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The Orville – Kritik zu 3.08 – „Midnight Blue“

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Diesmal werde ich NICHT erwähnen, wie oft Geschlechterthemen und Beziehungen bereits behandelt wurden. Stattdessen möchte ich diese Einleitung nutzen, um zu fragen, welche SF-Serie der letzten 5 Jahre EUCH eigentlich noch so gefallen hat? Was man halt problemlos weggucken kann, ohne sich ständig zu ärgern? Irgendwas mit Anspruch, der nicht im Widerspruch zum (eventuell) lockeren Äußeren steht. Ich frage für einen Freund… (*Sparkiller Schnauzbart ankleb*)


Inhalt: Topa soll zusammen mit Kelly und Bortus auf dem Frauenplaneten nach dem Rechten sehen. Denn nur die Einhaltung diverser Regeln (z.B. kein Bier ins Lagerfeuer schütten) bewahrt dort den Frieden. Doch haben sich die Damen wirklich an das Baby-Importier-Verbot gehalten?


Willkommen bei unserer Show namens „Einerseits / Andererseits“, die man in der dritten Staffel besonders gerne mit „The Orville“ spielt. Und zwar mit jeder wichtigen Szene einer Folge.

Wie in den letzten Wochen gibt es auf jedes empfundene Hochgefühl (= „Einerseits“) stets einen stechenden Schmerz im Lendenbereich, den wir aus Gründen der Vereinfachung „Andererseits“ nennen möchten. Und am Ende zählen wir mal, welches „Seits“ überwiegt. Und wenn ihr oder ich die falschen „Seits“ habt, prügeln wir uns gegenseitig ist… Jenseits?

Alles klar? Spielen wir los:


– Kelly wird als Ansprechpartnerin für das frisch feminisierte Flausenkind Topa ausgewählt. Und zwar von Bortus, Topa, ihr selbst uuund dem Drehbuch. Das ist einerseits ganz niedlich, weil nette „Chefs“ und „Lehrer“ für unser aller Persönlichkeitsentwicklung wichtig sind (ICH sage EUCH an dieser Stelle mal ganz bescheiden: Keine Ursache, Leute!), andererseits hatte ich aber ein leicht falsches Gefühl. Ist das wirklich die beste Idee, wenn eine derartige Führungsperson einem was „Boys and Girls“ und Erotik erzählt?

(Kelly ist ja hier eher wie eine Schuldirektorin. Und nicht „nur“ eine Vertrauenslehrerin. Und in katholische Beispiele sollten wir dies alles GAR NICHT packen, brrrr…)

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„Topa, du kannst mir alles sagen. Du brauchst dich für nichts zu schämen.“ – „Okay. Ich habe da diesen Mathe-Hausaufgabe…“ – „Laaangweilig. Anrüchiger bitte, Lechz!“ – Wie immer stellt sich die alte Forumsfrage: Wenn du es nicht supererotisch findest, warum guckst du die Serie dann?!

– Dass ausgerechnet Gordon(!) der Mann ist, in den sich Topa verliebt hat, ist einerseits natürlich mutig und witzig („Du hast feminine Anteile, die ich mag.“ – „Danke sehr!“), andererseits… äh… wie alt ist das „Kind“ nochmal? Zweieinhalb Staffeln? Okay, wir reden hier von Science-Fiction-Kindern, aber zusammen mit dem andererseits mit Kelly weiter oben möchte man Seth MacFarlane schon fragen, ob ein kindgerechteres Setting sooo schwer gewesen wäre?

Was käme als nächstes? Eine einjährige Transsexuelle, die Admiral Grandpa fragt, ob er mit ihr nicht mal ein Ei befruchten will?

– Dass man die fairen Regeln auf dem Moclan-Frauenplaneten überwachen will (= Die Frauen schmuggeln keine Babys mehr, dafür werden sie nicht massakriert), ist einerseits eine nette Sache in Richtung Kontinuität. Andererseits war ich von der ganzen Schwarzweiß-Zeichnerei schon zu Beginn abgeschreckt: Die Frauen im Dorf leben in einer Art Garten Eden, sind selbstbewusst, werden von den Sonnenstrahlen sanft geküsst und freuen sich – Helfersyndrom sei Dank – wie Schneeköniginnen auf den Besuch von Topa, die natürlich angeleitet (und vollgeseiert) gehört.

Demgegenüber stehen natürlich die bösen Männer in Uniform, die bei einem niedlichen Mädchen unverhohlen in die Hand kotzen („Ekelhaft! Widerlich! So schlimm, dass wir uns als Verbündete der Union nicht mal mehr diplomatisch MÜHE geben müssen!“). Das ist schon recht plump und machte wenig Lust, die restlichen 75(!) Minuten der Episode zu sehen.

Im Ernst: So was macht wenig Freude. Klar, es gibt im realen Leben solche Extreme, aber ich fand es z.B. immer spannender, gewaltbereite Bajoraner auf gemäßigte Cardassianer treffen zu lassen, als die große Klischeeparty mit anschließendem Selbstbestätigungs-Komasaufen abzufeiern.

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„Ihr Kind, das stinkt nach Frau!“ – „Im Rahmen unserer galaktischen Zusammenarbeit wäre es schön, wenn Sie darüber hinweggehen könnten.“ – „Klar, mit einem Mähdrescher! Harrharrharr!“ – Wie sagte meine Großmutter immer: Böse ist, wer Böses tut. Aber es gibt hier noch andere, komplexe Seiten. Zum Beispiel die sogenannte Verbalbösen, Gedankenbösen und Ausführungsbösen.

– Positiv kann man einerseits die liebevolle Dorfstimmung vermerken. Die Musik ist teilweise sooo fröhlich, als hätte Steven Spielberg seinem Komponisten einen Topf mit Elfeneintopf eingetrichtert. Doch andererseits zooog sich das schon: Erst Tanz, dann Glühwürmchen mit allen Farben der LGBTQ-Community, Omi versucht Topa zur Geheimagentin zu machen („Nur Nachrichten weiterleiten“), dann noch mehr Glühwürmchen und Tanz, eine sentimentale Geschichte am Essenstisch und ungläubige Gesichter.
Also auf Seiten der Zuschauer, die verdutzt die verbleibenden Episodenminuten betrachten…

Klar, alles toll gefilmt, ABER wenn ich nach all diesen Szenen FROH bin, wenn die Bösen Topa entführen (natürlich mit aufgeschrecktem Vogelschwarm, zugehaltenem Mund und Standard-Kidnapping-Orchestertusch), sind mir wohl doch zu viele Multicolor-Glühwürmchen durch die Ohren gerauscht?

Hier muss ich leider erneut sagen: Ja, Geschlechtsidentität IST ein wichtiges Thema für Leute, die noch keins haben (Geschlecht, nicht Thema). Aber ab jetzt bin ich leider gelangweilt von diesem Spezialgebiet, das inzwischen 17,8% aller Orville-Folgen bestimmt. Ihr könnt gerne nachrechnen – mit Pillermännern anstatt Fingern?

Was ist mit Arm und Reich, Doof und Klug, Schnauzbart oder Lackschuh? Gibt es nicht andere Dinge, die sich – vermeintlich – widersprechen oder sogar bekämpfen? Sachen, die man mal im SF-Kontext beleuchten könnte? Wo sind Episoden wie die auf dem Social-Media-Planeten? Oder wie das Ding mit den Sternzeichen? Oder die, wo Kelly zur Gottheit ernannt wurde? Auch schon umoperiert?

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„Mercer, wir haben ein Problem. Die Moclaner haben von der Geschichte der Blümchen und Bienchen gehört. Jetzt foltern sie alle Blümchen und verhören die Bienchen!“ – Fortpflanzung hinfort: Endlich spitzt sich der Konflikt mit den Republikan… Moclanern zu. Hoffen wir nur, dass bei der finalen Abstimmung der Chef-Moclaner (nennen wir ihn „Trump’k“) nicht das Parlament stürm… schwulisieren lässt?

– Doch wir wollen nicht unfair bleiben werden: Denn nach 40 Minuten gibt es ja schon(?) das erste Gespräch, das etwas Pfeffer hatte und mich interessierte: Nämlich zwischen Alice Schwarzer und Mercer, der zu Recht anprangert, beeinflussbare Kinder zu Spionen zu machen, die geheime Subraumfrequenzen kennen.

Das ist einerseits eine gute Szene, in der endlich mal was auf den Tisch kommt (politisch, nicht Penis-abschneid-technisch), andererseits aber für mich enthüllte, was ich EIGENTLICH gerne sehen will.
Oder zumindest, zu welchem Zeitpunkt. (= stets 15 Minuten VOR dem Müdewerden?)

Wirklich unnötig wird’s aber, als man auf dem Holodeck auf Dolly Parton trifft. Nichts gegen Künstlerinnen, die mit ihrem Talent Dinge bewerten, die sie interessieren. Aber diese billige Art, Popkultur-Fetische von Seth in die Zukunft zu holen, wurde schon sooo oft durchgezogen, dass man die Weltraumszenen von „The Orville“ langsam auf einem VR-Headset in UNSERER Zeit spielen lassen könnte? Dann könnte man Zigaretten, Smartphones, Sitcoms und alte Filme doch viel besser verbauen. Und nebenbei läuft eine alte TNG-Folge auf dem Fernseher…?

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„Möchten Sie nun vor dem Ausschuss von dem Babyschmuggel berichten?“ – „Ja. Aber nur, wenn Sie etwas für mich tun, Captain. Tragen Sie mich in den nächsten Raum. Die Moralin-Vorlesung für den Zuschauer fängt gleich an.“

Auch möchte ich die Autorität von einem programmierten Hologramm anzweifeln. Oder zumindest in Frage stellen, ob es so clever ist, politische Fragen auf diese Weise zu lösen. Oder ob Leute, die andere Leute dadurch manipulieren wollen – in diesem Fall Mercer -, irgendwie Lack gesoffen haben? Nur ganz wenig? 30 Milliliter oder so?

Eigentlich sollen WIR als Zuschauer ja gleich mit umgestimmt werden. Was ich manchmal auch gerne geschehen lasse. Aber als Nicht-Fan einer drallen Countrysängerin mit feministischem Vor… äh… Unterbau fühlt sich das nicht so prall an? Bei TNG und VOY liefen wenigstens noch Einstein und Da Vinci rum. Und keine „sexy“ operierte Trulla, die als Feminismus-Päpstin vielleicht auch nicht DIE Top-Wahl ist – Liedtexte hin oder her?

Ich kannte übrigens kaum was von Dolly – aber nach dem gefühlt mehrminütigen Träller-Einschub habe ich wieder wertvolle Dinge dazugelernt: „Dreams are not of value if they’re not equipped with wings!“

Na, danach hätte ICH aber auch entschieden, vor einer Ratsversammlung auszusagen, aber hallo!

Danach gibt es ein paar dramaturgische Lichtblicke in Form der Folterung eines Kindes. Das ist einerseits mal mutig, aber andererseits auch nicht einfallsreich. Okaaay, ins Gesicht schlagen und Leuten die Schminke vom Gesicht faseln…? Auf Moclus läuft’s nicht anders als bei uns, oder? – Bei Odo wurde damals wenigstens das Formwandeln verboten. Und Picard musste Lichter mit einem kaputten Rechenschieber abzählen. HIER fehlte mir die kreative Zusatzleistung.
Pipimann drankleben?

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„Ich finde, Sie sollten tun, was man tun kann. Und wenn das nicht geht, tut man das, was Mama tun würde.“ – „Wie war noch mal Ihr Name, junge Frau?“ – „Sloterdijk. Peter Sloterdijk.“ – Philosophie für Busenfreunde: Endlich ist die tiefgründige Auseinandersetzung in der SF wieder da! Ihre Beisetzung findet bereits nächste Woche statt.

Auch finde ich Topa nicht sooo krass, wie sie vom Drehbuchautor (vielleicht ein gewisser „D. Iskovery“?) gemacht wird. Was genau hat sie denn z.B. für Charaktereigenschaften? Zu Beginn spricht sie noch, als wenn sie Isaacs Tochter wäre, was ja typisch für viele Moclaner ist: „Roger, Roger. Du bist partnerschaftlich kom-pa-ti-bel. Piep. Dating-Programm eingeleitet!“

Doch dann wird sie innerhalb von Minuten zum lächelnden Wunderkind, zur Vor-Aktivistin, zur pubertierenden Ratsuchenden, dann innerhalb von Sekunden zur Daten-Fee (Frequenz merken – okay. Aber die Konsolen auf der Orville bedienen?!) und dann zum Glühwürmchen-jagenden Kleinkind?

Gut, ich übertreibe die Stufen etwas. Aber ob wir hier ein frühreifes Wunderkind sehen (das für sich selbst einsteht, aber komischerweise selten zu irgendwas argumentiert?) oder wir einen wandelnden Schnuller-Hutständer mit Kommunikationsdefiziten vor uns haben, das ist mir unklar. Aber vielleicht weiß Gordon nach dem ersten Date ja mehr?

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„Kannst du mir einen Gefallen tun, Kleines?“ – „Geht es um Geschlechterfragen? Operationen, Missbrauch, Babyentführung?“ – „Äh… Ich wollte nur ein Stück Holz für’s Lagerfeuer. Pervers oder watt?“ – Lagerfeuerfernsehen: Natürlich kann man es sich IMMER einfach machen und rufen, dass man es komplexer haben möchte. Aber ICH habe leicht reden. So mit Gehirn, Lebenserfahrung und Volljährigsein…?

Und wenn sie reif genug für Dates(!) mit männlichen Crewmitgliedern ist, hätte sie dann nicht im Waldstück sagen können: „Hör‘ma, Omma! Ich bin noch nicht gaaanz überzeugt. Kriegt mein Papa nicht Ärger, wenn ich das alles rauskommt? Und die Erwachsenen reden auch ständig von Krieg und Allianzen. Geht es nicht anders?“ – Eben so ein bisschen Natürlichkeit?

Aber wenn es um das Vermitteln von Holzhammer-Botschaften geht, darf Kindermund nicht mal für ein paar Sätze die (vermutliche) Wahrheit kund tun. – Klar, dass Figuren zu passiven Steh- und Sag-auf-Männchen degradiert werden, mag vielen Zuschauern heute nicht mehr auffallen. Guckt man sich hiernach aber eine Folge aus den 90ern (muss nicht mal Star Trek sein), muss man eingestehen, dass das alles schon mal weniger plump ging.

Und lässt man das schöne Ende außen vor, fand ich die aufgeworfenen Konflikte sehr ärmlich:

– Frau Feministin hat versprochen, keine Babys mehr zu schmuggeln. Nachdem sie es DOCH tut, starren sich alle schuldbewusst und Schuldbewusstseins-übertragend in die Kulleraugen. „Eigentlich war exakt DIESE Story in der Dorfromantik-Episode der 2. Staffel schon geklärt“, möchte man sagen. „Klar, aber nicht mit Dolly Parton“, könnten Country-Fans antworten.

– Dass man ihrer Aussage vor dem Rat – die dann das Highlight wurde – zum großen Konflikt in der Folgenmitte hochstilisierte, hat meine Adrenalinpumpe unterfordert. Hier fehlte mir frühzeitig eine dramatische Konsequenz (allen Moclanern explodiert der Kopf?), wenn sie aussagt – oder eben nicht.

, The Orville – Kritik zu 3.08 – „Midnight Blue“

„Wo sind all die Kinder hiiin, wo sind siiiie geblie-hieben?“ – Träller-Anomalie auf 12 Uhr: Ich bin dafür, dass man in der deutschen Episodenfassung zu diesen Bildern einen anderen Song nimmt. Einen, der besser zu uns passt. Den Radetzkymarsch?

– Auch passiert hier neuerdings etwas, das ich eigentlich mit Kurtz-Trek in Verbindung brachte: Figuren „wachsen“ zu schnell (Topa), tauchen nach 1-2 Wochen total geläutert wieder auf (Klyden), werden NUR für ihre „Lieblingsthemen“ verwendet (Topa mag z.B. nicht mehr im Simulator trainieren?) und der Captain rückt seltsam in den Hintergrund, während er das Holodeck mit historischen Figuren füttert, die ihm die Argument-Arbeit abnehmen?

– Befreiungsaktionen in fremden Gefängnissen haben in den letzten 30 Jahren Star Trek wenig an Glaubwürdigkeit oder Spannung dazugewonnen… Aber okay, darum ging es nicht wirklich.
Es wollte sich dabei ja schließlich keiner umoperieren lassen, hihi.

Schöner wäre es gewesen, die komplette Handlung um die Hälfte zu kürzen, was im „Hobbitdorf“ oder auf dem Schiff problemlos gegangen wäre. Danach noch 15-20 tolle Minuten im Rat, fertig wäre die 3,5-Sterne-Folge mit Tendenz zur Selbstbeweihräucherung!

, The Orville – Kritik zu 3.08 – „Midnight Blue“

„Ich WILL dich wirklich nicht schlagen. Aber ich bin halt ein verdammt guter Schachspieler.“ – „Du Glücklicher. Mich machen diese phallusförmigen Figuren immer wuschig.“ – Polterknecht: Natürlich ist diese Szene schockierend und optisch drastisch. Aber das haben plakative Szenen nun mal an sich?

Das Ende ist trotz meiner harschen Kritik toll(er).

Der Rat mit all seinen Details, Die Wichtigkeit an sich, die Verheißung einer endgültigen Klärung des Moclan-Handlungsstranges (= Lechz, Gier!) nebst der konsequenten und überfälligen Entscheidung, Menschenrechtsverletzer einfach mal rrrauszukanten. Das alles hat mir so gut gefallen, dass ich es fast NEGATIV bewerte, dass es das nicht häufiger gibt!

(Könnte mir auch eine intergalaktische Gerichts-Show vorstellen. Mit Fr. Barbara Culture-Clash? Im Ernst, dieses offizielle, ritualisierte Setting erzwingt immer schööön das „Ende“ von allen möglichen Problemen.)

Die Befreiung von Topa war dann sogar oookay. Auch wenn man theoretisch die Länge der Flucht und die Brutalität gegenüber des Folterers ankreiden könnte. Ich tue es aber (ganz knapp) nicht. Da muss man auch mal ein „Auge zudrücken“, hihi..

, The Orville – Kritik zu 3.08 – „Midnight Blue“

„Ich verlange hier und jetzt eine Aufklärung!“ – „Oh Gott. Schon wieder einer, der die Feinheiten der schwulen Fortpflanzung nicht kapiert hat.“

Das kleine Highlight ist fraglos der Ausbruch des „weisen Narren“ namens Gordon, der einfach mal zusammenfasst, wie man mit Unterdrückern reden sollte. („Die sind immer beleidigt, wenn man ihren Bullshit laut benennt!“) Das war so ein Kernmoment, wo wohl jeder Diktatorenhasser kurz das Grundgesetz losgelassen hat, um klatschend „Hört, Hört!“ zu rufen.

Ein starker Moment in einer ansonsten schwächlichen Folge. Gefolgt von einem weiteren starken Moment, als alle sich GEGEN Moclus entscheiden. Ja, DAS triggerte meine Gänsehaut auf dem Gerechtigkeitsnerv!

Auch Klydens Entschuldigung wirkte stark und zu Beginn glaubwürdig. Schade nur, dass es am Ende der Szene fast unglaubwürdig rüberkam. – Der brauchte echt erst die Folter-Geschichte, damit er gespürt hat, dass er seine TOCHTER total liebt und ihm ALLES leid tut?!

Wenn Reue nur(?) auf persönlicher Ebene funktioniert, ist das schon ein bisschen schade. Auch im Sinne dieser Geschichte.

Wir können ja nicht jedem Russen einen toten ukrainischen Verwandten nach Hause schicken?
Manchmal finde ich es besser, wenn die Besserung auf intellektueller Ebene stattfindet. Was hasst Klyden sonst als nächstes? Menschen mit Solaranlage auf dem Dach?


Fazit: Trotz toller Themen (= Grillabend im Wald, Laberrunde in Blockhütten) quälte ich mich hier durch die ersten 55 Minuten. Nicht nur wegen des Grundthemas, sondern weil es zusätzlich einfallslos geschrieben war:

Von bösen Männern entführte Kinder, die geprügelt werden, weil sie weiblich sind – und geheime Subraumfrequenzen rausrücken sollen? Während die Gegenseite durch minimal-intellektuelle Countrymusik dazu motiviert wird, die eigene Verfehlung zuzugeben und den Plot voran zu treiben?!

Klar, man kann das ja unterhaltsam finden (die Schauspieler geben es durchaus her), aber dass nicht jeder vor Begeisterung ausrastet, sollte klar sein…
(*Frauenkleider genervt wieder auszieh*)

Somit muss ich das ENDE fast als eigene Folge bewerten. Und das mache ich ausnahmsweise heute.

Wertung für die ersten 60 Minuten:

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM

Nur die letzten 25 Minuten:

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM
SPARKIS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
Somewhere Along The Way, The Orville – Kritik zu 3.08 – „Midnight Blue“
Hurra, endlich wieder eine Folge über bösen Weltraum-Fanatismus, unter welchem arme Kinder zu leiden haben! Zu lange mussten wir in dieser Staffel darauf warten.

Aber genug über die Kaylon und Marcus (Folge 1), den Krill und Anaya (Folge 4) und den Moclanern und Topa (Folge 5).

Reden wir lieber über diese Folge mit ihrem Schwerpunkt auf die Moclaner und Topa. Hier erfahren wir viel Neues: Die Moclaner mögen keine Frauen und haben dadurch jede andere Identität verloren.

Hobbies? Kultur? Professionelle Orgienplanung? Einfach irgendwelche anderen Gesprächsthemen? Fehlanzeigen, die Moclaner sind jetzt nur noch die Bösewichter für das Thema Geschlechterkampf und haben uns außer Grunzen und abwertende Kommentare („Auf dem Weg zur Küche verlaufen?“) nichts mehr mitzuteilen. Denn nur so kann man garantieren, dass auch wirklich jeder die anspruchsvolle Botschaft versteht und sich dafür selbst auf die Schulter klopft („Dramaturgisch beeindruckend! Und diese Subtilität, als die Bösen alle Schilder mit ‘Schwule raus!’ hochhielten! Ob nur ich das erkannt habe?!“).

Aber im Ernst, ein bisschen oft hat man diese olle Moralkeule jetzt schon ausgepackt ohne etwas Neues damit zu verklopp— verarbeiten. Nett fand ich es aber doch, als Klyden plötzlich um die Ecke marschiert kam. Auch wenn man sein vorheriges Verhalten auch etwas schnell akzeptiert hat („Ich war natürlich überrascht, dass die anderen Frauenhasser alle sexistisch sind! Aber als die dich sogar gefoltert haben war sofort Schluss mit lus— grantig. Habt mich wieder lieb, bin der Klyden!“).

Und waren diese 80+ Minuten wirklich nötig? Sooo viele Gespräche, die sich völlig grundlos in die Länge gezogen fühlten, mit sooo wenig Story. Spätestens als mir Dolly Parton über ihre Maukenprobleme erzählte (!) UND danach noch zur Gitarre griff verlor ich mich in rosaroten TNG-Nostalgieträumen. Riker hat wenigstens nur ein- bis zweimal in seine Posaune getrötet.

Alleine die ersten 20-25 Minuten hätte man ordentlich straffen können. Direkt auf der Kolonie anfangen und ein Logbuch-Eintrag drüber. Womit wir wieder bei den klassischen 45 Minuten wären.

Wenn man die Kaugummi-Taktik mal ignoriert war aber auch viel Schönes dabei. Der allgemeine Aufwand, die wie immer tolle Musik. Viele Szenen wie der Rat der Union, die Topa-Rettung (á la Dax & Worf) und auch die politischen Diskussionen. Nur verschwinden diese sehr in den vielen, viiiielen Gefühlsduseleien (Topas Teenage-Crush, vieles mit Heveena, Bortus und Kelly, etc.). Haben auch ihren Platz, keine Frage, aber diese vor allen anderen Aspekten einer Geschichte zu bevorzugen scheint der Trend zu sein. Beim Kurtz-Trek und auch hier.

Fazit: Nicht falsch verstehen, ich könnte hier wirklich viel loben. Auf technischer Seite ist sowieso alles knorke, vom Geruch der Gummimaske bis zur Textur der Topfpflanzen. Aber Staffel 3 ist ein seltsamer Mix. Auf der einen Seite will man unbedingt einen auf Spielfilm machen, andererseits hat man für all diese zusätzlichen Minuten nicht wirklich viel zu erzählen. Deswegen setzt man wohl auch verstärkt auf Drama und sich wiederholende Flachmoral als Füllmaterial und weniger auf tatsächliche Geschehnisse.

Am Ende ist sowieso dieses blaue Glühwürmchen an allem Schuld. Das wurde bestimmt von den Moclanern bestochen.

Wertung in originaler Länge:

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM

Wertung des 45 Minuten Directors Cut:

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM

PS: Wie haben die Moclans eigentlich von Heveena und Topas Gespräch erfahren? Wenigstens so eine fliegende Spionkamera hätte man ruhig ganz kurz zeigen können. Oder hatte man DAFÜR plötzlich keine Laufzeit mehr üüübrig?


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von Klapowski am 22.07.22 in Serienkritik

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Kommentare (116)

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  1. JP1957 sagt:

    Bevor ich hier einen Rundumschlag starte, möchte ich dieses interessante Interview mit MacFarlane zu Hintergründen der Produktion empfehlen, auf das ich gestern gestoßen bin:

    https://collider.com/seth-macfarlane-the-orville-new-horizons-interview-season-3-directing-hulu/

    Wirklich lesenswert … für Menschen, die die Staffel mögen.

  2. JP1957 sagt:

    Dringend angesagt scheint mir auch Nachhilfe in Sachen Dolly Parton für Verfasser von Reviews zu The Orville.

    Da ich aber nicht mit Wissen protzen möchte, dass ich bis gestern selber nicht hatte, empfehle ich einfach die Wikipedia-Seite zu ihr … Nichtlesen wird mit dem Ehrentitel „Ignorant“ bestraft.

    Neben der Tatsache, dass ihr Erscheinen ja quasi vorbereitet war (durch „From 9 to 5“ als Song der Revolution in Staffel 2) und deshalb Sinn machte, möchte ich darauf verweisen, was für ein Coup Seth MacFarlane dadurch gelungen ist.
    In den Kommentarspalten amerikanischer Seiten herrscht geradezu Euphorie über den Auftritt der finanziel erfolgreichsten Frau in der Pop-Musik, die mehr als 100 Millionen Tonträger verkauft hat.
    Dolly Parton selber hat auf ihrer FB-Seite (7 Millionen Follower) ein Foto aus der Folge gepostet mit folgendem Text:
    „Was für eine Ehre, auf The Orville mit Seth MacFarlane und Rena Owen zu sein. Ich bin vielleicht so alt wie gestern, aber mit all dieser neuen Technologie lassen sie mich wie morgen aussehen! Ich hoffe wirklich, dass die Fans es genauso genießen, wie ich es genossen habe, dabei zu sein.“

    Innerhalb von ein paar Stunden war das Foto knapp 2000x geteilt.

    Klar … das ist kein Qualitätsbeweis, aber für eine mögliche 4. Staffel möglicherweise ein toller Anschub.

    • Klapowski sagt:

      „Dringend angesagt scheint mir auch Nachhilfe in Sachen Dolly Parton für Verfasser von Reviews zu The Orville.“

      “ ‚Was für eine Ehre, auf The Orville mit Seth MacFarlane und Rena Owen zu sein.‘ “

      „Klar … das ist kein Qualitätsbeweis“

      ——

      Okay, dann sehe ich das inhaltlich jetzt… ganz… anders?
      Aber gut. Endlich mal Nachhilfeunterricht, der mich nicht komplett überfordert.

      Schön, wenn so ein Promi-Auftritt eine sympathische Serie voran bringt. Wobei ich jetzt nicht glaube, dass ein 2000x geteiltes Foto einen großen Unterschied macht. Aber was weiß ich schon vom Marketing? (*Auf Schlafanzughose und 10 Jahre alten PC zeig*)

      ICH hätte aber vermutlich auch meinen liebsten Musik-Mann (äh, oder wie nennt man das?) eingebaut, wenn ich eine Serie hätte. Wobei John Williams eine etwas schräge Wahl gewesen wäre?
      („Fühl dich nicht wie ein Dinosaurier, wenn du mal unrecht hast. Komm, ich spiel dir was aus Jurassic Park!“)

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Du hast eben keinen blassen Schimmer von Dolly Parton (außer „Country-Tusse“, aufgedonnerte Frisur und Schönheitsoperationen), was ich Dir nicht übelnehme (bis heute Abend, 23.55 Uhr), weil Du wie ich ein Deutscher bist mit ganz anderer musikalischer Sozialisation (Heino, Helene, Layla).

      Das ist nicht nur eine Promi-Legende, sondern eine total interessante Figur, die als Countrysängerin schon 1991 in „Family“ sang: „«Some are preachers/ Some are gay/ some are addicts, drunks, and strays/ But not a one is turned away when it’s family».“ und später die oscarnominierte Filmmusik zu Transamerica schrieb, einem 2005er Independent Film mit einem transsexuellen Protagonisten. Hier wird also nicht eine Lieblingsmusikerin eingebaut, sondern jemand, die wie die Faust aufs Themenauge passt.

      Eine andere – auch nachvollziehbare – gute Begründung für Partons Auftritt liefert übrigens Jensdaniel in seinem Review. Da seid ihr wirklich enttäuschend oberflächlich.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      Okay, damit kann ich leben. Beim Bewerten von themenfremden Faktoren in SF-Serien bin ich vielleicht etwas eigen?

      Wir können dann ja wieder derselben Meinung sein, wenn in der nächsten Episode ein wichtiger Kuss während eines Monster-Truck-Rennens stattfindet. („Der Aufprallfaktor des Destructur-2000 unterstreicht congenial die Wucht der kulturellen Missverständnisse. – Und neues Publikum zieht es auch noch an!“)

      Hatte ja kurz die verrückte Idee, die Folge zu schneiden: Die Moclanerin spricht mit dem wütenden Mercer, dann steht sie nachdenklich am Fenster… Danach geht sie zu Mercer und ist überzeugt.

      Einziger Unterschied zu der ausgestrahlten Episode: Keine Holodeck-Szene. Hätte man sicher null gemerkt.

      Antworten
    • BigBadBorg sagt:

      @JP1957 Und selbst wenn man Dolly Parton nur vom Namen her kennt, es war auch ohne Vorwissen ein gelungener Gag. Es war absurd genug ein Lied von ihr zum Lied der Revolution zu machen oder Bilder von ihr im Hauptquartier der Anführerin hängen zu haben als würde sie (die Anführerin) regelmäßig die Bravo lesen. Das Auftauchen im Holodeck war dann das Tüpfelchen auf dem i.

      Kein Schenkelklopfer bei dem einem die Tränen aus den Augen kullern, aber ein entspanntes Lächeln konnte ich mir nicht verkneifen.

      Alles in allem bin ich von der neuen Staffel sehr angetan, sie ist anders als ich erwartet hatte, aber ich bin nach wie vor sehr gut unterhalten.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @Big: „Es war absurd genug ein Lied von ihr zum Lied der Revolution zu machen…“

      So argumentiert JensDaniel in seiner positiven Bewertung dieser Szene, das ist auch eine denkbare Interpretation und beim ersten Sehen habe ich auch „nur“ deswegen geschmunzelt.

      Weil ich weder das Lied, noch den Liedtext, noch die Lebensgeschichte von Parton kannte zu diesem Zeitpunkt.

      Ich persönlich finde es spannend, dann zu entdecken, dass es möglicherweise noch weitere „Verstehensschichten“ geben kann.

      Ich habe ja auch TNG erst richtig zu würdigen gewusst, nachdem ich drei Semester Shakespeare studiert habe und Posaune spielen gelernt habe.
      Ja, so waren die seligen 90er Jahre … und heute jammert Ichwieder schon beim Gedanken daran, eine Seite Wikipedia lesen zu sollen.

      Antworten
    • Ichwieder2 sagt:

      Klar, Geschichten funktionieren eben nur, wenn man nachliest, was man eigentlich verstehen soll.
      SO geht Storytelling! Muss ich auch erst Physik studieren, damit ich vielleicht nachvollziehen kann, warum die Schiffe können, was sie können?

      Aber Du bist ja so toll! Du hast jetzt von einer Figur die Lebensgeschichte gelesen und glaubst sofort, Du hast den heiligen Gral der Verständnis gefunden.

      Das ist soo lächerlich. Sitzt Du mit Notizzettel neben folgen und schlägst jeden Begriff nach? Scheinbar. Nur so kann man ja erkennen wie unfassbar genial das Script ist. Und diese Herleitung! Nur, weil schonmal Dolly Partons Musik benutzt wurde, wurde das ja soooo perfekt hergeleitet! Quasi vor Jahren schon geplant… Jetzt ehrlich, steiger‘ Dich nicht so rein, das tut nicht gut.
      Es zeigt nur, wie wenig kritikfähig Du bist.

      Es sei denn, natürlich, ausser bei anderen Serien gefällt Dir was nicht. Dann gehts aber los…

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      „Klar, Geschichten funktionieren eben nur, wenn man nachliest, was man eigentlich verstehen soll.“

      Die Aussage verstehe ich nicht. Man konnte die Folge ohne etwas nachzulesen verstehen, anders als zum Beispiel den ersten Abramsverse-Film, bei dem man ein Comic und einen Filmroman braucht um zu verstehen, warum die Narada so fortgeschritten ist und was eigentlich mit Romulus passiert ist.

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    • Ichwieder2 sagt:

      Aber völlig beliebig und austauschbar. Jedes andere Lied über Mut und Freiheit hätte da genauso funktionieren müssen oder in die Situation gepasst. Oder eben halt nicht.

      Was ist nun, ausser dass die Führerin einer Alienrasse eine quasi Heilige sieht in einer irdischen Countrymusiktrulla, die 400 Jahre vorher gelebt hat, das Besondere hier?
      Dass man in dem Lager offenbar nonstop Dolly hört? Lief ja wieder 9to5 beim ersten Schwenk in die Räume der Anführerin, Jolene am Lagerfeuer und dann nochmal das Pfund auf dem Holodeck. Was ein Mumpitz in diesem Zusammenhang.

      Und dann dieses reinsteigern. Das war der WENDEPUNKT! Und als ich nachgelesen habe, das war das nicht nur Wendepunkt, da war das sogar Wendepunkt mit Heiligenschein… Im Ernst jetzt?

      Wieviel hat wohl Dolly Buster schon in Ihrem Leben für Ihren Beruf geopfert. Hätte man dann ja auch dahinsetzen können. Guck mal, ich hab mir für meine Überzeugung extra die Hupen aufpumpen lassen, jetzt geh Du und stell‘ Dich vor den Rat! Jaaa, mache ich, Du hast ja so Recht.

      Und dann liest man nach und stellt fest, Mensch, die hat sich nicht nur die Hupen vergrößern lassen, die hat sich Botox an diverse Stellen spritzen lassen. Die ist ab jetzt mein Vorbild, wer so viel riskiert für seine Überzeugung! Der muss in 400 Jahren doch sicher ein Vorbild für eine Revolution sein!

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    • VerwirrterTurnschuh sagt:

      Die Dolly-Parton-Sache war ein netter Gag, damals, in der ersten Staffel.
      Auch jetzt hat’s jeder kapiert. Zumindest jeder, der die Folge der ersten Staffel gesehen hat. Anderen fällt es wohl einen Zacken schwerer, „voll“ zu verstehen – wie vieles in Staffel III.

      Während die einen begeistert sind über den Rückgriff auf alte Ideen („Ich hab geklatscht, weil ich habs erkannt!“), wirkt es auf andere wie das selbstrefernzielle Auswalzen eines Gags, der allein schon deshalb nicht lustig ist, weil sich alles so furchtbar ernst nimmt.

      Außerdem muss man die US-amerikanische Star-Hörigkeit mögen, und die findet auch nicht jeder nachvollziehbar, um es zuckersüß zu formulieren.

      Ich kann also, wenig überraschend, Klapo nachvollziehen (in so vielem!). Und Ichwieder2 bringt mich auf einen weiteren Punkt (bin mir nicht sicher, ob er ihn gemacht hat): Warum soll ein Dolly-Parton-Song eines Dolly-Parton-Hologramms bei einem Dolly-Parton-Fan DEN WENDEPUNKT bringen, wenn dieser Dolly-Parton-Fan ohnehin ständig von Dolly-Parton-Songs und -Bildern umgeben ist? Noch dazu, wenn das Hologramm genauso nichts-und-alles-sagend ist wie die Songs?

      Weil die Zuschauer (die sich vor der Bedeutung und Berühmtheit und dem maßlosen Erfolg und Reichtum des STARS kreischend ins Höschen machen und dieses dann hier stolz vorzeigen) wissen, dass es die ECHTE EINZIGARTIGE LBGTQ+-DOLLY PARTON war, die LEIBHAFTIG in THE ORIVLLE aufgetreten ist?

      Das ist wohl wirklich ein Ereignis in der Popkultur, wenn man von beidem (Parton und Orville) wahnsinnig beeindruckt ist. Aber das ist die Metaebene. Die Story-Wirklichkeit innherhalb der Folge: Dolly-1000-Billionen-Alben-Parton war gar nicht da. Sie war nicht mehr da als ihre Songs, wie sie in der perfekten, kitschigen „Wir-sind-1-mit-der-Natur-Landschaft“ des „reinen“ Frauenplaneten nonstop gespielt werden (was weniger detailverliebtes, sondern höchst oberflächliches Worldbuilding ist, imho).

      tl;dr: Innerhalb der Serienwelt ergibt Botox-Dolly (nicht nur Buster, auch Parton) wenig bis keinen Sinn. Nur außerhalb.

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  3. JP1957 sagt:

    „Wirklich unnötig wird’s aber, als man auf dem Holodeck auf Dolly Parton trifft.“

    Manchmal kriegt Ihr vor lauter Frust über Themensetzungen, die Euch nicht gefallen, gar nicht mehr mit, was geschieht. Oder?

    Teveena erweist sich als Revolutionärin, die im Spannungsverhältnis zwischen Mitteln und Zweck jedes Maß verliert … für den Zweck „Rettung von weiblichen Moclanern“ bereit ist, ein (lebens)wichtiges Abkommen aufs Spiel zu setzen, ein halbwüchsiges Kind zu instrumentalisieren und dessen Vater und die Führungscrew der Orville zu hintergehen.

    Auch nach der Entführung von Topa ist sie nicht bereit, die persönlichen Konsequenzen daraus zu ziehen und ihr Verhalten als Fehlverhalten öffentlich zu machen.

    Und in dieser – scheinbar ausweglosen – Situation nutzt Mercer sein Wissen über die Bedeutung Dolly Partons für Teveena und die befreiten Frauen (Nicht bemerkt: In der Dorfszene vorher tanzen sie zu „Jolene“ von Dolly Parton?). Wieso ist es also unnötig, Parton zu programmieren und auftreten zu lassen? Und sie trällert da auch nicht irgendein Liedchen, sondern „Try“, einen klassischen „Yes, you can“ Song und im Gespräch wird auch ein wunderbarer „Ausweg“ aus der scheinbar unauflösbaren Mittel/Zweck Problematik angeboten.

    Muss man nicht mögen, muss man nicht teilen. Aber wahrnehmen, sonst wird es ignorant.

    • Kazairl sagt:

      „In der Dorfszene vorher tanzen sie zu „Jolene“ von Dolly Parton“

      Das habe ich sofort erkannt und es war wunderbar und ein schöner Rückbezug zu vorherigen Folgen.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      „Wieso ist es also unnötig, Parton zu programmieren und auftreten zu lassen?“

      Ich will mich korrigieren: Es war nicht unnötig.

      Neue These: Die Episode hatte derlei Hilfsmittel viel zu nötig…

      Aber ich will mich gar nicht nur auf Frontfrau Dolly konzentrieren. Es gibt ja genug langweiligere Szenen (davor) und sehr viele spannendere (danach).

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    • JP1957 sagt:

      Hilfsmittel?

      HILFSMITTEL???

      H I L F S M I T T E L?????

      Die Szene ist der Wendepunkt der gesamten Folge.

      WENDEPUNKT!

      Nur der von Mercer ersonnene Auftritt von Parton bringt Heveena dazu, ihren revolutionären Starrsinn aufzugeben … worauf es zur Diskussion im Unionsrat kommt … worauf es dazu kommt, dass die Moclanerdelegation ihre Beteiligung an der Entführung unionsweit öffentlich bestreitet … wonach sie durch das Erscheinen der gefolterten Topa moralisch völlig diskreditiert werden … worauf sie aus der Union ausgeschlossen werden … worauf der Planet der Moclanerinnen unter Unionsschutz gestellt und souverän wird.

      Himmel, was wird aus „meinem“ Zukunftia? Zu viele verwirrte Kommentare gelesen?

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    • Ichwieder2 sagt:

      Vielleicht sollten solche Dinge funktionieren ohne dass man dann erstmal in Wikipedia recherchieren muss, wer die da aufgetretenen Figuren sind ohne deren komplettes Leben nachzulesen?

      Hast Du jetzt gemacht und das macht es jetzt so superknorke. Aber das ist falsch. Diese Botschaften müssen auch alleine funktionieren ausser: Boah, die Figur passt so gut, die hatte sogar mal in einem Lied, dass Schwule auch Menschen sind und hat sogar mal für einen Transfilm den Soundtrack geschrieben.

      Für mich ist das hier eher wieder die Kategorie: Achtung, gibt mit dem Holzhammer auf die Fresse für diejenigen, die das Thema tatsächlich kennen (was in den Staaten sicherlich öfter vorkommt als hierzulande) und für alle anderen ist so ein Auftritt halt albern.

      Warum nicht Miley Cyrus? Könnte man auch gut da rein packen und sagen: Hey, informierte wissen, dass die sogar selber zur LBGTQ+-Community gehört (gehört eigentlich jemand sofort zu einer Community, nur weil er Merkmale davon aufweist? Linkshänder-Community! Ich bin dabei!!!). Würde das jüngere Publikum, sogar noch eher schnallen. Und wer es nicht schnallt, für den verpufft es eben genau so wie Dolly Parton.

      Wäre ja auch total übertrieben gewesen, wenn einfach das Gespräch mit Mercer zur Einsicht geführt hätte. Oder der von Ihr ggfls. verschuldete Tod von Topa. Neee, ach was. Wenns Dolly trällert, DAS ist DER Impact.
      Ich find das eher traurig als gelungen.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Dolly Parton gehört nicht zur LGBT … und so weiter.

      Dolly Parton gehört „nur“ zu den Menschen, denen bei der Beurteilung von Menschen die sexuelle Orientierung am Arsch vorbeigeht und die das auch öffentlich gesagt hat.

      Ich fand auch schon ohne Wikipedia, dass die Szene mit Dolly Parton Sinn macht und hab sie verstanden. Mit Wikipedia kriegte sie für mich mehr Tiefe. Schade, dass Du mehr Tiefe und den Blick ins Lexikon für belastend hältst.

      Ich finde es einen überzogenen Anspruch zu erwarten, dass MacFarlane erkundet, ob die paar Hanseln, die in Deutschland The Orville schauen, Dolly Parton so gut kennen wie jeder pöblige Amerikaner.

      Impact? Ist das so eine neue Wortschöpfung wie „Untergriff“? Ich habe geschrieben, dass die Szene mit Parton der oder ein Wendepunkt war. Das scheint mir offensichtlich.

      PS: Miley Cyrus ist übrigens das Patenkind von Parton.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      „Die Szene ist der Wendepunkt der gesamten Folge.“

      In dieser Ausstrahlungsform (OHNE den bereits angekündigten Klapo-Cut) ist das ja auch so.

      Ich finde es jetzt auch nicht total daneben, nur halt… seltsam.

      Eine Serie, die aktuelle Probleme in die Zukunft transportiert, darf sich auch gerne ZUKÜNFTIGE (fiktive) Popstars, Diplomaten und Captains ausdenken, die den Kontext verschieben und erweitern.

      Mir die Handlung ständig aus der Sicht der 2020er-Jahre zu erklären (was die Serie nicht selten macht), ist ein bisschen „faules Writing“. Es hat ja durchaus einen Grund, warum man bei TNG, DS9 & Co. eher selten auf Michael Jackson („Der Earth Song sagt genau aus, wie wir mit den Gründern verfahren müssen, Sisko!“) verwiesen hat?

      Ich denke aber – ganz ernsthaft und ohne Häme jetzt – dass das auch so ein typisches Ding unserer heutigen Zeit ist. TikTok, Memes und Multiversums-Geschichten funktionieren nun mal, indem man haufenweise vorhandenes Zeug neu zusammenmischt und dann im besten Fall was Tolles rausbekommt.

      In einer perfekten „4,5 von 5“-Folge hätte ich es sogar auf der positiven Seite verbucht?

      Das war’s aber wirklich von meiner Seite zu diesem Teilthema.

      Antworten
    • Ichwieder2 sagt:

      Und was kommt als nächstes? Was soll man ggfls. noch alles nachschlagen? Hast Du beim Schauen von TNG Einstein oder bei Enterprise George Washington nachgeschlagen? Nein, weil es eben sowas schlichtweg nicht erfordern darf, weil die Botschaft eben sonst verpufft.

      Impact. Frag Google, kann Dir das Wort übersetzen. Dachte, Du schlägst gerne was nach.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      „Eine Serie, die aktuelle Probleme in die Zukunft transportiert, darf sich auch gerne ZUKÜNFTIGE (fiktive) Popstars, Diplomaten und Captains ausdenken, die den Kontext verschieben und erweitern.“

      Das ist eine berechtigte Kritik … an der gesamten Serie seit Staffel 1. Über eine Kultur des 25. Jahrhunderts erfahren wir nichts oder kaum etwas … Filme, Musik, Tanz, Esskultur, Holodeckstorys … das ist alles weiter 21. Jahrhundert.
      Kein Vergleich mit Raumpatrouille Orion mit ihren futuristischen Tänzen und der neuen Wohnkultur oder TNG mit Shakespeare … ähhhh.

      Aber Du gehst jetzt hin und nimmst diesen grundlegenden Fehler, um eine gut vorbereitete (Staffel 2! Jolene auf dem Planeten! Poster in Heveenas Hütte!) Schlüsselszene dieser Folge fundamental zu kritisieren.
      Das wird der Folge nicht gerecht.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      „Das ist eine berechtigte Kritik … an der gesamten Serie seit Staffel 1. Über eine Kultur des 25. Jahrhunderts erfahren wir nichts oder kaum etwas … Filme, Musik, Tanz, Esskultur, Holodeckstorys … das ist alles weiter 21. Jahrhundert.“

      Danke für’s Erinnern. Ich hatte das zwischendurch teilweise verdrängt.

      Aber ist ja nicht schlimm. Muss ich halt nur alle Episoden um einen halben Stern abwerten. Ihr habt ja nichts dagegen? (*Wordpress-Admin-Bereich aufmach*)

      Aber im Ernst: Ich bin sehr erstaunt, welche Begeisterung die Serie bei vielen hervorruft. Wenn man sich nur die Kommentare durchliest (und nicht die Dialoge der Folge verfolgt), müsste man meinen, dass Songtexte wie „Träume müssen oft fliegen, sonst behalten sie nicht ihre Pilotenlizenz“ zur intellektuellen Speerspitze gehören.

      Oder man über Themen wie „Baby-Import“ und „Teenager-Folter“ stundenlang diskutieren könnte, weil es so interessant und vielschichtig ist.

      Ich fand die Episode jetzt auch eher leeeicht über Durchschnitt (2,75 Sterne durch das gute Ende?) und finde, dass die Kritikpunkte (z.B. Klydens Turbo-Läuterung wegen dem kaputten Topa-Kopp) valide sind.

      Die genaue Kenntnis der gesamten „Plattologie“ (oder wie nennt man das, wenn man alle Platten einer Sängerin kennt?) halte ich nicht für erforderlich, um sich halbwegs intellektuell über Schuld & Sühne in dieser Episode äußern zu können.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      „Die genaue Kenntnis der gesamten „Plattologie“…“

      Ich bin etwas irritiert … das klingt ja schon fast wie Ignoranz … und das hier und von Dir.
      Nein, man brauchte auch nicht die gesamten Hintergründe von „Singing in the rain“ zu kennen, um die Brückenszene im Regen in der 2. Staffel zu würdigen … aber nach Serienfans dereinstigem Exkurs waren wir doch alle ergriffen.

      Erstaunlich, wie Du Dich hier der Einsicht verwehrst, einen Wendepunkt der Folge nicht erkannt zu haben.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      „Erstaunlich, wie Du Dich hier der Einsicht verwehrst, einen Wendepunkt der Folge nicht erkannt zu haben.“

      Noch mal: Natürlich habe ich den erkannt. Die Plumpheit war da durchaus hilfreich.

      Es geht mir um die künstlerische WAHL des Stilmittels. Es gäbe halt stärkere Überzeugungsmöglichkeiten als „Ich bin mit meinen Füßen mal in Schnapsglas-Scherben getreten.“ – „Verstehe. Also soll ICH mich ebenfalls durchbeißen und vor den Rat treten?“.

      Zum Beispiel fand ich die Mercer-Ansprache davor fast überzeugender. Oder theoretisch jedes andere Crewmitglied (Isaac wäre cool!), die Verfassung (von mir aus aus den USA) oder ein kopfwaschender Anruf vom Admiral.

      Ich hätte es auch etwas doof gefunden, wenn Picard in „Wem gehört Data“ erst mal mit Elon Musks Holofigur reden muss („Du hast doch die erste KI erfunden!“). Oder Shakespeare noch mal nach dem genauen Sinn von „Sein oder Nichtsein“ fragt.

      Man macht Figuren schnell man dööfer (als notwendig), wenn deren Erleuchtung zu sehr an Random-Sätzen hängt. Einer politschen, weltreichverändernden Anführerin traue ich es durchaus zu, auf anderen Wegen zu Entscheidungen zu kommen.

      Man will ja auch nicht, dass Olaf Scholz sich nach einem Helene-Fischer-Lied für oder gegen Waffenlieferungen an die Ukraine entscheidet?

      (Mehr Beispiele können gerne geliefert werden)

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Antwort demnächst … muss jetzt wirklich wichtige Dinge tun … auf dem Fußballplatz.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      „Fußballplatz.“

      Okay, dann werde ich die Beispiele zukünftig NOCH einfacher wählen, hihi.

      Antworten
    • VerwirrterTurnschuh sagt:

      „Erstaunlich, wie Du Dich hier der Einsicht verwehrst, einen Wendepunkt der Folge nicht erkannt zu haben.“
      – „Noch mal: Natürlich habe ich den erkannt. Die Plumpheit war da durchaus hilfreich.“

      :-D

      Die blaue Glühwurmdrohne lacht sich beim Abhören scheckig.

      Antworten
  4. JP1957 sagt:

    „PS: Wie haben die Moclans eigentlich von Heveena und Topas Gespräch erfahren? Wenigstens so eine fliegende Spionkamera hätte man ruhig ganz kurz zeigen können. Oder hatte man DAFÜR plötzlich keine Laufzeit mehr üüübrig?“

    Noch so ein Ding.

    Warum bleiben wohl die Moclaner auf dem Planeten?
    Warum weist wohl Heveena darauf hin, dass die blauen Glühwürmchen sehr, sehr selten sind.
    Warum taucht wohl – als Topa alleine ist – genau ein solches Glühwürmchen auf und bewegt sich weg vom Dorf?
    Und warum sind dann „plötzlich“ Moclaner da und kidnappen Topa genau da, wo das blaue Würmchen landet?

    Die wahrscheinlichste Erklärung: Das sind Abhördrohnen.
    Klar, wird nicht gesagt. Aber ist das wirklich nötig?

    • Kazairl sagt:

      „Die wahrscheinlichste Erklärung: Das sind Abhördrohnen.“

      Das war auch sofort meine Theorie. Die blauen Glühwesen sind so selten, warum sollte ausgerechnet dann eines auftauchen wenn Topa auf dem Planeten ist.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      „Die wahrscheinlichste Erklärung: Das sind Abhördrohnen.
      Klar, wird nicht gesagt. Aber ist das wirklich nötig?“

      Da wäre ich jetzt nicht drauf gekommen. Falls es überhaupt stimmt.

      Wenn JA, wäre die mangelnde Erklärung schade – denn das ist fast die frischeste Idee der ganzen Folge?

      Antworten
    • Ichwieder2 sagt:

      Achso. Muss so sein. Und die Abhördrohne taucht PÜNKTLICH NACH dem abzuhörenden Gespräch auf, damit Topa entführt und geprügelt werden muss? Hätte man nicht nur das Gespräch abhören müssen und man hätte alles gewusst? This makes sense!

      Antworten
    • Sparkiller sagt:

      „Klar, wird nicht gesagt. Aber ist das wirklich nötig?“

      Show, don’t tell in einem Show, don’t tell-Medium finde ich schon ganz okay. Und hier gab es nicht einmal ein Tell.

      Wie gesagt, der blaue Flattermann hätte ja kurz auf der Hand vom bösen Mocler landen können.
      5 Sekunden, done.

      Und genau DAS meine ich bei beiden Serien. Mir fehlt da die klare Erzählweise vom alten Trek.

      Kann mich gar nicht daran erinnern, dort Story-erklär-technisch etwas vermisst zu haben. War auch nicht immer alles super-duper, aber selbst bei Beverly Crushers Geister-Lover aus der Laterne blieben keine Fragen offen. Ausser natürlich… WARUM?!

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      https://youtu.be/qQ_jmwAddTA?t=16

      Du willst doch nicht die universelle Kraft des weiblichen Orgasmus kleinreden?

      Aber schon komisch, dass man in Zeiten der unbegrenzten Laufzeit (fand das bis vor kurzem sogar toll) irgendwie immer mehr Timing-Probleme wahrzunehmen glaubt. Und dann trotzdem Dinge vermisst.

      Bei Star Trek ist das bei weitem intensiver: Früher lag zwischen „Wir haben ein Heilmittel gefunden!“ und dem Abspann nur ein paar Sekunden, was mich total gestört hat. Heute geht eine Folge gerne noch mal 5-10 Minuten nach der Haupthandlung weiter.

      Ein Mittelding wäre schön.

      Antworten
    • Yole sagt:

      In diesem Fall hat mir ausgereicht, dass die Moclaner mind. misstrauisch waren und unabgesprochen die Kolonie zuerst inspizierten.
      Ihr „Geheimdienst“ (stationiert auf der geheimen Anlage) schien sogar bereits zu wissen, dass der Vertrag gebrochen wird.

      Die erzählerische Sorgfalt zu kritisieren kommt mir nicht in den Sinn, wobei mir (erstmals) nach der Review die Folge weniger gut gefällt. Eigentlich wollte ich etwas von „ganz großem Tennis“ schreiben. Denn eigentlich schreibe ich meinen Kommentar bevor ich die Review und die Kommentare gelesen hab: Selbst checken! So wie sonst auch, siehe GOT-DVD-Sammlung.

      Ja, auch letzte Woche kamen so MoclanerInnen vor. Man befürchtete beim ansehen der Folge als die Männer degradiert wurden, dass es pseudomäßig wird. Letztlich war (hoffentlich) klar, wie die Message lautete.

      Antworten
  5. Ichwieder2 sagt:

    Versteh ich nicht, hier werden von den Reviewern keine 8 von 5 Sternen vergeben und JP verliert da kein Wort drüber? Soll nur der Pöbel bekehrt werden, der nicht kapiert, welcher Diamantenstaub uns hier entgegengeblasen wird? Tststs… was da denn los? Kann man hier plötzlich keine Bitterniss oder sonstige Vorwürfe des Zu-Doof-Seins entgegenschleudern?

    Edit: Na gut, mein Fehler, die Seite vor dem Posten eine Weile nicht neu geladen. Sorry dafür.

    • JP1957 sagt:

      „Edit: Na gut, mein Fehler, die Seite vor dem Posten eine Weile nicht neu geladen. Sorry dafür.“

      Ich nehme die Entschuldigung an.
      Meine Argumente sind aber auch wirklich treffend, gell?

      Ich bin auch schon im Besitz meiner ersten Dolly Parton Playlist … alles dank Seth!

      Früher konnte ich mich ja auf die Kommentare von Klapo und Serienfan verlassen, jetzt muss ich mir alles selbst erarbeiten.

      Ihr seid ja auch keine Hilfe.

      Antworten
    • Ichwieder2 sagt:

      Haste Dir mal darüber Gedanken gemacht, dass man alles einfach geil findet, weils man einfach geil finden will? Du kommst mir hier allmählich so vor.
      Ich find die Serie geil, also ist was drin vorkommt geil.
      Und wenn ich keine Ahnung von hab, les ich mich ein und finde es sofort geil.
      Haste bei Amazon auch schon sämtliche Deluxe-Editions-Alben von Dolly bestellt?

      Kennste den Begriff des Fanboys?

      Antworten
  6. JP1957 sagt:

    „Haste Dir mal darüber Gedanken gemacht, dass man alles einfach scheiße findet, weils man einfach scheiße finden will? Du kommst mir hier allmählich so vor.
    Ich find die Serie scheiße, also ist was drin vorkommt scheiße.
    Und weil ich keine Ahnung von nix hab, les ich auch nix und finde es weiter scheiße.
    Haste bei Amazon auch schon sämtliche Deluxe-Editions-Alben von Kollegah bestellt?

    Oh ja … das kenn ich, Ich.

    PS: Ich hör jetzt auf. Dazu hat mir diese Folge zu gut gefallen. Und: Jeder, der meine Kommentare zu Folge 2, 3 und der Krill-Folge gelesen hat, weiß, was für einen Unsinn Du denkst.

  7. VerwirrterTurnschuh sagt:

    Das beste Dolly-Parton-Zitat kommt hier nicht durch den Upload-Filter.

    Egal, in welcher Variante. Nicht mal als Link. Das Posting wurde wiederholt gelöscht.
    Noch ein Versuch: https://gutezitate.com/zitat/155436

    (Scheint zu klappen – aber nur als Link, in dem das Zitat selbst nicht vorkommt – Warum?)

    • Sparkiller sagt:

      Komisch, einen Wort-Filter gibt es hier eigentlich nicht.

      Ich hab jetzt testweise den Schutz gegen automatische Link-Bots und sowas ausgeschaltet, vielleicht braucht die Software mal ein Update.

      Wenn euch also in den Kommentaren jemand Viagra oder Dolly Parton Kissen (oder praktischerweise beides) verkaufen will, dann ignoriert das bitte einfach.

      Das ist nur der Klapo.

      Antworten
    • VerwirrterTurnschuh sagt:

      Die Diskussion um gelöschte/geblockte Postings gab es ja bereits. Auf gewisse Schlagwörter springt irgendeine Zensur an, offenbar. Schlimm genug.

      Dieses Zitat enthält aber keine „Reizwörter“. Und es geht um das Zitat, nicht den Link. Ich wollte erst, um den unsinnigen Filter zu entgehen, auf eine Seite verlinken. Hat auch nicht geklappt – hoffenbar weil das – witzige, aber harmlose – Zitat Teil der Link-Adresse war. Erst mit diesem hat es geklappt.

      Nun ist das Bonmot nicht wichtig, an sich. Der Zensur-Mechanismus wirft umso mehr Fragen auf.

      Antworten
    • Sparkiller sagt:

      „Der Zensur-Mechanismus wirft umso mehr Fragen auf.“

      Ich kann diese Fragen (welche auch immer das sind) ja mal meinem Kollegen von den Illuminati im Zukunftia-Überwachungsraum stellen. Der ist direkt neben der Gehirnsonden-Fabrik, wo ich eh gleich einen Beutel Impfstoff-Chips abholen wollte.

      Beispiel-„Reizwörter“ für unseren „Zensur-Mechanismus“ sind übrigens JFK, Flat Earth, Dolly Parton, Big Foot und Echsenmenschen.

      PS: Es lag am veralteten Bot-Blocker. Der hat manchmal die falschen IP-Adressen als Werbung eingestuft. (Oder woooollen wir nur, dass ihr das denkt? *menschenmaske aufsetz*)

      Antworten
    • Vulpe sagt:

      Ah das erklärt warum meine Beiträge manchmal einfach nicht durchkommen. Dachte schon ich wurde gesperrt, aber es war wohl nur der Spamfilter.

      Antworten
  8. Serienfan sagt:

    Diesmal werde ich NICHT erwähnen, wie oft detailverliebte Qualitäten und einzigartige Stärken bereits ignoriert wurden. Stattdessen möchte ich diese Einleitung nutzen, um zu fragen, welche Internetseite der letzten 5 Jahre EUCH eigentlich noch so gefallen hat? Was man halt problemlos lesen kann, ohne sich ständig zu ärgern? Irgendwas mit Anspruch, der nicht im Widerspruch zum (eventuell) lockeren Äußeren steht. Ich frage für einen Freund… (JP-Schnauzbart ankleb)

  9. JP1957 sagt:

    @Klapo+Sparkiller: Wird Euch nicht langsam „mulmig“ (finde keinen politisch passenden Begriff) bei den letzten Beiträgen unserer beiden Moclaner?

  10. JP1957 sagt:

    @Klapo: „Noch mal: Natürlich habe ich den erkannt. Die Plumpheit war da durchaus hilfreich.

    Es geht mir um die künstlerische WAHL des Stilmittels. Es gäbe halt stärkere Überzeugungsmöglichkeiten als „Ich bin mit meinen Füßen mal in Schnapsglas-Scherben getreten.““

    Du hast recht … den Wendepunkt hast Du als Wendepunkt benannt, für Dich hätte allerdings die Rede Mercers schon gereicht, eine Verhaltensänderung Teveenas zu ermöglichen, die zusätzliche Szene mit Parton hältst Du darüber hinaus für plump.
    Du erkennst auch, dass nicht das Lied/ der Liedtext Teveena zu ihrer Entscheidung bringt, sondern dass unmittelbar vorher erfolgende Gespräch.
    Sorry, da hab ich nicht aufmerksam gelesen.

    Deine Meinung zur Szene teile ich weiter nicht.
    Ich finde, dass zuvor im Dialog zwischen Mercer und Teveena in außerordentlich prägnanter Weise ein moralisches und politisches Dilemma entfaltet wird … ich hatte großen „Spaß“ daran, mir die Entwicklung Teveenas zu einer fanatischen Revolutionärin anzusehen und Mercers Plädoyer (und seine zurückgenommene, aber deutliche Gestik und Mimik dabei) gegen taktisches Zweckdenken, dass bereit ist dafür Menschenleben zu opfern, anzuhören.

    „So etwas“ (man findet solche Situationen in der Revolutionsgeschichte der letzten 250 Jahre häufig) in einer Unterhaltungsserie so glaubhaft und nachvollziehbar präsentiert zu bekommen … toll … und gleichzeitig war ich völlig ratlos, wie denn dieses moralische und politische Dilemma ohne Kollateralschäden für ProtagonistInnen und Serienqualität „gelöst“ werden könnte.

    Die Szene mit Parton liefert eine „Lösung“, die ich ebenso innovativ fand, wie den neuen Blick auf die Zeitreiseproblematiken in einer der vorhergehenden Folge (da hast Du noch gejubelt). Die „Lösung“: Wenn Du nicht weißt, was hier und jetzt getan werden soll, dann tu das, was j e t z t das richtige ist … denn die Zukunft ist offen (war das nicht auch ein Gedanke in der Zeitreisefolge?). Und erst dieser Gedanke … und nicht das Plädoyer für moralisches Handeln statt taktischem Zweckdenken für ein höheres Ziel von Mercer ermöglicht – der Revolutionärin – Teveena ihr Handeln.
    Nur so – meiner Meinung nach – bleibt ihre Figur auch konsistent.

    Solch eine Szene war nötig … aber war dazu jemand wie Dolly Parton nötig?

    Hey – das ist The Orville! In den Kommentarspalten und Reviews zur 2. Staffel wurde ständig die „Leichtigkeit“ der Serie gelobt.
    Und ja – hier hält nicht Picard mit einem Band MarxEngelsLenin unter dem Arm eine Rede zum Verhalten in revolutionären Situationen, sondern hier kriegen wir eine Country(!)Sängerin präsentiert, die anschließend noch ein Yes, we can Lied singt.

    In dem Interview mit MacFarlane, dass ich hier oben verlinkt habe, begründet er, warum seine Figur in der dritten Staffel nicht mehr so oft im Mittelpunkt steht.
    Hier in dieser Szene hat er den meiner Meinung nach stärksten Auftritt in der gesamten Serie.
    Seine Rede und Körpersprache im anfänglichen Dialog. Und danach seine Reaktion auf Teveenas Revision ihrer Entscheidung. Und als Höhepunkt für mich sein entschlossen-lakonisches „Set course to earth“ … und danach zaubern sie noch die Orville auf den Bildschirm, die den Nebel durchquert.

    Großes Kino.

    Zum Abschluss: Ich habe auf den amerikanischen Seiten noch nie so viele Kommentare gelesen, in denen erwachsene Menschen zugaben, dass während dieser Folge – mehrfach – Tränen flossen.
    Eine Serie bzw. eine Folge, die solche Reaktionen erzeugt, ermöglicht – die muss eine ganze Menge richtig gemacht haben. Mal drüber nachdenken.

    Ich bin kein „Villie“ (oder wie heißen die „Fans“ von The Orville?), ich fand die Folgen 2 und Krill enttäuschend und platt und auch an dieser Folge hätte ich Kritik (hier kommt man ja nicht dazu) … etwa die Missachtung von „Show, don’t tell bei Klydens Gespräch mit Topa oder die nicht ausreichend hergeleitete Romanze zwischen Bortus und Kelly). Aber diese Folge war so voller „detailverliebter Qualitäten“ … mehr davon. Gern auch mit Billy Joel (der lebt auch noch)!

    • Yole sagt:

      Da habt ihr ja ganz schön lang gestritten.
      Die Moclaner sind nunmal lustig-eigenartig beeinflussbar.
      Dolly Parton als Dolly Parton ist genial besetzt;) Bitte nicht reinsteigern wenn sich eine Spezialwissenslücke schließt.
      Man hat es einst eingeführt und nun wieder aufgegriffen.

      Apropos dem Vergleich mit Kurtz-Trek: Ich finde es hat ausgereicht für die Wiedervereinigung mit Klyden.
      Es kam schon vor, dass ein Vater seinen schwulen Sohn verleugnet, das Zuhause verlässt, sich jeden Tag mit seinen homophoben Freunden besäuft und weinend seinen zusammengeschlagenen Sohn im Krankenhaus besucht.

      Antworten
  11. JP1957 sagt:

    Klapowski – der Mann, der seinen Vorsätzen i m m e r treu bleibt!

    Zu Beginn:
    „Diesmal werde ich NICHT erwähnen, wie oft Geschlechterthemen und Beziehungen bereits behandelt wurden.“

    Bisschen später:
    „Hier muss ich leider erneut sagen: Ja, Geschlechtsidentität IST ein wichtiges Thema für Leute, die noch keins haben (Geschlecht, nicht Thema). Aber ab jetzt bin ich leider gelangweilt von diesem Spezialgebiet, das inzwischen 17,8% aller Orville-Folgen bestimmt. Ihr könnt gerne nachrechnen – mit Pillermännern anstatt Fingern?“

    Und dazu: Fakten, Fakten, Fakten aus der Redaktion „Hart und unfair“ (Nachrechnen tu ich aber nicht … hab seit einem Leistungskurs Mathe eine tiefsitzende Aversion gegen diese Wissenschaft):

    Folge 1: Thema: Selbstmord/Spannungen um Isaac

    Folge 2: Thema: Erkundung/Horror

    Folge 3: Thema: Todesangst/Unsterblichkeit

    Folge 4: Thema: Politischer Umsturz auf Krill

    Folge 5: Thema: Geschlechtsidentität/Entwicklung von Topa

    Folge 6: Thema: Zeitreiseproblematik

    Folge 7: Thema: Vorgeschichte der Kaylon/KI+Emotionen/Umgang mit einer matriarchalen Gesell-
    schaft

    Folge 8: Thema: Taktisches Zweckdenken vs. moralisches Handeln/ Umgang mit einer die „Menschen“rechte
    verletzenden Spezies

    • VerwirrterTurnschuh sagt:

      Da Folge 8 das Trans-Geschlechter-Thema zum Kerninhalt hat, ist Klapos Rechnung, wonach bislang rund 1,4 Folgen davon handelten, noch sehr großzügig nach unten gerechnet (sofern ich mich nicht verrechnet habe).

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Topa, Teveena und „die“ Moclaner sind in Folge 8 längst eingeführte Figuren.

      Sie werden „lediglich“ genutzt, um sich mit einem neuen Thema auseinanderzusetzen.

      Im Interview mit MacFarlane erfährt man, dass sie die Folgen nicht chronologisch gedreht haben, sondern alle Folgen gleichzeitig (!). D.h., bei The Orville gab es einen „Plan“, der fehlte uns bei NewTrek ja oft.

      Antworten
    • VerwirrterTurnschuh sagt:

      Weil das Thema schon mal da war, gilt es nicht, wenns wiederkommt?

      Dabei war ja die Kritik, dass es wieder und wieder kommt. Aber die gilt nicht, weil’s ja schon mal da war.

      Was jetzt wieder das zum 38. Mal (kann mich in der Erinnerung verzählt haben) erwähnte Interview mit MacFarlane damit zu tun haben soll, müssen wir nicht erörtern. Es gilt ja nicht, weil es wurde ja schon mal erwähnt. – Eichhörnchen! https://www.youtube.com/watch?v=SSUXXzN26zg

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Gestern zu lange mit den Kumpels durch die Straßen gezogen?

      Nicht das Thema war schon da, sondern die Figuren (mit ihren Eigenschaften).

      Diese Figuren konnte man jetzt nutzen, um ein neues Thema zu behandeln.

      Was das Interview und die Tatsache, dass alle Folgen gleichzeitig gedreht wurden, damit zu tun hat, liegt auf der Hand – es muss tatsächlich nicht „erörtert“ werden.
      Das Team der Orville hat systematisch die Entwicklung der Staffel so geplant, dass Folgen aufeinander aufbauen konnten, quasi aus einem Procedural eine zumindest zu Teilen serielle Erzählung wurde.

      Antworten
    • Ichwieder2 sagt:

      Verrückt, Du willst sagen, als man Folge 1 drehte, konnte man schon Folge 10 mitdrehen, weil man schon für alles die Bücher hatte und wusste, was drin vor kam?

      Also ich dachte immer, am Anfang einer Staffel hat keiner ’ne Ahnung davon, wie die sich entwickelt und man entscheidet von Folge zu Folge, was man drehen könnte.

      Oder ist das etwa gar nicht so?
      Total verrückt!

      Antworten
    • VerwirrterTurnschuh sagt:

      Du meinst, die Figuren waren da, aber das Thema der Figuren war nicht da? Es ging doch ständig um („verbotene“) Frauen und (homosexuelle) Männer (sind die Frauen eigentlich jetzt lesbisch auf dem Frauen-Planeten?). Und um Topa, geheiligt werde ihr Name, weil sie weiblich-männlich-weiblich war-ist-wurde. Gratuliere zur „Varation“ (sprich: Weiterauswalzung ohne neue Ideen), aber um „Menschrechte“ ging es schon in der ersten Genderfolge.

      Ob alle Folgen durcheinander, nacheinander, übereinander gedreht wurden, ist doch wurscht, wenn man beweisen möchte, dass eh fast keine Folge Gender-Gender-Gender! brüllt – wie vom chilligen Klapo moniert. Immerhin scheint dir das Thema auch nicht soo prickelnd, sonst würdest du ja rufen: Recht so! Mehr davon! In your face, ihr Genderphoben von gestern! Willkommen in der Neuzeit!

      Stattdessen versuchst du es zu verschleiern („Man hat das Gender-Thema doch nur schmutzig benutzt, um etwas über Moral zu sagen/singen!“).

      Dass alles gleichzeitig gedreht wurde (wenns so ist; habe Interview nicht zugeführt, muss erst Dolly-Parton-Artikel lesen) bestätigt mein „breiiges“ Gefühl, das ich beim Schauen dieser Staffel habe. Alles irgendwie gleich, generisch, die Individualität der einzelnen Folgen versuppt. An anderer Stelle monierte ich ja die konzeptionelle Abkehr vom 1-Folge-1-Story-Prinzip, das MacFarlane zu Beginn so hochhielt („Sehnsucht nach in sich geschlossenen Geschichten“, war’n anderes Interview mal, nicht mehr wichtig) und nun fahren ließ – wohl um so zu sein wie alle anderen. Jetzt ist es eine riesige Soap.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Bei all deinem Scharfsinn muss ich Dich doch warnen: Interwiews zuführen klingt ungesund.

      Antworten
  12. Ichwieder2 sagt:

    Das ist so hart albern, wenn Fanboys von Dolly anfangen zu heulen, weil die für die Fans allseits bekannten Lieder geträllert werden.

    Wenn Florian Silbereise die Ommi zum Heulen bringt, weil er so ein toller Captain ist, zitierst Du dann auch die Foren, die da einen Wendepunkt drin sehen???

    Die Moclanerin hört tagein tagaus offenbar Dolly Parton und dann hört sie wieder ein Lied, was sie ja kennen wird (Dolly macht wohl in 400 Jahren keine neuen Songs) und das stimmt sie dann um?
    Total bekloptt und einfach ‚Fanservice‘, den man anderen Franchises hart übel nimmt.

    • Kazairl sagt:

      Ehrlich gesagt verstehe ich dein Problem mit Dolly Parton nicht. In gleich 5 Posts echauffierst du dich darüber und beklagst die Musikauswahl. Dabei ist diese für Orville passend und typischer Orville-Humor, aufgebaut seit Staffel 1, mit Rückgriff auf Staffel 2.

      Antworten
    • Ichwieder2 sagt:

      Mich stört diese ‚Überhöhung‘ der Szene. Ein Hologramm einer Popkulturtante hat letztlich solche dramatischen Konsequenzen. Da stimmt einfach was nicht.

      Und wieso zählst Du nicht, wieviele Jubelposts JP schreibt.
      Wenn schon, dann bitte beide Seiten berücksichtigen.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Also wenn ich jetzt indirekte Posts ohne Nennung mit Dollys Namen aber Dolly-Bezug hinzuzähle, müssten es 7 sein, wenn ich mich nicht verzählt habe.

      Antworten
    • Ichwieder2 sagt:

      Du kannst übrigens weiterzählen, Kazairl.

      Antworten
  13. JP1957 sagt:

    @Kazairl:

    Dolly …. Dolly …. Doooollllllyyyyy …. ich liebe sieeeeeeeeeeee.

    Die beschert uns die 4. Staffel!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Ihr Facebook-Post zu ihrem Auftritt ist jetzt eineinhalb Tage on … 58500 Likes! 3000 Kommentare! 3100 mal geteilt!

    Doooooooooooooooooooooolllllllyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy!

    Und nächste Woche kommt Billy Joel in die Folge!

    Kazairl, wollen wir nicht einen Dolly Parton Fanclub aufmachen?

    • Ichwieder2 sagt:

      Das sind natürlich enorme Mengen bei 330 Millionen Amerikanern.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      Wir Orville-Fans sind schon sehr interessante Kreaturen, finde ich.
      (Ich zähle mich selbstverständlich dazu! *Auf 1,4 angehörte Polly-Darton-Songs auf YouTube zeig*)

      Diese Woche wird zu 90% über Countrymusik referiert, obwohl es nur einen kleinen Teil des Reviews/der Folge ausmachte.

      Vor zwei Episoden wurde zu 90% über Halbwissen zur Lichtgeschwindigkeit gegoog… diskutiert.

      Vor einer Woche ging es darum, dass die Episode Männer- UND Frauen-feindlich ist. Und alle Kommentarschreiber, Autoren und Hollywood auch.

      Ich freue mich schon auf die Diskussion zu den nächsten Geschichten. Meine Tipps:

      „Warum Dieter-Hallervorden-Filme zu den sozialistischsten Kunstwerken gehören(, du blöde Sau).“
      „Regelmäßig 6 Biere am Abend machen einen noch lange nicht zum Alkoholiker(, du Frauenfeind).“
      „Die NATO ist doch selber schuld, dass es das Corona-Virus nicht gibt(, du sexy Kommentarschreiber, Lechz).“

      Das funktioniert NUR bei dieser Serie. Finde ich gut.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      „Kazairl, wollen wir nicht einen Dolly Parton Fanclub aufmachen?“

      Da muss ich leider passen. Nicht dass ich ihre Musik nicht gut finde, das tue ich, wenn auch längst nicht alles, meinen Musikgeschmack trifft aber der instrumentale Score der Serie eher. Der war mal wieder richtig gut bislang^^

      Antworten
  14. JP1957 sagt:

    Hier noch einmal der visuelle Höhepunkt der Serie.

    Der Twitter Account von Tom Constantino ist übrigens empfehlenswert.

    https://twitter.com/i/status/1550134546401828869

  15. Zuse sagt:

    Gravitational Constant: G = 6.67 x 10-8 cm-3 gm-1 sec-2

  16. Zuse sagt:

    Wer meinen vorherigen Post löst, hat hoffentlich ein Girlfriend’s Girlfriend.

    Zum Thema: Wieder eine Top-Folge, die das von früher gut weiterführt.

    In der guten alten TNG-Zeit hat man sich über den Rollstuhl-Poker-Spieler gefreut. Dolly soll dagegen schlecht sein? Nö – die war doch schon quasi früher eingeführt.

    Ach ja, Danke, daß ich hier wieder mit rumoshen darf.

  17. JP1957 sagt:

    Gooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooood News!

    Ich habs Euch ja gesagt! Kaum wird Dolly aktiv, schon gehts voran.

    Ab 2:06 min kündigt Seth mit einem seligen Lächeln an, dass ab 10.8. alle drei Staffeln in den USA
    auf disney+ erhältlich sind … good bye Hulu.

    Das macht eigentlich nur Sinn, wenn es weitergeht!

    Ja! Ja! Ja! Ich freu mich schon auf Ichwieder in den Händen der Janisi!

    • Ichwieder2 sagt:

      Ach Du, sehr gerne!
      Und bei Disney sind große Stoffe ja auch sehr gut aufgehoben. Man denke etwa an Star Wars.
      Da werden dann so hochklassige Serie wie ‚Obi-Wan Kenobi‘ produziert, wo auch jedem Fan die Tränen gekommen sind… Nur aus ein paar anderen Gründen.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Erwähne nicht den Dreck Obi Wan Kenobi, da kam mir grad ein Schauer des Gruselns. Die Serie war so beschissen und hat alles, was Obi Wan ausmacht (in den Prequels und in der Original-Trilogie) demontiert um Reva zu etablieren, einen Charakter, von dem wir nicht genug erfahren um eine Serie mit ihr zu wollen und das, was wir erfahren, ist widersprüchlich.

      Antworten
  18. VerwirrterTurnschuh sagt:

    Um das Thema zu öffnen (es wird nutzlos sein) möchte ich auf das wunderbare Detail (wir Nörgler sind ja sonst so detaillblind) hinweisen, dass der Folterknecht ein Einäugiger ist.

    Ein Einäugiger. Mit verstelltem Gesicht. Da habe ich mir sofort gedacht: Wie feinsinnig ausgedacht. Er ist sicher ein Böser. Show don’t tell. Bis ins kleinste Detail. Aber frei von primitiven Klischees. Sonst wäre er ja noch einbeinig gewesen. Wie tapfer das schöne, aufrechte Kind war gegenüber dem bösen, verkrüppelten Monster!

    Gute Menschen sehen schön aus und/oder lassen sich wenigsten vom teuren Schönheitschirugen nachhelfen (verdammt, doch wieder Dolly!).

    Als dramaturgische Pointe wurde ihm dann aus blinder Rache (!!) das noch gesunde Auge ausgebrannt. Das unterstreicht die Einäugigkeit zuvor. Gerade in Hinblick (Blick, hihi) auf den Augen-Torture-Horror in Discovery, äh, oder doch Picard (wir erinnern uns – nicht wirklich, leider) ein klares Statement.

    Wer diese durchdachte, detaillverliebte Schönheit nicht bewundert, hat mit dem Leben abgschlossen… Der hat kein Herz, keine Träume mit Flügeln. (Mist, schon wieder!)

    • frank sagt:

      entstellt, nicht verstellt…

      ich war kurz verwirrt… ;)

      Antworten
    • Ichwieder2 sagt:

      Aber jetzt beleidige bitte nicht die Einäugigen-Community!

      Antworten
    • frank sagt:

      jetzt kommt bestimmt gleich wieder ‚unser‘ forumseigener sjw ums eck und klagt ‚unseren‘ armen verwirrten turnschuh des lookism an! alle einaeugigen wurden hier mit verkrueppelten monstern gleichgesetzt! und verkrueppelt darf man ja sowieso nicht mehr sagen! ein doppeltes vergehen also! ;)

      ich hatte wirklich mal spass hier… :)

      und wie klapo sagt: …

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      Im ernst? Die haben einem einäugigen das letzte Auge ausgebrannt? Das is ja wohl nicht wahr.

      P.S.
      Ihr interpretiert das vermutlich falsch. Das diente dann bestimmt der Repräsentation von Blinden, denn die kommen in der Unterhaltungsbranche tatsächlich zu kurz.

      Antworten
    • VerwirrterTurnschuh sagt:

      „entstellt, nicht verstellt…
      ich war kurz verwirrt… ;)“

      Pitte um Bardon, mein Vehler!

      Antworten
  19. Finity sagt:

    Apropos Obi Wan … das wäre ja sagenhaft, würde diese Serie mal IRGENDJEMAND rezensieren. Aber wer sollte so was tun, wenn es im Moment so viele alternative Qualitäts-Serien im SciFi-Genre gibt ;-)?

  20. Serienfan sagt:

    Dolly Parton und „Star Trek“ sind sich ähnlicher, als viele glauben. Dolly ist bunt, witzig, direkt, manchmal auch banal – aber vielleicht kann sie gerade dadurch bestimmte Themen viel unverkrampfter und deutlicher ansprechen als andere.

    Wer das nicht erkennt, hat „Star Trek“ nie begriffen. Und er wird auch „The Orville“ nie begreifen.

    Andere sind wie Heveena: Leidenschaftliche Fans, die mehr sehen als etwas Banales. Die sich inspirieren lassen. Es ist wunderbar, dass diese Folge einen leidenschaftlichen Fan zeigt und sich darüber in keiner Sekunde lustig macht.

    „Midnight Blue“ ist ein Liebesbrief an die Fans. An die von „The Orville“, und an die von „Star Trek“. Weil auch hier die Autoren von „The Orville“ etwas begriffen haben, was andere nicht verstehen wollen oder können.

    Wer also in Feierstimmung zu dieser Episode ist, kann gerne diesem Link folgen:

    https://youtu.be/gwIa6jnLPuU

    • Ichwieder2 sagt:

      Nur mal am Rande: Ohne eindeutige Aussage von den Schöpfern der Serie, was exakt die Intention von solchen Szenen ist, bleibt es auch mit dieser „ich hab das geschnallt, weil ich bin ein Star-Trek-Begreifer“-Attitude nichts weiter als eine Spekulation.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Inwieweit Du es begriffen hast, benötigt allerdings keinerlei Spekulation.

      Es geht nie um die Intention des Künstlers, sondern immer um die Wahrnehmung des Empfängers. Wer das nach der wunderbaren Parton/Heveena-Szene noch immer nicht begriffen hat, begreift es nie.

      Antworten
    • Sparkiller sagt:

      „Wer das nicht erkennt, hat „Star Trek“ nie begriffen. Und er wird auch „The Orville“ nie begreifen.“

      „Andere sind wie Heveena: Leidenschaftliche Fans, die mehr sehen als etwas Banales. Die sich inspirieren lassen.“

      Wow… ok…

      Aber alles wieder wegwischen, wenn du mit deiner „Inspiration“ fertig bist, jaaaa?

      Antworten
    • VerwirrterTurnschuh sagt:

      Wow.
      Dolly Parton IST der Schlüssel zu allem.

      Es ist „ein Liebesbrief an die Fans von den Autoren“. Aber „es geht nie um die Intention des Künstlers“. „Wer das nicht begriffen hat, begreift es nie.“

      Dass sich hier vorrangig etwas selbst feiern will, scheinen „wahre“ Fans und „dumme“ Fans jedenfalls recht gut begriffen zu haben.

      Aus Leidenschaft hatte ich so manch Schlüssel auch schon mal zu oft und in die falsche Richtung gedreht.

      Und ich hab jetzt echt Angst, das Der-Ich-Review zu schauen. Ich erwarte die Aufschlüsselung, wonach Topa metaphorisch für den „echten“ und der Folterknecht für den „blinden“ Star-Trek-/Orville-Fan steht. Ein schützender, liebender Serienfan rammt im leidenschaftlichen Zorn die Folterfackel ins letzte, scheele Auge der Kritikerkreatur, auf dass sie ewig aus dem Paradies des Shipporn ausgeschlossen bleibt …

      Antworten
    • Ichwieder2 sagt:

      Komisch ist das schon.
      Wir taumeln zwischen „Satire ist es nur, wenn ich anecke“-Satire, der ‚Inhalt ist egal, solange die Geschichte gut konstruiert wird‘ und ‚die Intention des Schaffenden ist egal, wichtig ist, was der Empfänger draus macht“ beliebig hin und her.

      Das ist ganz ganz billiges Kino.
      Oder anders: Hier lauert die Pointe: Wenn ich es anders verstehe, als es der Autor beabsichtigt hat – ist doch prima, dann liege ich doch richtig. Ist ja nur wichtig, was der Empfänger draus macht. So haben einfach bei Besprechungen alle Recht. Das ist das Ei des Kolumbus für Kritikier. Und die (anderen) Ichs haben das entdeckt! Grandiose Leistung!

      Vielleicht hätten sie lieber das Auge mit einem Brotmesser ausstechen sollen. Dann hätte man noch philosophieren können, ob das Werkzeug zum Teilen des Lebensspenders hier einfach anders interpretiert wurde und es als Stilmittel zur Gerechtigkeitsfindung (oder etwa eines Rachegelüstes…) verwendet wurde. Ach egal, war gut erzählt. Passt so.

      Und der Anhalter muss sich geirrt haben, die Antwort auf die Frage des Lebens, des Universums und des ganzen Rests, etc. pp ist wohl eher 76.

      Antworten
  21. JP1957 sagt:

    „Es geht nie um die Intention des Künstlers, sondern immer um die Wahrnehmung des Empfängers. Wer das nach der wunderbaren Parton/Heveena-Szene noch immer nicht begriffen hat, begreift es nie.“

    Als Beleg: Es ist interessant, wie unterschiedlich die Parton/Heveena Szene in den USA und „hier“ (wobei Zukunftia – Avis sei gepriesen – ja nicht repräsentativ für deutschsprachige Seiten ist) wahrgenommen wird.
    In den USA begeistert, weil die Empfänger dort ganz anders auf Parton schauen. Und hier „ablehnend“ (ein softer Begriff für manche der Äußerungen hier), weil sie kaum jemand näher kennt und sie deshalb mit sexistischem Blick erstmal auf ihr Äußeres reduziert bzw. gleich mit Dolly Buster identifiziert (ein „schönes“ Beispiel dafür gibt es auch auf der The Orville Fanseite).

    „Es ist „ein Liebesbrief an die Fans von den Autoren“.“ Die hier zitierte Aussage von Serienfan bezieht sich auf Heveena, die in der Folge in zwei Szenen als „Fan“ von Dolly Parton skizziert wird. Einmal als sie mit Topa mit glänzenden Augen vor den Postern von Parton in ihrer Unterkunft steht, zum anderen als sie auf dem Holodeck vor ihr auf die Knie sinkt und von ihrer Poesie schwärmt.

    Darin sieht Serienfan (in seinem Video) eine Liebeserklärung an leidenschaftliche „Fans“ … Liebeserklärung, weil dieses Fansein eines erwachsenen (!) Menschen nicht in irgendeiner Form denunziert wird. Auch nicht überhöht. Im Gegenteil: Parton wehrt das Lob ab und antwortet: Es sind doch nur Songs.

    K a n n man das als Betrachter so interpretieren? Zweifelsohne.
    Ist das von Drehbuch/ Regie intendiert? Who knows?

    Aber die Qualität eines Drehbuchs oder auch eines Gemäldes etc. zeichnet sich doch nicht dadurch aus, dass der Autor/Künstler die „richtige“, für alle Rezipienten e r k e n n b a r e Absicht verfolgt.
    Sondern Material zur Verfügung stellt, die uns anspruchsvoll unterhält/ zum Nachdenken bringt/uns – wenns gut läuft – unsere Welt/Gefühle tiefer verstehen lässt.

    Diese Folge von The Orville macht das, andere Filme/ Serien arbeiten mit dem Intentionsholzhammer und machen/ können das nicht.

    • Yole sagt:

      Das besondere an Dolly Parton ist auch dass sie eigentlich bei allen Amerikanern beliebt ist, Sie ist auch cool!
      Bei Billy Joel ist es ähnlich, wobei er ist mehr „New York“

      Ich find’s super, dass die Szene gefeiert wird. Die Kritik scheint sich ja eher gegen „zu viel Popkultur“ zu richten. Also ich find’s cool (sehe natürlich auch, dass es „nett“ ist).
      Es ist natürlich nicht so die Super-Avantgarde mit Gaultier und einer Operndiva, halt eher… ja, das TNG von 2022

      (frisch inspiriert von nächtl „Das fünfte Element“ – Session)

      Antworten
    • Ichwieder2 sagt:

      Bitte handheben, wen es überrascht, dass eine amerikanische Produktion einen amerikanischen Star nutzt.

      Daher meinte ich auch, wer von Euch hier ein Hosianna geschmettert hätte, wenn in einer deutschen (gibt es da noch eine?) Sci-Fi-Serie Heino einen Auftritt bekommen hätte, der dann den Planetenkiller mit „schwarzbraun ist die Haselnuss“ davon überzeugt hätte, dass ökologischer Pflanzenanbau wichtig ist und die Erde deswegen nicht zerstört. Und in der After-Credit-Szene singt Roberto dann „ein bisschen Warp muss sein, dann fliegt das Schiff von ganz allein!“, damit man auch die Quote erfüllt.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      Du hast immer noch nicht wahrgenommen, dass Heveena nicht vom Lied überzeugt wird, sondern von der Quintessenz der Geschichte aus Partons Kindheit vorher.

      Interessant auch, dass gerade diese Argumentation schon in 3.01 bei Claire Finn auftritt. Die überzeugt Isaac nämlich davon, dass Selbstmord nicht angesagt ist, mit

      „Es gibt kein Problem, das sich nicht mit der Zeit lösen lässt.“

      Zu Heino und Deiner unreflektierten Ablehnung von Countrymusik: Wusstest Du, dass das in den meisten Befragungen als bestes Musikvideo der Musikgeschichte gewählte Video von einem Countrysänger ist?

      Antworten
    • Ichwieder2 sagt:

      Die Quintessenz der Geschichte eines Hologramms. Also… sowas wie ein Märchenbuch. Generiert vom Schiffscomputer. Auf jeden Fall stimmig, wenn das überzeugt.

      Weiss ich nicht, was Du Dir da wieder zurechtgegoogelt hast, aber es juckt mich auch überhaupt nicht. Volksmusik, die ich hier mit Absicht zitiert habe und sowas wie die deutsche Antwort der Countrymucke ist: Wenn man die Texte mal interpretiert, gehts da nur beständig um Vögelei. Und nichts ist in den Boulevardblättern wichtiger als Hochzeiten, Kinder kriegen und Babys (natürlich nebst so brutalen Schicksalen wie ‚jetzt ist Ihr der Liebesbrief vorm Haus in die Pfütze gefallen, wird sie sich jemals von diesem Schicksal wieder erholen?). Der ganze Volksmusikschmonz ist gepaart mit den Boulevardblättern einfach die unterste Kategorie Hirnwäsche. Und dass das Geschäft seit Jahrzehnten blendet läuft ist das Traurigste dabei.

      Ach was solls, ist mir jetzt auch einerlei. Vielleicht kommt ja im Staffelfinale noch ein Hologramm von Elvis Presley. Ladies and Gentlemen, the King left the Orville! Gute Nacht und der letzte macht die Shuttlerampe zu.

      Ach: Und wegen der Zeit: Das ist natürlich ultimativ richtig. Also ich denke so in spätestens, also mit richtig viel Glück, haben sich in 70 Jahren alle meine Probleme erledigt. Deine Wohl auch.

      Eigentlich ist der Tod der Allerbeste. Der heilt auch früher oder später jedes Problem, was man hat.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      „Die Quintessenz der Geschichte eines Hologramms.“

      IchWieder … Du musst jetzt ganz, ganz tapfer sein. Die anderen Figuren in der Serie sind auch alle nur ausgedacht.
      Es gibt gar keine Teveena und keinen Captain Mercer.

      Aber zum Trost: Heino lebt.

      Antworten
    • VerwirrterTurnschuh sagt:

      „Die anderen Figuren in der Serie sind auch alle nur ausgedacht.“

      Dolly Parton ist also doch (auch) nicht echt?

      Aber der Liebesbrief, der ist doch wahr, oder? Oder alles nur Chimäre?

      Antworten
    • Ichwieder2 sagt:

      Innerhalb der Serienlogik existieren aber diese Figuren. Denn sonst brauchst Du Dir auch keine Träne aus dem Äuglein quetschen, wenn Topa endlich wieder entmannt wurde. Die/Der/Die ist ja auch nicht real.
      Also warum sonst über all das reden?

      Aber INNERHALB der Serie stellt die echte Dolly Parton hier nur ein computergesteuertes, sehr wahrscheinlich ja auch von Ed programmiertes, Hologramm dar. Also eigentlich nur eine billige Marionette. Holoception!

      So, jetzt schickts mir aber wirklich endgültig. Langweilt mich jetzt das Thema.

      Antworten
  22. Kazairl sagt:

    Die neueste Folge von Orville hat mich gleich in dreifacher Hinsicht überrascht, zweimal wegen der Allianzen, die sich formen (beide waren für mich so unerwartet) und einmal wegen eines Ereignisses, das ich hier nicht spoilern werde. Nur so viel: Das Ereignis hat mich schon stark getroffen, da ich nicht erwartet habe, das Orville so etwas bringen würde.

  23. JP1957 sagt:

    „Wenn Orville eines kann, dann die Stärken anderer Fandoms nehmen…“

    In Staffel 2 habe ich auch noch oft mit anderen Serien verglichen und The Orville als Hommage begriffen.
    Inzwischen seh ich die Serie als völlig eigenständiges „Werk“ … wenn es noch weitergehen sollte, kann wirklich etwas entstehen, dass auf Dauer bleiben wird.

    2/3 dieser Folge waren atemberaubend in der Dramaturgie … der Actionteil – okay, aber das liegt an meinen persönlichen Sehbedürfnissen.

    Auch aus dieser Folge hätte man wieder drei machen können, das hätte die Geschichte noch (!) spannender, interessanter, mitreißender gemacht.

    Ich hatte nach der letzten Folge schon das Gefühl – noch besser geht es nicht. Aber über diese Folge wird man noch in 10 Jahren sprechen.

    Was die Drehbuchschreiber mit Charly in der allerersten Folge gemacht haben, gefiel mir schon außerordentlich gut.
    Und in dieser Folge ernten sie mit ihr all das, was sie vorher gesät haben.

  24. G.G.Hoffmann sagt:

    Auf die Einleitung Bezug nehmend, möchte ich mal fragen, welche Serien (allgemein, ohne Beschränkung auf SF) Sparki und Klapo denn in den letzten 15 Jahren überhaupt so gefallen haben? Und gab es überhaupt jemals gute Serien im Fernsehen – von Bonanza und „Unsere kleine Farm“ abgesehen? Sind Vorlieben altersbedingt (alles ab dem 30. Lebensjahr immer beschissener, wie der Typ im Spiegel)?

    Und weshalb werden hier die Star Wars Serien so sträflich vernachlässigt, die unter ähnlichen Problemen wie Star Trek leiden (Stoff für 90 Minuten, aufgebläht auf eine Staffel)?

    • Klapowski sagt:

      „möchte ich mal fragen, welche Serien (allgemein, ohne Beschränkung auf SF) Sparki und Klapo denn in den letzten 15 Jahren überhaupt so gefallen haben?“

      Da gäbe es einiges zu nennen. Wurde es auch schon häufiger…
      Komischerweise sind 3 Gangsterserien dabei, obwohl mich das eigentlich weniger interessiert. Dazu eine Fantasy-Serie und bestimmt noch irgendwas, was ich vergessen habe.

      ABER da all dies das „Denen gefällt ja eeeh nichts“-Narrativ zerstört (und ich intakte Narrative so gerne habe), möchte ich nicht weiter darüber sprechen.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      Verständlich. Glaube auch, positive Kritiken zu verfassen, ist viel schwerer. Wann hat man im Feuilleton zuletzt eine positive Kritik über irgendetwas gelesen, ohne dass der Redakteur danach ins Archiv versetzt wurde? Man sieht ja, wie durchaus kritisch sich beispielsweise hier über Menschen geäußert wird, die DSC gut finden.

      Ich fand – mit Ausnahme von DSC und der zweiten PIC-Staffel – ja praktisch ALLES gut, was ich in den letzten 15 Jahren an Serien gesehen haben:

      – Desperate Housewives
      – Modern Family
      – The Tudors (2 Staffeln)
      – Rom (1. Staffel)
      – Game of Thrones
      – The Crown (1,5 Staffeln)
      – The Orville (2 Staffeln)
      – Obi Wan (Folge 1 und 6)
      – The Mandalorian (6 Episoden)

      Allerdings stellt sich langsam ein Gefühl der Übersättigung und Überforderung ein.

      Antworten
    • Zuse sagt:

      Die beiden schlechten SW-Serien dabei? Nö!

      Aber es fehlen Sons of Anarchy und Breaking Bad.

      Bei BB soll der Ableger ja auch gut sein. Aber ich hatte da nie den richtigen Zugang.

      Antworten
  25. JP1957 sagt:

    Also, ich hab auch in den Kulturteilen oft genug positive Kritiken von Serien oder Filmen der letzten 15 Jahre gelesen.
    Hier nehme ich das aber Klapo und Sparkiller nicht übel, weil ich Zukunftia in erster Linie als Satireseite sehe.

    Meine Serienhighlights in den letzten Jahren waren The Americans (dazu gibt es übrigens fast durchwegs positive und qualitativ ansprechende Reviews auf Serienjunkies … auch wenn das natürlich nicht das „Feuilleton“ ist), die ersten fünf Staffeln von GOT, Fauda und Unorthodox.

    Die schaffen es wahrscheinlich auch alle in die TOP 15 der letzten 50 Jahre. Nummer 1 dort unbestritten: The West Wing.

    The Orville ist ja noch nicht abgeschlossen :-)

    • Kazairl sagt:

      Ich frag mich ja, was wir im Finale zu sehen bekommen werden. Die 9. Episode hat ja so ziemlich alle großen, offenen Erzählstränge geschlossen. Mir fallen eigentlich nur noch die Anaya-Story und die Story aus Episode 2 ein, die noch wirklich offen sind. Ansonsten: Hut ab, tolles Pre-Finale, das auch gut als Finale hätte dienen können.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @Kazairl: Du weißt, die kommende 4.Staffel wird nicht mehr so ein hohes Budget haben, MacFarlane wird aus Zeitgründen nicht mehr Regisseur, Drehbuchautor u n d Darsteller sein können, Grimes und Palicki können aufgrund ihrer Scheidung nicht mehr gemeinsam im Cast sein, Talla war die blasseste Figur des Hauptcasts in der 3. Staffel. Also …

      … werden wir sehen, dass das Jugendamt auf Krill einschreitet und Mercer das Sorgerecht für Anaya zuspricht. Der geht daraufhin für eine Staffel in Elternurlaub. Dolly singt beim Abschied ihren Nummer 1 Hit aus 2024 „Unknown Future“.

      … wird Gordons Bruder (betrunken) zum Einstellungsgespräch auf der Orville erscheinen und entgegen der Bedenken von Gordon neues Crewmitglied. Captain Grayson begründet es weise mit dem Hinweis auf eine „Unknown Future“.

      … bleibt eine Suchaktion nach Gordon am Morgen danach erfolglos. Entdeckt in seinem Quartier wird nur ein angebissenes Sandwich. Isaac und John LaMarr entdecken im Sandwich Rückstände von Tachyonstrahlung und spekulieren über ein Wiedererscheinen Gordons in einer „Unknown Future“.

      … beschließt der Unionsrat eine besonders starke Frau zur ersten Botschafterin der Union bei den Janisi zu machen. Auf die ironisch-besorgte Frage Johns, ob sie anschließend versuchen würde, auch die Union zu einem Matriarchat zu machen, verweist Talla auf die „Unknown Future“.

      … tritt Yaphit unter Hinweis darauf, dass seine Zellteilung anstünde, einen Heimaturlaub an. Auf die Frage von Gordons Bruder, in wie vielen Versionen er zurückkäme, antwortet Yaphit, dass dies niemand voraussagen könne … die Zukunft sei schließlich „unknown“.

      … erhält Topa die Mitteilung, dass ihre Bewerbung bei der Unionsakademie erfolgreich war. Klyden und Bortus entschließen sich daraufhin, ein neues Ei zu legen. Berührend: Als Kelly Klyden in einem Gespräch im Bordrestaurant fragt, wer denn das Ei ausbrüten würde, legt Klyden ihre Hand auf Kellys Hand, blickt ihr tief in die Augen und antwortet verführerisch lächelnd: „The future is unknown“. Dolly singt zum Abschluss.

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  26. Ichwieder2 sagt:

    Tja. Eigentlich kann ich dieser Folge nur eines ankreiden – dass sie einen noch soooo ausbaufähigen Charakter nach nicht einmal einer Staffel wieder aus der Serie nehmen. Aber es war zumindest in Ehrerbietung des Charakters.

    Sonst würd‘ mir im Nitpicking auch nur aufstoßen, dass auch hier Entfernungen irgendwie keine Entfernungen sind und scheinbar alles immer in gefühlt unmittelbarer Nachbarschaft passiert. Dass lässt sich dramaturgisch allerdings halt anders schlecht lösen.

    Also zumindest jetzt, nach erster direkter Sichtung: In allen belangen eine wirklich, wirklich große Folge. Und wirklich tolle Effekte und Kämpfe. Ein kleines bisschen mehr Kreativität bei den verschiedenen Schiffsklassen wäre toll, aber das ist auch Jammern auf höchster Ebene.

    • Kazairl sagt:

      „ass sie einen noch soooo ausbaufähigen Charakter nach nicht einmal einer Staffel wieder aus der Serie nehmen“

      Wenn man jetzt das behind the scenes Material kennt, weiß man, dass diese Szene von Anfang an geplant war, anders als bei Kurtzman-Trek hat the Orville die Story für diese Staffel von Anfang bis Ende durchdacht, von daher Hut ab. Man kann also doch noch Serien schreiben, in dem eine angefangene Story logisch und nachvollziehbar zuende erzählen.

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    • Ichwieder2 sagt:

      Naja, wenn man eben einfach weiß, wie hier gearbeitet wurde, ist es zwar zum einen beachtlich, wie effizient das funktioniert hat, aber zum anderen ist es aber eben auch keine Entwicklung, die man langsam herbeigeschrieben hat.

      Soll heißen: Wenn man produktionstechnisch, um Kosten zu sparen, alle Szenen je Set dreht, dann MUSS im Gegenzug eben schon die ganze Staffel drehbuchtechnisch durchgetaktet sein. Hier kann man nicht noch während man Folge 1 dreht sich Gedanken drum machen, wie man Folge 10 zu Ende dreht.

      Hier weiß ich nicht, wie die Produktionsprozesse üblicherweise ablaufen, aber ich hätte nun schon erwartet, dass auch bei anderen Serien zumindest schon die Geschichte vom Ende steht, bevor man den Anfang dreht. Aber das kann möglicherweise auch anders sein. Trotzdem klingt „Dreh nach Set“ kompliziert, da man sich so ja kaum Nachdrehs leisten kann. Hier müsste man dann mal auf Details wie Kellys „Verletzungsmakeup“ achten, ob das je nach Drehort ‚variiert‘.

      Wie dem auch sei, bis auf „Kleinigkeiten“, die sich allesamt auf der zeitlichen Kompaktheit der Folge ergeben, hat mir die wirklich gut gefallen. Es bleibt aber schade um die Figur Charly – ich hab die wirklich gemocht und finde es schade, dass die uns gerade mal neun Folgen lang begleitet hat.

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    • Kazairl sagt:

      Vergleich das mal mit Hemmer/Strange New Worlds, ihm wurde das gleiche Schicksal zuteil und fast allen war es egal. Hier ist es jedoch anders, wir haben Burke 9 Folgen lang kennengelernt und umso tragischer wird ihr Dahinscheiden.

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    • Ichwieder2 sagt:

      Das ist so, ja, dass hier Figuren ganz anders entwickelt werden, steht außer Frage. Aber das liegt ja nicht nur an der Geschichte selbst oder wie man ‚dreht‘ (also nach welcher Strategie), sondern wie man die Figuren entwickelt. Aber das ist hier schon wirklich gut umgesetzt.

      Antworten
  27. bergh60 sagt:

    tach auch !

    Ich war 3 Wochen afk.
    Deshalb ist och so einiges auf der HD zum Schauen und Lesen.

    Zu Dolly Parton:
    Wenn ich mit meiner Frau in der Küche Zwiebeln schneide und dazu im Duet Island in the Stream singe,
    kommen mir die Tränen.
    (Nein ich bin kein Country & Western Fan)

    Ich respektiere DP , weil sie :
    – Kein Plastik Barbie ist, sondern bewusst diese Maske/Rolle gwählt hat.
    – Wirklich gute Musik macht und das schon seit Jahrzehnten
    – Gut schaupielert (Best little Whorehouse in Texas)
    – Obwohl konservativ einige klare Linie vertritt und dazu steht
    – Seit ~ 100 Jahren mit demselben Mann verheiratet ist
    -Last but no least : Sie hat meh für die Bildung in ihrem Bundestaat getan, als die ganze bucklige
    Adminsitration.

    Don’t judge a book by the Cover !!!!

    Ansonsten eine großartige, völlig unterbewertete Folge !
    Hätte man die Szenen mit DP weglassen können? Ka ! Dann hätte an aber eine großartige Fraui NICHT beehrt,
    was hier durchaus gut gepasst hat.

    Nebenbei ist es völlig unerheblich, ob man in Deutschland diese Frau kennt,
    The Orville ist eine amerikanische Serie und dort ist DP eine Institution.
    Und ich mag wirklich eher Rockmusik und Alan Parsons und Ping Floyd und Soundgarden und die Mädchenmusik die sie bei WOA spielen. ;-)

    So und jetzt geht wieder nörgeln.
    Ich schaue die nächste Orville Folge

    Gruß BergH

    fasse

    • JP1957 sagt:

      Du hast es gut.

      Du hast noch nicht alle Folge gesehen.

      Viel Spaß … und die Musik in den nächsten Folgen ist auch nicht übel … besonders James Taylor in Gestalt von Gordon Malloy.

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