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„Star Trek – Discovery“ – Kritik zu 3.04, „Forget Me Not“

, „Star Trek – Discovery“ – Kritik zu 3.04, „Forget Me Not“

Nach einer Reise nach Trill steht man kurz davor, Adiras Symbionten-Erinnerung wiederzuerlangen. Denn in ihren Träumen sieht sie immer diesen nackten Blauhaarigen, der drei Instrumente spielt – und dabei ist die rechte Hand noch nicht mal eingerechnet! Doch auf Trill hegt man Vorurteile gegenüber Anders-Verschmolzenen. Zu groß ist die Gefahr, dass diese eine „Krankenversicherung für Alle“ oder gar die „Toleranz für Wenige“ einführen. Also muss Burnham selber zum Höhlenbecken, um bei der alles enthüllenden Meditation mit Sätzen wie „Du musst dich dem stellen!“ auszuhelfen.


Niemand wird sich daran erinnern, aber in jeder Discovery-Staffel gab es bisher 1-2 Episoden, die „anders“ waren. Nein, ich spreche nicht von so positiven Dingen wie „schwul“ oder „trans“, sondern von Folgen, die von ECHTEN Drehbuchautoren verfasst wurden, die nicht zu tief im Kurtzman-Sumpf der guten Eigenlob-Laune mitlaufen.

Diese Episoden haben von STD-Verächtern jedoch wenig Lob erfahren – und wurden sogar von STD-Fans niedrig bewertet. Ich spreche z.B. von „Gedächtniskraft“ oder “Flucht nach vorn“, bei denen man sich NICHT alle zwei Sätze fragte, ob die Autoren Bonuszahlungen für möglichst viele Widersprüche erhalten.

So eine Folge haben wir – teilweise! – auch hier.

Eine Füller-Story mit viel Dialog, vielen Abwägungen und ein bisschen Budget-Gespare. Kurz gesagt jene Tugenden, die 90% der allerbesten Trek-Geschichten mitbrachten.

, „Star Trek – Discovery“ – Kritik zu 3.04, „Forget Me Not“

„Zur Feier des Tages habe ich meinen rechten Fuß in der Suppe verkocht. Denn ich bin euer ergebender Diener. ‚Captain‘ ist nur ein privater Fetisch von mir.“ – Ein Fest für Replikator-Gourmets: Saru vergleicht den damaligen Schwur an Burnham hier tatsächlich mit einem „kleinen Gebet“! Danach habe ich ihn aber nicht mehr verstanden, weil er lautstark ihr Holzkreuz zur Tür rausgeschleppt hat.

Klar, wir bekommen die üblichen Logikfehler (= Die Discovery-Crew kann vor TNG nichts über Symbionten wissen) und auch Brüche in der selbstgelöteten Kurtzman-Lore (= Tötet der Pilzantrieb neuerdings keine Pilzwesen und Multiversen mehr?), aber im Grunde geht es hier um … verängstigte Charaktere. Etwas, womit ich mich 100%ig identifizieren kann, sobald ich die Vorspannmusik vernehme.

Es geht um Stamets, der sich seiner Sterblichkeit und Überforderung gegenüber sieht. Um Burnham, die irgendwie mental nicht mehr im Offiziers-Modus läuft (ich verkneife mir ein „Also wie gehabt“). Um ein paar Crewmitglieder mit Schleuder- und Heimweh-Trauma. Und von mir aus auch um die spontan liebgewonnene Adira mit ihren Gedächtnislücken. – Auch wenn sie mir mit ihrem wiederholten „Ein Symbiont ist wie ein TINTENFISCH!“-Geblubber mächtig die Latten vom mentalen Zaun gefahren hat.

Was würde unsere Crew aus Wissenschaftlern eigentlich über so was wie das Corona-Virus sagen? „Das sind kleine Tennisbälle, nur halt sehr GIFTIGE Tennisbälle“? – Ja, hätte man danach nicht auf annehmbare Art über „Dunkler Materie“ gesprochen, wäre ich sehr beleidigt gewesen. Wieso gehen die Macher davon aus, dass GERADE die Trek-Zuschauer von Science so wenig Ahnung haben, dass man ihnen absurde Hirnschwund-Vergleiche liefern muss?

(Hirnschwund… Das wäre dann der Fall, wenn die Masse zwischen euren Ohren abnehmen würde. So was wie ein schmelzender Eiswürfel zwischen zwei Bananenstauden, kapiert?)

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„Willkommen auf Trill! Darf ich vorstellen: Der Chef-Skeptiker Herr McGeifer, unsere Hasspredigerin Frau Backstein-Lübbe und zuletzt unser Sicherheitsmann vom religiösen Erdolchungs-Kommando.“ – Besser Skepsis als Sepsis: Eigentlich finde ich die Vorbehalte gegenüber einem menschlichen Wirt interessant. Es fehlte es nach den ersten Sekunden jedoch an Fein-Wut… äh… -Schliff.

Die Episode ist immer dann am stärksten, wenn über spontane Gefüüühle hinausgeschaut wird – und dieses … Dings ins Spiel kommt. Äh, wie heißt das noch mal, wenn man nicht rumbrüllt, heult oder Leute verkloppt? Ach ja: Professionalität.

Wenn z.B. Burnham erklärt, dass die Trill bitte Adira helfen müssen, weil nur das Leben der Frau zählt, nicht die Politik. Oder wenn Culber und Saru überlegen, wie man die Moral der Crew wieder stärken könnte, weil alle darunter leiden, dass sich „niemand an sie erinnern würde, wenn die Discovery einfach verschwände“. – Übrigens eine Frage, die angesichts der Geschichte der Serie deutlich auf der Metaebene diskutiert gehört.

Diesen kleinen Hoch-Momenten stehen aber weiterhin die effekthascherischen Psychosen aller Figuren im Weg. Denkt man z.B. eben noch, dass Michael sich diplomatisch einen Weg zu den Trill-Höhlen bahnen muss, so wird man garantiert von ein paar Speerträgern angegriffen. Was einem danach natürlich die Rechtfertigung gibt, selbst nach den Kavernen zu suchen, denn die bösen weiß(-gefleckt)en Männer haben einem ja schließlich keine Wahl gelassen. Getreu dem alten Motto: „Schaaaade, wir wollten ja friedlich sein, aber leeeider hat uns das Drehbuch wieder mal keine Wahl gelassen. Aber gut, der Phaser und die One-Liner müssen eh einmal jährlich durchgespült werden.“

Da hilft es auch nicht, dass Einzelpersonen durchaus auf der Seite von Burnham&Co sind. Das gab es auch bei TNG oder DS9 immer wieder mal. Interessanter war aber immer, einer ganzen Gesellschaft, Politikern oder auch nur machthungrigen romulanischen Raumschiffcaptains neue Pfade aufzuzeigen. Mental mitzufiebern, mitzureisen, mitzudenken. – Aber nein, hier ist der „neue Weg“ erst mal nur eines: Der wortwörtliche Weg durch die Kunstgarten-Landschaft, immer an den ges(ch)ichtslahmen Lanzenkaspern vorbei.

, „Star Trek – Discovery“ – Kritik zu 3.04, „Forget Me Not“

„An diesem Ort musst du dich deinen Erinnerungen stellen, Adira. Die haben hier doch nicht umsonst 500 Kilo Warp-Glitter aufgehängt!“ – Willkommen in Kurtzmans Kopf: Endlich erfährt Adira, wie sie an den Symbionten im Bauch kam. Ihre Vorgesetzten haben ihr nämlich immer erzählt, dass sie sich diesen bei einem fiesen Wischmopp/Haushaltsleiter-Unfall selbst eingepflanzt hat.

Und so gibt es für jeden guten Moment wieder einen schlechten. Wie ein Uhrwerk des Versagens. „Wir könnten gutes Star Trek machen, aber wir WOLLEN nicht“, höre ich sie wispern. „Komm, kotze mit uns ins Wurmloch!“, flüstern sie mir zu. Wobei letzteres ja sogar wirklich gesagt wird, um Burnhams einzige „Schwäche“ beim Zeitsprung auf den Tisch zu bringen.

Und so geht es immer weiter mit den Aufs & Abs:


+ Saru serviert seinem Führungsstab ein Festessen, das mit schöner Ausleuchtung und tollen Kameraperspektiven eingenommen wird. Da konnte ich sogar das Tourette-Syndrom der Imperatorin (*Essen fallen lass*) kurzzeitig unter der Niveau-Limbostange herumkrauchen lassen.

– Leider flippt Detmer am Ende aber uns und beleidigt Stamets, weil der das „Schiff ja nicht fliegen muss“ und sich für einen „Superhelden“ hält. Klar, in der Sache ist‘s ja alles RICHTIG, im Ton aber ziemlich untrekkig und unsubtil. Und da ist es mir auch egal, falls da eine fremde Beeinflussung stattfand! Auch der Naniten-Dämon vom Planeten Future kann sich schließlich etwas Mühe geben.


+ Auch die ruhigen Momente in der Trill-Höhle haben mir gefallen. Das wirkte alles ziemlich „höhlig“ und glitschig, eben wie die zeitgemäße Voll-Kalk-Version des damals gezeigten DS9-Pendants. Die Meditation im Wasser (nebst technischer Unterstützung) fand ich gelungen.

– Schade nur, dass es danach vollkommen in Fantasy abglitt, als Adira im Wasser einfach mal VERSCHWINDET. Klar, wie soll sie auch sonst in die Tiefen ihres Geistes steigen und Burnham gleich hinterher? Bei meinem Psychologen verschwinden wir zusammen auch immer durch die Sofaritze ins Tacka-Tucka-Land.


+ Die Idee, dass Adira den Symbionten von ihrem Geliebten bekam, ist richtig gut. Einfach, aber gut. Auch mit der Notfall-Transplantation kann ich leben. Wenngleich ich erwähnen sollte, dass ich es auch in der Zukunft für zu krass halte, wenn einfach ein schwebender Feuerlöscher aus der Wand kommt und eine seltene Ausnahme-Operation am Fußboden des Musikanten-Zimmers vornimmt.

– Nervig, unlogisch und schmalzig kommen hingegen kam das ganze Drumherum daher: Adiras Freund wird z.B. so gezeichnet, als hätte Jesus Christus (= Burnham) endlich seinen nicht minder heiligen Bruder gesandt. Auch verstehe ich nicht, wie man auf einem „Generationenschiff“ (weit im All!) die Föderation suchen kann, um danach mit 17 Lebensjahren als Inspektorin auf der Erde zu arbeiten. Was mich aber alles weniger stört als das süßlich-pathethische Antraben aller vorherigen Wirte. Einer toller, diverser und geiler (durchaus auch sexuell gemeint) als der andere – was wohl auch an der Schmalzparaden-Musik liegt.


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„Adira… Selbst, wenn ich geschlechtlich drei- bis zehngleisig fahre, darfst du mich nicht auf so ein hohes Podest stellen.“ – „Aber, das hinter dir IST ein hohes Podest! Und du spielst dieses kulturell wertvolle DING. ‚Posaune‘ oder wie das heißt…“ – Liebe ist, wenn‘s nicht nur zwischen den Beinen schleimt: Diese Szene wäre kaum zu ertragen, WENN gleich nicht einer der Asteroiden durchs Fenster krachen würde.

Schade, am Ende ist eigentlich nichts (intelligent) geklärt worden:

Adira kann sich nun an ihren Freund und an den wertvollen Sternenflotten-Tattergreis erinnern, weil sie nun mit dem Tod(!) ihres Lebensgefährten klar kommt – beziehungsweise sich überhaupt an ihn erinnert. Aber warum war der überhaupt so ein großes Problem? Ich will ja nicht unsensibel erscheinen, aber auf Raumschiffen – oder auch auf unserer Welt – sollte man tunlichst nicht zu „schneeflockig“ sein. Beverly Crusher hat ihren Mann verloren, Neelix seine ganze Rasse, Picard seine Familie nebst Haupthaar.

Aber früher gab’s KEINE 55-minütigen Schluchz-Episoden, an deren Ende eine ganze Schulklasse an Toten noch mal anrücken muss, um dem Überlebenden ihren Segen zu vermitteln und zu sagen: „Wir sind supi, du bist supi, Weltraum ist supi“.

Zumal die optische und akustische Kitschigkeit so lächerlich war, dass sogar meine verstorbenen Oma kurz am Deckenleuchter ge-ROFL-t hat.

Die Symbionten-Biologie jetzt mal außen vorgelassen: Wer eine magische Vision auf dem Thermalbad-Planeten benötigt, um Trauer und Erinnerungen für einen Verstorbenen zu empfinden, ist psychisch eventuell so gestört, dass ärztliche Hilfe eher … äh … hilfreich erscheint? Also mehr noch, als im Trill-Planschbecken Visionen von Dingen zu bekommen, die man auch beim altmodischen Besprechen mit den Kollegen hätte rauskriegen können?!

Wobei man hier aber sagen muss, dass Culber als Psychologe eher einen mittelguten Job macht. Und das sage ich, obwohl Detmer am Ende wieder lachen kann, nachdem der Doktor ihr bestätigte, dass Piloten nun mal „Machos“ sind. – Auch hier frage ich mich, was das gebracht hat. Ich gehe ja auch nicht zu meinem Nachbarn, um zu beklagen, dass ich mich für den Schwuchtel-Laden namens „Zukunftia“ viel zu männlich fühle. Nur, damit der mir einen Klatscher auf den Po gibt – und meine Bedenken mit einem „Stimmt, Schnuckelchen!“ ausräumt.

Doch bei STD tut man stets so, als sei nach ein paar Schlagworten alles wieder gut. – Oder nie schlecht gewesen.

Am Ende der Geschichte wird es ja sogar gesagt: „Man musste es nur mal aussprechen.“ Wirklich? Tut das die Serie nicht ständig und ausschließlich? Aussprechen, Wegnicken, Weitermachen? Tut mir Leid, da erwarte ich von einem 8-Millionen-Dollar-pro-Folge-Franchise ein bisschen mehr als die Erkenntnis, dass – wie Culber es ausdrückt – „alles schon wieder wird“.

Und wenn Schlagworte mal nicht reichen, dann wird geflennt, bis der Augenarzt tadelnd durch’s Filmset schreitet… So weinen Adira, Burnham und auch Tilly, die am Ende total begeistert davon ist, dass Stamets … äh… ihren Dunkle-Materie-Vorschlag ganz nett findet? Im Ernst, geht das bei Autorenkonfernzen etwa auch so ab? Und wenn ja, kommen die Schreiberlinge überhaupt zur Arbeit, ohne sich von der grünen Fußgängerampel auserwählt zu fühlen – und mit einem religiösen Heulkrampf ins CBS-Gebäude getragen zu werden?

, „Star Trek – Discovery“ – Kritik zu 3.04, „Forget Me Not“

„Heureka! Sie ist wieder aufgetaucht aus dem ‚Becken des Kurz-Eintauchens‘! Heureka, unsere Gesellschaft wandelt sich!“ – „Hey, Leute, ich habe doch nur vergessen, sie vorher zu sedieren und das Gitter über die Wasserfläche zu legen.“ – „Klappe, hier wird gerade Politik geschrieben. Auf Twitter. Mit Großbuchstaben.“ – Neuer Bademanteltarifvertrag: Wieso die skeptischen Trill nach dem halben Absaufen so gerührt und offen sind, konnte ich mir erst nicht erklären. Doch dann schaute ich auf den Showrunner der Serie. Und hatte eine Vision!

Ich kann mir auch vorstellen, dass das Ende total knorke ankommt: Alle gucken einen alten Film und freuen sich; die Crew macht also quasi „Die Orville“.

Ja, das ist toll und sieht mit den Quasi-Hologrammen im Hangar sogar TOLL aus. Nachdenken sollte man darüber aber keine Sekunde. Denn wie bei STD selbst heißt es auch hier: „Ablenken statt Lösungen finden“, „Heulen statt Augen öffnen“ und „Wenn du mal chronisch depressiv bist, dann musst du nur mal kurz was machen, was dir Spaß macht“.

Zugegeben: Das Schlussbild ist gelungen, wird aber beim erneuten Schauen der Serie schlechter altern als Frischkäse am Küchenboden.


Fazit: Eine seltsame Episode, die durchaus die richtigen Fragen rund um die Themenbereiche Verlust, Motivation und Selbstdurchleuchtung stellt.

Doch die Lösung ist an allen Ecken so simpel, dass man sich fast wieder den bisherigen Psychologen (Dr. Dr. Prof. Baldur Balleraction) zurückwünscht. Denn statt sich tiefgründig mit Ängsten zu beschäftigen, schmiert man lieber eine dicke Schicht Pathos und Kitsch über alles. Damit es feierlicher wirkt, sobald jemand aufsteht und die amtlichen Lösungen bekanntgibt:

„Kinoabend. Kurz entschuldigen gehen. Antagonisten kurz in der Nachbarhöhle warten lassen. Umarmung kann nicht schaden. Papiertaschentuch danach nicht in die Waschmaschine werfen.“

Aber immerhin… Für Trash-Freunde und „Wird das überhaupt noch mal wichtig?!“-Ratefüchse gab es diesmal mehr als sonst zu holen.

Wertung als Trek-Serie:

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM

Wertung als spaßiges Trash-TV:

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM
SPARKS MICKRIGER MEINUNGSKASTEN
Da ist (wie immer) der Wurm drin., „Star Trek – Discovery“ – Kritik zu 3.04, „Forget Me Not“
Schlechte Laune? Verwirrt ob der eigenen Gender-Identität? Das Gucken von Discovery sorgt für eine krankhaft vergrößerte Schilddrüse?
Keine Sorge, denn dagegen gibt es jetzt Trill, nur echt mit seinen zehn wichtigen Geschlechtseinstufungen!

Mit Trill unterstützt man die eigene Raumschiff-Besatzung gegen böse Zeitreise-Depri und unerwartete Blutpfützen-Fetische beim Abendbrot. Wenn alle Drehbuch-Stricke reißen, dann hilft Trill!

Jahaa, endlich mal wieder eine Episode rund um die Trill. Der lebende Beweis, dass so ein Bandwurm nichts Schlechtes sein muss, solange man dadurch mehr Selbstgespräche führen kann.

Aber interessant war diese Folge ja. Probleme mit dem Symbionten. Verlorene Erinnerungen. Die Frage, ob man von diesem akzeptiert wird. Mystische Höhlen. Kurz, „Das Equilibrium“ der dritten Staffel von Deep Space Nine bot einen wirklich kreativen Einblick in eine fremde Spezies.

Kann schon verstehen, dass Team Kurtzi auch mal so etwas machen wollten, nur (natürlich) mit ihrer ganz eigenen Handschrift (*hier wackelige wachsmalstift-linien vorstellen*).
Denn auch hier kam mir beim Gucken wieder so einiges hoch. An Fragen, meine ich:
– Warum war Adira nun eigentlich kompatibel mit dem Symbionten ihrer Boyfreundin?
– Hätte man für die beiden nicht richtige Schauspieler nehmen können, welche nicht wie Cousins aussehen?
– Sind diese Pools tatsächlich soooo tief, dass man darin verschwinden und sogar noch jemand hinterher tauchen kann?
– Kann man auch 1.000 Jahre in der Zukunft einem fetten Asteroiden noch so schlecht ausweichen? Wenigstens hatte dieser exakt Gray getroffen und nichts anderes. Wie stehen dafür so ungefähr die Chancen?
– Und warum wusste Adira jetzt von der Disco-Technik? Nur sechs vorherige Wirte erklären das so rein zeitlich nicht wirklich?

Gut, dass man bei all dieser erdrückenden Tragik auch noch einen zweiten Plot auf der Discovery hat, wo alle… völlig deprimiert sind. Vielleicht sollte man sich dieses freiwillige Melden für große Zeitsprünge doch vorher besser überlegen („Woher sollte ich denn wissen, dass 1.000 Jahre später meine Eltern und Freunde alle tot sind??!“).
Die Zutaten sind hier die üblichen: Plötzlicher Stimmungssturz beim Abendessen („Ja, sag auch einen Haiku! Mach! Mach! Zwang ist Balsam für die Seele!!!“) & fünf Minuten später ein reuiges „Schulligung…“ mit einem fremdschämigen Stummfilm-Finale im Hangar („HA-HA-HA!! Dick und Doof hab ich jetzt gebraucht. Apropos, wo ist eigentlich Tilly… ?“).

Fazit: Mit etwas Arbeit findet man unter dem üblichen Disco-Geröll tatsächlich ein paar kleine Gutfind-Nuggets. Der Teil auf dem Trill-Planeten fühlte sich fast schon trekkig an, wenn man von dem Deja Vu Effekt durch DS9 einmal absieht. Sarus Erlebnisse als Captain wirken sympathisch und überhaupt verzichtet man mal auf hohle Action.

Ich kann es selbst kaum glauben, aber wird es tatsächlich Zeit für Höchstwertungen? Ha, na guuuut…

ACTION
HUMOR
TIEFSINN
ALLES IN ALLEM

(Können die Pfeile eigentlich nach oben zeigen? Muss ich bei der nächsten Gelegenheit mal prüfen. Wann läuft der Kurtzman-Vertrag mit CBS nochmal aus?)


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Artikel

von Klapowski am 06.11.20 in Star Trek: Discovery

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Kommentare (105)

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  1. Torim2010 sagt:

    Die Trill das war der erste Kanonteil der geändert wurde weil es so cooler ist. Hier gab es zum ersten Mal eine Sache die grundlegend geändert wurde ohne wirklich in die Tiefe zu gehen.
    Als man Terry Farrell, der Darstellerin von Jadzia Dax, im Zuge der Vorbereitungen zu den Dreharbeiten für die neue Serie Star Trek: Deep Space Nine, einen Stirnaufsatz aufgesetzt hatte, der bereits für die Trill aus der Episode Odan, der Sonder­botschafter verwendet wurde, stellten die Make-up-Designer um Michael Westmore fest, dass dieses Make-Up nicht zu Terry Farrell passte. Daher entschied man sich, Farrell ein tattooartiges Muster aufzuschminken, das bereits Famke Janssen als kriosianischer Metamorph Kamala, in der Episode Eine hoffnungs­lose Romanze getragen hatte. Von da an trugen alle vorkommenden Trill dieses Make-Up.
    Das ist aber nicht alles es gibt noch mehr Dinge. Mich hatte es damals schon gestört aber das konnte ich noch irgendwie akzeptieren.
    Heutzutage wird solch eine Änderung aber gefühlt jede Folge gemacht.
    Diplomatie existiert nicht mehr wenn einem etwas verwehrt wird nimmt man es sich mit Gewalt.

    Wird erklärt warum die Tante den Trill aufnehmen konnte? Ich hab den Dialog nicht ausgehalten und musste die Folge beenden.

    Die Discovery bekommt eine Persönlichkeit hab ich das richtig mitbekommen? Eigentlich gar keine schlechte Idee nur wurde sowas früher durch etwas technisches erklärt und durch eine Interaktion einer Person oder mehreren. Der Computer ist in seinen Fähigkeiten beschränkt früher hätte man das durch neuartige Technik erklärt die man irgendwo in der Zukunft aufgenommen und mit dem Computer verbunden hat.

    Ich behaupte eine gute Serie zu machen ist gar nicht so schwer.
    Nur haben die Macher daran überhaupt kein Interesse.
    Dieses niedrige Niveau ist gewollt.

  2. Donald D. sagt:

    Ich finde, die Folge hat Klapo etwas zu niedrig bewertet. Irgendwie war sie ganz gut. Der Streit beim Abendessen fetzte ein, wenn auch auf niedrigerem Niveau, als bei Kirks Dinner in „Star Trek VI“. Auch die Trill-Geschichte war in sich schlüssig und logisch aufgebaut. Die Effekte wurden da eingesetzt, wo man sie auch tatsächlich mal nur benötigte (Ausnahme: der fliegende Fisch war obsolet). „Star Trek“ hatte auch immer starke Folgen, wo es keine Action gab. Und das ist m.E. eine. Ich bin gespannt, ob das nur ein Ausrutscher war oder (Kurtz)-man wirlich langsam in Richtung „Star Trek“ geht.
    @ Klapo: Leonard McCoy muß die Trill gekannt habe, denn einer von Dax‘ Wirten war mit ihm zusammen!

    • Klapowski sagt:

      „Irgendwie war sie ganz gut.“

      Immer wenn ich mich frage, ob ich zu niedrig (oder zu hoch) bewertet habe, setze ich mich noch mal ein paar Minuten nach dem Review-Rohtext hin und gehe gedanklich durch, ob die Folge auch noch 2 Jahre später Spaß und Sinn bringen würde.

      Und ich hier muss ich erneut sagen: „Eher nicht“. JETZT mag das alles ja noch frisch und halbwegs trekkig wirken, aber das hat man damals auch über die klingonische Zeitkristall-Episode gesagt, in der Pike sich erstmals selbst im Rollstuhl gesehen hat. Von wegen „Nimmt er jetzt sein Schicksal an? Hilft es der Serie, diesen Zirkelschluss zum bereits aus den 60ern bekannten Pike zu ziehen?“

      Würde man die heute noch mal gucken, womöglich losgelöst von allen anderen Episoden? – Nö. Warum auch?

      Und so wird es auch hier geschehen. In zwei Jahren wird man wissen, wie die ganze Trill-Story ausgegangen ist. Und dass dies hier vermutlich nicht der Beginn einer Jadzia-verdächtigen Vertiefung des Themas war, sondern womöglich schon das ENDE. So wie Burnhams Mudder, Sarus Erbe, Culberts kurzer Ausflug ins Totenreich oder der Krieg mit den Klingonen.

      Was wir hier gesehen haben, war wieder mal die übliche Erzählung von Aliens, die urplötzlich zu FREUNDEN der (neuen) Föderation bzw. der Discovery wurden. Und das, obwohl sie nicht mal GESEHEN haben, was wir in der Vision begutachteten.

      Allein die Frage, was sich zwischen der Reinplatz-Szene in der Höhle („Aufhören, raus aus dem Pinkel-Becken!“) und der Abschluss-Szene („Oh Gott, wir waren im Unrecht und dies ist ein großer Tag für die Trill!“) konkret GEÄNDERT hat, müsste mir jeder erst beantworten, der diese Episode mit Erkenntnisgewinn in Verbindung bringt.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      Ich frage mich, ob das mit dem „Nochmal-sehen-Wollen“ ausschließlich eine Qualitätsfrage ist. Bei TNG habe ich die meisten Folgen mindestens 3-4 Mal gesehen, bei TOS mindestens 2 Mal, ebenso DS9. Bei VOY wird es schon dünner, viele nur 1x. ENT habe ich erst viele Jahre nach dem Ende der Serie ganz gesehen und nur wenige Folgen mehrfach. Die ersten beiden Staffeln DSC habe ich bislang jeweils 2x gesehen, einmal per Stream, einmal auf Blu-ray.

      Ist aber sicher auch eine Altersfrage. TNG lief zu meinen Teen- und Twenzeiten in ständiger Wiederholung, eine privat und politisch hoffnungsfrohe Zeit ohne Internet. Heute wird anders produziert, konsumiert und kritisiert. Schon Monate vor der Erstausstrahlung erfahre ich grob, was mich erwartet, Stunden danach weiß ich bereits aus hunderten Kommentaren wie amazing oder kacke die Folge wieder war, wobei die Stellungnahmen aus beiden Lagern inzwischen vorhersehbar sind.

      Und man ist natürlich selbst Schuld, es nicht abwarten zu können und sich fortwährend mit Infos zu versorgen. Bei PIC bin ich standhaft geblieben und habe erst geschaut, nachdem alle 10 Folgen verfügbar waren. Durchaus ein wieder angenehmeres Konsumerlebnis, ungeachtet der Schwächen der Serie.

      Ich glaube, man lässt sich mit zunehmendem Alter nicht mehr so leicht begeistern, zumal die Entwicklungen bei Star Trek krass gegenläufig sind: es war ruhiger und tiefer als man selbst noch wilder und oberflächlicher war und ist heute, da man vielleicht gesetzter und anspruchsvoller ist, actionreich und inhaltlich dünn.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      „gehe gedanklich durch, ob die Folge auch noch 2 Jahre später …“

      Da man das Lob zur Folge im Text jetzt schon wie die Nadel im Heuhaufen suchen musste, werden diese Star-Trek-Spurenelemente in zwei Jahren eher im Bereich der Homöopathie ankommen, sprich: „War wahrscheinlich besser als damals erkannt“ existiert dann allenfalls noch als realitätsferne Placebo-Selbst-Suggestion.

      Antworten
  3. Grinch1969 sagt:

    Glaubt ihr dass es eine Chance gibt die wirklich schlechteste Folge von STD mal als Schlefaz zu sehen oder ist das so gewollt schlechter Trash dass das von Kalkofe unter „Bloss doof gewollt!“ läuft.

  4. Nummer 6 sagt:

    Für mich die schlimmste Folge bislang. Vielleicht gab es vereinzelt gute Trek-Momente – als picke man sich unverdaute Maiskörner aus der Latrine…

  5. Zuse sagt:

    Wie seit dem Start von STD: Es wird mit Vorsatz verhuntzt!

    Kind will auf den Trill-Planeten: Abnicker von Plank of Wood – Nicht vom Captain.

    Neben der Erde sind auch auf Trill Schwarze Häuptling! Kein Wunder, daß beide Planeten am Arsch sind.

    Das Kind war doch max. 12 Jahre alt. Wie kann der Cello spielen? (OK – Ein Kinderlied) Die blauen Haare habe ich wg. der STD-typischen Beleuchtung erst spät erkannt.

    Also eine 16-Jährige steht auf einen 12-Jährigen, der tot ist. Verdrängt das und muß in den Trill-Pool, um dabei sich an den Opa der Star-Fleet zu erinnern, der vorher drin war. Hollywood bringt also die Kinderblut-Nummer selber?

    • Dantor sagt:

      „Neben der Erde sind auch auf Trill Schwarze Häuptling! Kein Wunder blablabla“

      Ernsthaft jetzt???
      Kann den Quatsch mal bitte jemand editieren?

      Zur Folge: Sie erinnerte schon eher an richtiges Star Trek, wenngleich sie viel zu seicht und oberflächlich war. Zu schnelle Huschhusch-Lösungen, die alles Schlechte des Universums in Sekundenschnelle beheben konnten.
      Ich mag da gar nicht weiter drauf eingehen, das ist mir meine Lebenszeit nicht wert.

      Antworten
    • Dantor sagt:

      Im übrigen ist der Darsteller von Gray, Ian Alexander, 19 Jahre alt, die Darstellerin von Adira, Blu del Barrio, 23 oder 24 (genaues Geburtsdatum ist nicht bekannt). Also nix mit 12jähriges Kind.

      Hierbei möchte ich noch anmerken, daß Adira als „nicht-binärer“ Charakter definiert wird – oder anders gesagt: als queer.
      Geht das jetzt nur mir so oder haben die Autoren eine andere Definition von queer als ich? Okay, der Symbiont hat mal männliche, mal weibliche Wirte, aber deswegen sind/werden die Wirte doch nicht queer oder ändern automatisch ihre sexuelle Präferenzen. Versteh ich da jetzt irgendwas nicht oder die Autoren??

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      „Neben der Erde sind auch auf Trill Schwarze Häuptling! Kein Wunder, daß beide Planeten am Arsch sind.“

      ———-

      Ich gehe mal davon aus, dass das ein biergeschwängerter, verunglückter Fast-Satire-Gag war, den hier nur keiner kapiert.

      In meinen Notizen steht nämlich, dass Zuse gerne um Mitternacht Heavy Metal hört (= Randale, gegen das Establishment, einfach mal „einen raushauen“). Und sich gerne zu unchristlichen Tageszeiten an einem „rustikaleren“ BergH-Schreibstil versucht. Dazu kommt, dass er vermutlich schon sehr ALT und tüddelig ist. Kenne außer Sparkiller nämlich keinen, der immer noch nicht mit den „frischen“ ß/ss-Schreibregeln aus dem Jahr 2005/2006 klar kommt.

      Ich finde es daher noooch okay, Dantor… („Kann den Quatsch mal bitte jemand editieren?“)

      Das mit dem 12-Jährigen fand ich jetzt fast noch seltsamer. Ein Blick in die Wikipedia (oder alternativ ins GESICHT des Darstellers_in) hilft da oft weiter. Aber klar, wenn nebenbei die Ballermucke läuft, vibriert natürlich der Fernseher, was zu einem Weichzeichner-Effekt führt.

      Dafür fand ich den Kinderblut-Scherz super. Und den „Blaue Haare wegen Beleuchtung spät gesehen“-Hinweis extrem passend.

      Können wir uns auf eine halbe Verwarnung UND auf eine Nominierung für den deutschen Comedy-Preis einigen?

      Antworten
    • warpantrieb sagt:

      Einige Momente der Folge waren nett – Michael hat mal gelächelt. Das steht Ihr sogar!! Erstaunlich!
      Culber fand ich auch endlich mal angenehm und seiner Funktion als Arzt würdig.

      Aber wieder sooo viel negatives…
      Warum sehen alle Trill „ganz normal menschlich“ aus, aber ein menschlicher Mensch ist zu verabscheuen?
      Warum muss das Liebespärchen und der Chat wieder so… so… politisch korrekt, beinahe auch wieder homosexuell wirken?!? Ist es so falsch, Männer als Männer und Frauen als Frauen darzustellen?

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    • jako sagt:

      Ist es so falsch wenn 1-2 Figuren mal nicht klassisch als Männer/Frauen dargestellt werden, oder das ein paar Figuren dann eben… ähm… Homosexuell wirken (WTF. Wo ist das Problem)?

      Es ist ja nicht so, dass in Discovery keine klassichen Rollenbilder dargestellt werden.

      Antworten
    • jako sagt:

      Hast du das mit den Trill noch nicht so ganz verstanden, oder warum ist es dir so unverständlich warum Grey und Adira Cello spielen können?

      Abgesehen davon, dass die Trill über ihre Symbionten Wissen, Errinerungen und Fähigkeiten weitergeben, lege ich dir mal nahe mal zu einem Tag der offenen Tür einer Musikschule zu gehen. Da wirst du sicherlich auch 12 Jährige finden, die Cello spielen.

      Aber gut… da du ja noch den äußerst bescheuerten Kommentar über Schwarze springen lassen musstest sei dir verziehen, dass du ne Musikschule vielleicht noch nie von Innen gesehen hast.

      Antworten
    • warpantrieb sagt:

      Es geht einfach um das WIE.
      Die oberste Trill kann kein meinetwegen grünhäutiges Wesen sein? Nein, es muss eine schwarze Frau sein, sozusagen die neue 007.

      Und bei dem Trill-Symbionten-Paar? Sie sieht aus wie ein Junge, er sieht aus wie ein schwuler Junge und dann dieser wissenschaftliche Moment „Wo kommst Du jetzt her? (und nicht etwa einer der anderen Wirte…) „Ach, dass weiss ich auch nicht, komm, lass uns mal schön den Bogen zusammen rauskriegen“….

      Das kanns halt einfach nicht sein.

      Antworten
    • Zuse sagt:

      Der soll 19 sein? Wow.

      Danke, daß hier Meinungsfreiheit hochgehalten wird – schwierig zu schreiben, mit ’ner Axt um.

      Das mit dem Cello meine ich aber total ernst. Dicke Saiten, die man milimetergenau mit einiger Kraft greifen muß – Gitarre ist zigmal einfacher.

      Der ist echt schon 19? Sieht aus wie ein Kind. Ich hatte diese Folge tagsüber gesehen. Mir kam er sehr klein und deswegen sehr jung vor.

      Mosh it!

      Antworten
    • Zuse sagt:

      Die Beiden sehen halt aus wie 16 und 12.

      Antworten
    • jako sagt:

      Also dürfen schwarze alles sein, außer anführer? Sie dürfen im Hintergrund rumstehen, lustige support charaktere sein aber wenn dann mal zur Abwechslung es als normal dargestellt wird, dass schwarze Anführer sind, ist es ein Problem.

      Klar Sisko war ja auch schwarz…. aber einer reicht ja wohl. Dann ist ja auch mal gut. Jetzt bitte wieder Weiße Männer, so wie es sich gehört.

      Und warum sieht Adria wohl Gray und nicht einen der anderen Hosts?
      Tja… vielleicht weil Gray der einzige Host ist, zu dem Adira eine emotionale Bindung hat… könnte ja eventuell sein.

      Und ich meine das auch ernst. Geh mal in eine Musikschule, da findest du auch 12 Jährige, die Cello spielen!

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    • Pilzwarp sagt:

      Ja, richtig, MAL können schwarze das sein. MAL.

      Hier haben wir beinahe nur Frauen auf der Brücke, ja, immerhin ein männliches Alien, was vorher Schisser und Futter war. Die schwarze aufm Schiff darf alles, sogar nach einem Jahr Abstinenz (aus Ihrer Sicht) den Captains-Stuhl verschenken. Warum? Hat Ihr Rang das jemals so vorgesehen, als „Specialist?“.
      Sonst sind die einzigen beiden relevanten männlichen Offiziere schwul.

      Chefin der Trill, schwarz. Hauptfigur in Lower Decks (die ich sehr mag, tatsächlich): Weiblich und schwarz. Captain auf dem Schiff aus Lower Decks: Eine weibliche Schwarze.

      Das Symbionten-Paar… Burschikos und schwul dargestellt. (Ja, ich gebe zu, hier fehlt das Merkmal „schwarz“). Ja, oder nennen wir es jetzt mal politisch korrekt „divers“.

      Die Borgleftover Seven-of-Nine wird auch an Ende von Picard spontan mindestens bisexuell.
      Mit einer Frau, die Dank eigenem Sohn, dann also auch mindestens bi sein muss.

      Das hat nichts mehr mit „mal vorkommen“ zu tun. Das wird einfach ins Buch reingewürgt, auf biegen und brechen.

      Deine Musikschule kannst Du Dir deswegen sonstwohin stecken.

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    • Dephinroth sagt:

      @Pilzwarp: Danke, dann muss ich es nicht erwähnen.
      Man bekommt den Eindruck, dass die einzigen weißen (hetero) Männer nur deshalb bei Disco erschienen sind, weil man nicht an ihnen vorbeikam. Siehe Spock oder Pike, deren Hautfarben leider schon in den 60ern festgelegt worden waren. Das wirkt teilweise derart verkrampft, dass man es belächeln könnte. Ähnlich wie den Aufschrei von patronisierenden Schneeflocken, sobald man eines dieser heiligen diversen Wesen infrage stellt :-D

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    • FordPrefect sagt:

      @Pilzwarp
      Exakt meine Wahrnehmung.

      Da kann ich eigentlich nur wieder The Expanse als Beispiel nehmen, über die Folgen verteilt ist es ziemlich Divers und trotzdem fällt es nicht negativ auf.

      Tatsächlich ist es sogar von der Bevölkerungsentwicklung recht Logisch, dass in der Zukunft eine Inderin mal vorsitzende der UN sein kann.
      Nach der gleichen Logik fehlen mir aber tatsächlich ein paar Chinesen als Protagonisten. :)

      Bei STD gibt es keine weißen Männer mehr in Führungspostionen. Es wird eine Agenda eingehämmert.

      Ich verstehe auch nicht, was sie damit erreichen wollen.
      Ich würde mich als eher unverdächtigen „normalen“ Mitte Links Bürger bezeichnen, der auch schon im Studium und auf seinen Arbeitsplatz mit vielen Ethnien zu tun hatte und hat.
      Und wenn ich nach mehreren STD Folgen nur noch genervt bin, weil die Anführerin des Planetens wieder eine schwarze Frau ist, was löst das beim geneigten CDU/CSU/AFD Wähler oder US-Redneck aus?

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    • Skapo sagt:

      Also ich finde diese Neger-Inflation im Alpha Quadranten auch unerträglich. Ging ja schon bei VOY und DS9 los, wo sogar einer, böse Agenda sei Dank, vin denen das Kommando hatte. Und auch bei VOY mussten die Autoren auf biegen und brechen einen Vulkanier-Bimbo in die Brückencrew reinschreiben. Echt widerlich das. Bei TNG wurde Geordie wenigstens noch meistens im Maschinenraum versteckt.
      Ich werde mir den neuen Treck nicht geben. Da seh ich schwarz.

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    • JP1957 sagt:

      für dein niveau spricht, dass du nicht einmal weißt, dass es trek und nicht treck heißen muss.

      zum rest schreib ich nichts, dafür ist meine freude über die abwahl von trump noch zu groß.

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    • Baruch sagt:

      Habt ihr alle Lack gesoffen?
      Wer ein Problem mit der Hautfarbe von Schauspielern/Figuren hat, sollte nochmal tief in sich gehen und sich fragen, warum man ihn vollkommen zurecht einen Rassisten nennt.
      Die 50er Jahre haben angerufen und wollen euch zurück

      Antworten
    • Skapo sagt:

      @JP: Hm… Ich dachte eigentlich, dass es aufgrund der doch sehr überspitzten Formulierung meinerseits klar ist, dass ich auf diese weise nur zum Ausdruck bringen wollte wie absurd/seltsam/abartig ich dieses ganze „ooch da sind so viele Schwarze… Und sogar in Führungspositionen…“ geschwafel finde.
      Und evtl. erkennt ja jemand anderer auch wie dämlich das ist, wenn er/sie so einen spiegel vorgehalten bekommt. Aber vielleicht erwarte uch zuviel von meinen Mitmensche…

      PS: Was Trump angeht, bin ich bei dir.

      PSS: Treck ist natürlich eine „superintelligente“ kombi aus Dreck+Trek…

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    • warpantrieb sagt:

      Dann geniesst eben weiterhin weibliche Ghostbusters, weibliche James Bond, zwanghafte Homo- und Diverse-Qouten in allen Bereichen. Ist ja so political correct.

      Micheal wird in dieser Staffel bestimmt auch noch die dritte Toilette etablieren.

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    • Skapo sagt:

      „weibliche Ghostbusters, weibliche James Bond, zwanghafte Homo- und Diverse-Qouten“

      … Passt ja oft wirklich nicht und wirkt erzwungen. Eine weibliche schwarze Sherlock Holmes (gabs noch nicht oder?) mit transgender Dr. Watson fänd ich auch seltsam, aber in einer SciFi Serie? Verschiedene Ethnien, und mal weniger weiße heteros? Wieso nicht?

      Ich denke dass jedes Geschlecht ein eigenes Deck bekommen wird, geht sich das aus mit 18 Decks?

      Antworten
    • Baruch sagt:

      @ warp:
      Ich würde in der Tat jederzeit einen weiblichen Bond oder auch Ghostbusters akzeptieren, wenn drum herum ein gescheiter Film mit Inhalt (Handlung, Kulissen und Dialogen) gestrickt wird.
      Was soll also dieser Einwand immer wieder? Deine Vorurteile sind albern, beleidigend und sowas von aus der Zeit gefallen. Such dir Hilfe!

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    • JP1957 sagt:

      @skapo: du hast keine „überspitzten formulierungen“ verwendet, sondern dich beim sprachgebrauch bei rassisten bedient. ich lese und schreibe hier seit ein paar jahren und dachte, ich seh nicht richtig, als ich hier erstmals „bimbo“ lesen muss.

      Antworten
    • FordPrefect sagt:

      @skapo
      Huiuiui, ich vermute mal, dass du es überspitzt meinst um alle Oberen Beiträge inkl meinem zu Diffamieren. Aber trotzdem schalt mal eine Gang runter, denn ich habe nichts davon auch nur annähernd geschrieben oder gemeint.
      Ich habe meinen Beitrag versucht so ausgewogen wie möglich zu Formulieren.
      Noch einmal, ich will nur sagen, dass es „der guten Sache“ von mehr Aufmerksamkeiten für Minderheiten nicht nützt, wenn man einfach die Mehrheit nicht mehr stattfinden lässt.

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    • jako sagt:

      tja… da könnt ihr mal sehen wie sich die schwarzen in den letzten Jahrzehnten gefühlt haben als im grunde jede Hauptfigur weiß war.

      nein… schwarze dürfen nicht nur MAL auftauchen und MAL eine wichtige Führungrolle übernehmen.
      Schwarze Menschen sind vollwertige Mitglieder der Gesellschaft und keine Sonderling denen erlaubt werden muss an etwas teilzuhaben.

      wer es für unnormal hält, dass der Großteil irgendeiner gruppe ebenauch schwarz sein kann, sollte wirklich mal einen moment in sich gehen.

      Antworten
    • FordPrefect sagt:

      Richtig, gerade im Nachhinein ist die 100% weiß Quote schon ziemlich Absurd. Gerade im SciFi bereich hätte es mehr Möglichkeiten gegeben. Man hat sich zu sehr auf den paar farbigen Hauptdarstellern ausgeruht.
      Aber Macht es eine 100% schwarz 98% Frau Quote besser?
      Ist das nicht gleiches mit gleichem „vergelten“?

      Richtig Schwarze sind vollwertige Mitglieder einer Gesellschaft und eine Gesellschaft ist divers, sie besteht nicht nur aus Führungspersonen.
      Wäre es so schlimm gewesen eine Asiatische/Indische/$andere_nicht_weiße$ Person als Anführer(in) der Trill dazustellen.
      Der Typ der sie zur Höhle geführt hat, hätte dann Schwarz sein können, hätte sogar mehr Screentime und Dialogzeilen gehabt als die Anführerin.
      Oder hätte der Trill Typ mit seinen rassistischen Ansichten – Quallen nur für Trill! – nicht auch Schwarz sein können. Wäre das nicht cool gewesen ein Schauspieler, der Aufgrund seiner Hautfarbe in den Köpfen der Menschen automatisch als unterdrückte Minderheit markiert wird, als bösen Unterdrücker darzustellen. Ambivalenz, Grautöne, kein Gut/Böse, kein schwarz/weiß denken, Gott wie ich das vermisse.

      Ich finde es gut, dass Minderheiten sichtbar gemacht werden, da bin ich voll auf deiner Seite. Aber geht es nicht etwas kreativer und weniger mit der Keule?

      Antworten
    • jako sagt:

      Der föderations leuchtturmwärter ist doch nicht schwarz und auch kein weißer westler. Gergiou ist doch Asiatin und dazu auch noch völlig durch.

      Letzte Staffel gab es Pike und spock und Nummer ohne…. alle weiß und die bekommen jetzt auch noch ihre eigene Serie.

      Picard hat… picard.

      Ich sehe hier einfach mal keinen Hammer.

      Antworten
    • Torim2010 sagt:

      Ich finde die ganze Diskussion ziemlich peinlich.
      Ich finde es auch den falschen Ansatz.
      Kurzman stellt Diversitäten durch Personen dar.
      Kann sich jemand an Das Schweigen der Lämmer erinnern?
      Der Bösewicht ist ich sage mal so auch sehr speziell.
      Es würde aber niemand auf die Idee kommen ihn als etwas positives anzusehen.
      Es ist vollkommen egal wer oder was man ist.
      Die Handlung sollte im Vordergrund stehen und das ist meiner Meinung nach das Problem.
      Ich finde es wichtig für eine Star Trek Serie eine Identifikationsfigur zu haben und die gibt es in New Trek für mich nicht.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Als der erste „Godzilla“-Film (ein bis heute von keiner Fortsetzung- oder Neuverfilmung übertroffenes Meisterwerk) in die US-Kinos kam, hat man extra für das US-Publikum Szenen mit Raymond Burr neu gedreht, um dem US-Publikum eine „Identifikationsfigur“ zu geben.

      Als ob sich ein US-Publikum nicht mit Asiaten identifizieren könnte.

      Daher halte ich die Fixierung auf Identitäten, um Minderheiten eine „Identifikationsfigur“ zu geben, für rassistisch.

      Aber auch für elitär.

      Denn der Hollywood-Elite ist die Vorstellung fremd, dass sich ein schwarzer LKW-Fahrer bei weitem mehr mit einem weißen LKW-Fahrer identifizieren kann als mit einem schwarzen Harvard-Professor aus reichem Hause.

      Daher kommen wir zu einer in Wahrheit unterrepräsentierten Gruppe benachteiligter Personen in Film und Serien: Die Arbeiterschicht. Das wäre doch mal eine spannende Form der Diversität: Das Zeigen aller sozialen Schichten zur „Identifikation“.

      Nun: Wie man mit dem „kleinen Mann“ umgehen darf, hat „Star Trek: Discovery“ ja eindrucksvoll gezeigt. Man darf ihn offenbar gerne wie Dreck behandeln, denn nur so können Frauen zeigen, wie man seinen „Mann steht“.

      Am Ende kann man feststellen: Mit dem „kleinen Mann“ hat die Hollywood-Elite bei Weitem größere Berührungsängste als umgekehrt der „kleine Mann“ mit den Identity-Schablonen, die ihm von Hollywood mit großem Übereifer vorgesetzt werden.

      Antworten
    • jako sagt:

      Die Fixierung auf Identität findet bei Discovery doch gar nicht on screen statt. Zumindest nicht vordergründig. Es gab bis jetzt noch keine Szene in der burnham ihr schwarz sein erwähnt hat. Also was bitte für eine Fixierung?

      Ich sehe eher eine Fixierung bei den Leuten, die nicht müde werden festzustellen, dass es ja jetzt angeblich nur noch schwarze Anführer und gar keine normalen nicht schwulen weißen mehr gibt.

      Hinter der Kamera wird das sicherlich gerne erwähnt und das ist doch auch nicht schlecht dafür zu sorgen, dass die Jobs fairer verteilt werden.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      @Serienfan

      Das elitäre Gehabe war in Star Trek aber schon immer präsent, ja gerade wesentliches Kennzeichen von Star Trek, das eine weiterentwickelte Menschheit zeigen wollte, die kaum noch ungebildete und unterprivilegierte Menschen kennt. Die Charaktere in TOS waren zwar, von Spock abgesehen, noch etwas volkstümlicher, aber ab TNG blickten die Protagonisten geradezu abschätzig auf weniger entwickelte oder gebildete Völker und Individuen hinab.

      Zwar hat man sich des öfteren gefragt, was diese Menschen des 24. Jahrhunderts denn so herausgehoben haben soll, denn viele waren, abgesehen von ihren speziellen beruflichen Fähigkeiten, offensichtlich nicht die hellsten Kerzen im Leuchter (z.B. Scotty, Geordi, O’Brien, Chekov, etc.), viele waren auch offensichtlich ungebildet und nur reine Fachidioten. Aber dennoch wurde immer so getan als ob alle die Weisheit mit Löffeln gefressen hätten und anderen Völkern oder früheren Generationen in Sachen Intellekt und Bildung hoch überlegen seien.

      Ich bin sicher, auch heute glauben viele, sie seien wesentlich intelligenter und gebildeter als Menschen des 18. Jahrhunderts. Ich wage das allerdings zu bezweifeln.

      Gerade Picard war, jedenfalls in den ersten Staffeln, ein Snob wie er im Buche steht. In einer Episode wollte er mit Gestrandeten aus dem 20. Jahrhundert nicht einmal etwas zu tun haben, die dementsprechend allesamt wie komplette Vollpfosten dargestellt wurden.

      Aber Identifikationsfiguren für die Arbeiterschicht hat Star Trek nie bereit gehalten. Das war, gerade in den 90ern, doch eher die Serie der besser Gebildeten, wenngleich der intellektuelle und wissenschaftliche Wert der Serien im nachhinein betrachtet vielleicht doch nicht so hoch ist, wie man damals glaubte und manche heute noch versonnen behaupten.

      Antworten
    • Torim2010 sagt:

      Ich weiß nicht was das mit Fairness zu tun haben soll wenn nicht dein Können für eine Rolle von Interesse ist sondern das was du darstellst.

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    • JP1957 sagt:

      meine lieblingsfigur in ds 9 war übrigens chief o`brien, der ja ein paar eigenschaften der working class einbrachte.

      es spricht sehr für die serie, dass sie tatsächlich auch in einer göttlich komischen folge die gründung einer gewerkschaft durchspielt.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      O.K., O’Brien könnte man als menschlichen Vertreter der Arbeiterschicht ansehen. Er war total sympathisch, aber kam immer reichlich ungebildet daher. Er konnte Data nicht einmal erklären, woher das Sprichwort „Dampf im Kessel machen“ herkommt. Sollte man gerade als Maschinist vielleicht auch in dreihundert Jahren noch wissen. Bestimmt hatte er als Kind wenigstens einen Was-ist-Was-Abreißkalender, auf dem mal eine Dampfmaschine erklärt wurde.

      Aber ob deshalb die Serie viel von Leuten der „working class“ geschaut wurde?

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    • jako sagt:

      Tja… Torm2010. Wenn Jahre lang schwarze Darsteller mit absoluter Selbstverständlichkeit nur als Nebenfiguren und MAL (in absoluten einzefällen) als Hauptfiguren gecastet werden, dann frag dich doch mal, was DAS mit fairness zutun hat.

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    • Torim2010 sagt:

      Fair ist wenn es auf das Schauspiel ankommt und nichts anderes.
      Zwei mal Unrecht ergibt nicht einmal Recht.

      Antworten
    • Baruch sagt:

      Also ich bin mir sicher die Kurzman-Truppe wird – so unfähig Kameraleute, Writers-Room und die Recherche-Abteilung auch sind – durchaus in der Lage sein ein Casting zu veranstalten. Zumal gerade die US-Filmbranche eine wundervolle Gewerkschaftsbasis besitzt.
      Begriffe wie fair oder unfair erscheinen mir in der heutigen Zeit (und ich spreche ausdrücklich nur von der) in Bezug auf Casting so treffend wie beim nicht gewonnen Lotto oder einer verloreren Wahl.

      Antworten
    • Torim2010 sagt:

      Gene wollte für TNG eine bestimmte Art von Captain. Ein Captain mit Glatze würde nicht infrage kommen. Nachdem aber Patrick Stewart für die Rolle vorgesprochen hatte er Gene überzeugt. Zumindest wird heutzutage der Anschein erweckt das es genau andersherum ist.
      Jeder männliche Schauspieler scheint einem bestimmten Stereotyp entsprechen zu müssen. So wird für Soaps gecastet und ich für meinen Teil habe GZSZ nie gesehen und für solche Formate auch nichts übrig.
      Ändern kann daran sowieso niemand von uns etwas ob er es gut findet oder nicht.
      Ich werde aber auch in Zukunft sagen was mir an New Trek nicht passt. Besonders auch dann wenn wieder ein Horst behautet wie toll der Quatsch ist.

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    • Stoffel sagt:

      sorry habe nicht alle Kommentare gelesen, eventuell wiederhole ich Aussagen. Es geht doch nicht um pink, schwarz, weiß, Frau, Mann, cis und nicht cis, dass ist doch nicht die Frage. Wenn die Handlung und die Figuren überzeugen würden, dann könnten von mir aus auch alle schwarze, lesbische, überemotionale und was weiß ich Frauen sein.

      Elitäre Sternenflotte ja, sollten schon Leute sein, die daran glauben, was sie tun, dass da ein elitäres Gehabe entsteht, ist ein übles Nebenresultat, aber menschlich. Was den Rest der Bevölkerung angeht, hat man nicht viel erfahren.
      Was mich in Diskussionen nervt ist das mit dem weiterentwickelten Menschen, ja nee alles klar. Vielleicht ethischer und aufgeklärter im Denken und Handels, bestimmt nicht weiter entwickelt.

      STD ist halt reudig, ich weiß genau was mich an New Trek stört und das steht konträr zu den alten Sachen. Und wie Torim2010 sagt, werde ich diesen Mist in Zukunft auch weiterhin kritisieren.

      Zu der Folge, die Trill fand ich beschämend, für eine Spezies, die in Symbiose mit einer anderen Spezies lebt und die Symbionten allerelei Leben in verschiendenen Körpern mit verschiedener Geschlechtsidentität lebten, waren die echt ziemlich starr im Kopf. Kann mir doch niemand erzählen, dass die Symbionten kein Mitspracherecht haben, vor allem, da diese zentraler Bestandteil der Trill Kultur sind. Ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass ein Symbiont, der zehn Leben lebte dann nach ner Katastrophe sagt: Yeah, hey wir werden ab sofort ultraorthodoxe Traditionalisten.

      Und was für ein Quatsch, neben ner Pilzdimension haben wir jetzt ne Symbiontendimension oder was. Ich hätte auch gerne so eine Badewanne. Die ganze Szenerie sah nicht mal cool aus, einfach nur peinlich.

      Antworten
    • jako sagt:

      Und wo ist denn bitte das Unrecht darin, dass hier mal ein paar mehr Figuren schwarze sind?

      Wie einige schon angemerkt haben… die Story sind Scheiße.

      Aber warum wird sich denn dann überhaupt darüber aufgeregt welche Hautfarbe die Figuren haben?

      Wenn das keine Rolle spielt, spielt es doch auch keine Rolle wenn mehr Leute schwarz als weiß sind.

      Antworten
    • onsager sagt:

      > Aber warum wird sich denn dann überhaupt darüber aufgeregt welche Hautfarbe die Figuren haben?
      >
      > Wenn das keine Rolle spielt, spielt es doch auch keine Rolle wenn mehr Leute schwarz als weiß sind.

      Langsam kommen ja berechtigte Fragen:

      Weil vielleicht die „Guete“ der Story und Ausfuehrung mit der „Korrektheit“ des Ansatzes zu tun hat? Ideologie kommt halt zu einem Preis. Es gibt kein echtes Leben im Falschen.

      Antworten
    • jako sagt:

      Wenn also jemand mehr People of Color casted, dann leidet darunter die Qualität der Geschichte??
      Blödsinn!

      Entweder ist die Geschichte Kacke oder nicht… mit vielen PoC oder mit wenigen

      Antworten
    • FordPrefect sagt:

      Anders herum wird ein Schuh draus.
      Man versucht die schlechten Geschichten mit Psydo-Aktionismus zu Kaschieren.
      Man versucht krampfhaft die bisher (tatsächlich) blödsinnige Unterrepräsentation von PoC jetzt mit einer massiven Überrepräsentation zu kompensieren. Nur um dann jeden der die Geschichten nicht mag, einen Rassist oder Frauenhasser oder beides zu beschimpfen.

      Statt die Geschichten besser zu machen, werden noch mehr Führungsfiguren bis in die kleinste Nebenrolle weiblich und/oder PoC.
      Damit wird den PoC meiner Meinung mehr geschadet als geholfen, weil immer ein Eindruck eines „Quoten-PoC“ entsteht, anstatt das Sie wegen ihres Könnens für die Rolle gecastet wurden.

      Antworten
    • jako sagt:

      Was du hier für Zusammenhänge herstellst ist ja abenteuerlich.

      Sind die poc also nur drinnen weil die Geschichten so schlecht sind und Kritiker als Rassisten bezeichnet werden können… natürlich, wie auch sonst. Völlig logisch.

      Die sind alle nur weswegen gecastet. Keiner von denen kann irgendwie Schauspielern.

      Ganz im Gegensatz z.B. zu den 90ern wo alle weißen Hauptfiguren es echt drauf hatten und es nur keine signifikante Anzahl schwarzer Hauptfiguren gab, weil es einfach keine guten schwarzen Schauspieler gab.

      … … … … …

      Antworten
    • onsager sagt:

      > die poc

      An dem Begriff muessen wir noch arbeiten. Sage ich mal als POW, also Priso… People of White. Ich enthalte immerhin alle Farben, ein POC nur wenige oder eine, im Fall Schwarz sogar gar keine, denn das ist ja gar keine Farbe! Voellig irrefuehrender, rassistischer Begriff also.

      Ansonsten gilt: wer Agenda produzieren will, bei dem kommt Entsprechendes raus. Schauspieler(nicht)leistungen sind dabei nur ein Aspekt. Garbage in, Garbage out.

      Antworten
    • jako sagt:

      Ja super rassistisch, dass sich nicht weiße Menschen vom Begriff People of Color besser repräsentiert fühlen.

      Agenda produziert man nicht. Es wird mit Agenda produziert. Und eine Agenda haben eigentlich alle. Liberale, konservative, linke, rechte, religiöse… eine behauptete wertfreiheit, Neutralität, ideologielosigkeit gibt es doch gar nicht.

      Also der Vorwurf es würde etwas mit einer Agenda produziert werden ist hanebüchen.

      Mit welcher Agenda und was genau ist eigentlich das Problem an dann eben dieser Agenda?

      Ist es wirklich so schlimm, sich auf die Fahne geschrieben zu haben, der Jahrhunderte langen, rassistischen Diskriminierung von nicht weißen in der westlichen Welt aktiv entgegenzuwirken? Wo ist eigentlich das Problem darin, dass es gerade ein paar Prozent mehr schwarze in wichtigen Rollen gibt als frühere und daraus kein Geheimnis gemacht wird?

      Ja auch solche Produktionen mit solch einer Agenda können grotten schlecht sein. Aber es ist absurd die Qualität der Geschichten gegen die Agenda und das Ziel dieser anzuführen.

      Ja auch diese Produktionen dürfen scheitern und schlecht sein. Das gehört nun mal dazu, zur Gleichberechtigung.

      Antworten
    • TUB_Stoffel sagt:

      „Ist es wirklich so schlimm, sich auf die Fahne geschrieben zu haben, der Jahrhunderte langen, rassistischen Diskriminierung von nicht weißen in der westlichen Welt aktiv entgegenzuwirken? Wo ist eigentlich das Problem darin, dass es gerade ein paar Prozent mehr schwarze in wichtigen Rollen gibt als frühere und daraus kein Geheimnis gemacht wird? “

      Hat New Trek sich dies auf die Fahne geschrieben? Das einzige was ich sehe sind peinliche Abziehbilder von Menschen, welcher Hautfarbe auch immer und welcher sexuellen Orientierung auch immer und ich denke und bin davon überzeugt, dass man damit Leute verletzt: Irgendwelche Honks, die da mal rumlaufen, apropo bin so und so. Keine tiefe der Menschen wird vermittelt. Ich wäre auch beleidigt, wenn man mein Heterozeug auf eindimensionales blabla brechen und zeigen würde. Nicht das selbe, geht in die Richtung, es erinnert mich auch an die seichte Präsentation der Nordamerikanischen Ureinwohner durch Hollywoodärsche.

      Und die Brückencrew mal betrachtet, welche sich aus einigen Frauen, verschiendener Herkunft und Hautfarbe zusammensetzt, kennt man bisher auch nicht wirklich. Sie sind da, meistens als Assessoire mit kaum bis keinen Satz in einer Folge. Tolle Gleichberechtigung, tolle Präsentation. Nee ist es nicht, dass ist keine Gleichberechtigung, dass ist kein Kamof gegen Diskriminierung. So wie die ihren diversen STD Cast oberflächlich behandeln, könnte das aus den 80zigern sein, wenn man dazu mal das Actionheld Frauenverhältnis betrachtet. Diversität in STD ist nichts weiter als ein Alibi zum Geld machen, weil es soviele Honks gibt, die sich von Oberflächtkeit und Platitüden einlullen lassen.

      Antworten
    • onsager sagt:

      > Ist es wirklich so schlimm, sich auf die Fahne geschrieben zu haben, der Jahrhunderte langen, rassistischen Diskriminierung von nicht weißen in der westlichen Welt aktiv entgegenzuwirken?

      Klar, deswegen z.B. BLM aber nicht ALM (All…) oder gar WLM. Wer bis heute noch nicht gesehen hat, dass diese Dinge ganz anderen Zwecken dienen, hat m.E. den Schuss nicht gehoert. Es ist auch hilfreich, einmal in einer Umgebung gelebt zu haben in der Weisse rassistische Probleme bekommen. Du wuerdest staunen wie viele Gegenden auf der Welt das sind (auch im Westen selbst). Und die freundschaftliche Bezeichnung „Weissbrot“ gehoert nicht zu dem, was ich mit Problem meine.

      Ich werde an dieser Stelle dazu nicht weiter diskutieren, das bringt im Sinn von Ueberzeugung nichts. Das Statement aber, dass hier unter der Leserschaft nicht alles woke-bewegt ist mag genuegen und gehoert doch einmal explizit hier gesagt.

      Es sind eh schwere Zeiten fuer Humor, und das ist das, was diese Seite auszeichnet (liege immer noch gelegentlich auf dem Boden bei dem Bild der Gabi aus der Buchhaltung und dem AXTMOERDER). Die o.g. Art von Diskussionen aber lassen sich in dem Kontext nicht fuehren. Es ist uebrigens gar kein Zufall, dass Humor durch sein voelliges Fehlen auch zu den Dingen gehoert die Produktionen wie STD so schwach machen. Das zur Wirkung von Agenda auf Qualitaet.

      Antworten
    • jako sagt:

      Wer bei BLM beißreflexartig ALM verlangt hat den Schuß wirklicht nicht gehört.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      und dann schreibt er auch noch weißbrot falsch.

      Antworten
    • onsager sagt:

      > und dann schreibt er auch noch weißbrot falsch.

      Ich schreibe es ja immerhin gross. Aber klar, natuerlich kann ich ja nur kognitiv zu herausgefordert sein, um zu Zeitgeistthemchen inhaltlich etwas schreiben zu duerfen. Ist heute nicht unueblich, in dieser Art unter der Guertellinie agieren zu wollen, wenn es denn argumentativ nicht ganz reicht. Ich hoffe also, hier nur Ironie uebersehen zu haben.

      Zu meiner Rechtfertigung als Bernd das Brot: Ich habe eine amerikanische Tastatur hier. Die benutze ich beruflich bedingt schon seit Zeiten, zu denen eine Menge Leute hier wahrscheinlich noch im Kontext gesehen mit der Klapper um den Christbaum gelaufen ist. Fuer das bisschen Deutsch mache ich mir da seltenst Gedanken um Helferlein zum Wandeln. Die meisten erwachsenen Leute kommen damit ganz gut klar.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Seit Jahrzehnten führt die US-Politik dazu, dass die Reichen unfassbar reicher, die finanziell untere Bevölkerungshälfte hingegen immer ärmer wird. Aufstiegs-Chancen schrumpfen bis in die Mittelschicht hinein auf die Wahrscheinlichkeit von Lotterie-Gewinnen.

      Diese Entwicklung hat insbesondere dazu beigetragen, den strukturellen Rassismus permanent zu verschlimmern.

      Wer glaubt, eine erhöhte Diversität in den Millionärsblasen der Eliten-Zirkel von Aufsichtsräten und Hollywood-Hauptrollen würde als „Vorbild-Funktion“ etwas positiv bewirken, während die soziale Spaltung sich ungebremst erhöht und sich auch unter dem erzkonservativen Biden weiter verschlimmern wird, DER hat den Schuss nicht gehört.

      Antworten
    • JP1957 sagt:

      @ansager: ja, ja … gegen hollywood argumentieren, aber eine amerikanische tastatur benutzen und noch stolz damit protzen! wenn das nicht scheinheilig ist!!!

      Antworten
    • jako sagt:

      Also es ist natürlich clever zu sagen wer glaubt das Diversität in Hollywood toll ist, während die soziale Spaltung voran geht.

      Nun ist es doch aber so, dass ich an den positiven effekt der Hollywood Diversität glauben kann und ebenfalls die fortschreitende Prekarisierung bemerken und kritisieren kann.

      Antworten
    • onsager sagt:

      Protzen mit einer Tastaturbelegung? Protzen?? Hollywood == Amerika == Tastatur US-Layout: Alles irgendwie Amerika?

      Manche Themen setzen offensichtlich hoehere Hirntaetigkeiten vollstaendig ausser Kraft. Sonst noch alles fit im Schritt?

      Antworten
    • frank sagt:

      auch ich habe eine tastatur mit amerikanischem layout. schon seit 93. es hatte damals vorwiegend technische gruende, genauso wie heute.

      und jemanden dumm anzumachen, weil er keine sonderzeichen benutzt, oder grosschreibung vermeided, zeigt nur, dass manche leute nicht wissen, was kontextsensitivitaet bedeutet…

      mein einwurf bedeutet nicht, dass ich onsager, bzw. seine hier geaeusserte meinung, irgendwie besonders toll finde… ;)

      nichts fuer ungut…

      Antworten
    • jako sagt:

      Ne US Tastatur als Kritikpunkt erschließt sich mir jetzt auch nicht so recht…

      Antworten
  6. jako sagt:

    Das war doch mal eine Folge, die sich vom Tempo und Aufbau nach einer klassichen Trek Episode angefühlt hat. Das finde ich durchaus positiv! Aber nur ne mittelmäßige Trek Episode. Aber immerhin.

    Vielleicht war das dann die 1 Disco Folge pro Staffel, die ich ganz gut fand. Mit etws Glück kommt noch eine dieses Jahr.

    Die Schauspielerische Leistung von Grey fand ich auch ziemlich gut. Ziemlich jung, aber durchaus in der lage etwas altes mitschwingen zu lassen.

    Dr. Culber fand ich schon früher ganz cool. Ich mag die Figur.

  7. bergh60 sagt:

    zu unchristlichen Tageszeiten an einem „rustikaleren“ BergH-Schreibstil

    Eyyhhh , Ich bemühe mich seit Jahren , das mit dem ss/ß zu begreifen,
    und Ich bemühe mich verständlicher zu schreiben.
    Davoon ab ist es bei mir der rote Wein, der die Synapsen bflügelt.
    Die Folge muß ich mir noch geben. Bin schon ganz doll gespannt.!!!

    • Klapowski sagt:

      Bitte nicht übel nehmen, dass ich dich oft als Beispiel für unverständlichen Schreibstil nehme. Dafür schätze ich ja deine Treue (20 Jahre bald?), deine stets rauslesbare Freundlichkeit und deinen Sinn für klassisches Trek. Uuund für geile Weiber, die teilweise sogar richtig gut und geil aussehen!

      Wer sich nicht necken oder herausfordern lässt, ist vermutlich eh falsch bei Zukunftia. Ab und zu wird da (gerade bei beliebten Kult-Kommentatoren) halt mal zu derb und zu VIEL gleichzeitig draufgesattelt.

      Also genau wie bei euren Müttern, HAHAHAHAHA!

      Antworten
    • bergh60 sagt:

      tach auch !

      Kein Thema !
      Ich kann einen Spass ab. Sonst hätte ichDir ja auch unmögliche sexuelle Handlungen mit Dir selber,
      oder Anverwandten empfohlen, oder Deine Ahnenreihe derselben bezichtigt. Aber so etwas mache ich nicht.

      Und manchmal sind meine Schreibeleien wirklich etwas zu konfuzius.

      Ich habe die Folge immer noch nicht gesehen.
      Aber dafür ist das weisse Haus jetzt für Trump for biden. :lol:

      BTW: Schöne Frauen: Wie geht es eigentlich Schildhilde ?
      Ewig nichts mehr von ihr gelesen.

      Gruss/ß BergH

      Antworten
    • Skapo sagt:

      …und was ist eigentlich mit „Mieze“? Die war ja auch immer recht aktiv am kommentieren wenns ums „zwischenmenschliche“ ging, oder? Stichwort: fan-fic(k)tion
      Was die als frau und halb-hetero vom queeren(?) discovery wohl hält?

      Antworten
  8. frank sagt:

    ja, vom gefuehl her war dies naeher am star trek feeling als bisher. man kann sich einreden, dass die macher sich muehe geben, den anschein zu erwecken, sie knuepften an das alte star trek an.

    aber vom inhalt her reissen sie hinten dann wieder alles mit dem arsch ein, was sie vorne herum zu kaschieren versuchen! die macher haben ihre agenda, und die druecken sie durch. keine ahnung, warum, aber so machen die das. alles was frueher ™ im star trek universum als gesetzt galt, ist jetzt ploetzlich verhandlungsmasse. ja, alles!

    und komme mir jetzt bitte keiner mit: ‚ja aber frueher (kein ™) da gab es auch unstimmigkeiten!‘. ja, klar gab es die, aber die waren halt schlampigkeit, fehlern und mangelndem budget geschuldet. hier unterstelle ich absicht, wenn nicht gar unfaehigkeit ueberwiegt (was letztlich um ein vielfaches schlimmer ist! denn wer stellt unfaehige fuer eine so enorm teure produktion ein? genau: jemand, dem die agenda wichtiger ist, als der inhalt…).

  9. Donald D. sagt:

    Man merkt, daß sich bei dieser Folge schon stärker die Geister scheiden: von „absolut mies“ bis „ganz gut“. Ich würde sie vom Niveau her generell als „eventuell nochmal anschaubar“ bewerten. Das trifft aber – zumindest für mich – auch auf einen Großteil der ENT- und VOY- Episoden zu. Da gab es aber z. T. noch wesentlich schlimmere Episoden als diese Disco-Folge (Stichwort: „Tuvix“ oder „Die Schwelle“ oder fast die gesamte dritte Staffel von ENT).

    • TUB_Stoffel sagt:

      Tuvix, wwar nun auch nichts anderes als ein gegenteiliges Kirk:2=?, die Folge war Klasse und hat auch reichlich für Gesprächsstoff gesorgt. Eisklater Mord und auf der anderen Seite zwei Leute retten.

      Antworten
  10. FordPrefect sagt:

    Es gab ein paar Szenen die einen Hauch von Star Trek versprühten, trotzdem war es die bisher am schwersten zu ertragende Folge.
    Vielleicht weil ich die Prämisse der erschöpften Crew nicht abkaufe. Die sind jetzt vielleicht eine Woche in der Zukunft und waren sogar auf der Erde zum Landurlaub. Das ist ein schönes Thema, aber hätte man über die Staffel entwickeln können. Fragt mal die Crew der BSG was Stress, Erschöpfung und Verlust bedeutet.

    Vielleicht werde ich jetzt langsam gnadenloser, weil ich endlich The Expanse angefangen habe und jede Folge verschlinge, aber eine Sache fällt mir jetzt umso mehr bei STD auf.
    Niemand redet miteinander, es wird zwar viel gefühlsduselig minutenlang gelabert, aber es hat quasi keine Konsequenzen bei den Charakteren. Was ich aber meine, es wird nicht Kommuniziert, es gibt keine „Normal“/“Vernünftig“ handelnden Menschen. Es wird unnötige „Spannung“ aufgebaut indem nicht Kommuniziert wird, Informationen nicht weitergegeben werden. Die Steuerfrau (Ich weiß auch nach 3 Staffeln nicht ihren Namen und es liegt nicht an mir) nicht mit dem Doc spricht.
    Niemand Kommuniziert mit Trill und schickt mal die Krankenakte der Mensch/Quallenträgerin. Das hätte sicher interessante Diskussionen ergeben.
    Stamets arbeitet seit Jahren mit Moppel-Merida und sie hat eine Idee, aber er hält sie für Doof? Also ich kann ihn verstehen, aber alle auf dem Schiff waren bisher anderer Meinung. Ein „Lass uns mal die Simulation angucken.“ hätte uns viel erspart.

    Das sind so billige Taschenspielertricks.

    Dylan Hunt hat quasi mit jedem Planeten und Volk das er getroffen hat Informationen ausgetauscht, Verhandlungen geführt, Verträge gemacht. Er hat ein neues Commonwealth aufgebaut.

    Die Crew der STD ist auf der Jagt nach dem heiligen Föderations-Hauptquartier. Bei dessen Finden und gemeinsamen entfalten einer dortigen Flagge, ein Energieblitz zwischen den beiden einzigen noch existierenden und entfalteten Föderationsflaggen im Universum entsteht, der mit Hilfe von Quantenpilzen das Dilithium rekristalisiert und alle Völker wieder zu einer Föderation unter Führung von Michael Burnham vereint.

    Und dann noch die Sache mit dem „Stamets Bauen sie mir ein Interface, wir sind jetzt 980 Jahre in der Zukunft!“
    WTF?
    Sie hatten bis jetzt mit genau zwei Planeten Kontakt, sie haben weder Informationen noch Technologie ausgetauscht. Was genau hat sich geändert?

  11. onsager sagt:

    > nicht Kommuniziert wird, Informationen nicht weitergegeben werden.

    Das umspannt irgendwie die gesamte US-Filmwirtschaft, dieses arjuokee-eimfein-falleschnapptzu. Finde ich immer wieder neu nervend.

  12. bergh60 sagt:

    tach auch nochmal!

    Was ist der Unterschied zwischen Iformationen nicht weitergeben und nichz kommunizieren ?
    (Kling für mich redundant bzw. kongruent)

    Gruss/ß BergH

  13. onsager sagt:

    Leichte Bedeutungsunterschiede: Auch wenn in juengerer Zeit oft die Phrase „Es wurde nicht kommuniziert“ im Sinn von „etwas wurde nicht uebermittelt“ gebraucht wird, meint die klassische Bedeutung – und nach meinem Eindruck auch @FP – die urspruengliche Bedeutung als symmetrischen Austausch zwischen mehreren Parteien. „Information uebermittelt“ geht dagegen erstmal in eine Richtung.

    Sorry fuer das Kluggeschei…

    • FordPrefect sagt:

      Genau, ich dachte an Treffen mit der aktuellen Führung der Erde (kommunizieren) und von denen ein paar Informationen über die letzten 980 Jahre bekommen. Da ist sicherlich ein bisschen mehr passiert als nur der Burn. Soooo viel verpasste Gelegenheiten für gute Geschichten.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      Ich glaube ja, dass dieses ständige „Überspringen“ von Kommunikation daran liegt, dass die Autoren (oder deren Chefs) keinen blassen Schimmer von Wissenschaft haben.

      Und damit meine ich auch „Wissenschaft im Sinne von Effekt/Wirkung“, was man durchaus auch auf den psychologischen und zwischenmenschlichen Aspekt jeder Folge beziehen kann.

      Niemals wird eine Ursache mal trocken analysiert, einfach deswegen, weil Fakten anscheinend heute stinklangweilig geworden sind. Ist das schon der Effekt des Internets, von Trump, Twitter und der allgegenwärtigen Emotionalisierung bei Reizthemen? – Ich weiß es nicht.

      Es fällt aber schon auf, dass niemand BOCK darauf hat, sich mal 60 Sekunden hinzusetzen und sich auszudenken, warum ausgerechnet DUNKLE MATERIE einen biologischen Prozessor ersetzen sollte. Mir hat das nämlich überhaupt nicht eingeleuchtet. Die vermutete Lösung hätte daher auch durch die Worte „Katze/Stück Käse/Süßwasseralgen“ ersetzt werden können.

      Hier hätte ein Gespräch nach dem alten Trek-Stil einfach mehr Spaß gebracht:

      Stamets: „Wir brauchen ein neues Interface für den Sporenantrieb.“
      Tilly: „Wir könnten dafür doch Dunkle Materie verwenden?“
      Stamets: „Wie bitte? Was hat das mit MIR zu tun? Wir reden doch von einer biologischen Komponente.“
      Tilly: „Das stimmt. Aber wir benötigen die biologische Komponente nur, da die Verarbeitungsgeschwindigkeit in Nervenbahnen anders funktioniert als im Computer. Doch Dunkle Materie ist so dicht und reaktionsfreudig, dass ein Ersetzen bestimmter Computerkomponenten durch das entsprechende Atom-Äquivalent einen entscheidenden Geschwindigkeitsvorteil bringen könnte.“

      Mir als (Hobby-)Autor macht es sogar Freude, solche Dinge halbwegs begründet auszugraben. Halb gelesene Artikel in Magazinen heranzuziehen. Oder zumindest jene Wissenslücken aufzutun, in denen heutige Forscher sich selbst noch verirren. Da ist nämlich Spielraum.

      An so was haben die Autoren aber kein Interesse:

      – Psychologie ist langweilig. Wir rufen einfach „Piloten sind Machos“ und zeigen der Crew einen Film.
      – Physik ist langweilig. Pilze sind dagegen spannend, die hatten wir nämlich noch nie.
      – Diplomatie ist langweilig.
      – Politik ist nur so lange spannend, bis wir spontan entscheiden, dass das Gegenüber grundlos überzeugt wurde.
      – Zeitliche und räumliche Abstände sind langweilig.
      – Sich an die eigene Lore halten ist langweilig (Pilzsprünge bringen Pilzwesen um?!)
      – Emotionen ohne Tränen zu zeigen ist langweilig.
      (usw.)

      Dahinter steht natürlich, ein möglichst UNTERHALTSAMES Produkt abzuliefern, in dem es keine Langeweile gibt. Was man den Machern wohl noch am höchsten anrechnen kann, wenn man denn was Positives sucht.

      Blöd nur, dass jemand, der 95% der früher üblichen Trek-Besonderheiten „langweilig“ findet, vielleicht doch lieber wieder „Transformers“-Filme machen sollte?

      Antworten
    • FordPrefect sagt:

      Ja genau das ist es. Wie schön es war, das man von Warp 6 auf Warp 8 beschleunigen musste, weil was dazwischen gekommen ist. $Tech$ kombiniert mit $Tech2$ ergab die Lösung und es war irgendwie immer Plausibel.

      Aber die Hoffnung habe ich ja schon in den ersten Folgen der ersten Staffel STD aufgegeben.
      Trotzdem schaffen sie immer wieder meine Hoffnungen zu unterbieten, es ist weiterhin nicht mal gutes SciFi.

      Kleien Anekdote noch zum Tech im alten Trek.
      In jeder Folge Star Trek die ich gesehen hatte, wurden Zeitreisen immer mit Tachyonen-Strahlung angekündigt.
      Weil – ungesundes Halbwissen aus alten PM-Magazinen und Co. – Tachyonen, hypothetische Teilchen die schneller als das Licht sind und nicht langsamer als das Licht sein können, deswegen theoretische mathematische Möglichkeiten für Zeitreisen.
      Mit diesem Minimalbezug zur Realität fühlte sich alles gleich viel besser an.

      Und plötzlich nimmt man dem Zuschauer diesen einen Denkvorgang ab und es gibt Chronotonen. Chronos –> Zeit, zwinker zwinker, wissen schon!
      Ich war so Sauer^^

      Aber das sind ja Luxusprobleme gegenüber der Totalverweigerung von Science in STD die Klapowski so schön nochmal aufgezählt hat.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      Vielleicht hat man auch einfach nur ein bekanntes Franchise als Grundlage genommen, um daraus etwas ganz anderes zu machen.

      Ein TOS-Fan fand die Idee einer Frau als Captain, eines schwarzen Vulkaniers, einer halbklingonischen Chefingenieurin und mit dem Phasergefecht der Woche vielleicht auch nur so semi. Und mit DS9 sind viele bis heute nicht warmgeworden.

      Gut, es gab damals mehr Technobabble und keine Pilze. Aber war es dadurch wissenschaftlicher? Mit den „Runabouts“ flog man schnell mal in andere Sonnensysteme, bestand dort ein Abenteuer und trank abends wieder im „Quark’s“ ein Bier. Da ist der Pilzantrieb wenigstens konsequent: Zeit und Raum spielen keine Rolle.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      „Ich glaube ja, dass dieses ständige ‚Überspringen‘ von Kommunikation daran liegt, dass die Autoren (oder deren Chefs) keinen blassen Schimmer von Wissenschaft haben.“

      Gut möglich, ich glaube allerdings, in erster Linie liegt es daran, dass diesen Autoren das Handwerk für normales Drehbuchschreiben fehlt.

      Als Jeri Taylor zu TNG kam, hatte sie keine Ahnung von Star Trek, und ich bezweifle, dass sie einen wissenschaftlichen Background mitbrachte. Zuvor hatte Jeri Taylor Drehbücher für „Unsere kleine Farm“ oder „Quinci“ geschrieben. Die Producer sahen darin nie ein Problem. Es gibt universelle Regeln für Glaubwürdigkeit in Geschichten.

      Das fiel mir an der letzten Folge (S03E02) auf. So schön es war, wieder einen Logbuch-Eintrag zu hören, aber es war extrem unelegant, um nicht zu sagen unbeholfen, wie hier dem Zuschauer das Wissen von Michael Burnham sozusagen als Monolog vermittelt wurde. Viel besser wäre es gewesen, dies als Konferenzraum-Szene zu bringen, wo Burnham die Crew auf ihren Wissensstand bringt und wo sich durch Nachfragen der Charaktere eine Dialog-Dynamik entwickelt hätte.

      Antworten
    • jako sagt:

      es gab doch auch in First Contact schon Chronoton particle

      Antworten
    • Torim2010 sagt:

      Ich habe mich mal etwas mit Dunkle Materie beschäftigt. Was ist Dunkle Materie und kann man das irgendwie mit einem Interface in Verbindung bringen. Dunkle Materie ist ein reines theoretisches Konstrukt es ist sogar möglich das es diese überhaupt nicht gibt. Dann müsste aber irgendwas an unserem Verständnis von Gravitation nicht stimmen. Mich stört das man irgendwelche Begriffe nimmt und ihnen irgendwelche Zauberkräfte zuspricht.
      Zum anderen ohne einen Replikator ist es für ein Schiff wie die Discovery unmöglich größere Reparaturen ohne Hilfe durchzuführen.
      Wofür ein Menschliches Interface? Der Computer der Enterprise D ist definitiv dem menschlichen Geist weit überlegen. Als Reginald Barclay seinen Geist mit der Enterprise verbindet (Die Reise ins Ungewisse) wird sein Geist so groß das er nicht ohne neurologische Schäden wieder zurück gebracht werden kann. Früher hätte man einen Wissenschaftler das Drehbuch überprüfen lassen und dieser hätte Änderungen vorgeschlagen. Zusammen haben die dann eine Story draus gemacht. Entweder hat der jetzige Wissenschaftsberater einen Schlaganfall gehabt oder es gibt keinen.

      Antworten
    • G.G.Hoffmann sagt:

      Ich glaube nicht, dass es mit Inkompetenz des Autorenstabs zu tun hat. Sehr viele Details und Anspielungen, die eigentlich nur für Hardcorefans interessant sind, belegen, dass man sich bestens mit Star Trek auskennt. Die Annahme, eine finanziell so gut ausgestattete Produktion wie DSC schaffe es nicht, gute Autoren zu engagieren, halte ich für nicht plausibel.

      Vielmehr deutet einiges darauf hin, dass es sich um bewusste Entscheidungen handelt. Man hatte z.B. zunächst Nicholas Meyer ins Boot geholt, was vielen Fans Hoffnung gab, der jedoch ebenso schnell das Handtuch warf wie Bryan Fuller. Man wollte deren „klassische“ Ideen einfach nicht. Alte weiße Männer mit einer nicht hinreichenden Vorstellung von Vielfalt.

      Diese Mischung aus Super-Michael Cryham, unveranlassten und unangemessenen emotionalen Ausbrüchen vieler Crewmitglieder, hektischer Kameraführung, schnellen Schnitten, übermäßiger Action und Gewalt, oberflächlichen Dialogen und Charakterzeichnungen, etc., folgt offenbar einem Plan. Denn kein Einzelautor – und die Drehbücher stammen in der Regel von Einzelautoren oder Zweierteams – kann und will dem immer gleichen Schema folgen, zumal er/sie nicht den vollständigen Überblick über Star Trek und die Serie und einzelne Entwicklungen hat und oftmals „fachfremd“ ist.

      Der/die jeweilige Autor_in liefert nur die grobe Rahmenhandlung und die Stammbesetzung des Writer’s Room einschließlich Babo Kurtzman sagen: „Gyhl… Und dazwischen muss Michael aber wieder weinen, Space-Hitler Kung-Fu machen und ein paar Diversity-Charaktere Diversity-Kram quatschen, weil die Gleichstellungsbeauftragte von CBS sagt, wir brauchen noch eine schwarze, lesbische, Transgenderfrau mit Latino-Migrationshintergrund, die über ganz viel Einfühlungsvermögen verfügt, aber gleichzeitig Sarah Connor ist.“ Dazu noch ein paar Raumschiffschlachten für die Pickel-Boys und pseudophilophisches Gequatsche für die TNG-Geschädigten. Es passt zwar nichts zusammen, aber alle wurden ein bißchen bedient.

      Antworten
    • Torim2010 sagt:

      Also wer sagt das Vulkanier mit zu vielen Gefühlen sterben würden ist in meinen Augen Inkompetent.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Ach, wurde das über Vulkanier gesagt?

      Wurde Vulkan bislang eigentlich erwähnt? Das wäre bei einem Zusammenbruch der Föderation doch eine „logische“ Anlaufstelle. Oder existiert Vulkan gar nicht mehr, wegen „neue Zeitlinie durchs Abrams-Trek“ oder so, und man müsste jetzt nach „New Vulkan“?

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Müsste das normale Vulkan nicht existieren, weil das hier angeblich die Prime Timeline ist, also die von TOS und TNG?

      Antworten
    • Torim2010 sagt:

      Staffel 2 vergessen? Kann ich verstehen aber leider wurde es da von MB gesagt.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Die hab ich verdrängt, hab sie gesehen, aber nichts ist in Erinnerung geblieben.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Da ich nur wenig von Staffel 2 gesehen habe, die Frage: Was wurde da gesagt? Die 2. Staffel von STD spielt im Jahr 2256, Vulkan wurde im Abram-Film aber im Jahr 2258 vernichtet. Egal, in welcher Zeitlinie sich STD befindet, auf Vulkan dürfte sich das noch nicht ausgewirkt haben.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      @Torim: Wäre das dann nicht ein Riesen-Kontinuitätsfehler? Wenn DSC im Prime Universum spielt, gab es keine Zerstörung Vulkans.

      Antworten
    • Torim2010 sagt:

      1. New Trek macht was es will. Um alle Kanon und Logikfehler aufzuzählen müsste ich mir alles ansehen und eine größere Verschwendung der Lebenszeit kann ich mir einfach nicht vorstellen.Ein Beispiel in Voy wurde gesagt das es zu Zeiten von Kirk keine Holodecks und keine Replikatoren gab.
      2. In der zweiten Staffel kommt ein Hipster Spock vor. Da wird gesagt das Spock die Gefühle überleben konnte weil er halb Mensch ist. Ein Vulkanier würde mit diesen ganzen Gefühlen einfach sterben.
      3. Über Prime oder nicht zu diskutieren macht einfach keinen Sinn weil Kurzman immer nur Brocken nimmt und den Leuten vorwirft. New Trek ist New Trek und kein Star Trek.

      Antworten
    • Kazairl sagt:

      Das hat ja schon Star Wars Disney Qualitäten. Ich schreibe mir die Welt, wie sie mir gefällt und ignoriere alles, was vorher etabliert wurde.

      Antworten
  14. frank sagt:

    voellig off topic, und wohl viel zuviel alkohol, aber:

    ich schaue gerade den mandalorian, und ich bin sowas von fasziniert!

    ich war noch niemals von einer folge discovery oder picard so in den bann gezogen vie von einer einzigen folge mandalorian…

    wie kann jemand, dessen mimik komplett! hinter einer ruestung versteckt ist, so viel transportieren, und eine michael burnham mit ihrem oeracting schafft das nicht mal ansatzweise? und selbst saru… alle, wirklich alle, vom star trek team sollten unter androhung von folter und kuerbissuppe (sofern das nicht als aequivalent anzusehen ist) gezwungen werden, eine folge ‚the mandalorian‘ anzusehen…

    • onsager sagt:

      > eine folge ‚the mandalorian‘ anzusehen

      Vielleicht tun Sie es ja, Lady Frosch aus der aktuellen Folge sieht irgendwie weitlaeufig verwandt zu dem Alien links auf dem ersten Bild dieses Artikel aus. Und Baby-Yodas Gefraessigkeit ist genauso top wie sein klaeglicher Versuch, die Spinne vom Kopf zu bekommen. Das sind so kleine witzige Sachen.

      Ich sehe es auch gern, aber eigentlich ist ST eben anders gestrickt, wie auch meine Erwartungen daran. Ich will Diskussionen ueber, und fettes CGI von Raumphaenomene/n, die mit den spekulativen Grenzaussagen aktueller Wissenschaft spielen. Stattdessen soll ich einer durch mit dem Holzhammer in sie projizierten, durch zeitgeistige Wokeproblemchen definierten Gesellschaft beim Sterben zusehen. Gut, dass ich nur noch die Extrakte hier lese.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Mich würde ja – auch off topic – sehr interessieren, welchen Alkohol man trinken muss, um die sterbenslangsweilige Mandalorian-Serie „faszinierend“ zu finden.

      Bei dem Staffelauftakt bin ich vor Langeweile schneller weggedämmert als nach der Narkose-Spritze meiner letzten Darmspiegelung.

      Antworten
    • frank sagt:

      ich war jetzt drei ganze tage trocken, und deine frage veranlasste mich jetzt, die neueste folge discovery unter alkoholeinfluss anzuschauen…

      erstens: warum auch nicht!?
      zweitens: egal wieviel alkohol ich trinke, star trek discovery bleibt seichter scifi trash…
      drittens: haben die inzwischen saemtliche autoren von grey’s anatomy eingestellt? wird ja ein immer unertraeglicherer chick flick (bzw. eine chick show)!

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Also, ich halte es für höchst fahrlässig, sich an STD ohne Alkohol heranzuwagen.

      „Genutzt“ hat es insofern nichts, dass mich dadurch das Gezeigte unterhalten hätte. Aber immerhin hat es mich jedesmal davon abgehalten, danach Amok zu laufen.

      Antworten
    • bergh60 sagt:

      tach aucch !

      Tja SF, das ist so eine Sache mit der Erzählgeschwindigkeit. The Mandalrioan passt eher in die 70er , oder 80er, wo man sich noch Zeit nahm eine Geschichte zu erzählen.
      Ich finde es Klassen, wenn auch wirklich etwas langsam.
      Aber Geschmäcker sind halt verschieden. Innerlich ist der Mandalorian halbwegs logisch und die Geschichten sind halbwegs stimmig.
      Was man bei STD schmerzlich vermisst.
      Klischee befriedigen
      Und Season 2 war u.a. anschaubar, weil die üppige X-Men Walküre/Wrestlerin nicht nur gut aussieht, sondern auch schauspielern kann und Gefühle minimalistisch rüberbringt.
      Ende Klischee
      Ganz im Gegensatz zu Moppel-Merida und Michael Brennschinken.

      Gruß BergH

      P.S. UNd noch ein Logikloch:
      Warum ist Möchtegern Trill überrascht, das ihr Kumpel auf einmal bei ihr ist? Bei Trill mit symbionten ist das doch normal, oder ?

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Das Gegenteil ist der Fall. Was in der ersten Folge von „The Mandalorian“ geschah, hätte man zuvor in einem Teaser einer einzigen Folge erzählt.

      Erst mit „Twin Peaks“ entdeckten die großen Serien die „Langsamkeit“.

      Erzähltempo hat nichts mit Action zu tun. Eine TNG-Folge wie „Yesterday’s Enterprise“, die mit epischem Aufwand eine völlig neue TNG-Welt samt Enterprice C erschuf, hätte bereits bei „Voyager“ schon einen Zwei- bis Dreiteiler spendiert bekommen und würde heute wahrscheinlich eine ganze „Discovery“-Staffel abdecken, ohne dabei irgendwas an Substanz oder Qualität hinzuzugewinnen. (Eher im Gegenteil.)

      „The Mandalorian“ ist in jedem Fall hoch modern. Ein erzählerisches Nichts, das an frühere Video-Spiele erinnert, die ihre Mini-Handlungen in kurzen Cut-Scenes hatten, die nur dazu da waren, zum nächsten Abschnitt zu führen, bei dem es dann einzig darum geht, Gegner-Horden niederzustrecken.

      Mit dem Erzähltempo früherer Serien hat das nichts zu tun.

      Antworten
  15. frank sagt:

    wo bleibt eigentlich die kritik zu 3.05?

  16. bergh60 sagt:

    tach auch !

    Im meinte natürlich Mandalorian Season 1 mit der Walküre.
    Ich bin immer noch anderer Meinung.
    Nehmen wir Bonanza, da würde die Handlung von 3 Folgen für einen heutigen Trailer reichen.
    Mein Lieblingsfilm aus den 70 ern
    Silent Running. SF vom Feinsten, aber das Erzähltempo ist für heutige Verhältnisse unschaubar.
    Und so wenig passiert gar nicht, es wird nur langsaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaam erzählt.

    Wie gesagt ich finde es gut , Du nicht.
    Lassen wir es dabei.

    Gruß Bergh

    Nochwas : Die Dame war MMA Kämpferin nicht Wrestlerin :
    https://de.wikipedia.org/wiki/Gina_Carano

    • Serienfan sagt:

      Es geht nicht darum, wer was gut findet. Es geht um objektive Dinge wie Erzähltempo.

      Ich habe ALLE 430 „Bonanza“-Folgen gesehen, jede ein kleiner Spielfilm, der schon im Teaser zum Punkt kommt. Die Cartwrights erleben in einer Folge oft mehr Schicksalsschläge als andere Familien in einer ganzen Serie. Clint Eastwood würde Mühe haben, eine Bonanza-Folge in einen Film umzuwandeln, der unter 3 Stunden bleibt.

      Auch eine Anfangsszene wie in „Spiel mir das Lied vom Tod“ hätte „Bonanza“ in 10 Sekunden abgehandelt.

      Eine Serie wie „Downton Abbey“ gönnt sich heute einen erzählerischen Leerlauf, der bei seinem geistigen Vorgänger „Das Haus am Eaton Place“ undenkbar gewesen wäre.

      Das liegt sicher auch daran, dass man heute auch mal in Landschaften schwelgen oder lange Actionszenen bringen kann, etwas, was fürs Fernsehen früher nicht getan wurde, weil die Fernseher das nicht hergaben und weil das Geld für die Action bzw. für die Effekte fehlte. Stattdessen musste man zwangsläufig die Handlung vorantreiben.

      Das ist nicht ausnahmslos gut, ich mag die „Verlangsamung“, wie sie in späteren Serien einsetzte und wie es sich vorher nur das Kino erlaubte. (Einer der großartigsten Filme aller Zeiten ist „Lawrence von Arabien“, ein Meisterwerk der Verlangsamung und keine Sekunde langweilig.)

      Alte Serien wirken oft gehetzt, am Ende erfährt man gar nichts mehr von dem Schicksal der Gaststars, weil alles einer radikalen „Verkürzung“ zum Opfer fällt. Auch über vergangene Episoden wird nie gesprochen, was ebenfalls mehr Handlung ermöglicht und erfordert (während heutige Serien auf allem endlos herumkauen).

      Wie gesagt: Was wem gefällt, ist tatsächlich egal. Aber wer glaubt, frühere Serien wären „langsamer“ erzählt worden als Serien wie „Picard“ oder „Mandalorian“, der kennt offenbar keine alten Serien.

      Antworten
    • Klapowski sagt:

      Nur kurz: Serienfan hat recht.

      Ich schaue gerade noch mal „Picket Fences“ (eine der besten Serien der 90er!) und parallel dazu auch kurz in „Goliath“ vom selben Showrunner – nur letzteres halt über 20 Jahre später gedreht.

      Meine Güte, ist das heute dröge im Vergleich zu damals! Hätte man damals innerhalb von 2 Minuten einen Charakter als einsamen Trinker gezeichnet und dann eine komplette(!) Kriminalgeschichte mit 5-10 durchdefinierten Figuren erzählt, so benötigt man heute für den langweiligen „Trinker-Aspekt“ bereits eine halbe Folge.

      Ohne dass irgendwas ERZÄHLT worden wäre.

      Klar, Serien sollen sich Zeit lassen. Aber wenn ich nach 2-3 Episoden immer noch nicht weiß, um was zum Henker es eigentlich geht, habe ich keinen Bock mehr. Von Zeit ganz zu schweigen.

      Antworten
    • Serienfan sagt:

      Witzig: Auch ich habe mir vor ein paar Wochen noch einmal alle „Picket Fences“-Folgen angesehen. Es ist noch immer eine der großartigsten Serien aller Zeiten, thematisch hochaktuell und keine Sekunde langweilig. Wer eine Episode wie „Waffengewalt“ (Guns’r’us) sieht und danach immer noch von langsamen Erzähltempo früherer Serien redet, lässt sich vom Schein täuschen.

      Ich glaube, damals erlebten wir eine „ruhige Schnelligkeit“, heute haben wir „hektischen Stillstand“.

      Das kann man auch auf die Realität übertragen. Dauernd wird doch gesagt: „Wir leben in schnelllebigen Zeiten.“ Aber stimmt das?

      In den letzten 20 Jahren hat sich doch weniger verändert als zum Beispiel von 1955 bis 1975. Ein Film von 2020 ist stilistisch oder inhaltlich nicht von einem Film aus dem Jahr 2000 zu unterscheiden, während es von 1955 bis 1975 riesige Änderungen in Sachen Film, Musik oder Mode/Design gab.

      Es ist ein bisschen wie in einer Firma. Ein ruhiger Mitarbeiter schafft oft bei Weitem mehr als ein herumfuchtelnder Hektiker. Abgewandelt von „in der Ruhe liegt die Kraft“ könnte man sagen: „in der Ruhe liegt die Story“.

      Und noch immer gilt: Das ist keine Aussage zur Qualität. Ein hohes Erzähltempo ist nicht zwangsweise besser. Eine Serie wie „Kobra Eins, übernehmen Sie“ (Mission Impossible) hat so viel komplexen Spionage-Plot mit all seinen Verwicklungen und unvorhergesehenen Zwischenfällen, die ohne Atempause erzählt werden, dass für die Charaktere rein gar kein Raum mehr bleibt, wodurch sie zu einem reinen Schablonen-Dasein verdammt sind, was diese Serie aus heutiger Sicht eher langweilig macht.

      Antworten

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