    Cobra

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