Film- und Serienkritiken

Ernsthafte Kritiken zu Film und Serie.

„Star Trek – New Horizons“ – Der Gastbeitrag zur alternativen Serie

Versprochen ist versprochen: Hiermit veröffentliche ich gerne den Pitch für eine alternative Picard-Serie von unserem treuen Leser JP1957. Dieser hat sich eine GANZ andere Richtung ausgedacht, die ich ihm bereits als „gut“ und „besser als das Original“ bezeichnete, bevor ich überhaupt eine einzige Zeile gelesen habe. Aber so was ist heutzutage eigentlich selbstverständlich. Dank den aktuellen Serienentwicklungen darf sich heute jeder mal als echter Autor fühlen. Oder als logisch denkendes Wesen, das die Menschheit voran bringt. – Sehr trekkig, dieser Gedanke?


Im Ernst: Ich würde diesen Text sofort nehmen. Patrick Stewart vermutlich nicht, aber man kann ja auch nicht jeden verzichtbaren Altstar in die neue Serie integrieren. Und „Star Trek – Garak“ hat eh einen schöneren Klang. Hier also nun der Pitch von unserem „Jäy-Pih“, äh: „JP“:


Statt Star Trek: Picard
Star Trek: New Horizons

Pilot:

Wir sehen in der Eröffnungsszene ein futuristisch aussehendes Schiff (nur noch entfernt als cardassianisch erkennbar), dass sich mit Warpgeschwindigkeit bewegt.

… Schnitt

In der Astronomie beobachten wir zwei cardassianische Wissenschaftler bei der Arbeit. Einer tritt an eine Holoprojektion des Quadranten, auf der die cardassianische Union farbig herausgehoben ist und gibt das Kommando: „Kursprojektion anzeigen.“
In der Projektion erscheint das Schiff und sein Kurs … in Richtung Rand der Galaxie.

… Intro
Picard auf dem Weingut seines Bruders. Er sattelt gerade ein Pferd, um einen Ausritt zu machen. Da erscheint sein Neffe (in Uniform), der inzwischen auch bei der Sternenflotte ist, per Transporter im Pferdestall und spricht ihn an: “Onkel“.
Picard blickt auf das besorgte Gesicht seines Neffen: „Schlechte Nachrichten?“.
Der Neffe nickend: „Sehr schlechte Nachrichten. Das Sternenflottenkommando braucht Dich. Sofort.“

… Schnitt

Kommandobrücke des cardassianischen Fernerkundungsschiffes. Ein Offizier betritt die Brücke und übergibt dem Kommandanten (Garak) ein Pad o.ä..
Während des Lesens versteinert das Gesicht Garaks. Er steht auf, lässt seinen Blick über die konzentriert arbeitende Brückencrew wandern und kommandiert leise: „Bitten Sie meinen Stellvertreter und die Chefwissenschaftler in meinen Raum. Sofort.“

… Kurz darauf an einem runden Konferenztisch in seinem Raum.

Mit einem zynischen Lächeln im Gesicht hebt Garak das Pad. „Dies ist eine Priorität 1 Botschaft unserer Regierung,“ … leiser werdend … „der wir alle gehofft hatten, für ein paar Jahre entkommen zu sein.“ Leises Lachen am Tisch.
Garaks Gesicht versteinert erneut. „Uns wird befohlen, unsere Mission sofort abzubrechen und uns nach Andraxia zu begeben. Uns allen war klar, welches außerordentliche Glück wir hatten, in der aktuellen Situation an dieser Mission mit dem letzten Fernerkundungsschiff Cardassias teilnehmen zu dürfen. Offenbar spitzt sich die Situation in der Union wieder zu, die Regierung hat keine Ressourcen mehr für teure Forschungsvorhaben.“
Aus dem Gemurmel am Tisch die Stimme der Chefwissenschaftlerin: „Aber was sollen wir dann auf Andraxia?“
Garak spürt die fragenden Blicke aller Beteiligten auf sich, holt tief Luft und wirft das Pad auf den Tisch.
„Sie verkaufen uns. Sie haben das Schiff an die andraxianische Allianz verkauft.“

… Schnitt

Picard (in Admiralsuniform) und sein Neffe materialisieren auf dem Gelände des Kommandos der Sternenflotte. Kamerafahrt über den Gebäudekomplex. Entgegenkommende Personen (mit besorgtem Gesicht) grüßen Picard mit einem Nicken.
Der Neffe begleitet Picard bis zum Büro des Stabschefs der Sternenflotte und verabschiedet sich dann.

… Im Büro des Stabschefs. Knappe Begrüßung.

„Earl Grey, Jean-Luc?“
Picard mit einem angedeuteten Lächeln: „Gerne, Bernard.“
Stabschef Bernard ? tritt zum Replikator und stellt die Tasse vor Picard auf den Tisch.

„Jean-Luc, Du bist einer der ersten, die es erfahren. Der Präsident der Föderation hat das Sternenflottenkommando heute Morgen darüber informiert, dass Andoria, Ktaris und Trill in einem abgestimmten Vorgehen auf der nächsten Sitzung des Föderationsrats in drei Wochen ihren Austritt aus der Föderation ankündigen werden, sofern …“, der Stabschef sammelt sich einen Moment, „… sofern nicht sofort die Beitrittsverhandlungen mit der cardassianischen Union gestoppt werden.“
Bernard ? zuckt mit den Schultern „Sie wollen sich einfach kein zerfallendes Reich und all die Probleme einhandeln, die Cardassia seit dem Ende des Dominion Krieges nicht bewältigt bekommt.“
Picard hört konzentriert zu und nickt bei den letzten Worten des Stabschefs.
„Jean-Luc, der Präsident stellt eine Diplomatengruppe zusammen, die den Austritt verhindern soll. Er hat die Sternenflotte gebeten, einen erfahrenen Vermittler abzustellen.“
Picard: „Und das soll ich sein?“
Bernard ? nickt: „Du hast drei Tage, um eine Crew zusammen zu stellen … volle Handlungsfreiheit. Dann brecht ihr auf.“
Picard erhebt sich, reicht dem Stabschef die Hand und verlässt den Raum.

Szenario für Staffel 1:

Das cardassianische Schiff empfängt auf dem Rückflug aus den Außenbereichen der Galaxis eine verstümmelte Subraum (?) Botschaft. Nach intensiver Arbeit gelingt dem Forscherteam die Entschlüsselung … es sind die Koordinaten eines Systems in der Nähe (na klar). Auch die Herkunft der Botschaft wird bestimmt.
Die Botschaft erreicht das Schiff aus … Andromeda.

Während die Cardassianer sich auf den Weg zum angegebenen System machen, entfaltet sich das politische Szenario. Auf der ersten Station Ktaris (bisher in den Serien unbesuchtes System … gute Gestaltungsmöglichkeiten) trifft Picard auf eine von der Regierung heimlich geförderte Massenbewegung, die den Austritt aus der Föderation fordert. Auch auf den anderen Planeten bilden sich Mehrheiten in der Bevölkerung, die … nach dem Dominionkrieg … nicht auch noch die durch die angestrebte Aufnahme Cardassias entstehenden wirtschaftlichen Belastungen tragen will.

Picard und sein Team (junge, unverbrauchte Gesichter … bis auf Ezri Dax, die als Trill-Spezialistin und ausgebildeter Counselor Teil der Crew wird) stoßen in den Gesprächen an ihre Grenzen und diskutieren ernsthaft eine Absage an die cardassianische Union.
Da … elektrisiert eine Meldung Cardassia und die gesamte Föderation.

Garak stößt an den angegebenen Koordinaten auf ein in der Atmosphäre eines Gasriesen verborgenes inaktives „Tor“. Dem Wissenschaftler Team an Bord gelingt es eine zweite Botschaft zu entdecken und zu entschlüsseln. Darin wird die Funktionsweise des Tores – eine neuartige Transmittertechnologie, die Sprünge über 100 000nde von Lichtjahren ermöglicht – beschrieben. Und eine Aufforderung entdeckt:
„K o m m t z u u n s“ incl. einer Sternenkarte mit einem „Sprungkurs“ bis in die Außenbereiche Andromedas.
Garak und sein Team entschließen sich nach einer intensiven Diskussion, diese Entdeckung nicht nur Cardassia Prime mitzuteilen, sondern gleichzeitig die Föderation, die Klingonen, die Breen, die Romulaner, die Ferengi, … , zu informieren.

Die politischen Folgen dieser Entdeckung sind umwälzend. Ein vom Dominion Krieg gezeichneter Quadrant findet zueinander, beschließt den Bau einer „multikulturellen“ Raumstation am Standort des Transmittertores und den Start einer Expedition nach Andromeda.

Ob Picard dann einer der Kommandanten der Raumstation wird? Auf jeden Fall braucht man Chief o´Brien, um das technologische Crossover beim Bau der Station zu meistern.

In weiteren Staffeln könnte man dann den Flug nach/ die Ankunft in Andromeda behandeln (mit der wunderbaren Möglichkeit, glaubhaft und kanonfrei völlig neue Völker einzuführen). Andromeda ist 2,5 Mio. Lichtjahre entfernt, es wären also auf jeden Fall eine ganze Reihe von „Sprüngen“ zu absolvieren mit den entsprechenden Möglichkeiten für Einzelfolgen.
Parallel das Leben auf einer für alle Völker offenen Raumstation behandeln. Und vielleicht erscheinen ja auch Andromedaner … schließlich funktionieren die Transmitter bestimmt in beide Richtungen.

Die Serie sollte als Utopie angelegt sein. Angesichts neuauftauchender gigantischer Möglichkeiten (und Gefahren?) kooperieren viele Völker miteinander … und engagieren sich bei dem Versuch all die Schwierigkeiten zu überwinden, die dabei auftauchen.
Für die Altfans gäbe es mannigfaltige Möglichkeiten über Picard, Garak und Ezri hinaus liebgewonnene Figuren wiederauftauchen zu lassen.
Gleichzeitig bietet der Handlungsstrang „Andromeda“ problemlos die Möglichkeit für Neueinsteiger.


Hier noch mal Klapo. Na, war das was? Wird natürlich jetzt auf Zukunftia nicht die Regel, aber so am Rande finde ich so was mal gut! Natürlich ist das Grundkonzept eines neuen Quadranten völlig inkompatibel mit den heutigen Serien (= „10 zusammenhängende Folgen, wenn es mittelgut läuft, kommt vielleicht noch eine ZWEITE Staffel“), aber vielleicht kann Seth MacFarlane mal einen neuen Befehl an alle rausgeben?

Schön fand ich auch, dass JP1957 daran gedacht hat, die Geschichte um 25% umzuschreiben, wie es angeblich aus Rechtegründen beim realen Star Trek verlangt wird. So ist Picards Neffe bekanntlich bei einem Brand gestorben (siehe Anfang von ST 7). – Äh… Und ist das Fragezeichen bei „Bernard ?“ eigentlich stumm oder spricht man das immer mit aus?

Natürlich ist dieser Pitch zu 80% ein „Deep Space Nine II“ (nur mit „Tor“ statt „Wurmloch“ & Cardassianern statt Bajoranern), aaaber dafür haben wir keine doofen Romulaner – die waren mir bei „Nemesis“ schon nicht mehr geheuer.

Von daher: Vielen Dank. Und ich pitche hiermit auch noch was: „The Next Generation II“.
Nur halt mit guten Effekten, zeitgemäßem Tempo/Konflikten und einer neuen Crew!
Danke sehr.


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von Klapowski am 16.02.20 in Gastbeitrag

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Kommentare (37)

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  1. JP1957 sagt:

    Sonntagmorgenüberraschung … er hat es tatsächlich veröffentlicht!
    Blicke ab sofort nur noch auf mein Handy und warte auf den Anruf von CBS.

    Bevor jemand etwas schreibt: Es muss natürlich Astrometrie statt Astronomie heißen! Und statt drei Wochen bis zum Austritt aus der Föderation hätte ich besser drei Monate gewählt.

    Aber das wird CBS bestimmt nicht stören.

    • Cronos sagt:

      Ich finde deine Ideen nicht schlecht. Quasi DS9 2.0 plus ein bisschen Expanse und wahrscheinlich viel vom alten Star Trek. Gefällt mir.

    • Sporck sagt:

      Sein Neffe ist mit verbrannt. Wie soll er plötzlich auftauchen?

    • Cronos sagt:

      Das ist ja nur ein kleiner Fehler. Dann eben Großneffe. Irgendein Verwandter halt.

    • JP1957 sagt:

      Nein, nein … Riesenfehler … Verstoß gegen den Kanon!!!

      Ich bitte um Vorschläge: Wer soll Picard im Pferdestall darüber informieren, dass er dringend gebraucht wird?

    • Sporck sagt:

      Q. Aber der soll ja am Ende der Staffel kommen.

      Ich würde Picard wieder in Qs Gerichtssaal teleportieren.

    • Cronos sagt:

      Ok, dann ist es kein Neffe sondern der Sohn von Vash namens Schin-Zon.

      Damit kann man später dann noch einen Vaterschaftsstreit zwischen Picard und Q einbauen: „Das ist mein Sohn, Q!“ … „Nein! Meiner, Picard!“ … „Gar nicht wahr!“ … „Doch!“ … „NEIN!“ … „WOHL!!!“ … ;)

  2. G.G.Hoffmann sagt:

    Ja. Das ist so innovativ wie jedes andere Fankonzept, das dem Motto folgt: „Was ich ganz persönlich voll knorke fände, wenn ich fünf Minuten darüber nachdächte.“

    Im Prinzip also Kurtzman. Das Problem sind nicht die Konzepte (VOY, ENT, DSC, PIC – alles nette Grundideen), sondern deren Umsetzung. DSC könnte ich mir auch in schön vorstellen, wäre es mehr „Der mit dem Wolf tanzt“ im Weltraum als „Ghostbusters 2016“ im Weltraum.

  3. Grinch1969 sagt:

    Das Hauptproblem bei solchen Geschichten dass sie eine der Hauptvorgaben nucht wahrnehmen wollen, Stewart hat klipp und klar vor Beginn der Serie gesagt dass er dauerhaft keine Sternenflottenuniform mehr trägt. Daher, nette Fiktion, taugt für ein Buch bei dem ich dann aber behaupten würde etwas zu sehr von The Expanse inspiriert. Aber trotzdem danke für deine Mühe und den Versuch.

  4. Klapowski sagt:

    Wie schon oben gesagt: Das wirklich „Spannende“ ist ja leider, mit den Vorgaben der Produktionsfirma klarzukommen. JP hat es jetzt halt mal „ohne Vorgaben“ gemacht, was okay ist.

    Vor allem heute, wo es nicht mehr haufenweise Fanfiction-Seiten im Netz zu geben scheint. Und da ich damals kurz vor dem ENDE des alten „Star Trek“-Fanmagazins (STCD? 1999?) noch meine Geschichte („Sonnenfeuer“, ein Klassiker!) auf 3,5-Zoll-Diskette abschickte, weiß ich, wovon ich rede. Die tauchte dann zwar irgendwo versteeeckt auf einer Webseite auf, aber das offizielle Magazin gehörte da schon Paramount. Oder so ähnlich.

    Ein realer Serienpitch müsste natürlich mit doofen Vorgaben klar kommen. Wie z.B.:

    – „Es MUSS Riker drin vorkommen! Aber Frakes will nur in zwei Folgen mitspielen, die am besten im August gedreht werden (da ist er in Los Angeles).“

    – „Mach irgendwas mit Data, aber so, dass wir alle seine Szenen drinnen drehen können. Die machen wir an einem Tag. Also nur Dialoge bitte.“)

    – „Die Borg-Königin muss rein, sagt der Chef. Am besten in Rückblicken, damit es zeitlich passt. Aber es soll keine Borg-Handlung werden, sondern eigentlich was mit den Breen.“

    Und meistens sind solche Vorgaben (sofern sie nicht völlig schwachsinnig sind) total GUT! Denn das zwingt einen, sich kreativ auf Dinge zu beschränken, statt 1000 Ideen, 1000 Wünsche und 1000 erfolgreiche Sachen von früher in der Birne rumzuwälzen.

    Am Ende sieht man dann halt Riker 2x als Diplomaten, während Data Alpträume von der Borg-Königin bekommt, weil sie ihm bei ST 8 zu viele Borg-Erinnerungen eingespeist hat. Und alle sagen sich dann wieder:

    „Ist doch albern, macht lieber wieder DS9!“

    • Grinch1969 sagt:

      Kann ich nachvollziehen ist aber bei meinem angesprochenen Punkt quasi so als ob Hamilton zu einem Formel 1 Duell antritt und Thomas Müller erscheint zum Fußballspiel, wer wird gewinnen?

      Ich hätte gerne ein Duell mit Kurzmann auf Augenhöhe (wird schwierig so tief runterzukommen, ich weiß) also als Rahmenbedingungen bitte meine und deine Punkte zusammgewürfelt und los gehts.

    • Klapowski sagt:

      „also als Rahmenbedingungen bitte meine und deine Punkte zusammgewürfelt und los gehts.“

      Wie meinen Sie, der Herr?

      Jemand soll meine Vorgaben mal testweise ausarbeiten? Das wäre aber immer noch nicht realistisch.

      Da fehlen noch 2 Dutzend weitere Punkte („Wir haben tolle neue Klingonen-Masken, erfinde eine neue Unter-Rasse!“, „Die Breen haben die Sternenflotte überrannt, mach was draus!“, „DS9 muss jetzt an der Erde liegen, denn die Serie ist sehr bleibt bei alten Trekkies!“)

      Und dann artet dieses „Ich pfusch mal gerade mein Fan-Konzept hin“ langsam echt in Arbeit aus. Das macht ja keiner freiwillig.

    • Grinch1969 sagt:

      Und dann artet dieses „Ich pfusch mal gerade mein Fan-Konzept hin“ langsam echt in Arbeit aus. Das macht ja keiner freiwillig.

      Da hst du natürlich recht, dann lassen wir es lieber.

    • G.G.Hoffmann sagt:

      Leider muss ich auch hier wieder einwerfen: das war auch schon früher so. Nehmen wir die TNG-Doppelfolge „Wiedervereinigung“ mit Leonard Nimoy.

      Vorgabe war: Nimoy soll noch einmal Spock spielen und für zwei Episoden verpflichet werden. Nimoy sagte zu – für zwei Episoden.

      Ergebnis: Nimoy tauchte in der ersten Episode für 5 Sekunden am Ende auf und lieferte in der zweiten Folge nur langweiligen Fanservice. Selten war eine TNG-Folge blöder und liebloser inszeniert. Wahrscheinlich war Nimoys Gage so hoch, dass alles nur noch in dunklen alten Pappkulissen gedreht werden konnte und der Praktikant das Drehbuch liefern musste.

      Und was hatte Frakes in der VOY-Folge „Todessehnsucht“ zu suchen? Hat er auf Stage 5 das Klo gesucht und ist schnell für den Statisten eingesprungen, der verschlafen hatte?

      Q durfte bei seinen Auftritten in DS9 und VOY hauptsächlich von Picard brabbeln, weil dieser von allen 19 Trilliarden Wesen in der Milchstraße der faszinierendste ist. Und während die DS9-Folge zum 30-jährigen Star-Trek-Jubiläum sehr originell war, weil man auf tumbe Gastauftritte verzichete und stattdessen die alte Tribbelsfolge innovativ aufmischte, wirkte der Sulu-Aufritt zum gleichen Anlass bei VOY doch mehr als gezwungen. Von den Ferengi- und Borg-Folgen in ENT ganz zu schweigen.

      Überall wurden und werden bei Star Trek Episoden um bestimmte Fanservice-Vorgaben drumherum gestrickt.

    • Klapowski sagt:

      Ich finde Fanservice ja auch nur begrenzt toll. Wobei da die Abgrenzung schon schwierig wird:

      Ist das Erwähnen oder Auftauchen-Lassen von „alten“ Figuren jetzt immer ein billiger (oder von mir aus teurer) Fanservice? Oder nur konsequent, weil’s nun mal wichtige Figuren in ihren Fachbereichen sind, die viel erlebt haben?

      Anders ausgedrückt: Im realen Leben wendet man sich ja auch nicht kichernd ab, wenn Herr Müller nach 10 Jahren plötzlich wieder zur Tür reingeschneit kommt, weil er halt zur alten Firma zurückgewechselt ist. „Naaa, da hat es sich der Liebe Gott aber mal mächtig leicht gemacht!“

      Mal abgesehen von dem komischen Kurtzman-Fanservice (z.B. das „Picard-Tag“-Banner im Quantenmuseum) finde ich das grundsätzliche Konzept, auf die Fans zu hören, aber nicht sooo dumm.

      – Wir hatten NEMESIS mit Picard-Charakterwandlung und Data-Tod, wonach sicher keiner gefragt hat
      – Wir hatten ENT, wonach niemand gefragt hat
      – Wir hatten einen Kirk-Reboot, der bestimmt auch nicht ganz oben auf der Liste stand
      – Wir hatten Discovery (sogar Reboot und Prequel gleichzeitig!), wozu ich nicht viel sagen muss
      – Wir haben „Picard“ ohne Space-Erkundung, was man sich derzeit noch schön redet. Wird aber wie STD enden

      Somit nehme ich gerne nach 20 Jahren wieder das, was der Durchschnitt der (älteren) Fans fordert. Unbesehen. Ohne ernsthafte Kritik. Machen Sie’s so.

      G.G.Hoffmann, BergH und Grinch1969 for Showrunner! Woop-Woop!

  5. TUB_Stephan sagt:

    Hey, ich würde mir ein wenig davon borgen, für ein Game Projekt.
    Cool finde ich die Idee mit Andromeda (wobei das komische Gefühle, wegen Mass Effect erzeugt), hier könnte man eine Brücke zu TOS schlagen, wo die Andromedaner als cthulhu-artige Wesen in Worten geteasert wurden.
    Garak als Kommandanten kann ich mir nicht vorstellen, da fande ich Garaks Position als Kastellian in den Relaunch Büchern stimmiger.
    Und in Zeiten von Atimateriereaktoren, Industriereplikatoren usw. sollte eine wirtschaftliche Belastung durch den cardassianischen Beitritt nicht ins Gewicht fallen. Stimmiger hier wären Ressentiments gegen die Cardassianer, wegen der geschichtlichen Erfahrung bishin zum Dominion Krieg, als Parabel auf den Marshalplan usw..

    • Klapowski sagt:

      „Hey, ich würde mir ein wenig davon borgen, für ein Game Projekt.“

      Haha, er hat BORG-en gesagt!

      Im Ernst: Falls das mindestens so toll wie die Games von Kollege Sparkiller ist (die müssten wir hier mal wieder bewerben?), können wir das hier doch mal verwenden? Ich finde ganz spontan sowieso, dass wir hier mal eine Anlaufstelle für ECHTE Fans werden.

      Ja, ich weiß, wir haben uns früher über die lustig gemacht, aber man wird alt und weise – wie auch Picard (*zufälliges Kind von Straße zerr und spielerisch mit Holzschwert aufspieß*).

      Ich sehe es direkt vor mir! Eine Fanfiction-Ecke, dann was mit eingescannten Fanbriefen und gemalten Zeichnungen (von euren Kindern?), dann monatliche Gewinnspiele (Sticker und Schlüsselanhänger), dann eine Art Flohmarkt („Verkaufe alte VHS-Kassetten von Voyager“) und irgendein altes Web-Forum mit 50% Spinnern.

      Aber so ein altmodisches Forum, wo man noch von oben nach unten liest und sich nicht ständig andere Sachen hochdrängeln. Wer macht mit?

    • Grinch1969 sagt:

      Bin dabei.

    • Rook sagt:

      [Klapo:] „…und irgendein altes Web-Forum mit 50% Spinnern.“

      Warum willst du den Anteil an Spinnern limitieren?

  6. schoenerAndi sagt:

    Also für mich vermischt das Konzept den großartigen (!) Film Contact (fremdes Volk schickt Einladung mit Bauplänen) und die Serien Babylon 5 / DS 9(Station) und VOY / TNG(Erkunden).

    Dabei fußt es auf Charakteren und Entwicklungen von Star Trek. Jetzt kann man das gut finden und natürlich ist die Erkundung ein Aspekt, der uns allen abgeht. Aber gleichzeitig kann man hier nicht von Innovation reden und ich glaube DAS ist unser großes Problem. Es scheint bereits alles auserzählt zu sein. Und deswegen werden auch nur noch Reboots und Prequels produziert, denn da kann man in vertrauten Gefilden werkeln.

    Aber dabei wird halt leider vieles kaputt gemacht, siehe ENT, DISC. Am ehesten wird diese Entwicklung von JJ Abrams verdeutlicht. Der kann scheinbar nur Effekthascherei (interessante Plots ohne sinnvolle Auflösung) und Fanservice.

    Insofern muss man Picard schon Lob zugestehen, weil es mal wieder „vorwärts“ geht… auch wenn die Richtung keinem von uns gefällt.

    • Klapowski sagt:

      „Es scheint bereits alles auserzählt zu sein.“

      Das wäre sehr seltsam.

      Nichts hält die Macher davon ab, das Schiff zu einem Planeten zu schicken, dessen Ringsystem z.B. auf die Oberfläche stürzt. WENN man nicht einem bewohnten Minimond in der Umlaufbahn einen Schubs gibt, damit er das Ringsystem „einsammelt“.

      Aber die Bewohner auf dem Mond müssten dafür ihre Heimat für ihre verhassten Brüder auf dem Planeten opfern – was sie nicht wollen. Einer der beiden Himmelskörper wird also auf jeden Fall leiden.

      Ich will damit sagen: Wer behauptet, dass es im Bereich der SF nichts mehr zu erzählen gibt, muss dann wohl auch annehmen, dass man keine neuen Krimis, Romantischen Kömodien, Thriller, Dramen oder Dokumentationen mehr drehen kann.

      Natürlich gibt es da noch haufenweise Geschichten. Man kann jede Rasse erstellen, jeden Himmelskörper, jede Art von Wertesystem. Die Behauptung, dass es da „leider nichts mehr gibt“, halte ich – sorry – für hanebüchen.

      Das geht nicht gegen schoener_Andi, aber gegen die Macher und die Produzenten, die die Autoren einstellen. Denn es gibt noch mehr Geschichten, als man uns zu Lebzeiten erzählen könnte. Nicht alle 100%ig neu, aber das muss ja auch nicht sein.

      Daher macht es mich auch wütend, dass wir mit „Romulaner sind jetzt mexikanische Flüchtlinge und Borg/Androiden/Hologramme sind irgendwie schädlich“ abspeist werden. Wie lange hat man sich dafür hingesetzt? 2 Minuten?

    • JP1957 sagt:

      „Vorwärts gehen“ kann doch nur bedeuten, im Rahmen der Star Trek Welt etwas Neues hinzufügen.
      So wie DS 9 – ob gelungen oder nicht – es mit einem umfassenden Krieg getan hat. Oder Voyager es mit der Versetzung in einen völlig fremden Quadranten versucht hat.

      „So etwas“ habe ich auch von einer neuen Star Trek Serie erwartet. Bei Picard kam mir ständig in den Sinn: Dieser ganze Blödsinn wäre nicht passiert, wenn Paramount vor Discovery die ausgearbeitete Idee eines Fans übernommen hätte, die ich in „New Horizons“ abgekupfert habe.

      Hier gibt es zwei (+1) Elemente, die – auf der Basis der Star Trek Welt – neu sind:
      Einmal eine vom inneren Zerfall bedrohte Föderation … das hatten wir als Thema für eine ganze Staffel noch nicht.
      Zum anderen der erste Kontakt zu einer anderen Galaxie … mit allen Möglichkeiten, gänzlich neue Elemente einzubauen (eine völlig neue Crew mit den „neuen frischen Gesichtern“, die ja eingefordert werden; vielleicht stößt die Crew in Andromeda auf den Vertreter einer „Vereinten Föderation der Galaxien“; … ).
      Und es gäbe die zusätzliche Möglichkeit, den Focus innerhalb des Quadranten auf Planeten wie Ktaris zu richten und Neues vorzustellen.

      Picard bietet Neues, indem die Star Trek Welt … auf nicht schlüssige Weise … zerstört wird. Kann man machen. Aber warum belebt man dann das Franchise unter dem alten Namen neu?

  7. schoenerAndi sagt:

    Sicher kann man beliebig viele Planeten/Raumschiffe/Völker/
    Handlungen ausdenken und miteinander kombinieren. Aber die grundsätzlichen Plots scheinen alle durch zu sein.

    Übermächtige Wesen
    Erster Kontakt
    Krieg
    Verschwörung
    Horror
    Comedy

    Iwie wiederholt sich alles und für mich als mehr 40er als 30 sind auch nahezu alle Twists vorhersehbar. Von daher fehlt mir der Glaube, dass es nochmal die revolutionäre Story geben wird.

    • Grinch1969 sagt:

      Es muss ja keine revolutionäre Story sein, nur eine gute. Glaubwürdige Charaktere in plausibel definiertem Umfeld. Das ist GoT zumindes in den ersten Staffeln so gut gelungen dass meine Frau über die Fantasy Sprengsel hinweggesehen hat für die Drachen und Zombies so ziemlich die Höchststrafe waren. Es kann mir niemand erzählen dass kein interessanter Stoff zu erzählen ist, die aktuelle Staffel bei The Expanse hat das ja zum größten Teil bewiesen.

  8. Sporck sagt:

    Ein kleines Problem ist aber. Picards Neffe ist gestorben.

  9. RoKo sagt:

    Hm… DS9 trifft auf Contact? Naja die Story ist für meinen Geschmack viel zu nah an Contact, aber wenn man da noch etwas Phantasie und Hirnschmalz reinsteckt kann was daraus werden.

    • JP1957 sagt:

      An Contact habe ich beim Schreiben kein einziges Mal gedacht … aber Du hast recht, da gibt es Berührungspunkte.

      Oben hat jemand den Film „großartig“ gefunden … ein Urteil, dass so nicht stehen bleiben darf.
      Ich fand das Buch großartig und hätte mir – angesichts der vielen religiös-philosophischen Diskussionen und des utopischen Endes – nocht träumen lassem, dass es jemals eine Verfilmung geben könnte.
      Dann war der Film da.
      Ich war überrascht, wie die philosophischen Aspekte integriert wurden. Und entsetzt, wie sie den Schluss verhunzt haben.
      Statt uns einen Blick auf die Station der „Föderation der Milchstraßenüberwesen“ zu gewähren, erscheint der verstorbene Pappi der Protagonistin und man diskutiert über family values.
      Da wäre so viel mehr möglich gewesen.

      Aber das nur am Rande …

  10. Yole sagt:

    Ich mag das großangelegte Konzept von JP.
    So müsste man es machen, dass man sich die Zeit nimmt eine neue Welt zu erschaffen. Nur so kann es schlüssig werden.
    CBS wollte aus Star Trek leider ein neues Star Wars machen. Irgendwann ist es aber hinderlich für gute Geschichten, wenn das Konzept zu viele Vorgaben hat. Bei schlechten Geschichten und unzureichender Charakterentwicklung wollen alle Beteiligte nur noch irgendwie die Produktion zuende bringen. Das ist für mich die einzige Erklärung für das Discovery-Disaster. Das oder Absicht: Wie mach ich die schlechteste Serie aller Zeiten? ;-)

    Fehlinterpretationen und ungünstige Vorgaben:
    – Spiegeluniversums- und Sektion 31-Episoden sind besonders beliebt.
    – „To boldly go…“ wird uminterpretiert in „maximaler Psychokram bzw Pilze“
    – Quotenregelungen bei der Einführung u n d beim Handeln von Charakteren. (Eine Vorgabe von besonders gestörten Produzenten.. heutzutage)

    Eigentlich hätte man einfach nur die ST-Welt langsam ausbreiten müssen! Vieles war in den Serien ja zu kurz gekommen: Das Leben auf Erde, institutionelles usw.

    Ende 24.Jh, man führt ungewöhnliche Charaktere ein auf verschiedensten Schauplätzen: (Schiff oder Akademie, Planet innerhalb der Föderation, Planet im nirgendwo…) Sie müssen sich erstmal nicht begegnen. Keine Crew, doch es gibt Gemeinsamkeiten: Erfahrung mit Krieg, Erfahrung mit den Borg, Wünsche und Hoffnung für die Zukunft, Fortschritt.
    Jede Folge steht erstmal für sich, ist lang und Qualitätsfernsehen (das ist die wichtigste meiner Vorgaben als Produzent ;-) )
    Die Föderation darf oder soll kritisch betrachtet werden, aber ist ein Grundpfeiler der ST-Serie.
    „Die Bösen“ soll es in der Serie nicht geben!
    Ein oder zwei neue Rassen die ausführlichst vorgestellt werden.

    Picard? Ist nicht zerbrochen. Er ist Professor.

    Alte Rollen dürfen auch neubesetzt werden.

  11. The Doctor sagt:

    Ein Wurmloch nach Andromeda gab’s schonmal bei Perry Rhodan. Ne tolle Idee, die damals gut umgesetzt wurde und auch hier vielversprechend klingt. Besonders der Teil der zusammenwachsenden Völker gefällt mir.
    Nur müsste man dann aufpassen, dass es nicht, wie bei Stargate Atlantis, dann doch wieder der gleiche Kram wie früher wird. Denn dafür braucht man dann die Milchstraße nicht zu verlassen, die ja bei Star Trek noch größtenteils unerforscht ist.

    Danke für den Text. Mein schönstes Star Trek-Erlebnis diese Woche :-)

  12. bergh60 sagt:

    tach auch !

    @S-Andi
    Da fehlt noch eine Musical Folge.
    Da fehlt noch Einiges was man erzählen könnte,. wenn man denn wollte.
    Ausserdem ist es Sch-EGal, wenn etwas gut wiedererzählt wird.

    Ansonsten Lob an JP,
    sowas auszudenken ist nicht leichT.

    Will ich Showrunner werden ?

    ich wess es nicht.

    Gruss BergH

  13. Raketenwurm sagt:

    Das ist ein Konzept, mit dem man keine neuen Zuschauer gewinnt, sondern nur den harten Kern der Altfans, die das alle auch erstmal total super finden, aber nach ein paar Folgen gelangweilt abschalten, weil -nix neues-, -auserzählte Charaktere- und -irgendwie find ich Netflix-Monumentalserie XY spannender und hab keine Zeit, zwei Serien zu gucken-.

    Der Grund, wieso DS9 nach TNG so gut funktioniert hat, war doch dass mit den Cardassianern, Bajoranern, Ferengi und Trill als Protagonisten Kulturen und Figuren thematisiert werden konnten, die in TNG kaum bis gar nicht vorgekommen waren, und die sich auch sehr gut in das Star Trek Universum eingefügt haben.
    Für eine neue Serie eine geheimnisvolle Superrasse aus dem fünften Quadranten (<- da kriegt jeder Mathelehrer Ausschlag) hervorzuziehen, wirkt dagegen nicht sonderlich organisch. Und die alten Figuren, mit denen ich mental vor 20 Jahren abgeschlossen habe, die will ich auch nicht mehr sehen.

    Entsprechend muss man das sicherlich trennen. Es bräuchte erstmal eine neue Star Trek Serie im Stil von TNG, die World-Building betreibt und das alte Star Trek Universum updatet, bevor man irgendwas mit neuen Raumstationen oder politischem Ränkespiel macht.
    Und von all dem abgekoppelt muss man die Picard-Serie betrachten. Was sind denn die erzählerischen Ziele von so einer Serie? Die Figur Picard muss nochmal irgendetwas Großes und Wichtiges tun, dabei auf alte Bekannte treffen, neue Dinge müssen irgendwie mit Bekanntem verknüpft sein um organisch zu wirken, das Ganze zeitgenössig inszeniert, aber nicht die Altfans verschreckend. Und wenn es gut läuft, nach Staffel 2 den Deckel drauf, wenn es richtig gut läuft, die Gehaltsverhandlungen inklusive, nach Staffel 3.
    Und in diesem Rahmen kann man sich gern eine andere Geschichte ausdenken, als "Picard" sie gerade erzählt. Wobei der Punkt "neue Dinge müssen irgendwie mit Bekanntem verknüpft sein um organisch zu wirken" ganz wichtig ist. Die neuen Charaktere müssten also irgendwie in die Vita von Picard reingepopelt werden oder der Sohn/Tochter bekannter und beliebter Charaktere sein. Und statt irgendeiner unbekannten Alienrasse muss es schon eine Bekannte sein, aber da man etwas Neues erzählen will, vielleicht ja von denen eine neue Splittergruppe. …ich denke, es wird klar, worauf ich hinaus will…

    • JP1957 sagt:

      Dear Mr. Rocketworm,

      thanks for the important help from cbs headquarters.
      i will diversify my concept and start integrating (excuse my bad english – don`t know exactly, how i have to translate „reinpopeln“) new characters into picard’s life story.
      like his illegitimate gay son, who now oversees section 31 on behalf of section 32.
      or his first budgerigar „hansi“, which was kidnapped on picards first day of school by the romulan secret intelligence agency and used now – genetically upgraded – as a terrible secret weapon against picard and the federation.

      i am convinced that thanks to your advice, i will succeed in developing a concept for an organically old and new series.

      i think it becomes clear what I’m getting at.

      wish a long and prosper lives for all rocketworms – jp

    • Skapo sagt:

      „gay son“… Wieso gay? Das ist doch sowas von 90er jahre. Ein transgender sohn/tochter muss her. Oder Idealerweise wechselndem geschlecht jede folge (aber zumindest wenn die „story“ es verlangt). Geschlechter sind eh nur gesellschaftliche konstrukte.
      Vor allem fehlt mir noch die info, dass picard früher eigentlich (auf der stargazer?) auch eine frau war, aber in einen mann transformiert wurde. Von Q oder so, muss zumindest erwähnt werden. Namedropping für die alt fans. Und seitdem leidet er furchtbar. toxische männlichkeit und so. Obwohl er weiß dass geschlechter nur gesellschaftliche konstrukte sind… Aber ein alter weißer mann sein ist halt scheiße.
      Das ist sooo deep, das wollen die leute sehen….

    • ted_simple sagt:

      Bad English indeed. Raketenwurm translates to Graboid.

  14. Nestroy sagt:

    Nettes Konzept, aber ich sehe darin genauso Fehler, wie sie schon auch in Kurtzman-ST-Serien bemängelt wurden.
    Ich finde Garak ist von seinen Sätzen und seiner Handlung her nicht richtig getroffen, aber immer noch 100x besser, als dieser Picard-mag-plötzlich-Kinder-Totalausfall von letzter Folge.
    Weiters ist diese „Ein-paar-Welten-treten-aus-weil-unbeliebsames-kommt“-Sache genau der gleiche Umstand der auch schon in PIC kritisiert wurde, damit würden Staaten sich nicht souverän, sondern wie ein trotziges Kind verhalten. Waas? Klein Peter will jetzt auch auf den Schulhof? Nein! Wenn der kommt, dann geh ich aber!
    Besonders, weil meiner Meinung nach die Cardassianer sowieso nicht der Föderation beitreten wollen und falls doch, dann bestimmt nicht so bald nach dem Krieg, wo alle Wunden noch frisch sind auf beiden Seiten. Auch wenn jetzt eine zivile Regierung herrscht und die Cardassianer selbst erfahren haben was es heißt besetzt zu sein (und wie es damals den Bajoranern ergangen sein muss), so bleiben sie weiterhin Cardassianer. In ihrer Macht vllt erheblich geschwächt, aber trotzdem immer noch ein stolzes Volk, das sich nach dem Dominion bestimmt nicht gleich als nächstes der Föderation an den Hals werfen würde. Nicht nur, dass es bestimmt viele noch unter ihnen gibt, die der Föderation negativ gegenüber eingestellt sind, Cardassia ist auch vorerst einmal vollauf mit sich selbst beschäftigt, wage ich doch zu behaupten, dass es mehr Verluste erlitten hat durch die üblichen Kriegsrückschläge, aber auch durch die millionenhaften Massenmorde und die Auslöschung ganzer Städte in den eigenen Reihen durch das Dominion, als zB die Klingonen und die sollten sich bekanntlich ja auch erst in 10 Jahren vollständig vom Krieg erholt haben laut Sektion 31. Ich sehe es einfach nicht, dass die Cardassianer des späten 24. Jahrhunderts irgendeine Ambition hegen würden der Föderation beitreten zu wollen, das ist mit ihrem Charackter und ihren kürzlichen Erfahrungen völlig inkompatibel.
    Ja dann natürlich das, dass Picards Neffe tot ist und daher nicht nochmal auftreten kann und ansonsten scheint mir doch einiges an bekanntem wild zusammengemixt worden zu sein mit Reisen in ferne Galaxien, einer Geschichte um Garak, Beitrittsverhandlungen Cardassias zur Föderation, irgendwas mit Picard und der gleichzeitigen Darstellung des Lebens auf einer neuen Raumstation und der Schnitzeljagd mit unbekannten Wesen. Darin findet sich für mich kein „innerer Kern“ für die Serie, sondern viele grundverschiedene Ideen nebeneinander. Also mehr Konfetti, als Luftschlange.
    Außerdem ist es ja schon früher vorgekommen, dass die Föderation Botschafter, oder Vermittler entsandt hat, um diplomatische Konflikte zwischen zwei Völkern zu lösen. Oft genug waren diese Gestalten ja zu Gast bei Picard auf der Enterprise-D. Entweder um dort direkt die Verhandlungen zu führen, oder als Transportgast, um zum Ziel dahingebracht zu werden. Wieso aber muss sich Picard laut diesem Konzept plötzlich selbst ein Schiff und eine Crew besorgen, wenn er einmal für solcherlei eingesetzt wird? Wieso darf er nicht auch wie andere Vermittler bequem als Passagier auf einem regulären Sternenflottenschiff mitfliegen? Ist er etwa ein Diplomat 2. Ranges?

    Rein vom 1. Eindruck her denke ich, dass ich wohl die originale Picard-Serie gegenüber diesem Konzept vorziehen würde.

  15. ted_simple sagt:

    Zu der ganzen Diskussion, was für Sci Fi-Serien man eigentlich heute noch gucken kann/sollte.

    Ich habe mir in den letzten Jahren einiges aus Korea und Japan angeschaut, nein, keine Animes, sondern alles „Live Action“. Hier die besten Sci Fi-Dramas (jeweils 12-25 Folgen, in sich geschlossene und vorab geplante Geschichten, keine „abgesetzten“ Stories).

    Gut, asiatische Sci Fi würde bei uns wohl eher als Fantasy durchgehen. Die Übergänge sind dort fließender. Meist steht eine merkwürdige, unerklärliche Fähigkeit im Mittelpunkt (z.B. die Entdeckung, dass man auf eine bestimmte Weise durch die Zeit reisen kann, ohne den Mechanismus dahinter zu verstehen), aber wenn man das mal geschluckt hat, ist der Rest der Story meistens ziemlich stringent. Und es tauchen keine bis wenige weitere Fantasy-Elemente, Fabelwesen oder sonstwas auf.

    Japan:

    – JIN: Ein Klassiker, wenn man „moderner Arzt reist in die Vergangenheit und wird zu berühmtem Heiler“-Geschichten mag. Wurde danach in Korea kopiert, aber in schlechter. Idealismus, Aufklärung, Zukunftsglaube: Alles verkörpert in dem selbstlosen Heiler, der im Mittelpunkt der Geschichte steht. Quasi eine Jesusfigur für Japan. Wirklich schön.

    Korea:

    – W: Two Worlds: Ein Charakter in einer fiktionalen Welt merkt, dass mit seiner Welt irgendwas nicht stimmt. Er findet heraus, dass es eine Parallelwelt gibt, in der sich der Autor seiner Welt befindet. Nach etlichen Crossovers von Charakteren zwischen den Welten wird das Ganze ziemlich kompliziert und höchst unterhaltsam.

    – Queen In-hyun’s Man: Auch eine extrem clevere, dicht geschriebene und in sich logisch bleibende Zeitreise-Story. Die Autorin dieses Machwerks ist die gleiche wie bei „Two Worlds“. Song Jae-jung ist in meinen Augen das koreanische Pendant zu Steven Moffat. Einfach nur gut, die Gute! Ach so, ihr wollt wissen, worum es geht? Ein Gelehrter reist aus der Joseon-Zeit in unsere Gegenwart und merkt ziemlich schnell, dass er diese Fähigkeit abusen kann, um an beliebigen Orten zwischen den Zeiten zu springen. Diese Fähigkeit gepaart mit seinem Wissen darüber, wie die Geschichte verlaufen wird, ermöglicht ihm, einen einsamen Feldzug gegen die Verschwörer am Königshof zu führen.

    – Tomorrow with You: Zum Ende hin sehr komplex werdende Zeitreise-Geschichte, insgesamt auf einem ordentlichen Niveau. Als die zweite Hälfte der Serie lief, habe ich gerne in Foren mitdiskutiert und auf hohem Niveau über Logikfehler gemeckert. Fehler, die man erst bemerkt, wenn man sich bis ins Detail in die Geschehnisse hineindenkt. Gut gemacht. Ein Zeitreisender erfährt auf seinen Reisen dummerweise den Zeitpunkt des eigenen Todes. Über diesen Zeitpunkt kann er auch nicht hinausreisen, um ihn zu überspringen. Die einzige Möglichkeit, sein „Schicksal“ zu ändern, liegt offenbar darin, eine gewisse Frau zu heiraten. So glaubt er. Also heuchelt er Liebe. Die nachher natürlich echt wird. Die Serie hat eine düstere bis dystopische Atmosphäre.

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