Film- und Serienkritiken

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„Captain Marvel“ – Die frauliche Kritik

Gut, dass wir Captain Marvel bekommen haben! Genau so was haben wir gebraucht: Ein eigenschaftsloses Sport-Ass, das stets nur deswegen zur Klassensprecherin gewählt wird, weil die anderen Marvel-Kids schon 30 Jahre weiter sind (der Film spielt in den 90ern). Somit können wir uns hier auf eine verhärmte Gesichtsbaracke freuen, gegen die Bud Spencer wie ein lächelndes Sonnenscheingesicht wirkt. Apropos Bart: Die Story dieses Films hat auch einen!

Inhalt: Brie Larson strandet auf der Erde und geht gegen finstere formwandelnde Aliens vor. Dann wechselt sie kurz die Gegenspieler aus, haut allen kurz aufs Maul und freut sich auf den Abspann.

Besprechung:

Hut ab: Der Film schafft es, einen in den ersten Minuten nach einem potenziellen Vorgänger googeln zu lassen! Jedoch nicht aus Interesse, sondern aus Verwunderung darüber, dass dieser Ladys‘-Night-Kinofilm uns zu Beginn so lieblos präsentiert wird, als wäre alles zu dieser Welt schon vor Urzeiten gesagt worden – was womöglich sogar stimmt.

Alles wirkt fast so, als hätte selbst Marvel keinen Bock auf den nächsten Planeten mit diversen Super-Bekloppten gehabt: Wer sind z.B. diese militärischen (und dezent faschistoiden) Ohrfeigengesichter, die sich da gegenseitig was von Martial FartsArts erzählen und an Sonn- und Feiertagen mit einer suspekten KI plaudern dürfen? Wo wollen die hin, wo kommen die her? Gibt‘s da auch Schwarze wie in „Black Panther“, oder gar Nordmänner auf dem Karnevalstrip wie in „Thor“? Waren die „Guardians of the Galaxy“ schon mal da oder haben die damals dankend abgesagt? Fast würde ich sagen „Ich bin verwirrt“, wenn‘s denn meinen Neuronen nicht so egal wäre, um sich konfusionstechnisch zu investieren…

Und wieso ist Captain Marvel jetzt so oberkrass? Ist es das eingemeißelte „Lass mich in Ruhe“-Gesicht, das jedes Mitfiebern und Liebhaben im Keim erstickt? WENN die werte Dame schon die ganze Zeit reinschaut wie 7-Tage-Felsenhagel-Wetter, so würde ich gerne den Grund dafür erklärt bekommen. Kann ja durchaus sein, dass da am Vortag was Schlimmes war (= Bierkiste auf den Fuß gefallen, nur zweiten Platz im „Most Charming Soldiers“-Wettbewerb gewonnen?). Denn eine missgelaunte Kampf-Trulla einfach in einen Fight und dann SOFORT auf die Erde zu drücken, ist die billigste Origin-Geschichte seit der Erfindung des Pornofilms.

„Nicht schlecht, Lady. Das ist wirklich ein seeehr großer Puderfleck, den du da hingekleistert hast.“ – „Das ist ‚geschmolzene Tür‘, du Depp! Meine Friseuse hatte recht: Ihr Männer nehmt uns nie ernst!“ – Zie… Stilübung: Der Subtext der „Harten Frau“ durchzieht den ganzen Film. Das ist nicht per se störend oder falsch, aber vom künstlerischen Standpunkt her strunzlangweilig.

Okay, selbst wenn man annimmt, dass die seltsamen Rückblicke, Gegnervorstellungen und Wendungen durchaus verstörend gemeint sein sollten (schließlich gibt es durchaus einen Storygrund dafür), so bleibt immer noch das Problem der leidigen Logik. Wieso muss z.B. eine Alienrasse, die immerhin schon im Orbit der Erde abhängt, von einer Wissenschaftlerin das Geheimnis des Überlichtantriebs abgreifen?! Okay, mit drei bis siebzehn Hirnverknotungen kann man das irgendwie erklären, aber zu diesem Thema pflege ich stets zu sagen: Wenn der Zuschauer die Logikfehler im Kopp reparieren muss, ist das so, als würde ich Dachdecker anheuern und mich dann plötzlich selbst mit einem Hammer auf dem Schornstein wiederfinden.

Jetzt könnte man die Frage stellen: „Klapo, die Heldin ist unsympathisch, der Plot ist sinnfrei… Ist denn wenigstens die Action supertoll?“ – „Na klar!“, könnte ich darauf antworten. „Zumindest steht das so im Internet. Ich selbst kann mich ja nach drei Tagen leider nicht mehr dran erinnern.“ – Aber gut, das liegt vielleicht auch daran, dass ich Superkräfte à la „Alle doll verhauen“ und „Strahlen aus den Armen verschießen“ nicht mehr so ultraspannend finde wie noch 1985.

Im Ernst: Während andere Helden immerhin Spinnennetze im Handgelenk produzieren oder die nordische Mythologie anzapfen, gibt es hier halt „Stark ohne alles“. Aber vielleicht spart das auch nur einfach Zeit? Im neuen Kino ist man halt witzig ohne witzige Sprüche, cool ohne coole Dialoge, attraktiv ganz ohne Charme, erfolgreich ohne Plan und freundschaftlich verbunden ohne gemeinsame Zeit. Ja, hier wird letztere einfach so sehr eingespart, dass man gleich zum Kern des Ganzen kommt: Geld an der Kinokasse überweisen und BluRay kaufen. Alles dazwischen ist eher lästig.

Ja, bei „Captain Marvel“ will man einfach ALLES überspringen und den leckeren Kuchen einfach mal ohne Butter, Zucker, Mehl und Milch backen.

„Willkommen bei uns, Captain Fasel!“ – Nichts gegen ein paar gute Erklärungen am Picknick-Korb, aber die 20 Minuten an diesem Ort waren echt zum Schnack-Abgewöhnen. Natürlich nur echt mit Dialogen wie: „Ich weiß nicht, wer ich bin!“ – „Warte, ich hole deine alten Orden!“ oder: „Wir, die Aliens, haben durch die anderen Aliens alles verloren!“ – „Hm. Was ihr braucht, ist definitiv eine dritte Sorte Aliens!“

Und irgendwie hat man auch das dezente Gefühl, dass man Angst hatte, der Hauptfigur ein paar ebenbürtige Nebenfiguren an die Seite zu stellen. Bis auf Nick Fury wirken die alle ziemlich doof oder blass. Alternativ auch blässlich-doof, nervig oder inkompentent. Oder gleich komplett geformwandelt und daher mit Alien drin. – Okay, natürlich gibt es da noch die Katze (eine KATZE!! Süüüß!) oder alle weiblichen Nebenfiguren. Denn die Girls sind alle supi und weiblich, weil sie halt so … knallhart-männlich sind?

Die obigen Kritikpunkte treffen vor allem auf Jude Law zu, der sich so substanz- und mimikbefreit durch die (un)muntere Alienklopperei schleicht, als wäre gutes Schauspielern ab morg… seit gestern verboten.

Aber gut, wir haben ja den Nick Fury. Und seine Rolle ist so groß, dass er mal gerade den halben Film rettet. Seine coolen Sprüche wirken nie peinlich (sie nennen ihn „den Anti-Klapowski“), sein lockeres Auftreten so naturgegeben locker, dass man mit einer Hand schon nach seiner alten „Pulp Fiction“-DVD im Schrank grabbelt. Überhaupt ist er ein gelungenes Gegengewicht zu Brie-„Lächeln macht Falten im Feminismus“-Larson. Ja, Nick Fury ist so lässig, dass ich mir lieber einen Film NUR mit ihm angesehen hätte. Von mir aus mit Strahlenwaffe und albernem Future-Anzug. Okay, die alte Shaft-Nummer ist natürlich unmodern, aber hey: Ich bin ein alter weißer Mann und mag daher … junge schwarze Männer!

„Daaa, ist die süße Mietze-Katze! Jaaa! Schön die Kamera winken, damit alle weiblichen Kinobesucher fein machen Zahli-Zahli an dem Kino-Kässelchen, feeeeein!“ – Wenn das Geschäft nur so schnurrt: Als glattgelecktes Hollywood-Produkt leistet der Film ganze Arbeit. Doch in Sachen Selbstironie musste er sich leider beim Arbeitsamt als Suchend melden…

Doch auch eine Rundum-Bespaßung mit Samuel Jackson würde nicht darüber hinweg täuschen, dass der Film mehr Längen hat, als ein Vatertagsausflug für die teilnehmende EMMA-Redaktion. Für 1-2 grundlegende Infos, eine Verfolgungsjagd und einen flotten Kampf im Archiv mussten alleine 60 unschuldige Minuten dran glauben (es sei denn, sie waren männlich, dann schuldig). Gefolgt von einer Szene, in der endlich Captain Marvels wirre Vergangenheit aufgearbeitet wird.

Die den Machern allerdings zu unwichtig war, um sie mit mimischem Schauspiel zu untermalen. („Oh Gott, ich stamme also ursprünglich von… ? Na dann: Lippenbewegung in Drei… Zwei… Eins… Oh, es hat an der Tür geklopft! Das ist bestimmt der Actionsequenz-Bote?“) Im Ernst: Ich verstehe nicht, wie jeder Anflug von interessantem Background oder Gefühlen derartig von Brie Larson konterkariert werden kann. Jede Sekunde, in der sie ihr verhärmtes Gesicht in die Kamera hält, strahlt absolute Freudlosigkeit, Desinteresse und Lebensunlust aus. Man wünscht ihr glatt den Tod, um ihr damit einen Gefallen zu tun!

Ist das alles jetzt (anti-)weiblich, (anti-)feministisch oder (anti-)stalinistisch? – Keine Ahnung, ich weiß nur eins sicher: Wonder Woman besitzt mehr Charme in ihrem linken Hoden Knöchel als diese Heldin hier.

„Keinen Schritt weiter, oder ich schieße… Oder gebe wieder ein Interview. Je nachdem, was du schlimmer findest!“ – The Hatefull Fate: Captain Marvel bekommt ihren Namen durch eine Außerirdische namens Mar-Vell. Was für ein Glück, dass ihr Rufname nicht „Mio-Doch-Egall-Wie-DIE-Rot‘Ze-Heisst“ lautet.

Dazu kommt, dass der Film nicht ansatzweise hübsch ist. Ja, er ist das künstlerische Äquivalent zur kahlgeschorenen Powerlesbe: „Alles scheißegal, ich bin von INNEN heraus wunderschön, du Sackgesicht, Bööörps!

Alle Bildkompositionen wirken dahingeklatscht, selbst dann, wenn man sich mitten in der Natur (bzw. einem großen Garten) befindet. Alles folgt nur der bloßen Funktion, hat aber keine Form. Lichtstimmung? „Klar, das Licht ist AN, ist das nicht Stimmung genug?“ Clevere Schnitte? „Ach, ist dem feinen Herrn der TV-Standard von 2003 nicht mehr gut genug?“ Irgendwelche spannende Details im Hintergrund? „Wieso? Guck gefälligst auf Brie Larson, wenn sie dich erzieht!“

Wobei die finale „Erziehung“ im großen Finale so schnörkellos gelingt, dass man sich schon die Augen reiben musste. Oder die Definition von „Drama“ aus dem Lexikon rausrubbeln… Sollte das etwa spannend sein, wie die Dame da eine halbe Raumschiffflotte mühelos wegbritzelte? Ich meine: Superman hat ja wenigstens noch Angst vor Kryptonit, was es oft noch mal spannend macht. Was aber hat Frau Marvel? Angst davor, dass Superman STÄRKER sein könnte? – Wenn ja, dann kann ich sie beruhigen. Sah nämlich nicht danach aus…

Und war das wirklich der „Witz“ des Endkampfes, dass es eben KEINEN echten Kampf mehr mit ihrem Gegenspieler gab – weil sie den eh mühelos gewonnen hätte? „Ich muss dir und dem Zuschauer gar nichts beweisen. Ich bin halt toll und fertig!“

Wobei man nicht vergessen darf, dass ihre Tollheit daher kommt, weil ihr ein besserer Raketenantrieb in die Fresse(!) explodiert ist. Aber gut, vielleicht ist wenigstens vorher eine radioaktive Spinne drüber gekrabbelt, um das ein bisschen cooler klingen zu lassen.

„Uii! Dieses CGI, dieses Kostüm und diese Effekte! Das ist der schööönste Superheld, den ich jemals gesehen habe!“ – „Aber Sie tragen eine gelbe Binde mit drei schwarzen Punkten darauf, mein Herr!“ – „Na und? Ich mache mir mein Bild halt angesichts der Marketing-Kampagne… Schööön ist das!“ – Früher war weniger Lametta: Captain Marvel mag zwar furchtbar aussehen, aber dafür kann sie mit der Frisur auch den Hof durchfegen.

Die Lockerheit und Spaßmomente der anderen Marvel-Filme muss man ebenfalls vergeblich suchen. Wenn nicht gerade Nick Fury im Bild ist, nimmt sich das alles so ernst, dass ich mich frage: Waren damals in den Kinos eigentlich halbe Zitronen – statt Popkorn – in den großen Bechern?

Und was die politischen Irrungen und Wirrungen der verschiedenen Alien-Fraktionen angeht: Hier hätte man auch rote und blaue Schaufensterpuppen aufstellen können. Die sich abwechselnd in riesige Zeigefinger formwandeln, um Captain She-Male in die jeweils gewollte Storyrichtung zu schubsen. – Real gezeigt bekommen wir aber immerhin ein Alien-Kind, das mit seiner Alien-Mutti und Alien-Papi auf Rettung wartet. Ja, da fehlte wirklich nur noch eine Kanne Alien-Melitta-Filterkaffee im Raumschiff, um die Stimmung perfekt zu machen…


Fazit: Ziemlich witzloses Propagandafilmchen für irgendein Thema, das ich noch rausbekommen muss.

Gerade die zweite Hälfte zog sich so sehr in die Länge, dass ich zwischendurch eine 14-tägige Guckpause einlegen musste (= männlicher Zyklus?). Was fast vollständig an der völlig charme- und talentfreien Darstellung von Brie Larson lag. Und das will bei dieser wirren Quatsch-Story schon was heißen!

Spätestens, als uns verklickert wurde, dass Nick Fury sein Auge durch einen Katzenkratzer(!) verloren haben soll, weil er auf der Siegesfeier nur rumblödelte, statt zum Augenarzt zu gehen, habe ich die letzten Minuten übersprungen. Und mir den Fernseher mit YouTube-Katzenvideos ausgespült.

Keine Angst, Leute. Die Viecher waren alle WEIBLICH.

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM
SPARKS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
Checklisten-Mampf aus der Retrowelle

Schnüff. Schnüff. Rieche ich da etwa ein wenig Angstschweiß aus dem Marvel-Büro, weil die erste Welle an Superhelden so langsam mit dem Ausfüllen des Rentenantrags beginnt?

Was natürlich nur eine böse Unterstellung ist, schließlich warten bereits Ersatz-Sozialarbeiter wie Vision, der… Typ mit den Flügeln, die Olle mit den Funkelkräften und Dingsbumms darauf, vom Publikum so innig wie Captain America, Thor und Iron Man geliebt zu werden.

Und jetzt halt auch Captain Marvel, die unbesiegbare Superfrau in strammer Uniform. Welche sich im Verlauf ihres ersten Films in eine NOCH unbesiegbarere Superfrau in einer NOCH strammeren Uniform verwandelt. Da ist aufgeregtes Mitfiebern bereits vorprogrammiert, wenn Frau Superman-Kramp-Karrenbauer keinerlei Schwächen zeigt und einfach ALLES drauf hat. Wird sie den Bösewicht mit drei Faustschlägen erledigen oder doch nur mit zwei? Wir wissen es nicht und das ist auch gut so!

Aber, Moment, war die (Super-)Gute denn schon immer so? Kann ja nicht sein, dass Marvelina vorher gar nicht mal so tough und hart und knorke war. Da kommen die Flashbacks zu diversen „Fast aufgeb, aber dann doch nicht“-Momenten ja genau richtig. Schließlich muss auch der letzte sexistische Brusthaar-Bauer verstehen, dass auch Frauen über Eier aus Stahlbeton verfügen können.

Flashbacks, welche beim Verstehen einer (für Männer) komplexen Story helfen (Achtung, Spoiler?!): Eine Gruppe ist total böse, die andere aber nicht. Dann gibt es einen tollen Twist. Die andere Gruppe ist total böse, dafür die andere aber nicht. Ein erzählerischer Schock, mit welchem wohl NIEMAND* gerechnet hätte.

(* Blind- und Taubheit vorausgesetzt.)

Aber im Ernst, wenn der Nicht-Böse für die meisten Gags verantwortlich ist und sogar einer alten Oma aus der Straßenbahn hilft (!), dann sollte man schon mit etwas in dieser Richtung rechnen. Da wunderte es mich schon eher, dass er über das recht ausgiebige Töten seiner Kollegen durch Captain Marvel nicht ungehalten war. Oder dass sie sogar einen dieser (gar nicht erklärten) Goblin-artigen Skrull mal eben aus der Rettungskapsel geschmissen hat, was gerade rückwirkend sehr… böse wirkt?

Grundsätzlich interessant fand ich die Idee, die Story in die Mitte der 90er-Jahre zu versetzen. Was durch die Veröffentlichung des Films nach dem Avengers-Schnipp aber halt auch notwendig war. Und selbstverständliche Modem- und Blockbuster-Gags sorgten dann auch für ein sanftes Schmunzeln. („Haha! Das kenn ich und jetzt gibt es das gar nicht mehr!! Hohooo!“)

Auch den mittlerweile anscheinend zur Pflicht gehörenden Auftritt von verjüngten CGI-Köppen gab es wieder. Coulson & Fury wirkten da zwar sehr ordentlich, aber schauspielerisch präsentierte sich nicht gerade das große Aufgebot an Mimik. Da war wohl das dazugehörige Plugin zu teuer.

Fazit: 5 Schreiberlinge hatte dieser Film, was man ihm auch anmerkt. Flott huscht man durch eine eher platte Story („Die Echt-Bösen verfolgen uns, weil böse!“) mit einer Figur, welche (gewollt?) über keine hohen Charisma-Werte verfügt. Ihre Sidekicks stammen entweder aus der selben Figuren-Schablone („Wie wäre es mit einer unterdrückten Pilotin, welche dann auch noch SCHWARZ ist!“) oder kommen von der Render-Farm. Am Besten hat mir dann noch der spitzohrige Anführer gefallen, welcher das blutarme Treiben ein wenig rettete.

Doch Captain Marvel selbst war vor allem gegen Ende so mächtig, dass auch die schönsten Pixel-Explosionen nur noch für ein analoges Gähnen reichten. Immerhin steht Superman damit nun nicht mehr alleine da.

Wertung: 5 von 10 Punkten


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von Klapowski am 21.06.19 in Filmkritik

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Kommentare (52)

  1. Re-Saulus sagt:

    Schön bissig.
    Ich glaube, die ganzen SJW Freaks sind erst mal für drei Tage im Koma.
    Aber dann kommt der Storm, ganz sicher.

    Auch ich habe mich am Anfang darüber aufgeregt.
    Frauen können alles besser, Schwarze sind die besseren Menschen usw..

    Jetzt, im „alter weißer Mann Modus“ lehne ich mich zurück und genieße die Show.
    Rüchwärts und auf Stöckelschuhen wird auf der Leinwand das Universum gerettet. Natürlich durch Frauen, schwarzen Rolands und Afro-Spiderman.

    Wann kommen endlich die Transgender Superdingens und diversen Ninja Turtles. Und natürlich die LSBTQ Powerpuff ähh… irgendwas mit /innen.

    Die eine oder andere Überraschung werden wir noch erleben, aber das Ende ist nahe.
    Endlich wieder normale Filme ohne Moralkeule.
    Ich hoffe es.

    • jako sagt:

      Genau. Normale Filme wo schwarze die witzigen Nebenrollen spielen. Transen irgendwie skurile Psychos mimen, Frauen einfach gut aussehen und Männer wieder harte Männer sein können denen die Welt zu füßen liegt!

      Und die ganzen Freaks, die uns belästigen damit, dass sie ja angeblich auch was zusagen hätten nur weil sie hier diesen Planeten mit uns teilen die können ihre fresse halten…

      ENDLICH! ICH KANN ES KAUM ABWARTEN WIEDER IM MITTELALTER ZU LEBEN!

    • Grinch1969 sagt:

      Mal wieder eine typische Überreaktion. Bemängelt wird ja nicht die Anwesenheit der angesprochenen Minderheiten sondern die ständig unterschwellige Moralkeule mit der sie in Szene gesetzt werden. Wir waren da, auch in der Community selber, schonmal deutlich weiter. Ganz im Gegenteil hat man inzwischen deutliche Tendenzen Richtung Mittelalter eher im Feld der Community und deren Unterstützer. Ich möchte da nur die Diskussion um die Batwoman Darstellerin erwähnen die LGBTQ „nicht lesbisch genug“ war.

      Zum Film selber, bei mir kam er deutlich besser weg als bei der Mehrheit der schreibenden hier. Unterhaltsam, die Darstellung von Brie und auch Jude Law war gut, die Motivationen der handelnden nachvollziehbar. Aber auch eben mit dem typischen Supermann Problem, Overpowered.

  2. bergh sagt:

    tach auch !
    Muss Euch in allen Punkten zustimmen. Brie Larsons schauspielte sehr uninspiriert vor sich hin.
    Der Rest wurde auch schon angemerkt. Mir fällt nur nichtz ein woher ich die grünen Spitzohren kannte. Die sind schon mal irgendwo verwendet worden.

    Gruss BergH

  3. Speedomon sagt:

    Die Captain war schon ein Low-Light in Endgame, ein ganzer Film mit ihr? Thanks, no ma’am

  4. G.G.Hoffmann sagt:

    Ich beschäftige mich gerade vorzugsweise mit Filmen der 30er bis 70er Jahre und habe daher leider keine Zeit für den 39. Superheldenfilm, freue mich aber, offenbar nichts zu verpassen.

    • Grinch1969 sagt:

      Ich gratuliere dir zu diesem hyperintellektuellen Hobby.

    • G.G.Hoffmann sagt:

      Ich würde Heinz Erhardt und Bud Spencer nicht als hyperintellektuell bezeichnen. Aber im Vergleich zu Marvel hast Du wahrscheinlich Recht.

    • Grinch1969 sagt:

      Sehr klassische, gute und unterhaltsame Filme für jene Epoche. Man muss sicherlich ein gewisses Faible haben um das in modernen Zeiten erneut geniessen zu können. Vielleicht könnte man einige Filme erneut ins Kino bringen um Marvel auf ihre Qualitätsprobleme hinzuweisen?

    • G.G.Hoffmann sagt:

      Guter Gedanke. Zumal „Immer die Autofahrer“ offenbar einen ähnlichen Plot hat wie „Captain Marvel“.

    • Grinch1969 sagt:

      Dann hat Marvel zumindest vernünftig kopiert, das kriegt ja nun auch mal nicht jeder hin.

  5. Nitpicker sagt:

    „Wieso muss z.B. eine Alienrasse, die immerhin schon im Orbit der Erde abhängt, von einer Wissenschaftlerin das Geheimnis des Überlichtantriebs abgreifen?!“

    Guckt Klapowski die Filme überhaupt noch die er da zerreißt, oder bleibt vor lauter Doomcock-Huldigung keine Zeit mehr für derlei Nichtichkeiten? Im Marvel-Universum scheinen die meisten Raumfahrenden Rassen per natürlichem(?) Hypergate-Netzwerk zu reisen. Mit einem Überlichtantrieb wäre man davon nicht mehr abhängig und könnte sich in Regionen zurückziehen, wo keine Hypergates mehr sind. Was die grünen Aliens auch vorhatten. Das habe ich nicht nachgelesen, das hat sich mit beim Gucken erschlossen. Einerseits beschwert man sich hier, wenn einem jede Info brühwarm vorgekaut wird, andererseits hat Discovery scheinbar so viele Hirnzellen weggebrutzelt, dass Klapo auch nicht mehr 1 und 1 zusammenzählen kann. Nicht, dass der Film hier keine Kritik verdient hätte. Man muss sich aber auch nicht dümmer stellen, als man ist.

    Aber wenigstens reicht es noch, um das nachzumachen, was man auf den US-Seiten vorgelebt bekommt, sodass man auch in Zukunftia-Artikeln nicht mehr auf seine regelmäßige Portion Geschlecht/Rasse/Optik-Besessenheit verzichten muss. Ich krame daher schon mal das Maßband hervor, um zu prüfen, wer in der Zukunftia-Redaktion das Manlet ist. Klapowski? Sparkiller? Oooooder jemand anderes? *auf Kommentar unter mir schiel*

    • Grinch1969 sagt:

      Ich nehme auch an dass Klapowski ähnlich wie die anderen Redaktionen der Republik arbeitet. Einfach voneinander abschreiben ohne das Ausgangsmaterial wirklich gesehen zu haben. Vielleicht bleibt bei konzentriertem zweieinhalbstündigem Schauen auch etwas von der Satire oder Ironie auf der Strecke sodass er das lieber nur mit einem Auge tut, das andere kann er dann genüsslich über etwas wirklich erhebendes gleiten lassen wie z.B. echtem Star Trek bei The Orville. Auf der anderen Seite hat sich der Ärmste ja tatsächlich den STD Krempel ganze 2 Staffeln angetan. Da verzeihe ich ihm solche groben Patzer wie hier auch mal gerne.

    • Klapowski sagt:

      „Im Marvel-Universum scheinen die meisten Raumfahrenden Rassen per natürlichem(?) Hypergate-Netzwerk zu reisen.“

      Äh… „Scheinen“? Geht das jetzt schon als logikreparierendes Bemühen der Filmcrew durch, wenn man mit mittelgutem Gewissen „scheinen“ sagen kann?

      Okaaay. Und „natürliches Hypergate-Netzwerk“… Okaaaay. Also quasi eine Art Autobahn aus Löwenzahn, um die Analogie mal auf reale Landschaften zu übertragen? Und welche Comics oder anderen Filme muss ich gelesen haben, um das zu wissen? Wäre es nicht die Aufgabe des Films, mir das zu erklären? DAS meinte ich ja weiter oben mit der Dachdecker-Analogie: Sich Drehbuchschnitzer oder ungenannte Infos als Zuschauer irgendwie zu „reparieren“, ist keine Kunst (bei Star Trek war’s im Zweifel immer Q), aber das Einflechten auf eine Art, dass man es auch mitbekommt, dann schon eher.

      Wobei ich hier wirklich mehrmals weggenickt bin. Kann also sein, dass ich was verpasst habe. Aber ob nun mit oder ohne Portal-Netzwerk: Die Fallhöhe bzw. das zu erreichende Gut ist dann ja nicht so besonders dolle hier, oder?

      „Klapo, wenn die anderen den Super-Treibstoff erfinden, können alle ihre Flugzeuge DREIMAL so schnell fliegen! Nur du kannst uns davor retten!“ (Gähn)

      „sodass man auch in Zukunftia-Artikeln nicht mehr auf seine regelmäßige Portion Geschlecht/Rasse/Optik-Besessenheit verzichten muss.“

      ICH habe mir das ja nicht ausgedacht, dass neuerdings so viel Wert darauf gelegt wird.

      Wir leben in einer Zeit, in der männliche Regisseure und Autoren nicht mehr gebucht werden, weil man Quoten übererfüllen möchte (siehe Robert Duncan McNeill). Und warum sollte man so tun, als würde die Debatte um „toxische“ oder zu männliche Helden nicht ständig geführt werden? Sollen wir es ignorieren, wenn ein Film wie „Stärkster Marvel-Held aller Zeiten ist zufällig weiblich“ rauskommt?

      Und verwechsle hier bitte das Ansprechen von offensichtlichen Dingen nicht mit dem moralischen Kompass von mir oder Sparkiller. JEDE Frau der Welt so gefälligst wie ein Mann behandelt werden. Allerdings NUR, wenn ich vorher nicht von Unterhaltungsprodukten wie ein 10-Jähriger Trottel behandelt werde, der mehr oder weniger bewusst/unbewusst erzogen werden muss. Und wenn schon nicht durch die Handlung, dann durch das plumpe Marketing-Gesaller.

      Doctor Who und Burnham haben mir da nämlich jetzt gereicht…

    • Grinch1969 sagt:

      Siehste Nitpicker,

      ich hab doch gesagt die beiden Staffeln Doofcovery waren zuviel für Klapo.

    • Sparkiller sagt:

      „Das habe ich nicht nachgelesen, das hat sich mit beim Gucken erschlossen.“

      Was gerade durch eingebaute Fragezeichen und Fakt-Festiger wie „Scheinen“ bedeutet: „Meine Ansicht. Könnte so sein. Sah halt so aus. Doof, wer anders denkt!“

      In Wirklichkeit: Weltraumreisen im Marvel-(Film?)Universum verfügen über keinerlei Grundregeln und jeder Schreiberling kann sich frei austoben.

      Bei Guardians sind hunderte „Sprünge“ inklusive Gesicht-Weichspüler nötig, bei Thor fliegt man durch den Anus und beim Marvel-Captain kann man zwar problemlos zur abgelegenen Erde, für NOCH abgelegenere Exodus-Reiseziele reicht es dann aber doch wieder nicht.

      Andererseits ERWARTE ich zum Thema „Doll schnell fliegen“ auch keinen seitenlangen Eintrag im Canon-Lexikon, bzw. bin sogar dankbar dafür, dass der Fantasie dabei keine Scheuklappen aufgesetzt werden.

      Seltsam fand ich es aber auch, dass gerade die gammelige Erde der 90er wieder der wichtige Ort für krasse Technik-Entwicklungen ist, während der Rest der Galaxis über unbegrenzte Fähigkeiten in Sachen Gadgets verfügt. („Nee, kein Problem, den Tesseract-Drive kann man am Besten in steinzeitartigen Erdlings-Fliegern testen. Deswegen hat meine Holzkeule auch einen eingebauten Touchscreen… für die Birne!“)

      In der Tat, gerade für den „Plot“ (hier ruhig noch ein paar Anführungszeichen vorstellen) ein echt grober Patzer.

    • Nitpicker sagt:

      Netter Versuch. Das „scheinen“ bezog sich in diesem Falle aber nur auf das Wort „meisten“. In den Guardians-Filmen hat man auf das Netzwerk zurückgegriffen (Nova-Geschwader, Souvereign, die Guardians selbst) und die Kree nutzen es auch. Das einzig andere Beispiel eines FTL-Antriebes war wohl Thanos‘ Flotte zu sein. Deshalb „scheint“ das Hypergate-Netzwerk momentan die Norm zu sein. Kann sich natürlich noch ändern.

      Spielt keine Rolle, in DIESEM Film nutzen die Kree definitiv nur die Hypergate-Autobahn und das war auch verständlich. Und warum dadurch die Fallhöhe senken soll, erschließt sich mir nicht. Die Kree sind ein Imperium, wollen die Skrull auslöschen und ein FTL-Antrieb in den Händen der Skrull würde nur dafür sorgen, dass man dem Feind nicht mehr hinterherkommt/der Kampf somit sehr viel länger dauert. Einfache Sache. Kann man leicht verstehen. Man kann sich auch hinterher damit rausreden, dass man eingenickt ist.

      @Grinch, hat schon jemand Ripley und Sarah Conner erwähnt und somit das Bullshit-Bingo vollgemacht? Hab’s nicht so ganz mitbekommen. Bin bei der lahmen Erwiderung zur Geschlechter-Kritik-Kritik mehrmals weggenickt.

    • Klapowski sagt:

      „Bin bei der lahmen Erwiderung zur Geschlechter-Kritik-Kritik mehrmals weggenickt.“

      Warum? Weil es anstrengend wird, wenn mal ein bisschen Gegenwind kommt? Es hatte mich ERNSTHAFT ein wenig interessiert, wie du auf meine obigen Argumente eingehst.

      Aber war vermutlich mein „Fehler“, dass ich keine sexistischen Sprüche abgelassen habe und vielmehr auf das Problem der umgekehrten Diskriminierung als vermeintliche Medizin gegen bisherige Diskrimierung umleiten wollte…

      Im Ernst: Man kann ja hier über alles sprechen, aber Argumente zu überlesen und dafür neue aufzumachen (Ripley/Connor) hatte ich jetzt nicht unbedingt erwartet.

    • Klapowski sagt:

      Ach so, das mit dem Überlichtgedöns habe ich jetzt ganz vergessen, weil Sparki das schon gut zusammenfasste:

      Mit „Fehlender Fallhöhe“ meine ich tatsächlich, dass es dem Zuschauer Wurscht ist, ob es nun normale, geliehene, neue, uralte, verbesserte oder langsame Sprungtriebwerke sind. Also so wie den Autoren auch, denen ja anscheinend zig Möglichkeiten offen stehen.

      Das liegt hier aber auch sehr an der Präsentation des Ganzen, die sich nicht viel Mühe gibt, das irgendwie zu visualisieren, phantasiereich zu erklären oder sonstwie zu konkretisieren. Bei „Indiana Jones“ bekommen wir am Ende die „Waffe“ noch derartig präsentiert, dass wir sie über Jahrzehnte nicht vergessen werden (Bundeslade/Gral). Beim Marvel-Captain jedoch ist es nur ein Wort, das als Ankerpunkt für die dünne Handlung herhalten muss.

      Und: Das ist nicht mal so schlimm. Da man bei z.B. James Bond gefühlt auch nur ständig irgendwelchen Atombomben(-Codes) nachjagt. Allerdings bekommt der Held da auch mal was ab.

      Und das ist für mich auch ein Zeichen von Fallhöhe: Wenn der Held am Ende NICHT verdreckt ist wie Frodo oder halb verblutet wie in „Stirb Langsam“, sondern ohne MÜHE alles regelt, so war die Fallhöhe auch charakterlich eher Null-Komma-Null. Ich weiß nicht mal, ob ich es überhaupt schon mal erlebt habe, dass man emotional und körperlich derartig unverschrammt aus einem Actionfilm kommt.

      Hier hat man sich aus irgendeinem Grund nicht getraut, der Heldin die dramaturgische Standardbehandlung anzutun, die John Wick, Rambo, Rocky und Co. schon immer bekommen durften.

    • Nitpicker sagt:

      „Aber war vermutlich mein „Fehler“, dass ich keine sexistischen Sprüche abgelassen habe und vielmehr auf das Problem der umgekehrten Diskriminierung als vermeintliche Medizin gegen bisherige Diskrimierung umleiten wollte…“

      „eine verhärmte Gesichtsbaracke…“
      „Ladys‘-Night-Kinofilm…“
      „nur zweiten Platz im „Most Charming Soldiers“-Wettbewerb gewonnen?…“
      „Brie-„Lächeln macht Falten im Feminismus“-Larson…“
      usw…

      Ja, stimmt. Ich finde hier so viele gute Argumente. Weiß gar nicht, worauf ich zuerst nicht eingehen will. Aber seien wir fair. Der Artikel läuft ja hauptsächlich hinaus auf ein „mag die Larson nicht – sagt man so auch auf Youtube“ „ist mir auch zu doof die Rolle. Soldat, mächtig, haut jeden mehr oder weniger leicht um, ändert sich charakterlich dabei kaum. Genau wie Captain America. Aber DER ist ja ein Kerl, bei dem ist das okay.“ Von daher konzentriere ich mich besser auf deinen Kommentar-Kommentar.

      Keine Ahnung, was mit Robert Duncan McNeil ist. Bin nicht so auf dem Laufenden was Midnights Edge erzählt. Eher auf dem weglaufenden. Männer werden jetzt also nicht mehr gebucht? So gar nicht mehr? Überhaupt nicht? Nie mehr? That escalated quickly.

      „Und warum sollte man so tun, als würde die Debatte um „toxische“ oder zu männliche Helden nicht ständig geführt werden?“

      Wo wird die denn ständig geführt? Youtube? US-Foren? Eisdiele Neckersheim?

      „Sollen wir es ignorieren, wenn ein Film wie „Stärkster Marvel-Held aller Zeiten ist zufällig weiblich“ rauskommt?“

      Oh mein Gott! Captain Marvel soll die stärkste sein? Das… das schockt mich jetzt. Fühlt sich an wie gestern, als ich mich noch darüber aufgeregt habe, dass der stärkste superheld zufällig ein Aus- ein Außerirdischer sein soll (Thor). Und dann war ich sauer, dass der stärkste Superheld einer mit anderer Hautfarbe sein sollte (Hulk). Und jetzt ist es eine Frau? Wo soll DAS nur hinführen?

      „JEDE Frau der Welt soll gefälligst wie ein Mann behandelt werden.“

      Weil die Geschlechter ebenbürtig sind?

      „Allerdings NUR, wenn ich vorher nicht von Unterhaltungsprodukten wie ein 10-Jähriger Trottel behandelt werde, der mehr oder weniger bewusst/unbewusst erzogen werden muss“

      Ich weiß. Ist schlimm. Ich fühle mich auch immer furchtbar belehrt wenn ich Marvel-Filme gucke. Thor will mir beibringen ein guter König zu sein. Pffft! Was bildet der sich eigentlich ein?! Captain America mit seinen dämlichen Werten. Furchtbar! Was erlaubt der sich? Am Ende mögen das Leute noch und… und stehen für was ein?! *schnell die Hände auf die Ohren press*

      „Und wenn schon nicht durch die Handlung, dann durch das plumpe Marketing-Gesaller.“

      Ganz unsarkastisch; Dass das Marketing plump ist, da gebe ich dir völlig recht. Bei Captain Marvel hatte ich anfangs aufgrund des Marketings (und aufgrund solcher „bubuhu-eine Frau!“-Artikel wie diesem hier auch schon das schlimmste befürchtet. Letztendlich war davon kaum etwas im Film zu spüren. Der war nicht anders als die übrigen Marvel-Filme, wenn auch eher im Mittelfeld angesiedelt, weil Drehbuchtechnisch mehr drin gewesen wäre. Da die Marvel-Filme aber eh reifen wie feiner Wein und durch Nachfolgefilme meist aufgewertet werden passt das schon.

    • Nitpicker sagt:

      „Und: Das ist nicht mal so schlimm. Da man bei z.B. James Bond gefühlt auch nur ständig irgendwelchen Atombomben(-Codes) nachjagt. Allerdings bekommt der Held da auch mal was ab.“

      Carol Danvers hat eine Tesseract-Explosion abbekommen, woraufhin man ihr eine Gehirnwäsche unterzog, durch die sie in einem Krieg der nicht ihrer war, auf der falschen Seite kämpfen musste. Hätte man emotional mehr rausholen können? Ja. Kommt der Charakter leichter davon als ein James Bond, der etwas Staub auf den Anzug abkriegt, dafür aber Martini schlürfen und das Bond-Girl flachlegen darf? Nein.

    • Klapowski sagt:

      „eine verhärmte Gesichtsbaracke…“
      „Ladys‘-Night-Kinofilm…“

      Wir sollten uns hier schon einigen, dass das da oben die übliche Überspitzung ist, die wir hier seit 18 Jahren JEDEM Filmcharakter angedeihen lassen. Also auch gesichtstechnischen Schwarzbroten, Sauerkrautfressern oder überaus voluminösen SF-Fans wie dich. Oder mich selbst.

      Zukunftia behandelt jeden gleich und hört nicht plötzlich damit auf, weil das neuerdings(?) auch Frauen trifft. Das wäre Diskriminierung von Mehrheiten. Komm schon, so neu bist du auf dieser Webseite doch auch nicht…

      Und hier, in den Kommentaren, schrieben wir aber doch ernsthaft, oder? (Vielleicht ist das doch nicht so falsch, dass einen die Filmemacher wie einen unverständigen 10-Jährigen behandeln?)

      „Genau wie Captain America. Aber DER ist ja ein Kerl, bei dem ist das okay.““

      Vermutungsalarm! Habe ich nie gesagt. Finde die Figur strunzlangweilig. Huch, wie ist das passiert?

      „„mag die Larson nicht – sagt man so auch auf Youtube““

      Vermutungsalarm! Man KANN dieser Meinung auch sein, ohne die abgeschrieben zu haben.
      Da es eine recht binäre Sache ist, ist’s sogar sehr unwahrscheinlich, oder? Es würde mich ja sogar inhaltlich interessieren, wie man diese Null-Schauspiel-Gesicht als sympathisch empfinden kann. Wäre durchaus faszinierend, die Macher-Intention hinter dem doch recht auffälligen Gebaren der Dame zu erfahren. Meinst du, wir beide finden da jemanden, der uns das erklärt?

      „Oh mein Gott! Captain Marvel soll die stärkste sein? Das… das schockt mich jetzt.“

      Es geht hier um dramaturgische Grundprinzipien, wie oben erwähnt. Um den Helden, der zwischen dem zweiten und dritten Akt zu versagen droht – und dann noch mal alle Kräfte aufbieten muss, um zu siegen. Wenn der Sieg einer Figur einfach so zufliegt, ist das allgemein langweilig für den Zuschauer, da wir da die klassischen Elemente des „Über sich Herauswachsens“ nicht haben. Es gibt da natürlich noch andere Elemente und Grundlagen, aber das lockt dann wieder nur Serienfan an. Und diese Zeit hat hier ja nun wirkich keiner.

      „Carol Danvers hat eine Tesseract-Explosion abbekommen, woraufhin man ihr eine Gehirnwäsche unterzog, durch die sie in einem Krieg der nicht ihrer war, auf der falschen Seite kämpfen musste.“

      Es ist schon interessant, dass diese „Entwicklung“ bereits in der Vergangenheit stattgefunden hat. Und dass man komischerweise in den Moment abblendete, als ihr all das klar wurde und sie auf der Wiese langsam so RICHTIG Emotionen hätte zeigen können. Auch empfand ich den Verlust als eher gering, da Jude Law von Anfang an als zwielichtiger Charakter installiert wurde, zu dem sie jetzt auch nicht die knuddelig-väterliche Beziehung hatte. Und wir auch nicht.

      Hier hat man meiner Meinung nach emotional nur 10% aus dem Plot rausgeholt. Womit so manche bessere James-Bond-Filme locker mithalten können.

      Für mich macht der Film vom Aufbau her so ziemlich alles falsch, was nur geht. Da lobe ich mir den althergebrachten, fast schon langweilig nach Schema F durchstrukturierten „Venom“.

      Am Ende des Tages ist es natürlich nur eine Meinung.

    • Grinch1969 sagt:

      „Am Ende des Tages ist es natürlich nur eine Meinung.“

      Das trifft es eigentlich auch ziemlich gut hier. Man weiss doch allgemein was diese Seite ist und aussagt und nach welchen Kriterien hier geschrieben und geurteilt wird. Von daher ist die Wertung des Films im Kontext des sonstigen Inhalts hier vollkommen korrekt. Das ich persönlich Captain Marvel nicht als schlechtesten Marvel und schon gar nicht als schlechtesten Film aller Zeiten behandeln würde steht ja auf einem anderen Blatt. Brie war mir tatsächlich auch nach dem 2. schauen syphathisch, Jude Law ist eh einer meiner Lieblingsschauspieler. Das Casting hat also alles richtig gemacht. Genervt hat wirklich nur die Moralkeule im Film und auch im Vorfeld.

  6. Re-Saulus sagt:

    @ Klapo und Sparki.

    Kennt ihr den Spruch: Man kann mit Idioten nicht diskutieren.
    Sie ziehen dich auf ihr Niveau herunter und schlagen dich mit ihrer Erfahrung!

    Naja, jetzt kennt Ihr ihn.

    • Nitpicker sagt:

      Schöner Beitrag. So etwas hat ja Captain Marvel am Schluss gemacht, als sie sich nicht auf Yon-Roggs Firstfight-Niveau begeben wollte (wo er eine Chance gehabt hätte) und ihn stattdessen mit ihren eigenen Kräften schlug. Aber das fand Klapowski ja doof (Bei Indy war das natürlich cool!). Du vermutlich auch? Oh, diese Ironie…

    • Klapowski sagt:

      @Re-Saulus:

      Ich halte Nitpicker nicht für einen Idioten.

  7. Vker sagt:

    @Klapowski:
    Du bemängelst, dass Dir der Film zu langweilig war, weil Captain Marvel ja sowieso die Stärkste ist, mit dem Argument…

    „Es geht hier um dramaturgische Grundprinzipien, wie oben erwähnt. Um den Helden, der zwischen dem zweiten und dritten Akt zu versagen droht – und dann noch mal alle Kräfte aufbieten muss, um zu siegen.“

    Wieso muss denn immer alles genau nach diesen *dramaturgischen Grundprinzipien* ablaufen? Das finde ich genauso langweilig. Ich fand es sehr erfrischend, dass die Bösen am Ende einfach mal ordentlich auf die Fresse bekommen haben, nachdem sie sich von den Guten zu den richtig Bösen entwickelt hatten. Auch wenn letzteres vielleicht vorhersehbar war.
    Bei egal welchem Superman-Film oder Comic oder Fernsehserie ist es doch IMMER so, dass früher oder später der Oberbösewicht mit Kryptonit um die Ecke kommt und dann wird es „dramatisch“. Danke, nein. Das ist noch wesentlich langweiliger.

    Und was die Kree angeht schreibst Du…

    „Wer sind z.B. diese militärischen (und dezent faschistoiden) Ohrfeigengesichter, die sich da gegenseitig was von Martial Farts… Arts erzählen und an Sonn- und Feiertagen mit einer suspekten KI plaudern dürfen? Wo wollen die hin, wo kommen die her?“

    …und beziehst Dich danach ausgerechnet auf die „Guardians of the Galaxy“. Ob die schon mal da gewesen seien.
    Also ich bin echt nicht jemand, der die ganzen Marvel-Hintergründe kennt oder auswendig gelernt hat.
    Aber ich habe beim Anblick der Kree-Raumschiffe überlegt, ob ich die nicht aus „Guardians“ kenne und ob die, die mit diesen Raumschiffen herumgeflogen sind, da nicht eigentlich die Fiesen waren. Und Zack – wird der Film ein bisschen interessanter.

    Insgesamt kann ich irgendwie die Kritik an Brie Larson nicht verstehen und dass sie die ganze Zeit verbittert gucken würde. Ich meine mich nämlich an sehr charmantes Lächeln und herrlich trockenen Humor zu erinnern. @Klapo und @Sparki habt Ihr den Film im Originalton oder in der Synchronisation gesehen? Das interessiert mich echt. Vielleicht ist die deutsche Synchro *besser* als das Original, einige Kritiker im Internet haben Brie Larson ja auch wegen ihrer nicht-heldenhaften Stimme „kritisiert“? Das würde (mir) einiges erklären.

    Ehrlich gesagt werd ich mir dank dieses Verrisses den Film heute kaufen oder leihen, um zu kontrollieren, ob ich da im Kino die Langeweile irgendwie übersehen habe.

    P.S.: In „Avengers: Endgame“ hat Captain Marvel aber zugegebenermaßen wirklich sehr miesepetrig dreingeschaut.

    • Klapowski sagt:

      Ich bin tatsächlich etwas überrascht, dass die Stinkigkeit von Brie (Wortwitz für Käsekenner?) hier einer der strittigen Punkte ist, über die diskutiert wird. Ich dachte echt, die Streitpunkte wären die Effekte, das Ausmaß der Kräfte oder die Struktur des Films an sich.

      Mag ja sein, dass ich hier gerade entdecke, dass ich Autist bin. Aber ist es nicht so, dass Menschen miesepetrig erscheinen, wenn sie die ganze Zeit die Augenbrauen dorthin ziehen, wo die Nasenwurzel ist? Und wenn die Mundwinkel hängen oder süffisant/überlegen zucken, ist das doch eher ein Zeichen von permanenter (gefühlter) Überlegenheit? – Verdammt, ich sollte wirklich häufiger mal die Playstation ausmachen und rausgehen…

      Am Ende ist aber auch das Geschmackssache, da es ja auch Männer gibt, die auf wortkarge Zicken stehen. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob man das heute noch sagen darf, ohne gleichzeitig zu betonen: „Der Arnold Schwarzenegger, der guckte immer wie ein wortkarger Toxischer.“ – Puh, knapp.

      Ich habe den Film übrigens auf Englisch gesehen.

      „Wieso muss denn immer alles genau nach diesen *dramaturgischen Grundprinzipien* ablaufen? Das finde ich genauso langweilig.“

      Da kommen wir nicht drum herum. Frag die Griechen, was die sich dabei gedacht haben. Und es passiert in 99,9% aller Filme so – sogar in DIESEM hier. Nur halt nicht sehr gut.

      Es ist ja eigentlich vernünftig, dass der Held sich glaubhaft entwickeln und über sich hinauswachsen muss. Sonst wären die 2 Stunden bis zum Ende ja Zeitverschwendung. Und sie „evolvt“ hier ja sogar auch. Aber es fühlt sich halt an, als würde sie am Ende den gesuchten Kugelschreiber hinter ihrem Ohr entdecken („Ach, daaa waren meine Kräfte!“), als dass irgendwas Episches oder Nennenswertes passiert. Das mag aber auch daran liegen, dass mich die Krise zwischen zwei nichtssagenden Alienrassen so wenig berührt hat. Was auch wieder am Schnitt, dem Look und dem generellen Timing liegen kann. Was wiederum an den 5 Autoren liegen kann. Was wiederum daran liegen kann, dass man diesen Film noch unbedingt vor „Endgame“ einfügen wollte. Was wiederum daran liegen kann, dass man langsam Ermüdungserscheinungen… etc.

      – Es ist halt komplex, wie alles ineinandergreifen muss…

      „Ehrlich gesagt werd ich mir dank dieses Verrisses den Film heute kaufen oder leihen, um zu kontrollieren, ob ich da im Kino die Langeweile irgendwie übersehen habe.“

      Finde ich sehr gut, dass unsere kleine Webseite ein Bisschen die Wirtschaft ankurbelt. Ich selbst habe festgestellt, dass es immer etwas dauert, bis man weiß, ob ein Film gut war. Monate oder Jahre auch mal.

      Deshalb warte ich wohl auch noch so lange mit dem zweiten Durchlauf der drei Abramas-ST-Filme?

  8. BigBadBorg sagt:

    Ziemlich viele bittere Kommentare hier…

    War doch ein ganz guter Film! Aber vielleicht sehe ich das auch anders da ich in den 90ern Teenager war und mich über die kleinen Gags und den schönen Soundtrack gefreut habe. Und über Goose! Ich wünschte der hätte am Ende von Endgame Thanos gefressen und die Steine ausgespuckt. Da hat Marvel das beste Filmende aller Zeiten verpennt!

    Und dann wurde der Film am Schluss zu einer puren Powerfantasy. Na und? Ist es nicht manchmal auch befriedigend wenn ein allmächtiger Held einfach nur noch den bösen auf die Fresse geben und man sich entspannt zurücklegen kann? Und was den Zweikampf am Schluß angeht, sehr gut gelöst! Ich denke da an Ant-Man, wie geil wäre es gewesen wenn der Schlag mit dem Tischtennisschläger den Bösen endgültig gekillt hätte? Stattdessen mussten sie noch eine endlos lange (wenn auch unterhaltsame) Klopperei machen.

    Was die Hauptdarstellerin angeht, war doch ok? Für die Rolle hat es doch gepasst? Und ob die Schauspielerin in ihrer Freizeit SJW ist kann mir doch schnuppe sein. Ich mochte ja auch Mission Impossible Fallout (grandiose Action), obwohl Tom Cruise mitspielt. Ich muss mich ja nicht jedes Wochenende mit denen treffen und über Politik diskutieren.

    Ich mag das MCU, und dieser Film war für mich eine weitere nette Ergänzung.

    Es muss nicht immer Kaviar sein, manchmal schmeckt auch ein einfacher Burger mit Pommes. Aber ich spreche wohl nur für mich.

    Es wurde soviel im Vorfeld in diesen Film reininterpretiert, zu Boykotten aufgerufen, und Hass verbreitet. Absolut sinnbefreit.

    Das ist wie der Hype um Black Panther (den ich nur ok fand). Positiver Hype und negativer Hype werden nicht immer dem Endprodukt gerecht.

    • Vker sagt:

      Nein, Du sprichst nicht nur für Dich. Ich stimme Dir da voll zu (inklusive des nur okayen Black Panther). Leider sind wir wohl immer noch die Minderheit ;-)
      Um den Hype kümmere ich mich meistens nicht, ich will mir immer selbst ein Bild machen.

      Leider kann ich meine Ankündigung aus dem letzten Kommentar nicht wahr machen und nochmal zur Kontrolle gucken, ob ich auch denselben Film gesehen habe, wie die Miesepeter hier. Ich hab nur Amazon Prime und iTunes und da gibt’s den noch nicht.

    • Grinch1969 sagt:

      Nein du sprichst nicht nur für dich. Ich stimme dir in vielen Punkten ebenfalls zu.

      Darf man John Wayne Filme heute noch gut finden obwohl der ja nun gar keine politische Reputation mehr geniesst? Oder muss man die Death Wish Filme inzwischen komplett verachten aufgrund ihrer Botschaft? Ich halte nicht viel von der politischen Botschaft die heute von den Filmemachern zwangsvermittelt wird kann aber zumindest die Darsteller dort ausklammern, den Gefallen sollte man Brie ebenfalls tun, SJW hin oder her.

  9. Zuse sagt:

    Jetzt tanzen die SWJ-Luschen sogar hier agressiv ihre Namen? Spinnt Ihr noch mehr?

    Brie hat doch erklärt, sie ist nicht ein(e) weitere(r) Tom Cruise, sondern macht all‘ ihre Stunts selbst, um dann bei MTV-Irgendwas Ihre 2 Stuntdoubles in den Spot zu zerren, bei ’nem Preis. Nicht zu vergessen Ihre Empowerment-Ansprachen: Kauft Kino-Tickets für meinen Film!

    Zum Film selbst: Irgendwie belanglos. Ich konnte mich bis „Just a Girl“ wachhalten, daher kenne ich das Ende nicht.

  10. Ferox21 sagt:

    Ein sehr gutes Review von Klappo und Spark, dem ich mich quasi eins zu eins so anschließen kann.

    Es wundert mich echt, dass hier so viele Captain Marvel verteidigen. Meiner Meinung nach hat sich Marvel mit dem Film jedenfalls keinen Gefallen getan. Brie Larson sollte der erste vollwertige weibliche Superheld des MCU sein, nachdem die bisherigen Heldinnen immer nur Nebenrollen waren (Black Widow, Scarlet Witch und Co.). Leider hat man sich mit dieser total belanglosen Orogin Story keinen Gefallen getan.

    Brie Larson wirkt in ihre Rolle auf mich kein Stück charismatisch oder überzeugend. Außerdem ist ihre gesamte Motivation einfach kaum existent. Die Rückblenden erzählen da einfach zu wenig und haben außer „Männer haben stets versucht, mich klein zu halten, ich habe es ihnen aber am Ende immer gezeigt“ nichts zu bieten. Auch fehlt die ansonsten fast schon Marvel-typische karthasische Reinigung durch den viele der bisherigen Helden in Ihrer Origin Story gehen mussten.

    Somit ist Captain Marvel für mich ein schlechtes Beispiel der aktuell von übertriebener politischer Korrektheit gesteuerten Actionheldinnen im US-Kino. Die dortigen Damen sind einfach von Anfang an stark und tough und benötigen keine charakterliche Entwicklung oder gar Hilfen von anderen Männern. Diese werden bestenfalls als Sidekicks geduldet oder als Gegenspieler bekämpft. Ähnlich war es ja bspw. auch bei Rey in den neuen Star Wars Filmen. Auch Rey ist einfach von sich heraus stark und braucht keinerlei tiefgründige Hintergrundgeschichte, die das Bild der perfekten Heldin ankratzen könnte.

  11. bergh sagt:

    tach auch !

    @Feroy
    Hast Du nicht Wonder Woman vergessen?
    [Duck]

    Was mich bei Larsen echt gestört hat , war der eine überheblich wirkende Gesichtsausdruck.
    Für mich uninspiriertes Schauspiel.

    Und wer übersetzt mir SWJ Social Justice Warrior ?

    Gruss BergH

    • Ferox21 sagt:

      Ach, Wonder Woman finde ich eigentlich ganz in Ordnung. Die ist zwar prinzipiell auch eine toughe und unkaputtbare Superheldin, aber die Schauspielerin macht die Rolle sympathisch genug, so dass ich auch mit ihr mitfiebern kann. Außerdem ist der Film weitgehend frei von dummer Agenda-Politik. Das Misstrauen gegen die starke Frauenfigur Diana Prince ergibt sich dann auch eher aus der gewählten Zeitebene. Anno 1918 war man eben gesellschaftlich noch nicht soweit – auch wenn es die Sufragetten eigentlich schon rund zwei Jahrzehnte vorher gegeben hat.

      Wie gesagt, Gal Gadot macht halt eine deutlich bessere Figur als Brie Larson. Außerdem hat ihre Figur wenigstens auch eine nachvollziehbare Motivation: Sie will den Kriegsgott Ares aufhalten und bleibt anschließend in der Welt, um die Menschen zu beschützen. Und auf ihrem Weg muss sie erkennen, dass ihre Idealvorstellungen nicht mit der Realität übereinstimmen. Das alles ist – auch bei dem gezeigten Schauspiel – allem meilenweit überlegen, was wir bei Captain Marvel bekommen.

      Carol Denvers wollte mal Airforce-Pilotin werden, aber warum? Dann kriegt sie ihre Kräfte, wird von den Kree gehirnwaschen und als Soldatin missbraucht. Und als sie von der Kontrolle befreit wird, nimmt sie das einfach so hin, als wäre es nicht. Also quasi abhaken und weiter im Text. So eine aufrüttelnde Enthüllung verlangt nach Emotionen, Trauer und so etwas wie Reue – aber davon sehen wir nichts. Captain Marvel macht einfach weiter – mischt ihre ehemaligen Verbündeten gehörig auf und entschewebt dann aus der Handlung, da sie im Rahmen des MCU ja erst wieder zu Avengers Endgame auf der Erde auf den Plan treten darf.

    • Grinch1969 sagt:

      „Carol Denvers wollte mal Airforce-Pilotin werden, aber warum?!“

      Ich kann ja Teile deiner Kritik durchaus nachvollziehen aber Sätze wie dieser lassen mich ernsthaft daran zweifeln ob du den Film gesehen hast! Und wenn du ihn gesehen hast, hast du ihn nicht verstanden denn die Motivation ist nunmal mehr als deutlich dargestellt.

      Das erinnert mich an eine Diskussionsrunde im TV über Sarrazin und sein neuestes Machwerk. Vier Experten, eine Moderator*in und er selbst und auf die Frage Sarrazins wer denn sein Buch gelesen hat antworten die anderen ernsthaft mit „keiner“. Das ist als ob ich einen Film anhand des Trailers bewerten will und kann ja wohl keinesfalls ernst gemeint sein!

    • Ferox21 sagt:

      Ich habe Captain Marvel gesehen, aber offenbar war die Motivation der Figur Carol Danvers so gut versteckt, dass ich mich ein paar Monate später schon nicht mehr daran erinnern kann. Auch du sagst ja nur, dass es das gegeben hat, stellst es hier aber auch nicht klar, um mich und die anderen aufzuklären.

      Unterm Strich ist das aber auch nicht so relevant, denn der einzig erkennbare Antrieb der Figur lässt sich in meinen Augen auf folgende Situation reduzieren: „Männer haben mir immer wieder gesagt, dass ich dieses und jenes nicht schaffen kann. Dann bin ich hingefallen und die jeweiligen Männer haben über mich gelacht. Ich bin dann aber aufgestanden, habe es doch geschafft und es allen damit gezeigt.“ Das ist eine löbliche Sache, taugt bei dem Gezeigten aber nicht unbedingt als Beleg für die Motivation, da bei den paar Fetzen Rückblick einfach der Kontext fehlt, warum die jungen Carol Denvers bspw. überhaupt Baseball-Spielerin, Kart-Fahrerin oder halt Air Force Pilotin werden wollte.

      Hier fehlt mir einfach die eine Szene, die mal erklärt, warum Carol Denvers das alles so gemacht hat. Dann gerne auch als Zitat a la Kennedy: „Ich wollte nie den einfachen Weg gehen, sondern ich habe immer die schweren Herausforderungen gesucht.“

      Und wie bereits erwähnt: Nach Enthüllung der Gehirnwäsche durch die Kree nimmt Carol Denvers dies alles viel zu gelassen hin. Kaum Emotionen. Selbst die Wiedervereinigung mit ihrer guten Freundin und deren Tochter verläuft seltsam distanziert und kühl. Gerade hier hatte der Film die Steilvorlage, emotional beim Publikum zu punkten, aber es wurde nicht genutzt, da Brie Larson auch hier weiter den coolen, unnahbaren Action-Star gibt / geben muss / geben will (?).

      Auch ist mir etwas dürftig, warum Captain Marvel am Ende ins Universum fliegt. Warum hat sie auf einmal den Antrieb, im Universum für Gerechtigkeit zu sorgen Auch hier hätte ich mir etwas mehr gewünscht als: „Ich muss die Kree aufhalten.“ Es ist klar, dass die erst einmal bei ihren ehemaligen Verbündeten aufräumen will, aber darüber hinaus verstehe ich nicht, warum sie danach nicht zur Erde zurückkehren will. Klar, man muss das so machen, um die Kontinuität zu wahren, aber auch hier verstehe ich die Motivation der Figur nicht.

      Und unterm Strich kann ich nur nochmal wiederholen: Für mich ist die Figur der Captain Marvel bis jetzt einfach keine Sympathieträgerin. Dies kann an Brie Larson teilweise lustlos wirkendem Schauspiel liegen, eventuell auch am Skript, dass die Figur bis jetzt immer etwas arrogant und emotionslos dargestellt hat. Ich kann mir heute jedenfalls nicht vorstellen, dass Captain Marvel in der bis jetzt gezeigten Form in einer Liga mit Captain America, Iron Man oder Thor mitspielen kann – denn dies ist zumindest irgendwann mal so beabsichtigt.

    • Grinch1969 sagt:

      Warum sollte ich detailliert darauf eingehen, die Motivation ist mehr als offensichtlich und wenn du dich daran nicht mehr erinnern kannst ist eine Diskussion darüber eh müßig da du scheinbar wenig interesse daran hast. Das mag durchaus am Film selbst liegen oder an dir, das vermag ich nicht zu beurteilen. Sei mir daher nicht böse dass ich deinen Beitrag nach Satz eins abgebrochen und nicht konsumiert habe.

    • Ferox21 sagt:

      Also ich beginne zu glauben, dass du den Film selber nicht gesehen hast, wenn du hier nicht darlegen willst, worin die Motivation der Figur Carol Denvers nach Aussage des Films eigentlich liegt. Ich bin nicht allwissend oder kann mir alles merken, daher wäre ich für eine kleine Auffrischung dankbar gewesen. Deswegen habe ich ja auch versucht mich in meinem weiteren Beitrag dem Thema zu nähern.

      Ich finde deine Antwort daher schon etwas arrogant, muss ich leider sagen.

    • Grinch1969 sagt:

      Ich lasse mich nur nicht gerne veräppeln wie man an deinem weiteren Beitrag unten sehen kann.

    • Ferox21 sagt:

      ???

      Ich verstehe nicht, was du meinst.

      Aber ok, ich habe auch keine Lust, der weiter auszudiskutieren. Belassen wir es dabei.

  12. BergH60 sagt:

    tach auch !

    War Captain Denvers nicht selber Krtee.
    So mit besch-grauem Blut ? Oder war das eine Traumsequenz.
    Fassen wir zusammen:
    Brie Larsen ist keine Gal Gadot.
    (Ein balsierter Gesichtsausdruck ist zu wenig.)

    Das Drehbuch kann die notwendige Motivation nicht herausarbeiten.
    (Wenn es eine gab, habe ich die ebenfalls wieder vergessen.)
    „Ausser mein Trainer war ein Arsch und verdient auf die Fresse.“

    Und ja : Das ich muss weg mein Sektor (Quadarnt?) ist sehr groß,
    war ebenfalls RTL II Niveau.

    Gruss BergH

    • Ferox21 sagt:

      Hallo BergH.

      Carol Denvers ist bzw. eher war ein Mensch. Nach dem Unfall mit dem Experimentalflugzeug (bedingt durch einen Angriff der Kree) hat sie dessen Antrieb zerschossen und die dabei freigesetzte Energie absorbiert, wodurch sie ihre großen Kräfte erhalten hat. Die Energie des Antriebs leitet sich übrigens vom Tesserakt ab, den die Skrull-Wissenschaftlerin Mar’Vel zum Aufladen des Antriebs benutzt hat. Also hat Captain Marvel ihre Kräfte indirekt von einem der Infinity-Steine erhalten.

      Bei der Explosion des Antriebs wurde Denvers dann ausgeknockt und die Kree haben sie aufgenommen und für die Unterdrückung ihres Gedächtnisses gesorgt – offenbar damit sie sich ihre Kräfte zu Nutze machen können. Dabei wurde auch ihr menschliches Blut durch dieses grau-blaue Blut der Kree ausgetauscht. Einen genauen Grund dafür nennt der Film aber nicht, soweit ich mich erinnere.

      Außerdem bleibt für mich offen, was die Kree eigentlich sind. Geht man nach Captain Marvel könnte dies auch ein Zusammenschluss verschiedener Spezies sein, die sich allesamt als Kree bezeichnen. Ob es in den Comics eine eigenständige Spezies namens Kree gibt, kann ich nicht sagen, da ich nie Superhelden-Comics gelesen habe.

  13. bergh sagt:

    tach auch

    Wo haben sie denn ihr Blut ausgetauscht,
    war ich da Pullern?

    Gruß BergH

  14. Nummer 6 sagt:

    Meine Güte, so verbissene Diskussionen habe ich auf Zukunftia noch nicht gelesen.

    Das ist ein simpler Comic-Unterhaltungsfilm ohne jeden künstlerischen, kulturellen, psychologischen oder philosophischen Anspruch. Wertlose Hollywood-Fastfood-Dutzendware. So unoriginell, daß es kaum den Veriss wert war.

    Würden sich Gourmets über den neuesten McDonalds-Burger der Woche streiten?

  15. Onkel Hotte sagt:

    Das Filmplakat finde ich unheimlich sexy.

  16. bergh60 sagt:

    tach auch !

    @Zuse
    Das ist mal ehrlich und einprägsam. Wer da Irinie vermutet liegt richtig. :-)

    @Hotte
    Ich finde Brie Larson auch sexy, aber das reicht nicht , um einen ganzen Film zu tragen.

    GHruss BergH

    • Onkel Hotte sagt:

      Hi BergH,

      da hast du recht. Ich fand die Brie in Trailern und Filmschnipseln dann auch nicht mehr so sexy ;) Schaut immer gleich drein, quasi die Femme Steven Seagal.

      Ich wollte hier auch mal einen anderen Spin reinbringen. So viel Beiträge kenne ich sonst nur zum Thema Star Trek. Nicht das die SJW hier auch noch das Forum vergiften

  17. bergh60 sagt:

    tach auch !

    So ist recht.
    Diese überbordende Poliical Corrente und LGBTQ wasweissIch welle geht mir auf die Nerven.

    Gruss BergH

  18. DerBeimNamenNennt sagt:

    Schade, ich komme ein bisschen zu spät für den guten Flamewar.

    Ich werde meine Kritik deshalb in zwei Punkte aufteilen:
    1. Der Film:
    Der Film war solide Unterhaltungskost. Nichts, was das Genre SciFi- oder Comic-Verfilmung revolutionieren wird und bestimmt auch kein Film, an den man in 10 Jahren zurückdenkt, weil unser Leben verändert hat. Aber sich für 2 h aus der Realität zu verabschieden und in eine Actionreiche Traumwelt abtauchen, das geht.
    Ich würde den Film beim reinen „Zeit totschalgen“ tatsächlich eine 10/10 geben. Wenn es um Unterhaltung geht, muss man schon sagen, der Film hatte seine Längen. Richtig ist, wenn man die Hintergründe über die Skralls nicht aus Serien oder Comics kennt, versteht man nix.
    Auch die Flüchtlingsthematik wurde eigentlich nur kurz eingearbeitet. Fast schon peinlich die Aussage des kleinen Mädchens „verändert nie eure Augen, die sind schön“. Klar, man wollte den kleinen Zuschauern die Botschaft einhämmern Stolz darauf zu sein, so wie sie sind. Also keine Minderwertigkeitskomplexe wegen dem Aussehen, schon gar nicht wegen Augenfarbe oder sowas.
    War aber ein bisschen zu Holzhammer. Zumal ich auch denke, dass andere Leute einfach besser aussehen als ich, deshalb habe ich aber nicht die Vorurteile der Gesellschaft über mein Aussehen verinnerlicht oder so.

    Egal. Der Film war Popcorn-Kino, aber keine Offenbarung. Was allerdings völlig anders zu bewerten ist, ist die PR.

    2. Die PR:
    Es ist den Marketingexperten der Filmstudios gelungen (RESPEKT) einen Popcorn-Unterhaltungsfilm ohne wirkliche Botschaft zu einem Film mit Botschaft umzudeuten. Klar, da kamen Themen wie Rassimus, Flüchtlinge oder Frauen, die sich einen Weg in einer Männerdomäne freischießen müssen.
    Nach der Logik wäre aber Rambo (Heimgekehrter Soldat/Obdachloser wird von der Polizei solange gepiesackt, bis zu zurückschlägt) oder Terminator (Umgang mit Maschinen) auch hochbrisante Filme.
    Trotzdem käme niemand auf die Idee, dass jemand der Rambo oder Terminator nicht mag, deshalb das Thema „Obdachlosigkeit“ oder „Umgang mit Maschinen“ irgendwie Ausblenden will.

    Tja, liebe Freunde, die Feminismus-Debatte zeigt uns, dass dieser Film es geschafft hat, Kritik an ihn als potenziell frauenfeindlich dastehen zu lassen.
    Da sind in dem Fall rechte Trolle im Internet mit dran Schuld, ja, aber eben auch die Marketingabteilung der Filmkonerzene, die über die Feminismus-Schine Leute ins Kino locken wollte.

    Da mein Programm es ja ist, die Dinge beim Namen zu nennen, hier noch mal die Klarstellung:
    DAS IST EIN POPCORN-KINOFILM UND KEIN POLITISCHES MANIFEST. Du musst den Film nicht gut finden, weil du für Frauenrechte bist. Du musst den Film nicht schlecht finden, weil du gegen Gender-Mainstream bist.
    Lasst doch das Kino ideologiefrei.

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