Film- und Serienkritiken

Der Latinum-Standard des Star Trek Universums

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„Fluch der Karibik 3“ Review – Am Ende des Drehbuchs

„Fluch der Karibik 3“ Review – Am Ende des Drehbuchs

Der erste Film hat mir ja damals nicht übermäßig gefallen. Zumindest vermute ich das, denn ich erinnere mich deutlicher an die Geschmacksrichtung des damaligen Popkorns als an die des Popkorn-Movies. Den zweiten Teil habe ich daher auch ignoriert, was schwierig war, da Beinamputationen und Holzprothesen zwischenzeitlich in aller Munde waren. – Doch nun wehte der Wind abermals den Pulverdampf des frisch verschossenen Medienhypes zu mir herüber und die Neugier wuchs. Teil 3 sollte also alles besser machen, was schon Teil 1 angeblich so knorke hinbekommen hat…

Und so ließ ich mich überreden, dem 3. Teil noch mal eine Chance zu geben. „Vermutlich haben Sie aus dem ersten filmgewordenen Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom dann doch gelernt.“, murmelte ich, „Möglicherweise ist die Filmreihe nun reifer geworden, beschäftigt sich eventuell mit der Essenz und der Tiefenpsychologie des Piratentums. Der erzwungene Wechsel von Besitzverhältnissen ist auf einer intellektuellen Ebene ja durchaus faszinierend!“ So legte ich also ein Buch von Sigmund Freud in eine ALDI-Tüte und stiefelte zum amtlichen Lichtspielhaus. Nachdem mich die Kassiererin mit einem äußerst piratigen Preis von 9 Euro ordnungsgemäß eingestimmt hatte, konnte der Spaß auch schon beginnen. Und zwar hoffentlich dort, wo er vor Jahren während des Langnese-Spots zum ersten Film verreckt war.


Einer äußerst düsteren Grundstimmung verhaftet, schlurfen Menschen zum Galgen. Die Schlinge wird ihnen reihenweise umgelegt, wenig später öffnet sich der Boden. Beine baumeln, der Seele ihres Besitzers obschon beraubt. So geht es schier endlos, während die Anklagepunkte verlesen werden. Immer mehr schmutzige Gestalten in Lumpen werden es, die an Ketten ihren letzten Gang gehen. Der Kamera Blickwinkel fällt nun auf einen kleinen Jungen mit dreckigem Gesicht und traurigen Augen. Er singt, den Strick bereits vor den unschuldigen Augen. Leise erst, dann etwas lauter. Leben kommt in die übrigen Verurteilten. Einer nach dem anderen beginnt einzustimmen. Füße bäumen sich grimmig auf zu einem mutigen Stampfen, das ihr letztes sein wird. Sie singen ihr letztes Lied. Das Lied der Piraten…


Großes Kino! Dunkle Stimmung! Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits völlig deprimiert und freute mich darüber! Während ich also schon versuchte, mit einem Taschenmesser kleine Oskarfiguren aus dem Popkorn zu schnitzen, geschah jedoch unvermittelt etwas, was nicht hätte passieren dürfen: Der „Pirates of the Caribbean“-Schriftzug fliegt durchs Bild und ruiniert den Abend. Alles, was der Film in den ersten 2 Minuten richtig gemacht hat, wird ab jetzt in eine warme Blase aus Bubble Gum gesteckt, aus der es kein Entkommen gibt. Der schlechteste Mainstreamfilm der letzten Jahre hat seinen Anfang genommen…

“Warum der Film so grün ist? Grün beruhigt! Wir haben 76% des Testpublikums verloren, bis wir bemerkt haben, dass diese Farbe sie davon abbringt, sich Pflöcke aus ihren Armlehnen zu basteln!“ – Schlaudown: In den ersten Minuten des Filmes wird der Zuschauer bereits sanft auf die spätere Niveausenkung vorbereitet. Leider hatte dies auch mentale Auswirkungen auf die Schauspieler: Beim Lernen des Textes warfen sie das Drehbuch stets nach einmaligem Lesen von sich, dabei laut „Alle Buchstaben weggeleseeen! Neues Buuuch!“ rufend…

Normalerweise würde ich hier jetzt einen kurzen, übersichtlichen Abriss der Story runterspulen. Ein Vorhaben, das jedoch leider völlig inkompatibel mit Disneys Vorstellung von einer erzählten Geschichte ist…

In FdK 3 erwartete mich nur stundenlanges, nervtötendes Gefasel über Piratenmythen und -regeln, die den Autoren in einem Fieberwahn eingefallen sein müssen, für den 10 Grippekranke lange stricken müssten. Allein für die Einführung der „Bruderschaft“ der Piraten, welche wiederum einen „Rat“ hat, der dann später noch mal einen „König“ kennt, ist mir der halbgaren Vertiefung schon wieder zu viel: „König des Rates der Bruderschaft“ schimpft sich diese „Krönung“ des Blödsinns, um mal beim Aristokraten-Vokabular zu bleiben. – Fehlt nur noch die güldene Hasskappe für so viel Zuschauerverarschung.

Zumal nicht nur Keith Richards als Neben-Piraten-Abteilungsleiter(?) äußerst sinnfrei aus der Gaststar-Kajüte tritt, sondern auch die restlichen 6 – 8 Piratenchefs (irgendwann hört man auf zu zählen) nur zwei Aufgaben haben:

1.) Die völlig sinnlose Ratsversammlung mit ein paar skurrilen Nebenfiguren anzureichern. (Marke „Lasst die Kostümabteilung mal machen, sagen müsst ihr nix Dolles“)

2.) Am Ende des Filmes noch mal begeistert aus ihren 6-8 Schiffen gröhlen, obwohl der bombastische, unglaublich lang eingeleitete Endkampf nur zwischen ZWEI(!) Schiffen stattgefunden hat. – Auch, wenn dieser immerhin am Schlund eines Strudels stattfindet, der aus irgendwelchen Gründen vorsätzlich(!) angesteuert wird. Seichter Blödsinn ist ja gut und schön, aber auch in Komödien ist irgendwann der Punkt erreicht, an dem einfach nicht sehen möchte, dass Hauptfiguren sich absichtlich vor die fahrende Dampfwalze legen, weil’s irgendwie eine coole Idee sein könnte…

“Was’n das Weiße auf der Jacke? Bartschuppen?“ – „Nö. Dopingkontrolle bei den 97 Autoren dieses Films. Immer, wenn angekündigt wird, einen Test auf Kokainmissbrauch durchzuführen, rümpfen die Herren Schreiberlinge nämlich abschätzig mit der Nase. Und plötzlich haben dann stets ALLE eine weiße Weste.“ – Wenn ihr in dem Film wenigstens ein PAAR gute Gags sucht, müsst ihr diese beiden Herren fragen! Die suchen sie nämlich auch schon ewig und wären für jede Unterstützung dankbar…

In welche Richtung der Film geht, ist beinahe die ganze Zeit so undurchsichtig wie eine Nebelbank aus der Ikea-Filiale. Ein erschreckendes Urteil für einen Popkorn-Film, der sich dem unkomplizierten Spaß mit grenzdebilen IQ-Leichtmatrosen verschrieben hat. – Warum man zu Beginn einen kurzen Abstecher an den Nordpol(?) macht, um dann wieder in wärmeren Gefilden herumzuschippern? – Na, im letzten Frühjahr gab’s Eistexturen zum halben Preis! Und wie findet man einen jenseitigen Ort, der nicht gefunden werden will? – Man faselt einen Stuss von wegen einer Karte zusammen, um dann zu der Erkenntnis zu gelangen, dass man nur über den Rand der Welt(?) segeln muss, um ins Jenseits zu gelangen!

Das Schiff ist dann natürlich hinüber, aber dafür gibt es im Piraten-Paradies ja Steine, die sich in kleine Krabben verwandeln, die zu Tausenden ein Schiff aus einer Art Wüstenhölle herantragen. – WAS? Nein, ICH habe nicht getrunken. Aber gut zu wissen, dass alle LEXX-Autoren wieder neue Jobs gefunden zu haben scheinen… Gnaaaharr! *Zwinker, Zuck*

Dazu wird eine solche Vielzahl an Parteien, Nebenfiguren und Motiven in den Ring geworfen, dass man nicht mehr weiß, ob man wie ein Irrer lachen oder wie ein Geisteskranker weinen soll. Das Timing ist sichtlich – zumindest für Leute, die nicht auf BEIDEN Augen eine Klappe tragen – grottenschlecht. Ernst und Komik wechseln sich in einem derart sinnfreien Modus ab, dass man hier schon Absicht unterstellen möchte. Allein nach dem Zufallsprinzip hätte die folgende Beobachtung wenigstens nur in 50% der Fälle auftreten dürfen: Sobald man sich wünscht, der Film würde seine Charaktere etwas ernster nehmen, buttert er diese mit Gags zu, die den 10-Jährigen fast an seiner Actionfigur verschlucken lassen. Hier darf das rumkugelnde Glasauge genau so wenig fehlen wie die trotteligen Pirtaten-Helferlein in affiger Begleitung. Auf der anderen Seite wird dann mit fast biblischen Ernst allerlei Unfug installiert, wo man dann durchaus für ein wenig Selbstironie dankbar gewesen wäre.

Der Film versucht noch dazu eine Mythologie aufzubauen, die so bescheuert ist, dass man die letzten Hercules-Folgen im Nachhinein als geschichtliche Doktorarbeit abgeben könnte: Göttinnen, die sinnfrei Löcher in den Ozean stanzen, um den Endkampf interessant zu machen (danach aber nie wieder auftauchen), verfluchte Menschen mit Seesternen am Kopp, Seelen, die entweder geisterhaft durchs Wasser tauchen oder als körperliche Personen ins Jenseits rudern… – Im Rettungsboot ist Ideen-Ausverkauf und alle bieten mit!

“Rümpf! Dieser Film ist ja echt übel, Sir. Und er wird sogar mit jeder Minute verwirrender und abstruser!“ – „Quatsch, Mann! Statt so einen Unfug zu reden, sollten Sie lieber von meiner Kuckucksuhr steigen und mit einer fliegenden Giraffe den Kirchturm inspizieren, aber Marsch-Marsch!“ – Unfair: Hier wird jede Menge Haltung bewahrt, aber kein einziger Zuschauer vor der Gummizelle. Diese Herren gehören zu den ca. 80 Bösewichten im Film. Wobei das aber schwer zu zählen ist, wenn diese alle 2 Einstellungen wie wild durcheinanderlaufen!

Die systematische Verblödung kennt dabei fast keine Grenzen, höchstens noch das titelgebende „Am Ende der Welt“. Diese Zeile ist im Übrigen fast so passend gewählt wie der deutsche Name für Star Trek 5: „Am Rande des Universums“ und verbreitet schon aus den tiefsten Tiefen seiner selbst eine gewisse Brechreizballung im oberen Rezensentenbereich. Denn die Piraten wollen ja primär gar nicht ans Ende der Welt, sondern vielmehr… etwas ganz anderes. Mit der kleinkarierten Frage nach dem „WAS?“ wollen wir uns an dieser Stelle nicht abgeben, denn einem echten Pirat ist Nicht-Ehre und Nicht-Ruhm ja bereits mehr als genug! Wer braucht da noch so etwas wie nachvollziehbare Motive? – Ich.

Wer nicht weiß, was der Antrieb der Figuren ist, kann ja immerhin noch eine Karte ziehen… Vorher droht jedoch eine Sehnenscheidenentzündung, wollte man jene Karten mit ALLEM beschriften, was einem der Film an Stichworten vor die Planken rotzt: Die Rettung der Seelen der Verstorbenen, die Führung unter allen Piraten, ein Zauberkompass, eine ominöse Drehkarte, die Rettung eines Vaters, die Tötung von Tentakelfresse, pure Rache, die Niederschlagung der britischen Bösewichter, die Erweckung einer Göttin, ein eigenes Kommando, das Besiegen des Todes, das Finden der Liebe. – Und das ist nur eine sehr GROBE Zusammenfassung der Medusen-Dramaturgie, die einem hier entgegenschäumt wie ein Meer aus Epileptiker-Spucke. Wer sich bei diesen Motiven noch nicht grob wiederfindet, kann aber immerhin noch unter folgenden Oberbegriffen mitschippern: doofer Sidekick, fetter Sidekick, tierischer lustiger Sidekick, attraktiver Sidekick (unterrepräsentiert), völlig Irrer, hässliche Hackfresse (mit Requisiten beklebt und/oder am Computer verbeult), Hintergrund-Sidekick (nicht reden, aber Panne aussehen) oder einfach „War im zweiten Teil auch dabei, muss also noch mal vorkommen“-Sidekick.

Da schweigt selbst der Satiriker stumm und kann vor Fassungslosigkeit nicht mal kreativ gemein sein: So einen verworrenden Haufen aus… Nicht-Gut-Film habe ich in einem Mainstreamevent bis zum heutigen Tage nur selten zuvor gesehen! Und das Schlimmste ist dabei, dass man es GESEHEN haben muss, um es wirklich zu glauben. Dagegen war der dritte Teil von Spiderman direkt noch ein mustergültiges Beispiel für einen aufgeräumten Handlungsfuhrpark!

“Psssst! Dreht Euch nicht um, aber wir haben schon wieder eine nervige Schiffsladung Nebendarsteller reinbekommen!“ – „Na und? Wenn wir sie nicht beachten, vergisst der Drehbuchautor wahrscheinlich, dass sie überhaupt da sind.“ – Dann lieber Softwarepiraten: Kurz vor dem langerwarteten Ende des Filmes herrscht große Verwirrung über Sinn und Zweck des Ganzen. Daher schraubte man nach dieser Szene einfach noch 60 Minuten von „Fluch der Karibik 4“ dran. Der Titel lautet: „Und hier muss der Praktikant später noch einen Untertitel einfügen. Aber nicht vergessen!“

Tatsächlich, und das ist keine zynische Übertreibung, muss man sich am Ende wirklich eine verwegene Piratenzeichnung auf den Kinosessel ritzen, warum die Schiffe A, B, und C über die Wegpunkte 2, 7 und 9 rutschen, um ständig die Besatzungsmitglieder D, E und F auszutauschen. Am Schluss ist es selbst für den querdenkensten Trashliebhaber unmöglich zu erkennen, WER jetzt auf WESSEN Schiff rumpupt. Und ob das eher gut oder eher total schlecht ist. – Dafür müsste man schließlich wissen, wie man zueinander steht, was wiederum davon abhängt, ob man weiß, dass der andere weiß, dass man selber keine Ahnung hat. Gnihihi. Gnaha. Da ein paar der Gestalten sowieso vollkommen verrückt sind, ist dies eine nahezu unlösbare Aufgabe. Und die oben bereits erwähnten Parteien sind da ja noch nicht einmal vollständig und wurden von mir nur ansatzweise genannt. Einfach, weil die komplette Aufzählung in einem Absatz zu einer explosiven Dekompression des Raum-Zeit-Kontinuums führen könnte.

Da gäbe es nämlich noch einen Haufen Asiaten, um die zu Beginn ein gigantischer Wirbel gemacht wird. – Am Ende gehen diese aber irgendwo im Gewirr der verquasteten Freibeuter-Religion unter wie eine Kanonenkugel im Filmvakuum. Dann wären da noch – ohne Trennung zwischen Film- und Schauspielernamen – Barbossa, Kira Knightley, Orlando Bloom, Jack himself, Tentakelfresse und ein britischer(?) Oberbösewicht. Ach ja: Und die Göttin halt. Habe ich den asiatischen Oberkommandanten noch nicht erwähnt? – Macht nichts, denn der stirbt sowieso recht fix, nachdem er es innerhalb einer Minute geschafft hat, Keira für eine Göttin zu halten, sie tief zu respektieren, was einem aufgezwungenen Kuss aber nicht im Wege steht(??). Beeeevor er dann getötet wird, wobei er Keira zu seiner Nachfolgerin kürt, woraufhin sie ob des Todes ihres Gefängniswärters etwas betrübt zu sein scheint. Gnaaa-Blaaa-Schnorch. Gicks.

Wie gesagt: Solche Stilblüten aus dem Trockenblumenverleih bietet der Film schon mal in einer einzigen Minute. Und so geht es immer weeeeiter, bis zum bitteren Ende. Das aber gar nicht das Ende ist. Aber die halbe Stunde danach! Neee, vertan, immer noch nicht… – Jetzt? – Ach nein, vorher muss ja noch der Dings den Ding wegen der Dingsda hintergehen. Wie konnte ich diesen notwendigen dramatischen Twist nur vergessen?!

*Korallen in die Ohren steck und komische Geräusche mit dem Zertreten von Seeigeln mach*

An dieser Stelle muss mir die Frage erlaubt sein, ob Ihr vielleicht „Das Haus, das Verrückte macht“ kennt, welches in dem Film „Asterix erobert Rom“ vorgestellt wurde? Denn dieser Film ist quasi ja die Realverfilmung, halt nur mit Schiffen…

Okay, nun gibt es ja noch 2 weitere Aspekte, die einen Kinobesuch rechtfertigen könnten:

A) Knallharte Action

B) Lustige Gags

Aber auch hier bin ich mehr der Typ, der die Buddel mit Rum eher halb leer als halb voll sieht. Denn bis kurz vorm Ende gibt es keine nennenswerte Action. Ein, zwei hübsche Sequenzen da und hier, aber nichts Weltbewegendes. Außer vielleicht die, in der die Welt bewegt wird. Nur so viel: Wenn die Sonne grün blitzt, dann ist unten plötzlich oben. Aber nur, wenn man keine Luft bekommt. Gnaaa-haaaa! Höhöhö! Ja, hier sorgen selbst die Actionsequenzen dafür, dass man sich Vogelfutter in die Ohren schütten will, um den piepsenden Kanarienvögeln Einhalt zu gebieten.

„Was heißt denn hier ‚Feierabend machen’, junge Lady? Wir drehen hier gerade eine besonders überflüssige Szene! Wenn die jetzt plötzlich fehlt, fragte sich der Zuschauer doch zurecht, warum wir ausgerechnet an DIESER Stelle nichts eingebaut haben, was er nicht vermisst hätte.“ – Schifflein, wechsel dich: Die Hauptfiguren steigen so oft von einem Kahn auf den nächsten, dass der Film in vielen Ländern erst verboten werden sollte. Der Grund: Illegale Hütchenspieler begannen ihn heimlich aufzuführen und Wetten über den Verbleib der Charaktere anzunehmen…

Die Gags sind auf dem Niveau des ersten Teils. Also infantil, unlustig, fast einer deutschen Eigenproduktion fürs Kinderfernsehen ebenbürtig. Dabei ist der Film trotz aufkommender Partystimmung im Eierstock gar nichts für die GANZ Kleinen, auch wenn in meinem Kino wieder irgendeine Familie 6-Jährige(!) eingeschmuggelt hatte. Dafür gibt es dann doch ein paar Kopfschüsse zuviel. Jetzt mal nicht auf die Filmlogik bezogen, sondern sogar ganz praktisch.

Das Problem ist sicherlich, dass FdK3 niemals inhaltliche oder physikalische Regeln definiert. Man weiß nie, ob man sich in einem Kinderfilm, einem Klamauk, einem Actionreißer, einem mystischen Sammelsurium oder einer im Grunde doch Ernst gemeinten Abenteuergeschichte befindet. – Und wo es keine Grenzen gibt, können diese auch nicht humorvoll übertreten werden. Selbst, wenn Jack Visionen hat, in denen er mit mehreren Ausgaben von sich selbst spricht, ist ein kleiner Teil des Zuschauers fast geneigt, dies gar nicht für Visionen zu halten. Man traut dem Streifen irgendwann schlichtweg ALLES zu, was keinen Sinn macht und austretende Hirnflüssigkeit in die 7 Weltmeere suppen lassen könnte.

Fazit: Hier hatte der Regisseur sich wohl die Holzkopp-Prothese etwas zu spät aufgesetzt… Ansonsten wäre ihm aufgefallen, mit welch blamablen Hüh-Hott-Streifen er hier seine Zuschauer durch die Handlungs-Ebbe treiben lässt. Dass man den ersten Teil unterhaltsam finden konnte, kann ich sogar noch auf irgendeiner Ebene verstehen (übrigens direkt neben den Nachbarebenen „Opa war ein Nazi“ und „Warum nicht mal Flughäfen sprengen?“), aber hier fehlt mir jegliches künstlerisches, humor- oder dramaturgietechnisches Verständnis.

Gäbe es ein Buch, welches anhand von Beispielen die Fehler misslungener Fortsetzungen analysiert, so müsste es „Fluch der Karibik 3“ heißen. So einem hirnrissigen Null-Wind-Segler ist auch nicht mehr mit „Hirn aus und Spaß haben“ entgegenzukommen, zumal ich hier die Befürchtung hätte, das Denkorgan danach nie wieder in Gang zu bekommen. – Wem also tatsächlich Positivpunkte in den Sinn kommen, die NICHTS mit den 5 amüsanten Sprüchen von Johnny Depp abgedeckt werden, hat auf dieser Webseite gefälligst über die Planke zu gehen…

Apropos Jack Sparrow: Der hat hier insgesamt nicht mehr sooo viel zu melden. Ein „toller“ Einfall, der hoffentlich auch beim neuen Indiana Jones verfeinert wird: 20 aufgeregte Nebenfiguren und Jones geht alle halbe Stunde mal mit der Peitsche zum Staubwischen über den Bücherschrank…

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von Klapowski am 02.07.07 in Filmkritik

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Kommentare (19)

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  1. nakedtruth sagt:

    Hab den ersten Teil vor drei oder vier Jahren mal gesehen.

    Natürlich als Raubkopie. MUHAHAHAHA.

  2. hoki sagt:

    Jo, der dritte Teil war schon nen bisschen durchn Wind. Was das mit dem Strudel sollte war mir auch nicht klar. Und mir scheint Klappo hat vor lauter Blutdruck messen garnicht mitbekommen, das Keith Richards (weiß der Schinder wie der Vogel in der Rolle heisst) anscheinend auch noch Jacks Vater verkörpert. Wurde aber nicht weiter drauf eingegangen….

    Der 2te Teil war eigentlich ganz lustig, da ging es auch mehr um Jack selbst. Das war dann auch ne reine Komödie. Jetzt ma `sogn.

  3. GG-Hoffmann sagt:

    Aua… da hat sich aber einer im Kino böse über den Film geärgert. Es schmerzt mich fast zu sagen, daß ich Klapo leider voll und ganz beipflichten muß. Dieser Analyse ist nichts hinzuzufügen. Vielleicht solltest Du öfter echt miese Filme besuchen, in denen sich der Haß von Filmminute zu Filmminute steigert. Die vergangenen 8 bis 92 Dampfhämmer waren mir immer eine Spur zu positiv.

    Trotzdem glaube ich, daß man den Film mit einem Directors Cut erheblich aufwerten könnte. Mit der Besonderheit, daß der Cut die Länge des Films nicht, wie üblich, um 20% erhöhen, sondern um 80% vermindern sollte. Ich denke, wenn man das Sparrow-Multitasking, das technisch etwa das 50er Jahre-Niveau von "Kohliesels Töchter" hatte, herausschneidet, ist dem Film schon viel geholfen.

  4. Gast sagt:

    *über die Planke geh*
    Naja, okay, mir fallen jetzt auch keine direkten Positivpunkte ein, aber "Hirn-aus-und-Spaß-haben" hat bei mir irgendwie funktioniert.
    Gut, das könnte jetzt auch an meiner hübschen Begeleitung gelegen haben, aber ich fand sehr schön, was ich da gesehen habe…

  5. paranoid android sagt:

    Den ersten Teil mochte ich sehr gern, weil er sich selbst in keiner Weise ernst nahm – alle Charaktere waren reine Karikaturen und wussten das anscheinend auch. Da stand dem Spaß nichts im Wege, der bunte Blödsinn regierte.
    Das Pseudo-Tiefgründige, das sie in 2 und 3 versucht haben draufzudrücken, passt dagegen hinten und vorne nicht. Also werde ich's halten wie bei Matrix und die Fortsetzungen aus meiner Wahrnehmung streichen.

  6. Otto Normalzuleser sagt:

    ich sehe meine Vorurteile hier voll und ganz bestätigt.
    Vorurteile deshalb, weil mir 5 Euronen Kinogeld einfach zu viel waren für den Schrott.

  7. bergh sagt:

    tach auch !

    @Daniel Klapowski
    Irgendwie habe ich den Eindruck FDK III hat Dir nicht gefallen. ;)

    Wieder ein Film, den ich mir nicht antun muß.
    Wenn er von der Handlung her NOCH schlechter ist als SM 3,
    würde ich mich über die verschwendete Lebenszeit ärgern.

    @GGH
    Unbedingt zustimm!
    Das war die absolut beste Rezension seit Langem.
    Man merkte Klapo die Hasskappe (dreispitzig aus Leder) so richtig an.

    Gruss BergH

  8. DJ Doena sagt:

    Wer is denn auch so deppert, 9€ fürs Kino auszugeben?

    Teil 1 war innowatief. Teil 2 fand ich enttäuschend und Teil 3 leidlich besser als Teil 2. Hab ihn aber auch im O-Ton geguckt und damit sowieso die Hälfte der Zeit nicht verstanden, was die Leute genuschelt haben.

  9. Gast sagt:

    Hab bislang auch nur den ersten Teil gesehen, den ich allerdings aus oben genannten paranoiden Gründen sehr mochte. Genial ist alleine schon der erste Auftritt von Jack Sparrow. Als alter Monkey-Island-Zocker war das für mich so ein bißchen Computerspiel auf der Leinwand. Damit war das für mich aber auch abgeschlossen. Den zweiten Teil empfand ich als unnötig und als ich gelesen hab, dass alles auf einen dritten hinausläuft, hab ich drauf verzichtet. Und jetz brauche ich den dritten nicht zu gucken, weil ich den zweiten verpasst habe.. :)
    Jetzt möchte ich aber auch endlich mal Filme, die offensichtlich von Roger Wilco inspiriert wurden. Oder Tentakel, die die Welt erobern wollen. Oder dieser Archeologe mit dem Hu…oh. :)

  10. Gast sagt:

    ach Klapo, musst du denn alles bashen nur um des bashens willen?

    ist ja schön und gut wenn man so zeigen will, wie toll man doch ist weil man Mainstream Kino sch.. schlecht findet. Aber wie wärs wenn du zur Abwechslung mal ein Review eines Films anfertigst, der dir gefällt, dann musst du dich auch nicht mehr so anstrengen um dir Wortspiele einfallen zu lassen die den Film schlecht erscheinen lassen sollen.

  11. Dr.Best (der mit dem Schwingkopf) sagt:

    Also mir hat Fluch der Karibik damals sehr gut gefallen. Liegt allerdings auch daran,
    dass der letzte, witzige Piratenfilm schon eine Weile zurück lag. Kennt zufällig jemand "Der Rote Korsar" mit Burt Lancaster?

    FdK2 war dann eine herbe Entäuschung. Vielleicht auch wegen der hohen Erwartungen. Als ich mir den Streifen dann später nochmal mit Freunden und reichlich Gerstensaft ansah fühlte ich mich dann doch um Einiges besser unterhalten. Andererseits wird ja ab 1,5 Promille Alles irgendwie lustiger. Denn die Saat für Teil 3 war hier eigentlich schon ausgebracht.

    Für den krönenden Abschluß hatte ich mir dann ein bombensicheres Konzept zurecht gelegt: Ich fand den Film von vorne herein Scheiße und ging so mit der Gewissheit ins Kino, positiv überrascht zu werden…. Nach 90 Minuten drohte meine weibliche Begleitung sich umzusetzen, wenn ich nicht endlich die Schnauze hielte (sieht bei Doppelsesseln immer besonders bescheuert aus).

    Oder kurz gesagt: Ich stimme dem Review voll zu.

    Nur noch zwei kleine Anmerkungen. Die Sequenz in der sich die Meeresgöttin auf 20 Meter Größe aufbläht war ja wohl der schlechteste Effekt seit der Erfindung des Blue Screen. Ich meine die Trickszene in genau der selben Qualität in "Jason und das goldene Fliess" gesehen zu haben, und der feiert dieses Jahr immerhin schon seinen 45er.

    Wer bis nach dem Abspann sitzen geblieben ist konnte dann noch sehen wie Will Turner dann nach 10 Jahren zurück auf die Insel zu Landurlaub geht und dortseine Angetraute sammt 9jährigem Kind steht. Tolles Ende für die achso tolle Liebesgeschichte. Erst mitten im Schlachtgetümmel heiraten (eine der wenigen witzigen Ideen des Films) und dann noch maximal 7-8 Tage seines Lebens zusammen sein. Beim nächsten Kind sollte Will auf jeden Fal einen Vaterschaftstest beantragen.

    FdK3 werde ich jedenfalls so schnell wie möglich wieder vergessen und statt dessen mal wieder Jason angucken: Held segelt von A über Monster B und C nach D, wird dort von ebenden Skeletten mit Indianergeheul angegriffen, schnappt sich Fliess und Frau und segelt dann in den Sonneuntergang.

    So leicht und locker hätte FdK sein müssen, dann hätte man auc den ein oder anderen krummen Hund verschmerzt, so aber wars nur ein überfrachtetes Actionfilmchen, dass sich selbst viel zu ernst genommen hat.

    Gruß Dr.Best

  12. Sparkiller sagt:

    @Bash-Gast: Daß sich Klapo in seinem hohen Alter nicht mehr so anstrengen soll, kann ich nur wiederholen. Und ich bin mir sicher, ein erholsames Mittagsschläfchen hätte aus dem Film noch eine knorke 5+ herauskitzeln können. Da wird jede Zelle frisch!

    Aber ansonsten würde ich Dir doch einmal einen zarten Blick in die "Jenseits der Sterne"-Kategorie empfehlen. Dies würde u.a. auch Klapos Meinung zum letzten Spider-Man zu Tage fördern, welcher tatsächlich eine grandiose 2- eingeheimst hat. Will uns Klapo damit eigentlich nun zeigen, daß er doch gar nicht soooo toll ist? Muß ja, nach der Logik…

    Und sollte Klapp niemals eine 6- vergeben aus Angst vor der (Achtung!)… Tollwut? HARHAR!

  13. Klapowski sagt:

    Zitat:

    "ach Klapo, musst du denn alles bashen nur um des bashens willen?

    ist ja schön und gut wenn man so zeigen will, wie toll man doch ist weil man Mainstream Kino sch.. schlecht findet. Aber wie wärs wenn du zur Abwechslung mal ein Review eines Films anfertigst, der dir gefällt, dann musst du dich auch nicht mehr so anstrengen um dir Wortspiele einfallen zu lassen die den Film schlecht erscheinen lassen sollen."

    Ihr wisst aber auch nicht, was ihr wollt, oder?

    Bewertet man den "Wixxer 2" oder "Spiderman 3" wohlwollend, ist gleich Filmholland in Not. Gibt man WAHREM Schrott allerdings die wohlverdienten Tiernamen (selten habe ich ein Review so überzeugt und wortspielarm geschrieben wie dieses), heult wieder einer, dass Klapo schon wieder ein Bashing-Review schreibt. Bestimmt schon das Zweite seit 2001! So was gab's doch früher nicht, oder?

    Positive Argumente für den Streifen hätten mich jetzt von Deiner Seite mehr interessiert, da sich diese immer besonders fachgerecht ignorieren lassen.

  14. DJ Doena sagt:

    "Nur noch zwei kleine Anmerkungen. Die Sequenz in der sich die Meeresgöttin auf 20 Meter Größe aufbläht war ja wohl der schlechteste Effekt seit der Erfindung des Blue Screen. Ich meine die Trickszene in genau der selben Qualität in "Jason und das goldene Fliess" gesehen zu haben, und der feiert dieses Jahr immerhin schon seinen 45er. "

    Mich deucht, diese ganze Szene war eine einzige Homage an all diese Filme und Effekte.

  15. Pellaeon sagt:

    "….Liegt allerdings auch daran,
    dass der letzte, witzige Piratenfilm schon eine Weile zurück lag. Kennt zufällig jemand "Der Rote Korsar" mit Burt Lancaster?"

    Hmm, da fällt mir doch spontan der gute, alte Piratenklamauk Dotterbart/Yellowbeard ein. Held meiner Jugend. Guter Mann, der Chapman…

  16. bergh sagt:

    tach auch !

    @DJ Doena
    Nun red den Film nicht raus, sonst muß ich den doch noch gucken.

    @Gast
    Über mir
    Eine rezension von einem Film der Daniel gefallen hat ?

    Da fält mir ganz spontan
    Star Trek VIII Der erste Kontakt ein

    Mit wieviel Liebe Klapowski alleine die Eingangssequenz beschreibt ist echt goldig.

    Ansonsten sind wir hie rbei Fokus und brauchen :
    fakten Fakten Fakten

    Was ist hut an FDK III ?
    Was hat Dir gefallen?
    Warum?
    Was stimmt nicht an der Rezension? (FFF

  17. Donald D. sagt:

    @ Klapo:

    Klapo, Du und Deine Kompagnons nehmt den ganzen Schotter viel zu ernst. Mir war von vornherein klar, daß das der schlechteste Teil wird, da Fortsetzungen fast immer schlechter werden. Auf soviel Blödsinn war allerdings selbst ich nicht gefaßt, also tat ich das, wozu Du nicht in der Lage warst: alle Gehirnzellen deaktiviert und nur die Augen und Ohren die tollen Bilder bzw. den 12.1 DTS EX Super Dolby Digital Theater Surround Sound verarbeiten lassen.
    Teil 1 war wirklich der beste. Doch die beste Sequenz kommt m.E. in Teil 2 vor. Die Pfahlfluchtsequenz war schlichtweg genial. Erinnerte mich irgendwie an die tollen alten Donald Duck Cartoons ebenso wie diese Sequenz, in der Sparrow mit sich selbst quatscht.
    Und jetzt Klapo… noch eine Neuigkeit! Aber… setz Dich bitte hin. Glaub´mir, es ist in Deinem eigenen Interesse.

    Sitz Du?

    Wirklich?

    Gut.

    Tadaaaaaaaaaaaaa!!!!!!!!!!!!!!!!! Teil 4 und 5 von FdK sind schon in Planung. Und selbst Johnny Depp möchte seinen Part wenigstens noch zweimal spielen!

  18. cyanmystery sagt:

    Es stimmt natürlich, dass der Streifen ärgerliche Logiklöcher aufweist. Nur – die ärgern mich in vielen Filmen – da kann man den meisten Popcorn-Drehbuchautoren getrost einen Mangel an Perfektionismus vorwerfen.

    FdK3 wird vorgeworfen, dass er völlig überladen wäre und dabei trotzdem arm an Handlung. Ähnlich wie die neue Star Wars Trilogie. Und ähnlich wie bei dieser habe
    ich mich irgendwie doch recht gut unterhalten gefühlt. Tiefsinn würde ich mir zwar auch für Hollywood-Produktionen mehr wünschen, jedoch macht der Streifen für Popcornkino für mich auch vieles richtig.

    Denn wenn ein Film schon nicht ernst genommen werden kann (auch nicht in allen
    komödiantischen Aspekten) soll er wenigstens Spaß machen. Und da ist mir "Jack Sparow der Dritte" mit seiner Überladenheit, seiner skurrilen Art und seinem Effektefeuerwerk immer noch lieber als ein Film des anderen Extrems; ein Film in dem genaugenommen GARNICHTS passiert.

    Keine Panik, verrissen habe ich auch schon Filme. Den letzten den es getroffen hat war "Allein im Museum". Dieser Film wirkt auf mich recycelt, albern und todlangweilig. Ich bin bekennender Abspanngucker (wenn man mich lässt). Aber bei dem hab ich's freiwillig gelassen. Robin Williams spielte mit – aber das war nicht der einzige Grund, warum er mich an Jumanji erinnert hat, der ja ähnlich schläfrig war.

    Ihr wollt dass einer Pluspunkte für FdK3 schreibt? Ich kann ihm positives abgewinnen:

    + Die Atmosphäre ist cool; die Effekte auf normalem (hohen) Hollywood-Niveau und die Action kommt nun wirklich nicht zu kurz.

    + Ironie ist durchaus da, verquickt mit einer erfrischenden Schwarzweißlosigkeit.
    Das mag ich ohnehin an der Trilogie. Keine perfekten, supermoralischen und selbstlos noblen Samariterhelden auf der einen, keine abgrund- und tiefbös psychopathischen Monster auf der anderen Seite. Seiten überhaupt? Wenn ja, dann stark verwischt; ein Haufen Typen mit einem Haufen Interessen. Mal Freund mal Feind, je nachdem, wie's in den Kram passt.

    + Das Jenseits. Fehlende Logik ist auch bei einem Fantasyfilm (und nichts anderes ist FdK3) ärgerlich, wenn die Spielregeln fehlen. Hier aber gelten surrealistische Regeln, das finde ich nicht nur absolut okay, sondern mal genial anders. Obwohl – schonmal "Alice im Wunderland" reingezogen?

    + Lieber ein Duzend durchgeknallter Charaktere, als eine müde Hauptfigur. Lieber
    Zauberkompasse, Drehkarten, Piratenbibeln und Schatzkisten als ein verstaubtes Artefakt, dass in jeder zweiten Kameraeinstellung zu sehen ist. Lieber unzählige Interessen, Beziehungen und Konflikte als ein kaum zählendes, banales Ziel und wohl strukturiertes Schubladendenken mit allzu klarem Gut/Böse-Schema.

    Nun gut, wenn ich mir Klappos Review und die einstimmenden Kommentare so ansehe, dann ist mein Posting immerhin mutig. Oder doch eher blöd, weil ich vielleicht doch nicht ganz beisinnen bin? Naja, einzigartig ist er. Oder doch Weltfremd?

    cu
    cyan

  19. Pavel sagt:

    Mahlzeit!

    Ihr wollt 'nen Piratenfilm mit Handlung, Äktschn und 'ner Lovestory?
    Gips hier:
    http://www.majusarts.de/film/monkey/

    Pavel

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