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„Das Reboot ist ein dreischneidiges Schwert“ – Neue Version von Babylon 5 in Arbeit

, „Das Reboot ist ein dreischneidiges Schwert“ – Neue Version von Babylon 5 in Arbeit

Nun ist es also passiert. Jahrelang brodelte es vergeblich in der Gerüchteküche und meinen Innereien, doch der Hollywood Reporter verkündete endlich: Babylon 5 wird als von Grund auf renovierte Neuzeit-Serie zurückkehren und sogar JMS steht dafür als Schreiberling und Showmaster auf der Gehaltsliste. Ein Knackpunkt, die Remastered-Edition von Babylon 5 soll auf dem Sender „The CW“ erscheinen. Ist dieser doch eine echte Hit-Plattform für Granaten wie „Batwoman“ und „World’s Funniest Animals“.

Ob sich dies tatsächlich auf die Qualität ausschlägt muss man abwarten, immerhin wird das Ganze von Warner Bros. TV zusammen mit „Studio JMS“ produziert, welches z.B. für das woke Sense8 verantwortlich war.

JMS dazu: „This is a reboot from the ground up rather than a continuation.“
Zu Deutsch: „Dies ist ein Rückstiefel vom oberen Boden, Raser dann eine Fortsetzung.“

Sehr kryptisch, wie wir es vom Meister gewohnt sind. (Danke auch an Kollege Klapowski für die Übersetzung!)

Deutlich machte er aber, dass die Serie bereits mit Sherdian beginnen wird, statt mit Commander Sinclair, dessen Darsteller nach der ersten Staffel keinen Bock Nerv mehr hatte.

Auf jeden Fall wird es spannend. Nicht nur, weil es (wenn man z.B. die „Lost Tales“ in Betracht zieht) qualitativ in jede Richtung gehen kann. Sondern auch, weil mich ein neu erdachtes B5 mit den aktuellen Möglichkeiten und mehr Kohlen (statt dem 9,50 € Kulissen-Budget für Sperrholz-Reste von Hornbach) ganz ernsthaft SEHR neugierig macht.

Und wie sagte ein weiser Mann doch: „Alles Leben kann in 2 Hauptphasen eingeteilt werden. In die Phase des Übergangs, und in die Phase der Erleuchtung.“

Ob das auch für’s Fernsehen giiiiilt??
*vorwurfsvoll auf kurtzi schiel*


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von Sparkiller am 29.09.21 in Neuigkeiten

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Kommentare (78)

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  1. Dingens sagt:

    Babylon5! <3

    Als SF noch epische Geschichten mit unseriösem Humor verknüpfte:

    "What do you want, you moon-faced assassin of joy?"

    und "Water? Never touch that stuff!"

    und "Ivanova is always right. I will listen to Ivanova. I will not ignore Ivanova's recommendations. Ivanova is God. And if this ever happens again, Ivanova will personally rip your lungs out. Babylon Control out."

    und "If regret could be harvested, Russia would be the world's fruit-basket."

    <3

  2. Simon Wright sagt:

    „…statt mit Commander Sinclair, dessen Darsteller nach der ersten Staffel keinen Bock mehr hatte.“

    Michael O´Hare hatte starke psychische Probleme, was aber damals nicht bekannt gegeben wurde. Erst nach seinem Tod 2012 wurde das durch Straczynski öffentlich.

  3. Grinch1969 sagt:

    Grundsätzlich eine gute Nachricht allerdings fürchte ich das die Sittenwächter der Taliwoke das schon zünftig zugrunde richten werden.

  4. JP1957 sagt:

    „Und wie sagte ein weiser Mann doch: „Alles Leben kann in 2 Hauptphasen eingeteilt werden. In die Phase des Übergangs, und in die Phase der Erleuchtung.“

    Hieß es nicht „Alle Tatsachen und Personen ereignen sich zweimal. Erst als Tragödie, dann als Farce?“

  5. JP1957 sagt:

    @Grinch1969: Yo, Mann … „Sittenwächter der Taliwoke“ … geil.
    Wo kämen wir hin, wenn Babylon 5 von einem N* kommandiert würde.

  6. Kazairl sagt:

    Wenn ich CW lese, läuft mir ein Schauer über den Rücken. Sie sind mit ihren Serien häufiger miss und weniger hit. Außerdem sind sie gerne sehr woke. Bringt mir nicht gerade viel Vorfreude, diese Ausgangslage.

  7. Serienfan sagt:

    Tja, schlechtes Forshadowing, Herr JMS.

    Eine SF-Serie benennt man nicht nach einer Raumstation, die am Ende auch noch in die Luft fliegt. Da hat man nämlich ein Marketing-Problem bei der Benamung diverser Spin-Offs, in denen die namensgebende Raumstation nicht mehr vorkommen kann.

    Ein gewisser Seth MacFarlane wusste es besser, der hat nämlich… ähm, ähhh … Hm.

    Ehrlich gesagt wäre mir die alte Serie, bei der man die 16:9-Negative der Realszenen neu abtastet und die CGI komplett neu erstellt, lieber gewesen. Es gibt zwar eine HD-Version auf iTunes und Amazon (nur auf englisch, wäre ja ein unfassbarer Portokassen-Aufwand, hier die deutsche Tonspur mit anzubieten), aber wegen der mittelalterlichen CGI-Effekte nur in 4:3.

    Aber das Remake klingt vielversprechend. Es wird sicher dunkler, farbloser und woker. Mit Darstellern, die uns permanent schmerzhaft daran erinnern, wie großartig im Vergleich dazu die „Originale“ waren.

    • Kazairl sagt:

      Nicht zu vergessen die epischen Gefühlslagen, die wir miterleben werden, alles so schön überspitzt, alles so „menschlich“, ich könnte kotzen, am Ende kriegen wir ne Serie, die vom Original nicht viel übriglässt, mit egoistischen, übersensiblen Charakteren, die alle paar Minuten heulen wie dreckig es ihnen doch geht.

      Antworten
  8. Mario D. sagt:

    Oh man, hatte ganz verdrängt, dass Zukunftia und dessen Kommentarbereich ja the last best hope für konservative Alt-Sci-Fi-Fans sind, die kurz vorm Herzinfarkt stehen, wenn man das Wort Diversität nur in den Mund nimmt.

    B5 war schon immer „woke“.

    • Kazairl sagt:

      Es gibt utnerschiedliche Arten von Wokeness, einmal eine natürliche, die sich aus der Story heraus ergibt und dann eine erzwungene, die eine Quote erfüllen muss und viele alte Scifi-Serien waren eben ersteres, wohingegen viele neue Produktionen zwanghaft versuchen, woke Elemente unterzubringen. Das hat nichts mit einem Hass auf Diversität zu tun, das ist eine Abneigung gegen schlechte Scifi-Serien. Ist eine ähnlich dumme Argumentation wie bei the Last Jedi. Dort hieß es auch häufig, dass Leute, die den Film nicht mögen, was gegen eine Frau als Hauptfigur haben, also seixsitisch seien. Dabei hat der Film jede Menge inhaltliche Fehler, die dazu führen können, ihn nicht zu mögen. Sowohl der Vorwurf, man habe etwas gegen Diversität, weil man neue Scifi-Serien nicht mag als auch man sei Sexist wenn eine Serie mit einer weiblichen Figur schlecht geschrieben ist, ist Unsinn. Beides ist Schwachsinn und eine unnötige Verallgemeinerung.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Ganz so ist es ja nicht.

      Wer glaubt, Hautfarben sollten irgendwann so irrelevant sein wie Augenfarben, der hat im Zuge der Wokeness-Bewerung verloren: Denn dann ist er blind für Rassismus und damit Förderer von Rassismus.

      Nach dieser Logik sind Personen wie Martin Luther King definitiv nicht „woke“.

      Der, der „woke“ ist, sieht es als moralische Pflicht, permanent an Hautfarben und sexuelle Orientierung erinnert zu werden, sich geradezu darauf zu fixieren. Sich darüber keine Gedanken zu machen, ist ein verdammenswertes Privileg weißer Heterosexueller, für das sich jeder schämen sollte.

      „Natürlichkeit“ ist im Rahmen der Wokeness weder gewollt noch möglich. Vielmehr soll man permanent mit Gender-Sternchen, immer neuen Begrifflichkeiten und einer hyersensiblen „Awareness“ für die nächsten Jahrhunderte an die beklagenswerte Ungleichheit erinnert werden und sich wie besessen auf Hautfarben, Geschlechter und sexuelle Orientierung fixieren.

      Eine „natürliche Wokeness“ gibt es so wenig wie eine aufmerksame Gleichgültigkeit.

      Antworten
    • Mario D. sagt:

      Der Grund, warum eine Aussage wie z.B. „ich sehe keine Hautfarben“ kritisiert wird, ist einfach, dass es sich diese Aussage zu einfach macht, wenn sie aus nicht betroffener „weißer“ Sicht gemacht wird. (Ich hab das früher auch so naiv gesagt. Bis mich eine Freundin drauf hinwies, dass sie diesen Luxus nicht hat, weil sie sich jeden Tag auf die eine oder andere Weise rechtfertigen muss, dass sie nicht weiß ist.)

      Es ist ja erstrebenswert, wenn man individuell keine Unterschiede macht. Das ist ein Ideal, auf das man gar nicht erst hinweisen sollte, es sollte natürlich sein. Aber weil die Gesellschaft so immer nicht ist, verschließt so eine individuelle Aussage halt auch die Augen davor, dass es gesamtgesellschaftlich immer noch Nachteile bringt, wenn du nicht weiß (oder auch männlich, hetero, usw.) bist.

      Darum ist es gut, wenn vermehrt bewusst nicht-weiße Charaktere in den Mittelpunkt gestellt werden. Nicht nur wegen der Repräsentation selbst, sondern auch, um der weißen Mehrheitsgesellschaft zu zeigen, dass die nicht immer im Mittelpunkt stehen muss.

      (Idealerweise tut man das aber dann mit ner trotzdem guten Story.)

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Es ist ja schön und gut, wenn man „Minderheiten“ mehr Ausmerksamkeit schenken will, wenn darunter aber eine Story leidet, muss das klar benannt werden, wie zB bei Michael Burnham, eine der am schlechtesten geschriebenen Frauen in der Fiktion. Das hat jetzt nichts mit Sexismus zu tun, aber wenn ein Charakter alles kann, immer seinen Willen bekommt und bockig und verheult ist (vom Ende der Season 3 will ich gar nicht reden, wo Burnhams Oberzicken-Verhalten auch noch belohnt wird) dann macht das eine Serie schon mal kaputt. Ist übrigens bei Rey aus SW genauso. Ihre Hintergrundgeschichte ist widersprüchlich, ihr Werdegang und ihre Persönlichkeit seltsam (warum will sie unbedingt zurück auf ihren Heimatplaneten?), auch das hat nichts mit Seximsus zu tun. Schlechte Schreibe, vor allem charakterlicher Natur, muss man auch als solche betiteln.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Die größten Nachteile auf dieser Erde bringt immer noch die Armut, in die jemand hineingeboren wird.

      Mit der Logik der „Wokeness-Bewegung“ könnte man genauso fordern, mindestens 30 Prozent arme Menschen ins Zentrum von Spielfilmhandlungen zu stellen, wobei diese dann natürlich auch nur von im realen Leben arm Geborenen verkörpert werden dürfen.

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      Oh man, der kleine Mario hat aber einen ganz tiefen Schluck aus der Staatsbürgerkundeflasche genommen und ist jetzt ganz besoffen vom wohligen Gefühl der Erleuchtung, das ihn durchströmt.

      Jungs, so gut gemeint eure Antworten auch sein mögen, mit religiösen Eiferern diskutieren bringt in der Regel nichts. Das muss er ganz alleine rausfinden.

      Ist das „xy war schon immer woke“ ’ne neue Masche?
      Hab ich jetzt schon ständig bei Star Trek und Doctor Who gelesen und jetzt gehts auch noch bei B5 los.
      Neue Variante der Geschichtsklitterung?
      Nein, Hase, die waren vielleicht progressiv und intelligent und vor allem gut, nur eines waren sie absolut nie: „woke“.

      Antworten
  9. Ferox21 sagt:

    Hui, schwierige Sache. Auf der einen Seite freue ich mich natürlich über eine Neuauflage von Babylon 5 mit den aktuellen Möglichkeiten. Denn B5 galt ja schon zur Veröffentlichung in den späten 1990ern als eher mager ausgestattet. Da wäre heute weitaus mehr drin.

    Auf der anderen Seite bleiben bei mir aber eine Menge Fragezeichen.

    Das wäre erst einmal Straczynski selber, der in meiner Wahrnehmung nach Babylon 5 kein gutes Skript mehr zu Stand gebracht hat und eigentlich nur von seinem guten B5-Ruf lebt.

    Dann haben wir die aktuellen Zeiten, wo man es in den USA mit der ganzen Wokeness und Diversität deutlich übertreibt. Babylon 5 war seinerzeit in der Beziehung eigentlich sehr ausgeglichen und hatte mit Delenn und Ivanova auch sehr starke Frauenfiguren mit dabei.

    Heutzutage dürften wir hier weitaus mehr erwarten und es besteht zu befürchten, dass man es wie in so vielen aktuellen Serien so übertreibt, dass es am Ende nur noch lächedlich ist.

    Und selbst wenn ich erst einmal positiv optimistisch bin. gehe ich doch für die neue Serie von folgenden Dingen aus (unter der Prämisse, dass die Charaktere weitgehend gleich bleiben):
    – die im Original nur angedeutete, lesbische Beziehung zwischen Ivanova und Talia wird bis zu ihrem tragischen Ende sicher breiten Raum bekommen.
    – Auch wird es mehrere Gender-Swaps geben. G’Kar sehe ich bspw. mit beinahe 100 % Wahrscheinlichkeit in der Neuauflage als eine Frau. Auch könnten entweder Garibaldi oder Franklin das Geschlecht wechseln – oder man macht aus den beiden gleich ein schwules Pärchen – oder eine der beiden Figuren wird Non-Binary. Und ich würde auch nicht ausschließen, dass wir statt eines John Shepard eine Joan Shepard bekommen könnten…

    • Serienfan sagt:

      Ob wir im Remake wohl eine halbwegs nachvollziehbare Erklärung dafür kriegen werden, warum Sheridan von allen Seiten (sogar aus der Zukunft) davor gewarnt wurde, nach Z’ha’dum zu gehen?

      Aber schön, dass wir in Zeiten leben, in denen uns die Remakes nur so um die Ohren fliegen, während man ausgerechnet einem Seth MacFarlane wiederholt vorwirft, „nur“ einen „Star Trek“-Klon gemacht zu haben.

      Antworten
  10. JP1957 sagt:

    „Es ist ja schön und gut, wenn man „Minderheiten“ mehr Ausmerksamkeit schenken will, wenn darunter aber eine Story leidet, muss das klar benannt werden, wie zB bei Michael Burnham, eine der am schlechtesten geschriebenen Frauen in der Fiktion.“

    Die Diskussion hatten wir hier schon einmal vor ein paar Monaten. Da wies ein kluger Schreiber (also einer, der nicht zu den Woketasten hier gehört) darauf hin, dass Discovery nicht scheisse ist, weil es diverser als andere Serien ist, sondern weil es einfach miese Drehbücher hat (fern von jeder identitätspolitischen Fragestellung).
    Der Autor des obigen Zitats konzentriert sich aber eben nicht darauf, sondern sieht sich belästigt/ verfolgt von all den schwarzschwullesbischtransen Figuren und beklagt sich über sie … selbst in Serien wie B5, die noch gar nicht produziert sind.

    @Mario D.: Du hast recht.

    @Mario D.: Wir sollten eine Initiative für mehr Diversität auf Zukunftia gründen! Vorschlag für einen Forderungskatalog:

    > Ergänzung des Herausgeberkreises (oder wie immer man auch Klapo und Sparkiller nennt)um eine
    Frau. Ersatzweise: Geschlechtsumwandlung von Sparkiller.
    > Etablierung eines PC-Filters, der dafür sorgt, dass der Begriff „Woke“ nicht mehr als einmal in der Woche von einem Schreiber verwendet werden darf.
    > Verwendung von geschlechtsneutraler Sprache nach Phettberg in den Beiträgen der drei Herausgebys (zur Erinnerung: https://www.youtube.com/watch?v=E7Vn_pS2G-Y&t=274s)
    > Änderung der Schriftfarbe (typisch!) in gelb, rot, schwarz (alle vier Monate wechselnd)
    > Quotierung der Kommentare. Nach einem Kommentar eines Mannes (eine Differenzierung erspar ich mir, da hier eh nur alte weiße Männer schreiben)darf erst dann ein weiterer Mann schreiben, wenn ein Kommentar einer Frau erfolgt ist. Die Geschlechtszugehörigkeit wird im Privattermin von Klapo überprüft.

    • Kazairl sagt:

      Ich weiß nicht, ob du trollst oder nicht, aber wo in aller Welt habe ich etwas gegen Schwarze, Schwule oder Lesben geschrieben? Ich schrieb doch gaz klar, dass das in Ordnung geht so lange die Schreibe, also die Drehbücher gut sind. Anhand deiner anderen Kommentare aber meine ich deuten zu können, dass du gerne die satirische Schiene nimmst.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Ich denke, die Krise liegt nicht mehr „nur“ an schlechten Drehbüchern. Es liegt daran, dass sich Hollywood entschlossen hat, keine Kunst mehr zu produzieren, sondern Propaganda.

      Das mag ja im höchsten Maße wünschenswerte Propaganda sein.

      Ein Werbefilm ist nun mal nie das gleiche wie ein Kinofilm. Und Propaganda ist nie das gleiche wie Kunst, auch wenn sie sich künstlerischen Mitteln bedient.

      Natürlich könnte man auch James Bond zu einer Szene verpflichten, in welcher er einen Obdachlosen mit seinen Aston Martin mitnimmt. In einem Dialog könnte der Obdachlose dann Bond vorrechnen, wie viele Jahre er gut von Bonds Rolex-Uhr leben könnte. Ein tolles Anliegen, aber eine grottige Szene.

      Hollywood will die Welt verbessern? Nur zu! Nur noch Filme für die Oscar-Verleihung akzeptieren, die klimaneutral produziert sind und bei denen jeder Beteiligte einen Mindestlohn von 15 Dollar bekam, auch Mitarbeiter von Subunternehmen.

      Aber das kostet halt Geld. Propaganda kostet nix. Vor allem dann, wenn sie nur aus heißer Luft besteht.

      Antworten
  11. Klapowski sagt:

    Das Thema „Woke“ ist hier ja schon oft genug ausgebreitet worden. Nur soviel von meiner Seite:

    Wenn man mir jahrelang eine GRÜNE Papiertüte vor die Haustür stellt, in der normales, schmackhaftes Essen ist (natürlich mit den üblichen Ausnahmen), assoziere ich diese Gabe natürlich mit der grünen Papiertüte.

    Wenn dann plötzlich jahrelang eine ROTE Papiertüte vor der Tür steht, in der abgelaufener Käse, zusammengerührte Pampe und anderer Krempel ist, verbinde ich diese ablehnenswerten Nahrungsmittel natürlich mit der ROTEN Tüte.

    Ob das Essen nur deshalb früher gut schmeckte, weil die Tüte GRÜN war, wäre natürlich ein naheliegender Gedanke. Zumindest ist es wahrscheinlich, dass man die ROTEN Tüten eher in die Papiertonne befördert, ohne sie zu probieren.

    Und natürlich steht ROT in diesem Gleichnis für den „Woke“-Stempel.

    Die Farbe selbst kann natürlich nichts dafür. Nicht mal der Lieferant, der Verpackungshersteller oder das Marketing. Oft reicht schon der Koch, der seit der Einführung der roten Verpackung heimlich in das Essen kackt.

    Zu der Serie selbst kann man natürlich nicht viel sagen. Ich bin natürlich skeptisch, da ich es sogar für möglich halte, dass der Billiglook der Serie sogar GEHOLFEN hat. Dadurch wirkte alles stets etwas bunter, offener und sogar (Achtung!) diverser.

    Die Raumstationen in „The Expanse“ könnte man z.B. fast als moderne Fassung von Babylon 5 ansehen. Wirklich darin leben will ich aber nicht…

  12. JP1957 sagt:

    @Kazairl: „Ich weiß nicht, ob du trollst oder nicht…“

    Ich finde, dass Du (und einige andere hier) bei diesem Thema mit viel zu viel heiligem Ernst schreiben und völlig vergesst, dass es auf einer Satireseite andere Möglichkeiten gäbe, sich mit möglicherweise (!)überzogenen Diversitäten auseinanderzusetzen.

    Dazu kommt, dass in solchen Diskussionen sich hier regelmäßig Leute zu Wort melden, die auch die ersten 300 Bände von Perry Rhodan heute noch gut finden (in denen die Konflikte noch mit Transformkanonen gelöst wurden und ein Führer über ein Imperium herrschte)- siehe Scholli und Grinch, die in abschätzigem Ton über Kommentatoren urteilen bzw. das Eintreten für mehr Diversität mit den Aktivitäten der Taliban gleichsetzen. Die tummeln sich fröhlich unter Euch ernsthaften Kritikern … und Ihr toleriert das.

    So – das war aber jetzt viel zu ernsthaft … ich troll jetzt weiter (seltsames Verständnis von trollen ;-) )

    • Scholli67 sagt:

      Tut mir leid JP, wenn als Eröffnungssalve mit
      „the last best hope für konservative Alt-Sci-Fi-Fans sind, die kurz vorm Herzinfarkt stehen, wenn man das Wort Diversität nur in den Mund nimmt.“
      erstmal ein Rundumschlag gegen alles und jeden der sich hier tummelt geführt wird, dann hab ich manchmal keine Lust in einem weniger abschätzigen Ton zu antworten, als er mir entgegen gebracht wurde.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Leider ist es manchmal wirklich ein wenig schwer, die bedenkliche Entwicklung noch humorvoll zu nehmen.

      Beim Nachdruck der Carl-Barks-Comics wurde erst noch damit geworben, die Originalübersetzungen der einzigartigen Dr. Erika Fuchs zu verwenden. Nun werden die Texte zur Unkenntlichkeit gesäubert, diktiert vom Disney-Konzern der USA. Aus Sätzen wie „Beim Barte des Propheten“ wird „Was ist denn jetzt nur los?“. Immer, wenn in einer Redensart Gott vorkommt, wird daraus „ach“ oder „ja“. Das fette Schwein Fridolin Freudenfett wird zu Fridolin Freundlich. Selbst eine nur namentlich erwähnte Missionsschule wird zur „Radiostation“.

      Aus einem herrlichen, oft respektlosen Humor von Carl Barks und Dr. Erika Fuchs wird pointenlose Angstsprache.

      Mich erschüttert die Gleichgültigkeit gegenüber der Kunst und ihren Künstlern. Konzerne spucken auf die Kreativen, denen sie die Milliarden-Erfolge verdanken. Und sie erhalten Beifall von jenen, die sich für liberal halten.

      Besonders erschüttert mich die Gleichgültigkeit, mit der man gerade von linker Seite die Kultur einem angeblich höherem Zweck opfert. Das bezieht sich auch auf die Kultur der Sprache, die mit Gender-Sternchen und Doppellungen in eine monströse Amtssprache gepresst wird.

      Ich bin überzeugt: Es hat auch etwas mit der Digitalisierung zu tun. Mit der Entstofflichung der Kunst ist die Wertschätzung gesunken. Man sieht nur noch Marketing-Inhalte, die beliebig aufgepeppt und zur Imagepflege gesäubert werden dürfen.

      Und ja, wenn ich diese Entwicklung sehe, vergeht mir dann doch manchmal der Humor. Ist vielleicht ganz gut so. Denn politisch korrekt wäre ein solcher Humor ganz sicher ohnehin nicht.

      Antworten
    • Grinch1969 sagt:

      Ich hab bei dir nicht so genau mitgelesen, bin gerade im Rewatch von DS9.

      Antworten
    • Michel sagt:

      Warum kann man hier bloß keine „Daumen hoch“ vergeben? Gute Analyse von Serienfan.

      Ich habe (als Übersetzer) gerade ein ähnliches Problem – religiöse Bezüge, vermuteter Sexismus, nicht zur gerade vorherrschenden Meinung passende Aussagen (alles im Original fast immer nur dazu da, die ganze Erbärmlichkeit der Figuren auszustellen) muss raus. Das macht keinen Spaß mehr.
      Ich bin regelrecht froh, dass ich der Kiste schon näher bin als der Wiege.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      „Nun werden die Texte zur Unkenntlichkeit gesäubert, diktiert vom Disney-Konzern der USA.“

      Bitte was? Dabei hatte ich kürzlich noch zu meiner Lebensabschnitts-Nerdin gesagt: „Wie gut, dass die neuaufgelegten Barks-Bände nicht politisch korrekt neu übersetzt wurden.“

      Und sie so: „Dann kauf die noch schnell alle, bevor es zu spät ist!“

      Jetzt ist es schon zu spät… Aber dann ist es halt so. Ich werde sie trotzdem alle erwerben, alleine um mal zu prüfen, ob Don Rosa nicht DOCH der Kurtzman der alten Duck-Geschichten war. Oder umgekehrt?

      Wobei ich gestehen muss, dass ich die ersten 3-4 Bände der Barks-Sammlung manchmal etwas zweitklassig fand. Schon erzählerisch war es anstrengend, wenn gefühlt in jeder dritten Geschichte irgendein Eingeborenenvolk (oder halt Indianer) herhalten muss, um mit seinem „ungewöhnlichen“ Verhalten die Handlung voran zu bringen.

      Klingt aber jetzt schlimmer, als es ist. Da waren die Volkscharakterisierungen von „Asterix“ immer schon frecher. Und besser.

      Ab Band 5 fand ich die Barks-Reihe aber extrem toll gealtert. Gerade Dagobert Duck bringt viel Pfeffer rein. Dabei würde ich es nicht mal „Kapitalismuskritik“ nennen, sondern oftmals nur „interessante Kapitalmarktbetrachtung“.

      Fun Fact: Bei dem Carl-Barks-Band Nummer 13 (in die neuen habe ich noch nicht geschaut) steht jetzt im Impressum: „Zumeist originalgetreue Nachdrucke in einer weitestgehend ursprünglichen Übersetzung, die zum Teil nicht den heutigen Zeitgeist widerspiegeln.“

      Zugebenen: Gemerkt hätte ich die Änderungen an den ollen Texte nicht. Ist aber auch mehr eine grundlegende Ärgernis-Sache – wie oben von euch ausgeführt.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Ab Band 10 begann es mit den Änderungen. Tendenz steigend. In Band 12 gab es Textänderungen in 109 Panels.

      Das erschreckende ist nur: Hier wird mit einem religiösem Starrsinn vorgegangen, der gar keine Diskussion mehr zulässt. Wenn Dagobert in „Der Midas-Effekt“ über Gundel Gaukeley mit den Worten spottet „Na ja, Frauen! Zu kleines Gehirn!“, dann hat Dr. Erika Fuchs das doch nicht geschrieben, weil sie selbst eine solche Meinung hatte, sondern um Dagobert als dummen Chauvinisten darzustellen, der Gundels Hexenkünste unterschätzt.

      Aber sowas wie Kontext zählt heute nicht mehr.

      Der „Indianer“ zum Beispiel ist eine im deutschen Kulturkreis bewunderte Heldenfigur. Und wie es sich für Helden gehört, ist auch der Indianer voller Klischees, positive wie negative. Wenn irgendwer glaubt, die Ureinwohner Amerikas seien aktuell benachteiligt, weil ein Karl May irgendwann mal realitätsferne Heldenmärchen über sie schrieb, dann lebt er in einem geistigen Gummizellen-Kuckucksheim.

      Dennoch liest man in den Comics statt „der Indianer“ nun „ein Angreifer“. Die „Indianersage“ wird zur „uralten Sage“. Das „Bleichgesicht“ wird zum „Fremdling“, und aus „keine Angst! Du wirst nicht skalpiert“ wird „Keine Angst! Die sind alle friedlich.“

      Das ist der Zeitgeist, in dem ein Bully Herbig glaubt, sich öffentlich für „Der Schuh des Manitu“ entschuldigen zu müssen.

      Antworten
    • Grinch1969 sagt:

      Mein like haste…

      Antworten
  13. bergh60 sagt:

    tach auch !
    Mir geht diese Wokeness sowas von auf den Sack.
    Ja ich bin ein alter weißer Mann und ja ich bin für Gleichberechtigung und Verdammung von Ausgrenzung.

    Was gerad passiert hat damit nicht mehr viel zu tun.

    Beispiel gefällig?
    Gut !
    10% der Bevölkerung sind nicht hetero. O.K. Muss man drauf Rücksicht nehmen tolerieren, kein Thema (für mich). Originalton BergH 197* : Peter Du bist schwull, gut, hat keiner was dagegen, aber bitte hör auf zu missionieren (seid nett zu Schwulen), das nervt.
    An der Einstellung hat sich nichts geändert.

    Max 0,9% der Bevölkerung sind Trans-wasweissichdenn.
    Dafür aber dieser gegenwärtige Bahei? M/W/D in Anzeigen? Wozu ?
    Transgendertoiletten? O.K. Kann man ja jede hunderste als solche kennzeichnen.

    IMHO (alter weißer Mann gelle) ist kein Divers genau 50% w und 50% m. Also könnte er/sie/es sich auch für eine Toilette entscheiden. Ich z.B. gehe auch auf eine Behinderten- Toilette , wenn es gerade passt. Und auf Großveranstalltungen habe ich kein Problem damit, wenn Frauen auf Männerklos gehen.

    Also was soll die ganze Diskussion.

    Ich glaube:

    Ich bin zu alt für diesen Scheiss

    Gruß BergH

  14. JP1957 sagt:

    @Bergh: „Also was soll die ganze Diskussion.“

    Dann spring doch nicht über jedes imaginäre Stöckchen.
    Hier geht es um eine Serie, die noch gar nicht existiert (!) und von der (es beginnt mit Kommentar Nummer 3) jemand behauptet, sie würde (Konjunktiv!) von Taliwoken (ernsthaft!)verunstaltet werden.

    Gott, was müsst „ihr“ leiden, dass es dann jedes Mal zu solchen Gefühlswallungen kommt.

    Keine Angst … die Zeiten, in denen Feministinnen Schwänze abschnitten, sind vorbei.

  15. Pilzwarp sagt:

    Es ist total unwoke, ständig das hippe Wort woke zu benutzen, um zu zeigen, wie wokig die Welt sich verwoked und vergendert.
    Ums mit anderen Worten zu sagen: Dieses ständig im Kreis-Drehen um diese Thema woked mich an… sorry, kotzt mich an.

    Lasst Euch mal ein anderes Thema einfallen…
    Noch dazu… Babylon… wer will denn den Käse wiedersehen…

    Wir genauso floppen wie alle Reboots. Galactika anyoone?

  16. Alexander Hilary Kurtzman sagt:

    Ich freue mich neben meinen Arbeiten für Star Trek zukünftig auch in die faszinierende Welt von Babylon 5 eintauchen zu können und dieses magische Universum einer neuen, jungen Zielgruppe auf dem Young-Adult-Network TheCW vorzustellen. Natürlich kommen auch die alten Fans nicht zu kurz. Denn mit kreativen Hinweisen werden wir immer wieder auf die Kult-Serie der 90er hinweisen. Ferner ist es uns gelungen, J. Michael Straczynski als Werbefigur für unser Projekt zu gewinnen. Ich wollte mit ihm schon immer mal zusammenarbeiten, denn seine Real Ghostbusters haben mich als Kind sehr geprägt! Als Drehbuchautoren ist das bewährte Discovery-Team involviert, darunter die wundervolle Michelle Paradise!

    Und darum geht es in unserem neuen Babylon 5:

    – Jane Sheridan, 20 Jahre jung, ist eine Kämpfernatur. Und eigentlich die Halbschwester von Michael Burnham. Das werden wir aber erst in einem späteren Crossover mit unserer Hit-Serie Discovery auflösen. Sie ist schwarz, lesbisch und von Geburt an eine Heldin! Auf der Station lernt sie die mysteriöse Delenn, 14 Jahre jung, kennen und nach zwei Folgen verliebt sie sich in Delenn. Delenn ist natürlich eine Non-Binäre Person, so wie es JMS ursprünglich mal plante, dieser woke weiße Mann. Zusammen mit der kühlen 16 Jährigen Susan Ivanova bilden sie ein unvergleiches DREAM TEAM voller Power und Humor. Aber wir sind bei The CW! Also vielleicht funkt es ja auch mit Susi? Da aber Dreiecksgeschichten sooo 2010 sind, zeigen wir eine voll progressive Dreier-Beziehung!

    – Stephen Franklin war uns im Original nicht schwarz genug! Die Hautfarbe muss richtig pechschwarz sein! Er ist asexueller Arzt und wird ständig von dem extrem faschistischen Garibaldi terrorisiert. In späteren Folgen auch gefoltert. Denn Garibaldi ist als Bösewicht auf der Station unterwegs um Geheimnisse zu suchen, die sein finsterer Boss G’Kar in die Hände bekommen will. G’Kar ist der Boss einer mafiösen Bande voller Schurken und Mörder. Sein Handlanger Vir ist ein verängstigtes Kind von 6 Jahren und lernt sehr schnell das harte Leben auf der Station kennen.

    – Auf der Station gibt es außerdem noch eine Rasse von humanoiden Robotern. Diese sind in einem Kollektiv namens ROBO-CORPS organisiert, dessen Anführer eine KI namens Bester ist. Denn Bester ist besser als der Beste. Bester eben. Auch sie wollen die Herrschaft über die Station erlangen. Hier haben wir die alten blöden Telepathen gegen eine faszinierende Rasse ausgetauscht, die mich ein wenig an die Borg erinnern. Fand ich drüben bei Star Trek geil, will ich auch hier haben!

    – Schlussendlich wollen wir noch die faszinierende Geschichte eines Volkes erzählen, dessen Potential wir aus dem Original am besten für die heutige Generation erachten: Die Technomagier! Die Gesandte Galen lebt auf der Station und hat für ihre lieben Freunde der Station immer ein offenes Ohr. Für Delenn zaubert sie schon mal einen Kuchen und wenn es gefährlich wird, dann kann ihre bunte Magie auch Leben retten. Galen ist die freundliche Seele auf der Station, immer mit einem Lächeln und immer mit einem lustigen Spruch unterwegs. Wir haben für die Rolle bereits niemand geringeren als Felicia Day gecastet!

  17. Serienfan sagt:

    Was mich vor allem stört, das ist so eine aktuelle Tendenz, wonach bestimmte Elemente ganz selbstverständlich für eine aktuelle Weichei-Generation nicht mehr „zumutbar“ sind.

    Aus vielen Gründen.

    Nicht mehr zumutbar, weil vielleicht die Effekte veraltet sind. Oder weil es nicht in 16:9 gefilmt wurde. Oder weil es nur Stereo-Sound und kein Dolby Atmos hat.

    Und natürlich weil die Dialoge nicht dem hypersensiblen Zeitgeist entsprechen.

    Also, her mit dem Remake von „Casablanca“, in Farbe, Dolby Atmos und digitalem 4K, und mit von woken Script-Doktor*innen zurechtgebürstetem Nur-Nirgends-Anecken-Script.

    Denn das alte ist für heutige Zuschauer „nicht mehr zumutbar“.

    Ich frage mich nur, warum all das vor einigen Jahrzehnten noch zumutbar war. Es war nicht nur zumutbar, sondern sogar hoch spannend, sich die unterschiedlichen Epochen anzusehen. Niemand rief zu TNG-Zeiten nach einem Remake der Classic-Serie, obwohl diese nach 30 Jahren sehr veraltet wirkte. (Viel veralteter als heute TNG nach 30 Jahren.)

    Ich weiß noch, wie ich in jungen Jahren mit großer Begeisterung das Filmserial „Flash Gordon“ im dritten Programm sah. Obwohl es in jeder Hinsicht vollkommen rückständig war und es längst Filme wie „Star Wars“ gab.

    Dennoch war es mir „zumutbar“.

    Heute glaubt man sogar perfekt synchronisierte Anime-Zeichentrick-Klassiker wie „Heidi“ den Kindern nicht mehr „zumuten“ zu können. Statt aufwendiger Zeichnungen gibt es nun billige CGI-Animation.

    Vielleicht sollten wir uns mal geschlossen für eine Zurechtrückung dieser Geisteshaltung einsetzen. Nicht das Alte ist unzumutbar, es sind die unzähligen Remakes, bei denen nahezu immer mehr verloren geht, als dass sie hinzugewinnen.

    Deswegen sehe ich auch gar nicht ein, weshalb ich „aufgeschlossen“ gegenüber Remakes sein soll. Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Ich fordere, dass neue Generationen gefälligst „aufgeschlossen“ gegenüber dem sind, was vor einigen Jahrzehnten produziert wurde. Auch wenn Effekte, Tonqualität und Bildauflösung nicht heutigen Standards entsprechen.

    • JP1957 sagt:

      „Was mich vor allem stört, das ist so eine aktuelle Tendenz, wonach bestimmte Elemente ganz selbstverständlich für eine aktuelle Weichei-Generation nicht mehr „zumutbar“ sind.“

      Es ist doch wohl absolut nachvollziehbar, dass heute „bestimmte Elemente“ nicht mehr zumutbar sind (*den Kopf schüttel*)!

      Etwa der Satz „Here´s looking at you, kid“ (in der Synchronisation fälschlicherweise mit „Ich schau Dir in die Augen, Kleines“ übersetzt).
      Diese Propagierung eines hierarchischen Mann-Frau Verhältnisses aus dem Jahr 1942 ist nicht nur anachronistisch, sondern zutiefst frauenfeindlich!!!

      Wir sind doch nicht bei den Taliban!!!

      Antworten
  18. Grinch1969 sagt:

    ***Es ist doch wohl absolut nachvollziehbar, dass heute „bestimmte Elemente“ nicht mehr zumutbar sind (*den Kopf schüttel*)!***

    Absolut nicht, das Werk muss halt im Kontext der Zeit gesehen werden. Wenn man damit anfängt an Unis Gedichte zu übermalen sind die Schritte zur Verhüllung von Brüsten (Hihi!) und letztlich der Sprengung von 1500 Jahre alten Buddha Statuen nur noch relativ kleine.

    • JP1957 sagt:

      Auch an dieser Stelle verweise ich auf die Tatsache, dass wir uns auf einer Satireseite befinden.

      Antworten
    • Grinch1969 sagt:

      Sag ich ja, ändert aber nichts.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      So hoch muss man ja nicht greifen.

      Es wird ja sogar „Der weiße Hai“ neu synchronisiert, nur damit man dem Film eine moderne Surround-Tonspur verpassen kann. Offenbar verzichtet man lieber auf eine zur Entstehungszeit des Films passende makellose Synchro als auf irgendwelche modernen Surround-Effekte.

      Ich finde es doch erstaunlich, dass sich eine Überzeugung durchgesetzt hat, wonach alte Inhalte nur noch über Remakes zu vermitteln sind. Als einst das Kabelfernsehen aufkam, liefen wie verrückt alte Filme und Serien, oft sogar erstmals synchronisiert.

      Streaming-Kanäle hingegen müllen ihre Abonnenten mit neu produzierten Eintagsfliegen zu.

      Natürlich hat jeder U30-Streamer das Recht, alte Filme und Serien pauschal abzulehnen. Dann habe aber ich noch viel mehr das Recht, pauschal Remakes abzulehnen.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      Glaube, es ist jetzt erlaubt, dass jeder guckt, was er mag.

      Antworten
    • Grinch1969 sagt:

      Wo kämen wir denn da hin?

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      „es ist jetzt erlaubt, dass jeder guckt, was er mag“

      Das ist ja das Fatale.

      Die Welt wäre ein besserer Ort, wenn alle das gucken würde, was ich ihnen befehle.

      Antworten
  19. bergh60 sagt:

    tach auch !

    remakes habe ich noch nie gemocht:
    – Entweder sie waren schlechter als das Original; Leider die Regel
    – Sie waren nicht besser, als das Original ,; also was solls?
    – Sie gewannen dem Original keine neuen Facetten ab; leider auch die Regel
    – Beliebe Mischung aus O.A.

    Mir fällt gerade kein Remake ein, dass besser war, als das Original.

    – O.K. jetzt kommt mir doich nicht mit ST-2 Der Zorn des Schwans

    – Oder dem zweiten Weihnachtsfilm von Bruce Willis. Die Hard II, war nicht bvesser,als Die Hard 1.

    – War of the Worlds mit Tommy Kreutzer : Schlecht !

    Nennt mir ein Remake, das besser war , als das Original

    Gruß BergH

    P.S. Jeder darf gucken , was er will,
    nur nicht bei mir zu Hause.

  20. Zwenti sagt:

    Jedem Babylon 5 Fan sollte der kalte Angstschweiß ausbrechen wenn er die 5 Buchstaben „The CW“ vernimmt. Mein aufrichtiges Beileid ist der Babylon 5 Community gewiss. Ihr solltet schon mal vorausschauend die Familienpackung Valium kaufen. Könnte nach dem Start der Serie nämlich zu Engpässen kommen.

    • JP1957 sagt:

      Dann wird es wohl Zeit für einen Rewatch nach 25 Jahren.

      Ich habe noch schwach in Erinnerung, dass mir erste und zweite Staffel nicht so gut gefallen haben.

      Kann ich mit Staffel 2 einsteigen oder verpasse ich Wesentliches?

      Antworten
    • Sparkiller sagt:

      „Kann ich mit Staffel 2 einsteigen oder verpasse ich Wesentliches?“

      Einige Folgen von Staffel 1 finde ich schon sehr schön.

      Mal so grob aus dem Gedächtnis, was zum roten Faden gehört und/oder qualitativ für mich an die späteren Sachen rankommt:

      „Midnight on the Firing Line“
      „And the Sky Full of Stars“
      „Survivors“
      „By Any Means Necessary“
      „Signs and Portents“
      „Eyes“
      „Legacies“
      „Babylon Squared“
      „Chrysalis“

      Eigentlich gar nicht mal soooo wenig.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      Die Welt wird immer verrückter… Erst wird Trump zum Präsidenten gewählt, dann kommt dieses Todesvirus und zuletzt fragen mich ernsthaft Leute, ob man die allererste Staffel von Babylon 5 überspringen kann. Tzzz.

      Im Ernst: Wer die erste Staffel überspringt, wird wenig Freude an der Serie haben. Nicht nur, dass hier einige SEHR starke Folgen warten (= Der Streik der Arbeiter!), sondern es werden auch viele Dinge und Begebenheiten in Gang gesetzt oder erklärt.

      Tzz.

      Demnächst fragt ihr wohl auch, ob man man den ersten „Alien“-Film überspringen kann, um gleich mit dem actionreicheren „Aliens“ einzusteigen.

      Mir wird es immer klarer: IHR habt Kurtzman über uns gebracht, ICH nicht. (*rituell eine Locke von Sparkiller verbrenn, um Karma zu reinigen*)

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      So isses Klappo! Wir bekommen die Unterhaltung, die wir verdienen.

      Antworten
    • schoenerAndi sagt:

      Deswegen werden unsere guten alten Lieblingsserien, wie z.B. TNG, so gerne verklärt! Man pickt sich nur noch die eigenen Lieblingsfolgen raus und übersieht dabei, dass auch jene Serie mal schwache Episoden hervorgebracht hat.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      Ich denke ernsthaft darüber nach, mal die schwachen TNG/DS9-Episoden zu nehmen und sie den schwachen Discovery/Picard-Episoden entgegen zu stellen.

      Schon allein aus dem Grund, dass immer gesagt wird, man dürfe sich heute nicht so anstellen. Es sei doch schon immer sehr minderqualitativ gewesen.

      Das stimmt schon – irgendwie. Allerdings muss man die Grundaussage sehen:

      Wenn Sisko 40 Minuten lang die seltsame (Religions-)Politik auf Bajor wälzt, mag das öde sein, allerdings geschieht das in einem durchdachten Worldbuilding. Und die Konflikte sind zwar zum Gähnen, aber REAL. Oder sie könnten es sein.

      Moralisch ist das immer noch hochwertiger als STD, wo man uns ernsthaft erzählt, dass die Erde der Zukunft von den eigenen(!) Kolonisten in den Außenbereichen(!) des Sonnensystems bedroht wird. Die nur mal kurz ihre Maske abnehmen müssen, damit man weiß, dass es keine Aliens sind – und man sie nach all den Jahren liebhaben muss.

      Antworten
    • Grinch1969 sagt:

      Ich würde es mir durchlesen befürchte aber das Ergebnis schon zu kennen. Ansonsten bin ich gerade im Rewatch von DS9 (3 Staffel irgendwas um Folge 18) und muss sagen dass auch damals sicher nicht alles in Butter war. Unglaublich wie unangenehm inzwischen dieses Getöse um Bajor und Religion wirkt. Körpertausch und Zeitreisefolgen wo man nur noch die Hände über dem Kopf zusammenschlägt aber, leider leider, immer noch hochwertiger von der Story und Charakterentwicklung als STD und auch Pic. LD kann man als AnimeComedy da ja getrost rauslassen. Warte also weiter auf gutes Star Trek aus dem Hause Orville.

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      Klappo, für den Vergleich wäre ich auch zu begeistern.
      Ich vermute mal es läuft mehr oder weniger auf „unentschieden“ hinaus.
      Aber eine schnuckelige Analyse WIE in den verschiedenen Jahrzehnten Bockmist gebaut wurde, wäre schon interessant und vermutlich sogar amüsant.

      Begeben wir uns damit aber nicht auf das Niveau der Kurtzman-Fanboy:innen?
      „Meine Serie ist weniger doof als deine“ ist doch irgendwie die falsche Diskussion.

      Ich hab glaube ich noch nicht erlebt, dass die früher-war-Star-Trek-auch-Kacke-Fraktion mal Beispiele bringen konnte wo NeuTrek so GUT wie AltTrek ist.
      „Das eine ist seriell und das andere ist episodisch, das kann man nicht vergleichen!“ zieht bei mir nicht mehr.
      Disco ist jetzt 40 Episoden alt, da muss es doch wenigstens mal Szenen, Ideen oder zumindest den Anfang eines Handlungsbogens gegeben haben, der mit den besten Momenten der, nach allgemeinem Konsens, doch so problematischen ersten ein, zwei Staffeln OpaTrek mithalten kann.

      Wo kriegen wir einen her, der eine Lanze für Neu-Trek brechen will? G.G.? Sülter?

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Ich bin absolut davon überzeugt, dass die schlechteste TNG-Folge der ersten Staffel die beste „Discovery“-Folge k.o.-schlagen würde.

      Jeder möge sich einfach mal den Teaser des TNG-Pilotfilms und den Teaser der ersten „Discovery“-Folge ansehen. Wie bei TNG die Elemente ineinander greifen, wie mit Bildern und Dialog eine Dramaturgie aufgebaut wird, und wie alles mit einem echten Höhepunkt endet, der seinen Zweck erfüllt: Den Zuschauer zu „teasen“. Bei „Discovery“ geschehen Dinge, die keine Relevanz haben, und im Dialog werden beliebige Informationen vermittelt, die wir zu diesem Zeitpunkt als Zuschauer gar nicht benötigen. Figuren und Story watscheln buchstäblich sinnlos im Kreis.

      Das ist der für mich größte Unterschied: Es gibt bei TNG keine dramaturgisch sinnlosen Szenen. Wenn Deanna Troi schlecht Emotionen schauspielert, hat die Szene zumindest den Sinn, dass in ihr gezeigt werden soll, wie Deanna telepathisch Emotionen von einem Alien empfängt. Bei „Discovery“ dienen die schlecht geschauspielerten Emotionen gar keinem narrativen Zweck. Es ist eine vorgegaukelte und damit substanzlose Dramaturgie.

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      Ok, na denn ma Butter bei die Fische!
      Kurze Frage in die Runde, was ist der Bodensatz bei TNG?
      Jetzt brauchen wir noch die „beste“ Disco Folge? New Eden? Far from Home? Andere Vorschläge?
      Dann mach dich ans Werk, ohne rosarote Brille, ohne Berücksichtigung, dass Handlungsstränge später vor die Wand gefahrten werden, nur die Episoden an sich.

      Wäre ernsthaft interessiert wie das ausgeht.

      Antworten
    • Grinch1969 sagt:

      Jetzt brauchen wir noch die „beste“ Disco Folge?

      Nein

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Die schlechteste TNG-Folge ist für mich „Force of Nature“, witzigerweise eine Klimawandel-Analogie.

      Bei „Discovery“ ist allerdings die Wahl der besten Episode ein Ding der Unmöglichkeit. Allein bei Serienjunkies erhielten gefühlt über die Hälfte aller Folgen die höchste Punktzahl. Wie soll man sich denn da auf nur ein einziges Highlight einigen?

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      Dann nimm eins der viiiieeeelen Highlights …ähmmm … *hustel*

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Gut, ich habe Serienjunkies Unrecht getan, es gibt nur zwei Discovery-Folgen, welche die Höchstzahl erhielten:

      1. „Battle at the Binary Stars“
      Weil die Folge die „erste große Weltraumschlacht“ der Serie zeigt (in Folge 2 von Staffel 1!!!), weil „der Ansatz passt“ und weil es „Lust auf mehr“ macht.

      2. „Vaulting Ambition“
      Weil die Serie hier „in die Vollen“ geht, weil sie „unzählige charakterliche Offenbarungen“ und weil sie „ein Wechselbad der Gefühle“ bringt. Die Folge ist „awesome“ und mit zahlreichen „WtF-Momenten“. (Ich kenne die Folge nicht, aber beim letzten Punkt hege ich keine Zweifel.)

      Antworten
    • Agentbauer sagt:

      Wäre bei STD nicht die Definition „am wenigsten furchtbare Episode“ passender?
      Wie soll man die beste Episode finden, wenn es kaum erträgliche gibt?
      Halbwegs zu ertragen finde ich noch „New Eden“, aber auch die ist noch weit unter „gut“ anzusiedeln…

      Antworten
  21. JP1957 sagt:

    @Serienfan: „Die schlechteste TNG-Folge ist für mich „Force of Nature“, witzigerweise eine Klimawandel-Analogie.“

    Habe ich nicht neulich anderswo ;-) gelesen/gehört, dass „Familienbegegnung“ die schlechteste TNG Folge gewesen sei?

    @Klapo: Okay, die Frage nach Staffel 1 von Babylon 5 war ein Fehlgriff … mir war, ich hätte auf Zukunftia irgendwo einen Verriss der Staffel gelesen.

    Werde also beim Rewatch ganz vorne beginnen.

    • Serienfan sagt:

      Je nachdem, wie ich gerade drauf bin, liegt die eine oder andere Folge im Niedrig-Ranking oben. :-)

      „Family“ ist insofern ein Meilenstein, weil man hier komplett darauf vertraute, dass die Zuschauer auch ohne Science-Fiction-Handlung allein den Figuren folgen würden. Das wäre so, als würde „Derrick“ komplett auf einen Mord verzichten und sich nur auf das Privatleben von Stefan und Harry fokussieren. Hier ist das inflationär gebrauchte Wort „mutig“ angebracht. Aber um mit Marcel Reich-Ranicki zu sprechen: Auch das Mutige kann ich nur loben, wenn es einigermaßen geglückt ist.

      „Force of Nature“ zeigt hingegen die typischen Ermüdungserscheinungen einer zu hohen Staffel. Sie ist schablonenhaft und uninspiriert, auch die Effekte befinden sich auf einer selbst für TNG-Verhältnisse auffallenden Sparflamme.

      Witzig finde ich nur: Die Idee von „Force of Nature“, dass die Warpfelder von Raumschiffen langfristig die Raumstruktur des Alls irreparabel beschädigen, hätte man doch gut als Erklärung für den „Burn“ in „Star Trek: Discovery“ verwenden können. Es wäre in doppelter Hinsicht passend gewesen. Die „Discovery“-Autoren hätte sich zum einen für ihre Klimawandel-Analogie selbst loben können, und sie hätten zum anderen eine ganze „Discovery“-Staffel auf der wohl schlechtesten TNG-Folge aller Zeiten errichtet, was ein für „Discovery“ würdiges Vorgehen gewesen wäre.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      Bei „Force of Nature“ habe ich nie ganz verstanden, ob die Auswirkungen der Warpfelder und die Reduzierung der Warpgeschwindigkeit nur jenen speziellen Sektor betrafen oder den gesamten Weltraum. Letzteres wäre dramaturgisch nicht ganz durchdacht gewesen. Letzlich hat sich ja auch keine Sau daran gehalten, nach dem Motto: die Föderation kann mit Tempo 130 nicht die Welt retten, wenn alle anderen nicht mitmachen, also machen wir auch nicht mehr mit. Querdenken anno 2370.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Das kann ich gerne aufklären: Die Auswirkungen betreffen den gesamten Weltraum.

      Mit anderen Worten: Warpfelder zerstören nach und nach den Weltraum. Eine Lösung wäre nur der völlige Verzicht auf Warpflüge, was im 24ten Jahrhundert Welt weder vorstellbar noch durchzusetzen ist.

      Die Folge spielt bei einem Abschnitt eines „Korridors“, in dem sehr viele Warpflüge stattfinden, sodass sich hier die Auswirkung bereits so dramatisch zeigen, dass der Heimatplanet der Hekaraner bedroht ist. Das ist aber nur ein Vorgeschmack darauf, was früher oder später allen blüht.

      Eine Lösung hierfür gibt es nicht.

      Am Ende beschließt die Föderation eine Warphöchstgeschwindigkeit von Warp 5, um den Effekt zu verlangsamen.

      Danach wurde das nie wieder erwähnt und völlig ignoriert, wahrscheinlich deshalb, weil Donald Trump Föderationspräsident wurde.

      Antworten
    • Simon Wright sagt:

      Zumindest in einigen Folgen wurde die Höchstgeschwindigkeit nochmal erwähnt, weil sie bei besonderen Missionen aufgehoben werden musste. Und irgendwann gab es eine neue Warptechnik/-modifikation/-irgendwas und das Thema war erledigt (aber das war wohl nie Thema einer Folge und wurde nur von den Machern kommuniziert).

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Meines Wissens wurde in „The Pegasus“ eine Ausnahmegenehmigung zur Höchstgeschwindigkeit erteilt, das war aber meines Wissens das einzige Mal, dass dies noch einmal erwähnt wurde.

      Ich kenne natürlich die Theorien darüber, dass das Problem nur kurz darauf gelöst wurde. Das macht „Force of Nature“ natürlich als Klimawandel-Analogie noch unbrauchbarer.

      Antworten
    • Scholli67 sagt:

      Parallelen zu Force of Nature findet man bei Disco schon in der hirnrissigen Story um Mirror-Stamets der einen Mirror-Pilzmotor baut, der dann langfristig alle Pilze meuchelt.
      Bei Disco wird das Problem allerdings gelöst – zwar mit Knall, Bumm, Peng, aber immerhin gelöst.

      Heißt das jetzt, dass grenzdebiler Schwachsinn bei Disco immernoch weniger grenzdebil ist, als der Unfug der bei TNG verzapft wurde? O_o

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Ich vermute ja noch immer, dass die ganze Erzählung um den „Pilzantrieb“ sowas wie die „Equinox“-Doppelfolge sein sollte: Man ignoriert die Erkenntnis, dass eine besondere Form des Antriebs empfindungsfähige Wesen vernichtet.

      Aber erst wurde der Pilzantrieb irgendwie doch unproblematisch und dann zwecks halbherziger Kanon-Rettung in die Zukunft verfrachtet, mit der Erklärung, dass ihn dann über Jahrhunderte hinweg niemand nutzt. Und auch sonst scheint ja niemand interessiert zu sein, den Discovery-Antrieb nachzubauen.

      Bei „Force of Nature“ hat man die einmalige Chance verpasst, aufzuzeigen, wie eine aufgeklärte Gesellschaft mit dem Klima-Wandel umgehen würde. Man würde sofort alle verfügbaren Ressourcen nutzen, um gemeinsam das Problem zu lösen.

      Stattdessen findet der Wissenschaftler mit seinen „Klimawandel“-Thesen nicht einmal Gehör und muss zur Terroranschlägen greifen, um auf sich aufmerksam zu machen. Als sich seine Thesen beweisen lassen, macht die Föderation einen auf Aussitzen und beschließt eine simple Verzögerungstaktik.

      Es ist frustrierend.

      Aber hier zeigt sich wieder: Als Einzelfolge lässt sich ein Fehlgriff wie „Force of Nature“ auch ignorieren.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      Schon deshalb verzeihlich, weil 1993 – obwohl DS9 schon angelaufen war – vielleicht doch noch nicht so ganz absehbar war, wie komplex das Trek-Universum noch ausgebaut werden würde. Die ein oder andere nicht ganz durchdachte Sackgasse kann ich akzeptieren. Da hatten alle Nachfolgeserien, bis heute, viel größere Logikprobleme.

      Alle Serien vereint etwa, dass das mit dem Warpfaktor und den Entfernungen im All nie einigermaßen schlüssig erklärt wird. Wenn es die Story verlangt, kann ein Raumschiff – oder sogar ein kleines Shuttle – innerhalb einer Folge mal schnell in entfernte Sonnensysteme düsen. Auf ihren angeblichen Fünf-Jahres-Deep-Space-Missionen hat es die Raumschiffe immer wieder auf die Erde zurück geführt. Andere Förderationsraumschiffe und Raumstationen waren stets in Reichweite. Von der verschollenen VOY abgesehen, waren die Missionen immer so tiefenraumig wie heute ein Flug zum Mond. Weshalb man solche Ausflüge als „5-Jahres-Mission“ bezeichnete, obwohl es auch immer wieder Personalnachschub und Heimaturlaub gab, ist nicht so ganz nachvollziehbar.

      Antworten
    • Grinch1969 sagt:

      Wäre schön wenn wir schon (wieder) auf dem Mond wären aber das sind ja leider nur unbemannte Missionen bislang. Bezos hat, nachdem er den „leicht“ aufgequollenen Shatner für ein paar Minuten in die Schwerelosigkeit verfrachtet hat, zwar erklärt er würe jetzt größere Penise, äh Raketen, bauen und zum Mond wollen aber bislang sind das nur Lippenbekenntnisse. Shatner hat nach seinem Kurztrip auch wieder seine Negativseite gezeigt und eine grauenhaft egozentrische Ansprache gehalten. Allerdings musste er zweimal dazu ansetzen da ihm beim ersten Versuch keiner zugehört hat und ich hab beim zweiten dann abgeschaltet.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Als „Force of Nature“ lief, befand sich DS9 in der dritten Staffel, „Star Trek: Voyager“ wurde als Aushängeschild eines völlig neuen Networks vorbereitet und es war klar, dass es unmittelbar nach TNG einen Kinofilm geben würde.

      Dass gerade zu dieser Zeit, als mehr Star Trek denn je produziert und vorbereitet wurde, „nicht so ganz absehbar war, wie komplex das Trek-Universum noch ausgebaut werden würde“, erscheint mir doch eine steile These.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      „Force of Nature“ hatte am 15.11.1993 Premiere, einen Tag nach der 8. Folge der 2. DS9-Staffel. Da die ersten beiden Staffeln von DS9 nicht so gut wie erhofft aufgenommen wurden, stand eine dritte Staffel zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest. Ein erster kurzer Drehbuchentwurf für einen Pilotfilm von VOY wurde erst am 08.06.1994 vorgelegt. Die Dreharbeiten begannen am 06.09.1994. Ob VOY ein Erfolg werden würde, stand ebenfalls in den Sternen.

      Einen weit gefassten Plan für die weitere Entwicklung des Star Trek Universums und seiner inneren Logik gab es zum Zeitpunkt der Premiere von „Force of Nature“ noch nicht. Dass Story und Umsetzung der Episode Mist waren, haben die Verantwortlichen aber bereits während der Dreharbeiten gewusst. Das Drehbuch lag erst kurz vor Drehbeginn vor und die Szenen mit Data und Spot wurden erst später hineingeschrieben, weil die Haupthandlung sich als viel zu kurz erwies. Diese B-Story ist das eigentliche Highlight der Folge und hat uns immerhin den schönen Recut „Der Runtergang“ beschert.

      https://www.youtube.com/watch?v=UO5ThFd5qas

      Antworten
  22. JP1957 sagt:

    Sowohl „Familienbegegnung“ als auch „Force of Nature“ gehörten zu den Folgen, die mir seinerzeit den Atem raubten … bei aller Qualität von TNG passierte mir das nur bei wenigen.

    Familienbegegnung gehört auch im Rückblick zu meinen TOP 10 aller Trekfolgen, auch wenn ich heute Kritikpunkte von Serienfan nachvollziehen kann (die aber eher zur Sorte „Wie hätte die Folge n o c h b e s s e r werden können?“ passen).

    Die Charakterzeichnung Picards als aufgeklärten Menschen der Zukunft fand ich wunderbar … die Idee, die Grenzen dieser Rationalität nach seiner Assimilation durch die Borg auszuloten, einen Geniestreich. Den Atem raubte mir die Episode, weil ich diese Folge nicht erwartet hatte und ich begeistert davon war, wie die Drehbuchautoren hier Picard „menschlicher“ machten.
    Ähnlich beeindruckt war ich später noch einmal, als er nach seiner Gefangennahme und Folterung durch die Cardassianer zum Abschluss der Folge Counselor Troi zum Gespräch bat und über seine Gefühle sprach.

    Anfang der 90er setzten ein Kollege und ich TNG Folgen im Unterricht ein … Probleme der Gegenwart wurden in einer fiktiven Zukunft verhandelt, viele unserer Schüler schauten damals TNG und DS9.
    Da gab es eine Folge, die man in der Unterrichtsreihe zum Imperialismus einsetzen konnte (die Föderation zog sich nach einem Erstkontakt auf Wunsch des „entdeckten“ Planeten wieder zurück), eine Folge die das Thema „Suizid“ problematisierte, als Worf nicht mehr leben wollte.

    Nach „Force of Nature“ saß ich ungläubig und begeistert vor dem Fernseher! Sie hatten es doch tatsächlich geschafft, auch die ökologische Frage ins 24. Jahrhundert zu transferieren!! Und was für eine verrückte „Lösung“ wurde uns am Ende der Folge angeboten: Geschwindigkeitsbegrenzung für überlichtschnelle Flüge … darauf musste man erstmal kommen.
    Aus „ideologischen Gründen“ hat mich das damals begeistert, aber natürlich muss auch für das alte Trek gelten „Gut gemeint reicht nicht“ und deshalb gehört die Folge inzwischen für mich auch zu den schwächeren. Zumal die Problematik später ja nicht weitergeführt wurde.

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