Asterix, Band 33 – Gallien in Gefahr

Nichts ist mehr, wie es mal war! Mit Schrecken musste ich heute feststellen, dass selbst der Junge mit der Heuhaufenfrisur auf der Packung mit der Kinderschokolade ausgetauscht wurde. Vermutlich hatten seine Ururenkel vor Gericht gegen die weitere Verwendung des antiquarischen Bildes geklagt. Und selbst auf Asterix, früher stets Garant für gute Unterhaltung, kann man sich nicht mehr verlassen!

Um eines vorauszuschicken: Diese „Jenseits der Sterne-Rubrik“ wird ihrem Titel nicht sehr gerecht… Denn der neue Asterix ist außerirdischer, als uns lieb sein sollte.
Uderzo demontiert seit einigen Bänden seine Schöpfung so konsequent, als wolle er der ganzen Welt mitteilen: „Was? Ich? Ganz dicker Kult? – ICH BIN NICHT DICK!“
Und um diesen Gedanken beim Zuleser ausreichend zu verankern, scheint neuerdings andauernd der Zaubertrank herhalten zu müssen. Besonders in den letzten beiden Bänden beschäftigte sich der wild experimentierende Kultkritzler bevorzugt mit den Auswirkungen dieser fragwürdigen Arznei. Möglicherweise autobiographische Tendenzen eines alternden Zeichners, dem inzwischen vermutlich ganz andere Substanzen als Aspirin im Kopf herumgehen?
Uderzo bei der Arbeit: Hier mischt das Genie die fein angestimmten Zutaten für ein erfolgreiches Asterixabenteuer zusammen… Gesundes Augenmaß und viel Konzentration sind der Schlüssel zum Comicglück. Leider sind die getrockneten Anteile von Kollege Goscinny spätestens seit „Asterix im Morgenland“ aufgebraucht. Der ehemalige Texter, der zusammen mit Uderzo den Kult erfand, verstarb leider bereits 3 Alben vorher… (Bild aus „Kampf der Häuptlinge“)
So durfte Obelix in „Obelix auf Kreuzfahrt“ nach einer Überdosis Klopperbrühe erst zu Stein erstarren und kurz danach auch noch in’s Kindesalter verjüngt werden. Etwas, was bei „Gallien in Gefahr“ sogar beim erschütterten Leser passieren kann… Und in „Asterix und Latraviata“ war es immerhin an Asterix, im geistig umnachteten Zustand und unter dem Einfluss von Z-trank wie ein Flummi durch die Gegend zu hüpfen. Was nach meiner Erinnerung übrigens die Haupthandlung dieses Albums war. Die anderen 37 Nebenstränge waren schließlich nicht in der MITTE des Albums angesiedelt…
Vermutlich gibt es eine neue EU-Richtlinie, die im Sinne der Aufklärung verlangte, auch im neuesten Asterix-Band die pharmazeutischen Nebenwirkungen von Zaubertrank aufzuzeigen. Sozusagen eine Art Packungsbeilage für Analphabeten. Denn diese scheinen nach kritischer Durchsicht dieses Comics die Hauptzielgruppe des neuen Asterix zu sein. Und so erfahren wir, dass Wunderbrühe bei Aliens entweder a) gar nicht wirkt, b) diese unglaublich wachsen lässt oder c) unseren Dorfbewohnern hilft, wenn eine Art magnetisches Völlig-Wurscht-Erstarrungsfeld jedes Lebewesen zur Statue zu verwandeln droht. – Was? Nein, ich habe keinen Alkohol vor diesem Review getrunken. Und nein, auch keinen verdorbenen Zaubertrank! Dieser Käse steht tatsächlich in dem neuesten Asterix-Band!
Man gönnt sich ja sonst nichts: Tieffliegende Druiden hinter schiefliegenden Boliden… Ich kam, sah und… schüttelte den Kopf. Hallo, Udo?! Hör mal her: Asterix muss man nicht modernisieren! Wenn du schon entsprechende Ambitionen hegst, dann beschränke dich wenigstens auf Schießpulver oder die industrielle Massenzüchtung von Wildschweinen!
War schon das Auftauchen der Insel Atlantis in Band 30 hart an der Grenze zum esoterischen Ausnahmezustand, so fährt Uderzo diesmal tatsächlich Außerirdische auf! Oder, wie diese Wesen von Menschen auch genannt werden, die heute immer noch die qualitativ ebenfalls abnehmenden „Lustigen Taschenbücher“ konsumieren: „festes Bildinventar bei tschechischen Aushilfszeichnern“. Die abnehmende Qualität einstiger Comic-Kultserien und das gleichzeitig gehäufte Auftreten von blauen, grünen oder farblich wie auch immer gearteten Männchen scheint also keine Zufallserscheinung zu sein. Höchstens eine Zerfallserscheinung.
Alzheimer? Altersschwachsinn? Als Greis in den Topf mit dem Badewasser gefallen und dabei übel den Kopf gestoßen?
Doch bevor ich noch mal zum finalen „WOCK!“ aushole und nur noch Uderzos rauchende Sandalen im Wald zurückbleiben, will ich noch einmal kurz ausholen: Meine bisherigen Lieblingsasterixe waren bisher die „Asterix bei den … “- oder „Asterix in/im/auf … “-Bände. Fast blind konnte man zugreifen, wenn es also beispielsweise hieß „Asterix bei den Schweizern“ oder „Asterix im Morgenland“. Merke: Wenn Lord Flügelhelmchen irgendwo Urlaub machte, war Spaß und Spannung garantiert. So hatte ich bis zur Bekanntgabe des neuen Titels auf einen Knaller wie „Asterix bei den Chinesen“ oder ähnliches gehofft. Auch „Asterix auf Rügen“ oder „Asterix geht um den Block“ hätten mich beruhigt. Wie lustig war es doch stets, wenn wieder eine Volksgruppe das erleben musste, was wir auf dieser Seite auch den „Dampfhammer“ nennen!
Doch die Globalisierung schreitet immer weiter voran und so ist es natürlich nicht auszuschließen, dass nicht sogar eine zarte Eskimo- oder NRW-Veräppelung die Zahl der Vorbesteller um empörte 50 Millionen verringert hätte. Asterixfans verstehen bekanntlich keinen Spaß, wie ich als Angehöriger des Gotischen Stammes (Band 7!) noch mal ausdrücklich unterstreichen möchte. Und so blieben eben nur Aliens übrig…
Kryptonit für Fans: Supermänner im Altertum? Luftkämpfe mit Roboterdrohnen? Brrrr… Ich fühle mich bei diesem Anblick, als wäre ich als Kind in den Topf mit Schaudertrank gefallen. Immerhin ist die Übersetzung in diesem Band aber einigermaßen gelungen. Im Vorgänger wäre dieser Wurf vermutlich noch mit „Müüüüüün… TE-FERINGG!“ vertont worden. Aber mehr dazu weiter unten.
Diese Aliens landen auf der Suche nach der Wunderwaffe der Gallier direkt im Dorf. Dort tüfteln sie dann alle zwei Seiten eine neue Gefahr für Leib und Logik aus, die dann jeweils auf einer halben Seite von der actionreichen Handlung wieder behoben wird. Die ganze Story ist quasi nur die Aneinanderreihung von dümmlichen Herausforderungen, die mit viel Kloppe, etwas Zaubertrank und schnellen Reaktionen bewältigt werden können. Ja, teilweise habe ich sogar einen Analogstick oder ein digitales Steuerkreuz gesucht, wenn ich die Seite umblättern wollte!
Die ganze Dorfbelegschaft ist erstarrt, kann aber flugs wieder geheilt werden. Egal, weiter. Der Düse eines Raumschiffs macht ein Römisches Lager platt. Egal, weiter. Obelix verprügelt einen Außerirdischen, der wie Superman aussieht. Egal, weiter. Obelix macht einen Außerirdischen im Kampfanzug platt. Egal, weiter. Der Düse eines Raumschiffs macht Troubadix` Haus platt. Egal, weiter. Zwei Raumschiffe stoßen über dem Dorf zusammen. Egal, weiter. Asterix verprügelt ebenfalls den Außerirdischen im Kampfanzug. Egal, weiter…
Ausgekugelte Hirnwindungen? – Uderzos Raumschiff ist rund. Trotzdem bringt es nicht mal die Handlung in’s Rollen… Höchstens die Buchhandlung, die trotz Dumpfbacken-Plot gewohnt viele Exemplare dieses Albums absetzen wird. Auch ich hätte es ja besser wissen müssen! Asche und Desintegrationsstrahl über mein Haupt…
Möglicherweise hat Uderzo sich geärgert, dass von den typisch Franko-Belgischen Comics alter Machart (Tim&Struppi, Spirou&Fantasio, Die Schlümpfe und viele, viele, viele mehr!) heute nicht mehr viel zu sehen ist und Superheldencomics und japanische Mangas die Zeitschriftenregale verschandeln. Gut. Auch ich kann mit Bildergeschichten nichts viel anfangen, in denen die Augen der Protagonisten größer als ihre Sprechblasen sind oder immer neue Superhelden mit ihrem ach so dramatischen Schicksal hadern (z.B. als Waisenkind, Außenseiter oder Fußpilzopfer). Es sei Uderzo in seinem Alter ja auch gegönnt, sich darüber lustig machen zu wollen. Immer her damit! Wofür gibt es Kurzgeschichten? Oder Langgeschichten mit Figuren ohne Schnauzbart und ohne Hose im Bavaria-Farbenlook? Muss ja schließlich auch nicht immer Asterix sein!
Doch sich dem modernen Comic-Zeitgeist anzupassen und der beliebtesten Comicserie überhaupt die Aliens eines viertklassigen LTB’s aufzuhalsen, ist schon ein starkes Stück. Und dieses Stück ist so stark, dass es schon als Säugling in den Topf mit dem oft genannten Nebenwirkungsgesöff gefallen sein muss. Gut, angeblich wollte Uderzo den Kampf der unterschiedlichen Zeichenstile und inhaltlichen Stilrichtungen darstellen, sprich: Seinen, den von Walt Disney, den der amerikanischen Superhelden und zuletzt den der Mangazeichner. Toll! Wo man sich früher bei der Verballhornung von Weltgeschichte amüsieren durfte, darf man sich nun ein ICH-bezogenes Werk eines beleidigten Schmierfinken herumärgern.
Dieser Kulturkampf interessiert wohl primär den Autoren selbst, gehört aber so wenig in eine historische Komödie wie die Konsistenz meines Stuhlgangs, wenn ich für diese Seite schreibe. Welche bei Reviews wie diesen übrigens schlecht ist. Nicht die Seite, die Konsistenz. Tja, manchmal kann ich es also selber auch nicht lassen…
Wie auch immer… Wie schon bei „Asterix und Latriviata“ ist die Handlung so sprunghaft und ohne ein erkennbares Ziel, dass man versehentlich durchaus mal 2 Seiten überschlagen kann, ohne dies überhaupt zu bemerken. Selber ausprobiert! – Wer es ebenfalls testen möchte, möge beim ersten Lesen die Seiten 26 und 27 überblättern und dann mal ganz tief in sich hineinhorchen. Wenn jetzt niemand namens Migräne an die Schädelinnenwände klopft, habt ihr schon mal etwas richtig gemacht. Ihr verpasst höchstens so Szenen wie diese hier:
„Äh? Entschuldigung? Herr Buchhändler? Sie haben sich vertan! Ich wollte doch das neue Asterix-Album kaufen!“ – Wie titelte SPIEGEL-Online so schön? „Viel Nichts um Lärm!“ – Einen passenderen Titel kann es kaum geben.
Selbst Miraculix scheint ein paar Seiten weitergeblättert zu haben, um zu erfahren, dass der Zaubertrank bei den Aliens gar nicht wie vorgesehen wirkt. So trägt der Druide, der inzwischen nur noch als blasse Kopie seiner selbst durchgeht (möglicherweise die Geburt des An-Droiden? Höhö! Uderzo-Gag!) doch tatsächlich zwei randvolle Amphoren mit Zaubertrank zu den beiden kämpfenden Alienrassen. Und Asterix, der in „Asterix bei den Briten“ den Römern noch ein ganzes Fass mit dem Stärkungsmittel abluchsen musste, guckt nur kritisch aus der Wäsche und verflucht den Tag, an dem er der gesetzliche Betreuer eines verkalkten Labergreises wurde.
Den Fan scheint man sowieso für doof zu halten, da selbst so Befehle wie „Rücksturz nach Gmana!“ noch mit einem erklärenden „Hommage an eine berühmte deutsche Sci-Fi-Serie.“ untertitelt werden. Mir doch egal, ob manche Asterix-Leser nicht wissen, was das Raumschiff Orion ist! Und wer weiß, ob dieser Gag überhaupt im französischen Original dabei war… Aber eigentlich kann man sich über die Eindeutschung diesmal kaum beschweren, wo doch im letzten Abenteuer noch von BSE, ICE, einem landenden „Mollemaneus“, „Westerwellen“ auf dem Meer, einem „ausgemerkelten“ Asterix, „Tschak-Tschirak“ oder einem „blanken Hans“ gesprochen wurde… Politik-Gags, die in 10 – 23 Jahren keiner mehr kapieren wird.
Die einzigen zwei Textschnitzer (muss nicht mal am Übersetzer liegen) waren hier „Waschbrettbauch“ (noch zu verschmerzen) und die beiden Römer, die glauben: „Wir haben einen Filmriss“. Ja, wer kennt ihn nicht, den berühmten gallischen Film im Jahre 50 vor Christus? Natürlich aus einem unbelichteten Hinkelstein gemeißelt… Vielleicht war dieser Satz von Uderzo aber auch selbstkritisch gemeint und er meinte eigentlich „Hirnschiss“?
HAHAHA! Dieser köstliche Wortwitz! „Alles dreht sich um mich!“ HUHUHU! „Ich dreh gleich durch!“ RAHRAHRAH! „Motten!“ – HIHIHI! – Wo nimmt dieser Kerl nur diese Ideen her?! HAHAHA! Motten! Drehen! Sauerkraut! Bratwuuuurst!! HAHAHA!
Dafür ist dieser Asterix aber wohl der erste, in dem Lautmalereien wie „Brrritzel!“, „PöttPöttPöttPött!“ oder ein dauerndes „Waaaaaooooaarrraaaarr!“ der inflationär startenden und landenden Raumschiffe vorkommen dürften. Habe ich zu meiner Schulzeit sogar noch etwas über die Lebensweise unter dem Joch der Römer gelernt, so ist dieser Effekt in diesem Band erbarmungslos demontiert worden. Superhelden in Gallien… Was kommt denn da als nächstes?! Lucky Luke bringt Jolly Jumper zum Pferdeschlachter? Gargamel beginnt ein homoerotisches Verhältnis mit Papa Schlumpf?
Die Figuren sind hier kaum wiederzuerkennen. Asterix und Obelix werden von hektischen Umwerfungen gejagt, zu der Benutzung von geschichtsfremden Vokabeln genötigt („Superklon“) und von der völlig wirren Story rektal vergewaltigt. Dabei hätte man selbst HIER noch einiges retten können: Weniger riesige Raumschiffe in Großaufnahme, die einem den alternativen Titel „Asterix und der Apparatspott“ aufdrängen. (= eine sehr schwer erhältliche – ANDERE – Asterixparodie) und dafür etwas subtilerer Crash der Kulturen. Voilà! Schon hätte es bei unserer Endwertung einen Gummipunkt mehr gegeben!
Wie inzwischen leider Standard, schien Uderzo auch diesmal seinen Band kaum voll kriegen zu können. Seite 38 ist hier eine sehr gute Stelle, um frühzeitig auszusteigen und die letzten 9 Seiten als Schmierpapier oder Malunterlage für Sechsjährige zu missbrauchen. Auch wenn letzteres wohl schon passiert ist: So muss Tadsylwine (eine Art Micky Maus für Clownophile) nicht nur die richtige Größe, sondern auch noch die richtige Farbe zurückerhalten. – Dramatik! Innovation! Witz! Das sind ja gleich drei Wünsche auf einmal. Das geht nun wirklich nicht…
Da macht auch der Text auf der letzten Seite nichts besser:
„Der große Jadsylwine… Verzeihung! … Der große Walt Disney soll mit diesem Album besonders geehrt werden. Dieser berühmte, wundervolle Druide hat es einigen Kollegen und mir erlaubt, in einen Kessel mit Zaubertrank zu fallen, dessen Geheimnis nur er kannte. – Albert Uderzo“
Die spinnen, die Uderzos!
Da war wohl Angst vor einer Plagiatsklage der Vater der Danksagung, wie? Und selbst wenn nicht: Hätte Uderzo nicht noch ein paar Jahre warten können, um dies Walt Disney persönlich mitzuteilen? Quasi von Wolke zu Wolke? Wem wird Uderzo in seinem nächsten Album danken? Seinem Pizzaservice? Nicht unmöglich, denn immerhin essen die Aliens in diesem Band ausschließlich Hot Dogs… Da wollte sich wohl ein bestimmter zeichnender Zetergreis über das angebliche Lieblingsessen der Manga-verehrenden Jugend lustig machen, wie? Mach dich erst mal selber wieder lustig, du Ein-Mann-Gurkentruppe! Unerhört!
“Oh nein, beim Teutates! Wie grauenvoll! Es… es ist… ein neuer Asterix-Band!!“ – Idefix zeigt als einziger Geistesgegenwärtigkeit und reagiert völlig angemessen auf die hier getroffene Feststellung.
Was noch? Ach ja: Noch vor dem zweiten Abendessen dürfen die Römer noch auf ganzen 4 Bildchen niedergewalzt werden. Vermutlich eine Hommage an… Asterix. Auch wenn sie in diesem Band etwas aufgesetzt wirkt. Es folgt zum Schluss noch ein Strahl, der dafür sorgt, dass die Gallier das ganze Geschehen – die Glücklichen – komplett vergessen… Traditionell ein Stilmittel, das auf eine Storyqualität weit unterhalb Hinkelsteinstandfläche hinweist.
Am Ende noch 2 Sätze zu der zeichnerischen Qualität: Obwohl noch immer „Zeichnungen: Uderzo“ auf dem Cover prangt, hatte ich schon beim letzten Band das Gefühl, dass hier etwas nicht stimmt. Die Figuren wirkten einen winzigen Tick anders und weniger detailverliebt. Gut, ich bin da allerdings auch überempfindlich, da ich schon zu LTB-Zeiten jeden einzelnen Zeichner problemlos zuordnen konnte. Von Krakel-Paule bis hin zum Schattierungs-Schorsch (die echten Namen kannte ich natürlich nicht)… Zumindest bei Asterix konnte das Rätsel jetzt aber vielleicht gelöst werden: In den Credits steht neuerdings ein gewisser Frèdèric Mèbarki als für die „Tuschezeichnungen“ verantwortliche Person. Ob es wohl daran liegt?
Fazit: Asterix für Doofe. Uderzo tut mit seinen 78 Jahren langsam gut daran, den Zeichenstift nicht mehr als wedelnde Krücke zu verwenden. Apropos „Asterix und Science Fiction“: Die Tatsache, dass das Comic-„Methusalixchen“ sogar noch immer weiterzumachen gedenkt und auch von harscher Fankritik der letzten Jahre nicht von seinem spinnerten Kurs abzubringen ist, lässt bei mir ganz besondere Ängste in Bezug auf einen anderen großen Versager aufkommen…
Nicht, dass wir ihm etwas Böses wünschen, aber Rick Berman sollte dann doch vor diesem biblischen Alter ausscheiden. Bevor Rick seinerseits einen Dicken in blau-weißer Hose und einen kleinen Schnauzbart in unsere SciFi-Umgebung zaubert. Praktisch als dankenden Gegenbesuch…

Und so hält man am Ende ein eher fragwürdiges Heftchen in den Händen, welches man selbst durch übergroße Bilder und überflüssige Nebengeschichten nicht auf die Länge älterer Klassiker wie zum Beispiel „Asterix auf Korsika“ bringen konnte. So war dieversuchte Parodie der heutigen Comic-Literatur am Ende nur ein Eigentor was den qualitativen Zustand unserers Lieblingsgalliers angeht. Beim Ironix!
Mit Uderzos aktuellem Zustand wird es wirklich höchste Zeit für einen echten Zausel… äh… Zaubertrank. Aber (Ide)fix!


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